Beiträge von LadyK

    Ja super vielen Dank. Habe ich auch gerade gefunden :) Ist es sinnvoll dann alles, was es zu einer Welt gibt, in einem Thread zu verpacken oder kann man für verschiedene Themen aus dieser Welt (oder Charaktere) auch jedesmal einen neuen Thread eröffnen? Ich will das Forum ja auf keinen Fall zuspammen. Danke

    Da ich nicht unbedingt im Weltenbau aktiv bin, kann ich dir darauf keine gute Antwort geben, fürchte ich xD


    Schau dir an, wie die Anderen das gemacht und gehandhabt haben. Der Übersicht halber würde ich persönlich aber alles in einem Thread posten und eventuell ein Inhaltsverzeichnis mit entsprechenden Verlinkungen erstellen. :)

    Hey ihr Lieben! Nein. Ich habe noch nicht aufgegeben, auch wenn sich das zwischenzeitlich so angefühlt hat. Jetzt bemühe ich mich, um meinen Allerwertesten hochzukriegen und Band 1 in diesem Jahr abzuschließen (nehmt das bitte nicht allzu ernst xD).


    Erstmal



    Und damit es nicht langweilig wird oder ihr mir hier abhaut, weil ich zu faul bin um weiterzumachen, geht´s gleich weiter :)


    Vielen Dank an der Stelle an Tariq und Chaos Rising , die mir hier sehr geholfen haben :saint:

    Außerdem hat Chaos mich darauf hingewiesen, dass die Bezeichnungen "Lord" und "Lady" ja englische Bezeichnungen sind. Deshalb habe ich die Titel jeweils durch "Graf" und "Gräfin" ersetzt ... Falls euch also noch ein englischer Adelstitel ins Auge springt, der mir durch die Lappen gegangen ist ... sagt bescheid :)


    Kapitel 4 - Rüstan (3/3)



    „Ich hoffe, wir können beide unseren Nutzen daraus ziehen“, sagte ein Mann, den Rüstan noch nie zuvor gesehen hatte. Der edlen Kleidung zufolge und die Tatsache, dass er dicht neben dem Hausherren herging, vermutete er einen Angehörigen einer Adelsfamilie, möglicherweise auch einen Verwalter.

    Lokart und Delgars folgten den Männern dichtauf.

    „Ich denke schon, dass ein Geschäft dieser Art zu unser beider Wohl gereichen wird“, hörte Rüstan die Stimme seines Vaters. Erst dann lenkte er seinen Blick auf ihn.

    Graf Ellark Penta – ein Mann mit einem Ausdruck, der jeden sofort erstarren ließ. In seinen dunklen Augen blieb es jederzeit kalt, das rasierte Kinn und die kurz gehaltenen Haare ließen ihn jünger wirken als er war. Einzig die einzelnen grauen Strähnen gaben einen Hinweis auf sein wahres Alter. Jedes seiner Kleidungsstücke war schwarz, nur das breite Amulett, das silbern glänzend von vor der Brust hing, bildete einen Kontrast.

    „Gräfin Marena!“, rief der Fremde sichtlich erfreut, woraufhin die Hausherrin ein warmes Lächeln auf ihr Gesicht zauberte.

    Auch wenn sie es nur spielt, wirkt es immer echt.

    Er folgte ihr, als sie auf die anderen Männer zuging, um am Treppenabsatz auf sie zu warten.

    „Wie mir scheint, seid Ihr zu einer Übereinkunft gekommen“, bemerkte Marena und faltete die Hände übereinander.

    „Es ist mir immer eine Freude, mit Eurem Gatten ins Gespräch zu kommen“, wich der Fremde aus. So, wie er das Lächeln der Gräfin erwiderte, wirkte er freundlich.

    Ellark zog für einen Lidschlag die Stirn kraus und das sagte Rüstan, dass sein Vater nur mit dem anderen Graf Geschäfte machte, um sich nicht als Feinde gegenüber zu stehen.

    Marena schien das ähnlich zu sehen, denn ihre freundliche Miene wurde eine Spur kälter. „Und Ihr seid in unserem Haus jederzeit gern gesehen, Graf Aler Imares. Ich hoffe, dass wir Euch einen angenehmen Aufenthalt bescheren können und selbstverständlich sehe ich der Ankunft Eurer Familie mit Freuden entgegen.“

    Augenblick ...

    Ein ungutes Gefühl beschlich Rüstan, als der Name des bisher Unbekannten fiel.

    Jetzt begriff er, warum Delgars ihn bereits auf der Fahrt vor der geplanten Hochzeit gewarnt hatte. Offenbar war es genau das Gespräch, welches Lokart erwähnt hatte und die Familie Imares reiste mit Sicherheit nicht wegen der schönen Landschaft Catrellaks an.

    Er suchte den Blick seines Bruders, dessen Mundwinkel sich kaum merklich hoben.

    Delgars musste gewusst haben, dass der andere Graf bereits im Penta-Anwesen verweilte, aber auch seiner Mutter konnte der Besucher nicht entgangen sein.

    Mühsam rang Rüstan um seine Fassung und verzichtete darauf, seiner Familie vernichtende Blicke zuzuwerfen.

    „Darf ich die Gelegenheit nutzen, nachdem Ihr bereits meinen ältesten Sohn kennen gelernt habt, Euch bereits jetzt meinen Jüngsten vorzustellen“, ergriff Ellark das Wort und deutete mit einer knappen, steifen Kopfbewegung auf Rüstan. „Meister Rüstan.“

    Graf Aler wandte sich an ihn, woraufhin er kurz den Kopf zur Begrüßung neigte. „Eurer Vater berichtete mir bereits, dass Ihr Magier seid“, erklärte der Fremde. „Welches Gebiet?“

    Verdattert warf er einen Blick auf Lokart, der kaum merklich mit den Schultern zuckte. „Heilkunst“, erklärte Rüstan. „Ich bin auf der dritten Station beschäftigt. Die Heiler und Helfer dort haben sich auf die Sterbehilfe spezialisiert.“

    Die Augen des Grafen wurden groß. „Beeindruckend“, bemerkte er. „Ich bewundere Heiler für ihre vielseitigen Fähigkeiten. Auch wenn mir nicht klar ist, wie Heilkunst und Sterbehilfe zusammengehen. Davon müsst Ihr mir berichten.“

    „Sobald sich eine Gelegenheit bietet, werde ich das gerne tun.“ Rüstan bemühte sich darum, wenigstens einen Hauch Interesse in seine Stimmlage zu pressen.

    Aler wandte sich an Ellark „Ich bin mir sicher, dass meine Tochter sich der Vorzüge bewusst werden wird.“

    Er verfluchte im Geiste seine Familie, die ihn offen in diese Situation haben reinrennen lassen, und anschließend schlitzte er seinen Vater mit seinem Blick auf. Er war es, der solche Geschäfte einfädelte.

    Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, ein Kloß bildete sich in seiner Kehle. Wenn er etwas Falsches sagte, konnte das nur schlecht für ihn ausgehen. „Ich bin mir sicher, dass Eure Tochter gewissenhaft über solcherlei Vorzüge nachdenkt, bevor sie einen Gemahl erwählt.“

    Delgars hüstelte, Lokart zog den Kopf ein und während Ellarks Gesichtszüge einfroren, zog Graf Aler lediglich eine Augenbraue hoch.

    „Wenn sie in der Position stünde, selbst eine Entscheidung zu treffen, würde sie das gewiss tun“, bemerkte dieser. „Und ich behalte mir vor, ebenfalls gründlich nachzudenken. Guten Tag.“ Er nickte jedem kurz zu, bevor er dicht an Rüstan vorbeimarschierte.

    Lokart folgte dem Mann schnell und redete auf ihn ein.

    Niemand rührte sich, bis der Verwalter Lord Imares außer Hörweite gebracht hatte.

    Rüstan spürte den mörderischen Gesichtsausdruck seines Vaters auf sich ruhen, doch bevor er sich in irgendeiner Weise erklären konnte, preschte Ellark vor.

    „Hast du den Verstand verloren!“, fauchte er. Seine Stimme erhob sich nicht einmal sonderlich, allein der Unterton brachte es zustande, dass selbst Delgars einen halben Schritt zurückwich. „Ist dir eigentlich klar, was ich bewirken musste, damit Lord Imares überhaupt in Erwägung zieht, seine Tochter in deine Obhut zu geben?“

    „Ihr hättet vorher auch einfach mit mir reden können, Vater.“ Rüstan gab sich Mühe, die Worte ohne einen Klang des Vorwurfs über die Lippen zu bringen.

    „Damit du diese Verlobung wieder auflösen kannst, bevor sie überhaupt zustande gekommen ist?“, konterte Ellark. „Offensichtlich legst du es darauf an, mein Vermächtnis irgendwann durch eine feindliche Übernahme zu verlieren!“

    Rüstans Worte kamen schneller aus ihm heraus, als er darüber nachdenken konnte. „Es wäre nur gerecht, wo Ihr doch so viele Familien auf eben diese Weise ruiniert habt!“

    Der Schlag mit dem Handrücken kam so plötzlich, dass Rüstan nicht reagieren konnte. Ein scharfer, schneidender Schmerz jagte über seine Wange und betäubte die Lippe. Er taumelte vor Überraschung und Schreck zurück. Während ein metallener Geschmack sich auf seiner Zunge ausbreitete, richtete er sich langsam wieder auf und kehrte zu seinem Platz zurück.

    Unsicher betrachtete er seinen Vater, der sich nicht gerührt zu haben schien. Auch auf seinen Zügen gab es keinen Hinweis auf eine innere Unruhe.

    „Bevor du erneut etwas sagst, solltest du sorgfältig über deine Worte nachdenken oder lieber schweigen“, sagte Ellark, wobei seine Stimmlage eine Spur kühler geworden war.

    Rüstan hielt den Mund, aber er schaffte es, dem Blick seines Vaters standzuhalten. Der blieb unberührt davon.

    „Ich habe Graf Aler in sein Quartier gebracht. Er war ziemlich aufgebracht, aber ich denke, ich konnte ihn ein wenig besänftigen“, erklärte Lokarts Stimme plötzlich. Er musste währenddessen zurückgekehrt sein. Als er sich links neben dem Hausherren stellte, betrachtete er Rüstan und blinzelte. Dann zog er aus seinem Ärmel ein besticktes Taschentuch und reichte es ihm.

    Zwar nahm Rüstan es dankbar entgegen, tupfte sich aber nicht das Blut von der Lippe. Den Gefallen wollte er seinem Vater nicht tun.

    „Du hast vierzehn Tage Zeit zum Nachdenken“, ergriff der Hausherr das Wort. „Dann möchte ich dich pünktlich zur Abendstunde zum Essen hier sehen. Bis dahin tritts du mir besser nicht noch einmal unter die Augen.“ Ellark sah Rüstan ein letztes Mal eindringlich an, bevor er sich auf dem Absatz umdrehte und die Stufen emporstieg. „Lokart! Delgars!“, rief er im Hochgehen.

    Während der Verwalter kurz den Kopf zum Abschied neigte, eilte der Hauptmann dem Hausherren ohne jede Reaktion hinterher.

    Als die drei Männer außer Sichtweite waren, spürte Rüstan, wie jemand seine Hand ergriff. Er sah seine Mutter von der Seite an. Ein flehender Ausdruck lag auf ihrem Gesicht, doch bevor sie etwas sagen konnte, löste er sich aus ihrem Griff und wischte sich das Blut von der Lippe. Er ärgerte sich darüber, dass er noch immer nicht gelernt hatte, wann es besser war, den Mund zu halten und die Gedanken für sich zu behalten.

    „Ich hoffte, dass ich vorher in Ruhe mit dir darüber hätte sprechen können“, meinte Marena leise und stellte sich unmittelbar vor ihn. Sanft strich sie mit ihren Händen über seine Oberarme. „Kannst du dieser Verlobung wenigstens offen gegenübertreten. Es gibt für dich bald keine Möglichkeiten mehr.“

    „Wenn er meine Bitte damals erfüllt hätte, wäre ich schon verheiratet und man müsste sich über dieses Problem keine Sorgen mehr machen.“ Selbst in seinen eigenen Ohren hörte sich seine Stimme brüchig an.

    Seine Mutter seufzte und senkte die Arme. „Eine Hochzeit geschieht in unseren Kreisen nicht aus Liebe.“

    Das wusste er, aber verstehen konnte er es nicht. Warum sollte man mit jemanden eine Ehe schließen, den man weder kannte noch liebte? Er ließ die Frage unausgesprochen, denn er gab sich die Antwort darauf selbst. Eine Heirat hatte immer einen Zweck zu erfüllen und dem musste er sich fügen, auch wenn er bereits alt genug war, um sich selber eine Gattin auszuwählen. Aber wer sollte mit ihm glücklich werden? Möglicherweise war es besser, dass Trisa nun mit Delgars verheiratet war. Doch Rüstan gab sich der stillen Hoffnung hin, dass sie nur aus Pflichtbewusstsein eine Tochter mit seinem Bruder gezeugt hatte.

    Rüstan gab seiner Mutter einen schnellen Kuss auf die Stirn. „Ich werde da sein“, meinte er. „Ich hoffe, ihr wisst, was ihr dem Mädchen damit antut.“

    Marena sah verwirrt zu ihm auf. „Was meinst du?“

    Er rang mit sich, konnte jedoch nicht über seinen Schatten springen und seiner Mutter erzählen, was ihn in letzter Zeit beschäftigte. Die im Gedanken mühsam vorbereiteten Worte blieben in seinem Hals stecken und so konnte er sie nur ansehen, darauf hoffend, dass sie es bei dieser Aussage beließ.

    „Rüstan?“

    Da war er wieder – dieser suchende Blick in den Augen seiner Mutter.

    „Ich werde besser gehen, bevor Vater zurückkommt“, meinte er ausweichend und schloss Marena in eine kurze Umarmung. Dann wandte er sich ab und verließ sein Elternhaus mit schnellen Schritten.

    Bevor er in die Kutsche einstieg, gab er dem Kutscher die Anweisung, zurück ins Magierviertel zu fahren.

    Er atmete er tief durch und versuchte, Ordnung in sein gedankliches Chaos zu bringen. Unbeholfen knetete er das Taschentuch von Lokart, das er noch immer in der Hand hielt.

    Was hatte er sich überhaupt von dem Besuch bei seiner Familie versprochen? Seine Mutter würde ihm nicht helfen können, auch wenn sie sich die größte Mühe gab, und seinem Vater interessierte es nicht, wie es ihm ging. Delgars war ebenfalls nur um das eigene Wohl bedacht.

    Rüstan lehnte sich vor und fuhr sich mit beiden Händen durch die Haare. Wenn er nur wüsste, wie er mit seinen Gedanken und Problemen umgehen konnte.

    Schlagartig blitzte das Gesicht der Kriegerin vor seinem inneren Auge auf. Er kannte nicht einmal ihren Namen, aber er hatte sie sofort wiedererkannt.

    Hey Rainbow :)


    Deine Überarbeitung liest sich gut, finde ich. Leider habe ich nicht mehr ganz auf dem Schirm, wie das bei der vorigen Version war, aber es wirkt jetzt sehr intensiv und greifbar.


    Nun bin ich aber gespannt, wie die Überarbeitung des anderen Abschnitts aussehen wird :)


    LG

    Hey Voluptuous Mayday (wollte gerade Skadi schreiben) :)


    Ich habe wiedermal nichts auszusetzen an dem Part. Der Anfang hat sich schön lesen lassen, wie Moira so über das Gebäude und die Vergangenheit nachdenkt.


    Und bei dem netten Personal hat man doch direkt Lust, dort ein Zimmer zu buchen ... nicht xD


    Mal sehen, vielleicht meldet sich ja jemand auf Moiras Eintrag :)

    Hey Alcarinque


    Ich habe die Serie erst "zuende" geschaut und mir dann die Bücher gekauft.


    Aber nicht die Exemplare zur Serie, sondern quasi die Vorgeschichte. Es gab die drei Bände in einem Buch, für einen guten Preis. Die Rezis waren gemischt. Von grottenschlecht bis grandios war irgendwie alles dabei - deswegen habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen.


    Ich sehe auf jeden Fall die Schwächen in dem Buch und der Story insgesamt. Aber das werde ich thematisieren, wenn ich mit dem Schinken durch bin - bin bei etwas mehr als der Hälfte angekommen :)

    (Ich weiß aber zum jetzigen Zeitpunkt, dass ich die Fortsetzung wohl eher nicht kaufen würde)

    Ich habe vor kurzem die Serie "The Shannara Cronicles" begonnen, weil Amazon Prime mir das förmlich ins Gesicht gedrückt hat xD


    Naja. Klang ganz nett, also hab ich mal reingeschaut und mittlerweile dümpeln ich irgendwo in der Mitte der zweiten Staffel herum. Mehr gibt es auch nicht, denn die Serie ist bereits 2017 abgesetzt worden. Ich stelle mich also auf ein ziemlich unbefriedigendes "Ende" ein.


    Ich kann ein wenig verstehen, warum die Serie so schlechte Einschaltquoten hat ...


    Hey Dinteyra :)


    Ich bin zwar keine Medizinerin, aber Krimi-Liebhaberin :D Ob mir das Wissen daraus weiterhilft, wird man sehen.


    Jedenfalls habe ich gehört/gelesen, dass das menschliche Gewebe bis zu 12 Jahren braucht, um vollständig zu zersetzen. Die Knochen bis zu 30 Jahre, wobei dann immer noch ein Schädel (mit Zähne) vorhanden sein könnte. Jedoch hängt das davon ab, wie viel Sauerstoff vorhanden ist. Die obigen Werte, so aus meiner Erinnerung, sollen für bereits bestattete Menschen gelten. In einem (leerstehenden) Haus könnte das vielleicht etwas schneller gehen? Wobei man dann auch ein Problem mit Parasiten wie Ratten, Maden o.ä haben könnte.


    Keine Ahnung, ob ich dir damit jetzt helfen konnte :ugly:


    LG

    Guten Morgen Rainbow :)


    Ich stelle mich mal ein bisschen auf deine Seite :) Denn ich finde nicht, dass die Bücher unbedingt für sich allein stehen MÜSSEN. Können sie natürlich, ist vielleicht auch gut. Keine Ahnung. Aber ist es nicht irgendwie der Sinn eines Fortsetzungsromans? Das sie alle aufeinander aufbauen? :hmm: Daher stört mich das gar nicht. Im Gegenteil :)


    Den Rest mal im Spoiler



    LG :)

    Hey Etiam :)


    Mir gefällt der Part ganz gut :)


    Das sie sich von der Ablehnung des Jarls nicht unterkriegen lassen, habe ich mir gedacht. Und geheime Gänge sind eh viel cooler als das langweilige Haupttor :evilgrin: Da passiert mehr!


    Das Durin und seine Begleiter nicht auffallen, wundert mich auch. Villeicht kann man es so hinbasteln, dass sie einfach zu spät bemerkt werden? Weißt du? Einer will noch was sagen in ein anderer fährt demjenigen dann mit einem "sei still!" über den Mund, weil dieser Durin gesehen hat ... aus dem Augenwinkel oder so. Das wäre so meine Idee, wenn du willst, dass Durin das Gespräch mitanhört.


    Ansonsten das, was die anderen schon gesagt haben :)


    LG :)

    Hey :)


    Deine Beweggründe verstehe ich natürlich. Schätze, dass es einigen Usern hier im Forum genauso geht, die keine oder nur vereinzelte und sporadische Leser haben. Man fragt sich dann unweigerlich, für wen man diesen Aufwand betreibt, wenn es scheinbar niemanden interessiert.


    Aber lass dir sagen: MICH interessiert deine Freakshow, auch wenn meine Kommentare hier immer weniger werden. Das liegt zum Teil an akutem Zeitmangel, Lustlosigkeit und daran, dass ich manchmal auch einfach nichts zu sagen haben außer "Ist toll geworden, weiter geht's!". Durch meine Likes lass ich die Autoren aber immer wissen, dass ich noch da bin (Ich weiß, dass es nicht das ist, was du ... und viele andere sich gerne wünschen)


    Ich persönlich würde es aber schade finden, wenn du das an der Stelle einfach abbrichst. Und wenn du dich dazu entscheidest, weiter zu posten, bin ich als Leserin wieder am Start :sekt:


    LG :)

    Hey Rainbow :)


    Ich schließe mich erstmal den Kommentaren meiner Vorredner an. Da war schon einiges bei, was ich auch so sehe :) Die Infos sind reichlich viel und konzentriert, da könnte man überlegen, ob man das nicht unauffälliger hinbasteln könnte. Hat mich persönlich aber nicht großartig gestört.


    Insgesamt gefällt es mir, wie der Band langsam und schleichend zum Ende kommt. Das lässt einen noch einmal durchatmen und die vergangenen Kapitel verarbeiten. Schön finde ich auch, dass unsere Rettungstruppe offenbar nun Freunde sind :)


    So. Dann wohl auf zum nächsten und letzten Part.


    LG :)

    Hey ihr Lieben :)


    Zunächst die Antwortbox, diesmal gehe ich wieder etwas näher auf eure Kommentare ein. Teilweise reiße ich sie nur an, weil Spoilergefahr :)


    Danke euch für´s Lesen, Liken und Kommentieren!




    So. Ich bin schon echt gespannt auf eure Meinungen zu den folgenden Parts. *zittert ein bisschen vor Angst *


    Kapitel 4 - Rüstan (2/3)



    Wenige Augenblicke später öffnete sich der Verschlag. Rüstan ließ seinem Bruder den Vortritt und stieg anschließend aus.

    Nur noch wenige Blumen erblühten in den sorgfältig angelegten und gepflegten Rabatten, die entlang des Weges führten.

    „Hauptmann Delgars, Meister Rüstan“, begrüßte sie ein Bediensteter der Familie, der schon so lange im Penta-Anwesen beschäftigt war, wie Rüstan denken konnte. Mit einem lockeren Gang, den man einem Mann in seinem Alter nicht zutraute, kam Lokart die Treppe zum Haupteingang herunter. Er richtete seinen grauen, knielangen Mantel, auf dem das goldene Siegel des Hauses Penta in Form einer Brosche auf Höhe der Brust steckte. Das krause Haar wehte leicht im Wind und der melierte Bart war glatt gekämmt.

    Als Verwalter hatte Lokart immer ein wachsames Auge auf das sämtliche Geschehen, kümmerte sich um die kleinen Angelegenheiten und wickelte im Namen des Hausherren die Geschäfte ab, sobald dieser nicht zugegen war.

    „Wir haben nicht mit Eurem Kommen gerechnet“, meinte Lokart an die Brüder gewandt, wobei sein Blick verriet, dass er nicht wusste, wessen Anblick ihn mehr überraschte.

    Rüstan konnte es ihm nicht verdenken. Seit er seine Wohnung im Magierviertel bezogen hatte, war er länger nicht mehr in das efeuüberwucherte Anwesen seiner Eltern zurückgekehrt. Auch wenn er sich gerne an die Momente zurückerinnerte, die er mit den Angestellten und seiner Mutter verbracht hatte, vergaß er niemals die Nichtachtung durch seinen Erzeuger.

    „Ist Vater hier?“, fragte Delgars an Lokart gewandt, der sogleich nickte.

    „Er ist in seinem Arbeitszimmer und Eure Mutter in der Backstube“, antwortete der Verwalter. „Momentan spricht er. Wollt Ihr derweil im Herrenzimmer warten?.“

    Delgars schob sich ohne ein weiteres Wort an Lokart vorbei und schritt die Stufen hinauf.

    Auf der massiven Holztür prangte ebenfalls das Zeichen des Raben. Die Fassade aus Steinen war wegen des Efeus kaum mehr erkennbar, nur die Fenster waren freigeschnitten. Selbst an den Säulen, die das Vordach vom Eingang trugen, schlängelten sich grüne Ranken entlang.

    Rüstan machte sich an den Aufstieg der Treppe und Lokart ging neben ihm her.

    „Geht es Euch gut, Meister?“, fragte der Verwalter und warf ihm einen besorgten Blick zu. „Ihr seht müde aus.“

    „Es ist alles in Ordnung“, beteuerte er schlicht.

    Lokart schien nicht zufriedengestellt, denn er sah ihn erneut an, doch er beließ es dabei. „Euer Vater plant wieder eine Verlobung für Euch“, sagte er stattdessen.

    „Davon hörte ich bereits“, eröffnete Rüstan und sah Delgars hinterher, der in diesem Moment durch die geöffnete Eingangstür trat.

    „Hat er Euch auch gesagt, dass Lady Trisa ebenfalls zu dem Essen eingeladen ist?“

    Rüstan blieb stehen und schaute nun seinerseits zu Lokart auf, der bereits eine Stufe weiter hochgestiegen war. Ein Gefühl, das er in die hinterste Ecke seines Bewusstseins verbannt hatte, drängte sich in den Vordergrund. Ein Stich durchfuhr ihn und einmal mehr wurde ihm bewusst, dass nichts in Ordnung war – nicht so, wie er es sich einredete. „Nein“, murmelte er. „Das hat er nicht erwähnt, aber das spielt auch keine Rolle. Nicht mehr.“

    Lokarts Miene wurde mitleidig. Er klopfte Rüstan sacht auf die Schulter und machte eine Kopfbewegung zum Eingang. „Kommt erst einmal mit rein“, schlug er vor. „Eure Mutter wird sich freuen, Euch zu sehen.“

    Als Rüstan den Eingangsbereich des Anwesens betrat, war von Delgars keine Spur mehr zu sehen. Gedanklich zuckte er mit den Schultern und verabschiedete sich von Lokart, der die Treppe ins Obergeschoss hinaufstieg. Vermutlich wollte er nach dem Hausherren sehen wollen, aber Rüstan verspürte nicht den Drang, seinem Vater unter die Augen zu treten. Er würde früh genug die Möglichkeit bekommen, mit diesem zu sprechen – auch wenn das ein eher einseitiges Gespräch werden dürfte.

    Er ging an dem niedrigen Tisch im geräumigen Eingangsbereich vorbei und stieg die Treppe ins Kellergewölbe hinab, in dem sich seit jeher der Koch- und Backbereich des Anwesens befand. Schon bevor er die unteren Stufen erreichte drang ihm der Duft von frischem Gebäck in die Nase. Stimmengewirr erreichte sein Gehör. Er musste den Kopf einziehen, als er unter dem gemauerten Bogen hindurchging und als er um die Ecker linste, konnte er zwei Frauen sehen, die Holzschalen reinigten.

    „Rüstan!“, kam es aus einem anderen Winkel der Stube und sofort wandten sich alle Gesichter ihm zu.

    Ehe er wusste, wie ihm geschah, wurde er fest umarmt. Ein vertrauter, süßlicher Geruch stieg auf. Er löste sich sacht aus der Umklammerung und ergriff die warmen Hände der älteren Frau. „Schön dich zusehen, Mutter“, murmelte er und brachte ein sachtes Lächeln zustande.

    Lady Marena Penta grinste breit, wobei sich einige Fältchen um ihren Augen und den Mund herum bildeten. Ihre hellbraunen Haare hatte sie sorgsam im Nacken zusammengeknotet. Über ihrem smaragdfarbenen Kleid trug sie eine mehlbestäubte Schürze.

    „Oh nein!“, rief sie und ließ seine Hände los. Dann klopfte sie auf seiner Brust herum.

    Irritiert sah er herab und bemerkte das Mehl auf seiner schwarzen Robe.

    „Das war keine Absicht“, meinte sie und strich ein letztes Mal über den Stoff seiner Kleidung, bevor sie ihre Schürze ablegte und an eine der anderen Frauen weiterreichte. „Komm“, forderte sie ihn auf und hakte sich bei ihm unter. Gemeinsam stiegen sie die Treppe wieder hinauf. „Ich freue mich, dass du mir hier mal einen Besuch abstattest. Aber wirst du nicht in der Akademie gebraucht?“

    „Heute nicht“, sagte er knapp, woraufhin seine Mutter besorgt zu ihm aufschaute. Ihr Blick haftete an ihm, als würde sie in seinem Gesicht etwas suchen.

    „Stimmt etwas nicht?“, wollte er von ihr wissen.

    Sie schüttelte den Kopf und blieb im Eingangsbereich stehen. „Du siehst nur sehr müde aus.“

    Wie oft er das in der letzten Zeit gehört hatte. „Albträume“, antwortete er und sah ihr fest in die Augen. Er wollte nicht, dass sie sich unnötig sorgte. Doch seine Mutter war in seinem Leben nahezu die einzige Person, die ihn verstand und zuhörte, auch wenn sie nur einen Bruchteil von dem mitbekam, was ihn beschäftigte.

    Sie nickte langsam und hielt seinem Blick stand. Es war ihr anzusehen, dass sie mit seiner Antwort nicht zufrieden war.

    Wärme berührte seine Wange, als sie ihre Hand darauf legte. „Rüstan ...“, flüsterte sie, brach aber ab, als Stimmen hinter ihnen lauter wurden.

    Sofort straffte seine Mutter sich und drehte sich zu der Treppe herum, die hinauf ins Obergeschoss führte.