Beiträge von LittleOwlbear im Thema „Hemtemis - Die Grenzen der Sterblichen - First Draft“

    Hemtemis

    Oh Druiden, cool. ^^ ich musste mich zum Start erstmal gedanklich etwas von den DnD-Druiden trennen, da du wohl etwas anderes, bzw. das klassischere Bild von Druiden im Sinn hast.


    Ich finde deinen Einstieg schon ansprechend und ich möchte da nun natürlich mal wissen was da gefunden wurde, allerdings empfinde ich eine gewisse emotionale Distanz zu Jowy, obwohl dein Schreibstil eigentlich angenehm ist und ich denke, du hast dir schon einige Gedanken um seinen Charakter gemacht.


    Hab zwei oder drei Vermutungen woran das liegen könnte.

    1. Du nennst ihn selbst noch im Fließtext zu häufig Junge. Das erzeugt eine Distanz zu ihm. Lieber häufiger Namen und Pronomen abwechseln und andere Synonyme spärlicher einsetzen, wenn der Charakter namentlich bekannt ist.


    2. Du benutzt viele Filterworte. "...", dachte / schloss / ermahnte sich Jowy / er / der Junge. Auch das erzeugt viel Distanz. Auch solche Beisätze wie "...", ging es Jowy durch den Kopf.

    Man weiß, dass es Jowy ist, der denkt, sieht, hört und fühlt, weil er der POV-Charakter ist.

    Durch Filterworte wird man quasi wieder nach Außen geworfen... obwohl ich auch noch damit struggle keine zu verwenden xD

    Hier als Beispiel:

    Zitat

    Es muss Meister Farvell sehr wichtig sein, schloss Jowy daraus, während die Frage danach, was es mit den Steintafeln auf sich hatte, in dem Jungen brannte. Doch der Novize atmete tief durch und gemahnte sich, seinem Meister zu vertrauen.

    > Es musste Meister Farvell sehr wichtig sein, doch die Frage was es mit den Steintafeln auf sich hatte, brannte in ihm. Der Novize atmete tief durch. Er sollte seinem Meister vertrauen. (rasch konstruierte Umschreibung)


    3. Die Trauerszene.

    Er erfährt, dass sein Meister vor Momenten verstorben ist und ihm kommen sofort die Tränen.

    Die Szene ist quasi so aufgebaut:

    "Dein Meister ist vor Momenten verstorben."

    Jowy weinte...

    Es fehlt etwas dazwischen.

    Selbst wenn er wahrscheinlich nicht wahnsinnig schockiert über seinen Tod sein wird, da er einer langer Krankheit erlag und Jowy daher seinen Tod schon erwartet haben musste, sollte irgendein(e) Übersprungshandlung / gedanke erfolgen.

    Personen trauern natürlich individuell anders, aber hier erfährt Jowy von seinem Tod und einen Satz später weint er schon. Hier sollte dazwischen noch eine Reaktion oder ein Gedanke oä. stehen.

    Allgemein würde ich dem Tod und der Trauer etwas mehr Raumngeben. So liest sich der Tod ein wenig so, als hättest du ihn aus Plotgründen schnell abhaken müssen, damit Jowy die Tafeln finden kann.


    Wobei ich allerdings widersprechen muss: ich find es vollkommen logisch das Grab nicht weiterzugraben, wenn ich dazwischen einen Fund mache, dem ich meine Priorität gebe. "Ich konnte nicht weitergraben" habe ich nichtmal als Lüge empfunden. Wenn sich die Prioritäten verschieben, kann man die Erste nicht zu Ende ausführen.

    Welche Priorität Jowy setzt und ob er jemand ist, der eher autoritätshörig ist (das Grab wie aufgetragen graben, obwohl er es als sinnvoller empfindet die Tafeln sofort zu seinem Meister zu graben) oder nicht, hängt von seinem Charakter ab. Interessanter find ich persönlich ja auch Charaktere, die nicht vollkommen autoritätshörig sind und dann auchmal eigene Entscheidungen treffen wie etwa "die Tafel zu zeigen ist wichtiger als zu graben".

    Weshalb die Tafeln dort lagen, ich denke dafür wirst du uns auch noch Gründe liefern.


    Aber zuerst dachte ich auch ... soll ich fragen, weshalb die Charaktere blau sind? You can't just ask people why they are blue?? xD (props, wer es verstanden hat)

    Ist das Bild selbst gezeichnet? Find ich sehr schön. ^^