Beiträge von Charon

    Hallo Etiam ,


    wollte gerade schon anmerken, dass die Kampfhandlung hier und da eher so von außen betrachtet wirkt und nicht so mittendrin. Habe dann gesehen, dass Stadtnymphe das schon angemerkt hat, dem schließe ich mich daher an. Vielleicht kann ich aber noch das ein oder andere ergänzend dazu sagen.

    Der zweite Teil war da schon viel besser, der (vermeintliche?) Tod von Sigi, zuvor ihre Hilfsaktion, mit der sie Tjelvar vermutlich das Leben gerettet hat und ihm auch damit zeigt, dass das Wesen nicht perfekt ist. Dann noch das Ende mit dem Glockenschlag und überhaupt die ganze Zeit das Wirken der Töne oder vielmehr der Stille, das finde ich gut gelungen. ^^


    Hi Tinti ,

    Dieser Satz mit den Wesen ist tatsächlich absichtlich so und so Plötzlich eingeschoben. Die erklärung was für "Wesen" ist tatsächlich absichtlich ausgefallen, diese kommt später einmal.

    Okay da war ich leider etwas ungenau oder habe mich falsch ausgedrückt. Mir ist schon klar, dass das so von dir gewünscht ist und die Wesen dort absichtlich genannt werden. ^^

    Worum es mir geht, ist Folgendes:

    Da du den Satz mit "Und die Wesen" einleitest, machst du eine Referenz auf etwas vorheriges, aber die Wesen werden da zum ersten Mal erwähnt, somit geht die Referenz ins Leere. Damit erzeugst du bei einigen deiner Leser*innen nicht das vermutliche "Oh, guck mal, da gibt es offenbar noch andere Wesen? Sind die gut, böse, was machen die?", sondern eher ein "Was denn jetzt für Wesen, hab ich vorher was überlesen?". Ist also eine rein sprachliche Sache, nichts inhaltliches. :)

    Das lässt sich aber schnell ändern, beispielsweise "Andere Wesen" würde gehen oder ein anderer Satzanfang.

    Hallo Tinti ,


    schon mal ein gelungener Einstieg, bin gespannt, wie es weitergeht. :) Ich befürchte aber, dass der Wolfsreiter mehr Probleme machen wird, als erhofft. Was genau ich mir unter den Flügen vorstellen muss oder genauer, was es noch bedeuten wird, wird sich ja bestimmt noch zeigen, bleibt bei mir aber vorerst als Frage offen.


    Hi Iskaral ,


    schön zu sehen, wie du dir über die verschiedenen Dinge Gedanken machst und sie hier sammelst. Ist mal ein interessanter Einblick darin, wie sich die Grundideen formen und hoffentlich mal zu einer zusammenhängenden Geschichte werden. :thumbup:

    Dieser Versuch hat die schwachen Grenzen der Realität gesprengt und zum Kataklysmus geführt. Die Magie, das Ur-Chaos, bahnte sich einen Weg durch die entstehenden Risse in die Realität.

    Das wird hoffentlich später mal nicht nur am Rande einer Geschichte erzählt, finde das allein hat schon eine Menge Potenzial für eine gute Geschichte, schönes Katastrophenszenario. :thumbsup:

    So seltsam es klingt, leben auch Tiere in diesem Sturm, sie lassen sich vom Winde tragen, zu ihnen zählen die Wolkenquallen, Himmelsschlangen oder Aasflöhe, die im Sturm auf Beutejagd gehen.

    Hier solltest du dann aber etwas Vorsicht walten lassen, damit es nicht zu abgefahren wird oder das gar jemand mit Sharknado vergleicht. ;)

    Hallo Panda ,


    eine sehr interessante und wirklich sehr witzig umgesetzte Idee. Gefällt mir gut und für mich ist das mal was neues. :thumbsup:

    Das mit dem Wecker erinnert mich irgendwie an mich, manchmal würde ich auch gern noch ein paar Jahre zwischen dem Klingeln haben wollen.


    Doch es ist vorgesehen, dass sie eines Tages, zu ungegebener Zeit, explodieren.

    Obige Stelle gefällt mir am besten und nach dem ich sie gelesen hatte, dachte ich genau das Gleiche:

    Explodieren... Na wenns weiter nichts ist..

    Ich weiß nicht, ob es so gewollt ist, aber die Wortwahl ist sehr passend, wenn er nicht explodiert, wird weiter nichts sein. :D


    Folgendes finde ich tatsächlich auch sehr glaubhaft:

    eine Hölle, die durch und durch verbeamtet worden ist



    Hallo Etiam ,


    schön zu sehen, dass es auch bei dir weitergeht. :thumbsup:

    Die Ruhe vor dem Sturm und das nicht nur sprichwörtlich, sehr gut dargestellt, gefällt mir gut. :thumbup:


    AFG


    So, wie versprochen: hier dann noch der zweite Teil des Kapitels :)


    [Der Schlüssel - Teil 2]


    Entschlossen lief das knochige Wesen nun los, immer schneller, der Schmerz des Beines wurde dem Willen nach Erkenntnis unterworfen. Eine Hoffnung keimte auf. Der Weg führte zu einer großen hell erleuchteten Kammer. Mehrere Fackeln hingen an den Wänden. Lange konnten sie noch nicht entzündet sein, da die Flammen gleichmäßig brannten und noch weiter oben saßen. Massive Tische und Bänke aus Eichenholz standen in diesem Raum. Das Wesen machte einen Schritt zurück, einige Bänke waren umgeworfen worden, fast so, als hätte es hier vor kurzem einen Kampf gegeben.

    Bitte, lass es nicht schon wieder so ein Vieh sein.

    Ein leises Röcheln war zu vernehmen. Vorsichtig sah das Wesen sich um und in einer Ecke hinter einer umgestürzten Bank lag ein Mann.

    Oh nein, es wird doch nicht der sein, den ich suche? Bitte sei am Leben, bitte.


    Alle Vorsicht fallen lassend, rannte es zu ihm hin. Er hatte einen dunklen, fast schwarzen Mantel an, ein großer roter Fleck zierte den Bereich in Höhe der Brust. Zögernd, streckte das Skelett seine Hand aus, zog sie aber sofort wieder zurück, als der Mann seine Augen öffnete. Dieser erschrak kurz, holte dann aber tief Luft und seine Mundwinkel verzogen sich zu einem kleinen Lächeln.

    „Es hat tatsächlich funktioniert“, sprach er mit stockender Stimme. Das Sprechen bereite ihm große Probleme und er röchelte mit jedem Atemzug. Dies hielt ihn aber nicht davon ab, zu einem Lachen anzusetzen, welches jedoch schnell durch einen kratzenden Husten unterbrochen wurde.


    Er verzog das Gesicht und sein Brustkorb hob sich mit jedem Atemzug und senkte sich dann wieder. Erneut bewegten sich seine Lippen und er sprach mit großer Anstrengung: „Es hat funktioniert, du wandelst nach all der Zeit wieder auf Erden.“

    Seine tiefblauen Augen starrten das Skelett an, obwohl er starke Schmerzen haben musste, wirkte er sehr glücklich.

    „Darüber wird der König nicht erfreut sein. Komm näher und leg deine Hände auf meine Brust, da wo das Herz ist.“

    Das Skelett zögerte und wollte zu einem Was? ansetzen, doch der Blick des Mannes wurde fordernder.

    „Mach schon, mir bleibt nicht mehr viel Zeit.“

    Dem Befehl folgend, legte die Gestalt dem Mann beide Hände übereinander geschlagen auf die Brust, schlagartig griff dieser danach und drückte sie stärker an sich heran. Die Knochen wurden wärmer, eine Hitze strahlte von den Fingerspitzen über die Unterarme bis in den ganzen Körper hinein. Eine pulsierende Welle durchzog den Raum, Staub wirbelte umher. Verängstigt wollte das Skelett die Hände wegreißen, doch der Mann hielt sie fest im Griff. Schließlich ließ die Hitze nach und das Pulsieren verebbte. Der Griff des Mannes lockerte sich und der leblose Körper sackte zusammen.


    Schnell zog das Skelett seine Hände vom Körper weg und starrte auf die Finger, was auch immer gerade geschehen war, es war noch nicht vorbei. Ein Kribbeln in den Fingerspitzen verriet es. Allmählich formten sich Fingernägel und vergangene Sehnen sprießten durch den Arm. Verwundert hob das Skelett seinen Arm und betrachtete die Verwandlung. Auch die Beine verwandelten sich und zeigten rötliche Ansätze von Muskelfasern.


    „Na, fühlt sich das nicht gleich viel besser an?“, ertönte die Stimme des Mannes im Kopf des Wesens. „Nach all den Jahren habe ich es geschafft, naja aber leider eher so wie befürchtet und nicht so, wie erhofft. Sieh mich an, einfach so tot liegt mein Körper da vor dir, aber ich bin es nicht, also nicht ganz, denn mein Geist ist nun in deinem Kopf. Ach was soll ich machen...“, witzelte die klare und kühle Stimme.


    „Was, wer bist du? Wo bist du?“

    Wild, beinahe entsetzt sah sich das Wesen um.

    „Fürchte dich nicht, ich tu dir nichts, aber ich hatte keine Wahl.“

    „Was ist hier überhaupt los, was ist mit mir?“

    „Du bist ebenso tot wie ich und gleichzeitig am Leben. Wir sind uns jede beide sehr ähnlich, nur dass du der Schlüssel bist und ich dein Hüter.“

    „Was für ein Schlüssel, wofür?“

    „Eher wogegen. Das ist unsere Chance, das größte Monster zu besiegen, dass es je gegeben hat. Und wir beide haben es selbst geschaffen.“

    „Nein, nein, nein! Geh raus aus meinem Kopf!“, schrie das Wesen in den Raum, noch immer in der Hoffnung, dass die Stimme nur aus einer anderen Ecke des Raumes kommen würde.

    „Oh ich weiß, das muss äußerst unangenehm für dich sein, aber du musst dich wohl daran gewöhnen. Vorerst bin ich nun ein Teil von dir.“

    „Welches Monster und warum haben wir es geschaffen? Wovon sprichst du da? Alles fühlt sich so leer an, ich kann mich an nichts erinnern... Mein Kopf tut so weh.“

    „Ich weiß, dass du jetzt viele Fragen hast, einiges davon kann ich dir beantworten. Aber nicht jetzt, du bist zu schwach. Zuerst müssen wir dich stärken und das, bevor die Schatten uns holen und sie wissen, dass wir hier sind. Steh auf! Da links neben meinem alten Körper, nimm dir das Schwert, wir werden es brauchen.“


    Unsicher, ob es der Aufforderung folgen sollte, erblickte das Skelett das Schwert des Mannes. Mit größten Widerwillen griff es schließlich doch danach.

    „Aber ich kann damit nicht umgehen.“

    „Noch nicht, aber du bist auch nicht allein, lass dich von mir leiten. Ich selbst habe zwar auch noch nie wirklich damit gekämpft, du siehst ja da, wie es letztlich damit ausgegangen ist, aber meine Erfahrung sollte zumindest für den Anfang reichen.“

    „Wer sind diese Schatten? Sind es auch Skelette, so wie ich?“

    „Nicht ganz, sie stehen unter dem Bann, ihrem Meister zu folgen. Du bist davon frei. Im Prinzip bist du die neue Rebellin und unser Problem ist, dass sie das spüren. Sie werden uns angreifen.“


    „Was meintest du eben mit stärken?“

    „Naja so als laufenden Knochenhaufen wirst du nicht weit kommen, da müssen wir etwas tun. Du hast doch gesehen, was mit dir passiert ist, als du meine Seele aufgenommen hast. Das müssen wir jetzt weiter vorantreiben. Ich weiß auch schon, wo unser erstes Ziel ist. Ein äußerst interessanter Grabtempel. Ich wüsste nur zu gern, was er sich dabei wohl gedacht hat.“


    Fragend blickte das Skelett in den Raum, was meinte die fremde Stimme nur mit all dem und wieso hatte es sich so verändert?


    „Da hinten rechts, den Gang entlang müssen wir.“

    Viele Fragen bohrten dem Skelett im Kopf herum, fast blind lief es dabei zur angegebenen Stelle und sah in die Dunkelheit des Ganges. Noch zaghaft nahm es sich eine neue Fackel aus einer Wandhalterung und erhellte den Eingang in den Flur.


    „Wer bist du eigentlich, wie ist dein Name?“, wollte es jedoch noch wissen, bevor es einmal mehr den ersten Schritt in das Unbekannte wagte.

    „Was bringt dir das jetzt zu wissen?“, fragte die Stimme irritiert nach.

    „Wenn wir uns schon einen Kopf teilen und du dich als meinen Hüter bezeichnest, dann könntest du mir das ruhig schon verraten? Außerdem fühle mich leer, ich will mich an etwas heften und wenn es dein Name ist!“

    „Na gut, aber das zu wissen, wird dir nicht viel bringen. Man nennt mich Mandalé.“

    Huhu! Endlich geht es hier mal weiter, vermutlich freue ich mich damit sogar am meisten darüber. :D

    Vermutlich sollten wir uns, AFG , mal zusammen tun und das Klonen voranbringen. Dann hätte ich mehr Zeit für alle meine Projekte: ein Charon schreibt den Text, der andere geht normal arbeiten und der nächste geht eben den vielen anderen Hobbys nach, oder so ähnlich :rolleyes:


    Zum Text und als Erinnerung, da der letzte Teil leider schon zeitlich etwas her war:

    Samuel, offenbar irgendwie Magie begabt und dadurch ausgegrenzt, hat, sagen wir mal einen Wutanfall, bei dem sein Bruder ums Leben kommt. Bevor er die Konsequenzen dafür erlebt, zeigt ihm ein fremder Mann einen Ausweg. Zur gleichen Zeit, nur eben sehr viel später, wandelt ein Skelett aus noch unerfindlichen Gründen wieder auf Erden und ist darüber sehr verzweifelt. Genau damit soll es nun weiter gehen. Hoffentlich viel Spaß beim Lesen. ^^



    Tag 94'900

    (= 260 Jahre) [Der Schlüssel - Teil 1]


    Die massive Tür stand nun offen, der Weg aus der kleinen Kammer war frei, doch in der Dunkelheit war nichts zu erkennen. Einen Moment lang blickte die knochige Gestalt ins Dunkle, in der Hoffnung, die Augen würden sich gleich daran gewöhnen und dann mehr erkennen. Im selben Moment schoss jedoch eine Ahnung durch ihre Gedanken.

    Womit sehe ich denn? Habe ich überhaupt Augen?, fragte sich die Gestalt und griff sich ins Gesicht, doch da, wo Augen sein sollten, fuhren die Finger nur in leere Höhlen. Ernüchtert rutschten die Hände herab und der leere Blick streifte rechts eine Fackel, die die kleine Kammer erhellte. Mit festem Griff und einem Ruck löste das unheimliche Wesen diese aus ihrer Halterung.

    „Dich brauche ich, erleuchte mir den Weg und führe mich hier raus!“, sprach es zur Fackel, als könnte sie etwas erwidern. Die nun nahen Flammen erwärmten die kalte Knochenhand und auch aus dem restlichen Körper wich die Kälte.


    Warum verspüre ich nun Wärme?

    Und warum ist die Luft hier nur so stickig?

    Wie atme ich überhaupt, ich habe doch keine Lungen mehr.

    Sollten diese Sinne nicht schon lange vergangen sein, so wie ich?

    Ich verstehe das alles nicht...


    Mit bestimmten Schritt rannte das Wesen in die weichende Dunkelheit und war auf der Flucht, auf der Flucht vor sich selbst.


    Samuel, hauchte es plötzlich in den Gedanken der Gestalt wider und sie blieb abrupt stehen.


    Dieser Name... Warum kann ich mich an ihn erinnern?

    Sie hielt sich mit einer Hand den Kopf, ein Pochen dröhnte in ihm. Als es auf den Boden starte und die Flammen der Fackel sich vom schnellen Lauf beruhigten, erkannte es weitere Spuren im Staub vor sich.

    Wer auch immer das ist, dieser jemand muss mir helfen, er war in meiner Kammer, irgendetwas muss er wissen und ihn muss ich finden!


    Da war es wieder, dieses kratzende Geräusch. Erschrocken sah sich das Skelett um, das Kratzen war sehr nah gewesen. Ein Fauchen ertönte, das Skelett schrie auf vor Schmerzen. Krachend landete es auf dem Boden, ein großes, einer Ratte sehr ähnliches Monster hatte sich im linken Bein verbissen. Die Zähne fletschend schnappte es erneut zu. Speichel floss aus seinem Maul. Weitere Schreie hallten durch den Raum. Mit beiden Beinen strampelnd, versuchte das Skelett sich zu befreien. Dann schlug es mit den Fäusten auf den Kopf des Monsters ein, doch es ließ nicht los. Tiefes Knurren ließ die Verzweiflung weiter steigen. Hin und her wurde das Bein gerissen und die scharfen Zähne bohrten sich tief in den Knochen. Das Knacken des Knochens im Maul der Ratte donnerte in den Ohren des Skeletts wider. Voller Leid griff es die Fackel neben sich. Trotzt des Sturzes in den Staub brannte sie noch. Doch die Flammen waren klein und als die Fackel erhoben wurde, flammten sie wieder auf. Mit aller Kraft krachte sie nun auf den Schädel des Monsters. Es erschrak kurz und ließ seine Beute los. Mit erneuten Fauchen und kurzem Kopfschütteln blieb es auf Abstand, als warte es auch den richtigen Moment, um erneut zuzubeißen. Silbern glänzte sein Fell im Fackelschein. Das Skelett zog die Beine zurück, tiefe Bissspuren und Kratzer zierten die Knochen. Tränen rannten aus den dunklen Augenhöhlen. Schnell schlug das fehlende Herz, nur ein Wimmern kam über die Lippen, aber mit festem Griff hielt das Skelett die Fackel zwischen sich und der vermeintlichen Ratte. Es blickte in tiefrote Augen und holte erneut aus. Die Ratte wich weiter zurück und fauchte. Doch dann schien sie es sich anders zu überlegen, mit sich wehrender Beute hatte sie wohl nicht gerechnet. Geduckt zog sie sich ein paar Schritte zurück, bevor sie auf der Stelle kehrt machte und rennend in der Dunkelheit des weiten Flurs verschwand.


    Samuel, da war er wieder, dieser Ruf?


    Behäbig und mit Schmerzen in den Beinen stand das Skelett auf.

    Was verdammt ist hier los?

    Zitternd und mit einem kaum wahrnehmbaren Wimmern lief das Skelett den Gang weiter entlang, zog dabei aber das linke Bein nur vorsichtig nach. Die rechte Hand glitt an der kalten Wand entlang, in der linken hielt es die Fackel vor sich. Der Gang endete in einer Kreuzung.

    Links oder rechts?

    Den Spuren nach, hatte die Ratte den linken Weg genommen. Unter keinen Umständen wollte das Skelett diesem Ungeheurer erneut begegnen und nahm den rechten Gang. Minuten vergingen, Gabelung um Gabelung rang dem Skelett eine Entscheidung ab, nicht wissend, was das Ziel war und ob es dem richtigen Weg folgte. Auf diesem Irrweg kam es an verschiedenen kleineren Kammern vorbei, in ihnen verwahrten unzählige Särge, nicht wenige waren ebenso aufgebrochen, wie der Sarg, aus dem das Skelett selbst zuvor gestiegen war. Ebenso führten viele Spuren davon weg.


    Die Flammen der Fackel wurden kleiner, bald schon würde sie gänzlich abgebrannt sein. Da kam das Skelett abermals an eine Kreuzung, doch dieses Mal gab es mehr als nur zwei Wege. Mit der freien Hand inspizierte das Skelett das Mauerwerk, die Hand streifte über Rillen und fuhr diese ab. Ornamente formten sich aus dem Stein, bisher war kein Durchgang so verziert wie dieser. Ein leichter Lufthauch fuhr ganz sanft über das Gesicht und auch die Flammen der Fackel beugten sich kurz.

    Dieser Gang muss es sein, wohin er mich wohl führt?

    Auf halben Weg stoppe das Skelett wieder, etwas helles glänzte da am Boden, unterschied sich vom dunklen grau der Ziegel.

    Noch eine Notiz?

    In der Hoffnung, die Person, die diese Notizen verfasst hat, würde der Gestalt helfen können, las sie den Text.


    20. des vollen Mondes

    Ich habe das Ritual erfolgreich durchgeführt, jetzt muss es sich nur noch entfalten. Aber die ruhelosen Schatten sind Aufmerksam geworden, ich muss sie von hier fortführen. Sie dürfen den Lauf der Dinge nicht stören! Ich hoffe nur, dass alles auch wirklich funktioniert hat. Der Sag ist schon aufgebrochen, sobald sich der Geist erneut erhebt, ist Eile geboten, bevor die Knochen wieder zu Staub zerfallen. Doch bis dahin dürfte es noch eine Weile dauern, in der Zeit muss ich die Schatten weglocken und hoffen, dass ich es selbst unbeschadet überstehe. Nur durch meine Hand kann das Ende der Geschichte verändert werden.


    Zuversichtlich Blickte die Gestalt nach vorn und legte das Stück Papier zur Seite.

    Ich muss ihn finden, er kann mir helfen. Was auch immer das für ein Ritual war und was auch immer er mit mir gemacht hat, ich muss...




    [Teil 2 kommt noch diese Woche, versprochen! :)]

    [ Etiam habe noch weiter mit den Zeilenumbrüchen gespielt, hoffe so sind Gedanken, Sprache und der Rest noch deutlicher abgegrenzt.]

    Hallo Rainbow ,


    vielen Dank fürs Reinlesen.

    Da hast du echt so ziemlich alle schrecklichen Dinge zusammengeschmissen und auf wenige Seiten verteilt.

    Ja, das kann man so machen...aber es wirkt dadurch schon auch sehr überzeichnet. :hmm:

    Da werde ich in der Überarbeitung mir noch etwas einfallen lassen. Generell ist nicht jeder Tag so schlimm, es wird ja auch angedeutet, dass es eigentlich die Tage zuvor ganz gut lief. Der gezeigte Tag ist eben der ausschlaggebende, an dem alles zusammen kommt und dann zum Umschwung führt. Aber vielleicht sollte ich gerade das wirklich mehr verdeutlichen, also, dass eben nicht jeder Tag so ist.

    Vor allem, weil sich mir die Frage aufgedrängt hat, warum zum Teufel der Vater und auch Eldon sich trauen, Samuel derart zu schikanieren und ihn zu bestrafen.

    müssten sie eigentlich mit mehr Ehrfurcht agieren und ihm Respekt zollen

    Letzteres wird so ein wenig der Grund werden, warum seinesgleichen eher verabscheut wird. Ersteres hängt damit zusammen, dass er seine Fähigkeiten nicht Kontrollieren kann, er kann sie nicht einsetzen und dass sie so herausplatzen, ist auch nicht gerade typisch. Das ist aber ein guter Punkt, bisher weiß nur ich das und sollte das in irgendeiner Form mit in den Text einfließen lassen.

    Anfangs war mir ansonsten noch aufgefallen, dass Samuel all seine Gedanken laut ausspricht, was mir etwas seltsam vorkam. Na schön, er ist alleine und spricht sonst nur mit der Katze, aber dennoch weiß ich nicht, ob man zu so einem Verhalten übergehen würde. :hmm:

    Tja, bisher seid ihr hier im Forum die einzigen, die das merkwürdig finden. :D Es ist etwas, das ich selbst oft mache, wenn ich alleine bin oder zumindest unbeobachtet und diesen Teil von mir wollte ich Samuel geben.

    In meinem Umfeld machen das übrigens einige so oder finden es zumindest nicht besonders merkwürdig. Habe sie auch extra nach dieser Stelle befragt, nachdem das hier aufkam. Sind aber auch viele Informatiker dabei, vielleicht ist das auch eine Eigenheit von uns? ^^

    Nur die Sache mit dem Skelett bleibt mir noch ein Rätsel, aber das ist wahrscheinlich von dir auch so gewollt.

    Das kommende Kapitel wird dazu wieder mehr beitragen und eventuell erhellen oder mehr Fragen aufwerfen, ich weiß es noch nicht. xD Aber es wird hoffentlich nicht mehr lange dauern, bis ich es hier poste, steht jetzt ganz oben auf der Agenda.

    Ansonsten bin ich gespannt, wie es weitergeht. :gamer: Ich versuche, dranzubleiben....

    Das gibt mir noch mehr Ansporn, endlich weiterzuschreiben, der letzte Teil liegt schon viel zu lange zurück...

    Hey CatsPaw ,


    generell sind Gedichte nicht so meins (vermutlich auch, weil ich mich da nicht so auskenne :D), aber ich lass dir mal ein paar meiner Eindrücke da.

    Allgemein finde ich den Grundton schon sehr schön und das Thema gefällt mir: Ikarus, der der Sonne zu nah kam^^


    Hi Iskaral ,


    schöner Dialog zwischen beiden, gefällt mir gut. Ich mag auch die Reaktionen vom Geist und seine Art. Allerdings fehlt mir genau das ein wenig bei Azuta. Dabei könntest du (wie beim Geist gemacht) auf ihre Tonlage eingehen, wie sagt sie etwas, frei heraus, stotternd, zögernd? Verzieht sie vielleicht ihre Miene, als der Geist über ihre Familie spricht? Was sind ihre Gedanken?

    So wirkt sie etwas leblos im Gegensatz zum Geist. ;)