Der Ring


  • Kapitel 12

    (1/2)


    Tevor TwoFive-O

    Der Computer hatte ihm den Namen ausgespuckt, der zu dem eben gescannten Chip gehörte. Sonst interessierte sich Etienne nicht dafür, wie auffällige Ontas hießen. Hier hatte er es sich aus einer Laune heraus anzeigen lassen.

    Der Mann war das, was man durchschnittlich nannte. Schmächtig, etwa so groß wie er selbst, das militärisch kurz geschnittene Haar dunkel, die Ohren ein wenig abstehend und das Lächeln freundlich. Er wirkte vollkommen harmlos.

    „Mit was hast du dir bloß das Absitzen deiner Strafe im Ring eingehandelt?“, knurrte Etienne verwundert und zoomte näher heran. „Mir wurde gesagt, du bist eine tickende Zeitbombe. Dabei benimmst du dich eher wie der nette Typ von nebenan.“

    Es kam öfter vor, dass er mit der Person sprach, die er auf dem Bildschirm sah. Eine Angewohnheit.

    Seit drei Tagen verfolgte er den Onta mit Hilfe der Kameras. Der Mann war als Sicherheitsrisiko eingestuft worden und der Klinikleiter hatte deshalb einen Tracker für ihn angefordert. Solche Aufträge hatte Etienne früher oft erledigt. Er tat es auch jetzt noch, als Chef der Sicherheitszentrale, obwohl das ungewöhnlich war. Aber er fand die Aufgabe sehr reizvoll. Sein Stellvertreter war während dieses Zeitraumes genauso gut wie er in der Lage, die Ordnung im Ring aufrechtzuerhalten.

    Es gab immer zwei Tracker, die für eine Woche Zwölfstundenschichten schoben. Das war kräftezehrend, aber effektiv. Er hatte die Tagschichten übernommen, sein Kollege die Nächte. Gestern hatte dieser erzählt, dass der observierte Onta unter Alpträumen litt, die ihn schreiend aus dem Schlaf aufschrecken ließen.

    Jetzt gerade stand Tevor lächelnd vor der Isolierkabine von BuyVis und sprach mit der Onta darin. Sie war blond, recht füllig und hatte ein Durchschnittsgesicht.

    Was Etienne wunderte, war, dass die beiden länger miteinander redeten, obwohl das nicht der erste Besuch dieses Tevor bei BuyVis war. Er brauchte keine langwierige Einweisung mehr. Sein Chip war bereits mehrfach dort gescannt worden, und einmal sogar an dem Tag, an dem der Onta kurz vorher seine zweite medizinische Untersuchung in der Klinik hatte. Zufall?

    Etienne konnte sich keinen Reim darauf machen. Der Mann verhielt sich auffällig. Normalerweise nahmen Ontas keinen Kontakt zu ihresgleichen auf. Viele hatten schon gesehen, was geschah, wenn einer das Warn-Brennen ignorierte, und die Angst vor den Schmerzen war zu groß.

    Dieser hier hatte bereits mehrfach mit einer Onta gesprochen, und immer mit derselben: mit der, die bei BuyVis arbeitete. War das lediglich Interesse aneinander? Liebe durch die Isolierkabine? Eine solche bot die einzige Möglichkeit für die zwei, sich zu sehen, ohne den Abstand einhalten zu müssen. Oder war hier etwas im Gange, das geeignet war, die Struktur und die Abläufe im Ring zu gefährden?

    Heute Morgen hatte der Onta Tevor erneut ein seltsames Verhalten gezeigt. Er war am Arbeitsplatz erst zusammengezuckt und hatte danach minutenlang die Tischplatte angestarrt. Doch da war nichts zu sehen gewesen. Dieses versunkene Starren hatte Etienne misstrauisch gemacht. Ontas riskierten Bestrafung, wenn er ungenehmigte Pausen einlegten.

    Ein plötzliches Zucken von Tevor TwoFive-O’s rechter Hand gefolgt von hastigem Schütteln hatten Etienne gezeigt, dass das warnende Brennen Tevor aus seiner Versunkenheit gerissen haben musste. Wie aus einem Traum erwacht, hatte sich der Onta offensichtlich erst um Orientierung bemüht, bevor er sich nach dem fallengelassenen Datenpad gebückt hatte und mit seiner Arbeit fortgefahren war.

    Etienne kratzte sich am Bart. Er notierte - wie schon vorher jedes Mal – die Zeit des BuyVis-Besuches und die Dauer der Unterhaltung zwischen den beiden Ontas und beobachtete weiter.


    Vier Tage später hatte er alle Ergebnisse sorgfältig dokumentiert. In wenigen Minuten würde er den Klinikleiter treffen, um sie zu übergeben. Etienne schluckte nervös. Heute Abend entschied sich Tevors Schicksal.

    Als er in der ersten Unterebene aus dem Lift stieg und sich in Richtung Klinik-Sektor wandte, begegnete ihm Ares, der eben seine Schicht beendet hatte.

    „Willst du in die Klinik?“, fragte der Freund verwundert. „Bist du krank?“

    Mit wenigen Worten erklärte Etienne, was er vorhatte und Ares pfiff leise durch die Zähne. „Stimmt, du hattest mir erzählt, dass du mal wieder einen Tracking-Job hast“, meinte er. „Hab ich vergessen. Kann ich mitkommen?“

    Etienne grinste. „Neugierig? Frag Dr. van Witten.“ Er setzte seinen Weg fort.

    Ares folgte ihm. „Ist der oder die betreffende Onta dabei?“

    Etienne schüttelte den Kopf. „Er soll später eventuell dazugeholt werden. Der Klinikchef möchte erst mal hören, was bei der Observation rausgekommen ist“, antwortete er, während sie nebeneinander herliefen. „Wie es weitergeht, entscheidet er danach.“

    Drei Ontas, die ihnen in gebührendem Abstand zueinander entgegenkamen, wichen seitwärts aus, als sie den Axiom sahen. Der Anblick eines smaragdgrünen Overalls löste Unbehagen und die Kombination mit silbernen Schulterstücken sogar Angst in ihnen aus, das wusste jeder Gardist und jeder Servicer. Tevor würde es nicht anders ergehen, wenn er tatsächlich dazugeholt wurde und Ares im Zimmer sah. Vielleicht war es doch keine so gute Idee gewesen, dem Freund das Mitkommen zu erlauben. Etienne merkte, wie seine Hände feucht wurden und sein Herz klopfte. Was ist los mit dir, fragte eine Stimme in seinem Kopf. Es geht um einen Onta, nicht um dich.

    Der Onta könnte gelöscht werden, entgegnete eine zweite Stimme.

    Gelöscht, dieses Wort hatte er schon oft gesehen, wenn er einen bestimmten Namen oder Chip-Code in der Datenbank aufgerufen hatte. Er hatte sich nie gefragt, was es genau bedeutete, und angenommen, dass derjenige seine Strafe abgesessen hatte und sich wieder auf dem Festland befand. Vielleicht war er aber auch gestorben. Jedenfalls war er nicht mehr im Ring.

    Die Doppeltür zum Klinik-Sektor glitt zischend auseinander, nachdem Etienne seinen Chip hatte scannen lassen. „Raum sechzehn!“, verkündete er nach dem Eintreten.

    „Folgen Sie Blau“, antwortete die sanfte Computerstimme.

    Zwischen den unzähligen farbigen Linien im Boden leuchtete eine tiefblau auf , die sie zu dem Zimmer führte, in dem Etienne Dr. van Witten treffen wollte. An der Tür hielt er erneut seinen Handrücken an den Scanner und sie öffnete sich.

    Raum sechzehn war ein winziger Besprechungsraum, der gerade genug Platz für einen runden Tisch mit fünf Stühlen bot. Er hatte ihn selbst ausgewählt, weil er wusste, dass er nur über eine einzige Kamera verfügte, die keinen Ton aufzeichnete. Sie für eine Stunde lahmzulegen, würde niemandem auffallen. Aus irgendeinem Grund wollte er nicht, dass das Gespräch mit dem Doc aufgezeichnet wurde. Wenn Tevor dann dazukam, würde er sie wieder einschalten. Den Onta mit den Ergebnissen der Überwachung und den daraus resultierenden Folgen für ihn zu konfrontieren, konnte unter Umständen gefährlich werden. Vielleicht war es doch gut, dass mit Ares ein Axiom anwesend sein würde.

    Die Tür hatte sich gerade erst hinter ihnen geschlossen, als sie sich erneut öffnete und Dr. van Witten einließ. Sein Blick fiel auf Ares und er hob verwundert die Augenbrauen. „Sind die Ergebnisse so besorgniserregend, dass die Garde anwesend sein muss?“, fragte er.

    „Ich bin aus reiner Neugier hier“, gab Ares zurück. „Einfach um einmal bei der Auswertung eines Trackings dabei zu sein. Natürlich nur, wenn Sie nichts dagegen haben.“

    Julian nickte. „Kein Problem. Falls die Ergebnisse ein Gespräch mit dem Onta erfordern, hätte ich sowieso einen Gardisten hinzugezogen.“ Er setzte sich und schaute Etienne erwartungsvoll an. „Also“, meinte er. „Dann lassen Sie mal hören.“

    Etienne legte sein Datenpad auf den Tisch und räusperte sich kurz. „Der Onta Tevor TwoFive-O zeigte während der vergangenen Woche wiederholt nicht nachvollziehbares Verhalten, sowohl tagsüber als auch in der Nacht. Die Kameraaufzeichnungen aus der Zeit vor der Observierung habe ich wie gewünscht geprüft und sie haben ähnliche Vorfälle dokumentiert.“ Er nannte nacheinander jedes auffällige Ereignis, das vor und während der Tracking-Phase bei Tevor beobachtet worden war. Auch die häufigen Besuche bei BuyVis und die Gespräche mit der dort arbeitenden Onta verschwieg er nicht.

    Nachdem er fertig war, herrschte eine Weile Schweigen. Etienne musterte das Gesicht des Arztes und versuchte daraus zu lesen, was für Gedanken diesen beschäftigten. Welche Folgen würde sein Bericht für Tevor haben?

    „Ich möchte wissen, was der Onta selbst dazu zu sagen hat. Würden Sie ihn herrufen?“ Dr. van Witten hob den Kopf und schaute ihn fragend an.

    Er nickte. Über sein ComPad beauftragte er den diensthabenden Servicer in der Sicherheitszentrale, Tevor TwoFive-O in die Klinik zu bestellen.

    Fünf Minuten später war er da. Ein Medi-Servicer schob ihn in den Raum und zischend schloss sich die Tür hinter ihm.

    Der Onta prallte vor Schreck förmlich zurück und wurde weiß wie eine Wand, als er Ares entdeckte. Einen winzigen Moment lang sah es aus, als würde er entweder ohnmächtig werden oder die Flucht ergreifen.

    „Setz dich.“ Der Klinikleiter deutete auf einen der freien Stühle und wartete, bis Tevor saß. „Wir haben ein paar Fragen an dich.“ Mit kurzen Worten fasste er Etiennes Oberservierungsergebnisse zusammen. „Wie erklärst du diese Dinge, Tevor TwoFive-O?“, fragte er danach ruhig.

    Der Onta öffnete den Mund, brachte aber kein Wort hervor.

    „Wir möchten nur wissen, was mit dir los ist“, versicherte Dr. van Witten. „Also erzähl einfach.“

    -----------------------------------------

    Hier geht's zu Teil 2 von Kapitel 12

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



    :cookie:


    ___________________

    3 Mal editiert, zuletzt von Tariq ()


  • LG :)

  • Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



    :cookie:


    ___________________

  • Die Spannung bleibt konstant hoch - sehr schön. Man kann als Leser außerdem sehr gut mitfühlen mit Trevor. Hier meine Anmerkungen:

  • Ich weiß nicht, wie's den anderen Lesern geht, aber ich fände einmal wöchentlich wirklich ganz entspannt :) Dann könnte ich vielleicht auch intensiver die einzelnen Parts kommentieren. So hab ich manchmal das Gefühl, dass ich etwas übersehe, wenn mir zwei Abschnitte auf einmal serviert werden. :)

    (Vielleicht ändere ich auch meine Meinung wieder, solltest du auf die Idee kommen, immer an den spannendsten Stellen eine Woche zu pausieren, Tariq :P :evil: )

  • Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



    :cookie:


    ___________________

  • Kapitel 12

    (2/2)


    „Es fing bei meinem ersten Besuch bei BuyVis an“, flüsterte Tevor, senkte den Blick und stierte auf seine verkrampften Hände. Nach und nach beschrieb er alles, was er erlebt hatte, und wie sehr es ihm Angst machte. Er wurde sicherer beim Sprechen, es schien fast, als wäre er erleichtert, endlich darüber reden zu können. Die Schmerzen, die Bilder, die er nicht einordnen konnte, und die Nächte, in denen er Dinge fühlte, die ihm fremd waren. Die Müdigkeit aufgrund des Schlafmangels und die ständige Angst, aufzufallen, die Sehnsucht, sich jemandem anvertrauen zu können und die Freude, in der BuyVis-Angestellten eine mitfühlende Seele gefunden zu haben. Am Schluss angekommen, bat er inständig darum, Thilia aus der Sache herauszuhalten.

    „Sie hat mich immer gebeten zu gehen“, versicherte er. „Und sie hat mich auf die Regeln hingewiesen. Wenn sich einer falsch verhalten hat, dann ich ganz allein.“

    Er schwieg und starrte weiterhin auf seine Hände. Offensichtlich wagte er nicht, jemanden direkt anzusehen.

    Dr. van Witten war es, der das Schweigen brach. Er dankte Tevor, stand auf und trat an das Bedienpad neben der Tür. „Ein Servicer bitte zum Raum sechzehn“, befahl er dem Computer und erneut erblasste Tevor. „Keine Sorge“, beruhigte der Klinikleiter. „Du wirst nur hinausbegleitet.“

    Die Tür öffnete sich zischend. Davor stand ein Mann im schneeweißen Overall der Klinik-Mitarbeiter. Die breiten, roten Streifen auf den Ärmeln wies ihn als Servicer aus.

    „Bringen Sie den Onta zum Ausgang“, bat der Arzt und nickte Tevor noch einmal zu.

    Der erhob sich zögernd, als könne er nicht fassen, dass er gehen durfte. Erst bewegte er sich langsam rückwärts, dann drehte er sich um und verließ den Raum beinahe fluchtartig. Zischend schloss sich die Tür hinter ihm.

    „Was halten Sie davon, Doktor van Witten“, fragte Ares mit gerunzelter Stirn.

    „Julian“, verbesserte der Klinikleiter. „Lassen wir die Förmlichkeiten weg, denn nach dem, was wir eben gehört haben, werden wir in Zukunft wohl öfter miteinander zu tun haben.“

    Der Axiom nickte. „Dann bin ich Ares und das ist Etienne.“

    „Gut. Zu Ihrer Frage – ich habe keine Erklärung.“ Der Arzt hob in einer ratlosen Geste die Hände. „So etwas ist bisher nie vorgekommen. Und ich halte es für sehr bedenklich.“

    Ein bitteres Lächeln spielte um Ares‘ Lippen. „Ich habe eine Theorie“, begann er, „aber ich muss mich darauf verlassen können, dass meine Worte in diesem Raum bleiben.“

    Julian nickte mit ernster Miene. „Wenn Sie das so wünschen – selbstverständlich“, versicherte er.

    „Moment.“ Etienne stand auf und schaltete die Kamera wieder aus. Dann nickte er seinem Freund zu.

    „Gut.“ Ares presste kurz die Lippen zusammen. „Ich vermute, dass die Bilder, die Tevor sieht, einschießende Erinnerungen sind“, verkündete er dann. „Erinnerungen, die den Ontas vorher genommen wurden.“

    Julian runzelte verwirrt die Stirn. „Wieso sollte jemand so etwas tun? Ist es nicht Sinn der Rehabilitierung von Sträflingen, dass sie sich ihres Vergehens und der daraus resultierenden Folgen für sie ständig bewusst sind?“

    Auch Etienne musterte Ares stirnrunzelnd. Er fragte sich, wie sein Freund zu dieser Vermutung kam. Außerdem – musste dann nicht der Klinikchef davon wissen?

    „Ontas sind keine Sträflinge“, korrigierte Ares den Arzt. „Es sind normale Menschen, die entführt und hierher gebracht wurden. Ihr früheres Leben ist ausradiert in ihren Köpfen.“

    Etienne hörte den unterdrückten Zorn in Ares‘ Stimme. Trotzdem konnte er nicht glauben, was der Freund da eben erklärt hatte. „Woher willst du das wissen?“, forschte er zweifelnd.

    Ares schnaubte. „Mein Vater hat es mir letzte Woche erzählt. Bis dahin hatte ich keine Ahnung und war wie jeder andere der Meinung, dass die Ontas Sträflinge sind. So erklärte sich für mich auch der reibungslose Nachschub, wenn einer ersetzt werden musste. Ich selbst habe mich nie dafür interessiert, was sie auf dem Kerbholz hatten und ob einer von ihnen ein Mörder war oder nur ein Dieb.“

    Etienne nickte. „Genau wie ich. Obwohl ich in der Datenbank jederzeit auf diese Daten zugreifen kann, habe ich nie nachgeschaut. Nur bei Tevor. Bei ihm wollte ich nicht nur wissen, wie er heißt, sondern auch, was er ausgefressen hat. Also habe ich sein Profil aufgerufen und – nichts gefunden. Auch bei anderen nicht. Nicht nur über die begangene Straftat. Es gibt gar keine Daten über das Leben der Ontas, bevor sie in den Ring kamen. Zumindest nicht in der Datenbank, auf dich ich Zugriff habe. Und da ich Chef der Sicherheitszentrale bin, steht über mir nur noch Metros Daktyl persönlich. Keine Ahnung, ob das eingeschränkte Kompetenzen für mich sind oder ob da wirklich einfach nichts existiert.“

    „Letzteres“, knurrte Ares. „Keiner der Ontas hat sich etwas zuschulden kommen lassen.“

    „Wenn das stimmt, dann ist dein Vater ein Krimineller“, verkündete Etienne.

    „Und das mit dem Segen von ganz oben“, ergänzte Ares und es klang grimmig. „Er sagte, der Ring wurde im Auftrag der Regierung gebaut, die ihm auch seine Arbeiter liefert. Trotzdem - das darf nicht so weitergehen.“

    „Äh ... Moment.“ Julian hob eine Hand. „Bevor wir jetzt vielleicht kühne Umsturzpläne schmieden, müssen wir sicher sein, dass das alles stimmt. Eine Erinnerungslöschung ist keine so einfache Sache. Man müsste herausfinden, ob es hier im Ring geschieht oder vorher.“

    Ares zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung“, brummte er. „Wenn die neuen Sträflinge mit dem Gleiter ankommen, werden sie als Erstes in die Klinik gebracht. Was passiert hier mit ihnen?“

    „Sie kommen in einen Warteraum. Danach durchlaufen sie einzeln den Aufnahme-Medi-Check, bei dem sie ihren Datenchip implantiert bekommen. Auch und die Einweisung für den Ring mit den darin geltenden Regeln und für die Arbeit, die sie künftig verrichten werden, erhalten sie dabei.“ Julian nickte. „Und wenn ich daran denke, fällt mir eine Möglichkeit ein, dieses Löschen der Erinnerung hier im Ring durchzuführen“, erklärte er. „Allerdings ist es nur eine Vermutung von mir. Das Ganze wird ihnen mithilfe eines Helms vermittelt, während sie in einem Liegesessel sitzen. Keine Ahnung, wie so ein Ding funktioniert, aber so erübrigt sich das mühsame Anlernen eines jeden Einzelnen. Wahrscheinlich ist es ein Informationsvideo.“

    „Ein Helm?“, hakte Ares nach. „So einer, wie man ihn bei BuyVis trägt?“

    Etienne starrte ihn verblüfft an. Ihm war derselbe Gedanke gekommen.

    „Ich war nie bei BuyVis.“ Julian hob die Hände.

    Etienne rief das Bild eines dieser Helme auf seinem Datenpad auf und ließ es den Klinikleiter sehen.

    Der nickte. „So ein Helm“, bestätigte er.

    „Dann ist es mit Sicherheit kein Video.“ Ares betrachtete das Pad mit gerunzelter Stirn. „Ich denke, den neuen Ontas werden Aufbau des Ringes, Regeln und Arbeitsaufgabe genauso vermittelt, wie es mit den Visionen bei BuyVis geschieht. Nur anscheinend dauerhaft, während die BuyVis-Erlebnisse wieder verblassen.“ Angespannt strich er sich über das kurze Haar.

    „Das wäre schwierig zu realisieren“, wandte Julian ein. „Falls diese Vision auch noch nach Ende der Übertragung als real empfunden wird, bedeutet das, dass sie im Gehirn ... ähm ... verankert sein müsste, was einen Eingriff an demselben erfordern würde. Aber wenn Sie recht haben und wir hier gedanklich noch einen Schritt weitergehen – es wäre sicher möglich, dass man dem Hirn auf diesem Wege nicht nur neue Informationen ‚hinzufügt‘, sondern auch vorhandene löscht.“

    Er schwieg, als müsse er die Tragweite seiner Worte selbst erst realisieren.

    Etienne starrte ihn an. Der Arzt hatte gerade eingeräumt, dass es möglich war, den Ontas während der Aufnahmeuntersuchung ihr Oberstübchen leerzuräumen, und bisher nichts davon gewusst, es nicht einmal geahnt. Aber es war eine logische Erklärung! Ein BuyVis-Helm vermittelte Visionen, die verschwanden, sobald man ihn absetzte. Was hinderte die Helm-Konstrukteure daran, einen von diesen weiterzuentwickeln, sodass die Vision sich im Hirn festhakte und damit ... zur Wirklichkeit wurde? Die Saugnäpfe fielen ihm ein und er hatte plötzlich ein Gefühl, als hätte er einen schweren Stein im Magen.

    „Und das alles mit dem Wissen meines Vaters.“ Der Zorn in Ares‘ Stimme war verschwunden. Fassungslosigkeit stand in seinem Blick, als er Julian ansah. „Wie können wir herausfinden, ob Sie recht haben mit ihrer Theorie?“

    „Wir reden noch einmal mit dem Onta“, schlug der Klinikleiter vor.

    Etienne nickte beipflichtend. Tevor TwoFive-O hatte dieses Prozedere bei seiner Ankunft hier durchlebt. Sie mussten ihn fragen, woher er sein Wissen über den Ring und seine Arbeitsaufgabe hatte. Und sie mussten ihn fragen, ob er wusste, wie lange er schon hier war.

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



    :cookie:


    ___________________

  • Hey Tariq !

  • Hi Tariq,

    während du hier weiterhin auf hohem Niveau schreibst und auch den Spannungsbogen gekonnt aufrecht erhälst, habe ich das ein oder andere Fragezeichen, was Ares Enthüllungen angeht:

  • Hey Novize und Tariq ,

    ich wollte nur kurz rückmelden, dass ich Novize in seinen Punkten zustimme. Bei nochmaligem Drüberlesen sind mir nämlich dieselben Fragen durch den Kopf gegeistert wie Novize. Allerdings konnte ich das, was mich ein bisschen an dem Absatz störte, nämlich die zu selbstverständlichen Reaktionen der Charaktere anhand dessen, was sie erfahren, noch nicht ganz in Worte fassen. Ich hab mich auch gewundert, warum der Arzt Tevor nur ganz kurz befragt und direkt wieder rausschickt. Sie haben doch noch nicht mal ansatzweise erfahren, was da wirklich passiert. Was ich als Arzt getan hätte, wäre nicht zu sagen, "Du wirst nun hinausbegleitet", sondern erstmal den Patienten beruhigen. Tevor ist ja total panisch. Auch wenn der Arzt noch nicht weiß, was da los ist, kann er ihm nachdrücklich versichern, dass Tevor in den besten Händen ist, dass seine Kooperation ihm hilft, schnell zu genesen o.ä.

    Den wichtigsten Punkt finde ich inzwischen tatsächlich, dass Etienne gar nicht so überrascht ist von Ares' Schilderungen. Da könnte man sehr viel mehr Drama reinbringen - das ist ja eine krasse Enthüllung, da hat Novize recht. ;)

    Ich hoffe, dass das hilfreich ist und ich nicht nur etwas schon Dagewesenes wiedergekäut habe. Aber vielleicht hilft es dir ja, Tariq, zu hören dass Novize nicht allein dasteht mit seinem Gefühl.

    Trotzdem freu ich mich aufs nächste Kapitel! :) Denn wie du weißt, ist dein Ring insgesamt wirklich sehr gelungen bisher! :)

    LG!

  • Tariq


    Wie gesagt sehr schöne Geschichte und ich bleibe sehr gern dabei! :heart:


  • Kapitel 13

    (1/1)


    Zusammen mit den anderen fünf Axiomen stand Ares in einer Reihe in der Kommandozentrale der Garde. Mit auf dem Rücken verschränkten Händen warteten sie auf die Commandantin. Frida Busch hatte alle zusammengerufen, noch vor Dienstbeginn der Tagschicht.

    Jetzt glitt die Doppeltür auseinander und sie trat ein. Ihr gemurmeltes „Guten Morgen“ wurde aus sechs Männerkehlen beantwortet.

    „Der Commandant des Marinestützpunktes Pitcairn ist uns zugeschaltet“, verkündete sie und strich sich mit der Hand über das heute in einem straffen Knoten gebändigte rote Haar. Nervös, dachte Ares, sie ist nervös! Vater hat Wort gehalten und ihre Vorgesetzten informiert.

    „Der General hat eine Ankündigung zu machen.“ Frida ließ den großen Holo-Schirm an der Wand aufleuchten.

    Ein Mann mit finsterem Blick und scharf geschnittenen Gesichtszügen wurde sichtbar. Die Axiome nahmen Haltung an. Überrascht sah Ares, dass sich der Bildschirm teilte und in der linken Hälfte das Gesicht seines Vaters erschien. Er hat sich anders entschieden, dachte er erleichtert, er will es nicht mehr vertuschen.

    Nach der gegenseitigen Begrüßung ergriff Metros das Wort. „General, ich habe Sie informiert, weil es zu einem Vorfall gekommen ist, der die Hierarchieebene der Axiome betrifft und deshalb erfordert, dass Sie davon Kenntnis erhalten. Die betreffende Kameraaufzeichnung habe ich Ihnen bereits im Vorfeld übersandt. Die Commandantin kennt sie ebenfalls, aber ich bestehe darauf, dass auch die Axiome der Emerald-Garde sie sich ansehen.“

    Die beiden Männer verschwanden vom Schirm und stattdessen wurde die Szene abgespielt, die Etienne ihm gezeigt hatte. Da er sie bereits kannte, nahm er die Gelegenheit wahr, die anderen zu betrachten. Fridas Miene zeigte keine Regung, obwohl sie pflichtschuldig ihren Blick auf den Bildschirm gerichtet hielt. Doch die Gesichter der Axiome spiegelten erst Entsetzen und dann Abscheu wider.

    Als sein Vater und der General wieder zu sehen waren, fühlte er die Anspannung im Raum. Frida und Dwayne standen wie eingefroren.

    „Wie wurden diese Männer bestraft, Commandantin?“, verlangte der General zu wissen. Sein Blick verhieß nichts Gutes.

    „Die Ypir-Gardisten erhielten eine Woche Arrest, General“, antwortete Frida.

    „Und der verantwortliche Axiom?“

    Ein winziges Zögern verriet ihre innere Unruhe. „Axiom Coholt wurde nicht bestraft. In einem Gespräch versicherte er, dass dergleichen nicht mehr vorkommen wird.“

    Beinahe hätte Ares gelacht. In einem Gespräch! Die Ypirs bekamen Haft und Dwayne? Er säuselte ein ‚kommt nicht mehr vor, Liebling‘ ins Ohr seiner Bettgefährtin und alles war wieder gut?

    Innerlich straffte er sich, denn die Miene von Fridas Vorgesetztem verdüsterte sich noch mehr.

    „Sie haben ihn nach diesem Vorfall im Dienst belassen?!“

    „Er wird sich bewähren, General. Bislang hatte ich keinen Grund, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln.“

    Merkt sie nicht, wie albern das klingt, fragte sich Ares. Hier geht es nicht um Fähigkeiten.

    Der General war offenbar seiner Meinung. „Daran zweifle ich auch nicht, Commandantin, sondern an seiner Moral! Coholt, vortreten!“, donnerte er und nicht nur Dwayne zuckte zusammen.

    Der Axiom befolgte den Befehl. Drei Schritte vom Bildschirm entfernt blieb er stehen und starrte trotzig in das Auge der Kamera darüber.

    „Dwayne Coholt, Sie werden degradiert und verlieren mit dem heutigen Tag den Rang eines Axioms. Ab sofort haben Sie den Status eines Ypir-Gardisten!“

    Dwayne wurde blass und Ares sah, dass er seine Hände auf dem Rücken zu Fäusten ballte, so fest, dass die Nägel sich ins Fleisch graben mussten.

    Doch der General war noch nicht fertig. „Frida Busch, ich enthebe Sie Ihres Postens als Commandantin der Emerald-Garde. Ihr Versagen werte ich als das Schlimmere. Sie hatten dafür Sorge zu tragen, dass Ontas gemäß den Regeln bestraft werden. Indem Sie den Verantwortlichen für diese Prügelattacke ungestraft ließen, sind Sie als Führungsperson nicht mehr tragbar. Ab sofort haben deshalb auch Sie den Status eines Ypir-Gardisten. Sie werden ersetzt durch den Axiom Ares Daktyl. Commandant Daktyl!“

    Ares benötigte einen Augenblick, bis er begriff: Der General erwartete, dass er vortrat. „Wählen Sie einen zuverlässigen Ypir-Gardisten aus und übergeben Sie ihm Ihre Gruppe. Und ich meine einen wirklich zuverlässigen!“

    „Das werde ich, General“, beeilte sich Ares zu versichern und bemerkte das zufriedene Lächeln seines Vaters auf der anderen Bildschirmhälfte.

    „Die Insignien Ihres neuen Ranges erhalten Sie und der neue Axiom bei meinem nächsten Besuch im Ring. Ihren Wochenrapport erwarte ich immer am Freitagabend. Sie übernehmen das Büro und das Quartier der ehemaligen Commandantin, die Sie unverzüglich in Ihre Aufgaben einweisen wird. Dann wäre das alles. Guten Tag.“

    „General.“ Ares neigte knapp den Kopf. Als er wieder aufsah, war die rechte Bildschirmhälfte schwarz.

    Dwayne drehte sich um und starrte ihn an. Sein Gesicht hatte sich in eine hassverzerrte Fratze verwandelt. Frida hingegen stierte mit leerem Blick auf den Boden.

    „Wegtreten bis auf die Gardisten Busch und Coholt“, wies Ares an.

    Dwayne wurde von den anderen vier Axiomen zur Seite gedrängt, die ihrem neuen Commandanten die Hand schütteln und ihn beglückwünschen wollten.

    Keiner hat einen Blick für Frida übrig, realisierte Ares, sie ist bereits aus ihren Köpfen verschwunden.

    Als alle Axiome die Zentrale verlassen hatten, fixierte er Dwayne. „Gardist Coholt, Sie sind ab sofort der vierten Enheit unter Axiom Benedict zugeteilt.“

    Der Blick, der ihn traf, war mörderisch. „Jawohl, Commandant“, hörte er die zwischen zusammengebissenen Zähnen hervorgepresste Antwort. Er nickte knapp und sah dem Davongehenden nach, bis sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte. Dann wandte er sich Frida zu.

    „Gardist Busch, ich erwarte die Einweisung in meine neue Tätigkeit. Danach melden Sie sich bei Axiom Krell. Wie Sie wissen, fehlt in der zweiten Einheit ein Gardist. Sie werden die freie Stelle besetzen. “

    „Commandant.“ Frida erwiderte nur das eine Wort, doch er ließ es durchgehen. Es musste ihr unsagbar schwerfallen, ihn so anzusprechen. Das, was sie wohl so lange befürchtet hatte, war eingetreten. Sie drehte sich um und marschierte mit steifen Schritten in ihr ehemaliges Büro.

    „Meinen Glückwunsch, Ares“, erklang die Stimme seines Vaters in seinem Rücken.

    Er hatte Frida folgen wollen, doch nun wandte er sich noch einmal zum Bildschirm um. „Du hast also deine Verbindungen genutzt und ein paar Strippen gezogen. Ich weiß nicht, ob ich dir dankbar sein kann. Mir wäre es lieber, ein anderer hätte Fridas Posten erhalten.“

    „Ich habe nicht umsonst an dieser Aktion teilgenommen. Alle werden denken, dass der General auf meine Veranlassung hin die Videokonferenz verlangt hat.“

    „Alle außer Frida. Und mit Sicherheit hat sie Coholt schon erzählt, dass ich von dem Vorfall weiß. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass das Ganze noch nicht ausgestanden ist. Aber zumindest hat Coholt keine Entscheidungsbefugnis mehr. Deshalb also – danke, Vater.“

    „Es ist mein Ring, Ares, hier geschieht, was ich will. Vergiss das nicht.“ Metros hob die Hand zum Gruß, dann erlosch der Bildschirm.

    Nein, Vater, dachte Ares bitter, hier geschieht nicht nur das, was du willst.

    Er zog sein Datenpad hervor. „Lass uns heute Abend zusammen was trinken“, schlug er vor, als Etienne sich meldete.

    „Gern. Gibt es einen Grund?“

    „Den gibt es.“ Ares seufzte unterdrückt. „Ich weiß aber noch nicht, ob es ein Grund zum Feiern ist oder zum Davonlaufen.“

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



    :cookie:


    ___________________

  • Liebe Tariq !



    Bis bald! :)

  • Hey Tariq :)

    Zum letzten Part hatten wir privat ja schon ein paar Worte gewechselt, weshalb ich dazu jetzt nichts mehr sagen werde :)


    Zum aktuellen Part:



    LG :)

  • Das hat mir echt gut gefallen! Das ist so eine Szene, die einfach zu glatt gelaufen ist, als dass es damit vorbei sein könnte. Jetzt muss der Leser jederzeit mit einem Racheakt der Unsympathie-Träger rechnen, was es natürlich spannend macht. Hier meine Anmerkungen:

  • Viel zum Aufholen, und Metros laesst also mal die Katze aus dem Sack. Aus Zeitgruenden stuerze ich mich mal nur auf die grossen Linien und hoffe dass die anderen einzelne Textstellen die noch unklar sind etc. schon angemerkt haben.


    • Offizieller Beitrag

    Die Tür wurde geöffnet und Licht fiel in das Dunkel der Überwachungszentrale, die sonst nur vom Schein der Monitore erhellt wurde.

    ich fand die neue Perspektive interessant. Hier wird auch nochmal klar, wie eng Onta und NIchtonta eigentlich zusammenleben ... naja ... sich im Leben begegnen.
    Die beiden muss ich mir aber glaube ich erstmal genauer anschauen um zu ihnen und die Beziehung zwischern den beiden was sagen zu können.
    Was ich aber abseits davon noch interessant fand war das beschreiben der anderen Städte. Etienne, dessen Name ja schon französisch klingt, stammt aus einem Marseille, dass du gar nicht futuristisch zeichnest. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Aber das hat dazu geführt, dass ich mich gefragt habe, wie die Welt wohl andern Orts ausschaut. Ob es so Technohochburgen gibt, wie zum Beispiel der Ring, während irgendwo im M'wsambibwe sich noch Einheimische gegenseitig mit Macheten abschlachten. Also meine Gedanken schweiften kurz zum globalen. Aber wie wichtig das sein wird, sehen wir ja vielleicht noch ^^

  • Problem #2: Metros' 'Loesung' funktioniert leider gar nicht.

    Das ist mal ein Punkt. Ich kann mir grad nicht erklären, warum mir das nicht aufgefallen ist :pupillen:, aber Thorsten hat natürlich Recht: egal wie stark ich die Lebenserwartung senke - solange eine Person im Schnitt mehr als ein (überlebendes) Kind zeugt, wird die Bevölkerung anwachsen, egal wann die (zeugende) Person stirbt. Damit wäre Metros Plan vielleicht eine Lösung für das Rentenproblem, aber nicht für die Überbevölkerung.

    Irgendwie scheint es darum zu gehen dass die Sache (naheliegenderweise) Top-Secret sein soll - aber... es wirkt zu kompliziert.

    In die Richtung hatte ich auch schon gedacht. Wenn ich schon beim Lesen (scheinbar) schlafe :), dann versuche ich zumindest mal ein zwei Gedanken zur Lösung der zwei Punkte beizusteuern:

  • Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



    :cookie:


    ___________________