Beiträge von Alcarinque im Thema „Gemeinsam eine Welt bauen“

    Alcarinque nur nochmal zur Vergewisserung für mich selbst: Geht es hier vorrangig (bzw. ausschließlich) darum, was wir davon halten, oder wäre auch bei Interesse ein solches Projekt geplant?

    Ja. :D
    Also allgemeines Interesse was so die Meinungen/Einstellungen/Erfahrungen sind, aber grundsätzlich auch interessiert so einen Versuch noch einmal zu starten, sofern sich Leute mit ähnlichen Vorstellungen finden. ^^

    Für ein großes Forenprojekt sind die Vorstellungen aber vermutlich zu breit gefächert. XD

    Oder ein Teammitglied fokussiert sich auf die zwanzig verschiedenen Käse-Sorte der West-Inseln trägt aber nichts zur politischen Geschichte bei, sodass sich alles fragmentiert und inkonsequent anfühlt.

    Das ist die große Herausforderung aber auch die große Chance die ich darin sehe. Wenn sich jemand gerne mit Politik befasst und jemand anderes lieber Nahrungsmittel-herstellung/-vertrieb/Warenketten, kann man das doch perfekt kombinieren und bekommt eine Tiefe die man alleine nie erreichen würde, wenn man selbst vielleicht keine Ahnung hat aus welchem Teil der Kuh denn nun der Käse raus kommt. XD

    Ich finde ehrlich gesagt Wordbuilding auch nicht so schwer. Das ist alles nur Hintergrund-Deko, wenn es nicht Teil einer packenden Story ist. Leute interessieren sich für Mittelerde, weil Frodo den Ring nach Mordor gebracht hat und nicht anders herum.

    GUTES Worldbuildin ist alles andere als leicht. Eine wirklich konsistente in sich logisch funktionierende Welt zu bauen die weniger Logiklöcher hat als ein Schweizer Käse, ist eine sehr sehr große Herausforderung.
    Mittelerde war damals die erste Welt die mich richtig in ihren Bann ziehen konnte, weil man das Gefühl hatte, in einer echten Welt unterwegs zu sein, mit einer langen Geschichte die immer wieder mal durchscheint ohne das das Priorität hat.

    Das ist aus meiner Sicht eines der großen Probleme vieler Fantasyromane: Die Welt wird um die Geschichte herum gebaut. Wenn ein Monster als mythisch erwähnt wird, wird es irgendwann auftauchen, wenn man Ruinen von einer alten Zivilisation sieht, werden die noch relevant werden etc.
    Die Welt ist eine reine Kulisse und an allen Ecken scheint nicht die Geschichte, Kultur oder Gesellschaft der Welt sondern die Leere dahinter durch. Genau diese blinden Flecken (die nun mal jeder hat) können mit mehreren Leuten viel leichter gesehen und verhindert werden. :hmm:
    (Und sorry wenn ich das etwas überspitzt formuliere, ist natürlich nicht so bös gemeint wie es klingt, ich beziehe mich primär auf die Fantasyromane die ich in den letzten Jahren gelesen habe und die halt teils wirklich faules Worldbuilding haben XD )

    Immer öfters stolpere ich bei Fantasyromanen darüber, das der/die AutorIn erwähnt das die Welt in der die Geschichte spielt, mit anderen zusammen erschaffen oder zumindest im Austausch mit anderen entstanden ist.

    Ich selbst merke bei mir, das ich beim Weltenbau immer wieder an einen Punkt komme, an dem mir Rückmeldungen und Austausch sehr helfen würde um weiter zu kommen. In allen Weltenbau Communities ist aber jeder natürlich primär auf seine Welt konzentriert und kaum jemand taucht wirklich tief in die Welten der anderen ab für größeren Austausch. (Ich selbst ja auch XD)

    Entsprechend bin ich mir immer wieder am Überlegen das es ja eigentlich echt spannend sein könnte, gemeinsam an einer Welt zu bauen, unter der Voraussetzung, das man sich grundsätzlich auf eine Basis einigen könnte und einigermaßen auf der selben Wellenlänge unterwegs ist. :hmm:

    Wie seht ihr das? Habt ihr schon Erfahrung damit, eine gemeinsame Welt zu erschaffen und weiter zu entwickeln? Könntet ihr euch das grundsätzlich vorstellen oder ist das etwas das ihr absolut nicht wollten würdet?