Beiträge von Cory Thain

    ich begreife das es für diesen Ausbruch keinen Grund gab.

    ... Verzeih meinen Einwand:

    Es bricht nichts ohne Grund aus. Du hast das Magma vielleicht nicht brodeln sehen, verdrängt oder schlicht nicht erkannt. Aber es war da, muss da gewesen sein. Wo nix brodelt kann nichts "ausbrechen".


    Insofern solltest Du Dich nicht fragen, warum Du den Ausbruch nicht unter Kontrolle hattest (das kann, glaub ich niemand oder nur wenige). Du solltest Dich fragen, was da explodiert ist... denn das könntest Du eventuell unter Kontrolle bekommen...

    Theoretisch mag ich es, herumzuphilosophieren, ich mag mir Fragen stellen und mir ausdenken, welche Antworten alles möglich wären. Und ich mag (prinzipiell erstmal) derartige Texte von anderen, denn sie erweitern meinen Horizont um mehr und mehr mögliche Antworten.


    Es gibt allerdings in erschreckend vielen Texten eine Sequenz, eine Formulierung, wo ich innerlich abschalte. Wo ich bockig werde. Nein, eigentlich werde ich sogar regelrecht wütend. Ich denke zwar mittlerweile, dass diese Formulierung schlicht ein Stilmittel zur Verstärkung der priorisierten Meinung dient, trotzdem stößt sie mir sauer auf und verursacht extremes Unbehagen...


    Aber erkennen mußt Du:

    Ganz prollig würd ich daraufhin erstmal sagen: ICH? Muss erstmal GAR NIX! Ich muss essen und trinken und auf Klo gehen. Ich muss arbeiten gehn, damit ich mir essen und trinken leisten kann und auch nen eignes Klo haben kann...

    Aber ansonsten gibt es extrem wenig, was ich müssen muss! Wieso bitte MUSS ich philosophische Gedanken (so reizvoll sie auch sein mögen) bitte als alleinige Wahrheit "erkennen", also anerkennen. Muss ich nicht. Denn Asni s Version von Level 25 gefällt mich auch ziemlich gut. Und die Option der Wiedergeburt hat auch was. Ebenso finde ich durchaus begreifbar, tatsächlich nur im kalten Boden eines Friedhofs herumzulungern, bis die eigene Materie wieder in den Kreislauf der Natur zurückgekehrt ist...


    Philosophie ist derart intensiv von den charakterlichen Eigenarten des jeweils Philosophierenden abhängig, dass die Wahrscheinlichkeit nicht unbeträchtlich ist, genau der gegenteiligen Meinung anzuhängen. Oder besser "einer der vielen Gegenmeinungen".


    Ich muss erkennen... dass ich die Gedanken anderer zwar in meinem Gebäude mit einbauen kann, dass es aber wenig gemütlich ist, auf Zwang (Du musst!!!) in das Gebäude eines anderen einzuziehen. Da wohnt nämlich schon einer... Ich bau mir mein eigenes Haus.


    Ich persönlich fände die Welt als einen viel besseren Ort, wenn nicht jeder seine eigenen Flausen als gemeingültig ansehen würde. Und deshalb würde ich mich freuen, sehr viel weniger "du musst!" zu lesen sondern mehr sowas wie "könnte es denn nicht sein?".

    Aber das ist mein "Haus". Ich freu mich über Besuche, auch über Nacht, aber ich würde nie jemanden zwingen, dort zu bleiben.



    :D


    Regel Nummer 1:

    Das Stück (im weiteren ES`genannt) muss nur zwei Leuten wirklich gefallen. Dem, der ES anfertigt (damit er sich nicht die Augen verblitzt) und dem, der ES bekommen soll. Und wenn Onkel Hugo gerne Lila mit braunen Karos mag, bekommt er seinen Westover halt in Lila mit braunen Karos. Egal, ob Tante Hilde das ganz schrecklich findet und Kunststudent Theodore über Farbkreise referiert...


    Regel Nummer 2: (Hauptsächlich für Figürliche, sächliche Kunstwerke)

    Das Stück muss aushalten, was es aushalten soll. Ein Babystrampler erfährt mehr mechanische und chemische Belastung als ein Wollschal, eine Kuscheldecke mehr als ein Wandquilt, ein Kinderbuch (wahrscheinlich) mehr als ein Buch über die Beschilderung im öffentlichen Straßenraum.


    Regel Nummer 3:

    Ziel sind Einhaltung von Nummer 1 und Nummer 2. WIE Du da hinkommst, liegt in Deinem Ermessen.

    Wenn Du den Wandquilt aus Kronkorken häkelst... die Puppenmöbel aus Ytongsteinen schnitzt... die Zeichnung mit abgebrannten Streichhölzern fertigst...

    Solange es aussieht, wies aussehen soll und aushält, was es aushalten soll... ist es PERFEKT!


    Natürlich haben sich viele Leute schon viele Gedanken über viele Themen gemacht. Aber im Ende sind es immer nur IHRE Wege zu IHREN Ergebnissen gewesen. Man kann sich das anschauen, man kann auch gerne ausprobieren... aber man sollte nicht vollkommen entnervt das Handtuch werfen (respektive das Werkzeug), wenn man feststellt, dass der Weg des anderen nicht der eigene ist.


    ^^ Das ganze gilt natürlich hauptsächlich für künstlerisch gemeinte Werke jedweder Art. Für Technik und Handwerk ist es sehr empfehlenswert, den "Erfahrungsbasierten Handlungsempfehlungen" zu folgen.

    Kommunikation ist alles, und ohne Mimik, Gestik, Stimmton und Botenstoffe bleibt dabei leider viel zu viel Raum für (Fehl-)Interpretation.

    Der Knackpunkt liegt meines Erachtens nicht in der Existenz dieses Problems.


    Wir hier (gerade wir) als schreibende "Zunft" sollten doch in der Lage sein, uns klar und unmißverständlich auszudrücken. Ganz zu aller Not gäbe es noch Smilies, die die Intentionen des Geschriebenen noch hervorheben (könnten), wobei allerdings beim Gespräch Face-to-face auch ein Lächeln fehlinterpretiert werden kann, oder ein Augenbrauen-heben oder oder oder...


    Wenn ich etwas sage/schreibe und ernte dafür einen Shitstorm... muss ich mich fragen (lassen), was ich falsch ausgedrückt habe (es sei denn, ich wollte genau das).

    Des Dichtens müd? - Das glaub ich nicht!

    Du bist nur am Pausieren!

    Denn hat man "Reim" erst mal im Blut,

    wirds noch und noch passieren!


    Der Virus "Reim", der in Dir steckt

    tritt eruptiv zu Tage.

    Er explodiert im Wörterrausch,

    erlaubt Dir keine Frage


    nach "Darf man..?" und Sinnhaftigkeit,

    er kommt im Sturz heran.

    Wie jen' Lawin', die Du beschreibst.

    Drum nimm den Stift und dann


    schreib, was Dir einfällt, Reim auf Wort

    und frag nicht nach dem Sinn.

    Ich sag Dir das als guten Rat,

    weil selbst ver"seucht" ich bin...



    Nein. Nicht ganz ^^


    Diese Nähaktion ist schon etwas länger her und ich habe echt nur das Blöckchen genäht (und die "Geschichte" dazu geschrieben).

    Zusammengenäht hat es eine andere Näherin.

    Und der Quilt sieht nicht ganz so aus, wie die Briefe implizieren. Ich habe geschrieben, bevor ich den ganzen Quilt gesehen habe. Aber "Blöckchen" gibt es wirklich und den Quilt auch...


    :party:

    ... und ich habe die Genehmigung der Näherin, den Quilt zu zeigen. Das kömmet dann im Anschluß. Quasi als schlusser Punkt. :pleasantry:


    Ist das genehm so?


    Frohen 4. Advendt an Euch alle!


    :friends:

    Danke für's Ausbuddeln, Der Thaumaturg .


    Ich möchte bitte einen Smilie mit heruntergeklappter Kinnlade beantragen.


    Diese Geschichte ist ziemlich dark und entspricht damit sehr wenig bis gar nicht meinem Beuteschema. Trotzdem habe ich sie, quasi "in einem Rutsch", durchgelesen.


    Ich finde sie sehr fesselnd geschrieben, auch die Verschwommenheit zwischen Wahn und Realität ist beängstigend gut geschrieben.

    Was mich (ein kleines bißchen nur) stört, ist dieses quasi Happy-End. Das nimmt der Darknes ziemlich viel Intensität. Und ist irgendwie nicht wirklich nachvollziehbar in seiner Plötzlichkeit. Trotzdem: Auch das Heipopei im letzten Stück ist gut geschrieben... :thumbup: