Beiträge von Stadtnymphe

    Danke, liebe Leute Rika Sensenbach LadyK & Kiddel Fee :) Das war die erste Kurzgeschichte meines Lebens und schon allein deshalb war ich fest überzeugt, dass einer der anderen tollen Beiträge gewinnt. Ich finde es übrigens sehr interessant, dass wir dieses "Totem" alle ein bisschen unterschiedlich interpretiert haben und ihr anderen euch tatsächlich für eine mehr oder weniger eisige Umgebung entschieden habt ^^. Damit bin ich nämlich gar nicht zurechtgekommen (ich fand das gesamte Thema echt schwierig umzusetzen) und hab dann eine Art Mogelpackung zurechtgeschustert, ganz à la "Austern in Eis".

    Und jetzt bin ich nur noch unter Druck, weil ich mir ein neues Thema ausdenken muss... Hilfe!=O

    Bald kam ich an eine Hütte, vor der ein Esel stand. Er war klapperdürr, mit struppigem Fell und krummen Beinen, offenbar für die Salami bestimmt.

    Gab's da schon Salami? ?(

    Ich habe den Esel samt Inhalt gekauft. Der Dung gehört zum Esel wie sein Schwanz. Also gehört der Dung mir. Wenn Ihr ihn haben wollt, müsst Ihr bezahlen!'

    'Ihr spaßt, Herr', erwiderte der Alte, 'schaut doch mal genau hin! Wo ist der Schwanz? Am Esel. Wo ist der Dung? Er liegt auf der Straße. Also ist er Allgemeingut und jedem Bürger dieses schönen Landes verfügbar.'

    Ahhh, der alte Rechtsstreit. Erinnert mich an den klassischen Nachbarschaftskonflikt. Tatsächlich ist es so, dass Nachbar A, dessen Pflaumenbaum am Zaun steht und der Pflaumen auf das Grundstück von Nachbar B wirft, diese Pflaumen nicht für sich beanspruchen darf. Daran fühl ich mich grad erinnert.^^

    Ein paar florentiner Gulden&!

    Wird dann aber Florentiner nicht großgeschrieben?

    en Namen der Stadt weiß ich nicht mehr, nenne sie einfach Corruptia

    Herrlich!!


    „Allerhöchstes Gericht!', rief er, 'die Einlassungen der Gegenseite sind nicht einleuchtend, nämlich, dass der Dung eines Esels weder als ein wesentlicher noch außerwesentlicher Teil besagten Tieres anzusehen sei und vom Käufer dahero nicht vermutet werden könne, dass er diesen nicht stillschweigend mit jenem erworben habe; item halte ich dagegen, dass der Dung leibhaftigen Esels schlechterdings nicht für sich selbst, will sagen: ohne eröfterten Esel entstehen kann; ergo der Eselsdung als nichts anderes anzusehen ist als ein Dungesel; sequitur der Eigentümer besagten Esels sich mit gutem Fug auch als Eigentümer des Dungesels betrachten kann. Überdies – und wenn man auch concedieren wollte – dass der Dung nur ein acessorium besagten Esels sei, so kann doch dem Verkäufer dadurch noch kein Recht auf den Gebrauch des Dungs zuwachsen, item, indem durch mündliche Vereinbarung –'

    Sehr schön, die mittelalterliche Gerichtssprache. Schön unverständlich, langatmig und mit Fachsprache gespickt. Manche Sachen ändern sich eben nie...:D

    'Bist du ein Dungist oder bist du ein Asinist?'

    Oh Gott, wie kommt man auf so was?:D:D:D

    Ein Erklärungsfetzen für dich Etiam - alles ist subjektiv und du kannst daraus ziehen, was du magst, und den Rest einfach liegen lassen :D

    Hey Etiam , schön, dass es direkt weitergeht, so komme ich in einen Flow. :)

    Kampfhandlungen finde ich immer etwas tricky. Der Clou ist, alles realistisch-nachvollziehbar, spannend, aber trotzdem noch irgendwie stilistisch gehoben zu präsentieren. Außerdem sollten die Emotionen des Lesers (nicht des Protagonisten, der kann ja durchaus im Eifer des Gefechts wenig empfinden) nicht zu kurz kommen. Ich sage es ganz ehrlich, ich habe mich um Tjelvar nicht gesorgt, und als Knuts Vater das Zeitliche segnete, war mir das auch egal. Immerhin ist er eine Randfigur, die gerade eben erst eingeführt wurde, ein Opfer ohne Verlust sozusagen. Was an sich ja noch nichts Schlimmes ist.

    Nun ja, widmen wir uns den Einzelheiten! ;)


    Aber es war immer präsent und hatte dazu geführt,

    hier fehlt - um es in einer Zeitform zu halten - das "war immer präsent gewesen" - Plusquamperfekt. Damit ergibt sich jedoch eine Dopplung von "waren gewesen". Die Zeitform würde ich im PQP lassen, aber vielleicht kann man es noch eleganter ausformulieren.



    dass er sich auf diesen Tag vorbereitet hatte, dass er sich stark gemacht hatte.

    Meine eigene subtile Meinung: Wenn du nur einen der beiden Nebensätze benutzen würdest - die sich inhaltlich komplett gleichen - käme eine stärkere Aussage raus. "Dass er sich auf diesen Tag vorbereitet hatte." Punkt. Vielleicht kann man zur Akzentuierung jetzt auch noch nen Absatz reinschmeißen, das ist aber nun wirklich komplette Geschmackssache und du kannst diesen Vorschlag (auch den davor) getrost ignorieren, wenn dir nicht danach ist :P



    Dumpf schlug eine Wurfaxt in die Brust von Knuts Vater. Mit offenem Mund ging der Krieger auf die Knie. Fassungslos starrte er zu Tjelvar und Blut lief ihm über die Lippen in seinen Bart, bis es von dort aus auf den Boden tropfte.

    Ich finde den Übergang dazu, dass Knuts Vater nach seinem heldenhaften Kampfschrei einfach abgemurkst wird, etwas lapdiar. "Dumpf schlug eine Wurfaxt..." Das hat ja gar keine Vorwarnung. Der Leser liest es und denkt sich: Äh, ok. Ich würde hier weitaus mehr Dramatik einbauen, unwichtiger Nebencharakter hin oder her :P "Doch plötzlich...", "Tjelvar wirbelte herum und sah gerade noch, wie ein silberner Bogen in den Torso des Einarmigen einschlug. Eine Wurfaxt, präzise geschleudert..." Irgendwie so. :D

    Mit dem "Fassungslos starrte er zu..." machst du ein klassisches "Tell, don't show" - also das, was man nicht machen sollte. :P Ich bin mir sicher, dass Tjelvar hier keine klaren Gefühle empfinden kann, das, was Knuts Vater fühlt, wissen wir dank des personalen Erzählers im Prinzip auch nicht, aber du kannst es uns zeigen! "Da war Blut. Eine dickflüssige, dunkle Lache, die sich unter seinem Körper ausbreitete und seine Kleidung vollsaugte. Schwindel stieg Tjelvar zu Kopf, als wäre es sein eigenes. Das Bild auf seiner Netzhaut erschien surreal. Doch Knuts Vater..." oder so.


    Doch der Kampf war für ihn beendet. Leblos kippte der Mann nach vorne in den Schlamm.

    Auch das schilderst du so lapidar, fast könnte man es für einen Witz halten...


    Und nun kommen wir zum Kampfgeschehen. Ich möchte einmal betonen, dass alles, was ich hier fabriziere, relativ subjektiv ist. An sich ist an deiner Schreibweise hier nichts auszusetzen, außer, dass man es eben noch spannender machen könnte. Zuweilen erzählst du sehr episch, wenig dramatisch. Das liegt an den verschachtelten Sätzen und Konjunktionen (wie ich im vorigen Post schon beschrieb). Es fehlt die Action, das schnell Handelnde. Ein Kampf ist ja schließlich eine Situation, in der alles total rasant geht. Wie du es aber beschreibst, wirkt für mich so, als könnte Tjelvar recht viel gleichzeitig erfassen. Auch dramatisch-spannende Geschehnisse ("Und Tjelvar verlor seine Axt", "Endlich bekam Tjelvar den Hals des Monsters zu fassen", "Doch die Kraft der Zwerge...", "ließ sich nicht wegdrücken") handelst du ziemlich knapp ab. Das könnte zeitlich auch mehr Tiefe haben, ein richtiges Gerangel, sodass der Leser sich plötzlich nicht mehr sicher ist, ob das hier gut ausgeht... Ich meine, dass er seine Axt verliert, ist wahnsinnig schlimm in dieser Szene! Und hier heißt es nur "Doch Tjelvar verlor seine Axt"... Hm. :D

    Den Rest habe ich nicht eingefügt, weil ich den wiederum besser gelungen fand! Dramatischer. Naja, vielleicht bin ich eine Drama-Queen :P


    Das Ende wiederum ist schon echt hart. Das Dorf tut mir ganz schön leid. Ich hoffe wenigstens, dass du mit einer hohen Zahl an Verlusten um die Ecke kommst und dass mindestens einer der Personen (Sigi - ihr Freund - die Mutter) der Nebenpersonen tot oder lebensgefährlich verletzt ist. Sonst ist es ja kein Drama und ich kann die entsetzliche Stimmung nicht mehr so ernst nehmen ;)

    Spaß - bitte töte deine Personen nur dann, wenn es für dich passt!



    Ich bin weiter dabei und hoffe, du bist nicht gekränkt durch meine stilistischen Meckereien!

    LG

    Stadtnymphe

    Hey Etiam !


    Oha, wir kommen also zur Sache. Den Handlungsverlauf finde ich gut, es wird auch einigermaßen Spannung erzeugt - was man sicher noch drastischer ausgestalten könnte, aber ich weiß ja nicht, ob noch mehr kommt ;)


    Die Anspannung verließ Tjelvar für einen Moment und ein Hauch von Resignation überkam ihn

    Hm. Resignation finde ich hier unpassend, immerhin glaubt er, den Feind nahen zu hören. Das resigniert einen doch nicht, das regt einen auf, macht einen wachsam, möglicherweise entsetzt - immerhin ist doch Tjelvar da bereits ein gebranntes Kind, oder? Vielleicht kommen auch kurz alte Erinnerungsfetzen auf...

    Der Untote verweilte auf der Straße, als müsse er sich umsehen

    Ich finde das Untotenkonzept sehr interessant. Man muss sie also enthaupten o.ä. Was ich mich allerdings fragte: Hier nennt Tjelvar den Draugar bereits untot, wundert sich dann aber, als seine Waffe erstmal nichts anrichtet. Das ist für mich ein Widerspruch. Hier fehlt mir eine Erklärung, wie Tjelvar wissen kann, dass der Zwerg untot ist, und was untot in seiner Welt bedeutet, denn für mich heißt es klar: Die sind halt nicht tot zu kriegen :p

    Auch Tjelvar rannte nun seinerseits auf das Wesen zu, welches ihm nicht mal bis zur Brust reichte.
    Sich der gegnerischen Schneide zu entziehen war ein leichtes, doch folgte dem ersten Schlag des Gegners direkt der zweite.
    Mit einer schnellen Drehung parrierte er den Angriff des Draugr, sodass sie sich mit ineinander verhakten Waffen gegenüberstanden.
    Tjelvar hatte die Geschwindigkeit der eher schwerfällig anmutenden Zwerge unterschätzt.
    Drohend brüllte der Zwerg ihn an, wobei Tjelvar der üble Gestank des Todes ins Gesicht blies. Die kleine Kreatur gewann an Kraft und würde es bald schaffen, dieses Wettdrücken zu gewinnen, da verlagerte Tjelvar sein Gewicht auf den Kopf seiner Axt.

    Hier machst du viele Nebensätze mit einleitenden Konjunktionen. Würde man das knackiger und präziser umformulieren, käme mehr Spannung bei raus, würde ich behaupten. Auch solche Partikel wie "seinerseits", "anmutenden" (sowieso finde ich schwerfällig und anmutenden widersprüchlich :D ), "eher" bremsen den Leser im Spannungsfluss aus. Die vielen Konjunktionen/Subjunktionen lassen den Abschnitt eher wie eine distanzierte Erzählung lesen. Ich würde verstärkt auf Sachen wie "Im nächsten Moment", "Doch da", "Keine Sekunde später", blabla setzen, um zu schildern, dass es eine sehr rasante Action ist.

    P.S. parieren nur mit einem r :)



    „Mein Vater“, sagte Knut nur. „Er wurde von diesen Monstern überrascht. Er gab seinen Arm, um mich zu beschützen. Er verliert viel Blut.“

    Was Knut hier sagt, klingt für mich sehr lapidar, und das liegt an diesem "nur". Ich weiß, dass du damit verständlich machen willst, dass es das einzige ist, was er sagt. Was aber gar nicht stimmt, es kommt ja noch mehr dahinter, und das "nur" impliziert, dass er es sehr trocken sagt! Ich würde ein Adjektiv benutzen und das "nur" rausschmeißen. Ich meine, kriegerische Erfahrung hin oder her, wenn der eigene Vater seinen Arm opfert und jetzt droht zu sterben, ist das doch krass! Da muss man doch was fühlen - und wenn es nur Schock ist: Ich würde das benennen!

    „Bring ihn in die Kirche, wir versammeln alle dort, die nicht kämpfen können und ...“

    Woher weiß Tjelvar das? Hat er das gesehen, während er durchs Dorf rannte und sich dachte: "Könnte es sein, dass die Feinde da sind?" Wessen er sich ja auch gar nicht sicher war? Die Dorfbewohner hatten meiner Erinnerung nach ja eher "träge" reagiert, wieso sollten sie so schnell eine Krankenstation aufbauen?

    Welch fauler Zauber!

    Diesen Ausdruck empfinde ich als krassen Gegensatz zu den relativ normalen Aussagen, die die Dorfbewohner sonst so machen. Die anderen reden recht normal, und er kommt hier mit so überbordender Hochgestochenheit daher^^

    Konnten sie uns deswegen überrumpeln? Waren sie schon damals ... Still?

    Gute Idee!!!!!!!!!!! Da spielt vielleicht auch wieder die Titelgebung mit den Musikbezeichnungen rein! Gefällt mir extrem gut. Und da frage ich mich natürlich, wie das kommen konnte, dass sie still wurden. Nebenbei: still wäre hier klein :)

    Das Antlitz des Todes hatte ihm den Mut gestohlen.

    Sehr schöner letzter Satz. Da gibt es nichts hinzuzufügen, sehr malerisch. :)


    Und PS. nochmal zu dem Widerspiegeln im vorigen Part: Du hast dir die Frage fast selbst beantwortet, da du ja schriebst, "in den Augen widerspiegeln". Ja, etwas muss sich in etwas widerspiegeln, heißt, die Reflexion braucht ja einen Untergrund (Glas, Fensterscheibe, Tümpel, Display...). Und darin spiegelt sie sich, nicht davor. Das wäre... physikalisch unmöglich :D

    Runde 11 für alle literaturbegeisterte Ratefreunde.:D Und äh, auch für alle anderen.:phatgrin:


    Obwohl es ihr im Gebirge sehr gefällt, wird ein kleines Mädchen zu einer gruseligen Gouvernante in die Stadt geschickt.

    Vier potentielle Päpste werden ermordet, weil ein Symbologe nicht schnell genug ist.

    Drei von vier Schwestern werden erwachsen und heiraten.

    Zwei Teenager, deren Beziehung noch nicht mal eine Woche währt, begehen wegen Familienkonflikten Selbstmord.

    Ein Junge ohne Schulbildung wird von exotischen Tieren beaufsichtigt.

    Ein Durchschnittsbürger und seine Frau kämpfen sich durch die Weltwirtschaftskrise.

    Was für eine süße Geschichte, Tariq . Fast wie ein Märchen. Aber mit unverhofftem Ausgang, man wird wieder zurück in die ernüchternde Realität gesogen... Erstens, weil die Geschichte vorbei ist und zweitens, weil sich die scheinbar edlen Fundstücke in Täuschungs- und Truggespinste verwandeln... Ich bin fast so enttäuscht wie die kleine Ida, aber nur fast!^^

    P.S. Ida am Michelbach, Brombeeren... klingt fast bisschen wie von Astrid Lindgren inspiriert. ^^

    Oha! Der Spannungsbogen geht in die Höhe! :alien: So ganz erwartet habe ich es nicht, obwohl mir klar war, dass das nette Vorgeplänkel im Dorf wohl kaum anhaltender Natur sein dürfte. ^^ Ich finde, du hast die Stimmung schon gut eingefangen und als Leserin konnte ich die zunehmende Aufregung Tjelvars und Sigis nachvollziehen. Ein paar Rechtschreibfehler und falsche Kommata sind übrigens noch drin (frag mal Word :P ). Und ansonsten - das hier ist mir sonst noch so durch den Kopf gegangen:

    Nein, das kann nicht wahr sein.
    Die Kälte, der modrige Geruch ... der Nebel. Es war genau wie damals.
    Mit aufgerissenen Augen stand Tjelvar zitternd auf dem Marktplatz, während seine Arme und Beine sich verkrampften. Es war ihm unmöglich, sich zu bewegen.
    Nein ... Es geschieht schon wieder.

    Unweigerlich wanderten seine Gedanken zu dem Tag, an dem er all seine Freunde verloren hatte. „Nein“, murmelte er.

    Okay, du wiederholst ziemlich oft "Nein". Könnte man stilistisch sicher auch anders lösen.

    Doch selbst wenn, vor Tjelvars Augen spiegelten sich andere Bilder wider.

    Hm, sich vor etwas widerspiegeln hab ich noch nie gehört. Etwas spiegelt sich in etwas. ^^

    Natürlich wusste er, warum Sigi und Tjelvar damals aus ihrer Heimat flüchteten

    *geflüchtet waren - passt besser. :)



    „Dieses dunkle Wesen. Es ist hier, ich kann nicht ... Ich kann ...“ Sie fing wieder an zu weinen und vergrub ihr Gesicht in seine Schulter.

    Oh oh, da bahnt sich etwas Unheilverkündendes an...:pupillen::pupillen:

    Durch den Nebel erkannte er, wie vereinzelt Menschen ihre Häuser verließen, doch Ihre Bewegungen waren träge. Er glaubte, nur Verwirrung in ihren Gesichtern gesehen zu haben.

    Hm, ich finde, das passt nicht ganz zusammen. Sie verlassen die Häuser - aber träge? Vielleicht könnten sie erstmal aus dem Fenster schauen? Ich persönlich würde auch nicht sofort rauskommen (und dann auch nicht träge), könnte ja sein, dass sich jemand einen Dumme-Jungen-Streich erlaubt. Träge würde ich das auch nicht nennen, vielleicht eher abwartend, misstrauisch, verständnislos... Irgendwie so?


    Ich bleibe gespannt, was passieren wird. :thumbup:

    LG!

    Nein leider nicht. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke eigentlich echt doof. Kannst du iwas empfehlen? :D

    Die Bücher meiner Jugend waren:

    - Nocturna

    - Die Chroniken von Aradon

    - Rabenmond

    Die Protagonisten sind jugendlich, das sollte man natürlich beachten, wenn man es "erst" jetzt liest.^^ Ich finde aber, sie hat ihren Schreibstil seit Nijura nochmal stark optimiert, vorallem was das poetische Erzählen in Bildern betrifft, daher ist es auch jetzt noch eine Freude für mich, diese Bücher zu lesen, auch wenn ich aus der Zielgruppe rausgewachsen bin.

    Nach dieser Fantasy-Schiene hat sie sich dann etwas urbaneren Räumen zugewandt (Noir, Nacht ohne Namen), in denen man ihr das Philosophiestudium schon arg anmerkt^^. Das war mir dann teilweise zu abstrakt. Und kürzlich ist sie wieder zur Fantasy zurückgekehrt, und zwar mit einer ziemlich spannenden Aufmachung, in der sich reinste Fantasy mit Transgender kreuzt. War interessant zu lesen, hat mich aber nicht so berührt wie die früheren Bücher.


    LG

    Stadtnymphe

    Hallo Yannik !

    aber mein Fantasy-Eisnteiger bei den Büchern war "Nijura" von Jenny-Mai Nuyen.

    Ohh, Jenny-Mai Nuyen finde ich auch ganz toll. Hast du noch mehr von ihr gelesen außer Nijura? Das war ja "nur" ihr Erstlingswerk. Bevor sie ins Philosophisch-Urbane abdriftete, hat sie noch ein paar weitere Fantasybücher für Jugendliche geschrieben, die ich nur empfehlen kann.


    Fühl dich hoffentlich wohl und inspiriert hier im Forum!^^


    LG

    Stadtnymphe

    Herrlich wie immer. Eine Freude zu lesen. Dieses Mal für meinen Geschmack auch nicht zu lang!


    Nur hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen:

    die Mädgen wurden entweder verheiratet oder

    *Mädge


    „Anscheinend“, fuhr Vater mit tot-ernster Miene fort,

    *todernst


    Zitat


    zum Nachtisch gab´s dann Kopfnüsse, Maulschellen, Nasenstüber, Arschtritte und andere Köstlichkeiten, die aus einem Weichei einen rechten Mann machen. Was übrig blieb wurde in Tränensäcke verpackt und am nächsten Tag wieder aufgetischt.

    Diese Doppeldeutigkeiten fand ich sehr gelungen.:thumbup:


    Auf ein Nächstes,

    Stadtnymphe

    Von mir auch Willkommen, Ivero L. Ich bin gespannt auf deine Welt und dein Schreiben. Schwarzer Humor klingt doch nicht schlecht.

    Vielleicht stolperst du hier aber auch auf Inspiration von anderen, wer weiß?^^

    Viel Freude hier.


    LG

    Stadtnymphe

    Hi AFG ,

    Rechtschreibung ist hier schon viel besser (vielleicht hat Tariq das schon korrigiert? Wer weiß:alien:). Ein paar Fehlerchen sind immer noch drin, die werde ich aber hier nicht auflisten. Mir gefällt der Ausdruck ganz gut, du hast ein paar schöne Dinge eingebaut:


    Doch heute hielt er zielstrebig auf den Tresen zu

    auf etwas zuhalten - finde ich eine schönere Ausdrucksweise als "er ging auf den Tresen zu". Daher schon mal schön umgebaut!


    Mir gefällt auch, dass sich die Handlung hier offenbar in Deutschland (Spandauer Straße...?) vollzieht, wobei der Prolog ja eher angloamerikanisch daherkam. Das macht nochmal ne neue Perspektive auf.


    Ansonsten fand ich, hatte der Einstieg keine besonderen Höhen oder Tiefen, nur das Ende fand ich interessant!

    "Ach, weißt du was?", sprach er auf den Eimer ein, "Du kannst dir einfach selbst einen aussuchen, sobald du dazu in der Lage bist."

    Huuui. Das verursacht wildes Kopfkino. Ist Angelo vielleicht deshalb Stammkunde bei dem Aquaristikshop, weil er seinen Fischen das Sprechen beibringt? Was bezweckt er damit? Hm. Ist nur so ins Blaue geraten, macht aber Lust auf mehr. Besonders, da es sich nun besser liest.:)


    LG

    Stadtnymphe

    So, ich habe just "Der stille Don " (Teil 1), wie von Der Wanderer empfohlen, beendet. Hier mein taufrischer Eindruck.

    Scholochow versteht es, Atmosphären zu beschreiben, Landschaften und Gesellschaften nachvollziehbar darzustellen. Hin und wieder ist es sogar ganz amüsant, die Dialoge zu verfolgen. Der Band, den ich besitze, beinhaltet bereits zwei Bände (das mag nun widersprüchlich klingen); im ersten dessen ging es um das traditionelle Landleben der Kosaken und das hat mir gut gefallen. Im Großen und Ganzen eben die Verstrickungen von Familien, Liebe, Verrat, Heirat, Tod. Bis man dann zu Teil 2 kommt, in dem sich alles komplizierter gestaltet. Tatsächlich schwer zu merkende russische Namen überhäufen einander, wir bekommen ein eindrucksvoll lebendig-schreckliches Bild des Ersten Weltkriegs gezeichnet. Sollte sich jemand von euch entschließen, dies zu lesen, kann ich nur empfehlen, wirklich konzentriert bei der Sache zu bleiben. Die vielen Verwicklungen, Frontgeschehnisse, verschiedenen Seiten und Positionen haben es in sich. Scholochow schreckt auch nicht vor den unmenschlichen Seiten zurück, er erzählt sie genauso eindringlich und ungekünstelt. Zwischendrin blühen, metaphorisch stark angereichert, wunderschöne Beschreibungen über die Landschaft und den Fluss Don, Namensgeber des Buchs. Diese Landschaftspanoramen kehren immer wieder zurück und bilden einen Rahmen, der das Grauen innerhalb des Plots reflektiert, z.B. wenn ein zu den Bolschewiken übergelaufener Kosak erschossen, über seinem Grab eine Kapelle aufgebaut wird und in den Zweigen ringsum dann die Vögel nisten - der Inbegriff von neuem Leben, das aus altem entspringt.

    Was ich besonders faszinierend fand zu lesen, war, wie Scholochow Gruppendynamiken beschreibt. Besonders eingängig vollzog sich das an einer Szene, in der die unterlegenen Rotgardisten sich den Kosaken ergeben - beide Gruppen kennen sich aus ihren Dörfern, sind quasi Nachbarn, kennen sich also gut, kämpfen aber gegeneinander. Es ist Ostern, die Rotgardisten wollten sich nicht unbedingt ergeben, sondern die Revolution vorantreiben, sind jedoch in der krassen Unterzahl und umzingelt. Als sie die weiße Fahne schwenken, reagiert ein Großteil der Kosaken erleichtert, nicht gegen sie kämpfen/ sie umbringen zu müssen, und man begrüßt sich fast euphorisch, räumt ein paar alte Vorurteile aus ("Was, ihr glaubt immer noch an Gott? Uns wurde erzählt, die Bolschewiki beten jetzt den Teufel an!") und alles scheint gut --- bis sich die Stimmung innerhalb von Sekunden umwälzt, weil die Rotgardisten ihre Waffen nicht abgeben wollen. Und blitzschnell, tatsächlich handelt es sich nur um eine Seite, kippt alles und die Kosaken brüllen durcheinander, man solle die Bolschewiken erschießen. Was dann auch durchgezogen wird - auch hier scheut Scholochow keine Mühen, alles realistisch und eindringlich zu beschreiben. Derartige Gruppendynamiken tauchen häufig auf, bei Delegationsversammlungen, Familienfeiern, im Schützengraben, Offiziersgesprächen etc, und oft musste ich mir eingestehen: So unlogisch es sich zunächst anhören, der Mensch ist genau so, er ändert schnell die Meinung, wenn sich äußerst entscheidende Grundlagen auch ändern.

    Jedenfalls gibt "Der stille Don" eine interessante Perspektive der Kosaken in der Oktoberrevolution und danach. Bereits vertraute Eckpunkte (der Zar wird abgesetzt und später hingerichtet) werden nur am Rande erwähnt. Teilweise wirkten die Geschehnisse verworren und kompliziert auf mich, waren es mit Sicherheit aber auch wirklich. Kriegswirren hatten es nun so in sich.

    Abschließend kann ich sagen: Dieser Roman hat es in sich, er hat mich nachhaltig beeindruckt, und Plagiatsvorwürfe und Mitgliedschaft in der Partei hin oder her, finde ich den Nobelpreis begründet.

    Man sollte sich "Der stille Don" aber wirklich nur genehmigen, wenn man die harte Kost von Verwirrungen und Verstrickungen auch durchhalten will.

    Band 1 - Jugendliche bringen sich in einer Arena um.

    Band 2 - Menschen bringen sich in einer Arena um, ihnen gelingt aber der Ausbruch.

    Band 3 - Menschen bringen sich in einer Stadt um. Spoiler anzeigen

    Suzanne Collins - Die Tribute von Panem

    Das war nicht schwer, wobei Nummer 3 auch auf andere Bücher beziehbar wäre.;)



    "Emma" klingt interessant. War das Buch gut?

    Ja, war es! Und es gibt auch einen guten Film mit Gwyneth Paltrow, und jetzt ist auch wieder ein neuer erschienen, den ich aber nicht gesehen habe. Durchaus beliebt also, der Stoff.:D

    Ernsthaft?

    Dann hat der Betreffende einen sehr guten Geschmack. :thumbup:

    Ich bitte unbekannterweise um Grußbestellung. :D

    Lieber Der Wanderer , ich kann mich jetzt schon für die Empfehlung wärmstens nur bedanken - Der stille Don ist ja mal wirklich ein Meisterwerk. Ich bin noch nicht so wahnsinnig weit gekommen gestern (gerade: Ausbruch des Krieges), kann das Buch aber kaum noch aus der Hand legen.

    Deswegen -- danke!

    Wenn alles Andere Schlamm ist, dann höre ich sofort auf.

    Schlamm habe ich genutzt, weil im Mittelalter war ja alles sehr schlammig:alien: Auch wenn das wiederum jetzt schwammig klingt! Nein, ich bin ein großer Fan des Ganzen, gar nichts ist Schlamm!!!