Beiträge von LadyK

    Hey Tariq :)

    Zum letzten Part hatten wir privat ja schon ein paar Worte gewechselt, weshalb ich dazu jetzt nichts mehr sagen werde :)


    Zum aktuellen Part:



    LG :)

    Hey Skadi :)


    Wieder ist mein letzter Kommentar schon ein Weile her. Scheinbar habe ich es verlernt, auf Stand zu bleiben :rofl:

    Bitte nimm mir das nicht übel, ja? <3



    LG ^^

    Hey Rainbow :)



    LG :)


    LG :)

    Hey Etiam :)


    Mittlerweile bin ich auch wieder up to date! Ich hatte ehrlich gedacht, dass ich mehr aufholen muss - naja. Hat auch etwas Gutes :D


    Mir haben die Parts bin hierin recht gut gefallen, solide geschrieben und du hast einige durchaus spannende Hinweise gezeigt, die eventuell noch für Spannungen in deiner Geschichte sorgen können - sowas finde ich immer ziemlich genial :thumbsup:


    Die Tjelvar-Abschnitte habe ich mit großem Interesse gelesen - der Mann ist ziemlich ... kaputt. Hoffentlich wird er auch mal etwas Glück erfahren. Seine Gedanken und Gefühle hast du jedenfalls sehr schön geschildert. Man spürte die innere Zerrissenheit, seinen Kampf gegen sich selber. Gut gemacht :thumbup:


    Ein paar Sachen habe ich dir noch zitiert - nichts dramatisches, nur etwas, was mir beim Lesen so ins Auge geschossen ist :D




    LG ^^

    Guten Abend meine Lieben :)

    Wie immer - vielen Dank, dass ihr gelesen und auch kommentiert habt Chaos Rising  Kirisha  Skadi  Rainbow  Tariq  Novize  Sensenbach  Kyelia  Thorsten


    Es hat mich sehr gefreut, dass doch so viele auf den "alten" Prolog noch was gesagt haben. Damit hatte ich nicht gerechnet. Den Prolog hatte ich vorerst aus der alten Version übernommen und nur kleine Veränderungen gemacht :)



    Ich würde dann auch direkt weiter machen :)

    Mit etwas mehr Veränderungen ... Aber insgesamt auch kürzer und deswegen alles an einem Stück ^^



    Kapitel 1 - Sira



    Sorgsam schnürte Sira ihre wadenhohen, dunklen Stiefel zu und erhob sich von ihrer Liege. Die mit Stroh gefüllte Matte knisterte leise und als sie die Decke zusammenschlug, flackerte die Flamme der Öllampe wegen des Windzuges. Von dem Tisch neben dem Bett holte sie sich ein Haarband, mit welchem sie ihre schwarzen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammenraffte. Währenddessen streifte sie mit ihrem Finger das leicht gewölbte Mal hinter ihrem Ohr. Ob sie es von ihrer Mutter geerbt hatte oder von ihrem Vater, war ihr nach wie vor ein Rätsel. Ihr war nie bewusst gewesen, dass einer von ihnen ein ebensolches Mal getragen hatte.

    Ein Gefühl tief verborgener Trauer loderte in ihr auf, denn ihre Familie hatte sie seit zehn Jahren nicht mehr gesehen. Was mit ihr geschehen war, hatte man ihr nicht erzählt. Sie alle teilten die gleiche Bestimmung - heimatlos und ohne Familie. Auch wenn sie immer prahlten, unabhängig zu sein, arbeiteten sie doch nur für der Regierung. Sie waren Krieger.

    In Momenten wie diesen vermied sie es, allzu lange über ihre Vergangenheit nachzudenken. Trotzdem konnte sie nicht verhindern, dass Bilder ihres einstigen Lebens vor ihrem inneren Auge aufglommen und das Gefühl, das Wichtigste verloren zu haben, nagte an ihr. Gedankenverloren fuhr sie sich mit dem Finger über das Mal und seufzte. Dann rief sie sich zur Ordnung.

    Mit einem letzten, prüfenden Blick in den Spiegel, der an dem einzigen Schrank befestigt war, zog sie die Schulterriemen des dunkelblauen Wamses fest und zupfte noch einmal an den Unterarmschienen. Sie legte ihren Gurt an und schob das frisch geschliffene Schwert in die Scheide. Dann pustete sie die Öllampe aus und verließ die kleine, eigene Kammer. Während sie den Flur entlang in den vorderen Bereich der Kaserne ging, begegnete sie weiteren Kriegerinnen. Alle trugen die gleiche, dunkelblaue sowie schwarze Uniform. Einige begleiteten sie in Richtung Speisesaal, der sich genau in der Mitte des Gebäudes befand. Auf der linken Seite waren die Schlafräume der Kriegerinnen untergebracht, auf der Rechten die der Krieger. Im obersten Stockwerk lagen einige Kammern der Schreiber, auch der Kommandant hatte dort sein Arbeitszimmer. Sira folgte zwei Kameradinnen in den Speisesaal und ließ ihren Blick über die spärlichen Möbel schweifen. Vereinzelt hatten sich einige Krieger auf den Holzbänken niedergelassen und aßen oder unterhielten sich mit ihren Sitznachbarn.

    Zwei Küchenmädchen befüllten gerade die Schüssel mit dem Eintopf neu und stellten Brotstücken bereit, tauschten die Wasserkrüge aus und wischten einen verschmutzten Tisch ab. Das taten sie alles, während sich eine Meute hungriger Krieger über das Essensangebot hermachte, welches genauso Abwechslung bot wie ihre Kleiderwahl: gar keine.

    Ein scharfer Pfiff zerschnitt ihre Beobachtungen und sie riss den Kopf herum. Grinsend ging sie auf den Ursprung der Ablenkung zu und musterte ihren langjährigen Freund und Kamerad. Seine strohfarbenen Haare hingen ihm in Fransen im Gesicht, während wachsame Augen in die Welt blickten. Seine finstere Miene wirkte auf Fremde immer bedrohlich. Wie er mit überkreuzten an der Wand lehnte, sah er nicht groß aus. Doch als er sich aufrichtete, um ihr einige Schritte entgegenzukommen, überragte er sämtliche Krieger in diesem Raum. Seine Streitaxt hatte er sich mit einem Gurt auf den Rücken geschnallt. Für sie selber war diese Waffe im Umgang viel zu schwer. Harka konnte damit einhändig umgehen.

    „Du schuldest mir etwas, Prinzessin!“, rief er und warf ihr einen Gegenstand zu.

    Sie hatte seine Bewegung kaum gesehen. Schnell und präzise war sie gewesen, trotz dem er zweimal so breit war wie sie und nichts von seinem Körper aus Fett bestand.

    Ihr Instinkt ließ sie das Wurfgeschoss fangen. „Ein Apfel“, keuchte sie begeistert und biss voller Vorfreude hinein. Hingebungsvoll seufzte sie und verdrehte die Augen. „Köstlich!“

    „Das war der Letzte für die nächsten Tage, meinen die Mädchen“, sagte Harka und setzte sich auf eine freie Bank.

    Sira folgte ihm kauend.

    „Wenn wir Glück haben, bekommen wir in zehn Tagen neues Obst“, fuhr er fort. Seine monotone Stimme verriet, dass er nicht daran glaubte und sie nur wieder den letzten Rest erhielten, den die Stadtwache nicht wollte.

    Sie zuckte die Schultern. „Woher hast du den?“, fragte sie und hielt den Apfel kurz hoch, bevor sie abermals davon abbiss.

    Er lächelte schelmisch. „Kontakte“, verriet er und angelte sich von einem anderen Tisch ein herrenloses Holzbrett. Er schob die Schüssel und die letzten Brotkrumen hinunter und stand auf.

    Sira wollte es ihm gleichtun, doch er hob schnell abwehrend die Hand. „Suppe und Brot“, meinte er, als wäre das Erklärung genug. „Das schaffe ich schon.“

    Als er wiederkam, hatte sie ihren Apfel beinahe restlos vernichtet, nur der Stiel war übrig geblieben. Der Gedanke daran, hinter dem süßen Geschmack des Obstes die graue Brühe zu kippen, den die Köche Suppe nannten, ließ sie wehmütig werden. Sie hätte sich den Apfel aufheben sollen.

    „Hergehört!“, rief plötzlich eine schrille Stimme, bei dem Harka vor Lachen die Suppe wieder aus dem Mund lief.

    „Der wird auch immer fetter“, raunte er hinter vorgehaltener Hand und hob den Kopf, um den Schreiber Dekal anzusehen.

    Harka hatte recht.

    Der persönliche Schreiber des Kommandanten hatte einen Bauchumfang wie ein Bierfass und das speckige Kinn schien den Hals aufzufressen. „Die Nachtpatrouillen müssen abgelöst werden. Somit beginnen eure Aufträge.“

    Zustimmendes Klopfen ertönte aus den Reihen der Krieger.

    Dekal hob sein Schreibbrett und begann mit der Aufzählung.

    „Bitte nicht Wehrgang oder Stadtwachenpatrouille“, murrte Harka und stopfte sich ein Stück Brot in den Mund.

    Sira sagte nichts, sondern folgte Dekals Anweisungen aufmerksam.

    Mehrere Namen wurden aufgerufen. „Sira und Harka!“, rief der Schreiber.

    Da sie an einem der hinteren Tische saßen, hob sie kurz die Hand, um sich bemerkbar zu machen.

    Dekal nickte knapp und sah noch einmal auf sein Schreibbrett hinab. „Patrouille auf dem Marktplatz.“

    „Verdammt“, nuschelte Harka neben ihr und sie sah ihn mitfühlend an. Bevor sie allerdings das Wort an ihn richten konnte, erhob sich erneut Dekals Stimme über die Anwesenden.

    „Und bitte“, sagte er, sich die Nasenwurzel reibend, „versucht, Streitigkeiten mit der Stadtwache zu vermeiden. Wir sind hier, um zu helfen, nicht, um noch mehr Probleme zu bereiten.“ Er wartete, bis die Versammlung halbherzig, aber zustimmend auf ihre Tische klopfte und trollte sich.

    „Es ist ein Wunder, dass er überhaupt laufen kann“, sinnierte Harka, während er das letzte Stück Brot auf seinem Brett verzehrte.

    Auch Sira löffelte den Rest ihre Suppe auf und erhob sich. „Sei nicht so streng mit ihm, er macht doch gute Arbeit“, meinte sie versöhnlich, obwohl sie sich ebenfalls bei Dekals Anblick fragte, wie so jemand die Ausbildung eines Kriegers überhaupt hatte schaffen können.

    Harka brummte etwas Unverständliches und stand auf. Während Sira ihm folgte, sah sie sich noch einmal um.

    Bis auf wenige Krieger hatten alle anderen ebenfalls den Speisesaal geräumt und waren zu ihren Diensten aufgebrochen. Als sie ins Freie trat, atmete sie tief ein. Es roch modrig und leicht säuerlich, das Gefühl von Frische fehlte. Deshalb mochte sie die Patrouillen außerhalb der Stadtmauern lieber. Die Luft war dort um einiges besser.

    „Hast du keinen zusätzlichen Dolch dabei?“, fragte Harka.

    Während sie nebeneinander hergingen, lächelte sie ihn von der Seite an und legte beiläufig ihre Hand auf den Schwertgriff. „Stadtwache und Marktplatz.“ Sie grinste noch breiter. „Ich schaffe das schon.“



    Prolog

    Ich finde, dass man das auch für sich selbst entscheiden MUSS. Jeder hat da ja andere Vorlieben und Herangehensweisen.


    Um den Speicherplatz vom PC nicht vollzustopfen, würde ich vielleicht eine Reihe von externen Speichern angelegen und gegebenfalls draufschreiben, was du da gespeichert hast. In dem Fall hast du es nicht auf dem PC, kannst aber immer darauf zurück greifen, wenn du es magst. So habe ich es auch mit meiner abgebrochenen Geschichte gemacht. Nicht gelöscht, sondern nur verschoben.

    Hey kewa

    Das geschilderte Problem kenne ich - zumindest im Ansatz. Nicht in dem Maße (was ich persönlich sehr viel finde), wie du, aber ich habe auch eine abgebrochene Geschichte auf meinem PC. Sie bleibt auch da, solange, bis ich mein aktuelles Projekt beendet habe - egal, wie lange es dauert :)


    Aber es liegt nicht daran, dass mir die Ideen ausgegangen sind, sondern eher an der fehlenden Zeit. Ich kann eben nur in ein Projekt meine Energie stecken. Außerdem liegt es auch am fehlenden Plotting. Ich habe - durch meinen Neustart vor Kurzem - bemerkt, dass es nicht immer gut ist, sofort loszuschreiben, auch wenn es in den Fingern juckt.


    Ansonsten kenne ich das Problem nur noch mit Kurzgeschichten. Die schreibe ich aber nur, wenn ich mich aufwärmen muss oder mal den "Kopf freischreiben" will.


    Alles in einem weiß ich aber nicht, was du hören möchtest und wie wir ab der Stelle helfen können. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob das hier das richtige Unterforum für dein Anliegen ist :hmm:


    LG

    :hi2:


    Die Lady ist zurück und ich hoffe, dass ich meine Geschichte auch irgendwann mal zu Ende bringen kann xD


    Link zur alten Version

    (für den Fall, dass da jemand noch einmal was nachschauen oder vergleichen möchte)


    An dieser Stelle möchte ich mich gerne noch für die rührenden und treffenden (xD) Worte im alten Thread bedanken Tariq  Kirisha  Rainbow  Thorsten  Skadi  Sensenbach und natürlich auch privat Etiam und Kyelia - das hat mich emotional wirklich bewegt ;( <3

    Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen, wie meine Erneuerungen bei euch ankommen!


    Eine kleine Bitte hätte ich jedoch noch - falls ihr kleine Seitenhiebe entdeckt, die von mir als Hinweise für spätere Kapitel gestreut wurden - behaltet es bitte für euch oder sagt es mir privat. Einfach, damit potenziell neue Leser nicht direkt gespoilert werden oder schreibt es geschickt um (das traue ich euch zu :P ) - Aber wir wissen alle, wie verlockend die Spoilerbox sein kann :evilgrin: Gleiches gilt natürlich für Dinge, die ihr in der alten Version sogar besser fandet! Sowas würde ich nämlich auch gerne wissen ^^


    Ansonsten ist in Bezug auf Kommentare nach wie vor alles erlaubt - ihr könnt mir die ungesüßte Meinung um die Ohren hauen * auch wenn ich mich danach wieder in Selbstmitleid bade und tagelang nicht aus meinem Loch gekrochen komme *


    Ich denke, das genügt als Vorwort, also kommt jetzt die gewünschte Verlinkung:

    Tariq  Etiam  Rainbow  Thorsten  Skadi  Sensenbach  Kyelia  Kirisha  Chaos Rising


    Und es geht dann auch ohne Umschweife los ... (sonst traue ich mich gar nicht mehr)




    - Prolog -



    Schnell schritt sie durch die verregneten nächtlichen Straßen. Die Kapuze tief in das Gesicht gezogen und die Gestalt vom dicken Mantel verborgen, wurde sie keines Blickes gewürdigt. Der Saum ihres Kleides war längst mit Matsch überzogen und die Nässe hatte sich bis zu ihrer Haut hindurchgefressen. Entschlossen stapfte sie durch die Pfützen, achtete nicht auf ihr Umfeld und rempelte deshalb jemanden an. Dies war ihr egal. Mit dem festen Ziel vor Augen hechtete sie weiter.

    Ihr war bewusst, dass hier, nahe den Gassen, überall Messerstecher darauf warteten, einem passenden Opfer zu begegnen. Doch es war auch der sicherste Ort für sie, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.

    Ein Windzug erhaschte sie und hastig griff sie nach der Kapuze. Sie musste unerkannt bleiben.

    In diesem Moment erreichte sie das Gasthaus, in dem sie sich mit ihnen treffen wollte und sie stieß die Tür auf. Zu dieser Tageszeit waren noch etliche Besucher anwesend, die bei Bier und Essen beisammensaßen. Sie zog nur kurz die Blicke auf sich, bevor sich die Gäste wieder ihren eigenen Dingen widmeten. An einigen Tischen wurde leise getuschelt, an anderen gewürfelt und laut gegrölt.

    Sie lockerte das Band ihrer Kapuze, legte den Mantel jedoch nicht ab.

    Mit zügigen, aber ungehetzten Schritten ging sie auf den Tresen zu. Dort wischte der Wirt einen Humpen mit einem Tuch aus, welches viel zu dreckig war, um damit sauber machen zu können.

    Sie zog ihre dunklen Handschuhe aus und stützte sich mit den Unterarmen auf die Tischplatte, sodass der Wirt ihren Siegelring am Finger schillern sehen konnte.

    Die Augen des korpulenten Mannes glitzerten und er hielt für einen Augenblick in seiner Arbeit inne. „Die Treppe nach oben und dann die zweite Tür auf der linken Seite“, raunte er mit seiner dunklen Stimme.

    Während sie ein Goldstück aus ihrer Tasche zog und über den Tisch gleiten ließ, hatte der Wirt einen fingerhohen Becher mit einer klaren Substanz befüllt und ihr gleichfalls hinübergeschoben. Vermutlich, damit es so aussah, als hätte sie etwas bestellt.

    „Wohl bekomm´s“, sagte er halblaut, sodass einige Gäste ihn hören konnten und sofort die Becher hoben.

    Ohne darüber nachzudenken, was er ihr eingeschenkt hatte, leerte sie das Gefäß in einem Zug und knallte es auf die Platte.

    Mit einem Nicken wandte sie sich ab und hielt auf die Treppe ins oberste Stockwerk zu.

    Obwohl das Getränk ein leichtes Brennen in ihrem Körper hinterließ, schlang sie die Arme um den Oberkörper, um die Kälte, die von ihr Besitz ergriffen hatte, zu vertreiben.

    Die Stufen knarzten mit jedem Schritt wie ein Zeichen, das sie aufforderte, auf dem Absatz kehrtzumachen.

    Sie ignorierte diesen Impuls und zwang sich zur Ruhe. Die Menschen, die sie jetzt gleich traf, würden ihr helfen.

    Die Entschlossenheit, die sie vor wenigen Augenblicken verspürt hatte, war verflogen und Angst machte sich in ihr breit. Obwohl sie nicht wusste, wovor sie sich fürchtete, wollte das ungute Gefühl nicht weichen.

    Sie atmete tief durch und drückte die Tür auf, die ihr Erscheinen mit einem widerwärtigen Kreischen ankündigte.

    Die Anwesenden, die sich unterhalten hatten, sprangen von ihren Stühlen auf und betrachteten sie mit großen Augen.

    Ein Gardist zog sein Schwert halb aus der Scheide.

    Mit einer flinken Bewegung schloss sie die Tür und schob die Kapuze zurück. Die Erleichterung war ihnen anzusehen, denn auch der Gardist, Hauptmann Egon, schob das Schwert zurück in die Scheide.

    Sie musste bemitleidenswert wirken. Der Stress und die Unruhe der letzten Tage zeichneten sich deutlich in ihrem müden Gesicht ab und dunkle Ringe lagen unter ihren Augen. Trotzdem ist sie sofort erkannt worden.

    „Marena!“, rief ein Mann im mittleren Alter und kam auf sie zu. Sein abgetragener Mantel teilte sich und die schwarze Robe wurde sichtbar. Mit einem Ruck schloss er sie in die Arme.

    „Lukras“, hauchte sie und drückte sich an ihn. „Ich bin so froh, dass du da bist.“

    Sie lösten sich voneinander. Ihr Blick schweifte über die Gesichter der Anderen und blieb schließlich auf dem ihres Mannes hängen.

    „Ellark“, begann sie, aber er schnitt ihr mit einer Handbewegung das Wort ab. Er löste sich aus dem Schatten der hinteren Ecke des Zimmers. Bedächtig schritt er auf den Tisch in der Mitte des Raumes zu und stützte sich auf der Lehne eines Stuhls ab, wobei er seinen Blick stur auf die Tischplatte gerichtet hielt.

    „Ich habe mit Ellark und dem Berater gesprochen“, sagte Hauptmann Egon. Er zog etwas aus einer Tasche, die an seinem Gürtel befestigt war, und überreichte es Marena. Es war ein eingerolltes Stück Pergament. Mit zittrigen Fingern löste sie das rote Band und las die Zeilen, die darauf standen.

    Auch wenn dieser Brief hier die Rettung war, die sie sich versprochen hatte, so war sie nicht glücklich.

    „Wie geht es jetzt weiter?“, durchbrach der Hauptmann die Stille, woraufhin Lukras, sich die Stirn reibend, durch den Raum ging.

    „Ich denke, es ist alles erledigt.“ Ellarks Stimme klang zornig, was Marena ihm nicht verübeln konnte.

    „Er muss beschützt werden“, meinte sie mit leiser Stimme und ohne ihren Ehemann anzusehen. Sie blickte das Pergament an und rollte es langsam wieder ein.

    „Wir werden nicht ewig da sein, um das tun zu können“, erklärte Egon und schaute sie an, während Lukras zustimmend nickte. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ...“, ergänzte der Hauptmann.

    „Nein!“, unterbrach Marena ihn mit fester Stimme. „Bitte“, flehte sie, „ich brauche eure Hilfe.“

    Die Stille legte sich wie ein feines Seidentuch über die Anwesenden und beinahe glaubte Marena schon, dass sich alle von ihr abwenden würden. Sie wusste zwar, dass Ellark als ihr Ehemann bei ihr bleiben würde, aber ihre Hoffnung bestand in dem Einverständnis aller. „Ich werde tun, was in meiner Macht steht“, eröffnete Lukras und Marena spürte, wie ein schwerer Stein von ihrem Herz fiel. Dankbar nickte sie ihm zu.

    „Er ist mein Sohn“, begann Ellark mit brüchiger Stimme. „Mir bleibt da wohl keine andere Wahl.“ Plötzlich lächelte er gequält und schüttelte den Kopf, als könnte er selber nicht glauben, was in den letzten Stunden passiert war. „Ich habe bereits mit unseren anderen Verbündeten gesprochen und sie sind alle einverstanden. Du kannst also beginnen, Lukras.“

    Der Angesprochene nickte.

    Egon fuhr sich über das Kinn. „Ich werde auch helfen und den Berater informieren.“ Er lachte einmal kurz und hart. „Ich bin mir sicher, dass etwas passieren wird.“

    „Das werde ich zu verhindern wissen“, sagte Marena nachdrücklich und sah ein letztes Mal für diesen Abend in die Augen ihrer Verbündeten.


    Kapitel 1 - Sira

    Zitat von Tariq

    Ich vermute mal, dass ich unbewusst versuche, den von Kiddel Fee zu kopieren, weil der mich so fasziniert. Sie packt in einen Satz, wofür ich fünf brauche. Und der eine ist dann immer noch besser als meine fünf.

    Das würde ich sehr schade finden. Der Schreibstiel ist ja immer etwas sehr persönliches und dann zu versuchen, den Stiel eines anderen zu kopieren, nimmt der Geschichte ein Stück der Seele des Autoren. (passiert es nun bewusst oder unbewusst). Auch wenn ich dir zustimme, dass die KiddelFee einen guten Stiel hat, so hast du den auch. Bitte behalte den bei. :)


    Zum neuen Teil kann ich nur sagen, dass er mich an sich gut gefällt. das Gespräch zwischen Vater und Sohn gibt was her, auch wenn das mehr von einem professionellen Geschäftsgespräch hat als ein familiärer Plausch (was bestimmt auch so sein sollte). Die Paarung ist auf jeden Fall sehr interessant, auch die Hinweise, die du im Text gestreut hast. Ich bin gespannt, was uns da noch erwartet.


    Da wurde die Sache ordentlich vertuscht wie mir scheint. Ich bin gespannt, was die Gardisten, Frida und ihrem Lover jetzt bevor steht. Und ob Metros ein Echo entgegen springen wird ...


    LG :)

    Hey Tariq :)


    Wie du bemerkt hast, bin ich auch mal (endlich) in deine Geschichte eingestiegen. Vorweg muss ich sagen, dass Sci-Fi nicht ganz mein Ding ist, also kann ich vermutlich wenig Sinnvolles beitragen.


    Deinen Einstieg in die Geschichte, das weißt du ja bereits, fand ich ziemlich gelungen und mich hat es sofort gefesselt. Ich wollte einfach wissen, was da genau passiert ist und was das mit der Folgehandlung zu tun hat. Sehr spannender Prolog auf jeden Fall :)


    Auch deine Geschichte danach verheißt Vielversprechendes. Das ganze System stinkt nach Intrigen und Korruption. Offenbar scheint da auch irgendwas nicht ganz sauber abzulaufen ... zumindest zweigt das der Tevor-Handlungsstrang (btw. Lese ich da etwa die eigene Begeisterung zum Wald heraus :D ). Wobei ... wenn es wird, wie ich es denke, wird mir bestimmt Etiennes Perspektive am Besten gefallen. Aber mal schauen :P

    Auch wenn Ares es mir auch irgendwie angetan hat, der Typ scheint ziemlich unzufrieden zu sein :hmm:


    Zwischenzeitlich hatte ich leider das Gefühl, dass du ziemlich durch die Handlung gerast bist. Ich weiß nicht, ob nur mir das so vorkam, aber hier und da hätte ich mir eine Intensivierung der Szene gewünscht. Aber ich will mal schauen, wohin sich die Geschichte entwickelt ^^


    Ein paar Sachen haben mir jedoch auch sehr gut gefallen. Der Schlagabtausch zwischen Ares und Frida sowie die wunderbaren Szenen mit Tevor und seiner Liebe zum Wald. Das war schön!


    Eine kleine Sache habe ich noch, wo ich verwundert die Stirn gerunzelt habe. Etienne hat zufällig gesehen, wie ein Schlägertrupp einen Onta zu Brei verarbeitet hat. Ich hatte mir überlegt, ob es nicht besser wäre, wenn Etienne vielleicht gerade aktiv an den Bildschirmen arbeitet (stichprobenartige Kontrollen oder so). So, wie es jetzt ist, ist das schon arg zufällig :thinking:


    Ansonsten sind meine Daumen oben :)


    LG

    Hey Rainbow :)

    Ich bin dann auch wieder beim aktuellen Part angekommen :D


    Die letzten Abschnitte mit Emilia und Dagon haben mir extrem gut gefallen - ich finde sogar, dass sind mitunter deine besten Parts. Dagon ist ein sehr interessanter Charakter, den hast du offenbar gut ausgearbeitet. Auch Emilias Gefühlschaos kommt greifbar gut rüber. Ich glaube, dir hat das extrem Spaß gemacht, die Szenen zu schreiben und ich finde, das merkt man auch beim Lesen :)


    Gut gemacht!


    LG :)

    Zitat von Traumschwingen

    Mein einziger Kritikpunkt ist demnach nur die fehlende Farbe

    Das haben andere auch als Kritikpunkt gewählt, aber ich zitiere dich einfach mal als letzten Kommentar :)


    Ich würde das tatsächlich gar nicht an der fehlenden Farbe festmachen. Eine richtig ausgearbeitete Bleistiftzeichnung kann auch super aussehen. Ich denke, es wäre mir wichtig gewesen, die bedeutenden Details kontraststark herauszuarbeiten. Also das, was es dem Betrachter einfacher macht, um einen Bezug zum Thema herzustellen. Ich hätte mich demzufolge bei den Blütenstielen und Blättern zurückgehalten und eher die Welten als solche und die Blütenköpfe an sich ausgearbeitet.


    Vermutlich ist das auch einfach Geschmackssache :)


    P.s - nur am Rand - ich glaube du Traumschwingen hast die Werk in deinem Kommentar zu deinen Begründungen vertauscht. Kruemel hat die digitale Zeichnung gemacht und Iskaral die mit Bleistift. :)