Dark Prince - Verhängnisvolle Liebe

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  • Ich habe gerade gesehen, dass es jetzt ein Jahr her ist, dass ich dieses Projekt abgebrochen habe.

    Nun versuche ich es nochmal. Ich habe das Konzept etwas geändert, insbesondere die Motivation und das Verhalten der Charaktere, und hoffe, dass es jetzt vielleicht funktioniert.


    Der Klappentext ist noch ungefähr so wie er war:

    Dark Prince - Verhängnisvolle Liebe

    Ganz Damarynth leidet unter dem Terrorregime seines Königs.

    Dessen gefährlichster Scherge Raven bekommt den Auftrag, die Prinzessin Cheneela von einem Fest zu entführen und als Opfer für die Göttin in die Vulkanstadt Kalamachai zu bringen. Dabei entwickelt er verbotene Gefühle für sie, die sein bisheriges Leben auf den Kopf stellen und seine Existenz gefährden.


    ***


    Dann geht es gleich mal los.


    Prolog

    Die Flure vor den Gemächern des Palastes atmeten noch jene klamme Kühle, die sich in den Nächten breit machte, nachdem die Kamine erloschen.

    Kalte Luft strich um ihren Körper und ließ sie frösteln. Prinzessin Cheneela schlang ihren Umhang enger um die Schultern. Gedankenverloren huschte sie den Gang entlang, auf den Lippen eine süße perlende Melodie. Ihre Finger umschlangen die Silberflöte, auf der sie gleich spielen wollte. Sie freute sich auf das morgendliche Musizieren mit ihrer Mutter und den Kammerdienerinnen.

    Als sie in den Seitenflügel einbog, der zu den Gemächern ihrer Mutter führte, lag darin eine seltsame Dunkelheit. Cheneelas heiteres Summen erstarb, sie verlangsamte ihre Schritte. Ungläubig starrte sie nach vorn.

    Aus einem der Gangfenster quollen dunkle Schwaden, die sich im Gang sammelten. Sie waberten an den Vorhängen vorbei und hinterließen an ihrem Stoff und an der Mauer tiefschwarze Verfärbungen.

    Cheneela zuckte zurück. Ein tiefer Schrecken ließ ihr Herz mächtig gegen die Rippen wummern. War das Rauch von einem Feuer? Brannte es im Hof?

    Sie wagte nicht, weiter vorwärts zu gehen. Eilig drehte sie sich um, doch der vertraute Weg war wie ausradiert.

    Anstelle des Ganges ragte plötzlich eine riesige dunkle Wand vor ihr in die Höhe. Stechender Rauch stieg ihr in die Nase und sie umgab eine Hitze, die ihr den Schweiß aus den Poren trieb. Eine Welle aus Angst stieg in ihr auf und drohte sie zu überwältigen. Gehetzt wirbelte sie herum, suchte nach einem Ausweg, doch sie fand sich in ganz fremder Umgebung wieder. Der Palast – verschwunden! Nichts als unwirkliche Dunkelheit umhüllte sie, geschwängert von einem beißenden rußigen Geruch. Gigantische, unregelmäßige Steinmauern umringten sie zu allen Seiten in einem weiten, riesenhaften Raum, den sie nie vorher gesehen hatte. War sie in einer Höhle? Die Finsternis machte es ihr unmöglich, einen Überblick zu bekommen. Oder? Traten nicht überall hier und dort undeutliche Schemen hervor? Ihr Götter: Diese bewegten sich! Mächtige Schatten huschten hin und her. Die Erkenntnis traf sie wie ein Faustschlag in die Magengrube.

    Was ist das? Tiere? – Menschen?!

    Ruhig. Dafür muss es eine vernünftige Erkärung geben.

    Vergebens versuchte sie ihren Herzschlag zu drosseln. Wie ein wildgewordener Specht höhlte er ihren Brustkorb aus und zerhackte auch die letzten vernünftigen Gedanken, die ihr Hirn noch geschafft hatte zu bilden. Was wollen sie von mir? Warum machen sie kein Licht?

    Renn! Du musst hier weg!

    Sie entschloss sich zu fliehen, doch schon beim ersten Schritt fuhr ihr ein stechender Schmerz in den Unterschenkel und in die Arme. Ein gepresster Laut entfuhr ihr, panisch blickte sie an sich herunter. Harte Fesseln bohrten sich in ihre Haut, hielten sie fest und pressten ihren Rücken gegen einen harten Gegenstand. Nicht einen Fingerbreit konnte sie sich rühren.

    Gefangen? Wie konnte das sein? Wo lauerte der Feind?

    Hektisch ließ sie ihren Blick umherwandern. Diese Schemen – sie hörte ihre Geräusche. Befehle, Geschrei. Hunderte Schritte hallten laut durch den Raum. Etwas knackte und knisterte so laut, als handelte es sich um eine Art Donner. In der Höhle eines wildes Tieres befand sie sich vermutlich nicht – aber sie ahnte, diese Erkenntnis war kein Grund zum Aufatmen. Ein schauriges Gefühl lähmte ihre Glieder und presste sich so hart auf ihre Lunge, dass sie kaum atmen konnte.

    Aber sie kämpfte dagegen an.

    Ich muss hier rauskommen.

    Mit aller Kraft riss sie an ihren Fesseln. Woher kam dieser durchdringende Gestank nach verbranntem Fleisch? Oder dieses ohrenbetäubende Surren, das auf- und abschwellend durch die Luft tönte? Dieser Ort bedeutete Tod! Es musste ihr gelingen zu fliehen!

    Doch all ihr Zerren und Rucken war umsonst. Das Band schnitt sich nur tiefer in ihre Glieder.

    Aus der Menge der undeutlichen Gestalten in der Ferne löste sich eine heraus und kam auf sie zu. Es war ein hochgewachsener junger Mann in einer schwarzen Uniform.

    Nein – kein Mensch – das Wesen hatte riesige Hörner auf der Stirn! Stachelige Panzerzacken ragten auf seinen Armen in die Höhe und seine Augen brannten lichterloh, als stünden sie in Flammen.

    Eine Bestie! Und sie kommt immer näher!

    Cheneelas Herz polterte wie ein Gewitter.

    Sein Gesicht war zu der Fratze einer Bestie verzerrt, als er schrie: „Warum habt ihr ohne mich angefangen? Sie gehört mir!“

    Etwas gewaltig Schweres drückte der Prinzessin immer weiter die Luft ab. Was für ein Monster war das? Warum hielt es niemand auf?

    Ihr schriller Schrei durchschnitt die Höhle, gellte ihr in den Ohren. Gefangen in den Schlingen einer unbekannten Macht, war dies ihre einzige Chance, um Hilfe zu rufen. Darum durfte sie nicht aufhören. Erst als ihre Lungen schon nach Sauerstoff rangen und ihre Stimme kippte, kroch nur noch ein krampfhaftes Röcheln über ihre Lippen.

    Der Gehörnte ignorierte ihr Geschrei und auch ihr wildes Keuchen und stapfte so nah an sie heran, dass sie meinte, gleich von diesen monströsen Hörnern durchbohrt zu werden.

    Sag was. Vielleicht hört er! Vielleicht bekommt er Mitleid!, rasten ihr abgehackte Gedanken durch das Hirn. Doch sie konnte keine Worte formen. Die nutzlosen Lippen wollten ihr nicht gehorchen. Ihre Arme und Beine verwandelten sich in Pudding, nicht zu der kleinsten Bewegung zu gebrauchen. Klare Gedanken konnte sie nicht mehr fassen, sie surrten wie Fliegen durcheinander, und ihr Magen verkrampfte sich, als wollte er sich in Stücke reißen.

    Seine Pranken packten sie grob und rissen sie von ihrem Pfahl herunter, als wären ihre Fesseln aus Stoff. Mit eisenhartem Griff presste er an seinen Körper. Sie spürte seinen heißen Atem an ihrem Hals und glaubte, er würde ihr die Kehle durchbeißen. Nein! Nicht! Sie wand sich. Doch er packte sie nur umso härter.

    Unter ihr tauchte ein Abgrund auf. Heiße orangene Flammen züngelten zu ihr hoch. Beißender Qualm wehte ihr in die Augen.

    Nein! Bittebitte nicht das!

    Die Hitze dörrte ihren Mund aus und glühte um ihren Leib. Viel zu heiß! Unerträglich! Damit ihre Füße nicht Feuer fingen, zog sie diese an, doch sie stieß gegen etwas Spitzes an seinen Knien. Der stechende Schmerz ließ sie aufschreien. Ihr Herzschlag katapultierte sich in ihre Magengrube wie unregelmäßige Schläge mit Fäusten. Übelkeit stieg auf und würgte in ihrer Kehle. Doch bevor sie sich übergeben konnte, verlor sie den Halt.

    Und stürzte.

    In eine bodenlose Tiefe.

    Meine Geschichten: * Meermädchen * Kriegerkönigin * Dark Prince

    4 Mal editiert, zuletzt von Kirisha ()

  • Hallo Kirisha

    Das ist zwar nicht ganz mein Genre, aber ich mache gerne bei dieser Geschichte mit.

    Es ist ja der Prolog, darum gibt es noch nicht viel Charakterentwicklung. Trotzdem bleibt die Prinzessin etwas blass. Wie alt mag sie sein? Ist sie hübsch?

    Die Vergleiche sind mir etwas zu wortgewaltig. Der Horror könnte subtiler sein. Wovor hat sie Angst? Das sie getötet wird? Das man sie verschleppt, gar vergewaltigt? Weiß sie von Feinden ihrer Familie, ist sie als Prinzessin auf so etwas vorbereitet, oder ist sie ganz und gar naiv?


    Im Spoiler habe ich etwas rumgemalt. Es ist nur als Vorschlag gedacht.




  • Hallo Kirisha, dann will ich doch auch mal meinen Senf dazu geben.

    Die Geschichte macht Lust auf mehr, einige Dinge jedoch sehe ich etwas anders.

    Es war früh am Morgen, würde ich wie Sensenbach bereist angemerkt hat, besser streichen. Die kleine, perlende Melodie die in ihrem Kopf summte würde ich vielleicht umschreiben in eine Melodie, die sich in ihrem Kopf festgesetzt hatte, klingt meiner Meinung nach irgendwie plausibler als das sie im Kopf summt.

    Dann wäre da dieser abrupte Übergang, von der Freude auf das morgendliche Musizieren mit ihrer Mutter und plötzlich dieser seltsame, schwarze Nebel. Cheneela sieht doch wie er aus einem Seitenfenster in den Gang strömt. Ist sie nicht erschrocken, rast nicht ihr Herz, kommt keine Angst in ihr hoch? Verlangsamt sie wirklich nur ihre Schritte?

    Erst danach könnte ich mir vorstellen, das sie sich erschrocken umdreht und versucht davonzurennen.

    Danach muss ich Sensenbach wieder zustimmen.

    Wenn man ohnmächtig ist kann man nicht schreien und warum wäre es ihr Ende wenn sie schweigen würde? Der Übergang von Mann zu Monster und umgekehrt würde ich ebenfalls nochmal überdenken.

    Unglücklich fand ich auch die Behauptung das sich ihr Körper in eine Masse aus Pudding verwandelt.

    Das Wort Hitze die ihren Mund ausdörrt und wenige später Hitze die in ihren Füßen hochkriecht kommt meiner Ansicht nach fast einer Wortwiederholung gleich.

    Aber das sind wie gesagt nur meine Ansichten.

    Ansonsten würde ich sagen, weiter so.

    Wann darf man mehr von Cheneela lesen?

  • Hey Kirisha,


    zunächst mal finde ich es sehr schön, dass es hier weitergeht...oder vielmehrr, dass du einen Neustart wagen möchtest. Mir hatte die Grundidee hinter der Geschichte beim letzten Mal schon gut gefallen und ich bin deshalb sehr gespannt, was du geändert hast. Dieser Prolog ist auf jeden Fall schon mal neu, das ist klar.


    Bezüglich des Klappentextes stellt sich mir die Frage, wieso die königliche Armee einen "Verbrecher" in ihren Reihen duldet und ihn sogar noch einen derart wichtigen Auftrag ausführen lässt. Ich habe Raven jetzt auch nicht wirklich als "Verbrecher" in Erinnerung. Ja, vielleicht ist er skrupellos, geht ein bisschen brutal vor, wirkt dadurch grobschlächtig und so weiter. Aber er ist ja auch irgendwie qualifiziert. Die Wortwahl hat mich deshalb nur etwas gewundert. Sicher hast du dir aber was dabei gedacht.


    Und dieser Prolog: Man fragt sich zwangsläufig, ob das sowas wie ein Albtraum ist oder eine Vision. Ob die Prinzessin schon eine Vorahnung hat, was ihr blühen wird? Grundsätzlich finde ich das als Einstieg ganz geschickt, weil es natürlich neugierig macht und du direkt Spannung aufbaust. Hier und da könntest du aber vielleicht noch ein bisschen schrauben.


    Hier kommen ein paar Anmerkungen von mir. Vielleicht hilft dir das ja weiter:




    LG,

    Rainbow

  • Hallo ihr Lieben und vielen Dank fürs Lesen!


    Ich glaube, der Klappentext und insbesondere die Art, wie ich Raven bezeichnen soll, ist noch nicht ganz schlüssig. Da muss ich mir noch was überlegen.

    Mein erster Entwurf fing so an:


    "Ganz Damarynth leidet unter dem Terrorregime des Königs Wukur, der das Land von der Vulkanstadt Kalamachai aus mit eiserner Hand und mit Hilfe seines gefährlichsten Handlangers Raven, einem wilden jugendlichen Verbrecher, unterjocht hat."


    Aber das ist mir viel zu lang und betont zu sehr den König, der im Roman ja nur eine Nebenfigur ist.


    "der gefährlichste Scherge des Königs" ? wäre auch eine Option und deutet an, dass der König kein netter Mensch ist?



    Sensenbach



    Thorak

    Rainbow


    Danke, dass ihr euch die Mühe gemacht habt. In mehreren Punkten seid ihr euch ja überzeugend einig.

    Drei Fragen an euch:


    Ist der Prolog spannend genug, dass er Lust macht zum Lesen? Oder eher verwirrend?


    Oder würdet ihr lieber direkt mit der Handlung einsteigen?


    Würdet ihr als nächstes lieber etwas über Raven oder über Cheneela lesen?

    Meine Geschichten: * Meermädchen * Kriegerkönigin * Dark Prince

  • Funktioniert das umgekehrt nicht für dich? Dass sie ihn erst für einen Mann hält und ihm dann menschliche Attribute abspricht?

    Für den Prolog brauchst du den Menschen gar nicht, sondern nur das Monster.

    Grundsätzlich: Wenn ich eine monsterhafte Gestalt auf mich zukommen sehe, dann sehe ich nicht zuerst den jungen Mann, sondern sehe die blutroten Augen etc.

    Also: Für mich funktioniert die Reihenfolge so nicht.


    Ist der Prolog spannend genug, dass er Lust macht zum Lesen? Oder eher verwirrend?

    Wenn ich mir den Klappentext ansehe, dann ist dein Prolog kein Prolog. Die Entführung der Prinzessin geschieht ja bereits im Prolog, also bist du bereits mitten in der Handlung.

    der würdet ihr lieber direkt mit der Handlung einsteigen?

    Siehe oben. Wir sind bereits mitten in der Handlung.


    Würdet ihr als nächstes lieber etwas über Raven oder über Cheneela lesen?

    Ich würde mit der Sympathieträgerin anfangen.

  • Hi Kirisha,

    ich kenne die vorherige Version nicht, also hier eine unbefangene Meinung zum Prolog :D


    Ist der Prolog spannend genug, dass er Lust macht zum Lesen? Oder eher verwirrend?

    Ich finde den Prolog spannend. Es dauert nicht lange, bis etwas Bedrohliches passiert und die Spannung steigert sich zunehmend. Natürlich kann ich das, was passiert, noch nicht einschätzen. Ich weiß nicht, wer die Hexen sind. Ich weiß nicht, wer das Monster ist. Und ich weiß auch nicht, warum sie entführt wird, geschweige denn, was sie mit ihr vorhaben. Aber die Fragen sind ja interessant und deshalb würde ich persönlich weiterlesen, um Antworten darauf zu erlangen.


    Oder würdet ihr lieber direkt mit der Handlung einsteigen?

    Ich mag Prologe :) Ich nehme an, dass etwas Wichtiges darin vermittelt wird, das mir später fehlen würde und es wie gesagt spannend geschrieben. Ich habe mich nicht gelangweilt.


    Würdet ihr als nächstes lieber etwas über Raven oder über Cheneela lesen?

    Ich könnte mir vorstellen, dass Ravens Perspektive bzw. seine Konflikte interessanter sind. Sie will ja wahrscheinlich "nur" entkommen bzw. überleben. Er wird wahrscheinlich eine moralisch graue Person sein, die ihren Job machen will und dann in den Zwiespalt der Liebe gerät? Cheneela müsste schon sehr untypisch als Figur sein, dass sie in dem Zusammenhang wirklich spannend für mich wird. Vielleicht macht sie Raven das Leben ungewöhnlich schwer und hat noch mehr Konflikte/Motivationen als seinen Fängen zu entkommen?


  • Hey Kirisha,

    Ist der Prolog spannend genug, dass er Lust macht zum Lesen? Oder eher verwirrend?

    Also, ich denke schon, dass diese Szene sich als Prolog eignet. Vorausgesetzt, die Handlung geht im ersten Kapitel nicht an der Stelle einfach weiter. Ich denke, das ist es, was Sensenbach meinte. Es darf also nicht fester Bestandteil der fortlaufenden Handlung sein.


    Wenn das hier alleine für sich stehenbleibt, quasi nur als kurze Textsequenz, die Fragen aufwirft, eventuell Ausblicke gibt, auf das, was noch kommen wird etc. dann funktioniert das. Als Albtraum, Vision oder was weiß ich. Es könnte auch eine Rückblende sein oder eine Textstelle, die sich viel später im Roman genauso ereignet und dann sowas wie einen Wiedererkennungswert hat.


    Spannend ist es allemal. Man kann sich höchstens fragen, ob es geschickt ist, wenn man das Buch gleich mit der Entführung beginnt. Denn das ist es ja, worauf man eigentlich eher hinfiebern möchte. Aber ich vermute mal, dass dies hier noch gar nicht die "echte" Entführung ist, sondern sowas wie eine unheilverheißende Vorahnung...etwas, das die Prinzessin fürchtet. Es kommt halt ein bisschen darauf an, wie du weitermachen willst. Das kann derzeit noch keiner von uns beurteilen. Vielleicht warten wir deshalb mal ab, wie sich der Prolog später im Zusammenhang mit dem Rest liest. :hmm:


    Für den Prolog brauchst du den Menschen gar nicht, sondern nur das Monster.

    Grundsätzlich: Wenn ich eine monsterhafte Gestalt auf mich zukommen sehe, dann sehe ich nicht zuerst den jungen Mann, sondern sehe die blutroten Augen etc.

    Also: Für mich funktioniert die Reihenfolge so nicht.

    Das sehe ich ehrlich gesagt etwas anders. Gerade dieser Zwiespalt zwischen Mensch und Monster macht das Ganze ja interessant. Sie könnte im Grunde genommen auch erst erleichtert sein, weil sie vielleicht zuerst denkt, es ist einfach nur ein junger Mann und dann, im Näherkommen, erkennt sie, dass er glühende Augen hat...und das, was sie vielleicht für einen Helm gehalten hat, gar keiner ist, sondern ihm tatsächlich Hörner aus der Stirn wachsen...irgendwie so :hmm: Also, es kommt darauf an, wie man das schreibt. Ich würde die Idee nicht von vorne herein verwerfen.


    Würdet ihr als nächstes lieber etwas über Raven oder über Cheneela lesen?

    Hm. Ich würde wahrscheinlich erst zu Cheneela schwenken und klarstellen, wie und wo der Prolog einzuordnen ist. Wenn sie als nächstes ein fröhliches Lied trällernd über den Flur im Palast spaziert, dürfte jedem klar sein, dass die Szene aus dem Prolog nicht in echt passiert ist...oder zumindest NOCH nicht. Wie du das dann weiterverarbeitest, sprich: ob sie sich daran erinnert, weil es ein Albtraum war oder eben nicht, weil es einfach nur eine Vorausschau war, in die lediglich der Leser eingeweiht wurde, das ist dir überlassen.


    Obwohl ich natürlich auch gerne zu Raven schwenken würde... :D aber ich denke, ich würde es trotzdem machen, wie oben beschrieben.


    Bin schon gespannt, was du dir ausgedacht hast :gamer:

  • Sensenbach

    epochAal


    Rainbow



    Vielen Dank für eure Kommentare!

    Aber bevor wir jetzt zu Cheneela schwenken, habe ich jetzt mal eure Kommentare beherzigt und den Prolog überarbeitet. Ich wäre sehr froh, wenn ihr vielleicht Lust hättet, euch den nochmal anzuschauen.

    Zum Prolog

    Meine Geschichten: * Meermädchen * Kriegerkönigin * Dark Prince

  • Hey Kirisha,


    ich finde, deine Überarbeitung hat sich gelohnt. Es liest sich schon um einiges runder, als die vorherige Version.


    Hier bin ich allerdings hängengeblieben:

    Ruhig. Dafür muss es eine vernünftige Erkärung geben, versuchte sie ihren Herzschlag zu drosseln, der wie ein wildgewordener Specht ihren Brustkorb auszuhöhlte. Der Gang finde ich schon. Vielleicht ist er weiter weg.

    Renn! Du musst hier weg!

    Der Wechsel in ihren Gedanken von "Ruhig" zu "Renn!" ging mir hier etwas schnell. Es liest sich nicht wirklich plausibel für mich. Vielleicht lieber noch irgendwas einschieben? Etwas, was ihr Vorhaben, ruhig zu bleiben in Frage stellt. :hmm:


    Dafür muss es eine vernünftige Erkärung geben, versuchte sie ihren Herzschlag zu drosseln, der wie ein wildgewordener Specht ihren Brustkorb auszuhöhlte.

    aushöhlte


    Diese Schemen – sie hörte ihre Stimmen. Befehle, Geschrei und lautes Jammern tönte durcheinander. In der Höhle eines Löwen befand sie sich also nicht – aber sie ahnte, die Erkenntnis war kein Grund zum Aufatmen.

    Das funktioniert für mich nicht richtig, denn das ist ja eher aus einem Sprichwort, oder? Die Höhle des Löwen bedeutet, dass man einen gefährlichen Ort betritt...was ja hier der Fall ist. Oder bezieht sie sich auf einen echten Löwen? Wenn ja, wie kommt sie darauf, dass sie in einer Löwenhöhle sein könnte? Gibt es dafür irgendwelche Hinweise? :hmm: Vielleicht kapier ich das auch einfach nicht.

  • Liebe Kirisha

    Das ist schon deutlich besser, als die erste Fassung.


  • Hi Kirisha,

    ich bin auch wieder gerne bei der Geschichte dabei. In der Annahme, dass es sich um einen Traum handelt, fand ich fand den Prolog grundsätzlich sehr gelungen. Schöne Wortwahl, unheimliche Atmosphäre und die typischen Situationen, die Träume so bieten. Hier ein paar Anmerkungen:

  • Wahnsinn, was ihr in dem Text noch alles gefunden habt. Ich war überzeugt, er wäre jetzt schon richtig gut. Danke schön euch allen für die vielen guten Tipps!


    Rainbow

    Sensenbach

    Novize

    Meine Geschichten: * Meermädchen * Kriegerkönigin * Dark Prince


  • Ich habe mich jetzt auch mal an einem Cover versucht (Zwei Versionen davon). Es ist fürchterlich kitschig geworden, fürchte ich. Ist also nur ein Arbeitscover, das ich ganz sicher nicht verwenden werde.

    Meine Geschichten: * Meermädchen * Kriegerkönigin * Dark Prince

  • Es ist fürchterlich kitschig geworden, fürchte ich


    Ich fürchte, dass du ganz fürchterlich recht hast :rofl: Aber was soll`s? Ja, es ist ein bisschen klischeehaft und ja, das Ganze scheint eine recht junge, auf Romantik ausgerichtete Leserschaft begeistern zu wollen, aber das muss ja nicht gleich schlecht sein.


    Außerdem ist es ja erstmal nur ein Entwurf. :D

  • Und alles nur, weil ich eigentlich den Text verbessern wollte, aber mich nicht konzentrieren kann.

    Ja, da kann so eine sponate Covererstellung schon inspirierend sein. :D


    O Gott, ich werde diese Entwürfe gleich wieder löschen.

    Wieso denn? Lass sie doch drin...dann können wir wenigstens die Entwicklung verfolgen. :) Muss doch auch nicht immer gleich alles perfekt sein. Außerdem hast du es eben sicher noch gut gefunden. Sonst hättest du es ja nicht gepostet :pardon:

  • Und alles nur, weil ich eigentlich den Text verbessern wollte, aber mich nicht konzentrieren kann.

    O Gott, ich werde diese Entwürfe gleich wieder löschen.

    Nee, komm. Lass die Entwürfe mal drin. Es ist doch motivierend, sich beim Schreiben schon mal das Endprodukt vorzustellen. Ich finde das gut!


    :highfive:

  • Danke schön. Was würde ich nur ohne euch machen?

    Aber bevor ich hier hyperventiliere, jetzt nach dem Motto "Dreimal ist Bremer Recht" mein dritter Versuch.

    Vielleicht mögt ihr den Prolog ja nochmal lesen, ich hoffe, er ist besser als meine Coverspielerei.

    (sollte ja nicht so schwer sein).


    Prolog Drittes Update

    Meine Geschichten: * Meermädchen * Kriegerkönigin * Dark Prince