Hi Jenna,
ich hab mal deinen Prolog gelesen. Anhand deiner Anfangszeilen hier ein paar Gedanken von mir.
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Handlung:
Ich bin ein Freund von "in die Handlung geworfen werden". Von daher mochte ich den Beginn sofort. Dass es sich um Götter und Menschen handelt, war gleich klar. Das Beobachten eines Rituals hat mich stark an die Götterszene von Kampf der Titanen (ja, ich weiß, der Film ist alt
) erinnert. Auch da diskutieren die Götter (hier aber die griechischen) über das Schicksal der Menschen.
Aber das stört mich nicht. Ich finde das einen sehr spannenden Ausgangspunkt für eine sicher nicht minder spannende Story.
Charaktere:
Wie Sikadian schon sagte: ziemlich klischeehaft, das meine ich auch. Aber das ist wohl dem Wesen der Götter geschuldet. Ich kann mir den Fürst der Flammen nicht als sanfte Brise vorstellen und den Gott der Erde nicht als sanft plätscherndes Etwas. Von daher passt auch das für mich.
Die Verschiedenartigkeit der Götter hast du für meinen Geschmack gut rübergebracht, ohne mich als Leser mit der Nase drauf zu stoßen. Die Beschreibung der Stimme des Erdgottes, das Aufflackern der Fackeln beim Sprechen des Feuergottes ... das fand ich gut. Allzu viel hast du noch nicht über die Eigenschaften preisgegeben, aber das brauche ich am Anfang auch (noch) nicht. Mir reicht zu wissen, dass auch die Götter ihre Eigenheiten haben und die Menschen und deren Unzulänglichkeiten mit jeweils anderen Augen betrachten. Dass damit auch unter ihnen nicht immer Einigkeit herrscht, wie man mit den Sterblichen umgehen soll, ergibt sich wohl zwangsläufig daraus.
Nachvollziehbarkeit (innere Logik):
Die Idee der Götter fand ich grundsätzlich gut, aber mit der Umsetzung hatte ich meine Schwierigkeiten. Die Art und Weise, wie du "das Wesen" entstehen lässt, fand ich irgendwie schon ein bisschen ... abstoßend. Das hat mich gestört. Ich hätte da andere Ideen gehabt. Aber es ist nun einmal da. Menschenähnlich wohl, denn es hat Beine, die es noch nicht tragen, und Hände, mit denen es sich an Grasbüschel klammert. Und es hat eine Stimme. Hm, was präsentierst du uns hier? Das Ende ist offen. Die Götter überlassen die Szene den Menschen und ziehen sich zurück.
So, das mal zum Prolog: Fazit: Ich würde mich nach dem Lesen in der Thalia mit dem Buch in die Leseecke zurückziehen und mir einen Kaffee holen, damit ich ein bisschen tiefer reinschmökern kann. Etwas, das ich nicht bei jedem Buch mache. ![]()