Textübungen zu ein Leben für einen Sohn

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema, welches 521 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Juli 2026 um 13:27) ist von markus66.

  • Hallo, das is der Versuch in einem Entführungssetting zu schreiben. Ich will schauen was man an Atmosphäre, Gefühle und Co rausholen kann.


    Geschichte dazu befindet sich noch in Planung. Es geht darum das eine Vampirmafia eine Prinzessin entführt.


    Ein Leben für einen Sohn

    Der jüngste Sohn von Don Veronica Sorella wird in Frankreich von den Vampirbehördem festgenommen. König Juliano de Nuit sperrt den jungen Vampir ein. Seine Mutter hat Angst er übersteht das Gefängnis nicht und schickt ihren älteren Sohn Dario um Aure de Nuit, die Nichte des Königs zu entführen, um sie gegen ihren Sohn einzutauschen. Dario und seine Männer verschleppen Aure erfolgreich aus dem Palast und halten sie gefangen. Dario aber bekommt Mitleid mit Aure. Aus diesem Mitleid erwächst Liebe und er steht vor der Frage, kann er sie weiter als Geisel halten, oder nicht?


    Die Szene spielt kurz nach der Entführung und wie Aure in ihrem Gefängnis schreit und Dario nach ihr schaut und ihr was zu essen gibt. Ich wollte einfach versuchen was man da so machen kann. Mit der Beziehung. Darios Sicht auf Aure. Ihre Angst und Verzweiflung. Wie er damit umgeht. Wie sie behandeln könnten. Und so weiter.

    Bitte um Feedback.

    Die Szene


    Dario


    Ich zog mir die Maske vom Kopf und knallte sie auf den Tisch. Bruno sah mich an.

    “Wie gehts weiter?”, fragte er.

    “Lasst sie erst Mal sich an die Situation gewöhnen. Du weißt wie anstrengend diese Phase ist.”

    Bruno grinste. “Ach es geht. Die Lautstärke kann man schon verringern. Ich kann sie sedieren.”

    “Nein! Die Anweisungen sind klar. Unversehrt.”, sagte ich.

    “Körperlich. Das macht nichts. Is nur ein stinknormales Narkosemittel."

    “Scorpion!” Ermahnte ich ihn.

    “Schon gut! Aber wenn sie beim Schlafen stört, tun wir was dagegen. Ich kann nicht Wache halten, wenn ich müde bin.”

    “Ich überlege es mir. Vielleicht hält sie auch Ruhe. Es muss nicht jeder wie Kamelita sein.”

    “Ach ja, du hast sehr lange nicht mehr sowas gehabt.”

    Ich ging zum Schrank und nahm mir ein Glas raus.

    “Richtig. Mein letzter Auftrag dieser Art war 1960.” Ich ging zurück und stellte das Glas auf den Tisch.

    “Wie ist es ausgegangen?”, fragte Bruno.

    Ich seufzte, schritt zum Weinregal und suchte es ab. Ich entschied mich für einen Wein aus Wien und nahm aus seiner Wabe.

    “Sagen wir es so, sie ist nicht daheim angekommen.”

    Ich trug den Wein zum Tisch und schenkte mir ein. Ein Schluck konnte nicht schaden. Obwohl es keine Wirkung hatte, trank ich ihn trotzdem. Einfach aus Gewohnheit. Wie lange würde ich noch brauchen um alle antrainierten menschlichen Gewohnheit von Schattenwissen abzulegen. Warum hatte Mutter mich nicht abgezogen. Und jetzt wieder dieser Auftrag. Ich war doch gerade erst von einer 2 Jährigen Mission zurück.

    “Darf ich wissen, was passiert ist. War es geplant?”

    Ich hob das Glas zum Mund und trank. Der Wein hatte keinen Geschmack. Dennoch beruhigte mich die Flüssigkeit, welche meine Kehle herunter lief.

    “Es war nicht geplant. Sie hat… wie kann man so dumm sein.”

    Ich knallte das Glas auf den Tisch.

    Bruno wartete nur und verzog keine Mine.

    Ich sah ihn an. “Sie hat Chameleon die Maske runter gezogen. Kurz vor der Übergabe.”

    “Ach du Scheise. Der Klassische Fehler. Warum kapieren die nicht, dass sie besser nicht wissen, wer ihnen das antut.”

    Ich nickte. “Wie ist also die Übergabe gelaufen? Damit wir trotzdem die Infos bekamen, haben wir sie ihrem Vater übergeben und ich hab sie dann mitten im kitschigen Wiedersehen abgeknallt.”

    Bruno rollte mit den Augen. “Deswegen mag ich diese Art von Auftrag nicht. Es endet meistens so. Und meistens sind die Geiseln selber dran schuld.”

    Ich blickte zur Treppe.

    “Hoffen wir einfach, das ihre Hoheit schlauer ist.”

    “Wie lange müssen wir babysitten? Du hast die erweiterten Infos.”

    “Ein paar Tage.” , antwortete ich.

    Ich schenkte mir noch was ein. Der kühle zähe schleim tat in der Kehle gut. Er vertrieb das Brennen.

    Bruno runzelte die Stirn.

    “Du hast Hunger, oder?”

    “Ja, aber es geht schon.”

    Bruno sah zur Tür.

    “Nein!”, meinte ich sofort.

    “Da unten liegt Blut praktisch fertig serviert.”

    Ich stand auf.

    "Unversehrt heißt ohne Verletzungen."

    “Die Löcher kann man stopfen” Bruno leckte sich über die Lippen.

    “Den psychischen Schaden aber nicht. Sie wird nicht angerührt. Sag das auch Chameleon.”

    “Schlange, Sie ist kein Mensch.”

    Ich lachte. “Sie ist eine Prinzessin. Denkst du, er lässt die Dienerschaft an ihr rumknabbern.”

    “Was weißt du über unser Opfer, was wir nicht wissen.”

    Plötzlich ertönte ein unterdrückter Schrei. Ich sah Bruno an. Er zuckte mit den Schultern und zog seine Waffe.

    “Ich gehe runter!”, sagte ich sofort.

    “Wir können sie auch schreien lassen, Chameleon sieht es als Musik.”

    "Ich weiß nicht, was Spinne genau gemacht hat. Wenn sie ihr den Mund gestopft hat, könnte das in die Kehle rutschen. Dann werden wir sie tot vorfinden."

    Bruno wandte sich ab.

    “Dann geh halt. Wenn du dir das trotz Hunger zu traust.” Er nahm meine Weinflasche und hängte sie an den Mund.

    Ich nahm die Sturmhaube vom Tisch und zog sie auf. Der kratzige Stoff war so vertraut, dass ich die Maske wie eine zweite Haut empfand.

    Immer noch halten ihre gedrückten Schreie zu mir durch. Ein wild pochenden Herz gesellte sich nun dazu. Ich hasste das, was jetzt gleich kam. So oft ich es auch sah, desto mehr hinterließ es dieses Gefühl. Ich war nicht wie Scorpion, den der Anblick gar nicht berührte. Vielleicht weil er noch nie auf dieser Seite gestanden hatte. Ich hatte es.

    Ich drückte die Zahlen des Schlosses und das Piepen ertönte. Sofort zog ich die Tür auf, darauf achtend das mein Körper das gesamte Türloch aus füllte. Doch es war umsonst.

    Sie griff mich nicht an.


    Die anderen hatten das Licht nicht angelassen. Ich sah trotzdem ihren zierlichen Körper auf der kleinen Matratze liegen.

    Ihre roten Vampiraugen sahen mich an. Sie leuchteten wie kleine Monde aus der Dunkelheit hervor. Aure lag auf der Seite. Um ihren Oberkörper wandten sich Seile. Ihre Arme waren nach hinten gedreht. Die langen braunen Haaren verdeckten ihr Gesicht zum Teil. Sie sah mich ruhig an. Eine Träne glitzerte auf ihrer Wange.

    Ich sah ihr fest in die Augen.

    Das kannst du vergessen!

    Ich zuckte zurück. Sie hatte mich blockiert. Sie hatte einfach verhindert, dass ich ihre Gedanken las.

    Das war mir noch nie bei einem Opfer passiert. Sie musste das erwartet haben?

    “Dann halt auf diesem Weg, Eure Hoheit.”, sagte ich in Französisch.

    Aure nickte kurz. Sie rückte mit dem Oberkörper hin und her.

    “Aber auf diesem Weg kannst du nicht antworten.”

    Ihr könntet mir das klebrige Ding abnehmen. Ihr sprecht meine Muttersprache. Aber ich habe von oben italienisch gehört.

    Seltsam, sie erkannte spanisch nicht.

    “Meine Nationalität brauch euch nicht zu kümmern.”, sagte ich. Dann ging ich zu ihr. Ich kniete mich vor sie und streckte die Hand aus.

    Ihr Herz begann wilder zu Pochen.

    Ich lächelte sie an und griff ihr Kinn.

    Sie versuchte ihren Kopf zu befreien, doch ich hielt sie fest.

    “Meine Freunde da oben, denken du würdest sehr viel Schreien, so dass sie nicht schlafen können. Beweise ihnen besser das Gegenteil. Sonst wirst du bald halb benebelt hier liegen.”

    Mit der anderen Hand zog ich das Klebeband von ihrem Mund ab. Ich hielt den Streifen vor sie.

    “Das ist das Klebrige Ding. Soll ich es aufbewahren oder nicht?” Ich grinste.

    Mal testen, wie sie drauf ist. Überlasse ich ihr die Wahl, wie ich sie beim gehen wieder knebeln werde.

    Sie grinste zurück und legte sich über die Lippen.

    “Wirf es weg!” Ihre Stimme war noch höher als ihre Gedankenstimme.

    “Okay!” Ich lies den Streifen auf sie drauf fallen. Sie zuckte heftig zusammen.

    Also schreckhaft. Das war gut.

    “Weißt du, wie ich heiße?”, fragte ich. Dadurch wollte ich sie testen, wie aufmerksam sie Dinge mitbekam.

    “Diese Frau hat dich Schlange genannt. Das is aber nicht dein echter Name.”

    Sie hörte uns also zu. Das konnte zum Problem werden.

    “ Das lasse ich mal so stehen. Warum hast du nicht sofort los geschrien.”

    Aure rollte mit den Augen.

    “Du sprichst mich der entsprechenden Anrede an. Also wisst ihr genau, wer ich bin. Ich gehe mal davon aus, dass eine größere Organisation oder so dahintersteckt. Daher denke ich nicht wo immer dieser Raum ist, mich jemand hören würde. Ich habe geschrien, weil ich wollte, dass jemand kommt.”

    Ich schluckte. Oh, sie war eine sehr starke Gegnerin.

    “Warum wolltest du, dass jemand kommt?” Ich spannte mich an. Wenn sie mich angriff würde ich einfach ausweichen.

    Ein Grummeln ertönte.

    Sie sah mich an. “Kann ich was zu essen haben, Entführer”

    Deswegen hatte sie also geschrien.

    “Habt ihr schon so früh Hunger. Es ist noch nicht hell.”

    Sie runzelte die Stirn.

    “Dann kann ich ja nicht lange bewusstlos gewesen sein. Heißt ich bin wahrscheinlich sogar noch in Frankreich.” Sie lächelte zu frieden.

    “Mach dir keine Hoffnung, Kleine! Selbst wenn du herausfindest, wo wir dich hin gebracht haben, nutzt dir das gar nichts.”

    Sie sah mich wütend an.

    “Mein Onkel wird euch zerfetzten. Er wird mich ganz sicher finden. In diesem Moment beginnt bestimmt die Suche schon.”

    “Der König wird dich nicht finden, Aure. Wir haben dich so gut versteckt, dass nicht einmal die Dragos dich finden können.”, belog ich sie.

    Wieder grummelte es laut.

    “Meine Familie wird mich finden.”

    Ihre Überzeugung klang echt. Das war meist am Anfang. Doch je länger die Opfer hier waren, wurde daraus eine Frage.

    “Es wird dich keiner finden, Aure. Jedenfalls solange wir es nicht wollen.”

    Ich betrachtete sie. Ihr Schlafanzug war hoch gerutscht und ihr Bauch lag frei. Das würde Chameleon auf Ideen bringen. Ich streckte die Hand aus und stoppte. Sie rückte zurück und ich sah ihre Oberarme Arbeiten.

    Ich zog meine Hand zurück. Statt ihr den Schlafanzug runter zu ziehen, streichelte sie am Kopf.

    “Keine Angst. Darf ich es trotzdem runter ziehen. Es könnte etwas auslösen, was du ganz bestimmt nicht möchtest.”

    Sie schnaufte, schüttelte den Kopf, um meine Hand los zu werden und sah mich mit einem Blick an, der mich getötet hätte.

    “Wirst du das Schlimme machen?”

    Ich sah sie fest an. Wusste sie, was ich meinte? Sie war eine Frau ubd so zart. Bestimmt war sie schon mal angemacht worden. Aber ihre Vergangenheit sprach eigentlich dagegen.

    “Nein, ganz sicher nicht. Du bist zu wertvoll. Und selbst wenn du das nicht wärst, dann nicht. Aber einer meiner Freunde schon. Deswegen möchte ich es ja runterziehen.”

    Ihre braunen Augen wechselten auf rot.

    “Auf keinen Fall!” Ihre Stimme war ein bedrohliches Zischen.

    “Gut, euer Majestät! Dann behaltet euer freies Bäuchlein.”

    Ich erhob mich.

    Sie sah mich fragend an.

    “Ich hole dir was zu essen. Wie gesagt, wenn du schreist, werde ich meinen Kuppel nicht aufhalten dir die Spritze zu geben.”

    Sie zuckte zusammen und rückte an den hinteren Rand der Matratze.

    Hatte sie Angst vor Spitzen? Oder war es die allgemeine, Angst das wir ihr weh taten. Ich beschloss mir ihre Krankenakte zu besorgen. Sicher war sicher.

    Ich ging zur Tür und drehte mich noch einmal. Nichts Spitzes war im Raum. Ich konnte sie alleine lassen. Das einzige was anders war, war ihre Fähigkeit zu schreien. Vielleicht nahm sie ja meine Warnung ernst. Das wäre ein erster Schritt zu einen angenehmen Zusammenleben.

    Ich drehte mich um und ging.


    Langsam schritt ich die Stufen wieder hoch. Ihre rot leuchtenden Augen in der Dunkelheit. Dieser entschlossene Böse Blick. Das war nicht das was ich erwartet hatte. Sie hatte Kampfgeist. Das wurde kein leichter Auftrag.

    Ich ging in die Küche und schaute über die Regale.

    Einen Apfel, eine Banane und eine Schachtel Schokoflocken standen auf der Anrichte. Menschen aßen doch Müsli morgens.

    Ich nahm eine Schüssel und füllte sie mit den riesigen Schokobällen und ging wieder zur Aures Tür.

    Ich öffnete sie diesmal ohne vorsicht. Sie war gefesselt. Ich vertraute auf Spinnes arbeit.

    Und tatsächlich. Wieder griff sie mich nicht an.


    Allerdings lag sie nicht mehr auf der Matratze, sondern ein paar Meter davor auf dem Bauch. Sie bot mir den vollen Blick auf Spinnes neustes Werk. Ihre Hände waren mit Kabelbinder auf den Rücken gefesselt. Seile umschlagen kreuzförmig ihren Rücken. Ihre Oberschenkel oberhalb der Kniee waren auch zusammen gebunden. Sie hob und senkte die gefesselten Füße. War ihr langweilig?

    “Du hast nicht geschrieen.”, stellte ich fest.

    “War mit kriechen beschäftigt.” antwortete sie.

    “Das sehe ich.” Ich betrachtete die Entfernung von der Matratze bis zu ihr. Ich war doch nur wenige Minuten weg gewesen. Das war fast ein Meter. Aber sie war ja kein Mensch. Da war es schon realistisch, dass sie so weit kriechen konnte.

    Ich ging zur Matratze und an ihr vorbei. Die Schüssel stellte ich auf den Boden.

    Mist, kein Löffel. Sollte ich sie nochmal alleine lassen?

    Nein. Besser nicht. Wir kriegten es auch ohne Werkzeug in den Mund.

    Ich nahm rascheln und reibegeräusche war. Ich drehte mich um. Sie hatte sich halb zu mir gedreht.

    “Seit wann will eine Geisel wieder zurück zu ihrem Platz.”

    “Seit der Hunger den Fluchtinstinkt besiegt hat.”, antwortete sie.

    Ich sah zu, wie sie weiter versuchte, sich zu drehen. Das würde ewig dauern.

    Ich ging zu ihr und stellte mich vor ihren Kopf.

    “Darf ich sie rübertragen, Eure Hoheit”

    Sie brummte. Schob sich nach vorne und lies dann ihr Kinn erschöpft auf meinen Schuh fallen.

    “Das wäre nicht so anstrengend.”

    Sie warf mir einen wütenden Blick zu.

    “Warum fragt ihr überhaupt?”

    “Weil ich ein Gentelman bin.”

    “Gentelmans entführen keine Prinzessin.”

    Ich grinste. Ihre Tuffeart gefiel mir.

    Ich ging zu ihrer Seite und legte meine Hände auf ihre Hüften.

    “Stopp!” , schrie sie. Ich hielt inne.

    “Dann ziehe ich dich.”

    “Hä! Wieso hörst du auf?”

    “Ich bin eben ein Gentleman.” Ich grinst. Dann ging ich ein paar Schritte zur Seite und griff mir ihre immer noch wippenden Füße.

    “Sind die Füße okay?”

    “Ja! Was hast du vor?”

    Ich zog sie so, dass sie mit einem Ruck wieder umgedreht war.

    “Ich ziehe dich halt zur Matratze. Wenn ich dich schon nicht tragen darf.”

    Sie grunzte genervt. Ich zog sie zur Matratze. Es war nicht besonders weit. Dann kniete ich mich vor sie.

    “So. Gefällt dir die Fesselung.”

    “Nein! Warum sollte?”

    “Weil eine gute Freundin sich sehr viel mühe gegeben hat. Trotz der wenigen Zeit.”

    Sie sah mich ratlos an.

    “Ich verstehe nicht.”

    Ich grinste. “Musst du ja auch nicht. Im prinzip musst du nur am Leben bleiben.”

    “Ihr wollt mich also nicht töten?”, fragte sie.

    Ich antworte ihr nicht und hob die Hand. Meine Fänge wuchsen und ich fuhr meine Krallen aus.

    “Was habt ihr mit mir vor?”

    Ich schnitt die Fesseln durch. Und sie fielen von ihr ab. Dann beugte ich mich vor und flüsterte: “Wir kümmern uns um dich.”

    “Wie lange?” , fragte sie.

    “Hängt von ihrer Majestät ab.”

    “Was wollt ihr von meinem Onkel. Ihr seid doch lebensmüde. Den König von Frankreich zu erpressen.”

    “Er hat angefangen.”

    Ich strich die Seile von ihren Körper runter.

    “Mit was hat er angefangen?”

    “Regel Nummer 1: nicht abhauen. Regel Nummer 2: mich nicht angereifen. Befolgst du das?”

    Sie nickte. Ich löste den Kabelbinder um ihre Hände.

    Sie tat tatsächlich nichts.

    “Schlaues Prinzesschen.”

    “Hast du von nen Clown getrunken?”

    Sie sah mich verwirrt an.

    “Nein. Ich finde dich nur süß.”

    “Aha! Warum hast du auf mich gehört?”

    “Ich weiß, das du Probleme hast mit anfassen.”

    “Oh… Das beschafft man sich über sein Opfer auch im Vorfeld. Welche Traumata hat es bereits, ohne das, was ich verursache.”

    Ich musste lachen. Sie war ziemlich anders als die anderen Opfer.

    “Sag mal, bist du schon mal entführt worden?”

    “Nein, aber angegriffen.”, gab sie zu.

    Ich zuckte mit den Schultern. So verhielt sie sich aber nicht. Warum war sie nicht weinerlich, Ängstlich oder sonst was?

    “Okay. Dann mal guten Appetit.”

    Ich griff nach der Schale und hielt sie ihr hin.

    Sie sah die Schale an. Sehr lange.

    “Was geht in deinem Oberstübchen vor? Du hast mir ja leider die Tür zugeknallt."

    “Das geht euch nichts an.”

    “Okay. Mir diese Schale irgendwie an den Kopf oder Körper zu schlagen, wird mir nichts ausmachen. Versuch es bitte einfach nicht.”

    Sie streckte mir die Zunge raus.

    “Warum wisst ihr das?”

    “Mädchen, du bist nicht meine erste Geisel.”

    Sie seufzte. Dann griff sie die Schokoflocken und schob sie sich in den Mund.

    Ich betrachtete sie beim Essen.

    Sie war niedlich. Aber das waren auch andere gewesen.

    Plötzlich fing sie an zu weinen. Die Tränen begannen in die Schüssel zu laufen.

    Ich streckte die Hand aus. Zog sie aber dann zurück. Ich seufzte.

    Wartete. Nur ihr Schluchzen war zu hören. Ich wartete weiter. Die wenigen Schokoflocken waren schon aufgeweicht.

    Ich nahm ihr die Schale aus der Hand.

    “Hey, Eure Hoheit! Nicht weinen. Du wirst das überleben.”

    Sie reagierte nicht.

    Ich stellte die Schale hin und seufzte.

    Die Tränen tränkten ihren Schlafanzug. Ich streckte die Hand aus und legte sie auf ihre Schulter.

    “Nicht weinen, ja.”, sagte ich. “Wir tun dir nichts.”

    Sie sah mich an. Ihre Augen waren voller Tränen.

    “Ich will nach Hause!” Sie schlug meine Hand weg.

    “Ich will nach Hause!”, schrie sie erneut und schlug mit den Fäusten auf mich ein. Ich seufzte und packte ihre Handgelenke. Ich zog sie in meine Arme und nahm ihre Handgelenke in nur eine Hand. Sie versuchte sich zu wehren und keuchte erschrocken. Ihr Herz schlug ziemlich laut. Ich drehte sie so, dass ihr Rücken gegen meine Brust gelehnt war, hielt ihre Hände an ihren Körper und presste sie so an mich.

    “Aure!”, rief ich.

    “Lass mich los! Nach hause!” Sie weinte wieder.

    “Ich kann dich nicht nach hause lassen.”

    “Doch!” Sie schrie mich an. Dann brach sie völlig zusammen und senkte den Kopf. Ich ließ ihre Hände los und strich ihre Haare zur Seite.

    “Darf ich dich ähm…streicheln?” , fragte ich. Sie tat mir sehr leid.

    Sie schüttelte den Kopf. Aber dann lehnte sie sich gegen mich.

    Ich verstand ja, dass sie ihren Onkel und wahrscheinlich auch ihre Cousins vermisste. Was sollte ich nur tun?

    Es war doch nicht meine Schuld. Ich verfluchte meine Mutter, dass sie mir diesen Auftrag gab. Juliano zu töten wäre viel angenehmer als das hier.

    Aure schluchzte nur. Ich traute mich nicht, sie zu streicheln. Dadurch dass sie auf mir lag, konnte ich aber auch nicht gehen.

    Irgendwann hörte sie auf zu schluchzen.

    “Ihr lasst mich frei, wenn ihr habt was ihr wollt?”

    “Ja!”, rutschte es mir raus. Mist. Das durfte sie nicht wissen. Auch das war mir noch nie passiert.

    Was stellte dieses Mädchen mit mir an?

    Aure erhob sich und sah dann zur Tür.

    Ich spannte mich an. Ich wäre in Sekunden auf den Beinen.

    Doch sie machte keine Anstalten zu fliehen. Stattdessen legte sie sich einfach auf die Matratze und wandte mir den Rücken zu.

    “Es tut mir leid. Ich habe nicht entschieden, dich zu entführen.”, sagte ich.


    Sie sagte nichts. Ich steckte die Hand in die Hosentasche und nahm ein Päckchen Taschentücher heraus.

    “Ich habe Taschentücher für dich. Ich lege sie neben dir hin.” Sie zeigte keine Reaktion.

    Ich stand seufzend auf und nahm die Schale.

    “Ich lass dich jetzt alleine. Wenn du anfängst zu schreien, wird ganz sicher nochmal wer kommen. Über Nacht werden wir dich wieder fesseln müssen. Aber ich verspreche dir das dir nicht weh getan wird, wenn du dich gut benimmst. Wann du wieder nach Hause kannst, liegt weder in meiner noch in deiner Hand. Es liegt einzig und allein an Soleil. Du kennst deinen Onkel, besser. Wird er dich im Stich lassen?”

    Sie bewegte sich. Drehte sich aber nicht um.

    “Juliano wird mich niemals im Stich lassen.”, murmelte Aure.

    “Dann hast du nichts zu befürchten.”

    Ich ging zur Tür und öffnete sie. Es raschelte hinter mir. Ich lauschte. Doch ihr Herz war nicht direkt in meiner Nähe.

    “Danke!”, hörte ich ganz leise. Und dann einen Schnäuzer. Sie benutzte meine Taschentücher. Ich lächelte. Dann verließ ich den Raum.

  • Chaos Rising 22. Juni 2026 um 11:31

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Diese Szene war dazu da, Gewalt und Düsteres zu üben. Es ging auch dadrum den Archetyp des sadistischen Entführers zu beschreiben. Es ist noch nicht ganz fertig. Ich möchte gerne Eure Meinung hören ob ich die Atmosphäre getroffen habe.

    Trigger: Gewalt, Sexuelle Belästigung, Entführung, Babysprache, Füttern


    Szene 2

    Aure und Chameleon


    Aure


    Ich lief über eine Wiese und tanzte umher. Mein langes blaues Kleid wehte um mich. Plötzlich rutschte ich aus und fing mich mit den Händen ab. Ich sah eine Graswiese mit rosen. Plötzlich flackerte das Licht um mich herum. Eine Tasche lag plötzlich vor mir. Sie trug eine Sonne auf dem Stoff. Das Wappen meiner Familie.

    Wieder flackerte das Licht. Die Tasche war verschwunden.

    “Aure?” Es war die Stimme meines Onkels. Eine Hand schob sich in mein Blickfeld. Ich sah auf und Juliano stand vor mir. Er lächelte mich an. Er trug die Königskrone. Die goldene Sonne wurde von ihrem realen Vorbild angestrahlt.

    In mir wurde es ganz warm.

    “Ich helfe dir, Aure!” Seine Stimme war freundlich. Eigentlich eher glücklich. Ich ergriff seine Hand und er zog mich hoch.

    Ich stand jetzt vor meinem Onkel. Er löste seine Hand von meinen Händen und strich mir über die Wange.

    “Mein kleiner unsterblicher Engel.”

    Ich lächelte und genoss die Zuneigung.

    Plötzlich umschlang etwas meinen Oberkörper. Eine Hand legte sich im selben Augenblick auf meinen Mund.

    Männer kamen an mir vorbei und hielten Waffen auf meinen Onkel gerichtet.

    Sie schlugen ihn und traten ihn dann zu Boden.

    “Du siehst sie nie wieder.”, hörte ich eine Stimme.

    Ich schrie.

    Die Krone fiel auf den Boden und zerbrach.


    “Juliano!” Ich riss die Augen auf. Vor mir war die graue Wand des Kellers. Ich atmete erleichtert auf.

    Es war ein Traum gewesen. Was war, wenn sie Onkel weh taten?

    Ich spürte Tränen sich in meinen Augen sammeln. Sie taten ihm schon weh, in dem sie mich ihm weg nahmen. Warum?

    Schlange hatte gesagt, dass er angefangen hat. Was hatte Onkel ihnen getan?

    Warum passierte mir das?

    Wütend knüllte ich das Taschentuch in meiner Hand zusammen.

    Schlange hatte sie mir ja überlassen. Was hatte er gemeint, es läge auch nicht in seiner Hand?

    Wer führte diese Gruppe an? Vielleicht bekam ich von ihm meine Freiheit wieder. Wenigstens war ich nicht mehr gefesselt. Diese Stunden in dieser Unfähigkeit mich zu bewegen, waren schrecklich gewesen.


    Spoiler anzeigen

    Ein Piepen ertönte. Das selbe Geräusch ertönte, kurz bevor Schlange gekommen war. Ich drehte mich um und sah einen Mann bereits im Zimmer stehen. Blaue Augen starrten mich aus den Schlitzen der Maske an.

    “Na Schätzchen, gute Zeit gehabt?”

    Ich durfte keine Schwäche zeigen.

    “Was wollt ihr?”, blaffte ich ihn an.

    “Oh, das Prinzesschen ist biestig.”

    Er verzog den Mund zu einen grinsten und schritt auf mich zu. Ich stemmte die Hände hinter mir auf den Boden und krabbelte rückwärts. Doch plötzlich stieß mein Rücken gegen widerstand.

    Seine Augen strahlten amüsiert.

    “Sackgasse, süße Prinzessin!” Er kam auf mich zu und griff mich an den Haaren. Er pflügte mich von der Wand und hielt mich mühelos oben.

    Ich griff seine Hand an meinem Haar und versuchte, sie zu lösen.

    Er legte seine andere Hand auf meine rechte Wange. Sein Daumen strich durch die Reste der Tränen.

    “Wunderschön!”, murmelte er. Meinte er mein Gesicht oder die Spuren meines Weinens?

    Mit den Fingernägeln krallte ich mich in seine Finger und versuchte, seine Hand so zum öffnen zu zwingen. Doch sein starker fester Griff löste sich kein bisschen.

    “Das kitzelt nur, Süße. Aber dein Einsatz gefällt mir. Wie bist du deine Fesseln los geworden?”

    Ich gab es auf. Und begann stattdessen ihn zu schlagen. Er knurrte und warf mich hart auf die Matratze. Ich landete mit dem Rücken auf der Polsterung. Ich trat nach ihm. Nach 2 verfehlten Tritten packte er meine Beine und hielt sie unten. Dann setzte er meine Bein zwischen seine und kniete sich auf mich.

    “Es macht Spaß! Aber ich fürchte, ich muss dir zeigen, wer hier der Herr im Haus ist.” Mit diesen Worten packten er meine Hände, welche ich nach ihm schlug und drückte sie jeweils an eine Seite meines Kopfes.

    “So jetzt warten wir, hübsches Prinzesschen.” Dann erhob er die Stimme. “Spinne, Hornisse! Wer immer auch zu schaut, bringt mir Panzertape für unseren sehr widerspenstigen Gast.”

    Dann senkte er den Kopf zu meinen Ohr. “Ich würde echt gerne wissen, wie du dich befreien konntest. Spinne ist eigentlich sehr gründlich. Laut den Infos bist zu Jung für Telekinese. Also, wie hast du es geschafft?”

    Er ging mit dem Kopf wieder höher und sah mich neugierig an.

    Er war anders als Schlange. Ich versuchte meine Arme gegen seinen Griff zu stemmen. Vergebens.

    Er grinste jetzt. “Wenn du es mir sagst, dann lasse ich dich los. Hier raus kommst du von selber eh nicht. Da muss ein stolzer Ritter kommen und das Prinzesschen retten.” Er lachte.

    Ich schloss die Augen und meine Fange wuchsen. Ich öffnete den Mund und fauchte ihn an.

    “Oho! Das Prinzesschen droht mir!” Seine blauen Augen wechselten nun ebenfalls die Farbe. Ich keuchte. Leuchtendes Rot sah mich jetzt an.

    “Ja, kleine! Ich bin auch ein Urvampir. Und wesentlich älter.” Er riss den Mund auf und fauchte jetzt zurück.

    Ich schluckte. Wie mächtig war er?

    Plötzlich senkte er seinen Kopf und sein Mund lag plötzlich an meinen Hals.

    “Nein!”, schrie ich. Er berührte mit den Lippen meine Haut und knurrte wie ein wildes Tier. Ich begann zu zittern.

    Er könnte jetzt einfach von mir Trinken.

    Dann küsste er lediglich meinen Hals und hob den Kopf wieder an.

    “Na hattest du Angst das ich mir jetzt einen Schluck genehmige. Hat jemand dir schon was darüber gesagt?”

    Ich schüttelte den Kopf und sah ihn wütend an.

    “Wenn du das tust, werde ich dich auch beißen.", sagte ich.

    Er legte sich gierig über die Lippen.

    “Herausforderung angenommen. Das wird ein schönes Spiel, Blutsaugerprinzessin.”

    Ich knurrte ihn an.


    Dann ertönte das Piepen.

    “Hier! Soll ich helfen, Chameleon. Du kannst sie ja nicht gleichzeitig festhalten und fesseln.”, ertönte eine Stimme.

    “Das kann ich sehr wohl, Hornisse.” antwortete der, den der andere Chamäleon genannt hatte. Was hatten die für Decknamen?

    “Wie du meinst. Wie willst du es nehmen? Soll ich es einfach neben dich legen?” Ich hörte Schritte.

    “Halte es einfach locker in der Hand.”

    “Was hast du vor?” Ich konnte den anderen nicht sehen, da dieser Chameleon mir zu nahe war, um viel von dem zu erfassen, was hinter ihm war. Plötzlich schwebte die Klebebandrolle neben Chameleons Kopf. Er lächelte diabolisch und sah mich an.

    Ich schluckte und zappelte unter ihm.

    “Kannst du mir helfen, sie auf zu richten?” , fragte Chameleon.

    “Klar.”

    Chameleon ging von mir runter. Ich wollte aufstehen, doch beide packten von je einer Seite meine Oberarme und zerrten mich hoch, bis ich auf meinen Füßen stand.

    Ich versuchte mich nach vorne zu lehnen.

    “Hilfe! Schlange!!”, schrie ich, so laut ich konnte. Eine Hand legte sich zwischen meine beiden Brüste und hielt mich aufrecht.

    Ich zitterte. Die Berührung war nicht gleichgültig. Die Finger bewegten sich leicht kreisend. Ich spürte meine Nippel gribbeln.

    “Nein! Aufhören!”

    “Halt die Fresse!” , schrie mich Chameleon an und zog seinen Arm unter meinem Arm hervor und griff meine Handgelenke. Dann wickelte sich etwas Festes um meine Handgelenke. Er band mir die Hände auf den Rücken.

    “Nicht Fesseln! Nicht wieder fesseln.” In Panik trat ich nach ihm. Er lachte und hielt meine Tritte gegen seine Beine einfach aus.

    “Versuch es ruhig.” , ermunterte er mich regelrecht.

    Ich drehte mich zu ihm um und trat stärker zu. Ich traf sein Bein und er zischte. Im nächsten Moment stieß er mich Hummel entgegen.

    “Halt die Göre fest!”, befahl er und nahm das Klebeband aus der Luft.

    Hummel umschlang mit beiden Armen meinen Oberkörper.

    “Ganz ruhig, Aure. Du hättest ihn nicht treten sollen.”, flüsterte er mir ins Ohr. Ich zappelte in seinem Griff.

    “Lass mich los! Ich trete wen ich möchte, du Wixxer!”

    Chameleon lachte. Er packte meine Beine und hielt meine Fußknöchel aneinander. Dann schwebte das Panzertape zu meinen Beinen. Es löste selbstständig ein Teil ab und umwickelte jetzt meine Fußknöchel ober halb seines Griffs. Er tat das bestimmt irgendwie. Ein Panzertape konnte ja nicht selber handeln. “Is das Prinzesschen wieder pissig! Ich kann dir ja mal einen echten Wixxer zeigen.” Mit diesen Worten lies er meine Knöchel los und meine Füße vielen Runter. Seine Hand griff meine Schlafanzughose. Dann umgriff er meine Scharm. Der Stoff der Hose war zwar dazwischen aber es reichte trotzdem. Ich funkelte ihn wütend an.

    Eis überzog blitzschnell seine Hand. Er schrie auf und nahm sie weg.

    Dann knallte es gegen meinen Kopf. Meine Wange brannte. Er hatte mir eine Ohrfeige gegeben.

    “Du Miststück! Das ist also deine Gabe. Die Macht Alexandres!”

    Ich streckte ihm die Zunge raus.

    “Wenn du mich noch mal anfasst, eise ich dein Teil ein.”

    “War das nötig Chameleon!”, sagte Hummel hinter mir mit einem amüsierten Ton.

    “Gut gemacht, eure Hoheit!”, flüsterte er mir ins Ohr.

    “Du bist auf ihrer Seite! Hallo! GEISEL!” Chameleon hauchte sich die Hand an. Er sah mich mit einem Blick an, der fast an Hass grenzte. “Das büßt du!”

    “Wir haben unsere Befehle. Ich weiß das sie dich wütend macht. Aber bleib bitte professionell. Das ist verboten. Unversehrt heißt nicht nur keine Schläge, nicht foltern und..”

    “Stopp! Soll sie gleich wissen, dass wir ihr nichts antun dürfen. So wie die drauf ist, spaziert sie dann ohne eine Spur von Angst hier raus und wir sind die Deppen.” Chameleon musste richtig wütend sein.

    Ich sagte lieber nichts und unterbrach die beiden nicht. Aber wieso durften sie mir nichts antun?

    Chameleon griff das Klebeband und umwickelte ein paar Runden sehr fest um meine Fußgelenke.

    “Au!” Es tat weh.

    Er grinste mich an. Ich sammelte Spucke und spuckte ihm ins Gesicht.

    Er fixierte mich und hob die Hand. Doch ein Arm verschwand von meiner Brust und Chameleons Handgelenk wurde von einen Hand gegriffen.

    “Was habe ich gesagt! Soll ich Schlange holen?”

    “Sie provoziert es doch regelrecht! Mach die Spuckfontäne zu!”

    Hummel ließ seinen Arm los. Chameleon gab ihm das Klebeband. Er knibbelte das Ende ab und zog es langsam ab. Chameleon streckte die Hand aus. Ich schluckte nur. Doch er strich mir nur die Haare aus dem Gesicht.

    “Ich hoffe für dich, das dein Onkel nicht nach gibt. Dann bleibst du schon lange bei uns. Und ich habe Zeit dich mal anzuspucken.”

    Hummel seufzte und legte mir das Tape auf den Mund.

    “Schön drum wickeln!”, befahl Chameleon.

    “Hör auf!”, knurrte Hummel. Er wickelte es mir aber trotzdem um den Kopf.

    Mit jeder Lage wurde es fester. Ich versuchte was zu sagen. Aber es klappte nicht.

    Warum passierte mir das.

    “Es gibt einen Weg das angenehm zu überstehen. Gib ihm keinen Grund dich anzugehen.”, flüsterte Hummel mir ins Ohr. “Auch wir wollen, dass du das heil überstehst. Es liegt nur an deinem Onkel.”

    Was hat Juliano euch getan! Ich öffnete diesmal meinen Geist.

    Himmel beugte sich tiefer zu meinen Ohr und riss das Tape von der Rolle ab. Er strich über meinem Mund und drückte es fest an.”Auch wir haben jemanden verloren, der genau wie du jetzt ein Gefangener ist.”

    Ich schluckte. Also hatte Onkel irgendjemand festgenommen.

    Chameleon lachte. Dann entriss er Hummel das Tape und griff mich am Kragen. Er zog mich zu sich und wickelte Tape um meinen Körper unterhalb meiner Brüste und presste so auch meine Arme an meinen Rücken.

    “Ich bin mir sicher, dass es dir sehr schwer fällt, nicht aufzumucken oder?”

    Ich antworte ihm nicht. Hätte ich ja eh nicht richtig gekonnt.

    Er strich über meine rechte Wange.

    “So bist du echt süß. Aber das beste ist. Du hälst endlich deine Klappe.”

    Ich knurrte und versuchte, ihm auf den Fuß zu treten. Er schien das nicht zu spüren und stieß mich zu boden.

    “Jetzt bist du mir ausgeliefert.”

    Ich knallte auf den Boden und es schmerzte etwas. Ich sah ihn wütend an. Mit mir nicht du, Arschloch!

    “Immer noch aufmüpfig oder was?”


  • Part 2


    Trigger: Entführung, Sexuelle Belästigung, Erniedrigung, Gewalt , Fesseln.


    Hilfe ich wollte es nur in Spioler packen wegen den Regeln des Forums.

    Wie kriege ich das Zitat weg?

  • Hier geht es um Essen. Es wird vielleicht ekelig. Aber ich hab halt versucht Aures Reaktion Realistisch zu machen. Und Charmi. Ja ich hab mich vielleicht gehen lassen. Aber deswegen ist so geworden.

    Sagt mir bitte ob ich übertreibe. Und Ekel ist nicht schlimm. Das wollte ich ja treffen.

    Ich will nicht in die Direkte Richtung Missbrauch gehen. Aber ich will auch Charmis Freude zeigen. Deswegen ist die "Beule" drin. Soll ich es rausnehmen und was anderes überlegen, was den Brechreiz verstärkt?

    Das ganze is eine Schreibübung. Mit dem Ziel Gewalt sinnvoll einzubauen ohne Platt Schlag auf Schlag ohne Sinn. Außerdem will ich die Möglichkeit testen wie man in den Setting die Bedürfnissbefriedigung (essen Schlafen etc) spannend gestalten kann. Ein Entführungsopfer als Protagonist hat ja nicht viele Möglichkeiten zu handeln. Der Plot passiert eher von Außen. Außer Dinge wie sich wehren, Flucht, Verzweiflung alle negativen Gefühle und Angst ist da nicht viel was man da als Möglichkeiten hat als Prota. Deswegen finde ich es spannend, wie das Bedürfnis Essen, hier nur durch die zwei unterschiedlichen Persönlichkeiten beider Entführer beeinflusst werden kann. Ich will bei der richtigen Geschichte Varianz. Ich kann nicht Aure in jeder Szene einen Fluchtversuch wagen lassen. Das Kümmern um die Geisel is ja meist der Hauptbestandteil was die Entführer tun. Und das darf eben auch nicht ständig das Selbe sein. Deswegen mache ich diese Übung hier. Deswegen brauche ich auch Feedback.


    Achtung Essenspielerrei. Gewalt, Erniedrigung,


    Spoiler anzeigen

    “Ähm, warum hast du bei ihr gelegen?”, fragte Hummel. Er sah mich verdutzt an. “Sie weint ja. Du hast doch nicht!”

    “Natürlich nicht. Ich weiß das unser toller Boss dann ausflippt. Aber ein bisschen schmusen darf ich.”

    “Schmusen? Was ist für dich Schmusen?”, fragte Hummel.

    Chameleon lachte.

    “Das würdest du wohl gerne wissen. Aber ich sage es dir nicht.”

    Chameleon hielt die Hand auf. Hummel gab ihm ein Messer.

    Ich schluckte. Sofort zerrte ich heftig an den Fesseln und robbte durch heftiges Zappeln zurück.

    “Keine Angst, Aure. Er wird dich nicht verletzen?" , meinte Hummel.

    Er sah Chameleon fragend an.

    “Oder doch? Wir sollen sie nur hier festhalten. Wir dürfen sie nicht verletzten.”

    Chameleon sah mich an.

    “Das sagt er nur so. Ich werde dich verletzten, wenn du es wagst zu fliehen.”


    Er kam nun zu mir und packte mich an den Haaren und zerrte mich nach oben. Ich schrie und setzte mich schnell auf. Er ließ meine Haare los.

    “Oh hab ich der Hoheit ihre Frisur versaut.”

    Er kicherte. Dann packte er meinen Kopf und hob das Messer. Er stach ein Loch in das Panzertape um meinen Mund.

    “So, das is der Eingang. Mein Baby kann ja nicht kauen.” Er grinste fett.

    Dann verwuschelte er meine Haare.

    Ich sah ihn wütend an. Er drehte sich um.

    “Die Suppe!”, befahl er Hummel. Sein Kamerad gab ihm eine Dose. Ich sah Tomaten, welche auf der Dose aufgedruckt war. Die Sprache konnte ich nicht lesen. Chameleon öffnete die Suppe und steckte den Strohhalm rein. Er hielt mir die Suppe jetzt vor die Nase und führte vorsichtig den Strohhalm in das Loch ein. Ich klemmte ihn zwischen Munddecke und Zunge und begann zu ziehen. Die lauwarme Suppe floss in meinen Mund und ich schluckte. Es tat gut, endlich etwas zu essen. Was mehr war als diese Flocken. Die Wärme erwärmte meinen Körper und zum ersten Mal empfand ich Freude. Ich saugte zufrieden und schloss genüsslich die Augen.

    Chameleon hielt die Dose fest und streichelte mit der anderen Hand meinen Kopf.

    “Nicht so!” , sagte Hummel. “Du lässt dich zu sehr gehen. Aure ist unsere Geisel, nicht dein Spielzeug.”

    Chameleon stellte die Dose hin und stand auf.

    “Du sagst mir nicht, wie ich die Kleine behandeln soll.”

    Chameleon ging auf Hummel zu. Er packte ihn am Kragen.

    Er hob den Vampir an. Hummel zeigte keine Spur von Angst.

    “Lass mich runter. Oder unser Anführer erfährt alles.” , zischte Hummel.

    Ich sah nur Chameleons Rücken. Aber ich hörte das Knurren und es jagte mir Angst ein.

    Mein Herz raste.

    Dann setzte Chameleon Hummel ab.

    “Ich füttere sie ohne Knebel. Geh und erzähl deinem Freund alles.” Er schubste Hummel. Hummel trat von ihm weg und sah mich direkt an.

    Sein Blick war irgendwie entschuldigend. Dann ging er aus dem Raum.


    Chameleon drehte sich zu mir um und seine Augen waren rot. Er fletschte die Zähne und war dann so schnell bei mir, dass ich nicht reagieren konnte.

    Er packte das Tape auf meinen Mund und riss es grob ab. Ich schrie, so weh tat es. Mein Mund brannte.

    Er achtete nicht darauf.

    “Maul auf!”, befahl er und packte mein Schlafanzughemd. Er riss mich näher zu sich. Dann nahm er einen kleinen Griff aus seiner Hosentasche.

    Zu meinen Entsetzen klappte er ein Messer aus dem Griff raus.

    Ich schluckte.

    Er würde mir weh tun. Ich riss an den Fesseln.

    Er lachte amüsiert.

    “Ich hab nichts anderes, Kleine.”

    Dann tauchte er das Messer in die Suppe. Nahm einige Tomatenstücke auf und hielt es mir tropfend vor die Nase. Ich fühlte meine Hose nass werden.

    “Nein!” Mein Herz raste und ich schüttelte den Kopf.

    Fest presste ich meine Lippen aufeinander.

    “Ich kann das Flugzeug auf deinen Bauch abstürzen lassen. Dann steckt das Messer da fest. Du hast es in der Hand, ob du verletzt wirst.”, sagte er. Er lächelte. Sein Blick war eine einzige Maske aus Genugtuung.

    Allein das ließ mich zittern. Dieser Ausdruck in seinen Augen.

    Ich durfte mich nicht weigern. Dann würde noch was Schlimmes passieren.

    Hoffentlich holte Hummel Schlange.

    Wie mechanisch öffnete ich den Mund. Dabei zitterte ich am ganzen Körper.

    Er legte mir das Messer auf die Zunge und senkte es. Ich spürte keinen Geschmack. Alles in mir war darauf konzentriert, meine Zunge ruhig zu halten. Jede kleinste Bewegung konnte mich verletzen. Mein Herz sprang fast aus meiner Brust.

    Wie scharf war es? Lagen hier Adern? Würde ich meine Zunge verlieren?

    Meine Gedanken rasten um all diese Fragen, während ich ihm in die Augen blickte. Sie waren glutrot und eine unglaublich dunkle Freude lag in ihnen. Etwas, was mir mehr Angst machte, als das Messer.

    Er sah mir tief in die Augen und ich wollte am liebsten ganz schnell weglaufen. Doch die Angst, mich zu bewegen, hielt mich davon ab.

    Chameleon legte sich über die Lippen. Er saß ja direkt vor mir. Seine Hose stieg.

    Ignorieren, Aure! Aber meine Gedanken waren ein einziges leises Piebsen. Er grinste.

    Dann zog er das Messer langsam aus meinem Mund. Ich lies die Brocken trotzdem auf der Zunge liegen.

    Ich atmete keuchend durch den offenen Mund.

    “Dein Blick! Als würde ich dich umbringen. Es is doch nur ein Messer.” Er kicherte.

    Ich zitterte. Immer noch konnte ich meine Zunge nicht dazu bringen, diese Brocken runter in meinen Rachen zu befördern.

    Mein Herz klopfte immer noch.

    Tränen liefen meine Wangen runter.

    Was stimmt nicht mit dem?

    Er lächelte. Immer noch diesen unheimlichen Ausdruck im Gesicht. Dann streckte er die Hand aus. Ich schloss die Augen.

    Nicht Schlagen! Oder packen oder was auch immer er vor hat.

    Mein Körper begann zu zittern. Ich wollte mich zurücklehnen. Doch meine Muskeln waren immer noch erstarrt.

    Nein! Hilfe!

    Dann berührte er meine linke Wange. Er strich fest darüber.

    Kein Schmerz? Keine Beleidigung. Kein Aufziehen. Kein Packen?

    Seine Finger verschwanden. Doch während ich auf der linken Wange spürte, wie ein Rinnsal Tränenwasser mein Gesicht über das Kinn verließ. War auf der Seite, die berührt hatte nichts.

    Im selben Moment hörte ich schlabbern und schmatzen.

    “Hmmm, Angst! Lass mich noch mehr kosten.” Seine Stimme war voller Befriedigung.

    Ich schluckte. Das war kein Entführer. Das war ein Monster. Ein dunkles tiefes begehrliches Monster.

    Ich fühlte, wie etwas näher kam und öffnete meine Augen wieder. Chameleons Hand näherte sich erneut. Er strich über meine andere Wange.

    Ich versuchte meinen Mund zu schließen aber mein Körper war immer noch Taub für meine Befehle. Ich blinzelte. Dicke Tränen tropfen auf seine Hand. Er unterbrach das Tränenrinsaal erneut. Diesmal auf der anderen Wange. Ich musste aber diesmal mit ansehen, wie er seine Hand zum Mund führte und die größeren Tränentropfen, welche auf seinen Handrücken landeten, ableckten. Ich sah deutlich, wie ihm der Geschmack gefiel.

    Mein Magen drehte sich um. Ich blies meine Backen auf. Das zu beobachten war unglaublich ekelhaft.

    Ich vertrug das nicht. Was zum Teufel war er für ein Vampir. Wer tut sowas? Ein Sadist!, sagte eine leise Stimme in mir.

    Die Stimme hatte recht. Er war ein Monster. Er lachte. Dann leckte er sich genüsslich die Finger ab. Als wären meine Tränen Sahne.

    Mein Magen sprang und ich spürte es schon hoch steigen. Hastig zerrte ich an meinen Fesseln. Doch Mund zu halten gab es nicht. Ich beugte mich vor und erbrach.

    Direkt auf seine Schuhe. Ich schüttelte mich und sah seine Hose vor mir. Diese riesige Ausbuchtung ließ mich erneut würgen.

    Er fing an zu lachen.

    Ich ignorierte es und weinte.

    Mit aller Kraft schluckte ich einen erneuten Aufstieg herunter. Es begann zu stinken.

    Ich hob den Kopf wieder hoch und sah ihn. Er lachte und sah mich voller Belustigung an. Ich funkelte ihn wütend an und weinte weiter. Ich sah auf die Dose Suppe, ohne sie wahrzunehmen.

    “Monster!”, murmelte ich.

    Warum kam niemand. Warum kam niemand. Warum hielt ihn niemand auf?

    Ich weinte und musste Schluchzen.

    Mein Arme hingen schwer an meinen Körper runter. Ich würde mich am liebsten hinlegen. Aber was tat er dann? Gefiel ihm das? Und wenn es ihm nicht gefiel, was würde er mir dann antun?

    Dass sie mich nicht verletzten durften, war kein Schutz. Vor ihm nicht.

    Er hatte mich ja nicht verletzt. Er hatte meinen Tränen gegessen!

    “Hast du auch noch Hunger?" Seine Stimme löste erneut diese Starre aus. Ich konnte meinen Kopf nicht heben.

    Hilfe! Luzifer macht, dass er den Raum verlässt.

    Ein Hand griff mein Kinn und zog meinen Kopf hoch.

    “Ein so starkes Mädchen, wie du muss doch richtig Essen. Oder, mein Prinzesschen?”

    Er sah ihn nur an. Sein Gesicht hatte nicht mehr diesen gierigen dunklen Ausdruck.

    Moment! Ich runzelte die Stirn.

    Hatte er gerade mein Prinzesschen gesagt.

    Etwas kaltes lief meinen Rücken runter. Er wollte mich. Ich war mehr als eine Geisel.

    Er lächelte mich plötzlich an. Als wollte er meine Gedanken bestätigen.

    Dann hielt er mir einen Plastiklöffel vor die Nase.

    “Schau mal, was der liebe Hummel uns mitgebracht hat.” Er schaute bedauernd. Doch seine Augen zeigten mir, dass es nur gespielt war. “Da hätte ich ja mein Messer gar nicht benutzen müssen.”

    Ich konnte nur schlucken.

    Hatte er schon vorher von dem Löffel gewusst?


    Chameleon hob die Dose auf und wischte ein bisschen Erbrochenes von ihr. "Hmm ist wahrscheinlich was drin gelandet. Selbst dran Schuld. Vielleicht stehst du ja sogar drauf.” , sagte er. Dann lächelte er mich an. Ganz langsam tauchte er den Plastiklöffel in die Suppe und sah mich an.

    “Sag schön Aaa! Machst du das für, Onkel Charmi?”, fragte er.

    Ich schaffte es, meinen Mund wieder zu bewegen. Ich war kein Baby oder Kleinkind. Er hatte eine erwachsene Frau vor sich. Eine 200 Jährige Halbvampirin.

    Ich presste meine Lippen fest aufeinander.

    Er lachte. “Gut, ich dachte schon, das Schmecken deiner Angst hätte dich schon gebrochen. Wir wollen doch noch ein bisschen länger Spaß mit deinem sinnlosen Widerstand haben, nicht wahr?” Er sah mich fragend an.

    Verlangte er eine Antwort?

    Ah, na klar, um zu antworten, musste ich ja den Mund öffnen. Ne das kannst du vergessen, Arschloch!

    Ich schüttelte den Kopf.



    Es geht darum das Charmi sie füttert. Dazu muss sie ihren Mund auf machen. Ursprünglich hatte ich geplant ein Spiel zu machen. Diesen Zauberertrick wo der Zauberer dir eine Münze zeigt sie zwischen den Fingern wirbelt und dann in die Faust nimmt und dann is da aber keine Münze mehr. Dann zieht er sie hinter deinem Ohr raus. Charmi sollte jetzt so tun als ob Aure ihre Stimme verloren hat. Diese dann suchen und sie dan aus einer Ekelstelle ( zu erst war Charmis Schritt geplant) herausholen und Aures Stimme ihr dann in den Mund stopfen. Das dient als Übergang zum Mund auf zwingen. Ich will eben keine Platte Gewalt. Chameleon spielt mit Aures Psyche. Andere Leser fanden die Idee zu unschön. Ich soll es nicht einbauen. Mir fällt aber keine andere fiese Stelle ein wo er ihre Stimme imaginär hervorholen könnte. Oder wie er anders ihren Mund aufkriegt, ohne eben platt ihn einfach aufzureißen.

    Könnt ihr mir helfen?

    Hier alles was raus geflogen ist.


    Spoiler anzeigen

    Er tat erschrocken. “Hast du deine Stimme verloren? Wir können sie suchen, wenn du willst.”

    Er begann sich umzusehen. Ich entdeckte ein Tattoo in seinem Nacken. Aber es wurde zu sehr von seiner Kleidung verdeckt.

    “Willst du nicht mit suchen?”, fragte er. Plötzlich wurde mein Kopf von eibäner unsichtbaren Macht nach rechts und links geführt. Das war er. Telekinese. Scheiße. Konnte auch meinen Mund zwingen sich zu öffnen.

    Er fing an zu lachen. “Dein Blick ist köstlich. Ja, ich war das.”

    Er legte seine rechte Hand auf meine Schulter und beugte sich vor.

    “Man muss das doch ausnutzen, dass man ein Vampir ist.” , hauchte er in mein Ohr.

    Er war widerlich. Er ein widerliches Arschloch.

    Er grinste. Dann ging mein Kopf von selbst nach oben und unten.

    Immer schneller.

    “Such! Such deine Stimmchen, Prinzesschen!”, trieb er mich an.

    Alles verschwamm vor meinen Augen. Mir wurde schwindelig, desto mehr die Geschwindigkeit erhöhte sich. Diese Macht.

    Ich musste es stoppen. Langsam öffnete ich meine Lippen und brüllte ihn mit ausgefahrenen Vampirzähnen an.

    “Oh das Raubtier, das in der Prinzessin wohnt, kommt zum Vorschein.”, kommentiert er meinen Ausbruch. Ich wollte meinen Mund schließen, aber es ging nicht mehr. Er hielt ihn wahrscheinlich mit Telekinese fest.

    “Oh hat das Prinzesschen einen Fehler gemacht?” Er sah mich an und seine Augen leuchteten rötlich. Ich fühlte, wie stark seine Macht war.



    Vielen lieben Dank fürs Lesen. Es wäre wirklich schön wenn ihr mir helft.

    Liebe Grüße

    MEPH :D:evil::girl_devil:

  • Hallo Mephistoria ,

    ich nehme an, diese Schreibübungen stehen nicht im Zusammenhang mit der anderen Geschichte der Entführung, sonst hat es ja Aure schon wieder erwischt. :)

    Hier ein paar Dinge, die mir aufgefallen sind:

    Immer noch halten ihre gedrückten Schreie zu mir durch.

    Immer noch hallten ihre gedämpften (oder erstickten) Schreie

    Ihr Herz begann wilder zu Pochen.

    Woher weiß der Erzähler das? Kann er dies als Vampir hören?

    Sie grinste zurück und legte sich über die Lippen.

    Hier scheint etwas im Satz zu fehlen - oder sollte das "leckte" heißen?

    “Wirst du das Schlimme machen?”

    Das Schlimme? Es sind alles Erwachsene und Aure ist 200 Jahre alt, ich glaube,da muß sie nicht umschreiben

    Hatte sie Angst vor Spitzen?

    Spritzen

    “Gentelmans entführen keine Prinzessin.”

    Gentlemen ist der Plural

    Ich grinste. Ihre Tuffeart gefiel mir.

    Ich nehme an, Du wollstest hier schreiben: "Ihre toughe Art gefiel mir."

    “Hast du von nen Clown getrunken?”

    Den Satz verstehe ich nicht.

    Plötzlich fing sie an zu weinen. Die Tränen begannen in die Schüssel zu laufen.

    Der Stimmungsumschwung kommt mir etwas plötzlich. Vorher wurde noch gezeigt und erwähnt, wie stark sie war und wie sie dem Entführer Widerworte gibt und plötzlich ohne zusätzlichen oder ersichtlichen Grund für mich, fängt sie an zu weinen. Vielleicht könnte man das etwas aufbauen.

    Wie kriege ich das Zitat weg?

    Das ist mir auch schon passiert, wenn es am Ende vom Text ist dun man keine Leerzeile dahinter hat. Ich habe es auch nicht wegbekommen.


    Ich vertrug das nicht

    ertrug. Vertrug, wenn man was ißt oder trinkt, seelisch ist es ertrug - so würde ich es sehen.


    Sagt mir bitte ob ich übertreibe. Und Ekel ist nicht schlimm. Das wollte ich ja treffen.

    Also ich kann hier keine Übertreibung sehen. Daß er ihr die Träne ableckt und schluckt, das macht ihn nicht unbedingt symphatischer, aber keineswegs übertrieben. Hinzu kommt, da wir hier es ja nicht mit Menschen zu tun haben, könnten sie völlig andere Moralvorstellungen haben, insbesondere bei deutlich höherer Lebensspanne. Einfach mal im Kopf durchspielen. Wenn man mehrere huenderte Jahre lebt, verschiebt sich der Fokus.

    Da habe ich auch schon mal ein wenig "geforscht", also ein was wenn Szenario: was, wenn ein Wesen 400 oder 800 Jahre lebt? Was uns vielleicht sehr grausam oder zynisch erscheint, ist dann völlig normal., besonders wenn dieses Wesen die Menschen in seiner Umgebnung immer wieder altern und sterben sieht.

    Insofern kannst Du da in Deiner Geschichhte einige ungewöhnliche Verhaltensmuster auf diese Weise sehr einfach erklären.

    Grüße

    Markus


    Don't judge a book just by the cover
    Unless you cover just another

    Ja, ich benutze die alte Rechtschreibung. War schwer genug, die zu erlernen. :)

  • Den Satz verstehe ich nicht.

    Es gibt die Redewendung, dass man einen Clown gefrühstückt hat, wenn jemand nicht den passenden Ernst an den Tag legt. Vampire würden den stattdessen wohl eher aussaugen.

    Genau ich hab halt getrunken geschrieben. Da Vampir ja Bluttrinken und nicht essen wie wir.

    Echtes Sprichwort: Hast du einen Clown gefrühstückt.

    Mein auf Vampire angepasst.: Hast du von einem Clown getrunken.

    Also das der Vampir Blut des Clowns getrunken hat und deshalb lustig drauf wäre.

  • Das Schlimme? Es sind alles Erwachsene und Aure ist 200 Jahre alt, ich glaube,da muß sie nicht umschreiben

    Ja, vielleicht habe ich mich nicht getraut Vergewaltigung zu schreiben. Weil es dann vielleicht abschreckt. Ich bin immer noch geprägt von was wollen die meisten Leute lesen. Ich wurde halt aufgrund der düsteren Themen meiner Texte schon oft kritisiert. Aber ich mag es nunmal, das zu schreiben.

    Soll ich direkt hin schreiben was Dario meint. Die Intension dahinter is ja das das freie Bäuchlein Charmi dazu verführt sie anzumachen und anzufassen. Und Aure will ja nicht angefasst werden.

    Woher weiß der Erzähler das? Kann er dies als Vampir hören?

    Ja, meine Vampire haben selber keinen Herz das schlägt. Ihr Blut wird von Magie durch den Körper transportiert. Aber durch ihr enorm feines Gehör können sie den Herzschlag anderer Wesen hören. Ich nutze diese Fähigkeit um meine Vampirfiguren eben merken zu lassen wenn wer in ihrrr Nähe ist oder um zu merken wenn jemand Angst hat. Es is besonder schwer wenn meine Figur selber Angst hat, da was anderes zu finden als ein pochendes Herz. Aures Herz ist funktionstüchtig da sie eine Halbvampirin ist. Die haben einen normalen Kreislaus. Halbvampire sind Kinder von einem männlichen Vampir und einer menschlichen Frau.


    Immer noch hallten ihre gedämpften (oder erstickten) Schreie

    Oh gott ja danke ich kam einfach nicht auf eine gute Beschreibung. Geknebelte Schreie klang falsch. Hab dan im Internet nach Synonyme für Knebel gesucht und da stand gedrückt.


    Gentlemen ist der Plural

    Oh danke. Ich werde was die Einzahl ist.


    Also ich kann hier keine Übertreibung sehen. Daß er ihr die Träne ableckt und schluckt, das macht ihn nicht unbedingt symphatischer, aber keineswegs übertrieben. Hinzu kommt, da wir hier es ja nicht mit Menschen zu tun haben, könnten sie völlig andere Moralvorstellungen haben, insbesondere bei deutlich höherer Lebensspanne. Einfach mal im Kopf durchspielen. Wenn man mehrere huenderte Jahre lebt, verschiebt sich der Fokus.

    Sie haben tatsächlich eine andere Moral. Sklaverei ist zb unter den Vampiren gesellschaftlich Anerkannt.

    Ich hatte halt Angst das es von der Beschreibung her zu detailliert ist. Chameleon ist ein Mafiosi die wachsen mit dieser Gewalt ja schon auf. Eine Organisation die Entführung macht und alles mögliche an illegalem sollte keinen der einstellen, der nicht dazu bereit ist zu zu schlagen. Allerdings geht es ja bei Chameleon um auch Spaß an Gewalt bis in zur Sexueller Befriedigung. Das is nicht normal in der Mafia. Aber in meiner Geschichte wird es tollieriert. Ich brauche einen direkten Bösewicht. Das is Charmi.

    Ich finde die Moral und gesellschaftliche Werte bilden sich im Zeitraum des aufwachsens auf. Wenn jetzt also ein Vampir mal im Zeitalter wo man sich um die Ehre auf Leben und tot duiliert hat, kann er 2026 eine Beleidigung für einen so starken Gesichtsverlust halten, das er den Beleidiger herausfordert. Gewalt und auch Kriege wurden ja teilweise nicht als Schlecht konsultiert. Allein die Geschichte der Gewalt zu Erziehung. Es is noch gar nicht so lange verboten Kinder zu schlagen.

    Ich möchte Vampire die nicht ohne Erklärung einfach unsere Werte übernehmen. Obwohl sie zb zur Renaissance oder Rokoko aufwuchsen. Es gibt unterschiedliche Menschen also auch Unterschiedliche Vampire. Alte Menschen haben ja zb Probleme Smartphones zu benutzen. Genauso haben manche meiner Vampire eben Probleme mit unseren Heutigen Gesellschaftswerten.

    Noch dazu kommt das ein Vampir größere Macht hat. Durch seine Widerstandskraft und dem nicht leicht verletzt werden, ist die Schwelle nicht zur Gewalt zu greifen niedriger. Meine Vampire können sich mit ihrer Spucke heilen. Ich weiß einige finden es Ekelig. Es gibt Werke die es machen.

    Aber wenn du dich schneiden und nur ablecken brauchst und der Schnitt heilt, hast du ein anderes "das ist Schlimm das ich mich oder auch andere Verletzte" Gefühl als wir.

    Das entschuldigt Charmi nicht. Aber erklärt warum die Gewaltschwelle allgemein in dieser Gesellschaft niedriger ist. Es sind eben Raubtiere mit menschlichen Werten und menschlichem Verstand.


    Der Stimmungsumschwung kommt mir etwas plötzlich. Vorher wurde noch gezeigt und erwähnt, wie stark sie war und wie sie dem Entführer Widerworte gibt und plötzlich ohne zusätzlichen oder ersichtlichen Grund für mich, fängt sie an zu weinen. Vielleicht könnte man das etwas aufbauen.

    Ja stimmt. Ich könnte Dario ein Gespräch anfangen lassen wo es dann irgendwie auf ihre Familie kommt und dann könnte sie anfangen zu weinen. Oder hast du eine Bessere Idee.


    Die Rechtschreibanmerkungen die werde ich so korrigieren. Leckte hab ich nicht gemeint. Ich wollte legte schreiben. Das is einer meiner verfluchten Schreibangewohnheiten.

    Vielen liebe dank markus66 für dein Kommentar. Also soll ich die intensität der Gewalt nicht runter setzten? Ist das wirklich nicht zu viel?


    Meph

  • Hallo Mephistoria ,


    Also soll ich die intensität der Gewalt nicht runter setzten? Ist das wirklich nicht zu viel?

    Es kommt meiner Meinung darauf an, was du damit bezwecken willst. Es gibt Autoren, die schreiben und beschreiben Gewalt um der Gewalt willen oder als Schoockeffekt. Wenn Du damit aber einen bestimmten Zweck erfüllst, z.b. eine andere Art der Moral, oder zumindest einmal zeigen, wie ein bestimmter Charakter handelt, dann sehe ich das als völlig legitim. Andere mögen das anders sehen. :)

    Ich schreibe selbst teilweise recht drastisch, aber das hat immer ein bestimmtes Ziel.

    Und es gibt durchaus recht deutliche Gewaltdarstellung in offizieller Fantasylektüre, zwei Beispiele (ja, wieder die alten Geschichten :D )

    Michael Moorcock: gleich im ersten Buch wird sein Held Corum verstümmelt, eine Hand abgeschlagen, ein Auge ausgestochen, es geht nicht super ins Detail aber es ist doch recht deutlich. Aber auch wenn es zunächst wie sinnlose Brutalität herüberkommt, Corum bekommt Ersatz dafür - sehr mächtigen Ersatz.

    Terry Goodkind: Sein Name legt eine falsche Fährte, er ist weder good noch kind zu seinem Hauptcharakter, besonders im ersten Buch. Und aus Deinen Beiträgen habe ich gesehen, daß Du gewissen BDSM Aspekten nicht abgeneigt bist. Das wirst Du dort auch finden, Stichwort Mord'Sith.

    Grüße

    Markus


    Don't judge a book just by the cover
    Unless you cover just another

    Ja, ich benutze die alte Rechtschreibung. War schwer genug, die zu erlernen. :)

  • Hallo Mephistoria ,


    ich habe noch nicht so viel von Dir gelesen, darum weiß ich nicht, wie Du mit dem Thema umgehst. Das ist natürlich schon etwas, das bei vielen Menschen fast autoamtisch auf Ablehnung stößt.

    Und ja, ich habe auch schon von mir hier eine Kurzgeschichte eingestellt:

    markus66
    10. Juli 2026 um 09:20


    Grüße

    Markus


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    Unless you cover just another

    Ja, ich benutze die alte Rechtschreibung. War schwer genug, die zu erlernen. :)

  • Zwei Anmerkungen von mir:

    Ich finde es in Geschichten, Romanen und Filmen immer wieder faszinierend, wenn Personen, die aus einer früheren Zeit stammen (Zeitreise) oder uralt sind (Hexen, Vampire) auf unsere moderne Welt und die Personen in ihr treffen. Da kannst du viele Konflikte, aber auch lustige Situationen erfinden, da deine Vampire recht alt sind. Diese sind aber auch gut an unser Heute angepasst, wie mir scheint.

    "Das Schlimme" musst du ja nicht gleich durch das Wort "Vergewaltigung" ersetzen. Es gibt ja noch Begriffe dazwischen, wie zum Beispiel "jemandem Gewalt antun" oder "jemandes Grenzen überschreiten", "jemandem zu nahe treten", "jemanden zum Geschlechtsverkehr zwingen" und sicher noch mehr.

    Es gibt LeserInnen, die mögen solche Szenen lesen und andere, die möchten es nicht. Daher ist es immer gut, es irgendwo zu erwähnen, wo die an deinen Geschichten Interessierten es finden, bevor sie zu lesen beginnen. Wenn du deine LeserInnen auf diese Art vorher "sortierst", sollte Kritik an düsteren Themen und deren Umsetzung ausbleiben.

    Was Szenen mit Gewalt angeht, habe ich beim Lesen die Erfahrung gemacht, dass meine eigene Phantasie oft mehr hergibt als die gruseligste Beschreibung, wenn das Böse nur angedeutet wird und dann - Cut und Cliffhanger. Geschickt aufgebaut erzeugt eine solche Szene oder ein solches Szenenende ausreichend Grauen und erspart es AutorInnen, sich die Einzelheiten auszudenken und sie treffend, plausibel und wirkungsvoll zu beschreiben.

  • Hallo Amafiori ,

    Was Szenen mit Gewalt angeht, habe ich beim Lesen die Erfahrung gemacht, dass meine eigene Phantasie oft mehr hergibt als die gruseligste Beschreibung, wenn das Böse nur angedeutet wird und dann - Cut und Cliffhanger. Geschickt aufgebaut erzeugt eine solche Szene oder ein solches Szenenende ausreichend Grauen und erspart es AutorInnen, sich die Einzelheiten auszudenken und sie treffend, plausibel und wirkungsvoll zu beschreiben.

    Da ist was wahres dran. Ich habe oft in einem Draft Gewalt viel ausführlicher dargestellt, und beim ausformulieren aber nur noch angedeutet, was teilweise sogar viel schlimmer und stärker auf den Leser wirken kann.

    Z.B. wenn man statt der eigentlichen Szene nur noch aus dem Blickwinkel eines entfernten Zuschauers die Szene beschreibt, vieleicht nur noch Schreie hört, ohne genau zu wissen, was passiert.


    Don't judge a book just by the cover
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    Ja, ich benutze die alte Rechtschreibung. War schwer genug, die zu erlernen. :)