Beiträge von Arathorn


    Ich nehme mal an, Vaine ist das Wesen, das Pollock und die anderen beschworen haben. Warum er erst Nisha aus der Zelle befreit und dann verstummt, löst der nächste Teil hoffentlich auf :hmm: Bevor Vaines Stimme auftaucht, zieht sich Nishas Text ein wenig, weil sie eben nichts anderes tun kann, als in der Dunkelheit umherzuirren und gegen diesen und jenen Stein zu drücken. Die Szene mit der Schabe macht ihr Elend dagegen sehr anschaulich :thumbup:
    Die Teile von Gembries/Alastair haben mir aber insgesamt wieder besser gefallen, zum einen ist es interessant, mehr über die Lebensweise und den Handel der Leute zu erfahren, zum anderen beschreibst du sehr gut Alastairs harmonische Ausstrahlung und die rätselhafte Wirkung auf die Leute. Die Alte am Anfang mit dem kaputten Kessel war natürlich auch super ^^


    :hi1:


    wenn du eine wörtliche Rede beendest und danach ein Komma setzt, darf kein Punkt vor dem Abführungszeichen stehen.
    [...]<<, [...]
    [...].<<, [...]


    Der Dialog am Anfang, in der Rückblende, wirkt ein bisschen gestellt.
    Dass Bahlan und sein Bodyguard heimlich (?) zusammen sind, kommt sehr überraschend - wie du wohl geplant hast :thumbup: Eine Erklärung, wie und wann es dazu gekommen ist, sollte allerdings in den nächsten Teilen wenigstens ansatzweise folgen, ansonsten macht es den Eindruck, als hättest du das jetzt einfach so entschieden und fertig. Jedenfalls müssen sie ziemlich gut drin sein, ihre Beziehung zu verheimlichen, wenn es in den ganzen vier Jahren niemand - und vor allem der König nicht - gemerkt hat ^^


    :hi1:


    Die Beschreibung der Landschaft und die Geschichten über die Alten während der Reise fand ich sehr gelungen, du hast das Schaurige der Gegend (vor allem durch deine Wortwahl beim Nebel, der über den Sümpfen liegt) sehr gut rübergebracht und gleich mit ein wenig Hintergrundinfo verknüpft :thumbup: Nur dass Menschen ausgerechnet Gnome geheiratet haben sollen, die ich mir als ihnen am unähnlichsten vorgestellt habe, hat mich etwas überrascht :whistling: Die von den Zwergen versiegelten Minen hingegen klingen sehr interessant, das dürfte den technischen Fortschritt ja stark einschränken :hmm:
    Bei Nisha passiert ja praktisch nichts, sie denkt nur nach ... die Gedanken, dass sie die Welt retten könnte und eigentlich keine Lust darauf hat, hast du ja selbst schon eher ironisch dargestellt, ich würde das aber ganz rausnehmen. Eine einfache Bedienstete, die irgendwo in einem komplett schwarzen Loch sitzt, wird sich zwar fürchten, wenn sie an das belauschte Gespräch denkt, aber sich eher nicht für eine Auserwählte oder etwas dergleichen halten, auch wenn sie diese Rolle abwälzen will.
    Mal sehen, was in dem Dorf noch passiert - falls sich nichts Besonderes ereignet, ist es immer noch eine gute Gelegenheit, das Alltagsleben in deiner Welt besser kennenzulernen :thumbup:


    :hi1:

    Was die Lichtverhältnisse angeht, wüsste ich auch gern noch die Meinung von euch anderen.

    Es passt nicht ganz zusammen, wie du es geschrieben hast ... mir ist es aber beim Lesen nicht großartig aufgefallen, sondern lediglich, dass er erst Umrisse erkennt und DANN die Augen des Fuchses in der Dunkelheit aufblitzen, obwohl er ja an den Umrissen dessen Position erkennen müsste :/ War in meinen Augen aber nicht erwähnenswert. Jetzt, nach nochmaligem Lesen allerdings - wenn das Licht nur durch einen Spalt unter der Tür reinkommt, dürfte er eigentlich keine Umrisse erkennen können, denn er befindet sich im Kerker, und da ist es auch auf den Gängen sehr düster, es hängt vlt eine Fackel im Gang, mehr aber auch nicht. Also sind die Umrisse fragwürdig, das Aufblitzen des Goldenen in den Augen aber nicht unbedingt, das ist ja nur eine kleine Reflexion. Außerdem klang das irgendwie gut :D


    Ich finde es allgemein ja merkwürdig, dass der Schattenfuchs in einer komplett finsteren Zelle hockt (kann ja seine Gründe haben), die anscheinend auch keine Fenster hat. Ist an sich nicht schlimm, auch wenn mir persönlich da noch die Erklärung fehlt - wenn sie noch kommt, will ich nichts gesagt haben.

    Ich fänd es im Gegenteil sehr merkwürdig, wenn er Licht oder ein Fenster hätte :P Fenster -> Ausbruchsmöglichkeit. Und warum eine Fackel verschwenden, die er zudem noch als Waffe gegen die Gefängniswärter benutzen könnte? :huh: Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Mittelalter, an welches das Setting hier ja stark angelehnt ist, irgendein Attentäter eine Fackel in der Zelle bekommen haben sollte, der sowieso nur auf seine Hinrichtung gewartet hat. Bei einem hochgeborenen Adeligen hätte es vielleicht der Anstand geboten, aber bei irgendeinem unwichtigen Kerl, der den König töten wollte ... :/


    Der Teil fasst Gembries' Lebensgeschichte recht knapp zusammen und macht die Welt ein bisschen lebendiger, indem neue Orte zumindest angesprochen werden und man über zB das Ausbildungssystem zum Schmied informiert wird :thumbup: Gut, dass die beiden zusammenbleiben - und dass Nisha nicht tot ist. Wenn Gembries und Alastair die Hohe Feste erreichen und nicht anderweitig aufgehalten werden, treffen sie dort wohl zusammen.


    :hi1:

    @kalkwiese du liest doch Pratchett, wenn ich das richtig im Kopf habe ... nimm "Einfach göttlich" zur Hand und schau da auf den ersten ~50 Seiten, wie die Sprünge in der Perspektive gemacht sind. Ich hab das Buch angefangen, nachdem ich deine Geschichte gelesen hatte, deswegen hab ich ein bisschen genauer darauf geschaut - dort ist es meiner Meinung nach gut gelöst ^^ Wie du es auch beschrieben hast, wird dort ganz langsam über einen allgemeineren Part, der keinem Charakter eindeutig zugeordnet werden kann (meist ein Gespräch, das keine Gedanken, sondern nur Dialogteile enthält) übergeleitet, sodass ein sehr weicher/fließender Eindruck entsteht, der einen als Leser nicht aus dem Text reißt und zum nochmaligen Lesen zwingt. Vielleicht hilft dir das Buch ja als Vorlage ein bisdchen weiter.


    :hi1:


    EDIT @kalkwiese wenn dus nicht hast, schau einfach nach einer Leseprobe im Netz. Entweder 'Blick ins Buch' auf amazon oder eine pdf-Datei sollte sicherlich zu finden sein. Ich nehme mal an, diese grandiose Idee hattest du auch selbst schon :sack:


    ER scheint ja eine sehr furchteinflößende Gestalt zu sein, dass er den Bann zwischen der neuen und alten Welt zerstören kann :hmm: Nicht das geeignetste Gespräch, das man im Kleiderschrank belauschen kann.
    Dass Nisha doch nicht unbemerkt geblieben ist, kam nicht ganz unerwartet X/ Hoffentlich wird sie nicht gleich um die Ecke gebracht oder Schlimmeres
    Beim dritten gelesenen Teil hab ich auch gedacht, was für tiefsinnige Gespräche das doch sind ^^ Aber Gembries hat mich mit seiner Gabe zur Selbstreflexion dieses Kommentars beraubt X/ Die beiden passen gut zusammen; Alastair wirkt insgesamt viel zu feingeistig, intelligent und vor Fehlern, die er machen könnte, verängstigt, um richtig in die von dir erschaffene Welt zu passen :hmm:
    Gembries hat hier ja seinen Wagen mit der Aufschrift Kesselflicker in Kombination mit seinem Namen und verarbeitet mühelos neun Banditen zu Kleinholz, durch die Anfangsszene des ersten Kapitels und das, was er Alastair über seine Vergangenheit erzählt, wirkt es aber eher so, als habe er bis gestern bei seinem Onkel gewohnt und sei noch nicht in der Welt herumgekommen :hmm: Das scheint an diesem Punkt noch nicht zusammenzupassen, klärt sich aber mit Sicherheit noch auf ^^


    :hi1:


    1. keine Kommata bei Vergleichen mit als und wie, zB "größer als" und "so groß wie"
    2. Komma vor Infinitivsätzen (mit zu), Relativsätzen (Der/die/das X, der/... Y sagte/machte/...) und welchen, die mit wenn, ob, als (falls es kein Vergleich ist), nachdem etc.
    3. Anreden "Ihr" und damit einhergehend "Euer", "Euch" groß schreiben, ist das "Fantasy-Äquivalent" zum heute gebräuchlichen "Sie", "Ihr". Keine Ahnung, ob das jemals tatsächlich gebraucht wurde, aber es hat sich halt in der Literatur so eingebürgert ^^
    4. Komma nach der wörtlichen Rede, auch bei [...]!", und [...]?",
    5. Doppelpunkt und kein Komma vor Beginn einer wörtlichen Rede: [...], und danach sagte XY: >>[...]<<


    Ein paar Wiederholungen sind auch drin, aber obwohl alles sehr rot aussieht, hat es mir vom rein subjektiven Eindruck schreibtechnisch her besser gefallen als der vorherige Teil :thumbup: Es liest sich irgendwie, als wäre es mit mehr Bedacht formuliert. Du hast ja geschrieben, dass du viel dran rumgearbeitet hast - das hat sich gelohnt ^^ Jetzt noch die ganzen formalen Fehler bereinigen, dann ist es ein gutes Stück Text :thumbsup:


    Nochmal neue Charaktere - Ein geheimnisvoller Attentäter und ein Prinz, der kein König werden will. Und zumindest eine kurze Szene bei einem Turnier 8o Lässt sich interessant an und hat wohl viel Potential für einen sehr actionreichen Handlungsstrang :thumbup: Die Art und Weise, wie der Schattenfuchs (ich will aus Reflex immer Schattenwolf schreiben X/ ) spricht, schafft etwas Mysteriöses um ihn. Mal sehen, wie da die Verbindung zum Prolog ist.


    Allerdings passt in meinen Augen auch logisch nicht alles zusammen.
    Warum sollte Bahlan kein Prinz sein wollen? Es gibt dafür bestimmt eine Erklärung, die solltest du aber (zumindest in Ansätzen, falls du sie später ausführlich darlegen wolltest) gleich anführen, sonst wirkt es sehr willkürlich und nur vom Autor eingestreut, um die Handlung einfacher in eine gewünschte Richtung zu lenken.
    Warum sind keine Wachen beim König, wenn er jedoch welche hat und sie dann auch holt? Auch spricht der Schattenfuchs von den Wachen. Deren Aufgabe sollte es sein, den König Tag und Nacht zu beschützen. Du könntest sie ja vom anderen Attentäter niedergemetzelt worden lassen sein, aber so ganz fehlend passt es nicht.
    Bahlan kann den Tod des Schattenfuchses sehr simpel verschieben, aber das ist nicht allzu schlimm, falls es sich nicht anders lösen lässt.


    Lass dir mit dem nächsten Teil nicht ganz so viel Zeit :P


    :hi1:


    Somit wäre ich da angekommen, wo ich schonmal war.
    Alastairs Gedanken und Sicht auf die Welt sind super, ich hoffe, seine Parts bleiben so verträumt und damit unfreiwillig (aus seiner Sicht) komisch :thumbup: Dann bin ich mal gespannt, was jetzt so passiert; an der Stelle geht die Geschichte dann ja so richtig los, wie es aussieht.


    :hi1:


    Dazu sagen kann ich auch nicht mehr als beim ersten Mal - du schreibst sehr anschaulich, bildhaft und humorvoll trotz der überaus ernsten Situation ^^ Auch der Spannungsbogen und die leichte Wendung am Ende - :thumbup:



    Sehr stimmungsvolle, melancholische Szene. Hervorragend geschrieben.



    Alastair ist ein toller Protagonist, der fast schon ein wenig satirischen Charakter hat, vor allem durch den Satz mit den zwei Grundprinzipien der Ordnung. ^^


    :hi1:

    Wieso würden sie dadurch keinen Sinn mehr ergeben? :huh: Gedanken heben sich allein schon durch die Zeit, in der sie geschrieben sind, vom Erzähltext ab. In vielen Büchern werden Gedanken nicht einmal kursiv gesetzt (was wohl dem Arbeitsminimierungsdrang von Übersetzer und Verlag geschuldet sein dürfte), sind aber aus dem Kontext trotzdem als solche zu erkennen. Da sollte es wirklich keine Probleme machen, dass nicht jedes Mal ein "dachte er" dahintersteht - zudem "fehlen" diese zwei Wörter ja auch nicht nach jedem Gedanken, wodurch wirklich jeder Leser das System der Formatierung durchschauen dürfte ^^
    Eine zweite Schriftart im Text sieht in meinen Augen eher unschön aus :hmm: wenn du allerdings von der Idee überzeugt bist, könntest du ja anstatt nur in anderer Schriftart gesetzter Gedanken die gesamte Rückblende in einer zB handschriftähnlich geschwungenen Schrift formatieren und die Gedanken wiederum in deren kursiver Version, das würde etwas mehr Einheitlichkeit bewahren :S


    :hi1:

    Die Rückblende kursiv und die Gedanken innerhalb der Rückblende in der Umkehr wieder in Standardschrift, ganz einfach^^
    Ist die Methode, die ich selbst verwende und die eigentlich auch in allen mir bekannten Büchern mit Rückblenden so angewandt wurde.
    Das dürfte eigentlich keinen Leser verwirren, falls diese Befürchtung dich von der Lösung abgehalten hat.


    :hi1:


    Nach dem Edit ist der Teil in fast allen zuvor kritisierten Punkten deutlich besser :thumbup:
    Nur mit einer Sache kann ich mich nach wie vor nicht anfreunden: Mitten im Wald, wo es laut Rowan nur ein paar Gehöfte wie das seines Vaters gibt, ist es unlogisch, dass die Räuber Angst vor Wachen haben.


    :hi1:


    Zuerst einmal würde es, wie du im Spoiler bestimmt erkennen kannst, den Korrigierenden die Arbeit ungemein erleichtern, wenn du einen Blick in Phis Kommathread werfen würdest. Ich hoffe mal, da wird alles richtig erklärt :P
    Die Sache mit den willkürlich aneinandergereihten Satzteilen hat sich nicht bestätigt, allerdings könntest du einige Sätze aufspalten, um sie für den Leser angenehmer und weniger gezogen zu machen :whistling: Zudem solltest du noch ein wenig auf überflüssige Wörter bzw ganze Satzteile sowie Wortwiederholungen achten.
    Der Anfang der Geschichte ist ja recht typisch für das Genre, ein junger Mann, der in die weite Welt flieht, nachdem er eine doofe Kindheit hatte. Natürlich war die Waisenhausleiterin böse zu ihren Kindern und natürlich begegnet er sofort ganz und gar bösartigen Bösewichten mit einer frisch entführten, herzzereißenden Schönheit, die direkt vor seiner Nase anhalten und ihm durch ihr Gespräch alle möglichen Informationen zuspielen :S Zum Glück hat er die Kerle nicht zerlegt. Ich hoffe mal, dass er jetzt nicht hinterherschleicht und die Frau, die sich dann als Prinzessin herausstellt, rettet 8o


    :hi1:

    Der Thread ist dann wohl zu Ende - vielen Dank euch allen fürs Kommentieren und Kritisieren und Mitverfolgen :thumbup:
    Was ich mit der Geschichte anstellen werde (bzw ob überhaupt noch irgendwas damit passiert), weiß ich noch nicht, aber falls ja, werde ich dann wohl eine Streichung des Endes in Betracht ziehen.


    :hi1:

    Das "dessen" steht hier im Sinne von: Das Schwarz des Fells > dessen Schwarz. Also so dachte ich das jedenfalls. Und keine Sorge, das zweite "dessen" ist geflogen.

    als ichs gelesen habe, war das "Schwarz" noch kleingeschrieben, deshalb hab ichs nicht verstanden ... so passt es natürlich :thumbup:


    Ein Ruf der eine ganz bestimmte, lockende Wirkung haben konnte.

    Da fehlt in der aktuellen Version das Komma hinter dem Ruf, ursprünglich war der Satz ja noch nicht drin



    Zitat von NekoMimi Alice

    Ok, bei dem einen Satz den du markiert hast, habe ich das dann auch selbst gemerkt, aber könntest du mir noch andere Beispiele nennen? In der Sache steh ich nämlich gerade etwas auf dem Schlauch.

    Da muss ich mich entschuldigen :whistling: Hab beim zweiten Lesen nichts mehr gefunden, das war wohl nur so ein Bauchgefühl bis auf den einen Satz X/ Vielleicht find ich ja in den nächsten Teilen einen Satz, bei dem mir genauer auffällt, wie das Gefühl zustandekam :hmm:


    :hi1:


    Irgendwie sagt mir dein Schreibstil nur teilweise zu :hmm: Du baust anfangs mit der Burg eine gute Stimmung auf (die ersten zwei Wörter sind natürlich katastrophal, wie schon in den vorigen Kommentaren zu lesen), aber Spannung will nicht so recht eintreten, als der Dämon das Kind entführt, und bei manchen Sätzen hat man das Gefühl, dass du alle möglichen Informationen, die du rüberbringen wolltest, einfach wahllos ohne Komma oder Beachtung einer sinnvollen Riehenfloge aneinandergehängt hast :sack:
    Das klingt jetzt negativer, als es sollte 8o
    Kann ich auch nicht ändern :hi1:

    @Zarkaras Jade


    Eine recht interessante Protagonistin mit einem ungewöhnlichen Konzentrationsproblem, die du da vorstellst :hmm:
    Die Einführung ist gelungen, nur ist mir nicht ganz klar, in welcher Zeit das spielt. Die Einleitung im Spoiler klang nach Gegenwart, der Rest nach 17./18. Jahrhundert.
    Du kannst mit Worten umgehen und beschreiben, legst auch Wert auf Details wie mit dem Tintenfässchen und der Tinte auf dem Papier ( :thumbup: ), gleitest aber manchmal in die Umgangssprache ab und schleuderst wo es nur geht "echt"s, "noch"s, "einfach"s, "mal"s etc zwischen die Wörter, die den Text unbeholfen klingen lassen :/ Ich werde mir jedenfalls die nächsten Teile mal anschauen :hi1:

    „Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen guten Tag“, vernahm Kayne die schwache Stimme eines Greises hinter seinem Rücken und drehte sich langsam um; er wusste, wen er gleich vor Augen haben würde.
    Der Mann, dessen Haar nicht mehr grau, sondern schlohweiß war und dessen Augen hinter so tiefen Falten verborgen lagen, dass sie kaum noch hervorblitzten, trug dieselbe grobe braune Kleidung wie bei ihrer ersten Begegnung nach Kaynes Sprung von der alten Eisenbahnbrücke. Er schwankte, obwohl nicht das leiseste Lüftchen wehte, und klammerte sich krampfhaft an seinen nicht sonderlich kunstvoll geschnitzten Gehstock. Der Alte war dem Tode nahe.
    „Ich … guten Tag“, stammelte Kayne völlig aufgelöst und mit erstickter Stimme, da er nicht wusste, was er mit der Situation anfangen sollte.
    Der Greis lächelte ihn väterlich an, wie er es auch am eigenen Kaminfeuer getan hatte. Welten schienen zwischen damals und heute zu liegen, und doch hatte sich der Mann zumindest innerlich nicht gewandelt, war durch und durch gut geblieben, wie Kayne ihn kennengelernt hatte. Eine Träne der Freude überschwemmte ihm den Augenwinkel, und er wischte sie verstohlen weg, verschmierte dabei Blut und Erde in seinem Gesicht.
    „Ich bringe Ihnen Ihren Hut vorbei“, sagte der Alte lächelnd. „Ein Obdachloser hat ihn mir in der Stadt übergeben, und ich dachte, Sie sollten ihn zurückerhalten, nun, da sie in der Lage dazu sind.“
    Eine Barriere bildete sich in Kaynes Kehle, und er brachte nicht einmal ein Wort des Dankes hervor, als der Mann sich mit seinem Gehstock elendig Schritt um Schritt vorankämpfte und sich so sehr strecken musste, dass seine alten Knochen lautstark knackten, als er Kayne den schwarzen Hut mit der breiten Krempe auf den Kopf setzte.
    „Verlieren Sie ihn nicht noch einmal, ich fürchte, ich werde nicht mehr in der Lage sein, ihn zurückzubringen“, sagte der Mann noch mit warnend erhobenem Zeigefinger, bevor er, noch immer verschmitzt lächelnd, um die Ecke humpelte und dabei leise stöhnte.