Beiträge von Thorsten

    Also ja, der Abschnitt passt dann ganz gut wie Turris sich verwandelt. Was richtig toll geworden ist - der letzte Teil ist ja fast durchgehend ein einziger innerer Monolog von Murissa wo sie einfach nur ihren Gedanken folgt - und das ist so fluessig und gibt gleichzeitig ein gutes Bild von ihr ab dass man das richtig gerne liest.


    (Hint at Rainbow - so in die Richtung koenntest Du mit Elias ein bisschen mehr gehen:))



    Wir sind wir am Ende der Märchenstunde angelangt.

    Genau. Sehr schoen trocken.

    Also würde ich sagen, es ist Zahltag und dann gehen wir alle wieder nach Hause.

    Dito. Hier musste ich an 'Dungeon Keeper' denken, ein altes Computerspiel wo man eben einen Dungeon fuer leichtsinnige Helden einrichtet und mit Monstern bestueckt - die alle Naslang 'Zahltag' groelen, ihre Posten verlassen und in die Schatzkammer pilgern um sich ihren Lohn zu holen. Herrlich...

    So viel Wasser so dicht vor seiner Nase würde sein Kraftfeld explodieren lassen.

    Um... warum? Und woher weiss sie das? Murissa faellt ja eigentlich nicht als faehige Magierin auf - dass sie da so ein eher technisches Statement macht ohne dass der Hintergrund da erklaert wird ist schon eigenartig finde ich.

    Sieh diese Armee von Toten. Himmel, die stapeln sich ja übereinander bis in den Himmel ...

    Aha - das ist jetzt herrlich geheimnisvoll, und so beilaeufig ins Geschehen eingestreut - der erste Hinweis was es denn mit dieser Nebelbank auf sich hat.

    Aber nicht versprochen mich umbringen zu lassen.

    Zugegegben... tja, der arme Turris wird halt einfach immer missverstanden. Kann einem Seeteufel schon passieren...

    Natürlich hatte ich die Saga damals nicht geglaubt.

    'Saga' ist jetzt eigentlich schon eher speziell fuer ein Heldenlied im islaendischen Stil - eher gehobene Literatur - ich wuerde vermuten dass Muru sowas nicht liest, ein anderes Wort wuerde mir hier besser gefallen.

    die überhaupt keine Fähigkeiten hatte außer der, zu lügen wie ein Kobold, zu klauen wie eine Elster und ansonsten allen wie ein Klotz am Bein zu hängen.

    Yep, das fasst's zusammen. Sehr gelungen:thumbsup:

    Hm, nicht schlecht, aber... irgendwie hatte ich was anderes erhofft...


    Immerhin ist das die Schluesselszene auf die wir gewartet hatten - Murissa wird gefordert und... ja. Was? Das letzte Mal wo sie Regen machen sollte ist ihr ja grade noch eine Mogelei gelungen, halb haette ich gehofft dass ihr hier auch was einfaellt. Oder dass ihr Mundwerk sie nicht im Stich laesst und sie irgendwie noch eine Ausrede konstruiert. So gibt sie mir fast zu schnell auf, das wirkt so... un-Murissa-haft. Irgendwie. Die Szene bringt so keine Ueberraschung, das ist so das Minimalprogramm mit dem man rechnen konnte - Turris enttaeuscht, Murissa schwer zerknirscht... Der runnig gag bisher ist ja, dass Murissa da immer noch was produziert (oder wenigstens versucht).


    (Mit der Art wie die 'Strahlung' entworfen ist werde ich wohl nicht mehr gluecklich - aber muss ja nicht... also werde ich dazu in Zukunft nix mehr sagen, das wiederholt sich bloss...)


    „Gib mir von deiner Kraft“, stammelte ich hektisch und knuffte Klymera in die Seite. „So wie bei den Schwarzen Felsen, als ich damit geflogen bin.“

    Die Feuerhexe nickte grimmig. Ihr Körper fing an zu knistern und bald darauf stoben helle Flammen aus ihren Fingern. Eine davon warf sie durch die Luft in meine Richtung.

    Das ist interessant - ich hatte mich schon laenger gewundert wie ernst es Klymera jetzt eigentlich mit ihrem Freundschaftsangebot ist - hier sehen wir dass es ihr wirklich ernst ist und sie - als es hart auf hart kommt - Murissa tatsaechlich unterstuetzt. Ueberrascht mich ein bisschen - rueckblickend - sollte man das noch besser herausarbeiten dass da was ernstes ist? Oder passt es eher vage??(


    „Murissa“, presste er schliesslich mit heiserer Stimme hervor. „Unsere Welt basiert auf einer Ordnung. Auf Regeln, Respekt und Wahrheit. Wenn du das mit Füßen trittst, bist du nicht besser als ein Schimmelpilz. Ein Geschwür, das die Pfeiler der Gesellschaft zerstört.“

    Scheinheilig sind wir heute aber schon...


    „Ordnung und Wahrheit gibt es nur für die Leute, die dazugehören”, flüsterte ich. „Für die anderen sind das die Fallstricke, die sie zur Strecke bringen.

    Das finde ich schoen getroffen wie sie das sagt!

    Ich habe mich an der Stelle nur gefragt, was hier gerade mit Turris passiert.

    Ich auch.

    Hier kommen wir zu dem alten Problem des freien Willens und des Einflusses Gottes - schoen im Text zusammengefasst und auf den Punkt gebracht!:thumbup:


    Inhaltlich ist der Abschnitt top - stilistisch wuerde ich mir Elias' inneren Monolog ansehen:



    Hier ist ein gutes Beispiel:


    Unweigerlich drängte sich ihm die Frage auf, wie jemand, der ursprünglich gute Absichten verfolgt hatte und ganz offensichtlich ein Freund der Menschen gewesen war, plötzlich völlig gegensätzliche Ziele verfolgen und deren Vernichtung einfordern konnte.
    Der Wunsch nach mehr Handlungsspielraum war durchaus nachvollziehbar und das Bestreben, den Menschen helfen zu wollen, konnte obendrein als ehrbare Absichten ausgelegt werden.
    Wie war beides zu vereinbaren mit Eigenschaften wie Rachsucht und blinder Zerstörungswut?


    Erst schreibst Du distanziert, zusammenfassend was der Leser... irgendwie auch schon ahnt. Und dann wird es direkt, da stehen Elias' Gedanken als Frage im Text - und das finde ich viel lebendiger.


    Ich denke das darf schon direkter sein - einfach als Fragen, etwa:


    'Wie konnte jemand der so gute Absichten gehabt hatte auf einmal das Gegenteil tun? Der Wunsch nach Handlungsspielraum um menschen zu helfen war ja nachvollziehbar - aber wie war das mit Rachsucht und Zerstoerungswut zu vereinen?'


    Die nüchterne Betrachtungseise, mit welcher der Irdische die Fakten analysiert und schließlich exakt auf den Punkt gebracht hatte, entlockte Elias ein müdes Schnaufen.


    Hier ist wieder so ein distanzierter Einschub.


    Die Tatsache, dass sich das ursprünglich erhoffte Zeitfenster von drei Tagen binnen weniger Augenblicke in Luft aufgelöst hatte und es auf der Stelle ernst werden konnte, zerrte an seinem ohnehin schon dünnen Nervenkostüm.

    Und hier... sollte Elias als Oberkommandierendem der vereinten englischen und menschlichen Heere nicht an diesem Punkt in den Sinn kommen dass er irgendwie mal im Hauptquartier die Lage sondieren sollte - statt hier weiter auf Emilia fokussiert zu sitzen? Es ist beides wichtig, aber dass im Himmel grade Chaos absbricht, kann irgendwie auch nicht so in seinem Interesse sein...

    Und da bin ich tatsaechlich mit Samuel 1 auf Hebraeisch durch...


    Ich muss sagen, das Buch hat mir echt gefallen, das ist eine spannende Geschichte und - zumindest was ich als Anfaenger da mitbekomme - auch in schoener Prosa geschrieben.


    Es geht also um das Koenigtum in Israel, wie das Volk einen Koenig wollte, erst Saul bekam und dann spaeter David in die Position aufsteigt um nach dem Thron zu greifen. Schlachten, Intrigen, einen depressiv werdenen Koenig, Nekromantie und philosophische Ueberlegungen mit einbegriffen.


    Warum das Buch Samuel heisst weiss ich uebrigends nicht - Samuel stirbt unspektakulaer auf 2/3 und taucht nur gegen Ende als Geist nochmal auf - aber es kommt ja auch noch Samuel 2 danach...


    Den Kern der Story (Samuel und Saul, David und Goliath...) kennt man ja irgendwie aus der 'good parts edition' - aber der Rest ist grade als Abenteuergeschichte lesenswert. Toll finde ich z.B. den Anfang wo das Volk sich einen Koenig wuenscht, und Samuel aber keinen waehlen will, weil der die ganze Institution des Koenigtums sehr kritisch sieht, und mit duesteren Worten 'Heult euch nicht bei mir aus wenn ihr dereinst unter der Willkuer eines Koenigs leidet wie jetzt unter den Philistern!' versucht, dagegen zu argumentieren.


    Der erst gewaehlte Saul macht seine Sache eigentlich ganz gut und gewinnt verschiedene Kriege, DER HERR entzieht ihm dann aber seine Gunst. Warum? Saul ist ein Softie - er weigert sich, Genozid zu betreiben. Nach dem goettlichen Kommando einen Feldzug zu starten und den Feind inclusive Frauen, Kinder, Saeuglinge, Rinderherden und Schafe auszurotten belaesst er es mit dem Sieg und Kriegsgefangenen. Daraufhin beauftragt DER HERR Samuel, jemanden zu finden der weniger Skrupel hat, Befehle zu befolgen.


    David - nach seinem Erfolg ueber Goliath bei dem etwas neidischen Saul in Ungnade gefallen - eignet sich mit seinem Soeldnertrupp ganz gut dafuer. Bei diversen Expeditionen in die Negev hat er wenig Hemmungen alle niederzumachen die er da antrifft. Was ihm spaeter einen guten Posten im Dienst der Philister sichert. Zwischendrin erhoeht er durch clevere Heiratspolitik noch seinen Einfluss.


    Sehr interessant der etwas verwirrende Ehrencodex - trotz zweier Gelegenheiten Saul einfach heimlich zu erledigen verweigert David das zweimal mit dem Hinweis, dass Saul der gesalbte Koenig ist und man sowas nicht macht. Interessant waere gewesen, was passiert waere wenn David's Soeldnertrupp im Dienst der Philister gegen Saul in den Krieg geschickt worden waere - aber das wollten die anderen Lords der Philister nicht, also durfte der ihnen nur den Ruecken freihalten. Ansonsten wird allerdings auch gerne gelogen und betrogen - wann die Standards der Ehre hoch sind und wann nicht entzieht sich mir.


    Was ich sehr beruehrend fand waren die sehr menschlichen Beobachtungen - etwa die Freundschaft zwischen David und Jonathan, Saul's Sohn, der immer wieder versucht seinen Vater zu ueberzeugen David noch wieder aufzunehmen. Oder die Nekromantin, die Saul, nachdem ihm der Geist von Samuel geweissagt hat dass er den naechsten Tag nicht ueberleben wird, auf die Seite nimmt und ihm sagt 'Komm, jetzt iss erst mal einen Happen, dann sehen wir weiter.'


    Ja, war das Buch der Richter noch ein bisschen trocken, ist Samuel 1 eine Geschichte aus der man ohne weiteres einen Abenteuerfilm machen koennte - guter Plot, schoene Szenen - hat mich ueberrascht dass es so schoen zu lesen ist.

    Das hatte ich wie eine Filmszene im Kopf, in der die Kamera zwischen den Akteuren hin und her springen kann...was mit Worten alleine kaum darzustellen ist...

    Da wollte ich - vor geraumer Zeit - nochwas antworten was ich vergessen hatte.:| Sorry...


    Also - ich finde die Analogie zum Film hier nicht passend, weil - im Film stellt sich die Frage der Erzaehlperspektive (mit der Ausnahme von Art-Filmen) eigentlich nicht, denn - es ist der unsichtbare Dritte im Raum. Der Kameramann. Und was wir sehen folgt dem was er sieht (dass die Kamera eine 1. Person Sicht aus den 'Augen' eines Protagonisten einnimmt kann man machen, wird aber wie gesagt normalerweise nicht gemacht).


    Das Ergenis ist dass man im Text eine Geschichte aus den Augen eines Protagonisten erleben kann und die Szene gefiltert bekommt - wir lernen nicht nur was er wahrnimmt, sondern auch wie er drueber denkt, wir bekommen den inneren Kommentar mit. Im Film hingegen haben wir dieses persoenliche Fenster in einen Protagonisten nicht - die Kamera nimmt jeden Protagonisten mehr oder weniger neutral auf.


    Daher finde ich eine Staerke eines Texts (gegenueber Film) eben diese privilegierte Perspektive aus den Augen einer Person - auf der anderen Seite kann der Film aus der visuellen Wahrnehmung viel mehr auf einmal zeigen als es ein Text kann, und kann eine Bildaesthetik entwickeln.


    Was bei mir passiert wenn die Perspektive so wie bei Dir umherschweift, ist, dass ich den Bezug zur Szene verliere. Ich denke mich beim Lesen gerne in eine Figur um sie dann aus der Perspektive zu erleben, wenn die Perspektive aber uneindeutig ist oder wechselt wird das nicht mehr natuerlich, sondern anstrengend und frustrierend, also lasse ich es und werde zu einem distanzierten Beobachter der Szene - was die Geschichte dann fuer mich deutlich uninteressanter macht, denn das 'in der Geschichte sein und miterleben' ist einer der Hauptgruende warum ich lese.


    Das geht garantiert nicht allen Lesern so - aber fuer mein Leseempfinden sind unklare Perspektiven halt ein no-go - ich wuerde deswegen ein Buch mit einem an sich spannenden Plot zur Seite legen.:(

    Allmaehlich naehern sich die ersten Szenen der Endversion - das kann man hoeren, aber auch sehen, grade wenn man mit den unbearbeiteten Shots vorher hier im Thread vergleicht.


    Hier ist ein kleiner Blick auf die Artwork-Collection die wir fuer Promotion, DVD-Menues, DVD Cover etc. verwenden werden :)




    King Kong in der Jackson-Verfilmung


    Bei Jackson habe ich irgendwie das Gefuehl es braucht einen Produzenten der ihn bremst - dann kann der Film richtig gut werden. Wenn Jackson aber ungebremst loslegt - dann geht es nicht in eine gute Richtung.


    Der Anfang ist von der Story her etwas konfus (aus irgendwelchen Gruenden will ein Filmteam auf einer unentdeckten Insel drehen - warum? Sie wissen ja gar nicht wie's da aussieht...), aber durchaus spannend. Das Schiff ist unterwegs, die Dreharbeiten beginnen, die ersten ahnen dass es nicht nach Singapur geht wie eigentlich 'geplant', die Mannschaft tauscht Geruechte aus - das ist ein richtig guter run-up bis sie endlich Skull Island erreichen.


    Tja, dann wird's ein klein bisschen rassistisch in der Art wie die Ureinwohner dargestellt werden, und dann legt Jackson los.


    Sich vor einer Stampede von fliehenden Dinosauriern in Sicherheit zu bringen wuerde ja schon eine starke Szene hergeben.


    Gut, die Saurier rennen in eine Schlucht so dass die Expedition nicht wegkann. Etwas verschaerft ist dann noch, dass die Menschen dann also zwischen den Fuessen der Saurierherde rennen (komischerweise genau im gleichen Tempo...). Okay.


    Sie tun das aber gute drei Minuten lang. Das reicht jetzt wirklich? Nee, nicht Jackson. Da laufen naemlich auch noch Fleischfresser zwischen den Beinen rum, die, wenn sie nicht grade niedergetrampelt werden, versuchen nach den Menschen zu schnappen.


    Spaeter rettet King Kong die Blondine davor, von einem T-Rex gefressen zu werden (warum will der die ueberhaupt - als man ihn sieht hat er grade einen anderen Saurier im Maul...). Er gibt also dem T-Rex ein paar aufs Maul und gut?


    Nee, da kommen ganze 3 T-Rexies. King Kong kloppt die alle, waehrend er seine Blondine von der einen Faust in die andere transferiert. Dann haut er sie in eine Schlucht - faellt aber hinterher. Wo alle in Lianen haengen bleiben. Bizarrerweise haben die T-Rexies auch in dieser Situation nichts anderes im Kopf als Blondinen zu futttern. Weswegen es dann noch ein Lianenbalett gibt bei dem Saurier gekloppt werden.


    Weniger Action waere manchmal wirklich mehr...


    Nun ja, am Ende kann man dann noch einen 12 m grossen Affen bewundern der bizarrerweise nicht auf dem Eis im Central Park einbricht obwohl man nachher bei einem Granateneinschlag sieht dass der See nicht bis zum Grund gefroren ist, und eine blonde Schauspielerin im leichten Abendkleid die bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mehrere Stunden draussen in Schnee und Eis unterwegs ist - bei Nacht - ohne dass sie auch nur zu zittern anfaengt.


    Man haette echt was aus dem Film machen koennen - nur haette jemand Jackson bremsen muessen bevor's ihm durchgeht...

    Das würde ich sehr gern lesen! I

    Wir haben jetzt LadyK dafuer gewonnen das mal zu versuchen - nachdem ihre Stimme wunderbar zu einer jungen Schankmaid passt verfolgen wir das mal weiter.


    Ansonsten... Fuer Aufnehmen brauchst Du ein Mikro (die meisten modernen Laptops haben eigentlich Mikro und Webcam eingebaut um Videokonferenz zu machen) - aber ein USB-Headset geht z.B. auch fuer den Zweck - und Aufnahmesoftware.


    Software geht zum Beispiel audacity (das verwenden wir) - wenn das offen ist kann man einfach mit 'r' vom aktuellen Mikroeingang aufzeichnen und das ganze dann am Ende als Audiodatei (mp3 oder wav) abspeichern. Unter Windows gibt's garantiert auch eingebaute Tools dafuer, aber die kenne ich als nicht-Windows Nutzer leider nicht.


    Den gain des Eingangs kann man unter den Sound-Einstellungen des Betriebssystems regeln, da wird dann z.B. bei mir Logitech USB Headset In angezeigt, und wenn der Sound uebersteuert ist kann man da runterregeln (ist aber schon eine fortgeschrittene Uebung).


    Versuch' gerne mal uns was aufzunehmen - dann wissen wir schon mal wie Deine Stimme klingt :D

    Ich finde die Szene recht gelungen und stimmungsvoll, man ahnt als Leser ja schon das Genre-Typische 'das alte Boese kommt wieder' am Horizont, insofern bringt der Abschnitt jetzt keine Ueberraschung, aber das Thema ist gut verarbeitet und liest sich fluessig.


    Was mich (mal wieder) ein bisschen stoert ist dass die Erzaehlperspektive nicht klar ist - wessen Gedanken folgen wir wann?



    „Oh ja, daß wird er. Keine Sorge.“ antwortete er. „Aber er wird noch etwas länger als die eine Nacht brauchen, die du nötig hattest, sich von der Magie des Dorfánh zu erholen.“


    Völlige Verblüffung spiegelte sich bei diesen beiläufig geäußerten Worten auf Fjanns Gesicht.


    Hier verstehe ich den Abstatz der gemacht wird nicht - davor wie danach folgen wir Fjann, und die 'voellige Verblueffung' ist die unmittelbare Folge von dem, was grade vorher geaeussert wird.


    Adhrens Blick fiel abwesend auf den zerhauenen Lederharnisch in der Ecke des Zimmers. Das daran klebende Blut war längst getrocknet, braunrote Flecken auf schwarzem Leder. Aber für Adhren glänzten und schimmerten diese Flecken, als wären sie gerade erst darauf hinabgetropft.

    Hier folgen wir offenbar Adhren's Gedanken...

    Fjanns Blick flog verwundert zwischen beiden Männern hin und her. Während sich sein Vater aus irgend einem Grund mehr und mehr in Rage redete, blieb Elgar gänzlich unbeeindruckt.

    ... aber weiter unten im gleichen Abschnitt folgen wir Fjann's Gedanken. Wuerde ich zumindest optisch durch einen Absatz trennen (okay, ich bin generell ein Fan einer klaren Erzaehlperspektive, ich persoenlich ziehe es vor sowas Kapitelweise getrennt zu sehen...)

    'Vor allem solltest du dich daran erinnern, daß du den Lauf der Welt nicht aufhalten kannst, nur weil du vor ihr wegläufst.'


    Und ein schoener Hinweis auf ein duesteres Geheimnis in der Vergangenheit zum Ende - guter Abschluss!

    LadyK , Kirisha


    Sorry wenn ich hier nochmal nachhake, aber es ist manchmal nicht so einfach zu erkennen ob 'meine Stimme ist so schrecklich' jetzt eher kokettieren ist, oder eine hoefliche Absage:|


    Es wuerde uns schon sehr helfen diesen Punkt auf der Liste abzuhaken (wir haben ungefaehr 20 Kleinigkeiten die noch irgendwie geloest werden muessen, fuer diese war ich jetzt schon eine Stunde beschaeftigt, ich waere froher wenn's am Ende nur zwei Stunden statt fuenf werden, es ist halt nicht wie beim Schreiben dass man einen Satz schnell neu schreibt...) - aber wenn's euch partout unangenehm ist, dann ist auch okay - bitte einfach Bescheid sagen (hier oder per Nachricht).


    (Wenn die Stimme wirklich so schrecklich ist, dann kann's auch sein dass wir sagen 'nehmen wir eher nicht' - nur probieren wuerde ich es halt gerne...)

    Also, Murissa und Penthesilea sind jetzt schon mal am selben Ort angekommen. Kann ja nicht mehr lange dauern bis die sich treffen.


    Die meisten Kleinigkeiten in der Formulierung hatte Rainbow schon angemerkt, da ist manches ein bisschen modern oder salopp, da schliesse ich mich an.


    Das


    Sondern es handelte sich um eine Art ... Unendlichkeit. Eine unsichtbare Unendlichkeit zu beiden Seiten und nach oben. Die vollkommen aus Magie bestand.

    finde ich sehr gelungen!


    Ansonsten ist der Abschnitt solide geraten, liest sich gut - bisher noch keiner der Hoehepunkte der Geschichte, aber Murissa's lang erwartetes Dilemma kommt jetzt wahrscheinlich erst (?) - mal sehen :)

    Die erste Haelfte liest sich sehr verschieden von der zweiten Haelfte, die zweite Haelfte finde ich gut gelungen, meine Anmerkungen sind (mal wieder) darueber, dass ich Elias in seinem Gedenkenzustand nicht so gut eingefangen finde (du erzaehlst mehr davon als Du es uns erleben laesst) und dass ich finde dass zu viel ausgesprochen wird was besser der Intuition des Lesers ueberlassen bleiben sollte.


    Susan finde ich eigentlich ganz gut geloest - meine Interpretation ist, dass die Frau in Panik ist und eben um sich schlaegt...



    Eli, schau, wer hier ist


    Okay, das kannst Du nicht wissen, aber der Leser der hier etwas Namenskunde kann, steigt an der Stelle mit einem Lachanfall aus. 'Elias' ist ja 'Eli-jahu' was soviel heisst wie 'Jahu (Jahwe) ist mein Gott' - und 'Eli' ist der 'mein Gott' Teil. Dass Micah ihn hier als seinen Gott anredet ist dann doch etwas... over the top.


    (Ich gehe mal davon aus dass die Engel um diese Bedeutungen wissen, auch wenn die Menschen im Raum das nicht tun).


    Die eingetrockneten Blutflecken an seinem Hemdkragen zeugten von der Schwere seiner Verletzung und die Tatsache, dass er sich nicht selbstständig aufrechthalten konnte, ließ auf seinen desolaten Zustand schließen.


    Da finde ich den naechsten Abschnitt besser - hier ist mir zu viel interpretiert, der Leser kommt schon drauf dass der Zustand nicht gut ist wenn Du Blut und einen Mann beschreibst den man stuetzen muss :)


    und Elias` benebelter Verstand kam zu dem Schluss, dass Susan und Nils irgendetwas zugestoßen sein musste, bevor sie von Jesaja und Serafina aufgegabelt worden waren.

    Hier wird etwas sehr offensichtliches ausgesprochen (das der Leser ausserdem schon weiss) - gewinnt der Text wirklich dadurch dass man klar macht dass Elias merkt dass etwas passiert sein muss?

    Es war offensichtlich, dass sie ihn für Emilias Verschwinden verantwortlich machte und ihm insgeheim die Schuld dafür gab, dass sie in diese Misere hineingeraten war.

    Ja - und es waere auch offensichtlich ohne dass es dem Leser hier erklaert wird :)

    Obwohl Elias sich seit Bekanntgabe von Emilias Entführung in einer Endlosschleife aus Selbstvorwürfen befand und sich für seine eigene Unbesonnenheit zerfleischte, mit der er sie hatte ins offene Messer rennen lassen, hallte Susans hilfloser Ausbruch wie eine schallende Ohrfeige in ihm nach.

    Das ist... irgendwie finde ich des Satz unelegant, auch wenn ich zugeben muss dass ich nicht so genau festmachen kann was mich stoert. Vielleicht zu weit weg? Ich wuerde mir diese Endlosschleife von Selbstvorwuerfen expliziter wuenschen statt dass sie hier kurz rekapituliert wird?

    Der kurze Blick, den sie ihm hierbei zuwarf, sagte mehr als tausend Worte. Elias konnte darin lesen, wie in einem offenen Buch.

    Bis hier ist es wunderschoen. Und jetzt stell Dir vor der naechste Abschnitt waere einfach nicht da, und der Leser muesste damit selber arbeiten - da wuerde er schon draufkommen.

    „Kein Engel würde jemals einen Menschen einschüchtern“, meldete sich Jesaja daraufhin zu Wort, der gerade im Schaukelstuhl Platz genommen hatte. „Das verstieße gegen das himmlische Abkommen zum Schutze der Irdischen. Das ist oberstes Gebot und wird bei uns an der Akademie bereits im ersten Semester gelehrt“,

    Um... was ist z.B. mit dem Typ mit dem Flammenschwert der die Menschen aus Eden rausgeworfen hat? Warum wohl halten sie es fuer noetig 'Fuerchtet euch nicht!' so zu betonen?


    Das Abkommen muss schon neueren Datums sein...:D

    und ich komplett talentfrei bin, was das Synchronsprechen betrifft, allerdings interessiert das keinen

    Tja, wir haben auch keine Schauspielerfahrung... Es ist ein harter Job, aber jemand muss ihn machen :D Der einzige erfahrene Synchronsprecher den wir haben ist Reinhard Kuhnert (die Stimme von Meister Bran) - der Rest tut halt was geht. Meistens geht das schon ganz gut.


    , wobei ich mir jedes Mal wünsche, dass niemand dieses erbärmliche Schauspiel beobachtet

    Siehst Du, und unsere Aussetzer landen dann auf der DVD und jeder kann zuschauen... (ich glaube die vom Beltainekoenig sind sogar auf YouTube gelandet...).


    Beim Trollschatz bin ich auf Kamera wo ich dem Troll nachsprinte um dann eine Sekunde spaeter auf der Nase im Schnee zu landen waehrend Katharina hinter der Kamera, Risto und Janni in Gelaechter ausbrechen.:|


    ***


    Also, ernsthaft - ich glaube das stellt man sich alles schlimmer vor als es dann ist - so eine Sprachnachricht ist schnell aufgenommen, und wir bearbeiten das dann eh' noch ein bisschen - nachher faellt das eigentlich niemandem gross auf.


    Und uns hilft es eine Menge :) - etwa die Haelfte der Zeit fuer einen Film geht drauf, die ungefaehr 30-50 am Ende beteiligten zu erreichen und zu koordinieren - man braucht ja nicht nur die Schauspieler und Statisten, sondern auch die Besitzer der Drehorte, Technik (Sound und Licht),evtl. Maske, Synchronstimmen, dann die Coverillustration... es erleichtert die Sache dann ungemein wenn wir die Liste von Kleinigkeiten dann eben auch schneller abarbeiten koennen:)

    Hm, ich habe eine Menge Buecher gelesen glaube ich. Irgendwie lese ich mehr Sachbuecher als in jungen Jahren, die guten Geschichen entstehen dann aus dem Wissen bei mir im Kopf, das Universum ist eh' so schraeg, das kann sich keiner ausdenken...


    Die Themenkomplexe diese Jahr waren (die meisten Titel habe ich auf Finnisch oder Englisch gelesen, ich uebersetze die finnischen einfach mal dreist


    1) Strategie und Taktik


    Da hatte ich A history of warfare, The most important battles of world history, Intelligence in War, Air combat warfare und Modern submarine warfare.


    Im Prinzip ging's mir darum, mein Verstaendnis fuer was militaerische Taktik zu vertiefen.


    2) Kriminalistik


    Da hatte ich Mindhunter und Anatomy of deception gehabt, das hatte ich aber erst angefangen, da mag ich dieses Jahr vertiefen:D


    3) Buecher ueber eine Zukunftsvision


    Es koennte alles ganz anders sein und Identitaet und Unsere Welt neu denken - einfach mal ein Gefuehl dafuer entwickeln in welche Richtung man sich verhalten sollte um die Welt sinnvoller zu gestalten


    4) Krimis


    Die A-Team Reihe von Arne Dahl habe ich vollendet - manche waren gut, andere eher nicht.


    5) Schamanismus


    Schamanismus in Finnland war so ein... naja Erlebnis. Das war so ein akademischer Rohrkrepierer - wie darueber zu schreiben wie man einen Film macht ohne je dabei gewesen zu sein...


    6) Astronomie


    Where is everyone? ueber das Fermi-Paradox und Dark Matter ueber die Suche nach dunkler Materie - das erste war echt genial, das zweite meh...


    Diverse graphic novels (Kalevala, Nausicaa,...) und Klassiker, und neuerdings auch in einer vierten Sprach - auf Hebraeisch Das Buch der Richter - da wird noch mehr kommen, momentan beisse ich mich an Samuel 1 fest...:D

    , ABER ich höre mich ganz schrecklich übers Telefon an

    Du weisst dass das jeder ueber seine eigene Stimme denkt wenn er sie in einer Aufzeichnung hoert, oder? :) Ausserdem darf sich eine panische Schankmaid auch schrecklich anhoeren - sie muss ja kein Lied vortragen oder jemanden verfuehren.


    Also - wenn die Bedenken gegenueber der Schoenheit Deiner Stimme wirklich der Hauptgrund sind - dann gib' der Sache eine Chance.


    (In Grenzen bearbeiten wir Stimmen auch nach - nur das komplette Timbre kann man nicht so ohne weiteres modellieren, aber wenn Du glaubst Du klingst zu piepsig oder so, das kann man schon korrigieren :D)


    Also - Mut zur Schandtat!