Beiträge von markus66

    Hallo Robert ,

    ein interessanter Text, leider habe ich erst spät bemerkt, daß es eine zweite Fassung gab, aber vielleicht helfen Dir auch die Kommentare zur ersten:

    edoch gelang ihm die Flucht, nachdem sich es sich keifend und gackernd auf seinen Bruder stürzte

    irgednwas stimmt an dem Satz nicht, das doppelte "sich"

    Dennoch verharrte er schwerelos an Ort und Stelle

    schwerelos steht eigentlich im Gegensatz zu der ganzen Beschreibung zuvor, wie verletzt und schwerfällig er ist

    »Beim Vater! Du wirst brennen! Wenn es das Letzte ist, was ich tue!«

    War der Kiefer nicht schon halb zerstört? Da sollte man keine Reden meht schwingen

    Warmes feuchtes Eisen flutete seinen Rachen

    Verstehe ich leider überhaupt nicht. Bekommt er ein Schwer tin den Rachen gestoßen?

    Meiner Meinung nach in bißchen zu "blumige" Sprache, das wird auf die Dauer ermüdend zu lesen. Und man kann der eigentlichen Handlugn auch nur schwer folgen.

    Argh, da kam nun eine zweite Fassung, ok, dann nochmal :)

    Feuchtes Eisen flutete seinen Rachen,

    Verstehe ich immer noch nicht :)

    Den Ast verfehlt, hielt ihn sein Körper an Ort und Stelle.

    Was hält ihn jetzt wo bei einem tiefen Sturz?

    Die gelobte Klinge legte mahnend ihren kalten Stahl auf seine Schultern.

    Wie paßt der Satz hier an diese Stelle?

    als ihm ein Schmunzeln über die Lippen geriet

    über die Lippen huschte.. .vielleicht?

    seine Chance schwinden gering war

    verschwindend gering war

    und "-zumal sich seine Verletzungen nun lauthals bemerkbar machten"

    ich glaube "lauthals" ist hier das falsche Wort

    Für einen Moment fühlte er eine Regung seines Gehirns, ihm war, als würde dessen Gewebe selbst die Zähne fletschen. Er wurde panisch, fand sich jedoch augenblicklich im Hof der Feste wieder.

    Sehe ich das richtig, daß er in diesem Moment wieder angegriffen wurde und eigentlivh dabei ist, getöet zu werden, der Rest ist eigentlich nur noch Reste von Erinnerungen, er phantasiert im Todeskampf?

    Es sit einfacher zu lesen, aber immer noch nicht wirklcih einfach zu verstehen, also so wie ich es lese:

    Der Protagonist ist in einem Wald, bereits verwundet, flüchtet auf Kosten seiner Gefährten vor einem Ungetüm, wird eingeholt, muß sich ihm stellen. Es gelingt ihn, das Ungetüm für den Moment zu vertrieben. Er schafft es aus dem Wald zu einer Burg, aber bevor er dort ankommt, wird er erneut angegriffen und dann kommen nur noch einige Bilder von ihm im Todeskampf und am Ende ist er tot.

    Komme ich da dem nahe?

    Ich sehe, daß auch meine Vorposter etwas Schwierigkeiten haben, der Handlung genau zu folgen. Vielleicht die bildhafte Sprache noch etwas zurückschrauben.

    Grüße

    Markus

    Hallo Apfelkeks ,


    Wo schreibt ihr eure Geschichten denn?

    Da ich schon sehr lange schreibe, habe ich die verschiedensten Textverarbeitungen genommen, aber nie irgendetwas, was explizit Autoren unterstützt, insofern in jüngeren Vergangenheit (also die letzten 20 Jahre :D ) Word und dann LibreOffice Writer.

    Synonyme suche ich mir dann direkt im Internet. Das Wordbuilding halte ich in mehreren kleinen Kanon-Dokumenten. Andere Autoren sollen da ja ganze Datenbanken anlegen.

    (Wichtigstes Dokument: Schreibfehler - da lache ich mich jedes mal wieder schlapp, wenn ich die mir anschaue).

    Es scheint ich liege da recht ähnlich zu Octopoda . Wenn ich schreibe, dann sehr schnell und recht viel. Die eigentliche Arbeit: Plotüberlegungen finden lange vorher statt und die mache ich in einer einfache Textdatei, als Ideensammlung dann dann wird da sortiert und beim schreiben merke ich, daß die Hälfte davon unbrauchbar ist. :D

    Vielleicht ein etwas chaotischer Prozeß, aber funktioniert für mich gut genug (bin bei meiner aktuellen Geschichte bei Buch 17).


    Grüße

    Markus

    Hallo Apfelkeks ,

    vielen Dank für Deine Eindrücke. Ich weiß ich habe oft eine Hang zu langen Sätzen (Kafka läßt grüßen). Und ich habe inzwischen einges an Feedback eingearbeitet, das könnte durchaus auch den unterschiedlichen Schreibstil erklären. Das muß ich etventuell nochmal komplett glätten. Und dann könnte ich auch noch den ein oder anderen weiteren Gedanken von Martus unterbringen.

    Aber freut mich zu hören, daß er doch für Dich interessant genug ist, um erst mal dranzubleiben.

    Grüße

    Markus

    Hallo AFG ,


    wie schon vorher erwähnt. Lesefluß ist gut. Man merkt, der Protagonist muß ziemlich viel Geld haben, wenn man sich so diese ganze Umgestaltung des Kellers ansieht.

    Also geht es hier um genetische Experimente. Fragt sich natürlich, was genau bezweckt wird.


    Empfohlen wurde mir damals, eine Tafel zu verwenden, welche meinen Fingerabdruck scant. Leider funktioniert diese Möglichkeit nicht für mich. Meine Fingerkuppen, explizit meine Daumen, trocknen regelmäßig aus. Die Haut löst sich in kleinen Fetzen ab. Es ist keine Krankheit oder ähnliches. Ich habe von Natur aus relativ dünne und empfindliche Haut. Neurodermitis, Hautpilz, alles mal gehabt. Die bis jetzt anhaltende schnell austrocknende Haut ist für mich also nichts mehr, was ich ein Problem nennen würde. Oft erholt sich meine Haut auch wieder und mein Fingerabdruck würde "funktionieren".

    Ob diese ausführliche Beschreibung hier notwendig ist, weiß ich nicht. Ich kann jetzt nicht sehen, wo dies zur Handlung beiträgt.

    Hallo McFee ,


    allmählcih wird die Geschichte etwas bizarr, gerade das Ende mit dem Schießen der Knöpfe.

    „Am besten du ziehst alles aus“, säuselte sie, „dann werden wir weitersehen.“ Gehorsam begann ich, mich entkleiden

    Bei solchen Träumen kommt man nicht um den Verdacht, daß der Ich-Erzähler eine massiven Hormonstau hat. ;)

    Er nannte einen Namen, die ich leider vergessen habe.

    Identische Formulierung im vorigen Absatz

    Grüße

    Markus

    Amafiori ,


    es kommt natürlich darauf an, welche Fährverbindung man nehmrn möchte, die kürzeste ist Calais-Dover, aber es gibt auch deutlich längere, wohl z.B. von Amsterdam nach Newcastle - wenn man mehr Zeit auf See braucht. :)

    Amsterdam → Newcastle

    März – Dez.

    7 mal pro Woche

    15h 45m


    Rotterdam‎‎ → Hull

    März – Juni

    9 mal pro Woche

    9h – 11h 30m


    Ich mache mir gerne den Spaß und recherchiere im Internet, bevor ich Dinge benutze. (In meinem Fall z.B. kürzlich, wie wird ein Kriegshammer hergestellt, welche Materialien werden dazu benötigt, wie ist der Prozeß)

    Mephistoria

    laut dem angehängten Bild sind die 11 Stunden für die ganze Strecke, das meiste davon im Auto.


    Hier hatte ich was gefunden:

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    www.ferrycenter.ch


    Grüße

    Markus

    Hallo Jufington ,

    vielen Dank fürs lesen und die ausführlichen Anmerkungen und Kritik.
    Ich werde mit Sicherheit vieles davon in der nächsten Überabreitung berücksichtigen. Wenn man den eigenen Text zu gut kennt, wird man leicht betriebsblind. Darum ist mir das Feedback von Lesern so wichtig, die die Texte nicht kennen.

    Mehr innere Welt des Protagonisten zeigen, ja auf jeden Fall.

    Auch die handwerklichen Fehler wie z.B. Doppelungen werde ich auf jeden Fall korrigieren.

    Ich weiss nicht, was du mit der Geschichte vorhast und ob Martus überhaupt später noch wichtig ist (ist ja schliesslich ein Prolog). Aber warum gibst du ihm nicht einen Interessenskonflikt? Er hat sein Studium abgeschlossen und hat schon seine Sachen gepackt, um Scholar zu verlassen und in die Welt hinauszuziehen.

    Interessant, daß Du das so gelesen hast. Das war nicht beabsichtigt, ja er hat sein Studium abgeschlossen, aber von hinausziehen sollte eigentlich noch keine Rede gewesen sein, das muß ich mir nochmal genau anschauen.
    Und als winzigkleiner Spoiler, ja, das ist der Prolog, Martus wird später sehr wichtig, aber nach diesem Prolog beginnt die
    eigentliche Geschichte diese Buches, die quasi Martus aus den Quellen heraus zusammengesetzt hat.

    Ein Interessenkonflikt ist ein interessanter Ansatz. ich denke aber ich müßte noch mehr zeigen, wie ungewöhnlich solch ein Auftrag ist und daß es für Martus eine außergewöhnliche Ehre ist, dafür ausgewählt zu werden, daß es eine einmalige Chance es für ihn ist, Zugriff auf solche Quellen zu bekommen. Ich glaube ich hatte das anklingen lassen, aber offenbar nicht deutlich genug.


    Meiner Meinung nach darfst du deinen drei Sprechrollen deutlich mehr Charakter geben und mehr Bewegung in den Austausch bringen.

    Verstanden, da habe ich so einige Ideen dafür, danke.

    Show don't tell! Clovus stellt Martus anschliessend ohnehin als seinen Schüler vor, also erübrigt sich diese Zeile. Wenn du magst kannst du auch anmerken, dass die Lehrmeisterliche Art typisch für Clovus ist, wenn er Martus darauf hinweist, nachts nicht zu lesen.

    Genau, dann kann die Zeile raus, der Prolog ist für einen solchen ohnehin schon recht lang (und war früher noch deutlich länger).

    Ah, der Klassiker: Du musst einen besonderen Auftrag für mich erledigen, weil niemand sonst hat Zeit."

    Tatsächlich wird damit ein Hintergedanke verfolgt, das wird aber erst am Ende des Buches klar, was es genau ist.

    Das wäre auch eine Gelegenheit, etwas mehr in die Gedankenwelt von Martus einzutauchen, wenn er sein gelerntes Wissen abruft. Eine Art Assessment um zu prüfen, ob er der richtige für den Job ist.

    Definitiv eine interessante Idee und ja, das kann zu mehr Innenansicht von Martus führen.

    Die Stelle hat mich etwas stutzig gemacht. Offenbar lebt und lernt Martus an einer Art Akademie (am Anfang dachte ich, er wohnt irgendwo allein). Er hat sein Studium (was auch immer es war), wie Clovus sagt, abgeschlossen. Was tut er dann noch hier?

    Da habe ich offenbar nicht deutlich genug gemacht, wie Scholar aufgebaut ist. Reicht vielleicht ein Satz. Martus hat das Grundstudium abgeschlossen. Einige in vergleichbarer Position mögen damit Scholar verlassen, andere spezialisieren sich weiter.


    Der Zeitsprung ist hier nicht klar genug. Da braucht es entweder eine optische Trennung (Sternchen oder Trennlinie) oder du schiebst die zwei Wochen ganz nach vorne.

    hm, da war zumindest früher mal eine Trennung, muß leider verloren gegangen sein. Ist in jedem Fall sinnvoll. Ja.

    Grüße

    Markus

    Die aktive Geschichte ist hier zu finden:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.


    Hallo,

    Angehängt die Karte, die für diese Geschichte relevant ist. Zunächst der Prolog. Falls ich mehr poste, schaue ich mal, wie ich das am besten organisiere:


    Teil 1 – Auf der Flucht



    Die Heiligkeit Lunds wird erstrahlen,
    Über die Heerscharen der Menschen.
    Und ein Mann wird kommen.
    Sein Name wird sein: der Richter.

    Zwei Mal wird er zerstören der Erde Angesicht,
    Bis nichts mehr so ist, wie es war.
    Und die Weisheit Lunds wird leuchten
    Von Horizont zu Horizont.

    Aus dem Buch der Geheimen Prophezeiungen Lunds


    Prolog

    Ein leises, aber bestimmtes Klopfen riß Martus aus seinen Gedanken. Verwirrt schaute er sich im flackernden Schein der fast heruntergebrannten, rußenden Kerze in dem kleinen Raum um. Erst als sich das Klopfen wiederholte, merkte er, daß es von der Tür her kam.

    Hastig sprang er auf und öffnete die Zellentür. Zwei Männer standen vor der Tür; der erste hatte die Hand noch zum Klopfen erhoben. In der anderen hielt er eine Laterne. „Verzeiht, Ihr Herren", stammelte Martus. Der Schein der Lampe blendete ihn, sodaß er seine Gegenüber nicht erkennen konnte.

    „Guten Abend, Martus. Dürfen wir eintreten?" Diese volltönende Stimme gehörte Clovus, seinem langjährigen Meister und Lehrer.

    „Aber natürlich, Meister Clovus", erwiderte Martus rasch. „Kommt herein." Beide Männer trugen den dunkelblauen Umhang der Angehörigen von Scholar, doch als der Mann, der noch nicht gesprochen hatte, an Martus vorbeitrat, blitzten im Licht der Laterne am Kragen vier goldene Punkte auf.

    „Allwissender!" Martus verbeugte sich tief vor dem Mann. „Verzeiht noch einmal, daß ich Euch warten ließ."

    „Guten Abend, junger Mann. Es gibt nichts zu vergeben", antwortete der Allwissende. „Schließ die Tür und komm zu uns."

    Martus folgte eilig der Anweisung und gesellte sich zu den beiden Männern.

    „Du wirst Dir noch die Augen verderben, wenn Du bei diesem Licht so spät noch liest", meinte Clovus tadelnd.

    „Ihr habt ja Recht, Meister, aber ich war so in die Studien vertieft, daß ich gar nicht merkte, wie die Zeit verging."

    Der Allwissende sah sich das Buch genauer an. „Shiroische Geschichte", brummte er und warf Clovus einen Blick zu, den Martus nicht zu deuten vermochte.

    „Oh, verzeiht", meinte nun Clovus, „ich vergaß Euch vorzustellen. Allwissender Glesius, dies ist Martus, einer meiner besten Schüler." Allwissender Glesius nickte Martus zu, der sich erneut tief verbeugte. „Ehemaliger Schüler, sollte ich sagen", verbesserte sich Clovus. Martus hatte vor einer Woche mit Erfolg die Prüfung zum Wissenden bestanden und damit den ersten Schritt in der Hierarchie nach oben erklommen.

    „Ich brauche Deine Dienste, Martus", sagte Glesius unvermittelt. Martus hatte den Allwissenden Glesius bisher nur ein paar Mal gesehen, und das aus einiger Entfernung. Es war das erste Mal in den fünfzehn Jahren in Scholar, daß er mit einem der Allwissenden, den Führern von Scholar, sprach. Glesius war ein Mann in den Sechzigern; das Haar bildete lediglich einen weißen Kranz um sein Haupt und das Gesicht war mit einem kurz gehaltenen Vollbart bedeckt, der gerade dabei war, sich von Schwarz nach Grau zu verfärben. Abgesehen davon und von einigen Falten im Gesicht hatte Glesius seinem Alter kaum Tribut zollen müssen. Seine Haltung und die Kraft, die aus seiner Erscheinung sprach, hätten einem dreißig Jahre jüngeren Mann zur Ehre gereicht.

    „Mit Freuden werde ich Euch mit all meiner Kraft helfen, Allwissender", erwiderte Martus. Er stockte. „Oh, entschuldigt." Er bot dem älteren Mann seinen Stuhl an – das einzige Möbelstück in der Zelle außer dem schmalen, niedrigen Bett. Glesius lächelte. „Danke, aber so gebrechlich bin ich auch noch nicht, daß ich nicht einmal für kurze Zeit stehen könnte." Trotzdem ließ er sich auf dem dargebotenen Stuhl nieder.

    „Gut. Ich brauche dringend eine Abhandlung über einen bestimmten Geschichtsabschnitt. Meine ständigen Archivare und Wissenden sind alle sehr beschäftigt, darum benötige ich Unterstützung."

    „Es wird mir eine Ehre sein, Allwissender. Verzeiht meine Kühnheit, aber um welche Zeit handelt es sich?"

    „Es geht weniger um eine Periode denn um eine Person." Er machte eine Pause. „Was sagt Dir der Name Nazkor Branarh, mein Sohn?"

    Martus' Atem stockte. Natürlich kannte er diesen Namen. Er hallte in der kleinen Zelle wider. „Nazkor...", wiederholte er leise. Er sammelte sich. „Ihr sprecht von Nazkor dem Verräter, der seit vierzig Jahren tot ist, Allwissender?"

    „Genau diesen."

    Mehrere Geschichten kamen Martus in den Sinn: einige schauerliche, viele offensichtlich unwahre, aber diejenigen, die Nazkor seinen Beinamen gaben, waren geschichtlich belegt. Es war die Zeit, die das Ende des großen Interregnums bedeutete. Prinzregenten herrschten seit fast zweihundert Jahren in Norkia, da sich die Herzöge nicht auf einen König hatten einigen können, als der letzte kinderlos verstorben war.

    „Vor genau vierzig Jahren", begann Martus, „genau zu dem Zeitpunkt der großen Belagerung von Maarberg, tauchte Nazkor Branarh mit einigen Getreuen auf dem Schlachtfeld auf und entschied jene Schlacht zu Gunsten der Norkinier. Bei jener Schlacht fiel der Prinzregent. Durch das Auftauchen der Jadeaxt Kron, dem Wahrzeichen der Könige Norkias, ließen sich die Herzöge überreden, einen neuen König zu wählen. Die Wahl fiel jedoch nicht auf Nazkor, der von sich behauptete, von König Gallahad abzustammen, sondern auf den noch heute regierenden König Trastan aus dem Geschlecht der Gohorn."

    „Und was geschah danach?", fragte der Allwissende.

    „Der anschließende Feldzug gegen die Allianz zur Rückeroberung Norkias wurde von Nazkor und Trastan als Heerführern durchgeführt. Im Herzogtum Calladhar kam es schließlich zur Verschwörung von Nazkor und seinen Gefolgsleuten gegen den König. Nazkor beanspruchte die Krone für sich. Das Komplott wurde aufgedeckt und die Verräter hingerichtet."

    Glesius nickte leicht. „Das ist in Kurzform etwa das, was man gemeinhin über Nazkor hört und was auch hier gelehrt wird." Martus schaute den alten Mann verwundert an.

    „Wie ich schon sagte, ich benötige eine Ausarbeitung über das Leben Nazkor Branarhs. Dabei wirst Du einige interessante Entdeckungen machen. Die Zeit drängt. Wichtige Entscheidungen hängen davon ab. Meister Clovus versicherte mir, daß Du schnell und gewissenhaft arbeitest. Du wirst darum gleich morgen früh anfangen." Er wandte sich an Meister Clovus. „Seid so freundlich und bringt mir den jungen Mann morgen eine Stunde nach Sonnenaufgang vorbei. Ich werde dann alle Papiere und Berechtigungsscheine fertig haben, damit sich Martus auch in den Geheimen Archiven frei bewegen kann."

    „Selbstverständlich, Allwissender." Clovus verbeugte sich. „Es wird geschehen."

    „Gut, dann ist alles gesagt." Glesius erhob sich und wandte sich zur Tür. „Allwissender", sagten Clovus und Martus fast gleichzeitig und verbeugten sich, während Glesius die Zelle verließ.

    Martus schaute seinen ehemaligen Lehrer fragend an, doch der zog nur hilflos die Schultern hoch. „Ich weiß auch nicht mehr, Martus", antwortete er. „Warte bis morgen, ich hole Dich in der unteren Mensa ab."

    „Ja, Meister." Daraufhin verschwand auch Clovus.

    Glesius schien vor der Tür noch auf ihn gewartet zu haben. „Ihr seid mit meiner Entscheidung nicht einverstanden?", fragte der Allwissende. Statt einer Antwort stellte Clovus eine Gegenfrage: „Seid Ihr sicher, daß er der Richtige ist?"

    „Mehr als jeder andere", erwiderte Glesius ohne zu zögern.

    „Und wenn er entdeckt, was wirklich geschah?"

    „Genau deshalb habe ich ihn gewählt."

    Martus konnte in dieser Nacht nur schwer Schlaf finden, zu viele Gedanken wirbelten durch seinen Kopf. Er, als gerade aufgenommener Wissender, durfte in die Geheimen Archive. Das war eine große Ehre. Er hatte schon früher von solchen Aufträgen gehört, doch war es äußerst selten, daß ein Wissender damit betraut wurde; meistens erledigten Meister oder die speziell geschulten Archivare solche Arbeiten. Warum also ausgerechnet er? Und dann auch noch eine Abhandlung über Nazkor Branarh, eine der undurchsichtigsten und berüchtigtsten Gestalten der jüngsten Geschichte. Wahrscheinlich würde er nie erfahren, wozu diese Abhandlung benötigt wurde – Allwissende waren gewöhnlich recht verschlossen –, aber trotzdem freute er sich auf diese Herausforderung. Die Geheimen Archive. Sie waren der wahre Schatz von Scholar. Nur ganz wenigen Menschen war es gestattet, die riesigen Archive mit ihrem unglaublich umfangreichen Wissen zu betreten. Es gab nur noch eine Sache, die noch höher einzuschätzen war, und das war mehr nur ein Gerücht unter den Wissenden, als daß wirklich jemand sagen konnte, daß es sie gäbe: die Verbotenen Bücher. Aber selbst für den Zugang zu den Geheimen Archiven würden die meisten Wissenden ihren rechten Arm hergeben und viele ihren linken noch dazu!

    Wie versprochen holte Clovus Martus in der Mensa ab. An den einfachen, rohen Holzbänken und -tischen saßen einige andere Frühaufsteher im dämmrigen Zwielicht, doch insgesamt machte die große, kahle Halle einen leeren Eindruck.

    „Um Deinen Fragen zuvorzukommen, Martus", begann Clovus, „ich weiß genauso viel wie Du."

    „Aber warum wurde ich ausgewählt?"

    Clovus hob nur die Schultern. Clovus war bereits seit sehr langer Zeit Martus' Lehrer, aber für Martus war er mehr als das, beinahe schon ein Freund.

    Schweigend durchquerten sie die noch praktisch menschenleeren unteren Bereiche von Scholar, in denen es in der nächsten Stunde von Menschen, Schülern, Reisenden, Händlern und anderer Leute nur so wimmeln würde. Sie folgten den langen, gewundenen Treppen, die in den Fels gehauen waren – der Fels, an dem Scholar einem Schwalbennest gleich hing.

    Ihr Weg führte sie vorbei an den neueren Lehrräumen für die jungen Schüler. Zu dieser Zeit waren sie noch leer, bis auf eines, aus dem Licht in den Gang durch eine noch halb geöffnete Tür drang. Stimmen waren zu hören, und Clovus gab Martus ein Zeichen, kurz innezuhalten. Die Stimmen wurden deutlicher; eine erwachsene Stimme forderte gerade auf: „Das ist eure erste Geschichtsstunde hier in Scholar. Wer kann mir die Gründungsgeschichte Norkias erzählen?" Eine kurze Pause entstand. „Ja… Du?" Man hörte ein Stuhlscharren, als ein Schüler sich offenbar erhob, und dann mit deutlich kindlicher Stimme, erst leise und ein wenig verschüchtert, dann doch klar die Gründungsgeschichte aufsagte, so wie auch Martus sie früher einmal gelernt hatte – Gründungsmythos, wie er sich selbst im Gedanken berichtigte:

    „Nachdem Gartan und seine drei Brüder den FEIND besiegt hatten, stiegen sie vom Himmel. Von weit im Norden kamen sie, Gartan, Brar, Taman und sein jüngster Bruder, dessen Namen wir nicht mehr nennen. Gartan, Brar und Taman führten die Heerscharen nach Süden, besiegten die hinterlistigen Shiroi in glorreichen Schlachten. Gartan wurde daraufhin der Strahlende genannt, denn niemand konnte ihm und seinem Prisma Kron widerstehen."

    „Sehr gut, und was taten Gartan und seine Getreuen dann?"

    „Sie erreichten Xecanwhyg und vertrieben die barbarischen, kleinwüchsigen und schwarzäugigen Miman aus den fruchtbaren Gebieten im Süden. Dort zähmten sie das Land und gründeten Norkia. Gartan wurde der erste König und Stammvater einer langen Reihe von großen Königen, die weise das Land regierten und so unserem Volk eine neue Heimat gaben. Ihre Namen sind Gartan Nharon, …"

    „Danke, das genügt für jetzt", unterbrach ihn die Männerstimme beinahe amüsiert.

    Martus konnte ebenfalls nicht anders als lächeln. Hätte ihn der Wissende nicht gestoppt, dann hätte der Junge wohl die ganze Liste der über fünfzig Könige Norkias aufgezählt. Erinnerungen an seine ersten Stunden in Scholar kamen auf einmal hoch, als er spürte, wie Clovus ihn am Ärmel zupfte.

    Sie setzten ihren Weg fort und erreichten endlich die oberen Ebenen. Die Gebäude waren deutlich älter und weniger großzügig angelegt. Dies war das ursprüngliche Scholar, bevor es so bekannt und gefragt wurde, daß es sich weiter und weiter vergrößern mußte. Aber auch die oberen Ebenen ließen sie hinter sich und gelangten zur Alten Feste, den ältesten Bauwerken Scholars.

    Der Übergang zur eigentlichen Feste, den sie schließlich wählten, war wie auch die anderen eine zwei Meter breite Steinbrücke, die sich in einem kühnen Bogen über einen schwindelerregenden Abgrund spannte. An beiden Enden standen die Wächter von Scholar, Söldner in Diensten der Allwissenden. Während sie über die Brücke schritten, spähte Martus schaudernd in die Tiefe. „Wie weit mag es da hinab gehen?"

    „Es wurde nie nachgemessen."

    Die Steinbrücke führte wie die anderen auf einen kleinen Vorsprung am Ende des Einschnittes in den Berghang, dem Zugang zur Feste. Die Feste trug ihren Namen zurecht. Im Gegensatz zu den anderen Ebenen waren hier die Räume und Gänge ausnahmslos in den Fels getrieben worden oder es wurden bereits vorhandene Höhlen benutzt. Sie begegneten nur wenigen Menschen, was in erster Linie daran lag, daß nur eine Handvoll Personen freien Zugang zur Alten Feste erhielten. Außerdem war es ja noch sehr früh am Morgen, und die meisten Allwissenden und Meister fingen erst später am Tag mit ihrer Arbeit an, die sie dann aber häufig bis tief in die Nacht fortsetzten.

    Nach einer Weile erreichten sie die Bereiche der Allwissenden. Die Räumlichkeiten unterschieden sich in ihrer Kargheit nicht vom Rest der Alten Feste und gaben so keinen Hinweis darauf, daß hier einige der bedeutendsten Männer ganz Norkias wohnten. Ab und zu schritten Diener mit Stapeln von Papier oder Büchern durch die Korridore. Auch die Allwissenden waren, wie es schien, Frühaufsteher.

    Martus und Clovus standen schließlich vor dem Eingang zur Zimmerflucht des Allwissenden Glesius. Verhalten klopfte Clovus an die mächtige, jedoch völlig unverzierte Holztür. Das einzige, was auf Glesius hinwies, war eine Art Wappenschild in der Mitte der Tür, auf dem ein entwurzelter Baum zu sehen war. Dies war das Symbol der Heraldiker Scholars, deren Oberhaupt Glesius war. Jeder der Allwissenden stand einem bestimmten Wissenszweig vor.

    Lautlos schwang die Tür fast sofort nach innen, und eine strahlende Helligkeit blendete die beiden, deren Augen sich an das leichte Dämmerlicht der Korridore gewöhnt hatten. Rasch zog sich der Diener, der ihnen geöffnet hatte, zurück und schloß die große Tür geräuschlos von außen. Sie standen im Empfangszimmer des Allwissenden Glesius, das dieser auch gleichzeitig als Studierzimmer verwendete. Wie nicht anders zu erwarten, waren drei der vier Wände von Regalen, die bis unter die Decke reichten, bedeckt. Und die Regale waren vollgestopft mit Schriftrollen, Büchern, Pergamenten und anderen Unterlagen.

    In der vierten Wand, gegenüber der Eingangstür, gaben mehrere schmale, hohe Fenster den Blick frei auf eine atemberaubende Aussicht. Diese Fenster – wenn man es so nennen will – waren der einzige Luxus der Räumlichkeiten der Allwissenden, denn sie waren nicht vergittert. Dies war auch nicht nötig, denn sie befanden sich etwa in der Mitte einer vierhundert Meter tiefen, senkrecht abfallenden Felswand.

    „Einen guten Morgen, Allwissender." Die beiden verbeugten sich tief.

    „Auch Euch einen guten Morgen, Clovus und Martus", antwortete Glesius ohne aufzublicken. „Kommt doch herein."

    Glesius saß hinter einem großen Stapel Dokumenten fast völlig versteckt an seinem wuchtigen Schreibtisch. Drei einfache Stühle standen noch im Arbeitszimmer, ansonsten jedoch war der große Raum leer.

    „Setzt Euch bitte. Ich habe hier eine Reihe von Dokumenten vorbereitet, die Martus den ungehinderten Zugang zu den Bibliotheken und den historischen Dokumenten der Geheimen Archive erlauben." Er sah dem jungen Mann direkt in die Augen. „Nur so wird es Dir möglich sein, ein vollständiges und objektives Bild der damaligen Geschehnisse zu erhalten."

    Fast ehrfürchtig nahm Martus die Passierscheine entgegen. Ein Zugang zu den Geheimen Archiven, wenn auch eingeschränkt! Ihm wurde fast schwindlig bei diesem Ausblick. Ein Menschenleben würde nicht ausreichen, um auch nur den hundertsten Teil der Archive erforscht zu haben. Alle Schreiben trugen das große Siegel von Glesius, einen sehr detaillierten Baum, Sinnbild für einen Stammbaum – das gleiche Symbol, das sie auch schon an der Eingangstür gesehen hatten.

    „Clovus, Ihr werdet ihn, soweit es Eure Verpflichtungen zulassen, bei dieser Aufgabe unterstützen."

    „Natürlich, Allwissender."

    „Wie ich bereits gestern andeutete", fuhr Glesius fort, „benötige ich diese Ausarbeitung binnen vier Wochen. Also schlage ich Euch vor, sofort damit anzufangen. Ach, und noch etwas." Dabei fixierte er Martus erneut. „Diese Arbeit ist streng vertraulich. Außer zu mir und zu Clovus sprichst Du zu niemandem darüber." Martus schien es, als wollte der Ältere noch etwas hinzufügen, doch dann ließ er es doch dabei bewenden.

    Martus hatte schon den Mund zu einem „Warum?" geöffnet, doch Clovus kam ihm zuvor. „Ihr könnt Euch auf unsere Verschwiegenheit verlassen, Allwissender. Wir werden uns sogleich an die Arbeit machen", versprach er, während er die Papiere an Martus weiterreichte und ihn mit einem Blick zum Schweigen brachte.

    Glesius hatte sich bereits wieder in seine Unterlagen vertieft, sein lichter Haarschopf war wieder hinter den Unmengen von Pergamenten verschwunden, als Martus und Clovus das Studierzimmer verließen.

    Auf seinem Lesepult stapelten sich Schriftrollen aus den Archiven sowie Notizen und Abschriften von solchen Dokumenten, die zu wertvoll waren, um die Archive zu verlassen. Martus hatte zwei Wochen damit verbracht, die verschiedenen Quellen zu sichten und zu ordnen. Und Clovus hatte ihn dabei tatkräftig unterstützt, soweit dies seine normale Arbeit zuließ. Aber es war natürlich unmöglich, sämtliche Berichte und Dokumente, die mit seiner Arbeit zusammenhingen, herauszusortieren. Also verließ Martus sich auf sein Gefühl und traf recht willkürlich eine Auswahl. Nun begann die eigentliche Arbeit. Die meisten Quellen stammten aus den Geheimen Archiven, und so wunderte er sich auch nur wenig darüber, daß die Geschichte, die sie erzählten, so gar nicht zur allgemeinen Auffassung passen wollte. Im Gegensatz zu den bekannten schriftlichen Quellen hatten es die Schriften der Geheimen Archive nicht nötig, den jeweiligen Herrschermeinungen angepaßt zu werden.

    Und wieder bestürmten die unbeantworteten Fragen seine Gedanken, die ihn schon während der ganzen Quellensuche stark beschäftigt hatten: Warum gerade jetzt? Warum ausgerechnet er? Wozu das Ganze? Welche Gründe hatte der Allwissende, gerade ihn mit dieser Aufgabe zu betrauen? Was versprach sich Glesius davon, wo er doch bereits durchblicken ließ, daß er die Ergebnisse von Martus' Nachforschungen bereits kennen, zumindest aber zu erahnen schien?

    Nein, so konnte es nicht funktionieren. Er verlor sich in immer komplizierteren Fragestellungen und Spekulationen. So aber war er nicht in der Lage, die Quellen sachlich zu prüfen. Er erhob sich vom Lesepult und ließ sich in der Mitte der kleinen Kammer auf den Boden nieder, die Beine untergeschlagen. Dann schloß er die Augen und begann mit der Konzentrationsübung, die ihm Meister Clovus vor Jahren beigebracht hatte.

    Zunächst verbannte er alle Gedanken aus seinem Geist, dann begann er ganz bewußt, einen Muskel nach dem anderen im Geist anzusprechen und zu entspannen, bis sein ganzer Körper komplett entkrampft war. Er spürte, wie die Spannung seines Körpers verschwand und sein Geist frei und unbeeinträchtigt arbeiten konnte. Wie lange er diesen Zustand beibehielt, konnte er hinterher nie genau sagen. Als er aber schließlich seufzend die Augen öffnete, spürte er noch immer die beruhigende Kraft absoluter Entspanntheit. Sein Geist war nicht länger von Zweifeln geplagt, sondern arbeitete mit der Schärfe und Klarheit eines Wächterschwertes. Er kehrte zurück an das Lesepult und griff nach den ersten Schriftrollen.

    Je mehr Quellen er las, desto deutlicher begann sich die Geschichte von Nazkor, dem Verräter und Königsdieb, vor seinem inneren Auge abzuzeichnen. Doch was er dort fand, paßte so gar nicht zu dem Bild des ruchlosen Verbrechers, das man überall in Norkia von Nazkor Branarh zeichnete.

    Hallo Kisa ,


    danke für Deinen Kommentar. Ich schaue mal, daß ich morgen den Prolog vom ersten Buch hier poste. In dem Buch wird dann auch sehr auf Kron eingegangen - natürlich nicht bis ins allerletzte Detail, so ein paar Mysterien müssen schon bleiben. :) Aber man bekomt einen guten Eindruck, was es ist und wie es funktioniert.


    Grüße

    Markus

    Hallo McFee ,


    zwei Männer bauen sich ihr Spielzeug (ok, einer und der andere ist dem testen nicht abgeneigt.)

    Amin durch Armin ersetzt und Basenfolge durch Busenfolge

    Ich glaube nicht, daß das einen echten Chemiker bzw. Biologen wirklich verwirren wird :)

    Dazu kommt, URL muß ein Univeralgenie sein, wenn er soviele Probleme, die wir derzeit noch mit den Robotern haben, scheinbar alle alleine gelöst hat.

    Wann spielt das Ganze?

    Vom Stil her liest es sich rund.


    Grüße

    Markus

    Hallo K. T. Argento ,

    vielen Dank noch einmal für Deinen ausführlichen Kommentar.
    Ich habe den Eindruck, daß wir die Geschichte mit unterschiedlichen Erwartungen betrachten. Das ist auch völlig in Ordnung. Du möchtest mehr charakterorientiert lesen und wissen, was bei den Figuren auch innerlich vor sich geht.
    Mir ging es weniger darum, Mendor als Figur emotional in den Mittelpunkt zu stellen, sondern die Selbstzerstörung zweier Familien. Deshalb ist der eigentliche Kampf sehr kurz gehalten (wie Du offenbar auch, bin ich kein großer Schlachtenerzähler in dem Sinne, alle taktischen Feinheiten genau zu erklären).
    Was für mich wichtig war, das war nicht die eigentliche Schlacht, sondern die Konsequenz, das, was darauf folgt.

    Davon abgesehen helfen mir Deine Anmerkungen sehr, weil sie mir zeigen, wie der Text auf verschiedene Leser wirkt. Solche Rückmeldungen finde ich spannend, weil sie mir zeigen, was beim Leser tatsächlich ankommt.

    Noch einmal vielen Dank für Deine ausführliche und konstruktive Kritik. Ich weiß das wirklich zu schätzen.
    Im Moment habe ich hier bewusst nur eine abgeschlossene Kurzgeschichte eingestellt, um erst einmal zu sehen, wie meine Texte
    grundsätzlich aufgenommen werden.
    Ich denke nächste Woche werde ich mal mit der Hauptgeschichte beginnen - natürlich mit einem Prolog :D
    Dort stehen die Figuren und ihre Entwicklung deutlich stärker im Mittelpunkt. Ich bin gespannt, wie diese dann auf Dich wirken werden.

    Grüße

    Markus

    Hallo K. T. Argento ,

    erst einmal vielen Dank für den ausführlichen Kommentar.

    Die Anmerkungen zum Pferd habe ich übernommen. Pferde verhalten sich in dieser Welt ganz wie Pferde bei uns und haben keine besonderen Eigenschaften.

    Zu der eigentlichen Geschichte, da ging es mir weniger um das Einführen von Charaktern, sondern um die Darstellung der Tragödie mit der Kernaussage: "Kein Ziel rechtfertigt diesen Preis."
    Mendor dient dabei bewußt als Beobachter und moralischer Gegenpol zu seinem Bruder Arikan. Der Kampf an sich ist für mich nicht der eigentliche Schwerpunkt, sondern das Ergebnis und die unterschiedlichen Schlussfolgerungen der beiden Brüder.

    Insofern denke ich, Du hast die Geschichte mit einer anderen Erwartungshaltung gelesen und dann sind Deine Bemerkungen völlig nachvollziehbar.

    Natürlich steckt in der Figur Mendor noch mehr, zum Beispiel wie geht er nun mit dem Prisma um, das seiner Meinunung nach viel zu teuer errungen wurde? Da dieses Ereignis mehrere hundert Jahre vor der eigentlichen Hauptgeschichte spielt, kommt er darin nicht vor, aber wer weiß, vielleicht verspüre ich irgendwann noch einmal die Lust, auf ihn in einer weiteren Kurzgeschichte zurückzukommen. Schließlich haben wir hier auch eine Art Zeitenwende.

    Udn zur Zeit habe ich hier noch nichts von der Hauptgeschichte gepostet, ich wollte zunächst einmal sehen, wie relativ abgeschlossene Kurzgeschichten aufgenommen werden. Aber ich plane in naher Zukunft, auch von der Hauptgeschichte hier abschnittsweise Texte einzustellen.

    Das soll von meiner Seite erstmal genug sein. Will mich ja nicht mit meinem ersten echten Beitrag unbeliebt machen

    Ich bin für konstruktive Kritik sehr dankbar. Es ist mir wichtig zu sehen, wie andere meine Texte lesen und ob das, was ich versuchte an Gedanken, Emotionen, Atmospähre zu erzeugen, tatsächlich bei dem Leser so ankommt.

    Grüße
    Markus


    Ich habe zur Hauptgeschichte mehrere Kurzgeschichten verfaßt, die einfach Dinge zeigen, die so in der Hauptgeschichte schlecht hineingepaßt haben.

    Ja, genau so handhabe ich es auch. Und es macht Spaß, wie ich finde.

    Absolut,

    an einer Stelle habe ich gemerkt, Mist meine Welt wird für normales Reisen ein wenig zu groß geworden, wie führe ich jetzt nachträglich eine Art Fast-Travel ein? Ich werde das noch an einigen Stellen einbauen, aber ich werde genau das noch in einer Kurzgeschichte nutzen.

    Oder eine Szene, die direkt vor der eigentlich aufgezeichneten Geschichte spielt, also vor dem Jahr 0 meiner Geschichten, mit einem wie ich finde interessanten Foreshadowing. Funktioniert aber nur wirklich mit entsprechendem Hintergrundwissen. Man kann da ein wenig experimentieren, ohne den Hauptstrang zu beeinflussen.