Ich habe Mondblut aufgegeben. Es gibt sehr große Veränderungen in der Welt und der Figuren. Wer meine anderen Werke kennt, wird es merken. Ich versuche einfach wieder nach 3 Jahren was zu schreiben.
Das is eine kleine Kurzgeschichte.
Entführung einer Prinzessin
Eine Gruppe Mafiosi entführt den Partner eines Prinzen. Die Entführer soll Jasper vor einer anderen Mafia Familie beschützen. Doch leider nehmen die Entführer noch eine Dienerin mit, welche sie überraschte. Doch die Dienerin ist ausgerechnet die Prinzessin. Als die Mafiosi ihre Identität entdecken, wissen sie nicht was sie mit ihr machen sollen.
Trigger Gewalt, Sexuelle Belästigung, Entführung
Aure (Überarbeitung 1.0 anhand von Kommentaren von markus66 )
Ich lief durch die großen Gänge des Palastes und hielt einen Quark mit einer reingeschnittenen Banane in der Hand. Jasper würde das bestimmt schmecken. Ich hatte Adam extra nach seinen Essgewohnheiten gefragt. Trotz, dass Adam selber nicht so gerne aß, interessierte er sich sehr für Essen und deren Zubereitung. Er kochte auch sehr viel selbst, statt nur fertige Sachen zu kaufen.
Ich erreichte das Gemach meines Cousins Adam. Vorsicht, klopfte ich an die Tür. Kein Geräusch kam von innen. Schlief Jasper noch?
Ich öffnete die Tür und hielt dabei das Tablett fest.
“Guten Morgen, Jasper!” Ich hörte sofort auf zu sprechen. Mehrere maskierte Männer ständen im Raum. Einige hatten Maschinenpistolen in der Hand. Jasper lag vor vier Männern auf dem Boden. Er regte sich nicht. Aber seine Augen waren geschlossen. Er war also nicht tot. Sie hatten ihn gefesselt.
Ich wollte Rückwärts wieder raus gehen. Doch in dem Moment sahen die Männer mich. Es ging alles sehr schnell. Zwei der Männer stürzten auf mich zu. Ich drehte mich um und wollte den Raum wieder verlassen. Doch da packten mich von der Seite zwei Hände. Das Tablett schepperte sehr laut, als es auf dem Boden aufschlug. Die Bananenscheiben rollten über den Boden.
Im Rücken spürte ich einen Körper. Meine Handgelenke wurden beide gegriffen. Ich wollte schreien. Doch sofort legte sich eine große raue Hand auf meinen Mund und erstickte meinen Hilfeschei.
“Schscht! Ganz ruhig. Wir werden dir nichts tun.” zischte eine kalte Stimme in mein Ohr. Ein Maskierter tauchte vor mir auf und hielt eine Rolle Klebeband in der Hand.
Ich stemmte mich nach vorne, doch der Mann hinter mir drückte mich nur noch stärker an sich.
“Das war nicht geplant. Scheiße! Was machen wir mit der Dienerin?”
Dienerin? Sie wussten nicht, dass sie Prinzessin Aure vor sich hatten. Mit etwas Glück würden sie mich vielleicht liegen lassen. Ich sah zu Jasper. Er lag einfach da und regte sich nicht. Aber er atmete, das sah ich am stetigen Heben und Senken seines Bauches.
“Uh du interessierst dich für das Wohlergehen des Gastes deiner Herrschaft. Keine Sorge er lebt noch. Wir sollen niemanden töten. Was ich sehr schade finde. Denn das würde das Problem mit dir lösen.”, sagte mein Geiselnehmer. “Tja was mache ich jetzt mit dir. Denke mal deinen Namen.”
Ich schluckte. Wenn die wussten, wer ich war, würden sie mich ganz sicher entführen. Doch schon wurde mein Kopf kalt. Schnell wiederholte ich irgendeinen Namen. Amelie Lachance.
Amelie Lachance! Amelie Lachance!
Dann verschwand das kalte Gefühl.
Der Verbrecher lachte leise hinter mir.
“Ihr Name ist Amelie. Sie ist glaube ich wirklich eine Dienerin.”
“Was hast du mit ihr vor? Der Boss wird nicht erfreut sein, wenn wir neben Jasper auch noch sie mitnehmen." , sagte der Mann vor mir.
“Ich nehme das auf meine Kappe. Die Schüssel könnte jemand gehört haben. Wir haben keine Zeit. Ihr da schafft Jasper runter.”, antwortete der Verbrecher. Die Männer bei Jasper hoben ihn hoch und kletterten durchs Fenster.
Ich versuchte nach Jasper zu rufen. Doch erneut erstarb die Hand auf meinen Mund jegliche Kommunikationsversuche.
“Bist du ruhig!”, befahl mein Aufpasser und ich bekam etwas gegen meinen Rücken geschlagen. Der Schmerz klang schnell wieder ab.
Ich fühlte seinen Atem plötzlich an meinem Ohr.
“Wenn ich jetzt dein Mündchen los lasse, gibts du keinen Laut von dir. Ist das klar? Du hast uns genug Lärm gemacht. Du bist ein Problem. Und wenn ich Probleme lösen muss, werde ich ganz schnell wütend. Und du willst nicht wissen was passiert, wenn du mich wütend machst.”
Ich zitterte und nickte etwas mit den Kopf. Auch wenn er die Bewegung nicht zu ließ, spürte er doch die Richtung.
Die Hand verschwand von meinem Mund. Ich wagte es nicht, diese Gelegenheit zu nutzen. Das waren keine Amateure. Die würden mich bestimmt trotzdem töten, wenn ich jetzt schrie.
Zu mehr Entscheidungs Überlegung kam ich nicht. Der Mann vor mir legte mir Klebeband auf den Mund und strich den Streifen fest.
“Tut mir leid! Aber wir müssen dich knebeln.” Er klebte mir noch einen weiteren Streifen auf den Mund. Ich sah ihn nur wütend an.
Bitte fesselt mich meinetwegen und lasst mich hier im Raum zurück
Der Verbrecher hinter mir drehte mich um und ließ meine Handgelenke los. Ehe ich zu schlagen konnte, hatte sie jemand anderes gepackt und meine Hände wurden auf den Rücken zusammengebunden.
Ich sah in die schwarze Sturmhaube des Mannes, der mich die ganze Zeit festhielt. Grüne Augen starrten aus den Augenlöchern der Maske hervor.
“Schlaf gut, Amelie!” Ein Tuch kam in mein Sichtfeld. Ich schrie auf und ging Rückwärts. Doch der Mann, der mich fesselte hielt mich auf. Eine Hand griff meinen Hinterkopf. Das Tuch legte sich auf mein Gesicht. Der Grünäugige drückte es sehr fest auf meine Haut. Alles in mir wollte weg. Ich zerrte an den Fesseln und gab gurgelnde Laute von mir. Langsam drang der Geruch des Betäubungsmittels in meine Nase. Meine Arme und Beine wurden immer schwerer. Das Bewegen fiel mir schwer. Mein Zappeln, Zerren und gegen die Fesseln kämpfen erstarb. Ich fühlte meine Beine wegknicken und schlug auf einer kalten Brust auf. Arme umschlangen mich.
“Keine Angst. Es is gleich überstanden. Schlaf, meine kleine Amelie”, hörte ich die Stimme meines Entführers. Dann fielen mir die Augen zu und ich nahm nichts mehr wahr.
Ich kam wieder zu mir und spürte etwas kaltes hartes unter mir. Langsam öffnete ich die Augen. Doch ich sah nur verschwommene Lichter. Etwas war über meine Augen. Es fühlte sich an wie Stoff. Ich schüttelte heftig den Kopf, um es loszuwerden. Doch der Stoff bewegte sich nicht.
Ich versuchte mich auf zusetzten. Ich war immer noch an den Händen gefesselt und auch meine Fußgelenke waren jetzt zusammengebunden. Ich versuchte zu rufen. Doch der Knebel war ebenfalls noch da. Wer war im Schloss eingebrochen? Meine Hoffnung, sie würden mich zurücklassen, war vergebens gewesen. Ich wusste, dass ich nicht mehr im Palast war. Denn dafür war es viel zu ruhig. Wenn ich noch in Jaspers Zimmer wäre, müsste ich den morgendlichen Trubel der Diener hören. Doch es war still. Sehr still.
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Wo war Jasper? Was würden sie mit mir machen? Wer hatte mich da überhaupt entführt?
Plötzlich hörte ich Stöhnen neben mir. War das Jasper?
Dann erklang ein Klappern. Der Boden bewegte sich. Im nächsten Moment Stimmen.
“So dann wollen wir euch mal durchsuchen.”, sagte eine unbekannte Stimme.
“Pass auf, dass du auch gründlich bist.”
Es waren zwei Personen.
Es bewegte sich etwas neben mir. Jemand machte seltsame Laute. Hoffentlich taten sie dem anderen nichts. War es wirklich Jasper?
“Nicht zappeln. Keine Angst! Wir tun dir nichts. Du bist hier, weil wir dich in Sicherheit bringen müssen. Verstehst du, Jasper?”
Es war Jasper. Irgendjemand hatte mich und Jasper entführt.
Was hieß in Sicherheit bringen?
Ein Piepen ertönte. “Ich hab es!”
“Gut, gib mir das Handy. Ich entferne das GPS.”
Ich hörte es rascheln. Jasper grunzte. Er musste auch geknebelt sein.
Dann packte mich jemand am Fuß und zog mich ein Stück über den Boden. Ich schrie auf.
“Nicht schreien.”, sagte der Mann der Jaspers Handy gefunden hatte.
“Die is doch eh geknebelt.”, ertönte eine dritte Stimme.
Zwei Hände strichen über meinen Oberkörper. Sie stoppten bei meinen Brüsten.
Oh gott! Nein!
Kaum hatten sich diese Gedanken geformt wanderte beide Hände zu meinem Bauch. Dann fummelten sie an meiner Hose herum. Ich fühlte das Gewicht meines Handys verschwinden.
“So, Signora Lachance. Schauen wir doch mal ob dich jemand vermissen würde.”, sagte der Handysucher.
“Warum knallen wir sie nicht einfach ab.”, sagte der dritte Mann.
“Weil wir erst prüfen, wer sie ist. Das war ein Palast mit lauter Promis.”
“Die is kein Promi! Die hat Fagio das Frühstück gebracht.” Der dritte Mann klang aufgebracht.
Ich stemmte meine Hände auseinander. Doch die Fesseln hielten mich auf. Keine Chance sie mit kraft zu zerreißen.
“Ich komm nicht rein.”
“Gib es Maulwurf.”, sagte der dritte Mann.
“Oder wir fragen die Kleine?”
Im nächsten Augenblick fühlte ich, wie sich mir etwas näherte. Ängstlich wimmerte ich und zitterte. Doch der Stoff auf meinen Augen verschwand. Ich blinzelte. Ein Gesicht war vor mir. Aber der Mann trug eine schwarze Sturmhaube. Ich sah nur blaue Augen, welche mich neugierig ansahen.
“Also Kleine. Wie ist die Pin deines Handys?"
Ich hatte zu viel Angst, um zu antworten.
“Spuck schon aus, Süße!”, keifte er mich an.
“Kann sie doch nicht!”
“Sie kann nicken bei jeder Zahl.”
Ich war wie erstarrt. Wer waren diese Männer? Wer hatte sie geschickt?
Plötzlich ertönte hastige Schritte.
“Ich störe ja nur ungerne eure Party, aber wir müssen reden.”, ertönte eine Stimme.
Ich nutze die Ablenkung meines Entführers, um mich aufzusetzen und umzusehen. Ich war in einem Autoladeraum. Dieses Auto stand in einer Art Halle. 5 Männer sturmhauben standen um die offene Schiebetür des Wagens herum und versperrten mir die Sicht.
“Über was reden?”
“Sie is ne Zeugin. Soll sie noch mehr wissen. Kommt mit!” , sagte der, den sie Maulwurf nannten. Komischer Name.
Der Mann mit den blauen Augen trat zurück und ein anderer Mann beugte sich ins Fahrzeug rein und sah mich an. Er trug nur ein Tuch über Mund und Nase, das ihm mehr das aussehen gab eines Bankräubers. Er trug eine Mütze und eine Sonnenbrille. Maulwürfe waren doch Blind. Hieß er wegen der Brille Maulwurf?
Ich nuschelte ein leises “Helfen sie mir!”. Doch der Streifen auf meinen Mund verwandelte es in leises Nuscheln.
Er sah mich nur an und sagte: “Ihr habt einen großen Fehler gemacht.”
“Wieso?”
“Folgt mir!” Maulwurf ging vom Wagen weg. Die anderen Männer folgten ihm. Ich blieb zurück.
Warum hatten die uns Entführt? Was passierte hier? Ich blieb sitzen und sah mir diese Halle an. Doch ich sah keinen Ausgang.