Beiträge von Thorsten

    Hm, ja, der kurze Tauchgang in den Tuempfel gefaellt mir recht gut, die Stimmung ist gut getroffen und der Blick auf Penthesilea aus Muru's Perspektive macht auch was her.


    Über mir rempelte jemand einen der Wasserherren an und blubberte ihn böse an. Der Fischmann antwortete mit eleganten, sehr melodischen Tönen, die unter Wasser hallten. Als wollte er ein Lied singen. Es klang atemberaubend. Wie Töne in einem Tempel, gigantisch und alles überschwemmend.

    Das ist sehr schoen geworden und traegt toll zur Atmosphaere bei!

    wie mächtig musste die Herrscherin sein, die solch ein kraftvolles Strahlenfeld umgab?

    Woher weiss sie, dass es eine Herrscherin ist?:D

    Ursprünglich wollte ich tatsächlich auf das Dilemma raus, das Novize ja schon ganz gut zusammengefasst hat.

    Ah, okay - hab' mir den Kommentar jetzt auch mal durchgelesen.


    Nicht unbedingt fuer die Geschichte relevant, aber nachdem das Thema 'Freier Wille' mir schon sehr wichtig ist... ein kleiner Exkurs zu


    Ich vermute mal, es liegt an mir, weil ich es gerade einfach nicht checke ... aber warum schließt sich das aus? ^^;

    Wie kommt er aus der Stadt wieder in die Luft wenn er Hunderte Pferdelaengen an Hoehe braucht um zu einem Flug zu starten? So hohe Tuerme (300-500 m) haben die moeglicherweise nicht, und selbst wenn ist die Annahme riskant dass er sich mal schnell den Weg da hochkaempfen kann.

    Eine recht dystopische Vision... thematisch irgendwo zwischen Gattaca und Minority Report angesiedelt.


    Zwischen diesen Polen waeren dann auch meine Gedanken dazu angesiedelt - worauf magst Du raus? Da sind ja zwei Themen angerissen - 'social engineering', der Versuch durch Behoerdenhandeln eine bessere Gesellschaft zu erreichen und 'Vorhersagbarkeit' - die Art und Weise wie Progonosen die Zukunft nehmen.


    Was das erste Thema betrifft funktioniert die Geschichte gut - das Ausgeliefertsein der Protagonistin gegenueber der Behoerde ist sehr schoen eindringlich eingefangen, und auch die Art wie die beiden in total verschiedenen Welten zu leben scheinen.


    Beim zweiten greift die Geschichte aber zu kurz. Es ist - aus Johnson's Ueberraschung ueber die Info zu Mr. Black -schon deutlich zu sehen dass Roborakel halt keineswegs allwissend ist - und hier schon auf einem eher kurzen Horizont total versagt hat. Mrs. Black ist auch nicht besonders gluecklich zu nennen, das 'social engineering' bei ihr hat also bisher auch nicht gefruchtet.


    Insofern gehe ich hier nicht mit dem Eindruck raus dass die Geschichte was ueber das Verhaeltnis von Mensch zu Zukunft zu sagen hat, sondern mit dem Eindruck dass die Maschine einfach falsch prognostiziert und dass eine Behoerde die ihren Menschenverstand abgibt und statt dessen auf KI vertraut dem ueblichen Irrtum unterliegt, dass KI naemlich einfach danebengreifen kann und Faktoren die jeder Mensch begreifen wuerde einfach nicht versteht.


    Ist das ungefaehr die Botschaft auf die Du rauswillst - oder liegt Dir tatsaechlich das Prognosethema mehr am Herzen? (Minority Report - die originale Kurzgeschichte, nicht der Film - faengt das Dilemma meines Erachtens sehr gut ein...)

    So, ich muss jetzt sagen dass ich ja nach Deiner Einleitung so das eine oder andere befuerchtet hatte, dass mich die Geschichte bisher aber eher positiv ueberrascht hat.:thumbup:


    Das Setting mit den Aschewolken finde ich (die Parallelen zu 'Mistborn' sehe ich auch...) recht stimmungsvoll, gibt der Sache so einen duesteren Touch, so ein bisschen Endzeitstimmung, gefaellt mir gar nicht schlecht.


    Cheneela ist ein bisschen Klischee - da wuerde ich mir wuenschen dass Du uns was Neues servierst, Prinzessin die den Leibwaechtern und dem Hofleben mal entkommen will kennt man irgendwie schon - das Thema aus Sicht der Leibwaechter koennte z.B. mal anders sein - aber okay, ich war gewarnt :D


    Der Abflug von Vulkan ist cool geschrieben, das verschleiert dass die Sinnfrage ein bisschen offen ist - wenn Raven einen hohen Startpunkt braucht (was plausibel ist) dann kann er keine Mission planen bei der er landet - wenn er nach der Landung in einer Mission wieder starten kann, dann braucht er keinen Vulkan zum Start - da sollte sich doch irgend ein Erklaerung finden lassen die der Sache Sinn verleiht?! Weil - stimmungsvoll ist es wie es ist!


    Also, so insgesamt - gefaellt mir bisher wirklich gut, hat eine schoen duestere Stimmung - hat Potential!

    Das Buch der Koenige 1 und 2 aus der hebraeischen Bibel


    So langsam arbeite ich mich also da auch durch. So richtig attraktiv ist der Text nicht gehalten, vieles wird in formalen Wendungen abgehandet. Die Highlights sind die Taten der Propheten Eliah und Elisha die da mal Abwechslung reinbringen. Ansonsten... kann man es ja nach Veranlagung als Komoedie oder Tragoedie lesen...


    DER HERR: Also, dass der Salomo sich da eine aegyptische Prinzessin als Frau genommen hat gefaellt mir gar nicht. Auf der anderen Seite kann ich ihn gut leiden, also... bestrafe ich einfach seinen Sohn Rehabeam.


    DER HERR: Jerobeam, ich habe entschieden dass der Rehobeam als Koenig des Reiches ungeeignet ist, sein Vater hat zu viel mit fremden Goettern und Frauen rumgemacht. Also - du wirst jetzt Koenig von Israel, und dem Rehabeam bleibt nur Juda.

    Jerobeam: Danke, HERR!


    Jerobeam: Hm, ich bin jetzt zwar Koenig von Israel, aber der Tempel des HERRN steht immer noch in Jerusalem in Juda. Das ist schlecht, da koennten die Leute ja denken dass ich gar nicht der wichtigste Koenig bin... Vielleicht gruende ich meine eigenen Tempel und stell' ein paar Goetzenbilder auf...


    DER HERR: :patsch: Das darf nicht wahr sein - da muss jetzt ein neuer Koenig fuer Israel her!

    Neuer Koenig: Cool, ein paar Baal-Tempel wuerden sich gut machen...

    DER HERR: :patsch: Das darf nicht wahr sein - da muss jetzt ein neuer Koenig fuer Israel her!

    (und so weiter...)


    Die Tragoedie ist, dass wenn man zwischen den Zeilen liest ein Schurke wie z.B. Ahab eigentlich eine ganz vernuentige Politik betrieben haben - um gute Beziehungen zu den Nachbarn zu haben hat er eine phoenizische Prinzessin (Isebel) geheiratet und eben Handel ermoeglicht, und religioese Pluralitaet zugelassen - nur die Fanatiker DES HERRN haben die durch Terroranschlaege und Pogrome aus dem Land vertrieben, so dass die ganze Diplomatie am Ende nicht so richtig funktioniert hat und Israel bei praktisch allen Nachbarn verhasst war (wer mag schon religioese Fanatiker die alle anders denkenden abschlachten?). Die Geschichte des Koenigreichs Israel ist reich an Puschversuchen, Attentaten etc. ich glaube nur grob die Haelfe der Koenige ist eines natuerlichen Todes gestorben. Wenig neues im nahen Osten also, vor 2000 Jahren war's ungefaehr so friedlich wie heute...

    Ich dachte mir eigentlich, dass es zwar sicher gebündelt wird, aber auch in den anderen Spiegeln nochmal gespiegelt wird, was die Intensität noch mehr verstärkt (oder ist das falsch gedacht?)

    Yep, das ist falsch gedacht (zumindest wenn Du keine Fantasy-Metaphysik haben willst) - mit jeder Spiegelung wird die Intensitaet weniger.


    (Kannst Du im Prinzip mit dem Badezimmerspiegel ausprobieren wenn Du zwei Spiegel genau gegenueber anordnest - der Blick in die Unendlichkeit der so entsteht wird immer dunkler je mehr Reflexionen dazwischen sind).

    Mich würde mal interessieren, wie ihr in euren Storys mit Distanzen und deren Überwindung umgeht?

    Bei mir besteht ein wesentlicher Teil der Story haeufig aus der Reise. Das gibt viel Raum um eine Welt zu beschreiben, und ein reisender Protagonist entdeckt oft die Welt zusammen mit dem Leser - macht vieles einfacher.


    Aber man muss ja nichts ueber die Reise schreiben wenn sie ereignislos war - man hoert einen Textblock beim Aufbruch auf und faengt einen neuen damit an dass das Ziel in Sicht kommt. Reisen ist ja nicht anders als andere Taetigkeiten auch - man schreibt eine Geschichte ueber das was interessant ist, und den Rest laesst man weg. Ich gehe z.B. in aller Regel davon aus dass Fantasy-Protagonisten auch ab und an aufs Klo gehen selbst wenn das nicht im Text steht - meistens ist es halt nicht so wichtig.:D

    Wie weit setzt ihr eure Städte auseinander?

    So weit es mit dem Rest der Welt Sinn ergibt - eine Stadt braucht genug Einzugsgebiet um sie mit Nahrung und Feuerholz zu versorgen, man kann nicht einfach Staedte dichter setzen als das Land das hergibt. In fruchtbaren Gebieten sind Staedte naeher beisammen, in unfruchtbaren koennen sie sehr weit entfernt sein.


    Und je nachdem wie weit die auseinander sind und ob es Wasserwege gibt machen andere Formen von Handel Sinn (nur wertvolle Gueter lohnen sich ueber laengere Strecken ueber Land zu transportieren, Dinge wie Getreide oder so kann man eigentlich nur ueber Fluss oder Seeweg mehr als 2-3 Tagesreisen sinnvoll transportieren).


    Orientiert ihr euch an bekannten klimatischen Veränderungen, wie etwa auf einer Strecke von z.B München nach Rom?

    Ja, klar - das ist Teil des Weltenbaus. Mit dem Klima setze ich mich auseinander wenn die Geographie steht, dann kann ich sehen wo die Winde viel Niederschlag abladen etc.


    orientiert ihr euch an bekannten Strecken, die ihr vielleicht selbst einmal gewandert/geritten/abgefahren seid?

    :D


    Daher weiss ich was fuer ein Abenteuer das ist - in juengeren Jahren bin ich viel auf Tour gegangen - Mehrtagestouren durch Schottland, Neuseeland, Irland,... Als geuebter Wanderer (und das sind in einer mittelalterlichen Gesellschaft alle die auf Reisen sind...) schafft man schon 35+ km selbst durch bergiges Gelaende wenn ein Weg da ist - auch 50 km Etappen waren drin, die sind allerdings schon hart.


    Ein modernes Sportpferd ist nicht unbedingt die Distanz gewohnt, aber mit Pferden die das sind kann man schon gut Strecke machen - die Mongolen sind im Krieg oft gut 150 km pro Tag ueber die Steppe gekommen (ein Ritterheer ist allerdings langsamer).

    Bei Freddy bin ich mir aber sicher, dass sein Enthusiasmus (wie du es nennst, oder vielleicht könnte man es auch einfach als Motivation bezeichnen) daraus rührt, dass er sich verdammt Sorgen um Emilia macht. Er wollte ja schon zu Beginn in der Wohnung am liebsten sofort aufbrechen-ohne Sinn und Verstand-, weil er halt schnell zu einer Klärung kommen will.

    Keine Einwaende - aber mehr davon in den Text :)

    Traumschwingen

    Ich könnte mir vorstellen, dass ich mir ziemlich veräppelt vorkäme

    Nachdem ich erwaehnt werde...


    Veraeppelt nicht, aber ich zieh' mich generell aus den Threads von Autoren raus wo Geschichten versanden und immer wieder neue angefangen werden - ich weiss aus eigener Erfahrung dass man halt mal durch Zeiten durch muss wo's Arbeit ist weiter zu machen und nicht nur Vergnuegen, und wenn ich mich hier auf eine Geschichte einlasse, dann mag ich auch wissen wie sie weiter geht und am Ende irgendwie das Gefuehl bekommen da kommt was rum.


    Aber das geht, wie gesagt, bei mir ganz entspannt ab - ich bin da nicht beleidigt oder aergerlich wenn ein laengerer Kommentar 'versandet' - sondern ich lerne draus und mach's halt nicht nochmal.


    Also, zumindest von meiner Seite - keine Angst dass Du mir da auf die Fuesse trittst oder so.

    Das ist wieder mal ein sehr gelungener Murissa-Abschnitt bei dem ich mehr als einmal gelacht habe.


    37. Lügen haben grüne Flossen

    Schon angefangen damit - sehr schoen.

    „Ich lüge nie“, beteuerte ich eifrig

    Sie merkt es wenigtens selber...:D

    „Auf einer Reise habe ich einen sehr netten Expeditionsführer getroffen und hab ihm vorgeschwindelt, ich wäre eine Magierin so wie die anderen Hexen, die er angeheuert hatte, und ich habe ihm versprochen, dass ich für ihn einen verzauberten Ring suchen gehe, der von Dämonen bewacht wird. Das Problem ist, dass man das Schmuckstück nicht berühren kann. Angeblich sollt ihr verehrten Damen irgendeinen Schlüssel haben, mit dem wir an den Ring herankommen. Oder ihr habt ihn nicht und der Schlüssel liegt irgendwo hier in der Gegend herum ...“

    Also, anders als Rainbow wuerde ich das hier nicht kuerzen, ich finde das hier eigentlich schoen weil man merkt, sie redet um irgendwie im Redefluss zu bleiben - und ich kann mir waehrenddessen die Gesichter der Amazonen vorstellen auf denen sich immer mehr Fragezeichen aufmalen und die mit diesem Sermon gar nichts anfangen koennen - mir hat das gefallen.

    Was für Kampfbienen.

    Den Ausdruck finde ich komisch...

    Mich überfiel eine so schreckliche Angst, dass mir die Zähne zu klappern begannen und ich es kaum schaffte, das verräterische, ruckartige Aufeinanderschlagen meiner Kiefer zu unterdrücken.

    Sie werden mich töten!

    Das ist im Prinzip nicht schlecht, kommt aber hier etwas unmotiviert - warum genau an dieser Stelle, die Situation hatte sich schon entspannt, Muru hatte schon zu bloedeln angefangen - da wuerde ich noch feilen was das jetzt ausloest - oder dass sie ueberrascht ist wenn sie der Schock erst verspaetet ueberfaellt...

    Warum war ich auch so blöd und versuchte ehrlich zu sein? Das hatte noch nie funktioniert! Die Wirklichkeit ist viel zu langweilig und keiner will davon etwas hören – auch wenn sie es immer behaupten.

    Tja, stimmt schon.


    Wie hiess diie Agatha Christie Geschichte nur - die Protagonisten ist ein bisschen wie Muru, beschliesst dann aber einmal die Wahrheit zu sagen als sie in der Geheimkammer neben der Bibliothek einen Toten findet - und niemand will ihr glauben und der Inspektor fordert sie immer wieder auf doch jetzt endlich ernst zu werden.


    Sehr schoenes Thema :thumbup:

    Ja. Ich kann dich da schon verstehen. Ich wollte halt eigene Ideen mit denen der griechischen Mythologie verknüpfen, sodass was eigenes draus wird und ich nicht nur die Fakten aus der Mythologie verwende.


    Ich mag die Idee grundsaetzlich nicht schlecht reden - sowas kann schon klappen. Aber, wie in dem verlinkten Post angegeben - mit Namen aus der griechischen Mythologie verbindet sich was essentielles - Athene als Goettin der Weisheit kann von mir aus auch auf dem Empire State Building residieren wie bei Riordan - aber sie kann keine unbeherrschte Furie werden, das nimmt ihr die Essenz - und insofern stellt sich dann die Frage - wieso muss sie dann Athene genannt werden wenn sie was ganz anderes ist? Was bringt der Verweis auf die Mythologie wenn er zu einem Widerspruch fuehrt ausser Irritation?



    Götter werden ja immer als allmächtig dargestellt, obwohl sie dies gar nicht sind.


    Nee, das werden die gar nicht - die griechischen Goetter sind sehr menschlich, tatsaechlich sind sie vermutlich der griechische Versuch eine Psychologie zu begruenden, Projektionen menschlicher Seelenzustaende.

    Dass mit dem Kaiser macht zwar auch Sinn, ich bezweifele aber, dass jeder Leser so sehr in der griechischen Mythologie bewandert ist. Ich kenne zum Beispiel Filme/ Serien, wo die Götter auch in der modernen Welt vor kommen.

    'Percy Jackson' ist da vermutlich das was Du im Kopf hast - aber Rick Riordan ist ein guter Kenner der Mythologie, das merkt man beim Lesen schon - was da passiert ist dass er die alten Konfliktlinien neu interpretiert und auserzaehlt, und das kann er weil er die eben auch in den Details durchdringt (und weil er sie passend in Mythen der USA wiederfindet...) - wer Riordan liest bekommt ein ueberraschend authentisches Bild der griechischen Goetterwelt vermittelt.


    Die Essenz ist da, die Form ist anders.


    Okay - ich bin mir nicht ganz sicher ob das jetzt rueberkommt was ich meine, wenn nicht dann ignorier's einfach:)

    Dyrade

    Es ist im Griechischen eine Dryade, keine Dyrade. Kommt von δρῦς fuer Baum.

    Ich hätte ja gerne irgendeinen Adligen, aber das wäre ja wieder Klischee, oder?

    Das waere vor allem ein bisschen ungriechisch - das antike Griechenland war keine Feudalgesellschaft.

    Fände es auch noch cool, wenn Artemis an einen kaiserlichen Hof gebracht und dort eingesperrt wird und versucht einfach von dort zu ihrem Wald abzuhauen.

    Und einen Kaiser hatten sie auch nicht. Abgesehen davon ist ein bisschen schleierhaft warum es ueberhaupt moeglich sein sollte, eine Goettin einzusperren...


    Du merkst vielleicht, ich sehe griechische Mythologie nicht als einen Kramladen wo man sich einfach Sachen rausnehmen kann, und ich kann mir vorstellen dass der Versuch das zu tun auch bei anderen Lesern zu Irritation fuehrt - daher wuerde ich in den Raum stellen dass es vielleicht eine gute Idee sein koennte, einfach Deine eigenen Phantasienamen zu verwenden statt die Referenz auf die griechische Mythologie zu benutzen - siehe dazu meinen Post Woerter bedeuten was.

    Hm, den ersten Teil kannte ich ja schon und hatte meinen Senf dazugegeben. Beim zweiten Teil der Sache frage ich mich - wieso sind die Menschen da so... enthusastisch?


    Weder Susan noch Freddy waren jemals im Krieg - die haben hier eigentlich zu verarbeiten - die muessten grade im nervlichen Extremzustand sein - manche Menschen ziehen sich da zurueck, andere machen Bravado (wer 'Aliens' kennt - die Szene im Dropship wo die Marines gezeigt werden faengt das ganz gut ein - Hudson rastet aus und spielt im Adrenalinrausch den Macho) - aber dass ich zwei des Kampfes unkundige quasi vordraengeln - das fand ich schon ein bisschen komisch.

    Wenn wir also die verschwindend kleine Chance auf einen Überraschungsmoment nicht verspielen wollen, dann sollten wir es so machen, wie ich sage.“

    Es ist tatsaechlich 'das' Ueberraschungsmoment, nicht 'der' (es bezieht sich auf die Bedeutung vom lateinischen 'momentum' - Impuls, nicht auf den Augenblick).

    Das hast du aber nicht selbst aufgenommen, Thorsten . Oder?

    Doch, das ist schon eine meiner Drohnenaufnahmen (der Berg im Hintergrund ist natuerlich reingeschnitten, das war fuer den Filmclip ein bisschen eine Bastelei weil die Drohne ja nicht stabil in der Luft liegt und der Berg in jedem Frame neu positioniert werden muss - da bin ich ein bisschen stolz auf das Ergebnis auch wenn's nur ein paar Sekunden ist).


    Da habe ich mich kurz gefragt, ob man das so macht.

    DVDs sind ja - wegen verschiedener Audio-Tracks und Untertitel - recht internationale Produkte.


    Unter den DVDs die ich so habe gibt's zwei Philosophien - bei der einen Sorte kommt man als allererstes auf eine Sprachauswahl und dann sind alle Menus spaeter in der gewaehlten Sprache. Bei der anderen ist die Auswahl halt auf Englisch so dass es fuer jeden Zuschauer funktioniert - aber man kann halt Sprachen/Untertitel auswaehlen, und Artwork ist in der 'Hauptsprache' (wo die Produktionsforma sitzt meistens) - etwa so wie wir das gemacht haben.


    Deutsche DVDs sind da eher speziell - ich denke das liegt dran dass man dem Zuschauer auch OmU nicht zumutet, was etwa fuer Finnland normal ist.


    Wir haben ein recht internationales Publikum (tatsaechlich eher nur die Minderheit in Deutschland) - da brauchen wir schon eine vielsprachige Loesung.

    To the Ends of the Earth von Jeremy Harwood


    Ein Buch ueber Kartographie im Wandel der Zeiten mit vielen illustrationen von historischen Kartenwerken. Wer sich dafuer interessiert wie Menschen historisch die Welt so gesehen haben, oder wie mittelalterliche Karten eigentlich wirklich aussahen wird da fuendig werden.


    Interessant finde ich zum Beispiel, einige markante Punkte durch die Jahrhunderte zu verfolgen. Schon die Griechen wussten um die Existenz von Sri Lanka - nur war das auf den Karten viel groesser als in echt, groesser als der ganze indische Subkontinent. Das blieb dann bis 1500+ so - da wurde einfach aus den alten Werken kopiert - erst nach Vasco da Gama erschien Indien als prominenter auf den Karten (und ebenso erst ab dann erscheint Afrika in seiner heutigen Gestalt).


    Eine andere Erkenntnis war, dass die antiken Griechen schon alles ausgearbeitet hatten - in theoretischen Werken wird beschrieben wie man eine Kugel auf die Ebene projiziert, und von 7000 Orten werden Laenge und Breite aus astronomischen Messungen angegeben (die konnten also Orte absolut auf der Karte platzieren und mussten nicht 'Tagesreisen' und 'Himmelsrichtungen' aus Reiseberichten nehmen). Aber... nachdem sie keine Karten brauchten, hatten sie es bei den Demoversionen belassen, das Problem war ja geloest.


    Alles in allem, eine ziemlich interessante Lektuere fuer jeden, der gerne Fantasy-Karten zeichnet.

    Warum über verschiedene Übersetzungen disputieren, wenn man den HdR auch ganz einfach im Original lesen kann?

    Weil Tolkien im Original zwar toll aber auch anspruchsvoll ist - er hat ein sehr grosses Vokabular, gerne auch etwas historische Woerter, und nutzt das auch. Wenn man gewohnt ist Englisch zu lesen dann ist das kein Problem - wenn man mit Schulenglisch an Tolkien rangeht, dann geht aber wohl auch vieles an einem vorbei - und da kann die Uebersetzung dann schon die bessere Wahl sein.

    36/1


    Ich bin anscheinend ein bisschen hinterher... Also erst mal den Abschnitt:


    Murissa ist immer noch der Trumpf der Geschichte - die Art wie sie, kaum dass sie in Sicherheit ist, schon wieder jede Gefahr verdraengt und erst mal das Fabulieren und dann das Klauen anfaengt ist einfach herrlich zu lesen.


    Was mir an dem Abschnitt Schwierigkeiten bereitet - ich als Leser kenne ja irgendwie das Camp von Penthesilea. Aber erst jetzt, durch Murissa's Augen, bekomme ich eine Vorstellung wie es aussehen soll. Natuerlich habe ich es mir vorher aber auch schon vorgestellt - nur falsch, wie sich eben rausstellt, hier findet bei mir im Kopf ganz viel Korrektur von irgendwas statt was ich mir schon vorher ausgemalt hatte.


    Wirkt irgendwie nicht so toll... keine Ahnung wie man das perfekt loesen koennte, denn der Punkt dass man zusammen mit Muru hier entdecken kann ist ja auch nicht von der Hand zu weisen...


    Ob das Tote waren? Vielleicht bleichte die Haut nach dem Tod aus und die Augen verloren ihre Funktion.

    Sehr schoen wie sie da fabuliert...

    Alle waren Frauen und alle trugen graue oder hellblaue, samten aussehende Gewänder oder Tücher, die sie sich kunstvoll um den Leib gewickelt hatten und die von innen her leuchteten, als ob etwas sie anstrahlte.

    Ist das nur ihre Wahrnnehmung (sie ist ja irgendwie hellsichtig) oder leuchten die wirklich? Sieht Penthesilea das auch und erwaehnt es nie weil es fuer sie eben normal ist, oder sieht das nur Muru?

    Das war er - der Beweis, dass selbst meine wildesten Lügenmärchen über Froschkönige und Unterwasserwelten anscheinend eine reale Basis hatten!

    Da bin ich jetzt schon ins Gruebeln gekommen, denn... Maerchen in unserer Welt sind ja klar Fiktion. Aber Muru lebt ja in einer Fantasy-Welt in der es ganz offensichtlich Wassergeister, Daemonen, Hexen und wer weiss was noch alles gibt. Das macht die Froschkoenige irgendwie... ein gutes Stueck glaubwuerdiger.


    Will sagen, fuer uns ist es abwegig, an Zentauren zu glauben. Aber in einer Welt in der Hybridwesen normal sind und in der jemand jeden Tag mit einer Sphinx zu tun hat und Greife sieht waere es plausibel anzunehmen dass es sie gibt - vielleicht nicht hier, sondern wo anders - aber der Grund ihre Existenz in Zweifel zu ziehen entfaellt irgendwie.


    Has Du da mal drueber nachgedacht was in Deiner Welt eigentlich 'normal' ist und wie solche Flunkereien eigentlich aufgenommen werden muessten?

    Wenn es stimmte, wieso hatte sie mich glauben lassen, es seien nur Märchen? Warum hatten wir das nie überprüft? Nur wegen der Wassergeister, die jedes Wasser zu einer Gefahr machen?

    Dito.


    Es fühlte sich ein wenig kühl an und verursachte ein schwaches Kribbeln. In meinen Beinen fing es an zu ziehen und zu zwicken. Das seltsame Gefühl kroch bis in die Lunge hoch. Das Atmen fiel mir plötzlich schwer. Oh je, was passierte mit mir? Sollte ich das Band schnell wieder abmachen? Da hörte ich ein verheißungsvolles Brausen und Rauschen, das mich aufmerksam machte. Es kam vom Tümpel her. Das Plätschern des Wassers schien alle anderen Laute übertönen zu wollen. Und erst der Geruch, das süße Wasseraroma kroch mir in die Nase. Es war, als lockte mich der Tümpel zu sich: „Komm, komm, hier bist du zuhause!“


    Das fand ich sehr schoen beschrieben - anscheinend sind die Amazonen ja mit Magie ganz anders dabei als die Hexen in Murissa's Welt...