Fähigkeiten

  • Hi,


    in wie vielen Geschichten haben Charaktere verschiedene Fähigkeiten. In manchen können sie Elemente bändigen oder haben Zauberkräfte usw.
    Ich wollte wissen nach welchen Kriterien ihr diese Fähigkeiten verteilt. Bekommt euer Hauptcharakter/Lieblingscharakter der Geschichte einfach eure Lieblingsfähigkeit? Entscheidet ihr das nach der Persönlichkeit oder dem Aussehen einer Figur?


    LG IamI

  • Ich entscheide es ganz am Anfang, wenn ich eine Geschichte anfange. Da mach ich mir erst Gedanken, was für eine Welt es sein soll und was für Fähigkeiten dazu passen. Auf jeden Fall übersinnliche Kräfte, das ist zumindest mein Geschmack. Dann schau ich, welche Charaktere ich erschaffen will und je nachdem, was zu ihrem Charakter und ihrer Lebensgeschichte passt, entscheide ich, welche Fähigkeiten sie haben.

    »Dies ist das wunderbarste Gefühl, das mein Herz jemals würdig gewesen ist zu empfinden;
    und es ist meinem Herzblut gänzlich geringwürdig,
    dass dieses Gefühl nur ein Trugbild ist.«

  • Spontan fällt mir da Wuxia- Genre ein, da haben die Charakter die Eigenschaft, daß sie fliegen können. Zudem haben sie die Eigenschaft, schnell Kämpfer mit verschiedenen tödlichen Waffen zu sein, welche auch Qi Gong benutzen oder die Akupunkturpunt blockieren, die letzten beiden sind allerdings auch in der Realität anwendbar. Weshalb ich auch nie auf die Reihe bekomme, warum man in Deutschland Qi Gong immer mit Gesundheit in Verbindung bringt, da wer wirklich Qi Gong kann, eine fast unbesiegbare menschliche Waffe ist.

  • Ich bin immer sehr spontan. Meistens habe ich eine Hauptstory so ungefähr im Kopf und schmücke sie mit der Zeit ein wenig aus.

  • Wie schon gesagt, sollten die Fähigkeiten in die Welt passen. Bei Grendring wäre es beispielsweise unsinnig, wenn er auf einmal zaubern lernen würde. Das passt nicht in das Universum. (Auch wenn es Magier gibt, wie man später nochmal herausfinden wird ;) ) Genauso wäre es aber auch für ihn untypisch, wenn er einfach nur ein schillernder Held wäre, der sich wirklich jeder Gefahr wegen altruistischer Motive stürzt.


    Ich habe es so gehandhabt, dass ich erst die Welt erschaffen habe und danach den Charakter. Was wäre interessant? Was für einer würde in dieser Welt denn Abenteuer erleben, ohne, dass er aus dem "Bild" dieser Welt fällt? Und dabei kam Gren raus :D


    Ich denke du solltest ihm einfach irgendwelche Fähigkeiten geben. Würfel es zur Not aus, das macht es auch für dich interessanter die Geschichte zu schreiben und vorallem: Es strengt einen mehr an, sodass man nicht bei einer längeren Schreibsession einschläft ;)

  • Also mir persönlich ist es wichtig, dass die Fähigkeit zum Charakter der Figur passt.
    Zum Beispiel beim Tema Elemente: Feuer = Choleriker, Wasser = Phlegmatiker, Erde = Melancholiker und Luft = Sanguiniker ;)


    Ich mag es auch gerne, wenn dann das Aussehen auch schon ein wenig darauf hindeutet. Schließlich ist die Fähigkeit ein Teil der Figur, also kann sie sich auch in seinem Aussehen spiegeln. Besonders bei den Elementen. :D

    ~ Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen und fühlen zu machen ~

  • Ich mag es Fähigkeiten einer Person zu geben. Ich mache es in meinen Bücher meist so das die Person dazu passt. Aber ich mach es meist frei heraus bei einer Person.


    In manchen Bücher ist es zum beispiel wieder anders also jeder Autor hat so seine eigene Ideen im Kopf. Welcher Chara jetzt welche Fähigkeit hat. Und das ist immer das spannede am Buch.


    Liebe Grüße


    Nisha


    Dream as if you´ll live forever. Live as if you´´ll die today.

    Ich brauch kein Prinzen der Drachen tötet,
    sondern einen,
    der mich liebt wenn ich zum Drachen werde!

  • Fähigkeiten zuzuordenen empfinde ich als leichteste Übung.
    Meist gibt es bei mir Elementenkontrolle, Gedanken lesen, Heilen und ähnliches.
    Toll finde ich dabei auch, wenn die Fähigkeiten erst im Läufe der Geschichte "gefunden" werden.
    Und da Fähigkeiten die Personen am besten repräsentieren, entscheide ich meist nach der Persönlickeit einer Person. :D

    A reader lives a thousand lives before he dies. The man who never reads lives only one. George RR Martin

  • Toll finde ich dabei auch, wenn die Fähigkeiten erst im Läufe der Geschichte "gefunden" werden.

    Ja, ich liebe das auch. Sowieso, wenn mein Hauptchara erst entdecken muss, dass es Magie und all das gibt. Das find ich super zum Schreiben :D

    ~ Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen und fühlen zu machen ~

  • Da schließe ich mich auch an. Es ist immer toll wenn jemand grad entdeckt das er Fähigkeiten hat. :)

    Ich brauch kein Prinzen der Drachen tötet,
    sondern einen,
    der mich liebt wenn ich zum Drachen werde!

  • Die Fähigkeiten die ich meinen Figuren gebe ergänzen immer irgendwie ihre Persönlichkeit. Gleichzeitig achte ich aber auch darauf, dass dadurch der Charakter nicht überpowert ist. Je stärker die Fähigkeit ist, desto friedlicher ist bei mir der Charakter und desto mehr denkt er darüber nach, ob er sie einsetzt oder nicht. Solche Figuren die prinziell alles können und für alles ein Talent haben, finde ich doof und langweilig.


    Meist ist bei mir die Persönlichkeit zu erst da und danach überlege ich mir, welche Fähigkeiten auf diese Persönlichkeit passen könnte, damit sie authentisch wirkt. Fähigkeiten im Laufe der Story auszubauen oder zu erlernen finde ich aber sehr interessant und gehört bei mir für die meisten meiner Figuren einfach dazu. Charakterentwicklung macht eine Geschichte immerhin lebendig :)

  • Khyara:
    Dein erster Posting erinnert mich ein wenig an Avatar mit den ganzen Elementbändigern. Die sind meistens wirklich auf das jeweilige Element abgestimmt.
    Ja, ich hab das eine weile gesehen, aber es wurd langweiliger je weiter die Geschichte voran schritt. Genau wie Pokemon... da sind die Pokes auch auf das/die Element/e farblich und charkterlich größtenteils auch abgestimmt.


    Naja...
    ...ich tue mich in letzter Zeit schwer irgendwas vernünftiges an Geschichte zu schreiben, aber wenn ich so zurückdenke gab es da bei mir so eine Phase, wo ich fast nur mit Spezialfähigkeiten um mich geschmissen habe. Ich weiß nur nicht mehr, welche Kriterien ich da angewendet habe... :hmm:
    Ich weiß nur, dass mein Lieblingscharakter Maros Itakeo (=keine hiesige Geschichte) sämmtliche Fähigkeiten erhielt, je mehr Schwertträger er um sich gesammelt hatte.
    Vielleicht sollte ich diese Geschichte mal aufpolieren, denn das war meine Erste die ich mit etwa 10 angefangen habe zu schreiben(handschriftlich- Geschichte mit mehr als 30 Seiten in Bleistift) und ich hab noch einen ganzen Ordner mit Infos, Bildern, Karten und Steckbriefen...vllt mach ich das ^^


    Nun ja. Bis dahin LG
    Lilienweiß

    Wer Stift und Tastatur beherrscht, der hat Macht darüber seine Phantasie seiner Mitwelt zu offenbaren.


    Admin of Nesmyr
    Member of Goroth

  • Ich glaube, ich mache das meistens spontan, wie es gerade passt. Ich mache mir nur sehr selten Gedanken darüber, was ein Charakter alles kann. Außerdem gebe ich gerne Fähigkeiten, die im psychologischen Bereich liegen. Auch nicht selten bei mir ist es, wenn jemand durch Experimente neue Möglichkeiten der Nutzung seiner bereits gegeben Fähigkeiten erarbeitet. Ansonsten versuche ich mittlerweile auch, mit weniger übersinnlichen Fähigkeiten klar zu kommen. Wirkt auf mich realistischer. *Nicht, dass ich übelste Magiergemetzel nicht trotzdem cool fände :D*

    Die Fantasie bietet Uns nicht nur Wege
    und Möglichkeiten, der Realität für einige Zeit zu entfliehen,
    sondern sie erweitert Unseren Horizont. Fantasie schafft sich eine
    ganz eigene, reale Existenz, bildet Uns auf einer höheren Ebene aus
    und stärkt Unseren Charakter.

  • Ich entscheide das am Anfang und schaue wer braucht die Fähigkeit wann und wieso. Ich finde jede Fantasy Geschichte braucht Wesen mit irgendwelchen Fähigkeiten.

    "Aus Asche wird Feuer geschlagen, Aus Schatten geht Licht hervor, Heil wird geborstenes Schwert Und König, der die Krone verlor."
    -Aus Herr der Ringe- Die Rückkehr des Königs


    Lucy: "Wo warst du denn? Warum hast du uns nicht geholfen?"
    Aslan: "Nichts geschieht zweimal auf die selbe Weise, Liebes."


    Lucy: "Wenn ich früher gekommen wäre, würden die, die gestorben sind, noch am Leben sein?"
    Aslan:" Wir erfahren niemals, was passiert wäre, aber was passieren wird, das ist etwas ganz anderes."

  • Ich habe bei meiner Geschichte schon einige zusammentreffen im Kopf und passe die Fähigkeiten so an das sich diese Charaktere besiegen können.
    In meiner Geschichte Splitter spiele ich gerade mit ein paar Charakteren die Op sind und es auch sein sollen. So ist der Pater anscheinend unsterblich. Der Mann mit der Spiegelmaske kann anscheinend durch die Zeit reisen. Eine graue Bestie streift durch Nordamerika und ist ebenfalls stärker als eine normale Bestie.
    Im großen und ganzen erschaffe ich zuerst ein paar Fähigkeiten die in meine Welt passen und der Rest wird angepasst

  • In meiner angefangenen Geschichte ist es so, dass die Hauptprotagonisten von ihren besonderen Fähigkeiten nichts ahnen. Sie passen jedoch zum Charakter der jeweiligen Figuren.


    Da gibt es z. B. einen Jungen, der sich gerne in der Natur aufhält, der vieles über den Wald und seine Tiere weiß. Er hat ein besonderes Gespür, bemerkt Dinge, die andere leicht übersehen. Aus diesen Anlagen heraus wird sich im Lauf der Geschichte seine Begabung herausschälen. Allerdings reicht das alleine nicht aus. Um richtig gut zu werden, braucht er noch etwas anderes, die enstprechende Förderung durch einen Mentor.

    Nur aus dem Schweigen ward das Wort,
    Nur aus dem Dunkel ward das Licht,
    Nur aus dem Tod ward das Leben:
    Hell ist der Flug des Falken,
    In der Weite des Himmels.



    - Die Erschaffung von Éa (Erdsee; Ursula K. Le Guin) -


  • Meine Charaktere hatten eigentlich .... erst ein Mal überhaupt solche Fähigkeiten.
    Uff, das ist so lange her, ich weiß nicht mal mehr genau was es war XD
    Egal: Grundsätzlich können meine Chars eigentlich nichts, was andere nicht auch können könnten.
    Lorie ist eine Diebin. Einbrechen kann man lernen.
    Kea ist Soldatin. Sie hat Kämpfen gelernt und kriegt ihre gesteigerte Reaktionsfähigkeit von einer Droge. Wenn sie die Droge nicht mehr nimmt, hat sie auch die Fähigkeit nicht mehr. Kämpfen kann sie trotzdem, das allerdings kann auch jeder lernen.
    Irgendwie bin ich weggekommen von den mächtigen, magischen Fähigkeiten, die nur der eine Auserwählte besitzt. Wahrscheinlich, weil ich keine Highfantasy mehr schreibe ... Es geht einfach nur noch um die Chars und man kann auch ohne die Besonderen Fähigkeiten Fantasy schreiben ... ^^
    Grundsätzlich suche ich mir natürlich schon Fähigkeiten aus, die zu den Charas passen.
    Wenn Kea als Soldatin gut Schlösser knacken, aber nicht kämpfen kann und Lorie kämpfen, aber nicht schleichen ... naja ihr wisst was ich meine XD
    Gezielt suche ich mir die Fähigkeiten allerdings nicht aus.
    Da ich Kurzgeschichten schreibe, brauche ich dafür kein Konzept und meistens ergibt sich alles im Text während ich schreibe. Die Fähigkeiten sind einfach das Naheliegende. Schreibe ich eine Soldatin ist von vorne herein klar, was sie können muss usw. Es ergibt sich einfach. Ich wähle während dem Schreiben den Char und verpasse ihm das Nötige :)

    Writers aren't exactly people ... they're a whole bunch of people trying to be one person.
    - F. Scott Fitzgerald

  • Irgendwie bin ich weggekommen von den mächtigen, magischen Fähigkeiten, die nur der eine Auserwählte besitzt.

    Das geht mir meistens genauso. Ich versuche auch zu erreichen, dass meine Charaktere ganz normale Menschen und keine übermäßig außergewöhnlichen Helden sind. Ich finde das einfach spannender.

    „Alice, man darf sein Leben nicht nach anderen richten. Du allein musst die Entscheidung fällen.“ [Alice im Wunderland]

  • Diese klassischen Protagonisten die nicht von ihrem Erben wissen, die Nachkommen von Zeus, Allah, DschingisKhan Napoleon und CaptainFuture gleichzeitig sind, supertolle magische Fähigkeiten haben, gleichzeitig noch mit dem Schwert super umgehen können, das aber erst im Laufe der Geschichte lernen und natürlich auch noch der Erlöser der Prophezeiung sind etc.


    Das mag in Jugendliteratur einigermaßen ok sein, aber ist ansonsten doch schon sehr abgelutscht und relativ öde irgendwie. :/

  • Das mag in Jugendliteratur einigermaßen ok sein, aber ist ansonsten doch schon sehr abgelutscht und relativ öde irgendwie.

    Genau so sehe ich es auch. Wie soll man mit irgendeinem Prota mitleiden können, wenn man weiß dass das Ganze nur hochgezogen wurde um ihn glänzen zu lassen. Unsterbliche gehören in den Olymp und nicht in Blut und Dreck.

    Adler erheben sich in die Lüfte
    aber Wiesel werden nicht in Flugzeugturbinen gesogen