Beiträge von Werluchs

    Hallo,

    der Umgangston in einem Forum ist wichtig, gerade weil man sich nicht Gegenüber steht. Was ist jedoch nicht gut finde ist, das Thema sich im Vorfeld zu entschuldigen. Niemand sollte sich dafür entschuldigen eine eigene Meinung zu haben und diese zu vertreten. Ein unsicherer Mensch verunsichert sich damit nur selbst. Andere hingegen benutzen vielleicht eine Entschuldigung im vor raus um zu provozieren und zu beleidigen. In beiden fällen fände ich eine Entschuldigung nicht angebracht, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Liest man eine Geschichte oder einen Ausschnitt und der gefällt einem nicht, ist das eben so. Es kommt dann darauf an wie man es schreibt. Würde man einfach nur schreiben, dass die Geschichte schlecht ist, werden die Wellen nicht gemindert wenn man ein "Entschuldigung" davor setzt. Schreibt man dagegen was einem nicht gefällt hat der Autor etwas über das er nachdenken kann.

    Hallo,

    was in Jamie vorgeht hast du sehr schön geschrieben. Das am Ende des Prologs viele Fragen zurückbleiben (wie zum Beispiel: Was das für ein Champ ist? Warum Jamie dort war? Wer oder was ihn verfolgt usw) ist nichts negatives. Die Geschichte beginnt ja gerade erst und nicht alles muss sofort vollkommen erklärt werden.

    Ich rannte. Meine nackten Füße preschten über das nasse Laub des Waldboden. Äste und einzelne Steinchen schnitten sich schmerzhaft in meine Fußsohlen, während ich weiterhin über verrotete Baumstämme sprang. Der Schmerz war wie ein Messer, das sich zunehmend tiefer in meine bloße Haut bohrte und mich bei Bewusstsein hielt. Trotzem durfte ich auf gar keinen Fall stehen bleiben!

    Hier ist mir das ganze zu erzählend.

    Egal was man wie schreibt es wird nie allen gefallen. Es wird immer Leser geben denen ein Buch gefällt, nicht gefällt oder die in der Mitte stehen. Selbst wenn absolut Main-Stream schreibt, wird Leser geben denen es nicht gefällt. Den nicht jeder mag was alle anderen mögen.

    Auch wenn man seinen Schreibstil an die Leserschaft in gewissem Maße anpassen sollte, sollte man nicht vergessen das der Autor das Buch schreibt.

    Da müssen dann vielleicht nachträglich hinweise eingefügt werden, oder ganze Kapitel überarbeitet werden, andere werden vielleicht ganz gestrichen oder auch zusätzliche Kapitel eingefügt, bis alles passt.

    Ich glaube in diesem Fall würde ich die Planung etwas bevorzugen, weil ich es für schwer halte einige Dinge im nachhinein einzubauen. Zumindest würde mich das stören, selbst wenn das dem Leser nicht auffallen würde.

    In dem Fall scheint Planung besser zu passen, als Spontan den Plot zu Entwickeln. Plottet man währen dem Schreiben ist es einfach notwendig hinterher Punkte einzufügen, zu ergänzen oder zu ändern damit alles Rund wird und man evtl Logiklöcher findet.

    Plane so viel oder wenig im voraus wie es dir guttut. Jeder Schreiber ist anders, manche planen alles vorher und schreiben dann erst, andere entwickeln die Geschichte erst während dem schreiben. Der einzige Unterschied zwischen beiden Enden der Skala ist, dass der eine die meiste Arbeit vorher hat und der andere danach.

    Das komplexe Geschichten vorher durchgeplant werden müssen stimmt auch nicht, spontan geht das auch. Man darf nur nicht davon ausgehen das die Geschichte nach dem Schreiben der ersten Rohversion fertig ist. Da müssen dann vielleicht nachträglich hinweise eingefügt werden, oder ganze Kapitel überarbeitet werden, andere werden vielleicht ganz gestrichen oder auch zusätzliche Kapitel eingefügt, bis alles passt.

    Ich finde die Geschwindigkeit in der eine Geschichte erzählt wird sollte dynamisch sein. Es gibt schnelle Szenen und langsame, Szenen in denen ein größerer Zeitraum erzählt wird und welche in denen der Zeitraum kürzer ist. Daran muss man den Schreibstill anpassen und die Kunst ist es, rauszufinden was wann passt. Am besten lernt man das in dem man übt.

    Ansonsten finde ich kann man Film und Buch nur bedingt vergleichen. Denn als Autor führt man jeden nur denkbaren Beruf bei einem Filmset aus. Das komplette Bühnenbild baut ein Romanautor genauso wie er die Kostüme entwirft, die Beleuchtung, die Wind- und Regenmaschine bedient und all die anderen Arbeiten die zu einem Film gehören. Nicht zu vergessen das nicht alles was sich im Film gut darstellen lässt in einem Buch ebenso gut funktioniert und umgekehrt natürlich auch.

    Also für mich gibt es in der Schriftstellerei keine festen Regeln und schon gar keine Gesetze. Es gibt eher Hinweise wie man etwas gut macht und wann man diese Hinweise auch mal Ignorieren sollte. Von daher würde ich nicht sagen, vermeide Rückblicke. Sondern, wie werden Rückblicke gut.

    Was das Chronologische schreiben der kompletten Vorgeschichte angeht: Ich hasse es erst mal Biografien der Protas lesen zu müssen und mache es auch nicht, das gilt für alle Biografien egal ob in Tabellen oder Textform. Im günstigsten Fall überspringe ich die Biografiekapitel und im ungünstigen Fall breche ich die Geschichte ab. Da sind ein paar gut gewählte Rückblicke besser.

    Außerdem eignen sich Rückblicke gut um eine Lebendige Szene aufleben zu lassen, was in einer Unterhaltung nur schwer möglich ist. Was nicht heißt, dass die Variante der Unterhaltung schlecht ist, die hat genauso ihre Berechtigung.

    Hallo,

    wie dein ehemaliger Gladiator wahrgenommen wird hängt davon ab, wie du ihn garstellst. Schreibst du beispielsweise das er freudestrahlend Gräueltaten für den Steuereintreiber begeht, erscheint er nicht sehr sympathisch. Arbeitest du dagegen heraus das er den Befehlen nur widerwillig folgt, hin und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und der Angst wieder Gladiator in der Arena zu werden wirkt er gleich symphytischer. Vielleicht versucht er zu unauffällig zu helfen oder den Steuereintreiber zu beeinflussen, es gibt viele Möglichkeiten.

    Mich gibt es auch noch, ich war zu meiner Schande nur faul.
    Sabrina, Drachenlady2001 und Sora ein paar eurer Anmerkungen zu Noahs Anfang habe ich tatsächlich schon umgesetzt. Ich bin noch nicht ganz zufrieden aber es ist schon besser. Lians Anfang habe ich aber auch nicht gänzlich ignoriert.

    Stadtnymphe danke für dein lob, den Rechtschreibfehler habe ich selbstverständlich schon korrigiert und am Rest arbeite ich. Solange ich noch nicht direkt eine Überarbeitung beginne, ändere ich etwas sobald ich eine Idee zur entsprechenden Stelle habe.

    spaetzuender die meisten deiner Fragen beantworten sich mit der Zeit von selbst. Noah ist zu dem Zeitpunkt noch kein Sklave. Er und Lian werden sich begegnen, aber ganz anders als du jetzt sicher vermutest. Aber bis dahin liegt noch ein sehr weiter weg vor den Beiden. Der Mann der Lian gefangen hält ist ein Magier und Händler, der fast fertig ausgebildete Sklaven für die höhere Gesellschaft anbietet.
    Lian ist an diesem Morgen auf dem Weg zur Berufsschule, dachte das hätte ich deutlich genug gemacht.


    Jetzt noch kurz etwas zum Park durch den Lian läuft. Dieser Park hat sein Vorbild in einem Park den es bei uns wirklich gibt. Orientiert habe ich mich Aussehen des Park während meiner Kindheit, heute sieht der Park anders aus und einiges habe ich geändert. Der Park war in früheren Zeiten ein normaler Friedhof. Irgendwann war kein Platz mehr und dar die Stadt um den Friedhof herum gewachsen ist, war eine Erweiterung nicht möglich und er wurde geschlossen. Im laufe der Zeit wurden die meisten Gräber weg gemacht, nur einige wurden erhalten. Bis auf die Steinsarkophage handelt es sich um Familiengrabstellen. Der ehemalige Friedhof wurde zu einem öffentlichen Park. Spielplatz und Skaterbahn sind/waren nur ein Teil des Parkes. Auf die Historie des Parks bin ich in der Geschichte nicht eingegangen, weil es für die Geschichte nicht wirklich wichtig ist und ich Infodump vermeiden wollte. Ich kann da aber gerne noch etwas mehr darauf eingehen.
    Feron ich denke deine Fragen habe ich im großen und ganzen beantwortet, auf Lians und Noahs vorleben wird im lauf der Story noch eingegangen. In Lians Fall über Rückblicke, anderes ist bei ihm ja ausgeschlossen. Vom Genre her steht Fantasy an erster Stelle, wie stark der Horror-anteil sein wird ist noch nicht ganz klar. Hier schwanke ich selbst noch, wie explizit ich manche Szenen beschreiben soll.

    Das ist die Kunst dabei, den Mittelweg zwischen gerade richtig und zu viel zu finden. Ich für meinen Teil hoffe das ich den Mittelweg finden werde, wenn ich endlich bei meiner Kampfszene sein werde.

    2. Gefühle und Emotionen beschreiben. Macht man ja grundsätzlich schon, aber in einer Schlacht würde ich sogar noch schärfer machen - denke ich zumindest, könnte natürlich auch voll nach hinten losgehen xD

    Aber ein erfahrener Kämpfer, der schon den xten Krieg mitgemacht hat, wird anders denken als ein Frischling.

    Vorsicht bei diesem Punkt. Oft liest man von Charakteren die sich ,während eines Kampfes, in ihren Gedanken oder Gefühlen verlieren und dann den Kampf auch noch gewinnen. Das ist unrealistisch, wer so abgelenkt ist bekommt den nächsten Hieb erst mit, wenn er das Messer im Bauch hat. Wer sich in Gedanken/Gefühlen verliert ist unaufmerksam und die Gegner werden nicht so nett sein und abwarten bis der Prota wieder im hier und jetzt ist.

    Gerade in Reihen wie die Drei??? wäre die Entwicklung der Charaktere wichtig. Denn zum einen liegt gerade bei Kindern Automatisch eine Entwicklung vor (Stichwort Erwachsen werden) zum anderen beeinflussen die Detektivfälle. Auch wenn die Momentaufnahme der Fälle im Vordergrund steht eine Entwicklung gehört dazu.

    Die meisten eurer Anmerkungen sammle ich erst mal, das bedeutet nicht das ich sie ignoriere. Ich will nur erst mal diese Fassung beenden.

    Das bringt mich zum nächsten teil meiner Geschichte. Irgendwie bringe ich diesen Teil in keine vernünftige Form. Deshalb präsentiere ich euch hier ausnahmsweise eine Rohfassung.



    1.2 Schmerzen - Noah

    Sein Kopf, der linke Arm, das linke Bein, seine Hüfte und die Rippen bestanden nur aus Schmerzen. Mit geschlossenen Augen versuchte er, einfach nur zu atmen. Der Untergrund fühlte sich fest und bequem an. Über ihm befand sich etwas Leichtes und wärmte ihn. Sein Verstand arbeitete noch träge, verweigerte die Mitarbeit. Er versuchte dahinter zu kommen, was passiert war? Gestern Morgen stritt er sich mit seinen Eltern. Ihm waren seine vielen Fehler vorgeworfen worden. Gerade nach Meinung seines Vaters beging er anscheinend nur Fehler. Wütend war er aus dem Haus gestürmt und stundenlang durch die Gegend gelaufen. Er erinnerte sich noch an Typen mit einer schäbigen Kutsche, anschließend war alles weg. Wie konnte das sein, eben noch in einer Gasse und jetzt mit höllischen Schmerzen in einem Bett? Vor allem wo stand dieses Bett?

    Langsam öffnete er die Augen. Schwacher Lichtschein vertrieb die absolute Finsternis, erzeugte genug Helligkeit, um alles in dunkelblaue Dämmerung zu versetzen. Stunden schienen ihm zu fehlen. Jemand half ihm und er bekam es nicht mit. Die Einrichtung des Raumes verschwamm vor seinen Augen. Blinzelnd drehte er den Kopf und entdeckte einen faustgroßen Kristall, der ein gemächlich pulsierendes blaues Licht ausstrahlte. Noch während er den leuchtenden Stein betrachtete, fielen ihm die Augen zu.

    Obwohl ich schon Charaktere unbenannt habe, müssten Betaleser schon verdammt gute Gründe anführen damit ich umtaufe. Ein Name muss sich für mich richtig anfühlen und diesen Namen einem Charakter wieder wegzunehmen würde für mich dem Charakter schaden. Von daher wären "zu ähnlich, zu schwer oder zu schwierig zu merken für mich keine Argumente einen Charakter umzubenennen. Auch wenn man Namen ändert um eine Gruppe zufrieden zu stellen wird sich eine andere Gruppe finden denen die neuen Namen nicht gefallen. Zu untypisch könnte schon eher ein Argument sein, allerdings müsste dann auch ausgeführt werden warum.

    Es freut mich echt das euch der Anfang gefallen hat. Eure Anmerkungen nehme ich mir zu Herzen. Wann es weiter geht kann ich euch leider nicht sagen, der nächste Teil des Kapitels gefällt mir noch nicht so recht. Naja vielleicht sollte ich es einfach einstellen, vielleicht schupst ihr mich in die richtige Richtung.

    Danke Diu für die Hinweise zur Formulierung, es ist erstaunlich wie so eine kleine Umstellung einen Satz beeinflussen kann.

    @Aztiluth Bei der positiven Entwicklung ist gemeint, dass die Figur am Ende keinen Schaden erhält.

    Das wäre aber eigentlich keine Entwicklung. Eine positive Entwicklung heißt doch das die Figur etwas lernt und/oder sich Geistig weiterentwickelt.


    Carol aus "the Walking Dead" zum Beispiel ist am Anfang ein Frau die von ihrem Mann unterdrückt und misshandelt wird. Die Carol vom Anfang wäre kaum dazu in der Lage alleine zu überlegen. Sie entwickelt sich zu einer starken Kämpferin, die in erster Reihe kämpft, anderen hilft und schwere Entscheidungen trifft.

    Danke fürs lesen @Sora.

    Er sah, wie der Kristall sich in die Länge zu ziehen begann. Der Stein wurde länger und dünner. Wand sich wie eine durchsichtige Schlange mit blauen, violetten, grünen und roten Flecken. Erschrocken riss Lian die Augen auf und wich einige winzige Schritte zurück, soweit es die Ketten zuließen. Er keuchte, als die Kristallschlange sich windend durch die Luft auf ihn zu zuflog.
    So wie der Mann grinste, drehte sich ihm fast der Magen um. Der Kristall bewegte sich unaufhaltsam weiter, schlang sich um Lians Hals.

    Der Kristall wird zum Halsband. Ich habe die entsprechende Szene noch mal Zitiert.

    Danke @Cory Thain das du den Anfang gelesen hast. Um die beiden Stellen werde ich mich kümmern. Auch solche Kleinigkeiten sind wichtig. Muss noch überlegen wie ich es mache aber wahrscheinlich werde ich das "panisch" einfach streichen. Beim Kristall hast du recht der ist versehentlich der Feile zu Opfer gefallen. Da muss ich sehen wie ich das wieder reinbringe.


    Ich freue mich das dir der erste Teil gefällt. Ich hoffe zwei getrennte Storylines parallel sind dir nicht zuviel.