Hallo Hemtemis !
Eigentlich wollte ich dir (noch) keinen Kommentar dalassen. Aber irgendwie wollte ich doch ein paar kleine Stellen zitieren und kommentieren. Ich tue mich immer sehr schwer mit Lob, das können andere besser. Darum gibts von mir als ersten Kommentar (leider) erstmal nur Anmerkungen und Überlegungen.
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Mir ist aufgefallen, dass du in der Wörtlichen Rede keine Gänsefüßchen setzt, sondern Kommas bzw. Apostrophe. Das ist leider falsche Zeichensetzung!
Wo schreibst du denn deine Texte? PC Laptop oder Smartphone?
Die Frage ist ernst gemeint! Es gibt Leute, die schreiben ihre Geschichten auf dem Smartphone.
Alles anzeigenUnd so machte der Novize gerne, auch unter großer Anstrengung weiter.
Plötzlich stieß die Schaufelspitze erneut auf einen starken Widerstand.
Der Junge bückte sich und sah am boden zwei großen, flache Steine.
Mit der Schaufel konnte er sie nicht zerstoßen und der Meißel
Mist! Der liegt oben!
Jowy hatte in diesem Moment keine Lust, aus seinem Loch heraus zu klettern, um den Meißel zu holen, also entschied er sich, die großen flachen Steine auszugraben.
Das sollte ihm ein Leichtes sein, da sich herausstellte, dass die Steine in der Tat sehr flach waren.
Jowy hat die Tafeln nicht zerstoßen, weil er zu faul war, den Meißel zu holen. Aber als er die Tafeln dann so ausbuddelt, war er auf einmal nicht mehr zu faul, aus dem Loch zu krabbeln und die Tafeln genauer zu untersuchen. ![]()
Denn die Schriftzeichen darauf waren keine aheptanischen oder altaheptanischen, der Novize erkannte sie nicht einmal als uraheptanische Runen, dem Ursprung aller Sprachen, von denen er schon viele mühselig auswendig gelernt hatte. Es mussten ausländische Tafeln sein, womöglich eine Kriegsbeute, der Novize konnte sich keinen Reim darauf machen, nur eines war sicher, Jowy wollte seinen Fund unbedingt umgehend zu seinem Meister bringen, denn der würde wissen, was es damit auf sich hat.
So nahm der Junge die Tafeln und die Beine in die Hand, ließ Schaufel und Meißel liegen und rannte zurück ins Kloster.
Aus dem Text konnte ich für mich jetzt keinen wirklichen Grund herauslesen, warum Jowy unbedingt seine Aufgabe (das Loch buddeln) abbrechen sollte. Die Tafeln hätte er auch danach noch mitnehmen können. Stell dir mal vor, Jowy wäre nicht zu faul gewesen, den Meißel zu holen und hätte die Tafeln einfach zertrümmert. Selbst dann hätte er die Schrift immer noch entdecken können und sich entscheiden können, die Tafeltrümmer mitzunehmen. Jowy weiß ja nicht mal, was dort überhaupt draufsteht. Der Gedanke, warum ausgerechnet dort die Tafeln sind, kommt ihm offenbar nicht in den Sinn.
Er sollte exakt dort graben, und so wie ich das verstanden habe, ist diese Stelle ja immer dort. Also würde ich an seine Stelle mich fragen, ob die Tafeln dort vielleicht nicht zufällig begraben sind. Vielleicht sollte er sie ja auch finden. Und warum muss er überhaupt graben? Was ist das für ein "sinnloser" Aufwand, ein Loch zu buddeln, um die Grabkammer zu finden? Warum wird die überhaupt jedes Mal versiegelt, wenn man ohnehin wieder an derselben Stelle graben soll?
Aber leider wird das im Text nicht angerissen. Wieder einmal erwische ich mich dabei, dass ich schon wieder zehn Schritte vorausdenke. Dinge, die ich eigentlich eher den Personen in den Geschichten zuschreiben würde, die aber offenbar nicht soweit denken oder einfach schon den Schritt nummer 10 wählen und 1 bis 9 überspringen. Ich als Leser würde aber schon gerne wissen, wie sie instant auf Schritt nummer 10 kommen. ![]()
Alles anzeigen,,Ich … ich… Ich konnte das Grab nicht fertig graben, denn ich habe etwas gefunden!’’
Meister Farvell hatte einen Anflug von Enttäuschung im Gesicht, darüber, dass sein Schüler seine Pflicht vernachlässigte, doch als Jowy ihnen die Tafeln entgegen streckte und Farvell die Runen darauf erblickte, öffneten sich seine goldenen Augen weit und auch der Heiler Garlegg staunte nicht schlecht. Das Staunen wisch jedoch schnell etwas, das Jowy als Angst erkannte, doch der Novize hatte seinen Meister, oder einen der älteren Druiden, noch nie zuvor ängstlich gesehen. Die beiden Druidenmeister tauschten ihre Blicke aus und nickten sich zu.
,,Mein Junge, Meister Garlegg und ich müssen uns beratschlagen. Bitte warte einen Moment vor der Tür’’.
Im nächsten Augenblick stand Jowy vor der Kammer des Erzdruiden und unzählige Gedanken schossen ihm durch den Kopf: Sind die Tafeln wertvoll? Sind sie heilig? Sind sie verflucht?
Werde ich für meinen Fund belohnt? Oder werde ich eher bestraft? Werde ich bestraft, weil ich meiner Pflicht nicht nachgegangen bin? Ich hätte das Grab fertig ausheben sollen! Wird Farvell zulassen, dass Meister Vosswey mich züchtig?
Nachdem noch einige weitere Gedanken durch Jowys Geist gerast waren, öffnete sich schließlich die Tür und Meister Farvell trat heraus:
,,Jowy, mein Junge, pack deine Sachen! Wir werden noch heute Nacht zu einer Reise aufbrechen!’’
Das ist eine Lüge!
Er hat das Grab nicht fertig gegraben, weil er irgendwelchen Tafeln mehr Wichtigkeit zugeschrieben hat, als der eigentlichen Aufgabe!
Mission nicht erfüllt!
Stell dir mal vor, er hätte das Grab fertig gebuddelt und dann noch zusätzlich die Tafeln mitgebracht! ![]()
Alles anzeigen,,Meister, was werden wir den Leuten im Dorf denn als Grund für unsere Reise nennen?’’
,,Wir sind auf Pilgerreise, das ist unsere Geschichte, mehr brauchen die guten Leute nicht zu wissen.’’
,,Aber das ist eine Lüge, wir sind nicht auf Pilgerreise und ich möchte die Leute nicht belügen.’’
,,Mein Junge, wie so oft weiß ich deine Ehrlichkeit sehr zu schätzen. Leider werden wir einige Regeln brechen müssen, die uns beiden im Kloster über Jahre hinweg anerzogen wurden. Glaub mir, dass es mir genauso schwer fällt wie dir.’’
Nun verspürte Jowy ein Gefühl, das er schon länger nicht verspürt hatte, Wut.
,,Meister, ich werde keine Regeln brechen, wenn ich nicht einmal weiß wofür! Was ihr von mir verlangt, ist ungerecht!’’
Jowy war selbst erschrocken, so hatte er noch nie mit seinem Meister gesprochen.
Dann denk dir halt selbst einen Grund aus!
Jowy hinterfragt ja nicht mal, warum die überhaupt die Reise unternehmen und was es mit den Tafeln auf sich hat. Aber als der Meister ihm sagt, was Jowy als Grund angeben soll, ist das ja unrechtens, weil "gelogen"! Woher will er denn wissen, dass es tatsächlich eine Lüge ist? Was hätte denn Jowy für einen Grund genannt, den er als nicht gelogen und angemessen angesehen hätte? "Mein Meister hat mir gesagt, ich soll ihn auf einer Reise begleiten. Ich weiß zwar nicht, wo es hingeht und was die Mission ist, aber ich habe auch nicht weiter nachgehakt, weil er es mir ohnehin nicht erzählen wird."
,,Jowy, hör mir nun gut zu. Diese Tafeln sind ein absolut wichtiges Zeugniss für unseren gesamten Glauben, wir werden sie mit unserem Leben beschützen. Mehr musst du darüber erstmal nicht wissen, außer also, dass du deine Tafel unter keinen Umständen verlieren darfst, dass die Tafel unter keinen Umständen zerstört werden dürfen und dass du niemandem, wirklcih niemandem, von diesen Tafeln erzählen darfst. Verstehst du das mein Junge?’’
Keine Sau redet so! Mach die Sätze kürzer, prägnanter!
"Sie sind wichtiger als unser Leben, wichtiger als Dein Leben! Lasse sie niemals aus den Augen! Hüte sie wie deinen Augapfel! Erzähle niemandem von ihnen! Hast du mich verstanden?!"
Vor allem zeigt sich hier mMn wieder gut so ein Beispiel von "wäre hätte könnte"
Die Tafeln sind so unfassbar wichtig, dass sie um keinen Preis der Welt Schaden nehmen dürfen! Aber sie waren einfach so, ohne irgendwelchen Schutz, in der Erde verbuddelt! Das ist natürlich valid! Ist bei unseren archäologischen Ausgrabungen ja auch oft der Fall, dass die Gegenstände einfach so in der Erde verbuddelt sind. Man stelle sich vor, Jowy hätte tatsächlich aus Versehen eine der Tafeln zertümmert, dann wäre das nicht mehr rückgängig zu machen, hätte aber vermutlich deren Bedeutung und Wichtigkeit nicht abgemindert. Ich finde, hier wäre noch mal ein guter Zeitpunkt gewesen, dass Farvell Jowy ein Dankeschön ausspricht, die Tafeln im Ganzen und unversehrt zurückgebracht zu haben.
,,Ja Meister, ich habe schon viel über die Stadt gehört, vor allem über den großen Tempel unseres Ordens in der Stadtmitte!’’
,,Sehr schön, ich freue mich mit dir mein Junge, doch lass dir jetzt schon eins gesagt sein, wenn wir am Ziel unserer Reise ankommen, wird dir Togmavell wie ein kleines Dorf vorkommen und der Tempel nicht eindrucksvoller als eine Kapelle!’’
Dann brauche ich mich ja nicht mehr auf Togmavell freuen, wenn es offenbar ohnehin nur so lala sein wird auf ihrer langen Reise.
Nimm mir doch nicht schon vorher die Freude an Dingen, die ja noch nicht mal gesehen habe! ![]()
,,Wir werden heute Nacht in das kleine Dorf Garlau gehen, sodass wir dort am Morgen ankommen. Vielleicht erinnerst du dich, wir waren schonmal zusammen dort.’’
Wenn sie heute Nacht IN das Dorf gehen, werden sie morgen nicht ankommen, sondern bereits angekommen sein! Und da sie tatsächlich erst am Morgen in dem Dorf ankommen, werden sie diese Nacht nicht IN das Dorf gehen, sondern ZUM Dorf gehen bzw. dorthin aufbrechen! ![]()
Es dauerte noch einige Momente der Stille, der vielen Schritte und der vielen Anstrengung von Jowy, um keine weiteren Fragen zu stellen, da begann schließlich die fast violett anmutende Morgenröte langsam durch die vielen Bäume zu schimmern und den beiden den Weg weiter und weiter zu erhellen.
Schließlich hatten die beiden den Waldrand erreicht und konnten schon die Felder vor dem Dorf Garlau erkennen, bei denen sich auf den Getreidehalmen der frische Morgentau sammelte.
,,Wir rasten hier noch einen Moment, wir sollten nicht so früh im Dorf eintreffen, wir wollen die lieben Leute dort doch nicht verwirren, sie sollen nicht mitbekommen, dass wir in Eile sind.’’, verkündete Farvell.
Verstehe ich nicht!
Als wenn es irgendeinen Dorfbewohner interessieren würde, ob irgendwelche fremden Leute in Eile sind oder nicht. Die können ja nicht mal wissen, wann die Leute überhaupt losgegangen sind, geschweige denn ob die Leute überhaupt selbst wissen, wann sie das Dorf erreichen werden. Wenn Jowy und Farvell gemütlich ins Dorf latschen, latschen die halt gemütlich ins Dorf und wirken nicht in Eile. Wenn sie ins Dorf hetzen, dann schon eher. Und vielleicht ist man als Wanderer ja auch froh, wenn man in der Dunkelheit schnellstmöglich einen Ort erreicht, in dem man sich sicher fühlen kann. ![]()