Beiträge von Asni

    Danke für dein Ausführung. Jetzt verstehe ich mehr, was du meinst. Da stimme ich dir auch im Großen und ganzen zu.

    Genausowenig kann ich 50 Seiten ueber die Praemisse 'Elben und Zwerge moegen sich nicht' schreiben ohne auf wie, warum, wie aeussert sich das, wie gehen die dann miteinander um ohne dass jemand bloed wirkt einzugehen - und wieder verblasst das Klischee wenn ich ordenlich schreibe.

    Naja, aber es gibt halt schon Beispiele, in denen nicht 50 Seiten darauf verwendet werden, ein Thema in Tiefe zu bearbeiten, sondern halt nur so weit, wie es nötig ist, dass es in seiner Struktur (ich denke gerade noch an mein Beispiel) erkennbar ist und für den Leser funktioniert. Dafür braucht man dann vielleicht keine 50 sondern nur 2 Seiten. Die anderen 48 füllt man dann mit anderen Klischees, die in ähnlicher Weise zwar ein großes, zeitloses Thema sein könnten, aber in ihrer abgeflachten Behandlung diesen Rang halt nicht verdient haben. Allgemein gesagt:

    Ob was Klischee ist oder nicht, haengt ja auch an der Ausgestaltung -

    Und damit beenden wir die Diskussion, weil wir uns sonst nur noch im Kreis drehen ^^

    Das ist kein Klischee, sondern eines der grossen und zeitlosen Themen der Weltliteratur.

    Und widerspricht sich das deiner Meinung nach? Und ja, das ist eine ehrlich und ernst gemeinte Frage.

    Ich muss sagen, dass ich mir nicht so sicher bin. In einem der klischeehaftesten Romane, den ich je gelesen habe, könnte das auch so vorkommen (daran kann ich mich im Detail leider nicht mehr erinnern, weil es schon gut zehn Jahre her ist, dass ich das gelesen habe). Und da würde ich das nicht unbedingt als "großes Thema der Weltliteratur" sehen :hmm: Zumindest nicht einfach nur, weil es vorkommt. Wenn es entsprechend behandelt und dargestellt wird, dann vielleicht ja. Aber nicht, wenn es so ausgedünnt und reduziert ist, dass es im Wesentlichen nur darum geht, dass der Elf anerkennt, dass der Zwerg halt doch auch ein guter Kämpfer ist und er (der Elf) froh und dankbar dafür ist, den Zwergen im Kampf gegen zahllose, dumme Orks an seiner Seite zu wissen (vice versa).

    Aber vielleicht denke ich hier zu sehr aus Sicht der Literaturwissenschaft an der Uni und frage mich halt: Wäre es es wert, dazu (das kursive oben) eine Seminararbeit zu schreiben. Oder was dabei herauskäme wenn man sich fragt: "Klischee oder großes Thema der Weltliteratur - Von Ablehnung zur Freundschaft über kulturelle Grenzen hinweg in Die Zauberer von Michael Peinkofer". Aus dem Bauch heraus würde ich da eher zum Schluss "Ein Klischee von vielen" kommen, eben weil es so viele sind und die Thematisierung / Bearbeitung des Themas höchst oberflächlich bleibt. Aber klar, wenn ich Titel und Autor durch eines der von dir genannten Werke tauche, könnte es schon sein, dass ich für dieses Werk zu einem anderen Schluss käme.

    Keine Ahnung, ob meine Gedanken jemand nachvollziehen kann. :pardon:

    Oder einen Zwerg mit 1,90mtr. Körpergröße?

    Korporal Karotte! :D Das war meine erste Assoziation dazu. Terry Pratchett hat immer wieder sehr schön mit diesen Klischees gespielt. Bei Karotte in Verbindung mit dem Waisenkind, das zum Königsein bestimmt ist - wenn ich mich richtig erinnere.


    Für mich sind die typischen Wesensmerkmale von Fantasy-Völkern eigentlich keine Klischees. Also zumindest nicht für sich allein. Ich weiß noch nicht genau, wie ich das formulieren kann... aber erst wenn zu den Merkmalen noch schablonenhafte Handlungen oder Plot-Stückchen dazukommen, wird das zum Klischee. Z.B. könnte es zu einem Klischee werden, wenn in jedem fünften High-Fantasy-Roman ein Pärchen aus einem Zwerg und einem Elfen gibt, die sich anfangs nicht leiden können (weil sich halt Zwergen und Elfen allgemein nicht leiden können), dann aber doch erst so etwas wie einen widerwilligen Respekt füreinander empfinden und am Ende eine tiefgehende, unzerbrechliche Freundschaft hegen und pflegen. Da wäre es mir fast schon egal, ob der Zwerg und der Elf nun so aussehen wie in 90 % der übrigen Fantasy-Werke. So wie ich es beschrieben habe, lässt sich das im Prinzip in jedem Fantasy-Roman mit Elfen und Zwergen einbauen. Aber es hat neben den vielleicht typischen Merkmalen von Elfen und Zwergen auch noch diese Entwicklung während der Romanhandlung mit dabei. Erst dadurch wird es für mich zum Klischee.

    Dass es ein Klischee ist, sieht man daran, dass es auch in Rush Hour vorkommt... ein Film mit Jackie Chan und Chris Tucker und wirklich überhaupt kein Fantasy-Film. Das Klischee ist aus meiner Sicht nämlich viel allgemeiner: Statt Elfen und Zwergen kann man im Prinzip jedes Paar von Kulturen einsetzen, für die es plausibel ist, dass die Beziehung (grundsätzliche Ablehnung des anderen) besteht und überwunden werden kann. Also auch z.B. sozial (Kind aus reicher Oberschicht und Kind aus armer Unterschicht, wenn man als Kulturen eben auch diese Gruppen auffasst). Evtl. kann man diese klischeehafte Entwicklung auch in Ice Age sehen, wo sich doch irgendwie eine Freundschaft zwischen einem Säbelzahntiger und einem Faultier entwickelt. Aber vielleicht geht diese Interpretation dann doch ein wenig zu weit ^^

    Gestern habe ich endlich mit "The Wisdom of Crowds" von Joe Abercrombie angefangen. Es ist Teil 3 der Reihe "The Age of Madness". Nachdem es schon eine Weile her ist, dass ich die ersten beiden Bücher gelesen habe, waren mir manche Charaktere nicht mehr so geläufig, aber das hat sich dann doch schnell gelegt. Es ist wirklich wieder sehr schön, Abercrombies Stil zu lesen. Mir gefällt der einfach wahnsinnig gut. Die Handlung ging mir am Anfang fast etwas zu schnell voran, ist nun aber auch so spannend, dass ich nicht aufhören möchte zu lesen. Dass sich Abercrombie hier sehr starkt an Ereignisse und Motive der französischen Revolution von 1789 anlehnt, stört mich persönlich nicht. Die fantastischen Elemente sind stark in den Hintergrund gedrängt, was auch direkt thematisiert wird: The age of Magi is over! Ich bin bespannt, ob das so bleibt. Oder ob nicht vielleicht doch Bayaz, the First of the Magi, am Ende fulminant alles seinem Willen beugt...

    Guten Morgen, Cruceo_412 ! :hi1:


    Viel Spaß hier im Forum! Vielleicht findest du ja die Unterstützung und Hilfe, die dir noch fehlt, um dein Buch zu veröffentlichen. Zumindest gibt's gute Tipps und tolle Unterhaltung ^^

    Worum geht's? Gute Frage. :hmm: Protagonist und Ich-Erzähler Kris Kelvin wird auf die Raumstation am Planeten Solaris geschickt. Er ist Psychologe und soll das Wissenschaftlerteam unterstützen, das den Planeten untersucht. Der erste, den er dort trifft, Snaut, ist betrunken und fürchtet sich vor Kelvin. Warum? Ja, das bleibt erstmal ein Mysterium. Schnell stellt sich raus, dass ein anderer tot ist und der dritte erstmal nicht aus seinem Labor kommen wird. Snaut gibt ihm noch den Hinweis, dass sie nun zu dritt auf der Station sind, und wenn Kelvin noch jemand anderen träfe, solle er überstürzt reagieren.

    Was ist dort los?

    Das könnte ich mir jetzt auch sehr gut als Adventure-Spiel vorstellen :hmm: Klingt auf jeden Fall spannend!

    So, ich hab mich jetzt doch mal dazu entschieden, den nächsten Part aus der noch nicht überarbeiteten Geschichte zu posten.


    Der Auftrag - Part 2 von voraussichtlich 3


    Aus der Ferne hatte der Turm auf Tianon unscheinbar und klein gewirkt. Vom Dorf aus sah man nur die Silhouette hinter einem der Hügel. Als sie nun eben diesen Hügel langsam herab kamen, erkannte er mehr.

    Der Turm war Teil einer kleinen Burg. Eine verfallene, nur noch etwa mannshohe Mauer umgab einen Innenhof, auf dem die Ruinen von ein paar Wirtschaftsgebäuden standen. Die Dächer waren eingefallen, die Balken, die die oberen Stockwerke einst getragen hatten, verfault und herabgestürzt. Wind und Wetter hatten Narben auf den Steinfassaden hinterlassen. Einzig der Bergfried war noch einigermaßen intakt. Besonders hoch war er nicht, dafür aber trutzig. Wie ein Zwerg, klein, rund und dazu gemacht, selbst dem stärksten Sturm zu widerstehen, dachte Tianon. Gekrönt war der Turm von einfachen Zinnen und einem spitzen Dach, das einige Löcher aufwies. Anscheinend hatte der neue Besitzer des Turmes nicht genügend Leute, sein Heim in Stand zu halten.

    Das war ein gutes Zeichen. Je weniger Feinde, desto weniger musste er töten.

    „Na, wenn darin der Hexenmeister haust, dann wird er nicht viel Freude haben!“, scherzte von Mannstein.

    „Dafür aber ganz viel schlechte Laune...“, brummte Krupp.

    „Bald wird er breit grinsen“, versprach Össbek.

    Tianon hörte nicht auf das weitere Geschwätz seiner Kameraden. Er wusste, dass sie aus Angst immer große Sprüche klopften. Nur Fritz hielt sich zurück. Tianon konnte nicht sagen, ob der Eisenmann keine Angst kannte und deshalb schwieg oder ob es einfach seine Art war, vor einem Kampf still zu werden und in sich zu gehen. Vielleicht ließ er sein Leben noch einmal Revue passieren, dachte an all die Sünden, die er schon begangen hatte und nahm sich vor, wenn er diesen Tag überlebte, alles anders, alles besser zu machen. Tianon hatte auch solche Leute kennen gelernt. Die wenigsten hatten den Sprung geschafft. Und nur einer davon war ihm in Erinnerung geblieben. Er war einer der schlimmsten Killer, die er je kennen gelernt hatte. Etwas über zwei Meter groß, breitschultrig und stark wie ein Ochse, er war mit Gewalt aufgewachsen und hatte die Gewalt zu lieben gelernt. Als Junge hatte er Katzen gequält, als Mann Frauen vergewaltigt und Männer verstümmelt. Nur weil es ihm Spaß machte. Und dann, eines Tages, hatte er den Mann getroffen, der seinen Vater und seinen Bruder auf dem Gewissen hatte... falls dieser Kerl ein Gewissen hatte. Der Prahlhans hatte diesen Mann gesehen und war still geworden. Keine Worte darüber, was er mit dem anderen tun würde, wie er ihn in Stücke hacken wollte und die Körperteile an wilde Hunde verfüttern würde. Er war still geworden und, so vermutete Tianon, hatte angefangen zu denken. Nach dem Feldzug hatte er seine Sachen gepackt, seinen Sold abgeholt und war aus dem Lager verschwunden. Für seinen Bruder und seinen Vater hatte er keine Rache genommen. Tianon vermutete, dass er zwar eine weise Entscheidung getroffen hatte, aber sie mit jedem Schritt, um den er sich vom Lager entfernte, mehr bereute. Bestimmt nagten die Zweifel an ihm und von tief innen kam diese kalte Stimme, die stichelte und sagte: „Es wäre recht gewesen, ihn zu töten. Es wäre sogar deine Pflicht gewesen.“

    Mit einem Kopfschütteln riss er sich aus seinen Gedanken. Der Turm lag vor ihm, alles andere spielte keine Rolle.


    Die Welt war grau. Der Himmel, das trockene, hüfthohe Gras, die Männer um ihn herum. Selbst Tianons Gemüt schien sich zu trüben. Am Horizont hinter dem Turm drängten sich Schäfchenwolken zu einer dichten Herde. Der Wind trieb sie über die Himmelsweide. Der Wolfswind... so nannten ihn die Hrym, denn er heulte mit ihnen.

    Mit einigen Blicken verständigten sich die Söldner und zückten ihre Waffen. Langsam fächerten sie in einen weiten Halbkreis aus und näherten sich dem gespenstisch leeren Tor. Es sah aus wie eine Fratze, das Maul weit geöffnet und leere Augenhöhlen gefühllos darauf wartend, dass sich ein wehrloses Opfer in seinen Rachen wagte.

    Ihre Mäntel flatterten im Wind. Fritz kniff die Augen zusammen, während Krupp vor sich hinmurmelte. Die anderen gingen schweigend, vornübergebeugt. Tianon knetete mit seinen Fingern die Griffe seiner beiden Dolche. Die schmalen Klingen waren matt, unscheinbar, aber scharf wie Rasierklingen. Sie waren ein Geschenk gewesen...

    Krupp war der erste, der das Tor erreichte. Vorsichtig drängte er sich gegen die Mauer und späte mit einem Auge in den dunklen Tunnel. Tianon sah seine Lippen einen lautlosen Fluch murmeln, wahrscheinlich erkannte Krupp nicht das geringste. Fritz kam von der anderen Seite, mit einem Blick verständigten sie sich und er verschwand unter dem Tor, den Kriegshammer zum Schlag bereit.

    Tianon und Baku erreichten das Tor gleichzeitig. Die Lippen des Jungen waren blasser als sonst, aber seine Wangen waren gerötet. Tianon lächelte. Andere Männer würden den Jungen auslachen oder Witze darüber machen, aber Tianon fand es sehr sympathisch. Schließlich hatte jeder Mann Angst.

    Mit einem Klaps auf die gepanzerte Schulter forderte Tianon Krupp dazu auf, Fritz zu folgen, aber Krupp brummte nur, dass er da nicht hineingehen würde, bevor Fritz nicht ein Zeichen gegeben hatte. Tianon schüttelte den Kopf und ging selbst. Wer zurückblieb war ein Feigling, das war kein Problem. Wer aber zurückblieb, während sein Kumpane in Gefahr war, der war ein gemeiner Hundsfott.

    Tianon schlich durch den Tunnel. Hinter sich hörte er den leichten Tritt Bakus. Der Junge wollte zeigen, wie mutig er war. Na wenn ihn das mal nicht umbringt, dachte Tianon. Sein Herz klopfte gegen seinen Willen schneller. Wer bereit ist, kann nicht überrascht werden, schalt er sich. War er bereit? Konnte ein Mann oder eine Frau jemals für das, was da kommen mochte, bereit sein? Bevor er weiter diesen Gedanken nachging, erreichte er das Ende des Tunnels.

    Vor ihm öffnete sich ein kleiner Hof, der bis auf Fritz und einige Häufchen Stroh leer war. Der Turm sich keine zehn Schritt vor ihm. Aus der Nähe wirkte er noch gewaltiger als aus der Ferne. Und ein gutes Stück bedrohlicher. Ein finsterer Riese voller Hinterhältigkeit und Niedertracht. Zwischen Tianons Schulterblättern begann es zu jucken. Es war diese eine Stelle, an die man fast nicht herankam. Bei Tianon begann sie immer dann zu kratzen und zu kitzeln, wenn er erwartete, böse überrascht zu werden.

    Mit misstrauischen Augen warf er einen sichernden Blick auf die Mauerkrone, vergewisserte sich, dass dort keine versteckten Armbrustschützen lauerten. Er konnte niemanden entdecken. Trotzdem blieb das Gefühl und das Jucken.

    Im Laufschritt überquerte er den Hof und schloss zu Fritz auf, der mittlerweile schon den Fuß der Treppe erreicht hatte, die zur Turmtüre hinaufführte. Doppelt Mannshoch war sie, bestimmt zwanzig steinerne Stufen, aber so schmal, dass ein breitschultriger Mann wie Fritz nur sehr vorsichtig hinaufgehen konnte. Das es kein Geländer gab, war zusätzlich beunruhigend. Tianon erwartete immer noch, das Surren von Armbrustbolzen zu hören, aber es blieb Gott sei Dank aus.

    Vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen, Sensenbach , Kirisha und liliancd . Ich bin gerade sehr vor, dass ich die Geschichte gepostet habe. Erst durch eure Rückmeldungen fällt es mir wie Schuppen von den Augen, was mich selbst gestört hat. Ich hatte die Geschichte geschrieben, um mein Worldbuilding festzuhalten, voranzutreiben, darzustellen... und genau das ist das einzige, was am Anfang passiert :hmm:

    Sensenbach : Ich fasse deine Kritik mal als konstruktives "Show, don't tell" auf. Das kann ich ja normalerweise ganz gut (wenn ich mich dazu entschließe, das zu machen und das jetzt keine völlige Fehl-Selbsteinschätzung ist). Ich hatte gestern auch schon ein paar Ideen, allerdings würden die für mich erstmal nur dann funktionieren, wenn ich auf Grundlage dieser Geschichte das nochmal völlig neu schreibe. Ob ich das mache oder wie ich deine Kritik umsetze, weiß ich noch nicht so genau. Das eilt ja erstmal nicht. Bin mir gerade nur nicht sicher, wie ich die Geschichte hier jetzt weiterführe oder gleich unterbreche und von Grund auf neu überarbeite :hmm:


    Kirisha Vielleicht erledigt sich das Plusquamperfekt durch die Überarbeitung dann von alleine ^^ Ich finde das zwar auch nicht unbedingt schön, aber halt besser, um die zeitliche Reihenfolge darzustellen. (dass das nur nötig ist, weil ich die Geschichte ungünstig führe, ist ein anderes Problem... xD )


    liliancd : In der Tat ist Tianon einer relativ alter Charakter, der eigentlich seine Heimat in einem Roman hat. D.h. der Hintergrund ist schon da und in der Geschichte wollte ich auch dieses Gefühl erzeugen, dass man wieder einen alten Bekannten trifft. Das ist vielleicht auch ein bisschen seltsam, weil o.g. Roman noch nicht fertig geschrieben ist xD Aber wer weiß, vielleicht motiviert mich die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte hier dazu, den Roman auch mal weiter und fertig zu schreiben.

    Werluchs Vielleicht liest du die falschen Bücher, wenn du mit den Charakteren nicht zufrieden bist? Aus deinem Post wird das ja nicht klar. Obendrein ist deine Kritik (oder dein Auskotzen) sehr oberflächlich und allgemein. Das könnte auch um einen Liebesroman ohne Bezug zur Fantasy gehen :hmm:

    Der Auftrag - Part 1 von voraussichtlich 3


    Das Tal war flach, die Hügel, die es umgaben nicht mehr als sanfte Erhebungen. Auf den Kämmen war es trocken und kahl. Brauner Staub und harte Steine. Durch das Tal zog sich ein Fluss. Jetzt war er ausgetrocknet, aber sein Bett war klar erkennbar. Ein braunes Band aus aufgebrochener Erde. Die Sonne hatte ganze Arbeit geleistet. Das Dorf war nicht mehr als eine traurige Ansammlung kleiner Hütten. Die meisten waren nicht mehr als ein Loch im Boden, umgeben von einer hüfthohen Steinmauer und gekrönt von einem Dach aus Schilf.

    Tianon konnte nicht genau sagen, warum er sich Böhmers Söldnertruppe angeschlossen hatte und hierher gekommen war. Vielleicht war er es einfach überdrüssig, länger einem verlorenen Auftrag hinterherzurennen. Oder weil er sonst nichts besseres zu tun hatte. Die Söldner waren ein Haufen abgerissener und vom Schicksal durch alle Welt gespülter Halunken, Träumer und Mörder. Mit anderen Worten: ganz normale, einfache Menschen. Tianon war anders, aber das bedurfte keiner Erklärung. Jeder war anders als der andere. Und Tianon hielt sich einfach ein wenig abseits von den anderen und von ihren Trinkspielen und Lagerfeuerliedern.

    Es war nicht so, dass er die Männer nicht mochte. Aber er kam einfach aus einer anderen Welt als sie. Einzig von Mannstein konnte ihn vielleicht verstehen. Der Adlige hatte alles verloren und aus seinem Land in die Ferne fliehen müssen, ohne jemals zurückkehren zu können. Er wurde nicht müde, wenn er betrunken war, davon zu reden, wie schändlich man ihn und seine altehrwürdige Familie hintergangen und verraten hatte. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen träumte (und redete all zu häufig) davon, eines Tages mit gezückter Klinge in seine Heimat zurückzukehren und sich seinen angestammten Platz wieder zu erobern. In all den Jahren, die er schon auf den Straßen dieser Welt verbracht hatte, hatte Tianon gelernt, dass solches Gerede bei den meisten Menschen leeres Geschwätz war. Sie taten nichts dafür. Sie sparten ihr Gold nicht, um Waffen zu kaufen und Leute anzuwerben, sondern versoffen und verhurten es in den Kneipen und Tavernen. Einmal hatte er einen Mann getroffen, der mit seinem Vorhaben Ernst gemacht hatte und Rache geübt hatte. Danach war es ihm aber nicht besser gegangen, woraus Tianon schloss, dass die meisten Menschen realistisch genug waren, um zu wissen, dass ihr Geschwätz besser Geschwätz blieb.

    Trotzdem war es anstrengend, immer dieselbe Leier zu hören.

    Da half es auch nichts, dass Krupp sich immer darüber beklagte. Der schwarzhaarige Mann hatte etwas Raubtierhaftes an sich. Vielleicht war es sein glattrasiertes, scharfkantiges Gesicht und seine kalten Augen oder seine schlanke Gestalt. Gleichzeitig nörgelte er immer an allem herum. Niemals nahm er etwas schweigend hin, immer musste er auf Nachteile hinweisen und Schattenseiten aufzeigen. Meistens äußerte er seinen Missmut allerdings ohne konkreten Anlass. Össbek, der die wunderbare Gabe hatte, sich für jeden Mann und jede Frau einen neuen Namen auszudenken, der wie die Faust aufs Auge passte, nannte ihn nur noch den Nörgler. Irgendwie war der Name hängengeblieben. Und so nannten sie ihn alle bald nur noch Nörgler.

    Die Reise hierher war nichts besonderes gewesen. Von Auvron aus, wo Böhmer sie angeworben hatte, um, wie er sagte, einen Störenfried aus der unmittelbaren Nähe seines Dorfes zu vertreiben, waren sie der Straße nach Osten gefolgt. Anfangs gab es immer wieder befestigte Dörfer mit Gasthäusern und Wirtsstuben und die Landwehr sorgte dafür, dass es kaum Räuber gab. Dann wurde das Land hügeliger und karger und die Dörfer weniger. Drei Tage lang waren sie auf dem staubigen Weg geritten, ohne eine Menschenseele zu treffen. Dann wollte eine Schar Räuber sie überfallen. Es war das erste Mal seit langem, dass Tianon seine Klinge hatte ziehen müssen. Für den Sensenmann hatte es sich gelohnt, es war ein blutiger Tag gewesen. Von den Räubern war keiner entkommen. Die Söldner hatten kaum Verletzungen davongetragen. Nur Baku, der Waisenjunge aus Yamun, war eine Schramme am linken Auge zugefügt worden. Noch zwei Tage danach lamentierte er darüber, dass nun seine gutes Aussehen ruiniert wäre und dass ihn nun keine Frau auch nur noch ansehen würde und dass er doch der größte Liebhaber aller Zeiten hatte werden. Und so fort und so fort. Am dritten Tag hatte Fritz seinen Kriegshammer genommen, ihn vor Bakus Nase gehalten und mit ruhiger Stimme gesagt: „Weißt du, ich war Steinmetz. Kein gewöhnlicher Steinmetz, nein, ein Künstler. Ich habe Statuen geschaffen, die man ob ihrer Schönheit landauf, landab rühmt. Wenn du willst, dann verziere ich dir hier und jetzt mit meinem Hammer dein Gesicht. Wie gefällt dir das?“

    Danach war Baku still gewesen. Von Mannstein und Össbek hatten schallend gelacht. Tianon selbst war es einerlei, ob sich die beiden gegenseitig die Schädel einschlugen. Er war zu dieser Zeit schlecht gelaunt gewesen. In letzter Zeit griffen die Schatten seiner Vergangenheit immer öfter nach seinem Geist und umwölkten sein Gemüt. Die anderen Söldner stichelten ihn deswegen, fragten, ob er ein Bad so arg vermisse und ob seine glatte, weiße Haut vom Staub der Straße spröde und dreckig wurde und er deshalb um seine Schönheit trauerte. Tianon hatte geschwiegen, hatte die Männer ihre Späße über ihn machen lassen. Das bedeutete ihm nichts. Trotzdem war ihm wieder bewusst geworden, wie verschieden er von ihnen war.

    Nach einer Woche hatten sie dann endlich das Dorf erreicht. Böhmer hatte sie dann überrascht und ihnen eröffnet, dass der Störenfried ein Hexenmeister war, der in einem Turm sein Unwesen trieb und die Götter erzürnte. Deshalb mussten sie ihn auch vertreiben, wenn möglich töten. Krupp hatte nicht einmal Luft holen müssen, um mit einem Schwall erzürnter Worte von Betrug und Täuschung und der gleichen mehr über die Schlechtigkeit der Welt im allgemeinen und die ihres Auftaggebers im besonderen zu schimpfen. Auch die anderen hatten gemurrt. Alle außer Tianon und Fritz. Tianon vermutete, dass der alte Haudegen in Wirklichkeit ein Eisenpriester war. Tag und Nacht trug der Mann sein Kettenhemd und die eisernen Schulterpanzer. Der schwarze Vollbart tat sein Übriges, um ihn bedrohlich wirken zu lassen. Die Eisenpriester, so hatte er gehört, vertrieben einst alle Dämonen und Zauberer, Hexen und Hexer und andere Scharlatane gleich welchen Geschlechts, ja sogar alle anderen Götter aus ihrem Land und fürchteten nichts. Er wusste nicht, ob das stimmte oder ob es nur wieder das leere, unterhaltsame Geschwätz der Menschen war. Bisher hatte er nur ganz wenig des Eisernen Halbmonds, dem Land des Eisenvolkes und der Eisenpriester, gesehen. Eigentlich nur das ärmliche Fischerdorf und Auvron. Leider hatte er keinen Eisenpriester getroffen. Ihn würde interessieren, welche Weisheit sie von der Welt hatten.

    Nun, die Dorfbewohner hatten ihnen zu Ehren ein Fest ausgerichtet. Es gab Bier und Fleisch. Danach waren die meisten Söldner zufrieden gewesen. Nur Krupp der ewige Nörgler hatte gesagt, dass es Unglück brächte, vor einem Auftrag ein Fest zu feiern. Von Mannstein hatte erwidert: „Wenn's schief geht, dann kann man danach ja nicht mehr feiern.“ Wieder hatten die Männer gelacht und gejohlt und sich damit beruhigen lassen.

    Der Angriff auf den Turm sollte am folgenden Tag stattfinden. Heute sollten sich die Männer noch ausruhen, ihre Waffen und Ausrüstung in Ordnung bringen und keine Unruhe stiften. Die meisten hatten sich in den Wiesen um das Dorf ein schattiges Plätzchen gesucht.

    Tianon selbst hatte es sich unter einem Baum gemütlich gemacht, den Rücken an den Stamm gelehnt und die Augen halb geschlossen. Trotzdem studierte er aufmerksam das Tal.

    Das Dorf war wie die meisten Dörfer hier draußen kreisförmig angelegt – um einen zentralen Platz, der das öffentliche Leben markierte, standen versetzt zwei bis drei Reihen Häuser. Am Rand des Platzes hatten die Dörfler ihren Hochofen errichtet. Tianon hatte schon viele Kulturen gesehen, die die verrücktesten und unwahrscheinlichsten Götter anbeteten, aber noch nie eine, die ein profanes Element wie Eisen zu ihrem Gott erhob. Ein Hochofen als Tempel des Eisengottes... er musste lächeln. Und doch auch anerkennen, dass das Eisenvolk ehrlicher war als alle anderen – sie versteckten ihr Streben nach Macht und Härte nicht hinter den goldenen Fassaden von Göttern und Helden, sondern zeigten offen und ehrlich, dass nur kalter Stahl es vermochte, die Welt zu knechten.

    Schön, dass hier schon ein bisschen was passiert ^^ Ich merke gerade, wie mich das mal wieder motiviert, mich wieder mehr mit dem Aufnehmen etc. zu beschäftigen.


    Dieser Punkt des Actings wäre meine herangehensweise - man könnte die Dialoge sicher auch anders vorlesen. Mich würde hier interessieren, wie ihr das so seht und was ihr da bevorzugen würde. Auch wie es ist, wenn man Stimmen eventuell verzerrt. Zum Beispiel für einen Roboter oder einen Darth Vader. Würet ihr den lieber normal aber charakterisiert vorgelesen haben, oder fändet ihr da so einen effekt spannender?

    Ich glaube, das hängt auch von der Art / Genre der Geschichte ab. Eine lustige Geschichte könnten mehr Effekte gut unterstützen, bei einem eher getragenen, düsteren, bedrohlichen oder traurigen Roman wäre das vermutlich eher störend oder könnte sogar lächerlich wirken.



    Ich weiß nicht ob das so professionell ist, aber ich klatsch dann in die Hände oder so. Das gibt bei Audacity einen heftigen Ausschlag, dann findet man das leicht.

    Ich finde das eine sehr gute Idee! Man kann in Audacity zwar auch Textspuren einfügen, d.h. über oder unter der eigentlichen Tonspur eine kleine Zeile mit Wort-Markierungen, um die Orientierung zu vereinfachen, aber auf die Schnelle reicht ein heftiger Ausschlag im Pegel meistens. Ich mach das bei längeren Texten auch öfter so. Bei kürzeren Texten oder Redebeiträgen für das Schwert habe ich alles mehrfach aufgenommen und mir das Beste rausgesucht.

    Hallo zusammen,


    nachdem im Werbung und Social-Media-Thread schon mehrfach die Idee gefallen ist, die eigene Geschichte selbst zu vertonen, dachte ich mir, ich starte mal einen Thread dazu. Nicht, weil ich schon ein fertiges Buch hätte, das ich gerade vertonen möchte, sondern weil ich einfach gerne mit meiner Stimme arbeite und damit sozusagen "kreativ" bin. ^^ Daher kommt der Thread auch in den Kreativbereich. Umziehen könnten wir den bestimmt ja immer noch, wenn er woanders besser aufgehoben ist.



    Ich nehme hier mal ein Zitat als Ausgangspunkt für den ersten Beitrag

    Das habe ich auch schon überlegt. Finde das eine super Idee, nur weiß ich bislang nicht, wie ich das technisch umsetzen könnte.

    Ich möchte hier jetzt keinen Ratgeber schreiben, wie man das am Besten angeht, sondern nur ein paar Optionen nennen und meine Erfahrungen dazu schildern. Ich denke, es ist allen klar, dass man zum Aufnehmen 1) eine Art von Aufnahmegerät und 2) eine Software zum Bearbeiten der Aufnahmen braucht oder gut gebrauchen kann. Als weiterer Punkt könnte 3) die richtige Umgebung noch dazukommen.


    1) Das Aufnahmegerät

    Bei Mikrophonen ist es wie bei allen Instrumenten: es gibt die unterschiedlichsten Typen für unterschiedliche Zwecke und jede Bauweise und jeder Hersteller bringt eigene Charakteristika mit. Und natürlich schlägt sich das häufig auch im Preis nieder, der natürlich auch nach oben praktisch unbegrenzt ist.

    Für die Aufnahmen für Ein Schwert und sein Held habe ich häufig einfach das Mikro eines Headsets genommen, in meinem Fall ein Gaming-Headset von Sennheiser (die machen auch gute Gesangsmikros). Das wird per USB an den PC angeschlossen, installiert sich automatisch und man braucht sonst nichts mehr, weil das Mikro schon über das Headset gut vor dem Mund positioniert ist. Die Qualität war vermutlich völlig ausreichend, weil Thorsten sowieso noch einen Effekt über die Aufnahmen hat laufen lassen, um die Stimme metalisch klingen zu lassen.

    [Hier kommt irgendwann noch ein Hörbeispiel hin]


    Für die Lesung von Ins kalte Wasser vor zwei Jahren (?) habe ich ein Rode NT1-A Studiomikrophon verwendet. Das ist ein Großmembranmikrophon, was letztlich bedeutet, dass es um einiges empfindlicher ist als ein Headset und somit auch einen klareren Klang aufnimmt. Ein großer Nachteil eines solchen Mikrophon ist es, dass man alle möglichen Zusätze benötigt (gut, meistens werden die in einem Packet verkauft und gleich mitgeliefert): ein (Tisch-)Stativ, eine sog. Spinne (stoßdämpfende Aufhängevorrichtung), Pop-Schutz (sieht ein bisschen wie Sieb aus, dass zwischen Mund und Mikro positioniert wird und bei Plosivlauten etwas dämpfen soll), Kabel und ein Audio-Interface. Mikrophone, die eher für Gesang-/Musikaufnahmen konzipiert sind, verwenden XLR-Kabel und benötigen zwischen Mikrophon und PC noch ein Gerät, dass das Signal so umwandelt, dass der PC das verarbeiten kann - das ist das Audio-Interface. Hier merkt man schon, dass man auch vom Aufbau und Verkabeln her wesentlich mehr zu tun hat als bei einem USB-Mikro.

    Weiterer Vor-/Nachteil: Das Mikro ist wirklich empfindlich und kann sehr viele Umgebungsgeräusche mit aufnehmen, die man dann auch hört. Das kann der Lüfter des PCs sein oder das Knarren des Bürostuhls oder das Rascheln beim Umblättern der Buchseiten. Alles Geräusche, die man später wieder entfernen muss.


    Ich habe mir letztens noch ein Großmembranmikrophon gekauft, das sich per USB direkt an den PC anschließen lässt, einfach weil ich faul bin und das auch gerne mal ausprobieren wollte. Wen es interessiert: t.bone SC450 USB. In dem Packet kam ein Tischstativ, eine Spinne und eine Abschirmung für Umgebungsgräusche / Hall mit. So richtig intensiv getestet habe ich das noch nicht, auch einen Vergleich zum Mikrophon von Rode habe ich noch nicht angestellt. Vielleicht mache ich das demnächst mal noch.


    2) Das Aufnahmeprogramm

    Auch beim Aufnahmeprogramm kann man sehr viel Geld ausgeben, wenn man möchte, oder vermutlich auch zahllose kostenlose Programme nutzen. Ich habe beruflich vor einigen Jahren mal mit einer Diktiergerät-App gearbeitet (in Kombination mit dem Handy-Mikrophon). Die App konnte aufnehmen, abspielen, vor-/zurückspulen und löschen. Das genügt für vieles, was man am Stück lesen kann, vor allem Gedichte oder Kurzgeschichten. Hier sollte man aber nicht unterschätzen, dass man doch auch mal schnell sich an einer Stelle verhaspelt, sich räuspern muss, etc. und dann müsste man nochmal alles aufnehmen.

    Ich persönlich nutze Audacity. Das ist ein Freeware-Programm, das im Prinzip wesentlich mehr kann als ich brauche oder nutzen kann.

    Bei ziemlich allen Aufnahmeprogrammen bekommt man eine graphische Darstellung des Audiosignals über die Zeit und kann darin Stellen markieren, bearbeiten, entfernen, etc. pp. Und am Ende kann man seine Aufnahme auch in einem für andere nutzbaren Format (MP3 oä) exportieren. Audacity speichert die Projekte immer im *.aup-Format, das man ohne Audacity oder ähnliches nicht nutzen kann.

    Für das Homerecording-Studio bräuchte man dann eigentlich auch noch passende Boxen (sog. Abhörmonitore), denn jede Aufnahme klingt auf unterschiedlichen Lautsprechern auch unterschiedlich. Und was auf dem Kopfhörer super klingt, kann über eine Bluetooth-Box oder eine Stereo-Anlage völlig anders klingen. Ich bin mir nicht so sicher, ob das bei reinen Sprechtexten so stark ins Gewicht fällt, aber bei Aufnahmen einer Band macht das oft Welten aus - auf der einen Box klingts fett und rund, auf der nächsten ist der Bass zu dröhnend, auf der dritten die Höhen zu schrill. Dafür gibt es auch nochmal zwei Prozesse, die nach der eigentlichen Aufnahme für eine gute Produktion hilfreich sind: das Abmischen und das Mastering. Das Abmischen meint, dass bestimmte Spuren / Instrumente / Frequenzen eben mehr hervorgehoben oder etwas abgesenkt werden. Das braucht man auf jeden Fall für eine Band, aber ggf. auch bei einem Hörbuch, wenn man z.B. noch Intro-Musik oder mehrere Stimmen hat.

    Für das Mastering habe ich mal gegoogelt, weil mir das auch wieder nicht so richtig klar war, was genau das ist:

    Der Zweck des Masterings besteht darin, die klanglichen Elemente eines Stereo-Mixes auszubalancieren und die Wiedergabe auf allen Systemen und Medienformaten zu optimieren. Herkömmlicherweise werden beim Mastering Werkzeuge wie Equalization (EQ), Kompression und Limiting eingesetzt, sowie eine Verbreiterung des Stereobilds vorgenommen.

    Von den Funktionalitäten bietet Audacity das im Prinzip. Ob man das selbst gut hinbekommt... Ich persönlich traue da meinen Ohren immer nicht so. Vielleicht zu lange zu viel Metal gemacht :)



    3) Die Umgebung

    Für das Aufnehmen ist auf jeden Fall wichtig, einen ruhigen Raum zu haben, der möglichst frei von äußeren und "inneren" Störgeräuschen ist. Ich wohne ca. 12 Meter von den Bahngleisen weg. Wenn ein Güterzug hier vorbeidonnert, dann spüre ich das. Und ein gutes Mikrophon kann das auch locker mit aufnehmen. Das will man im Normalfall eher nicht. "innere Störgeräusche" kommen vom PC (Lüfter), vom Mausklicken, aber auch vom Körper selbst - Atmung und die Stimme. Bei sehr empfindlichen Mikrophonen hört man manchmal einen Hall aus dem Raum, den man beim normalen Sprechen nicht so hört. Das kann für eine Aufnahme auch störend sein. Um dem entgegenzuwirken kann man dicke Vorhänge aufhängen, die Wand mit Schaumstoff auskleiden oder das Mikrophon lokal abzuschirmen, so dass nur aus einer Richtung Schall ins Mikrophon kommt.


    So, ich denke für einen ersten Post genügt das Mal. Hörproben zu den einzelnen Mikrophonen etc. folgen demnächst. Als Themen für weitere Posts ist mir gerade noch 4) Die Stimme eingefallen. Auch hier kann man nämlich eine ganze Menge (falsch) machen. Ein weiteres Thema könnte auch mehr auf 5) den Aufnahme-/Vorlese-Prozess und seine Vorbereitung eingehen.


    Natürlich sind auch alle eingeladen, hier ihren Senf mit dazuzugeben, Fragen zu stellen, Anregungen zu geben etc. Ich hoffe, es war nicht zu viel und nicht demotivierend. Man kann hier mit relativ einfachen Mitteln viel machen und viel Spaß haben ^^

    Ich lese gerade Gardens of the Moon von Steven Erikson. Das ist Buch 1 einer Reihe. Ich muss sagen, jetzt wo ich mich an den etwas ungewöhnlichen Stil gewöhnt habe...WOW!!! Cooles Setting, coole Charaktere und eine dichte und spannende Hintergrundgeschichte. So ganz im Klaren darüber, was WIRKLICH passiert bin ich mir noch nicht, aber gerade das macht es irgendwie spannend.

    Bei uns im Haus gibt es einen Verschenke-Tisch und dort habe ich mir vor drei Tagen oder so "Frühstück bei Tiffany" von Truman Capote. Ich hab das vor Jahren schon mal gelesen, entweder noch in der Schule oder dann für's Studium... na, egal. Ist mal wieder schön und hat ein paar tolle Passagen drin. Aktuell mein Liebling:


    "... Sagen Sie, sind Sie ein richtiger Schriftsteller?"

    "Das hängt davon ab, was Sie unter richtig verstehen."

    "Na, Herzchen, kauft irgendjemand das, was Sie schreiben?"