Der Ring

Es gibt 289 Antworten in diesem Thema, welches 20.798 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Ichuebenoch.

  • Danke für's Weiterlesen und das Feedback dazu, Thorsten , ich freu mich zu hören, dass es keine Punkte gibt, wo ich nochmal die Feile ansetzen muss (*weiß aber jetzt schon, dass das nicht so bleiben wird X/ *)

    Wegen der Statur - joa, ich hab da mehr die Figur gemeint, also shape oder das, was der Duden als Bedeutung nennt. Die Größe wollte ich extra erwähnen.

    Allen anderen - Danke für eure Likes! :)

    So. Weiter geht's mit dem zweiten Teil von Kapitel 4. Der Inhalt dürfte vielleicht noch in einigen Fragmenten bekannt sein, aber es gibt auch wesentliche Änderungen. Bin gespannt, was ihr sagt.

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    Zum vorigen Teil: Kapitel 4 (1/2)


    Der Konferenzraum befand er sich an der Außenseite des Ringes. Die äußere Wand war vollständig verglast und während er auf den runden Tisch in der Mitte des Raumes zuschritt, gönnte er sich einen Blick auf die grüne Weite im östlichen Teil der Insel. Das sah man nicht überall. Stand man auf der Landeplattform der Frachtgleiter und sah nach Westen, dann hatte man das Empfinden, dass der Ring sich auf einer Plattform mitten im Meer befand. Dreißig Meter weiter unten brachen sich die Wellen donnernd an den senkrecht abfallenden Klippen. Ähnlich wie bei diesen alten Bauwerken, mit denen vor langer Zeit Öl aus dem Meeresboden gefördert wurde und die an manchen Stellen – still vor sich hin rostend – noch immer aus dem Ozean ragten.
    „Vater“ Er nickte Mestor zu. „Commandantin.“ Für Frida deutete er ein Salutieren an, das knapper nicht sein konnte und schon fast ein Affront war.
    „Du bist spät, Ares.“ Mestor zog eine säuerliche Miene.
    „Ich bin nicht im Dienst.“
    „Das ist mir egal. Wenn ich dich rufen lasse, hast du zu kommen. Unverzüglich.“
    Ares zog es vor, nichts darauf zu entgegnen. Alles würde wie eine Ausrede klingen und den Vater weiter reizen. „Was gibt es?“, fragte er stattdessen.
    „Die Vorfälle“, blaffte sein Vater. „Wann hattest du vor, mir davon zu erzählen?“
    „Für die tägliche Berichterstattung ist die Commandantin zuständig. Ich bin nur ein Axiom.“
    „Du bist mehr als nur ein Axiom!“
    Mehr? Was lief hier?
    Obwohl ein warnendes Klopfen in seinem Hinterkopf auftauchte, ging er nicht auf die Entgegnung ein. „Hat dir die Commandantin etwas verschwiegen?“, forschte er stattdessen. Es war eine ungeheure Unterstellung, aber er wollte unbedingt Fridas Gesicht sehen bei diesen Worten, auch wenn sie völlig aus der Luft gegriffen waren.
    Wie erwartet verengten sich ihre Augen, als sie ihn zornig anstarrte. „Ich habe Kyrios Daktyl über jeden einzelnen Vorfall informiert“, gab sie eisig zurück.
    Kyrios, dachte Ares verächtlich, das griechische Wort für Herr. So ließ sich sein Vater, der an seinen ethnischen Wurzeln eisern festhielt, anreden, wohl weil er den Ring erbaut hatte und der Eigentümer war. Aber sowohl die Gardisten als auch die Häftlinge in dieser Vorzeige-Haftanstalt arbeiteten im Auftrag der Regierung der Vereinigten Kontinente.
    „Es ist nichts, was dich oder deine Aktionäre beunruhigen müsste“, meinte er beschwichtigend.
    „Nichts? Innerhalb einer Woche verletzen drei die Abstandsregeln und in der Cantina wird ein Gardist angegriffen! Neulingen gestehe ich die Regelverletzung zu. Das kommt in den ersten Tagen nach ihrer Ankunft öfter vor. Aber Angriffe auf Gardisten? Das ist nicht hinnehmbar! Und eben habe ich erfahren, dass sich zu Wochenbeginn ein Onta im Lichtschacht in den Tod gestürzt hat!“
    Er hat Mühe, seine Beherrschung zu wahren, erkannte Ares irritiert. Wieso? Was ist daran so schlimm?
    „Der Mann war wohl psychisch krank und wurde bereits ersetzt“, gab er zurück und wusste im selben Moment, dass diese Antwort nicht geeignet war, seinen Vater zu beruhigen.
    Doch das musste sie gar nicht.

    „Gibt es zwischen den betreffenden Ontas irgendwelche Gemeinsamkeiten, Commandantin?“, fragte Mestor, nachdem er einmal tief durchgeatmet hatte, und die vorhin noch so erregte Stimme klang wieder beherrschter. „Sie haben die Vorfälle doch sicher näher untersucht.“
    „Keine, Kyrios.“ Frida trat an den runden Tisch in der Mitte des Konferenzraumes. Mit einer Handbewegung ließ sie ein Hologramm des Rings entstehen. Träge rotierend schwebte es eine Handbreit über der Tischplatte. Mit dem linken Zeigefinger hob die Commandantin es höher, sodass man nicht nur die vier oberirdischen Etagen des Ringes, sondern auch die fünf Unterebenen sehen konnte. Fridas Rechte huschte kurz über das Bedienpad auf dem Tisch und die Wände des Gebäudes wurden durchsichtig.
    „Die Wohneinheiten der betreffenden Ontas liegen in verschiedenen Blöcken und Ebenen. Hier, hier, hier und hier.“ Ihr Finger tippte auf die Stellen im dritten Untergeschoss, die daraufhin kurz aufleuchteten. „Keiner von ihnen hat sich in einem fremden Wohnblock aufgehalten. Sie arbeiten nicht am selben Platz und ihre Schichten folgten nicht aufeinander. Die Chips haben keine Abstandsunterschreitung erfasst, bei denen zwei von ihnen gleichzeitig betroffen waren. Der Selbstmörder ist vorher nicht bei einem Medi-Check gewesen. Er hat seine Schicht ohne besondere Vorkommnisse beendet und sich danach mit Erlaubnis in die Lauftunnel begeben, um das Audiodrom aufzusuchen. Die Kameras haben keine Auffälligkeiten aufgezeichnet. Er blieb an der Lichtsäule stehen, zerschlug das Glas mit einem unbekannten Gegenstand und sprang.“
    Ihre Hand vergrößerte die erste Unterebene. „Als der Vorfall in der Onta-Cantina geschah, hielten sich fünfzehn Ontas darin auf. Er wurde von drei Kameras erfasst. Diese hier“, ihre Handbewegung ließ einen Holo-Schirm neben der rotierenden Ringgrafik aufleuchten, „hatte den besten Winkel.“
    Frida gab ihm und dem Vater Zeit, die Szene zu verfolgen. Nachdem die Ypir-Gardisten die sich heftig wehrende und brüllende Onta hinausgeschleift hatten, beendete sie die Wiedergabe.
    Ares‘ Miene verdüsterte sich. Er hatte das Ganze schon einmal gesehen, als er das Strafmaß für den Gardisten, der zu seiner Einheit gehörte, festlegen musste. Der Mann hatte ihr grob das Knie ins Kreuz gerammt, um ihre Hände auf den Rücken zu zwingen, damit der Zweite sie fesseln konnte. Danach schlug der Erste noch einmal den Kopf der bereits wehrlosen Onta mit dem Gesicht nach unten auf den Boden. Wahrscheinlich hatte er ihr damit die Nase gebrochen.
    Morgen früh war ihre Strafe abgesessen. Die Gruppen- und Abteilungsführer in jedem Arbeitsbereich würden die Arbeiten unterbrechen und die ihnen unterstellten Ontas vor den Monitoren antreten lassen, damit sie zusehen mussten, wie die Frau aus dem Loch geholt wurde. Das war üblich, denn die S-Häftlinge sollten sehen, was sie erwartete, wenn sie die Regeln brachen und sich verschärften Arrest einhandelten.
    Ares hatte sich bereits vorgenommen, vor Ort zu sein. Außerdem würde er dafür sorgen, dass auch ein Medi-Servicer anwesend war, der den Zustand der Gefangenen überprüfte, bevor sie von zwei Ypir-Gardisten in ihr Quartier geschleift wurde. Eine Maßnahme, die Dwayne Coholt, der Axiom der zweiten Gardeeinheit, beim letzten Mal unterlassen hatte. Mit Absicht, wie Ares vermutete.
    Mestor warf ihm einen undeutbaren Blick zu. „Deine Männer waren schnell“, lobte er.
    Ares runzelte die Stirn. Sein Vater hatte die unnötige Rohheit des Gardisten anscheinend nicht bemerkt.
    „Sie sind gut ausgebildet“, bestätigte er ausweichend.
    „Gut.“ Der Kyrios stützte sich mit den Händen auf die Tischplatte und betrachtete das sich gemächlich drehende Hologramm.
    Ungeduldig wartete Ares. Was war der Grund gewesen für diese Besprechung? Wirklich nur die Frage, warum er ihm nichts von den Vorfällen erzählt hatte?
    „Das muss aufhören“, murmelte Mestor in dem Moment und Ares erkannte erneut, dass sein Vater ernsthaft besorgt war. Und diese Besorgnis ging seiner Meinung nach über ein normales Maß hinaus. Sein Vater hatte Angst.
    „Es ist bedeutungslos“, entgegnete er. „Das sind Einzelfälle. Es gibt keinen Zusammenhang.“
    „Heute vielleicht. Aber morgen kann das anders sein. Einige Ontas waren in der Computerindustrie und in der Forschung tätig, bevor sie hierher kamen. Was, wenn sie eine Möglichkeit finden, das Kontaktverbot zu umgehen? Was folgt als Nächstes? Legen sie die Kameras lahm? Manipulieren sie sie, damit wir nur das sehen, was wir sollen?“
    Ares verengte die Augen zu schmalen Schlitzen. Das war paranoid!

    „Ein Aufstand hätte keine Chance“, entgegnete er bestimmt. „Der Marine-Stützpunkt auf Pitcairn wird sofort reagieren. Bei einem Notruf vom Ring ist ein Großbataillon der dort stationierten Spezialeinheiten in einer Dreiviertelstunde hier. Die machen kurzen Prozess mit aufmüpfigen Ontas! Und selbst wenn ein paar von denen dabei ins Gras beißen – es sind S-Häftlinge! Die wird es immer geben. Du kannst sie doch in absehbarer Zeit ersetzen.“
    Mestor entgegnete nichts, obwohl Ares den Eindruck hatte, dass ihm eine heftige Entgegnung auf der Zunge lag. Ihn beschlich das seltsame Gefühl, dass sein Vater ihm etwas verschwieg. Warum hatte er Angst davor, dass die Ontas miteinander redeten? Denn das war der Sinn hinter dem Kontaktverbot, der lückenlosen Überwachung und den Abstandsregeln. Und deshalb auch die strengen Strafen für deren Übertretung. Mestor konnte doch unmöglich wirklich einen Aufstand fürchten! Und wieso spielte es eine Rolle, was die Ontas beruflich getan hatten, bevor sie straffällig geworden waren?
    Da war noch etwas von dem hängengeblieben, was sein Vater gesagt hatte, doch im Augenblick kam er nicht darauf, was ihn hatte stutzen lassen. Vielleicht fiel es ihm später wieder ein. Ein kurzer Blick zu Frida zeigte, dass sie offenbar keine derartigen Gedanken hegte. Sie stand mit auf den Rücken gelegten Händen und sah ihren Kyrios ausdruckslos an. Vermutlich fragt sie sich ebenfalls, warum sie hier ist, dachte Ares säuerlich.
    „Ich will, dass das aufhört“, wiederholte Mestor mit Nachdruck und richtete sich auf. Sein Gesicht hatte einen harten Zug angenommen. „Besonders die Verletzung der Abstandsregel. Die Ontas dürfen nicht miteinander reden!“ Er atmete einmal tief durch. „Sie haben alle Befugnisse, um das durchzusetzen, Commandantin. Und ich möchte künftig sofort über derartige Vorfälle informiert werden! Habe ich mich deutlich ausgedrückt?!“
    Sein Blick loderte förmlich und Frida schien Mühe zu haben, ihm standzuhalten.
    Selbstverständlich, Kyrios“, gab sie eisig zurück und ihre Miene zeigte, wie sehr es sie traf, vor einem ihrer Untergebenen gerügt zu werden.

    Mestor ließ sie noch einen Augenblick zappeln. „Das war es für heute. Und Ares“, er wandte sich ihm zu, „in Zukunft möchte ich deinen Rapport unaufgefordert erhalten, Axiom.“
    Ares nickte und beobachtete Frida, die Grafik und Bedienpad verschwinden ließ und dann an ihm vorbei zur Tür marschierte, wobei sie lediglich einen vernichtenden Blick für ihn übrighatte. Er neigte grüßend den Kopf vor seinem Vater und verließ nach ihr den Konferenzraum.

    (die blauenTextteile wurden editiert)


    Hier geht's weiter: Kapitel 5

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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    5 Mal editiert, zuletzt von Tariq ()

  • Hallihallo Tariq,


    Ich habe aufgeholt und bin jetzt mit dabei 😃🎉 Die Geschichte ist sehr spannend und ich bin neugierig, was passieren wird. Ich mag das Setting und die Figuren!


    Ein bisschen vermute ich, dass das keine Schwerverbrecher sind, sondern politische Gefangene oä. Aber wie kommt es zu der Häufung von Vorfällen? Das Gefängnis scheint ja sehr gut überwacht zu sein. Gibt es da vielleicht auch Wärter, die nicht ganz regeltreu sind? Wenn jemand zB einen Gefangenen erkennt, dann wüsste dieser jemand ja, dass hier ein falsches Spiel gespielt wird. Und mit ein wenig Gerechtigkeitssinn wäre dann auch die Motivation da, den Ontas zu helfen. Naja… oder da sind mächtige Schwerverbrecher, die außerhalb noch eine gut funktionierende Organisation haben.

    Mir stellt sich daher die Frage: Wann wird der „Herr“ eine Verbindung der auffälligen Ontas über Kontakte zu Servicern und Gardisten und co überprüfen 🤔


    Und wie hängt das alles mit dem Selbstmord im Prolog zusammen? 🤔


    Vorhin war das noch ganz anders gewesen. Ares‘ Oberkörper hatte im Rhythmus eines hämmernden Beats gewippt und die matt glänzenden Schulterstücke der Axiom-Uniform ließen dazu diffuse Lichtreflexe über die Wände zucken.

    Also als ich das die erste Male gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass das bedeutet, dass Ares Sex hatte. Oder verstehe ich das falsch? Oder hat er vorhin irgendwann einfach ein Technolied angemacht und dazu … mit seinem Oberkörper gewippt?

    Solche Überbleibsel, wie Frida sie einmal genannt hatte, ließen sich nur noch für Arbeiten in der Reinigung oder Entsorgung gebrauchen. Und kein Onta konnte einen anderen warnen vor dem, was einem bevorstand, wenn man sich falsch verhielt.

    Das finde ich interessant. Dann wäre die Bestrafung ja wirklich nur für diesen einen Onta gut. Auf alle anderen hätte das keine Wirkung.

    Wüssten die anderen Ontas von solchen Strafen, wäre das effektiver, abschreckender. Da so ein Gefängnis ja gut durchdacht ist, frage ich mich, warum das so ist?

    Anfangs hatte er gegrübelt, was den Mann dazu getrieben hatte. Den Ontas fehlte es an nichts hier im Ring. Sie hatten anstelle von Großraumzellen ein Quartier für sich allein, ausreichende Mahlzeiten und Möglichkeiten, ihre Freizeit angenehm zu verbringen.

    Dieser Absatz hat mich überrascht. In der Szene zwischen Ares und Etienne bin ich zu dem Eindruck gekommen, dass Ares klar ist, dass die Abstandsregeln und Kontaktverbote einschränkend sind, dass die Ontas das aber verdient haben („hab kein Mitleid“, „Menschlichkeit“).

    Dass er aber denkt (und das nach mehrmaligen Nachdenken): hey, die Gefangenen dürfen sich zwar Menschen nicht nähern und mit keinem sprechen, werden also völlig sozial isoliert, aber hey, die haben doch ein schönes Leben hier… das macht Ares für mich zu einem Soziopathen.

    Insbesondere, weil er offenbar in einer Welt lebt, in der menschlicher Umgang nicht per se verboten ist. Er kennt es also anders. Und er hat sogar den Anreiz über so etwas nachzudenken durch Etienne.

    Er denkt auch nicht, sie sollten froh sein, dass sie es hier so gut haben, diese Schwerverbrecher. Sondern: keine Ahnung, warum die sich umbringen. Keine Ahnung, was hier schlimm sein soll. (also so lese ich das 😄)

    Also ich finde das jetzt nicht unbedingt unpassend oder falsch. Es fällt mir nur auf.

    Ein Onta stürzt sich im Lichtschacht in den Tod, innerhalb einer Woche verletzen drei die Abstandsregeln und in der Cantina wird ein Gardist von einem Onta angegriffen!

    Ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass dieser Selbstmord schon eine Weile her ist. „Bis heute wurde das nicht aufgeklärt“ oder so ähnlich heißt es im Text. Das lässt mich an Wochen, Monate, Jahre denken.


    Ich bin auf den nächsten Teil gespannt!


    Liebe Grüße

    M.

  • Hallo Moog ,

    willkommen im Ring, schön, dich dabeizuhaben. :)

    Vielen Dank für deine interessanten Anmerkungen. Da ich den Ring immer nur sonntags poste und ich dich nicht so lange auf eine Antwort warten lassen will, werde ich das heute gleich machen.

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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  • Hallo Moog, ich bin's nochmal :D

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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  • Hallihallo Tariq,


    ich finde die Änderungen hervorragend! Nichts mehr anzumerken dazu 😃



    Liebe Grüße

    M.

  • Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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  • 4/1: Gefaellt mir gut, im Vergleich zur ersten Version raeumt es einige Schwierigkeiten ab und wirkt insgesamt durchdacht, die ganze Dynamik zwischen den drei kommt gut raus.


    Passt so, nur eine Kleinigkeit:


    „Sie haben die Vorfälle doch sicher näher untersucht.“
    Der letzte Satz war eine erneute Infragestellung von Fridas Kompetenz

    Wieso? Der Satz an sich genommen nimmt eigentlich an dass sie kompetent ist (und eben schon das noetige untersucht hat) - meinst Du dass der Tonfall die Kompetenz infrage stellt?

  • Zum vorigen Teil: Kapitel 4 2/2

    ~~~ Kapitel 5 ~~~


    Tevor hatte die Kabine erreicht und trat ein. Der Helm, der auf einem Bord neben der Versorgungseinheit lag, war das Erste, was ihm in der Schleuse auffiel. Er nahm ihn hoch und legte ihn gleich wieder zurück. Schuhe aus, mahnte er sich, ich wollte doch barfuß laufen. Er schob die flachen Slipper unter die Ablage und griff erneut nach dem leichten, schwarzen Helm.
    Mit sanftem Zischen glitt die Automatiktür zurück und gab den Blick in den Raum frei. Seine Größe ließ sich schwer schätzen, weil Boden, Wände und Decke dieselbe Farbe aufwiesen. Er war leer und schien quadratisch zu sein.
    Tevor trat ein, ging in die Mitte und stieg vorsichtig auf die eine Handbreit über dem Boden schwebende Plattform. Er hatte mit Wackeln gerechnet, doch sie rührte sich nicht. Noch einmal atmete er durch und spürte, wie die Vorfreude ihn berauschte, dann stülpte er sich den Helm über. Die Blonde hatte recht gehabt, diese Saugnäpfe waren unangenehm. Ein blickdichtes Visier schob sich vor seine Augen und nahm ihm die Sicht.
    „BuyVis wünscht angenehmen Aufenthalt, Onta Tevor TwoFive-O.“
    Es blieb dunkel. Gespannt wartete er.
    Da! Wispernd, kaum wahrnehmbar, drang Rauschen an sein Ohr. Es nahm zu. Erstaunt hob er den Kopf, denn das Geräusch war über ihm. In dem Moment fluteten Gerüche seine Wahrnehmung. Ein würziger Duft. Den kannte er. So hatte es gerochen, als er letzte Woche im Park gewesen war. Dann mischte sich ein süßliches Aroma darunter, das ihm fremd war. Neue Laute waren zu hören, leises Piepsen und Trillern. Vögel ... Tränen drängten in seine Augen und kurz kniff er die Lider zusammen. Er hatte so lange kein Vogelzwitschern gehört.
    Jetzt durchbrach Licht die Schwärze. Und Grün, eine überwältigende Vielfalt von Grün, immer wieder unterbrochen von blendend hellen Sonnenstrahlen, die über seinem Kopf durch das Blattwerk drangen.
    Tevor schnappte nach Luft. Es war einfach vollkommen. Ein lauer Wind streichelte sein Gesicht und über sich hörte er das Rauschen in den hoch aufragenden Bäumen. Ehrfürchtig legte er seine Hand auf die Rinde eines dieser Giganten neben sich und ließ forschend seine Finger über die raue Oberfläche tasten. Noch mehr Tränen traten in seine Augen. So intensiv hatte er es sich nicht vorgestellt. Geh ein paar Schritte, befahl er sich, du wolltest spüren, wie es ist, ohne Schuhe auf diesem Boden zu laufen. Er sah hinab. Trockene Blätter unter seinen nackten Füßen, kein einziger Grashalm. Vielleicht da hinten? Dort war es heller ...
    Er tappte durch das Laub vorwärts, war versucht, die Hände nach vorn zu strecken, um nicht gegen die Wand zu stoßen. Nur langsam entspannte er sich, lächelte und lief gemächlich weiter, wobei seine Hände Zweige voller weicher, grüner Blätter streiften. Kleine Tiere huschten durch die Pflanzen über seinem Kopf. Sie konnten fliegen und blinzelnd beobachtete er staunend, wie sie sich hoch die Luft schwangen und irgendwo zwischen den Bäumen verschwanden. Mit einem tiefen Atemzug sog er den würzigen und belebenden Duft ein. Der hellgrüne Fleck entpuppte sich als winzige, sonnenlichtüberflutete Fläche. Und hier war Gras. Genug, um die Füße hindurchstreichen zu lassen. Lauschend hob er den Kopf, denn jetzt hörte er ein Gluckern und Plätschern. Irgendwo war Wasser. Ein Bach? Er wandte sich nach links, um ihn zu suchen. Nach zehn Schritten glitzerte es zwischen den Bäumen. Ein munter dahinfließendes Rinnsal, das sich durch Steinen hindurchzwängte. Atemlos bückte er sich, tauchte langsam die Hände hinein und beobachtete, wie das klare Wasser um sie herum floss und um seine Finger strudelte. Es war eiskalt, aber er lachte glücklich.
    Weiter vorn war eine Brücke, auf der man das Bächlein überqueren konnte. Gezimmert aus armstarken Hölzern. So dick wurden die der Gewächse im Innenbereich nie. Auch das Geländer bestand daraus.
    Er lief darauf zu und betrat sie. Seine Füße spürten die raue Oberfläche der entrindeten Stämme, während seine Fäuste die obere Geländerstange umschlossen.
    Da fiel sein Blick auf etwas. Es war ein Symbol, genau zwischen seinen Händen. Jemand hatte es ein wenig schief in das Geländer geritzt. Und es enthielt zwei Buchstaben. S und L ...
    Ein jäher Schmerz schien seinen Schädel spalten zu wollen. Er ächzte gequält, ließ das Geländer los und umklammerte mit beiden Händen den Helm. Sein Mund öffnete sich zu einem Schrei – doch er blieb stumm. So plötzlich, wie die Pein ihn überfallen hatte, war sie verschwunden. Der Schreck ließ Tevor reglos verharren. Was war das gewesen? Hatte er etwas falsch gemacht? Irgendeine Regel verletzt? Ängstlich lauschte er, ob die Computerstimme ihn gleich rauswerfen würde. Oder vielleicht polterten jeden Moment zwei Gardisten herein, um ihn hinauszuschleifen.
    Nichts geschah. Der Wald verschwand nicht. Langsam beruhigte sich sein rasender Herzschlag. Von dem heftigen Schmerz war nichts mehr zu spüren. Was hatte ihn verursacht?
    Seine Beine fühlten sich an wie Pudding. Vielleicht wurde er krank und es hing gar nicht mit der Vision zusammen?
    Er kehrte um und versuchte die sonnenüberflutete Fläche wiederzufinden. Dort würde er sich ins Gras setzen, dem Zwitschern der Vögel zuhören und die Sonne auf dem Gesicht genießen.
    Doch er kam nicht mehr dazu. Beim ersten Schritt spürte er ein Ziepen an Stirn und Schläfen. Mit einem kaum hörbaren Schmatzen lösten sich die Saugnäpfe. Der Wald verdunkelte sich bis hin zu völligem Schwarz. Die Geräusche wurden leiser, bis ihn schließlich Stille einhüllte.
    „BuyVis bedankt sich für Ihren Besuch“, verkündete der Computer. Das schwarze Helmvisier wurde geöffnet und er fand sich auf der Plattform in der Mitte des grauen Raumes wieder.
    Die Rückkehr in die Realität war - wie im Visodrom – dem Erwachen aus einem schönen Traum ähnlich, aber intensiver und ihm schwindelte leicht. Mit steifen Bewegungen nahm er den Helm ab, stieg herunter, tappte zur Tür und öffnete sie. Er fühlte sich beraubt und war traurig, aber zugleich auch überglücklich. Schon während er den Helm ablegte und in seine Schuhe schlüpfte, beschloss er, diesen Besuch so bald wie möglich zu wiederholen. Nur die Erinnerung an diesen Schmerz im Kopf trübte das Erlebnis. Vielleicht sollte er sich für einen Medi-Check anmelden.
    Gefolgt von dem Gardisten, der ihn aus der Kabine gelassen hatte, ging Tevor zurück in den Vorraum. Die Blondine hinter der Carbonscheibe sah ihm entgegen. Er lächelte zaghaft, als er an ihr vorbei zum Ausgang ging, und – für ihn selbst überraschend – erwiderte sie kaum merklich das Lächeln.


    Hier geht's weiter: Kapitel 6 (1/2)

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    (Ricarda Huch)



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    Einmal editiert, zuletzt von Tariq ()

  • Liebe Tariq

    die letzten beiden Abschnitte gefallen mir sehr gut!


  • Hey Tariq


    Ich hole auch wieder auf. Gerade hab ich mal wieder etwas Luft auf Arbeit :P


    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!

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  • Ähm, da stehe ich wohl ein bisschen auf dem Schlauch, denn ich verstehe dich hier nicht. In dem Zitat steht doch nicht, dass die Commandantin der Chef ist. Wie kommst du darauf?

    Ups! Ich hab mich verlesen. Es heißt "VOR ihrem Untergebenen gerügt zu werden" nicht "VON" :patsch:

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!

  • So, nach einer Woche Pause bring ich euch nun ein neues Kapitel. Ich habe mich im Gegensatz zur alten Version diesmal dazu entschieden, den Anta auch zu Wort kommen zu lassen. An Kapitel 6 habe ich lange herumgeschnitzt und bin noch nicht ganz sicher, ob es so passt und ob es mir gelungen ist, euch Frida zu zeigen. :/

    Ich teile das Kapitel, weil es mir mit knapp 1500 Wörtern zu lang für einen Post erscheint.

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    Zum vorigen Teil: Kapitel 5


    ~~~ Kapitel 6 (1/2) ~~~


    Der Ypir blieb stehen, als er sie auf sich zukommen sah, trat zur Seite und salutierte. Seine bemüht ausdruckslose Miene verriet ihr, dass er diese Begegnung lieber vermieden hätte.
    Verächtlich verzog Frida die Lippen. Schwachkopf! Alle waren Schwachköpfe, bildeten sich etwas darauf ein, dass sie eine Uniform und eine Waffe trugen und fühlten sich stark im Bewusstsein ihrer Macht. Dabei war sie es, die ihnen sagte, was sie zu tun und zu lassen hatten.
    Nicht alle sind so, korrigierte sie sich im Geiste. Ein paar Männer hier waren anders. Keine dieser Witzfiguren. Dwayne zum Beispiel, genau wie Ares Daktyl. Und natürlich der Kyrios.
    Sie dachte zurück an die Besprechung, von der sie eben kam. Mestor Daktyl hatte etwas an sich, das ihr denn Atem stocken ließ. Etwas Erhabenes, Majestätisches und zugleich auch etwas Väterliches. Sie fühlte sich zu ihm hingezogen, das gestand sie sich unumwunden ein. Nicht auf sexuelle Weise, obwohl das nackenlange, graue Haar, die dunklen Augen und der sorgfältig getrimmte, silberdurchzogene Bart ihn durchaus attraktiv machten. Nein, es war seine Macht. Und die Art, wie er damit umging. Wie souverän er kommandierte, manipulierte ... herrschte. Sie wollte von ihm lernen, wollte wissen, was man tun musste, um so mühelos anderen seinen Willen aufzwingen zu können und dabei den Eindruck zu erwecken, man wäre der netteste Mensch der Welt. Das war es, was sie an Daktyl faszinierte und was sie – fast gegen ihren Willen – zwang, diesen Mann zu verehren. Wie souverän er eben seinen Sohn zurechtgewiesen hatte!
    Der Gedanke daran ließ ein triumphierendes Lächeln über ihre Lippen huschen. Der perfekte Ares Daktyl war gemaßregelt worden. Vor ihr, seiner Commandantin. Und nur, weil er zu spät kam. Ein warmes Glücksgefühl hatte sie durchströmt, als sie sah, wie er sich auf die Lippen biss nach den barschen Worten seines Vaters. Leider war das Gefühl nur eine Sekunde später durch seine provozierende Frage wie von einer kalten Dusche hinweggespült worden.
    Verärgert presste sie die Kiefer zusammen. Als ob sie dem Kyrios Informationen vorenthalten würde! Ares‘ kurzer Blick in ihre Richtung war ihr nicht entgangen und sie hatte mühelos erkannt, was er bezweckte. Doch das würde ihm nicht gelingen! Er trieb keinen Keil zwischen sie und den Kyrios!
    Frida hatte den Lift erreicht und warf dem diensthabenden Ypir-Gardisten einen eisigen Blick zu. Der Mann nahm Haltung an und verharrte so. Sie stieg auf die Plattform und starrte ihn dann erneut an, während sie in die Tiefe sank und er ihren Blicken entzogen wurde. Vier Streifen auf der Brust. Er gehörte der vierten Einheit an, Daktyls Truppe.
    Ares Daktyl! Sie ertrug diesen arroganten Mistkerl nur mit äußerster Mühe. Dass ihre Untergebenen sie hassten, war in Ordnung. Sie sah es als Preis für ihre Macht und sie zahlte ihn gern. Aber dass sie Ares mochten, das war schwer zu verkraften. Nein, schlimmer, sie verkraftete es gar nicht und sie merkte, wie der Hass auf diesen Mann sie innerlich zerfraß. Was war es nur, das ihm so viele Sympathiepunkte bei den Gardisten einbrachte? Eine Aura? Charisma?
    Verärgert stieg sie ein Stockwerk tiefer von der Plattform. Auch hier stand ein Vierstreifen neben dem Lift. Diesmal ignorierte sie ihn und wandte sich nach links. Bis zur Kommandozentrale waren es nur ein paar Schritte. Wahrscheinlich konnte man ihr die schlechte Laune am Gesicht ablesen, denn die Gardisten, die auf dem Gang Posten standen, strafften ihre Haltung und mühten sich, sie nicht anzusehen.
    Unwillig schnaubte sie, während ihre Gedanken zu der Besprechung zurückkehrten. Etwas an Ares Daktyl brachte sie dazu, wachsam zu sein in seiner Gegenwart. Ein unbestimmtes Gefühl von Gefahr oder Bedrohung. Nein, Ares war wirklich keiner dieser Schwächlinge, sondern gefährlich.
    Die Tür öffnete sich mit sanftem Zischen, nachdem sie ihren Handrücken über den Scanner geführt hatte. Frida trat ein und ging mit energischen Schritten bis zu ihrem Schreibtisch, vor dem sie stehen blieb. Einen Augenblick lang starrte sie durch die Glaswand hinter dem bequemen Ledersessel hinaus auf den blaugrünen Ozean. Weiße Wölkchen zogen über den Himmel und Möwen …
    Ein Rascheln hinter ihr, langsame Schritte und dann zwei kräftige Hände, die sich von hinten um ihre Taille legten. „Deinem wütenden Blick nach hattest du eine Begegnung mit einem ganz bestimmten Axiom“, murmelte eine Stimme neben ihrem Ohr und ein leichter Kuss auf ihren Nacken folgte.
    Frida seufzte und merkte, wie die Anspannung von ihr abfiel. Dwayne war da. Kein anderer Axiom würde sich in der Zentrale aufhalten, wenn sie nicht hier war, obwohl alle fünf Zutritt hatten. Aber er hatte hier auf sie gewartet. Dankbar neigte sie den Kopf und ein weiterer sanfter Kuss folgte, diesmal auf die sensible Stelle unter ihrem Ohr. Er war ein Zauberer, schien immer zu wissen, wann sie ihn brauchte. In seiner Gegenwart wichen die Ärgernisse zurück wie die Schatten der Nacht, wenn die Sonne aufging. Sie schmolzen förmlich dahin unter seiner warmen Stimme und seinen geschickten Händen, die jetzt langsam an ihren Armen aufwärts glitten, um sich auf ihre Schultern zu legen. „Ich sollte ihn umbringen, denn ich ertrage es nicht, wenn du dich über ihn ärgerst.“ Ein neuer Kuss, auf dieselbe Stelle. „Auf welche Weise hättest du es gerne?“


    Hier geht's weiter: Kapitel 6 /2/2)

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
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  • Ich muss auch mal wieder aufholen... Zu 5:


    Gefaellt mir (wie beim ersten Mal) sehr gut, das ist eine stimmungsvolle Schilderung des Erlebnisses geworden die grade im Kontrast mit der Tristesse zuvor sehr eindringlich rueberkommt. :thumbsup:


    Hier haette ich eine konzeptionelle Frage:

    Schuhe aus, mahnte er sich, ich wollte doch barfuß laufen.


    Spielt das bei der Technologie eine Rolle? Das System kann ihm den Eindruck von Wasser an den Haenden geben obwohl kein Wasser im Raum ist - wieso kann es ihm nicht den Eindruck von Gras an den Fussohlen geben obwohl da eine Schuhsohle drunter ist? Wenn er die Schuhe auszieht ist ja auch nur der nackte Boden unter seinen Fuessen und das System verwandelt das in Gras.


    Im Endeffekt ist das die Frage wie sein Avatar in dieser induzierten Erfahrung bestimmt wird - scannt das System seine wirkliche Kleidung und gibt ihm die (das scheint Dein Ansatz zu sein, aber er wirkt seltsam fuer ein so ausgefeiltes System das im Prinzip Optionen bietet - und - was wenn ich 'Antarctica' statt Wald nehme - friere ich dann in der Onta-Kluft zu Tode, oder bekommt der Avatar einen Mantel?


    Oder ist der Avatar durch das bestimmt was er im Kopf hat - sein implizites Selbstbild eben? Wie ist er dann gekleidet, das waere eine interessante Frage ob er sich selbst als Onta in Straeflingskittel sieht oder nicht.


    Oder ist der Avatar einfach ein Default - aber er hat keine Orientierungsschwierigkeiten.


    Fuer Deine Geschichte ist das alles nicht so wahnsinnig wichtig, aber es gibt Nerds unter uns die ab- und an ueber solche Technologien nachdenken und solche Kleinigkeiten mitplanen - und sowas gibt es Dir auch in die Hand in der Geschichte Akzente zu setzen - was wuerde es etwa bedeuten wenn er sich nicht in Ontakluft im Wald befindet? Koennte der Leser nachdenken.


    Also - weniger Kritik als eine Anregung mal ueber das Potential zu sinnen das Du in solchen Szenen hast :)

  • Hallihallo 😃,


    Juhuu ein neuer Teil! Die Perspektive der Commandantin ist sehr gut gewählt (finde ich). Sie wird für mich damit tiefer.



    Ich bin auf Teil 2 gespannt!

    Liebe Grüße

    M.

    Einmal editiert, zuletzt von Moog ()

  • Frida ist ja ganz schön gruselig. Obwohl in dem Kapitel kaum was passiert und wir hauptsächlich ihre Gedanken erfahren, ist das sehr eindrücklich geworden.

    Das mit dem Mord ist aber wohl nicht ernst gemeint, oder? Das sagt er nur, um ihr zu gefallen.

    Meine Geschichten: * Meermädchen * Kriegerkönigin * Dark Prince

  • Hui, was ist denn hier los? Drei Kommis an einem Tag! :panik:


    Vielen Dank, Thorsten , Moog und Kirisha , das freut mich total smilie_happy_011.gif


    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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    ___________________

  • Tariq


    Mir gefällt der neue Teil. Kann mich gar nicht mehr daran erinnern ob ich den so schon gekannt habe, muss ich gestehen. Ist der neu? Mit Perwoll gewaschen? :tada:

    Was Frida für mich hier so interessant macht, sind die unterschiedlichen Schichten die du hier von ihr auf kurze Zeit zeigst. Sie ist ambitioniert und vergöttert einen Mann, verabscheut jedoch dessen Sohn. Der Hass sitzt so tief (was mich auch wundern lässt, woher der so extrem kommt), doch im nächsten Moment zeigst du auch eine sensible Seite von ihr. Ich glaube, dass Frida gerade mein liebster Charakter geworden ist. :hmm:

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!