„Babel“ von Rebecca F. Kuang

  • Ich habe vor kurzem dieses Buch aus dem Genre „Historical Fantasy“ gelesen. Es wurde in der Presse und in Blogs sehr gut besprochen. Ich liebe historische Romane und ich habe natürlich auch ein Faible für Fantasy. Deshalb hatte ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Im historischen Teil geht es um die Kritik am britischen Imperialismus des 19. Jahrhunderts, um den Opiumkrieg gegen China, um Englands Streben nach Weltmacht und die Schattenseiten davon. Klasse, hatte ich noch nicht viel drüber gelesen. Die Geschichte dreht sich um vier Kommilitonen an der Universität von Oxford, die aus den von den Briten besetzten Ländern des Empire nach England kommen. Deshalb wurde dieses Buch auch immer mit Harry Potter verglichen. Aber leider geht’s dann kaum um eine fantastische oder magische Welt, versteckt in der Realität. Nur am Rande wird die Geschichte durch ein magisches Element angetrieben, der Roman hat nur eine klitzekleine Fantasygeschichte. Viel mehr geht es um linguistische Fragen - und die persönlichen Befindlichkeiten der vier Hauptdarsteller*innen stehen eindeutig im Vordergrund. Am Ende war es mir dann auch für einen historischen Roman zu wenig. Das Buch bleibt also irgendwie zwischen den Stühlen der Genres. Schade. Leider keine Leseempfehlung.

    Hat es jemand von euch gelesen? Mich würde eure Meinung interessieren!

    LG

    Bo