Beiträge von Voluptuous Mayday

    „Kevin, was ist das?“

    Das Gespenst senkte den Blick nach unten. Mit indifferenter Miene betrachtete der Kellner den Punkt unmittelbar zu seinen Füßen, den Moira ihm mit dem Finger wies, dachte kurz nach und schaute der Banshee hernach wieder ins Gesicht um ihr seine frisch gewonnene Erkenntnis mitzuteilen. „Dies ist ein Notizbuch.“

    Okay, falsche Fragestellung. „Wieso liegt es hier so herum?“, wollte Moira erfahren, woraufhin Kevin sein Augenmerk erneut auf das Parkett richtete und den darauf abgelegten Gegenstand eingehend inspizierte. Den Fußboden des Tír na nÓgs durfte man zu seinen besten Zeiten allerhöchstens als besenrein beschreiben; zwischen zertretenen Salzstangen, Erdnüssen und verschütteten Bier fiel ein intaktes Notizbuch dennoch ziemlich aus dem gewohnten Rahmen von dem, was einem nach einem Besuch im Pub üblicherweise unter den Schuhsohlen klebte.

    Schließlich hob Kevin die Augen und antwortete Moira: „Das entzieht sich meiner Kenntnis.“

    „Und du hast auch nicht zufällig eine Ahnung, wem es gehören könnte?“

    Alsdann nahm das Gespenst das Buch aufs Neue in Augenschein, gerade so als würde er es nicht zum mittlerweile dritten Mal begutachten und so resultierten seine Denkprozesse letztlich in folgendem Ergebnis: „Nein.“

    Daher hob Moira das Buch auf. „Jemand muss es verloren haben“, schlussfolgerte sie und drehte das Notizbuch in ihren Händen ein paar Mal hin und her. Von außen wirkte es sehr gewöhnlich auf sie; offensichtlich ein günstiges Exemplar, welches man für wenig Geld in der Schreibwarenabteilung des nächstbesten Supermarkts erwarb. Keine zehn Schritte trennte seinen Fundort von der Vordertür. Wahrscheinlich war es seinem Eigentümer beim Eintreten oder Verlassen des Pubs aus der Tasche gerutscht, ohne dass dieser seinen Verlust bemerkt hatte. Nun, Moira konnte das Notizbuch schlecht im Weg liegen lassen, denn am Ende trampelte noch jemand darauf herum und machte es auf diese Weise kaputt. Die Banshee überließ Kevin deshalb seinen Aufgaben und kehrte mit ihrem Fund zu ihren Freunden zurück.

    „Hat jemand nach seinen Notizen gefragt?“, sprach sie Scott und Kolja jenseits des Tresens auf das Buch an, während sie auf ihren Hocker zwischen Niall und Colin kletterte. Eventuell war sein Fehlen ja aufgefallen, weshalb man nun danach suchte. Doch die zwei Männer schüttelten geschlossen ihre Häupter und Moira registrierte, wie Scott zudem verächtlich den Nasenrücken kräuselte. Seit dieser Episode mit Hazels Bullet Journal vor einem halben Jahr hegte ihr Kindheitsfreund eine nicht ganz unbegründete Abneigung gegenüber Notizbüchern jeder Art aber Moira fragte ihn dennoch: „Ist es okay, wenn ich das Buch bei euch lasse? Dann sieht sein Besitzer es gleich, wenn er in den Pub kommt.“

    „Meinetwegen“, murrte Scott und Moira lehnte das Notizbuch aufrecht gegen einen Zapfhahn. So. Getan! Unterdessen klopfte neben ihr Colin mehrmals auffordernd mit seiner Schüssel auf den Tresen. Abgesehen von den bröseligen Überresten von Salzstangen, Erdnussflips und Pistazien herrschte gähnende Leere in der Keramik. Wie sollte es auch anders sein? Moira wäre ernsthaft besorgt gewesen, wenn Colin länger als eine halbe Stunde gebraucht hätte, um seine Snacks komplett aufzufuttern. Ungeduldig maulte er Scott an: „Was is'n nun mit dem Knabberkram?“

    „Bist du taub? Ich hab' dir gesagt es gibt nichts mehr“, erwiderte dieser zum großen Missfallen von Colin und dessen unstillbaren Appetit.

    „Seit wann seid ihr so geizig?“

    Scott wiegelte den Vorwurf seines Bruders ab. „Liegt nicht an uns, Mann. Hayes hat entschieden Einsparungen vornehmen zu wollen und der Knabberkram war das erste, was der Alte gekürzt hat. Zwei Packungen von jedem am Tag und wenn das nicht reicht: Pech.“

    „Einsparungen?“, wiederholte Colin. „Der Winzling is'n verdammter Leprechaun! Der hockt mit seinem breiten Arsch auf 'nem Topf voll Gold rum und das wörtlich. Wieso denkt der über Einsparungen nach?“

    „Mister Hayes hat damals viel Geld in den Kauf und in die Sanierung des Pubs investiert“, entsann sich Niall. „Auch wenn das Tír na nÓg gut läuft, große Gewinne wird er nicht einfahren. Außerdem sind Leprechauns schon lange nicht mehr so vermögend wie jeder annimmt, seit die Menschen im neunten Jahrhundert Wind von ihren Schätzen bekommen und deswegen aktiv Jagd auf Kobolde gemacht haben. Das hat ganze Generationen von ihnen in eine Finanzkrise gestürzt, von der sie sich bis heute nicht erholen konnten.“

    „Aber wieso muss er deswegen ausgerechnet am Futter sparen? Soll er doch lieber das Bier aus den USA von der Getränkekarte streichen, die Plörre will hier in Europa doch eh niemand saufen.“

    Normalerweise sprang Scott jedes Mal ziemlich bereitwillig darauf an, wann immer es darum ging über die Macken seines Chefs herzuziehen; heute verhielt sich der Wolf hingegen auffallend mundfaul. Moira maß dem vorerst keine große Bedeutung zu und schlug Colin vor: „Wenn du willst können wir uns wieder einen Korb Kräuterbrot teilen.“ Für ihr Magenvolumen fielen Koljas Portionen sowieso viel zu üppig aus. Der Wolf schien in Erwägung zu ziehen auf das Angebot einzugehen, lehnte schlussendlich allerdings doch ab.

    „Ne, lass mal. Ich muss grad' echt auf jeden Cent achten.“

    „Jetzt schon? Es ist doch noch nicht mal die Hälfte des Monats rum“, wunderte sich Niall, weswegen er von seinem kleinen Bruder erklärt bekam:

    „Ist halt schon viel zusammengekommen. Die Karten für das Konzert gestern und der Tierarzt will auch sein Geld haben. Mann, ich bin nur Schlosser und kein hochbezahlter Beamtenfutzi in irgendeinem schicken Amt.“

    „Müssen Ohlis Krallen etwa schon wieder gekappt werden?“ Es kam Moira vor als hätte Colin erst vor drei Wochen erwähnt zu diesem Zweck mit Ohli den Tierarzt aufsuchen zu müssen. Er nickte.

    „Ich würde es ja selbst machen aber das Monster hat so viel Kraft in seinen Läufen, dass es unmöglich ist ihn festzuhalten und gleichzeitig die Zange anzusetzen. Wenn ich nicht aufpasse, beißt der mir glatt den Finger ab.“

    „Die Prozedur muss wirklich unangenehm für ihn sein“, mutmaßte Moira aber Colin widersprach ihr.

    „Er ist nur kitzlig. Zum Glück ist der Tierarzt zu dem ich ihn immer bringe ein Freak. Welcher normale Veterinär hätte schon einen Panzerhandschuh im Schrank, um sich vor den Bissen von so einer Fellbestie zu schützen?“ Nach einer kurzen Pause fügte Colin hinzu: „Meine Hoffnung war eigentlich, dass sich Ohlis Klauen von selbst abnutzen, wenn ich ihn öfter in Papas Garten herum wetzen lasse aber die Dinger sind massiver als der Schädel von 'nem verdammten Gargoyle.“

    „Papa lässt dich auf sein Grundstück?“, hakte Scott ungläubig nach und Colin hob die Achseln.

    „Er hat ja was davon. Seit Ohli regelmäßig seinen Garten unsicher macht, traut sich keine einzige von diesen dämlichen Katzen ans Haus, die Papa ständig ins Erdbeerbeet scheißen.“ Ein amüsiertes Grinsen stahl sich auf Colins Züge. „Das war vielleicht 'n Spektakel, als Ohli mit gesenkten Hörnern diesem fetten Kater nachgejagt ist.“

    „Ich stelle es mir außerdem schwierig vor, einen Platz zu finden an dem du Ohli frei herumlaufen lassen kannst“, warf Moira ein. „Überall muss man damit rechnen, dass plötzlich ein Mensch vor ihm stehen könnte aber Ohli braucht einfach seinen Auslauf.“

    Mit einem Nicken symbolisierte Colin, Moiras Ansicht zu teilen. „Das kannst du laut sagen. Wenn sich dieses Höllenbiest nicht mindestens alle drei Tage so richtig auspowern kann, zerlegt er mir glatt die Bude.“ Dies gesagt, kehrte Colin zum ursprünglichen Thema zurück. „Jetzt stell' dich nicht so an, Scott. Hayes ist vorhin zur Tür rausgetrampelt, der kriegt doch gar nicht mit, wenn du noch ein paar Salzstangen rüberwachsen lässt. Außerdem pfuscht der mit seinen Wurstfingern doch eh in den Büchern rum und bescheißt das Finanzamt, also was soll der Terz von wegen Geld sparen?“

    Doch abermals blieben Scott die üblichen Lästereien über seinen Chef im Halse stecken, was inzwischen nicht nur allein bei Moira Skepsis hervorrief. „Sag mal, hast du dich auf 'nen Besenstiel gesetzt oder wieso bist in letzter Zeit so steif als hätte dir jemand 'ne Teleskopstange in den Hintern geschoben?“, konfrontierte Colin seinen Bruder mit dessen merkwürdigen Verhalten. Daraufhin schielten Scott und Kolja argwöhnisch zur Seite.



    nächster Teil

    Danke schön KruemelKakao ^^


    Höhö ich hatte recht :grinstare:

    Hattest du, höhö :grinstare:


    Ohh da musste ich an "Küss den Frosch" denken, falls dir das sagt. Fand ich sehr witzig.

    Ich habe den Film gesehen aber das ist so lange her, dass ich gerade nicht zu ordnen kann, auf welche Szene du dich im einzelnen beziehen könntest? xD Oder meinst du generell die Prinzessinnenfreundin?


    Achtet denn niemand auf die Mondphasen!?

    Denkt denn niemand an die Kinder?! :panik:

    Guten Morgen Novize,


    ich bin vom zweiten Teil weit weniger verwirrt als vom ersten :rofl: Ich habe auch bemerkt, dass du hier und da versuchst aus der Metrik auszubrechen, aber du verfällst rasch wieder in deinen gewohnten Vers. Ich weiß nicht welchen Stil dir für diese KG im Kopf schwirrt, mir persönlich kommt es vor als würdest du sie uns bloß erzählen wollen, ohne dass wir sie erleben. Damit meine ich, dass du die Eregnisse als Fakten abhandelst und uns nur sehr wenig von Moes Eindrücken schilderst. Ich als Landmensch finde es zum Beispiel jedes Mal seltsam, auf einem Boot / auf einem Floß zu stehen. Unter anderem an dieser Stelle hätte man dem Leser viel mehr die Überfahrt erleben lassen, in dem man auf das die Beschaffenheit des Untergrund eingeht im Hinblick darauf, dass unter einem Wasser fließt, die Wellen plätschern etc.

    Auch wenn es eher in Richtung Märchen gehen soll - selbst bei den Klassikern wird mit dem Empfindungen des Lesers gespielt ^^ "Und er hustete und prustete, und hustete und prustete, bis das Haus aus Zweigen einstürzte."


    dafür lastete eine umso schwerere Last auf seinem Gemüt.

    Eine Last lastete. Das ist doppelt gemoppelt ^^


    Während er darüber grübelte, wie er mit der neuen Situation umgehen würde, lichteten sich die Büsche am Wegesrand und machten die Sicht auf eine Ebene frei, auf der Moe das Ufer eines Flusses erkennen konnte, hinter dem sich schroffe Felsen erhoben.

    Ich bin ein Freund langer Sätze aber dieser ist doch sehr holprig zusammengesetzt. Daraus könntest du locker zwei machen.


    Die Überfahrt kostet damit einen halben statt einem ganzen Penny.“

    Hat nix mit der Geschichte zu tun, aber hier muss ich mir vorstellen wie die eine Münze zerbrechen, weil Penny für mein Empfinden bereits die kleinstmögliche Währungseinheit ist :rofl: "Und was mache ich jetzt mit der anderen Hälfe??"


    Ein Part kommt ja noch, wenn ich jetzt nicht völlig falsch liege. Zwar weiß ich noch nicht in welche Richtung die Pointe gehen könnte, aber ich lasse mich überraschen.

    Sofort blickte Moira zu ihrem Mitbewohner und dessen Neffen herüber und bekam große Augen. Oscar biss Scott nicht - er bohrte seine kleinen Zähnchen tief in den Unterarm seines Onkels hinein und hakte sich an seinem Opfer fest wie ein ausgehungerter Piranha!

    „Ich glaube Oscar möchte etwas zu Essen haben“, wagte Abby eine Interpretation von Oscars Verhalten, „oder er spürt die Gefahr durch Scotts Vaterinstinkte.“

    „Nimm ihn endlich weg von mir oder diese sogenannten Vaterinstinkte machen sich jeden Moment selbstständig!“ Dieser Aufforderung kam Abby mit größter Freude nach; sie löste das kleine Mäulchen ihres Neffen von Scotts Muskel und schloss den Welpen im Anschluss herzlich in ihre Arme.

    „Dafür, dass er erst ein knappes Viertel Jahr alt ist, ist Oscar wirklich weit in seiner Entwicklung“, stellte Moira fest. Nialls Sohn vermochte nämlich bereits ganz allein sein Köpfchen zu halten und das Vorhandensein eines funktionierenden Gebisses hätte er schwerlich anschaulicher unter Beweis stellen können.

    Niall meinte: „Das ist normal bei uns Polys. Am Anfang sind unsere Welpen immer etwas weiter aber irgendwann gleicht sich das an. Spätestens im Vorschulalter sind sie wieder auf derselben Entwicklungsstufe wie die meisten anderen Kinder.“ Mit den Fingern fuhr er an seinem schwarzhaarigen Scheitel entlang. „Irgendwann bekommt man auch das Beißen unter Kontrolle. Bis es soweit ist, muss man eben ein bisschen aufpassen.“

    „Hach, das kannst du laut sagen! Hase, erzähl den anderen doch mal was deiner Schwester passiert ist“, forderte Abby Kolja auf, doch ehe dieser dazu ansetzen konnte überhaupt eine Silbe hervorzubringen, plauderte seine Freundin schon sensationslüstern los: „Eines ihrer Kinder hat Nadeschda beim Stillen die Brustwarze abgebissen!“

    „Milana hat sie ihr nicht abgebissen“, korrigierte Kolja Abbys Auslegung der Ereignisse, „nur so stark ihre Zähne darin versenkt, dass Nadeschda geblutet hat.“

    Nun, aber das ging ebenfalls schnell recht schmerzhaft aus. Einmal hatte Moira unter der Dusche eine ungeschickte Bewegung mit einer frischen Rasierklinge unternommen und an Stelle den Haarstoppeln in ihrer Achsel ihre Brustwarze erwischt. Aus eigener Erfahrung kannte sie das unangenehme Gefühl, das mit einer Verletzung in dieser Region einherging. Wobei Moira gern einräumte unter sinnlicheren Umständen keinesfalls Nein zu ein paar zärtlichen Bissen zu sagen. Vor allem nicht, wenn Mann sie ihr in den Nacken setzte.

    Die Tür am hinteren Ende des Flurs klapperte und kurz darauf kehrte Colin ins Wohnzimmer zurück. „Abflug“, erteilte er den anderen den Befehl zum Aufbruch und trat direkt zu seinen Schuhen bei der Garderobe durch.

    Abby reichte Niall seinen Sohn, damit er diesen in seine Babyschale schnallen konnte. „Wieso hast du es nur so eilig?“

    „Weil ich noch duschen will bevor Gwen und ich heute Abend zum Konzert gehen und da ich euretwegen ja erst mal noch durch die halbe Stadt kutschen muss, wird das eh schon 'ne scheiß Hetzerei.“

    „Wenn du unter Zeitdruck stehst hättest du uns ja einfach nicht herfahren brauchen“, konterte Abby und Moira registrierte Colins genervtes Augenrollen mit dem anschließenden Seitenblick in ihre Richtung. Schuldbewusst knetete die Banshee ihre Finger. Auf Moira zu warten hatte Colins Zeitplan offenbar völlig über den Haufen geworfen und sowieso kam sich Moira schrecklich dumm vor, ernsthaft in Erwägung gezogen zu haben, dass Colin ihretwegen bis jetzt geblieben war.

    Trotz aller Diskussion gaben Abby und Niall am Ende notgedrungen Colins Drängeln nach. Mit einem Kuss verabschiedete sich Abby von Kolja und wenngleich Scott mit verzogenem Gesicht reagierte, fand Moira die beiden unglaublich niedlich. Abby zeigte keinerlei Hemmungen in aller Öffentlichkeit ihre Zuneigung zu dem Bären auszuleben und dieser besaß genug Geduld, sich von der Anhänglichkeit seiner Freundin in keiner Weise bedrängt zu fühlen. Für Moira stellten die zwei das Ideal einer harmonischen Beziehung dar. So etwas suchte Moira auch.

    „Jetzt kommt.“ Colin stand bereits halb im Treppenhaus und durch die offenstehende Wohnungstür sah Moira die Möbelpacker von eben nach unten schlendern. Sie schienen ihre Arbeit erledigt zu haben und Scotts Geschwister zwängten sich nacheinander durch den viel zu kleinen Flur nach draußen. Eine Frau stieg ihnen die Stufen entgegen, die zumindest von Niall und Abby kurz durchgelassen wurde und damit war die Wohnung schlagartig wieder leer.

    Durch die plötzliche Leere wirkte es auf Moira als ob das Wohnzimmer zu Atem kommen würde. Um keinen falschen Eindruck zu vermitteln: Moira liebte es Zeit mit ihren Freunden zu verbringen und dank ihrer Zuwendung vergaß die Banshee bisweilen sogar, eigentlich gar kein Teil der Familie zu sein. Mittlerweile empfand es Moira aber selbst für drei WG-Bewohner schon viel zu eng, besonders seitdem Abby gelegentlich bei Kolja übernachtete und wenn demnächst Hazel nach Irland zurückkehrte und deshalb vorübergehend bei Scott lebte, würde die Situation keinen Deut entspannter werden.

    Die Frau im Treppenhaus schaute der Kolonne hinterher und hob ihre Augen hernach zu Scott und Moira. Mittelgroß und braunes Haar – Moira schätzte sie ungefähr auf das gleiche Alter wie Hazel. Mit etwas Zurückhaltung nickte sie den beiden Freunden höflich zu, zog sich letztlich jedoch wortlos in die Wohnung gegenüber zurück. „Es scheint eine neue Mieterin zu geben“, erwähnte Moira und schloss ebenfalls die Tür. „Ob sie ein Freak ist?“

    Scott meinte: „Hab' jedenfalls nichts gerochen. Sie dürfte also zumindest schon mal kein Poly sein. Hauptsache die ist kein Spürhund wie die alte Schachtel, die vorher gegenüber gewohnt hat. Das brauchen wir echt nicht nochmal.“

    Ein Spürhund … .

    So weit Moiras Erinnerungen reichten, konnte sie schwerlich behaupten jemals wegen eines Menschen in ernsthafte Schwierigkeiten geraten zu sein. Sicher, einige von ihnen verhielten sich aufdringlich, wurden unhöflich und dass die Menschen allen Ernstes die Existenz von etwas so Absurden wie einem Werwolf zurecht spannen, darüber schüttelte Moira nach wie vor den Kopf. Nein wirklich, bei all der farbenfrohen Vielfalt an Freaks erdachten die Menschen ausgerechnet eine blutrünstige Kreatur, die bei Vollmond hervorbrach und tollwütig mittels eines Bisses ihren angeblichen Fluch auf arglose Passanten übertrug. Was für ein Hirngespinst. Die einzigen Wölfe von denen Moira wusste waren Polymorphen wie Scott und Colin und von denen würde keiner Moira jemals beißen.

    Auf all die Negativbeispiele trafen nichtsdestotrotz mindestens ebenso viele positive Begegnungen und so wurden zumindest nach Moiras Erfahrungen unterm Strich weniger Freaks durch einen Menschen ans Messer geliefert, denn durch ihresgleichen. Spürhunde sah Moira deswegen seit je her eher als ein unliebsames Ärgernis; für eine reelle Bedrohung für Leib und Leben hielt sie sie hingegen nicht.

    Zugegeben, der Titel 'Spürhund' gehörte wohl kaum zu den versöhnlichen Bezeichnungen im Vokabular eines Freaks; aus Moiras Sicht erwischte sie den Kern der Sache allerdings ziemlich perfekt. Manche Menschen verfügten nämlich über das Talent – oder besser gesagt die lästige Unart – einen Freak zu erspüren sobald er vor ihnen stand. Sie nannten es Bauchgefühl, Intuition oder ironischer Weise Menschenkenntnis. Was ihnen ihr Unterbewusstsein damit allerdings klarzumachen versuchte, darüber tappten die Spürhunde in absoluter Finsternis. Zum Glück! Das letzte was jeder Freak gebrauchen konnte, war als ein solcher enttarnt zu werden, denn die Menschen verkrafteten es schließlich immer so furchtbar schlecht, ihrem Rang als Gipfel der Schöpfung streitig gemacht zu werden.

    Im Falle von ihrer ehemaligen Nachbarin resultierte dieses Bauchgefühl in einer unbegründeten Antipathie gegen die Mitglieder der WG. Na ja, zumindest was Kolja und Moira betraf. Für Scott gesprochen … so wie es in den Wald hinein kläffte, so schallte es eben zurück.

    „Irgendwie hat mich Missus Krueger immer an Miss Meyers erinnert“, dachte Moira laut. „Kannst du dich entsinnen, Scott? Unsere Musiklehrerin in der Mittelstufe?“

    „Du meinst die hässliche Schreckschraube, die dir beim Singen grundsätzlich eine schlechte Note reingedrückt hat, nur weil dir mal eine Fensterscheibe zersprungen ist.“

    Das wertete Moira als Ja. Sie ergänzte: „Und dich hat sie immer runtergeputzt und behauptet, dein Gesang wäre nichts als jämmerliches Rumgeheul.“

    Der Wolf hob die Achseln. „Brauchte sie sich überhaupt nicht drüber beschweren. Die hat das Vorsingen ja schließlich immer mitten in den Vollmondphasen angesetzt.“

    „Colin hat sie dafür umso mehr geliebt“, erinnerte sich Moira daran zurück, wie es Scotts kleinen Bruder dank seines Klavierunterrichts schnurgerade auf die Stufe des unangefochtenen Lieblingsschülers katapultiert hatte - was den Musikunterricht anbelangte. In anderen Fächern war Colin zwangsläufig dasselbe Schicksal wie Scott widerfahren und obwohl die zwei sich zumindest anfangs kein Fehlverhalten zuschulden hatten kommen lassen, waren sie trotzdem immer und immer wieder von den Lehrern wegen eben solches ins Büro der Schuldirektorin geschickt worden. Dabei hatten die Brüder weder, wie vorgeworfen, die Teilnahme am Sportunterricht verweigert, noch war Scott im Chemieunterricht eingeschlafen. Es lag doch einfach nur in der Natur der Wolfpolys, den Bällen beim Weitwurf nachzujagen und hätte ihr damaliger Chemielehrer Mister Sawyer eine so empfindliche Nase wie Scott, dann hätten die Dämpfe während der Experimente ihm mit Sicherheit ebenso das Bewusstsein geraubt. Kein Wunder, dass Colin und Scott irgendwann wirklich dazu übergegangen waren, sich wie die Hooligans aufzuführen für die man sie schon vor dem Stimmbruch abgestempelt hatte.

    Moira wurde nachdenklich. „Meinst du unsere Lehrer hätten uns fairer behandelt, wenn sie gewusst hätten was wir sind?“, fragte sie Scott. Im Grunde kannte sie seine Meinung bereits, da der Rüde dieselbe nachtragende Einstellung gegenüber den Menschen teilte wie seine Eltern. Seine Antwort folgte dementsprechend wie aus der Pistole geschossen.

    „Das glaubst du ja selbst nicht. Menschen sind Menschen und das werden sie immer bleiben. Offen mit denen zusammenzuleben wird niemals funktionieren. Diese Bastarde haben Atlantis im Meer versenkt, nur weil sie neidisch auf den technologischen Fortschritt waren und dann haben die griechischen Drecksäcke es auch noch so hingestellt, als hätten die Atlanter den Angriff gestartet. Dabei weiß jeder Idiot, dass die nicht mal Militär besaßen. Das war ein gottverdammter Genozid und genau dieselbe Scheiße haben die Menschen später auch noch mit den Skiapoden und den Panoti abgezogen. Und von Hazels Vorfahren brauch ich gar nicht erst anfangen. Nein, die Pauker hätten uns das Leben nur noch schwerer gemacht, wenn sie uns nicht direkt im nächsten Zirkus ausgestellt hätten. Menschen akzeptieren keine Freaks, das war schon immer so.“ Starrköpfig verschränkte Scott die Arme vor der Brust. „Und es wird auch immer so sein.“



    nächster Teil

    Hallo und <3 - lichen Dank für eure Kommentare, KruemelKakao  LadyK 🐇


    Das ist voll cool!! Echt, auf so eine Idee wäre ich nicht gekommen, aber das ist super logisch irgendwie und wieder so natürlich eingebaut ~*o*~

    Sollte Sott tatsächlich irgendwann Nachwuchs haben (bzw. weiß ich ja, ob es so sein wird oder nicht xD ) dann jagt der bestimmt auch andere Kinder über den Spielplatz, sobald sie seinem Kind die Schippe geklaut haben oder so. Go for them Scott, go!


    Oscar hat gemerkt, das Scott ihn nicht mag >:D

    Oscar hat die Persönlichkeit seiner Oma und seines Onkels xD Komm ihm dumm und der springt dir direkt an die Kehle.

    Mit seinen Milchzähnchen.


    ich kenne Moria noch nicht so gut

    Moira ist von ihrer Persönlichkeit her nicht so aufdringlich, als dass sie in den vergangenen Episoden so stark beleuchtet werden konnte wie zum Beispiel Colin oder Gwen. Aber dafür hat sie ja jetzt ihre eigene Episode bekommen ^^ Ihre Familienverhältnisse wurden aber immerhin schon mal erklärt.


    Aber ja, ich merke, da fehlt ... einiges an Vorwissen. ^^"

    Mhja, das wird auch nicht besser werden ^^° Wobei ich finde, dass der erste Part noch nicht mal so viel Vorwissen abverlangt.


    Colin ist gewohnt eklig zu Moira.

    Findest du? xD Ich finde ihn in diesem Part noch ziemlich harmlos.

    Die Idee mit den Straßenschildern ist eigentlich ein Plan von mir :ninja: In meiner Stadt sind jetzt noch Schlaglöcher vom Winter auf den Straßen, die die Stadt nicht flicken lässt und jedes Mal wenn ich über die löchrige Hauptstraße düse und die Warnschilder sehe, denke ich mir dass sie die eigentlich direkt unter die Ortseingangsschilder schrauben können. Im Gegensatz zu Colin und Scott besteht bei mir aber nicht die Gefahr, dass ich diese Idee tatsächlich umsetze xD

    Moira


    Moira hatte in ihrem Leben abertausende Fotos geschossen und kein einziges davon war perfekt. Das hieß … es gab viele Bilder, die sie ganz ohne Selbstgefälligkeit als gelungen bezeichnete. Einige verdienten in Moiras Augen sogar das Lob sehr gut zu sein und die Ergebnisse ihrer Imagekampagne für Scotts Fußballverein wurden immerhin von den meisten Leuten mit dem Prädikat 'echt klasse' gepriesen. Doch um der Jury eines offiziellen Wettbewerbs zu imponieren brauchte es mehr als ein 'echt klasse'. Die Mitglieder dieser Gremien widmeten in der Regel ihr ganzes Dasein ihrer Kunst, teilweise länger als Moira überhaupt lebte. Nein, ihre Anerkennung gewann man nur auf eine Art: durch Perfektion. Und die vermochte Moira nicht einmal mit der ausgestreckten Fingerkuppe anzukratzen, wenn wie sich auf die Zehenspitzen stellte.

    Daher wandte sie ihrem semitransparenten Spiegelbild den Rücken zu, das zwischen ihr und dem Plakat im Schaufenster schwebte wie ein Gespenst. Sie schob ihr Fahrrad bis zur Bordsteinkante des Gehwegs, schaute nach links und rechts und nachdem sie sicher sein durfte von keinem Auto erfasst zu werden, hopste Moira auf den Sattel und ordnete sich in den Straßenverkehr ein.

    Ein leichter Septemberwind wehte der Banshee um die Nase, indessen sie gedanklich all ihre Lieblingsfotografien durchging. Sogleich kam ihr der Schnappschuss von Scott in den Sinn, der den Wolf während eines Fallrückziehers zeigte. Ebenso dachte Moira an ein Bild von Colin, auf dem er einen Fußball auf der Stirn balancierte und an ein weiteres von ihm kurz vor einem Schuss auf das gegnerische Tor. Außerdem gab es da dieses schöne Foto von Abby und Kolja beim Eisessen, eines von Gwen auf einer Wiese und besonders mochte Moira die Aufnahme von Colin, als er Ohli neulich an den Hörnern gepackt und verspielt mit ihm gerangelt hatte. Wann immer sich Moira an den Anblick zurückerinnerte, huschte ihr ein Schmunzeln über die Lippen. Sie besaß zudem ein Bild von dem Moment, in dem Ohli einem verdutzten Kieran ein Stück Apfel aus der Hand klaute, von dessen übertölpelten Gesichtsausdruck sowie von Colins unbeeindruckter Reaktion auf den Schabernack seines Haustiers. Auf einer Fotografie kletterte Scotts Bruder geschickt einen Baum herab, auf einer anderen stritt er sich mit Scott um ein Frisbee und außerdem hatte Moira Colin dabei erwischt, wie er heimlich ein Stück Kuchen von Gwens Teller mopste. Jedes dieser Fotos stellte für Moira zweifelsohne etwas ganz Einzigartiges dar, trotzdem machte sie sich nichts vor. Für eine Dritt-, Zweit- oder womöglich eine Erstplatzierung im Konkurrenzkampf mit erfahrenen Fotografen musste sie das Niveau ihrer Bilder ein Stückchen höherschrauben. Und sowieso: wer wollte einen Sieg schon geschenkt bekommen? Moira tat das jedenfalls nicht.

    Weil der letzte Regenschauer erst vor einer Stunde versiegt war, glänzte der Asphalt und Pfützen standen auf der Straße. Eine besonders große Menge Wasser floss mitten auf der Fahrbahn in einer Senke zusammen. Solche Straßenschäden tauchten derzeit an verschiedenen Stellen in der ganzen Stadt auf aber über die Ursache für all die Schlaglöcher konnte Moira höchstens Vermutungen anstellen - wobei sie damit bei weitem mehr Interesse an der ganzen Problematik demonstrierte als die Stadtverwaltung. Anstatt die Löcher flicken zu lassen, hielten es die Entscheidungsträger im Rathaus aus unerfindlichen Gründen für ressourcensparender, großflächig an jeder Ecke entsprechende Warnschilder aufzustellen: 'Vorsicht Straßenschäden'. Irgendwie fand Moira das albern und Colin und Scott spannen wegen dieser ganzen Sache einen Plan zurecht, in einer Nacht- und Nebelaktion die Hinweiszeichen zu stehlen und einfach direkt an den Ortseingangsschildern zu montieren. Damit würden die zwei unbestreitbar eine gewisse Botschaft übermitteln, allerdings hegten Scott und Colin an dem politischen Statement ungefähr so viel Interesse wie ein Yeti im Himalaya an einer Klimaanlage. Die Brüder richteten schlichtweg unheimlich gern und auf vielfältige Weise Unfug mit ihrer Umgebung an.

    Von all dem einmal abgesehen gab es dennoch ein Gutes am reparaturbedürftigen Zustand der Straße Es bereitete unheimlich viel Vergnügen durch die Pfützen zu fahren! Moira wusste, dass das Schlagloch vor ihr zwar tief, jedoch keineswegs steil war und so trat sie ordentlich in die Pedalen, hielt darauf zu und dann preschte sie mitten hindurch. Geräuschvoll und im hohen Bogen spritzte das Wasser nach allen Seiten weg und Moira kicherte vergnügt. Was für ein Heidenspaß! Kurz bewunderte die Banshee noch die umherfliegenden Tropfen, die ob der tiefstehenden Herbstsonne in der Luft glitzerten wie bunte Glasperlen, ehe sie zu Boden rieselten und Moira ihre Aufmerksamkeit wieder dem Straßenverkehr widmen musste. An der nächsten Kreuzung bog sie in eine Nebenstraße ein. Somit erreichte sie ihr Wohnhaus.

    Sie bremste wenige Meter vor den Randsteinen ab und stieg vom Fahrrad. Auch wenn der Abstand zwischen Fahrbahn und Fußweg höchstens ein paar Fingerbreiten betrug, hob Moira ihr Rad lieber über die Schwelle hinweg und versuchte gar nicht erst mit einem Satz hinaufzufahren. Viel zu gut erinnerte sie sich an den Sturz von damals, als sie schon einmal die Höhe des Bordsteins unterschätzt und ihre Leichtsinnigkeit mit einem blaugeschlagenen Knie sowie einer schmerzenden Schulter gebüßt hatte. Sowieso schien es gerade keine gute Idee zu sein bis vor die Haustür zu radeln, da mehrere Männer in Arbeitskleidung einen Umzugstransporter entluden und deshalb ein reges Gewusel herrschte. Um niemanden in die Quere zu kommen geduldete sich Moira einen Augenblick und während sie wartete, entdeckte sie zwischen den parkenden Autos ein bekanntes Nummernzeichen. Da stand ja Colins dunkelgrauer VW Golf! Einerseits freute sich Moira, dass Scotts Bruder offenbar auf einen Sprung vorbeigekommen war; andererseits … ein bisschen frustrierte es Moira, wie Colin seine Besuche grundsätzlich zu Zeiten abhielt, in denen sie arbeiten oder andere Erledigungen unternehmen musste.

    Die Möbelpacker hievten ihre Ladung ins Gebäude, also nutzte Moira die Gunst der Stunde, schlüpfte rasch hinter ihnen in den Hausflur und stellte ihr Fahrrad in seiner gewohnten Nische ab. Auf dem Weg die Treppe hinauf machte sie noch einmal den zurückkommenden Arbeitern Platz, bevor sie schlussendlich vor ihrer Wohnungstür anhielt. Trotz der Unruhe im Flur hörte Moira von drinnen reges Geplauder und das in einer Lautstärke, die Colin allein schwerlich erreichte. Sie öffnete die Tür.

    Automatisch sprangen ihr die vielen Paar Schuhe ins Auge, die der kreuz und der quer vor der Garderobe verteilt lagen und unweigerlich rümpfte Moira unzufrieden die Nase. Was benötigte es damit zwei erwachsene Männer wie Scott und Kolja begriffen, dass sie ihre Treter bitte in einer Reihe nebeneinander an die Wand stellen sollten? Bereits vor Jahren hatte Moira es aufgegeben darüber Statistik zu führen, mit welcher Regelmäßigkeit sie über irgendwelche verstreuten Turnschuhe oder Rucksäcke ihrer Mitbewohner flog. Na ja. Zumindest respektierte der Rest ihrer Freunde Moiras Wunsch nach Ordnung. Colin hatte seine Schnürboots sogar akkurat im rechten Winkel zum Schuhschrank ausgerichtet. Von ihm durften die zwei anderen sich ruhig eine Scheibe abschneiden.

    Die Banshee kroch aus ihrer Jacke und den Sneakern, verstaute beides säuberlich dort wo es hingehörte und trat hernach ins Wohnzimmer durch, dem Zentrum des Geschnatters. „Oh, Moira Liebes, da bist du ja!“, wurde sie von Abby begrüßt, woraufhin die restlichen Anwesenden ihre Unterhaltung unterbrachen und ihre Beachtung auf den Neuankömmling lenkten. Im Gegenzug warf Moira ein allgemeines Hallo in die Runde, bestehend aus Abby, aus Scott und Kolja und nicht zu vergessen aus Colin, der es sich auf dem Sofa bequem gemacht hatte. Letzterem schenkte Moira ein Lächeln, doch wie jedes Mal wanderte Colins Augenmerk gleichgültig von ihr weg. Was hatte Moira auch anderes erwartet? Die einzige Frau, deren Lächeln Colin erwiderte, war Gwen.

    Und wie sollte Moira jemals mit einem Sukkubus mithalten können?

    Colins Desinteresse an Moiras Gegenwart ging so weit, dass er sich von der Sitzfläche erhob und ohne Moira auch nur aus der hintersten Ecke seines Augenwinkels anzulinsen an ihr vorbei in Richtung Badezimmer stapfte. „Ich geh pissen“, verkündete er. „Wenn ich fertig bin fahren wir endlich los. Ich hab' echt noch andere Dinge zu tun.“

    Er wollte aufbrechen? Aber Moira war doch gerade erst heimgekehrt; wenigstens ein halbes Stündchen würde er doch erübrigen können, oder? Sie fragte ihn deshalb: „Hast du heute noch einen Termin?“

    Colin ignorierte ihre Frage jedoch konsequent und verschwand schweigend ins Bad. Zu behaupten, Moira empfände darüber keine Enttäuschung wäre eine dicke Lüge gewesen. Na okay. Vielleicht musste er ja wirklich noch diversen Verpflichtungen nachgehen und in diesem Fall machte Colin sich wohl wirklich besser auf die Socken.

    So richtete Moira ihren Fokus auf einen anderen Wolf im Raum. „Na Oscar, unternimmt dein Vati einen Ausflug mit dir?“

    Braune Äuglein blinzelten die Banshee forschend an.

    Danach verlor das Baby in Abbys Armen die Kontrolle über seinen eigenen Mund, denn statt antwortender Laute drückte seine Zunge blubbernd eine Portion Speichel zu seinen Lippen hervor. Hoppla. Ob des Anblicks entfuhr Abby ein entzücktes Jauchzen und hingerissen streichelte die Wölfin ihrem kleinen Neffen über das flaumige Köpfchen. „Ist er nicht unglaublich niedlich? Da möchte man doch am liebsten auf der Stelle selbst ein Baby zeugen. Oder gleich zwei oder drei. Es wäre wundervoll, so ein süßes Geschöpf als mein eigenes bezeichnen zu dürfen. Huch?“

    Plötzlich stand Kolja vor ihr und nahm seiner Freundin das Kind vom Arm, um es dafür dem überrumpelten Scott in die Hände zu drücken. „Du hast ihn fürs Erste lang genug gehalten“, beschloss der Bär und Abby war sichtlich enttäuscht darüber, den putzigen Oscar im Moment ihres aufflammenden Kinderwunsches an Scott abgeben zu müssen. Mindestens genauso sehr wie ihre Miene sprach der Blick ihres großen Bruders Bände. Moira gab zu, dass das Bild von Scott und dem Säugling ziemlich bizarr wirkte und so recht wusste ihr Kindheitsfreund nichts mit dem kleinen Wesen anzufangen, welches er mit ausgestreckten Armen vor seiner Brust hielt. Eine Meerjungfrau würde ein Paar Wanderstiefel weit weniger irritiert betrachten, denn Scott das gurgelnde Baby.

    „Hihi, weckt unser Oscar etwa gewisse Gefühle in dir, Scott?“, wurde er von seiner Schwester geneckt.

    Nachdenklich betrachtete Scott den Welpen und eröffnete sodann tatsächlich: „Ehrlich gesagt habe ich den Drang ihn gegen die Wand zu klatschen.“

    Sein Geständnis ließ Abby hörbar nach Luft schnappen.

    Dann presste die Wölfin berührt die Hände auf ihr Herz und verwendete ihren frisch gesammelten Atem, ein zutiefst ergriffenes Seufzen auszustoßen. „Scott, das ist ja toll!“

    Genau wie Moira hob der Wolf ob ihrer Reaktion verwirrt die Brauen. Ähm, wie meinte Abby?„Ich glaube, du hast da was falsch verstanden“, wies Moira ihre Freundin darauf hin eventuelle Trugschlüsse zu ziehen aber diese schüttelte überzeugt den Kopf.

    „Nein, nein. Ich habe schon gehört was er gesagt hat. Scott, dieser Drang spricht dafür, dass du bereit bist eigene Welpen zu haben! Dein innerer Wolf betrachtet Oscar als Konkurrenz für deinen eigenen Nachwuchs im Kampf um Nahrung und Territorium, weshalb deine Beschützerinstinkte ihn aus dem Weg räumen wollen. Du willst die bestmöglichen Überlebenschancen für dein Fleisch und Blut schaffen.“ Abermals seufzte Abby. „Ist das nicht rührend?“

    Das … war keine Beschreibung, die Moira gewählt hätte. Sie musste allerdings gestehen, lediglich bedingt Ahnung von den Eigenarten eines Polymorphen zu besitzen und obwohl sie den Großteil ihres Lebens gemeinsam mit Scott und Colin verbracht hatte, lernte sie stets neue Fakten über die Körperfunktionen sowie das Denkverhalten ihrer Freunde. Abbys Erklärung überzeugte Scott jedoch kein Stück, da er erst skeptische Blicke mit dem schulterzuckenden Kolja und anschließend mit Baby Oscar austauschte.

    Um auf etwas anderes zu sprechen zu kommen: „Habt ihr auf mich gewartet?“, wollte Moira erfahren und bezog sich damit auf Abbys Begrüßungsworte von vor wenigen Minuten. Überraschenderweise lieferte weder Scott, noch Abby oder Kolja die Antwort auf diese Frage – sondern Niall. Huch! Moira hatte gar nicht realisiert, dass sich der älteste der Fitzpatrickgeschwister im Raum aufhielt. Natürlich war ihr klar, dass Niall seinen Säugling niemals allein in einer fremden Wohnung zurückließ aber irgendwie hatte die Banshee Scotts großen Bruder völlig übersehen. Dabei stach der Wolf mit seinen Bermudashorts, dem weißen T-Shirt und dem offenstehenden, knallroten Holzfällerhemd zwischen Colins und Scotts eher farblosen Kleidungsstilen regelrecht hervor. Er sagte: „Wir wollten nicht vorbeikommen und dann abhauen, bevor wir dir wenigstens Hallo sagen konnten.“ Lachfalten traten um seine Augen herum hervor während er redete und Moira bemerkte die ersten grauen Härchen in seinem Bart vorblitzen. Ein bisschen erschien er der Banshee deswegen wie eine leicht gealterte, kurzhaarige Version von Scott mit Brille – oder eben die eines jüngeren Fergus.

    Jedenfalls freute sich Moira sehr darüber von ihren Freunden bedacht zu werden. Bei insgesamt vier Brüdern und einer Schwester durfte es für Scott und die anderen schwer vorstellbar sein wie es sich anfühlte keinerlei Familie zu haben. Sie besaßen einander, ihre Eltern, Onkel und Tanten und in Nialls Fall sogar noch ihre Kinder. Moira dagegen … .

    Auf einmal schrie Scott auf. „Au!! Scheiße, er beißt mich!“



    nächster Teil

    Hallo,


    ich weiß gerade nicht, ob das bei den vorherigen Teilen auch so war oder ob es mir nur bei diesem so sehr aufgefallen ist, aber ich finde den letzten Teil ein bisschen monoton von der Satzstruktur. Die Sätze haben, mit ein paar Ausnahmen, die gleiche Länge und Metrik. Zum Beispiel hier:

    Er wusch sich und wechselte die Kleidung. Der schwarze Stoff seiner Robe schmiegte sich an seinen Körper. Mit einer gewohnten Bewegung zog er den Gürtel zu und schlüpfte in die Stiefel. Mit den Fingern zupfte er seine Haare zurecht und verließ den Raum.

    Er vermied es, einen weiteren Blick in die Bibliothek zu werfen, sondern stieg sogleich die Treppe ins Untergeschoss hinab.

    Der Eingangsbereich war recht klein, aber einladend. Die frischen Blumen auf dem Tisch, der in der Mitte des Raumes stand, versprühten einen angenehmen Duft. Die Bilder an der Wand zeigten unzählige Landschaften aus ganz Armakan.

    Es passierte dies und das. Jenes machte eben dieses. Damit tat er sowie als auch. Damit unternahm er dies und das.

    Und so weiter und so fort.

    Hatte deswegen den ganzen Part über den Eindruck, du wolltest erzählen was passiert, es aber nicht beschreiben ^^ Als würde dich deine eigene Handlung ein bisschen langweilen, was sich auf meine Leseerfahrung übertragen hat.


    Hier geht es demnächst mit der dritten und letzten Episode der Freakshow weiter. Um mithalten zu können, müsst ihr die Episoden 1 und 2 gelesen haben (und auch noch wissen, was darin passiert ist): Freakshow: Episode 1 | Freakshow: Episode 2.


    Wer das getan hat, liest den Disclaimer jetzt zum dritten und zum Glück auch zum allerletzten Mal:

    Das Ganze ist für mich ein just-for-fun-Projekt, also persönliches Entertainment des Schreibens Willen, um mich an überzeichneten Figuren und doofen Witzen auszutoben. Deswegen werde ich die Geschichte auch nicht überarbeiten, denn dafür hält sich mein schriftstellerischer Ehrgeiz zu stark in Grenzen. Ich werde nichts an den Figuren ändern, ich werde nichts an den Szenen ändern und auch nicht meinen Schreibstil. Rotstiftkommentare werden ignoriert. Diese Geschichte ist ein reines Spaßprojekt für mich und soll vorrangig mir selbst gefallen. Bitte respektiert das, genauso wie ich es respektiere, solltet ihr eure Zeit lieber in Texte investieren wollen, die Korrekturen und Verbesserungen wünschen.


    Ich habe lange gegrübelt, ob ich den Abschluss meiner Geschichte überhaupt hier veröffentlichen sollte und ehrlich gesagt bin ich nicht so ganz überzeugt, ob es das richtige ist. Deswegen ein kurzer Hinweis: Ich werde hier nichts zu tapezieren ^^° Sollten sich Multiposts anhäufen, werde ich es so interpretieren, dass keine Zeit, keine Lust oder kein Interesse daran besteht, mir Rückmeldung zu geben und ich setze das Posten neuer Teile aus. Das ist nicht böse gemeint, aber ich schreibe diese Geschichte für mich und nicht fürs Forum und mein Zustand™ ist wichtiger als Pseudotraffic zu erzeugen ^^°


    Also schauen wir mal, wie weit wir kommen :kiwi:




    Ein kaputtes Rücklicht und der evidente Mister Perfect, der Vorteil davon als Musiker seine eigene Musik nicht hören zu können, wie unsagbar lästig Menschen sind, vor allem wenn sie einem eine Videokamera vor die Nase halten und dass man besser den Schnabel hält, solange man sich nicht die Finger verbrennen will – inwiefern ein akuter Mangel an Vitamin D das alles unnötig kompliziert macht, was ein Bauchnabel über einen Mann aussagt und weshalb es manchmal die Mitbewohnerin seines großen Bruders braucht damit er begreift, dass jemanden zum Schweigen zu bringen keineswegs dasselbe ist wie jemanden die Sprache zu verschlagen:



    Freakshow



    Episode 3 – Viel Lärm um nichts

    Hallo Novize,


    erstmal: Ich mag den Namen Moe xD Irgendwie liest man den so selten, das macht ihn originell, finde ich, und er ist kurz und bündig dass man ihn sich gut merken kann.

    Clever ist er ja, wenn man sich ansieht wie er die Banditen bequasselt. Wobei ich zugeben muss nicht so recht verstanden zu haben, was seine verbalen Hakensprünge nun aussagen sollen, bzw. habe ich den Faden verloren wieso und was er den Räubern nun eigentlich mit den Skulputuren und der Stadt auftischen will. Also falls es verwirren sollte, das ist dir gelungen xD


    Im ersten Absatz fehlen mir persönlich ein bisschen die Emotionen. Moe wird überfallen aber der Text erzählt diese Begebenheit ziemlich nüchtern.

    Überhaupt verwendest du sehr viele Sätze der gleichen Länge und gleichen Aufbaus. Das lässt die Erzählung zumindest für mich recht monoton rüberkommen. Mal die Eingangssätze als Beispiel:

    Moe hatte befürchtet, dass so etwas passieren würde. Sein Magen verkrampfte sich, als er die Umrisse einer Person im Gebüsch einige Schritte vor ihm erkennen konnte. Rasch drehte er sich herum und stellte resigniert fest, dass sich auch am Wegesrand hinter ihm eine Gestalt aus den Sträuchern erhob. Instinktiv klammerte er sich an dem Beutel fest, in dem all sein Hab und Gut verstaut war.

    Er hatte befürchtet, dass ...

    Sein Magen verkrampfte sich, als ...

    Er stellte resigniert fest, dass ...

    Er klammerte sich an dem Beutel fest, in dem ...


    Du könntest also ruhig etwas mutiger und verspielter mit der Metrik umgehen ^^



    Wie hatte er so dumm sein können, auf dieser Route allein zu reisen?

    Weshalb dieser Satz kursiv geschrieben ist, erschließt sich mir nicht. Ein Gedanke kann es nicht sein, denn dann würde Moe ja von sich in der ersten Person denken.

    Die Leerzeile zwischen dem letzten und mittleren Part braucht meiner Meinung nach übrigens auch nicht zu sein, da Leerzeilen eigentlich einen harten Bruch der Geschichte andeuten - ein Zeitsprung etwa oder einen Szenenwechsel.


    Schauen wir mal, wohin sich das ganze entwickelt :hmm: Und ob Moe und die Räuber in der Stadt nun machen, was sie machen wollten, sollten (?).

    Das Wasser ist jetzt vollständig aus den Farben herausgetrocknet. Jetzt muss nur noch die Restfeuchtigkeit verfliegen damit nix schimmelt. Wenn alles gut geht, sind die Farben daher vielleicht doch schon Ende diesen Monats fertig.


    EDIT: Weil Eti die Frage im Chat gestellt hat: Die Löcher in manchen Näpfen entstehen durch die Luft, die durch das Einrühren der Pigmente in die Mischung gelangt und während des Trocknungsprozesses langsam aufsteigt. Dadurch bilden sich Hohlräume und die Farbe sackt manchmal deswegen herab. In den Näpfen ist trotzdem überall die gleiche Menge Farbe drin und sie sind auch noch nicht benutzt.



    Wenn ich das richtig verstanden habe, Aztiluth , dann werden für die PDF sowieso nur die ersten 100 Beiträge erfasst. Bei der Standardeinstellung des Forums sind das 5 Threadseiten; die meisten längeren Geschichten füllen aber mehr Seiten als das, zumal zwischen den Textteilen im besten Fall ja auch noch Kommentare stehen. Mit der PDF könnte man also wenig anfangen.

    Und die Kurzgeschichten sind ohne die Funktion per Hand schnell kopiert :hmm:

    Hallo 👋


    Ich hab jetzt die ltzten beidsen Teile mit Sira und Rüstan aufgeholt. So wie ich mein Timing kenne, wolltest du grad bestimmt einen neuen Teil raushauen und ich komme wie immer zu spät :doofy:


    Sie alle teilten die gleiche Bestimmung - heimatlos und ohne Familie.

    Der Teil nach dem Bindestrich kommt mir unvollständig vor? Fehlt da nicht sowas wie " - sie waren heimatlos und ohen Familie"? Anderenfalls fehlt imho der Bezug zwischen beiden Satzfragmenten.


    Das taten sie alles, während sich eine Meute hungriger Krieger über das Essensangebot hermachte, welches genauso Abwechslung bot wie ihre Kleiderwahl: gar keine.

    Hehe, die Beschreibung gefällt mir :D


    Wie er mit überkreuzten an der Wand lehnte, sah er nicht groß aus.

    Mit überkreuzten Armen?


    und das speckige Kinn schien den Hals aufzufressen.

    Error 404 - Neck Not Found


    „Und bitte“, sagte er, sich die Nasenwurzel reibend, „versucht, Streitigkeiten mit der Stadtwache zu vermeiden. Wir sind hier, um zu helfen, nicht, um noch mehr Probleme zu bereiten.“

    Wenn ich mich an die alte Version der Geschichte zurückerinnere ... dieser Wunsch wird ihm 100%ig erfüllt, kein Zweifel :fie:


    und versenkte seinen dunkelbraunen Haarschopf in das kalte Wasser in der bereitgestellten Schüssel.

    Bei dem Satz habe ich den Eindruck dass du ihn dir holpriger gemacht hast, als er sein muss. "... und versenkte seinen dunkelbraunen Haarschopf im kalten Wasser einer bereitgestellten Schüssel." Nur ein Vorschlag.


    Bei Rüstans Traum am Anfang habe ich erst nicht wirklich kapiert was los ist xD Erst als der Kinderkörper erwähnt wurde, hat hat mein Gehirn sich wieder einklinken können. Was das angeht weiß ich übrigens noch nicht was ich darüber denken soll, was aber nicht an deinem Text liegt oder so. Ich bin nur eine ziemlich herzlose Schlampe und hab keine wirkliche Ahnung, was eine adäquate Gefühlsregung für diese Situation wäre?


    „Sollen ... sollen wir das sauber machen?“, fragte Gabrielle.

    Wein auf einem hellen Teppich? Good luck with that!

    Aber vlt kennt Gabrielle ja den Trick mit dem Backpullver und dem Essig.

    'Allo!

    Da ich weiß, worum es sich bei dem Text handelt kommt hier mal eine andere Sicht auf die Dinge xD


    schwarze Würmer hatten sich in den augenscheinlichen Kopf gefressen.

    Nom nom nom. Happy Worm is happy.


    „Sie hat recht!“, stimmte Feron zu, auch wenn sein Wort im Dorf nicht viel Gewicht hatte. „Die einen verschwinden von einem Tag auf den anderen spurlos und wer bleibt, der stirbt an der Seuche!“

    An den Klippen gelegen, war es ein leichtes, die wenigen Pfade abzuriegeln. „Niemand kann es verlassen! Weder wir, noch die Verschwundenen!“

    Die Information, dass Leute verschwinden und dass das Dorf abgeriegelt wurde, kommt mir ein bisschen erzwungen vor. Das würde sich meiner Meinung nach aber lösen lassen, in dem man in die wörtliche Rede etwas einfügt wie "Du weißt ganz genau, dass niemand es verlassen kann!" bzw. "Reicht es nicht, dass die einen von einem Tag auf den anderen verschwinden? ... " Die Dorfbewohner wissen ja schließlich wie die Situation aussieht, oder? Dann würden sie an dieser Stelle imho nicht so reden, als müsste jemand darüber aufgeklärt werden.

    „Vermutlich haben diese schwarzäugigen Bastarde sie getötet, weil sie gehen wollten!“, schrie Khoris sie an.

    Khoris lässt sich hier ziemlich leicht vom Stinkekadaver ablenken :hmm:


    „Die See hat das Wesen gebracht und die See wird es wieder mit sich nehmen! So war es schon immer!“

    Ja Mann, schiebt den Wal einfach zurück ins Meer!


    Seinen Vater hatte der schwarze Wind vor kurzem von den Qualen der Seuche erlöst

    "Schwarzer Wind" ist auch eine gute Umschreibung für echt stinkende Püpse.


    und seine Hände wurden feucht vom Blut, das er auswarf.

    Hehe, das kennt jede Frau die während ihrer Menstruation schonmal masturbiert hat.


    Was, wenn das Wesen wirklich die Rettung war und kein schlechtes Omen?

    Ein verwesender Kadaver der von Beulen übersät ist von Würmern aufgemunched wird .... Ja, sicher Feron. Ich würde daraus genauso schließen, jetzt Lottospielen zu sollen!


    Doch anstatt in seine blauen Augen, blickte Feron nur in zwei blutige Höhlen. „Was bei allen ...“, stieß er aus und machte erschrocken einen Schritt zurück.

    Khoris hat wohl ein Auge zu viel auf den Kadaver geworfen 👀


    Ein Auge war genug! Es kam öfter vor, dass einer der Fischer eines verlor, sei es durch eine Krankheit oder eine Verletzung.

    Ja und Feron bekommt dann eine schicke Augenklappe, mit der er aussieht wie ein cooler Pirat. Arr! :pirate:

    Insgesamt hat mir der Kampf zwischen Khoris und Feron übrigens sehr gut gefallen. Die Beschreibungen und wie Khoris sich zu Ferons Auge "vorarbeitet" haben so richtiges Horrorfilmfeeling hervorgerufen :> *Skadi mag*


    Über seinen Schultern zeigten sich schmale Gebilde, als hätte er sich Äste auf den Rücken gebunden. Zur Tarnung?

    Das ist High-End-Fashion, das versteht Feron bloß nicht 💅


    Tja, zum Schluss war es das dann nun für Feron. Na ja, wegen der Seuche hätte er vermutlich sowieso nicht lang gemacht, schätze ich. Als

    gefällt mir der Text jedenfalls sehr gut. Nur noch eine Idee: Für das Küstenfeeling könntest du am Anfang noch Möwen erwähnen die am Kadaver rumpicken, bzw. es merkwürdigerweise sein lassen?