Beiträge von Feron im Thema „Küssen verboten“

    Ich finde das etwas unelegant. Viele Wörter und Gedanken wiederholen sich, wie zum Beispiel das „genervt sein“. Vielleicht wäre es besser ein paar der Absätze zusammen zu schieben. Ein Satz sollte idealerweise den Plot voranbringen und die Persönlichkeit der Charaktere zur Schau stellen. Zum Beispiel so oder ähnlich:

    Joel, der Ed heute als meinen Babysitter vertritt, kann nicht aufhören zu grinsen, dieser Penner! Herr bring-gefälligst-keine-Sterblichen-um hat heute Morgen erfahren das ich nicht lügen kann. „Ich verachte dich“ fauche ich, als er mich die Treppe hinunterführt. Wieder nur ein Grinsen. Noch einmal und ich kratze es ihm aus dem Gesicht! Ich brauche keinen Maulkorb. Selbst die Schlimmsten meiner Opfer stehen drei Tage später wieder.

    Das Wort „Babysitter“ deutet an das sie sich infantilisiert und nicht ernst genommen fühlt, deswegen „führt“ er sie auch anstatt das sie ihm „folgt“ was eine aktive Aktion wäre in der sie die Kontrolle hat. „Herr bring-gefälligst-keine-Sterblichen-um“ bindet den Nebenkonflikt der beiden in die Beleidigungen ein die sie für ihn hat, sodass es nicht nochmal separat erwähnt werden muss. Worte wie „fauchen“ , „kratzen“ und „Maulkorb“ vermitteln das Gefühl von einem frustrierten Raubtier.

    Sorry. Ich kanns am besten an solchen Beispielen erklären. Nimm halt nicht irgend ein Wort sondern eins das gut in die Szene passt und die Themen die behandelt werden unterstützt. Ich hoffe das hilft.

    Ich finde es für den ersten Versuch ziemlich gut. Versuch doch mal die „Scribbr Rechtschreibprüfung“ die ist dafür das es nichts kostet relativ gut, du musst nur wörtliche Rede manuell machen, das kann das Ding irgendwie nicht.

    Ich würde eine Weile warten ehe das Wort „Dämon“ das erste Mal fällt. Der Begriff ist sehr vage und kann 1000 verschiedene Sachen heißen. Es wäre vielleicht besser erstmal zu etablieren was Dämonen im Kontext deiner Story sind, damit der Leser keine falsche Vorstellung bekommt.

    Ich musste bei der Jagd-Szene an einen Rap-Song denken: “Come on girls I wanna see you drinkin'I wanna see your brain start shrinkin” (Kommt schon Mädchen. Ich will euch trinken sehen. Ich will sehen wie euer Hirn schrumpft). Wenn man etwas in der Richtung machen würde anstatt sofort die „Ich bin ein Dämon“-Karte aus zu packen würde der Leser mehr über die Protagonistin, deren Situation und deren Persönlichkeit lernen, finde ich.

    Ich würde dir auch den Tipp geben beim Aussehen von Charakteren, gerade wenn sie hübsch sein sollen mit Details zu arbeiten, weil das in meinen Augen besser im Gedächtnis bleibt als Worte wie „schlank, kantig, asiatisch“ ect. Zum Beispiel: „dünne blasse Lippen“ , „ein verblichenes altes Tattoo“ , „ein Hemd mit einem fehlenden Knopf“ sowas in der Art.