Die ungeschriebenen Gesetze

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    • Die ungeschriebenen Gesetze

      Okay, zu diesem Thread sind ein paar Worte der Einleitung notwendig:
      Spoiler anzeigen
      Ich habe lange überlegt, ob ich das hier poste und vor allem, wohin ich es poste. Wer hier in der Erwartung reinliest, eine spannende Story zu finden, den enttäusche ich jetzt schonmal. Die ungeschriebenen Gesetze sind nämlich eine von mir erstellte Sammlung stereotypische Ereignisse/Handlungen/Fakten aus Fantasy und Sci-Fi- Geschichten sowie Filmen, die einfach immer wieder und wieder und wieder gerne verwendet werden - eben ungeschriebene Gesetze, nach denen sich viele Stories richten. Ich sammle diese Gesetze ganz bewusst, weil es mein Ziel beim Schreiben von Geschichten ist, mit möglichst vielen davon zu brechen (Das ist nicht immer machbar, so eine Rettung in letzter Sekunde hat nunmal einen tollen Effekt :D ) und vor allem, um hier meinen geistigen Unsinn loszuwerden! Deswegen steht es hier, als Humoristic-Fantasy.
      Mein Ziel ist es, 100 ungeschriebene Gesetze zu sammeln, aber dieses Projekt läuft nur immer mal wieder nebenbei, es gibt also bisher erst 10 Gesetze. Vermutlich wird dies ein sehr langfristiges Projekt :) Ich fange dann mal gleich mit dem ersten Gesetz an, wobei ich noch hinzufügen muss, dass die Nummerierung bisher nur willkürlich nach der Reihenfolge des Einfalls bestimmt wird. Wenn das Projekt fertig werden sollte, wird anschließend eine bessere Struktur hineingebracht :)


      1) Den Bösen plaudern lassen


      Kennen Sie das? Irgendein unheimlich finsterer Finsterlord der Finsternis hat Sie in seinen Kerker gesperrt und tritt nun mit einem finsteren Fieslingsgrinsen in die Zelle und baut sich breitbeinig vor Ihnen auf. Oder Sie waren gerade dabei, auf einem außerirdischen Schlachtkreuzer Sprengladungen anzubringen, um ihre Heimat vor einer drohenden Invasion zu schützen, als mit einem Mal der machtgierige und obendrein wahnsinnige (es ist unmöglich machtgierig und nicht gleichzeitig wahnsinnig zu sein, wenn man als Bösewicht ernst genommen werden will!) Planeteneroberer, Alienimperator etc. von seiner Leibgarde flankiert in der Tür steht und ihr ganzes Handeln zum Scheitern verurteilt? Ja? Dann können Sie sich freuen, denn auch für diese Situation gibt es ein ungeschriebenes Gesetz:
      Weil er eben so unendlich böse ist, wird Sie der Finsterlordalienimperator nicht einfach so töten, das wäre ja langweilig. Nein, er will sich an Ihrem Elend ergötzen, den Ausdruck der Erkenntnis Ihres Scheiterns so richtig genießen. Also lassen Sie ihn ruhig. Gewöhnlich sind solche Individuen sehr erzählfreudig und decken an dieser Stelle auch noch ihren unendlich bösen Plan zur Vernichtung der Welt auf – wenn sie Glück haben, natürlich. Heucheln Sie ein wenig Niedergeschlagenheit vor und stellen Sie von Zeit zu Zeit eine deprimierte Frage, wie er denn von Eurem unendlich guten Plan zur Rettung der Welt erfahren konnte. Der Böse wird natürlich darauf eingehen (schließlich ist er ja zu böse, um Sie einfach zu töten) und alles ausplaudern. Das Tolle: Exakt, aber auf den Satz genau, werden, nachdem er geendet hat, Ihre Freunde erscheinen und Sie mit einem supertollen Spezialtrick herausholen. Um einen besseren Effekt zu erzielen gibt es hier an dieser Stelle allerdings nochmal den Tipp, es lieber selbst zu machen, das erhöht Ihren Status als Held. Schließlich brauchen Helden keine Freunde, sie sind alleine toll genug! Nachdem Sie also dem Klauen des Bösen entkommen sind werden Sie (weil der Böse euch ja wirklich alles erzählen musste) etwas ganz Tolles tun und sein Raumschiff/Festung/Unterschlupf etc. mal eben zu pulverisieren. Das führt dann natürlich sofort zu:

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • Okay, das ließt sich einfach als Parodie des gesammten Genres und ist somit auch gelungen :thumbsup:

      Das führt dann natürlich sofort zu:


      Ich find das keine nette Stelle, den Post zu beenden, denn jetzt muss ich mich bis zum nächsten Post fragen, wohin das denn natürlich führt :(.
      Ansonsten erinnert mich das ein bisschen an den unterschwelligen Humor von Deponia oder sonstiger Titel von Daedalic Entertainment, in dem solche Genrecliches auch gern mal auf die Schippe genommen werden.
      Phyrene lag am Rande eines Hügels, inmitten des Waldes, als versuche es,sich zwischen den Stämmen zu verstecken, unsichtbar zu werden in einer Welt, inder das Unauffällige überlebte. Ein Palisadenwall umgab die Stadt und die Höferingsum, schien die letzten Spuren der Menschlichkeit einzufassen, als könntesie durch die kleinste Lücke entströmen und in der Unbarmherzigkeit der Zonevergehen, verklingen wie der letzte Ton eines Liedes.
      Das Lied der Stille
    • Du sprichst mir aus der Seele, Fuchs!!! Das ist immer so, dass die Bösen ihren Plan verraten, daraufhin etwas passiert, der Held kommt frei und dem Imperator/Bösewicht ect. Vergeht sein vorheriges böses und wahnsinniges Lachen, was meist nach der Erzählung der Einzelheiten folgt!!!

      Super geschrieben

      :thumbsup:
    • @Myrtana222: Ja, ich weiß, der Break ist doof gewählt, aber viele der Gesetze leiten gleich ins nächste über und ich wollte nicht einen Riesenabschnitt posten.
      @Jennagon: Hab mir irgendwie gedacht, dass dich diese Parodie ansprechen wird ;)



      2) Der epische Bosskampf/oder die Flucht des Bösewichts (je nachdem, ob Einzel- oder Fortsetzungsroman, unzutreffendes bitte streichen)


      Ich glaube, zum epischen Bosskampf habe ich jetzt keine Lust, meinen Senf beizugeben ... ah, na gut, überredet: Held wird halbtotgeschlagen und mit dem letzten Aufgebot seiner Kräfte tötet er seinen Widersacher. Das war der Extremfall. Wirklich, ich habe nie eine Story verfolgt, in der der absolute Bösewicht einfach gestorben ist. Den könnte doch ruhig mal Herzversagen ereilen, oder? Ist doch nicht auszuschließen, sterben genügend Leute dran. Außerdem kann es ja nicht gesund sein, sich ständig mit bösen Dingen zu beschäftigen, das lastet auf der Seele und führt zu krankhaftem Durchfall. Warum nicht auch zu Herzversagen? Genau! Weil es langweilig ist! Also sterben nur langweilige Nebencharaktere an Herzversagen, (allerdings nicht, wenn sie böse sind, denn böse Nebencharaktere sind nicht langweilig. Diese werden vom Oberbösen persönlich für ihr Versagen bestraft (wenn es denn Handlanger sind), um die Bösartigkeit des wirklich Bösen noch mehr zu unterstreichen).
      Zum Glück gilt dies auch für die Helden. Und genau aus diesem Grund, weil weder Held noch Bösewicht langweilig sind und nicht die Güte besitzen, an etwas banaleren als einer stylischen Enthauptung/Einäscherung durch den berühmten Feuerball/Ganz ausgeklügelten und genialen Plan oder Falle (Die Liste lässt sich weiter fortsetzen und ist nur durch die eigene Kreativität beschränkt) [Achtung und jetzt kommt das Ende dieses ekligen und kompliziert verschachtelten Satzes] zu sterben [Luft holen], muss eben ein epischer Bosskampf dazwischen geschoben werden, aus dem meist der Held als Sieger hervortritt. Je nach Geschichte (siehe Anmerkung in der Überschrift). Alles klar soweit? Nein? Da gibt es noch eine andere Art, wie der Bosskampf enden kann? Ja stimmt!
      Wenn der Held unterlegen ist - ja das kommt vor - und der Böse zum finalen Schlag ausholt, dann ist es Zeit für:


      3) Ein Sandwich


      Nein, das war die falsche Überschrift. Ich meine natürlich, es ist Zeit für:


      4) Die Rettung in letzter Sekunde


      Muahaha! Da ist sie endlich! Die berühmte Rettung in letzter Sekunde! Es gibt sie überall! Sie ist der Boss unter den ungeschriebenen Gesetzen! Niemand kann der Rettung in letzter Sekunde entkommen! Widerstand ist zwecklos!
      ...
      *Räusper* Ich glaube, da hab ich mich jetzt etwas mitreißen lassen. Also zur Rettung in letzter Sekunde gibt es wirklich nicht viel zu sagen. Ihr seid der Held, Ihr könnt nicht einfach sterben. Selbst wenn das Schwert Eures Widersachers bereits auf Euren Hals zusteuert, im allerletzten Moment, wird die Klinge von Eurem langjährigen Freund/Eurem Lehrmeister/einem mysteriösen Fremden etc. abgefangen werden.
      Also vertraut immer auf die letzte Sekunde, denn sie wird immer da sein, um Euch zu schützen. Und das Extratolle an ihr ist, dass sie nur im seltesten Fall dem Bösewicht widerfährt. Ja, das ist wirklich so. Bösewichte haben nämlich von Grund auf nicht genügend Vertrauen, um von dem Boss, der Rettung in letzter Sekunde, beachtet zu werden. Ihr seht, so ein Heldendasein ist richtig was Feines. Überall gibt es Boni und kleine Vergütungen für Eure Arbeit. Sowas wird in Stellenbeschreibungen nämlich meist aus Gründen der Dramatik unterschlagen.

      Äh ... wo war ich stehen geblieben? Ach ja.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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    • 5) Sich opfern


      Das gehört irgendwie dazu. Ich weiß selber nicht, woher es kommt, aber es wird nun einmal in unserer Gesellschaft als besonders edel angesehen, wenn sich jemand für das Leben eines anderen selbst opfert. Wahrscheinlich, weil es im echten Leben niemand tut. Okay, okay, ignoriert bitte den letzten Satz, ich geb ja zu, das kann man wirklich nur wissen, wenn man sich wirklich einmal in einer solchen Situation befunden und sich selbst geopf... schon verstanden, das war wieder ein blöder Satz, denn wenn man sich selbst in dieser Situation befunden hat, hat man sich ja schließlich geopfert und ist dann leider nur noch auf Wege astraler oder postmortaler Kommunikation in der Lage, der Nachwelt davon zu berichten. Ihr müsst in einem solchen Fall also einfach hoffen, dass derjenige, für den ihr euch geopfert habt, es auch wirklich wert war und es im Nachhinein überall herumposaunt. Wenn ihr allerdings Pech habt, dann ist besagter Freund ein Held - also ein Arschloch, welches den ganzen Ruhm für sich alleine einsackt und behauptet: „Hilfe? Nein, wie kommst du darauf? Das hab ich alles allein geschafft!“
      Halten wir fest, an sich ist „sich opfern“ also eine ganz feine Sache, wenn man es für die richtige Person/Sache/Vaterland/usw. tut. Allerdings sollte man es wirklich - und ich meine wirklich! - überzeugt tun. Und bitte: Nicht übermäßig theatralisch.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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    • Das typische Selbstopfer, ja :D
      Man kann sich aber auf viele Arten opfern, gerade auch in diesem Klischee, als mit dem Leben!
      Eine typische Situation, die ich dazu kenne ist; Wenn der Held sich verurteilen lässt, also alle Schuld auf sich läd, nur weil Crew, die große Liebe, Freund, Familie ect. ansonsten leiden würde. Natürlich kommt am Ende die Wahrheit heraus und der Held wird rehabilitiert. Meist auch dann durch die Hilfe seiner Freunde, Verwandten, der großen Liebe, ect. oder er schafft es alleine, durch seine zuvor geplante Flucht und der Bloßstellung des wahren Bösewichts, der wiederum alles gesteht, als der Held sich vor ihn stellt! ;)

      Gut getroffen der kurze Text!!!!

      WEITER BITTE
    • 6) Dem Helden Zeit verschaffen


      Führt sehr, sehr häufig zu „sich opfern“, also auch dieses ungeschriebene Gesetz mit Vorsicht genießen.
      Okay, wovon ist also die Rede? Nun, der Held und seine Truppe geraten in eine gefährliche Situation. Das an sich ist am Heldendasein nichts Neues, das passiert ja jeden Tag, nein, gemeint ist eine gefährliche Situation. Also so wirklich gefährlich. Praktisch auswegslos (Siehe Gesetz 13) Die ausweglose Situation).
      An dieser Stelle bleibt einer der Gefährten des Helden stehen und sagt folgenden epischen Satz:
      „Geh ohne uns weiter. Wir werden sie aufhalten!“
      Dann folgt erstmal heftiger Protest. Schließlich kann der Held seine Freunde nicht einfach im Stich lassen, doch seine Überredungsversuche sind fruchtlos. Nachdem mit der Diskussion schon fast so viel Zeit verschwendet worden ist, wie man durch das Aufhalten der Gegner gewinnen kann, gibt sich der Held geschlagen und zieht allein weiter, um seine Freunde dem unausweichlichem Schicksal zu überlassen. In vielen Fällen besteht dieses Schicksal wie schon erwähnt aus „sich opfern“ oder einfach aus „abgeschlachtet werden“.
      Also liebe Gefährten, bevor ihr euren Helden Zeit verschaffen wollt, schaut erstmal, ob es sich überhaupt lohnt. Dazu könnt ihr folgende Formel benutzen:

      Lohnende Zeit = Kampfkraft eurer Truppe [Entsteht aus eurer Anzahl mal der Summe der Heldenfaktoren aller Gruppenmitglieder außer des Helden] minus Kampfkraft der Feinde [e hoch A, wobei A nur die Anzahl der gegnerischen Feinde ist [Gegnerhorden haben keinen Heldenfaktor bzw. Fieslingskeitsfaktor. Dass der Zusammenhang exponentiell ist, ist schon böse genug]] minus Anzahl der Bossgegner mal ihrem Fieslingsfaktor) minus Sturheit eures Helden minus Intensität der Gefühle, die euer Held euch entgegenbringt [geht im Grenzwert oft gegen 0, also kann der Term vernachlässigt werden] plus Das Maß an Entschlossenheit, das ihr in eure Stimme beim Sagen jenes epischen Satzes legt minus Eurem Zusammenhalt als Gruppe.

      Wenn ihr euch an diese Formel haltet, kann viel Zeit und eventuell auch Leben gewonnen werden – sofern einer von euch ein guter Kopfrechner ist.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








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    • 7) Den bösen Truppen unnötige Zeit verschaffen


      Was diese Überschrift soll? Ja, worauf spiele ich wohl an?
      Einer der Gefährten des Helden wird durch einen Pfeil/Feuerball/Geschoss/Explosion/etc. schwer verletzt. Dies geschieht natürlich immer in einem ungünstigen Zeitpunkt, sprich, einem Zeitpunkt, zu dem ihr als Held etwas in Eile seid und lieber Fersengeld geben wollt. (Was soll das heißen, Ihr flieht nicht aus einem Kampf!? Na gut, überredet, Ihr seid in Eile, um noch rechtzeitig den bösen Magier am Durchführen seines dämonischen Rituals zu hindern. So besser?)
      Und was passiert? Euer Freund kann nicht weiter und Ihr denkt euch nur, nicht schon wieder ...
      Ihr wollt ihm aufhelfen, aber um ihn den ganzen Weg zu stützen, bleibt nicht genug Zeit, das wisst ihr beide. Es folgt der epische Satz eures Freundes: „Lauf endlich weiter! Ich komme schon klar.“ Und wieder wisst ihr beide, dass das nicht wahr ist, weil gerade die gegnerischen Truppen am Ende des Korridors aufgetaucht sind und euch sofort gesehen haben. Echt, das Timing dieser Jungs ist auch wirklich immer beschissen ...
      Da Ihr unendlich gut seid, könnt ihr Euren Freund nicht zurücklassen und helft ihm aus der Gefahrenzone. In der Zwischenzeit hat der Böse Hexenmeister sein dämonisches Ritual beendet, Ihr kommt zu spät, eine Kreatur des Bösen erwacht aus den Untiefen der Hölle und reißt bei seiner Erweckung die halbe Stadt mit ein.
      Dabei sterben 10.000 unschuldige Bürger. Das ist etwas ärgerlich, aber okay, da der Leser keine Empfindungen mit diesen 10.000 Bürgern in Verbindung bringt und froh ist, dass Euer Freund überleben konnte, weil er ein gut gestalteter Charakter ist, den die Leser lieb gewonnen haben. Aber Ihr selbst wisst es besser, Ihr kanntet den Mann vom Markt, der euch jeden Morgen Euer Brot mit einem Lächeln verkaufte, den Hauptmann der Wache, der für euch wie ein Vater war und Euch im Schwertkampf ausgebildet hat, als Ihr gerade ein Kind wart, den alten Mann auf der Bank vor der Taverne, der immer Geschichten von seinen Reisen erzählt hat, die junge Frau, mit der Ihr in Eurer Freizeit als nicht-Held angebandelt habt und die Euch abends ... öhm, aufgemunter hat. Und was jetzt?
      Bedauern? Schuldgefühle?
      Vergesst es! Euer Freund lebt und die Leser kennen die 10.000 Leute nicht einmal. Ein traurig gemurmeltes „Ich mache es wieder gut“ hilft schon. Zeigt ein paar Schuldgefühle, lasst ein paar Tränen fließen und niemand – bis auf „den typischen Unruhestifter“ – kann Euch mehr böse sein. Was? Ihr könnt den Hauptmann der Wache, den alten Mann vor der Taverne und Euer Mädchen nicht einfach vergessen? Ihr habt echte Schuldgefühle? Es tut wirklich weh?

      Tja ... der Psychiater gehört leider auch zu den 10.000 Toten ...

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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    • So eine "Lauft weiter...", Situation hab ich auch bei Stranger 2905 8| Jetzt komm ich mir ja so dumm vor :rofl: aber bei mir ist es zumindest der Held, nicht die Freunde :thumbup:
      Bei der Rechenaufgabe hatte ich ein Knoten im Hirn,... Gibts dafür ne sichtbare Formel :D HAHAAHAHAH

      Super Text :thumbup: :thumbup:

      Ich finds weiterhin klasse
    • @Jennagon:
      Siehstwoll, deswegen sind es ja ungeschriebene Gesetze, sie gelten immer wieder ;) Ich mach mal munter weiter :) Diesmal was aus den Sci-Fi-Bereich, aber das hab ich dir ja schon im Chat gezeigt, Jen ;)

      8 ) Energiefelder


      Oh, etwas ganz Feines. In nahezu jeder Story aus dem Science-Fiction Bereich sind gute alte Eisenstäbe überholt und durch ein Kraftfeld ersetzt worden und zwar nicht, weil diese effektiver sind, nein, sondern weil sie einfach verdammt cool aussehen! Leider hat diese fortschrittliche Erfindung einige Nachteile. Erstens: Energiefelder verbrauchen – wie der Name nahe legt – Energie. Das ist zum einen schädlich für die Umwelt und Eure Brieftasche, zum anderen aber auch sehr risikobehaftet. Man stelle sich vor, in einem Forschungskomplex werden nur Energiefelder verwendet. Zum Beispiel, um giftige Substanzen unter Verschluss zu halten, mordgierige Aliens in eine Zelle zu sperren oder – im Falle einer Raumstation – das tödliche Vakuum schön draußen vor der Tür zu lassen. Und was passiert nun, wenn die horrende Stromrechnung nicht bezahlt wurde? Ja, ganz genau.
      Zum Glück ist das nur ein Extremfall. Im Allgemeinen dienen Kraftfelder nur dazu, um auf Raumschiffen die Gefangenen in eine Zelle zu sperren. Auffallend ist, dass, sollte das Raumschiff in ein Gefecht geraten, nach dem ersten Treffer als erstes jene Kraftfelder ausfallen, um den bösen Buben – manchmal auch den Helden, kommt auf die Story an – die Flucht zu ermöglichen. Also bitte. Das sollen fortschrittliche Sicherheitssysteme sein? Die dürfen nicht nach dem ersten Treffer ausfallen! Ein bisschen Rückbesinnung könnte nicht schaden, es sei denn, einer von euch kann mir beweisen, dass Eisenstäbe sich bei einem Stromausfall oder einer Schwankung im Energiefluss sofort in Luft auflösen. Och jetzt kommt mir nicht mit Energieeisenstäben, das ist lächerlich.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








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    • 9) Der Feuerball


      Ganz spontan: Welches ist der erste Zauber, der euch in den Kopf kommt, wenn von Magie die Rede ist? Ja brav, gut gemacht, der Feuerball natürlich. (Was soll das heißen „ich hab nur daran gedacht, weil das dort in der Überschrift stand!?“ Was für eine billige Ausrede ist das denn?) Okay, dann stelle ich mal die berechtigte Frage: Warum ist das so?
      Also, Feuer ist natürlich etwas, von dem wir wissen, dass es uns wehtun kann, wenn wir ihm zu nahe kommen. Das können Messer auch? Ja, aber die kann man an einem Ende wenigstens anfassen, bei Feuer ist das nicht möglich, Mister Offensichtlich hat gesprochen. Zudem ist Feuer eines der vier Elemente und die Vorstellung, einen Ball dieses Elements zu formen und einem Gegner den Hintern anzuzündeln ist doch eine ganz nette Vorstellung. Das Einzige, was nicht so toll ist, ist der anschließende Geruch, aber darüber kann man schweigen. Nein, wenn wir uns auf die Elemente besinnen, macht nur Feuer Sinn, oder etwa nicht? Wollt Ihr Eurem Widersacher etwa einen Wasserball entgegenschleudern? Nein ehrlich, der lacht euch aus. Das könnt Ihr nur machen, wenn ihr Kannibale seid und euer Gegner ein ungewaschener Barbar. Erde? Ja, so ein Felsbrocken ist ganz nett, allerdings ein wenig rustikal und nicht episch genug, ihr wollt ja eine Show für die Nichtmagier hinlegen. Bleibt Luft. „Uh seht her, ich halte hier eine Kugel Luft in meinen Händen. Ihr könnt sie nur nicht sehen, aber sie ist da. Nein wirklich. Hey, kommt nicht näher! Was habt ihr mit der Axt vor? Seht ihr nicht, dass ich euch mit meinem Luftball überlegen bin? Na gut, ihr habt es so gewollt, nehmt dies! *Pause* Oh Sch...“
      Ihr seht, nur Feuer ist wirklich stylisch.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • EY! Ich hab nur dran gedacht, weil es in der Überschrift- ...oh. 8| Hups.

      Ne, ehrlich ^^ ganz grosse Klasse! Obwohl mir noch der Gedanke mit dem Gewitterball kam- der wird auch recht beeindruckend wirken, mit Gerumpel-und Geblitzgedöns... Aber Feuer ist natürlich die absolute Nr. 1 ;)

      Immer weiter so :thumbsup:

      "You know what the big problem is in telling fantasy and reality apart? They're both ridiculous."

      - Twelve

    • So, bin auch mal wieder dazugekommen zu lesen :D
      Durchwegs war und immer mit einem wahren Kern... oder eigentlich viel mehr, rundum wahr.
      Tja ... der Psychiater gehört leider auch zu den 10.000 Toten ...

      Das kam überraschend und einfach hammer :thumbsup: Ich roll mich innerlich vor Lachen auf dem Boden :D
      Phyrene lag am Rande eines Hügels, inmitten des Waldes, als versuche es,sich zwischen den Stämmen zu verstecken, unsichtbar zu werden in einer Welt, inder das Unauffällige überlebte. Ein Palisadenwall umgab die Stadt und die Höferingsum, schien die letzten Spuren der Menschlichkeit einzufassen, als könntesie durch die kleinste Lücke entströmen und in der Unbarmherzigkeit der Zonevergehen, verklingen wie der letzte Ton eines Liedes.
      Das Lied der Stille