Beiträge von Skadi

    „Wie meinst du das?“, fragte Abby verwirrt und Kolja schloss sich ihr stumm an. Ja, wie meinte Ward das?

    Das Gespenst sagte: „Oonagh war wegen des Schuppens über allen Maßen aufgebracht und hat in Bezug auf die Fußballer einige üble Dinge geäußert. In meinen Augen hat sie mit ihren Verwünschungen eine völlig überzogene Reaktion an den Tag gelehnt, doch etwas anderes darf man zwischen Litha und Samhain vermutlich nicht von einem magiebegabten Wesen erwarten.“

    Verwünschungen? Augenblick. Deutete Ward damit etwa an, die Feen hätten die Mannschaft-... .

    „Die Feen haben die Mannschaft verflucht??“ Erneut sprudelten Koljas Gedanken geradewegs aus Abbys aufgeregten Mund hervor.

    „Meine Kenntnisse in Bezug auf Magie sind minimal“, gab Ward zu bedenken. „Für mich hat es sich allerdings danach angehört.“

    Verdattert starrte Kolja ihn an. Ein Fluch … . So etwas kam tatsächlich in Frage. Je länger Kolja darüber nachdachte, desto naheliegender hielt er es angesichts der Pechsträhne sogar und wenn er es jemanden zutraute, anderen leichtfertig das Unheil der Welt an den Hals zu wünschen, dann waren das in Koljas Augen die Feen. Unglaublich. Wie konnte bisher niemand diese Möglichkeit in Erwägung ziehen?

    Abby forderte von Ward zu erfahren: „Wieso hast du denn niemanden von dem Fluch erzählt, Caomhin?“

    „Wie ich schon sagte: Ich kenne mich mit Flüchen nicht aus und könnte Oonaghs Schmährede womöglich bloß missverstanden haben. Außerdem habe ich es vergessen.“

    Sodann wandte sich die Wölfin an Kolja. „Hast du das gehört, mein Hase? Das bedeutet, dass keiner von uns beiden mit seiner Theorie Unrecht hatte. Ist das nicht toll? Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wie wir meine Brüder und die anderen Spieler von ihrem Fluch befreien.“

    So gern Kolja Scott helfen wollte … „Das werden wir nicht können“, nahm er Abby den Wind aus den Segeln.

    „Warum nicht?“

    Also unterrichtete Kolja Abby darüber, weshalb keine einzige ihrer Bemühungen Scott und Colin in irgendeiner Weise helfen würde. Dafür musste er jedoch ein bisschen weiter ausholen. „Ein Fluch kann auf verschiedene Weise seine Wirkung verlieren“, sagte er. „Der einfachste Weg ist, dass der Verfluchende ihn aufhebt.“ Diese Option durften sie mit ziemlicher Sicherheit ausschließen. „Eine andere Variante ist ein Fluchbrecher, ein magisch begabter Freak, der den Fluch mit seiner Magie zerstört. Oder der Fluch lässt von alleine nach, weil er das Ziel erfüllt, mit dem er ausgesprochen wurde. Das war beispielsweise damals bei Nikolay dem Zweiten, dem letzten Zaren von Russland der Fall. Der Fluch der auf ihm lastete ist versiegt nachdem schlussendlich das letzte Familienmitglied der Romanows umgekommen ist.“ Auch ohne Oonaghs konkrete Absichten zu kennen, führte dieses Szenario in keinem Fall zu einem wünschenswerten Endergebnis – das stand nach Koljas Auffassung fest. Kam er also zur Kernaussage seiner Ausführungen: „Egal auf welche Weise man vorgeht, die Initiative muss von dem Verfluchten ausgehen. Demzufolge von Scott und seinen Mitspielern. Eine dritte, unbeteiligte Person kann sich da nicht einmischen.“ Der Bär schaute Ward an. „Ich bin mir nicht einmal sicher ob du etwas ausrichten könntest, da du der Mannschaft beigetreten bist, nachdem Oonagh den Fluch ausgesprochen hat.“

    Als Kolja sein Referat beendet hatte, bemerkte er den bewundernden Blick, mit dem Abby ihn von unten anhimmelte. „Woher weißt du so viel über Flüche?“, fragte sie und Kolja überlegte, ob er ihr von seiner Zauberin erzählen sollte oder seine Ex-Freundin besser unerwähnt ließ.

    Er entschied sich für eine diplomatische Formulierung. „Eine ehemalige Freundin ist eine Zauberin.“

    Mit dieser Antwort schien Abbys Neugier hinreichend befriedigt zu sein, denn die Wölfin schmiedete bereits wieder ihre Pläne. „Damit liegt ja nun auf der Hand, was wir als nächstes zu tun haben!“, behauptete sie überzeugt. So? Tat es das? „Wir werden einen magisch begabten Freak ausfindig machen, ihn zu Scott und den anderen bringen und dann können sie ihn bitten, den Fluch zu brechen. Es leben so viele Freaks in dieser Stadt. Bestimmt wird irgendeiner von ihnen in der Lage sein uns zu helfen oder zumindest jemanden kennen, der das kann.“

    Kolja hörte ihr zu – und stöhnte dann innerlich.

    Es war nicht so, dass er Scott nicht unbedingt helfen wollte und in der Theorie klang Abbys Idee unproblematisch … aber in diesem Moment fühlte sich Kolja selbst für die Ausstellung fossiler Knochen im Museum zu alt. Ob der Kraftanstrengung kreischten seine Muskeln nach Ruhe und Dreck verkleisterte ihm die Augen sowie die Atemwege. Für einen Tag hatte er definitiv genug Abenteuer erlebt. „Bitte nicht mehr heute“, appellierte er ausgelaugt an Abbys Mitgefühl und zu seiner Erleichterung zeigte sie Gnade mit ihm und dem ramponierten Wrack, was er ein Nervenkostüm schimpfte.

    „Keine Sorge, mein Hase. Für heute haben wir genug erreicht.“ Sie fasste ihn an der Hand. „Jetzt gehen wir erst einmal nachhause. Ich brauche nämlich ganz dringend ein Bad.“

    Guten Morgen LadyK  KruemelKakao und danke für eure Kommentare und das Lob ^^

    Freut mich, dass euch der Part gefällt, auch die Aufdröselung der Ereignisse - auch wenn wir noch nicht durch sind, hihi.


    Geklärt ist aber immer noch nicht, wieso die Trikots der Wolfsbrüder in der Waschmaschine kaputt gegangen sind. Doch nur ein Unfall? Schauen wir mal, denn Ward scheint ja noch was zu wissen.

    :ninja: Ja. Schauen wir mal.


    deine Geschichte ist es nämlich absolut Wert, gelesen zu werden

    Oh, ähm. Danke :sack:


    Machst du das alles im Kopf oder hast du dazu dir Notizen gemacht um nicht etwas zu vergessen?

    Ich hab das alles im Kopf ^^ Bzw wenn ich beim Schreiben feststelle, dass was fehlt, denke ich es mir schnell aus :rofl:

    Wie bitte? Neben Kolja japste Abby „Habe ich es doch gewusst!“ und Ward begann die Ereignisse zu rekapitulieren:

    „Ich habe versehentlich meinen Energydrink auf den Stufen zu seiner Wohnung verschüttet und er ist darauf ausgerutscht und gestürzt.“

    „Wieso warst du dort oben?“, hakte Kolja nach. Die Treppe im Büro führte in Hayes' private Räume, dort hatte niemand etwas zu suchen.

    Ward erklärte ihm: „Hayes will nicht, dass ich mein Insulin im Kühlschrank des Pubs lagere. Er hat mich daher angewiesen, es bei ihm abzulegen.“

    „Ooh!“ Abbys Augen wurden groß. „Stimmt, du bist Diabetiker! In den Spritzen im Kühlschrank, da ist dein Insulin drin. Und die süßlich riechenden Flecken auf Mister Hayes Treppe waren die Reste deines Energydrinks. Das erklärt einiges.“

    Schön, dass es das Abbys Meinung nach tat; für Kolja ergab das alles nämlich wenig Sinn. Insulin? Diabetes? „Du spritzt dir Insulin und trinkst Energydrinks?“ Skeptisch runzelte Kolja darüber die Stirn. „Hältst du das für eine schlaue Mischung?“

    „Soll es mich umbringen?“

    Mh. Das war irgendwie ein Argument.

    „Das fast leere Fläschchen Feenstaub, das ich im Büro gefunden habe“, schlussfolgerte Abby, „das gehört auch dir?“ und ihre Vermutung wurde von Ward bestätigt.

    „Das ist anzunehmen. Dass ich den Energydrink verschüttet habe, ist meiner Tollpatschigkeit geschuldet, weil mir beides aus der Hand gerutscht ist, als ich den Feenstaub in die Dose umfüllte.“

    „Für den Trip?“

    Abermals lag Abby mit ihrer Annahme richtig. „Für den Trip. Die Lebenden haben keine Vorstellung davon wie es ist, wenn man keinen Genuss empfindet. Wenn Alkohol keinen Rausch erzeugt, wenn Kaffee den Kreislauf nicht mehr anregt oder Chili einen kalt lässt. Der Feenstaub befriedigt die Sehnsucht irgendetwas zu spüren.“ Insofern Ward zu derartigen Gefühlsregungen fähig sein sollte, wirkte er sogar ein wenig geknickt auf Kolja, als er hinzufügte: „Ich vermisse Schokoladeneis.“

    Zumindest in Hinblick auf den Unfall lieferte Ward eine glaubwürdige Erklärung. Selbst Abby sah das ein. „Na gut. Hinter Mister Hayes' Verletzung stecken also keine bösen Absichten. Aber was ist mit meinen Brüdern? Wegen deiner paranormalen Präsenz hat unsere Waschmaschine ihre Trikots ruiniert! Und versuch nicht dich mit der Arbeit rauszureden. Laut Schichtplan hattest du gestern Nachmittag frei.“

    „Trotzdem war ich beschäftigt.“

    „Womit?“

    Auf einmal wurde Ward schweigsam. Er senkte seinen Blick zum Boden und fing an unangenehm berührt die Hände aneinander zu reiben. Perplex registrierte Kolja sein Verhalten; zeigte das Gespenst gerade wirklich Emotionen? Es antwortete: „Ich bin zur Entzugsklinik gefahren.“

    „Wieso denn?“ Abby stahl Kolja die Frage aus dem Munde. Vor wenigen Sekunden hatte Ward schließlich darüber philosophiert, dass kaum eine Substanz einen Effekt bei ihm hervorrief und das allein schloss ein Suchtverhalten vollkommen aus.

    „Ich wollte Brian besuchen.“ Brian O'Maley? In welcher Verbindung stand Ward denn zu ihm? Gleich darauf gestand das Gespenst: „Aber ich habe mich nicht zu ihm getraut.“

    „Weil er die Katzenminze von dir bekommen hat, richtig?“, stellte Abby weitere Mutmaßungen an und vollführte damit erneut eine Punktlandung, da Ward betroffen nickte.

    „Ich wollte ihm nie wehtun. Er war in letzter Zeit immer so gestresst und hat kaum eine Nacht genug Schlaf bekommen. Ich hatte gehofft, ihm mit der Katzenminze helfen zu können und ihm Entspannung zu verschaffen. Dass er so heftig darauf reagieren würde, wusste ich nicht.“ Und dann fiel Kolja endgültig vom Glauben ab, denn der sonst so prosaische Ward schob zutiefst betrübt die Brauen zusammen. „Ich habe den ganzen Nachmittag vor der Klinik gestanden und versucht genug Mut zusammenzubringen, um Brian unter die Augen zu treten“, presste er mit belegter Stimme hervor. „Als mich irgendwann ein Klinikmitarbeiter angesprochen hat, habe ich mich vor Schreck in Luft aufgelöst und bin nachhause geflüchtet. Wahrscheinlich will mich Brian sowieso nie wieder sehen, nachdem er meinetwegen leiden musste. Ich bin ein Narr, dass ich ernsthaft geglaubt habe, ein quicklebendiger Poly wie er würde etwas für mich empfinden können.“

    „Sag doch so was nicht.“ Voller Anteilnahme machte Abby einen Schritt auf Ward zu und berührte ihm aufmunternd am Arm. „Du kannst nicht wissen wie er fühlt, wenn du ihm aus dem Weg gehst. Ich habe auch sehr lange nichts von Koljas Gefühlen für mich gewusst und jetzt sind wir ein Paar. Wenn du und Brian euch so nahesteht wie du sagst, dann vermisst er dich sicher schrecklich und wartet schon auf deinen Besuch. Du hast es lieb gemeint. Bestimmt wird er dir verzeihen.“ Sie schenkte ihm ein sanftes Lächeln. „Jetzt erzähl mir von den Feen. Wie stehst du zu ihnen?“

    „Sie verkaufen mir Feenstaub. Eine andere Verbindung existiert zwischen uns nicht.“

    Diese Aussage nahm Abby nicht so einfach hin. „Weshalb bist du dann mit Oonagh beim Geräteschuppen gewesen?“

    „Das habe ich eben gesagt. Sie verkauft mir Feenstaub”, wiederholte Ward. „Beziehungsweise hätte sie es, wenn sie in den Schuppen gekommen wäre. Die Feen haben ihn lange Zeit als Zwischenlager für den Straßenverkauf benutzt, bevor Hayes das Nutzungsrecht erworben und ihn verriegelt hat. Oonagh war äußerst wütend darüber nicht mehr an ihre Ware zu gelangen. Durch den Einbruch hat sie dieses Problem jedoch offensichtlich gelöst.“

    „Also sind tatsächlich die Feen in den Schuppen eingebrochen! Nur aus anderen Gründen als wir angenommen haben.“ Aufgeregt zupfte Abby Kolja deswegen am Ärmel. Was meinte sie bitte mit 'wir'? Im selben Atemzug sortierte die Wölfin die Geschehnisse in eine sinnvolle Zeitschiene ein. „Der Schuppen diente also den Feen als Versteck für ihren Feenstaub. Irgendwann hat Hayes die Feen sozusagen ausgesperrt und um an ihre wertvolle Ware zu kommen, sind sie in den Schuppen eingebrochen. Eine Flasche müssen sie bei ihrer Nacht- und Nebelaktion allerdings übersehen haben, sonst hätte ich sie nicht aus dem Geheimversteck gefischt. Habe ich das so richtig zusammengefasst, Caomhin?“ Mit einem gleichgültigen Heben der Achsel stimmte Ward ihrer Chronologie zu und in gewisser Weise empfand Kolja es als befriedigend, dieses ganze Geflecht aus Vorkommnissen und Verdächtigungen endlich aufgedröselt vor sich liegen zu sehen – und dass Abbys Verschwörungstheorien genau das blieben: Theorien. Auch Abbys Überlegungen führten zu dieser Einsicht. „Bitte verzeih, dass ich dich zu Unrecht beschuldigt habe, Caomhin. Es hat wirklich alles darauf hingedeutet, dass du die Mannschaft vom Spielen abhalten willst.“

    Durch ein erneutes Schulterzucken symbolisierte Ward, ihr bereits alles vergeben und vergessen zu haben. Er wollte lediglich wissen: „Wenn das mein Plan gewesen wäre, weswegen bin ich dann beigetreten? Ohne mich als zusätzlichen Spieler hätten sie nie antreten dürfen.“

    Abby suchte daraufhin überfragt den Blickkontakt zu Kolja, aber er verschränkte bloß schweigend die Arme vor der Brust. Das durfte sie sich mal schön selbst aus den Fingern saugen. „Nun ...“, versuchte sie drumherum zu reden, „eigentlich ist das doch egal. Mein Verdacht hat sich schließlich als falsch herausgestellt und du bist unschuldig. Obwohl ich immer noch nicht fassen kann, dass alles am Ende wirklich nur eine unglückliche Verkettung von Zufällen sein soll.“

    Da neigte Ward nachdenklich das Haupt zur Seite. „So würde ich das nicht ausdrücken.“



    nächster Teil

    Hallo!


    Vielleicht lag es an den behexten Bändern voller spitzer Nägel, Zacken und Hörner, die er sich um Stirn, Schultern und Arme wand und die ihm ein raubtierartiges Aussehen gaben.

    Hehe, ich stell mir Raven gerade wie dieses eine Bandmitglied von Slipknot vor oder wie den einen Biker aus "Mandy" :D


    Er versuchte seine Blicke gleich wieder abzuwenden, konnte aber nicht verhindern, dass ihm der alte Ärger in den Hinterkopf kroch, den er die ganze Zeit schon nach Kräften verdrängt hatte. Immer diese verfluchten Entführungen von Mädchen, welches kranke Hirn dachte sich das eigentlich aus?

    Hm, zeigt Raven da etwa ein Gewi-...


    Pfui Teufel, nur ein Schwächling attackiert ein hilfloses Weibsbild

    okay, nerver mind. Doch ein sexistischer Mistkerl xD

    Was mir hierzu generell an dem Part aufgefallen ist: Raven zeigt an mehreren Stellen, dass ihm seine Befehle gegen den Strich gehen und in diesen Momenten flackert so eine Andeutung hervor, er sei nicht aus tiefsten Herzen ein Mistkerl - was dann in jedem Fall aber sofort durch irgendeine sich anschließende, miese Aussage relativiert wird. Auf mich wirkt das ein bisschen erzwungen, muss ich sagen :hmm:


    Zwei Tempeldienerinnen in schwarzen Gewändern lösten sich aus der Menge und traten zum Brautpaar vor. Raven beobachtete, wie sie den beiden die Ringe ansteckten. Das war ja mal ein steifes Pärchen.

    Moment, da draußen wird Alarmgeschlagen und Schutzschilde hochgefahren und die ziehen ihre Trauung durch? Hardcore xD

    Guten Morgen, KruemelKakao

    Freut mich, dass dich der Part mitreißen konnte :D

    Mit dem Spoiler muss ich auch immer ewig rumfummeln, denn leider lässt der Editor da keine einfache Vorgehensweise zu. Ich persönliche füge immer den Spoiler und die Zitate ein, wechsel dann zu der Quellcode anzeige über den ersten Button in der Kopfzeile und verschiebe dort die entsprechenden Befehle so, dass sie bewirken, was sie bewirken sollen.


    Dass du das Russische tatsächlich übersetzt hast xD Ich versuche diese Einwürfe immer so zu halten, dass man nichts verpasst, wenn man sie nicht versteht. Meist kommt eine Art Übersetzung danach oder die Bedeutung erschließt sich aus Koljas Gemütslage oder der Reaktion der anderen. Man hat also höchstens einen kleinen Mehrwert, wenn man sich die Mühe macht. Dass Kolja hier überhaupt so losbabbelt spielt auf seine Einführung an, in der Scott über Kolja philosophiert, dass seine Muttersprache durchkommt sobald er in heller Aufregung ist - was Scott aber noch nie erlebt hätte.


    Können deine Geister das?

    Wenn ihr Ektoplasmalevel hoch genug ist, ja. Tut mir leid, ich kann an dieser Stelle unmöglich wiederholen, was ich in 2 Episoden über meine Gespenster und Wards Charakter erzählt habe ^^°

    In derselben Sekunde, in der Kolja den Blick von der Katze ab- und zu Abby wandte, ertönte plötzlich ein lautes Krachen, der Boden zerbarst unter Abbys Füßen und riss mit desaströser Zerstörungswut Planken, Gips und Beton in die Tiefe hinab. „Abby!“ Aufgescheucht stürzte Kolja seiner Freundin zur Hilfe, doch von jetzt auf gleich rauschte vor ihm der halbe Raum wie eine Lawine in sich zusammen, verschlang dabei zu Koljas schierem Entsetzen Abby und kotzte mit ohrenbetäubenden Lärm Schutt und Geröll ins Erdgeschoss hernieder. Staub und Asbest schlugen Kolja durch den klaffenden Schlund entgegen. Der Bär keuchte und hustete, versuchte Abbys Namen hervor zupressen doch der tosende Dreck verbarrikadierte undurchdringlich wie eine Grabplatte Koljas Lunge und seine Augen. Nein! Nein, nein, nein, nein, nein!! Das durfte doch gerade unmöglich passiert sein! 'Abby! Abby!! So schnell Koljas Beine ihn zu tragen vermochten, sprintete er aus dem Raum und zur Treppe runter. Stufen zersplitterten unter seinen polternden Schritten, die im Gleichtakt mit seinem angsterfüllten Herzen um die Wette donnerten. Er nahm die letzten von ihnen in einem einzigen Satz, stürmte durch den Flur bis zur versperrten Tür und riss diese kurzerhand aus den Angeln. „Abby!!“, schrie er in der bangen Hoffnung auf eine Antwort nach ihr. Eine Wolke aus Staub behinderten ihm die Sicht. Kolja bekam keine Reaktion; wieso reagierte Abby nicht auf ihn?! Noch einmal: „ABBY!!“ Daraufhin vernahm Kolja endlich einen leisen Laut, ein kraftloses Husten, dem er eiligst bis zu einem Trümmerhaufen folgte.

    „Kolja … !“, hörte er Abby darunter winseln und oh Gott! Vor lauter Glück sie am Leben zu wissen, vollführte sein Herz einen so großen Hüpfer, dass Kolja es beinahe ausgewürgt hätte.

    „Не бояться! Я помогу тебе, Abby!“ Mit bloßen Händen schaufelte Kolja hastig die Brocken zur Seite, um seine Freundin aus ihrem Gefängnis zu retten. Da betrat jemand den Raum.

    „Hey! Was hast du hier zu suchen, Dmitrijew?“ Es war Ward aber Kolja ignorierte das Gespenst völlig und wuchtete einen unförmigen Klotz Beton aus dem Weg. Abbys herzzerreißendes Wimmern erklang erneut und auf einmal stand Ward neben Kolja und kämpfte sich mit ihm zusammen durch den Berg an Geröll. Der Geist zerrte zerschellte Bretter herunter; Kolja trug eine Ladung Schotter ab und als Ward hernach eine durchgebrochene Gipsplatte wegschob, offenbarte sich darunter die Öffnung zu einem Hohlraum. An diesem Tag mussten wahrlich irgendwelche Mächte ihre Hände über Abby gehalten haben, denn Holzbalken umfingen die Wölfin schützend wie etliche überkreuzte Arme und bewahrten sie davor bei lebendigem Leib begraben zu werden. Ihr Kopf erschien vor dem Loch. „Versuch dich durchzuwinden!“, ermutigte Ward Abby dazu, sich zu befreien doch ihre Anstrengungen zeigten keinen Erfolg.

    „Meine Schultern sind zu breit.“ Vergeblich versuchte sie einen der massiven Balken zu bewegen, der ihr den Fluchtweg versperrte. Das-... das schaffte sie doch niemals. Dieses Ding wog gut und gern mehrere hundert Kilogramm!

    Ohne zu zögern schritt Kolja dazwischen. Er befahl den beiden „Rutscht zur Seite!“, packte ein Ende des Balkens und dann stemmte er ihn mit aller Kraft empor. An einer anderen Stelle rutschten deswegen Trümmer zusammen und Dreck rieselte in Abbys Kammer hinein. Mit stechenden Schmerzen protestierten Koljas Muskeln gegen die unangekündigte Belastung, doch der Schutthaufen öffnete sein Maul, Ward griff hinein und sämtliche Organe in Koljas Bauch überschlugen sich vor überwältigender Freude, als der Geist Abby endlich hervorzog. Sie war in Sicherheit! Großer Gott, Abby war in Sicherheit!

    Der Bär stieß das Gewicht von sich. „Abby! Все в порядке?? Ты ранен?? моя любимая, я так волновалась за тебя!“, stolperten die Erleichterung zusammen mit Koljas Gefühlen ungeschickt über seine Zunge, während er zu der Wölfin eilte um sie nach all dem stürmisch in seine Arme zuschließen. Für kurze Zeit hatte ihn die schreckliche Angst beherrscht, nie wieder die Möglichkeit dafür zu bekommen aber jetzt hielt er Abby fest umarmt und wollte niemals wieder loslassen. Der Staub in ihren Haaren färbte ihr den Schopf aschfahl und Kolja wischte ihr fürsorglich eine dicke Schmutzschicht von den Wangen. In ihren Augen konnte er deutlich den Schock erkennen, unter dem sie litt und ein Rammbock hätte ihm schwerlich einen heftigeren Hieb in den Magen versetzen können. Aufgewühlt blinzelte Abby ihn an. „W-wie bitte ...?“

    „Bist du verletzt??“

    Sie horchte in ihren Körper hinein und meinte schließlich zu Koljas Beruhigung: „Nein … ich glaube nicht.“ Dann begann Abby zu schniefen und im nächsten Moment spülten Tränen den Schmutz aus ihren Augenwinkeln. Schluchzend drückte sie sich an Koljas Brust. „Oh Kolja, ich hatte solche Angst. Es war so dunkel und stickig und der Sturz hat so wehgetan. Ich habe gedacht, dass ich da unten sterben muss.“

    „Es ist jetzt alles in Ordnung“, sprach Kolja ihr tröstlich zu und streichelte ihr dabei liebevoll über den Scheitel. „Wir haben dich da rausgeholt.“

    Apropos.

    Kolja schaute zu Ward. Zwischenzeitlich hatte das Gespenst die Fenster im Zimmer aufgestoßen, weshalb der Staub allmählich absackte und Kolja einen erstmaligen Blick auf seine Umgebung erlaubte. Im Unterschied zu allen anderen Bereichen des Hauses existierte in diesem Raum tatsächlich eine Einrichtung, was vermutlich der Grund dafür war, weshalb Ward den Zugang überhaupt versperrt hielt. In einer Ecke lehnte ein Regal mit allerhand Kleinkram an der Wand - Farbtuben, irgendwelche Dosen, Pinsel und anderes Mal- und Zeichenwerkzeug. Daneben stapelten sich Leinwände und Zeichenblöcke auf und ein unfertiges Gemälde von einer Katze in napoleonischer Uniform badete auf einer Staffelei im Sonnenlicht. Nun wusste Kolja auch den beißenden Geruch zu identifizieren, den Abby von der anderen Seite der Tür wahrgenommen hatte: Lösungsmittel. Ward reinigte darin seine benutzten Pinsel. Unter den Fenstern musste außerdem ein Zeichentisch gestanden zu haben aber er war offenbar der Schuttlawine zum Opfer gefallen, weswegen Ward gegenwärtig mit indolenter Miene die kläglichen Überreste seines Möbelstücks betrachtete, die unter einem Haufen Dreck hervorragten. „Ich ersetze dir den Tisch“, versprach Kolja dem Gespenst. Und alles, was noch unter dem Geröll begraben lag. Das war das mindeste, was Kolja tun konnte um sich bei Ward für Abbys Rettung zu revanchieren. Sogleich schloss Kolja die Wölfin noch enger in seine Arme.

    Ward lehnte desinteressiert ab. „Nicht nötig. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Decke einstürzt. Außerdem sind die Kosten für meinen Lebensunterhalt gering, beziehungsweise …“, er hob sein Augenmerk zu Kolja, „nicht vorhanden. Meine finanzielle Situation erlaubt mir aus eigenen Mitteln für Ersatz zu sorgen. Dein Geld ist nichtig für mich.“ Trotzdem würde Kolja Ward den Schaden auf irgendeine Weise begleichen. Alsdann drehte der Geist der Zerstörung den Rücken zu und sprach zur Kolja: „Und nun erklärt mir, was ihr überhaupt in meinem Haus treibt.“

    „Wieso treibst du dich hier herum?“, gab Abby die Frage zurück und löste sich aus Koljas Griff. Ihre Stimme klang immer noch ein bisschen zittrig; alles in allem schien sie den größten Schrecken allerdings verkraftet zu haben. „Du solltest doch eigentlich arbeiten.“

    Gleichgültig erklärte ihr das Gespenst „Ich habe heute frei“, was Abby ihm keineswegs abkaufte.

    „Auf dem Schichtplan steht, du würdest die Abendschicht übernehmen.“

    „Morgen.“

    „Wie bitte?“

    Der Geist schaute sie unbeeindruckt an. „Ich übernehme morgen die Abendschicht.“

    Aus Abbys Mimik las Kolja Verwirrung heraus, welche sodann zu Einsicht transformierte. „Oh, …“, gab sie zu, „dann habe ich da wohl etwas vertauscht.“ Ganz offensichtlich hatte sie das. Kolja hätte sich ja gefragt, wie Abby überhaupt an den Schichtplan gelangt war, läge die Antwort nicht auf der Hand: Über Gwen. Wer auch sonst sollte Abby frisch fröhlich Informationen zuspielen, die die Wölfin kein Bisschen angingen?

    In diesem Moment kümmerte der Sukkubus Kolja jedoch herzlich wenig. Nach all der Aufregung verlangte es ihm nur nach einem: Er wollte nachhause. „Danke für die Hilfe, Ward“, richtete er seine Wertschätzung an das Gespenst. „Wir reden morgen im Pub über den Schaden.“ Gleichzeitig nahm Kolja Abbys Hand, um mit ihr diese vermaledeite Ruine endlich zu verlassen, doch Abby hielt ihn zurück.

    „Ich habe Caomhin noch nicht gefragt, warum er die Fußballmannschaft sabotiert!“

    „Weshalb sollte ich die Mannschaft sabotieren?“

    Ehe Kolja intervenieren konnte, lud Abby bereits ihre wilden Theorien auf dem Gespenst ab. „Das will ich von dir wissen! Ich weiß, dass du hinter den ganzen Rückschlägen steckst, die dem Fußballteam meiner Brüder in letzter Zeit ständig zusetzen. Du hast ihre Trikots ruiniert und Mister Hayes die Treppe hinabgestoßen und deinetwegen haben die Feen das Gerätelager demoliert.“

    Etwas in Wards Zügen zuckte – eine Regung, die Kolja niemals zuvor bei dem Geist beobachtete hatte. Zeigte er … Verständnislosigkeit? Weil er Abby mit ratlosem Schweigen begegnete, forderte sie eine Reaktion von ihm. „Oder willst du das etwa abstreiten?“

    Kolja hörte Ward tief Luft holen. „Dass Hayes gestürzt ist“, sagte er schließlich, „das war tatsächlich meine Schuld.“



    nächster Teil

    Achsooo du nimmst an dass der Wolf außerhalb des Geländes ist. Aber das ist ja nicht der Fall, wie Scott unter Anderem hier feststellt:

    So widerwärtig, wie es nach verwandeltem Wolf stank, hielt sich Sulley irgendwo am hinteren Ende des Geländes auf.

    Die Truppe ist durchs Tor hinein auf das Gelände, hat O'Rourke getroffen und ihn dann aus dem Geröll befreit, das laut der Umgebungsbeschreibung auf dem Gelände herum liegt. Dass sie zurück auf die Straße gelaufen wären, wurde nie erwähnt.

    Es würde auch keinen Sinn machen, Abby und Kolja zu holen ^^ Scott wollte ja von Anfang an nicht, dass Abby mit zum Gelände kommt und indem Kolja sie allein lässt, stünde sie ohne Beschützer da.

    Hallo Eti und danke für die Kommentare in der letzten Zeit ^^


    oh, urde das am Anfang sogar schon mal erwähnt?

    Am Anfang und auch ein oder zwei Mal zwischendrin in der Geschichte ^^° Zum Beispiel als Abby Moira die Silberkette umlegt, als sich die ganze Truppe in der Küche von Abbys Eltern versammelt haben.


    Also besitzt Kolja kein Auto?

    Nein, wie am Anfang der Geschichte beschrieben, spielt die Handlung in einer Kleistadt und Scott sagt sogar, dass man alles auch zu Fuß erreicht. Und Colin müsste ja auch nicht ständig den Taxifahrer spielen, wenn die anderen mobil wären.


    Es geht mir nur darum, dass ich die ganze Zeit gedacht habe, sie sind erstmal sicher, wenn sie das Gebäude nicht verlassen. Aber gut ... Der große böse Wolf (wer auch immer das jetzt ist/war) könnte sich natürlich auch wen schnappen, der gerade neu auf das Gelände kommt.

    Ähm... ich muss gestehen, dass ich nicht verstehe worauf du hinaus willst oder welcher Zusammenhang zur aktuellen Situation besteht ...?

    Hallo Ondine,


    um direkt auf den Monolog zukommen: Ich finde, er liest sich flüssig und wirkt keineswegs gestellt oder so. Lediglich an einer Stelle habe ich kurz gestutzt:

    „Aber… woher können Sie das alles wissen?“, flüsterte sie schließlich mit erstickter Stimme.

    Diese Behörde, bzw. Institut scheint ja nun etwas großes im Leben der Menschen zu sein, sonst besäße es schwerlich die Kompetenzen, die Bevölkerung zur Abtreibung zu zwingen. Demzufolge passt Sams Frage meiner Meinung nach hier nicht so recht :hmm: So was sollte sie in meinen Augen schon wissen. Sie könnte stattdessen so was fragen wie "und das hat ihnen eine einzige Blutprobe gesagt...?" oder sowas in der Art ^^ Das täte den selben Zweck, das Gespräch in die gewünschte Richtung zu lenken.


    Inhaltlich erinnert es mich an Werke wie 1984, Quality Land und diverse andere Dystopien, weshalb mir gleich am Anfang klar war, worauf das ganze Hinausläuft ^^ Der Werbeclip am Anfang ... liegt vlt daran dass ich mich im Studium auf Marketing spezialisiert habe, aber der war meiner Meinung nach etwas plump. Aber das ist Propaganda ja meistens, von daher passt der schon in diese Sparte :D


    „Mrs. Balck, setzen Sie sich bitte.“

    kleiner Buchstabendreher ^^


    dass der Fortpflanzungsversuch Sommersprossen entwickeln wird, was natürlich einige Punkte Abzug gegeben hat

    Aber... aber Sommersprossen sind doch toll! D:

    Hallo!


    „Auf uns“, bölkte Bernador.

    „Schwert- und Flügelbruch!“, rief Isert.

    „Fertigmachen zum Abflug“, kommandierte Raven.

    Ach Raven, du Spielverderber :rolleyes:


    Raven selber war ohne Flügel geboren, was ihn schon immer gewurmt hatte.

    Das finde ich interessant :hmm: Mich würde interessieren, ob Raven damit ein Einzelfall ist oder ob das ein gängiges öhm ... "Leiden" unter den Skeff ist, bzw. ob es einen Grund dafür gibt, dass Raven keine Flügel hat. Genauso der Sinn dahinter, wieso sie ihm aus erzähltechnischer Sicht fehlen ^^ Na, du wirst es uns im Laufe der Geschichte schon erzählen ^^


    Er würde mit seinen Leuten wie ein Adler herunterstürzen, die Braut packen und mit ihr durch die Luft davonjagen.

    Huh, ich habe da so eine Vorahnung, dass dieser Plan eventuell nicht 100% so klappen wird, wie Raven sich das vorstellt :rofl:

    Hallo KruemelKakao und danke schön für deinen Kommentar ^^


    Ja, Abbys Charakter ist bewusst so gewählt. Die Figuren sind alle überspitzt und greifen irgendwelche Klischees auf. Und Abby ist eben die naive, gut behütete Romantikschnuse, die mit der rosaroten Brille durchs Leben springt :D Abby -> Baby (der Gruppe :rofl: )


    Jedenfalls wollte ich dich das wissen lassen, auch wenn ich glaube, das du es schon echt oft gehört hast. Aber diese Geschichte ließt sich sehr erfrischend und es sind echt viele sehr coole Elemente drin

    Mh, ich befürchte da überschätzt du gerade die Menge an Rückmeldung, die ich bekomme ^^° Vor allem für diese Episode. Daher danke schön dass du es mir direkt sagst C:

    Ich werde den neuen Teil erst später lesen können, möchte aber nurnochmal kurz hierzu was sagen ^^ :

    Über den Charakter mache ich mir noch Gedanken und vielleicht ändere ich das auch nochmal um.

    Ich weiß natürlich nicht, was du dir für Cheneela vorstellst aber dieser Charakterzug muss im Hinblick auf die Handlung ja nicht unbedingt etwas schlechtes sein. Meiner Meinung nach bietet es sogar Potential für ihre Charakterentwicklung, wenn sie irgendwann erkennt, sich in manchen Begebenheiten nicht besser zu benehmen als ihr Vater es tut (vermutlich, wir haben ihn bisher ja noch nicht in Aktion erlebt ^^ ).

    Also falls mein Post so rüber kam, als solltest du das ändern - so war es nicht gemeint.

    Also meinst du, es wäre besser, weniger Leerzeilen zu setzen?

    Das will ich damit sagen, ja ^^


    Das mit dem Mobbing wegen dem Albinismus kann ich dann im Camp noch besser zeigen und da eventuell auch die ein oder andere Rückblende einbauen.

    Wenn die Beschreibung des Mobbings später einbringst, passt das doch ^^ Ich habe mich jetzt nur deswegen darauf bezogen, weil es in meinen Augen ein guter Anhaltspunkt wäre um Jamie ein paar Charakterzüge mehr zu verpassen. Sonst sind wir irgendwann auf Seite 50 und haben immer noch keine Ahnung, was Jamie eigentlich für ein Typ Mensch ist :D


    Was meinst du genau mit der Abkürzung m.M.n?

    Das steht für "meiner Meinung nach".


    Ich möchte dich nicht allzusehr spoilern und so, aber bisher kam mir eher nicht der Gedanke, aus der Freundschaft zwischen Jamie und Linus mehr entstehen zu lassen.

    Okay, also doch eine Fehlinterpretation meinerseits :D


    Hierbei war ich mir ehrlich gesagt, sogar etwas unsicher, ob ich wirklich Albino bzw. Albinismus reinbringen wollte. Aber an sich trifft das halt wirklich auf Jamies Äußeres zu.

    Na ja, die Sache mit solchen Besonderheiten ist eben, dass man sie schon richtig umsetzen sollte, wenn man sie einbaut ^^ Cherry picking könnte Menschen, die an solchen Mutationen leiden, sonst schon respektlos vorkommen - beziehungsweise auf den kritischen Leser einen faulen Eindruck hinterlassen. Ich unterstelle dir jetzt nicht, dass du das tust; um das einzuschätzen ist die Geschichte noch nicht weit genug fortgeschritten xD Mich interessiert wirklich, wie du Jamies albinismusbedingte körperlichen Nachteile umsetzt ^^ Die Liste an begleitenden Syndromen auf Wikipedia weckt da gerade bei mir soo viel Kopfkino.

    Wenn es hierbei allerdings nur um sein Aussehen geht, da würden sich meiner Meinung nach durchaus Alternativen bieten. Es gibt Menschen mit sehr hellem, beinahe weißem Haar, blonde Wimpern auch beim 0815 Menschlein und da nicht jeder Albino automatisch rote Augen hat, sondern durchaus ein Farbspektrum bietet, wäre eine Variation dort also auch möglich :hmm:

    Ich will damit nicht sagen, dass du Jamie ändern sollst ^^ Am Ende bleibt das ja ein Spaßprojekt. Das sind nur meine Gedanken, weil du meintest selbst gehadert zu haben.


    Wie das mit den toxischen Beziehungen im real Life ist, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, hoffentlich merkt man das im Schreibstil nicht so.

    Das lässt sich am Anfang der Geschichte schlecht sagen :D Wie ich schon meinte: Vielleicht schwenken die Charaktere im Laufe ihrer Entwicklung noch um, sodass eben nicht vermittelt wird "toxische Beziehung = AWESOME!" Weil das sind sie auf keinen Fall und für niemanden ^^

    Hallo Traumschwingen ^^


    Dann kommt jetzt mal mein Feedback zu den letzten Teilen.

    Als erstes möchte ich nochmal auf die Leerzeilen zu sprechen kommen, die du setzt. Normalerweise wird nur bei einem Szenenwechsel oder längeren Zeitsprung innerhalb einer Szene eine Leerzeile gesetzt. Absätze sind für den Lesefluss sehr wichtig, aber sonst wird in der Prosa mit Fließtexten gearbeitet. Zumindest habe ich noch keinen Roman in den Händen gehalten, der anders mit Leerzeilen umgeht ^^


    Ich muss zugeben, bisher noch nicht zu Jamie als Charakter durchgedrungen zu sein. In meinen Augen scheint sich seine Persönlichkeit bis jetzt (!) nur auf seine Geilheit auf seinen "Freund" zu beschränken. An einer Stelle hast du erwähnt, dass er wegen seines Albinismus gemobbt wird; da hättest du ruhig tiefer eintauchen können um uns zu beschreiben, wie Jamie insgesamt damit umgeht und was er so erfahren hat. So kommt es mir vor, als würde er das alles mit einem Schulterzucken abtun, vor allem dass Linus ihm trotz seiner Mutation treu zur Seite steht.

    Apropos Linus: Dass er eventuell romantisches Interesse an Jamie hat und das ganze vielleicht zu einer Dreiecksgeschichte werden könnte, deutest du m. M. n. etwas zeitig an ^^ Vielleicht interpretiere ich in diese Andeutungen auch zu viel hinein, aber ich persönlich hätte es geschickter gefunden, du stellst uns Jamie und Linus erstmal etwas intensiver als Freunde vor - dann wäre der Effekt, wenn sich herausstellt dass Linus auch in Jamie verguckt ist, größer.

    Aber vielleicht interpretiere ich da auch nur zu viel hinein, das schließe ich nicht aus ^^


    Was Jamies Albinismus angeht, bin ich gespannt wie du diesen umsetzt :hmm: Menschen mit Albinismus leiden ja unter Anderem an eingeschränktem Sehvermögen und überempfindlichen Augen bzw. überempfindlicher Haut. Na, da würde sich ja nicht viel für Jamie ändern, wenn er zum Vampir wird und in der Sonne brutzelt :rofl:


    Trotzdem spürte ich tief in meinem Inneren eine Verbindung, die selbst nach ihrem Tod bestehen zu bleiben schien.

    Jamie ist also Vollwaise? Da bin ich ja gespannt darauf, wer die Fürsorgepflicht für ihn hat :hmm:


    Es ist durchaus toxisch, aber gefühlt sind meine Geschichten immer so - vielleicht sogar zu oft, ob dass irgendetwas über mich aussagt?

    Uff, mit der Ankündigung tut mir ehrlich gesagt etwas der Bauch weh ^^ Ich bin vermutlich zu alt um in toxischen Beziehungen auch nur im geringsten etwas romantisches oder begehrenswertes zu sehen. Oder etwas, was man als solches vermitteln sollte. Ich lasse mich aber überraschen, ob deine Chars da die Kurve bekommen. Mit Linus als potentiellen alternativen Gegenpart besteht die Hoffnung ja xD

    Hallo Traumschwingen


    Ich finde es schön, dass du auf Rainbows und Etis Kommentare eingehst, nur frage ich mich, wieso du das gleiche nicht mit Jennagons, Charons, Werluchs' oder meinen Kommentaren tust? Vor allem Jennagon hat sich die Finger Wund geschrieben.

    Wie schon beim letzten Mal gesagt: Solange meine Rückmeldung bzw. Fragen übergangen werden, werde ich mir nicht die Mühe machen, sie überhaupt auszuformulieren :pardon:

    orientiert ihr euch an bekannten Strecken, die ihr vielleicht selbst einmal gewandert/geritten/abgefahren seid?

    Meine Geschichte spielt in einer Kleinstadt und ihrer Umgebung, gerade deswegen sind Fußmärsche die Hauptform von Fortbewegung, die die Figuren benutzen. Um festzulegen wie weit bestimmte Ort voneinander entfernt sind, nehme ich meine eigenen Fußwege als Maßstab. Ich weiß zum Beispiel, dass mein Nachhauseweg vom Büro 3 Kilometer lang ist und ich diese Strecke zu Fuß in so ziemlich genau 30 Minuten zurücklege. Da ich fast ausschließlich zu Fuß unterwegs bin, habe ich entlicher dieser Erfahrungswerte und kann daran abschätzen, wie weit ich einen bestimmten Punkt in der Handlung wegsein lassen kann oder welchen Zeitraum ich überbrücken muss, bis die Figuren ihn erreicht haben.

    Nur für eine Strecke habe ich mal ein Feldexperiment gestartet, weil ich wissen musste wie lang ein unterdurchschnittlich trainierter Mensch wie ich braucht, um eine bestimmte Strecke zu flitzen, beziehungsweise wie weit er in Zeitmarke X kommt. Im Endeffekt hat mein Bruder mich also einmal über eine Wiese gescheucht :pardon: Danach war ich schlauer und dem Lungenkollaps nahe.

    Hallo!

    mit dem Charakter der Prinzessin, die doch etwas zu kindisch und egoistisch gewirkt hat. Ich hoffe, das ist jetzt besser.

    Cheneela kommt mir jetzt zwar nicht mehr ganz so trotzig vor, aber ein bisschen arrogant / zickig finde ich sie trotzdem noch ^^ Das liegt an der Art, wie sie mit Fefa redet. Obwohl sie nur wenige Jahre älter ist, "belehrt" sie ihre Zofe, sie "fährt sie an" und sie "droht ihr mit dem Zeigefinger". Aus zwei Textteilen lässt sich natürlich kein Persönlichkeitsbild der beiden herausfiltern und auch nicht die Art ihrer Beziehung zueinander, aber dafür dass Cheneela sich scheinbar als Rebellin gegen den Tyrann sieht, geht sie m.M.n ziemlich ruppig mit ihrer Untergebenen um.

    Hallo,


    da hier gerade nicht mehr so viele Kommentare gleichzeitig durchspülen, nutze ich mal die Gelegenheit für meinen Senf ^^

    Hinweis: Ich habe keine Ahnung vom Schreiben und kann dir deshalb keine guten Tipps geben. Ich kann nur darlegen, wie der Text auf mich wirkt. Die anderen Kommentare habe ich nicht gelesen, nur aus den Augenwinkeln Beschwerden wegen der Schriftart gemacht und denen muss ich mich gern anschließen ^^° Von dem letzten Post habe ich z. B. Kopfschmerzen bekommen, weil die Schrift auf meinem Laptop sehr, sehr winzig ausfällt.


    Die einzige Prinzessin des Landes, die sich in ihrem eigenen Palast versteckt.

    Daraus schließe ich, dass Cheneela keine Schwestern hat, ja? ^^


    dass sie den Maler Zertá damit beauftragt hatte, drei ganz besondere Kunstwerke zu zeichnen

    Uh, tut mir leid aber der Satz triggert mich grad ein bisschen xD Das liegt vlt nur daran dass ich selbst zeichne und male aber ein Maler malt und ein Zeichner zeichnet ^^ Das sind zwei unterschiedliche Vorgänge. Du könntest das Wort "zeichnen" durch "anfertigen" ersetzen. So wie der Satz jetzt dasteht, ist er vom Ausdruck her falsch ^^°


    irgendwo zwitscherte eine einsame Lerche.

    Das ist ein nettes Detail, finde ich. Dadurch wird verdeutlicht, wie früh am Morgen es eigentlich ist.


    Jetzt fand Cheneela die kahlen Dornen sogar abstoßend, sie sahen hässlich aus und sie hatte sich schon einmal den Finger daran gestochen, als sie sich auf den Brunnenrand setzte.

    Ich wage mich mal aus dem Fenster zu lehnen und deute das als Hinweis auf ihren Charakter sowie als forshadowing? In meinen Augen spricht dieser Satz für eine gewisse Oberflächlichkeit, auch in Hinblick auf ihren männlichen Gegenpart, den du im Klappentext erwähnt hast. Sie verurteilt die Rosen, nur weil sie gerade nicht schön aussehen und ihr mal weh getan haben / umkonfortabel sind - und ich nehme an, dass "Er" dann wahrscheinlich ebenso unsanft mit ihr umspringen wird :hmm:


    „Wir leben in unruhigen Zeiten“, fuhr sie die Zofe an. „Du solltest begreifen, dass wir uns Magieverschwendung heutzutage einfach nicht mehr leisten können, wo wir doch unsere Energie für wichtigere Dinge einsetzen müssen.“

    Ich kann noch nicht einschätzen, wie alt Cheneela ist, aber das klingt für mich ein bisschen nach einer dieser Plattitüden, die wir heutezutage auch um uns werfen xD "Lass das Wasser nicht laufen! Das ist Verschwendung!" Das Wort "Verschwendung" impliziert dass die magische Energie erst erzeugt werden muss. Ich bin gespannt, auf welche Weise du das beschreiben wirst ^^ Ich stelle mir gerade ein Hamsterrad vor, in dem die Hexen eine Weile im Kreis rennen müssen xD


    Wenn ich irgendwann Fürstin von Aravenna sein werde,

    Ich ergänze meine Vermutung von "keine Schwestern" zu "Einzelkind" :D


    Das sind keine gewöhnlichen Zeichnungen ...“

    Hier nochmal der Punkt, das eine Zeichnung etwas anderes als ein Gemälde ist ^^