Beiträge von Kisa

    So, ich war ja lange nicht mehr online und finde es daher um so cool zurückzukommen und zu sehen, wie viel sich hier doch getan hat. Natürlich habe ich von einigen schon gehört und auch gesehen, dass sie was veröffentlicht haben, wofür ihr alle meinen Respekt genießt denn das ist wahrlich alles andere als einfach und leicht. Umso schöner ist es, dass diese harte Arbeit nunmehr auch hier seinen Lohn und Lob findet. Daher finde ich diese Idee einfach nur genial und freue mich jetzt schon darauf zu sehen, wie immer mehr von uns ihre eigenen Geschichten veröffentlichen werden.


    xoxo

    Kisa

    Auch wenn es der Abmeldethread ist melde ich mich mal hier zurück. Ich bin jetzt wieder etwas flexibler mit meiner Zeit und will wieder mehr am Geschehen hier teil haben. Allerdings könnte es noch ein bisschen dauern, bis bei mir etwas geschichtliches zustande kommt. Ich bin noch dabei an meiner aktuellen Geschichte zu feilen und zu schreiben...... aber das hält mich natürlich nicht vom lesen und kommentieren ab.

    Ich freue mich wieder da zu sein und hoffe Mal das wir viele neue und interessante Geschichten haben und ich bin auch schon ganz neugierig auf die "alten Schinken" die während meiner Abwesenheit unaufhörlich weitergegangen sind.


    xoxo

    Kisa

    Schade das du Zurücktritts, aber ich kann das voll und ganz verstehen. Es bringt dann ja auch nichts, wenn man alles nur so halbgar macht. Da kommt ja auch nichts vernünftiges rum. Dennoch ist es schade aber aus meiner Sicht nachvollziehbar. Ich hoffe, dass du bald wieder mehr Zeit für alles haben wirst, damit wir auch hier im Forum wieder mehr von dir haben :D

    Und schon geht's weiter :D



    Kapitel 3
    Passierpapiere (Part 2)


    Runa machte sich auf den Weg, wobei sie einmal mehr an diesem Tag den Marktplatz überquerte. Sie ging durch die vielen verwinkelten Gassen, bis sie in einiger Entfernung wieder auf die Hauptstraße kam. Dieser folgte sie noch einige Meter, bis sie vor den äußersten Mauern des Palastes stand.
    Das Sandsteinmauerwerk war zum Teil von Efeuranken bewachsen und bildete damit in der ganzen Stadt einen kleinen grünen Fleck, der von dem umliegenden Tal widergespiegelt wurde.
    Das hölzerne Tor, welches von eisernen Standen verstärkt wurde, wurde von zwei bewaffneten Soldaten der ralkonischen Armee bewacht. Diese kontrollierten jeden der in das Schloss hinein und hinaus gelangen wollte.
    Runa befiel ein mulmiges Gefühl. Je näher sie dem Palastmauern und den Wachen kam, desto nervöser wurde sie. Die Anspannung, die immer in ihr hochkroch, sobald sie einen Soldaten oder jemanden der königlichen Familie sah, war kaum noch auszuhalten.
    Sie hielt sich bewusst von der Königsfamilie fern. Zu groß war ihre Angst, dass sie durch einen dummen Zufall entblößt wurde. Ihre Angst entdeckt zu werden, war viel zu gewaltig, als das sie es wagen würde, sich den Monarchen zu nähern und ihr Geheimnis – ihre wahre Identität – preiszugeben. Ihre Panik öffentlich hingerichtet zu werden, alleine dafür wer sie war, ließ sie zögern. Sie war einfach nicht bereit dieses Risiko einzugehen, nur um die Königsfamilie zu sehen.
    Als Runa schlussendlich vor den Schlosstoren stand, wurde ihr der Weg durch die beiden bewaffneten Soldaten versperrt. Dies musterten sie eingehend, sichten sie nach versteckten Waffen ab und wandten sich dann fragend an sie.
    „Was ist Euer Begehr?“
    „Ich wurde von dem Goldschmied Baltreon geschickt, um das Geschenk für die Prinzessin abzugeben“, teilte Runa dem Soldaten mit und versuchte sich dabei ihre Unsicherheit nicht anmerken zu lassen.
    „Der Goldschmied?“, fragte der andere wachhabende Soldat mit misstrauischer Miene, der bis jetzt noch geschwiegen hatte.
    „Ja“, erwiderte Runa und versuchte dabei zuversichtlich auszusehen. Denn wenn diese beiden Holzköpfe ihr keinen Glauben schenkten, würde sie nicht in das Innere des Palastes gelangen, um ihre Ware abzuliefern.
    „Nun, haben Sie irgendwelche Papiere dabei, die belegen, dass Sie eine Audienz bei Ihrer Majestät haben?“, wollte der Soldat wissen, der zuerst das Wort ergriffen hatte.
    Runa blicke den Mann irritiert an. Seit wann muss man denn Papiere vorlegen, wenn man eine Audienz beim König hat?, diese Gedanken schossen ihr durch den Kopf, während sie die Wachen anstarrte.
    „Papiere?“
    „Ja, Papiere“, bestätigte der grimmig dreinblickende Mann und nickte energisch mit dem Kopf. „Die Papiere benötigen Sie, damit wir sicherstellen können, dass Sie vom König auch wirklich erwartet werden.“
    Runa zuckte nur mit den Schultern. „Ich habe keine Papiere“, bemerkte sie und blickte die beiden Männer ein wenig hilflos an. Was sollte sie jetzt nur machen? Sie hoffte, dass sie auch so ins Schloss gelangen würde, sonst hätte sie ein kleines Problem.
    „Nun, dann können wir Sie auch nicht in den Palast vorlassen, junge Dame“, belehrte sie der schweigsame und scheinbar regelfeste Soldat und machte einen Schritt auf sie zu, um sie von den Schlosstoren zu entfernen.
    „Aber ich habe doch das Krönungsgeschenk für die Prinzessin, das der König höchst persönlich bei Meister Baltreon in Auftrag gegeben hat“, merkte Runa mit fester Stimme an und versuchte den beiden Männern die Dringlichkeit dieser Lieferung begreiflich zu machen.
    „Das mag sein, aber ohne die entsprechenden Papiere dürfen wir Sie nicht zur königlichen Familie vorlassen. Es gibt diese Regelungen nicht ohne Grund, junge Dame“, bemerkte der zweite Soldat mit finsterer Miene. „Deswegen werden wir sie auch nicht brechen, nur um Sie in den Palast zu lassen.“
    „Ja, aber…“, machte Runa noch einen weiteren Versuch, die Wachen von ihrem Anliegen zu überzeugen, um vorgelassen zu werden.
    „Lasst es gut sein und kommt erst wieder, wenn Ihr Euch ausreichend ausweisen könnt“, wies der erste Soldat sie mit grimmiger Miene zurecht.
    Runa machte den Mund auf, um zu einem erneuten Protest anzusetzen, als sie die entschlossenen Gesichter der Soldaten sah und sich dessen bewusst wurde, dass sie an diesen beiden nicht vorbei kommen würde. Mit einem tiefen, ergebenen Seufzen wandte sie sich von den Soldaten und dem Palast ab. Sie musste einfach noch einmal herkommen mit den entsprechenden Papieren. Es war auch einfach dumm von ihr dass sie diese nicht gleich mitgenommen hatte, damit sie auch wirklich zum König vorgelassen werden konnte. Sie wusste, dass Baltreon über diese Verzögerung nicht sehr erfreut sein würde, aber sie konnte es nun auch nicht mehr ändern.
    Runa setzte einen Fuß vor den anderen und hielt ihren Kopf dabei gesenkt. Sie grübelte noch wie sie Baltreon diese Situation erklären sollte, ohne dass er sich allzu sehr aufregen würde, als sie plötzlich mit jemanden zusammenstieß.
    „Oh, Verzeihung!“, entschuldigte sie sich sogleich und hob den Kopf. Sie erstarrte sofort in der Bewegung, als sie erkannte mit wem sie da zusammengestoßen war, „Eure Hoheit“, setzte sie noch schnell hinzu und ließ sich sogleich auf das rechte Knie sinken und neigte respektvoll den Kopf vor dem Prinzen von Ralkon.

    Kapitel 3
    Passierpapiere (Part 1)


    Nachdem Gerra und Runa nach Hause gekommen waren, verging der Rest des Tages wie im Flug. Die beiden werkelten in der Küche herum und bereiteten das Abendessen für den heutigen und den morgigen Tag vor, dass die Stunden des morgens und des mittags dahin rauschten. Sie nahmen nicht einmal wahr, wie rasch die Zeit verstrich. Erst durch das laute räuspern von Byle, der mit verschränkten Armen in der Küchentür lehnte, wurden sie sich wieder ihrer Umgebung bewusst.
    „Oh, Himmel!“, rief Gerra erschrocken aus und legte sich die Hand auf die Brust, in der ihr Herz zu rasen begonnen hatte. Sie drehte sich zu ihrem Sohn herum und blickte ihn aufgebracht an. „Du kannst uns doch nicht so erschrecken. Dabei könnte mein Herz stehen bleiben! Und wer versorgt dich und deinen Vater dann bitte mit essen?“, wandte sie sich mit immer lauter werdender Stimme an ihren Sohn, wobei sie ihm mit ihrem hölzernen Kochlöffel drohte, den sie immer noch in der Hand hielt und nun wild durch die Luft wirbelte.
    Runa war nicht ganz so erschrocken wie die andere Frau, dennoch hatte sie ein überraschtes zusammenzucken auch nicht vermeiden können.
    Byle hob beschwichtigend die Hände, um seine Mutter wieder zu beruhigen. „Runa könnte für uns kochen“, erwiderte er mit einem frechen Grinsen im Gesicht auf die rhetorische Frage seiner Mutter.
    Runa stieß ein ungläubiges Schnauben aus. „Das könnte dir so passen“, gab sie zurück und verschränkte die Arme vor der Brust und nahm damit dieselbe Haltung ein wie Gerra. Allerdings fehlte ihr der wütende Gesichtsausdruck den die ältere Frau zur Schau trug.
    „Was hast du hier überhaupt zu suchen? Du solltest lieber deinem Vater in der Schmiede zur Hand gehen, anstatt in der Küche herumzulungern und essen zu stibitzen“, bemerkte Gerra und wies ihrem Sohn mit dem Kochlöffel die Tür.
    Byle zuckte nur lässig it den breiten Schultern und lächelte immer noch frech. „Das Essen schmeckt einfach zu gut, um noch lange darauf zu warten“, erwiderte er schlicht.
    „Du bekommst was zu essen, wenn wir alle gemeinsam am Tisch sitzen und nicht vorher.“
    „Aber…“, begann er zu protestieren.
    „Nichts da“, wies Gerra ihn zurecht. „Das hat schon nicht funktioniert als du noch ein Kind warst und jetzt wirst du mit diesem schmollenden Blick auch nicht an dein Ziel kommen. Geh und hilf deinem Vater.“
    „Das ist ja auch der eigentliche Grund, warum ich hier bin, auch wenn ich deinem Essen nicht abgeneigt bin“, erwiderte er lächelnd und versuchte doch noch einmal seiner Mutter Honig ums Maul zu schmieren, um jetzt schon etwas zu essen zu bekommen.
    „DU!“, drohte Gerra ihm wieder mit dem Kochlöffel, ohne weiter auf seine Schmeichelei einzugehen.
    „Schon gut, schon gut“, wiegelte er etwas betrübt ab und hob dabei beschwichtigend die Hände.
    „Was machst du dann hier, wenn du eigentlich Baltreon hilfst und dabei nicht in der Schmiede bist?“, wollte Runa von ihrem besten Freund wissen und schaute ihn fragend an.
    „Du hattest ihm angeboten die Schmuckstücke, die er heute gefertigt hat, auszuliefern. Kannst du dich daran noch erinnern?“, wollte er von ihr wissen, wobei er sie mit gehobener Augenbraue anblickte.
    Sie neigte den Kopf etwas zur Seite. Dabei fielen ihre schwarzen Haare über ihre Schultern nach vorne. „Ja, ich erinnere mich.“
    „Dann komm mit. Vater will dich selbst einweisen, wo du hingehen sollst und was geliefert werden soll“, forderte Byle sie auf ihm in die Goldschmiede seines Vaters zu folgen.
    Runa wandte sich um und blickte Gerra fragend an. „Ist es in Ordnung, wenn ich dich hier alleine lasse und den beiden helfe?“
    „Natürlich. Baltreon kann heute jede Hilfe gebrauchen, die er kriegen kann. Also geh schon“, erwiderte sie und machte eine scheuchende Bewegung mit den Händen, die Runa suggerieren sollte, dass sie Byle in die Werkstatt folgen sollte.
    Die junge Frau machte sich auf den Weg in die Schmiede, wo Baltreon sie mit offenen Armen empfing.
    „Da bist du ja endlich“, begrüßte der beleibte Goldschmied sie und schloss sie in eine kurze, aber feste Umarmung. „Du musst unbedingt für mich diese Halskette ausliefern“, wandte sich der Vater ihres besten Freundes bittend an die Schwarzhaarige.
    „Klar, kann ich machen. Wo muss ich denn hin?“, wollte sie wissen und nahm die samtbezogene Schmuckschatulle entgegen, die Baltreon ihr vorsichtig überreichte.
    „In den Palast“, verkündete er feierlich. Man konnte ihm ansehen, wie stolz er darauf warm dass das Königshaus sich persönlich an ihn wandte, wenn sie handgefertigten Schmuck haben wollten.
    Runa hob überrascht die Augenbrauen. „In den Palast? Bist du sicher, dass du da nicht lieber selbst hingehen willst?“, wandte sie bedächtig ein.
    „An sich würde ich das auch machen, aber wir haben hier noch so viel zu tun, dass ich das unmöglich selber machen kann, wenn die anderen Sachen alle noch rechtzeitig fertig werden sollen. Deswegen musst du diesen Botengang für mich übernehmen, Runa.“
    „Wenn das so ist, dann mach ich mich natürlich gleich auf den Weg“, gab sie nickend zurück und lächelte ihn zuversichtlich an.
    Baltreon nickte zustimmend. Er hielt Runa aber noch am Arm fest, bevor diese die Goldschmiede verlassen konnte. „Sei vorsichtig, wenn du mit der Halskette unterwegs bist“, warnte der Schmied sie. „Man weiß nie, wer einen beobachtet.“
    Runa nickte bedächtig und machte sich dann auf den Weg zum Palast, wobei sie sich einen Stoffbeutel nahm, den sie sich um die Schulter hängte und die Schmuckschatulle darin versteckte, damit niemand sehen konnte was sie transportierte.

    Hallo alle zusammen.
    Ich weiß, ich habe schon lange nichts mehr gepostet, doch da nun Ostern vor der Tür steht, ich meinen Umzug hinter mir habe und Zuhause nun auch endlich wieder WLAN habe könnt ihr damit rechnen nun wieder öfter was zu lesen zu bekommen. :)
    Damit fange ich auch gleich an den zweiten Part meinen zweiten Kapitels zu posten. Er ist vielleicht ein bisschen kurz geraten, aber das liegt daran das es der Rest des Kapitels ist. macht euch keine Sorgen die nächsten Teile werden wieder länger und kommen öfter.... ich hab nämlich auch während meines Umzugs fleißig weiter geschrieben und bin dementsprechend euch schon ein bisschen voraus :)
    Also viel Spaß beim lesen und ich freue mich schon auf eure Kommentare :D



    Kapitel 2
    Der Markt (Part 2)



    Als sie das Gefühl abgeschüttelt hatte, ging Runa mit raschen Schritten über den Marktplatz und schlängelte sich durch die Menschenmassen, die sich vor den einzelnen Ständen befanden und versuchte schnellstmöglich zum Kräuterstand zu gelangen. Durch ihren kleinen Abstecher zur Stoffhändlerin hatte sie doch mehr Zeit verplempert als sie eigentlich angenommen hatte.


    Sobald sie sich weiter durch die Menge von Menschen auf dem Marktplatz gekämpft hatte und endlich den Kräuterstand erreicht hatte, ging sie im Kopf die Liste mit den Zutaten und Gewürzen durch, die Gerra jede Woche kaufte und zum Kochen benötigte.
    „Hallo, Runa, wie geht es dir“, wurde sie freundlich von Sala, der Kräuterhändlerin, begrüßt.
    Die Schwarzhaarige lächelte die Händlerin an. „Gut, gut“, nickte sie erwidernd und ließ dabei ihren Blick über die dargebotene Auslage wandern. „Es ist nur viel los bei uns Zuhause wegen morgen“, bemerkte sie an die rothaarige Schönheit gewandt.
    Sala nickte verstehend und machte eine ausladende Handbewegung und zeigte damit auf ihre Auslage, die sie versuchte an den Mann zu bringen. „Was brauchst du denn?“, wollte sie von ihr wissen. „So wie ich Gerra kenne, hat sie wieder einmal ein zauberhaftes Essen versprochen und ihr fehlen jetzt noch die richtigen Zutaten.“
    „Genauso ist es“, stimmte Runa nickend zu. „Sie macht ein richtiges Festmahl für uns und unsere Nachbarn. Anschließend wollen wir dann alle gemeinsam auf das Fest gehen“, erklärte sie Sala und deutete auf die Kräuter und Gewürze, die sie für Gerra und das bevorstehende Abendessen besorgen sollte.
    Sala bündelte die Waren und überreichte diese dann an Runa, die sie in den Weidenkorb verstaute, den sie immer noch um ihren Arm hängen hatte.
    „So, dann bekomme ich von dir fünf Goldmünzen“, wandte sich die Händlerin mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen an Runa und bedankte sich bei ihr für ihren Einkauf. Zudem wünschte sie ihr noch viel Spaß bei den bevorstehenden Feierlichkeiten zu Ehren der Prinzessin.
    Runa wandte sich lächelnd ab und machte sich auf den Weg zurück zu dem vereinbarten Treffpunkt, den sie mit Gerra ausgemacht hatte. Da sie mittlerweile alles zusammen hatte, was sie besorgen sollte, konnte sie Gerra dann später auch bei den weiteren Vorbereitungen für das Abendessen zur Hand gehen, sofern sie nicht doch noch in der Schmiede helfen konnte.


    Als Runa wieder an dem vereinbarten Treffpunkt angelangte, war Gerra schon da und wartete ungeduldig auf die junge Frau.
    Sobald die ältere Frau Runa zu Gesicht bekam, kam sie dieser entgegen. „Hast du alles bekommen?“, wollte sie von ihr wissen und betrachtete die Kräuter- und Gewürzbündel in dem Weidenkorb eingehend.
    „Ja, ich hab alles bekommen“, erwiderte Runa nickend. „Brauchst du sonst noch etwas oder hast du dann alles für das Abendessen zusammen?“, wollte sie von ihrer Ziehmutter wissen.
    „Nein, ich hab alles zusammen“, entgegnete sie. „Wenn du nichts mehr hast, was du noch möchtest, wäre ich soweit das wir nach Hause könnten. Dort wartet ja auch noch eine Menge arbeitet auf uns. Ich hoffe nur, dass wir das auch wirklich alles bis morgen schaffen. Das könnte sehr eng werden“, seufzte Gerra vor sich hin und hatte sich unterdessen schon in Bewegung gesetzt, da Runa auf ihre Frage hin nur mit dem Kopf geschüttelt hatte.
    „Das schaffen wir schon“, gab Runa zurück und legte Gerra den freien Arm um die Schulter. „Wir gehen dir und Baltreon zur Hand. Das klappt schon alles so, wie du es geplant hast“, beruhigte sie die ältere Frau mit einem sanften Lächeln auf den Lippen und drückte ihr einen flüchtigen Kuss auf die runzlige Wange.
    „Du hast Recht. Zusammen schaffen wir das“, stimmte Gerra ihr zu und erwiderte die Umarmung.
    So gingen die beiden Frauen Arm in Arm zurück durch die Straßen zu ihrem Haus und machten sich dann daran alles weitere vorzubereiten, was bis zum nächsten Tag noch erledigt werden musste.

    heyho ich melde mich dann auch mal wieder zurück. Ich bin umgezogen und war deswegen zeitlich ein wenig eingeschränkt :D

    Ist Malik aus dem Prolog der Sohn aus dem Vorwort?Weil im Vorwort wird ja ein Malikan? erwähnt? Sorry ich habe es nicht so mit Namen...

    Hallo Sora,
    es ist schön das du dich dazu entschieden hast meine Geschichte zu verfolgen. Ich freue mich einen neuen Leser dazu gewonnen zu haben. Und ebenfalls danke schön für das ausführliche Kommentar.
    So nun zu den Namen:
    Malikan und Malik sind ein und dieselbe Person. Malik ist halt nur die Abkürzung. Mailk und Runa sind die Kinder von Arton (Bösewicht) und Xerra ist eine wichtige Nebenfigur (aus dem Prolog) die auch immer mal wieder auftaucht :D

    Guten Morgen alle zusammen ;)
    Ich habe es dann einmal wieder geschafft etwas zu Papier zu bringen und bin einmal gespannt wie ihr es findet :D


    Kapitel 2
    Der Markt (Part 1)


    Gemeinsam mit Gerra verließ Runa das Haus über einen Seiteneingang, der in eine kleine Gasse mündete und somit nicht direkt auf die Hauptstraße von Ralkon. Auf dieser tummelten sich schon die Leute und versuchten so schnell wie möglich ihre Einkäufe an diesem Tag zu erledigen. Eben dieses machten die beiden Frauen auch und verließen die Gasse mit raschen Schritten. Sie schlängelten sich durch die Menschenmenge auf der Straße und schafften es nach wenigen Minuten auf den Marktplatz. Dieser schillerte in der frühen Morgensonne in allen nur erdenklichen Farben. Der Markt verströmte die unterschiedlichsten Gerüche und zog damit die verschiedensten Menschen an.
    „Achte auf deinen Korb, Runa“, warnte Gerra sie. „Heute ist wieder viel los und ich möchte nicht, dass dir irgendwas geklaut wird“, bemerkte die ältere Frau und schaute sich ein wenig misstrauisch um und achtete dabei selbst auf ihren Korb, dass an diesen auch kein Langfinger heran kommen konnte.
    Die Schwarzhaarige warf der korpulenten Frau ein kleines Lächeln zu. „Ich pass schon auf, dass nichts verloren geht“, beschwichtigte sie die Mutter ihres besten Freundes. „Wollen wir uns aufteilen, damit wir alles schneller erledigen können?“
    Gerra wandte sich zu Runa um und erwiderte das Lächeln der Jüngeren sanft, wobei ihr Lächeln ihre wässrigen blauen Augen erreichte und diese zum Strahlen brachte. „Das ist eine gute Idee. Dann können wir Zeit sparen und kommen schneller wieder nach Hause. Da ist auch noch so viel was gemacht werden muss“, seufzte sie und griff an den schmalen Gürtel, der ihr um die Hüften hing. An dem hatte sie einen kleinen Geldbeutel befestigt in dem sich die Goldmünzen befanden, die sie für ihren Einkauf benötigten. „Ich gebe dir etwas Geld und du kümmerst dich um die Kräuter und die Gewürze, die wir noch brauchen. Ich mach mich daran Gemüse und Obst zu besorgen. Eine Stunde müsste eigentlich mehr als ausreichend sein, um alles zu bekommen. Dann treffen wir uns wieder hier.“
    Die junge Frau nickte zustimmend und wollte sich schon umdrehen, um zu dem Stand zu gehen, an dem die Gewürz- und Heilkräuter verkauft wurden, als Gerra sie an der Schulter zurückhielt. Mit erhobener Augenbraue drehte sie sich wieder um und blickte die Ältere fragend an.
    „Sei wachsam“, mahnte diese sie noch einmal und konnte dabei den besorgen Gesichtsausdruck nicht verbergen.
    Runa erwiderte diesen Blick mit einem zuversichtlichen Lächeln. „Bin ich doch immer“, erwiderte sie schlicht und machte sich dann davon.
    Sie schlenderte über den vollen Markt und lauschte den herum schreienden Händlern, die versuchten die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zu ziehen, umso ihre Waren an den Mann zu bringen. An den verschiedenen Ständen blieb sie einen Moment lang stehen, um sich die Auslage anzusehen. Die Zeit konnte sie sich schließlich nehmen, da sie nur ein paar Kräuter holen musste und dafür brauchte sie keine volle Stunde, wie Gerra es angesetzt hatte.
    Sie betrachtete gerade ein paar feine Stoffe, die sich wunderbar dafür eignen würden um daraus ein wunderschönes rotes Kleid zu fertigen, welches für den großen Anlass wie geschaffen wäre.
    „Dieser Stoff ist wie für Sie gemacht“, bemerkte die Händlerin schmeichelnd. Sie betrachtete Runa mit warmen lächelnden Augen, als sie sich zu der brünetten Frau umdrehte. „Daraus könnte man ein zauberhaftes Kleid schneidern.“
    Die junge Frau nickte zustimmend. „Da gebe ich Ihnen Recht“, gab Runa zurück und schaute den Stoff sehnsüchtig an. Sie würde alles dafür geben, um bei den Feierlichkeiten in einem so schönen Kleid dabei sein zu können.
    Die brünette Händlerin kam um ihren Verkaufstresen herum und schob Runa sanft vor einen hohen Spiegel und wickelte die Stoffbahn um sie. Die beiden Frauen betrachteten das provisorische Kleid. Die Händlerin nickte wohlwollend. „Das steht Ihnen wirklich ausgezeichnet, meine Liebe. Sie sollten sich diesen hervorragenden Stoff auf jeden Fall morgen Abend bei den Feierlichkeiten tragen. Es bleibt Ihnen noch genügend Zeit, um daraus ein Kleid zu zaubern.“
    „Das ist lieb von Ihnen, aber ich kann mir das beim besten Willen nicht leisten“, lehnte Runa betrübt ab und legte den Stoff wieder zusammen und überreichte ihn der Händlerin.
    Sie seufzte. „Das ist schade. Dabei passte dieser Stoff doch so gut zu Ihnen. Nun ja, dann kann man es nicht ändern“, gab sie zurück. Sie legte die rote Bahn wieder auf ihren Tresen und wandte sich dann doch noch einmal zu Runa um. „Ich bin auch während der Feierlichkeiten am morgigen Tag hier. Für den Fall, dass Sie es sich doch noch anders überlegen, meine Liebe. Vielleicht ergibt sich ja doch noch eine Gelegenheit“, bemerkte sie verschwörerisch, wobei sich auf ihren Lippen ein sanftes Lächeln ausbreitete.
    „Ja, vielleicht“, erwiderte Runa, verabschiedete sich von der netten Händlerin. Sie drehte sich um und ließ die Stoffhändlerin an ihrem Stand zurück. Die junge Frau schlenderte weiter über den Markt und betrachtete die ausgelegten Waren, die zum Verkauf dargeboten wurden.
    Während sie sich durch die Menschenmenge drängte, wurde sie plötzlich angerempelt. Runa griff instinktiv nach ihrem Korb, den sie über dem Unterarm hängen hatte. Denn zuerst dachte sie, dass der Rempler ein geschickter Taschendieb sei. Doch als sie sich rasch nach demjenigen umdrehte, entdeckte sie bloß eine Gestalt, die in schwarze Gewänder gehüllt war. Sie hob den Kopf und blickte dem Fremden direkt in die Augen. Als sie diese kalten braunen Tümpel erblickte, in denen sich keinerlei Seele zu befinden schien, jagte es ihr einen unheimlichen Schauer über den Rücken. In diesem Moment glaubte Runa, dass die Zeit stehen geblieben war. Denn innerhalb von wenigen Augenblicken schossen ihr die schlimmsten Gefühle und Vorahnungen durch den Kopf, die sie inne halten ließ. Während sie noch damit beschäftigt war ihre Emotionen wieder in den Griff zu bekommen, verschwand der Unbekannte in der Menge, die sich auf dem Markt tummelte.
    Runa schüttelte den Kopf, wobei ihre schwarzen Haare um ihre Schultern fielen. Sie versuchte das gerade Erlebte zu verdrängen und abzutun, als wäre nichts geschehen. Sie musste sich konzentrieren und das merkwürdige Gefühl, das sich in ihr breit machte, zu vergessen. Nach einem weiteren Kopfschütteln, um ihre Emotionen wieder in den Griff zu bekommen.

    Ich will hier nicht schon zu Beginn irgendwas in Frage stellen, ich komme nur gerade mit meinem Verständnis nicht mit. Bitte erleuchte mich! XD

    dann erleuchte ich dich mal :D mach ich doch gerne

    Man tötet jemanden ja eigentlich nur nicht, wenn er eine eindeutige Verwendung hat. Und mit dem Wissen, was ich bisher von diesem "Bösen" (dessen Namen ich mir noch nicht recht merken will) habe, fällt es mir schwer zu glauben, dass er sie nur nicht tötet um ein Druckmittel zu haben? Das ist mir zu klein gedacht irgendwie. Wenn er ahnt, dass er einen Krieg nicht gewinnen könnte, würde er doch keine Geisel nehmen, denn wie gesagt; muss er so doch dennoch mit Angriffen rechnen ... trete ich jetzt auf dem Schlauch? xD

    Ich habe zum ersten nie behauptet das Arton (der Bösewicht) Prinzessin Carima nur entführt. Er hat schon noch etwas mit ihr vor, aber das verrate ich nicht, da das essenziell für die Handlung der Geschichte ist.
    klar hast du recht, dass die beiden Verbündeten von Ralkon nicht zwingend folgen würden bei solch einer Übermacht der sie ja nun entgegen sehen, aber wer sagt ihnen denn, dass Ralkon nicht ebenso loyal handeln würde, wäre ihr jeweiliger Schwachpunkt entführt worden?
    Ich finde Krieg führen ist immer einfach. Einfach drauf hauen, aber den richtigen Grund muss man dafür schon finden und wenn du es dir einmal so überlegst. Ein Krieg kostet tausende von Soldaten und Ressourcen wegen nur einer Prinzessin, klar sie ist die Prinzessin, Tochter, Schwester etc. aber ein Menschen gegen tausende. Das ist für mich immer.... schwierig, weil ich nicht behaupten will das ein Leben mehr wiegt als das von vielen.


    Aber im Endeffekt kann ich euren Standpunkt verstehen, dass ihr es momentan nicht logisch findet, die Prinzessin nur als Druckmittel zu entführen und dementsprechend nicht gleich Krieg zu führen, aber hierzu kann ich nur sagen, dass die gute Prinzessin nicht verwöhnt werden wird und das ich schon noch etwas mit ihr vorhabe. also ungeschoren kommt sie mir auch nicht davon.


    Ich hoffe jetzt einmal das meine Erklärung in deinen Augen und Ohren Sinn macht, sonst frag bitte noch mal nach und ich versuche es dir etwas besser zu erklären.


    xoxo
    Kisa

    Ich danke euch allen für kommentieren und korrigieren bzw. kritisieren :)
    Wie ich schon zuvor erwähnt habe, werde ich die Korrekturen zu gegebener zeit einarbeiten, was allerdings noch ein bisschen dauern könnte, aber ich mache es und werde auch versuchen darauf zu achten nicht mehr allzu komplizierte und lange Sätze zu schreiben. das war früher immer schon so mein Problem, aber arbeitsbedingt, kommt das immer wieder rein bei mir, aber ich bemühe mich um Besserung :D

    Kommt es mir eig. nur so vor oder wird Xerra nicht so wirklich wie eine Prinzessin wahrgenommen? Vielleicht leben ich auch nur in einer Disneywelt, in der Prinzessin halt Prinzessinenhaft sind.

    Nein, also wirklich Disneyprinzessin ist Xerra nicht und soll sie auch gar nicht sein. Denk da lieber an einen Auftragskiller, dass passt besser zu ihr, aber das wird im Verlauf der Geschichte noch deutlicher.

    Wird Xerra ein Hauptcharakter? Bin nämlich sehr gespannt, was sie mit Ralkon zu schaffen hatte, und warum sein Königreich oder so, sie hintergangen hat.

    Ja, Xerra gehört mit zu den Hauptcharakteren, aber ich viele davon. Sprich ich habe Hauptcharaktere unter den Guten und unter den bösen. deswegen muss ich das immer ein bisschen splitten, aber jeder bekommt seine Rolle und Kapitel. dabei versuche ich die abstände auch nicht so groß werden zu lassen, aber natürlich muss ich das auch passend zur Geschichte schreiben.... Herausforderungen ohne Ende wie du siehst :D Aber keine Sorge ich mag Xerra selber extrem gerne und schreibe sie dementsprechend auch gern.


    Ich freue mich das ich wieder jemand neues als Leser dazu gewonnen habe und würde mich freuen, wenn du dieser Geschichte erhalten bleibst :)


    xoxo
    Kisa

    Huch, wie unangenehm Irgendwie scheine ich etwas verpeilt gewesen zu sein, als ich das gelesen habe...also, vergiss, was ich gesagt habe ...

    Kein Problem. Ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen. Dass ich es durchaus genannt habe. Aber über solche Sachen die in einem Nebensatz drin stehen liest man schnell drüber weg. Ist mir auch schon passiert :)