Beiträge von Ardwinna

    • Als der junge Mann sie alle befreit hatte, standen sie alle einen Moment stumm im Raum.

    "Ihr müsst verschwinden. Sie werden gleich wiederkommen und wenn ihr dann nicht weg seid, werden sie euch schlimmes antun."
    Der Mann wirkte von außen her ruhig, doch Belle merkte ihm an, dass er alles andere als ruhig war. Er zitterte leicht und blickte unsicher umher.
    "Ich führe euch zu einem geheimen Pfad. Sie werden nicht vermuten, dass ihr diesen nehmen werdet, da ihn kaum jemand kennt."
    Vorsichtig öffnete der Mann die Tür und sah von rechts nach links. Belle hingegen sah zu den drei anderen Männern. Jegar und Rodrick schienen entschlossen dem Mann zu folgen. Norwens Gesichtsausdruck konnte Belle hingegen nicht lesen.
    "Los. Folgt mir. Wir haben nicht viel Zeit."
    Nacheinander verließen alle ihr Gefängnis und folgten dem jungen Mann.
    Leise schlichen sie durch die Siedlung, darauf bedacht, dass niemand sie wahrnahm.
    Zweimal mussten sie sich verstecken, doch nach einigen nervenaufreibenden Minuten standen die fünf vor einem schmalen Weg, der sich höher in die Berge schlängelte.
    Belle wandt sich an den Mann.
    "Komm mit uns. Du musst mir noch so viel erzählen und erklären."
    Der Mann lächelte matt und umfasste ihre Hände mit seinen.
    "Leider ist das nicht möglich. Belle, du musst auf deine Fähigkeiten Vertrauen. Und glaub mir, du bist nicht allein. Sie werden dich finden, wenn es an der Zeit ist. Mach dir keine Sorgen um mich, ich werde das schon überleben."
    Mit diesen Worten verschwand der Mann und Jegar zog Belle mit sich.

    Ich meld mich auch mal kurz zu Wort.
    Sieht alles super aus und man erkennt die Struktur hinter allem. Ist zwar, wie immer mit etwas Neuem gewöhnungsbedürftig, aber ich merke jetzt schon, dass alles viel besser läuft als heute Morgen.
    Nur eine Frage. Ich gehöre zu den Menschen, die am iPad ( das 1.) aktiv sind und bei mir tritt folgendes Problem auf. Die Seite wird mir nur zu etwas 4/5 angezeigt, was heißt bei Texten fehlen mir meistens die letzten zwei Wörter. Wird das noch behoben, oder liegt das an der alten software bei Meinen Tablet? Könnt ihr mir da weiterhelfen? ;

    "Psst, Belle, Norwen, Rodrick. Aufwachen."
    In Belles Kopf war eine gähnende Leere und nur langsam Drang die Stimme in ihren Kopf vor. Sie kannte diese Stimme, hatte sie sie doch die letzten Tage immer wieder gehört.
    "Hey Belle. Wach auf.", jetzt erkannte sie die Stimme.
    Jegar.
    Langsam könnte sie der Leere in ihrem Kopf entfliehen und öffnete die Augen. Es war kalt. Sehr kalt. Sie musste hoch oben in den Bergen sein. Helles Licht schien durch schmale Schlitze und durch eine geschlossene Tür. Belle blieb ruhig. Sie kannte viele der Bergstämme und wusste, wie man mit Ihnen verhandeln musste. Auch Rodrick, Norwen und Jegar schienen entschlossen zu sein, als sich plötzlich die Tür öffnete.
    Ein Riese stand breitbeinig in der Tür und versperrte somit den Ausgang. Doch ihr Blick fiel auf den kleineren Mann, der sich nun in Bewegung setzte und in den Raum trat.
    Er sagte kein Wort und stellte sich vor Jegar und musterte ihn. Nach einiger Zeit ging der Mann weiter zu Rodrick, der grimmig zu dem Mann hochblickte, doch auch stumm blieb.
    Dann ging er weiter zu Norwen. Der Gelehrte sah zu dem Mann hoch:"Wo sind wir hier? Was wollen sie von uns? Was soll das alles hier? Wieso...", doch nach einem kurzen Zeichen des Mannes trat der Riese in den Raum und stopfte ein Stück Stoff in Norwens Mund. Der Gelehrte schimpfte in den Knebel hinein, doch der kleine Mann ignorierte ihn nun geflissen und trat nun vor Belle. Stumm sah sie zu dem Mann hoch und sah in seine blauen Augen.
    Sein Gesicht war jung und zwischen seinen Augen befand sich eine Tatöwierung. Sie erkannte das Zeichen wieder und für einen Moment keimte in ihr Angst auf. Der Mann gehörte dem Stamm der Li'wel an - ein kriegerischer Stamm der kein Erbarmen hatte Männer, Frauen oder Kinder umzubringen. Sie wären Söldner, Gesetzlose und niemand konnte Ihnen entkommen, es sei denn, der Stamm wollte es. Allerdings verließen die meisten diesen Stamm tot.
    Belle blickte immer noch in seine Augen und sah wie ein Lächeln über sein Gesicht huschte. Dann verließ er den Raum und der Riese, der noch neben Norwen stand setzte sich in Bewegung und Schnitt die Seile durch, zog Belle auf die Beine und verließ mit ihr den Raum.
    Sie hörte noch Jegar schreien, dass sie ihn anstatt von Belle nehmen sollte, Rodrick, der mit den Füßen auftrat und Norwen der durch seinen Knebel brüllte.


    Sie befanden sich in den Bergen und Schnee bedeckte fast die gesamte Landschaft. Belle blickte sich um und sah die Mitglieder des Stammes die ihren Aufgaben nachgingen. Männer, die mit Pfeil und Bogen trainierten, Frauen, die am Feier stand und das Essen zubereiteten und Kinder die lachend und schreiend durch den Schnee tobten. Der Riese Griff Belles Oberarm fester und führte sie in eine der vielen Hütten. Der Mann mit den blauen Augen stand mitten im Raum und der Riese stieß Belle vor seinen Füßen zu Boden.
    "Du kannst gehen. ", sagte der Mann und Belle hörte, wie dieser den Raum verließ.
    "Also Belle, was macht ihr hier auf diesen Pfaden?"
    Woher kannte der Mann ihren Namen? Belle antwortete nicht.
    Der Mann stand still vor ihr, scheinbar wartete er auf eine Antwort. Belle hingehen überlegte, wie sie sich und die anderen aus dieser Situation befreien konnte.
    "Du brauchst gar nicht nach einer Fluchtmöglichkeit zu suchen. Es gibt keine. und selbst wenn es eine gibt, kommst du nicht weit. wir sind alle besser trainiert als du, Assassinin. "
    Belle sah zu dem Mann auf. Scheinbar wusste er viel über sie. Doch woher?
    "Sag mir, wieso ihr hier seid.", sagte der Mann. Belle schwieg erneut. Ihr Meister hatte sie oft genug geschlagen, sie konnte mit dieser Situation umgehen. Der Mann zog sie auf die Füße.
    "Du scheinst nicht sehr gesprächig zu sein. Genau wie dein Meister. .", erstaunt sah Belle den Mann an.
    "Woher...", brach die junge Frau ihr schweigen.
    "Auch ich habe vieles bei ihm gelernt. Er war einer von uns. Einer der besten Li'wel. Er wurde verstoßen und wir haben ihn aus den Augen verloren. Du warst seine letzte Schülerin. "
    Der Mann zog den Ärmel seines rechten Ärmels hoch und zeigte ihr sein rechtes Handgelenk. Dort fand sich eine Vogeltätowierung, genau wie auf Belles Handgelenk.
    "Ich will euch helfen. Vertrau mir. In einem Tag oder so seit ihr wieder auf freiem Fuß."
    Der Mann lächelte sie an und Belle beruhigte sich.
    "wieso?", fragte sie leise.
    "Wir Assassinen müssen doch zusammenhalten. ", antwortet er.
    "Aber..., sagte Belle.
    "Ich erkläre es dir später. Du musst jetzt zurück. "
    Und mit diesen Worten wurden seine Gesichtzüge wieder hart und er führte sie zurück zu den Männern.

    Nachdem die vier endlich wieder ans Tageslicht zurückkehrten atmete Belle tief ein. Sie hatten die Dunkelheit hinter sich gelassen und in der Höhle hatten sie keine Schritte von möglichen Verfolgern gehört. Das war zwar beruhigend, doch auch irgendwie beunruigend. Belle war sich sicher, dass die Soldaten die Höhle in der sie sich versteckt hatten kannten, doch scheinbar wussten sie nichts von dem Pfad.
    Das Tageslicht belebte Belles Geister. Ihr Verstand schärfte sich wieder und gleichzeitig entspannte sich ihr Körper wieder. Sie mochte die Dunkelheit, doch das Tageslicht war ihr in der aktuellen Situation lieber.
    Auch die anderen Schienen erleichtert zu sein und Rodrick schlug sogar eine Pause vor, doch Belle war nicht müde und auch die andere Schienen noch genügend Kraft für den Rest der Bergstrecke.
    Belle entschloss sich Rodrick und Norwen vorweg gehen zu lassen und hing sich an die beiden dran. Norwen schien über irgendetwas zu lachen, doch sie wusste nicht was es war und im Moment war dies für sie auch unterinteressant. Sie wusste nur eins: wenn sich die ungleiche Truppe nicht bald etwas mehr Vertrauen schenkte, würden sie alle sterben. Und sie war noch nicht bereit zu sterben.
    "Du kanntest den Pfad nicht, oder?", fragte sie plötzlich Jegar, der einige Schritte hinter ihr ging.
    Belle sah zu ihm auf.
    "Nein.", antwortet sie ehrlich und ließ ihren Blick über die Bergkämme schweifen.
    "Du hast gelogen?"
    "Ich habe die Wahrheit etwas überstrapaziert.", antwortete sie, " Die Wachen waren in der Nähe und wir müssten schleunigst verschwinden. Ich weiß, dass es viele Achmugglerpfade gibt und habe schonmal von einem gehört, der sich durch diese Berge schlängeln soll, habe ihn aber noch nie gefunden. Es war so sicherer für uns alle."
    Sie blickte zu Jegar und nach wenigen Sekunden nickte er.
    "Wir müssen den Pfad noch ein paar Kilometer folgen,dann sind wir...", Rodrick brach ab und brach dann in sich zusammen.
    "Was zum...?", schrie Norwen, doch auch er brach zusammen. Belle und Jegar stürzten auf die beiden zu. Ein kleiner Pfeil steckte jeweils im Hals der Männer.
    "Das sind Giftpfeile.", sagte Belle und sah gerade noch, wie Jegar neben ihr zusammen brach, als auch sie von einem Pfeil getroffen und ohnmächtig wurde.

    Belle war noch einige Meter von der Höhle entfernt, als sie Laute Stimmen aus der Höhle hörte. Sie verstan nur wenige Worte, doch der Wind trug die Stimmen bis zu der Stadt. Sie begann zu rennen. Belle wusste, dass die Wachen nach ihnen suchten und die Männer waren gerade dabei sie zu verraten. Als sie nahe der Höhle war, blieb sie stehen und verstand, was die Männer sagten.
    "...wo Belle ist?", sagte Norwen.
    Belle hatte nun lange genug gelauscht und wusste, dass die Männer untereinander kein Vertrauen schenkten. Sie trat in den Höhleneingang und die Männer starten sie alle überrascht an.
    "Man kann euch meilenweit hören, vermutlich Alben sie schon Soldaten geschickt, die rausfinden sollen, wo das Geschrei herkommt."
    Nach einem kurzen Moment beruhigten sich die Männer und hatten ein einsehen.
    "Rodrick, was ist das für einen Route die ihr vorschlägt?", fragte Norwen und Jegar reagierte ungehalten.
    Belle hatte langsam keine Lust mehr auf diesen Konfliktzustand zwischen den Männern. Sie war eine Assassinin und musste sich das nicht antun.
    "Ich kenne diesen Pfad.", Log sie, "lasst uns verschwinden, bevor die Stadtwache kommt und uns wegen Mord einbuchtet."
    Sie sah die Männer nacheinander an. Sie wusste nicht, ob die Männer ihr glaubten. Sie meinte, in Jegars Gesicht ein zucken gesehen zu haben, aber sie war sich nicht sicher.
    "Dann lässt uns aufbrechen.", sagte Jegar, scheinbar vertraute er ihr doch.

    Belle blieb auf ihrem Platz sitzen, während die anderen sich zum schlafen auf dem Boden legten. Sie sah, wie Rodrick und Jegar sofort einschliefen.norwen hingegen Las in dem Tagebuch weiter, doch je dunkler das Feuer wurde, desto schwerer wurde es für ihn die winzige Handschrift zu entziffern. Sie sah, wie er das Pergament weglegte und auch einschlief.
    Belle hingegen war hellwach. Der heutige Tag war aufregend gewesen und sie ging den Tag in ihren Gedanken nocheinmal durch und schlief darüber ein.


    Als sie wieder erwachte, war die Sonne gerade am aufgehen. Norwen hatte sich gerade erhoben und richtete seine Kleidung. Dann ging er an Belle vorbei ohne ein Wort zu sagen. Auch sie erhob sich nun und sah zu den zwei schlafenden Personen. Die beiden bewegten sich nicht und schienen noch zu schlafen.
    " Ich hab neues Holz.", Norwen ließ einen Stapel Holz auf den Boden fallen und weckte somit die restlichen zwei.
    Dann begann er das Holz aufzuschichten und entfachte das Feuer wieder. Belle griff nach ihrem Dolch und verließ die Höhle. Sie suchte nach etwas essbaren, doch die Tiere waren alle verschwunden, weshalb es bei ein paar Beeren blieb.
    Als sie zurück in die Höhle kehrte war dort ein Diskussion zwischen den drei Männern entbrannt.

    So nach anderhalb Wochen Zwangspause (es ist einfach toll, wenn man Null Internet zu Hause hat) bin ich jetzt wieder da, in der Hoffnung, dass mir das Internet nun erhalten bleibt. ;)

    Belle war froh, als es anfing zu regnen. Sie hatte den Regen schon immer gemocht. Er gab ihr immer ein Gefühl der Sicherheit und genau das war es, was sie gerade brauchte. Sie war sich nicht sicher, wie sie Rodrick und Norwen einzuschätzen hatte, lediglich von Jegar hatte sie ein klares Bild.
    Jetzt saßen sie in der Höhle und wärmten sich am Feuer auf. Belle war müde, jedoch immernoch wachsam. Langsam drehte sie ihren Dolch in den Händen, ein Fingerübung, die sie stets machte, wenn sie nicht wusste, was sie sonst tun sollte.
    Norwen begann eine Pergamentrolle zu lesen und schien somit der einzige zu sein, der sich nicht von dem Wetter niederziehen ließ. Belle blickte in die Ferne, sah jedoch nur wenige Meter weit. Ihre Gedanken schweiften an den Tag zurück und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht.
    Sie genoss das Abenteuer und die Gefahr. Das hatte sie schon immer und sie war froh, Jegar nicht umgebracht zu haben, ansonsten wäre ihr dies alles durch die Lappen gegangen.
    Nachdem Rodrick seine Frage gestellt hatte, war Lynn wieder hellwach. Sie wusste nicht, was hinter seiner Ironie steckte, weshalb ihre Finger den Doclh fester umgriffen. Sie blickte zwischen den Männern hin und her und wartete darauf, dass Jegar antwortete.

    "Ich bin dabei.", sagte Belle, nachdem sie den drei Männern zugehört hatte. Die Aussicht auf ein Abenteuer und Gefahr hatten sie schon immer begeistert. Sie wirbelte ihren Dolch durch ihre Finger und steckte ihn schließlich zurück an seinen Platz.
    "Dann auf zum Marktplatz.", sagte Norwen und die Gruppe nickte. Sie verließen die verwüstete Kneipe und sahen sich um. In der Seitengasse war kaum betrieb, doch auf der Hauptsraße, welche sich zur rechten der Gruppe befand, war belebt.
    "Wir sollten uns an die Seitenstraßen halten, soweit wie es möglich ist.", sagte Belle und Wand sich nach links. Die anderen folgten ihr und mehrere Minuten gingen sie die Straßen schweigend entlang, Bogen mal rechts mal links ab und standen schließlich neben dem Rathaus, kurz vor dem Marktplatz.
    "Nun Norwen. Geh voran.", sagte Rodrick.
    "Wir sollten nicht alle gleichzeitig gehen. Das lenkt zuviel Aufmerksamkeit auf uns.", sagte Jegar, "Wir sollten uns aufteilen und nacheinander gehen. Zuerst Norwen und Rodrick. Belle und ich folgen euch nach ein paar Sekunden."
    Alle nickten. Das machte defenitiv mehr Sinn und war auch unauffälliger.
    Die beiden gingen los und kurze Zeit später folgten Jegar und Belle den Männern.
    "Danke nochmal.", sagte Jegar.
    Belle sah zu ihm auf: "Keine Ursache. War doch ehrensache."
    Jegar blickte sich um, dann sagte er leise:" Nein, ist es nicht."
    Belle wollte ihm Antworten, doch er sagte:" Wir sind da."
    Rodrick und Norwen betraten eine kleine Buchhandlung und auch Jegar legte nun einen Schritt zu. Belle folgte ihm und trat ihn den alten Laden ein. Hinter Jegar schloss sich die Tür.
    Belle sah, dass die beiden Männer an der Ladentheke standen und Belle wandt dich dem Regal zu ihrer rechten zu und zog wahllos ein Buch hervor.
    Dann begann Norwen mit dem Händler zu reden.

    "Rodrick, der Name ist Rodrick von Blackwater." antwortete der Söldern und richtet sich auf. Somit überragte er die drei noch um ein Stückchen mehr.
    Belle lächelte. So ungleich die zwei waren, waren sie doch auf eine abstruse Art und weise ähnlich.
    "ihr seit also hier, um etwas zu lernen?", fragte Jegar, "Es gibt vieles was ich beibringen kann, aber was genau?"
    Doch bevor die beiden Männer Antworten konnten, wurde die Tür der Kneipe aufgebrochen und sechs bis unter die Zähne bewaffnete Männer stürmten in den kleinen Raum.
    "Jegar gan bhriseadh. Wir kommen um dich zurück nach Lyta zu bringen, wo du dich gegenüber dem Gesetz verantworten musst. Ergib dich freiwillig, ansonsten wenden wir Gewalt an. Nirgends steht, dass wir dich an einem Stück abliefern müssen."
    Jegar sah die drei nacheinander an. In seinen Augen erkannte Belle Wut und Angst. Eine gefährliche Mischung. Sie sah, wie seine Hand über den Mantel glitt, unter welchem sich mehrere Waffen befanden, wie Belle wusste.
    Langsam erhob sich der Mann und die anderen drei folgten seinem Bespiel. Die Männer zogen ihre Schwerter und begaben sich in Kampfposition. Jegar hob die Hände in die Höhe. Norwen und Rodrick sahen zu ihm und auch Belle war von dieser Handlung überrascht.
    Sie spürte, wie er ruhig wurde und auf etwas lauerte. Belle hob ebenfalls die Hände. Sie war schnell genug, um sich gegen die Männer zu behaupten und sie hatte das Überraschungsmoment auf ihrer Seite. Auch die beiden anderen schlossen sich nun ihrer Bewegung an.
    "Los, nimm ihn fest.", sagte einer der Männer, der scheinbar der Chef war, zu dem Mann zu seiner linken, " und die anderen übergebt ihr der Stadtwache, wenn wir weg sind."
    Der erste steckte seine Waffe zurück und nährte sich Jegar, vorsichtig, als ob er Widerstand erwartete. Als er direkt vor ihm stand, nahm er seine Linke Hand und wollte gerade die Fesseln anlegen, als Jegar einen Dolch zog und diesen direkt in die Kehle des Mannes jagte. Belle zog ihren Doclh und griff den Mann zu ihrer linekn an und auch Norwen und Rodrick zogen ihre Waffen.
    Der Mann vor Belle hatte ein spöttisches Lächeln im Gesicht und hob sein Schwert noch ein Stück an.
    Belle zog ihren Dolch und lächelte zurück:" Na komm.", und der Mann griff an.
    Zwei Sekunden später war er tot und Belle warf den Dolch nach dem Mann, der sie als nächstes angreifen wollte. Als sie sich weiter umblickte, sah sie, dass auch der Rest der Männer auf dem Boden lag. Lediglich der Mann der gesprochen hatte, war noch am Leben und genau auf diesen bewegten sie sich zu.

    Belle hatte die Zweifel in den Augen von Jegar gesehen. Auch sie selbst erkannte die Ungewissheit in ihrem Inneren. Sie atmete zweimal tief durch.
    "Belle.", sie sah den Rodrick an und hielt sein Blick stand.
    Sie wusste nicht, warum sich die Männer zu ihnen beiden gesetzt hatten, doch Jegar wollte ebenso licht ins Dunkel bringen wie sie selbst.
    "Weshalb habt ihr euch eigentlich zu uns gesetzt? Irgendetwas müsst ihr ja von uns gewollt haben.", Jegar Klang ruhig, konzentriert. Wie jemand, der wusste was auf dem Spiel stand und sich nicht beirren ließ.
    Der Mönch zögerte nur kurz, doch dann begann er zu erzählen.

    Sie hatte sich also nicht geirrt. Er war kein Mörder. Die Geschichte von Jegar hatte Belle berührt. Sie hatte gemerkt, dass es ihm nicht einfach fiel, ihr seine Geschichte zu erzählen, doch jetzt konnte sie ihm Vertrauen und ihn wenn nötig vor den Söldern beschützen.
    "Wie heißt du eigentlich?", fragte der Mann schließlich.
    Belle zögerte kurz und in dem Moment, als sie Antworten wollte, setzte sich ein fremder Mann mit den Worten "Verzeihung" an den Tisch. Jegar zog blitzschnell seine Dolche und auch Belle war nicht weniger schnell.
    "Eine Falle", knurrte der Mann ihr gegenüber und blickte Belle an. Sie schüttelte sacht den Kopf, sie kannte den Mann nicht und wusste nicht, was er wollte.
    Der Mann sah sie beide aus großen Augen an und hob dann die Hände: "Ich möchte euch nichts tun, nur reden."
    Jegar ieß die Waffen nicht sinken, er glaubt ihm nicht und auch Belle war skeptisch.
    "Miau."
    Belle zuckte zusammen. Eine kleine Katze hüpfte auf den Tisch und Strich um die Bierkrüge herum. Die Frau bemerkte wie der Mann der Katze einen beunruhigten Blick zuwarf.
    "Deine?", fragte Belle und der Mann nickte. Belle ließ ihren Dolch sinken und hob ihre Hand. Die Katze schnupperte an ihrer Hand und rieb dann ihren Kopf in dieser.
    Jegar beobachte dies, genau so wie der fremde Mann.
    "Sie ist süß.", sagte Belle und zog dann ihre Hand weg. Sie erinnerte sich, dass sie Assassinin war. Sie dürfte keine Gefühle zulassen. Doch die Katze wanderte hinterher und sprang auf ihren Schoß.
    Wieso nur?
    Jegar ließ nun auch die Waffen sinken, hielt sie jedoch bereit, um sich verteidigen zu können.
    "Wer bist du?", fragte Jegar.

    Sie sah ihn, bevor er sie wahrnahm. Er bemühte sich, nicht aufzufallen, beobachtete die Umgebung und doch nahm er vieles nicht wahr. Und dann sah er sie. Ihr Blick glitt weiter, über die Auslagen des Standes neben ihr, der wunderschöne Stoffe zeigte, hin zu den Menschen, die sich bemühten ihre Waren möglichst günstig zu ergattern. Belle hat bemerkt, wie er nach seiner Waffe griff. Ein Messer oder sehr kurzer Dolch. Ruckartig bewegte sie sich von dem Stand weg. Der Verkäufer brüllte ihr ein Beleidungung hinterher, doch Belle nahm sie kaum wahr. Unauffällige mischte sie sich unter die Menschen und wusste, dass der Mann ihr folgen würde. Sie hatte in einer Kneipe gehört, was er getan haben sollte.
    "Die ganze Familie hat er umgebracht. Kinder, Frauen. Ich werde ihn fangen und töten."
    Die Männer in der Kneipe, allesamt betrunken, hatten sich gegenseitig aufgeschaukelt, wollte ihn alle als erstes finden und umbringen. Belle hatte die Summe gehört, die auf seinen Kopf ausgesetzt war.
    1.000.000 Goldmünzen. Damit hätte sie für den Rest ihres Lebens ausgesorgt. Belle war aufgestanden, hatte bezahlt und sich auf die Suche nach diesem Mann gemacht. Sie war gut und hatte ihn schon nach kurzer Zeit gefunden, obwohl er darauf bedacht war, nicht aufzufallen. Doch jeder hinterließ Spuren, auch dieser Jegar gan bhriseadh. Sie war im gefolgt und jetzt verfolgte er sie.
    Belle bog in die Nebengasse zu ihrer rechten ein. Die Gasse war kaum besucht und dunkel, niemand würde in den nächsten Minuten hier vorbeikommen. Sie glitt in einen Hauseingang und wartete. Es dauerte länger, als sie gedachte hatte. Von einem Mörder, vor allem wie er von den Männer in der Kneipe beschrieben wurde, hatte sie mehr erwartet.
    Der junge Mann blieb genau neben dem Eingang stehen und blickte weiter die Gasse hinab. Sie glitt aus der Tür hervor, zog ihren Dolch und als sich der Mann umdrehte, presste sie ihm den Dolch gegen den Hals. Sie spürte, wie er tief in seine Haut Einschnitt, doch es kümmerte sie nicht. Der Mann war ein Mörder, doch so wollte sie es nicht darstellen.
    "wieso verfolgst du mich?", sie sah zu ihm auf. Er war wohl kaum älter als sie selbst und wirkte nicht wie jemand, der seine Familie kaltblütig ermordete.
    "Was haben sie für meinen Kopf geboten?", er wirkte ruhig. Ruhiger als sie es erwartet hätte. Doch sie antwortete nicht, lediglich ihr Dolch drückte sich weiter in seinen Hals und sie sah das Blut fließen. Doch auch ihn schien das nicht zu kümmern, vielmehr begann er zu spotten: "Haben sie dir erzählt, ich wäre ein Mörder oder ein Dieb oder haben sie dir die Wahrheit erzählt? Oder haben sie gar nichts erzählt und nur die Belohnung und das Ziel?"
    Belle war verblüffte. Sie war überzeugt, dass sie über ihn nicht die Wahrheit erfahren hatte. Irgendetwas stimmte nicht. Die Geschichte passte nicht zu seiner Erscheinung. Doch sie konnte diesen Gedanken nicht zu Ende bringen, da er sich nach hinten fallen ließ und seinen Dolch zog. Sie wirbelte herum und presste ihren Dolch wieder gegen seinen Hals, noch fester, als die beiden Male zuvor.
    Dann atmete sie erschrocken ein. Sie spürte, wie seine Waffe in ihren Körper eindrang.
    Sie blickte ihn die Augen des Mannes und er blickte zu ihr hinab. In seinen Augen, sah sie Angst, etwas, was sie nicht erwartet hatte.
    "Wieso hast du mich verfolgt?", Belle blieb ruhig. Sie spürte, dass der Mann noch keine wichtigen Organe getroffen hatte. Doch das konnte sich schnell ändern.
    "Das selbe könnte ich dich fragen.", er hatte an Sicherheit gewonnen.
    In diesem Moment erkannten beide, dass keiner von ihnen klein beigeben würde.
    "Lass uns reden. Ich kenne eine kleine Kneipe, in der dich niemand finden wird.", sie lockerte ihren Griff, um ihm zu zeigen, dass sie ihm nichts tun wollte. Belle erkannte, dass sich auch seine Haltung veränderte und gleichzeitig entfernten sie Waffen. Belle atmete aus. Sie spürte den Schmerz und wollte nachsehen, doch erst mussten die beiden Vertrauen ineinander finden. Belle steckte den Dolch zurück an seinen Platz und deutete zurück in Richtung Markt.
    "Es ist nicht weit." und ging voran.
    Er folgte ihr und nach wenigen Minuten saßen sie in der Kneipe, jeder mit einem großen Becher Bier vor der Nase und starrten sich über dessen Rand hinweg an.
    Dann ergriff Belle das Wort:" Sie sagen, du hättest deine Familie ermordet. Was ist wirklich passiert?"

    So, dass mit dem Bogen ist geklärt, genauso wie die Tatsache, das der Mann ihr Kampftalent erkannt hat.


    Was die Technik mit Pfeil und Bogen und Schwertern angeht. Ich finde, dass man sich nicht nur auf eine Waffe spezialisieren muss. Es gibt viele Charaktere, die mehrere Techniken beherrschen und sich in z.T. widersprüchlichen Bereichen begegnen. Außerdem ist der Bogen eine "Fernwaffe", während der Nahkampf...nun ja, nah ist. ;)
    Ich freue mich, wenn du diesen Aspekt akzeptieren kannst. ;)
    (Hab Belle von einer ausgezeichneten Bogenschützin zur guten hinabgesetzt.)

    Name:
    Belle O'dare


    Alter:
    19 Jahre


    Geschlecht:
    Weiblich


    Rasse:
    Mensch


    Klasse:
    Assasinin


    Herkunft:
    Die Familie O'dare lebt schon seit vielen Generationen in der kleinen Handelsstadt Haven. Über die Jahre hinweg hat Belles Familie ihren Reichtum gemehrt und ist dadurch zu der reichsten Familie der Stadt aufgestiegen. Ihr Vater ist Bürgermeister von Haven und somit hat auch Belle viele gesellschaftliche Verpflichtungen, denen sie jedoch nur ungern nachkommt. An dem Tag ihrer Geburt wurde sie an den Sohn eines Fürsten versprochen, Kyle, der sieben Jahre älter ist als sie. Sobald Belle volljährig ist, was am ihrem 20. Geburtstag der Fall ist, soll sie ihn heiraten und zu ihm auf sein Schloss ziehen.


    Waffen:
    Belle hat von ihrem Lehrer einen langen Dolch geschenkt bekommen, der magische Fähigkeiten besitzt, von denen Belle jedoch nichts weiß. Der Dolch stammt von einem Magier, der diesen mit einem alten Zauber belegt hat und von Belles Meister gestohlen wurde. Durch diesen Spruch gelangt der Dolch immer wieder in den Besitz des Trägers zurück. Da Belle den Dolch jedoch nie verloren hat, ist ihr diese Fähigkeit noch unbekannt. Außerdem kann sich der Dolch in gefährlichen Situationen in ein Schwert verwandeln.


    Begleiter:
    Keine.


    Fähigkeiten:
    Belle wurde von einem alten Mann ausgebildet, der in einer einfachen Holzhütte im Wald lebte. Da ihr Vater Bürgermeister ihrer Heimatstadt ist, sah er es nicht gern, wenn sich Belle wie ein Junge verhielt, weshalb sie im Geheimen ihre Fähigkeiten erweitern und verbessern musste. Obwohl sie nicht im Nahkampf sondern im Bogenschießen ausgebildet werden wollte, hat sie dem Wunsch ihres Lehrer nachgegeben und von ihm gelernt mit vielen unterschiedlichen Waffen umzugehen, darunter Schwerter, Morgensterne und den unbewaffneten Nahkampf. Dabei stellte Belle fest, dass ihr der Nahkampf lag, weswegen dies ihre bevorzugte Art der Verteidigung darstellt.
    Sie kann keine Magie wirken.


    Aussehen:
    Belle trägt eine einfach braune Lederhose. Um ihren Oberschenkel hat sie den Dolch gebunden, sodass sie ihn im Falle eines Kampfes schnell zu ihrer Verteidigung nutzen kann. Sie trägt ein dunkles Hemd, welches mit einem Gürtel um der Taille an Ort und Stelle gehalten wird, da es ihr sonst viel zu groß wäre. Außerdem hat sie einen einfachen langen Mantel, der sie im Wald beinahe unsichtbar macht.
    Mit ihrem 1,69m ist Belle eher klein und zierlich, was sie durch ihre Ausstrahlung und Kraft jedoch wieder wettmacht. Auch wirkt sie durch ihre dunklen, braunen Locken, welche ihr in alle Richtungen vom Kopf abstehen, größer. Ihre Augen sind von einem dunklen Braun, beinahe schwarz.
    An ihrem rechten Handgelenk hat sie eine Tätowierung eines Vogels, welches ihr Meister gestochen hat. Er meinte, dass es ihr eines Tages nützlich sein werde. (Der Vogel ist das Zeichen eines geheimen Assassinenorden, dem ältesten der Welt überhaupt. Durch die Tätowierung ist sie diesem Orden zugehörig und kann somit von diesem aufgenommen, beschützt und weiter ausgebildet werden.)


    Persönlichkeit:
    Belle ist ein sehr lebhaftes und der Natur zugewandertes Mädchen. Während ihre Geschwister stets ihren Eltern gefallen wollten, war für Belle ihre eigene Freiheit stets im Mittelpunkt ihrer Persönlichkeit. Sie hatte nie das Verlangen sich der höheren Gesellschaft anzupassen, in welche sie geboren wurde. Trotzdem eignete sie sich die gesellschaftlichen Konventionen an.
    Nachdem Belle lesen gelernt hatte, verschlang sie jedes Buch, welches sich in der Bibliothek ihres Vaters befand. Besonders interessierten sie dabei die Geschichten, in denen ein Ritter sich gegen den Rest der Welt behaupten musste.
    Dadurch, dass sich Belle stets gegen jeden in ihrem Umfeld durchsetzten musste, ist sie sehr willensstark. Sie weiß, wie sie ihre Meinung durchsetzten kann, aber auch, wann sie einfach ruhig sein muss und den Menschen in ihrer Umgebung nur zuhören sollte. Allerdings kann sie auch sehr aufbrausend sein, vor allem, wenn sich jemand über sie lustig macht oder sie als schwach bezeichnet.
    In ihrem gesamten Leben hat sie noch nie eine wahre Freundschaft geschlossen, weswegen sie Fremden gegenüber meistens zurückhaltend und beinahe abweisend reagiert. In diesen Moment bleibt sie sehr verschlossen und redet kaum. Ihr Meister war jedoch der Auffassung, dass, wenn sie einmal zu jemanden Vertrauen geschlossen hat, sie offen und warmherzig zu dieser Person ist.


    Geschichte:
    Belle lebte 18 Jahre in Haven. Dort wohnte sie mit ihrem Vater Ed, ihrer Mutter Emma, ihren beiden älteren Brüdern John (26) und Steven (24) sowie ihrer älteren Schwester Ella (22) in einer riesigen Villa mit großem Garten.
    Bis zu ihrem sechsten Lebensjahr führte Belle ein ruhiges Leben und verbrachte die meiste Zeit mit den Kindern des Dorfes. An ihrem sechsten Geburtstag beschloss ihr Vater, dass sie nun in die Gesellschaft eingeführt werden sollte. Am Anfang genoss sie das Leben in der höheren Gesellschaft, doch bald bemerkte Belle, dass sie dieses Leben nicht ausfüllte. Sie wollte viel lieber mit den Kinder spielen und ihr Leben genießen.
    Als sie an ihrem zehnten Geburtstag ihren Verlobten kennenlernte, rannte sie in den Wald, um sich zu verstecken. Dort fand sie der alte Mann und tröstete sie. Da er sie bereits seit längerem beobachtet hatte, wusste er von ihrem das Kampftalent und den Freiheitsdrang, weshalb er ihr anbot, sie als Assasinin auszubilden. Belle willigte ein und traf sich von nun an jeden Tag mit dem Mann. Dieser bildete sie im Nahkampf, da er diesen als unerlässlich ansah. Gleichzeitig wurde Belle in der Etikette ausgebildet, um ihrem zukünftigen Mann in allem beizustehen und in der Gesellschaft zu bestehen. Dies interessiert Belle allerdings wenig, um jedoch mit ihrer Kampfausbildung fortfahren zu können, lernte sie alles notwendige und kann somit auch in der höheren Gesellschaft bestehen und kennt die Umgangsformen in dieser Schicht.
    Während Belle immer älter wurde, lernte sie Kyle näher kennen und stellte fest, dass er nicht zu ihr passte. Er legte viel Wert auf Etikette und die Gesellschaft. An ihrem 18. Geburtstag entschloss sich Belle abzuhauen, um ihrem Schicksal zu entgehen und ihrem Leben einen Sinn zu geben. Zehn Tage nach ihrem Geburtstag packte sie alles zusammen und verschwand in den Wald zu ihrem Meister. Als sie an seinem Haus ankam, fand sie es vollkommen zerstört vor. Der Mann lag mit einer schweren Wunde auf dem Boden und stand kurz vor dem Tod. Mit seinem letzten Atemzug übergab er ihr den Dolch und verkündete ihr, dass ihre Ausbildung beendet sei.
    In ihrer Verzweiflung kehrte Belle zurück nach Hause und blieb dort ein halbes Jahr. Allerdings keimte in ihr immer noch der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben, weshalb sie doch wieder von zu Hause verschwand. Dieses Mal jedoch endgültig. Seit einem halben Jahr streift Belle nun durch die Welt und nimmt Gelegenheitsjobs an, um sich ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Dabei helfen ihr auch ihre Fähigkeiten als Assasinin, den die Welt ist ein gefährlicher Ort.

    Lynn folgte Jerim die Treppe wieder hinauf und wollte nur noch die Augen schließen.
    Die Monster, der tote Wirt, das alles hatte sie geschafft.
    In der Schenke begannen sie ihr Lager aufzuschlagen, auf das Feuer mussten sie verzichten, es könnte die Monster anlocken.
    Lynn zog die Decke enger um ihre Schulter.
    "Wo bleibt nur Noah?", fragte Jerim der, wie er es immer Tat wenn er nervös war, auf und ab ging,"Er wollte doch direkt mit nach kommen."
    Lynn sah zu ihm auf:" Er hat ein Geheimnis, ein dunkles Geheimnis."
    Serin blickte sie an:"Wieso glaubst du das?"
    "Er verhielt sich merkwürdig und verschwand immer in einem regelmäßigen Zyklus. Ich habe eine Vermutung, doch ohne Beweise will ich euch nichts verraten."
    Jerim grunzte:" Ich gehe nach ihm sehen.", und ging mit gezogenem Schwert in den Keller.
    Lynn seufzte:" Wir sollten ihm folgen. Wer weiß, was das Viehnoch mit den beiden anstellt."
    "Du hast Recht,", sagte Serin und stand.
    Auch Lynn erhob sich und legte einen Pfeil an.
    Dann stiegen sie die Treppe hinab.

    Lynns Kopf bewegte sich von einer Seite zu der anderen. Die Geräusche kamen von allen Richtungen und das verhieß nichts gutes.
    Entweder es waren viele Monster, die gekommen waren, um sie zu töten oder es war ein besonders cleveres Wesen, dass versuchte sie zu verwirren.
    "Was sollen wir tun?", fragte Noah, der das Schwert auf Brusthöhe hatte und dessen Augen unablässig das Dickicht absuchten.
    "Es bleibt wahrscheinlich nur die Flucht nach vorne.", murmelte Jerim und Serin nickte zustimmend.
    Plötzlich knackte es zu ihrer linken Seite und alle schreckten auf.
    Einen Augenblick später kam ein Geräusch von rechts.
    "ich glaube, sie haben uns diese Möglichkeit Grade genommen.", flüsterte Lynn und spannte den Bogen weiter an.
    "Dann bleibt nur noch der Kampf.", sagte Serin und hob sein Schwert.
    Er zitterte nicht mehr so stark, war aber noch etwas unsicher auf den Beinen.
    Lynn wollte gerade etwas zu ihm sagen, da brachen sie aus dem Dickicht.