Freakshow: Episode 3

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  • Danke für eure Rückmeldung LadyK  KruemelKakao !


    Also, falls ihr diese Geschichte tatsächlich zu Ende lesen wollt, muss ich wohl eine Vorwarnung aussprechen: es zeichnet sich mittlerweile ab, dass sich Episode 3 zu einem Ungetüm aufblähen wird. Ich bin mieserabel im Schätzen, rechne für Episode 3 aber mit der doppelten Seitenanzahl von Episode 1 + 2 zusammen.

    Es kann sich demnach noch um Jahre handeln ... .


    Mal sehen, vielleicht meldet sich ja jemand auf Moiras Eintrag

    :ninja: Ja ... Mal gucken, was am schwarzen Brett so abgeht.


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    Ein bisschen ernüchternd war diese Konversation ja schon abgelaufen. Moira hatte gehofft das Notizbuch in gute Hände weiterzugeben, sodass es schlussendlich wohlbehalten seinen Weg nachhause fand. Doch dieser Faulpelz in der Lobby hielt ja so viel von einem zuvorkommenden Kundenservice wie Scott vom gemeinsamen Putzplan der WG. Na gut. Dann pinnte Moira eben eine kurze Mitteillug einschließlich ihrer E-Mail-Adresse an das Brett. Eine schlauere Lösung fiel ihr ad hoc eh nicht ein und unnütz die Däumchen zu drehen während sie darauf wartete, ob der Besitzer des Notizbuches sie wie durch ein Wunder eines Tages von selbst kontaktierte – da würde Moira ja ihren zukünftigen Kindern noch aus dem Buch vorlesen können.

    Was für ein ungünstiger Ort für ein schwarzes Brett. Ob der wechselnden Möblierung bekam Moira das Gefühl, den offiziell begehbaren Teil des Hotels verlassen zu haben und in den Gängen herumzuschleichen, zu denen eigentlich nur dem Personal der Zutritt gestattet war. Irgendwie bezweifelte sie deshalb, das Groß der Gäste würde sich überhaupt bis in diese Ecke verirren.

    Da erreichte Moira wie vorhergesagt eine Tür. Merkwürdig. Sie sah in keiner Weise nach der Bauart aus, hinter der man einen weiteren Raum wähnte; dafür bestand sie aus einem viel zu schwerem Material und ein Riegel deutete darauf hin, dass sie regelmäßig von innen heraus abgeschlossen wurde. Moira musste sogar ihr Gewicht gegen das Metall stemmen, um die Tür überhaupt weit genug zu öffnen. Sie zwängte sich nach draußen und … .

    Augenblick.

    Hier hing kein schwarzes Brett. Das hier war der Innenhof des Gebäudes! Parkende Autos, Mülltonnen und ein Haufen Sperrmüll - dieser Halunke an der Rezeption hatte Moira dreist zur Hintertür hinausgeschickt! Erbost schnappte die Banshee nach Luft. Dieser gemeine Blödmann! Dem würde Moira aber etwas erzählen sie so zu veralbern! Schon kehrte Moira dem Parkplatz den Rücken zu und in ihrer Entschlossenheit, dem Rezeptionisten ordentlich die Meinung zu geigen, griff sie nach der Türklinke.

    Mitten in der Bewegung hielt sie jedoch inne.

    War da ein Geräusch?

    Entweder spielten Moiras Sinne ihr vor lauter Anspannung einen miesen Streich oder die Ohren der Banshee hatten wirklich Schritte zwischen den Autos wahrgenommen. Dabei befand sich außer Moira selbst keine Menschenseele auf dem Parkplatz.

    Oder etwa doch?

    Die fortgeschrittene Dämmerung sowie die spärliche Außenbeleuchtung machte es für Moira schwer zu erkennen, was in den dunklen Schatten vonstattenging; trotzdem hätte sie darauf geschworen, die einzige Person hier draußen zu sein. Jetzt herrschte allerdings Ruhe.

    Irgendwie wurde das gruselig. Eilig wandte Moira ihre suchenden Augen von den Fahrzeugen ab, denn sie hatte genug Horrorfilme gesehen um zu wissen, dass den Einzelkämpfer zu mimen in solchen Situationen die dümmste Idee überhaupt darstellte. Lieber vergeudetet sie ihre Zeit mit einem unhöflichen Rezeptionisten. Dann passierte alles binnen von Sekunden.

    Moira spürte plötzlich eine Hand nach ihren Haaren greifen; beinahe gleichzeitig zerrte sie jemand grob daran nach hinten und der jähe Ruck ließ Moira rücklings über die eigenen Füße stolpern. Hart schlug sie mit dem Steiß auf den Pflastersteinen des Innenhofs auf und vor Schreck und des Schmerzes schrillte ein erschrockenes Quieken über ihre Stimmbänder. Hey, das-... was sollte das denn?! Sie riss den Blick nach oben.

    Und schluckte beklommen.

    Wenige Meter vor Moira lauerte eine zusammengekauerte Gestalt im Zwielicht und Moira erkannte in der Hektik des Moments wenig mehr denn den Schattenwurf eingefallener Gesichtszüge sowie hagere Gliedmaßen und struppiges Haar. Was für ein Schreckgespenst! Es schmetterte Moira ein nach einer Frauenstimme klingendes Fauchen entgegen – gerade so als wäre die Banshee diejenige in dieser Situation, die ihm etwas zu Leide tat und der aggressive Laut fuhr ungehindert wie ein Peitschenhieb in Moiras Muskeln. Bloß-... bloß weg hier! Raus aus der Reichweite dieser Verrückten! In größter Hektik versuchte sich Moira auf die Beine zu kämpfen aber als ihre Angreiferin diese Bemühungen durchschaute, sprang sie der Banshee mit einem schnellen Satz regelrecht ins Gesicht. Reflexartig schlug Moira beide Arme wie einen Schutzschild über ihrem Kopf zusammen und ein einziger, atemloser Schrei nach Rettung wurde krampfhaft von ihrer hämmernden Brust hervor gepumpt. „Hilf-.... !“

    Ein dumpfer Knall ertönte.

    Unmittelbar darauf hörte Moira die raue Frauenstimme jämmerlich aufheulen und weil der erwartete Überfall ausblieb, wagte sie es vorsichtig die Lider zu heben. Was war geschehen? Da stiegen zwei Füße über die Banshee hinweg.

    Moiras Aufmerksamkeit kletterte an einem Paar bekannt vorkommender Schnürboots hinauf und noch weiter höher an den dunkelgrauen Ripped Jeans entlang, unterdessen Colin mit bedrohlicher Gelassenheit auf Moiras Angreiferin zu schritt. Wo kam er denn auf einmal her?! Ein Ende mit der Hand umfasst, trug der Wolf eine alte Holzlatte auf der Schulter. Jetzt realisierte Moira auch wie die Vogelscheuche angeschlagen von links nach rechts torkelte. Sie vollbrachte es jedoch außergewöhnlich schnell ihre Benommenheit abzuschütteln und schoss hernach grunzend auf Colin zu, welcher in exakt diesem Moment das Stück Holz mit beiden Händen packte und es gekonnt in ihre Richtung schwang wie einen Cricketschläger. Statt gegen einen Ball prallte die Latte gegen den Kopf der Frau. Uh, Volltreffer! Ihr schmerzerfülltes Jaulen drang erneut an Moiras Ohren und dieses Mal fiel der Hieb offenbar deutlich stärker aus, denn die Wucht des Aufpralls beförderte die Frau glatt zu Boden. Auf allen Vieren kroch sie über die kalten Steine hinweg als müsse sie ihr Bewusstsein erst von dort unten aufkratzen. Für Colin schien die Sache damit bei Weiten nicht geklärt zu sein. Bewaffnet mit seiner Schlagwaffe stolzierte er auf das Schreckgespenst zu; dieses bleckte vor ihm die Zähne und ehe Moira Colin eine Warnung zuzurufen vermochte, fuhr die Frau plötzlich hoch. Doch es folgte kein Angriff auf Colin. So schnell wie es ihr Zustand erlaubte, ergriff die Frau angesichts von Colins durchschlagenden Argumenten die Flucht, um schlussendlich hinter den Mülltonnen in einer dunklen Ecke zu verschwinden. Colin verzichtete darauf sie zu verfolgen. Mit Sicherheit würde sie vorerst sowieso gebührenden Abstand zu ihm oder zu Moira halten. Das hatte Colin ihr definitiv eingebläut.

    Moira schaute zu ihm auf. Dass der Wolf zu ihrer Hilfe herbeigeeilt war, überspülte sie mit einer Flut an Erleichterung und sie fühlte ihren aufgeregten Puls gegen ihr Trommelfell pochen. Diese Begegnung würde Moira ganz bestimmt noch ein Weilchen mit sich herumtragen müssen, so viel stand fest. „Vielen Dank, Colin. Zum Glück bist du rechtzeitig hier gewesen“, japste sie. „Ob das ein Junkie war?“

    Mit einer legeren Bewegung warf Colin das Holzbrett auf den Sperrmüllhaufen, aus dem er es allen Anschein nach ursprünglich hervorgezogen hatte. Im Anschluss kam er Moira entgegen und dankbar streckte die Banshee eine Hand nach ihm aus. Anstatt ihr – wie Kolja oder Niall es getan hätten – auf die Füße zu helfen, ignorierte Colin diese Geste total und stiefelte schnurgerade an Moira vorbei. Sie seufzte. Na gut, dann wohl eben nicht. Während sie sich also aus eigener Kraft vom Fußboden aufrappelte, beobachtete Moira wie Colin im Halbdunkel die parkenden Fahrzeuge musterte. Suchte er etwas? Oder jemanden? Beiläufig meinte er: „Das war kein Junkie. Das war 'n verdammter Wechselbalg.“

    Ein Wechselbalg? „Bist du sicher?“ Wie sollte ein Wechselbalg denn so nah ans Stadtzentrum gelangen? Die labyrinthartigen Maulwurfsbauten dieser Kreaturen lagen tief unter der Erdoberfläche und um zu verhindern, dass die Wechselbälger unkontrolliert arglose Menschen dort hinab verschleppten, wurden die Zugänge innerhalb des Gemeindegebiets schon vor Dekaden versiegelt. Selbst wenn eines der Wechselbälger durch ein Loch außerhalb der Stadtgrenzen an die Oberfläche drang – um derart weit zur Zivilisation vorzustoßen, müsste es sich für eine ganze Weile dem Tageslicht aussetzen und für die Augen eines Wesens, welches seinen Lebtag in Finsternis zubrachte und deshalb keine Helligkeit kannte, grenzte das vermutlich fast schon an körperlicher Folter. An einem Ort wie diesem hier auf einen Wechselbalg zu stoßen erschien Moira daher abwegig. Woraus zog Colin somit diesen Schluss?

    Seine Erklärung fiel kurz und knapp aus. „Das Ding hat nach Erde gestunken. Und nach nichts sonst.“ Der Wechselbalg besaß keinen eigenen Geruch? Okay. Nun, Colins Nase führte man schwerlich hinters Licht, weshalb Moira keinen Grund sah, ihm oder seiner Einschätzung keinen Glauben zu schenken.

    Wo sie einmal über Freaks redeten, die unverhofft in Hinterhöfen auftauchten … . „Was machst du hier?“, wollte Moira von Colin erfahren und klopfte dabei ein wenig Dreck von ihrem Hosenboden ab. Aus Colins Perspektive betrachtet lag das Rom nämlich auf keiner seiner üblichen Strecken, zumindest auf keiner von der Moira wusste.

    Nach wie vor die Fahrzeuge im Fokus antwortete der Wolf: „Der Typ der mir ein neues Rücklicht schuldet, hat angeblich seine Karre hier geparkt.“

    'Angeblich'? „Du hast Ailbhes Angebot also doch angenommen?“

    „Erstens habe ich es nie abgelehnt und zweitens hat Abby ihr meine Nummer ja sowieso schon zugeschoben.“ Colins muffeliger Tonlage nach zu schließen stellte sich der Hinweis der Fee jedoch als falsche Fährte heraus. „Wie's aussieht komme ich zu spät“, grummelte er in seine Bartstoppeln hinein.

    „Also für mich bist du gerade rechtzeitig gekommen.“ Um Colin zu zeigen, dass sein Beistand ihr wirklich viel bedeutete, schickte Moira ihren Worten ein Lächeln hinterher. Im Gegenzug bekam sie von Colin lediglich einen schiefen Blick zurückgeworfen und seine ungenierte Abweisung fegte die gute Laune aus Moiras Gesicht. Na ja … immerhin würdigte er sie überhaupt seiner Beachtung, nicht wahr?

    „Was für ein erfolgloser Hotelbesuch“, klagte Moira. Durch die Attacke des Wechselbalgs war der Banshee das Notizbuch aus der Hand gefallen, daher hob sie es auf und wischte den Einband sauber. Nach all dem Ärger der letzten Minuten stand ihr der Sinn wahrlich kein Stück danach ein zweites Mal mit dem Rezeptionisten darüber reden zu müssen. Sie wollte das Buch doch bloß ganz unkompliziert mit seinem Besitzer zusammenbringen!

    Ihr Kommentar wurde von Colin mit dem üblichen Spott quittiert. „Vielleicht solltest du mal versuchen zum Vordereingang reinzugehen. Auf 'nem Parkplatz ist nämlich meistens nicht gerade der Teufel los. Heute mal ausgeklammert.“

    „Ich war doch schon am Empfang“, klärte Moira den Wolf auf. „Aber der Mann am Tresen ist keine große Hilfe.“ Und diese Formulierung schmeichelte ihm sogar noch. Moira konnte es nicht fassen, ausgerechnet der falschen Wegbeschreibung dieses unhöflichen Kerls auf dem Leim gegangen zu sein. Wie peinlich! Besser, sie behielt gegenüber Colin Stillschweigen über dieses Detail, sonst zog er sie bei der erst besten Gelegenheit damit auf.

    Zum Glück interessierte es Scotts Bruder wenig, weshalb Moira das Hotel über den Parkplatz verließ. Er sagte: „Du hast in dem Buch doch 'nen Namen gefunden. Sag dem Typen da drinnen einfach, er soll sein Gästebuch nach jemanden durchgucken, der so heißt und wenn er was Passendes findet, fragt er bei demjenigen nach. Was soll'n daran so kompliziert sein?“

    Wenn es nur so simpel wäre. Für den Rezeptionisten stellte es ja schon einen zu großen Aufwand dar im System nach einer simplen Notiz seiner Kollegen nachzuschauen und das Gästeverzeichnis zu filtern verlangte sogar noch einige Mausklicks mehr von ihm. Da Moira allerdings ungern schlecht über andere Leute redete, begrenzte sie ihre Antwort auf Colins Vorschlag auf das wahrscheinliche Resultat. „Ich bezweifle, dass er dafür bereit ist.“

    „Dann schaust du halt selbst nach.“

    Wie bitte? „Wie soll ich das anstellen?“, musste Moira fragen. Schließlich würde der Rezeptionist unmöglich so ohne Weiteres einen Schritt zur Seite tun, damit Moira in Ruhe die Kundenkartei seines Arbeitgebers durchforsten konnte – und das vermutlich noch nicht mal wegen des Datenschutzes, sondern aus schierer Faulheit.

    Für Colin lag die Antwort auf der Hand. „Du hast doch früher oft genug für Scott und mich Schmiere gestanden, um zu wissen wie so was geht. Warte, bis der Typ abgelenkt ist und dann vergreifst du dich an seinen Sachen.“ Damit kürzte Colin die damaligen Umstände aber immens ab! So wie er es darstellte bekam man ja den Eindruck, Moira hätte ihm und Scott geholfen, weil sie von den Brüdern lernen wollte. In Wirklichkeit war es ihr immer nur darum gegangen ihnen Ärger vom Hals zu halten, da es seinerzeit wie heute ans Unmögliche grenzte, diese zwei Sturköpfe durch Reden von ihren Dummheiten abzubringen. Um des Friedens willen verzichtete Moira darauf, den Wolf zu korrigieren. Davon abgesehen:

    „Ich halte das für keine gute Idee“, gestand Moira. „Es ist richtig, dass ich dieses Notizbuch loswerden will aber ich will mir dafür keine Schwierigkeiten aufladen.“

    Diese Bedenken wurden von Colin mit einem abwertenden Prusten abgetan, denn er vertrat die Auffassung: „Schwierigkeiten bekommst du nur, wenn du dich erwischen lässt. Und was soll dann passieren? Ist ja nicht so als ob du den Kram mitgehen lässt. Im schlimmsten Fall wirft man dich aus dem Hotel und das war's.“

    Moira legte grüblerisch die Stirn in Falten. Sie wollte Colin gern widersprechen, allerdings fiel ihr partout keine Entgegnung ein, die seinem Standpunkt den Boden nehmen würde. Außer einer unangenehmen Situation … ja, welche Konsequenzen musste Moira schon befürchten? Was hinderte sie daran, im günstigen Moment flugs den Namen aus dem Buch im Hotelcomputer einzugeben und eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse abzuschreiben? Man tat es nicht, richtig. Aber normalerweise erfuhr man in einem Hotel auch einen entgegenkommenden Umgang, von daher … . Verflixt und zugenäht! Weshalb klang Colins pragmatische Herangehensweise bloß so … so … rational?

    Na gut. Solange es Moira dazu diente, das Notizbuch loszuwerden, wollte sie es riskieren. „Stehst du für mich Schmiere?“, bat sie Colin um Hilfe. In der Zeit, in der sie mit der Suchabfrage beschäftigt war, konnte sie schwerlich ein Auge auf den Rezeptionisten werfen.

    Colin schmetterte ihre Bitte allerdings ab. „Ganz bestimmt nicht.“

    „Bitte, Colin. Ich kann nicht den Computer bedienen und gleichzeitig darauf achten, dass die Luft rein ist.“

    „Und das ist mein Problem?“

    Die Banshee presste die Lippen auf einander. Nein, im Grunde war es tatsächlich nicht Colins Problem, wie Moira seinen Vorschlag umsetzte. Doch was, wenn es das plötzlich wurde? Aus den Augenwinkeln flackerte Moiras Blick zu den Fahrzeugen im Innenhof und dann unterbreitete sie Colin folgende Idee: „Wenn der Fahrer, den du suchst, hier geparkt hat, dann ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Gast dieses Hotels. Du hast gesagt, das Kennzeichen würde aus dem County Cork stammen. Wir könnten die Gästeliste nach Adressen aus dieser Region filtern. Danach hättest du zumindest einen Namen nach dem du herumfragen könntest. “

    Trotz der einkehrenden Dunkelheit registrierte Moira die Bewegung in Colins Zügen, mit der der Wolf nachdenklich die Brauen zusammenzog. Sie kannte diese Miene; Colin wägte ab, in welchem Verhältnis der Aufwand zum Nutzen stand und ob diese Aktion überhaupt Erfolg versprach. Scheinbar fehlte noch ein kleiner Schubs, um ihn zu überzeugen. So versetzte Moira ihm diesen, indem sie ihren Worten hinzufügte: „Das ist mehr als du jetzt hast, oder nicht?“

    Daraufhin warf Colin genervt die Hände in die Luft. „Meinetwegen“, stöhnte er. Yay! Er half ihr! Moira schlug freudig die Hände zusammen. „Aber damit das klar ist.“ Er deutete mit dem Finger auf die Banshee. „Falls uns jemand erwischen sollte, dann habe ich nichts mit dir am Hut, verstanden? Dann gehören wir nicht zusammen und wir kennen uns auch nicht. Und jetzt los. Wir nehmen die Hintertür.“