Beiträge von Der Wanderer

    Heyho kalkwiese

    In dem Text steckt der Abend drin, an dem meine Freundin und ich uns das erste Mal geküsst haben.

    Wie ich sagte: Kaum ist mein Blickwinkel verändert, schon macht alles Sinn.

    Das ich's erst nicht begriffen habe, hat, glaube ich, mit dem sehr persönlichen Inhalt zu tun. Auch wenn "...und Dich und mich." kaum deutlicher sein konnte.

    Aber es wäre auch nicht schlimm gewesen, hätte ich den Hinweis nicht bekommen. Schreiben tut man ja bekanntlich erst mal nur für sich.

    Meine Lieblingszeile jedoch war bereits gestern und ist auch heute "...während Oktobers Geister tanzen."

    Das löst was aus bei mir...ich weiß nur noch nicht so genau, was. Macht aber nichts, das Gefühl ist hier erst mal wichtig.


    Ich danke!

    Heyho kalkwiese


    Passiert mir je eher selten, aber hier muß ich zugeben, daß ich gerade keinen Zugang finde. Irgendwie habe ich nicht den richtigen Blickwinkel...

    Der Song gefällt mir gut, trotzdem kann ich zwischen ihm und Deinen Zeilen keine Verbindung finden - ist aber nichht wirklich schlimm und braucht auch keine Erklärung. Manchmal dauerts vielleicht ein wenig länger, bis der Groschen fällt - und wenn er's nicht tut...naja.

    Ich warte mal, was andere hier damit anfangen.

    Weil...interessant finde ich Dein Gedicht allemal (so als am 19.Oktober geborener...).

    Heyho epochAal


    Also ich fand den Einstieg ziemlich fluffig und rund zu lesen.

    Bin da mit Tariq eins, daß es nicht unbedingt nötig ist, zuviel über die Charaktere zu verraten.

    Schon mal gar nicht, wenn dieser Anfang ein wenig rüberkommt wie der Start in ein Video - Adventure. Das beginnt ja auch meistens mit wenig Infos und vielen kleinen Rätseln:

    'Wie komm ich hierher, was mache ich hier und wozu ist dieser kleine schwarze Schlüssel in meinem Beutel gut???'


    Sowas finde ich eher spannend, weil ich da mal so meine Vermutungen in verschiedene Richtungen schiessen kann und vielleicht einen Treffer mit einer lande.

    Wenn überhaupt, hätte ich mir ein bißchen mehr Infos zu "Blondschopf" gewünscht, der bisher ja nicht mal einen Namen hat. Und als Charakter sehr vage bleibt: Hat scheinbar ausgezeichnete Verbindungen in den Thronsaal, obwohl gleichzeitig noch sehr jung. Hat dem Hauptmann was zu sagen, dem Prota scheint er jedoch eher gleichgestellt zu sein, was die Anrede "Ihr" vermuten läßt. Der Typ ist recht rätselhaft - aber das geht in Ordnung.


    Zwei Sätze im Text haben meinen Lesefluß jedoch ziemlich grob unterbrochen:

    Ich war mit Hämatome in all möglichen Farben bedeckt.

    Wenn, dann bitte: "Ich war mit Hämatomen in allen möglichen Farben bedeckt." (Waren nebenbei auch die einzigen beiden Rechtschreibfehler, die ich gefunden habe... :thumbsup: )

    »Ist das relevant?«, fragte ich mit einem Lächeln.

    Ich hätte durch die Verwendung von Hämatome und relevant fast vermutet, daß der gute Neith gar nicht in diese Welt reingehört, in der er sich bewegt, also quasi hineingebeamt wurde und deswegen keinen Plan hat, wo und wer er ist. Haut natürlich nicht hin, weil er sich ja sehr gut mit den Orten und sogar den Dialekten dieser Welt auszukennen scheint.


    Also sind es dann die beiden Wörter, die nicht in diese Welt hineinpassen.

    "Ich hab' ein Hämatom." - sowas denkt sich doch keiner, der mit einem scheinbaren Mordskater und Gedächtnisverlust irgendwo in einem Flußbett aufwacht - es sei denn, er ist Gerichtsmediziner... ^^ ^^ ^^


    In diesem Sinne gerne mehr.

    Heyho Tariq

    Ausgelesen:

    Zugegeben, ich hab' mich durch die damalige Rezension in der ZEIT etwa blenden lassen. Da war viel von der Artussage zu lesen. Ein alter Gawain wurde erwähnt und das ganze hat dann meine Neugier geweckt, weil ich alles um die Artus-/Gralssage und jeden Blick aus welcher Richtung auch immer darauf sehr mag/mich das interessiert.


    Kurz zusammengefasst: Ich bekam eigentlich nichts von dem, was ich erwartet hatte. Dafür auf knapp 400 Seiten eine sehr - wie sag' ich's am besten? - zärtliche Erzählung.

    Von dem alten Ehepaar Axl und Beatrice, die sich aufmachen zu ihrem Sohn in einem anderen Dorf, mehrere Tagesreisen entfernt von dem ihren. Einem Sohn, an den sie sich nicht mehr richtig erinnern können, weil ein lähmender Nebel ein Britannien des 5. Jahrhunderts bedeckt, der den Menschen die Erinnerungen zu rauben schent. Ein Nebel, erschaffen scheinbar von einer alten Drächin names Querig, nach der Gawain, letzter der legendären Tafelrundes des Königs Artus seit Jahrzehnten sucht, um sie zu töten, obwohl sein Schicksal in diesem Spiel eigentlich ein ganz anderes ist.


    Wie auch die Intention Kazuo Ishiguros, der dem Leser eigentlich etwas ganz anderes vermitteln will:

    Wann sollte man sich an Vergangenes erinnern, wann muß man es sogar?

    Und wann sollte man sich entscheiden, Geschehnisse der Vergangenheit lieber zu vergessen, um den fragilen Nebel, der sich Frieden nennt, nicht wieder auseinander zu reissen, um nicht zu gefährden, was mit Mühe gewonnen wurde?


    Neben "Der begrabene Riese" sind hierzulande noch sieben andere Romane des Autors erschienen. Ich kenne bis jetzt keinen davon...aber das wird sich in Zukunft ändern.

    Heyho Jota

    wenn Du Bock auf Alopex Lagopus Schreibe hast, mußt Du Deine Bewerbung schon an ihn adressieren, sonst kriegt er das höchstens zufällig mit.

    Also: Text kopieren,nochmal einstellen und dann...aber was schreibe ich Drösel denn da!?!

    Der Schreibefuchs kriegt durch meine Nachricht an Dich ja jetzt auch Deine... :patsch: :patsch: :patsch:

    Heyho Thorak

    Der Erzählfaden wird weiter gesponnen. Gefällt mir. Habe jetzt (00:32) allerdings nur die Handlung weiter verfolgt bzw. einige Sachen angekreuzt, die nicht wirklich stimmig sind.

    in einem weit geschnittenen, kostbar wirkendem Seidengewand steckte

    Also...entweder ist das Gewand kostbar oder nicht. Bujak ist ein reicher Händler, also ist sein Gewand kostbar.

    In der Rechten hielt er einen Krummsäbel...

    Warum?

    Der Kampf in der Kneipe ist vorüber. Und auch, wenn Rizhav Bujak's Leibwächter ist - oder gerade deshalb - wird der nicht ständig mit gezückter Waffe neben seinem Herrn herumlaufen. Ich fänd's viel interessanter, wenn ihm der, griffbereit, über dem Rücken hinge...

    Das junge Ding ist zwar ein hässlicher Vogel, aber wie heißt es doch, Schönheit vergeht, Grund und Boden vergeht.

    Bin zwar jetzt nicht Goethe, tippe aber trotzdem mal daruf, das dort anstelle "vergeht" "besteht" stehen sollte.

    "Deine Herkunft, mein Junge. Ich bin schon weit in der Welt herumgekommen und kenne deshalb die Söldnergilde aus Skagen ganz genau. Euer verdammter Stolz und eure seltsamen Ansichten von Recht und Gestz werden euch eines Tages bestimmt noch ins Verderben stürzen, aber mit jemanden wie euch an meiiner Seite weiß ich, das ab jetzt ein Schwertkämpfer für meine Sache eintritt, der selbst dann noch zu mir halten wird, wenn die Welt einstürzen sollte."

    "Mein Junge" ... das klingt sehr herablassend. Zu herablassend. Das von Dir einmalig benutzte "euch" habe ich mal für den gesamten zweiten Teil verwendet. Es las sich ziemlich gut.

    Worauf ich hier hinaus will:

    "Wer seid ihr?", fragte der Blonde.

    "Gut und was willst du?"

    Mal "Ihr", mal "Du" . so wird das nix mit dem Dialog.

    Und darüber hinaus - leider, denn die Szene am Feuer des Camps, wo sich Kelen einmal mehr beweisen muß finde ich als solche gut - mußt Du da eine Entscheidung treffen.

    Entweder wird Kelen von Bujak aus Respekt vor seinen Fähigkeiten fürderhin mit "Euch" angesprochen.

    Dann ist sein Status als Krieger, Kämpfer und Söldner fundamentiert.

    Oder es bleibt erst mal bei dem jovialen "Mein Junge".

    Dann stellt Bujak seine Fähigkeiten noch immer in Frage, obwohl er es eigentlich besser wissen müßte nach der Geschichte mit dem Falschspieler.


    Wählst Du das "Euch", ist die Campszene hinfällig.

    Wird's das "Du", nicht.


    Die Frage ist also:

    Was soll Kelen sein?

    Ein Charakter in Entwicklung und Formbarkeit oder einer, der bereits ist, was er ist?


    Schwierige Frage. Gut, das ich sie nicht beantworten muß...

    Gerade ausgelesen:

    Hatte ich vor vier Stunden aus dem offenen Bücherschrank um die Ecke gefischt und mich gegen halb Sechs damit auf den Balkon gesetzt.

    Was ich an Autobiographien liebe, vor allem, wenn sie in einer Zeit vor meiner entstanden sind, ist der jeweilige zeitgenössische Sprachgebrauch, gewisse Formulierungen, um etwas zu beschreiben.

    Da kriegt man rasch einen guten Eindruck davon, wie die Denke damals war.

    Im Falle Paul Henckels bekam ich, was ich erwartet hatte:

    Den direkten Blick auf die Anfänge sowohl des deutschen Tonfilms als auch der Gründungszeit des Düsseldorfer Schauspielhauses (1905), geleitet von Louise Dumont und Gustav Lindemann, beschrieben von einem, der dabei war.

    Formuliert der sich dann auch noch bodenständig-herzhaft in Kombination mit einer Sprachgewandheit der Meisterklasse, rauscht man durch die 220 Seiten nur so durch und ärgert sich fast, daß es so wenige waren.

    Hier zwei Leseproben:


    "Ich fuhr damals häufig vom Rhein nach Berlin. Einmal zusammen mit Hans Müller-Schlösser, dem Autor der Komödie "Schneider Wibbel". - Wir sind Schulkameraden seit Sexta. Damals war ich ein sehr kleines Kerlchen gewesen, und "Hännes" hatte mich um Haupteslänge überragt. In Quinta wurde das anders; Hännes vergaß das Wachsen und hat sich nie mehr daran erinnert, ich aber tat jedes Jahr einen gewaltigen Schuß.

    Hännes legte dafür seine Breitseiten aus und betrieb das Wachsen ins Horizontale. Zum Kugelrunden war schließlich der Weg nicht mehr weit. Mir kann das nicht passieren. -

    (Kapitel 9: Die defekte Leselampe)


    "Hat man heute übrigens noch eine Vorstellung davon, welche Kaufkraft um die Jahrhundertwende ein Goldfuchs, ein goldenes Zwanzigmarkstück, hatte?

    Und wenn man sich daran erinnert und gar aufzählt, was man für solch ein legendäres Goldstück bekam, dann läuft man Gefahr, als Aufschneider zu gelten, wenn nicht gar als Schwindler.

    Als ich glücklich, nach mißglücktem Erstversuch, das "Einjährige" mit der Versetzung von Unter- nach Obersekunda geschafft hatte, bekam ich von den Eltern als Belohnung solch ein goldenes Zwanzigmarkstück. Ich war ein Krösus.

    Ich lud meine vierzehn Conpennäler zu einem Einjährigen-Kommers ins "Füchs'chen" auf der Ratingerstraße in Düsseldorfs Altstadt ein, ließ ein tüchtiges Fäßlein "Obergäriges" auffahren und große Platten mit Blut- und Leberwurstbrötchen sowie "Röggelcher mit Kies" und "halven Hahn", das ist ein halbes Roggenbrötchen mit Mainzerkäse.

    Damit - ich muß es schon so nennen - soffen wir fünfzehn Mann uns toll und voll und fraßen uns dumm und dämlich!

    Im Hinterzimmer des "Füchs'chen" stiegen markige Lieder zur Decke und sanken nach und nach die meisten Zechbrüder mit den Köpfen auf die Tische, oder auch unter diese. Ich, nach Berappung der Zeche, scharte - mit dem Rest meiner Zechinen (!) - die noch Vernehmungsfähigen um mich, lud sie in ein nächtliches einspänniges "Droschkong" und mit Jubel und Johlen weckten wir das eben erwachende Düsseldorf völlig aus dem Schlafe.

    Ich ließ meine Beine rechts aus dem Droschkenfenster baumeln, links baumelte ein anderer mit seinen, und so peilten wir die jeweiligen elterlichen Behausungen an, uns unseres prächtigen Affen freuend und noch gar nicht an den sicher eingehandelten Kater denkend.

    Soviel Freude kann sich unsere Jugend heute für zwanzig D-Mark nicht mehr schaffen."

    (Kapitel 11: So ändern sich die Zeiten)

    Magisches Langschwert +2 "Flammentänzer"

    Verursacht zusätzlichen Feuerschaden

    Verleiht Immunität gegen Feuer

    Kann einmal täglich einen gehorsamen Ifrit beschwören.

    Das Schwert "Flammentänzer" enstammt der Schmiede von Meister Freddas Tair, gewesener Ritter, hochbegabter Magier und Großmeister des Ordens 'De movimento Saltatis', der es als Ritter nach zwanzig Jahren leid war, seine Duelle immer auf die gleich Art und Weise führen zu müssen:

    Schwergepanzert schlugen er und sein Kontrahent in monotonem Wechsel stundenlang auf des Gegners Schild ein, bis sich für einen der beiden durch die Ermüdung des anderen irgendwann mal eine Deckungslücke ergab.


    Inspiriert durch einen Besuch am Hofe des Königs von Gayaneh (in den Morgenländern), bei dessen Fest zu seinen Ehren ein gutes Dutzend Tatalarkrieger mit gekrümmten Langmessern solange die Luft zerschnitten, bis sie schließlich durch die erzeugte Reibungshitze schweißüberströmt zu Boden sanken, erschuf Freddas Tair, wieder zuhause angekommen, sein Meisterstück "Flammentänzer".


    (Weniger Erfolg hatte Meister Freddas Tair mit dem Dreizack "Wassermanns Fluch" sowie dem Geschütz "Mordskanone". Über den Verbleib beider Waffen und ihre Fähigkeiten ist wenig bekannt. Unklar ist ebenfalls, ob sie im See des Vergessens versenkt wurden, was daran liegt, daß sich niemand daran erinnert, wo sich dieser See denn befindet...)


    Aber gut:

    Hat ein gewöhnlicher Kämpfer mit "Flammentänzer" in jeder brenzligen Situation schon einen beträchtlichen Vorteil gegenüber seinen Gegnern, so ist ein in der Kampfkunst des Fla-Am-Enko ausgebildeter Ordenskrieger des DmS darüber hinaus noch in der Lage, seine Gegner in ein derartig hitziges Gefecht zu verwickeln, daß deren Verteidigung in Sekunden durchbrochen werden kann.


    "Der Einpeitscher"

    Obsidianring aus dem fernen Vox Populi, schwarzmagisch.
    Bonus: Träger des Rings ist fähig, selbst mit dem blödesten Geschrei die öffentliche Meinung für sich zu gewinnen.

    Malus: Die Wirkung nimmt mit jedem Einsatz proportional zur zunehmenden Heiserkeit des Redners ab.

    Heyho Thorak

    ich persönlich habe keine Probleme mit langen Textabschnitten. Aber tatsächlich macht es Sinn, sich auf ein gewisses Maß zu beschränken, sonst verlieren Autor und Leser leicht die Übersicht.


    Und yeah...das liest sich jetzt deutlich runder und plastischer als zu Beginn.

    Und bis auf die üblichen Flüchtigkeits-/Tippfehler ist das eine tolle Szene, bei der ich jetzt aus meiner Ecke in der Kneipe hervorgekrochen bin und das Geschehen mit Interesse verfolgt habe.

    Und da sind mir dann doch zwei Details aufgefallen:

    Er wollte sich noch mit der Linken am Spieltisch festhalten, aber ihn hatte bereits alle Kraft verlassen. Sein Griff ging ins Leere und er fiel zusammen mit dem Tisch zu Boden...

    Wenn er sich nicht am Tisch festhalten kann, wieso (oder besser wie ?) reisst er ihn dann irgendwie scheinbar doch noch mit sich?

    Sterbend darüber zusammenbrechend wäre eine Möglichkeit.

    Und hier:

    Sein Griff ging ins Leere und er fiel zusammen mit dem Tisch zu Boden, während Blut aus seinem Mundwinkel lief.

    Einen Moment lang herrschte in der Weinschenke eine geradezu gespenstisch anmutende Stille. Aber nur für einen Moment, dann versuchten sich die anderen Gäste so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. Stühle wurden umgestoßen, Becher und Krüge zerssplitterten auf dem Boden, während ein Teil von ihnen zur Eingangstür rannte und der Rest unter den Tischen und hinter den Weinfässern in Deckung ging. Es schien, als wollte keiner der Anwesenden mit dem Geschehen zu tun haben. Vielleicht aber war es auch die Furcht vor der blitzenden Klinge des Fremden, denn in so manchen Augen war Angst und Respekt zu erkennen.

    Warum???

    Oder besser: Warum nach dem Kampf?


    Was ich meine:

    Die Reaktion der Umsitzenden würde doch wohl eher vor einer neuerlichen Auseinandersetzung des Falschspielers und seines Kumpels erfolgen, weil die Stammcrew der Kneipe sowas wahrschenlich schon ein paar Mal mitgemacht hat.

    Der Absatz selbst ist Klasse, da würde ich kein Wort dran ändern. Aber ich würde ihn verschieben. Nämlich dahin:

    Das Messer zischte wirkungslos über ihn hinweg und bohrte sich mit einem dumpfen Laut hinter ihm in einen Stützbalken, wo es stecken blieb und einen Moment lang zitternd auf und ab wippte.

    Einen Moment lang herrschte in der Weinschenke eine geradezu gespenstisch anmutende Stille. Aber nur für einen Moment, dann versuchten sich die anderen Gäste so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. Stühle wurden umgestoßen, Becher und Krüge zerssplitterten auf dem Boden, während ein Teil von ihnen zur Eingangstür rannte und der Rest unter den Tischen und hinter den Weinfässern in Deckung ging.

    "Los Kral", keifte der Spieler hasserfüllt, nachdem er sah, das er sein Ziel verfehlt hatte. "Stech ihn ab!"

    Passt für mich perfekt rein.

    Allerdings müßte Dir dann noch was für "Moment" einfallen, sonst stünde das dreimal nacheinander in zwei Sätzen - undas liest sich immer übel.



    Ansonsten:

    :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Freu mich auf den nächsten Teil.

    Heyho bigbadwolf

    wie immer schick zu lesen, nur hier hat's bei mir im Fluss etwas gehakt:

    vonstattengegangen

    Ist das...echt...ein Wort? Gefühlsmäßig würde ich's in "vonstatten gegangen" trennen, aber wer bin schon ich als Vertreter der alten Schule, daß ich damit recht hätte...?

    Und

    „Mit Verlaub, Telepathie scheint mir keine sehr verbreitete Qualität unter Butlern zu sein“, entgegnete er vielsagend.

    Spricht da im Kontext jetzt der Held?

    Ich geh' mal davon aus - aber richtig deutlich wird das hier nicht.


    Cheers.

    Da unserer wackerer Mitstreiter Drachenlord die Funktionsweise dieses wundervollen Threads irgendwie nicht so ganz verinnerlicht hatte, ist es bisher unterblieben, daß ein überaus wertvolles Artefakt der Öffentlichkeit noch nicht vorgestellt wurde. Das würde ich jezt gerne mal nachholen.

    Der stumpfsinnige Haudrauf

    *verfluchter Gegenstand*

    Magische Axt, deren Klinge so stumpf ist, dass sie Schmetterschaden verursacht.

    Besonderheit: Reduziert alle geistigen Attribute des Benutzers

    Der überaus bedauernswerte "Stumpfsinnige Haudrauf" war früher mal eine Axt von derartiger Schärfe, das ein über ihre Klinge hinstreichender Luftzug ausreichend war, einem drei Meter von ihr entfernt stehendem Krieger einen neuen Haarschnitt zu verpassen.

    Geschaffen in der legendären Hexenmeisterschmiede von S.Ymbios'e war ihre Schärfe jedoch von der geistigen Beweglichkeit ihres Trägers abhängig.

    So geschah es leider, daß die Axt nach einer gewaltigen Schlacht - die Chroniken nennen weder Zeit noch Ort - in die Hände des Barbaren Thumba Thor geriet.

    Dieser war mit einer selbst für Barbaren ungewöhnlichen Körpergrösse von 2.20cm und einem Bizeps von 49cm körperlich überaus luxuriös ausgestattet, ausgleichend dafür geistig jedoch leider eher spärlich möbliert, was dazu führte, daß die ehedem scharf(e)(sinnige) Axt mit zunehmendem Alter immer mehr verblödete, den Wunsch nach jugendlicher Schärfe vergaß und sich in ihr Schicksal fügte.

    Dem Chronisten ist es wichtig, auf folgendes hinzuweisen:

    War die Axt in früheren Zeiten scharf genug, den Kopf sauber vom innewohnenden Gedanken zu trennen, tut sie dies auch heute noch. Nur schlägt sie Kopf und Gedanke heute gleichermaßen zu Brei.


    Fluch des Fa'l-Afel

    Exotisches Gewürzpulver. Gut gekaut ergreifen beim Ausatmen selbst Trolle die Flucht (und das will schon was heissen!).

    Leider tun das meistens auch Freunde und Bekannte, es sei denn, sie kamen ebenfalls in den Genuss. (Vgl. hier auch: "Einsam machender Quark" - T.Z.Atziki,1954,Hellas)

    Traumflug


    Tauch in die Nacht und lass Dich treiben

    im Dunkel, glänzend wie das Meer

    schweb mit auf mondbeschien'en Wolken

    leicht weht der Wind rings um Dich her.


    Senk Deinen Blick hinab aufs Land

    das unter Dir im Schlafe liegt

    still ist die Welt in dieser Stunde

    von Morpheus in den Traum gewiegt.


    Ein leichter Hauch durchstreift die Wälder

    Hörst Du die Blätter wispern?

    Nur beinah' kannst Du sie versteh'n

    zu leise ist ihr Flüstern.


    In tiefem Schlummer liegt das Land

    wohin Dein Blick sich wenden mag

    wohl eingehüllt in stillem Frieden

    erwartend einen neuen Tag.


    Steig nun hinauf zum Firmament

    die klare Luft auf deiner Haut.

    Blick weit hinaus zum Horizont.

    Wo jetzt, in diesem Augenblick

    ein neuer Morgen graut.


    Ein schwacher Schein, ein sanfter Schimmer

    unmerklich wird er stärker

    erhebt sich, wandelt Nacht in Dämmer

    trägt Licht in Traumes dunklen Kerker.


    Bald steigt in Wiesen Nebel auf

    Tau glitzert hell im Sonnenschein

    ein erster Hahnenschrei erklingt

    flieg nun zurück und kehre heim.


    Erwachst Du nun im Licht des Tages

    erinn're Dich, was Du geseh'n,

    Nicht nur des Helios' Sonnenwagen

    nein, auch Selenes Licht ist schön.


    Carpe diem et noctem!


    Der Wanderer, 12.06.2022

    Heyho Tariq

    Hab' mich mal wieder in Deine Erzählung reingewagt und die letzten drei Posts gelesen. Schön...wirklich schön.

    Trotzdem kann ich mir nicht viel davon auf einmal antun...das spült mir jedesmal Erinnerungen hoch.

    Keine schlechten, das meine ich damit nicht.

    Nur eben mehr so traurig-schöne.

    Wie soll ich mich am besten ausdrücken?

    Es sind Erinnerungen, die ich bewahre, an die ich aber aus vielerlei Gründen nicht gerne erinnert werde.


    Anderer Versuch zu beschreiben, was "Hannche" fast jedesmal in mir auslöst:

    Ich sitze verpennt als 24jähriger Zivi um viertel vor Sechs morgens im Teamzimmer, schlürfe einen Becher heißen Kaffee mit viel Zucker und lausche dem Übergabebericht der Nachtwache. Eigentlich will keiner hier raus, aber wir alle wissen, daß ein neuer Tag angefangen hat. Also machen wir uns an die "Arbeit".

    "Guten Morgen Frau B." "Guten Morgen Herr P."

    Und es ist ein guter Morgen, weil auch Herr S. noch atmet und mir auf meinen Gruß antwortet, als ich sein Zimmer betrete.

    Heyho Alopex Lagopus


    Hm. Ich glaub', ich hätte Interesse daran, mir mal die ganze Geschichte anzutun - den Prolog fand ich jedenfalls ziemlich witzig. Kommt meinem Humor gut entgegen.

    Außerdem lese ich sowieso lieber längere Passagen als immer nur die kurzen Posts.

    Und für mich ebenfalls nicht ganz unwichtig: daß es nicht supereilig ist.

    Nicht etwa, weil ich mich nicht regelmäßig melden würde. Aber es soll ja Spaß machen...


    Soweit zu meiner Iniativbewerbung.

    Würde mich freuen, was von Dir zu hören.

    Heyho Thorak

    sehr schöne Szene. Ich hab mit in der Spelunke gesessen und ein Bier getrunken. Aber mit einigen Dingen habe ich kleine Probleme.

    Einem aufmerksameren Beobachter jedoch wäre der verkrüppelte linke Zeigefinger, die ausgezupften Augenbrauen und die silberne Schnalle des Waffengurts aufgefallen und hätten ihn vielleicht zum Nachdenken gebracht. Solche Zeichen wiesen seinen Träger als einen Angehörigen der Söldnerkaste aus und diese Leute verstanden erfahrungsgemäß wenig Spaß, wenn es um ihr Hab und Gut ging.

    Da hatte ich beim Lesen keine Ahnung, warum mich diese Merkmale/Zeichen dahin bringen sollten, daß Blondie ein Söldner ist. Verkrüppelter Zeigefinger, ausgezupfte Augenbrauen und 'ne silberne Schnalle kennzeichnen einen Söldner?

    Verstehe ich nicht. (Weil Du es mir als Leser nicht erklärst...).

    Die Schwertklinge in seiner Hand beschrieb einen engen Halbkreis und bohrte sich dann mit ihrer Spitze tief in die rechte Schulter des Spielers.

    Da habe ich beim Lesen direkt gezuckt.

    Schwert???

    In einer Kneipenschlägerei? Für ein Schwert braucht es Platz. Zum Schwingen. Versuche, Dich an Deinen letzten Kneipenbesuch zu erinnern. Hätte es da genug Platz gegeben, um mit einem Schwert zu agieren? Wohl eher nicht. Selbst ein Kurzschwert wäre da wohl eher zu lang.

    Ich kapier ja schon, daß Du da den Unterschied zwischen dem siffigen Falschspieler und Kelen dem Söldner deutlich machen wolltest.

    Aber gleich ein Schwert?


    Ansonsten: Prost. (Der Wanderer in der finstersten Ecke der Kneipe, das Gesicht von seiner Kapuze verhüllt...) ;) ^^ ;)

    Die Schlaf-Laute


    Die Schlaf-Laute ist ein Musikinstrument, das jeder spielen kann, auch ohne das Lautespielen zu beherrschen. Sie hat eine einschläfernde Wirkung auf alle, die ihre Töne hören, und sorgt dafür, dass man alles vergisst, was sich bis zu einer Stunde vor dem Einschlafen ereignet hat.

    Über Herkunft und Ursprung der Schlaflaute streiten die Gelehrten bis zum heutigen Tage.

    Eine Version unbestätigter Herkunft besagt, daß die Laute von Hypnos selbst geschaffen wurde, da dessen Sohn Morpheus von einem Halbgott namens Orpheus zu einem Wettstreit herausgefordert worden war, wer von beiden der bessere Klampfer sei.

    Das Problem war nur, daß sich Morpheus, seiner Natur gemäß, keinen Deut für den Wettbewerb interessierte, obwohl der Haufen der im Olymp versammelten Götter sich davon endlich mal wieder etwas Abwechslung vom ewigen Angebetetwerden seitens der Menschheit versprach.

    Am Tag des Wettkampfes nun - so geht die Sage - habe Morpheus gelangweilt zwei- bis dreimal die Saiten der Laute zum Klingen gebracht, was die ganze Götterbagage einschlafen ließ. Morpheus inklusive.

    Zwar soll daraufhin Orpheus, der mit seinen Liedern sogar Felsen zum Weinen habe bringen können, noch ein paar Mal versucht haben, der schlafenden Versammlung mit einigen messerscharfen Riffs auf seiner Lyra zu zeigen, was eine musikalische Harke ist, um sich nach kurzer Zeit jedoch entnervt mit den Worten: "Dann leckt mich doch alle mal..." dem Hades zuwendete, um dort nach seiner Frau Eurydike zu suchen, die er schmerzlich vermisste, weil zuhause seit Wochen kein Staub mehr geputzt worden war.

    Morpheus jedoch, träumend, vernahm fälschlicherweise "Dann weckt mich doch alle mal..." und schleuderte, entsetzt über den vermeintlichen Frevel an seiner Person die Laute hinunter auf die Erde, wo sie seither von einem untalentierten Sänger zum nächsten weitergereicht wird.

    In seiner exzessivsten Form lässt sich der Fluch der Laute heute jährlich beim ESC bewundern: Die dort vorgetragenen Lieder werden für einen Abend frenetisch gefeiert, nur um am folgenden im See des Vergessens auf ewig zu versinken.


    Fluch des Fa'l-Afel

    Exotisches Gewürzpulver. Gut gekaut ergreifen beim Ausatmen selbst Trolle die Flucht (und das will schon was heissen!).

    Leider tun das meistens auch Freunde und Bekannte, es sei denn, sie kamen ebenfalls in den Genuss. (Vgl. hier auch: "Einsam machender Quark" - T.Z.Atziki,1954,Hellas)

    Heyho Tarani


    Da Du das Ganze explizit als Parodie hier veröffentlicht hast, kann ich mich Kirisha 's Anmerkungen zum Text nicht anschließen.

    Es geht um Kartoffelchips, Kartoffelchips und Kartoffelchips für den dunklen, sehr dunklen, ja geradezu ganz dunklen Lord. Das muß und darf immer wieder wiederholt werden, eben weil es nicht ernst zu nehmen ist.

    Daher habe ich im Gegenteil bei den zitierten Stellen eher vermißt, das Lucius Malfoy nicht Wurmschwanz mit den restlichen Krümeln der geleerten Chipstüte beworfen hat - und mit der leeren Tüte.


    Ansonsten hab' ich mich beim Lesen verdammt gut amüsiert:

    „Herr, mein Lord, welche Ehre! Wie immer bringt Ihr Licht in diese düsteren Hallen!“, schleimte er.

    Voldemort, der dunkle Lord als Lichtbringer. Kein weiterer Kommentar. :D :D :D

    Und außerdem schummelte der dunkle Lord immer. Jedes Mal, wenn er ein Grundstück gekauft hatte, stellte er sofort zwei Hotels auf das betreffende Feld - sogar auf die Bahnhöfe.

    Aber das ist doch komplett regelwidrig!! Das muß dem dunklen Lord doch mal einer sagen, das sowas nicht geht!!!

    Wurmschwanz??? Wäre das nicht in perfekter Job für Dich???

    ^^ ;) ^^


    Echt gut!

    Danke für's Posten!!!