Beiträge von Amafiori im Thema „Hemtemis - Die Grenzen der Sterblichen - First Draft“

    Hallo Andy,

    also die vielen offenen Fragen stören mich nicht, im Gegenteil, sie wecken Spannung und Neugier, so dass ich erfahren möchte, was weiter geschehen wird und was es mit den Tafeln auf sich hat, warum sie geheim gehalten werden müssen und so weiter. Das alles kann gerne nach und nach, quasi tröpfchenweise beantwortet werden. Wirf deinen Lesern immer mal wieder ein Häppchen hin, ebenso wie Farvell es mit Jowy tut. Ich hoffe bloß, Farvell passiert nichts Schlimmes, bevor Jowy genug erfahren hat, um den Auftrag allein zu bewältigen.

    Dass du das Sternbild und die Hintergründe so ausführlich beschreibst, zeigt, wie gut du deine Welt durchdacht hast, aber in diesem Augenblick stört es mich ein bisschen. Schließlich hat der Meister Eile befohlen, Jowy wartet total ungeduldig, dass es los geht, er wartet auf den Meister, den er mit seinen Fragen löchern will. Dass er da Muße hat, das Sternbild zu betrachten und seine Kenntnisse dazu abzurufen und zu reflektieren, kommt mir nicht realistisch vor, denn immerhin handelt es sich bei Jowy um einen Jungen, der noch ganz am Anfang seiner Ausbildung zum Druiden zu stehen scheint und dem ich in diesem Augenblick nicht abnehme, dass er sich selbst auf diese Weise von seiner Ungeduld und den tausend Fragen, die er hat, ablenken kann.

    Die paar Schreibfehler, die mir aufgefallen sind, findest du (oder findet dein Textprogramm) gewiss selbst beim Überarbeiten. Worauf ich dich aber aufmerksam machen möchte: Du bringst ein paarmal die Zeiten durcheinander. Du erzählst deine Geschichte in der Vergangenheit, aber hin und wieder geraten Ausdrücke in der Gegenwart in deine Sätze, wie zum Beispiel hier:

    Die Dörfer im Süden und Osten des Klosters kannte er jedoch besser als das westliche Garlau, deshalb wunderte Jowy sich, was seinen Meister und damit auch ihn nun dorthin verschlägt.

    Eleganter klingt es, wenn du schreibst: "..., was seinen Meister und damit auch ihn nun dorthin verschlug."

    Was ich noch zum ersten Text sagen wollte: Leider muss ich bei der Beschreibung der Mitglieder dieses Druidenordens an Schlümpfe denken. 🙃 Und auch ein bisschen an Avatar. Ist die blaue Farbe wichtig? Sehen alle Bewohner deiner Welt so aus mit der blauen Haut? Oder hat es damit eine besondere Bewandtnis?

    Hallo Andy,

    der Anfang mit dem jungen Novizen in der einsamen Kammer, der sich trotz seiner Müdigkeit zum Lernen zwingen muss, ist sehr stimmungsvoll. Ich bin gespannt, wohin und zu welchen Abenteuern die Reise mit Meister Farvell ihn führen wird.

    Irgendwie hat mich die Geschichte bis jetzt dennoch nicht so richtig gepackt, ohne dass ich genau benennen könnte, warum nicht. Dabei sind eigentlich viele spannende Elemente vorhanden. Ein weiser und gütiger Meister ist gestorben, der Junge, der dessen Grab ausheben soll, findet Steine mit geheimnisvollen Inschriften, welche seine Lehrer offenbar zutiefst beunruhigen und die einen sofortigen Aufbruch - wohin? - erforderlich machen. Also viele offene Fragen.

    Tja, hier sollte jetzt eigentlich kommen, wie ich mir diesen Einstieg in die Geschichte stattdessen wünschen würde, aber da versagt irgendwie mein Ausdrucksvermögen. Spannender, geheimnisvoller vielleicht.

    Mir sind auch ein paar Fehler aufgefallen, die du sicherlich selbst finden wirst, und das Adjektiv "schleunig" kannte ich nicht, es irritiert mich ein bisschen. "Schleunigst" im Sinne von schnellstmöglich ist klar, aber gibt es zu diesem Superlativ auch ein Positiv? Das online Wörterbuch kennt "schleunig" allerdings. Hm, man lernt nie aus.