Die ungeschriebenen Gesetze

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    • Schon nach den ersten Sätzen musste ich breit grinsen. Schön, dass es wieder ein neues Gesetz gibt. Und dass es selbst bei Nummer vierunddreißig und fünfunddreißig noch so essentielle Grundlagengesetze sind :D
      Natürlich muss der Held gut aussehen. Und wenn er angeblich nicht gut aussieht, muss er natürlich trotzdem gut aussehen. Und sich aufteilen ist auch immer eine gute Idee.
      Na gut, manchmal ist es das ja wirklich. Wenn man viel zu erledigen hat.
      Was mir aufgefallen ist, ist dass der Text ein bisschen zu aggressiv klingt. Mir fehlt dabein wenig das gelassene Augenzwinkern.
      Aber cool, dass der Held mitmischt.
      Blubb, blubb, blubb ... ich bin ein Fisch.
    • Hehehehe, das hier war ja schon lange Mal fällig ^^

      Ich mag deine aufgeschriebenen ungeschriebenen Gesetze. Sie sind amüsant und bringen mich immer zum Schmunzeln.
      Und ich weiß, dass du noch mehr hast und der Thread nicht irgendwann einstaubt :D
      Ich werds hier wieder weiterverfolgen, nicht mehr bei Wattpad :)

      Ich freu mich schon auf mehr :D

      Hikari

      Keen to the scent, the hunt is my muse
      A means to an end this path that I choose
      Lost and aloof are the loves of my past

      WAKE THE WHITE WOLF, remembrance at last

      Chaos hat gesagt, dass ich "süß und flauschig" bin :love:
    • Dinteyra schrieb:

      Was mir aufgefallen ist, ist dass der Text ein bisschen zu aggressiv klingt. Mir fehlt dabein wenig das gelassene Augenzwinkern.
      Aber cool, dass der Held mitmischt.
      Hmm, möglich. Ich gebe zu, dass mich manche Stereotypen schon ziemlich anpissen, vielleicht bin ich manchmal beim Schreiben etwas genervt. Ich hoffe, dieses hier hat einen etwas weniger aggressiven Ton.




      37) Der Held darf niemanden töten


      Ja genau, Ihr habt es erfasst, Ihr dürft den finsteren Lord von Finsterstein gar nicht töten? Wieso, fragt Ihr? Nun, die Antwort liefert dieses Gesetz!
      Beginnen wir bei einer Grundeigenschaft des Helden, wenn nicht sogar DER Bedingung schlechthin, die einem Menschen zum Helden macht. Nein, ich spreche diesmal nicht vom Auserwählten. Also denkt mal nach, was braucht ein Held unbedingt?
      Nein, viele Frauen ist nicht die richtige Antwort! Ich spreche nicht von etwas Materiellen, sondern von einer Charaktereigenschaft! Und nein, Mut ist zwar gut geraten, aber nicht so grundlegend wie etwas anderes.
      Also, was muss ein Held unbedingt sein? Kleiner Tipp, es fängt mit „G“ an.
      Nein, G8 ist keine Charaktereigenschaft, sondern eine Erfindung des Finsterlords.
      Na gut, ich sag es Euch: Der Held ist natürlich unendlich gut! Und weil Ihr so unendlich gut seid, dürft ihr den Bösen nicht einfach erschlagen. Schließlich ist der finstere Fürst von Finsterstein auch nur eine fehlgeleitete Seele, die ein Recht auf Erlösung und somit eine Chance verdient hat. Vermutlich haben ihm seine Eltern, als er noch ein Kind war, nie Kekse geschenkt, weswegen er jetzt Eure einfach geklaut ...
      Stopp, hiergeblieben! Und legt die Axt wieder weg! Ich hab gerade gesagt, Fürst Finsterlich hat eine Ausrede! Da ist immer noch Gutes in ihm!
      Also, wenn Ihr ihn besigt habt und er entwaffnet vor Euch liegt, dürft Ihr den Fiesling nicht töten. Das wäre nämlich böse. Und da ihr gut seid, dürft Ihr das nicht tun, sonst seid Ihr kein Held, so einfach. Es sei denn, es passiert ausversehen im Kampf, während Ihr eine hilflose Person verteidigt, dann gilt hier der einzige Ausnahmefall.
      Nein, es ist egal, ob Ihr mit dem Tod des Bösen 10.000 unterjochte Bürger des Königreiches rettet, das ist KEIN Ausnahmefall! Es geht hier ums Prinzip! Ihr könnt keine wehrlose Person töten, auch nicht wenn sie böse ist. Nur wenn sie im Kampf stirbt. Aber das weiß der Finsterlord natürlich, weswegen er irgendwann „ausversehen“ sein Waffe wegwirft, damit dieses Gesetz hier sein Leben verschont, aber das nur am Rande.
      Es heißt nicht, dass er seiner gerechten Strafe entgehen soll, nur töten dürft ihr ihn eben nicht. Appeliert an das Gute in ihm, macht ihm seine Fehler bewusst, erreicht und erweicht sein Herz, gebt ihm die Erösung, die er verdient und führt ihn zurück auf eine rechtschaffenden Pfad ...
      ... damit ihn am Ende ein wütender Mob tötet. Die dürfen das, ein wütender Mob ist niemals gut!


      Jedenfalls, wenn ihr gewonnen habt und der Böse Euch ausgeliefert ist und ihr dann gütig seid und ihn verschont, gibt es folgenden Möglichkeiten:

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • Möglichkeit a) Bekehre ihn zum Guten.
      Möglichkeit b) Nimm ihm seine Kräfte.
      Möglichkeit c) Blockiere seinen tödlichen Angriff, wodurch er selbst davon getroffen wird.
      Möglichkeit d) Zeige ihm die Sinnlosigkeit seines Tuns und seine eigene Grausamkeit und lasse ihn selbstzerstörerisch tätig werden.
      Möglichkeit e) Tue nichts. Der Fehler in seinem Plan führt zu automatischer Selbstauslöschung.
      Möglichkeit f) Werfe ihn in das Gefängnis.
      Möglichkeit g) Vertreibe ihn einfach nur. Er kommt erst im nächsten Band wieder.
      ...

      Dieses Gesetz ist natürlich so eine Sache. Es ist einfach super offensichtlich und manchmal realitätsfern, aber in viele Geschichten passt es super. Manche weichen aber auch bewusst davon ab und das kann auch sehr spannend sein.
      Blubb, blubb, blubb ... ich bin ein Fisch.
    • 38) Das Ende des Antagonisten oder des Konflikts


      Ja, so sieht´s aus, viel mehr Auswahl als die in der Überschrift gegebene gibt es nicht. Der Antagonist muss einfach irgendwann entsorgt werden, nach seinem Verfallsdatum fängt er nämlich an, unschön zu riechen - besonders wenn Euer Widersacher ein Untoter ist. Obwohl ... er müffelt dann vermutlich die ganze Zeit. Gehört zum Image und so.
      Die einzige Möglichkeit, dieses Gesetz zu umgehen, ist es, von Gesetz 2 gebrauch zu machen und das Ende hinauszuzögern. Wenn der Antagonist einfach zu sympatisch ist, lässt sich das auch immer und immer und immer wieder wiederholen. Aber jetzt mal angenommen, Ihr seid wirklich der Held, den ich in Euch sehe, dann werdet Ihr den Schuft natürlich nicht entkommen lassen. Und da Ihr ihn auch nicht töten dürft, gibt es nur folgende Möglichkeiten, wie der Antagonist oder der Konflikt enden können:


      38a) Der Tod des Antagonisten


      Lord Finsterstein stirbt einfach trotzdem - allerdings nicht durch Euch! Ihr könnt Euch auf Euren Reisen ein paar durchgeknallte Sidekicks suchen, die das für Euch erledigen. Je weniger heldenhaft sie sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie den Bösen am Ende richten. Ansonsten kann das wie in Gesetz 37 schon erwähnt, auch ein wütender Mob tun, wenn ihr gerade dabei seid ...


      38b) Den Antagonisten ins Gefängnis werfen


      Ihr nehmt den Typen gefangen und sperrt ihn irgendwo weg, weil Ihr zu gütig seid, um ihn zu töten, Lord Finsterstein aber auch nicht frei auf seinem finsteren Berg in seinem finsteren Schloss in seinen finsteren Zimmern tun und lassen darf, was er will. Das wäre unverantwortlich. Also sperrt man ihn für den Rest seines Lebens in ein finsteres Loch - das ist kein großer Unterschied zu seinen sonstigen Gemächern. Dort darf er dann fernab von all dem Spaß, den das Leben bietet in Einsamkeit und der Ödnis der Langeweile versumpfen, bis er am Ende doch stirbt. Wirklich sehr gütig von Euch.
      Ihr solltet aber bedenken, dass diese Lösung oftmals noch einen Umweg über Gesetz 2 nimmt, weil Gesetz 8 beachtet wurde.
      Wieso fragt Ihr mich, was das im Klartext heißen soll!? Ich hab Euch diese Gesetze doch lang und breit erklärt! Wie, das könnt Ihr Euch nicht merken, weil Ihr unter dem Einfluss von Gesetz 23 steht? Na dann schlagt es nach!
      Nein, nachschlagen bedeutet, dass Ihr im Buch die vergangenen Kapitel lesen sollt, und nicht, dass ihr mir solange mit der Faust auf den Kopf haut, bis ich es sage. Und ... jetzt hört endlich auf, ich bin noch nicht fertig!



      38c) An das Gute im Antagonisten appellieren



      Ihr dringt tatsächlich verbal zu Lord Finsterstein durch, der das Land nur terrorisiert hat, weil seine Eltern ihn als Kind nicht lieb genug hatten. In dem Fall wird ihn die ganze Sinnlosigkeit und Grausamkeit seines Handelns bewusst und er fühlt erstmalig etwas wie Reue. Das ist zwar extrem unwahrscheinlich, weil die ganzen grausamen Taten bei ihm inzwischen jegliche Reue abgetötet haben werden, aber manchmal funktioniert es trotzdem. Ihr müsst nur genau den Kern seiner seelischen Störung treffen. Wird nur schwer sein, da der Psychiater ja in Gesetz 7 verstorben ist ...
      Naja, jedenfalls wird das Gewicht seiner Taten vermutlich zu groß für ihn sein, worauf er sehr wahrscheinlich Gesetz 5 anwenden wird. Obwohl ... wirklich opfern tut er sich nicht, er hat nichts wofür er sich opfern kann. Also begeht er wohl eher einfach Selbstmord.
      In den seltensten Fällen wird er tatsächlich zum Guten bekehrt und versucht anschließend seine Schuld zu sühnen, indem er die Kekse, die er Euch gestohlen hat, an Kinder in Waisenhäusern verteilt. In diesem Fall stirbt der Antagonist tatsächlich nicht - der Konflikt endet allerdings trotzdem.


      38d) Der Antagonist fällt im Kampf


      Passiert nur, wenn der Antagonist dumm ist und Gesetz 37 nicht ausnutzt. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, der Vollständigkeit halber, führe ich es dennoch hier auf.


      38e) Der Antagonist fällt stylisch im Kampf


      Das passiert schon eher. In diesem Fall ist der Böse so verbohrt, dass ihm sein eigenes Leben egal ist und ihr praktisch gezwungen seid, ihn zu töten. Ihr dürft das, denn wahrscheinlich greift er Eure Freunde an und eigentlich verteidigt Ihr Euch deswegen nur. Möglich auch, dass durch Euer zögern schon einmal ein Freund den Tod fand und Ihr es jetzt nicht verantworten könnt, dass das nochmal passiert.
      Jedenfalls geht es hier nur darum, ihm Eure stärkste Attacke ins Gesicht zu werfen.
      Nein, Eure stärkste Attacke ist nicht die, wo ihr andere mit Wattebäuschchen bewerft, sondern die, wo ihr dieses „Kamel-Haarmehl-Ha!“ schreit ... oder wie auch immer Euer Kampfschrei nochmal lautete.
      Ihr müsst allerdings darauf achten, die Attacke erst zu machen, wenn ihr schon auf dem Boden liegt und halb tot seid. Seinen stärksten Angriff verwendet man niemals sofort!
      Ja, ich weiß, dass das keinen Sinn macht und man schnell und hart zuschlagen muss, weil man sonst selber Mus ist, aber auf Euch wirkt doch Gesetz 36. Ihr wollt Euch aber vorher nicht zu Brei schlagen lassen, weil das trotzdem weh tut!? Aber das müsste Ihr! Das gibt mehr Drama! Jeder der Euch sieht, weiß doch nichts von den Gesetzen. Es wird toll aussehen, wenn Ihr den Kampf im letzten Augenblick herumdreht, vertraut mir!
      Wenn Gesetz 30 zum Tragen kommt, solltet Ihr statt Eurer stärksten Attacke lieber das benutzen. Ansonsten hätte man das mächtige Artefakt/Wissen nämlich auch weglassen können und überflüssige Elemente haben in einer Heldensaga nichts zu suchen!
      Wenn Euch das alles aber dennoch zu brutal ist, könnt ihr auch auf Eure defensiven Kampftechniken vertrauen. Durchaus möglich, dass irgendein Zauber/Geschoss/Gesetz 9 von Euch abprallt, die tragende Säule des Raumes erwischt, woraufhin die Decke einstürzt und Lord Finsterstein unter sich begräbt. Sieht aber viel zu albern aus, also löst es anders!
      Zum Beispiel durch:


      38f) Besiegt den Antagonisten mit einem unerwarteten Kniff


      Wartet, halt, das hat hier nichts verloren! Unerwartete Kniffe und Lösungen verstehen die meisten doch gar nicht und machen viel zu viel Aufwand. Ich meinte natürlich:


      38g) Entziehe dem Antagonisten die Grundlage seiner Macht


      Jaaa, damit kann man schon eher etwas anfangen! Nimm Lord Finsterstein einfach seine Kraft und seinen Einfluss weg. Dann kann er nur noch dumm im Regen rumstehen und niemandem mehr schaden. Dafür müsst Ihr nur herausfinden, was ihn so mächtig macht. Vielleicht hilft auch hier Gesetz 30 wieder.
      Sind es seine Armeen, tötet oder bekehrt sie! Ist es Magie, nehmt ihm seinem Zauberstab weg! Sind es Informationen, lasst ihn nur lange genug RTL2 schauen dann verdummt er!


      Mit diesen Möglichkeiten solltet Ihr nun für den epischen Bosskampf gewappnet sein. Falls Euch eine andere Lösung einfällt, die hier nicht aufgelistet wurde, ist sie
      a) entweder nicht gut oder
      b) von mir gerade nicht erfasst und aufgelistet worden.


      Haltet Euch einfach an die Gesetze und denkt möglichst wenig selbst nach, dann wird schon alles glatt laufen!

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


      Besucht meinen Fuchsbau
    • 39) Der Held muss allen helfen


      Wenn Ihr denkt, es sei schlimm genug, dass Ihr die Bösen Buben nicht abstechen dürft, dann wartet, bis ich dieses Gesetz ausgeführt habe!
      Zum Heldsein gehört nämlich auch, Gutes zu tun. Und das schließt ein, allen zu helfen, die Hilfe benötigen. Wenn Ihr also eine alte Frau seht, die sich mit einem zu schweren Einkauf abplagt, dann nehmt Ihr ihr die Sachen ab und tragt sie für sie nach Hause. Das gehört sich so! Und ja, Ihr macht das auch dann, wenn Ihr gerade eigentlich in Eile seid und nur noch drei Minuten habt, bevor Lord Finsterstein seine dunkle Beschwörung zur Weltherrschaft vollendet hat. Da spielt Gesetz 7, den Bösen Truppen unnötige Zeit verschaffen mit rein! In diesem Fall kommt es gut, wenn Ihr der alten Frau fast schon spielerisch nebenbei helft, das zeigt, wie toll Ihr seid. Wenn Ihr Zeit vertrödelt ... dann nimmt Euch das auch niemand krumm, ihr habt ja geholfen. Es ist sozusagen eine Generalentschuldigung für alles.
      Die Schattenseite ist jedoch: Ihr müsst das immer tun! Ihr hab gerade ein bisschen Geld verdient/gewonnen, dann wird Euren Weg ein kleiner Junge kreuzen, der seit Wochen nichts gegessen hat. Zack, dann ist das Geld wieder weg.
      Ihr wollt einen romantischen Abend mit Eurem weiblichen Sidekick verbringen, dann seht Ihr aber einen Mann, der bestohlen wurde. Natürlich sucht Ihr den Rest des Tages den Dieb!
      Die alte Dame braucht nicht nur Hilfe mit dem Einkauf, sie lädt Euch auch nach Hause ein, weil sie einsam ist und sich nach der intimen Gesellschaft dem gutaussehden Jüngling sehnt, der Ihr dank Gesetz 35 seid, dann ... bleibt einfach heldenhaft, in Ordnung?
      Natürlich werden Euch nicht so reinherzige und bedürftige Menschen ausnutzen, aber das darf Euch nicht davon abhalten, dieses Gesetz zu erfüllen! Wenn Ihr jemandem auf dem Leim gegangen seid, und trotzdem weiterhin anderen Menschen helft, steigert das Euren Heldenfaktor!
      Ja, es wird sogar von Euch erwartet, Fürst Finsterstein am Ende die Hand zu reichen, wenn er zum Beispiel von einer Klippe fällt und sich gerade noch am Rand festhalten konnte. Dann zieht Ihr ihn hoch, um zu zeigen, dass Ihr besser seid und Euch sein dramatischer Background doch irgendwo zu Tränen gerührt hat und Ihr Euch mit ihm verbunden fühlt. Dass er Euch dann übertölpelt und selbst die Klippe runter wirft, dürft Ihr ihm dann nicht krumm nehmen. Für Euch gilt ja Gesetz 4 die Rettung in letzter Sekunde. Wird schon ein riesiger Geier vorbeiflattern und Euch auffangen.

      "Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen."

      ~ William Shakespeare








      :fox:


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