Beiträge von Sikadian im Thema „Aurelia Falls - Todeskuss“

    Ich möchte konstruktive Kritik haben. Ob es dir gefällt oder nicht, natürlich auch ob ich Logiklücken habe oder nicht etc. Ich möchte nicht ins kleinste Detail fünf Mal wiederholt haben, dass ich den Namen "Rina" als Widerholung zu oft drin habe. Das weiß ich an manchen stellen selbst... Es soll halt richtig kritisiert werden ohne dabei unter die "Gürtellinie" zu gehen, dabei überlasse ich es jedem selbst, wie sehr er da in die Tiefe gehen will oder auch nicht. Ich kann schließlich von niemanden verlangen hier ein Feedback abzugeben, für das man sechs Stunden benötigt und einen Abschluss in Lingoistik oder Germanistik. Es hat schließlich jeder von uns ein Privatleben ;) Sikadian ich überlasse es dir wie du es machen möchtest. Im übrigen finde ich, dass nicht ich festlege wie meine "Leser" kritisieren soll. Ich will eure Meinung dazu hören. Nicht jeder kann auf dem Niveau eies Lektors kritisieren und wenn dabei nur herumkommt, ob einem die Geschichte gefällt oder nicht und er die Szene gerade klasse oder mist findet, ist das für mich auch vollkommen okay. Manchmal finde ich sogar, dass weniger mehr ist ;)

    Ich packe meine Antwort mal in einen Spoiler.

    Spoiler anzeigen

    Kritik sollte immer konstruktiv sein. Ich finde schon, dass du als Autorin zumindest ein wenig die Leitplanken der erwünschten Kritik (im Sinne von: Was bringt mir etwas) setzen solltest. Aber gut, dein Comment enthält für mich genügend Hinweise darauf. Es wirkt nur ein wenig so, als ob du es selbst nicht genau wüsstest und darum den Ball an die potenziellen Feedbackgeber zurückspielst. Aber ich will mal nicht so sein und versuche es trotzdem.

    Erstmal das Positive: Das Kapitel ist leicht zu lesen und führt die Protagonistin gut ein. Der Rhythmus ist angenehm – nicht zu gehetzt, nicht zu schleppend. Die kleine Szene mit Antonia ist herzerwärmend und lockert die Exposition gut auf. Auch der Dialog mit Bud über den Hundenamen ist charmant und zeigt Rinas Charakter ohne viel Aufhebens. Einige subtile Hinweise auf Rinas Natur sind gut platziert. Man ahnt, dass sie nicht ganz menschlich ist, ohne dass es einem direkt aufs Auge gedrückt wird. Das alles fand ich gut. Weitere Hinweise weiter unten, direkt im Text.

    Ich konzentriere mich auf inhaltliche Kritik + ein paar Bemerkung zu Stil und Logik. Rechtschreibung ignoriere ich, da du das leicht korrigieren kannst. Anmerkungen in fett und in Klammern:

    Kapitel 1

    Ich eilte mit raschen Schritten durch den Flur vom Hauptraum der Bar in das Büro und schlug die Tür mit einem lauten Knall hinter mir zu. (hier schlägt sie die Tür zu, das merken wir uns mal)

    Endlich Ruhe!

    Seufzend ließ ich mich in den bequemen Schreibtischstuhl fallen. Hier im Büro konnte ich in aller Stille meine Pause verbringen und abschalten. Bevor ich wieder nach vorne in den Schankraum und den Rest meiner Schicht im Vance´s hinter mich bringen musste. Die Pause hatte ich dringend nötig. Ich war die ganze Zeit nur am hin- und her hetzen. Der Laden war brechend voll und Tammy Conner, eine meiner Kellerinnen, hatte sich heute auf den letzten Drücker krankgemeldet. So war mir keine Zeit geblieben für Ersatz zu sorgen, was an einem Donnerstagabend schon schlimm genug war. Aber zu meinem Glück (ironisch gemeint, aber das ist nicht eindeutig) hat das High School Football-Team heute am späten Nachmittag auch noch ein Spiel gehabt und gewonnen. Somit war die ganze Stadt auf den Beinen. Alle waren in Feierlaune und nicht gewillt nach Hause zu gehen. Was für das Geschäft natürlich gut war, aber für mich würde das heute ein sehr langer Abend werden. Vor allem mit dem Hintergrund das mir eine Kellnerin fehlt. (Das weiss der Leser schon, mir ist nicht klar, wieso du es nochmals erwähnst)

    Umso wichtiger war es, dass ich meine Pause genoss und mich entspannen konnte. Ich schloss die Augen, lehnte mich in dem bequemen Lederstuhl zurück, hob die Beine auf die Schreibtischkante und schlug sie über einander. Mit geschlossenen Augen kostete ich die Stille in vollen Zügen aus.

    Die nunmehr ruhige Geräuschkulisse (auch hier, der Text beginnt mit "Endlich Ruhe", diese Information wird hier nur wiederholt) tat auch meinem empfindlichen und heute wahrlich überlasteten Gehör gut.

    Ich griff blind nach dem Kaffeebecher (den Becher merken wir uns wieder), den ich mitgebracht und auf dem Schreibtisch abgestellt hatte, und trank einen großen Schluck von dem köstlichen und dampfenden Gebräu. Ich seufzte erneut genießerisch (genussvoll?), als mir die heiße Flüssigkeit durch den Hals ran (den Hals hinunter ran fände ich besser) und ich sofort einen weiteren Schluck von dem flüssigen Gold zu mir nahm. In diesem Moment war ich vollkommen zufrieden und konnte mir nichts Schöneres vorstellen.

    Erst in diesem Augenblick wurde mir so richtig bewusst, welche hämmernden Kopfschmerzen ich hatte. Ich stöhnte genervt auf und rieb mir die Schläfen, in der Hoffnung, das schmerzende Pochen vertreiben zu können. Doch nach mehreren Versuchen musste ich mir eingestehen, dass die Kopfschmerzen erst verschwinden würden, wenn ich irgendwann heute Nacht in meinem Bett lag und meinem empfindlichen Gehör eine Atempause gönnen konnte. (Das mit dem Gehör weiss der Leser bereits)

    Aus irgendeinem Grund, der sich mir noch nicht so recht erschließen wollte, reagierte ich heute besonders empfindlich auf die Geräusche, die in der Bar vorhanden waren. (Wieder das empfindliche Gehör erwähnt) Sonst setzten mir diese nicht so sehr zu, aber heute, war es anders. Ich grübelte über diesen Umstand nach, konnte aber keinerlei zufriedenstellende Erklärung dafür finden.

    Ich seufzte ergeben, setzte mich wieder vernünftig an den Schreibtisch und nahm einen erneuten Schluck aus dem dampfenden Kaffeebecher (Es ist immer noch ein Becher, das ist konsistent). Dabei fiel mein Blick unvermittelt auf die heutige Tageszeitung, die Aurelia-Falls-Gazette, die ordentlich zusammengefaltet auf der Tischplatte lag. Vermutlich war es Jay, meinem besten Freund und Mitbesitzer der Bar, gelungen vor seiner Schicht den Sportteil zu lesen. (Der Gedanke wirkt an der Stelle fehlplatziert. Wieso sollte sie das denken? Das mit dem "Mitbesitzer" wird später auch noch problematisch)

    Geistesabwesend blätterte ich die Zeitung durch, bis ich auf Seite 6 an der Vermisstenanzeige (hier Vermisstenanzeige, später wird es Artikel genannt, für mich nicht dasselbe) eines 16-jährigen Mädchens aus Boston hängen blieb.

    Ich runzelte die Stirn, weil ich mich wunderte, dass diese Anzeige so weit hinten in der Zeitung auftauchte und nicht direkt auf dem Titelblatt erschienen war. Ich trank den letzten Schluck Kaffee aus meiner Tasse (hier hat sich eine Inkonsistenz eingeschlichen, der Becher ist jetzt plötzlich eine Tasse) und vertiefte mich in den Artikel (und die Anzeige wird hier zum Artikel).

    Meine Augen huschten über die Zeilen der Annonce (und hier wird es zur Annonce, das setzt sich auch später fort, wo es wieder ein Artikel wird. Du solltest darauf achten, es konsistent zu halten). Mein Stirnrunzeln vertiefte sich bei jedem gelesenen Wort weiter.

    Je mehr ich las, desto mehr hatte ich das Gefühl eines Déjà vu.

    Vor geraumer Zeit hatte in der Gazette bereits ein ähnlicher Artikel gestanden. Wenn ich mich recht erinnerte, war dies vier Wochen her… (Wieso die ... ? Und "vor geraumer Zeit" deutet an, dass sie sich nicht genau daran erinnern kann, es wirkt falsch, dass sie einen Satz später den Zeitraum auf vier Wochen eingrenzen kann) Es schien so, als wenn die Geschichten zusammenhängen würden. Zwei vermisste 16-jährige Mädchen mit kurzen braunen Haaren und grauen Augen. Das schien mir kein Zufall zu sein. (Den letzten Satz würde ich weglassen. Ich würde den vorherigen Satz mit schien so ändern: "Es schien so, als ob die Geschichten in einem Zusammenhang stehen würden." Das genügt als Hinweis.)

    In mir machte sich Sorge und ein ungutes Gefühl breit. Ich hoffte inständig, dass keiner von uns (wer ist "uns"?) an dieser Geschichte beteiligt war. Das wäre wirklich unschön und würde ein riesiges Problem werden.

    Während ich noch darüber nachgrübelte, ob die Mädchen einem Vampir zum Opfer oder irgendwelchen perversen Menschen gefallen waren, wurde die Bürotür aufgerissen (Sie hat die Tür vorher zugeschlagen, jetzt reisst Jay sie auf, das ist inkonsistent) und Jay steckte seinen Kopf hinein.

    „Rina?“

    „Hmhm…“, machte ich bloß und hielt meinen Blick auf das kleine körnige Foto in dem Artikel gerichtet, welche das verschwundene Mädchen zeigte.

    „Rina?“, sprach Jay mich noch einmal an mit festerer Stimme und riss mich so aus meinen Gedanken.

    „Ja, was ist denn?“

    „Da ist jemand, der sich noch von dir verabschieden möchte“, erklärte er mir grinsend und verschwand wieder aus dem Büro nach vorne. (Das "nach vorne" würde ich streichen, er verschwand einfach, Rina kann nur mutmassen wohin)

    Mit gerunzelter Stirn und gedanklich noch ganz wo anders, folgte ich ihm aus dem Büro in den Flur. Ich lief durch den breiten Flur (Flur zweimal kurz nacheinander, ich würde eins streichen), vorbei am Lagerraum, den Toilettenräumen, der Umkleide und der Küche, bis ich nach vorne in den Schankraum gelangte.

    Rechterhand befand sich der Billardtisch sowie die Dartscheiben und zwei Automaten an denen man sein Glück auf den Jackpot versuchen konnte. Hinter einer halbhohen Trennwand befanden sich die Tische und Stühle des eigentlichen Barbereichs. Diese verteilten sich durch den ganzen Laden.

    Linkerhand befanden sich die Bartheke mit ihren vielen Regalen für Flaschen und Gläser, sowie die Durchreiche zur Küche. Auch wenn unsere Küche nur klein war, zauberte unser Küchenchef vorzügliche Gerichte, die in der ganzen Stadt beliebt waren. Man konnte sagen, dass das Vance´s nicht nur eine Bar war, sondern ein sehr beliebter Treffpunkt für alle Stadtbewohner. (Vielleicht: "Diese Kombination machte aus dem Vance's nicht nur irgendeine Bar, sondern auch einen lokalen Treffpunkt". So hättest du nicht "beliebt" zweimal aufeinander).

    Im Barraum angelangt, folgte ich Jay hinter die Theke. (Evtl.: Erblickte ich Jay hinter der Theke und begab mich zu ihm?) Er hatte sich bereits wieder an die Arbeit gemacht und lauschte den Worten von Bud Simmons, dem Sheriff, der sich einmal mehr über den ganzen Papierkram beklagte.

    Fragt mich mal. Eine Bar macht auch einen Haufen Papierkram, den ich noch zusätzlich zu meiner normalen Arbeit hinter der Theke bewerkstelligen musste. (Das gilt aber auch für den Sheriff. Nur weil er sich über den Papierkram beschwert, heisst das nicht, dass er nur diesen zu erledigen hat)

    Ich wandte meinen Blick von den beiden Männern ab und meinem Lieblingsgast zu, die bereits ungeduldig auf mich wartete. Als sie mich aus dem Flur kommen sah, hüpfte sie aufgeregt auf dem Barhocker auf und ab. Dann sprang sie herunter und rauschte wie der kleine Wirbelwind, der sie war, hinter die Theke und umarmte mich stürmisch. (Das passt nicht ganz. Vielleicht sollte sie Antonia gar nicht sehen und erst ihre Umarmung bemerken, dann folgt die Beschreibung des Mädchens. Denn vorher ist Rina auf Jay und den Sheriff fixiert.)

    „Rina!“, rief sie begeistert aus, als wenn (ob) wir uns Jahre (jahrelang?) nicht gesehen hätten und ich nicht nur gerade Mal 10 Minuten Pause gemacht hatte.

    „Hey, Antonia, geht es nach Hause?“, fragte ich das kleine sieben jährige (siebenjährige, aber ich finde die Info hier generell falsch. Wieso muss man ihr Alter kennen?) Mädchen, die daraufhin wild mit dem Kopf nickte.

    „Mama sagt, wir müssen noch mit Makreatus Gassi gehen“, erklärte mir der braune Lockenkopf.

    Makreatus? Ernsthaft? (Das deutet an, dass sie den Namen unpassend findet)

    „Ah ja, dass müsst ihr auf alle Fälle noch machen, sonst passiert ihm noch ein Missgeschick und das wollen wir doch nicht, oder?“

    „Nein!“, rief sie und verzog angeekelt das Gesicht, als wenn sie sich an ein solches Unglück erinnern würde. „Das wollen wir definitiv nicht!“

    Ich lächelte und umarmte sie ebenfalls noch einmal und hob meinen Blick von ihrem Scheitel. Ich schaute in die warm lächelnden Gesichtszüge ihrer Mutter, die vor der Theke stand (Steht sie erst jetzt da? Rina müsste sie eigentlich schon vorher gesehen haben) und auf ihre jüngste Tochter wartete. Livia Molina war eine hochgewachsene Schönheit mit kurzen braunen Haaren, gütigen braunen Augen und ein äußerst geduldiger Mensch, der unglaublich liebevoll und fürsorglich mit ihren Kindern umging. (Sie ist fürsorglich, schleppt aber ihre Kinder mit in eine Bar? Das wirkt seltsam.)

    Ihre beiden 14-jährigen Zwillinge (OK, das gibt der Erwähnung des Alters von Antonia zuvor einen Sinn), Luka und Meredith, warteten hingegen ungeduldig auf ihre kleine Schwester. Sie verdrehten beide die Augen, als Antonia auch noch zu Jay rannte und auch diesem mit einer wilden Umarmung drückte und sich von ihm verabschiedete. Der ehemalige Marine blickte etwas überrascht und hilflos auf sie herunter, lächelte dann aber freundlich und strobelte (dieses Wort kenne ich nicht) ihr durch ihre wilde Lockenmähne.

    „Toni, kommt jetzt endlich“, beschwerte sich Luka. „Wir wollen nach Hause.“

    „Ich bin schon da!“, rief Antonia zurück und hastete hinter der Theke hervor und stellte sich unschuldig lächelnd neben ihren großen Bruder. Sie schob ihre kleine Hand in seine Größere und wartete jetzt, dass es los gehen konnte. „Ich bin so weit.“ (Würde ein kleines Kind den zweiten Satz wirklich sagen? Würde ich streichen.)

    Meredith verdrehte erneut die Augen, packte dann ihre beiden Geschwister an der jeweiligen Schulter und beförderte sie nach draußen, ohne sich zu verabschieden.

    Teenager, schoss es mir durch den Kopf, während ich sie im Hinausgehen musterte.

    Die Zwillinge hätten sich äußerlich tatsächlich nicht unterschiedlicher sehen können. (Den Satz finde ich holprig. Vielleicht: "Die Zwillinge sahen einander äußerlich überhaupt nicht ähnlich.") Luka besaß die gleichen braunen Haare wie Livia, doch die stahlgrauen Augen seines leiblichen (Wieso leiblichen? Man erbt immer die Gene der leiblichen Eltern, das muss nicht extra erwähnt werden.) Vaters. Meredith dagegen besaß die braunen, warmen Augen ihrer Mutter und die langen schwarzen Haare, die denen ihres leiblichen (hier wieder, ich würde das streichen) Vaters so sehr glichen. Ich fand es jedes Mal, wenn ich die beiden sah, verblüffend wie sehr sie sich doch äußerlich Unterschieden und dennoch Spiegelbilder ihrer Eltern waren.

    Antonia hingegen, sah ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich (Vorschlag: War ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten). Braune Augen und braune Locken, ebenso wie Livia in ihrer Kindheit und ein ebenso liebevolles wie friedfertiges Gemüt.

    „Bis die Tage, Rina“, verabschiedete sich Livia winkend von mir und folgte dann ihren Kindern nach draußen.

    Ich schaute den vieren nach (Das verstehe ich nicht, vorher schreibst du, dass Meredith ihre Geschwister nach draußen befördert. Müssten die Kinder dann nicht schon weg sein?) und freute mich, dass sie mittlerweile wieder eine so harmonische Familie waren und die Kinder, die schlechten Erfahrungen anscheinend alle sehr gut weggesteckt hatten, die sie mit ihrem Vater hatten erleben müssen.

    „Furchtbarer Name für einen Hund“, brummte Bud Simmons, der Sheriff von Aurelia Falls, vor sich hin, während er in sein Bierglas starrte.

    Jay schmunzelte vor sich hin und wandte sich dann Lana (Figuren die mit einem Namen eingeführt werden, sollten mehr als eine Zeile erhalten. Sonst kannst du auch einfach Kellnerin schreiben.) zu, die mit einer neuen Getränkebestellung an die Theke kam.

    Ungewollt riss mich Bud mit seinen Worten aus meinen Gedanken. „Findest du?“ (Hier fängt Rina an den Namen zu verteidigen, obwohl es vorher so wirkte, als ob sie ihn auch als unpassend empfinden würde. Das zieht sich dann so durch und ergibt für mich wenig Sinn.)

    „Ja“, gab er schlicht zurück.

    „Ich finde ihn ganz passend. Immerhin ist das ein Wolfshund und kein Golden Retriever“, bemerkte ich.

    „Stimmt. Ein riesiges Vieh von einem Hund, dass aber ja ganz lieb zu sein scheint. Ich habe dienstlich mit diesem Tier noch nie Probleme gehabt. Anders als mit diesen kleinen Kläffern von Miss Trudie“, erklärte Bud und trank noch einen Schluck von seinem Bier. „Dennoch der Name ist einfach grauenhaft, wenn du mich fragst. Mich würde mal interessieren, wer von den dreien auf diesen Namen gekommen ist“, erwiderte Bud und nippte (das "nippte" passt nicht zu einem beinahe leeren Glas) erneut an seinem Bier, womit er den letzten Rest aus seinem Glas hinunterschluckte.

    „Ja, mich auch. Ist schließlich kein Allerweltsname, sondern ein besonderer und doch äußerst ungewöhnlich“, (besonders + ungewöhnlich sind hier dasselbe) entgegnete ich mit einem Stirnrunzeln und machte mir nun auch so meine Gedanken, wie die Kids auf den Namen gekommen waren.

    „Besonders?“

    „Hm…?“ Ich blickte Bud fragend an.

    „Du sagtest, dass der Name besonders ist. Inwiefern?“, wollte der Sheriff nun doch interessiert wissen und schaute mich nun fragend an. Er schien ganz in seinem Element zu sein. Der Wahrheit auf der Spur.

    Ich lächelte entschuldigend. „Ach so“, sagte ich und schüttelte den Kopf. „Naja, der Name Makreatus ist mir bis jetzt nur ein anderes Mal untergekommen und das auch nur durch Zufall.“

    Der Sheriff seufzte. „Rina, mach es nicht so spannend“, beschwerte er sich und forderte mich auf weiterzusprechen.

    „Der Name stammt aus der griechischen Mythologie“, erwiderte ich erklärend und zuckte mit den Schultern. (Der Name stammt aber nicht aus der Griechischen Mythologie. Ich kenne nur Zerberus, oder Kerberos, den dreiköpfigen Hund, der den Eingang zum Hades - der griechischen Unterwelt - bewacht. Meintest du evtl. den?)

    „Griechische My… was bitte?“, fragte er vollkommen verwirrt.

    „Griechische Mythologie“, wiederholte ich. „Du weißt schon… griechische Götter. Zeus, Apollo, Poseidon? Schon einmal gehört?“

    „Hmhm“, machte Bud nur und blickte genauso bedröppelt drein, wie zuvor.

    Ich wusste ehrlich nicht, ob er was damit anfangen konnte oder nicht. Aber ich vermutete mal nicht. Vielleicht würde ich ja heute Abend den Horizont dieses Kleinstadt-Sheriffs erweitern.

    „Also, Makreatus ist einer der drei Höllenhunde des Hades, dem Herrscher der Unterwelt“, erklärte ich weiter und sah auf Buds Gesicht nur weitere Verwirrung. (Auch hier wieder, keine Ahnung woher diese Informationen stammen, aber sie sind mMn nicht korrekt. Wenn du auf schon vorhandene Mythologien zurückgreifst, sollten die Informationen dazu korrekt sein.)

    Hier ist Hopfen und Malz verloren. (Der Gedanke ist zwar gut, aber zu nahe an ihrer Hoffnung, ein paar Zeilen zuvor, den geistigen Horizont des Sheriffs erweitern zu können).

    „Sollte mir das jetzt irgendwas sagen?“, fragte er weiterhin verwirrt und hatte seine buschigen Augenbrauen fragend erhoben, sodass sie fast vollständig unter der Hutkrempe seines Sheriff-Hutes verschwunden waren.

    „Nein, muss es nicht“, gab ich lächelnd zurück und machte eine wegwerfende Handbewegung und suggerierte ihm damit, dass er das Thema vergessen sollte.

    (Hier wäre der Gedanke vielleicht besser platziert)

    „Gut, du machst mir Kopfschmerzen mit solchen komischen Dingen, Rina“, grummelte er zurück.

    Hinterwäldlerische Kleinstädte, ich seufzte im Stillen vor mich hin und schüttelte mit dem Kopf.

    „Okay, ich lass dich in Ruhe“, erwiderte ich und machte mich wieder hinter der Theke an die Arbeit, bevor sich Jay beschweren konnte (Jay wirkt hier fast wie Rinas Boss, vorher war er der Mitbesitzer), dass ich nur in der Gegend herumstehe.

    „Machst du mir noch ein Bier?“, fragte Bud noch schnell, bevor ich ans andere Ende der Bar ging.

    „Kommt sofort!“, gab ich zurück und dachte dennoch über die Namensgebung nach. Vielleicht sollte ich bei nächster Gelegenheit mal Antonia fragen, wer von den dreien sich den Namen ausgedacht hatte, überlegte ich mir und zapfte unterdessen für Bud das bestellte Bier und stellte es ihm vor die Nase. „Bitte schön.“

    „Danke, meine Liebe.“

    Ich nickte ihm zu und wandte mich dann den anderen Bestellungen zu, bei denen Jay hinterher hing.

    Hallo Kisa ,

    ich hätte da ein paar Fragen zu deiner Geschichte.

    Ich warne euch gleich vor, es geht um Vampire, Werwölfe, Hexen etc. wen das nicht interessiert, für den ist diese Geschichte nichts.

    Das macht mir nichts aus, diese Geschöpfe sind für mich einfach ein Teil von Fantasy.

    Was mich eher interessiert, ist welche Art von Rückmeldung du erwartest.

    Möchtest du ein allgemeines Feedback zum Gesamteindruck – also wie die Geschichte auf Leser wirkt, ob die Atmosphäre stimmt, ob man als Leser „reingezogen" wird? Oder wünschst du dir eher konkrete inhaltliche Kritik, zum Beispiel zu Charakterentwicklung, Plotlogik oder dem Worldbuilding? Und wären auch Line-Edits willkommen, also Anmerkungen direkt am Text zu Formulierungen, Satzbau oder Stil?

    Ausserdem würde mich interessieren, wie weit die Geschichte gerade ist – hast du bereits mehrere Kapitel fertig, oder steckt noch das meiste in der Planung? Du hast ja erwähnt, dass du fünf Teile geplant hast, aber ich frage mich, ob du dir vielleicht Rückmeldung vor allem für den Anfang wünschst, damit du weisst, ob du auf dem richtigen Weg bist – oder ob du lieber wartest, bis mehr steht.

    Es wäre schön, wenn du diese Fragen beantworten könntest, bevor andere hier mit ihrer Kritik loslegen.

    Denn grundsätzlich würde ich dir schon gerne etwas dazu schreiben, aber es soll dir ja auch etwas bringen, dafür bräuchte ich ein wenig mehr Informationen.