Der Ring

Es gibt 232 Antworten in diesem Thema, welches 16.837 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Ichuebenoch.

  • Herzlichen Danke für eure Likes, Kirisha und LadyK So, heute beginnt ein neues Kapitel. In einer ähnlichen Version war es im ersten Versuch schon enthalten, aber auch das wurde überarbeitet, weil es nicht stimmig war. Ich war mir auch hier wieder nicht sicher, ob es so bleiben kann und hab mal wieder meine strengste Beta-Leserin bitten müssen, drüberzuschauen. <3 lichen Dank, Kiddel Fee :love:

    Da das Kapitel mit ca. 3.600 Wörtern ziemlich lang ist, teile ich es auch wieder in drei Teile.

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    Voriger Teil: Kapitel 7 (3/3)


    Kapitel 8


    Kapitel 8 (1/3)

    Gähnend verfolgte Etienne den Landeanflug des Frachtgleiters auf der ausgeleuchteten Plattform. Mit ihrem steten Wechsel zwischen grellem Aufleuchten und Verlöschen markierten die Positionsleuchten den Bereich, auf dem er aufsetzen würde. Die winzigen Gestalten in den violetten Overalls der Transport-Crew-Servicer hatten sich bei der ersten Ankündigung der Ankunft verzogen und der gesamte Bereich war menschenleer. Das geschah bei jeder Landung, denn wie so viele vorher ging auch diese einher mit dem Aufwirbeln einer beträchtlichen Menge Flugsandes, den der heute aus Nordwesten wehende Wind von der Küste auf die Plattform gebracht hatte. Eben drehte der schwere Gleiter den Bug nach Norden und sank dann langsam tiefer. Sobald sich die gelbe Wolke gelegt und der Landebereich wieder sichtbar war, kam das Bodenpersonal zurück und wartete auf das Öffnen der Ladeluke.
    Erneut gähnte Etienne. Es war eine Ausnahme, dass er mitten in der Nacht hier in der Zentrale hockte. Er vertrat einen seiner Untergebenen, der sich krankgemeldet hatte. Aber er hatte die Schicht gern übernommen, denn diese Nacht versprach Abwechslung. Der Transport von Pitcairn brachte neue Häftlinge mit.
    Ein Frachtgleiter besaß im Gegensatz zu den Lufttaxis, die bis zu vier Personen transportierten und ihre Landeplattform auf dem sonnenüberfluteten Obergeschoss des Ringes hatten, keinerlei Komfort. Er benötigte auch keinen, denn es waren Häftlinge, die er – neben den benötigten Gütern zur Versorgung des Rings – transportierte. Sieben Gefangene waren angemeldet. Wie immer würde Dwayne Coholt mit seinen Leuten die Gruppe begleiten. Er wurde stets eingeteilt, wenn neue Ontas unterwegs waren. Und heute waren keine Timori-Sträftlinge dabei. Also würden sieben neue Ontas den Ring ab sofort ihr Zuhause nennen.

    Etienne beobachtete, wie die Ladeklappe sich langsam senkte. Als sie fast den Boden erreicht hatte, sprangen zwei Ypir-Gardisten heraus und stellten sich rechts und links von ihr auf. Gepanzert, natürlich, dachte er, mit Carbon-Schild und mit entsicherten Impulsoren. Als ob das nötig war. Die Gefangenen wurden betäubt transportiert, wie immer. Das tat man, um von vornherein auszuschließen, dass jemand Schwierigkeiten machte.

    Jetzt schwebten die Graviboards eines nach dem anderen aus dem Frachtraum heraus und reihten sich nacheinander auf. Jedes Board wurde von einem Ypir flankiert, der es lenkte. Etienne zoomte näher heran und musterte die reglosen Gestalten darauf. Es gab nicht Auffälliges zu sehen. Der erste Ypir setzte sich auf einen Wink von Coholt in Bewegung und das Board blieb an seiner Seite. Die anderen folgten und die Gruppe marschierte in Richtung Fracht-Eingang. Nacheinander verschwanden die Bewacher mit den schlafenden Neuankömmlingen im Tor. Etienne wechselte die Kamera, um ihren Weg weiter beobachten zu können. Im Korridor, der zur Klinik führte, fand er sie wieder und folgte der stummen Prozession mit Blicken, bis sie hinter den weißen Doppeltüren des Kliniksektors verschwand. Zwanzig Minuten dauerte die Einweisung eines neuen Ontas, das wusste Etienne. Weitere zehn Minuten vorher musste man für das das Implantieren des Onta-Chips und das danach erfolgtende Aufwecken aus der Betäubung und einrechnen. In einer halben Stunde also würde der erste Onta frisch eingekleidet von zwei Gardisten in sein Quartier gebracht werden.
    Etienne wechselte auf andere Kameras und suchte mehr oder weniger aufmerksam in zufällig gewählten Bereichen nach Auffälligkeiten. Doch alles war ruhig. Das oberste Stockwerk des Rings schlief. Aber in den unteren Geschossen pulsierte dieselbe Aktivität wie am Tage. In den Timori-Werkstätten im ersten und den Onta-Werkstätten im vierten gab es keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Ununterbrochen liefen die Produktionsbänder der Chips und in den knapp drei Jahren, die er, Etienne, im Ring lebte und arbeitete, hatte er nie erlebt, dass eines von ihnen angehalten oder gar über einen längeren Zeitraum stillgestanden hätte. Aber auch in den Versorgungseinheiten im zweiten und den Logistikabteilungen im fünften Untergeschoss herrschte dieselbe Betriebsamkeit wie am Tag, ebenso wie in der Klinik, den Freizeiteinrichtungen und den drei Cantinas.
    Nirgends gab es etwas Aufregendes zu beobachten oder gar die Notwendigkeit, einzugreifen. Etienne wechselte zurück in den Kliniksektor und schaltete wieder auf die Kamera, die den Behandlungsraum drei überwachte, in dem die Ontas mittels eines Helms ihre Einweisung in den Ring und ihre Arbeitsaufgaben erhielten.
    Ein schlanker Mann im weißen Overall der Medi-Servicer stand neben der Tastatur des in der Wand eingelassenen Bedienpads. Etienne erkannte Doktor Witt, den Leiter der Klinik. Einer der Neuankömmlinge hockte mit dem schwarzen Helm auf dem Kopf im Liegesessel in der Mitte des Raumes. Seltsamerweise waren die metallenen Fixierklammern um dessen Handgelenk und Hals geschlossen und Etienne sah nun, dass der Neue keineswegs ruhig dasaß, sondern sich immer wieder kurz aufbäumte und gegen die Fesseln ankämpfte. Die Doppeltüren öffneten sich und zusätzlich zu dem Bewacher des Ontas erschienen Dwayne Coholt und zwei weitere Ypirs im Raum. Der Axiom wechselte ein paar Worte mit dem Arzt, während der Gefesselte den Kopf hin und her warf.
    Etienne runzelte die Stirn und beugte sich vor, um den Lautsprecher zu aktivieren.
    „...ten Schweine!“, hörte er den Mann toben. „Bindet mich los!“
    „Hat er den Chip schon?“ Dwayne richtete den Blick auf den Tobenden.
    Der Arzt nickte. „Das Programm ist abgeschlossen. Ich habe ihm eben etwas zur Beruhigung injiziert, trotzdem fürchte ich, der Mann wird weiterhin Probleme bereiten.“
    Dwayne verzog abfällig die Lippen. „Das werden wir sehen“, gab er zurück und gab einem der Ypirs einen Wink, die Gurte zu lösen.
    Gespannt verfolgte Etienne, was nun geschah. Dass neue Ontas rebellierten, passierte selten. Meist waren sie viel zu geschockt von der Umgebung, in der sie aufwachten. Außerdem blieb ihnen zwischen der Injektion zum Aufwecken und dem Aufsetzen des Helmes gerade mal so viel Zeit, dass sie vom Graviboard auf den Liegesessel umsteigen konnten.
    Coholt trat nahe an den neuen Onta heran, nachdem dieser vom Liegesessel gestiegen war. Er sagte etwas zu ihm, was Etienne nicht verstehen konnte. Das Grinsen, das danach über die Züge des Axioms huschte, war ein verächtliches, widerwärtiges, bei dem sich Etienne der Magen umdrehte. Er hatte schon vor langer Zeit begriffen, warum Ares diesen Kollegen so hasste: Dwayne Coholt war das Letzte. Er hatte Freude daran, andere zu quälen.
    Der Klinikleiter betätigte den Türöffner und die beiden Ypirs - gefolgt von Coholt - geleiteten den Häftling, der sich inzwischen beruhigt hatte, hinaus. Da Etienne nichts Besseres zu tun hatte, verfolgte er den Weg der kleinen Kolonne mit Hilfe der Kameras. Der Gefangene, den die Gardisten rechts und links am Arm führten, wirkte benommen und ging willig mit.


    Hier geht's weiter: Kapitel 8 (2/3)

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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    Einmal editiert, zuletzt von Tariq ()

  • 8/1:


    Gefaellt mir auch gut, grade mit den Infos aus dem letzten Kapitel entwickelt das einen leicht sinistren Touch... ohne dass der gute Etienne das merkt.

    Das geschah bei jeder Landung, denn wie so viele vorher ging auch diese einher mit dem Aufwirbeln einer beträchtlichen Menge Flugsandes, den der heute aus Nordwesten wehende Wind von der Küste auf die Plattform gebracht hatte.

    Den Satz finde ich komisch... Flugsand wuerde ich vielleicht ganz weglassen, auf einer Plattform mitten im Meer haelt sich das nicht so, da muss man dann auch nicht erwaehnen warum er da ist.

  • Nabend Tariq


    Ich hab's geschafft! Alles aufgeholt :thumbsup:


    Was soll ich sagen? Die Geschichte catched mich nach wie vor. Das war schon bei deinem ersten Anlauf so und ist auch weiterhin der Fall.


    Offenbar verbirgt der gute Mestor eine Menge. Dem klebt vermutlich mehr Dreck unter den Fingernägel als man aktuell ahnen kann. Kommt nur darauf an, ob dieser Dreck dem Guten oder dem Bösen dienen soll. Mal schauen.


    Ares und Etienne bleiben bisher meine Lieblinge. Coholt und Frida glänzen nicht gerade mit Sympathie, auch wenn Frida ein interessanter Charakter zu werden scheint. Zumindest wirkt das vielversprechend. Aber zum derzeitigen Stand lässt sich das nur erahnen.


    Tevor wirkt auch wie ne netter Typ von nebenan, aber wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, wird er eine tragende Rolle in der Geschichte einnehmen. :sarcastic:


    Jetzt bin ich gespannt, was Etienne noch so beobachtet (mal schauen, was du im Vergleich zur alten Version geändert hast). Die Kameras sehen alles ...


    LG :)

  • Die Lady ist wieder da!!! :panik:

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    • Offizieller Beitrag

    Also, du wusstest ja, das da noch was von mir kommt

    Hier bin ich :D

  • Hallo Etiam

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  • So, heute habe ich den nächsten Teil von Kapitel 8 für euch.

    Zum vorigen Teil: Kapitel 8 (1/3)


    Kapitel 8 (2/3)

    Die Gruppe marschierte zum Frachtlift, der als einziger Plattformen besaß, die mehreren Personen und größeren Gegenständen Platz boten. Am dritten Untergeschoss hätten sie absteigen müssen. Doch Etienne, der schon die Kameraperspektive gewechselt hatte, sah, wie ihre Plattform daran vorbeiglitt.
    Im fünften Untergeschoss verließen sie sie. Etienne, verwundert über diesen Umweg, nahm die Füße vom Tisch und setzte sich aufrecht. Leise durch die Zähne pfeifend beugte er sich vor und kniff die Lider ein wenig zusammen. Normalerweise bespitzelte er die Mitglieder der Emerald-Garde nicht, aber normalerweise hielten sich da unten auch weder Axiome noch Ontas auf. Das Ziel zum Aussteigen wäre das dritte Untergeschoß gewesen, denn hier unten im fünften befanden sich weder der Zellentrakt der Ontas noch die Arrestzellen.
    Der Gang des neuen Häftlings war sicherer geworden, er wirkte nicht mehr so benommen und die vier marschierten mit raschen Schritten einen Korridor entlang. Misstrauisch verfolgte Etienne ihren Weg. Wohin wurde der Onta gebracht und was hatten die drei mit ihm vor? Sein Bauchgefühl sagte ihm, dass hier etwas faul war. Er drehte seinen Stuhl zum großen Monitor. Eine Handbewegung ließ die Übertragung aller Korridor-Kameras des fünften Untergeschosses dort erscheinen.
    Etienne kannte die neun Etagen des Rings wie seine Overalltasche und in diesem Bereich waren lediglich Entsorgung, Lager und Verpackung untergebracht. Eine Abteilung, in der die Kameraüberwachung lückenhafter war, weil in ihr nur Servicer arbeiteten und nichts Auffälliges geschah.
    Vor einem der Lagerräume blieb Coholt stehen. Er öffnete, winkte die beiden Gardisten mit dem Onta hinein und schloss die Tür, die anstelle eines Scan-Feldes nur eine Klinke hatte, hinter ihnen wieder.
    Etienne schaltete zur Kamera in diesem Raum, doch es gab kein Bild. Nur Schwärze.
    Er fluchte leise. Sein Blick zuckte zum Display, das mit beruhigenden, grünen Leuchtfeldern das Funktionieren sämtlicher Kameras anzeigen sollte. Da, ein gelbes! Fünfte Unterebene, Nordkorridor. Sie war abgeschaltet worden, und zwar direkt am Gerät. Ihm entschlüpfte ein neuer Fluch, als er sich erinnerte, es heute bei Schichtbeginn im Protokoll gelesen zu haben. Eine abgeschaltete Kamera war keine Seltenheit. Meist geschah dies aus Wartungs- oder Reparaturgründen. Traf das hier zu?
    Er schob das Bild der Korridor-Kamera, die den im Gang wartenden Coholt zeigte, in eine Ecke des Bildschirms und rief sich das Übergabeprotokoll erneut auf den Monitor. Seine Ahnung bestätigte sich. Die Abschaltung hatte keine Begründung. Ein Defekt war es nicht, sonst würde sie rot leuchten und er hätte eine Fehler- oder Reparaturmeldung von einem Technik- oder Sicherheits-Servicer erhalten. Außer denen war es nur noch Axiomen möglich. Aber warum hätte einer von denen so etwas tun sollen?
    Das ungute Gefühl verstärkte sich. Er schaltete zurück auf die Korridor-Kamera. Coholt stand mit auf dem Rücken verschränkten Armen und schaute ab und zu nach rechts und links in den Gang. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sich die Tür wieder öffnete und die beiden Gardisten aus dem Lagerraum traten.
    Der Onta folgte ihnen nicht.
    Misstrauisch zog Etienne eine Braue hoch. Was lief da unten?
    Die drei verschwanden aus dem Sichtfeld der Korridor-Kamera, doch Etienne ließ sie ziehen. Er wartete. Noch immer kam der Onta nicht aus dem Raum. Ein erneuter Versuch mit der Kamera darin endete wie der vorige: Das Bild blieb schwarz.
    Ein schriller Warnton ließ ihn zusammenzucken. „Achtung, Vitalfunktionen bedroht!“, verkündete der Computer. Auf dem Monitor erschienen in grellroter Schrift der Name des Onta und die Nummer des Lagerraums, in dem sich der Mann befand. Der Ton und die Meldung der Computerstimme wiederholten sich, immer im Wechsel, wieder und wieder.
    Längst hatten sich Etiennes Finger auf den Knopf zur Alarmierung einer medizinischen Rettungseinheit gepresst und danach die „05N23“ auf das Touchpad getippt. Bei ihm schrillten alle Alarmglocken.Er wusste: eine solche Alarmierung war nichts Besonderes für die Medi-Servicer in der Klinik. Doch diesmal verkündete der Computer, dass für einem wehrlosen Onta Lebensgefahr bestand, nachdem sich zwei gepanzerte und bewaffnete Gardisten mit ihm befasst hatten. Und damit sah die Sache anders aus.
    Er presste die Kiefer zusammen und piepte den diensthabenden Axiom an.
    Malcolm Benedict meldete sich sofort. „Standort: Emerald-Cantina. Was ist los?“, kam es zurück.
    „Begeben Sie sich in das fünfte Untergeschoss. Es hat sich ein Vorfall ereignet, den Sie überprüfen müssen.“
    „Kann das nicht ein Ypir machen?“
    „Negativ, aber nehmen Sie Verstärkung mit. Die Sache hat absolute Priorität. Ein Medi-Team wurde bereits angefordert.“
    „Wo muss ich hin?“
    „05N23“, gab er knapp zurück. Der Code für den Einsatzort. Fünfte Unterebene, Nordkorridor, Raum dreiundzwanzig. „Ich lotse Sie.“
    Unruhe hatte ihn ergriffen. Während er darauf wartete, dass Axiom Benedict und das Medi-Team im Nordkorridor ankam, gingen ihm die unterschiedlichsten Fragen durch den Kopf. Vielleicht bist du einer Verschwörung auf der Spur, spekulierte eine Stimme in seinem Hirn. Unsinn, widersprach eine zweite und er wusste, dass es die Stimme der Vernunft war, die sich die allergrößten Sorgen um den zurückgelassenen Onta machte.
    Die Kamera am Westllift im fünften Untergeschoss erfasste den Axiom, der eben von seiner Plattform stieg. Er wurde von einem Gardisten begleitet.
    Auf dem Bildschirm beobachtete Etienne, wie Malcolm Benedict sich dem Nordkorridor zuwandte. Auf dem Nachbarmonitor konnte er sehen, wie zur selben Zeit das Medi-Team mit dem Frachtlift entraf.
    „Die fünfte Tür auf der rechten Seite“, wies er ihn an. „Da ist ein Onta drin.“
    „Was treibt der Kerl dort? Hier haben Ontas nichts verloren! Macht er ein Schläfchen? Und was ist mit der Kamera da drinnen?“ Benedict hatte während der Fragen den Raum erreicht und öffnete die Tür. „Verflucht!“, hörte Etienne gleich darauf, dann einen dumpfen Laut.
    Die Verbindung brach ab.
    Wie gebannt hing sein Blick am Monitor, als er die Ankunft der Mediziner beobachtete, die mit einem Graviboard den Korridor entlanggehastet kamen. Benedict erwartete sie in der offenen Tür. Der Axiom trat beiseite, um sie hineinzulassen und Etienne sah, wie er sich gleich darauf – gefolgt von dem Gardisten - entfernte. An den Schritten, mit denen Benedict davonstapfte, ließ sich mühelos erkennen, dass er ungeheuer zornig war. Mit Sicherheit würde er gleich hier auftauchen.
    Das Graviboard wurde aus dem Zimmer bugsiert. Etienne erhaschte einen Blick auf ein blutbesudeltes, blasses Gesicht, dann war der in weiße Overalls gekleidete Trupp auch schon verschwunden.
    Fünf Minuten später hörte er, wie hinter ihm die Tür aufgerissen wurde. Helles Licht vom Korridor flutete in die dunkle Sicherheitszentrale und wie immer kniff er die Lider zusammen.
    „Was für eine Sauerei ist da unten passiert?!“, zischte der hereinstürmende Axiom.
    Etienne wandte sich um. „Ich habe es zufällig beobachtet. Normalerweise kontrolliere ich das Tun der Garde nicht.“
    „Das waren Gardisten?!“ Benedict riss ungläubig die Augen auf.
    Er nickte mit grimmigem Gesicht. „Zwei Ypirs, auf Anweisung von Dwayne Coholt.“
    „Ich muss es der Commandantin melden. Morgen früh, gleich als Erstes.“ Der Axiom fuhr sich mit der Hand über die Glatze und kratzte sich danach an seinem roten Bart. „Was für eine Sauerei“, wiederholte er fassungslos. Kopfschüttelnd verließ er die Sicherheitszentrale.


    Hier geht's weiter: Kapitel 8 (3/3)

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    2 Mal editiert, zuletzt von Tariq ()

  • Huhu Tariq :)



    LG :)

  • Hey Tariq


    ich bin auch mal wieder da!



    Und damit bin ich wieder auf dem aktuellen Stand! Hat leider etwas gedauert, aber bei mir ist wieder Land unter. Ich brauch Urlaub X(

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!

  • Hallo, Iskaral , Kirisha , Sensenbach , Thorsten , Etiam , LadyK , Rebirz und Novize *muss heute mal alle verlinken, weil sie Antworten braucht*

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  • hat Thorsten geschrieben, die Plattform wäre mitten im Meer.

    Also, was ich konkret im Kopf hatte war schon eine Insel, aber so klein dass der Ring als Gebaeude sie quasi ganz ausfuellt, es also keine 'Landschaft' aussenrum gibt, sondern dass der Ring auf allen Seiten von Wasser umgeben ist.


    Also eher so ein Zwischending...


    (Ich weiss nicht so genau warum - ich denke einmal hatte ich den Ring als 'abgeschlossen' im Kopf, also ohne irgend eine Landschaft aussen herum - und zum zweiten ist mir natuerlich klar dass eine Loesung ueber Stuetzpfaehle auf dem Meeresgrund die unter Umstaenden tausende von Metern tief versenkt werden muessen technisch zu anspruchsvoll ist - daher wahrscheinlich meine Idee von der Sache...)

  • Hallo Tariq,


    Sorry, dass ich etwas hinterher hänge, aber hier meine Kommentare zu den letzten Kapiteln

    Allgemein:


    Die Überarbeitung und die veränderte Story gefällt mir bis her sehr gut, ist schlüssig und nach wie vor spannend. Super – ich freue mich auf weitere Teile!

  • Hallo Novize

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  • Hi Tariq,

  • Zum vorigen Part (Kapitel 8 (2/3)


    Kapitel 8 (3/3)

    Langsam drehte Etienne seinen Stuhl wieder zu den Monitoren. Es wollte herausfinden, wie es dem Onta ging. Der Mann hatte unglaubliches Glück gehabt. Dass beobachtet wurde, was man ihm angetan hatte, war ein Zufall gewesen.
    Bei dem Gedanken, dass er diese Szene genauso gut hätte übersehen können, fröstelte Etienne. Er holte die Überwachungsbilder der Kamera vom fünften Untergeschoss erneut auf den Schirm und suchte die Stelle, an der das Medi-Team wieder aus dem Lagerraum kam. Mit den Augen verfolgte er die eilig zum Frachtlift hastenden Medi-Servicer mit dem zwischen ihnen schwebenden Graviboard und wechselte dann auf andere Kameras, bis er sie in der Klinik in einem hell erleuchteten Raum voller medizinischer Geräte ankommen sah. Weitere Servicer in den weißen Overalls der Medi-Einheiten erwarteten sie bereits und das schwebende Board mit dem zugedeckten, reglosen Onta darauf wurde auf dem Podest in der Mitte arretiert, welches es in einen Behandlungstisch verwandelte.
    Etienne schluckte beklommen. Was die Mediziner taten, sah er nicht, doch nach einer Weile öffnete sich die Tür und zwei weitere kamen hinzu. Die roten Streifen am Ärmel verrieten ihren Status als Ärzte. Sogar der Klinikleiter Julian Witt war dabei, Etienne erkannte ihn, weil seinen Ärmel drei Streifen zierten. Ihr Verhalten offenbarte Anspannung, aber ihre Handlungen wirkten routiniert und professionell.
    Doch nur für kurze Zeit. Noch bevor Etienne den Ton dazuschalten konnte, traten alle vom Tisch zurück. Er konnte wieder nur einen kurzen Blick auf ein blutbesudeltes Gesicht werfen, bevor einer von ihnen ein weißes Laken darüber zog.
    Der Onta hatte es nicht geschafft.
    Etienne hatte plötzlich Mühe, zu atmen. Er musste mit Ares sprechen. Nicht sofort, es war halb zwei Uhr morgens. Aber sobald er mittags aufwachte, würde Ares erfahren, was sich heute Nacht zugetragen hatte. Das war zu viel, um es für sich behalten zu können. Es war einfach zu viel ...
    Eine Weile saß er reglos da und starrte auf den Monitor, der zeigte, wie der tote Onta abtransportiert, der herumliegende Müll entsorgt und das Graviboard gereinigt wurde. Selbst als der Raum verlassen war und nur noch die Minimalbeleuchtung brannte, konnte er den Blick nicht abwenden. Irgendwann fiel ihm diese abgeschaltete Kamera wieder ein. Ihr Kontrollfeld hatte gestern Abend schon gelb geleuchtet, als seine Nachtschicht begann. Also war bereits vor der Ankunft des Frachtgleiters mit den neuen Häftlingen jemand da unten gewesen und hatte sie vom Netz genommen. Warum hätte jemand das tun sollen?
    Plötzlich rieselte es ihm eiskalt über den Rücken. Konnte es sein ...?
    Ein kurzer Kontrollblick über die Monitore zeigte: Im Moment war es ruhig, alle Anzeigen leuchteten grün. Er hatte Zeit, ein wenig zu recherchieren.
    Mit fliegenden Fingern forderte er die Auflistung aller Tage und Zeiten an, an denen neue Häftlinge in den Ring gekommen waren. Danach prüfte er, ob es schon vorher Abschaltungen der betreffenden Kamera in diesem Lagerraum gegeben hatte, und verglich die angezeigten Daten miteinander.
    Das Ergebnis überraschte ihn nicht, denn es bestätigte nur seinen Verdacht: Coholt tat das jedes Mal, wenn ein Gefangenentransport von Pitcairn kam. Das bedeutete, dass er heute Nacht wohl nicht zum ersten Mal einen Onta verprügeln ließ. Der Axiom rechnete von Anfang an damit, dass neue Häftlinge Widerstand leisteten, und bestrafte sie dann dort unten dafür. Oder er ließ sie auch ohne einen Grund vermöbeln.
    Obwohl er einen dienstfreien Nachmittag hatte, blieb Etienne in der Zentrale. Er forderte die Kennung aller im letzten Jahr angelieferten Ontas an und überprüfte, ob sie am nächsten Tag zur Arbeit erschienen oder in der Klinik aufgetaucht waren. Sich vergewissern, ob Coholt bei jedem Transport dabei gewesen war, musste er nicht. Der Axiom begleitete alle Häftlingsanlieferungen.
    Als ihm die Ergebnisse vorlagen, lehnte er sich zurück. Was er hier sah, waren gefährliche Informationen. Nicht für Ontas, sondern für ihn. Frida musste unbedingt davon erfahren. Obwohl ... Jeder, der mit der Garde zu tun hatte, ahnte, dass Fridas und Coholts Verhältnis über das Dienstliche hinausging. Was, wenn sie längst davon wusste und nichts unternahm? Wenn sie Coholt deckte?
    Verdammt, welchen Sumpf hatte er hier freigelegt? Er musste unbedingt heute Abend noch einmal mit Ares reden.


    Am späten Mittag saß er neben Ares in der Emerald-Cantina, die eigentlich nur den Mitgliedern der Garde vorbehalten war. Doch man kannte ihn hier und niemand stieß sich daran, wenn er mit Ares herkam. Sie hatten zusammen gegessen und sein Freund würde bald wieder zum Dienst müssen.
    Als Etienne den Kopf hob, begegnete er dem Blick von Axiom Malcolm Benedict, der zwei Tische weiter saß und zu ihm herübersah. Linus Krell, der Axiom der ersten Gardeeinheit, hockte Benedict gegenüber und drehte sich in dem Moment um. Ihre Gesichter waren finster.
    Etienne ahnte den Grund. Die Sache mit Coholt war sein letzter Gedanke vor dem Einschlafen heute Morgen gewesen und sein erster beim Aufwachen vor einer halben Stunde. Deshalb war er vor dem Essen noch in die Zentrale gegangen, um seine Ablösung von der Frühschicht zu fragen, ob die Commandantin am Vormittag aufgetaucht war, um sich Kameraaufzeichnungen anzusehen. Doch vom diensthabenden Sicherheits-Servicer erfuhr er nur, sie wäre nicht da gewesen. Das wunderte ihn. Er hatte sogar die Namen der Gardisten, die Coholt begleitet hatten, in der Nacht noch ermittelt.
    „Was hat Frida zu dem Vorfall von heute Nacht gesagt?“, wollte er von Ares wissen.
    „Heute Nacht? Was war da?“ Ares lümmelte in einem der Sessel. Er hatte gedankenverloren hinauf zur Decke gestarrt, einem überdimensionalen Bildschirm, der den Besuchern tags einen wolkenlosen und nachts einen schwarzen, sternenübersäten Himmel vorgaukelte. Jetzt hob er interessiert den Kopf. „Es gab laut Protokoll keine Störungen während der Nachtschicht.“
    Eine Störung kann man das auch nicht nennen, dachte Etienne bitter.
    „Ich habe einen Zwischenfall beobachtet“, erklärte er. „Und ich musste Benedict hinschicken.“
    Jetzt hatte er Ares‘ Interesse geweckt. Der Freund setzte sich auf. „Hat Malcolm es denn gemeldet?“, forschte er. „Vielleicht war es nicht wichtig genug, dass alle Axiome davon erfahren müssen?“
    Etienne nickte grimmig. „Das war es auf jeden Fall.“ Er wusste, dass kleinere Störungen zwar im Protokoll der Garde erschienen, aber nicht immer extra mitgeteilt wurden. Doch das von letzter Nacht ... „Ich habe nachgefragt. Die Commandantin ist während des Vormittages nicht in die Zentrale gekommen, um sich die Aufzeichnung anzusehen. Ist sie heute nicht im Ring?“
    Ares runzelte die Stirn. „Doch, sie ist da. Und sie wird es auch den ganzen Tag sein.“ Er wandte sich um zu Benedict, der ihm grimmig zunickte. Das schien Ares zu genügen, denn er stand auf.
    „Lass uns gehen“, knurrte er.
    „Willst du die Aufnahmen sehen, bevor du wieder los musst?“
    „Was dachtest du denn? Wenn Malcolm etwas Wichtiges meldet und die Axiome nichts davon erfahren, dann ist irgendetwas faul. Komm schon!“

    Etienne winkte ihn näher an die Wand aus Bildschirmen. An dem größten ließ er die Aufzeichnung der Szene laufen, die er dank der Kamera im Nordkorridor hatte beobachten können.
    „Der Raum hat eine Klinke und so war kein Scan nötig, den man nachverfolgen könnte“, murmelte Ares. „Wie clever! Und eine bereits vorher abgeschaltete Kamera. Theoretisch ist also niemand hier unten gewesen.“
    „So ist es“, bestätigte Etienne. „Aber das alles hat nichts genützt. Es war nicht schwer, ihre Kennung zu ermitteln. Die vier wurden zuletzt hier“, sein Finger tippte auf eine Stelle im Gang nahe dem Westlift, „von einem der unsichtbaren Scanner erfasst.“
    Ares nickte. „Dwayne“, stieß er verächtlich hervor und starrte mit zusammengezogenen Brauen auf den Schirm. „Axiom Dwayne Coholt. Und zwei seiner Welpen. Ja, das passt zu ihm. Auch wenn der Onta vorher in der Kllinik laut geworden ist – das hier war absolut unangemessen. Er hätte laut Vorschrift Arrest bekommen müssen, aber sie haben ihn stattdessen fast totgeprügelt.“ Die Hände, mit denen er sich auf dem Tisch abstützte, ballten sich zu Fäusten. „Coholt ist ein widerliches Schwein. So etwas hat er nicht zum ersten Mal getan. Ich weiß von mindestens zwei ähnlichen Vorfällen. Doch man konnte es ihm bisher nicht beweisen, weil keiner redet. Der Feigling macht sich nie selbst die Hände schmutzig. Er hat seinen Spaß daran, Ontas zu drangsalieren, und das ist kein Geheimnis. Aber jetzt ist das Maß voll. Ich rede mit Malcolm. Er muss da dranbleiben. Ich selbst kann mich nicht einmischen. Er war der Diensthabende.“
    „Ist so ein Verhalten nicht ziemlich kurzsichtig von Coholt? Irgendwann würde der Onta vermisst werden, wenn er nicht selbst auf die Beine und zurück in seine Wohneinheit kommt. Oder er muss sich krankmelden und dann werden Fragen gestellt. Was sagt er dann?“
    Ares lachte hart und gleichzeitig klang es mitleidig. „Was soll er schon sagen? Glaubst du ernsthaft, der Onta würde einen Axiom beschuldigen? Nach so einer Aktion? Das wäre sein Todesurteil und das dürfte ihm selbst als Neuling klar sein. Die Bioentsorgungsanlage fragt nicht, ob das, was sie entsorgt, auch wirklich tot ist!“
    Etiennes Magen verknotete sich bei dem Gedanken.
    Ares‘ Pranke krachte auf seine Schulter und drückte sie kurz. „Jetzt ist der Mistkerl dran. Auf die Gelegenheit warte ich schon lange. Danke, dass du es mir gezeigt hast.“
    Etienne schluckte. „Schon gut“, murmelte er. „Halt mich bitte aus der Sache raus, ja? Ich möchte nicht der Nächste sein, der in einem Lagerraum da unten gefunden wird. Oder den niemand findet ...“
    „Keine Sorge, das wird Dwayne niemals wagen.“ Ares nahm seine Handschuhe auf, die er beim Hereinkommen auf die Tischplatte geworfen hatte. „Ich muss los. Sehen wir uns heute Abend?“
    Etienne zuckte mit den Schultern. „Irgendwelche Pläne?“
    „Wir könnten einfach nur etwas trinken. Kommst du zu mir?“
    „In Ordnung. Dann bis heut Abend.“
    Er sah seinem Freund nach, bis sich die Tür hinter ihm geschlossen hatte und er in Dunkelheit zurückblieb.


    Hier geht's weiter: Kapitel 9

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



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    3 Mal editiert, zuletzt von Tariq ()

  • Tariq

    Ein sehr guter Abschluss für das Kapitel und ich bin gespannt auf das Gespräch, dass sich da anbahnt :thumbsup:


  • Hey Tariq, ich bin noch nicht ganz am Ende des threads angelangt, möchte dir aber trotzdem schonmal ein Zwischenfeedback da lassen :fox:

    Gleich vorweg: Die Geschichte ist in meinem Augen auf dem Niveau von veröffentlichten Büchern, und wenn man bedenkt was es da so gibt, auch da drüber. Sein Stil ist angenehm, abwechslungsreich und klar. Beschreibungen gibt es genau im dem richtigen Maß und ich fühle mich nirgends mit Infos überhäuft. Der Lesefluss ist angenehm und das Kino im Kopf liefert zuverlässig Bilder :D

    Ein paar einzige Anmerkungen habe ich:

    Millionen waren bereits verhungert oder an Seuchen zugrunde gegangen

    Wenn so viele gestorben sind, sollte das nicht bereits gegen die Überbevölkerung helfen? Vielleicht ist so ein Chip ein "humanerer" Tod als an einer Seuche zugrunde zu gehen, doch wenn ich so manche beschreibungen über die Städte lese, dann ist das Leben im allgemeinen in der Zukunft nicht sehr rosig. Also kein Bedarf, den Tod irgendwie zu verschönern, bevor das Leben nicht stimmt

    Nach dem ewigen Grau und dem grellen Licht in seiner Arbeitskabine freute sich Tevor an der kräftigen Farbe.

    Man freut sich auf, aber man erfreut sich an

    „Das war es für heute. Und Ares“, er wandte sich ihm zu, „in Zukunft möchte ich deinen Rapport unaufgefordert erhalten, Axiom

    Hier finde ich die Nennung des Namens in der wörtlichen Rede etwas widersprüchlich. Am Ende nennt sein Vater ihn ja bewusst "Axiom" wodurch er die Maßregelung deutlich machen möchte. Dass davor der Name kommt, bricht damit in meinen Augen.



    Alles in allem ein ziemlich düsteres Zukunftsbild hier. Gerade die Szenen bei den Ontas lassen bei mir Corona-Vibes aufkommen x_X bisher kann ich noch nicht so viel spekulieren. Der Kyrios ist entweder wirklich paranoid, oder - was ich für wahrscheinlicher halte - hat irhebdwas erlebt, was ihn fürchten lässt, dass es sich wiederholt. Und augenscheinlich ist da bei den Ontas auch was im gange - auch wenn Ares bisher keinen Zusammenhang sieht.


    Ich freue mich auf mehr :fox:

  • Hallo Alopex Lagopus , ich bin ja ganz aus dem Häusschen, dass du hierher gefunden hast. :panik: Und weil es bis Sonntag noch eine Weile dauert, will ich dir vorher noch antworten.

    Vielen Dank für dein Feedback, das hilft mir sehr und ich freu mich immer, wenn ich erfahre, was in den Köpfen meiner Leser so abgeht.

    Wenn wir wüssten, wie kurz das Leben ist, würden wir uns gegenseitig mehr Freude machen.
    (Ricarda Huch)



    :cookie:


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  • Tariq,

    Kapitel 8 3/3 ist super geworden. Ich erinnere mich noch, dass wir in der ersten Fassung viel über Kameras und die Logik hinter Coholts Verhalten diskutiert hatten. Ich habe mir die Plausibilität jetzt ein paar mal durch den Kopf gehen lassen und muss sagen, dass es in dieser Fassung wirklich einen guten Eindruck macht - Hut ab. Ich denke Ares und Etienne handeln sehr nachvollziehbar und das ist glaube ich hier für den Leser wichtig. Mal schauen, was das noch für Konsequenzen hat, dass in der neuen Version ein anderer Axiom als Ares den Onta entdeckt hat.