Die Magier von Catrellak - Die Wiederkehr des schwarzen Hengstes - 2.0

Es gibt 97 Antworten in diesem Thema, welches 8.385 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von LadyK.

  • Ich habe erst den letzten Post gelesen, muss also noch eine Menge aufholen, um die Geschichte verstehen zu können. Aber auch als Quereinsteiger lief das Kopfkino.

    Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
    Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker

  • Huhu!



    Ohne Umschweife, nächstes Kapitel in einem Rutsch, weil nicht viel xD


    Kapitel 5 - Sira



    „Und Meister Rüstan hat euch keine weiteren Informationen gegeben?“, fragte Karaum und kratzte sich an seinem stoppeligen Kinn.

    Sinnend betrachtete Sira ihren Vorgesetzten.

    Auch wenn der Kommandant sich, abgesehen von der Haarfarbe, grundlegend von Harka unterschied und eher schmächtig wirkte, so wusste sie, dass er keinesfalls schwach war. Einmal hatte sie die Ehre gehabt, gegen ihn zu kämpfen und danach Tage gebraucht, um ihren Schwertarm wieder ohne Beschwerden heben zu können.

    Sira verlagerte ihr Gewicht auf das rechte Bein und schüttelte den Kopf, woraufhin sich Kommandant Karaum wieder dieser Liste zuwandte.

    Nachdem der Magier sich so wortfaul verhalten hatte, war sie mit Harka zu dem Entschluss gekommen, ihren Rundgang zunächst abzubrechen und mit ihrem Anführer Rücksprache zu halten.

    Harka hatte sie auf dem Weg in die Kaserne beinahe angefleht, die Liste wegzuwerfen, aber die Neugier siegte wie so oft.

    Sie wollte wissen, wie der Magier auf die Idee gekommen war, ihr so etwas in die Hand zu drücken.

    „Zu welcher Familie gehört er überhaupt“, fragte Harka wie aus dem Nichts. „Meister Rüstan, meine ich.“

    Dekal, der neben dem Kommandanten hinter dem Schreibtisch stand, schnaufte. „Er ist der jüngste Sohn von Fürst Ellark und Fürstin Marena Penta“, begann der Schreiber. „Außerdem ist er der Bruder von niemand geringerem als Hauptmann Delgars.“ Bei der letzten Bemerkung schwang eine Spur Verachtung mit. „Meines Wissens ist Meister Rüstan in der Position eines Heilers in der Akademie tätig.“

    Sira spürte, wie ihre Augenbrauen in die Höhe rutschten. Brüder? Die beiden Männer sehen sich nicht einmal ähnlich.

    „Die Pentas haben sehr viel Einfluss und das in ganz Armakan“, verriet Karaum leise.

    „Die Liste könnte also Bestandteil ... von was sein?“, fragte Harka verwirrt. „Wir sollen die Menschen hoffentlich nicht töten, oder?“

    „Das glaube ich kaum“, meinte Dekal und beugte sich etwas vor, um auf das Blatt Pergament sehen zu können.

    Sira wusste, warum der Schreiber einen Tötungsauftrag nicht in Betracht zog. Auf dem Papier standen zwölf Namen von Hausherren aus Catrellak. „Fürst Ellark steht auf der Liste und Rüstan wird nicht seinen eigenen Vater töten wollen.“

    Harka zuckte daraufhin nur die Schultern, als hielte er seine Frage nach wie vor für berechtigt.

    „Ich denke, uns bleibt nichts anderes übrig, als Meister Rüstan zu fragen“, beschloss der Kommandant daraufhin und reichte das Papier an Sira zurück. „Spekulationen helfen uns an der Stelle nicht weiter.“

    „Ihr gebt mir die Liste wieder?“, fragte sie mit einem Stirnrunzeln.

    Der Kommandant nickte. „Aus irgendeinem Grund hat er sie dir gegeben. Finde heraus, warum.“

    „Was ist mit unserer Patrouille?“, warf Harka verständlicherweise in den Raum. Sobald sie sich mit Rüstan beschäftigten, würden sie ihren Dienst nicht mehr ordnungsgemäß nachgehen können.

    „Dekal wird sich um einen Ersatz für heute und morgen kümmern“, meinte Karaum und nickte seinem Schreiber kurz zu. „Wenn Meister Rüstan die Sache klären kann, sollten weitere Maßnahmen nicht erforderlich sein. Hoffen wir, dass sich die Sache nur als schlechter Scherz herausstellt.“

    Harka schnaufte lautstark. „Ich glaube kaum, dass dem Magier einfach nur langweilig war.“

    „Wir werden der Sache nachgehen und erstatten sofort Bericht“, meinte sie und neigte vor Karaum höflich den Kopf.

    Sie ergriff Harka am Arm und zerrte ihn hinter sich her.

    Auf dem Flur ließ sie ihn los und ging neben den Gang entlang.

    Einen Blick auf die verstaubten und tristen Holzmöbel verschwendete sie seit geraumer Zeit nicht mehr. In der Hinsicht erweckte die Einrichtung der Kaserne keinen freundlichen Eindruck, sondern versprühte mindestens Nüchternheit und verdeutlichte die Einfachheit, in der sie hier lebten. Wirklich lange hielt sich niemand in den Gängen auf, die Mehrheit der Krieger verschlug es während ihrer Freizeit entweder in die umliegenden Tavernen oder in den Speisesaal.

    Sira und Harka brauchten nicht lange, bis sie über die wenigen Treppenstufen hinunter ins Erdgeschoss gelangten.

    Fieberhaft überlegte sie, wie sie den Magier mit seinem seltsamen Verhalten konfrontieren und die Bedeutung der Liste erfahren konnte. Immerhin sollte sie einem Abkömmling einer Adelsfamilie mit Fragen löchern. Zudem pflegten die Magier kaum Kontakt zu jemanden außerhalb der Akademie. Anders konnte Sira sich die massive Mauer, die das Magierviertel umschloss, nicht erklären. Ein Hineinkommen konnte sich daher als schwierig erweisen, denn obwohl die Krieger von der Regentschaft angeheuert worden waren, gewährte die Magiergarde nur ausgewählten Menschen Zutritt.

    Nachdenklich kaute sie auf ihrer Unterlippe herum und unweigerlich fragte sie sich, ob es nicht besser gewesen wäre, eine Erlaubnis von der Regenschaft einzuholen. Andererseits könnten dadurch auch weitere unangenehme und unnötige Fragen auftauchen, die sie durch die Befragung versuchten zu vermeiden.

    Allein der Gedanke daran, mit Meister Rüstan zu reden, verursachte ein unbehagliches Gefühl. Dabei hatte sie sich noch nie davor gescheut, auch Männer zurechtzuweisen.

    Dann blieb sie stehen, als ihr etwas nicht Unwesentliches durch den Kopf ging. „Was ist, wenn er uns gar nicht empfängt?“, fragte sie ihren Freund.

    Harka sah sie an, als hätte sie einen Scherz gemacht. „Da fällt uns was ein, wenn es soweit ist“, wischte er den Einwand beiseite und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Ich denke, wir beide werden schon überzeugend genug sein.“

    Kopfschüttelnd grinste sie und ging weiter. Seine Einstellung wunderte sie nicht im Geringsten. Seit sie sich auf der Insel kennen gelernt hatten, waren sie Freunde. Und während sie gerne über die Dinge gründlich nachdachte, ging er einfach durch die Wand und fragte anschließend nach dem richtigen Weg.

    Xervana: Die Insel, die ihr Leben geändert hatte und durch die sie gezwungen war, von einem Kind zu einer Kämpferin zu werden.

    Sie konnte sich noch genau an den Tag erinnern, als man sie aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen hatte, um sie zur Kriegerin auszubilden.

    Die Luft roch blumig und die Sonnenstrahlen wärmten ihre Haut, während sie auf der Wiese neben ihrer Mutter lag. Sie sang und ihre Töne klangen so zart, als entsprangen sie der Kehle eines kleinen Vogels. Mit ihren Händen flocht sie bunte Blumen zu einem Kranz zusammen. Die hellen Haare der Bäuerin waren locker zusammengesteckt, sodass ihr einzelne Strähnen über die Schulter hingen und immer wieder ins Gesicht flogen.

    Während sie sich aufrichtete, damit ihre Mutter ihr den Blumenkranz aufsetzen konnte, ertönte ein Ruf ihres Vaters hinter ihnen.

    Ihre Mutter erhob sich und eilte zum Haus zurück.

    Sie wartete und versuchte, einen Kranz zu flechten, der genauso schön war, wie der ihrer Mutter und sie sang. Ihre Töne klangen schief.

    Dann berührte sie jemand am Arm. Sie zuckte zusammen und ihre Stimme verstimmte.

    Sie kannte das Gesicht nicht. Es gehörte einem Mann, der sie mit einem Lächeln ansah. „Du wirst jetzt mitkommen“, sagte er ganz leise und vertrauensvoll.

    Sie ließ die Blumen fallen, während er sie an die Hand nahm und hochzog.

    Mutter weinte, als der Mann sie an dem Haus vorbeiführte und auf die Ladefläche eines Ochsenkarrens setzte. Vater hielt seine Frau fest in den Armen und starrte auf den Boden.

    „Alles in Ordnung?“, fragte Harka und stieß sie mit dem Ellenbogen an.

    Sie blinzelte und rieb sich die Stelle am Arm, an die er sie getroffen hatte. „Ja. Ich musste nur gerade an Xervana denken und an meine Familie.“

    Er seufzte und während sie die Kaserne verließen, legte er einen Arm um sie und drückte sie sanft an sich. „Vergiss das, Sira“, meinte er. „Dann tut es nicht so weh.“

    Sie nickte bedrückt, doch sie konnte nicht einfach ihre Gedanken auslöschen und sie war sich sicher, dass es ihrem Freund ebenso erging.

    Seit einer ganzen Weile versuchte sie, ihre Familie zu vergessen. Es hatte vor vier Jahren, als sie Xervana endlich verlassen konnten, eine Zeit gegeben, in der sie hoffte, ihre Mutter wieder in die Arme schließen zu können. Doch als sie an der Schwelle ihres Elternhauses gestanden hatte, war es nur noch ein Haufen Schutt gewesen. Verbrannt und unbewohnbar.

    Sie sah noch immer die verkohlten Balken und das eingestürzte Dach vor ihren Augen und der Gestank von erkaltetem Ruß kratzte seit jeher in ihrer Nase.

    Die Bewohner der umliegenden Höfe hatten ihr erzählt, dass das Ehepaar den Brand überlebt hatte, aber in eine andere Gegend gezogen war. Wohin sie gegangen waren, konnte man ihr nicht sagen. Das war der Tag gewesen, an dem sie aufhörte, zu hoffen.

    Eine Sache war von ihrer Vergangenheit geblieben - und das war das Mal hinter ihrem Ohr.

    Ihr Weg führte sie nicht an den Markt vorbei, sondern durch die Gassen, über die man schneller zum Magierviertel gelangte. Dieser war jedoch nicht für jedermann geeignet, denn die Gassen, wie die Catrellakaner diese Straßen nannten, waren das Zuhause für die Ärmsten der Stadt. Menschen, die vor Krankheit oder Alter nicht arbeiten konnten. Waisenkinder, die vor schäbigen Freudenhäuser spielten. Meuchelmörder, die eben jene Einrichtungen bewachten.

    Abschaum, wie Hauptmann Delgars einmal formuliert hatte.

    Hier wartete jeder auf einen passenden Moment für einen Diebstahl, ein krummes Geschäft oder gar schlimmeres. In dieser Gegend kämpfte der Tod mit den Waffen der Krankheit und des Mordes. Der beißende Gestank von Verwesung und achtlos weggekippten Unrat hing in der Luft. Die Häuserfronten waren unter dem Schmutz als solche kaum mehr zu erkennen und der Anblick der Menschen, die im Schatten der Mauern hockten, versetzte Sira jedes Mal einen eisigen Schlag vor die Brust.

    Für sie als Kriegerin war es einfacher sich in dieser Gegend zu bewegen. Aber die Bürger, die nicht hier lebten und halbwegs bei Verstand waren, hielten sich von den Gassen fern.

    Catrellak, eine der drei Hauptstädte Armakans, schimpfte sich reich, doch innerhalb ihrer Stadtmauern verhungerten ihre Einwohner.

    Sira zwang ihren Blick nach vorn, wo bereits das schmiedeeiserne Tor des Magierviertels sichtbar wurde. Mit ihren Goldbeschlägen und der massiven Mauer wirkte es selbst wie eine kleine Stadt.

    „Wohin des Weges, Krieger?“, sprach sie einer der Wache stehenden Männer an und kam auf sie zu.

    „Wir wollen mit Meister Rüstan sprechen“, antwortete Sira wahrheitsgemäß.

    Der Mann zog die Augenbrauen hoch. Er trug die Rüstung eines Stadtgardisten. Das Siegel in Form einer Feder, die ein Symbol umrahmte, welches Ähnlichkeit mit einer Blume aufwies, zeigte jedoch die Zugehörigkeit zur Magiergarde.

    Einmal mehr fragte sie sich, was Magier mit einer eigenen Hausgarde anstellen wollte, wo sie doch nahezu alles herbeizaubern konnten.

    „Ich muss Euch enttäuschen“, sagte der Gardist. „Er ist vor wenigen Stunden weggefahren. Ihr werdet zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen müssen.“

    „Ihr verwehrt uns nicht den Durchlass?“, fragte Harka vorsichtshalber.

    Der Mann schüttelte den Kopf. „Wenn Ihr Eure Waffen hier lasst, dann dürft Ihr eintreten. Aber wie ich eben schon sagte: später.“

    Sie verabschiedeten sich mit einem Kopfnicken.

    „Lass uns irgendwo warten, wo wir das Tor im Auge behalten können“, schlug ihr Freund vor. „Vielleicht besucht er in der Stadt nur ein Freudenhaus und ...“

    „Harka!“, schnitt sie dem Krieger lachend das Wort ab.

    „Was denn?“ Er zog die Schultern hoch. „Wäre doch möglich!“

    Sie rieb sich die Nasenwurzel und deutete dann auf ein Haus auf der gegenüberliegenden Seite. Es befand sich außerhalb der Gassen, trotzdem bot es genug Sicht auf den Eingang zum Magierviertel. „Dort drüben scheint ein guter Platz zu sein.“

  • Das ist wieder sehr schön erzählt. DIe Liste ist ja wirklich mysteriös!

    Ich kann sehr gut mit Sira mitfühlen, diese Erinnerungen haben mir gut gefallen. Und auch Sira und Harka als Team sind einfach ein gutes Gespann.

    Kann weitergehen!


    Ein paar Kleinigkeiten:


    Waisenkinder, die vor schäbigen Freudenhäusern spielten. Meuchelmörder, die eben jene Einrichtungen bewachten.

    Warum sollten Freudenhäuser von Meuchelmördern bewacht werden? Haben die nicht andere Prioritäten im Leben?


    wartete jeder auf einen passenden Moment für einen Diebstahl, ein krummes Geschäft oder gar schlimmeres.

    Ich glaube, das würde noch glaubhafter klingen, wenn du anstelle des nebulösen "gar schlimmeres" einfach etwas Konkretes nennen würdest (z.B. oder gar einen Auftragsmord).


    Mit ihren Goldbeschlägen und der massiven Mauer wirkte es s

    Mit seinen Goldbeschlägen (bezieht sich ja auf das Tor).


    was Magier mit einer eigenen Hausgarde anstellen wollten


    „Vielleicht besucht er in der Stadt nur ein Freudenhaus und ...“

    „Harka!“, schnitt sie dem Krieger lachend das Wort ab.

    :D Sowas mag ich!

    Meine Geschichten: * Meermädchen * Kriegerkönigin *

  • Hey LadyK ,


    mir hat der Teil auch gut gefallen. :thumbup:

    Sowohl der kurze Austausch der Krieger mit ihrem Vorgesetzten, als auch Siras kurze Reise in ihre Vergangenheit und der anschließende Marsch durch die Gassen. Ich finde es toll, mit wie vielen kleinen Details und Beschreibungen du die Umgebung zeichnest. Alleine der Kontrast zwischen den Gassen und dem Magierviertel, das offenbar von einem riesigen Tor und einer hohen Mauer vom Rest abgegrenzt ist, fand ich irgendwie beeindruckend. Auch der Wachmann mit seiner Rüstung und dem Siegel ist dir gut gelungen, finde ich. Interessant ist natürlich der Hinweis mit dem Mal hinter Siras Ohr. Wenn das mal nicht noch eine größere Rolle spielen wird. :D


    Hier noch ein Fehlerchen:

    Ihr Weg führte sie nicht an den Markt vorbei

    dem (?)


    Kann weitergehen :gamer:

  • Dieser Abschnitt zerfaellt mir ein bisschen zu sehr - die Rueckblende kommt sehr unvermittelt, und geht dann ebenso unvermittelt in eine (ziemlich gelungene) Beschreibung der Stadt ueber.


    Dazu kommt dass der Hinweis auf 'die Insel' fuer mich nicht sofort zu verstehen war - zuerst dachte ich 'Ausbildungsplatz, aber dann wurde mit 'aus dem Unfeld entrissen um sie zu einer Kriegerin auszubilden' ihre Kindheit beschrieben - dann dachte ich sie ist auf der Insel aufgewachsen - spaeter bin ich dann wieder zurueck zu 'Ausbildungsplatz'.


    Das alles an Harka aufzuhaengen ist unplausibel, den sieht sie ja zu oft am Tag als dass er da in ihr noch viele Erinnerungen ausloesen koennte.


    Wie's geschrieben ist finde ich nicht schlecht, aber ich wuerde mir wirklich die Ueberleitungen und den Aufbau der Rueckblende mal ansehen ob man das nicht geschickter einfaedeln kann und an was anderem aufhaengen kann.



    sondern versprühte mindestens Nüchternheit

    Nuechternheit verspruehen ist ein gewisser Kontrast (normalerweise versprueht man ja Froehlichkeit) - finde ich hier nicht so passend, wenn's als Oxymoron gemeint ist verstehe ich den Zweck hier nicht...

    Dabei hatte sie sich noch nie davor gescheut, auch Männer zurechtzuweisen.

    Dieser Satz entwertet Sira - ich hatte nie daran gezweifelt dass sie eine gestandene Kriegerin ist und jeden zurechtweisen kann der ihr bloed kommt - dass das nochmal klargestellt werden muss laesst sie schwaecher wirken als sie ist.

    Dann blieb sie stehen, als ihr etwas nicht Unwesentliches durch den Kopf ging. „Was ist, wenn er uns gar nicht empfängt?“, fragte sie ihren Freund.

    Eigentlich denkt sie doch schon die ganze Zeit ueber solche Sachen nach - was wenn sie nicht reinkommen, sie sollen einen Adeligen befragen, waere eine Erlaubnis der Regentschaft nicht besser gewesen? So richtig revolutionaer ist der Gedanke an dieser Stelle nicht mehr dass es Schwierigkeiten geben koennte.


    „Du wirst jetzt mitkommen“, sagte er ganz leise und vertrauensvoll.

    'vertrauensvoll' bedeutet dass der Mann ihr vertraut - das faende ich an der Stelle komisch, immerhin ist sie ein Kind (und er will sie mitnehmen) - ich wuerde annehmen dass er bemueht ist ihr Vertrauen zu gewinnen.

    Es hatte vor vier Jahren, als sie Xervana endlich verlassen konnten

    Okay, das hat mich kalt erwischt, weil die Parallele von

    Xervana: Die Insel, die ihr Leben geändert hatte und durch die sie gezwungen war, von einem Kind zu einer Kämpferin zu werden


    n den Tag erinnern, als man sie aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen hatte, um sie zur Kriegerin auszubilden.

    aka 'zur Kaempferin werden' und 'zur Kriegerin ausbilden' legte fuer mich nahe dass es jetzt um das Erlebnis auf dieser Insel geht.


    Finde ich schwierig fuer den Leser zu navigieren...

  • Hallo Lady :) ich bin ja noch ein "Frischling" hier und ganz unverblümt und ohne Vorkenntnisse an die Geschichte rangegangen und gerade bin ich ein bisschen traurig, dass es noch kein fertiges Buch ist, was ich am Stück verschlingen kann :D Du hast wirklich einen sehr runden Schreibstil und der Aufbau der Konflikte gefällt mir. Ich habe jetzt genau die richtige Menge an Fragen im Kopf, um weiterzulesen :D

    Die Hierarchie in Catrellak ist mir allerdings noch nicht ganz klar - zu Anfang hat sich das für mich so gelesen, als wären Magier ganz oben in der Nahrungskette, seine Familie hat ihn aber absolut in der Hand. Vermutlich wegen ihrem eigenen gesellschaftlichen Status?

    Sira finde ich super - ich mag starke Frauen :D

    Mit der Rückblende würde ich mich Thorsten anschließen - top geschrieben, aber irgendwie fehlt eine Überleitung.. Oder sie könnte anstelle einer Rückblende in dem Moment weiter über die Vergangenheit nachdenken?


    Also

    Sie konnte sich noch genau an den Tag erinnern, als man sie aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen hatte, um sie zur Kriegerin auszubilden.

    Die Luft

    ... hatte blumig gerochen...



    Klar, viele würden beim Plusquamperfekt jetzt wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber ich finde wenn es ein so kurzer Absatz und gut geschrieben ist, dann ist das stilistisch manchmal gar nicht so verkehrt :schiefguck:

    Oder halt echt an einer anderen Stelle unterbringen, wobei ich den Einblick in ihre Vergangenheit hier eigentlich sehr schön finde, um sie etwas näher kennenzulernen.


    So, nächster Teil bitte :love: :D

    Gruß

    Lilly

  • Hey!


    „Fürst Ellark steht auf der Liste und Rüstan wird nicht seinen eigenen Vater töten wollen.“

    Ääääh, wie Rüstan steht nicht mehr selber drauf? :pupillen: ?(


    „Du wirst jetzt mitkommen“, sagte er ganz leise und vertrauensvoll.

    Der Ton der Aussage passt mir nicht zu "vertrauensvoll". Das klingt fordernd und harsch für mich.


    Ansonsten muss ich meinen Vorrednern zustimmen: Die Rückblende passt nicht recht rein. Ich könnte mir das besser vorstellen, wenn es sprunghafte Gedanken bleiben und etwas weniger detailverliebt sind. Also irgendwie in dem Stil: "Der blumige Geruch und die warmen Sonnenstrahlen. Der Gesang ihrer Mutter. Die Rufe ihres Vaters. Und schlussendlich die fordernde Stimme des Mannes, der sie auf einen Ochsenkarren scheuchte. In ihrem Kopf noch alles so lebendig, als wäre es erst gestern passiert."


    Ansonsten war die Stadt wie gehabt top beschrieben und die Freundschaft zwischen Sira und Harka wirkt für mich echt. Aber warum ist Rüstan nicht mehr selber auf der Liste? Das hat mir so gut daran gefallen! :/


    LG

    Rebirz

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!

    • Offizieller Beitrag

    Hallo :D
    Wie versprochen kriegst du jetzt auch noch einen Kommi von mir :D


    Eigentlich habe ich aber gar nicht allzu viel zu sagen :hmm:
    der Part ist insgesamt gut gelungen und tut das was er soll - den Plot vorantreiben und die Stadt nebenbei näher beschreiben (was ich auch sehr gut gelungen finde :) )

    Nur bei der Rückblende bin ich mir auch nicht ganz sicher :hmm:
    Erstmal: Ich bin generell kein Freund von Rückblenden, besonders wenn sie keinen wirklichen Mehrwert bieten :hmm:

    Du könntest SIra genauso einfach darüber nachdenken lassen ohne in eine (sehr abrupt beginnend und endende) Rückblende zu verfallen, ohne dass dem Leser isrgendwelche Informationen verloren gehen. Genauso könntest du das ganze auch noch in einem Dialog mit Harka implizit unterbringen :hmm: Das ist jetzt vielleicht geschmackssache, aber ich würde mir die Stelle nochmal angucken vlt :) IMo ist die Rückblende hier eher kontraproduktiv, weil sie mich aus dem Lesefluss reißt und ich mich erstmal an die plötzliche neue Situation gewöhnen muss. Und wen ich das geschaffft hab ist es schon wieder vorbei :D Das könnte man etwas besser in den Text integrieren :hmm:

    Ich verstehe, warum du es so gemacht hast und was du damit bezwecken willst (dass man quasi Siras Gedanken und Erinnerungen sehr direkt folgt) aber ... naja :D


    Ein paar Kleinigkeiten noch:

    Auf dem Flur ließ sie ihn los und ging neben den Gang entlang.

    Deinem fehlt ein Objekt :D ("Deinem Satz ein Verb" - nur anders :D )

    denn obwohl die Krieger von der Regentschaft angeheuert worden waren,

    HIer möchte noch einmal anmerken, dass sich mir dieses Konstrukt mit Stadtwachen und Kriegern immer noch nicht erschließen möchte :hmm:
    Warum investiert die Regentschaft das Geld nicht einfach in eine bessere Stadtwache? Dann brauchen sie keine Krieger die im Wesentlichen das gleiche machen und nebenbei die anderen noch überwachen :hmm: Das schafft halt großes Konfliktpotential und sorgt nicht direkt dafür, dass die Bewohner die Stadtwache als Autorität ansehen :hmm: Das musst du mir bitte mal erklären xD

    „Vielleicht besucht er in der Stadt nur ein Freudenhaus und ...“

    "... kommt in drei Minuten" :grinstare:

    LG Chaos :chaos:

  • „Fürst Ellark steht auf der Liste und Rüstan wird nicht seinen eigenen Vater töten wollen.“

    Also, ich schließe auch aus, dass es sich um eine Tötungsliste handelt, aber nicht aus diesem Grund ^^'


    Hab so weit nichts mehr hinzuzufügen, was die anderen nicht schon gesagt hätten. Mich wundert es, dass Sira und Harka einfach so ins Magierviertel dürfen. Durch die vorigen Parts klang das dort doch schon sehr abgeschirmt.

    Aus architektonischer Sicht soll hier in den Gassen vor dem Magierviertel wohl noch etwas passieren, wenn Meister Rüstan einfach mal nicht da ist :hmm: Manchmal sind diese Metagedanken etwas nervig. Vielleicht folgt aber auch nur ein Rüstanteil, weil bei ihm gerade noch etwas Wichtiges passieren muss :fox:

    Der Teil liest sich gut und auch die Rückblende fügt sich an der Stelle meines Empfindens nach nahtlos ein - die zwei vorangehenden Sätze bereiten den Sprung gut vor :thumbsup: Gibt ein wenig mehr Background über Sira.

    Weiter bitte :stick:

  • Guten Morgen ihr Lieben!


    Zunächst möchte ich mich dafür entschuldigen, dass meine Antworten so lange auf sich haben warten lassen - ich hoffe, ihr seht es mir nach :)


    Ja - Wie immer - vielen Dank fürs Lesen, Liken und Kommentieren :heart:



    So. Leider habe ich - noch - keinen neuen Part für euch.

    Kurz zur Erklärung, warum das im Moment bei mir alles so lange dauert:


    Ich habe mir die Zeit genommen, um noch ein paar Sachen umzustrukturieren. Nicht zuletzt dank eurer Kommentare! Das hat mir wirklich sehr geholfen und dafür bin ich dankbar :) Auch wenn es immer ersten Moment immer schwer ist, Dinge zu verändern, die einem vielleicht gut gefallen haben.


    Das Einzige, was ihr zum jetzigen Zeitpunkt schon mal wissen solltet: Ich habe das System der Krieger aufgelöst und alle betreffenden Personen zur Stadtwache gemacht (sowohl die Krieger als auch die, die vorher bereits zur Wache gehörten). Dafür habe ich mir auch sowas wie ein System überlegt. Hier noch einmal ein fettes DANKE an Tariq  Etiam und Chaos Rising die mir da extrem geholfen haben - ihr seid fantastisch! <3 :saint:

    Hierzu werde ich mich die Tage ransetzen und die aktuellen Parts mit den neuen, überarbeiteten austauschen. Hierbei habe ich eure Kommentare weitestgehend berücksichtigt und die angemerkten Fehlerchen ausgemerzt :thumbup:

    Es ist aber nicht notwendig, dass ihr alles noch einmal lest ^^ Im Wesentlichen betreffen die Änderungen erst das folgende Kapitel, alles davor wird nur in den Grundzügen angerissen :)

    Alle anderen Umstrukturierungen betreffen erst spätere Ereignisse, waren aber für das Weiterschreiben von Bedeutung :)


    Außerdem habe ich beschlossen, zunächst etwas mehr Text aufs Papier zu bringen bevor ich weiterposte. Zwar habe ich das nächste Kapitel bereits fertig. Aber ich will für eventuelle Durststrecken vorbereitet sein. Es ist nämlich wahnsinnig unbefriedigend, euch immer so lange warten zu lassen. Deshalb werde ich mich die nächsten Abende darauf konzentrieren, voranzukommen :)


    Ich hoffe, dass ihr gemeinsam mit mir dabei bleibt :blush:


    LG <3

  • :hmm: Ich gestehe - ich weis nicht so recht, was du meinst. Rüstan ist ja aktuell noch bei seiner Familie, weshalb er deswegen einfach nicht da ist xD

    Oder meinst du was anderes?

    Nein, genau das meinte ich. Ich hatte aber nicht auf dem Schirm, dass das parallel läuft, hab die Szenen in der Zeitabfolge eher chronologisch wahrgenommen xD da hab ich wohl zu viel gedacht xD

    Uh - hier würde mich interessieren, welchen Grund du hättest

    Ganz ehrlich - ich habe keine Ahnung mehr, aus welchem Grund ich das doch gleich ausgeschlossen hatte, weil sein Vater ihm ja durchaus übel mitgespielt hat, sorry :/

  • Hallöchen :)

    Noch kurz zwei Antworten für Alopex Lagopus



    :panik:


    Kapitel 6 - Evan (1/3)


    Er sollte für jedes unangebrachte Klopfen an seiner Tür ein Goldstück verlangen. Damit würde er innerhalb kürzester Zeit zum reichsten Mann in ganz Armakan werden, ohne viel dafür tun zu müssen.

    Allerdings blieb ihm nichts weiter übrig, als diesen Gedanken auf seine nicht vorhandene Liste zu setzen. „Herein“, rief er mit kraftvoller Stimme. Den Kopf hob er dabei nicht, zu sehr war er in seine Schreibarbeit vertieft. Dieser stumpfe Ablauf, wenn jemand anklopfte und er den Störenden hereinbat, hatte sich mittlerweile so in seinen Schädel eingebrannt, dass er das Herein nicht mehr zurückhielt.

    Das Knarzen der Tür und das Trampeln von Schritten auf dem alten Holzboden verrieten, dass der Gast den Raum betrat.

    „Guten Morgen, Fürst Lar!“, rief ein junger Mann.

    Evan hob kurz den Blick, nur um sicherzugehen, und entspannte sich. „Marthin.“

    Sein Assistent trug eine unauffällige Holzschachtel unter dem Arm, in dem sich zahlreiche Briefe befanden. Er schloss die Tür hinter sich und drehte sich voller Schwung herum, sodass ihm sein rubinroter Mantel um die Beine schlug. Mit einem leisen Klacken stellte er die Kiste auf dem Tisch ab und angelte sich ein Schriftstück heraus.

    „Du bist pünktlich wie immer“, meinte Evan. „Gibt es etwas Neues, was ich wissen muss?“

    Oft hielt Marthin für ihn Augen und Ohren offen, wenn er die Zeit dafür nicht aufbringen konnte. Bei dieser Aufgabe schien sein Assistent sich selbst zu übertreffen, denn die Schnelligkeit, in die er an Informationen gelangte, war überragend. Evan fragte sich, wie ein Jemand, der kaum das Mannesalter erreicht hatte, das bewerkstelligte. Aber diesbezüglich ließ dieser sich nicht in die Karten schauen und das war umso erfreulicher. Wenn die Regentschaft eines schätzte, dann war es Diskretion und Marthin ging unentwegt sorgfältig vor, ohne aufzufallen.

    „Ja“, antwortete der junge Mann. Er legte den gelesenen Brief in die Kiste der weniger eiligen Sachen, seufzte und klopfte mit dem Zeigefinger auf dem Rand der Holzschachtel herum. „Mir ist zu Ohren gekommen, dass die Gardisten aneinandergeraten sind.“

    Evan rollte die Augen. Endete das denn nie? „Weswegen und welche Bezirke?“ Er legte einen Brief direkt neben sich. Den würde er später als Erstes beantworten müssen.

    „Offenbar ging es um einen Jungen, der auf dem Markt des Diebstahls beschuldigt wurde. Hauptmann Delgars hatte befohlen, dem Dieb die Hand abzuschlagen und die Gardisten für den Marktplatzbezirk schritten mit Waffengewalt ein.“

    „Der Hauptmann ist nicht in der Position, ein Urteil auszusprechen. Wenn überhaupt, hätte er den Jungen anklagen und verhaften können, mehr aber auch nicht. Außerdem liegt seine Zuständigkeit im Adelsbezirk.” Evan unterdrückte einen Fluch. „Schreib dem Kommandanten einen Brief über Delgars Verhalten. Was die Gardisten des Marktplatzbezirkes angeht ... eine Mitteilung an den Vorgesetzten sollte hier ebenfalls angebracht sein“, befahl er seinem Assistenten.

    Die Stadtwache leistete zumeist gute Arbeit. Evan beschlich trotzdem zeitweise das Gefühl, dass sie sich zu sehr auf irgendwelche Rivalitäten fixierten und dadurch nicht bereit waren, zusammen zu agieren oder sich zu unterstützen.

    Immer wieder erreichten ihn Meldungen von handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen den Uniformierten. Nicht selten trug dabei jemand eine Verletzung davon. Das noch nie einer getötet worden war, wunderte Evan über alle Maße. Trotzdem wischte Regent Asilan seinen Vorschlag, die Aufgabengebiete eindeutiger zu verteilen, andauernd weg.

    Erst als Hauptmann Delgars seine Hand während eines solchen Gemenges verloren hatte, war es möglich gewesen, für eine Aufteilung der Stadtwache in fünf Bezirke zu sorgen. Seitdem kannte jeder seinen Zuständigkeitsbereich. Überschneidungen ließen sich jedoch nicht vermeiden.

    Evan seufzte. „Was ist mit dem Jungen?“

    „Er kam ungeschoren davon, weil sich ein Magier einmischte und damit eine Eskalation abwendete.“ Marthin drehte ein ungeöffnetes Pergament zwischen seinen Händen und blickte kurz auf den Boden, weshalb ihm seine widerspenstigen, goldenen Locken ins Gesicht fielen. „Es handelte sich um Meister Rüstan.“

    Verblüfft sah Evan zu seinem Assistenten auf, der sich indes aufgerichtet hatte. „Das ist wirklich mal etwas Neues.“ Er trommelte mit den Fingern auf der Tischplatte.

    Dass die Stadtwache sich wieder gegenseitig an die Gurgel gegangen war, nahm Evan als Alltag hin, aber das konsequente Einmischen eines Magiers verwirrte selbst ihn. Die Robenträger hielten sich bedeckt und schritten erst bei einem direkten Befehl der Regentschaft ein, wie es erwünscht war.

    „Auch wenn die Geschichte gut ausgegangen ist - die Beteiligten haben alle falsch gehandelt. Mit den Gardisten verfährst du, wie ich es gesagt habe, mit Meister Rüstan werde ich zunächst das Gespräch suchen.“ Kurz sinnierte er über seine Entscheidungen und nickte nachdrücklich.

    Das Rascheln von Papier holte ihn zurück aus seinen Gedanken und aus dem Augenwinkel beobachtete er, wie sich zwischen Marthins Augenbrauen eine steile Falte bildete, während er den Brief begutachtete.

    „Merkwürdig ...“, raunte sein Assistent und reichte das Schreiben kopfschüttelnd an Evan weiter.

    Er betrachtete die stümperhafte, aber eindeutige Zeichnung. „Was ...“, stotterte er und sah sich die Rückseite des Blattes an, um das Siegel zu prüfen. Das Wachs trug allerdings kein Wappen. Ein Band, welches die Wichtigkeit der Mitteilung kennzeichnete, gab es ebenfalls nicht. „Das ist das Hauswappen der Pentas“, murmelte er und deutete auf das Bild. Ein seltsames Gefühl breitete sich in Evan aus. Er wusste, dass er diesen Brief nicht vergessen durfte. „Da hat sich mit Sicherheit nur jemand einen Scherz erlaub“, sagte er gespielt gleichgültig zu Marthin und legte das Pergament rechts neben sich. Sein Assistent beließ es bei dieser Aussage, jedoch nicht, ohne die Augenbrauen hochzuziehen.

    Evan tat so, als hätte er das nicht gesehen, und angelte ein neues Schriftstück aus der Kiste.

    Es klopfte abermals an der Tür

    Weder er noch Marthin kamen dazu, den Besucher hereinzubitten, denn dieser stürmte ohne weiteres das Arbeitszimmer und deutete eine knappe Verbeugung an. Er trug die Rüstung eines Gardisten und ein langer, ausgeblichener Mantel lag über seiner Schulter. Außerdem hatte er es gewagt, die Regentschaft mit seinem Schwert an dem Gürtel zu betreten.

    Marthin machte dem Mann Platz und schloss die Tür, bevor er sich in eine Ecke des Raumes zurückzog.

    „Verzeiht diesen unangemeldeten Besuch, Eurer Durchlaucht.“ Die Stimme des Gardisten klang entschlossen und doch auf eine unbestimmte Art abgekämpft.

    „Nun sprich und vergeude meine Zeit nicht“, forderte Evan auf und unterstrich seine Worte mit einer harschen Geste.

    „Wenn Ihr erlaubt, mich zunächst vorzustellen“, schlug dieser kleinlaut vor und strich sich eine Strähne seines schwarzen, verschwitzten Haares zurück. Er ließ die Hand sinken und rückte beiläufig die Sonne zurecht. „Ich bin Aren Iras, Gardemeister des Marktplatzbezirkes.“

    „Schickt Hauptmann Karaum Euch?“

    „Nein, Euer Durchlaucht“, lautete die schnelle Antwort, „ich habe einen Boten geschickt, der den Hauptmann über meinen Besuch bei Euch unterrichtet.”

    „Was wollt Ihr?“

    Der Gardemeister suchte nach den richtigen Worten. „Hauptmann Karaum verweilt in diesem Augenblick in der Kaserne, jedoch duldet mein Anliegen keinen Aufschub.“

    Dann sprich doch! Evan hielt seine Gedanken zurück und beließ es bei einer auffordernden Handbewegung.

    „Meine Leute fanden gerade eine Leiche auf dem Brunnen“, offenbarte der Gardist. „Zunächst dachten sie, es wäre ein Drittständler. Immerhin gibt es in diesen Kreisen immer wieder Tote ...“

    „Aber?“, unterbrach Evan den Gardemeister, woraufhin dieser sich straffte.

    „Seine Kleidung ist die eines Edelmannes und zwei Frauen, die in diesem Moment auf dem Markt waren, erkannten den Mann dann als Graf Lynhart Ruben.“

    Evan lehnte sich in seinem Sessel zurück und rieb sich gedankenversunken seinen sorgfältig gestutzten Dreitagebart Kinn. Sein Blick streifte die Zeichnung des Penta-Raben.

    „Graf Lynhart trägt keine äußerlich sichtbaren Verletzungen“, schob Gardemeister Iras hinterher. „Er sitzt einfach nur da, als schliefe er ...“

    Mit einem Ruck setzte Evan sich auf, sodass der Gardist zusammenzuckte. Er bemerkte, dass Marthin die vorschnelle Reaktion nicht entgangen war, denn in diesem Moment huschte ein fragender Ausdruck über dessen Gesicht. Sein Assistent wartete aber weiterhin im Hintergrund.

    „Ihr sagtet, der Graf sitzt einfach nur da. Darf ich daraus schließen, dass er noch am Brunnen ist?“, wollte Evan wissen.

    „Richtig, Euer Durchlaucht.“ Aren Iras nickte kurz. „Meine Leute haben die Anweisung, nichts zu verändern. Wir hofften, dass Ihr die Magier konsultiert.“

    Diese Umstände schienen in der Tat besorgniserregend. Und Evan beschlich eine Ahnung, dass dies nur der Anfang war. Er musste handeln – jetzt. „Kehrt zurück, Gardemeister Iras, und sorgt dafür, dass niemand sich Graf Lynhart nähert“, befahl er und erhob sich. „Marthin, lass einspannen. Ich fahre in die Magierakademie.“

  • Hey Lady,


    ich packe meine Anmerkungen mal in den Spoiler :)


  • Starker Anfang der die Szene setzt. Gegen Ende fehlt ein bisschen die Begruendung fuer

    Diese Umstände schienen in der Tat besorgniserregend. Und Evan beschlich eine Ahnung, dass dies nur der Anfang war. Er musste handeln – jetzt.

    was genau treibt ihn so um? Viele Leser wissen es weil sie die erste Version der Geschichte schon kennen und wissen dass sich die Ereignisse ueberschlagen werden - aber Graf Ruben kann einfach einen Herzinfarkt gehabt haben.


    Der Leser der diese Version zum ersten Mal liest weiss auch noch nicht so genau, wass es mit den Pentas nun auf sich hat.


    Eigentlich muesste die Szene irgendwie vorbereitet werden damit all diese Andeutungen wirken koennen - duestere Vorahnungen, eine Erinnerung an die Pentas - so fuegt sich das nur zu einem Ganzen wenn man, wie der Leser der alten Version oder der Autor, eben schon weiss dass es Anzeichen eines groesseren Geschehens sind.


    Da wuerde ich also noch ein bisschen dran feilen und ueberlegen, wie man das staerker wirken lassen kann was passiert.

  • Hey LadyK


    Ich glaube du wolltest hier vermitteln, dass der Fürst schon etwas mehr weiß und darum so überrascht und am Ende erschrocken reagiert, aber da sind wir für meinen Geschmack etwas drüber geschlittert. :hmm:

    Für den kurzen Text sind da viele Sachen drin. Erst lernen wir den Fürst kennen, dann seinen Assistenten und dann taucht auch noch der Hauptmann auf, der sich ankündigen hat lassen, weil ein anderer nicht kommen kann? Dann das mit den Briefen und den Pentas und zack sind wir schon bei dem Toten, der eine böse Vorahnung hervorruft.

    Für meinen Geschmack darfst du hier ruhig etwas strecken. Lass dir mehr Zeit mit den neuen Charakteren und baue jeden Baustein (Briefe, Stadtwachenkriese, Mord) etwas aus. Der grundlegende Aufbau passt, aber einen Schritt langsamer würde reichen :)

    Da sitzen sie wieder alle und fressen Eis ... Als wüssten sie nicht, wie ein Bier aufgeht!

  • Ich muss gestehen, ich kam hier nicht ganz mit. Der Kommentar von Thorsten gibt mir einen Hinweis, wieso nicht.

    Evan reagiert sehr merkwürdig bei diesen Brief. Irgendwie schien er wichtig zu sein, wird aber dennoch als Scherz angetan und direkt zur Seite gelegt. Muss Evan was vor seinem Assistenten verbergen? So wirkt das irgendwie und wirklich einen rein drauf machen kann ich mir nicht.

    Dass der Tote am Brunnen einen Herzanfall gehabt haben kann - ja gut. Bisher waren aber keine gesonderten Ärzte erwähnt, die sowas wie eine Todesursache feststellen würden, weshalb es mir schlüssig erscheint, die Magier zu rufen. Besonders, da bereits angedeutet wurde, dass sie auch mit Heilung zu tun haben

  • Okay, ich habe es jetzt auch gelesen und ich muss sagen, ich fand die Szene sehr schön. Man musste aber sehr konzentriert lesen, weil hier quasi drei wichtige Dinge hintereinander besprochen werden: Die Geschehnisse auf dem Markt, der Brief mit der Zeichnung drauf und die Leiche am Brunnen. Wenn man da nichts verpassen will, muss man gut aufpassen, vor allem weil ja dieser Evan und sein Assistent auch neue Figuren sind, die man erstmal kennenlernen möchte. Das ist vermutlich das Problem, das die anderen Leser hier sehen: zu viele wichtige Informationen in einem kurzen Abschnitt.


    Evan reagiert sehr merkwürdig bei diesen Brief. Irgendwie schien er wichtig zu sein, wird aber dennoch als Scherz angetan und direkt zur Seite gelegt. Muss Evan was vor seinem Assistenten verbergen?

    Ich hatte das jetzt tatsächlich so verstanden, wie du gesagt hast, dass er den Brief nicht vor seinem Assistenten öffnen möchte und deshalb das mit dem Scherz sagt. Ich fand das jetzt gar nicht so verwunderlich.

  • Guten Morgen ihr Lieben :)

    * weiß auch nicht, warum sie in letzter Zeit so faul ist *

    Ehrlicherweise muss ich auch gestehen, dass ich mir das Neuschreiben der Geschichte irgendwie einfacher vorgestellt habe xD

    Naja. Ich schaffe das schon :ugly:


    Zunächst die obligatorische



    So. Auch wenn der vorige Abschnitt nicht so ganz hingehauen hat (und ich zum Posten eigentlich noch nicht bereit bin), mache ich schon mal weiter und wünsche euch trotzdem viel Spaß beim Lesen :)


    Kapitel 6 - Evan (2/3)


    Sein Assistent setzte zu einem Widerspruch an, den Evan ihm nicht verdenken konnte. Einige geschriebene Zeilen oder ein Bote hätten die Sache genauso geregelt, aber er musste selbst in die Akademie. Außerdem konnte er so gleich mit Meister Rüstan sprechen. Andererseits, dachte er, wäre es besser, wenn er zunächst zu Lukras ging. „Marthin, jetzt!“

    Der junge Mann deutete eine Verbeugung an und floh angesichts des harschen Befehls regelrecht aus dem Arbeitszimmer.

    „Und Eure Leute achten darauf, dass sich wirklich niemand Graf Lynhart nähert?“, fragte Evan den Gardisten.

    „Da bin ich mir sicher, Euer Durchlaucht.“

    Die Antwort war nicht annähernd so überzeugend gekommen, wie Evan es sich wünschte. Trotzdem setzte er sich nickend in Bewegung und pflückte beiläufig die Zeichnung vom Tisch.

    Er ließ den Brief in der Innentasche seines Mantels verschwinden und bat Aren Iras mit einer Geste hinaus.

    Sie liefen keine drei Schritte, als sich zwei Männer der Königswache an ihre Fersen hefteten. Ein Stadtgardist, der offenbar seinen Vorgesetzten begleitete, bildete das Schlusslicht.

    „Seid Ihr durch den Haupteingang gekommen?“, wandte Evan sich an Karaums Stellvertreter, der sofort nickte.

    „Es sind viele Bittsteller vor Ort.“

    Das konnte Evan sich gut vorstellen. Der Herbst klopfte bereits an die Pforten der Stadt und der darauf folgende Winter bedeutete für die meisten Bewohner eine unsichere und harte Zeit, in der die Hauptsorge war, den nächsten Tag zu überleben.

    Schon durch die massive Flügeltür hindurch vernahm Evan gedämpfte Gespräche, Ausrufe und Befehle und kurz erwog er, durch einen anderen Ausgang zu verschwinden. Stattdessen schritt er weiter mit durchgedrücktem Rücken auf die Tür zu und die Gardisten, die davor Wache hielten, öffneten die wuchtigen Türen. Ein Rumpeln hinter Evan verriet, dass diese sich sofort wieder verschloss. Auch hier achteten Wachmänner darauf, dass sich niemand unbefugt Zutritt verschaffte.

    Im Vorraum der Regentschaft bot sich nahezu jeden Tag das gleiche Bild: Einwohner, die sich dort versammelten und ihre Sorgen darlegten.

    Auch heute tummelten sich Bauern, Gassenbewohner und Händler vor dem massiven Tisch, hinter dem Vertreter der Regierung saßen und sich die Anliegen der Bewohner anhörten.

    Evan und Aren, flankiert von den Wachmännern, eilten an der Menge vorbei und steuerten auf den Eingang zu.

    Aus dem Augenwinkel sah Evan, dass vereinzelt Menschen die Köpfe zusammensteckten und ein Mann in seine Richtung deutete.

    „Wir müssen uns beeilen!“, zischte Evan, wobei die Wachmänner dichter aufrückten. Auch der Gardemeister erweckte den Eindruck, wesentlich angespannter zu sein.

    Dass man Evan just in diesem Moment erkannte, wunderte ihn nicht. Tatsächlich löste sich eine Gruppe aus der Menge heraus und kam direkt auf ihn und seine Begleiter zu.

    Die Wachmänner erfassten die Lage sofort, denn bevor die kleinere Ansammlung sie erreichte, hielten die Uniformierten sie mit ausgestreckten Armen auf Abstand.

    “Tretet zurück!”, rief einer der Königsgardisten. “Lasst den Berater durch!”

    Mehrmals wiesen die Gardisten die Catrellakaner an, sich zurück in die Reihe zu stellen. Doch aufhalten ließen sich die Bittsteller dadurch nicht.

    Obwohl es nicht viele Menschen waren, so sorgte ihr Schubsen und Drängeln dafür, dass die Gardisten alle Mühe hatten, voranzukommen, und unweigerlich stoppte ihr Trupp.

    Eine junge Frau durchbrach Evans lebenden Schutzschild, wobei sie durch ihren eigenen Schwung stürzte. Haltsuchend krallte sie sich an seinem Mantel fest, weshalb er nun selbst ins Wanken geriet.

    Er starrte das verschmutzte Gesicht der Gestürzten an. Die verschlissene Kleidung hing wie ein Lappen an ihrem Körper herunter.

    „Bitte verzeiht”, wimmerte sie, während sie vor ihm auf dem Boden kauerte und seinen Mantel weiterhin fest in ihren rissigen Händen hielt.

    Ob sie sich dafür entschuldigte, ihn gestoßen zu haben, vermochte er nicht zu sagen.

    „Verschwinde!”, herrschte ein Gardist die Frau an und packte sie grob an der Schulter.

    „Bitte”, setzte sie erneut an, als Evan sich abwandte, und versuchte sich aus ihrem Griff zu lösen.

    Der Wachmann nahm ihm diese Aufgabe nur zu gerne ab, indem er ihr mit der gepanzerten Hand drohte, sie jedoch nicht schlug. Sie ließ von Evan ab und krümmte sich auf dem Boden zusammen, wo sie schützend die Arme über den Kopf legte.

    Plötzlich schien alles gleichzeitig abzulaufen.

    Die kleinere Gruppe musste gesehen haben, dass der Wachmann die Hand gegen diese Frau erhoben hatte.

    Sie nutzten die kurze Ablenkung der Wache und warfen sich wie ein Mann auf die Schutztruppe, woraufhin Evan zwei Schritte nach hinten stolperte.

    Seine Begleiter hatten nun alle Mühe, die Meute zurückzuhalten. Die Unruhe stieg weiter an und Evan hörte, wie die Menschen sich gegenseitig überschrien, sodass es für ihn unmöglich war, genaue Wortlaute auszumachen. Erneut gelang es einem, ihn an dem Ärmel zu packen und zu versuchen ihn so aus dem geschützten Kreis herauszuzerren. Einer der Gardisten schlug die Hand desjenigen mit einem wuchtigen Fausthieb beiseite und zog sein Schwert.

    Unbeeindruckt von der unverhohlenen Drohung der Wachmänner versuchten einige Bewohner nach wie vor, an Evan heranzukommen, um ihre Anliegen vortragen zu können. Er war derjenige, der im direkten Kontakt mit dem Regenten stand. Ob sich die Menschen durch eine Unterredung mit dem ersten Berater eine schnellere Erledigung ihrer Bitte erhofften, wusste Evan nicht.

    Gefühle wie Angst oder Bedrängnis vernahm er seit geraumer Zeit nicht mehr. Dafür tat er seine Arbeit schon zu lange.

    Den Bürgern brachte er sogar Verständnis entgegen, denn der Winter würde bald kommen. Er selbst und der Rest des Adels verschwendeten keine Gedanken daran.

    Nachdem zwei weitere Gardisten ihre Waffen gezogen hatten und somit die Menge fernhielten, ebbte der Ansturm ab, doch ein allgemeines Drängeln blieb.

    Der Weg bis zum Ausgang passierten sie weitestgehend ungehindert, zumindest ohne zu Boden gerissen zu werden. Dass es hier härter zuging als bei seinen restlichen Tätigkeitsfeldern, hatte Evan früh erkannt und hingenommen. Die Besorgnis der Bewohner ließ sich mit Worten nicht milden, es zählten allein Resultate der gemachten Versprechungen. Wenn sie keine Veränderungen sahen, dann würden sie wieder hier auftauchen. Evan konnte daran nichts ändern, denn seine Entscheidungsgewalt darüber, was die Austeilung des Holzes oder die Instandsetzung der Hütten anbelangte, war begrenzt. Das letzte Wort hatte der Regent und wenn von dort eine Ablehnung kam, würden auch Evans Beschwichtigungsversuche nichts bringen.

    Draußen schlug ihm frischer Wind ins Gesicht, die Sonne suchte sich noch ihren Weg den Himmel hinauf. Doch die Kälte, die jeden Tag immer ein bisschen länger blieb, kroch durch seine Kleidung.

    Eine Gruppe von Gardisten bildete ein Spalier, damit Evan den Weg die Treppe hinunter und zur Kutsche ungehindert passieren konnte. Flinken Schrittes stieg er die fünf Stufen hinab.

    Unten hielten sie, wo Gardemeister Aren Iras sich entschuldigte und zwischen den Bürgern der Stadt verschwand.

    Evan huschte in Kutsche, deren Tür von einem seiner Wachen geöffnet wurde. Zwei von ihnen nahmen auf dem Bock Platz.

    Polternd setzte sich das Gefährt in Bewegung, kaum dass jemand es verschlossen hatte.

    Die Fahrt zur Akademie verlief ereignislos und recht schnell, wenn man bedachte, dass heute Markttag war und viele Menschen ihren Weg kreuzten.

    Am Haupttor stand bereits das gewaltige Flügeltor offen, um das Gefährt des Beraters passieren zu lassen. Ein Fähnchen, das am Dach seiner Kutsche angebracht waren, trug das Wappen der Regentschaft. Ein Weiteres zeigte sein eigenes Familienwappen - den Kopf eines Löwen.

    Die Fahrt an den Häusern der Magier vorbei verging zügig und schon bald ragte das imposante Gebäude der Akademie vor ihm auf.

    Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man annehmen, hier wäre der Sitz der Regentschaft. Ordentlich geschnittene Hecken säumten die verschlungenen Wege des Vorhofs. Polternd fuhr die Kutsche an dem Rondell vorbei, auf dem eine alte Trauerweide stand, deren Äste bis zum Boden runter reichten und sich sanft im Wind bewegten.

    Die weißen Steine der Fassade erstrahlten im Licht der Sonne und blendeten fast. Säulen so groß wie Bäume trugen das Vordach, auf dem sich ein ausladender Balkon befand. Zahlreiche Nebengebäude gabelten sich von dem Haupthaus ab, das wie ein standhafter Soldat in die Höhe ragte. Und dieser Kämpfer hatte selbst den Magier-Krieg überstanden, während andere Gebäude in der Stadt wie Asche zerfallen waren.