Beiträge von Asni

    Ich hab bis jetzt einen Roman im im Selbstverlag veröffentlicht. Ich finde aber, wenn man ernsthaft schreibt, sollte man sich ab einem bestimmten Zeitpunkt frei heraus als "Autor" betiteln.

    Hallo und herzlich willkommen auch von mir!


    Ab wann schreibt man denn "ernsthaft"? :-)
    Wenn ich alles, was ich bisher geschrieben habe, zusammenzähle, dann ist das schon eine ganze Menge. Veröffentlicht ist davon aber bisher noch nicht wirklich etwas. Für mich ist das Schreiben eher Hobby und nicht unbedingt ergebnisorientiert, also ob da am Ende mal ein Buch dabei entsteht, ist für mich zweitrangig. Somit würde ich vielleicht selbst sagen, dass ich nicht ernsthaft schreibe, vor allem weil ich auch sehr gerne humorvoll schreibe :D



    möchte gerne online ein Buch schreiben, an dessen Entstehung jeder, der will, teilhaben kann. Außerdem suche ich einen Co-Autor für andere Projekte.

    Das finde ich in der Tat eine äußerst spannende Sache! Aber evtl. ist es schwierig oder sogar frustrierend, wenn die "Mitarbeiter" ganz andere Ideen haben als man selbst. Jedenfalls bin ich mir sicher, dass du hier einige kreative Köpfe findest, die gerne kritisch ihre Meinung zu allem möglichen kundtun.

    Was haltet ihr von solchen Spielereien? Geben sie der Geschichte mehr Tiefe, lassen sie die Geschichte trotz Fantasy "realer" wirken?

    Ich bin da ein bisschen gespaltener Meinung. Einerseits ist eine kreative Neuinterpretation von bekannten Stoffen nichts schlechtes und durchaus unterhaltsam. Allerdings kann das auch schnell ermüdend werden (wie die Vampire in ***).
    Andererseits frage ich mich, warum viele an der Oberfläche stehen bleiben. Nur weil eine Mythologie unserer Welt neu verarbeitet wird, heißt das ja nicht, dass dadurch automatisch mehr Tiefe entsteht. Tiefe entsteht für mich dann, wenn die Charaktere und die Geschichte mir etwas über mein Leben sagen und dafür etwas bringen.
    Eine Auseinandersetzung mit Themen, die jeden angehen oder angehen sollten, bringt etwas, aber nicht, wenn der Held in einer klischeehaften Hero-Story feuerrotes Haar hat und Thor heißt, sonst aber auch nur das tut, was ein Gary Stu auch tun könnte.


    Ein wichtiger Punkt ist ja eigentlich, dass Religionen und deren Geschichten doch im wesentlichen genau diesen Anspruch haben: sie wollen den Menschen etwas über ihre Lebensführung und ihre Einstellung erzählen und "beibringen". Wenn du das in den Geschichten weglässt und nur oberflächliche Verweise auf Mythologien bringst, dann fände ich das schade.


    Jetzt überlege ich, die Geschichte noch etwas abzuwandeln und das Ortlos aufzuheben, indem ich noch mehr Realitätsbezug gebe und die Geschichte an einen Schauplatz verlagere, den ich gut kenne, nämlich nach Bremen. Ich bin etwas zwiegepsalten, ob ich das tun soll. Ein spezifischer Ort würde bei Bremer Lesern zu einem Wiedererkennungswert führen (wie oben mit der Mythologie), was eventuell ganz spaßig und interessant sein kann. Allerdings kann ich mir genauso vorstellen, dass es für nicht-Bremer nervig werden könnte, weil der Wiedererkennungswert nicht da ist und sie mit Namen von Stadtteilen und Straßen eventuell gar nichts anfangen können. Daher die zweite Frage: Wie seht ihr das? Mögt ihr lieber eine Ort- und Zeitlose Geschichte lesen, oder macht die Nennung eines speziellen realen Ortes die Geschichte für euch noch lebendiger?

    Ich würde mal so fragen: Spielt es eine Rolle (für die Geschichte!!!), ob die Geschichte in Bremen spielt oder in Bitterfeld? Welchen Vorteil hat es, wenn sie in Bremen spielt? Für dich ganz klar: du kennst dich besser aus und kannst dir vieles besser vorstellen. Aber wenn es nur um diese natürlich völlig legitime Vereinfachung geht, dann spielt es keine Rolle, ob die Stadt jetzt Bremen heißt oder gar keinen Namen hat. Wenn du deine Geschichte aber z.B. mit einigen Gebäuden Bremens (und deren Geschichte) verknüpfst oder mit etwas was für Bremen sonst irgendwie speziell ist (Die Bremer Stadtmusikanten?), dann hat es vielleicht einen Mehrwert, dass die Geschichte in Bremen spielt.
    Das ist eigentlich auch die Antwort auf deine Frage: Es ist egal, ob der Ort real existiert oder nicht. Aber wenn er real existiert, dann sollte die Geschichte auch "realistisch" darin eingebunden und verankert sein, eben durch Bezüge zur Geschichte / zum Flair der Stadt.


    EasterEggs finde ich trotzdem immer wieder nett und lustig. Dann sollte man aber wie in Planet der Affen erst einmal nicht preisgeben, in welcher Stadt / auf welchem Planeten die Geschichte spielt.

    Gerade deswegen hab ich sie genau da reingetan.


    Freitiere: Tiere, die keinen Nutzen haben für den Menschen haben, also nicht für ihn arbeiten. Katzen gehören auch hier rein, weil man ihnen keine Befehle geben kann. Wildpferde werden auch hier reinkategorisiert.


    Äh? Oben stehen sie bei "Freitieren", weil man ihnen keine Befehle geben kann. Ich würde sie eher zu den Nutztieren einordnen. Was meinst du denn jetzt genau? Sind Katzen nun Nutz- oder Freitiere?
    Sprichwörter rund um Katzen bzw. andere Nutz- und Freitiere fände ich gut. Denn, wenn dieses Kategoriensystem, wie du schreibst, einfach dazugehört, dann sollte es auch im Alltag der Arkyaner spürbar sein.




    Man muss ja Töten um zu überleben (Fleisch essen), also wäre das auch nicht böse?

    Vegetarier sehen das vielleicht anders :-)
    Ich meinte nur, wenn du Monster hast, die böse sind, dann musst du auch wissen, warum sie böse sind. Also nicht geschichtlich (z.B. dass sie von einem bösen Gott erschaffen wurden), sondern eher inhaltlich: Was bedeutet es in deiner Welt "böse" zu sein. Wenn es im Großen kein Gut und Böse gibt, dann verwenden die Arkyaner den Begriff wahrscheinlich genauso schwammig wie wir und alles was einem selbst schadet ist erst einmal böse. Das hieße dann aber vielleicht auch, dass Monster eben nicht absolut böse sind, sondern durch ihr angeborenes oder erzwungenes Verhalten Dinge tun, die für die Arkyaner schädlich und damit "böse" sind. Wie ich schon angedeutet habe: ein Wolf, der ein Schaf reißt, will dem menschlichen Eigentümer nichts böses, es ist bloß sein normales, unreflektiertes Verhalten (ich gehe mal davon aus, dass Wölfe ihr Verhalten nicht in dem Maße reflektieren können wie Menschen). Ganz anders ein religiöser Fanatiker, der Anschläge verübt. Zumindest sehe ich das so.
    Wenn man anfängt auf solche Darstellungen zu achten, dann kann man sich manche Tierdokus gar nicht mehr ansehen, weil von "Killerhaie - menschliche Beute" oä die Rede ist, was ein völlig falsches Bild von Haien erzeugt. Naja, das führt hier zu weit. Sorry.


    Bzgl. Auseinandersetzung eines bewahrenden Volkes mit Veränderung:

    Das wird noch kommen. Und ich sag nur soviel dazu: Ich war selbst überrascht, wie meine kleinen Arkyaner darauf reagiert haben

    Na, da bin ich gespannt.

    Ich bin mal ein bisschen fies, was deine Kategorisierung angeht:

    • Wieso ist sie wichtig? Und vor allem für wen ist sie wichtig? Für den Leser oder für die Arkyaner? Was haben z.B. die Arkyaner davon, dass sie Delfine als Wesen begreifen und Katzen als Freitiere?
    • Sind Katzen weniger intelligent als Delfine? Wie stellen die Arkyaner (falls es ihre Kategorisierung ist) fest, welches Lebewesen in welche Kategorie gehört? Oder kommt die Kategorisierung nicht von den Arkyanern selbst, sondern von den Lylisianern und ist die Zuordnung schon vorgegeben? Ist sie dann evtl. "heilig"? Mich erinnert das gerade ein bisschen an das indische Kastenwesen...
    • Was ist für dich (oder die Arkyaner bzw. Lylisianer) "böse"? Ich persönlich mag die Einteilung der Welt in gut und böse nicht so gerne, denn meistens steckt nur ein anderer als der eigene Standpunkt dahinter, bzw. die Begriffe werden instrumentalisiert, um eine politische Denk- und Handlungsweise durchzusetzen. Beispielsweise, wenn man Einwanderer als "Schmarotzer", "Ungeziefer", "Parasiten" etc. bezeichnet. Oder auch der aus dem Märchen bekannte "böse Wolf", der für den Menschen eigentlich keine wirkliche Bedrohung darstellt und selbst wenn, dann Menschen wohl nicht angreift, weil er "böse" ist, sondern weil es in seiner Natur liegt oder er sich angegriffen fühlt. Etc. pp. Du darfst das aber natürlich anders sehen und anders machen.
    • Katzen hätte ich persönlich als Nutztiere angesehen, weil sie a) domestiziert werden / wurden und b) zum Fangen / Jagen von Mäusen durchaus einen Nutzen hatten / haben. Und: Hühnern kann man auch keine Befehle geben... also man kann schon, aber dass sie darauf hören ist doch eher selten :D

    Wenn der Begriff "Wesen" nur von Arkyanern verwendet wird bzw. es in deiner Geschichte ein Begriff ist, dessen Bedeutung von der Bedeutung unseres Begriffs "Wesen" abweicht, dann bietet es sich vielleicht an, ein anderes Wort zu suchen. Das lohnt sich vielleicht nur, wenn der Begriff "Wesen" eine wichtige Rolle spielt. Vielleicht willst du dir auch überlegen, ob die Kategorien Teil einer religiösen Lehre sind und sie daher einen besonderen Namen bekommen... "Die sechs Wesenheiten Arkyas" oder so. Dann könntest du auch eine Geschichte schreiben mit einem Titel wie "Die siebte Wesenheit", wenn ein geheimnisvolles Wesen auftaucht, das nicht in das überlieferte Kategoriensystem einordenbar ist... quasie ein "Alien", also etwas "fremdes", etwas, das noch nicht bezeichnet werden kann. Oder, zweite Idee, es gibt eine Kategorie, die tabuisiert ist, über die nicht geredet werden darf und die auch nicht, z.B. "beschworen" oder "gerufen" werden darf. Das würde sich vor allem für Dämonen oder Monster anbieten.


    Vielleicht ließe sich das Kategoriensystem mit lateinischen Begriffen oder von solchen abgeleiteten Begriffen beschreiben. Ungefähr so ähnlich:
    Pecu (lat. Nutztiere / Geld), libera (lat. frei), cogitatus (denken; vielleicht für Wesen?, ich würde dann aber den Menschen mit in diese Klasse nehmen oder von "denkend" noch "schöpfend" unterscheiden), homo (Mensch), daemon, monstrum.


    Noch ein Gedanke zu "denkend" vs. "schöpfend" bzw. zu Monster: Vielleicht zeichnet es deine Monster aus, dass sie zerstörerisch sind, sei es Menschen gegenüber oder auch anderen Tieren und "Wesen". Dann könntest du den Menschen als die "schöpfenden" und die Monster als die "zerstörenden" bezeichnen.


    Aber sie würden es nicht nachbauen, oder verstehen wollen. Sie erfreuen sich an kleinigkeiten. Immerhin gibt es seit ein paar hundert Jahre nun Strom, aber nur ca die hälfte Privathäuser nutzt es regelmäßig. Sie sind glücklich in ihrer Monotonie, finden den Fortschritt und neues zwar seeeehr interessant, haben aber kein interesse am wechsel.
    Ich hoffe, man versteht was ich meine

    So ungefähr. An sich finde ich es eine spannende Idee, ein Volk zu haben, dass das Bewahren (?) als Wesenselement hat. Wobei mich das auch sehr an Elben / Elfen erinnert... Jedenfalls wird es dann spannend, wenn das Volk mit Veränderung konfrontiert wird und damit umgehen muss.

    Ich war absolut positiv überrascht von dem Film, auch wenn er nur leicht unterdurchschnittlich mittelmäßig ist. Habe ich doch mit deutlich schlechterem Gerechnet.

    Ha, das ging mir fast genauso. Ich war nur etwas enttäuscht, dass meine schlechten Erwartungen nicht erfüllt wurden :D Was sagt man dazu? So rückblickend, eigentlich ein ganz cooler Film. Hat mich ein bisschen an die Zeit erinnert, als ich noch WarCraft gespielt habe... Teil 1 wohlgemerkt.


    Ich könnte mir durchaus vorstellen, noch mehr Filme aus den WarCraft-Universum zu sehen. Bin mal gespannt, ob es welche geben wird.

    Hallo Aztiluth.


    Arkyaner unterscheiden sehr stark zwischen Nutztiere, Freitiere, Wesen, Menschen, Monster und Dämonen.


    Was sind denn Wesen? Bzw. warum ist "Wesen" nicht ein übergeordneter Begriff?


    Das Schulsystem würde mich brennend interessieren. Warum gerade das? Einerseits, weil Menschen zwischen 12 und 15 erwachsen werden und damit wohl auch die Beschulung abgeschlossen ist (?). Andererseits, weil die völlige Gleichberechtigung von Mann und Frau große Toleranz erfordert, die meiner Meinung nach oft (wenn auch nicht ausschließlich) mit guter Bildung einhergeht. Interessant fände ich dann auch die Alphabetisierungsrate (falls man das so nennt; also den Anteil der Bevölkerung, der flüssig lesen und schreiben kann). Für mich hängt da auch noch die kulturelle Landschaft mit dran; damit meine ich Literatur und / oder mündlich überlieferte Sagen etc., evtl. auch die Theater- / Opernkultur.


    Und noch eine ganz andere Frage:
    Würdest du da y in Arkyaner eher wie ein i oder eher wie ein ü aussprechen?

    Mein erster Gedanke bzgl des Lichts war, dass alles in Nähe der Vulkane in Rot- und Orangetöne getaucht ist (also soweit es Licht gibt und nicht alles "im Schatten" liegt). Rein visuell würde ich hier an eine Hölle denken.
    Dazwischen fände ich es spannend, wenn trotzdem immer wieder mal die Wolkendecke aufreißen würde. Hier stelle ich mir eher einen trüben Wintertag vor, dunkel, kalt und irgendwie deprimierend.
    Interessant wäre noch so ein Phänomen wie die Polarlichter oder etwas in der Art, das vielleicht speziell durch die Aschewolken entsteht. Ob das viel für das Leben und die Evolution bringt, sei mal dahingestellt. Ich denke gerade eher visuell :-)


    Vielleicht liege ich mit meiner Vorstellung auch falsch, aber ist es so, dass der Rote Punkt auf deiner Karte auch der "Gipfel" des Vulkans ist? Also gibt es in der Mitte einen riesigen und auch hohen Vulkan? Falls ja, dann könnte man auch dessen Leuchten mit einbauen. Das könnte evtl. auch für Zeitspannen sorgen, wenn es z.B. regelmäßige kleinere Eruptionen gibt, die für mehr Licht sorgen. Sonst bleibt auch die Frage, ob und was es anstelle von Tag und Nacht gibt.

    Hallo Windweber,


    mir gefällt die Idee sehr gut! Ich denke, dass sich da einige sehr spannende Möglichkeiten auftun, um Geschichten zu erzählen.


    Ich habe noch nicht alle Antworten gelesen, also evtl. doppelt sich etwas. Ich wollte das nur schon mal aufschreiben, bevor ich es wieder vergesse :-)


    Du erzählst in deinem ersten Post, dass der Vulkan am Anfang da war und sich dann evolutionsmäßig alles entwickelt hat. Mein erster Gedanke dazu war, dass ich das nicht machen würde. Ich würde das umdrehen und sagen, dass sich der Gigavulkan einst gebildet hat, während es schon eine menschliche Kultur gab (oder mehrere, auch nicht menschliche). Gerne eine Kultur mit Magie (falls du das einschließen möchtest).
    Das hätte mindestens zwei Konsequenzen:
    1) Es gibt schon vieles, was dem Leser bekannt ist, z.B. Nadelbäume. Diese müssen sich natürlich den neuen Gegebenheiten anpassen bzw. werden langfristig verschwinden und durch besser angepasste Pflanzen verdrängt. Das macht es einfacher, eine Geschichte zu erzählen.
    Evtl. könnte es auch ganze Wälder aus abgestorbenen Bäumen geben --> wegen Lichtmangel?
    2) Magie ermöglicht es, Teile der "alten Welt" zu erhalten. Evtl. auch mit Hilfe magischer Lichtschächte, die um eine Stadt oder so herum "normale Landwirtschaft" ermöglichen. Alle, die keinen Zugang zu Magie haben, müssen also viel mehr ums Überleben kämpfen. Das liefert genügen Spannungen bzw. ein massives Machtgefälle für Geschichten bzw. Hintergrundstory für eine besondere Geschichte.


    Man könnte auch die Magie passiv umsetzen. Also nicht ein Magier / Priester in einem Turm / Tempel, der aktiv ein Loch in die Aschewolken reißt, sondern ein magisches Artefakt, ein gewirkter Zauberspruch (der an Kraft verlieren könnte...), das irgendwo aufbewahrt wird (oder verschüttet ist).


    Soweit mal meine ersten Idee. Vielleicht... nein, bestimmt!... folgen bald weitere. Ich muss nochmal wiederholen: Diese Idee finde ich echt klasse!!!!! (5 Ausrufezeichen :D)

    Ich habe kein Lieblingssubgenre. Ich würde nicht mal sagen, dass ich am liebsten Fantasy lese. Ich lese gerne gute Bücher, ganz egal, in welchem Fach beim Buchhändler das steht oder welche literaturwissenschaftlich gebildeten Kategorien das Buch erfüllt. Im wesentlichen geht es mir um eine Story, die mich packt / unterhält / emotional & geistig weiterbringt..., oder um den Genuss einer außergewöhnlichen Sprache oder kreativer (Neu-)Erzählungen von vielleicht schon bekannten (oder eben neuen) Stoffen etc. etc.
    In diesem Sinne könnte auch ein Herr-der-Ringe-Klon spannend sein... wenn beim Klonen einige "Fehler" passiert sind, die dem ganzen eine neue Bedeutung geben...


    Und natürlich ist mir klar, dass ich ein Buch erst dann für "gut" oder "schlecht" halten kann, nachdem ich es gelesen habe.

    Ein Buch lesen, weil man es gelesen haben muss? Wer bestimmt denn, was man gelesen haben muss? Wenn das Kriterium ist "Alle haben das gelesen" (was an sich schon eine falsche Aussage ist), dann würde ich mir den Klappentext mal durchlesen (vielleicht) und dann entscheiden. Aber die Abneigung wäre wohl schon größer.
    Ich hab mich am Anfang auch gegen den Hype um Game of Thrones gewehrt (und gegen Game of Thrones). Allerdings hab ich dann den Büchern eine Chance gegeben. Tja, was soll ich sagen? Seit dem habe ich nie wieder so viel so schnell gelesen. Aber muss man es deswegen gelesen haben?
    Wer Gewalt nicht lesen, liebgewonnene Charaktere nicht verlieren oder sich generell nicht mit einer völlig frei (naja) ausgedachten Welt beschäftigt, der sollte es vielleicht nicht lesen. Und derjenige oder diejenige muss es dann auch nicht gelesen haben.


    Die nächste Frage wäre: Was bringt es mir, ein Buch gelesen zu haben? Bringt es mir nur, dass ich mitreden kann? Bei Fifty Shades of Grey kann ich immer noch nicht mitreden, aber ein guter Freund, der zumindest den Anfang gelesen hat, meinte mal, dass er stilistisch wesentlich besser schreiben könnte, so schlecht sei das. Tja, was soll ich sagen? Mich interessiert der Inhalt nicht, der Hype nicht (gut, ist eh schon vorbei) und die sprachliche Qualität scheint mir jetzt auch nichts zu bringen.


    Ein Buch, das ich Sprachliebhabern gerne empfehle ist Siegfried und Kriemhild / Die Nibelungen von Jürgen Lodemann. Warum? Weil darin eine Sprache verwendet wird, die ich einfach nur überwältigend finde. Gut, ich habe das Buch dreimal angefangen zu lesen und zweimal habe ich abgebrochen, weil es so anstrengend und nervig war. Aber beim dritten Mal hat es in meinem Köpfchen "klack" gemacht und dann ging's. Seitdem lese ich das Buch etwa alle zwei Jahre mal wieder. Und es lohnt sich jedes Mal!


    Ich denke, es gibt viele zu Unrecht gehypte Bücher, wobei das natürlich sehr auf den Standpunkt und den Geschmack ankommt. Allerdings ist die Zahl der zu Unrecht NICHT gehypter Bücher wohl deutlich größer. Was ich nicht so schlimm finde (für mich zumindest, für die Autorinnen und Autoren der Bücher ist das eine andere Sache).


    Ein Buch lesen, damit man mitreden kann? Ach, da sollen erst einmal alle, die meinen ich müsste irgendwo mitreden können, die Bücher lesen, die ich gelesen habe! So eine Aussage funktioniert ja immer in zwei Richtungen! Und ich sehe es jetzt noch nicht so, dass "alle" oder überhaupt jemand meiner Idee nachkommen würden. Abgesehen davon weiß ich gar nicht mehr, welche Bücher ich alles gelesen habe...

    Auch wenn es nicht ganz dazu passt: Beowulf auf Altenglisch. Kann man sich ruhig den Anfang mal anhören... youtube und so.


    Ansonsten: Theodor Fontane "Glück, von deinen tausend Losen"


    Vor allem die letzte der drei Strophen:


    "Geben nehmen, nehmen geben,
    Und dein Haar umspielt der Wind
    Ach, nur das, nur das ist Leben,
    Wo sich Herz zu Herzen find."



    Leider habe ich aus meiner Schulzeit schon wieder zu viele der Gedichte vergessen.

    Rock'n'Rolla


    Ein absolut cooler Film aus der korrupten Londoner Unterwelt mit einem wunderbar guten, rockigen Soundtrack. Die Handlung entwickelt sich rund um das "lucky painting" eines doof verliebten, russischen Mafia(?)-Bosses, einer gelangweilten Buchhalterin (desselben Russen), die ihren Boss an ein Trio kleinerer Ganoven verrät und dem Vater-Sohn-Konflikt des Bosses der Londoner Unterwelt, der überall seine Finger im Spiel hat.


    Der Film enthält die meiner Meinung nach beste und lustigste Raubüberfallszene überhaupt. Und völlig gewaltfrei (an dieser Stelle) :-D

    Der Morgen graut. Nebel hängt über der Stadt, ist vom Fluss heraufgestiegen und hüllt die alten Häuser in ein graues Kleid.
    Einer geht langsam an seinem Stock durch die Straßen. Seine alte Heimat hat er hinter sich gelassen, sie ist vergangen. Neues steht nun bevor.
    Er sieht vieles, was anderen verborgen bleibt. Manches liegt für ihn im Dunkel, was anderen in die Augen sticht. Wo er sich aufhält, dort entstehen Geschichten. Zuerst nur in seinen Gedanken. Aus der Beobachtung entspringt eine Idee, aus der Idee ein Bild und aus dem Bild schließlich eine Tat.
    Seine Taten sind nicht immer gut. Auch seine Geschichten nicht. Viele verwirft er, bevor er sie zu Papier bringen kann. Viele lässt er im Winde des Vergessens davonwehen, ohne sie in seinem Herzen verankern zu können. Er lässt sie frei. Vielleicht findet ein anderer Mensch sie und kann sie für sich nutzen.



    Hallo, liebe Forumsgemeinde,


    ich bin Asni. Ich wollte meine Vorstellung hier im Forum ein wenig anders gestalten als das vielleicht sonst so üblich ist. Wie man daran sehen kann, schreibe ich gerne. Sprache finde ich wunderbar, als Werkzeug und genauso als Selbstzweck. Der Text oben verrät eigentlich nicht viel über mich, aber es hat mir Freude bereitet, ihn zu verfassen.


    Wie schon einige vor mir, bin ich auch aus dem Fantasy-Forum hierher umgezogen und freue mich drauf, hier Neues kennenzulernen und etwas mehr Geschichten zu schreiben als früher.


    Abgesehen vom Schreiben habe ich noch zahllose andere Interessen und Hobbies. Leider habe ich nicht so viel Zeit, wie ich dafür bräuchte. Und so bleibt vieles auf der Strecke.
    Doch zumindest für das Lesen von Geschichten werde ich mir immer Zeit nehmen. Aktuell lese ich viel von H.P. Lovecraft, Joe Abercrombie, Margaret Atwood und zahllosen anderen Autorinnen und Autoren.


    Den ein oder anderen Film nehme ich auch sehr gerne mit. Serien sind nicht so meins. Leider wird man da zu schnell süchtig und im Handumdrehen sind zwei, drei Tage vergangen und man weiß trotzdem noch nicht, wie es ausgeht. Die beiden Ausnahmen: Game of Thrones und House of Cards. Und vielleicht noch Alf (wer kennt das noch?) und The Big Bang Theory (aber nur noch selten),... ja, man sieht schon, zuweilen widerspreche ich mir. Aber was soll ich machen, ich bin halt auch nur ein Mensch.


    So, jetzt fällt mir nur noch ein, schon einmal alle um Entschuldigung dafür zu bitten, dass ich a) nur selten Emoticons verwende und daher Äußerungen vielleicht schärfer klingen als sie gemeint sind und b) gerne offen meine Meinung sage und gerne Kritik (eigentlich sind es "Verbesserungsvorschläge", aber das sieht ja auch jeder anders) an Geschichten äußere. Natürlich versuche ich dabei sachlich zu bleiben, soweit das eben geht. Bei "mir gefällt diese Formulierung nicht so gut" ist es mit der Sachlichkeit ja schon vorbei...


    Auf ein frohes, lustiges, zuweilen ernstes, aber immer verständnisvolles Miteinander!


    Viele Grüße,
    Asni