Beiträge von Eegon2

    Es gibt auf YT eine Seite namens "Dust". Dort werden internationale Scifi-Kurzfilme veröffentlicht, teilweise mit bekannten Schauspielern. Manche Filme bergen so viel Potenzial und manche sehen aus, wie aus einer großen Produktion geschnitten. Aber das meisten bleibt halt ungenutzt ...

    "1899" hatten wir auch in zwei Tagen durch, trotzdem bleibt "Dark" für mich die beste Mystery-Serie, gefolgt von "Lost".

    Man muss aber auch zugeben, dass auf "1899" ein unglaublicher Druck lastet, die Erwartungshaltung des Publikums ist unglaublich hoch. Grundsätzlich zeigen die Serien von Bo Odar/Friese, was entstehen kann, gibt man deutschen Ideen richtig viel Vertrauen und Geld in die Hand. Solche Formate sind für die ÖRR völlig undenkbar, feiern aber weltweite Erfolge. Genauso undenkbar, dass dieses Autoren-Gespann das Einzige in unserem Land sein soll ...

    Deine Absichten in allen Ehren, aber eine gehaltvolle Textarbeit zwischen zwei inkompatiblen Medien halte ich für wenig zielführend.

    "Früher" habe ich auch ganze Schreibblöcke vollgekritzelt und weiß heute noch, wie schwierig es war, Änderungen, egal welcher Art, vorzunehmen. Ja, Du hast Recht und auch ich verabscheue handygetippte Texte, aber eng handgeschrieben und eingescannt - da kann ich max. ein oberflächliches "Nett" abgeben.

    Okay, man kann das meiste einigermaßen lesen, aber was dann? Ich fürchte, die Arbeit, die Du Dir jetzt machst, ist nur eine Schreibübung im wahrsten Sinne des Wortes. Die Welt ist digital ...

    Da ich von "Supernatural" nur den Titel kenne, kann ich dazu keine Aussage machen.

    Zur "kurzen" Geschichte der Hochdämonen: Also, die #1, also das oberste "greifbare" Wesen Deiner Geschichte ist Luzifer. Der erschafft Cantar. Dieser rebelliert, wird verbannt und erschafft Rahiki, den Urvampir. Allein dafür solltest Du "Frankenstein" von Mary Shelley lesen, denn dort findet eine sehr ähnliche Geschichte statt.

    Den Rest kannst Du getrost streichen, denn niemand versteht, wo die Geschichte her- und vor allem, wo sie hinführt. Das meine ich mit verschlanken. Es müssen nicht noch x andere Wesen in undurchsichtigen Plots ihr Unwesen treiben.

    Erzengel Michael hat einen Enkel namens Henry, der wiederum Aleena, die Urenkelin Luzifers entführt/entführen soll.

    Ähm ... zweifelhaft, dass Du alle historisch-mythologischen Aspekte zu Michael in einer Story glaubwürdig und nachvollziehbar unterbringen kannst. Oder benutzt Du nur seinen Namen?

    Mit wem hat Luzifer Kinder und Kindeskinder? Warum öffnet ausgerechnet dessen Enkelin Eden?

    Was bedeutet Eden? Wieso braucht es die Kreuzung von Luzifer und Michael? Was haben Kain und Abel dort verloren?

    Dann weiter: Wieso liegt Cantar in einem Grab? Er ist ein Dämon.

    Woher weiß der Enkel des Erzengels davon? Warum befreit er ihn? In diesem Moment hast Du Henry zum Protagonisten gemacht, denn er tut Dinge, die eine Story ausmachen.

    Henry entführt auf Cantars Hinweis Aleena und schwängert sie. Oder doch nicht. Man weiß es nicht.

    Nein, er foltert sie. Warum? Aus Spaß? Weil sie es verlangt?

    Dann besetzt er Griechenland. Allein? Mit einer Armee? Durch Zauberei? Was will er mit dem Präsidenten?

    Offenbar ist er kein guter Besetzer, denn Alessandro, Aleenas Vater kickt ihn aus Griechenland.

    Folgendes: Der Griechenland-Arc kann komplett gestrichen werden, denn er führt nirgendwohin, da Henry das Land verliert und gleichzeitig den Präsidenten nicht tötet. Es passiert also nichts, was mit der Story zu tun hat.

    Ebenso wie dieses Hin und Her mit dem Sarg und Aleena - es führt zu keinem Ergebnis.

    Bis hierhin hat Dein Protagonist nichts erreicht, außer die Tochter von jemandem zu entführen und sie zu foltern.

    Plötzlich beauftragt Cantar jemand anderes sich an Ariella heranzumachen. Warum nicht Henry? Er hat sowieso nichts zu tun.

    Wer ist Ariella? Was hat sie mit der Öffnung Edens zu tun?

    Nun tritt Luzifer an Alessandro heran, damit dieser andere Dämonen holt, um Cantar zu bändigen. Warum macht Luzifer es nicht selbst? Wie schafft es Henry Aleena aus Luzifers Reichweite zu halten? Schließlich müsste sie doch das Hauptziel sein. Oder will Luzifer, dass Eden sich öffnet? Wenn ja, wieso?

    Es geht seltsam sinnlos weiter: Cantar weist Henry an, Aleena zu schwängern, doch der lehnt ab. Bisher hat Henry, außer der Entführung NICHTS auf die Kette bekommen.

    Warum nimmt Cantar Besitz von Ariella? Wen hatte er vorher?

    Auf das Zeug mit der schwangeren Schwester Luzifers gehe ich nicht ein, weil das von vornherein ebenfalls ins Nichts führen wird.

    Die nachfolgende Plotline von Mondblut hat nichts mehr mit obigem Text zu tun. Und dieser würde ausgeschrieben keine dreißig Seiten füllen.

    An den folgenden Kraut-und-Rüben mit Alessandro, Adam und Jasper merke ich, wie sehr Du Dich in den Strängen Deiner Welt verheddert hast.

    Der Eden-Begriff, das Ziel als solches, bleibt bei ALLEN Deinen Erklärungsversuchen nebulös. KEINE der Figuren strebt danach, alle sind mit allen möglichen und unmöglichen Dingen beschäftigt, die Handlung zerfasert in tausend Richtungen, die weder durch Namen, noch Titel oder Orte irgendwie zusammengehalten werden. Himmel und Hölle und Vampire alle Art sind alle irgendwie miteinander im Kampf oder auch nicht. Im Grunde hast Du nur eine Dreiecks-Geschichte:

    Luzifer - Cantar - Aleena. Der Rest ist Beiwerk. Man könnte den ersten beiden jeweils einen Stellvertreter auf Erden an die Seite stellen, der eine will/muss Eden erreichen, der andere will/muss das um jeden Preis verhindern. Fertig ist die Geschichte. Kein Umbetten von Knochen, keine Lustsklaven oder Kindersex und ähnlicher Kram.

    Sorry, aber mein Eindruck: Das ist ein Scherz!

    Allein dieses Stück ist von Figuren völlig überfrachtet!

    Der Ansatz, die Geschichte von der Auflösung her "rückwärts" zu schreiben, ist per se nicht schlecht, denn so werden z.B. Krimis gemacht. Aber: Von dem schmalen Ziel her breitet sich ein unübersehbares Gebirge einer mehrteiligen Geschichte aus, für die Dir im Moment noch nicht alle Skills zur Verfügung stehen.

    Ich bin mir sicher, dass sich unzählige Charaktere und Arcs streichen oder wenigstens ausdünnen lassen. Du versuchst, mehrere verschiedene Geschichten in einen Rahmen zu pressen - das wird so nicht funktionieren. Da Du der Meinung bist, dass dauernd irgendjemand auftreten und etwas tun muss, um die Handlung voranzubringen. Das ganze Konstrukt muss sehr stark verschlankt werden, ansonsten wirst Du niemals ans Ziel kommen.

    PS.: Kostet nix, hilft aber uns allen -> Grammatik, Stil und Rechtschreibung prüfen – korrekturen.de

    Es gab aber von vielen Seiten Korrekturen, Vorschläge und Anregungen, was Du wie vllt. hättest ändern/verbessern können. Stattdessen gab es von Dir entweder das nächste Kapitel oder einen völlig neu geschriebenen Text, der den ersten ersetzen sollte. So funktioniert Textarbeit aber nicht. Kein Erstlingstext ist sofort druckreif, sondern durchläuft Arbeitsprozesse. Was soll der Leser in diesem Text erfahren, was wurde wie formuliert, wo gibt es Verständnislücken, Logikprobleme usw. Einfach nur runterschreiben kann jeder. Daraus aber eine, für viele lesenswerten Geschichte formen, braucht Disziplin.

    Ich schreibe aus dem Kopf heraus. Habe die Story vor Augen und schreibe dann das was ich sehe.

    Das ist für niemanden ein Problem!

    Es geht darum, dass diese erste Story/dieser erste Text nur eine Rohfassung ist, die danach noch ZIGMAL überarbeitet werden muss. Und nicht jedes Mal einfach neu geschrieben und anders und noch mal neu geschrieben wird. Kein Wunder, dass es am Ende einen unübersichtlichen Wust gibt, bei dem Du selbst den Überblick verloren hast.

    Leider hat man mit solchen Aktionen die Büchse der Pandora geöffnet.

    Son Hype hält immer erstmal an, bis es abflaut und das nächste in den Fokus gerät.

    Es ist kein Hype im Sinne von "Jetzt machen wir alle mal das Gleiche" oder besser "Damit ist richtig gut Geld zu verdienen". Da sind völlig andere Kräfte am Werk, als Lieschen Müller, die sich vorm Schlafen gern noch ein bisschen schauern lässt.

    Mit "forcierter Diversität" meinte ich eher sowas: Wenn es Kritik gibt, dass straighte Schauspieler, queere Charaktere oder jüdische Figuren durch nicht-jüdische Darsteller verkörpert werden, geht das schon sehr weit. Im umgekehrten Fall war die Sitcom-Produzenten einer Serie besonders stolz, dass der gesamte Cast queer war - auch die straighten Figuren. Der nächste Fall ist die Diskussion um z.B. einen farbigen u./o. weiblichen James Bond. Oder den kommenden weiblichen Pinhead in "Hellraiser" (welche richtig gut aussieht).

    Wie bei "Bridgerton" (bei der meine Frau und ich uns gut unterhalten fühlten) habe ich den Eindruck, dass neuere Produktionen eine Art Quote nach Checkliste abarbeiten, um auch ja jede Hautfarbe, sexuelle Orientierung usw. im Programm zu haben. Deshalb fand ich z.B. "The harder they fall" mit Idris Elba etwas merkwürdig, denn ein fast komplett schwarz besetzter Western, bei denen die Protagonisten in farbenfrohen Häusern wohnen, hatte für mich etwas von kultureller Aneignung. Wobei mir natürlich klar ist, dass es auch viele farbige Cowboys gab und nicht nur John Waynes oder Henry Fondas durch die Prärie ritten.

    Leider hat man mit solchen Aktionen die Büchse der Pandora geöffnet. Denn für jede Gruppe, Strömung oder was auch immer, die hervorgehoben wird, kommt eine andere und fordert das gleiche Recht. Und plötzlich sind alle, außer dem alten weißen Mann, eine Minderheit und verlangen Beachtung ...

    "Bridgerton" ist eine Parallelwelt-Serie, die bewusst auf Color Blindness setzt. Ja, auch die Hautfarbe der Königin dort und in der Historie wurde schon weltweit diskutiert. Das ändert aber nichts an dem Umstand, dass diese Serie z.B. das Thema Sklaverei, eben durch die diverse Besetzung völlig ausblendet. So ist das alles pure Unterhaltung, ohne Anspruch auf irgendwas und nach Motiven einer vergangenen Zeit. Netflix hat keinen Bildungsauftrag und vllt. sollte das im Vorspann genannt werden, denn ich wurde von einem jüngeren Familienmitglied mit den Worten "War das damals wirklich so?" auf "Bridgerton" angesprochen.

    Ob Hobbits nun auch dunkel und Elfen immer weiß sein können, darüber habe ich mir noch nie den Kopf zerbrochen. Wenn's passt, okay, aber mein Eindruck der forcierten Diversität in Film und TV wird dadurch nicht gemildert.

    Ich weiß einfach nicht wie ich bei Tolkien mit den Lesern verfahren soll die zb. das Silmarilion nicht kennen. Entweder totaller Infodump und alles erklären oder hoffen das die die es interessiert nachlesen und das überspringen und sich nicht daran stören.

    Nur so ein Gedanke:

    Versuch mal einen einfachen Text zu schreiben, ohne völlig fremde Leser zutiefst beeindrucken zu wollen.

    Alle Deine Texte (und teilweise auch die Kommentare) schreien nach Anerkennung, in dem Du entweder mit Namen und Stammbäumen und Orten und Verwicklungen usw. jonglierst oder, wie hier, "für Kenner" der Materie etwas ganz Besonderes zaubern willst. Gerade das, was Du unbedingt und besonders hervorheben willst, macht viele Deiner Texte kaputt.

    Und wieder: Keep it simple!

    Ganz kurz: Theo konnte ohne Probleme aus dem Text entfernt werden, da er nur zwei Zeitungsausschnitte übergibt. Und es reicht, wenn "Ich" die beiden Leibwächter mitnimmt. Oder wen auch immer. Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung habe ich außer acht gelassen. Ansonsten ist die "Suche nach einem Lustsklaven" vllt. nicht der beste Aufhänger für ein breites Publikum. Ich empfinde es als viel zu diffus, weil weitab meiner Realität. Aber andere mögen das anders sehen.

    Du siehst, dass hier ein riesiger Berg Arbeit vor Dir liegt und der bisherige Text max. eine Rohfassung und Ideensammlung ist.

    Viel Erfolg.

    Aber wie hängen die alle zusammen? Nur, dass es Vampire o.ä. sind reicht nicht.

    Wer ist der Held? Wer ist der Bösewicht?

    Ich meine mich erinnern zu können, dass Adam mal der Held war, Jasper sein Geliebter und Alessandro der Bösewicht? Und am Ende gebiert Aleena den Heiland.

    Somit wäre Jasper schon mal nur eine Nebenfigur und bräuchte viel weniger Screentime.

    Es gab schon x Vorschläge, dass z.B. Adam als Normalo in die Vampirwelt und deren Konflikte hineingezogen wird und sich dort entweder integrieren oder sogar um die Spitze kämpfen muss/soll/darf.

    In dem Fall sollte sich ein Großteil der Handlung um Adam drehen, während Alessandro z.B. entweder versucht, Adam aus dem Weg zu räumen oder auf seine Seite zu ziehen. Ähnliches gilt für Aleena, der wohl am Ende eine größere Rolle zufällt.

    Oder Adam wird aus irgendwelchen Gründen gebraucht, um Aleenas Entführung aufzuklären.

    Ich habe den "neuen" Szenenplan mal stellenweise quergelesen und hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass da irgendwo eine Geschichte erzählt wird. Pausenlos werden Namen ins Spiel gebracht, seien es Ort oder Familienmitglieder.

    Bsp.:

    Kapitel 4

    Szene 1 - 5:

    Szene 1: Nach dem Adam Jasper aus dem Saal getragen, hat lässt Lorenzo Antonion Jaspanda verhaften. Antonion weißt ihn daraufhin, dass er als Vampirkönig Immunität genießt und dass sie das nur können, wenn er Volksverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschenerhaltung oder die Vampirerechte begeht. Alessandro ist abgelenkt und überlässt völlig Lorenzo das Politische. Er bekommt eine MMS mit Bildern von Aleena und der Forderung den Rittern der Dunkelheit Informationen über das Verhältnis der anderen Staatsoberhäupter zu ihren Lustsklaven zu geben. Alessandro sieht auf Antonion.

    Lorenzo will Antonion Jaspanda abführen lassen und Alessandro greift ein. Er lässt Antonion Jaspanda frei und spielt gegenüber Lorenzo die Vamsarkarte aus. Lorenzo knurrt aber er lässt seinen Bruder gewehren.

    Adrianos Bluterion ist sichtlich entsetzt und schlägt,vor das er und Antonion sich erstmal in ihre Gastgemächer zurückziehen.

    Die Anwesenden stimmen zu.

    Szene 2:

    Lorenzo geht nach Jasper sehen und Antonion bittet darum dass sein Kleines Eklar aus von den Überwachungsvideos verschwindet. Fernando spielt mit seinem Smartphone und hat sich mit Adrianos im Hintergrund gehalten.

    Alessandro bekommt eine SMS, das die Ritter ihn mit Aleena sprechen lassen, wenn er ihnen erste Informationen gibt. Alessandro hat den Gedanken die SMSen könnten von Fernando kommen. Weil sie immer dann kommen wenn er gerade etwas Luft hat und das kann man nur so takten wenn man ihn beobachtet.

    Alessandro bietet Antonion an persönlich die Bänder zu löschen und geht raus.

    Szene 3: Alessandro geht in die Sicherheitszentrale von Schloss Immortalitá und nimmt den Ausraster von Antonion gegen seine Lustsklavin mit seinem Handy auf während er es abspielt. Dann löscht er es aus den Überwachungsbändern raus. Er schickt das Video an den Absender der SMSen und wartet.

    Doch sie lassen ihn zappeln.

    Szene 4: Alessandro trifft Felix und Felicia, seine Nichte und seinen Neffen. Sie fordern ihn zum Dragofangen heraus. Pietro macht auch mit. Die 4 spielen sehr lange. Dabei macht Pietro den Vorschlag eine Parlamentssitzung wegen des Drabunds anzusetzen. Alessandro stimmt zu. Er sagt er würde die anderen einladen und morgen mit Fernando zur Banco de Sangichi fahren und um sich die Druckkapazität der Währung anzusehen und nochmal das Design umzukrempeln. Da ihn die Vordrucke nicht gefielen.  

    Er verschweigt Aleenas Entführung da er erst rausfinden will wer ihn beobachtet und ob Fernando es wirklich ist.

    Szene 5: es geht zum Abendessen. Danach läd er die Staatsoberhäupter für in 2 Wochen zur Parlamentssitzung ein. Es gibt einen Stromausfall im ganzen Schloss.

    Er bekommt einen Anruf. Aleena ist dran und er kann kurz mit ihr sprechen. Dann geht einer der Entführer dran. Alessandro wird gesagt, das er niemandem etwas sagen soll und ihnen schon brav alle Lustsklaven der Staatsoberhäupter nennen soll und Sicherheitsprotokolle herausgeben soll, ansonsten würden sie Aleena foltern. Alessandro hat keine Andere Wahl und sagt ihnen das er ihnen geben wird wonach sie verlangen, wenn sie Aleena nichts antun.

    Dann geht er in einen unruhigen Schlaf.


    Bei genauerer Betrachtung ist das Kapitel um ca. 2/3 geschrumpft, denn die eigentliche Story verschwimmt hinter all dem Zeug.

    Mir ist auch aufgefallen, wie hanebüchen die Forderungen der Ritter klingen. Ging es nicht ursprünglich mal darum, dass Aleena irgendwas Besonderes war/hatte?

    Nun liest es sich so, dass die Ritter der Nacht die Bösewichter sind. Okay, aber das klingt, zumindest im Plot, als viel zu diffus.

    Und nochmal: Keep it simple.

    Charaktereliste und Steckis folgen

    Das ist Autorenarbeit für den AUTOR - nicht für die Leser. Die Charakterbögen sind für Dich, damit Du weißt, was Deine Figuren ausmacht und antreibt.


    Das sind die Dinge, mit denen Du Dich auseinandersetzen solltest ->


    BASICS-

    Hauptcharakter Name:

    Rolle in der Geschichte:

    Aussehen:

    Alter:

    Persönlichkeitstyp: (einer der 9 ENNEAGRAM Typen)


    INTERNAL: Wichtigste Punkte Deiner Figur

    Was ist ihre größte Angst?

    Innere Motivation:

    Kryptonite:

    Was ist ihr Irrglauben?

    Dinge, die sie lernen muss:

    Was ist das Beste in ihrem Leben?

    Was ist das Schlechteste in ihrem Leben?

    Wofür verachtet sie andere Menschen?

    Was bringt sie dazu, sich gut zu fühlen?

    Was bringt sie dazu, sich geliebt zu fühlen und welche Person schaffte das zuletzt?

    Drei Dinge, die sie am Leben am meisten schätzt?


    EXTERNAL: Nicht unbedingt notwendig, aber nützlich

    Was ist ihr Lieblingsbuch, – film, -musik?

    Von welchem Gegenstand kann sie sich auf keinen Fall trennen?

    Beschreibung eines kompletten Outfits

    Welche Spitznamen hatte sie bisher?

    Wie manipuliert sie andere?

    Wie ist ihr Tagesablauf?

    Das beste Mittel gegen einen schlechten Tag?


    ZIELE:

    Inwiefern ist Ihre Figur mit ihrem Leben unzufrieden?

    Was glaubt Ihre Figur, dass ihr wahres Glück oder Zufriedenheit bringen wird? Welchen definitiven Schritt könnte sie tun, um ihren Traum zu verwirklichen?

    Wie hat ihre Angst sie bisher davon abgehalten, diesen Schritt zu tun?

    Wie glaubt Ihr Protagonist, dass er sein Ziel erreichen kann, während er sich immer noch von der Sache fernhält, vor der er Angst hat?


    THE BACKSTORY -DER MOMENT, DER ALLES VERÄNDERTE

    ...

    Mit welchen Vorstellungen geht Ihre Figur in die Szene und wie wird sie von dem Ergebnis überrascht?


    Wie kämpft Ihre Figur damit, an ihren alten Überzeugungen festzuhalten?

    Was ist ihre Schlussfolgerung/neue Überzeugung?


    Dazu kommt -

    Die Grundpfeiler eines guten Storytellings (falls es eine Heldenreise sein soll ->https://de.wikipedia.org/wiki/Heldenreise )

    -Der Held/die Heldin

    -Ein Konflikt

    -Die Lösung des Konflikts

    -Der Spannungsbogen

    -Worum geht es?

    -Und wieso ist es für mich wichtig?

    Quasi alle klassischen Geschichten, Sagen, Mythen und Märchen sind auf einer Heldengeschichte aufgebaut. Jeder der oben angeführten Punkte wird berührt. Und ganz wichtig, sowohl bei Märchen als auch im Storytelling:

    Dem Helden/der Heldin geht es schlechter, bevor es aufwärts geht.

    Der Tiefpunkt der Geschichte ist essenziell. Den Protagonisten muss es wirklich schlecht gehen, es muss einen dramatischen Wendepunkt geben, bevor alles gut wird.

    Dafür braucht es einen roten Faden, die Prämisse, den/die der Autor kennen muss.


    Sorry, aber Dein Plot ...

    Es ist keine Hauptfigur und auch kein Geschichte und kein Spannungsbogen zu entdecken:

    Ritter entführen eine weibliche Figur nach Frankreich, da sie befürchten, dass irgendjemand ihre Verstecke ausfindig macht.

    Wenn ich jemanden entführe, dann lenke ich doch gerade die Aufmerksamkeit auf mich. Was soll mit dieser Entführung bezweckt werden?

    Dann wird es wirr und irgendjemand wendet sich am Ende an die Mafia.

    Schon im ersten Kapitel tauchen 14 (!) Figuren, teils mit exotischen Namen auf.

    Danach verhedderst Du Dich, denn die Perspektiven der Kapitel wechselt ständig.

    -> A.Drago, J.Fagio, A.Nossini, A.Drago, J.Fagio, A.Nossini, A.Drago, J.Fagio, A.Nossini und pausenlos der Verweis, was dazwischen passiert und auf Aleena.

    Sind das alles wichtige Handlungsstränge und Perspektiven? Für eine Entführung und Versteckspielen?

    Wieder die allerwichtigste Frage: Was willst Du mit Deiner Geschichte aussagen? Wo/Womit beginnt sie für wen und wie soll sie enden? Mit welcher Figur soll der Leser besonders mitfiebern? (Auf keinen Fall mit 14+ Charakteren!)

    Keep it simple!

    Du hast schon Tonnen von Feedback bekommen und jetzt geht es wieder von vorn los?

    Wie auch immer, früher oder später hast Du den Gaul tot geritten. Für Dich, aber auch für andere.

    Werd Dir klar, was der Kern Deiner Geschichte ist und welche Art von Geschichte Du erzählen willst.

    Dann noch eine Rangliste der Figuren und dazugehörige Charakterbögen.

    Damit hast Du vorerst genug zu tun.