Blind Date - Eine junge Liebe

  • Weil mir gerade eben in meiner nächtlichen Fantasie die Idee kam "Hey, du könntest doch mal Romantisches schreiben, du hast ja nur vier andere Geschichten, die noch nicht fertig sind", hat Laura sich hingesetzt und kurzerhand "Blind Date - Eine junge Liebe" erschaffen. Naja, zumindest das erste Kapitel dazu ...



    Und hier ist es:




    Laura lief die Straße entlang, ihre Füße raschelten durch das Laub, das von den Bäumen gefallen war. Sie liebte das Geräusch, aber zu ihrem Bedauern sah die Straße durch die kahlen Bäume ziemlich trist aus. Wie der Wind durch die kleine Straße pfiff, in der sie wohnte, fühlte sie sich wie in einem Krimi, in dem ihr gleich ein Fremder hinter einem der Bäume auflauern würde. Eigentlich keine schlechte Idee! Sie holte ihr Smartphone aus der Tasche und tippte den Gedanken, den sie gerade gehabt hatte, in ihr virtuelles Notizbuch. Sie sah es schon vor sich … Eine junge Frau, die nichtsahnend eine verlassene Straße entlanglief, in Gedanken versunken. Und dann …


    Sie schrie, als eine vermummte Gestalt vor ihr auf die Straße sprang. Mit einem leisen Klacken zog der Fremde ein Messer aus der Tasche und kam auf sie zu. „Gib mir deine Tasche! Und dein Handy, na los! Sonst passiert dir was!“ Erschrocken ließ sie ihre Tasche fallen und stolperte ein paar Schritte zurück. Ihr linker Fuß verdrehte sich dabei schmerzhaft und sie wimmerte. Das trieb ihr Tränen in die Augen. Das Smartphone rutschte ihr aus der Hand und kam krachend auf dem harten Asphalt auf. Mit einem leisen Piepton ging es aus, als der Bildschirm brach.

    „Hey!“, ertönte in diesem Moment eine tiefe männliche Stimme von der gegenüberliegenden Straßenseite. Laura erschrak erneut und der Dieb schnappte sich schnell die Tasche, die sie vor lauter Schreck hatte fallen lassen und nutzte den Moment zur Flucht. Ihr Handy ließ er liegen. Laura schluchzte und nur ein paar Sekunden später stand ein junger Mann neben ihr. Vermutlich war er es gewesen, der den Räuber mit seinem Zuruf vertrieben hatte. Sie war inzwischen völlig aufgelöst und die zerlaufene Schminke tropfte ihr in einem Mischmasch aus Tränen und Farbe in den Ausschnitt. Verzweifelt ließ sie sich zu Boden sinken, es war ihr egal, dass die Kälte des Asphalts durch ihre dünne Strumpfhose drang. In der Tasche war alles gewesen, ihre Geldbörse, ihre Kreditkarte, alles. Und jetzt war sie weg.

    „Hier.“ Der unbekannte Mann ging in die Knie und reichte ihr ein Papiertaschentuch und zum ersten Mal, seit er ihr zur Hilfe geeilt war, sah sie ihn an. In den grauen Augen des Mannes lag große Sorge um sie, die er nicht einmal kannte.

    „Danke“, schluchzte sie und prustete in das Taschentuch. Als sie den nassen Fetzen sinken ließ, hätte man glauben können, sie hätte eine Farbpalette darüber ausgeschüttet. Der Fremde begann, ihr über den Rücken zu streicheln und irgendwie beruhigte sie das ungemein. „Es tut mir leid“, stotterte sie und reichte ihm das schmutzige Taschentuch. Der junge Mann winkte lachend ab.

    „Behalten Sie es!“

    Natürlich. Wie hatte sie auch nur auf die Idee kommen können, dass er ihr vollgerotztes Taschentuch nehmen würde?

    „Ich …“ Sie hob das kaputte Handy vom Boden auf und versuchte, auf die Beine zu kommen. Der Fremde reichte ihr die Hand, aber ihr linkes Bein knickte weg und so landete sie direkt in seinen Armen. Schnell rappelte sie sich auf und stützte sich dabei an seiner Brust ab. Obwohl sie nicht gerade leicht war, wich er keinen Zentimeter von der Stelle. Sie war überrascht. War er so kräftig?

    „Oh, das tut mir so leid“, sagte sie und deutete auf einen Fleck auf seinem blauen Pullover. Peinlich berührt lief sie rot an, mindestens so wie eine Kirsche. Zumindest fühlte es sich mit der Hitze, die in ihrem Kopf wallte, so an. „Ich wollte Ihnen nicht …“

    „Alles gut! Schminke und Tränen lassen sich rauswaschen!“ Sie war froh, dass ihr Retter die Situation mit Humor nahm und rang sich ein zaghaftes Lächeln ab. „Kommen Sie, ich bringe Sie nach Hause. Wo wohnen Sie?“ Stumm deutete Laura auf das Haus ein paar Meter weiter die Straße hinunter und stützte sich an ihm ab. Der junge Mann legte einen Arm um ihre Hüften und so liefen sie die Straße hinunter. Beim ersten Schritt sog sie tief Luft in ihre Lungen und ihr Gegenüber blieb sofort stehen. „Alles in Ordnung?“ Auf seiner Stirn stand jetzt eine breite Sorgenfalte.

    „Ja … Ja, es geht schon. Es ist nur, mein Bein …“

    „Ich trage Sie.“ Bevor sie widersprechen konnte, hatte der junge Mann ihr das Handy aus der Hand gezupft und sie hochgehoben. Sie klammerte panisch die Hände um seinen Hals, um nicht runterzufallen, so schnell war sie in der Luft, und stieß mit der Stirn etwas zu heftig an seine.

    „Au!“, machte sie und auch ihr unfreiwilliger Chauffeur per pedes verzog gequält das Gesicht. Sie war aber auch ungeschickt. „Tut mir leid“, entschuldigte sie sich wieder einmal zu viel.

    „Macht nichts.“ Sie waren jetzt fast bei der Eingangstür zu dem Miethaus angekommen, in dem sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin lebte.

    „Warten Sie, von hier aus kann ich allein weiter. Ich suche nur schnell …“ Sie griff instinktiv an die Stelle, wo ihre Tasche hängen musste. Dann fiel ihr wieder ein, dass die ja geklaut worden war. „Verdammt, mein Schlüssel war in meiner Handtasche. Wie soll ich denn jetzt in die Wohnung kommen?“ Vorsichtig setzte der junge Mann sie ab und half ihr, sich auf die Stufe vor der Eingangstür zu setzen. Er ließ sich neben ihr nieder. „Mein Handy ist auch kaputt, ich kann nicht mal Steph anrufen!“ Sie nahm das Mobilgerät aus seiner Hand und pfefferte es mit voller Wucht auf den Gehweg, dass es in seine Einzelteile zerbrach.

    „Sie können meins haben, um ihre Freundin anzurufen. Hier.“ Er zog ein schwarzes Samsung aus seiner Tasche und reichte es ihr. Sie sah ihn nur dankend an. Dieser Mann tat so viel für sie, obwohl er sie nicht einmal kannte. Nach ein paar Mal Tuten nahm Steph ab.

    „Steph, du musst sofort runterkommen! Ich bin überfallen worden, meine Tasche ist weg! Mein Schlüssel auch!“



    Ein paar Minuten später stand ihre beste Freundin vor ihr und schlang die Arme um sie.

    „Geht es dir gut?“ Laura wischte sich mit dem zerfledderten Taschentuch die letzten MakeUp – Reste und Tränen aus dem Gesicht. Sie nickte schwach.

    „Was mach ich denn jetzt?“

    „Ich würde vorschlagen, Sie gehen hoch und versuchen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Rufen Sie die Polizei an und melden Sie den Überfall.“, mischte sich der Fremde ein, den sie vor lauter Aufregung schon fast wieder vergessen hatte.

    „Kommen Sie mit hoch“, lud ihre beste Freundin ihn ein. „Ich mache Ihnen einen Kaffee.“

    „Ein Schnaps wäre mir jetzt lieber“, lachte er und fuhr sich nervös mit der Hand durch die Haare.










    (Ja, mein Prota heißt auch Laura, aber was solls :D)

    Chaos sagt, Halvars dunkle Seite sei harmlos gegen mich...


    As I´m an Amazone, I need a :jennagorn:













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  • Also mir gefällt es. :D Ich finde es gut geschrieben und macht Lust mehr zu lesen.

    stotterte sie und reichte ihm das schmutzige Taschentuch. Der junge Mann winkte lachend ab.

    „Behalten Sie es!“ Natürlich. Wie hatte sie auch nur auf die Idee kommen können, dass er ihr vollgerotztes Taschentuch nehmen würde?

    Vor allem liebe ich solchen Humor xD hihi :P

  • Ich finde den ersten Absatz unheimlich interessant. Zuerst dieses Gefühl von „Wäre es nicht aufregend wenn mir hier jemand auflauern würde“!? Und wenn dann genau das passiert hat sie Angst und weiß nicht was sie tun soll.


    Wenn es meine Geschichte wäre würde ich das ausnutzen um die Persönlichkeit und den Standpunkt der Protagonistin zu betonen. Das man sich „wie in nem Krimi“ fühlen will könnte darauf hinweisen das ihr Leben bis dahin extrem langweilig und vorhersehbar war und das sie sich vielleicht öfter in aufregende Fantasien und Gedanken-Experimente flüchtet. Direkt überfallen werden zu wollen deutet meiner Meinung nach auf einen Menschen hin der niemals mit Angst oder Verzweiflung konfrontiert gewesen ist und eventuell auch Probleme damit hat die kleinen und großen Notlagen anderer Menschen zu erkennen. Zumindest kann man es so hinein interpretieren… ich schreibe normalerweise nur Drama und Horror also nimm meine Empfehlung mit einer Prise Salz.

    „Wichtig klingende Zitate unter Signaturen sind blöd.“
    -Feron

  • Kapitel Zwei:



    Sie hüpfte auf einem Bein die Treppen hoch, ihr Appartement lag im vierten Stock.

    „Sicher, dass ich Sie nicht tragen soll?“

    „Nein, alles gut.“ Laura lächelte den Fremden dankbar an und sprang weiter. Nur noch zwei Stockwerke, also vier Treppen, bis sie oben war.

    „In diesem Tempo kommen Sie in hundert Jahren nicht oben an.“ Sie wollte protestieren, aber Steph grätschte dazwischen.

    „Mensch, Laura, jetzt lass dir doch mal helfen!“ Etwas, aber nur etwas, widerwillig ließ Laura sich von dem jungen Mann erneut hochheben und die Treppen hochtragen. Sie wollte auf keinen Fall Stephs Unmut erregen, dann konnte sie nämlich unmöglich sein. Und ganz unattraktiv war der schwarzhaarige Fremde auch nicht …

    Er bugsierte sie durch die blaue Eingangstür, sie deutete auf den Raum zu ihrer Linken. Das war die Küche. Behutsam setzte sie der Fremde auf einem der Küchenstühle ab und zuckte unsicher mit den Schultern.

    „Setzen Sie sich doch.“ Sie deutete auf einen der bastbesetzten Stühle und er nahm darauf Platz. Die winzigen Stühle ließen ihn mit seinen langen Beinen etwas unbeholfen erscheinen und sie kicherte.

    „Was ist?“, fragte der junge Mann verwundert.

    „Nichts, Sie …“

    „Also, ich habe die Polizei angerufen. Sie schicken jemanden vorbei!“ Steph schneite in den Raum, ihr weites Kleid flatterte hinter ihr her. Laura nickte stumm. Für einen Moment hatte das alberne Aussehen ihres Gegenübers auf dem schmalen Stuhl sie von dem Überfall abgelenkt, aber jetzt war alles wieder so präsent, dass sie wieder in Schockstarre verfiel. Ihre Finger krallten sich in die Sitzumrandung, während ihre Augen sich weiteten. Der junge Mann kam auf sie zu, die silberne Schneide des Messers funkelte in der Sonne… Sie sah sein Gesicht vor sich, wie er sie anschrie, und verkrampfte sich. Ihr wurde heiß, sie fing an, zu keuchen. Irgendwie holte der Schreck sie erst jetzt so richtig ein.

    „Laura?“ Steph wedelte besorgt mit den Händen vor ihrem Gesicht herum.

    „Sie hat einen Schock. Kein Wunder nach dem, was passiert ist“, hörte sie jemanden aus weiter Ferne sagen, wie durch einen Nebelschleier hindurch. Sie fühlte ein paar Finger an ihrem Handgelenk, dann an ihrer Stirn. „Laura? Hören Sie mich?“ Sie nickte stumm. „Gut. Versuchen Sie, ruhig zu atmen. Achten Sie auf mich. Gleich wird alles wieder gut.“ Sie hörte auf die Atmung des Fremden und spürte, wie ihre sich langsam wieder normalisierte. Verwirrt schüttelte sie den Kopf und ihr wurde wieder klar vor Augen. Dicht vor sich erkannte sie das Gesicht des Mannes, der sie gerettet hatte. Er hatte besorgt eine Augenbraue hochgezogen und sie sah, dass eine schmale Narbe sich darunter entlang zog. Unter ihrem forschenden Blick biss er sich unsicher auf die Unterlippe.

    In diesem Moment klingelte es an der Tür. Der Fremde stand auf und trat ein paar Schritte von ihr weg, während Steph zur Tür eilte.

    Sie kam mit zwei Polizeibeamten im Schlepptau wieder zurück in die kleine Küche und zwängte sich in die Ecke, damit für alle Platz war. Vier Personen in dem winzigen Raum war wohl etwas viel. Die beiden Polizisten stellten sich vor und der Ältere von ihnen fragte: „Was ist genau passiert?“

    Laura stotterte: „Ich weiß nicht genau, es dürfte ungefähr … vor einer halben Stunde gewesen sein? Ich … Ich war auf dem Weg nach Hause, als ein junger Kerl, ich konnte sein Gesicht nicht sehen, vor mir auf die Straße sprang. Er schrie mich an … Gib mir deine Tasche, dein Handy … Er zeigte mit dem Messer auf mich! Es ging alles so schnell, ich weiß es gar nicht mehr richtig. Und dann war auch schon dieser junge Mann“, sie deutete auf den Fremden, „da und hat ihn vertrieben. Mein Handy ist total kaputt, meine Tasche ist weg, da war alles drin!“ Sie spürte, wie ihr erneut die Tränen in die Augen stiegen und schniefte. „Mein Bein tut weh, ich weiß nicht was ich machen soll!“

    „Beruhigen Sie sich erstmal“, riet der Uniformierte ihr. „Sie sagen also, dass Sie das Gesicht des Angreifers nicht gesehen haben?“

    „Nein, ich konnte nichts erkennen. Er trug schwarze Klamotten und durch die Kapuze konnte ich gar nichts sehen …“

    „Sie haben auch nichts erkannt, das uns helfen könnte, den Täter zu finden?“, wandte sich der andere Beamte an den jungen Mann.

    „Nein, tut mir leid. Ich war spazieren und wollte gerade wieder nach Hause. Aber dann habe ich die Frau gesehen, wie sie gestolpert ist und bin sofort hingelaufen. Als er mich gesehen hat, ist der Kerl natürlich sofort abgehauen. Ich war zu weit weg, um irgendwas erkennen zu können. Sein Pulli hatte einen weißen Fleck, mehr weiß ich wirklich nicht.“ Der Polizist notierte, was der Fremde gesagt hatte und zuckte ratlos mit den Schultern.

    „Wenn das alles ist, was Sie uns zu dem Täter sagen können, wird es wohl schwierig werden, ihn zu finden. Was genau war in der Tasche, wie sieht sie aus?“

    „Meine Geldbörse. Da sind alle meine Karten drin. Mein Wohnungsschlüssel … Mehr hatte ich nicht dabei, außer noch ein bisschen Kosmetikzeugs … Die Tasche ist blau, sie ist klein, von Tommy Hilfiger. Sie hat 80 Euro gekostet.“ Laura fuhr sich entmutigt durchs Gesicht, als sie wieder daran dachte, dass all ihre Wertsachen verschwunden waren.

    „Gut.“, sagte der Polizist. „Ich denke, wenn Ihnen nichts mehr zu dem Überfall einfällt, dann haben wir fürs Erste alles, was wir wissen müssen. Wir geben Ihnen Bescheid, sobald wird etwas herausgefunden haben.“ Er nahm noch ihre Personalien auf, dann verabschiedeten sich die beiden.


    „Das klang ja nicht sehr zuversichtlich.“ Steph verzog eine enttäuschte Miene. Sie griff in den Küchenschrank und holte eine Flasche Schnaps daraus hervor, sowie drei Shotgläser. „Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich brauch jetzt erstmal was zu trinken.“ Sie schenkte so großzügig in die Gläser ein, dass der Alkohol schon fast über den Rand schwappte. Schwungvoll reichte sie ihr und dem Fremden die Shots. Der junge Mann kippte seinen sofort hinunter und schmatzte genüsslich. Etwas verärgert verzog Laura das Gesicht. Wenn sie etwas nicht leiden konnte, dann war das, jemanden schmatzen zu hören. Angewidert stellte sie ihr Schnapsglas auf den Tisch, sie hatte jetzt keine Lust darauf, sich zu betrinken. „Nein, nein, nein, nein, nein.“ Steph schob ihr das Glas wieder direkt vor die Nase. „Du trinkst das jetzt. Danach geht’s dir gleich viel besser, du wirst schon sehen.“

    Der junge Mann räusperte sich und sagte: „Ich sollte wohl mal los. Es ist schon spät und ich bin noch mit Freunden verabredet, also …“

    „Klar.“ Steph nickte und trat ihr unter dem Tisch ans Bein. Sie traf genau die Stelle, wo sie umgeknickt war.

    „Au, Steph! Was soll denn das?“

    „Oh, entschuldige.“ Betreten verzog ihre beste Freundin das Gesicht, aber im nächsten Moment grinste sie sie frech an. „Ich dachte nur, du möchtest vielleicht unseren Gast zur Tür bringen.“

    „Ja, sicher …“ Sie stand auf und der junge Mann marschierte an ihr vorbei zur Wohnungstür. Zögerlich folgte sie ihm. Bei jedem Schritt stach etwas in ihrem Bein. Während sie das tat, sah sie sich noch einmal zu Steph um. Die formte mit ihren Lippen die Worte „Oh mein Gott, ist der heiß“. Und ihr Blick sagte: „Wenn du ihn einfach so gehen lässt, bringe ich dich um.“

    Was sollte sie sagen? Danke? Sie kannte ja nicht mal seinen Namen.

    Der Fremde stand inzwischen auf der Türschwelle und lächelte sie an, während sie auf ihn zukam.

    „Ich bin übrigens Logan. Wir hatten ja noch keine Zeit, uns einander vorzustellen.“ Logan. Sie ließ sich den Namen auf der Zunge zergehen und schluckte ihn hinunter wie Eis mit heißen Himbeeren. Langsam und genüsslich. Was für ein schöner Name …

    „Uhm, ich … Ich bin Laura.“

    „Ja, das weiß ich bereits.“ Er grinste. „Na dann, Laura … Es hat mich gefreut, dich kennenzulernen.“ Er betonte das R in ihrem Namen stark, er rollte es beinahe.


    Logan hatte sich schon zum Gehen gewandt, als er sich nochmal umdrehte und sich nervös mit der Hand durch die ohnehin schon strubbeligen Haare fuhr. „Kann ich dir meine Nummer geben? Mal aufn Kaffee?“

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  • Hey BlueRosesInMyHeart ,


    Weil mir gerade eben in meiner nächtlichen Fantasie die Idee kam "Hey, du könntest doch mal Romantisches schreiben, du hast ja nur vier andere Geschichten, die noch nicht fertig sind", hat Laura sich hingesetzt und kurzerhand "Blind Date - Eine junge Liebe" erschaffen

    :rofl:... sehr sympathisches Intro! Das verleitet mich doch gleich zum Reinlesen! :D (nicht nur dein nächtliches Verlangen danach etwas Romantisches schreiben zu wollen, sondern auch die angefangenen Geschichten, die sich einfach nicht selbst zu Ende schreiben wollen)


    Meine Anmerkungen packe ich mal in den Spoiler:




    LG,

    Rainbow

  • Hey Rainbow


    Danke für den ausführlichen Kommentar! Ich hab deine Verbesserungen übernommen, manches sind so Sachen, wo ich mir denk "Jep, wieso hab ich das nicht selber gemerkt?"


    Das hab ich jetzt ehrlich gesagt nicht so ganz verstanden. Warum klingelt sie nicht einfach bei der Freundin, wenn die doch mit im Haus wohnt bzw. sich die Wohnung mit ihr teilt. Warum braucht sie dafür sein Handy??? :hmm:

    Zwecks Durcheinander sein und Effekt hab ich das so gemacht. :)



    Letztendlich habe ich nach dem Klappentext irgendwie was komplett anderes erwartet. :rofl: Bin gespannt, wie und wann es Laura zu dieser Fernsehsendung verschlagen wird und wann wir Chris kennenlernen dürfen.

    Ist das jetzt gut oder schlecht? :D

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  • Liest sich toll :D Ich mag Laura und Logan. Nur mit Steph bin ich noch nicht so recht warm geworden.


    Ich glaub wenn die Polizei kommt sind sie zu fünft in der Küche, nicht zu viert. (bin am Handy daher ohne Zitat der genauen Stelle -.-')


    Ich hab mich außerdem gefragt, ob die Polizisten nicht auch seine Personalien als Zeuge aufnehmen würden :hmm: Dann würde sie aber bereits seinen Namen erfahren.

  • Hey Daemonia Ja, zählen müsste man können... :dash::rofl:


    Ich hab mich außerdem gefragt, ob die Polizisten nicht auch seine Personalien als Zeuge aufnehmen würden :hmm: Dann würde sie aber bereits seinen Namen erfahren.

    Oh, scheisse (sorry für den Kraftausdruck), du hast recht :hmm: Ja, da muss ich mir noch was ausdenken, das hab ich gar nicht bedacht. Ich hab sogar noch geschrieben, dass die ihre Personalien aufnehmen. *gut gemacht,Laura*


    Ansonsten freuts mich sehr, wenn dir mein Geschreibsel gefällt :D

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  • BlueRosesInMyHeart


    Ja, das war recht amüsant! Vor allem Stephs Verkupplungsversuche :rofl:


    Aber ich finde, auch den Schockzustand von Laura hast du ganz gut eingefangen. Ich fand, das ließ sich alles recht flüssig lesen. Obwohl Daemonia natürlich recht hat mit den Personalien des Mannes. Aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich das gar nicht geschnallt oder als störend empfunden. Macht aber sicher Sinn, das noch zu ergänzen.


    Na dann mal sehen, wie es s weitergeht ^^

    • Offizieller Beitrag

    Laura lief die Straße entlang, ihre Füße raschelten durch das Laub, das von den Bäumen gefallen war.

    Also das geht ja alles sehr rasant ^^;
    Ich glaube ich wäre am Anfang noch was auf den Schock eingegangen, unter dem sie stehen müsste. Allein das Messer in der Hand des Gegenübers und diese Geschwindigkeit mit der alles an ihr vorbei zieht. Danach ist man erstmal ziemlcih feddisch mit der Welt.

    Ich war ein bisschen überrascht, dass sie ihr Handy nachher zerschmettert ^^; Aber die reaktion hab ich so ähnlich mal bei einem Freund gesehen. xD

    Also bis jetzt fühlt sich das FÜR MICH HardcoreZuckerSüß an. ICh weiß noch nciht, ob das so mein Genre ist xD Aber ich werde es mal weiter verfolgen ^^

  • Kapitel Drei, Part Eins:


    „Und?“ Steph war ganz aufgeregt, als sie in die Küche zurückkam, und Laura musste sich ein Grinsen verkneifen. Sie winkte nur mit dem kleinen blauen Zettel, auf dem Logans Nummer stand. „Du hast seine Nummer?“ Stephs Augen wurden groß, sie sprang auf sie zu und schlang die Arme um ihren Hals. „Wow, das ist großartig!“

    „Steph, Steph! Du erwürgst mich fast!“ Laura versuchte, die Umarmung etwas zu lockern, aber Steph wich schon zurück und tippte ihr auf die Brust.

    „Das – ist super! Der Typ ist ein Traum!“ Sie lachte und ließ sich auf den Baststuhl fallen, wo Logan vorher noch gesessen hatte. „Ich sag dir, Laura – das war Schicksal, dass dir das heute passiert ist!“

    „Ach, du spinnst!“ Laura winkte ab und stellte eine Tasse unter die Kaffeemaschine. Steph immer mit ihrer Schicksalsbesessenheit. Für sie war alles, was passierte, Schicksal – alles hatte einen Sinn. Und jetzt sollte sogar der Überfall auf sie gut sein? „Wir gehen nur einen Kaffee trinken … Und das wahrscheinlich auch nur, weil er Mitleid mit mir hat.“

    „Mitleid?“ Steph verzog ungläubig das Gesicht. „Ach komm, Laura, das glaubst du doch wohl selber nicht? Du jammerst seit Wochen, dass du endlich einen Freund haben willst. Das ist deine Chance! Der Typ ist eine Sahneschnitte!“ Die Maschine brummte und der Duft von frisch gemahlenem Kaffee stieg ihr in die Nase. Das entspannte sie ein wenig.

    „Ja, Steph, aber …“ Sie setzte sich ihrer besten Freundin gegenüber an den Esstisch und zog ein buntes Deckchen darunter hervor. Sie nahm einen tiefen Zug aus der Kaffeetasse und stellte sie auf das Deckchen. „Denk doch mal nach. Ich hab seinen Pulli mit Schminke vollgeschmiert und mich total idiotisch verhalten. Was sollte er denn von mir wollen?“

    „Hallo?“ Steph wedelte mit dem blauen Zettel vor ihren Augen herum und sah sie total verständnislos an. „Er hat dir seine Nummer gegeben. Wenn das nicht nach ´Schreib mich an und geh mit mir aus´ schreit, dann weiß ich nicht … Hier!“ Steph reichte ihr ihr Handy. „Schreib ihm, na los!“



    Sein Smartphone brummte in seiner Tasche und er griff hinein, um es rauszuholen. Darauf war eine Nachricht von einer unbekannten Nummer.


    Hey,

    hier ist Laura. Steph meinte, ich soll dir unbedingt gleich schreiben.

    Sie hätte mich wohl sonst gleich umgebracht, wenn ich´s nicht getan hätte.

    Ich benutze ihr Handy. Meines ist ja kaputt …


    Danke für die Hilfe heute.


    LG


    Er schmunzelte und tippte etwas.


    Hey Laura,

    es freut mich, dass du dich schon meldest.

    Gut, dass sie es nicht getan hat. Wer würde dann mit mir einen

    Kaffee trinken gehen?


    Dass ich dir geholfen habe, war doch selbstverständlich. Wie geht es dir?


    LG

    Logan


    „Hey, Logan!“ Sein bester Freund Eric kam auf ihn zu, er hatte wohl schon an der Straßenecke auf ihn gewartet. Schnell steckte er das Handy zurück in seine Hosentasche und schlug in die ausgestreckte Hand seines Freundes ein. „Mann, ist das lang her, dass wir beide Mal was miteinander gemacht haben!"

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  • BlueRosesInMyHeart


    Ach, wie schön doch so eine kupplungswütige Freundin ist :rofl:Ich finde, die Szene recht amüsant und auch gut geschrieben. Wo ich hängen geblieben bin, war die Sache mit dem Deckchen:



    Sie setzte sich ihrer besten Freundin gegenüber an den Esstisch und zog ein buntes Deckchen darunter hervor. Sie nahm einen tiefen Zug aus der Kaffeetasse und stellte sie auf das Deckchen.

    Wo holt sie das Deckchen her? Von unter dem Tisch? Kann ich mir irgendwie nicht so gut vorstellen :hmm:


    Und ich finde es gut, dass wir jetzt zu seiner Perspektive wechseln. Ich mag das :) Mal sehen, wie es weitergeht...

  • Hey Rainbow


    Es freut mich, dass es dir gefällt :)


    Und ja, ich dachte, tatsächlich, dass sie das Deckchen unter dem Tisch vor holt. Aber du hast recht, ich muss das wohl deutlicher schreiben. Jetzt, wo du es angemerkt hast, bin ich da auch hängengeblieben beim Lesen.


    LG

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    • Offizieller Beitrag

    Ich hab mal was weitergelesen ^^

    Vier Personen in dem winzigen Raum war wohl etwas viel.

    waren es nciht Fünf? Laura, Logan, Steph, zwei Beamte

    ich konnte sein Gesicht nicht sehen, vor mir auf die Straße sprang.

    Vorher hattest du gesagt, dass sie sein Gesicht sieht. Im Flashback. Schau dir das nochmal an :D

    Was ich gut finde, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist, war das mit dem Schmatzen. Dass ihr das nicht gefällt. Dann wirkt es nicht so überperfekt.

    Wobei der Kandidat natürlich schon wie gemeißelt für eine solche Geschichte ist ^^;
    Ich schau mal wie es weitergeht. ^^

  • waren es nciht Fünf? Laura, Logan, Steph, zwei Beamte

    Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass mir das passiert. Ich glaub, ich kann nicht mehr zählen ... :dash:


    Vorher hattest du gesagt, dass sie sein Gesicht sieht. Im Flashback. Schau dir das nochmal an :D

    Ups, du hast recht.

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  • Hi BlueRosesInMyHeart,

    schöne Geschichte, die sich sehr angenehm liest, wie ich finde. Du hast ja inzwischen schon viel gutes feedback bekommen. Daher von mir nur noch ein paar Kleinigkeiten: