Beiträge von Thorsten

    Schon bald sehen wir überall auf den aus dem Wasser ragenden Felsen und auch auf den Klippen am Ufer seltsame kleine Wesen sitzen. Sie ähneln Seepferdchen, haben einen gebogenen S-förmigen Körper mit grünlicher Lederhaut und ein dünnes, sehr weit nach vorn ragendes Mäulchen. Ihre langen Schwänze ringeln sie um den jeweiligen Felsen, auf dem sie sitzen oder von dem sie herunterhängen, während sie von an den Steinen klebenden Muscheln naschen.

    Das finde ich ein sehr schoenes Detail! Gerne ab und an mehr davon in der Geschichte!

    ob sie wirklich so ungefährlich sind, wie sie aussehen oder wir sie vorsichtshalber töten sollten

    Penthesilea geht ja zur Sache... Ja, so richtig nett ist sie nicht.:diablo:


    Insgesamt finde ich den Abschnitt schoen geschildert - das ist eine recht plausible Landungsoperation die da gemacht wird, das wirkt professionell und Penthesilea kommt als kompetente Anfuehrerin rueber.

    Außerdem habe ich mich gefragt, ob du die Route vorher bekannt gegeben hast.

    Das schliess' ich mich an - ich war jetzt etwas ueberrascht dass sie noch einen Weg ueber Land haben, ich dachte sie fahren auf See ins Zielgebiet und springen dann ins Wasser. Oder so.

    Waehrend wir in den Vorbereitungen zum Dreh von Folge 7 stecken ist es auch schon wieder Zeit weiter zu denken. :) Teil 8 soll im Sommer abgedreht werden und spielt wieder zu Beltaine - nur dass Rordan dieses Jahr nicht der Beltainekoenig ist. Es wird also ein Beziehungsdrama sein das wir hier verfilmen wollen, und dazu kommt dass wir die Gelegenheit nutzen wollen nochmal zu zeigen wie es eigentlich ist, eine Hexe zu sein.


    Wie ueblich soll der Text primaer als Grundlage fuer ein Drehbuch dienen - an Kritik sind uns also logische Fehler und unplausibles Verhalten von Charakteren wichtiger als Rechtschreibfehler (die man im Film meistens eh nicht sieht...:D)


    Ansonsten viel Spass mit der neuen Folge!







    Clíodhna blinzelte verschlafen als ein plötzlicher Schwall Kälte unter ihre Decke kroch - genau da wo es eben noch neben ihr wohlig warm gewesen war.

    Die Tür der Hexenhütte schlug zu, und das Geräusch weckte sie endgültig auf. Sie fuhr sich mit den Händen über das Gesicht und richtete sich halb auf. Dämmriges Licht sickerte durch die Fenster, die gegen die Kälte verhängt waren. Rórdán war schon wach und aufgestanden...

    Mit einem Seufzer schlug sie die Decke zur Seite und schlüpfte in ihre von der Kälte klammen Sachen und versuchte, die Gänsehaut zu ignorieren. Selbst das Frühjahr war kalt in diesem Tal! Auch wenn die Tage schon warm werden konnte, die Nächte brachten immer noch Frost.

    Wenigstens war noch ein Rest Glut in der Feuerstelle. Vorsichtig fegte sie kalte Asche zur Seite, legte dünnes Reisig auf und erweckte dann ein kleines Flämmchen zum Leben, fütterte das Feuer mit Rinde und kleinen Scheiten bis sich die Wärme auf ihrem Gesicht ausbreitete. Dann hängte sie den Kessel mit Wasser über das Feuer um den Morgentee zu bereiten.

    Wieder öffnete sich die Tür, und ein erneuter Schwall Kälte drang in die Hütte. Rórdán stolperte herein, einen Stapel Brennholz unter dem einen Arm, in der anderen Hand eine Räucherwurst und ein Tongefäß. Mit einem unterdrückten Fluch ließ der das Brennholz fallen, schloß die Tür hinter sich und legte die Vorräte auf den kleinen Tisch.

    "Ich hab' die Kaninchen schon versorgt", stellte er fest. "Und es waren schon wieder Gaben für die Hexe auf der Schwelle", setzte er mit etwas Verwunderung in der Stimme hinzu.

    Clíodhna lächelte ihn versonnen an. Seit Imbolc lebten sie mehr oder weniger offen zusammen, und Rórdán verbrachte auch die meisten Nächte bei ihr in der Hexenhütte. Zuvor hatte er noch gehofft, ihre Beziehung vor dem Dorf verbergen zu können, aber Clíodhna hätte ihm schon von Anfang an sagen können daß der Versuch aussichtslos war. Jetzt... jetzt mußten sie sich beide an ein Leben zu zweit gewöhnen. Clíodhna war seit Jahren gewohnt für sich selbst zu sorgen, ihr Brennholz zu sammeln und sich um die Kaninchen zu kümmern - und jetzt aufzuwachen um festzustellen daß der Mann in ihrem Leben die Arbeit schon getan hatte war manchmal irritierend. Aber manchmal eben auch angenehm... Und dann waren da eben auch die Nächte zusammen...

    "Ich glaube, in dem Gefäß ist Honig", meinte er, während er das Brennholz wieder aufsammelte und neben der Feuerstelle aufstapelte.

    Sie sah ihn von der Seite an während sie den Tee aufgoß. "Warum bist du überrascht, daß die Menschen Gaben für die Hexe bringen? Man sollte meinen daß du das selbst auch schon das eine oder andere Mal zu Fionnulas Zeit getan hast?"

    Er kratzte sich über sein Kinn. "Ich bin nicht überrascht daß es passiert - nur darüber wie viel die Leute bringen."

    Clíodhna lachte. "So ist es schon immer gewesen. Die Hexe kümmert sich um das Dorf wenn es nötig ist, die Menschen kümmern sich darum, daß die Hexe alles hat was sie braucht, so daß sie Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben hat. Und die Hexe kümmert sich um das Land - und das Land versorgt sie mit allem was sie braucht. Selbst wenn ihr Gebiet ein so karges und frostiges Tal im hohen Norden ist wie Gleann an Phéine."

    "Warum bist du überhaupt hier hergekommen, wenn du die Kälte so wenig leiden kannst?", fragte Rórdán während sie für beide Tee eingoß. "Kanntest du Fionnula irgendwie von früher? Und woher wußtest du, daß sie krank ist?" Sie nippte an ihrer Tasse während sie versonnen ins Leere blickte und sich erinnerte.

    "Wenn eine Hexe ihre Lehrzeit bei einer anderen Hexe beendet hat, dann geht sie auf Wanderschaft", erklärte sie schließlich. "Sie versucht dann, Dinge zu lernen die man einem anderen nicht einfach beibringen kann, Dinge die man selbst herausfinden muß. Sie muß ihre eigenen Erfahrungen machen. Aber irgendwann... Irgendwann spürt sie einen Ruf."

    Sie blickte auf, suchte nach den richtigen Worten. "Es ist... wie ein wortloses Wissen, ein Wissen gebraucht zu werden. Und ein Gespür dafür wo. Das ist das Zeichen, daß die Wanderschaft einer Hexe vorbei ist. Und wenn sie dem Ruf folgt, dann kommt sie früher oder später an einen Ort, wo eine alte Hexe im Sterben liegt. Dann haben die beiden vielleicht noch ein paar Tage Zeit, um über die wichtigsten Dinge zu reden. Und dann erbt die junge Hexe die Verantwortung über das Gebiet der alten - und die Bewohner des Landes merken, daß sie nicht alleine sind, daß eine neue Hexe bei ihnen wohnt."

    Rórdán runzelte die Stirn. "Aber wie... ", begann er. "Es ist Magie!'", unterbrach ihn Clíodhna mit einem Lächeln. "Ich wußte es einfach. Auch als ich die Berge vor mir gesehen habe, als ich über verschneite Pässe gewandert bin und mich gefragt habe ob ich noch vor dem großen Schneefall durchkommen würde - ich habe keinen Moment dran gezweifelt daß ich an den richtigen Ort unterwegs bin. Und Fionnula habe ich das erste Mal in meinem Leben gesehen als ich damals durch diese Türe gekommen bin." Sie lachte. "Und ich kann dir sagen - sie war nicht glücklich daß eine so junge Hexe gekommen ist." Einen Moment schwieg sie, in Erinnerungen versunken. "Aber so ist das bei Hexen - nicht wir wählen das Land in dem wir sind, sondern das Land ruft uns wenn wir gebraucht werden."

    Inferno von Dante Alighieri


    Nach der Geschichte der Hoelle dachte ich mir, schau ich mal rein, nachdem das offenbar die Hoellenschilderung der Weltliteratur ist. So gut Italienisch kann ich leider nicht, aber ich lese eine englische Uebersetzung online.


    Schwer in die Stimmung reinzukommen, gereimte Texte sind fuer mich eher schwierig, aber es lohnt sich mal gelesen zu haben.

    Rann brauchte einige Minuten, ehe er wußte, was ihn irritierte.


    ich stelle mir Kaempfe eigentlich immer als schnelle, unuebersichtliche Situationen vor - mir faellt es schwer hier ein Bild in den Kopf zu bekommen wie er 'einige Minuten' daliegt und das Spektakel anschaut.


    Wie viele Angreifer sind denn da? Eine Hundertschaft? Wir lesen, wie sie links und rechts niedergemacht werden, fast im Sekundentakt - da muessen ja dann einige angekommen sein dass nach Minuten noch so viele da sind?


    Also, irgendwie sehe ich die Szene hier leider nicht so richtig vor mir die Du im Kopf hast. Soll das sowas wir Aragorn sein der sich durch Horden von Orks schlaegt als Boromir erschossen wird (im Film)?


    ***


    Der letzte Abschnitt als Rann direkt bedroht wird ist sehr distanziert erzaehlt - wir erfahren was passiert, aber wenig darueber wie es Rann dabei geht. Das waere eigentlich eine Chance, richtig nah an den Charakter ranzugehen und seine Todesangst zu schildern, die Szene wirklich aus seinem Blickwinkel, wie er ploetzlich begreift dass er mit dem Leben abschliessen muss,...


    ***


    Sonst liest sich alles aber sehr gut und fluessig und gibt insgesamt schon eine intensive Stimmung her:)

    Helvetin Historia (Geschichte der Hoelle) von Kari Kuula


    Ein hoellisch gutes Buch vom Autor der Biographie des Teufels (kam glaube ich sogar vor der Biograpie) - teilweise ueberschneidet es sich vom Inhalt, aber wenig.


    Es geht um die Entwicklung der Vorstellung der Hoelle seit der Antike ueber die Geschichte des Christentums - wie schaut es da aus, wie kommt man da hin, wie lange muss man bleiben wenn man mal drin ist? Und was steht eigentlich in der Bibel dazu?


    Ueberraschend war fuer mich dass etwa im AT nichts dazu zu finden ist - da endet das Dasein mit dem Tod, danach kommt nichts - wenn Gott fuer Gerechtigkeit sorgt, dann im Dieseits. Die Hoelle ist eine Erfindung von... Jesus, der mit Abstand von allen Autoren des NT am meisten davon redet.


    Es geht dann auch um philosophische Fragen (Wie kann ein liebender Gott fuer eine begrenzte Verfehlung eines Menschen endlose Hoellenqualen als Strafe akzeptieren? Kann Gottes Schoepfung 'erfolgreich' genannt werden wenn am Ende nur ein kleiner Prozentsatz der Menschen in den Himmel kommt?) und um das grosse Schisma zwischen katholischer und evangelischer Kirche (Gibt es ein Fegefeuer aus dem die Seelen nach begrenzter Verweildauer entlassen werden?) - genauso wie um Darstellungen der Hoelle in Literatur und Kunst.


    Wieder mal sehr ein sehr lehrreiches Werk.

    Das ist ein schoener und sehr stimmungsvoll erzaehlter Abschnitt - wie die Situation da fuer Murissa abermals kippt - das finde ich toll eingefangen :thumbup:


    Und endlich erfahren wir auch ueber Turris was (auch wenn mir das alles immer noch komisch vorkommt - wuerde mich nicht wundern wenn er auch einfach so Geschichten erfindet...):D

    Juhannusyön uni (Ein Sommernachtstraum) von Arne Dahl


    Wieder einer aus der Reihe der Schwedenkrimis. Was ich Dahl zugute halten moechte - die sind echt auch sehr unterschiedlich vom Plot, man bekommt immer was neues.


    Aber hier geht's wieder massiv daneben.


    Erst mal braucht Dahl sonst 50 Seiten bis der eigentliche Fall aufgebaut wird - in diesem Fall eher 150 Seiten. Das Geschehen ist an sich mysterioes - die Polizei kann vier Mordverdaechtige fassen, aber in jedem Fall stellt sich heraus - die sind zwar mit Mordwaffe am Tatort gewesen - aber irgend jemand anders hatte den Mord schon vor ihnen begangen - und zwar mit einer ganz aehnlichen Waffe und Methode.


    Das macht natuerlich wahnsinnig neugierig - wie hat der Taeter das schaffen koennen? Woher wusste er teilweise noch bevor es den Leuten bewusst war, was sie jetzt vorhatten? Wie hat er das alles arrangiert?


    Agatha Christie ist eine Altmeisterin des Krimis - die hat bisher fuer jede noch so unmoegliche Situation eine Loesung gefunden.


    Dahl ist in der Beziehung leider ein Hochstapler - es wird nie aufgeloest. Sie finden den Taeter, und dann raesoniert die Ermittlerin noch darueber dass sie moeglicherweise nie erfahren werden wie er das alles arrangiert hat, es kommt noch zu einer Batman-vs-Joker Wahl zwischen der Tochter eines Ermittlers und einigen Unschuldigen (damit der Notwendigkeit Genuege getan ist dass auch der Ermittler selbst bedroht ist) - und aus.


    Tja...


    So wird daraus ein gutes Lehrstueck wie man seine Geschichte nicht aufbauen sollte - ein geheimnisvoller Plot braucht halt auch irgendwie einer Erklaerung dahinter, und Magie kommt in einem Krimi (auch in der Mittsommernacht) nicht so wahnsinnig gut.

    Es wird viel geplaudert, aber echte Gefahren sind weit weg.

    Ja, das passt aber ganz gut. Ich fand die Szene klasse wo Murissa sich alle moeglichen Gefahren ausgemalt hat und dann in einem friedlichen Wald aufgewacht ist.


    Der Teil mit Murissa ist halt grade heiter, er zieht seinen Witz daraus dass sie sich immer mehr in die Sch%%$£% quasselt, und da wuerde ein echter Kampf meiner Meinung nach eher stoeren.


    Bei Penthesilea koennte mal gekaempft werden:dwarf:

    Rainbow Bitte lass Dich nicht kirre machen :) Ich denke mit ein bisschen Abstand merkst Du, dass das nicht so dramatisch ist, das alles zu sortieren. So wahnsinnig viel im Argen liegt nicht, ich denke Du musst einfach ein paar Dinge fuer Dich erst mal sortiert bekommen dass die dann in der Geschichte auch klar erzaehlt werden koennen.


    Aber ehrlich - im grossen Ganzen ist das jetzt auch nicht entscheidend ob diese Szene stimmig wirkt oder nicht. Also nimm' Dir Zeit, aber bitte glaub' nicht dass da jetzt ganz schrecklich viel zu machen waere, das stimmt nicht.:tee:

    Wäre sicher plausibler, wenn Klymera sie "rettet"?

    Im Prinzip koennte das einer der nicht-magischen Begleiter tun der da die Frage hat. Die laufen sonst eh' nur mit und tun nix.


    Den neuen Abschnitt finde ich schoen - ich wuerde aber vorschlagen so eine Szene wie den Daemonenberg von laengerer Hand vorzubereiten - Murissa kann frueh in der Geschichte ja schon mal Info-Fetzen davon gehoert haben, oder mal in der Karawane jemanden darueber reden - Dein Aufbau ist ein bisschen dass Du es einfuehrst, und dann sind wir aber auch gleich da - das wirkt ein bisschen bemueht, aka 'jetzt gebe ich euch Lesern mal noch ein bisschen Info, weil wir die gleich brauchen'


    Ist jetzt keine Katastrophe, aber wie gesagt ich denke das koennte man eleganter loesen :)

    Hm... Ich wuerde sagen, jetzt in diesem Abschnitt kommen die Engel naiv und planlos rueber:( Irgendwie haben sie als Richtschnur die Prophezeihung und die Anweisung von oben - aber ich kann bei dem Plan den sie hatten nicht erkennen wie das was damit zu tun hat - irgendwie hatten sie einen anderen Plan verfolgt und aendern den grade.


    In diesem Abschnitt wirkt die ganze Versammlung wie ein aufgescheuchter Huehnerhaufen wo die eine Sphaere nicht weiss was die andere tut, jeder irgendwie seinen eigenen Plan verfolgt und sie jetzt erst mal nachdenken was so eigentlich ihre Aufgabe ist.


    Du wirst es schon befuerchtet haben, aber die Richtung in die das geht will mir nicht so ganz schmecken - der Eindruck den ich vorher hatte, dass die Engel mit alldem einen Plan von langer Hand verfolgen - hatte mir besser gefallen.


    Jetzt sind irgendwie alle planlos...:( Ausser Dagon eben :chaos:


    Politische Entscheidungsträger, Regierungschefs, das Militär, - alle wichtigen Schaltstellen müssen weltweit so schnell wie möglich über die Bedrohung in Kenntnis gesetzt werden

    Engel steht bei Trump in Oval Office und setzt ihn ueber die Bedrohung in Kenntnis, Trump verlangt den Oberbefehl ueber das himmlische Heer nachdem er doch der von Gott auserwaehlte ist...


    Auch die Ueberzeugung von Narendra Modi oder Xi Jinping koennte (mangels religioesem Bezug) auf gewisse Schwierigkeiten stossen.?(


    Engel kommt von der Mission zurueck, Michael fragt: 'Und, wie steht es um die Koalition der Menschen?' - 'Naja, immerhin den Vatikanstaat und seine Schweizergarde habe ich bekommen...'

    Tja, was mach ich jetzt? Die einen finden es okay, die anderen nicht :hmm: DILEMMA!

    Nochmal vorsichtig die Kommentare lesen.:)


    Ich denke Kirisha hat es ganz gut formuliert - Elias geht da hin um ein Ziel zu erreichen. Dem hilft er mit seinem Wutausbruch nicht grade.


    Das Problem an der Szene ist nicht dass Elias unglaubwuerdig waere (das meinte ich mit - das ist so wie wir ihn halt schon kennen), sondern es ist halt eine Schluesselszene in der wir wieder einen Aspekt von ihm kennenlernen - wie sehr kann er sich in einer kritischen Situation zusammenreissen?


    Die Antwort ist jetzt nicht sehr schmeichelhaft fuer ihn - er kann's halt nicht. Die Frage die gestellt war ist genau auf den Punkt gebracht - wie geht es weiter? Und Deiner Antwort auf Kirisha folgend passt das dann schon.


    obwohl es nach außen naiv und unüberlegt wirkt, ist es aus deren Sicht wahrscheinlich dennoch nachvollziehbar

    Ich weiss nicht genau warum Du meinst dass es so naiv wirkt - wie gesagt, im Vergleich zu Elias der seinem ersten Impuls nachjagen mag zeigen die Erzengel hier lange Vorausplanung und strategisches Denken - wir koennen vielleicht nicht alle Aspekte an ihrem Plan sehen, aber ich als Leser bin (anders bei Elias) schon bereit ihnen zuzugestehen dass sie einen Plan haben.:)

    Wieder ein schoener Teil bei dem Murissa ins Fabulieren kommt. Auch schoen wie wir erfahren dass sie das anscheinend von ihrer Mutter hat (die damit offenbar auch leidlich Erfolg hatte...)


    Was ich noch nicht ganz rund finde ist der Uebergang am Ende. Die Situation ist eigentlich ja die

    Leider hatten auch meine drei Hexenkolleginnen ihre Ohren weit aufgesperrt und lauschten feixend auf meine Antwort


    Murissa erzaehlt dann ihr Ding ueber die Perlen, Turris schaut sie misstrauisch an - das ist jetzt eigentlich der Moment auf den die Hexen gewartet haben, die Unterhaltung beginnt bei der Murissa sich immer mehr verheddert - und dann....


    „Wie weit ist es denn noch?“, unterbrach uns Wisha laut und ahnte wahrscheinlich nicht, wie erleichtert ich war über diese willkommene Ablenkung


    ... hilft ihr Wisha aus der Klemme. Warum tut sie das hier?

    Zu Deinen zwei Fragen:


    Der Elias den wir hier sehen ist auch der, den wir vorher schon oft gesehen haben. Meiner Meinung nach agiert er in dieses Szene wachsend unprofessionell - eigentlich will er die Versammlung von etwas ueberzeugen und sie dazu bringen dass sie sich seinem Plan zur Rettung der Welt anschliessen - ein Wutausbruch, drohend auf die Erzengel zugehen oder auf das Rednerpult hauen wuerden mich zumindest nicht davon ueberzeugen dass mir da jemand gegenueber steht dem ich folgen wollte - eher vom Gegenteil. Elias praesentiert sich hier als emotional instabil und eigentlich unfaehrig dazu irgend ein Kommando zu uebernehmen.


    Ich faende es besser wenn er in dieser Szene statt dessen andauernd mit sich ringt - auf der einen Seite ist er empoert darueber wie sie mit Emilia verfahren sind, aber auf der anderen Seite darf er sich nicht gehen lassen sondern muss sich zusammenreissen. Dieser Zwiespalt koennte der Szene richtig schoen Wuerze geben - innerlich brodelt er, aber nach aussen kann er das nur teilweise zeigen.


    Zum Plan der verfolgt wird:


    Es haengt natuerlich daran welchen Wert die Prophezeihung wirklich hat. Im 'magischen' Weltbild kann nur Elias in der Verbindung mit Emilia den Sieg bringen, alles andere ist irrelevant.


    Von einem strategischen Blickwinkel gesehen sind Elias und Emilia eher egal, kein Kommandant oder Anfuehrer ist unersetzlich, und dem Gegner ein Gabit anzubieten bei dem er eine wichtige Figur in die Hand bekommt, dafuer aber der Verraeter enttarnt wird ist nicht unbedingt schlecht. Ohne den magischen Blickwinkel wuerde ich auch Emilia hergeben um Maruth zu enttarnen - wenn ich nicht richtig an die Prophezeihung glaube dann ist das Risiko dass die unerfuellt bleibt kein Problem.


    Jetzt wissen wir als Leser halt (leider) dass der magische Blickwinkel entscheidend sein wird, und alleine aufgrund dieses Wissens kommen die Engel als naiv rueber.


    Was bei mir jetzt die Frage aufwirft - sind sie vom Glauben abgefallen? Ist die Prophezeihung der Wille Gottes, oder was anderes? Sollte Metatron mehr Gottvertrauen haben - oder steht Metatron (wie der Name schon sagt) naeher am Thron Gottes, und sollte Elias vielleicht einfach Vertrauen in die Wege Gottes haben die sich in den Erzengeln ausdrueckt? Entspricht es Gottes Ratschluss dass Emilia in Dagon's Haende faellt - oder eher nicht?


    Irgendwie diese Frage bleibt hier bei mir offen - welche Verbindung zu Gott haben die Engel alle noch? Haben die Grund, zu glauben und dem magischen Blickwinkel hinterher zu gehen - oder haben sie Grund dazu ihn zu verwerfen und auf Strategie zu schauen? Du reisst es einmal an als Emilia's Erfahrung mit 17 zur Sprache kommt - aber eigentlich sollte das Thema recht deutlich in dieser Versammlung diskutiert sein, denn das ist doch der Dreh- und Angelpunkt fuer jede Strategie - welche Bedeutung misst man der Prophezeihung bei?

    In der Eddaübersetzung nach Karl Simrock (1927) werden lediglich drei Namen genannt, die Tolkien zur Namenswahl angeregt haben könnten:


    Da darf ich Dich auf den Originaltext verweisen:




    Die kommen da schon alle vor - ich wuerde vorschlagen eine andere Uebersetzung zu konsultieren...:)

    Ja, das liest sich richtig schoen - da kommen auch die Erzengel gut rueber in ihrer Andersartigkeit. Die uebrigends meine Sympathie haben - irgend jemand scheint im Himmel also auch mal nachzudenken statt einfach nur nach Gefuehl draufzuhauen.


    Warum Elias sich davon so hintergangen fuehlt ist mir nicht klar - er ist Engel und sollte damit an die goettliche Erkenntnis seiner Oberen glauben, und er ist Soldat und sollte wissen dass der kleine Trupp der ins Feld geschickt wird um dabei draufzugehen den Feind aus der Reserve zu locken und somit viele andere Verluste zu vermeiden nicht darueber informiert wird.


    Aber besonders schoen finde ich, wie sich die Erzengel einfach nicht von ihm provozieren lassen:D


    Das ist ein sehr gelungener Abschnitt!



    ohne Vorankündigung den Konferenzraum betrat

    Thorsten ist der Konferenzraum hier wieder zu modern - die Idee von Kirisha den genauer zu beschreiben unterstuetze ich uebrigends :)

    Ich bin Elias. Göttlicher Vertreter der zweiten Sphäre und Krieger des himmlischen Heeres

    Isser aber doch grade gar nicht mehr - er ist ja zum Schutzengeldienst degradiert worden. Finde ich irgendwie out of Charakter dass er da luegt - ich haette eher erwartet dass er grummelnd aber erhobenen Hauptes ehrlich bleibt.

    Der Abschnitt gefaellt mir gut - liest sich gut durch, die Stimmung ist schoen getroffen und das Gefuehl von Bedrohung gut eingefangen.


    Mir sind eigentlich nur zwei klitzekleine Dinger aufgefallen


    Verfilztes Efeu rankte sich an ihnen empor und dichtes Unterholz versperrte den Weg.

    Da hab' ich mich spontan gefragt - alte Eichen, riesige Kronen - wie kommt das dichte Unterholz denn an Licht zum Wachsen? Die aeltesten Waelder hier in Finnland bestehen aus grossen Fichten und Kiefern mit Moos und Flechten drunter - da kommt man wunderbar querfeldein voran, es sind die juengeren Waelder wo alle Altersgruppen von Baeumen sind die schwer passierbar sind.


    Aber... es ist ja Elvenland und Fantasy :D Also passt das schon.

    Während Elven noch damit beschäftigt waren darüber nachzudenken, inwiefern man den Worten eines Fürsten glauben konnte, nahm schon dessen Sohn den Thron ein, mit anderen Ansichten vielleicht.


    Ich finde so eine Erklaerung trivialisiert die Elven ein bisschen - wieso sollten die nicht draufkommen koennen dass die anderen schnell sterben und das mit in ihre Ueberlegungen einbeziehen koennen? Ich kann ja auch damit rechnen dass der Hund den ich heute ausbilde nicht in 20 Jahren noch seinen Dienst tun wird - ohne dass ich von den Socken falle wenn der dann stirbt.


    Irgendwie laesst sie die Unfaehigkeit mit dem Sterben anderer zu rechnen hier ein bisschen einfaeltig wirken...:|

    Da war ich jetzt mal selbst neugierig was zusammenkommt... Ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit:


    1. The lies of Locke Lamora von Scott Lynch


    2. Red Seas under Red Skies von Scott Lynch


    3. The Republic of Thieves von Scott Lynch


    Das erste Buch gehoert zum Besten was ich im Fantasy-Bereich so kenne, das zweite ist gut, im dritten hat man mehr und mehr das Gefuehl da muss bemueht noch was draufgesetzt werden, so kommt es fuer mich an die ersten nicht mehr ran. Insgesamt aber sehr lesenswert.


    4. Aikamatka (Timeline) von Michael Crichton


    5. Prey von Michael Crichton


    'Timeline' hatte ich hier im Forum kommentiert, fand ich nicht so gut, 'Prey' war deutlich besser, insgesamt ist mir bei Crichton aber zu viel Effekthascherei.


    6. Mitä on filosofia? (Was ist Philosophie?) (Essaysammlung)


    7. Keskiajan filosofia (Mittelalterliche Philosophie) (Essaysammlung)


    Mein kleiner Grundkurs Philosophie fuer dieses Jahr - durchaus lesenswert.


    8. Paholaisen biografia (Eine Biographie des Teufels) von Kari Kuula


    9. Hyvä, paha ja syntti (Gut, Boese und die Suende[/b] von Kari Kuula


    Mein Schnupperkurs in evangelischer Dogmatik - die Biographie des Teufels fand ich sehr interessant, grade zum Worldbuilding finde ich solche Einsichten wie die Leute frueher den Teufel gesehen haben sehr spannend - das andere Buch war eher mau.


    10. Ekologia


    Ein Uni-Lehrbuch Grundkurs Oekologie - hab' ich mit viel Freude durchgeackert und recht viel neues ueber Oekosysteme draus gezogen.


    11. Praedor von Petri Hilttunen


    Finnische Fantasy aus einem recht interessanten Universum auf den Ruinen einer Superzivilisation - manchmal schwer zu lesen (hab' viele neue Schimpfwoerter auf Finnisch gelernt) aber hat Appetit auf mehr gemacht.


    12. Rajamaat von Arne Dahl


    13. Europpa Blues von Arne Dahl


    14. Jälkijäristys von Arne Dahl


    15. Maan alla von Arne Dahl


    16. Valvonta silmä von Arne Dahl


    Schwedenkrimis - von der Stimmung her schoen, irgendwie gut genug um mich immer noch in der Bibliothek zu einem neuen greifen zu lassen, auch wenn mir immer wieder mal ein Teil der Handlung hahnebuechen vorkommt.


    17. Galaksit (Galaxien)


    Von der lokalen astronomischen Vereinigung 'Ursa' herausgegebenes Buch das mich mal wieder auf den neuesten Forschungsstand zum Thema Galaxien gebracht hat - war ein sehr gutes Buch, profund und doch verstaendlich geschrieben - schade dass es das nicht in anderen Sprachen gibt.


    18. Kaniikki Lupus von Juha Ruusuvuori


    Historischer Roman aus dem Finnland von 1350 - interessant, leidet aber darunter dass der Autor in jeden Dialog ein historisches Seminar packen will - so wuerden echte Charaktere leider nicht reden. Ausserdem wieder mal eines der Bucher in der Leute ihre Religion nicht ernst nehmen - das haben die frueher allerdings meistens schon getan...


    19. Helden des Olymp Band 1 von Rick Riordan


    Hab' ich reingeschaut weil Rebirz mir das nahegelegt hatte um den Stil von 'Der Gott der nicht sein sollte' besser zu verstehen - da hat mich aber Rebirz' Geschichte mehr ueberzeugt.


    20. The Catcher in the Rye von J.D. Salinger


    Klassiker der amerikanischen Literatur - als Psychogramm des Protagonisten hat es mir absolut zugesagt.


    21. Mittagsstunde von Dörte Hansen


    Geschichte eines friesischen Dorfs - kann man schon mal reinschauen


    22. Planet Germany von Eric Hansen


    Deutschland aus der Brille eines Amerikaners - ich stimme nicht mit allem ueberein was er so schreibt, aber es lohnt sich, sich dran abzuarbeiten.


    23. Geschichte des Waldes von Hans-Jörg Küster


    Der Titel sagt alles - definitiv reinschauen, das ist sehr lehrreich fuer Weltenbauer.


    24. Gegenlauschangriff von Christoph Hein


    Was zur Ost- Westdeutschen Verhaeltnis - wer im Westen sozialisiert ist, sollte man reinschauen.


    25. From Script to Screen - the Collaborative Art of Film-making


    Interessanter Einblick in einige Details wie die Grossen das so machen.


    26. Uuden ajan Kalevala-avain von Kauno Mannonen


    Eso-Zeug und Verschwoerungstheorien - eher nicht empfehlenswert.


    Dazu eine Handvoll Agatha Christie Buecher fuer zwischendurch und einen Haufen Comicalben verschiedenster Guete. Und die Buecher an die ich mich nicht erinnere.:D

    Ich weiß gerade nicht mehr alle Namen, aber da waren viele Paare oder Namensgruppen dabei, die sehr ähnlich sind. Bifur, Bofur und Bombur etwa.

    Thorin, Oin, Gloin, Dori, Nori, Ori, Balin, Dwalin, Kili, Fili, Bifur, Bofur und Bombur. Die sind aber nicht von Tolkien, die hat er aus der Völuspá - einem Teil der Edda - genommen.


    Spaeter war er ungluecklich damit, weil die eben nicht den Klang der Zwergensprache (Khuzdul ) hatten die er da ausgearbeitet hatte - also wird uns mitgeteilt dass die Namen der Zwerge 'Uebersetzungen' ins Englische sind die fuer den Leser genauso wirken sollen wie die echten Namen auf einen Sprecher von Westron wirken wuerden - genau wie Samweis ja 'eigentlich' auf Westron Banazîr hiess (kurz 'Ban') was dann als 'Sam' uebersetzt wurde.


    Andererseits sind mir die Chars jetzt so ans Herz gewachsen, dass ich mir nicht mal einen einzigen anderen Buchstaben im Namen vorstellen kann, geschweige denn, eine komplette Neuerung. Einige dieser Charaktere sind älter als meine Kinder, sie haben mich die letzten Jahre treu begleitet und ich kann sie doch nicht einfach umtaufen...

    Ja, dann lass sie doch einfach. Wenn Dir was an einer Geschichte wichtig ist und Du dahinter stehst, dann musst Du da Kritik aushalten koennen aber deswegen doch nicht umsetzen.


    Und wenn Du in die Verlegenheit kommst dass ein Verlag die Geschichte drucken will, aber nur wenn Du die Namen aenderst - dann kannst Du immer noch ueberlegen was Dir wichtiger ist. Oder eine Version der Geschichte fuer Dich haben, und eine mit anderen Namen veroeffentlichen. Aber bis es so weit ist - vertrau drauf wo Dein Herz haengt.


    Katharina und ich haben jetzt keltische Namen im Film (und den Geschichten dazu) - die werden immer mit dreimal so viel Buchstaben geschrieben wie sie gesprochen werden, das wurde auch schon als 'zu kompliziert, warum macht ihr das nicht einfacher?' angemerkt - die einzige Antwort drauf ist - gefaellt uns so, ist uns fuer das keltisch angehauchte Setting wichtig, muss der Leser/Zuschauer einfach klar kommen.