Beiträge von Stadtnymphe


    Ansonsten ein sehr schönes und rührendes Ende. Vielen Dank!<3

    Es geht spannend weiter und nun habe ich auch eine Idee, warum dieses Geschichtchen bei "Urban Fantasy" gelandet ist. Diese Art der Aura-Beschreibung ist ja nicht unbekannt in der Literatur, ich finde es aber total schön, wie du konkret die Farbsymbolika mit hineinbringst. Hannah scheint also etwas Besonders zu sein und ich bin gespannt, auf wen sie und Sophie da stoßen werden. Wie immer schön malerisch und sensibel geschrieben, danke dir.

    Liebe Tariq ,


    oh nein, jetzt bekomme ich direkt Sehnsucht nach dem Weihnachtsmarkt. Die Stimmung hast du wunderbar eingefangen und man fühlte sich förmlich selbst dort, wobei natürlich jeder Leser "seinen" individuellen Weihnachtsmarkt dann vor Augen hat, denke ich mal. Ich jedenfalls versetzte mich automatisch an unseren historischen Ruprechtsmarkt, der natürlich dieses Jahr ausfällt... :(

    Zu deiner Geschichte: sehr einfühlsam, sehr behutsam geschrieben, die schönen Beschreibungen und atmosphärischen Verdichtungen kennt man ja schon von dir. Am Anfang dachte ich tatsächlich, Hannah wäre blind, denn zu Beginn beschreibst du fast ausschließlich Sinne des Riechens und Hörens. Erst später, als Sophie beschrieben wird, kommen die visuellen Reize hinzu. Das fand ich extrem spannend und würde gern wissen, ob das absichtlich so gesetzt wurde.

    Ansonsten hoffe ich natürlich auch bald zu erfahren, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße

    Stadtnymphe

    Hallo McFee ,

    den Abschnitt fand ich von der Länge her sehr kurzweilig und angenehm zu lesen! Du hast mich mal wieder zum Lachen gebracht:

    „Herr Mundburt von Wolkenstein“, fuhr sie ziemlich kreischig fort, „was soll ich von einem Pagen halten, der die Hof-Etikette nicht beherrscht!“

    Ich merkte, wie mir kalte Schweißperlen auf die Stirn traten.

    „Allergnädigste Herrin... ich... ich bitte vielmals um Verzeihung“, stotterte ich, „welche Hof-Etikette meint Ihr?“

    „Schweig, böser Knabe!“, zischte sie, „und mach den Fehler durch alberne Entschuldigungen nicht noch peinlicher!“

    Normalerweise würde ich ja jetzt die Feministen-Keule schwingen. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, dass Frauen tatsächlich genau. so. reagieren. (können). Vorallem dieses "Ich will es nicht erklären, was du falsch gemacht hast, da musst du schon selber drauf kommen" :D

    der Herr auf Wolken-Kuckucksheim

    Wieder eine genialistische Annäherung an Petersilius Pilzschnitzel!!! Ich liebe deine Namen. Bitte mehr davon!


    LG

    Stadtnymphe

    Oh oh. Hier ist es aber still. ;(

    Runde 13!


    Ein Mann macht eine Zeitreise nach Camelot und installiert dort Technik des 19. Jahrhunderts.

    Ein Minderjähriger und eine ehemalige KZ-Aufseherin haben eine heiße Sommerromanze.

    Ein körperlich Behinderter lebt in einer nicht barrierefreien Kathedrale und verliebt sich hoffnungslos.

    Ein Mädchen hat erst mit ihrem Entführer, dann mit ihrem Retter eine Romanze und wird Königin.

    Deutsche Urlauber verleben eine Menage-a-trois in einem schwedischen Schloss, essen Fliegenpilze und retten ein kleines Mädchen.

    Da um ihr Haus eine unsichtbare Wand besteht, schwenkt eine Frau auf autarke Selbstversorgung um.

    Hallo Torshavn , fühl dich wohl hier! Pen&Paper habe ich noch nie gespielt und Beschreibungen darüber waren für mich immer ein Buch mit sieben Siegeln. Aber vielleicht steige ich demnächst auch mal ein. Ansonsten: Buchhandel? Das ist der Ort, an den all mein Geld hinfließt! ^^

    Viel Freude hier!

    Es geht sehr interessant und einfühlsam weiter, liebe melli - hat mir gut gefallen! Ich hab eigentlich nichts auszusetzen! Tatsächlich begann ich mich auch in dem Moment, als Gembries die Frage stellte, zu fragen, wie alt Alastair denn sei.

    Es werden schon die ersten Andeutungen einer guten Freundschaft zwischen dem grummeligen Bärenmann und dem Fröschlein gemacht. Ich finde, dass das recht schnell geht, aber andererseits, wieso nicht? Manche Bücher entwickeln solche Freundschaften während einer Quest über ganze Bände, aber vielleicht verfolgst du ja einen anderen Weg mit den beiden und bist auf etwas Höheres hinaus.

    Ganz besonders hervorheben möchte ich, dass ich am Stil und Ausdruck hier wirklich nichts auszusetzen habe. Bei den meisten Threads hier im Forum lese ich mit dem innerlichen Lektorenauge drüber, aber hier vergesse ich automatisch, nach Fehlerchen zu suchen. Vielleicht, weil es mir einfach so gut gefällt.


    Bis bald!

    Stadtnymphe

    Ui, das sieht optisch schon mal beeindruckend aus. (Diese Rahmen...!)

    Inhaltlich bin auch jetzt schon Fan, habe die BBC-Serie damals ver-schlun-gen.

    Vom Stil und von der Form her bleibe ich gespannt, was du draus machst.


    Einzig hier:

    Dies verbirgt aber große Gefahren, denn Zauberer leben hier gefährlich

    *birgt klänge besser. :)


    Ich glaube, man muss auch immer den schmalen Grat entlangbalancieren, der Serie und ihren amüsanten Charakteren treu zu bleiben, sodass der Leser sie wiedererkennt, andererseits aber auch was Eigenes schaffen und nicht 1:1 nacherzählen. Daher bin ich neugierig, wie du das lösen wirst.


    LG

    Stadtnymphe

    Willkommen liebe Rune !

    Schreiben seit man denken kann hört sich für mich sehr bekannt an.:D Ich bin gespannt auf deine Geschichten! Viel Freude hier und viel Glück in der Ausbildung! :))

    Ich hoffe du weißt, dass ich dich schon immer gemocht habe und nie auch nur ein schlechtes Wort über dich verfasst habe :saint::saint::saint:
    Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass mal sagen zu müssen :P

    Nun ja, Etiam - da spielt natürlich mehr als nur Sympathie ins Gewicht;););) Wie der Autor auch so schön meint: Der beste Mörder ist der, dessen Motiv man nicht erkennen kann. Und wenn ich kein Motiv habe, ist es auch nicht erkennbar... :P

    Hi melli !

    Ich bin ganz bei Charon , der Abschnitt hat mir sehr gut gefallen. Du schaffst es hervorragend, einen stilistisch niveauvollen Schreibstil mit trockenem Humor zu verbinden und genau darüber die Charaktere zu definieren - ganz unauffällig und trotzdem einprägsam. So kommt es, dass einem Eliazar jetzt schon sympathisch ist, obwohl man quasi nix über ihn weiß, und Pollok eher nicht so!


    Nur gestutzt hab ich hier:

    „Brauchst du noch etwas, Herr?“

    „Zur Zeit nicht, danke, Venia!“

    Das Mädchen knickste und entfernte sich lautlos. Eliazar blickte ihr nachdenklich hinterher. Der Hausmarschall würde ganz sicher heute noch vorbeischauen, um sich zu erkundigen, wie er mit dem neuen Mädchen zufrieden war.

    Erst jetzt fiel ihm auf, dass sie außer dem „Guten Morgen, Herr“ und der Frage eben nichts gesagt hatte. Er hatte schlicht nicht gemerkt, dass sie überhaupt da war.

    Sie hat doch "Brauchst du noch etwas" gesagt und nicht "Guten Morgen" ?

    Ich habe soeben den perfekten Ratgeber gelesen. Für alle, die diese Recherche auch schon länger mal anstrebten:


    Gerhart Honigs "Morden ohne Risiko - Ein Leitfaden für den perfekten Mörder zum häuslichen Selbststudium"



    Ja, was soll ich sagen? Ich bin nun ideal vorbereitet. Ich kenne mindestens 300 verschiedene, kurz angerissene Fälle, in denen der Mörder eben nicht perfekt handelte, weil er der Nachwelt mittlerweile bekannt ist. Ich weiß dank dieses wunderbaren Handbuchs, das in feiner, verständlicher und amüsanter Sprache verfasst wurde, was das Problem von Alibis ist, welche fünf Methoden es gibt, damit der schnüffelnde Inspektor niemals einen Mord und erst recht nicht einen selbst als Verantwortlichen vermutet. Eine Leiche verschwinden zu lassen, dem Mord den Hauch von Selbstmord verleihen, keine Spuren hinterlassen, sich nicht selbst durch auffälliges Verhalten überführen, den glaubhaftesten Unfall vortäuschen und die allgemeinen Regeln, die ein Mörder zu beachten hat, damit sein Handwerk auch gut gelingt. Ich bin begeistert!

    Natürlich wird sich auch mit den ethischen Theorien und Praxen der heutigen Gesellschaft, allein angefangen beim fünften Gebot der Bibel, auseinandergesetzt. Und wie gut, dass Herr Honig, wahrscheinlich eine Koryphäe auf dem Gebiet des Mordens, hierbei eine erleichternde Lösung präsentiert. Das Gebot "Du sollst nicht töten" bezieht sich nicht auf den Tötungsvorgang generell (denn dann könnten wir nicht mal ein Salatherz essen; Salat ist schließlich auch ein Lebewesen), sondern sollte heißen: "Du sollst nicht töten ohne Grund." Wie einfach! Dass ich das bisher noch nicht selbst erfasst habe!

    Das Büchlein fasst nur 115 Seiten. Ein genialer Griff ins Regal also, um sich zuhause, unterwegs oder auf dem Sofa seiner wohlhabenden Anverwandten weiterzubilden. Und danach kann die praktische Ausübung auch direkt losgehen.

    Klare Empfehlung! Fünf von fünf Sternen!



    ---verfasst vom Sofa meiner reichen Uroma aus------

    Hey McFee !

    Ich warte ja immer darauf, dass du "Petersilius Pilzschnitzel" irgendwann übertrumpfst, und hier bist du schon ganz nah rangekommen:

    Laubdach-Schneuzheim

    Umso mehr schade, dass du den Rest der durch- und erlauchten Herrschaften dann wieder abgekürzt hast:

    Herr*, Jungfer**, Ritter von***; Monsignore de****, Doktor beider Rechte*****, seine Ehren Geiler von******, Gerichtspräsident*******, die Damen******** und *********, Graf**********, Baron***********. Sollte ich jemanden vergessen haben, melde er oder sie sich; weitere *** stehen zur Verfügung.


    Auch das hier fand ich wieder sehr amüsant:

    Seine Korpulenz

    Genau wie das:

    Man wartete noch auf den Herzog, der nach der Devise lebte:


    Aufstehn früh – na gut, wer´s mag,

    trinken früh, das ist mein Schlag!,


    Ich frage mich immer, wie du auf diese Ideen kommst.^^

    LG

    Stadtnymphe

    Mein Name ist Gembries,

    Hah! Das hab ich mir beim Auftauchen des "Bärenmannes", der so unwirsch daherkam, schon ein bisschen gedacht, aber nicht gewagt, diese Vermutung in den Raum zu werfen.


    Sehr solides Kapitel. Diese Begegnung zwischen Gembries (grummelig, unwirsch, pragmatisch) und Alistair (schüchtern, unerfahren, hilflos) birgt auf jeden Fall viel Potential und ich bin gespannt, was du daraus machst. Vermutlich muss ich aber den Anfang nochmal lesen --- ich habe in der Zwischenzeit z.B. den märchenhaft anmutenden Prolog inhaltlich schon wieder vergessen.

    Nach wie vor bin ich ein Fan von Gembries, mal schauen, ob diese Einschätzung auch tragbar bleibt.


    LG

    Stadtnymphe

    Hallo McFee !

    Dein trockener Humor scheint keine Grenzen zu kennen. Umso besser.

    Die amüsantesten Stellen für mich waren:

    Um nicht gierig zu wirken, begann ich die Mahlzeit mit einem Dutzend gebratener Tauben, zehn geräucherten Schinken, zwei Schock Ochsenzungen, einer Wagenladung Blut- und Leberwürsten und dergleichen Kleinigkeiten mehr.

    und

    Ich tat es, worauf die Hunde im Zwinger in eine derartige Raserei fielen, dass sie eingeschläfert werden mussten.


    Ein paar kleine Rechtschreibfehler sind dieses Mal dabei; wird dir Word sicher anstreichen. Auch komme ich langsam mit den vielen Anmerkungen gar nicht mehr hinterher. Jedesmal nach unten zu scrollen, um den jeweiligen Kommentar zu lesen, ist recht anstrengend, weil ich dann nicht mehr weiß, bis wohin ich gelesen hatte, mir aber alle Begriffe bis dahin zu merken, krieg ich kognitiv nicht auf die Reihe.

    Der Spoiler in der letzten Überschrift war fast ein bisschen mies - klar hätte ich Mundburt mal einen Erfolg gewünscht, aber irgendwie war dann tatsächlich logisch, dass er es nicht schafft.

    Dein detailliertes Wissen ist Gold wert. Authentizität pur.


    LG

    Stadtnymphe

    Hey Etiam !


    Zuk!“

    Hier fehlt nicht nur ein Anführungszeichen, auch hab ich mich sofort gefragt, was das sein soll. Klar, es wird gleich später aufgeklärt, aber es schafft zunächst Verwirrung, und das dann auch noch so unvermittelt am Anfang...

    Straßen und Gassen der Stadt hetzte. Er sprang über Zäune und Mauern

    In diesem Abschnitt (also dem ganzen Post) fiel mir immer wieder auf, dass du Dopplungen wie diese benutzt. Straßen und Gassen, Zäune und Mauern, das ist jeweils dasselbe. Der Prägnanz zuliebe würde ich hier auf das Wesentliche kürzen.

    Sein Herz hämmerte wie wild in seiner Brust, und die Panik, welche er in diesem trug,

    Diesen Satzteil empfinde ich ein bisschen als Stilbruch, da er so geschwollen daherkommt. Ich würde "welche er in diesem trug" wegkürzen. Jeder weiß, dass man Panik ja in sich hat.

    Die Straße, die auf geradem Weg zum Platz führte, an dem auch die Kirche Stand war, gesäumt mit Leichen.

    Huch! Was ist das?:D Korrekt müsste es heißen:

    Die Straße, die auf geradem Weg zum Platz führte, an dem auch die Kirche stand, war gesäumt von Leichen.

    Ihm wurde erst jetzt klar, dass die Stadt um ihn herum so totenstill war, dass ihm gar nicht aufgefallen war, dass er wieder Töne hörte.

    Warte, was? Die Stadt ist totenstill - aber er hört Töne? Das ist widersprüchlich, ich würde es treffender formulieren. Ich kann mir schon denken, was du sagen willst, nämlich dass das Kampfgemetzel abgeflacht ist und er nun die kleinen Laute wieder wahrnehmen kann? So wie es da steht, finde ich es ein kleines bisschen paradox.

    Ein Licht, das durch den dichten Nebelvorhang schimmerte

    Seehr seeeeehr schön!!!!:love:

    Es fühlte sich an, als würde das Blut in seinen Adern sieden und seine Muskeln waren bis zum äußersten gespannt. Er war benebelt und berauscht zugleich. Ein unbändiger Kampfeswille kam in ihm auf und beflügelte ihn.

    Hier haben wir wieder ein Beispiel für das "Zäune und Mauern"-Prinzip, dem du in diesem Abschnitt folgst: alles doppelt schreiben. Wir haben Blutrauschen in den Adern und Muskelspannungen. Benebelung und Berauschung. Das steht ja alles für dasselbe. Für eine treffende Aussage: Nämlich, sein Körper signalisiert ihm Angriffsbereitschaft und Kampfwille - benutzt du jede Menge Metaphern. Ich würde hier sagen, weniger ist mehr.;)



    Ansonsten hab ich nix zu meckern. Inhaltlich bin ich wieder gespannt, wie es weitergeht. Hut schon mal ab wegen Erik. Das macht nicht gleich jeder. Falls du es gern wissen magst, ich hatte beim Lesen nicht irgendwie Trauergefühle o.ä., ich war zu fasziniert von Tjelvars Reaktion. Allerdings glaube ich, dass seine "Trauer" etwas zu früh kommt. Im Prinzip hat er für eine derartig tiefgehende, reflektierende Emotion wie Trauer ja noch gar keine Zeit, eigentlich müsste er unter Schock stehen und könnte sogar etwas wie kurze Gefühllosigkeit spüren, bevor er sich dann wutentbrannt in den Kampf stürzt - was du ja hervorragend umgesetzt hast.


    Liebe Grüße!

    Stadtnymphe

    Runde 12. :)

    (Er)kennt jemand was?


    Ein Harvard-Absolvent muss erkennen, dass er seinen Traumjob bei der Mafia angefangen hat.

    Eins von fünf Kindern stellt sich bei einer Fabrikbesichtigung intelligent an und wird prompt zum Erben.

    Eine Schriftstellerin, ihre Kinder und ihr kränklicher Geliebter machen Urlaub fernab von Luxus.

    Ein Nichtschwimmer treibt sich an verrufenen Orten herum und erleidet viel Pech.

    Die Suche nach einem Schatz wird durch die Intrigen eines einbeinigen Schiffkochs erschwert.

    Ein Greis, der durch Zufall fast alle politischen Größen des 20. Jahrhunderts kannte, bricht aus dem Altenheim zu einem neuen Abenteuer auf.

    Hey Etiam !

    Gleich vorneweg: Ich weiß nicht, ob du diese Szene nun mit Absicht nahbarer und dramatischer geschrieben hast, aber das ist zumindest mein Eindruck. Ich finde sie um WEITEN besser als den Teil vorher.^^

    Gleich mal hier:

    Nochmal setzte sich Tjelvar in Bewegung. Wenn dies das Ende der Stadt war, musste er zumindest seinen Freund vor den Armeen des Todes bewahren.
    Mittlerweile sah er, dass es sich eindeutig um den Jarl handelte, wie er gegen ein oder zwei Draugar kämpfte. Aber Tjelvar kamen immer wieder Zwerge in den Weg, als er zu ihm stoßen wollte.
    Für einen Kampf hatte er jetzt keine Zeit. Er duckte sich unter den Angriffen hinweg oder schubste die Untoten zur Seite. Zwischendurch hielt er immer Mal Ausschau, doch von seinem Freund fehlte jeder Spur.

    Wir sind im Geschehen drin, wir erleben Tjelvars panische Gedankengänge und seine unmittelbare Sicht. Sehr schön. ("Nur würde ich nicht "schubsen" schreiben, klingt unelegant.)


    Was auch für Spannung mittendrin sorgt, ist natürlich die Unterhaltung:

    Er erkannte Tjelvar sofort und zusammen kämpften sie gegen den verbliebenen Draugr. „Raikson, euch schicken die Götter. Wir dachten sie hätten euch erwischt.“
    Der Jarl nutzte die erzeugte Ablenkung durch Tjelvar und trat seinen Gegner zu Boden. Ohne zu zögern, jagte er ihm die Spitze seines Schwertes durch das Auge.
    „Wo ist Erik?“, japste Tjelvar außer Puste.

    Du schaffst es hier sehr gut, einerseits die Knappheit des Dialogs, die Panik/Unübersichtlichkeit, und andererseits gleichzeitig das unmittelbare Kampfgeschehen aufrecht zu erhalten. Ist auf jeden Fall ein super Stilmittel, um mehr Dramatik (also das heißt Unmittelbarkeit statt Nacherzählen (Epik)) reinzubringen.


    Hier nun noch was Stilistisches.

    Grün: Hier finde ich, dass du doch recht viele Metaphern für einige wenige Empfindungen Tjelvars in den Ring wirfst. Manchmal ist weniger mehr.

    Rot: Hier setzt du dreimal hintereinander mit so einer Nebensatzkonstellation an. Könnte man minimal umformulieren. Es ist mir beim Lesen aufgefallen, dass da immer so eine Einschiebung am Anfang kommt. Andere stört das aber vielleicht weniger :P

    Blau: Machen ist so ein oft benutztes Modalverb, klingt auch sehr mündlich. Wie wäre es mit tun? Vorgehen? Handeln? Etc.


    Übrigens könnte man, um eine kausale Kette herzustellen, noch ein "Denn" vor den Satz "Ein Teil von ihm wollte davonlaufen [...]" setzen.



    Sehr interessant finde ich die plötzlich einsetzende Stille, darauf hatte ich ja eigentlich schon die ganze Zeit bisschen gewartet :D Also bin ich gespannt, wer der schwarze Unbekannte ist.


    Bis bald

    Stadtnymphe