Beiträge von Rainbow

    Mh...ein Lesezeichen ...Ich traue mich ja fast nicht, es zu sagen, aber ich knicke meistens oben die Ecke der Seite um, auf der ich stehengeblieben bin :whistling:
    Man kann sich vielleicht vorstellen, wie die Bücher aussehen, die ich bereits mehrfach gelesen habe...Ich finde allerdings, dass Bücher mit entsprechenden Gebrauchsspuren irgendwie auch cool sind. Deshalb behalte ich das wahrscheinlich auch bei und schere mich nicht darum. :)

    Es war mir schon klar, dass mit Sonne und Mond nicht das"Urchaos" gemeint sein kann. Ich fand den Absatz trotzdem etwas verworren, in dem das beschrieben wurde. Naja, ich merke, ich bin wohl zu wenig "mystisch" veranlagt.
    Aber Skyla, lass dich davon nicht beeindrucken. Wie du siehst, gibt es andere, die es genauso gut finden :)


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hi,


    ich glaube, ich habe jetzt eine leise Ahnung davon, was du meinest, als du von "dichtem Schreibstil" gesprochen hast.
    Du beschreibst gerne und viel...das tue ich auch ... ist quasi meine Schwäche. Ich muss mich da auch immer wieder zügeln und wenn mich andere nicht mit der Nase darauf stoßen, dann fällt es mir noch nichtmal auf. :)


    Das Problem ist nur, dass man sich manchmal hinreißen lässt und dabei das Wesentliche aus den Augen verliert. So ging es mir bei deinem zweiten Abschnitt. Ist jetzt nur ein Beispiel:


    In der Nähe barsten Bäume. Blätter und blauer Staub fegten die Asche vom Hügel fort. Der geschmolzene Sand glomm noch schwach. Durch das Glühen bohrte sich ein grüner Stängel, an dem sich ein weißes Blatt ausrollte. Aus einem wurden viele. Immer mehr Äste und Zweige trieben aus dem borkigen Stamm. Die weißen Blätter leuchteten wie die Sterne. Als der Baum aufhörte zu wachsen, überragte er die Drachen, die zu dem Mann blickten, der am Fuße des Hügels kniete. Das grelle Licht der Blätter durchdrang ihn, erfasste seine Seele mit Dankbarkeit und Tränen fielen zu Boden. Er stand auf, griff das violette Kristallschwert, das neben ihm im Boden steckte.

    Hier kommt ganz viel Beschreibung....und plötzlich schreibst du "....Er stand auf, griff das violette Kristallschwert....." Und ich dachte mir "Hä? Wer greift denn jetzt nach dem Schwert? Wo ist der hergekommen? Ich musste quasi den Abschnitt nochmal lesen und dann fiel mir auf, dass du in einem klitzekleinen Nebensatz erwähnst, dass da plötzlich ein Mann am Hügel kniet. Ich habe da einfach drüber weggelesen, weil es für mich in der ganzen detaillierten Beschreibung untergegangen ist.


    Mag sein, dass das wieder nur son "Rainbow-Problem" ist und andere solche Textstellen direkt erfassen. Ich mags gerne leicht und nachvollziehbar. Wenn ich abends spät im Bett liege und schnell noch ein paar Seiten schmökern möchte, dann mag ich nicht jeden Satz 3x lesen müssen. Vielleicht solltest du wichtigen Dingen mehr Raum geben und dafür das Drumherum weniger verschnörkeln... Ahhhh, ich hasse es, sowas zu schreiben, weil ich weiß, wie schwierig es ist, sowas anzunehmen. Im Moment ist das dein Schreibstil und der macht dich ja auch aus... bin mir aber sicher, du findest einen Weg, das zu optimieren, ohne dich zu verbiegen :)


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hallo Skyla,


    also ... ich habe ein paar Fragen. Liegt wahrscheinlich daran, weil ich selber Urban-Fantasy schreibe und immer einen Fuß in der echten Welt habe und auch irgendwie brauche :)


    Mich würde interessieren, ob deine Geschichte auf der Erde spielt. Klar redest du von Sonne und Mond und davon, dass sie diese Kristalle auf der Erde deponieren, aber du sprichst auch von dem Land "Aerama", was ja quasi deiner Fantasy entsprungen sein dürfte.


    Bei dem Kampf wird nicht ganz deutlich, ob die ganze Erde in Gefahr schwebt oder nur das Land.Irgendwo schreibst du "da zerbrach die Barriere, die das Land schützen sollte...." (also nicht die ganze Welt?)


    Nur zum besseren Verständnis: Mit dem "Urchaos" meinst du Sonne und Mond? Klingt für mich irgendwie komisch, wenn ich das richtig verstanden haben sollte. Das "Urchaos" hört sich für mich mehr nach einem Ereignis an. Vielleicht habe ich diese Textpassage auch einfach nicht verstanden, in der du das erklärst....


    Dann noch etwas: Wie kann ich mir denn die dunklen Diener vorstellen? Mir fehlt irgendwie ein Bild. Auch habe ich Schweirigkeiten, mir Sonne und Mond im Kampf vorzustellen...ein paar Beschreibungen wären vielleicht ganz hilfreich.


    Wahrscheinlich bin ich wieder der einzige Depp, der so blöde Fragen stellt...ich selber hasse das auch immer, wenn Leute meinen Gedankengängen nicht folgen können, obwohl sie meiner Meinung nach immer total logisch und nachvollziehbar sind :) Also, ärgere dich nicht zu sehr über mich und verbuch es einfach unter "Interesse an deiner Geschichte".


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hi Du,


    herzlich Willkommen und viel Spaß. Bin schon gespannt auf deine Geschichten ... und darauf, was ich mir unter dem "dichten Schreibstil" vorstellen kann :)


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hi Francis,


    herzlich Willkommen! Klingt spannend, was du schreibst. Würde mich mal interessieren, was du so für Erfahrungen machst bei der Veröffentlichung deines Buchs.Vielleicht sollten wir uns mal kurzschließen ....


    Viele Grüße und vor allem viel Spaß hier :)


    p.s.: Hast du überhaupt vor, es zu veröffentlichen???

    Hi RenLi,


    bestimmt bin ich bald bekannt dafür, besonders blöde Fragen zu stellen. Aber hier kommt mal wieder eine:
    Die Jahreszahl. Natürlich habe ich das gelesen, du hast es ja direkt zu Beginn geschrieben, dass man sie im Auge behalten soll. Ich frage mich aber, auf was sie sich bezieht. Ist das "vor Christus" oder "nach Christus" oder ist es womöglich eine komplett andere Zeitrechnung, die mit Christus überhaupt nichts am Hut hat? Im Moment steht die Zahl ja alleine....das lässt ein wenig Spekulationsraum. Ist das beabsichtigt?


    Ich weiß, wie es ist, wenn man etwas schreibt und das für einen selber total logisch ist...Manchmal sind die blöden Fragen anderer dann nicht nachvollziehbar ... :)


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hi RenLi,


    ich habe dir ja schon gesagt, dass ich deinen Schreibstil mag. Jetzt stehe ich aber ein wenig ratlos da und versuche, das Geschehene des letzten Abschnitts in einen logischen Zusammenhang zu bringen. Da der Vater und der Onkel doch eigentlich gestorben waren, gehe ich davon aus, dass das jetzt eine Art Rückblick ist. Oder habe ich irgendwas falsch verstanden???


    Beim Lesen ist mir nochwas aufgefallen. Bei vielen Wörtern schreibst zu „ss“ statt „ß“ . Es gab da ja mal vor Jahren eine dieser ätzenden Reformen und seit dem gibt es eine goldene Regel, die ich mir so eingeprägt habe: Alles was mit langem „S“ gesprochen wird (Grüße, Füße, schließen, gießen, …..) wird mit „ß“ geschrieben. Alles, was zackig ausgesprochen wird (Kuss, Schluss, muss, Fluss, beeinflussen, …) wird mit Doppel S geschrieben. So konnte ich mir das ganz gut merken. Vielleicht hilft dir das ja.


    Oh, ich habe gerade gesehen, dass @Shaylee das auch schon angemerkt hat.... naja, doppelt hält besser :)
    Ansonsten freue ich mich natürlich auch zu erfahren, wie es weitergeht.

    Hi Kirisha,


    jaaaaaaa, du hast bestimmt recht. Ich weiß, dass es schneller gehen muss. Aber ich beschreibe doch so gerne ....Ahhhhhh!
    Ich frage mich, wie ich meine Beschreibungen einfließen lassen kann, wenn doch alles in Originalzeit läuft. Das ist ja quasi unmöglich.....dann darf Freddy auch nichts denken....außer: Scheiße,Scheiße, Scheiße....


    Ich kriege die Krise...aber das ist nicht deine Schuld :)
    Die Feuerdämonen waren übrigens in den vorangegangenen Kapiteln öfter schonmal Thema... es wurde beschrieben, dass sie ihre Opfer töten, indem sie sie in Brand setzen....die können quasi auf Kommando anfangen zu brennen...Deshalb die Namensgebung. Vielleicht muss ich mich ihnen aber noch mit etwas mehr Liebe zum Detail zuwenden.


    Ich versuche dann mal, den Teil zu bearbeiten. Ich hasse das....aber wenn`s danach besser ist, als vorher ...dann weiß man, es hat sich gelohnt.


    Danke dir erstmal! Und ... Klar geht`s weiter....ich könnte dir noch diverse Kapitel um die Ohren hauen :) Soll ich?


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hallo Kirisha,


    danke für dein Feedback. Manche Dinge fallen einem selber wirklich kaum noch auf, vor allem, wenn einem der Text so vertraut ist. Habe ihn mindstens schon 100x gelesen ... und für mich klingt natürlich alles total logisch



    Hier schreit Freddy los und ich weiss noch gar nicht, was los ist. Da würde ich etwas umstellen.


    Anfang Teil 2: Eigentlich dachte ich schon, dass klar ist, warum er schreit. Schließlich sieht er an seinem Fußende den Feuerdämob über sich aufragen. Ist das irgendwie missverständlich?


    Irgendetwas hielt ihn fest, sorgte dafür, dass er nicht weiter zurückweichen konnte. Der Feuerdämon ragte an seinem Fußende auf, blickte mit seinen teuflischen Augen hämisch auf ihn herab. Voller tiefer Verzweiflung......

    Wow, ganz schön dick aufgetragen. Aber mir gefällt´s! Hübsche genüssliche Beschreibung. Wenn schon ein Engel, darf es gerne ein besonders hübscher sein.

    Ja, du hast recht...ist wahrscheinlich dick aufgetragen :) Aber ich sehe die Szene so deutlich vor meinem inneren Auge, dass ich nicht anders kann, als sie so aufzuschreiben. Kennst du das?



    Hier bin ich etwas verwirrt. Folgende Szene steht mir vor Augen:
    Freddy liegt am Boden und blickt zur Eingangstür, wo die vier Engel aufgetaucht sind, die er gerade in aller Gemütsruhe und voller Staunen gefühlte 10 Minuten lang betrachtet hat.
    Sämtliche bisher aufgetauchten Feinde sind tot und auch keine anderen zu sehen. Sonst würde Freddy sich wohl gezwungen sehen, sich mit der Gefahr zu befassen und könnte die Engel nicht so ausgiebig betrachten.
    Wieso kann er sich so plötzlich wieder mitten in einem Kampfgeschehen befinden? Sind neue Feinde aufgetaucht? Wie sehen sie aus, woher kommen sie, wieviele sind es, was machen sie?


    Also...ich sehe das so. Da ist im Moment noch son Flugdämon unterwegs, der ihn ja am Kopf streift. Der Feuerdämon ist aus dem Rennen, weil ja vom Pfeil getroffen...ansonsten kündigt das Geräusch von Flügelschlägen und das Getrampel auf der Treppe an, dass noch mehr dieser Viecher unterwegs sind...in diesem Moment weht die Türe auf...das kann dann durchaus ein paar Sekunden dauern, bis Freddy mit dem nächsten Angriff konfrontiert wird, der ja in Form dieses Höllenhundes dann auch kommt.
    Ich finde es problematisch, alles gleichzeitig zu beschreiben. Irgendwie haut das nicht hin....ich finde es auch wichtig, zu beschreiben, wie die Engel aussehen...im Film wäre das wahrscheinlich eine Szene, die dann in Zeitlupe ablaufen würde...Verstehst du, was ich meine?
    Mh, ich werde mir diesen Abschnitt nochmal genauer angucken.



    Auch hier gefällt mir die Reihenfolge nicht. Freddy zückt sein Schwert und sticht zu und erst, nachdem er gestochen hat, erfahre ich, gegen was er eigentlich gekämpft hat. Das wäre mir andersherum eindeutig lieber. Erst der Riesenhund, dann die Attacke.

    Du hast recht, dass das wahrscheinlich verwirrend ist....ich hatte ein paar Zeilen darüber geschrieben...."Ein animalisches jaulendes Geschrei näherte sich ihm und der Blick über die Schulter katapultierte ihn unsanft wieder ins Hier und Jetzt."...Das sollte quasi die Ankündigung sein und der Grund dafür, warum er sein Schwert zückt.....dann rollte er sich zur Seite entledigt sich des Mantels, zieht das Schwert usw. Natürlich erfährt man erst im Nachhinein, was es jetzt genau war...aber da komme ich wieder in die Situation, dass ich während des Angriffs bzw. des Kampfes eigentlich nicht so ausführlich beschreiben kann... verstehst du, was ich meine???


    Zu guter Letzt: Die Feuerdämonen: Eigentlich hatte ich im ersten Teil des Kapitels, als die Rezeptionistin zum Feuerdämon mutiert bereits beschrieben, wie diese Kreaturen aussehen. Zumindest dachte ich, dass ich es getan habe...


    Die tiefliegenden schwarzen Höhlen in dem totenkopfähnlichen Schädel fixierten ihn mit bösartigem Frohlocken. Außerstande, sich der hypnotischen Wirkung dieser teuflischen Augen zu entziehen, stieß er sich mühsam mit den Füßen von dem rutschigen Boden ab. Verkohlte Hautfetzen baumelten von den muskelbepackten sehnigen Gliedmaßen des Feuerdämons herab, der sich gerade mit einer schwungvollen Bewegung zu Freddy heruntergleiten ließ.

    Soll ich die noch detaillierter beschreiben? Oder zumindest weiter hinten im Kapitel nochmal darauf eingehen...Am Ende schreibe ich nur noch


    "Um ihn herum sah er in widerwärtige Fratzen, allesamt mit denselben leeren Augen und einem ähnlich teuflischen Ausdruck. Durch die aufgestoßene Metalltüre am gegenüberliegenden Ende der Halle strömten immer mehr dieser albtraumhaften Bestien, deren Körper auf grausame Weise entstellt waren und sich kampflustig auf alles stürzten, was nicht dämonischen Ursprungs war....."



    Nicht genug? Irgendwie denke ich doch, dass der Leser seine eigene Fantay vielleicht auch ein bisschen mit einbringen möchte.


    Danke auf jeden Fall erstmal für deine Einschätzung...Ich werde mal sehen, was ich daraus mache :)


    Viele Grüße
    Rainbow

    Hi,


    melde mich trotz völliger Ahnungslosigkeit zu Wort, aber wo es bereits um Engel und Dämonen ging (im Moment mein Lieblingsthema) würde ich gerne noch die Nephilim ins Spiel bringen.
    Ich habe sie über die Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare kennengelernt. Ich glaube, sie hat die ursprüngliche Definition, die man so im Internet findet, für ihre Geschichte etwas abgewandelt.
    Ich kann sie sicher nicht nach den oben vorgegebenen Kriterien beschreiben. Dafür müsste ich mir die 6 dicken Bücher jetzt nochmal vornehmen und durcharbeiten.


    Sicher weiß ich aber, dass es Mischwesen sind, die aus Engeln und Menschen hervorgegangen sind. Bei den Chroniken heißen sie auch Schattenjäger und sollen dafür sorgen, dass die Koexistenz zwischen Menschen und Schattenwesen (Werwölfe, Vampire, Feen), die verborgen auf der Erde leben, funktioniert. Sie sind ihnen quasi übergeordnet. Ebenso sollen sie Dämonenangriffe abwehren.


    Wenn das hier Quatsch ist, was ich schreibe, vergesst es einfach. Andernfalls kann ich das gerne noch weiter ausführen bzw. nochmal recherchieren. :)

    Grüß dich und viel Spaß hier... Bin schon gespannt, was du so für Ideen mitbringst. Vielleicht stöberst du aber am Anfang einfach erstmal ein bisschen. Es dauert ein Weilchen, bis man sich hier durch alles durchgewuselt hat...aber es macht auch wahnsinnig viel Spaß! Also, komm gut an.


    Rainbow

    Hi Kirisha,


    viiiiieeeelen Dank für deine ganzen Anmerkungen (und auch das Lob). :)
    Es ist wirklich sehr hilfreich jemanden über den eigenen Text gucken zu lassen, weil ich selber nicht immer den Blick dafür habe, aufzudecken, was jetzt gerade zuviel oder überflüssig ist. Ich weiß, ich habe einen Hang dazu, alles zu überschwänglich auszuschmücken und ich werfe gerne mit Adjektiven um mich. Das ist manchmal einfach too much und gerade, wenn man Spannung aufbauen will kontraproduktiv.


    Du hast dir wirklich viel Mühe gemacht, den Text durchzugehen und ich weiß das ehrlich zu schätzen. Das ist verdammt viel Arbeit! ich werde garantiert deine Ideen berücksichtigen. Davor graut es mir allerdings schon ein wenig. Die Überarbeitung von Kapiteln ist manchmal aufwendiger, als das eigentliche Schreiben :) Aber das weiß du ja.


    Freddy ist übrigens wirklich eher son introvertierter aber trotzdem cooler Typ, der zwar jahrelang zum Kampfsporttraining gegangen ist, grundsätzlich aber Konflikten lieber aus dem Weg geht. Ich wollte ihm die Chance geben, in diesem Kapitel über sich hinauszuwachsen und seine eigene Stärke zu entdecken. (wahrscheinlich wieder Klischee - Antiheld wird zum Held- sorry, aber ich stehe immernoch drauf :) )


    Du darfst dich gerne weiter austoben, wenn es dein Zeitplan erlaubt...Vielleicht stelle ich dann demnächst meine überarbeitete Fassung ein...wenn ich dann irgendwann soweit bin.


    Viele Grüße,
    Rainbow

    @Jennagon


    Hi Jenna,


    danke für deine Rückmeldung. Das ist sicher hilfreich...ich weiß, dass ich dazu neige, eher zuviel zu (be)schreiben und manchmal gehen quasi die Pferde mit mir durch. Ich selber finde meine Ideen dann immer total toll und es fällt mir meistens schwer, mich im Nachhinein von bestimmten Textpassagen wieder zu trennen...obwohl das bestimmt sinnvoll wäre. Klar lebt die Spannung davon das es Pang, Pang, Pang geht und mit jeder Beschreibung nimmt man wieder Tempo raus.
    Ich werde das also nochmal überdenken :)
    Es freut mich aber, dass du schmunzeln musstest...ich versuche immer auch einen gewissen Humor einfließen zu lassen. Gut zu wissen, dass das beim Leser auch rüberkommt...Machmal ist man sich ja nicht sicher, ob andere den eigenen wirren Gedanken folgen können. :)
    Du hast übrigens recht und mein Beitrag passt sicher besser in die Schreibwerkstatt.Sorry, habe ich nicht berücksichtigt. Würdest du mich dorthin verschieben???
    Ich würde ja gerne noch den zweiten Teil meines Kapitels hinterherschieben... Solltest du die Zeit finden, freue ich mich natürlich auch hier über deine Rückmeldung.Jeder andere, darf aber natürlich auch gerne seinen Senft dazugeben...


    Teil 2



    Irgendetwas hielt ihn fest, sorgte dafür, dass er nicht weiter zurückweichen konnte. Der Feuerdämon ragte an seinem Fußende auf, blickte hämisch auf ihn herab. Voller abgrundtiefer Verzweiflung schrie Freddy auf. Mit einem Fuß stand der Dämon auf seinem Mantel, machte ihn bewegungsunfähig. Plötzlich schlug hinter ihm die schwere Eingangstüre auf, wehte die eisige Kälte von draußen herein. Ein gleißendes Licht durchflutete die gesamte Eingangshalle, breitete sich bis in den hintersten Winkel aus. Schützend legte Freddy einen Arm über sein Gesicht, blinzelte gegen die grellen Farbpunkte an, die vor seinen Augen tanzten. Für einen Moment war er völlig blind. Dann spürte er den Luftzug eines Geschosses an sich vorbeifliegen. Das blockierende Gewicht seines Angreifers war mit einem Mal verschwunden. Er wieder frei. Geblendet durch die hell erleuchtete Umgebung nahm er nur die verschwommen Umrisse des Feuerdämons wahr, aus dessen Kopf plötzlich etwas Langes Spitzes herausragte. Er musste zweimal hinsehen, um zu erkennen, dass es sich um einen Pfeil handelte. Unter wildem animalischen Gekreische wandt sich die Kreatur, stürzte sich schwankend auf ihn. Ihr ekelerregender brandblasenübersäter Körper schwoll an und zerplatze schließlich wie ein zu prall gefüllter Ballon, kurz bevor es zu einer Berührung gekommen wäre. Zerfetzte Körperteile flogen durch die Luft und eine nicht unbeachtliche Ladung schleimigen Sekrets ergoss sich auf Freddy, der zu perplex war, als dass er hätte ausweichen können. Angewidert sah er an sich herunter, wischte sich mit dem Ärmel den gröbsten Teil der klebrigen Substanz aus seinem Gesicht. Dann wanderte sein verdatterter Blick in Richtung Türe. Das Bild, das sich ihm dort bot, hätte beeindruckender nicht sein können. Für einen Moment war es ihm, als bliebe die Zeit stehen und als liefe das Geschehen ringsum in Zeitlupe ab.
    Umgeben von einem blendend weißen Licht konnte er vier Gestalten ausfindig machen, die sich im Eingangsbereich formatiert hatten.
    An der Spitze glaubte Freddy Elias erkennen zu können. Seine langen Haare, die auf unnatürliche Weise in den verschiedensten Goldtönen schimmerten, wehten ihm wild durch das Gesicht. Die Erhabenheit, mit der er sein loderndes Schwert kampfbereit vor den strahlenden Körper hielt, demonstrierte wilde Entschlossenheit. Die enganliegende Montur mit den gut bestückten Waffengurten, schmiegte sich wie eine zweite Haut an seinen athletischen Körper und erledigte den Rest, um die Bilder des lässigen jungen Mannes, die Freddy in seiner Erinnerung abgespeichert hatte, verblassen zu lassen. Das hier war ein anderer Elias. Das, was er hier vor sich sah, war der echte – der ´Engel` Elias - und zwar in Ausübung seiner ureigenen Bestimmung: als Vertreter des himmlischen Heeres.
    Hinter ihm standen die anderen und ergaben mit Elias eine perfekte Einheit. Seraphina, zu seiner Rechten, zog gerade einen neuen Pfeil aus dem Köcher, den sie auf dem Rücken trug, und spannte den Bogen. Natürlich! Sie hatte den Feuerdämon erledigt und Freddy somit das Leben gerettet. Jetzt stand sie da wie eine Amazone mit wild flatternder Mähne und ihre sonst so weichen Gesichtszüge hatten einen kämpferischen Ausdruck angenommen. Ihre langen Beine steckten in einer hautengen hellen Hose mit kniehohen Stiefeln und der glänzende Brustpanzer betonte ihre atemberaubenden weiblichen Rundungen. Als sich ihr Blick mit dem von Freddy traf, weichte ihre versteinerte Miene einen kurzen Moment auf und ihre Augen nahmen einen sanftmütigen Glanz an. Neben Serafina hatte Micah Stellung bezogen. Die beiden Kurzschwerter, die er gekonnt durch die Luft schwang flammten auf und tauchten ringsum alles in ein loderndes Licht, dessen Reflektion sich auf seinem wunderschönen makellosen Gesicht widerspiegelte und ihm etwas absolut Magisches verlieh. An seiner Seite wirkte Jesaja aufgrund der überschaubaren Körpergröße fast schmächtig, doch die Art und Weise, in der er den Speer in der einen und das Schild in der anderen Hand hielt, ließen jeden Vorbehalt gegenüber seiner Fähigkeiten dahinschmelzen. Wenn noch ein letzter Zweifel an der überirdischen Herkunft der vier bestanden hätte, so wären es die prächtigen weißen Schwingen gewesen, die hinter ihren Rücken hervorblitzten und den Beweis dafür erbrachten.
    Ein animalisches Jaulen katapultierte Freddy unsanft wieder ins Hier und Jetzt. Der kurze Blick über die Schulter ließ ihn erstarren. Etwas mit dem Aussehen eines halbverwesten übergroßen Hundes raste auf ihn zu, setzte zum Sprung an. Geistesgegenwärtig rollte er sich zur Seite weg, griff zielsicher hinter seinen Rücken und zog eines der Langschwerter hervor, das unter seiner Berührung nun hell aufleuchtete. Keine Sekunde später rammte er die Klinge in das fellbesetzte Geschöpf mit dem Maul einer beißwütigen Bestie. Der schwere Körper riss ihn zu Boden und begrub ihn unter sich. Freddy spürte die warme Flüssigkeit, die aus der Wunde strömte, sich langsam auf seiner Haut verteilte und sein Hemd blutrot verfärbte. Blutrot! Wie bei einem Menschen! Die erschreckende Erkenntnis breitete sich in ihm aus, dass er noch nie zuvor ein lebendes Wesen absichtlich und mit solcher Brutalität verletzt hatte. Der weit aufgerissene Schlund, in den er jetzt blickte, scherte sein schlechtes Gewissen zum Teufel und vertrieb jegliche Zurückhaltung aus seinen Gedanken. Entschlossen stieß er das Schwert tiefer in die klaffende Wunde. Das wehleidige Aufheulen an seinem Ohr wurde zu einem schmerzerfüllten Keuchen, bevor es schließlich abriss. Der Versuch, sich von dem tonnenschweren stinkenden Kadaver zu befreien, kostete ihn all seine Kraft. Ungelenk hievte er sich unter den verrenkten Gliedmaßen dieses Monstrums hervor, als ihm jemand seine Hand hinhielt. Mica!
    Dankbar griff er danach und ließ sich hochziehen.
    Ehe er sich erkenntlich zeigen konnte, riss ihn der Engel hinter sich und wehrte mit seinem flammenden Schwert den Angriff eines Feuerdämons ab, der sich geradewegs auf ihn stürzen wollte. Wo kamen die plötzlich alle her? Entsetzt blickte Freddy um sich. Binnen nur weniger Augenblicke hatte sich die Empfangshalle in einen Kriegsschauplatz verwandelt. Um ihn herum sah er in widerwärtige verbrannte Fratzen, allesamt mit denselben glühenden Augen und ähnlich teuflischem Ausdruck. Durch die aufgestoßene Metalltüre am gegenüberliegenden Ende der Halle strömten immer mehr dieser albtraumhaften Bestien, deren Körper auf grausame Weise entstellt waren und sich kampflustig auf alles stürzten, was nicht dämonischen Ursprungs war.
    Die Engel hatten alle Hände voll zu tun, sich gegen die zahlenmäßige Überlegenheit ihrer Angreifer zu behaupten und die Übermacht an Dämonen abzuwehren. Eingekesselt von einer ganzen Schar Feuerdämonen, drehte sich Elias mit seinem lodernden Schwert um die eigene Achse, um sie auf Abstand zu halten. Sobald sich einer von ihnen aus der Formation löste und ihm zu nah kam, machte er auf unschöne Weise mit der zerstörerischen Kraft der geweihten Klinge Bekanntschaft, weshalb der Boden zu seinen Füßen bereits mit den Überresten verbrannter Körperteile übersät war.
    In eine Ecke gedrängt, sahen sich Serafina und Jesaja einem ganzen Pulk Höllenhunde gegenüber. Zähflüssiger Speichel rann aus deren Lefzen, die angelegten Ohren signalisierten überdeutlich ihre Angriffsbereitschaft. Während Jesaja mit dem ausgestreckten Speer versuchte, die Horde in Schach zu halten, schoss Serafina einen Pfeil nach dem anderen in die Menge der blutrünstigen Kreaturen. Jeder Treffer wurde begleitet durch ein gequältes Aufheulen, bevor sich der Leib schließlich auflöste und nur ein Häufchen Asche auf dem Boden zurückblieb. Der freigewordene Platz wurde umgehend durch ein neues widerwärtiges Geschöpf ersetzt, das von hinten nachdrängte. Jeder Versuch, das vorhandene Ungleichgewicht auch nur ansatzweise zu minimieren, schien zwecklos. Die schaurige Erkenntnis, sich inmitten dieses Gemetzels zu befinden, nahm Freddy die Luft zum Atmen.
    Ein hoher krächzender Schrei über seinem Kopf riss ihn aus seiner Starre und ließ ihn aufhorchen. Hektisch drehte er sich nach allen Seiten um, suchte nach der Ursache für dieses Geräusch, das ihm durch Mark und Bein ging und dafür sorgte, dass sich die Härchen auf seinem gesamten Körper aufstellten. Plötzlich sah er ihn. Den Flugdämon, mit dem er bereits zuvor Bekanntschaft gemacht hatte. Nur war er jetzt nicht mehr alleine! Zwei weitere Exemplare hatten sich dazugesellt und steuerten geradewegs im Sturzflug auf ihn und Micah zu. Die ausgefahrenen messerscharfen Klauen waren aus der Ferne gut zu erkennen, ebenso wie der lange spitze Schnabel. Er wollte sich nicht vorstellen, wie diese Mordinstrumente aus der Nähe aussahen. Hilfesuchend sah er sich nach Micah um, der gerade in den Kampf mit zwei Feuerdämonen verstrickt war. Von hier war also keine Hilfe zu erwarten. Es war an ihm, es mit diesen fliegenden Missgeburten der Hölle aufzunehmen. Einen Moment schloss Freddy die Augen und versuchte, sich darauf zu besinnen, was Micah ihn während der gemeinsamen Trainingseinheit gelehrt hatte. All die Anweisungen und gut gemeinten Ratschläge waren wie ausgelöscht. Ohne weiter darüber nachzudenken, zog er zwei Dolche aus den Ledermanschetten, die er an den Unterarmen trug und schleuderte sie mit aller Kraft den, sich nähernden, Flugdämonen entgegen. Fasziniert über die Präzision seines Wurfes beobachtete er, wie sich die beiden Geschosse in die schuppigen Körper seiner Angreifer bohrten und sie zum Absturz brachten. Haltlos trudelten sie hinab, zerfielen schließlich noch in der Luft zu winzig kleinen Partikeln, die wie ein Ascheregen auf die kämpfende Menge herabrieselten. Einen kurzen Moment war ihm danach, jubelnd in die Luft zu springen, um seinen Triumph auszukosten, doch hielt ihn der herannahende dritte Flugdämon davon ab, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Noch zwei kräftige Flügelschläge, dann würde er seine Krallen in Freddys Haut versenken und seinen speerförmigen Schnabel mit den vielen kleinen Zähnen in ihn hineinrammen. Das Schwert, an dem noch immer das Blut des Höllenhundes klebte, lag zu seinen Füßen. Mit einer geschmeidigen Bewegung griff er danach, verweilte eine Sekunde abwartend in der Hocke, bäumte sich schließlich mit der ausgestreckten Waffe in seiner Hand auf und stieß zu. Das Schwert entglitt seiner Hand. Es steckte in der Panzerung des fliegenden Ungetüms fest, das nun krächzend und wild mit den Flügeln schlagend, über seinen Kopf wegflog, ehe es sich auf die gleiche Weise aus dieser Welt verabschiedete, wie es seine Artgenossen bereits zuvor getan hatten.
    Plötzlich vernahm er Elias` glasklare Stimme in seinem Kopf. Haltet euch bereit. Sie kommen!, hörte er ihn deutlich sagen. Er zog ein neues Schwert aus dem Schaft an seiner Hüfte und warf Micah über die Schulter einen fragenden Blick zu. Noch immer standen sie Rücken an Rücken, jederzeit bereit, den nächsten Angriff abwehren zu müssen.
    „Was meint er damit sie kommen?“, rief Freddy ihm atemlos zu, während er dem Hieb eines Feuerdämons auszuweichen versuchte.
    „Das wirst du gleich sehen!“, antworte Micah und Freddy fragte sich ernsthaft, ob da so etwas wie gute Laune in seiner Stimme mitschwang. Es blieb nicht mehr genug Zeit, noch einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, da bereits im nächsten Augenblick ein lauter Tumult von draußen an sein Ohr drang. Durch die offene Türe und die zersplitterten Fensterscheiben drangen mit einem Mal hunderte von strahlenden Lichtwesen, die sich blitzschnell auf die verdatterte Meute von Dämonen stürzten. Plötzlich spürte er Micahs Arm um seine Mitte und kurz darauf hoben seine Füße vom Boden ab. Erschrocken stieß er einen Schrei aus, klammerte sich verzweifelt an Micah fest. Dessen mächtige weiße Schwingen entfalteten sich zu ihrer vollen Größe und so flogen sie über das Kampfgeschehen hinweg. Vor der Metalltüre, die zum Treppenhaus führte, entließ Micah ihn aus seinem Griff und landete direkt neben ihm. Die kämpfende Engelschar, schottete sie vom Geschehen ringsherum ab, weshalb sie in einer Nische kurz verschnaufen konnten.
    „Cool, oder?“, fragte Micah und klopfte dem noch immer sprachlosen Freddy mit einem Augenzwinkern auf die Schulter.
    „Ja, echt cool!“, stammelte dieser und wischte sich mit dem Ärmel über die schweißnasse Stirn. Erst jetzt bemerkte er, dass Blut an seinen Händen klebte und er von oben bis unten mit einer gallertartigen Masse überzogen war. Den Überresten der getöteten Dämonen.
    „Alles okay bei dir? Du bist irgendwie grün im Gesicht“, sagte Micah und klang mit einem Mal ernsthaft besorgt.
    Statt einer Antwort, beugte sich Freddy vorneüber und stützte sich auf seinen Knien ab, während er sich vor Micah auf den Boden erbrach. Die Magensäure brannte in seiner Kehle und das Würgen wollte kein Ende nehmen, selbst, als sein Mageninhalt längst entleert war. Micah tätschelte ihm von hinten beruhigend den Rücken, während Freddy nur mühsam dagegen anzukämpfen versuchte, sich dem hysterischen Kreischen in seinem Inneren zu ergeben und auf der Stelle zusammenzubrechen.
    „Was ist mit ihm?“, hörte er Elias` vertraute Stimmedurch die entsetzliche Geräuschkulisse krepierender Dämonen und deren abscheulicher Todesschreie. Eine sanfte Berührung an seinem Arm ließ ihn zusammenzucken und erst jetzt sah er in die sorgenvoll betrübten Augen des Engels, den er lange Zeit für einen Menschen gehalten hatte. Was war er doch für ein dummer Hornochse gewesen?
    „Freddy, … Freddy … hörst du mich?“ Die Worte klangen, als kämen sie von weit her. „Freddy sag` doch was.“ Jemand schüttelte ihn leicht an der Schulter und mit einem Ruck fand er den Weg zurück in seinen Körper und löste sich aus seiner Schockstarre. Benommen blickte er in die Runde. Die anderen Engel standen hinter Elias und musterten ihn mit einer Mischung aus Anerkennung und Mitleid.
    „Hey“, hörte er Elias jetzt laut und deutlich sagen. „Geht`s wieder?“
    „Ehm … ja“, krächzte Freddy und räusperte sich gegen die Ladung Reißnägel, die jemand in seinen Hals gekippt zu haben schien. „Das hier war nur nicht unbedingt das, was ich heute eigentlich machen wollte!“, sagte er mit dem trotzigen Unterton eines Kindes und deutete auf das Kampfgeschehen.
    Stolz klopfte ihm Micah von hinten auf die Schulter und beugte sich ein Stück näher an ihn heran.
    „Also, dafür hast du dich aber ganz gut geschlagen, mein Freund! … Nur an deiner Wurftechnik müssen wir noch feilen. – Das nächste Mal zielst du direkt zwischen die Augen, dann krepieren diese Viecher noch ein bisschen schneller“. Elias versetzte Micah einen offensichtlich schmerzhaften Hieb gegen den Arm – woraufhin dieser mit einem erschrockenen „Autsch“ reagierte – und brachte ihn schließlich mit einer vehementen Kopfbewegung zum Schweigen.
    „Leider ist es noch etwas zu früh, um den Sieg zu feiern. Kommt! Wir müssen weiter!“, sagte er, deutete in Richtung der Metalltüre und setzte sich kurz darauf in Bewegung. Die anderen folgten dicht auf.



    So, Ende des Kapitels...
    Habe mich auch hier bemüht, die Anmerkungen umzusetzen...ist bestimmt noch lange nicht perfekt...falls jemandem nochwas auffällt oder noch weitere Dinge ins Auge stechen....lasst es mich wissen :)


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hallo Mr. Renas,


    ich muss sagen, ich bin zutiefst beeindruckt, dass du mit deinen 11 Jahren schon solche Geschichten schreibst. Ich glaube, mein Sohn (gerade 10 geworden) könnte noch nichtmal drei zusammenhängende Sätze schreiben, geschweige denn, dass er überhaupt Bock darauf hätte. :)
    Insofern bekommst du von mir schon alleine ein großes Lob dafür, dass du dich für das Schreiben von Geschichten interessierst. Dass du dich dem Urteil einer anonymen Leserschaft stellst, um dich zu verbessern, finde ich außerdem recht mutig von dir.


    Man merkt, dass du über Fantasie verfügst und du dir bereits im Kopf überlegt hast, was in deiner Geschichte alles passieren soll. Ich habe mich beim Lesen allerdings ein bisschen "gehetzt" gefühlt, weil alles so schnell ging. Du benutzt viele kurze abgehackte Sätze, was den Eindruck vestärkt. In manchen Szenen ist das sicher sinnvoll. Zum Beispiel bei Verfolgungsjagden oder um den Gefühlszustand einer Person zu beschreiben, die vielleicht verzweifelt ist...Ansonsten kannst du aber ruhig längere Sätze verwenden, indem du zum Beispiel zwei kurze miteinander verbindest.


    Insgesamt kannst du dir mehr Zeit damit nehmen, deine Geschichte auszubauen. In den ersten beiden Kapiteln ist jetzt schon so viel passiert...da könntest du mit den entsprechenden Beschreibungen locker vier Kapitel draus machen. (sag ich jetzt nur mal so)


    Außerdem solltest du darauf achten, dass es zu keinen Wortwiederholungen kommt. Manchmal merkt man das selber gar nicht, weil man den Text ja schließlich verfasst hat und er einem so vertraut ist. Erst beim 20. mal drüberlesen fällt dir das dann auf. Andere stolpern aber im Zweifelsfall direkt darüber. Manchmal kann man das durch das einfache Umstellen eines Satzes schon vermeiden oder du suchst nach einem Synonym (quasi einem alternativen Wort mit ähnlicher Bedeutung)


    Du musst dir außerdem immer überlegen, welche Informationen du dem Leser zur Verfügung stellen willst und ob das jetzt wichtig ist oder nicht. Manchmal kann das verwirrend sein. Ich habe mich zum Beispiel gefragt, inwiefern es von Belang ist, dass Grapsch aus dem Gefängnis entlassen wurde, sie Kürbissuppe und Rindsbraten essen...Grundsätzlich kann man den Leser natürlich an einigen Details teilhaben lassen, um Situationen besser zu beschreiben. Es ist nur so, dass du viele andere Dinge, die mich zum Beispiel viel mehr interessieren würden, dann überhaupt nicht erklärst oder beschreibst. Zum Beispiel: Wie kommt das schwarze Auto hinter den Kühlschrank???


    Bei Dialogen fängst du bei jeder Person, die spricht, einnen neuen Absatz an. Damit wird es für den Leser übersichtlicher.


    So, das war`s erstmal von mir. Bestimmt gäbe es noch mehr zu sagen...vielleicht schließt sich ja noch jemand an und ergänzt noch etwas. :)


    Viele Grüße ,
    Rainbow

    Ihr Lieben,


    ich brauche eure Hilfe. Ich arbeite gerade an einer Szene in meinem Buch, in der es „actionmäßig“ ein bisschen abgehen soll. So mit Dämonenangriff, Blutgespraddel und allem, was dazu gehört :)


    Ich glaube, meine Stärken (wenn ich denn überhaupt welche habe), liegen eher in kitschigen Dialogen und Beschreibungen jeglicher Art, weshalb ich ein bisschen Unterstützung bzw. Feedback gebrauchen könnte.


    Da das besagte Kapitel aus knapp 20 Buchseiten besteht, möchte ich euch natürlich nicht gleich den ganzen Text um die Ohren hauen. Ich zeige euch erstmal nur den Anfang …in dem natürlich noch nicht die Luzie abgeht…


    Natürlich kennt ihr die Vorgeschichte nicht…ist aber wahrscheinlich auch egal…mit ein bisschen Fantasie (und davon habt ihr glaube ich alle genug), kommt man bestimmt rein.Vielleicht wäre erwähnenswert, dass Freddy ein Mensch ist, während die anderen, die draußen warten, Engel sind. Sie sind in der Lage, über ihre Gedanken miteinander zu kommunizieren.Habe das durch Kursivbuchstaben kenntnlich gemacht.


    Ich möchte gerne wissen, ob ich es schaffe, eine gewisse Spannung aufzubauen und … naja, ihr wisst schon. Auf was man halt so achtet… Blöde unverständliche Sätze, Wortwiederholungen, blabla.


    Bei Fragen oder Unklarheiten meldet euch bitte.



    Kapitel 22
    Die Nacht des Höllenfeuers




    Freddy stieg die breiten Stufen zu dem Portal des Hauptgebäudes empor und mit jedem Schritt, den er sich der großen schweren Flügeltüre näherte, schlug sein Herz einen Takt schneller. Obwohl der Altbau vor wenigen Jahren komplett saniert worden war, hatte das Gebäude nichts von seinem nostalgischen Flair eingebüßt und erinnerte nach wie vor an ein Bauwerk, das um die Jahrhundertwende gebaut worden war. Freddy versuchte, die innere Unruhe niederzukämpfen und empfing deutlich Elias` beruhigende Worte, die wie ein Mantra in seinem Geist widerhallten. Alles ist gut Freddy! Bleib ruhig!
    Fast glaubte er, die Anwesenheit der anderen hinter sich spüren zu können, als bräuchte er sich nur umzudrehen, um die Hand nach ihnen auszustrecken. Seine Finger zitterten leicht, als er die Klinke herunterdrückte und schließlich den großzügigen Eingangsbereich betrat, der durch seine hohe gewölbte Decke, die bodentiefen Sprossenfenster und den riesengroßen Kronleuchter, welcher erhaben von der Decke baumelte, mehr an ein Herrenhaus erinnerte, als an eine Klinik für psychisch kranke Menschen. Die schwere Türe fiel hinter ihm mit einem lauten Krachen ins Schloss und ließ ihn ungewollt zusammenzucken. Hastig strich er sich die feuchten Locken aus dem Gesicht und klopfte vorsichtig die dicke Schneeschicht vom Mantel, in der Hoffnung, kein schepperndes Geräusch zu verursachen, das ihn als wandelnde Waffenkammer entlarven würde.
    Dann ließ er seinen wachsamen Blick durch die Halle wandern. Zu seinem eigenen Erstaunen musste er feststellen, dass er nichts, aber auch gar nichts Außergewöhnliches entdecken konnte. Keine furchterregenden Kreaturen, die ihn zu überwältigen versuchten oder Flammen die ihm aus dem Höllenfeuer entgegenschlugen. Keine Särge, denen blutrünstige Vampire entstiegen und kein Rudel von Zombies, das sich in abgehackten unkoordinierten Bewegungen auf ihn stürzte, um ihm an die Kehle zu gehen. Bei genauer Betrachtung waren noch nicht einmal ein paar profane Spinnweben ausfindig zu machen, die dem Ganzen zumindest einen annähernd gruseligen Anstrich verpasst hätten.
    Hinter dem ausladenden marmornen Empfangstresen, der das Zentrum dieses opulenten Raumes darstellte, tat eine gestresste Krankenhausmitarbeiterin ihren Dienst. Den Telefonhörer zwischen Ohr und Schulter geklemmt, machte sie sich Notizen und blätterte gleichzeitig hektisch in den Unterlagen, die vor ihr lagen, weshalb sie Freddy keinerlei Beachtung schenkte. Kurz fragte er sich, was er erwartet hatte hier vorzufinden. Nach der theatralischen Verabschiedung vorhin auf dem Parkplatz, bei der er sich mit einem Mal so vorgekommen war, als spiele er die Hauptrolle in einem Heldenepos, war er einen Moment ins Wanken geraten und hatte sich gefragt, ob er sie noch alle beisammen hatte, sich freiwillig für diese Mission gemeldet zu haben. Obwohl das Bild, das sich ihm nun bot, an Normalität nicht zu toppen war, wollte das ungute Gefühl, das sich wie eine eiskalte Hand um seine Kehle schloss, nicht vollends weichen.
    Hier ist tote Hose …, ließ er die anderen an seinen ungefilterten Gedanken teilhaben, bevor ihm einfiel, dass seine Aussage – zumindest für seine ´nichtmenschlichen` Zuhörer – ein gewisses Irritationspotenzial in sich barg.
    Noch ehe er eine ergänzende Erklärung hinterherschicken konnte, hörte er bereits die ungehaltene Gedankenstimme von Micah in seinem Kopf: Was bitteschön soll eine tote Hose sein? Ist das eine Art verschlüsselter Code, oder sowas? Fast schon glaubte Freddy, den strahlend schönen Engel mit den wilden schulterlangen Locken vor sich zu sehen, wie er entrüstet den Kopf schüttelte, um seinem fehlenden Verständnis für die menschlichen Eigenarten Ausdruck zu verleihen. Nur mit Mühe konnte er ein Grinsen unterdrücken, weshalb er krampfhaft versuchte, seine zuckenden Mundwinkel wieder unter Kontrolle zu bringen.
    Er meint damit, dass da drin nichts los ist, okay?, erklang Serafinas sanfte Stimme, die ihm prompt ein angenehmes Kribbeln den Rücken hinunterfahren ließ.
    Warum sagt er das dann nicht?, entgegnete Micah genervt und drängte sich damit erneut in seine Gedankenwelt.
    Na schön, noch einmal für alle zum Mitschreiben, dachte Freddy und musste sich zusammenreißen, die Worte nicht laut hinauszubrüllen.
    Es sind keinerlei Dämonenaktivitäten zu verzeichnen, okay? Und jetzt könntet ihr euch bitte in meinem Kopf etwas zurückhalten? – Ihr macht mich wahnsinnig!
    Dieser Ort war eindeutig nicht geeignet, um hysterische Selbstgespräche zu führen, rief er sich in Erinnerung. Wahrscheinlich würde er in einer Zwangsjacke stecken, noch bevor die klassische Standardbeteuerung eines jeden Psychopathen - ´Ich bin nicht verrückt!` - über seine Lippen gekommen wäre.
    Freddy hat recht. Wir sollten unser ungebremstes Mitteilungsbedürfnis ein wenig zügeln, wenn wir kein Fiasko heraufbeschwören wollen, meldete sich jetzt Elias` ruhige aber mahnende Stimme zu Wort und hallte in Freddys Geist nach. Der tadelnde Blick, den er Micah hierbei zuwarf, zeichnete sich förmlich vor Freddys innerem Auge ab und ließ ihn erneut schmunzeln. Das Gefühl, die anderen so nah bei sich zu spüren, half ihm die Nervosität niederzukämpfen und erfüllte ihn mit neuer Zuversicht. Erzähl uns, was du siehst, hörte er jetzt Elias sagen.
    Darauf bedacht, sich weitestgehend unauffällig zu verhalten, schlenderte Freddy zielsicher in Richtung der Tafel mit dem Lageplan, die sich unmittelbar neben dem Eingang befand, und eine Übersicht über das weitläufige und ineinander verschachtelte Klinikgelände bot. Auf dem kurzen Weg dorthin versuchte er, seine Umgebung so gut es ging zu erkunden und sich möglichst viele Details einzuprägen.
    Ich sehe nur eine Person, weiblich, die an der Anmeldung telefoniert. Rechts dahinter gibt es zwei Aufzüge, daneben befinden sich die Toiletten. Eine schwere Metalltüre mit der Aufschrift ´Zutritt nur fürMitarbeiter` ist direkt neben dem Treppenaufgang, dachte Freddy und kam vor dem großen Schaubild zum Stehen. Der rote Punkt signalisierte seinen aktuellen Standort – die Anmeldung im Hauptgebäude. Zuerst glaubte er seinen Augen nicht zu trauen, als die ernüchternde Erkenntnis langsam zu ihm durchdrang.
    Es scheint so, als befänden wir uns hier im Kern dieses riesigen Gebäudekomplexes. Das Ganze ist wie eine Art Campus angeordnet mit unzähligen Nebenbauten. Sieht fast so aus wie eine Art Labyrinth, das nach einer gewissen Logik aufgebaut ist … und das hier ist … das Zentrum, beschrieb er seine Eindrücke. Plötzlich beschlich ihn das ungute Gefühl einer Vorahnung. Das hier war der Präsentierteller und er saß mittendrauf. Sollte irgendetwas schief laufen, dann würde er in der Falle sitzen, soviel stand zweifelsohne fest. Er nahm einen tiefen Atemzug und konzentrierte sich erneut auf die Karte mit der Übersicht. Das Wohnheim, in dem Emilia arbeitet, ist über eine Verbindungstüre in der dritten Etage zu erreichen … Ich gehe da jetzt hoch!, teilte er den anderen entschlossen mit und machte sich darauf gefasst, den Einspruch, der jeden Augenblick von Elias` Seite kommen würde, abschmettern zu müssen, als er eine Stimme hinter sich vernahm, die ihn zusammenfahren ließ.
    „Junger Mann, kann ich Ihnen behilflich sein?“, schrillten die Worte durch die große Halle und wurden von den nackten Wänden wie ein Echo zurückgeworfen. Eine Sekunde brauchte Freddy, um zu begreifen, dass sie nicht seinen Gedanken entsprangen, weshalb er sich nur zögerlich umdrehte. Es war die Klinikangestellte, die ihr Telefonat beendet hatte und ihn nun mit durchdringendem Blick beäugte.
    „Ja … ehm … nein. Eigentlich nicht“, stotterte er und ärgerte sich über sein abhanden gekommenes Selbstbewusstsein. „Ich weiß, wo ich hinmuss“, fügte er mit fester Stimme hinzu und wollte sich bereits dem Treppenaufgang zuwenden, als der Protestschrei der aufgebrachten Rezeptionistin ihn zum Stehen brachte.
    „Sie können da nicht einfach hoch! Zuerst müssen Sie sich bei mir anmelden!“, gab sie ihm unmissverständlich zu verstehen. Die Art und Weise, wie sie ihn dabei taxierte, ließ keinen Zweifel daran bestehen, dass sie ernsthaft davon überzeugt war, ihn alleine durch ihr einschüchterndes Auftreten aufhalten zu können.
    „Hören Sie …“, setzte Freddy an. Mit gestrafften Schultern und der festen Absicht, keinen Millimeter von seinem Vorhaben abrücken zu wollen, erwiderte er den unnachgiebigen Blick des kleinen unförmigen Wesens mit den hochtoupierten Haaren und dem faltenzerfurchten Gesicht, gegen dessen abstoßende Wirkung auch die dicke Schicht Makeup nichts ausrichten konnte.
    „Ich bin auf der Suche nach Emilia Kent“, fuhr er möglichst unbeeindruckt fort und machte einen Schritt auf den Tresen zu. „Sie arbeitet im St. Anna-Stift und wird seit gestern Abend vermisst. Ich würde mich gerne mit ihren Kollegen unterhalten und sie fragen, ob …“ Weiter kam er nicht, da ein ausgestreckter Zeigefinger plötzlich haarscharf vor seiner Nase herumfuchtelte und ihn vehement zum Schweigen brachte.
    „Für wen halten Sie sich eigentlich? Glauben Sie etwa, hier kann jeder herein- und herausspazieren, wie es ihm gerade passt? Und wenn die Königin von England vermisst würde, hieße das noch lange nicht, dass die Ruhe unserer Patienten gestört werden dürfte. Sie haben sich hier an die Regeln zu halten, wie jeder andere auch“ wetterte die erboste Frau, die Freddy inzwischen vielmehr an einen bissigen Pittbull als an eine Empfangsmitarbeiterin erinnerte.
    Meine Güte, dieser kleine Giftzwerg ist wirklich penetrant, ließ er die anderen gedanklich wissen und sandte einen genervten Seufzer hinterher.
    Sei bloß vorsichtig Freddy! Dämonen können jede beliebige Gestalt annehmen. Ich habe kein gutes Gefühl bei der Sache!, mahnte Elias und der Ton seiner Gedankenstimme verriet überdeutlich, wie angespannt er war. Kritisch musterte Freddy die Person, die ihm gegenüberstand und suchte nach einem Hinweis, der Elias` Verdacht bestätigen würde. Gut, sie war nun wirklich keine Schönheit und ob sie mit ihrer wenig charmanten Art jemals zur Mitarbeiterin des Monats gewählt würde, war ebenfalls mehr als fraglich. Aber ein Dämon?
    Nein! Ich glaube, wir haben es hier vielmehr mit der Sorte frustrierter Hausdrache zu tun – eine weit verbreitete menschliche Dämonenart. Zwar sehr unangenehm, aber harmlos!, gab er zurück und war selber erstaunt über seinen Humor in dieser Situation. Vermutlich war das eine natürliche Reaktion auf die Überdosis Adrenalin, die gerade durch seine Venen gepumpt wurde und seinem Hirn vorgaukelte, alles im Griff zu haben. Leider hielt dieser Moment nicht lange an, denn mit einem Mal veränderte sich die Situation grundlegend. Das Bild der keifenden Frau nahm allmählich etwas Unnatürliches an. Unter dem pinkfarbenen Lippenstift wirkten die gelben Zähne wie ein abscheulicher Kontrast. Waren sie zuvor schon so spitz gewesen? Und warum hing die eine Gesichtshälfte nun schlaff herunter? Angewidert beobachtete Freddy, wie das, was einmal der Augapfel gewesen war über das entstellte Gesicht floss und wie ein Eis in der Pfanne zu schmelzen begann.
    Dunkle Adern traten hervor und zogen sich über den gesamten Körper, rissen ihn förmlich entzwei.
    FUCK! … Das … das … ist … ein Dämon … Verdammt! … ELIAAAAAAS … Geschockt taumelte Freddy rückwärts. Starrte entsetzt auf die erbärmlichen Überreste des menschlichen Körpers, der nun in Flammen stand und sich auf den Empfangstresen schwang. Mit einem dämonischen Grinsen blickte das grauenerregende Ungetüm auf ihn herab, entblößte sein messerscharfes Haifischgebiss.
    Freddy strauchelte, stolperte über seine eigenen Füße. Unsanft und begleitet durch ein klirrendes Geräusch von Metall landete er auf dem harten Klinikboden. In den tiefliegenden schwarzen Höhlen des totenkopfähnlichen Schädels loderten zwei glühende Punkte gefährlich auf, fixierten ihn mit bösartigem Frohlocken. Außerstande, sich der hypnotischen Wirkung dieser teuflischen Augen zu entziehen, stieß er sich mühsam mit den Füßen von dem rutschigen Boden ab. Verkohlte Hautfetzen baumelten von den muskelbepackten sehnigen Gliedmaßen des Feuerdämons herab, der sich gerade mit einer schwungvollen Bewegung zu ihm heruntergleiten ließ. Lauernd näherte er sich, ohne Freddy auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen.
    „Es war leichtsinnig von dir, dich hier her zu wagen, Frederik. Oder bist du gar nicht alleine gekommen? Wo sind die anderen, mh?“, krächzte das Wesen mit unheimlicher Reibeisenstimme. Der penetrante Gestank von verbranntem Fleisch wehte Freddy entgegen und sorgte dafür, dass sein Magen rebellierte.
    Scheiße … Scheiße …. Scheiße …war alles, was sein endorphinübersättigtes Gehirn an geistreichen Gedanken zuließ. Wie benommen nahm er wahr, dass der Boden unter ihm vibrierte. Die Wände verloren an Stabilität, brachten den schweren Lüster unter der Decke zum Schwanken. Putz rieselte auf ihn herab. Das Getrampel einer Vielzahl stampfender Füße auf der Treppe näherte sich, wurde von einem ächzenden Stöhnen begleitet, vermischte sich mit dem ohrenbetäubenden Geräusch von Flügelschlägen. Verwesungsgestank breitete sich aus. Glassplitter flogen durch die Luft, als seien alle Fensterscheiben gleichzeitig zerborsten. Plötzlich war ein Schatten über ihm, streifte ihn flüchtig am Kopf. Hektisch drehte er sich um. Ein flugsaurierähnliches Geschöpf mit krallenbesetzten Fledermausschwingen hatte sich bereits wieder in die Lüfte erhoben, holte zu einem neuen Angriff aus. ELIAAAAS!
    Irgendetwas hielt ihn fest, sorgte dafür, dass er nicht weiter zurückweichen konnte. Der Feuerdämon ragte an seinem Fußende auf, blickte hämisch auf ihn herab. Voller abgrundtiefer Verzweiflung schrie Freddy auf. Mit einem Fuß stand der Dämon auf seinem Mantel, machte ihn bewegungsunfähig. Plötzlich schlug hinter ihm die schwere Eingangstüre auf, wehte die eisige Kälte von draußen herein.....



    So, das war erstmal der erste Teil....habe ihn bereits überarbeitet und versucht, die guten Tipps einfließen zu lassen, die ich bereits bekommen habe. Für weitere Anmerkungen bin ich natürlich dankbar :)


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hallo Skyla,


    nachdem du schon so viele Rückmeldungen bekommen hast, muss ich mich auch noch zu Wort melden.
    Ich finde, du hast es gut geschrieben. Es ließt sich flüssig und ich konnte folgen, ohne 3x lesen zu müssen. :)
    1-2 Anmerkungen hätte ich noch. Ich hoffe, ich habe sie bei den anderen nicht überlesen. Sonst vergiss es einfach.



    Zwei große Drachen waren darauf abgebildet, einer in weiß und einer in schwarz. Sie umschlungen sich, bis der eine dem anderen anschaute, als wären sie gewillt im ständigen Gegeneinander zu stehen. Das Mädchen schaute sich die Drachen an und strich mit ihren Fingerspitzen über die Augen der beiden Drachen,


    Du verwendest hier innerhalb kürzester Zeit 3x das Wort Drache. Vielleicht kann man es zumindest einmal austauschen. Z.B. Das Mädchen schaute sich das Bild an und strich.....


    Der Hohepriester, schaute sie mit hochgezogenen Augenbrauen an und grinste sich hämisch in seinen langen, gräulichen Bart. „Skyla, ich verurteile dich hiermit, des Hochverrats und schicke dich ins Exil, auf das mein ewiger Zorn dich heimsucht und nie endet!“, sprach er sie mit hochoffizieller Stimme an. Daraufhin mussten beide anfangen laut zu lachen. Als die Tränen der Freude versiegt waren und sie langsam wieder zu Atem kamen, schaute der alte Mann das Mädchen prüfend an. Sein gräuliches Haar und sein langer Bart standen wild und zerrupft ab


    Lang und gräulich....könnte man vielleicht nochmal gegen eine andere Beschreibung austauschen....dürfte dir nicht schwerfallen :)


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hallo RenLi,


    bin eben über deine Geschichte gestolpert. Zuerst hat mich der ganze Text abgeschreckt, weil ich (wie eigentlich fast immer) keine Zeit hatte, da meine Kinder jeden Moment aus der Schule kommen sollten usw.
    Naja, natürlich konnte ich es dennoch nicht seinlassen und musste loslegen...soll der blöde Spül halt liegenbleiben :)
    Also zunächst einmal muss ich sagen, dass ich deine Geschichte bis jetzt gut fand. Ich bin über den einen oder anderen satz gestolpert, der mich wirklich beeindruckt hat oder eine Beschreibung von dir, die ich sehr passend fand. Ich bringe nur mal ein Beispiel.


    Für einen Moment schloss Richard die Augen und betrachtete das Chaos, das in seinem Innern herrschte. Ein Gewirr aus Gefühlen und Stimmen, dumpfe und scharfe, laute, leise. Er atmete sie aus. Atmete die Stille des Sumpfes ein. Atmete die Angst aus. Atmete das sanfte Rauschen des Windes ein. Atmete die Schmerzen aus


    Überhaupt finde ich gut, wie du Gefühle beschreibst, vor allem die Verzweiflung von Richad, als er seinen Bruder sucht.


    Frage: Sind die "Gnosis" deine persönliche Erfindung oder muss man die als Fantasy-Liebhaber irgendwoher kennen? Ich bin da scheinbar nicht immer im Bilde. Deshalb frage ich.


    Hier noch ein Satz, über den ich gestolpert bin. Klingt irgendwie komisch, wie ich finde. Mein Vorschlag: Sie war kaum älter als er, aber sie hätten unterschiedlicher nicht sein können....(nur so ne Idee)


    Sie war kaum älter als er, aber sie hätte nicht verschiedener von ihm sein können. Sie trug d

    Wie gesagt, für eine ausführlichere Rückmeldung fehlt mir gerade die Zeit. Ich weiß, dass ich beim Lesen noch die eine oder andere Sache gefunden hatte...später wusste ich dann nicht mehr, wo es war. Vielleicht habe ich heute Abend mehr Ruhe...


    Viele Grüße,
    Rainbow

    Hallo, ich schon wieder...


    nicht, dass du denkst, ich bin irgendwie so eine alte Meckerziege oder sowas. Aber ich fand es gut, dass du deine Geschichte angepasst hast, weshalb ich sie direkt nochmal lesen musste.
    Dabei sind mir dann noch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen. Nichts Weltbewegendes - eher so der Klassiker - nämlich "Wortwiederholungen".


    Beim ersten Angriff auf den "Wachturm" (3. Absatz) benutzt du innerhalb kürzester Zeit 3 x das Wort Turm und 3x das Wort Wachturm. Vielleicht könnte man das noch ein bisschen variieren. Zum Beispiel das Wort "Beobachtungsstation" oder "die Warte" oder "der Ausguck",...
    Ich stöbere immer gerne nach Synonymen für ein bestimmtes Wort, wenn mir auf Anhieb keine Alternative einfällt...manchmal findet man ganz gute Anregungen...


    Das Gleiche betrifft das Wort "Wesen". Ein wunderschönes Wort um fremdartige Gestalten jeglicher Form und Herkunft zu beschreiben, genauso wie "Kreatur". Im folgenden Abschnitt ist es mir extrem aufgefallen, weil du hier in kurzer Zeit direkt 3 x das Wort Wesen verwendest. In dem ganzen Abschnitt taucht es noch öfter auf, hier ist es allerdings geballt. Wie wäre es mit "die Bestien" oder "die finsteren Schatten" (keine Ahnung, nur so ne Idee)


    Er trat ihm mit aller Kraft in das was ein Gesicht sein könnte und nutzte die kurze Zeit, die er so gewann um sein Schwert zu ziehen und am Boden liegend nach dem Wesen mit den rot leuchtenden Augen zu schlagen. Er war sich sicher die Kreatur am Bein getroffen zu haben, spürte aber keinerlei Widerstand. Er fluchte innerlich und machte sich bereit den nächsten Angriff nicht zu überleben. Das Wesen machte den Eindruck, als wäre es zu der selben Ansicht gelangt. Es stand über ihm und Balor konnte erkennen, dass die Waffen des Wesens direkt an seinen Armen befestigt waren, fast wie die Unterarmklingen der Lycischen Attentäter, welche er bei seiner Vereidigung im Palast von König Idain gesehen hatte.


    Hier nochmal das Ganze mit dem Wort "Schild": In dem Abschnitt taucht es in Kombination mit dem Wort "Schutzschild" diverse Male auf.
    Scheiße...irgendwie kann ich gerade keine Zitate einfügen...die Technik versagt...naja, dann eben anders:


    "Er riss das Spitzschild hoch und versteckte sich dahinter so gut es ging....bis sein Schild den Schlag abfangen würde.


    Ich habe 7 x Schild bzw. Schutzschild gezählt. (nur in dem kurzen Abschnitt) ich denke mir, dass es schwierig ist, ein alternatives Wort zu finden. Das ist mir klar... Vielleicht gibt es dennoch eine Möglichkeit, es nicht ständig zu verwenden.


    Okay, das war`s! Sind nur Anregungen...Jetzt lass` ich dich aber in Ruhe. Versprochen!


    Viele Grüße,
    Rainbow