Beiträge von Kisa im Thema „Aurelia Falls - Todeskuss“

    Das Worcester in England? :fie: Wo es die berühmte Worcestersauce gibt? :fie:

    Das Worcester was ich mein liegt in den USA und ich ca. Eine Stunde von Boston entfernt, aber ich finde es Mal wieder witzig das es gewisse Städte mehrfach auf der Welt gibt 😂

    Danke für deine Anmerkungen 👍 ich schaue Mal wie ich die einbinden und Mymm dabei Versuche ich die Szene Mal ein bisschen gefühlvoller zu machen zumindest was die beiden Freundinnen angeht.😁

    Die Antwort auf die Frage wobei Rika helfen soll kommt nicht. Versteh mich nicht falsch. Das kann man so schreiben, aber sie muss Motive haben warum sie Dinge verheimlicht oder ablenkt. Zum Beispiel sagt sie „Ich konnte nicht sein sagen“ und wenn Rika nachhackt blockt sie ab mit „ist kompliziert“ obwohl sie es war die das Thema angesprochen hat. Will sie die Info also teilen oder nicht? Und dann „das verstehst du nicht.“ Es tut mir leid, aber will diese Frau das die Protagonistin hilft oder nicht?

    Meine Empfehlung wäre das den Fokus änderst. Lass Nika klar und direkt erklären was sie will und erst dann geheimnistuerisch werden, wenn die Protagonistin nach Motiven und Hintergrundinformationen fragt, damit klar ist das sie unehrlich ist ohne, dass sie dabei ihrer eigenen Agenda im Weg steht.

    Ist prinzipiell ein guter Vorschlag aber Nika weiß das RINA ihr dann nicht helfen würde. Die Erklärung dazu kommt im nächsten Part da wird das nämlich aufgeschlüsselt. Wahrscheinlich kommt das hier jetzt zum Teil so abgebrochen rüber weil man halt nicht alles in einem Rutsch liest....

    Insgesamt danke ich dir aber für deine Anmerkungen und ich schaue Mal was ich davon alles einbauen werde 🤔

    Zarkaras Jade  Chaos Rising  Feron  Mymm  Sikadian  Amafiori Ich hoffe mal, dass ich jetzt niemanden vergessen habe, wenn doch... sorry :S Ich habe den ersten Part überarbeitet und auch bereits online gestellt. Und kann sagen, dass ich den Namen des Hundes in der Tat geändert habe, da dies nicht ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Geschichte ist. :)

    Ich bin mal gespannt, ob Euch dieser Part besser gefällt :) Viel Spaß damit


    Der Abend rauschte nun in dem weiteren wilden Treiben und der Feierlaune der Gäste wie im Flug da hin, dass ich keine weitere Minute Zeit fand mir über irgendwelche Dinge, die nicht wirklich wichtig waren, Gedanken zu machen.

    Als endlich die Mehrheit der Gäste gegen halb eins den Weg aus der Tür und in ihr kuscheliges Bett fanden, wurde es etwas ruhiger, sodass wir alle eine Verschnaufpause hatten.

    Jay machte sich daran unserem Chefkoch Sunny in der Küche zur Hand zu gehen und aufzuräumen. Während Lana Tanner, Jays Schwester und unsere Kellnerin, und Mandy Trannton, ebenfalls unsere Kellnerin, sich schon einmal daran machten die nunmehr leeren Tische abzuräumen und abzuwischen.

    Ich werkelte unterdessen hinter der Theke weiter, polierte abgespülte und abgetrocknete Gläser und wischte den Tresen ab, räumte vereinzelte Flaschen weg, als die Eingangstür zum Vance´s aufging.

    Zu so später Stunde kam selten noch neue Gäste herein. Deswegen überraschte es mich dann doch das eine junge Blondine herein kam. Sie hatte eine unglaubliche Ausstrahlung. Die blonde junge Frau hatte den Laden kaum betreten, als sich alle Köpfe zu ihr herumdrehten und sie mit offenen Mündern anstarrten.

    Ihre schlanke, fast schon zierliche Gestalt wurde noch durch die perfekt anliegenden Klamotten, die dem neusten Trend zu entsprechen schienen, betont. Als sie ihren Kopf hob und sich einmal in der Bar umblickte, konnte ich auch ihre feinen Gesichtszüge mit einer erhabenen, fast schon versnobt aussehenden Nase, ausmachen. Sobald ihre leuchtend blauen Augen auf mein Gesicht trafen, breitete sich auf ihrem Antlitz ein strahlendes Lächeln aus, das jeden Mann in die Knie zwingen konnte.

    Aus vereinzelten Ecken des Raumes konnte ich das hastige Schnappen nach Luft, leises Gestöhne und murmelnde Stimmen hören. Bei einem raschen Blick aus dem Augenwinkel konnte ich die Personen ausmachen von denen diese Reaktionen gekommen waren; alles Männer, welch Wunder.

    Typisch, meine beste Freundin.

    „Nika?“, fragte ich überrascht meine hexische beste Freundin hier zu sehen. „Was machst du denn hier?“

    Nika kam mit raschen Schritten an den Tresen geeilt, beugte sich hinüber und gab mir einen Kuss auf die Wange. „Ich hab dich vermisst“, gab sie schlicht zurück und zuckte lässig mit den schmalen Schultern, während sie sich auf den Barhocker direkt vor mir pflanzte.

    Die restlichen Gäste beäugten Nika. Einige misstrauisch, andere skeptisch, aber alle mit einem versonnenen Funkeln in den Augen und einem Lächeln auf den Lippen.

    Ich weiß bis heute nicht, wie sie das machte, aber alle liebten sie ohne sie wirklich zu kennen. Wahrscheinlich hatte sie irgendeinen Zauber ausprobiert und das war das Ergebnis gewesen, ob gewollt oder ungewollt. Es war merkwürdig, aber oft auch recht nützlich.

    Ich schaute sie skeptisch an. „Wir haben gestern zusammen telefoniert. Da warst du noch in New Orleans und hast im French Quarter Karten gelegt und den Leuten das Blaue vom Himmel heruntergelogen. Was machst du also heute Abend hier?“, verlangte ich misstrauisch von ihr zu erfahren.

    Ich kannte meine beste Freundin schließlich gut. Ein Freigeist wie er im Buche stand. War nie lange an einem Ort, ließ sich nichts vorschreiben und geriet immer in irgendwelche bedrohlichen Situationen aus denen sie sich wieder freizauberte mit viel Glück und wenig Verstand. Sie war der pure Adrenalin-Junkie. Deswegen nahm ich es ihr auch nicht so einfach ab, dass sie aus purer Langeweile in das kleine beschauliche Aurelia Falls kam in dem nie etwas Besonderes passierte.

    Nika druckste herum und gab sich nach einigen bösen Blicken von mir geschlagen und rückte dann endlich mit der Wahrheit heraus.

    „Gut, ich habe einen Job und brauche deine Hilfe.“

    Ich blickte Nika skeptisch an. „Meine Hilfe?“, fragte ich sie überrascht. Ich wusste zwar, dass sie ihre Hexenkräfte nicht nur für sich selbst nutzte, sondern auch für Aufträge. Diese wurden ihr meistens von Mitgliedern der magischen Gemeinschaft erteilt. Mit diesen brachten sie sich häufig in die besagten Schwierigkeiten. „Wobei?“

    „Ach, bei nichts Wichtigem“, gab Nika ausweichend zurück und machte eine wegwerfende Bewegung mit der Hand, um mir deutlich zu machen, dass es nur eine Banalität war und ich mir keine Sorgen machen sollte. Aber gerade deswegen machte ich mir Sorgen. Immerhin kannte ich meine Freundin. „Machst du mir einen Appletini?“

    Mit gerunzelter Stirn blickte ich Nika finster an. „So einen Quatsch mach ich dir nicht. Das kannst du zu Hause in New Orleans bestellen, aber nicht hier“, wies ich sie zurecht und schüttelte nur den Kopf über ihre neumodische Bestellung.

    „Warum?“, fragte sie empört und starrte mich mit großen blauen Augen an.

    „Weil ich dir so einen Schrott nicht zusammen mixe, darum“, gab ich barsch zurück und griff nach der Rumflasche und mixte ihr stattdessen einen ordentlichen Hurricane zusammen. „Bitte sehr“, sagte ich mit einem bereiten Lächeln auf den Lippen, als ich ihr den bunten Cocktail vor die Nase stellte.

    Zerknirscht nahm Nika ihren Drink entgegen, nippte daran und verzog das Gesicht. „Oh man! Der ist aber stark.“

    „Das hat ein anständiger Hurricane so an sich.“

    „Na, dann verzichte ich lieber“, grummelte Nika und schob mir den Cocktail wieder zu. „Den würde ich nirgendwo trinken. Viel zu stark.“

    Ich zuckte nur mit den Schultern. „Wenn du meinst“, erwiderte ich und trank den Cocktail dann selbst, bevor ich ihn wegschütten musste.

    Nach dem ich einen Schluck von der bunten zuckrigen Flüssigkeit genommen hatte, blickte ich Nika wieder an. „Dir ist schon klar, dass das Cocktail-Drama mich nicht hat vergessen lassen, dass ich keine Antwort auf meine Frage bekommen habe“, bemerkte ich mit gehobener Augenbraue, verschränkte die Arme vor der Brust, lehnte mich mit der Hüfte gegen den Tresen und ließ Nika keinen Moment aus den Augen.

    Sie schaute mich unschuldig an und klimperte mit ihren Wimpern. „Welche Frage?“, versuchte sie mich weiterhin abzulenken.

    Ich kniff die Augen zusammen und funkelte sie böse an. „Das weißt du genau! Verkauf mich nicht für dumm, Nika“, warnte ich sie mit leicht drohender Stimme.

    „Mach ich nicht“, brummte sie und machte dabei einen kleinen Schmollmund. „Ich will das nur nicht alleine machen. Deswegen musste du unbedingt mitkommen.“

    „Wenn du es nicht machen willst, warum hast du den Auftrag dann überhaupt angenommen?“

    „Er ist gut bezahlt“, erklärte sie schlicht und fixierte dann das Cocktail-Glas auf dem Tresen, während sie meinem fragenden Blick auswich und murmelte noch „außerdem konnte ich nicht nein sagen.“

    „Warum nicht?“

    „Das ist kompliziert“, gab sie zurück und vermied es dabei weiter mir in die Augen zu schauen.

    „Warum?“, fragte ich erneut und hasste es ihr jedes einzelne Wort aus der Nase ziehen zu müssen.

    Nika kaute auf ihrer Unterlippe herum und fuhr abwesend mit dem Daumen über den dünnen Stiel des Cocktail-Glases. Sie schien sich darauf zu fixieren. „Das verstehst du nicht“, gab sie zurück und spielte weiterhin mit dem Stiel des Glases.

    „Nika!“, fuhr ich sie an, griff über den Tresen und umfasste ihr Kinn, hob es an, sodass sie mir direkt ins Gesicht sehen musste. „Sag schon!“, befahl ich ihr und konnte dabei nicht verhindern meine vampirische Natur an die Oberfläche kommen zu lassen.

    „Deine Augen glühen“, murmelte Nika so leise, dass es niemand außer mir hören konnte.

    „Ich weiß“, raunte ich zurück. „Jetzt erzähl schon!“

    Sie seufzte und gab dann endlich nach. „Ich habe Mist gebaut und er hat mir aus der Klemme geholfen. Jetzt bin ich ihm was schuldig.“

    „Er?“, fragte ich sie misstrauisch. „Welcher er?“

    Sie schüttelte nur mit dem Kopf. Ich konnte ihrem zerknirschten und sturem Blick ansehen, dass sie mit dieser Wahrheit definitiv nicht herausrücken würde.

    „Okay“, gab ich nach und schaute sie dann forschend an. „Wenn du ihm was schuldig bist, warum bekommst du dann auch noch eine Bezahlung? Schließt das eine das andere nicht aus?“

    „Dies Mal nicht“, erwiderte sie und schüttelte leicht den Kopf, um ihre Worte zu unterstreichen, wobei ihre blonde Mähne ihr um die Schultern fiel.

    „Okay“, sagte ich langsam und gedehnt, während ich sie nicht aus den Augen ließ. Etwas nervös, weil ich bei der Sache ein ganz ungutes Gefühl hatte, fuhr ich mir mit der Hand durch meine offenen braunen Haare und blickte Nika noch einmal misstrauisch an. „War das alles, oder verschweigst du mir noch etwas?“

    „Nein.“

    Okay, das kam zu schnell, schoss es mir durch den Kopf. Irgendwas ist an der Sache noch dran, was sie mir partout nicht sagen will. Wenn ich das im Hinterkopf behalte, wird schon nichts schief gehen, redete ich mir selbst gut zu.

    „Gut, ich komme mit“, erwiderte ich auf ihre Bitte hin und sah ein glückliches Lächeln auf ihrem Gesicht erstrahlen. Es fehlte eigentlich nur noch das sie begeistert auf dem Barhocker auf und ab hüpfte. Ganz so wie Antonia dies vorhin getan hatte. „Aber ich muss hier erst alles fertig machen und abschließen.“

    „Kein Problem“, entgegnete Nika und schaute sich um.

    Während unseres Gespräches waren auch die letzten Gäste gegangen. Lana und Mandy hatten abkassiert und waren gerade dabei die Einnahmen und das Trinkgeld zu zählen. Während Jay und Sunny den Barraum fegten und wischten.

    „Ich würde sagen, dann können wir ja gleich aufbrechen, oder?“, wandte sich Nika wieder um und lächelte mich immer noch überschwänglich an.

    „Scheint so.“

    „Super!“, rief sie und klatschte begeistert in die Hände.

    Wie ein kleines Kind.

    Ich verdrehte die Augen bei ihrer Reaktion. „Wo müssen wir denn hin?“

    Nika schwieg einen Moment. Das breite Lächeln war in wenigen Sekunden von ihrem hübschen Gesicht gewichen und hatte einen vorsichtigen und argwöhnischen Ausdruck hinterlassen, als sie mich nun betrachtete und genau im Auge behielt. Anscheinend wollte sie meine Reaktion auf ihre nächsten Worte auf keinen Fall verpassen.

    „Nach Worcester“, sagte sie. „Wir müssen nach Worcester.“

    Im Nachhinein betrachtet, hätte ich ihren Worten mehr Aufmerksamkeit schenken sollen. Dann wäre ich vielleicht doch nicht mitgefahren, aber wie man so schön sagt, hinterher ist man immer schlauer.

    Ich würde es sehr schade finden, wenn ich weiterlese und feststelle das ihr Alter nur in den Notizen eine Rolle spielt und in der Geschichte selbst niemals zum Tragen kommt.

    Ihr alter wird eine Rolle spielen da es geschichtliche Hintergründe gibt auf die ich eingehen werde aber eben nicht im ersten Kapitel.... Das wird man im weiteren Verlauf der Geschichte merken bzw. verstehen

    Damit ist Rina nicht herzlos, unsympathisch oder von zweifelhaftem Charakter bzw. Moral, das habe ich nicht gemeint. Wenn es so rübergekommen ist, dann tut es mir leid Kisa !

    Danke für die Klarstellung denn ich habe es tatsächlich also verstanden, dass rina eine herzlose und unsympathischw Figur ist.

    Aber dann ist es ja gut das Zarkaras Jade das noch einmal aufgegriffen hat und dass das geklärt werden konnte 😊

    Zarkaras Jade ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar. :) ich habe ja beim off treffen mit Chaos Rising auch schon darüber gesprochen bzw. Hinweise bekommen wie ich Formulierung und Wiederholung vermeiden kann was ich auch definitiv umsetzen werde. Gerade auch was den Anfang betrifft 😉

    Runzelte sie jetzt die Stirn, weil sie sich wunderte oder weil die Anzeige so weit hinten in der Zeitung steht? Was stand denn auf der Titelseite, dass sie meinte, dass die Anzeige eine viel bessere Schlagzeile gewesen wäre? :hmm: Irgendwie fehlt mir da die Vergleichsmöglichkeit. Wäre halt auch eine gute Möglichkeit, Rina besser zu charakterisieren. :hmm:

    Rina runzelt hier tatsächlich deswegen die Stirn weil eine Entführung eines jungen Mädchens soweit hinten in der Zeitung ist und nicht auf der Titelseite wie es oft der Fall ist.

    Vielleicht sollte ich da noch mit anbringen das die erste Entführung auf der Titelseite gelandet ist :hmm: das würde ihre Gedanken vielleicht noch etwas besser unterstreichen 😊

    Ich könnte mir jetzt auch die Frage stellen, warum Kisa überhaupt diese Sache erwähnt hat. Wollte sie es als Aufhänger für etwas verwenden? :hmm: Und warum war die Anzeige NICHT auf der Titelseite? Und warum merkte Rina das überhaupt an? Vielleicht doch ein Hauch von Mitgefühl? :hmm: :pardon:

    Jaaaaa! Alles davon 😁


    Ich werde den Anfang jetzt noch einmal überarbeiten und dann noch einmal online stellen. Dabei werde ich auch die umstrittene Szene mit dem Sheriff ändern. Nur soviel dazu es gibt in der griechischen Mythologie mehr Höllenhunde als zwei die jeder kennt. Man muss sich damit nur tief genug auseinandersetzen und die Namen müssen aufgrund der kreativen Freiheit auch nicht immer übereinstimmen . Es wird nicht jedes Detail was die griechische oder römische Mythologie angeht hundert prozentig passen, was man bereits aus hundert anderen Geschichten kennt....😊

    Du musst deinen eigenen Stil finden, aber darüber würde ich echt nochmal nachdenken. Die Prioritäten die deine Protagonistin hier setzt sind herzlos.

    „Ich hoffte inständig, dass keiner von uns an dieser Geschichte beteiligt war. Das wäre wirklich unschön und würde ein riesiges Problem werden.“

    Das sind die Gedanken eines Vampirs, die durchaus Menschen anfallen und töten könnte. Ich als Leser kenne sie ja noch nicht. Sie schließt nicht einmal aus das es einer ihrer Leute gewesen sein könnten. Das Verschwinden/die Entführung/der Tod der jungen Frau ist „unschön“ und könnte ihr Probleme machen. Darüber nach zu denken ob man beschuldigt werden könnte ist legitim, aber sie zeigt hier 0 Bedauern oder Sorge um irgendjemanden anderen.

    Das diese Szene früh im Text kommt macht es nicht besser, sondern schlimmer, weil es der erste Eindruck ist. Danach muss ich alles im Kontext dieser Gedanken lesen. Idealerweise sollte alles was eine Figur sagt denkt oder tut zumindest einen Teil ihrer Persönlichkeit transportieren.

    Ich kann von mir behaupten, dass dieser eine Satz definitiv nicht als herzlos gemeint war, aber ich finde es durchaus interessant, wenn du ihn als das identifizierst. Dann bin ich umso mehr gespannt, wie du alles weitere finden wirst, was ich noch geplant habe, denn Rina ist eigentlich noch eine "recht" nette Figur in der Geschichte aber gut. Das ist ja auch vielleicht subjektives empfinden. Man muss nicht jede Figur mögen. Aber ich darf einmal kurz zu bedenken geben, dass Rina ein 700 Jahre alter Vampir ist, die durchaus politischen Einfluss hat in der Geschichte, vielleicht macht es das für dich etwas "harmloser" wenn nicht, ist es auch okay. Ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass dieser eine Satz meine Figur herzlos erscheinen lässt, aber gut, auch damit kann man arbeiten und nicht jeder Vampir ist nett und ein Kuscheltier ;)

    Ich bin dann mal gespannt, wie du den Rest der bisher bestehenden Geschichte finden wirst und hoffe mal, dass diese Herzlosigkeit dich nicht vom weiterlesen abhält :)

    Sikadian  Feron schön das ihr beide hier hereingeschaut habt und euch schon einmal gedanken gemacht habt :) Das freut :)

    und danke für die Anmerkungen.

    Was mich eher interessiert, ist welche Art von Rückmeldung du erwartest.

    Möchtest du ein allgemeines Feedback zum Gesamteindruck – also wie die Geschichte auf Leser wirkt, ob die Atmosphäre stimmt, ob man als Leser „reingezogen" wird? Oder wünschst du dir eher konkrete inhaltliche Kritik, zum Beispiel zu Charakterentwicklung, Plotlogik oder dem Worldbuilding? Und wären auch Line-Edits willkommen, also Anmerkungen direkt am Text zu Formulierungen, Satzbau oder Stil?

    Ausserdem würde mich interessieren, wie weit die Geschichte gerade ist – hast du bereits mehrere Kapitel fertig, oder steckt noch das meiste in der Planung? Du hast ja erwähnt, dass du fünf Teile geplant hast, aber ich frage mich, ob du dir vielleicht Rückmeldung vor allem für den Anfang wünschst, damit du weisst, ob du auf dem richtigen Weg bist – oder ob du lieber wartest, bis mehr steht.

    Es wäre schön, wenn du diese Fragen beantworten könntest, bevor andere hier mit ihrer Kritik loslegen.

    Denn grundsätzlich würde ich dir schon gerne etwas dazu schreiben, aber es soll dir ja auch etwas bringen, dafür bräuchte ich ein wenig mehr Informationen.

    Ich möchte konstruktive Kritik haben. Ob es dir gefällt oder nicht, natürlich auch ob ich Logiklücken habe oder nicht etc. Ich möchte nicht ins kleinste Detail fünf Mal wiederholt haben, dass ich den Namen "Rina" als Widerholung zu oft drin habe. Das weiß ich an manchen stellen selbst... Es soll halt richtig kritisiert werden ohne dabei unter die "Gürtellinie" zu gehen, dabei überlasse ich es jedem selbst, wie sehr er da in die Tiefe gehen will oder auch nicht. Ich kann schließlich von niemanden verlangen hier ein Feedback abzugeben, für das man sechs Stunden benötigt und einen Abschluss in Lingoistik oder Germanistik. Es hat schließlich jeder von uns ein Privatleben ;)  Sikadian ich überlasse es dir wie du es machen möchtest. Im übrigen finde ich, dass nicht ich festlege wie meine "Leser" kritisieren soll. Ich will eure Meinung dazu hören. Nicht jeder kann auf dem Niveau eies Lektors kritisieren und wenn dabei nur herumkommt, ob einem die Geschichte gefällt oder nicht und er die Szene gerade klasse oder mist findet, ist das für mich auch vollkommen okay. Manchmal finde ich sogar, dass weniger mehr ist ;)

    Ich mag die Zeile eigentlich total, weil sie mega interessant ist. Aber du musst hier aufpassen, weil das extrem viel über die Moral der Protagonistin aussagt. Wenn ihr einziger Gedanke ist „Oh, hoffentlich macht -mir- dass keine Probleme“ Angesicht von einem entführten und vielleicht ermordeten Menschen, kommt das herzlos rüber und wirft Zweifel daran auf ob der Erzähler überhaupt unschuldig ist oder bloß nicht erwischt werden will.

    Da das erst der erste Teil ist, kann dieser eine Satz aus meiner Sicht noch nichts über die Moral meiner Figur aussagen, da es nur eine gedankliche Bemerkung ist, dass sie sich sorgen macht oder das Probleme auftauchen können. Aus diesem ersten Part kannst du nicht die Moral meiner Figur heraussehen und herzlos finde ich diesen einen Satz auch nicht gerade, wenn sie wirklich herzlos gewesen wäre, dann wäre es ihr vollkommen egal und sie hätte sich keine Gedanken darüber gemacht, warum diese Vermisstenanzeige auf Seite 6 anstatt auf Seite 1 auftaucht!

    Der Name von dem Hund nimmt extrem viel vom Text ein. Vielleicht möchtest du kurz erwähnen warum das der Protagonistin so wichtig ist? Ich hab mich beim Lesen gefragt worauf sie die ganze Zeit hinaus will.

    Ich habe am Anfang gesagt, dass ich nicht alles in den ersten kapiteln verraten werde. Dies ist etwas, was dazu gehört. In einem veröffentlichten Buch werden auch nicht Randdetails auf den ersten sechs Seiten aufgeklärt, dass erschiet teilweise auch erst im Laufe des Buches. Ich werde auf diesen Namen im Verlauf der Geschichte zurückkommen und dann versteht man auch die Verbindung, weil es bis dahin dann noch mehr Kontext gibt.


    Insgesamt kann ich sagen, dass ich natürlich schon einige Kapitel vorgeschrieben habe, aber es steht noch nichts in Stein gemeißelt fest. Ich habe die Geschichte geplant und Ideen für insgesamt fünf Teile der Geschichte. Also es kann auch noch einiges angepasst werden und ich bin ich meinem Handlungszweig noch nicht allzu festgefahren. ;)

    Ich danke euch beiden noch einmal für eure Anmerkungen udn gerade auch Feron für die sprachlichen Details auf die ich jetzt nicht näher eingehen werde, die ich aber sicherlich berücksichtigen werden wenn ich die Geschichte noch weiter bearbeite und überarbeite. Ich muss auch gestehen, dass ich an dieser Geschichte schon ein bisschen dran sitze und zwischen den einzelnen Kapitel teilsweise Wochen bzw. Monate vergangen sind, weswegen die Erzählweise sich teilweise deutlich unterscheidet, wobei ich versuche, dass zu verbessern, aber naja... ich bin auch nur ein Mensch und das gelingt mir nicht immer ;)

    Es ist lange her, aber ich habe es endlich geschafft mal wieder eine Geschichte zu schreiben an der ich wirklich Spaß habe und das Schreiben nicht zur Qual wird, sondern halbwegs leicht von der Hand geht. Ich warne euch gleich vor, es geht um Vampire, Werwölfe, Hexen etc. wen das nicht interessiert, für den ist diese Geschichte nichts. Dennoch sind alle natürlich herzlich dazu eingeladen, diese Geschichte zu lesen und zu verfolgen.

    Meine Geschichte ist bis jetzt auf fünf Teile ausgelegt, also wird nicht jedes Geheimnis in den ersten Kapiteln verraten... ;)

    Ich wünsche Euch allen viel Spaß beim Lesen :newspaper:


    Edit: So meine lieben, ich habe den Part dann einmal entsprechend überarbeitet. Der Name des Hundes hat sich geändert.


    Aurelia Falls


    -


    Todeskuss


    Kapitel 1

    Endlich Ruhe!

    Ich ließ mich seufzend in den Schreibtischstuhl fallen. Hier im Büro konnte ich während meiner Pause endlich ein bisschen abschalten. Bevor ich wieder nach vorne in den Schrankraum und den Rest meiner Schicht im Vance´s hinter mich bringen musste. Die Pause hatte ich dringend nötig. Der Laden war brechend voll. Das Tammy, eine unserer Kellerinnen, sich heute kurzfristig krankgemeldet hatte, war dabei nicht sonderlich hilfreich. Allerdings hatte ich in der kürze der Zeit, keine Gelegenheit gehabt nach Ersatz zu suchen, also mussten heute alle etwas tatkräftiger ans Werk gehen als sonst.

    Das an einem Donnerstagabend so viel Betrieb war, war letztendlich nur dem Heimspiel unseres High School Football-Teams zu verdanken. Versteht mich nicht falsch, ich freue mich darüber, wenn der Laden brechend voll ist und die Leute in Feierlaune sind, weil wir das Spiel gewonnen haben, aber vor dem Hintergrund das mir an diesem Abend eine Kellnerin fehlte, hob dies nun wirklich nicht meine Laune.

    Ich lehnte mich zurück, hob die Beine auf die Schreibtischkante und schlug sie über einander. Mit geschlossenen Augen kostete ich die Stille in vollen Zügen aus.

    Erst in diesem Moment wurde ich mir meiner hämmernden Kopfschmerzen bewusst, die sich sicherlich auf die Geräuschkulisse im Vorderenteil des Bistros befand. Ich rieb mir die Schläfen und hoffte, so den Schmerz vertreiben zu können, doch leider ohne Erfolg.

    Ich griff blind nach dem Kaffeebecher, welchen ich mit ins Büro genommen hatte, und trank einen großen Schluck. In vollen Zügen genoss ich es, als mir die heiße Flüssigkeit den Hals hinunter ran. Ich nahm sofort einen weiteren Schluck von dem flüssigen Gold.

    Ich rieb mir erneut die Schläfen, aber auch dieses Mal wollten die Kopfschmerzen nicht vergehen. Wahrscheinlich würden sie erst zur Ruhe kommen, wenn ich abends alleine in meinem Haus war und kein Geräusch mehr zu hören war. Aus irgendeinem Grund, der sich mir noch nicht so recht erschließen wollte, reagierte ich heute besonders empfindlich auf diesen Lärm. Sonst setzten mir dieser nicht so sehr zu, aber an diesem Tag, war es anders. Warum auch immer.

    Ich stöhnte genervt, setzte mich wieder vernünftig an den Schreibtisch und nahm einen erneuten Schluck aus dem dampfenden Kaffeebecher. Dabei fiel mein Blick unvermittelt auf die Aurelia-Falls-Gazette, die Tageszeitung. Da die Zeitung hier liegt, gehe ich mal davon aus, dass es Jay gelungen war vor der Schicht einen Blick hineinzuwerfen.

    Geistesabwesend blätterte ich die Zeitung durch, bis ich auf Seite 6 an der Vermisstenanzeige eines 16-jährigen Mädchens aus Boston hängen blieb. Ich runzelte die Stirn, weil ich mich wunderte, dass diese Anzeige so weit hinten auftauchte und nicht direkt auf der Titelseite gelandet war. Ich trank den letzten Schluck aus meiner Tasse und begann die Anzeige zu lesen.

    Meine Augen huschten über die Zeilen. Bei jedem weiteren gelesenen Wort vertiefte sich mein Stirnrunzeln weiter.

    Je mehr ich las, desto mehr hatte ich das Gefühl eines Déjà vu´s.

    Vor knapp vier Wochen war bereits ein anderes Mädchen entführt worden und seither auch nicht wieder aufgetaucht. Zwei vermisste 16-jährige Mädchen mit kurzen braunen Haaren und grauen Augen. Das schien kein Zufall zu sein. Die Geschichten hingen sicherlich zusammen. Man konnte nur hoffen, dass hier kein Serientäter am Werk war.

    In mir machte sich Sorge und ein ungutes Gefühl breit. Ich hoffte, dass keiner von uns an dieser Geschichte beteiligt war. Das könnte zu einigen riskanten Problemen führen.

    Während ich noch darüber nachgrübelte, ob die Mädchen einem Vampir zum Opfer gefallen oder irgendwelchen perversen Menschen waren, wurde die Bürotür aufgerissen und Jay steckte seinen Kopf hinein.

    „Rina?“

    „Hmhm…“, machte ich bloß und hielt meinen Blick auf das kleine körnige Foto in dem Artikel gerichtet, welche das verschwundene Mädchen zeigte.

    „Rina?“, sprach Jay mich noch einmal an mit festerer Stimme und riss mich so aus meinen Gedanken.

    „Ja, was ist denn?“

    „Da ist jemand, der sich noch von dir verabschieden möchte“, erklärte er mir grinsend und verschwand wieder.

    Mit gerunzelter Stirn und gedanklich noch ganz wo anders, folgte ich ihm aus dem Büro. Ich lief vorbei am Lagerraum, den Toilettenräumen, der Umkleide und der Küche, bis ich nach vorne in den Schankraum gelangte. Dort ging in an dem Billardtisch, den Dartscheiben, den Flipperautomaten und der halbhohen Trennwand vorbei zum Bartresen hinter dem Jay bereits wieder verschwunden war.

    Er hatte sich bereits wieder an die Arbeit gemacht und lauschte den Worten von Sheriff Bud Simmons, der sich einmal mehr über den ganzen Papierkram beklagte.

    Fragt mich mal. Eine Bar macht auch einen Haufen Papierkram, den ich noch zusätzlich zu meiner normalen Arbeit hinter der Theke bewerkstelligen musste.

    Ich wandte meinen Blick von den beiden ab und meinem Lieblingsgast zu, die bereits ungeduldig auf mich wartete. Als sie mich aus dem Flur kommen sah, hüpfte sie aufgeregt auf dem Barhocker auf und ab. Dann sprang sie herunter und rauschte wie der kleine Wirbelwind, der sie war, hinter die Theke und umarmte mich stürmisch.

    „Rina!“, rief sie begeistert aus, als wenn wir uns Jahre nicht gesehen hätten und ich nicht nur 10 Minuten Pause gemacht hatte.

    „Hey, Antonia, geht es nach Hause?“, fragte ich sie die daraufhin wild mit dem Kopf nickte.

    „Mama sagt, wir müssen noch mit Apollo Gassi gehen“, erklärte mir der braune Lockenkopf.

    Apollo? Ernsthaft?

    „Ah ja, dass müsst ihr auf alle Fälle noch machen, sonst passiert ihm noch ein Missgeschick und das wollen wir doch nicht, oder?“

    „Nein!“, rief sie und verzog angeekelt das Gesicht, als würde sie sich an ein solches Unglück erinnern. „Das wollen wir wirklich nicht!“

    Ich lächelte und umarmte sie noch einmal. Ich schaute in die warm lächelnden Gesichtszüge ihrer Mutter, die vor der Theke stand und auf ihre jüngste Tochter wartete. Livia Molina war eine hochgewachsene Schönheit mit kurzen braunen Haaren, gütigen braunen Augen und ein äußerst geduldiger Mensch, der unglaublich liebevoll und fürsorglich mit ihren Kindern umging.

    Die beiden 14-jährigen Zwillinge, Luka und Meredith, warteten ebenfalls ungeduldig auf ihre kleine Schwester. Sie verdrehten beide die Augen, als Antonia auch noch zu Jay rannte und auch diesen mit einer wilden Umarmung drückte. Er blickte etwas überrascht und hilflos auf sie herunter, lächelte dann aber freundlich und wuschelte ihr durch ihre wilde Lockenmähne.

    „Toni, kommt jetzt endlich“, beschwerte sich Luka. „Wir wollen nach Hause.“

    „Ich bin ja schon da!“, Sie hastete hinter der Theke hervor und stellte sich unschuldig lächelnd neben ihren großen Bruder. Sie schob ihre kleine Hand in seine Größere und wartete jetzt, dass es los gehen konnte. „Ich bin soweit.“

    Meredith verdrehte erneut die Augen, packte dann ihre Geschwister an der jeweiligen Schulter und beförderte sie nach draußen, ohne sich zu verabschieden.

    Teenager.

    Die Zwillinge hätten sich tatsächlich nicht weniger gleichen können. Luka besaß die gleichen braunen Haare wie Livia, doch die stahlgrauen Augen seines leiblichen Vaters. Meredith dagegen besaß die braunen, warmen Augen ihrer Mutter und die langen schwarzen Haare, die denen ihres leiblichen Vaters so sehr glichen. Ich fand es jedes Mal, wenn ich die beiden sah, verblüffend wie sehr sie sich doch äußerlich Unterschieden und dennoch Spiegelbilder ihrer Eltern waren.

    Antonia hingegen, sah ihrer Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich. Braune Augen und braune Locken, ebenso wie Livia in ihrer Kindheit und ein ebenso liebevolles wie friedfertiges Gemüt.

    „Bis die Tage, Rina“, verabschiedete sich Livia winkend von mir und folgte dann ihren Kindern nach draußen.

    Ich schaute den vieren nach und freute mich, dass sie mittlerweile wieder eine so harmonische Familie waren und die Kinder, die schlechten Erfahrungen anscheinend alle sehr gut weggesteckt hatten, die sie mit ihrem Vater hatten erleben müssen.

    „Furchtbarer Name für einen Hund“, brummte Bud Simmons, der Sheriff von Aurelia Falls, vor sich hin, während er in sein Bierglas starrte.

    Jay schmunzelte vor sich hin und wandte sich dann Lana zu, die mit einer neuen Getränkebestellung an die Theke kam.

    Ungewollt riss mich Bud mit seinen Worten aus meinen Gedanken. „Findest du?“

    „Ja“, gab er schlicht zurück.

    „Ich finde ihn ganz passend. Immerhin ist das ein Wolfshund und kein Golden Retriever“, bemerkte ich.

    „Stimmt. Ein riesiges Vieh von einem Hund, dass aber ja ganz lieb zu sein scheint. Ich habe dienstlich mit diesem Tier noch nie Probleme gehabt. Anders als mit diesen kleinen Kläffern von Miss Trudie“, erklärte Bud und nippte an seinem Bier. „Dennoch der Name ist einfach grauenhaft, wenn du mich fragst. Mich würde mal interessieren, wer von den dreien auf diesen Namen gekommen ist“, erwiderte er und trank erneut einen Schluck von seinem Bier, womit er den letzten Rest aus seinem Glas hinunterschluckte.

    „Ja, mich auch. Ist schließlich kein Allerweltsname, sondern ein besonderer und doch äußerst ungewöhnlich“, entgegnete ich mit einem Stirnrunzeln und machte mir nun auch so meine Gedanken, wie die Kids auf den Namen gekommen waren.

    „Besonders?“

    „Hm…?“ Ich blickte Bud fragend an.

    „Du sagtest, dass der Name besonders ist. Inwiefern?“, wollte der Sheriff nun doch interessiert wissen und schaute mich nun fragend an. Er schien ganz in seinem Element zu sein. Der Wahrheit auf der Spur.

    Ich lächelte entschuldigend. „Ach so“, sagte ich und schüttelte den Kopf. „Naja, der Name Apollo ist mir bis jetzt nur ein anderes Mal untergekommen.“

    Der Sheriff seufzte. „Rina, mach es nicht so spannend“, beschwerte er sich und forderte mich auf weiterzusprechen.

    „Der Name stammt aus der griechischen Mythologie“, erwiderte ich erklärend und zuckte mit den Schultern.

    „Griechische My… was bitte?“, fragte er vollkommen verwirrt.

    „Griechische Mythologie“, wiederholte ich. „Du weißt schon… griechische Götter. Zeus, Hades, Poseidon? Schon einmal gehört?“

    „Hmhm“, machte Bud nur und blickte genauso bedröppelt drein, wie zuvor.

    Ich wusste ehrlich nicht, ob er was damit anfangen konnte oder nicht. Aber ich vermutete mal nicht. Vielleicht würde ich ja heute Abend den Horizont dieses Kleinstadt-Sheriffs erweitern.

    „Also, Apollo ist einer der zwölf olympischen Götter. Er wird auch als Sonnengott und der Gott der Künste bezeichnet. Außerdem ist er als Weiberheld verschrien“, erklärte ich weiter und sah auf Buds Gesicht nur weitere Verwirrung.

    Hier ist Hopfen und Malz verloren.

    „Sollte mir das jetzt irgendwas sagen?“, fragte er weiterhin verwirrt und hatte seine buschigen Augenbrauen fragend erhoben, sodass sie fast vollständig unter der Hutkrempe seines Sheriff-Hutes verschwunden waren.

    „Nein, muss es nicht“, gab ich lächelnd zurück und machte eine wegwerfende Handbewegung und suggerierte ihm damit, dass er das Thema vergessen sollte.

    „Gut, du machst mir Kopfschmerzen mit solchen komischen Dingen, Rina“, grummelte er zurück.

    Hinterwäldlerische Kleinstädte, ich seufzte im Stillen vor mich hin und schüttelte mit dem Kopf.

    „Okay, ich lass dich in Ruhe“, erwiderte ich und machte mich wieder hinter der Theke an die Arbeit, bevor sich Jay beschweren konnte, dass ich nur in der Gegend herumstand.

    „Machst du mir noch ein Bier?“, fragte Bud noch schnell, bevor ich ans andere Ende der Bar ging.

    „Kommt sofort!“, gab ich zurück und dachte dennoch über die Namensgebung nach. Vielleicht sollte ich bei nächster Gelegenheit mal Antonia fragen, wer von den dreien sich den Namen ausgedacht hatte, überlegte ich mir und zapfte unterdessen für Bud das bestellte Bier und stellte es ihm vor die Nase. „Bitte schön.“

    „Danke, meine Liebe.“

    Ich nickte ihm zu und wandte mich dann den anderen Bestellungen zu, bei denen Jay hinterher hing.