Gefangen

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    • Irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem nichts mehr zählt. Nichts mehr von Bedeutung ist. An dem die Kräfte schwinden und man nichts dagegen tun kann. Wo jeder verdammter Atemzug zur Qual wird und man sich fragt, warum man das alles auf sich nimmt. Weshalb man nicht einfach aufgibt, sich fallen lässt, hinab in das gähnende schwarze Loch, die Tiefe. Ein dunkler Abgrund, den ich bereits vor mir sehe. Jedes Mal, wenn sie kommen und mich holen, denke ich daran. Es ist so einfach, nur ein kleiner Schritt. Fallen lassen ins dunkle Nichts, da, wo alles endet. Wie viel leichter wäre das als diese Schmerzen zu ertragen? Und dennoch, etwas hält mich zurück. Mir kommt es vor wie ein Silberfaden, schillernd und schimmernd in der Dunkelheit. Ein Gedanke. Es gibt noch Hoffnung! Die Worte hallen in meinen Gedanken wieder. Sind wie ein Lichtfunke in der Finsternis. Mein Rettungsanker an den ich mich klammer und an die Oberfläche meines Bewusstseins ziehe.
      Keuchend komm ich zu mir. Ich lieg am Boden. Wie lange bin ich schon hier? Meine Beine sind eiskalt, die Zehen ohne Gefühl. Vergeblich versuch ich sie zu bewegen. Es ist, als hätte man sie mir vom restlichen Körper abgetrennt. Vieleicht bin ich der Wahrheit näher, als ich ahne? Stöhnend öffne ich die Augen. Für einen Moment, nur einen Augenblick, hatte ich die Hoffnung, dass dies alles ein schrecklicher Alptraum ist, aus dem ich erwache, wenn ich die Lider öffne. Mein verschwommener Blick heftet sich auf nacktes schwarzes Gestein. Sekunde für Sekunde wird meine Sicht klarer und mit jedem Detail, was ich erkenne, wird meine Hoffnung zu träumen geringer. Die feucht glänzende Mauer gehört zu meinem Verließ. Es ist kein Traum, keine Einbildung, ebenso wenig wie der Schmerz, der mir jetzt durch die Seite fährt. Ich krümme mich zusammen, dass macht die Sache nur noch schlimmer. Mit dem Schmerz kommen die Erinnerungen zurück. Was von beiden schwerer zu ertragen ist, weiß ich nicht. Der schwarze Lord, die Festung Messanac, ich war auf den Weg dorthin... um was zu tun? Ich höre Geräusche, näher kommende Schritte! Sie kommen mich zu holen! Die Angst, die bisher unter der Oberfläche gelauert hat, bricht sich Bahn.
      Neugirig geworden? Die Geschichte Gefangen im High Fantasy. Wer schon eine fertige Geschichte lesen will empfehle ich :Return to the Roots - Zurück zu den Wurzeln im High Fantasy Bereich. Ein spannender Krimi wartet im No Fantasy :Bis zum letzten Schrei. Viel Spass beim schmöckern :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Sabrina ()

    • Wirklich gut, wie bisher alles, was ich von dir gelesen habe :D
      Besonders gefällt mir der letzte Satz, denn den hab ich so noch nie gehört/gelesen :o

      Auf jedenfall wieder sehr gelungene Darstellung der Emotionen.

      Nur als Hinweis. Du hast 2 mal Augen öffnen, "relativ" nah beieinander, nimm für das zweite mal statdessen igendwas mit Lid oder so

      Ach und ich glaube du musst nicht betonen, das es die (FUß)zehen sind, Die Silbe Fuß passt dort nicht hin, man versteht es auch so eindeutig :)


      Ansonsten Astrein ^^

      Wie viel dir immer einfällt :D So einen Tag brauch ich auch mal ^^

      Ich bin unendlich wie ein Ring.
      Ich bin der Schwarze Schmetterling.
      Und mein Gefühl, das keiner kennt
      glüht kurz auf

      und verbrennt.

    • Schön das euch mein kleiner Tripp gefällt!
      Rheuen zur Zeit fallen mir so viele Storys ein das ich kaum hinterher komm. Aber das hat auch seinen Grund. Hatte eine Schreibblockade und das über Monate hinweg. Jetzt will alles raus und das auf einmal!
      Macht nur das Forum und die tollen Feedbacks die man hier bekommt! :thumbsup:
      Turm Ich hab wirklich gehofft das es dir gefällt! Ist als Kurzgeschichte geplannt. Mal sehen was daraus wird! :D

      Sabrina :D
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    • Die Angst schnürt mir die Kehle zu. Ich bekomme keine Luft. Der Gedanke, dass sie mir noch einmal Schmerz zufügen, ist mehr, als ich im Moment ertragen kann. Adrenalin rast durch meine Adern, verleiht mir Kraft. Die Fesseln schneiden tief ins Fleisch. Sie haben mir die Handgelenke zusammengebunden. Einem Instinkt folgend krieche ich von der Tür weg. Von dort werden sie kommen, um mich zu holen. Erst jetzt bemerke ich die anderen Fesseln. Sie haben mir die Fußgelenke zusammen geschnürt. Als wenn ich ihnen entkommen könnte! Mir ist zum Lachen zumute, doch mir fehlt die Kraft. Brans Worte fallen mir ein. „Selbst diese Stechfliege hat mehr Verstand als ein Ork. Schließlich weiß sie genau, wohin sie zu stechen hat, um dass zu bekommen was sie will. Ein Ork weiß das nicht!“ Damals hatten wir gemeinsam darüber gelacht, jetzt war Bran tot. So wie sechs weitere Männer. Was aus den anderen geworden ist, weiß ich nicht. Wir hatten die Orks unterschätzt! Die Schritte kommen näher. Mit angehaltenem Atem lausche ich auf die Geräusche. Ich höre das Stampfen ihrer Schritte. Höre das Rasseln der Ketten, die sie bei sich tragen. Die Metallplatten ihrer Rüstungen, die bei jedem Schritt gegeneinander schlagen und einen Rhythmus ergeben. Ich versuche anhand der Geräusche auszumachen, wie viele es sind. Die Luft um mich herum ist schwer. Mein rasender Herzschlag gleicht sich den Geräuschen an. Immer näher kommt das Stampfen. Gleich haben sie die Zelle erreicht. Bewegungslos verharre ich am Boden. Sollen sie doch glauben, dass ich nicht mehr am Leben bin. Sie sind ganz nah. Ich öffne die Augen. Mein Gesicht ist der Türe zugewandt. Ich kann den Fackelschein unterhalb der Türe sehen. Sie sind da!
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    • So kann man den Schreibstil wirklich nennen Nouia! Kurz und Intensiv! :thumbsup:
      Auch für mich kann ich da nur sagen!
      Schön das es gefällt! Leider ist das mit dem Weiterschreiben so eine Sache...
      Viele Ideen aber wenig Zeit sie aufzuschreiben.
      Bemüh mich nicht so eine lange Pause zu machen! :D
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    • Ich kann sie hören. Ihre Stimmen derb und hart. In meinen Ohren hört es sich an, als wenn sie die Worte anders aussprechen. Kaum zu glauben, dass diese Spezies von den Elben abstammt. Welch ein Hohn! So abgrundtief hässlich und zerstört ist diese Lebensform. In nichts zu vergleichen mit den lichtbeschienen Elben. Ich vergrabe mein Gesicht im stinkenden Stroh, schließe die Augen und halte den Atem an. Sollen sie doch glauben ich sei schon tot, dass verschafft mir eine Atempause. Scharrend wird der Riegel zurück geschoben und Licht fällt auf mich. Ich höre ihre näher kommenden Schritte, dass Klirren der Ketten. „Genug Zeit hatte es. Der Herr wartet nicht gern.“ Die Stimme hoch und schrill kommt schlurfend näher. „Warum rührt es sich nicht?“ Ich kann seinen widerlichen Gestank riechen. Neben mir hält er an. Tritt gegen meine gefesselten Beine. Doch nicht taub und gefühllos! Der Schmerz raubt mir einen Moment den Atem. „Was ist mit diesem Wurm? Wir brauchen Ergebnisse für den Lord! Er will Antworten!“ Diese Stimme ist mir bereits vertraut. Eine ganze Palette an Gefühlen überrollt mich. Hass, Angst unsagbare Wut. Das ist ihr Heerführer! Die rechte Hand des dunklen Lords. Ich hab ihn gesehen bei dem Überfall auf meine Männer. Mit seinem Eisen hat er meine Männer nieder gemäht. Wie eine Sense bei der Ernte durchs reife Getreide, so hat er es geschwungen und dabei gelacht. Die Erinnerungen sind zu schmerzhaft. Ich stöhne auf. „Hab ichs mir doch gedacht. Tut als wenns nicht mehr lebt, um dem Schmerz zu entgehen. Nein, glaubs mir es wird schreien. Wird wimmern, sich den Tod wünschen.“ „Das will ich auch hoffen. Sonst wirst du es sein, der schreit!“
      Ich reiß die Augen auf. Fackelschein blendet mich. Ich versuche, etwas zu erkennen. Meine Augen sehen nur Schemen, schattenhafte Umrisse, die sich vor mir bewegen. Das Geräusch von rasselnden Ketten jagt mir eisige Schauer über den Körper. Ich versuche den zupackenden Händen zu entgehen, die sich aus den Schemen kristallisieren. Ein widerwärtiges Gesicht. Grüne schleimige Haut, weit aufgerissene gelb unterlaufene Augen. Ich sehe den grünen Speichel an seinem Kinn, bevor seine Hände mich packen. „Schreien soll es. Schreien, bis es alles dem dunklen Lord sagt, was er wissen will! Der Lord wird zufrieden sein. Er ist immer zufrieden mit mir. Zufrieden ja.“ Erst jetzt sehe ich die Kette in seiner Hand. Die Schelle der Fessel ist dunkel. Getrocknetes Blut? Wer kann das sagen. Das ist der letzte Gedanke ehe sie mich aus der Zelle zerren und ich das Bewusstsein verliere.
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    • Sehr intensiv. Am besten haben mir die ersten Sätze gefallen, als man noch gar nicht wusste, um wen oder was es geht geht. Da schnürt es einem beim Lesen fast die Kehle zu.

      Kleine Kritik: Die Beschreibung "Tam Tam" gefällt mir nicht, erinnert mich an die Redwendung "mit viel Tamtam" und erscheint mir nicht dramatisch genug. Hab aber jetzt auch keine bessere Idee.

      Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.



      Friedrich Schiller
    • Hay Blink! Schön das sie dir gefällt! :D
      Hab mir deine Kritik zu Herzen genommen und Tam Tam Sätze abgeändert. Wäre schön wenn du mir eine kurze Info gibst ob es jetzt besser ist!
      Einen kleinen Handlungsfaden musste ich einbauen da diese Story länger wird als gedacht! :rolleyes:
      Halt mich auf dem laufenden wie du es findest!

      Sabrina :D
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    • Sorry melli das ich bei dieser Geschichte etwas weit interpretiere was Endungen angeht! :thumbsup:

      Werde einiges so stehen lassen, da dies eher einer Gedichtform ähnelt als einer Geschichte.
      Gut mit den Kommas bin ich vorsichtiger geworden.
      Bin zur Zeit auf Kommaentzug 8|
      Spass bei Seite danke für den Rotstift werd es verbessern! :thumbsup:
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    • Der Schmerz reißt mich an die Oberfläche. In meinen Ohren ein heißeres Keuchen, zu mehr hab ich nicht mehr die Kraft. Ich kann die Stricke fühlen, mit denen sie mich binden. Das raue Holz unter mir. So viele Hände, Gegenwehr ist sinnlos. Ich weiß das aus leidvoller Erfahrung.
      Wie lang bin ich schon hier? Wie viele Male haben sie mir das schon in dieser Hölle angetan? Die Angst schnürt mir die Luft ab, wenn ich an die Schmerzen denke. An das Gefühl ersticken zu müssen. Keine Luft mehr zu bekommen. Von Gewichten, die meinen Brustkorb zusammen drücken, ihn zerquetschen…
      Meine Arme werden nach hinten gebogen. Instinktiv wehr ich mich mit letzter Kraft. Sie haben mit meiner Gegenwehr gerechnet. Mit Leichtigkeit legen sie mir die Schlingen des Seilzugs um die Handgelenke. Ich höre das Klacken der Zahnräder, als sie die Winde drehen. Mit jedem Klacken spannt sich der Seilzug mehr. Das Geräusch lässt mich keuchen. Weiß ich doch, dass dies erst der Anfang ist. Nichts im Vergleich zu dem, was noch kommen wird.
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    • Ich weiß bereits vorher, was ich sehen werde wenn ich die Augen öffne, trotzdem ist es ein Schock. Mein verschwommener Blick heftet sich auf die Holzkonstruktion über mir. Schwarze Balken glänzend vor Feuchtigkeit, die sich wie ein Turm über mir erheben. Mein ganzes Blickfeld einnehmen. Die Winde liegt außerhalb meines Sichtfelds, irgendwo am Kopfende der Streckbank. Ich muss hart schlucken. Bisher war ich mir sicher standhaft zu bleiben, ihnen nichts zu verraten von dem was ich weiß. Doch jetzt in diesem Moment würde ich alles dafür tun, dem Schmerz zu entgehen. Das Klicken der Winde hat aufgehört. Ich bekomme kaum noch Luft. Meine Füße hat man am Ende des Streckbretts in zwei Balken geklemmt. Meine flachen angestrengten Atemzüge werden nur von dem knistern der glühenden Kohlen überdeckt. Ich kann mich nicht bewegen. Meine Arme sind mit der Seilwinde weit nach hinten überstreckt. Die Panik überrollt mich. Treibt mir den Schweiß auf die Haut. Ich kann ihre harten Stimmen hören. Sie warten auf Ihn. Den schwarzen Lord, Herr der dunklen Völker. Ich presse die Augen zu und sehe ihn vor mir. Seine schwarze Rüstung glänzt im Sonnenlicht. Er ist riesig im Vergleich zu den anderen Männern. Sein Helm hat die Form eines Widerkopfs. Die rund gebogenen Hörner zeigen nach Vorne. Er hat das Schwert erhoben. Es ist aus demselben Material geschmiedet wie seine schwarze Rüstung. Von der Klinge tropft Blut. Er reißt die andere Hand nach oben.. Die toten starren Augen meines Vaters blicken mir entgegen. Mit einem keuchen reiß ich die Augen auf. Nein, er wird von mir nichts erfahren. Eher wird die Hölle gefrieren! Die Stimmen der Orks kommen näher. Ich kann jetzt ihre Worte verstehen. „Wir fangen an!“
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    • Ich glaube gemütlich hat er es nicht auf seinem Streckbrett! :thumbsup:
      Schön das es die Wirkung nicht verfehlt. Hatte mal Lust aufs Foltern.... :cursing:
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    • Es ist die Hölle! Man überprüft die Spannung der Winde und das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen wird übermächtig und lässt mich in Panik verfallen. Ich bäume mich auf, damit haben sie gerechnet. So ist es jedes Mal wenn sie das tun. Das letzte Aufbegehren vor dem Zusammenbruch. Wieder spannt sich die Winde. Jetzt kann ich nur noch den Kopf bewegen. Das nehmen sie mir auch. Ihre hässlichen Gesichter tauchen in meinem Blickfeld auf. Ihre Klauen halten meinen Kopf in der festen Position. Mein Herz schlägt im schnellen Takt. Ich weiß was sie vorhaben und das ist die schlimmste Folter von allen.
      Die verzerrten Fratzen grinsen mir ins Gesicht. „Mal sehen was du aushältst, Bürschchen. Mach es dir doch nicht so schwer. Sag dem guten Sailag was er wissen will! Herr wird zufrieden sein.“ Sein Gesichtsausdruck wird ernst, hasserfüllt. „Du kennst die Frage, Es ist dieselbe! Wo ist der Sitz der elenden Hexe?“ Ich press die Lippen zusammen. Von mir werden sie nichts erfahren. „Sag es!“ Ich schließe die Augen. Sein stinkender Atem weht mir ins Gesicht. Er ist jetzt direkt über mir. „Dann wirst du schreien!“ Ich lass die Augen zu, auch so wird es schlimm genug. Ich höre das Rattern als sich die schweren Balken über mir in Bewegung setzen. Sich Stück für Stück tiefer senken. So lange bis Sie meinen Brustkorb quetschen.
      Sekunden werden zu Stunden wenn man nichts hat an das man sich in seiner Angst klammern kann. Ich stell mir mein Heimatdorf vor. Ein kleines Dorf nur wenige Hütten. Einige Frauen stehen auf dem Holzsteg. Ich kann sie sehen. Mein Herz schlägt höher. Als hätte ich sie gerufen dreht sie sich zu mir um. Ihr langes schwarzes Haar ist zu einem langen Zopf geflochten denn sie über der Schulter trägt. Ihre blauen Augen zwinkern mir zu. Die Bilder verschwimmen und der Alptraum wird zur Wirklichkeit.
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    • Ich kann sie sehen. Sie haben die Balken mit Gewichten beschwert. Gesteinsbrocken, schwarz und glänzend nicht weit von meinem Gesicht entfernt. Es ist eine Qual, jeder weitere Atemzug. Der Schmerz ist kaum zu ertragen. Sie lassen sich Zeit. Warten bis es mich an den Rand des Wahnsinns treibt, erst dann aus weiter Ferne hör ich den Befehl. „Genug..“ Mir fehlt die Kraft zum atmen. Atmen bedeutet Schmerz. Es hat sich in mein Gehirn gebrannt. „Du wirst doch nicht aufgeben wollen, Mensch?“ Die Stimme zischend und nah erklingt direkt an meinem Ohr. „Hab doch gleich gesagt, dass sind alles Schwächlinge!“ Ich blende die Stimmen aus. Höre wie man die Winde hochzieht. Plötzlich trifft mich etwas Heißes verbrennt mir die Haut. Ich sauge die Luft in meine schmerzenden Lungen. Es ist die reinste Folter. „Bei mir ist noch keiner von Ihnen gestorben.“ Ich kann den Stolz aus seiner Stimme heraus hören. Für mich bedeutet es nur, dass er sein Handwerk versteht. Gleichbedeutend mit noch mehr Schmerz, denn ich zu erwarten habe. „Hat er bereits geredet?“ Die Stimme jagt mir einen Schauer übers Rückgrat. Ich kann sehen wie sie auf den Balken die Gewichte gegen schwerere Gesteinsbrocken austauschen. Sie sind noch nicht fertig mit mir. Das hier ist lediglich ein Atemholen. Ein kurze Erholen vor der nächsten Folter. „Nein Herr. Herr, kann es sein, das er nichts weiß? Das dies ein Unwürdiger ist?“ Ich dreh den Kopf versuch einen Blick auf den Sprecher zu erhaschen. Etwas Hartes trifft mich am Kopf. Warm läuft es mir über die Stirn. „Er muss es wissen!“ Pranken halten erneut meinen Kopf fest. Sie sind noch nicht fertig mit mir. Ich fühl brennende Übelkeit in mir aufsteigen. Wie lang kann ich das noch ertragen?
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    • Dir gelingt es echt, Beklemmungen hevorzurufen. :thumbup:
      Andererseits macht genau das das Weiterlesen für mich auch schwer. Ich erlebe mit deinem Prota und durch deinen Prota, wie es ist, gefoltert zu werden, wenn auch ohne Schmerzen, und das ist gruselig.
      Trotzdem, sehr gut geschrieben.
      Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.
      Albert Camus (1913-1960), frz. Erzähler u. Dramatiker