Beiträge von Katharina

    Stimmt, das sehe ich auch so. Heute fühlt sich direkt jeder offended.

    Ich denke, das ist das größere Problem.

    Eben nicht, dass sich ein tatsächlicher Sprecher der Sprache beleidigt fühlen könnte (dass die davon hören, ist eh unwahrscheinlich), sondern dass irgendjemand davon hört, dass das aus einer Minderheiten-Sprache genommen ist, und dann fremd-beleidigt ist.

    (Die allermeisten Menschen, die sich über das Fehlen von Transgender-Toiletten aufregen, sind ja auch keine Transgender...)


    Wenn du die Sprache eh nicht weiter ausarbeiten willst, würde ich tatsächlich einfach nur ein paar Buchstaben an den Sätzen austauschen - allerdings so, dass die zugrundeliegende Ästethik erhalten bleibt, also nur Vokale mit Vokalen tauschen, Nasale mit Nasalen usw.

    Und hier können wir auch schon mit dem Teaser aufwarten. Die letzten Szenen, die da rein gehörten, wurden letzten Freitag erst gedreht. Das ist vermutlich unser vielseitigster Teaser von den Bildern und den Stimmungen her. Und hoffentlich ein bisschen mysteriös :)


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    Während Thorsten die Nachbearbeitung vom "Raben" in Angriff nimmt, habe ich das Drehbuch für die Samhain-Folge fertig geschrieben. Ich nehme mir ja manchmal die Freiheit, fürs Drehbuch ein paar Kleinigkeiten wegzulassen, hinzuzufügen oder ein wenig anders darzustellen, aber im Wesentlichen ist es eine 1:1-Übertragung von Thorstens Geschichte. Dieses Mal allerdings haben sich da einige Dinge als schwierig erwiesen, u.a. viel innere Monologe und Hintergrundwissen, was man irgendwie an den Zuschauer weitergeben muss. Außerdem wollte ich den Spannungsbogen ein wenig verschieben (z.B. Rórdán erst zu einem sehr späten Zeitpunkt die Erkenntnis haben lassen, dass er selbst der Rabenkönig in seiner Vision war). Herausgekommen ist eine Geschichte, die nicht nur den Fokus auf Clíodhnas Reise in die Anderswelt hat, sondern auch Rórdáns Zwiespalt und seine Ängste thematisiert. Da sollen viele Flashbacks rein zu der Vision aus dem "Raben", in der der Beltainekönig getötet wird und die Mondgöttin sich dann an den Rabenkönig ranmacht. Ich habe außerdem eine Rückblende geplant, in der Caoimhes Vergangenheit und ihr Weg zur Göttin ein bisschen beleuchtet wird - das ist z.T. auch in der Geschichte drin, aber für die Filmversion musste ich das Gespräch mit Fionnula ein bisschen ausbauen, damit der Zuschauer schnallt, was vor sich geht. Außerdem habe ich die Schlussszene, die ja hier ein bisschen für hochgezogene Brauen gesorgt hat ( :grinstare: ) so geschrieben, dass es sich - zumindest für meinen Geschmack - natürlicher anfühlt, dass Clíodhna und Rórdán im Bett landen.


    Na ja, jedenfalls... es tut sich was...

    Auf der Mittelfinnischen Info-Seite über Veranstaltungen in der Umgebung ist unser Film in guter Gesellschaft vertreten :D



    Heute noch eine Vorführung.


    (Ich habe die leise Ahnung, dass die heutige Vorstellung in der Sonntagsausgabe der Mittelfinnischen Zeitung erwähnt sein könnte, da plötzlich kurz hintereinander Leute anrufen und fragen, ob noch Platz ist :hmm: Wir beziehen die Zeitung nicht und da die ihre Themen u.a. von der Info-Seite bekommen, kann ich's nicht sagen, aber ich werde heute mal das Publikum befragen ^^ )

    Chaos Rising

    Ich glaube, hier wollte keiner eine Diskussion anfangen. Der einzige, der jetzt das diskutieren angefangen hast, bist eigentlöich du ;)


    Dass der Thread-Ersteller eventuelle stille Mitleser darüber in Kenntnis setzt, warum er seinen Text nicht weiterpostet scheint mir durchaus angemessen und nicht Kritik an der Moderation. Auch das hier scheint mir recht deutlich:


    ich mag selbstverstaendlich nicht ohne Erlaubnis gegen die Nutzungsbedingungen verstossen



    Aber jedem, wie er es verstehen will...

    Hallo N. Kalinina

    Ich bin mir noch nicht sicher, was ich von der Geschichte halte - dafür ist noch zu wenig passiert und die Erzählstränge noch lose - und kann dir auch nicht versprechen, dass ich dran bleibe, dafür hab ich gerade zu viel eigenes Zeug am Laufen. (Ich habe das bisherige gestern gelesen, weil ich den halben Tag auf einen Anruf gewartet und dabei irgendwie nichts anderes zustande gebracht habe...) Ich wollte jedenfalls ein paar Anmerkungen loswerden:


    Auf eine Art gefällt mir dein Stil, da sind ein paar schöne Beobachtungen und Bilder drin. Dann reist es mich aber an manchen Stellen wieder irgendwie durch Kleinigkeiten raus. Ich bin mir nicht sicher, ob das daran liegt, dass die Geschichte "über wenige Tage hinweg entstanden ist", also einfach nur so runtergeschrieben wurde... Na ja, ein paar Sachen, die mir etwas aufgestoßen sind im Spoiler.


    Kurzes Update, weil ich heute den Bescheid bekommen habe: Der Trollschatz bekommt von der Stadt Jyväskylä einen Kulturzuschuss über 500 Euro für Werbung und Mietkosten für die Premiere :)


    Den hatten sie uns eigentlich letztes Jahr schon gewährt, allerdings für das ganze Paket, also Produktion und Premiere. Da wir die Premiere nicht machen konnten (und den Film auch noch nicht ganz fertig hatten :whistling: ), konnten wir das also nicht einfordern (wird rückwirkend ausgezahlt). Da die Produktion uns aber praktisch kaum etwas kostet und das meiste eh für Werbung geplant war, hab ich das einfach noch mal beantragt.

    Jepp, wir haben jetzt mal aufgenommen "Alles klar? Noch Fragen?" (also auch deine Lösung ^^ ) Mal gucken, wie das dann aussieht, aber es könnte ganz gut funktionieren, weil er einmal den einen (der nickt) und dann auch noch den anderen (der den Kopf schüttelt) anguckt ;)


    Das Problem lag darin, dass wir mit zwei Finnen aufgenommen haben und denen nicht ganz klar war, was Thorsten eigentlich genau sagt - nur, dass sie irgendeine Reaktion zeigen müssen... :D

    Mir ist das jetzt schon zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit passiert, dass ich irgendwo getagt wurde, davon aber keine Benachrichtigung bekommen habe (hab's dann erst beim durchblättern des Threads gesehen) :hmm: Ich hab noch mal direkt im Benutzerkonto die Benachrichtigungen durchgeguckt und da steht die Erwähnung drin und jetzt auch im "Benachrichtungsglöckchen" - war aber vorher definitiv nicht da :hmm:


    Wurde da irgendwas geändert?

    Ich kann auch sehr gut nachvollziehen, dass das einen Leser/Zuschauer vielleicht stutzen lässt, aber auch das muss ja nichts schlechtes sein. Bei den meisten wäre der erste Gedanke wahrscheinlich: Eiskalt und leblos - da muss man doch Erste Hilfe leisten, anstatt über die Frau herzufallen! :D Wobei anzumerken ist, dass die effektivste Erste Hilfe bei akuter Unterkühlung (wenn man sonst keine Hilfsmittel zur Hand hat) tatsächlich ist, sich und den anderen nackt auszuziehen und sich gemeinsam unter eine Decke zu kuscheln...

    Rainbow

    Vom hexischen Standpunkt ist der Ausgang der Reise schon sehr nachvollziehbar ^^


    (Fun fact: Es hat keinen Einfluss auf die Geschichte gehabt, die ist im Groben schon länger so konzipiert, aber wir haben seit neuestem sogar ein Samhain-Kind, welches unter ganz ähnlichen Umständen entstanden ist - wenn auch nicht genau an Samhain :D )

    Kleiner Einwurf meinerseits bzgl. Fachbegriffen:


    Im richtigen Maß eingesetzt finde ich, dass Fachvokabular auch viel zum Flair einer Geschichte beitragen kann. Wenn ich es in einer Geschichte mit einem Biologen zu tun habe, komme ich durchaus damit klar, dass da hin und wieder Wörter aus seinem Fachbereich fallen und z.T. unerklärt bleiben (solange die Geschichte an sich noch verständlich ist). Ich denke, man kann dem Leser auch mal zumuten, mit ein bisschen Unkenntnis umzugehen und muss ihm nicht alles erklären oder alles so herunterbrechen, dass selbst der letzte Idiot es kapiert (es sei denn, ich schreibe eben für Idioten - da wären wir wieder bei der Frage, ob wir den Leser kennen oder eine gewisse Zielgruppe haben :D ).

    Ich bin hier am Überlegen, ob ich Clíodhna (zumindest im Drehbuch) das alles ein bisschen anders formulieren lassen sollte. Das Prinzip, von dem sie spricht, ist eigentlich ganz simpel: Die Göttin verkörpert die Polarität der Dinge (im Grunde das, was auch die andere Hexe/die "Widersacherin" schon im Rauhnachtfluch gesagt hat: "Hitze und Kälte, Leben und Tod - das ist die Wirklichkeit hinter den Dingen") und der Beltainekönig und der Rabenkönig sind ihre jeweiligen Gefährten im Kreislauf des Jahres. Zwei Mal im Jahr muss der eine durch den anderen abgelöst also besiegt werden. Die Göttin ist auch zugleich Lebenspenderin wie Totenmutter - sie gibt das Leben und sie nimmt es auch wieder, denn nur so kann das Gleichgewicht aufrechterhalten werden. Ohne Dunkel kein Licht, ohne Tod kein Leben...


    Ich glaube, um den Zuschauer (der häufig nicht so viel mythologische und ethnologische Vorbildung hat) nicht noch verwirrter als Rórdán zurückzulassen, muss sie ihre Erklärung hier in wirklich einfache Worte kleiden oder das Prinzip irgendwie veranschaulichen. In einem Buch kann man den Text einfach noch mal in Ruhe lesen, im Film sollte der Zuschauer möglichst gleich verstehen :hmm:

    Éowyn, die frustrierte Feministin


    "Die zwei Türme" ist ein Buch aus den 50er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. Tolkien war auch nur ein Kind seiner Zeit - niemand hätte es ihm verübelt, wenn sein Frauenbild von damals nicht den Zahn der heutigen Zeit getroffen hätte. Niemand hätte aufgeschrien und ihn als Sexisten beschimpft, wenn seine Protagonisten der Meinung gewesen wären, Frauen hätten im Krieg nichts verloren und man kann die Film-Éowyn schon verstehen, die frustriert ist von der Männerwelt, die sie absolut nicht am Krieg teilnehmen lassen möchte und ihr stattdessen aufträgt, sich um die Frauen und Kinder zu kümmern. Wie demütigend.


    Aber Moment mal - hatte Tolkien tatsächlich dieses Bild von Éowyn und der Welt, in der sie sich bewegte?


    Ein Blick in dieses alte, verstaubte Buch, dass jetzt auch schon siebzig Jahre auf dem Buckel hat, zeigt uns eine ganz andere Person und eine andere Gesellschaft. Als König Théoden die Leute nach Helm's Deep führt, lässt er seine Nichte Éowyn zurück und gibt ihr den Auftrag, eine Heerschau durchzuführen und ihn in Dunharrow wiederzutreffen - mit dem Heer, das sie für ihn zusammengestellt hat. Okay, genaugenommen ist es nicht Théoden selbst, der auf die Idee kommt. Genaugenommen überlegt er erst noch, wen er mit der Aufgabe betrauen könnte, denn sein treuer Neffe Éomer (dazu wird Thorsten noch etwas schreiben) muss mit ihm nach Helm's Deep reiten. Théodens eigene Leute schlagen ihm schließlich Éowyn vor, der sie - laut ihrer eigenen Worten - alle folgen würden.


    Wir erleben Éowyn hier also tatsächlich als Schildmaid Rohans, eine fähige Anführerin, deren Kompetenz von keinem der Herren im Heer in Zweifel gezogen wird. Sie wird die neue Kommandantin des neuen Heeres, welches Rohan in den Krieg schicken wird - eine Aufgabe von enormer Verantwortung.


    Warum reitet Éowyn dann trotzdem heimlich und als Soldat verkleidet mit den Rohirrim in die Schlacht? Traut ihr wirklich keiner zu zu kämpfen? Es stellt sich heraus, dass sie hier offenbar doch ein bisschen einem Traum erliegt, mit den Männern in den Kampf reiten zu können. So fortschrittlich war Tolkien hier dann doch nicht, dass er eine Gesellschaft entworfen hätte, in der es keine Rollenverteilung der Geschlechter gegeben hätte ;) Frauen gehören eben normalerweise nicht in die Schlacht. Dass Éowyn hier so viel Verantwortung übertragen wurde hat wahrscheinlich auch viel mit ihrer Abstammung zu tun und der Tatsache, dass sie derartige organisatorische Dinge von klein auf gelernt hat. Dass sie den Männern dennoch nicht ganz gleichgestellt ist, äußert sie in einem schwachen Moment, als sie Aragorn darum bittet, sie mitzunehmen auf die Pfade der Toten. Aragorn lehnt dies vehement ab, aber nicht etwa weil sie eine Frau ist, sondern weil sie das Kommando über Rohans Heer hat. Übersetzung: Wir sind im Krieg. Du hast einen Posten in diesem Krieg. Und du darfst deinen Posten nicht einfach verlassen (das dürfte auch kein Mann, wenn er an ihrer Stelle stünde!). Hier zeigt sich Éowyn ein bisschen beleidigt und argumentiert, dass es immer nur die Männer sind, die heroische Taten vollbringen dürfen. Das ist ein wenig kindisch, daher meine Vermutung dass sie hier ein Heldenbild vor Augen hat, vermutlich gründend auf Geschichten aus der Kindheit, dem sie gerne auch einmal gerecht werden würde. Dass die Aufgabe, die ihr hier bereits übertragen wurde, eben auch nicht von jedem Mann mal eben gemeistert werden kann, verliert sie etwas aus den Augen. Als sie später mitreitet, ist ihre Aufgabe im Grunde erfüllt: sie hat das Heer zusammengestellt und organisiert, jetzt reiten alle in die Schlacht und sie muss zurückbleiben. Das ist ihre einzige Chance, doch mal mitzuspielen und sie kann ja nicht viel verlieren: was nützt es zurückzubleiben, wenn vielleicht keiner zurückkehrt?


    Was wurde jetzt im Film aus dieser durchaus fähigen, etwas eigenwilligen Schildmaid gemacht?


    Zunächst mal fällt auf, dass wir Éowyn im Film kein einziges Mal irgendeine kompetente Handlung ausführen sehen. Man sieht sie tatsächlich nur einmal ein Schwert schwingen. Laut ihren eigenen Worten gegenüber Aragorn sind die Frauen Rohans geübt in solchen Dingen und haben gelernt, sich zu verteidigen. Nun ja, entweder hat sie Aragorn hier angeschwindelt oder Rohan bildet seine Frauen zwar aus, hat dann aber keine Lust sie tatsächlich im größten Notfall auch einzusetzen: bei der Schlacht um Helm's Deep werden sogar Greise und Kinder eingezogen, aber keine einzige Frau!


    Aber Éowyn macht auch sonst keinen besonders kompetenten Eindruck in irgendeiner Hinsicht: ihr wird gesagt, sie soll sich um die Frauen und Kinder kümmern und das einzige, was man sie machen sieht ist, ein Kind zu trösten. Wo ist die Organisatorin in der Notunterkunft, die von erhobener Position aus andere anweist, Decken zu verteilen, Vorräte zu rationieren und Kranke zu versorgen? Ihr größter Einsatz ist, dass sie "in die Höhlen" ruft, als praktisch schon alle auf dem Weg dorthin sind.


    Auf dem Weg nach Helm's Deep bekommt Éowyn es nicht mal hin, eine genießbare Suppe zu kochen - der absolute Tiefpunkt in ihrer Charakterisierung. Hier sind die Filmemacher offenbar der Vorstellung der neumodischen Feministin erlegen, die so damit beschäftigt ist, möglichst wenig einem Rollenbild zu entsprechen, dass sie es rein aus Prinzip schon immer abgelehnt hat, Kochen zu lernen. Andererseits bin ich ziemlich sicher, dass praktisch jeder Krieger von Rohan in der Lage ist, seine Sachen selbst zu flicken und sich aus den mitgeführten Notrationen eine Suppe zu kochen, die man nicht gleich wieder ausspeien möchte. Éowyn kann offenbar nicht mal das und man beginnt zu verstehen, warum ihr keiner irgendwas zutraut...


    Tja, was soll ich sagen? Tolkien hat hier in den 1950er Jahren eine kompetente Anführerin erschaffen, die man sich durchaus zum Vorbild zu nehmen bereit ist. Im Film des 21. Jahrhunderts wurde daraus eine weinerliche Emanze, die sich zwar die ganze Zeit beschwert, dass sie keiner Ernst nimmt, die aber auch an keiner Stelle die Gelegenheit bekommt (oder wahrnimmt) sich zu beweisen. Stattdessen schmachtet sie die meiste Zeit nur Aragorn hinterher und schafft es nicht mal ihrem Bruder eine zu knallen (oder auch nur ein einziges Gegenwort hervorzubringen) als dieser ihr sagt, Krieg sei Männersache. Echt schade, dass eine der wenigen starken weiblichen Rollen so degradiert wurde.