Beiträge von Feron

    Ich versuche nicht zu sehr ins Drama ab zu rutschen. Das hier soll leichtherzig bleiben, nachdem ich so lange an Vampire von Rankental geschrieben habe. Ich habe vor Jane eine Galerie von „bat-man-haften“ Über-Schurken zu schreiben die immer wieder auftauchen. Anthropomorphe Tiere machen da echt spaß. Ich will ihre biologischen Eigenarten beibehalten. Zum Beispiel das Hirsche einmal im Jahr ihr Geweih verlieren, das Bären Winterschlaf halten und das Schlangen Giftzähne haben.

    **

    Die Sonne war fertig damit, das Land zu verbrennen. Der wolkenlose blaue Himmel wurde rot, und die Hitze-Miragen gingen nach Hause. Bobcat Jane stand am Flussufer und starrte an ihrem Spiegelbild vorbei auf den Grund. Eine andere Art von Silber hatte ihre volle Aufmerksamkeit: ein Kanal-Wels, so lang wie ihr Unterarm. Das Tier suchte zwischen den Kieseln nach Würmern und Muscheln. Sie schlich sich entgegen der Sonne an, damit ihr Schatten nicht auf das flache Wasser fiel. Ihre großen, weichen Pfoten dämpften die Erschütterung ihrer Schritte, und die Pupillen in ihren goldenen Augen weiteten sich. Ihre Muskeln erinnerten sich an hunderte solcher Fische. Jane fuhr ihre Krallen aus und sprang.

    Dieses Mal war ihre Jagd erfolgreich.

    Mit dem zappelnden Wels in ihrer linken Hand kämpfte sie sich die Böschung hinauf und schüttelte ihre nasse Mähne. „Danke für dein Opfer, mein Freund“, flüsterte sie zu dem Fisch, zog das Jagdmesser von ihrem Gürtel und tötete ihre Beute mit einem Stich zwischen die Kiemen.

    Ihr Feuer knisterte ein paar Minuten später im Schatten unter einer Gruppe Saguaro-Kakteen. Sie ließ die Flammen weit herunterbrennen und hielt ihren Fang an einem Stock über die Glut. Fetttropfen rannen über die schimmernden Schuppen und zischten, wann immer sie auf die heißen Kohlen trafen. Jane zog Luft durch ihre Nüstern und genoss den Geruch.

    Als sie gerade den ersten Bissen nehmen wollte, bewegte sich etwas in ihrem Augenwinkel. Ihre linke Hand rutschte wie von selbst über den Griff von La Llorona.

    „Jane? Können wir reden?“

    Sie legte ihren Fisch auf eine saubere Stelle Gras. Hinter ihrer rechten Schulter stand ein junger Luchs mit einem weißen Kragen und einem goldenen Kreuz auf seiner Brust, ihr Halbbruder Luke, der Pfarrer von Silverstream.

    „Natürlich“, schnurrte sie und rückte ein Stück beiseite, damit Luke im Schatten neben ihr Platz nehmen konnte. Der Geistliche nahm ihr Angebot an und ließ sich neben ihr nieder.

    „Verheilt es gut?“, fragte er und deutete auf ihre rechte Seite. Der Schweifhieb einer wilden Reitechse hatte dort vor drei Tagen eine Rippe gebrochen, vielleicht auch zwei.

    Man hatte ihr in der Apotheke von Madame Mao ein Schmerzmittel gegeben, aber es war zu schwach. Sie hatte mehr davon genommen, als sie sollte, und die Flasche war bereits leer.

    „Alles in Ordnung. Ich fühle es nur noch beim Lasso-Werfen“, erklärte sie gelassen und lächelte warm. „Willst du etwas abhaben? Fisch ist während der Fastenzeit erlaubt, soviel ich weiß.“ Sie nickte zu dem Fisch, der langsam neben ihr abkühlte.

    Luke schüttelte den Kopf. „Ganz deins, Jane.“ Er richtete seinen Kragen und sah zurück zur Stadt. Seine Ohren sanken nach hinten, und seine Schnurrhaare lagen dicht an der Schnautze an.

    „Ich bin wegen einer anonymen Leiche hier. Der Kerl wurde an der Straße ein Stück nördlich gefunden, aber niemand in Silverstream kennt ihn. Du kommst mehr herum als die meisten. Kannst du ihn dir mal ansehen? Ich versuche, die Familie zu finden, wenn es eine gibt.“

    Jane nickte und aß endlich ihren Fisch. Sie konnte geradezu fühlen, wie ihre Knochen, ihre Organe und ihr Fell die Öle und Fette in sich aufnahmen und Reserven auffüllten, die sie seit Tagen verbraucht hatte.

    „Ich wollte Darrow abfangen, ehe er sich in seinem Haus verschanzen kann“, fuhr Jane fort. „Wenn ich jetzt gehe, verpasse ich ihn.“

    Ihr Halbbruder fuhr sich mit den Krallen über seine großen, durch seine Mähne verdeckten Pfoten und seufzte. „Da ist etwas, das ich dir nicht gesagt habe. Die Leiche hat Grillstreifen an ihren Seiten, und jemand hat Stücke herausgeschnitten.“

    Bobcat Jane hielt inne und starrte auf den halb aufgegessenen Fisch in ihren Händen.

    „Dann kann Darrow warten. Ich esse das hier unterwegs. Zeig mir deinen anonymen Toten, und ich sehe, was ich über ihn herausfinden kann.“


    Unter dem Dach der alten Kapelle blickte eine Holzschnitzerei des heiligen Lammes direkt auf die Leiche eines Rattenmannes. Luke zog die Leinenabdeckung beiseite. Die beiden anwesenden Schwestern, eine Elch-Nonne und ein Opossum mit einer schwarzen Haube, drehten sich weg, um sich den Anblick zu ersparen. Die Elch-Kuh murmelte immer und immer wieder dasselbe Gebet vor sich hin: „Heiliges Lamm, das für die Herde ging, führe unsere Schritte auf sicheren Pfaden. Wenn die Nacht kalt ist und das Böse nahe ist, bleibe bei uns.“

    Jane konnte die Angst der beiden Lammesdienerinnen riechen. Sie kniete sich neben den Toten und betrachtete die sterblichen Überreste aufmerksam. Eine Seite seines Torsos fehlte. Die Rippen waren sauber herausgelöst, und auf der anderen Seite war sein Fell verbrannt, mit feinen, dunklen Streifen, wie sie ein Grillrost hinterließ.

    „Rattle-Jack…“, murmelte die Luchsin. „Der arme Kerl wurde gekocht und gefressen.“ Das Gebet in ihrem Rücken wurde lauter, und die Opossum-Dame stürzte in Schockstarre zu Boden, wie es ihre Art oft tat, wenn sie mit Gefahr konfrontiert war. Die Elch-Schwester nahm ein Kissen von einer der Bänke und schob es ihrer Schwester unter den Kopf, damit sie zumindest weich lag. „Oh, Darthia, du Arme“, wimmerte sie.

    Lukes kurzer Schweif zuckte nervös von einer Seite auf die andere. „Das ist nicht gut. Das wird für Panik sorgen, gerade unter den kleinen Leuten und denen, die ihre Farmen weiter draußen haben.“

    Bobcat Jane fasste in das Gesicht des Toten und zog dessen Lefzen hoch. Der Rachen und die Zunge waren blass, aber man konnte Entzündungen und einen schwarzen Rand entlang des Zahnfleisches erkennen.

    „Dein anonymer Toter hatte Blei-Vergiftung, Luke.“

    Der junge Pfarrer legte sich ein Taschentuch über die Schnautze und beugte sich herunter, um ebenfalls das Gebiss zu begutachten. Jane fuhr fort:

    „Unser Freund war ein Minenarbeiter.“

    Luke richtete sich wieder auf und holte den Atemzug nach, den er bis eben angehalten hatte. Seine Brauen wölbten sich verunsichert. „Die Silbermine, welche die Vulture-Companie betrieben hat, ist seit über zehn Jahren geschlossen. Da sollte niemand mehr arbeiten.“

    Jane fuhr mit ihren Fingerspitzen über die Augen des getöteten Mannes und deckte ihn wieder mit dem Leinentuch zu, ehe sie zu ihrem Halbbruder aufsah.

    „Die Silberadern sind erschöpft, das stimmt. Das Schürfen lohnt sich für eine große Firma wie die Vulture-Companie nicht mehr, aber einzelne Stollenarbeiter wie dieser hier suchen oft auf eigene Faust nach Resten. Das ist, wie Rattle-Jack ihn erwischt hat. Der schuppige Bastard versteckt sich in den Stollen der alten Mine.“

    Sie richtete sich auf, griff in ihre Gürteltasche und begann damit, Kugeln in das Magazin ihres Revolvers zu laden. Sie hatte sie im Saloon nicht gebraucht, aber Rattle-Jack spielte in einer ganz anderen Liga als die Mole-Brüder.

    „Luke, du musst Asra Bescheid geben. Er muss dabei sein, um die Beweise zu sichern und die Verhaftung auszuführen.“

    Luke legte die Ohren an, fuhr seine Krallen aus und stellte sich ihr in den Weg, als sie versuchte, die Kapelle zu verlassen.

    „Du kannst auch einfach auf den Sheriff warten.“

    Sie schüttelte den Kopf und sah ihm direkt in die Augen. „Jack ist extrem triebhaft. Er hat vermutlich schon das nächste Opfer in seinem Versteck. Ich muss dort sein, bevor er es schlachtet. Sorg dich nicht um mich. Finde die Familie und gib ihnen den Beistand, den sie brauchen.“

    Luke zögerte. Die scharfen Klauen verschwanden wieder in seinen Pfoten, und er ließ sie an sich vorbeigehen. „Möge das Lamm mit dir sein, Bobcat Jane“, flüsterte er ihr zu, als ihre Schulter seine streifte.

    Draußen auf der Schwelle streckte die Luchsin Daumen und Zeigefinger in ihre Mundwinkel, und ein schriller Pfiff hallte durch die Prärie. Eine hellgraue Reitechse mit einem roten Federkamm streckte ihren Kopf über das Gras und folgte dem Ruf ihrer Herrin.

    Die Tochter des Westwindes schwang sich in den Sattel, und eine Windböe fegte durch ihr Haar und ihre weiße Bluse. „Wir haben einen Job zu erledigen, Silvia.“ Sie drückte ihre Schenkel zusammen und trieb ihr Reittier an, immer auf die Berge zu, dorthin, wo die Stollen der stillgelegten Mine begannen.

    Zitat

    Die Thematik kommt mir sehr bekannt vor.

    Ich bin mir unsicher was du meinst. Das sind alles häufige Western-Tropes mit dem Dungen and Dragons "Heat Metal"-Exploid. Und ja ich hab "Rango" gesehen, aber die Novella ist keine Komödie.

    Ich tue mir gerade mit der Fortsetzung von meinem letzten Buch etwas schwer und hab entschieden aus Marketing Gründen ein oder zwei kurze Novellas dazwischen zu schieben. Ich würde es gerne nochmal mit meinem Low-Fantasy Western versuchen, wenn jemand Interesse hat. Ich denke das ich inzwischen eine grobe Ahnung habe was ich tue.

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    Die Ballade von Bobcat Jane

    Die Prärie zwischen Silverstream und dem Rest der Welt verschluckte Dinge, wenn sie aufhörten, sich zu bewegen: Tiere, Planwagen und Leute gleichermaßen. Wo es Gras gab, verwandelte die Sonne es in Zunder, der auf einen Funken wartete. Holz war selten und Wasser noch knapper. Aber eine einzelne Stadt an der Kreuzung zwischen Ost und West hatte noch beides.

    Ein klarer, flacher Fluss rann zwischen den Häusern entlang. Manchmal glitzerte tatsächlich Silber im Schlamm, aber nicht so viel, dass sich das Sieben darin lohnte.

    Die Horden von Glücksrittern auf der Suche nach schnellem Reichtum hatten Gebäude errichtet, aber kein Zuhause. Mit der Zeit hatte sich der Ort gesundgeschrumpft. Die Bretter und Nägel aus den verlassenen Höfen waren nach und nach von fleißigen Pfoten in die Ortsmitte geschleppt worden, um höhere und stabilere Wände für jene zu bauen, die noch hier waren. Silverstream klammerte sich ans Leben. Die Farmen warfen nicht genug ab, um zu gedeihen, aber immer gerade so viel, dass es die Bewohner für ein Jahr weitermachen konnten. Auf die eine oder andere Weise warteten auch sie auf einen Funken. Ein Wink des Schicksals, um alle ihre Mühen rückwirkend zu rechtfertigen. Ein Wunder, das alle Zweifler lügenstrafen würde.

    Sheriff Asra, ein Fennek, stoppte sein Pferd an einem Anbindepfosten vor dem Rabbit-Heaven-Saloon. Er drehte sich im Sattel um und rollte eine Strickleiter auf, die ihm zurück auf den festen Boden half.

    Er sprang an guten Tagen einfach ab, aber er hatte am Morgen verschlafen und seine Patrouille in der Mittagshitze machen müssen. Seine Beine fühlten sich an wie vertrocknete Äste, und er hatte das Gefühl, sie könnten brechen, wenn er noch einen falschen Schritt machte. Er beugte sich neben seinem Hengst über die Tränke und warf sich selbst ein paar armselige Tropfen Wasser auf die Ohren. Die Feuchtigkeit in seinem Fell verdunstete so schnell, dass er sie kaum spürte.

    Ein quietschendes Holzschild mit einem springenden, blauen Hasen, das über ihm in der Brise schaukelte, versprach Erlösung. Er stemmte sich mit seinem ganzen Gewicht gegen die Doppeltür und verschaffte sich Zutritt.

    Das Innere des Etablissements war lebhaft und laut. Ein riesiger Kronleuchter aus abgefallenen Hirschgeweihen spendete Licht. Weißwedelhirsche wie Mister Sturnhoof und seine Söhne verloren jedes Jahr zwei, also hatten sie gesammelt und das Stück der Dame des Hauses, Madame Elaine, zum zwanzigjährigen Jubiläum geschenkt.

    Mister Dragger, ein dunkler Maultierhengst mit nur noch einem Auge, und sein Gehilfe, ein Armadillo, den die Säufer nur Wisper nannten, schenkten Whiskey und Bier aus. Sheriff Asra hob die Hand, und sobald er Draggers Aufmerksamkeit hatte, deutete er auf das große dunkle Fass ganz links. Während der Barkeeper ein Glas putzte, zog sich der Fennek an einen Hocker hoch und nahm seinen weißen Hut ab. Ein tiefer Seufzer entfuhr ihm. Zum ersten Mal seit vielen Stunden konnte er die Hitze aus seinen Lungen lassen, ohne sie sofort wieder hineinziehen zu müssen.

    Wisper war blind. Der schuppige Geselle roch an den Flaschen, ehe er einschenkte, und beugte sich vor, um am Geräusch des Gebräus zu hören, wann das Glas voll war. Es hatte nicht immer so gut funktioniert wie jetzt, aber er hatte es wirklich lernen wollen.

    „Ihr Cactus Bite, Sir“, sagte der Armadillo und schob Asra mit den Spitzen seiner langen Krallen den Drink zu. Der Fennek nickte und war für einen Moment hypnotisiert von dem Schleier aus winzigen Blasen, der vom Boden des Humpens aufstieg.

    „Du hast mir das Leben gerettet, mein schuppiger Freund.“

    Der Armadillo hob die Hand. Seine lange pinke Zunge zuckte ein paar Mal nervös über seine Schnauze. „Sheriff Asra, auf Ihrem Deckel ist nicht mehr viel Platz. Wann gedenken Sie zu bezahlen?“

    Der Sheriff ignorierte ihn für einen kurzen Moment: seinen Moment. Er legte den Kopf in den Nacken, und das Getränk aus Chili-Bitters und Kaktusfeigen-Sirup legte sich über seine Kehle wie Gewitterwolken über eine Wüste. Er würde an dem Tag, an dem dieses Fass leer war, vermutlich an gebrochenem Herzen sterben.

    Er griff in seine linke Hosentasche. Als er seine Pfote wieder herauszog, glitzerte darin eine goldene Taschenuhr von der anderen Seite der Welt. Sie war stehen geblieben. Eine der Federn hatte sich verzogen. Asra hatte sich immer eingeredet, dass er irgendwann das passende Ersatzteil finden und sie reparieren würde, aber dieses Irgendwann kam nie. Er schob die Uhr über den Tresen und zog seine Pfote dann zurück. Er war der Sheriff des Westens und nicht länger Teil des alten Kontinents. Die Sonne war seine Uhr und der Rabbit Haven war sein Saloon.

    Simon, ein Schwarzbär in einem grün karierten Anzug, schleppte sich zum Klavier und stemmte das Verdeck über den Tasten hoch.

    „Wenn ihr Idioten dann mal fünf Minuten die Fressen halten könntet!?“, brummte er. „Die Damen möchten anfangen. Lasst eure Griffel bei euch! Gucken ist umsonst, Anfassen ist Verhandlungssache.“

    Asras Schweif wischte aufgeregt von einer Seite zur anderen, als er über sein Glas hinweg zur Bühne schaute. Der rote Vorhang wurde beiseitegeschoben, und ein einzelner Scheinwerfer leuchtete auf eine kleine weiße Frettchen-Dame mit einer viel zu großen weißen Bluse, die locker auf ihren Schultern hing. Sie trug eine Lederhose, hohe Stiefel und einen beigen Cowboyhut mit Einschusslöchern darin. Ein abenteuerlicher Anblick in mehr als einer Hinsicht.

    „Dies ist die Ballade von Bobcat Jane!“, begann Simon und ließ seine Krallen über die Tasten tanzen.

    Das Ferret-Mädchen, Melody war ihr Name, ließ sich von einem Bühnenarbeiter ein Lasso zuwerfen und schwang es über ihre kleinen runden Ohren hinweg. Der Luftstrom zerrte an der weißen Wolle und ließ es so wirken, als könnte man jederzeit etwas Verbotenes sehen. Einige der Kojoten und Hunde auf den Plätzen ganz vorne jaulten begeistert auf und machten sich bereits daran, ihr Trinkgeldglas zu füllen – natürlich immer nur dann, wenn sie gerade hinsahen und die Großzügigkeit direkt würdigen konnten. Ein Luftkuss hier, ein Lächeln da, ein verspieltes Blinzeln für besonders freigiebige Gäste. Immer selbstsicher und immer direkt – schließlich spielte sie eine legendäre Revolverheldin.

    Der Schwarzbär setzte sein Lied fort. „Eines Tages, höchstwahrscheinlich nach ein paar Flaschen Wein, hatten eine Luchsin und der Westwind ein Baby. Sie nannten ihre Tochter Bobcat Jane.“

    Asra wippte im Rhythmus des Volksliedes mit seinem Fuß mit. Er konnte jedes Wort mitsprechen, aber gerade die Vertrautheit machte die Vorstellung schön. Er konnte die Feinheiten in Melodys Vorführung sehen und auch, dass sie mit der Zeit immer besser tanzte. Wenn sie gute Laune hatte, so wie an diesem Tag, waren die Bewegungen ihrer Hüfte besonders ungezwungen und schön.

    „Manche sagen, das sei Unsinn und dass Bobcat Jane wie wir alle normale sterbliche Eltern hat, aber ich sag euch: Die haben unsere Jane nie getroffen. Sie war die Verkörperung von Freiheit. Sie liebte die Prärie und sie liebte Silverstream. Sie liebte die Männer, die Frauen und alle dazwischen.“

    Von der rechten und linken Seite aus betraten weitere leicht bekleidete Mädchen die Bühne, und auch ein junger grauer Kaninchenbock mit einer weißen Schnauze, weißen Pfoten und einem kleinen Schweif, so flauschig wie eine Baumwollbolle.

    Ganz wie es der Erzähler verkündete, küsste „Jane“ jedes Paar Lippen, das ihr gefiel. Raubtiere und Pflanzenfresser zusammen war ein beliebtes Gimmick.

    Die Bärenpranken schlugen in einem dramatischen Crescendo auf die Tasten. Ein Schauspieler, ein großer Ziegenbock mit schwarz gefärbtem Fell, betrat die Bühne, und alle Scheinwerfer konzentrierten sich auf ihn.

    Simon hob den Kopf und ließ seinen allerfinstersten Sprechgesang hören. Es war Asras Lieblingsstelle. „Aber ihre Schönheit zog das Auge des Teufels selbst auf sie. Er erschien in der Mitte einer Hängebrücke und stellte sich ihr in den Weg, sodass sie nicht passieren konnte!“

    „Bobcat Jane“, brüllte der Ziegenbock und streckte theatralisch seine Hand nach der Frechen in der weißen Bluse aus. „Keinen Tag länger kann ich ertragen, dich in den Armen anderer Frauen oder Männer zu sehen. Heirate mich! Werde meine Königin, ich flehe dich an!“

    Melody zog ihre verrutschte Bluse gerade und erntete dafür Buh-Rufe aus dem Publikum, konzentrierte sich aber nicht auf die Menge. Ihr Kollege hatte ihre ganze Aufmerksamkeit. So klein sie auch war, wenn sie ihren Rücken durchstreckte und ihr Kinn hob, war sie wahrhaft glorreich. Da war ein Funkeln in ihren großen violetten Augen. Wenn sie dort stand und Bobcat Jane spielte, wurde sie eins mit ihrer Rolle. Sie war die Legende, die Tochter des Westwindes, die immer Rückenwind hatte. Hinter dem Vorhang bewegten Helfer einige große Fächer, sodass ihr Haar sich löste und wild vor ihrem Gesicht wehte.

    „Nein, danke“, sprach sie schnippisch und deutete dem Teufel mit einer Handgeste, dass er ihr den Weg freimachen solle. „Ich bin wählerisch, und du bist viel zu klein!“

    „Zu klein!?“ Der Ziegenbock verschränkte die Arme und lachte laut. „Du hast keine Ahnung, mit wem du es zu tun hast!“

    Eine Rauchbombe wurde gezündet, und für einen Augenblick rollte schwarzer Qualm über die Bühne. Unter dem Sichtschutz tauschte der Ziegenbock den Platz mit einem stattlichen Hirsch. Auch sein Fell war schwarz bemalt, um deutlich zu machen, dass es sich immer noch um dieselbe Figur handelte. Der Teufel konnte schließlich seine Form nach Belieben wechseln.

    „Nun, Jane? Groß genug?“, fragte der Hirschbock und scharrte mit einem seiner Hufe über das Holz. Aber seine Kontrahentin schüttelte den Kopf. „Nicht annähernd!“, sprach sie und tat, als würde sie gähnen.

    Wieder zog Rauch auf, und erneut wechselte der Darsteller. Dieses Mal stand ein dunkler Hengst auf der imaginären Brücke. Jeder hier wusste, wie die Geschichte endete. Der Teufel verwandelte sich immer wieder, aber jedes Mal bemängelte Bobcat Jane seine Größe. Schließlich gaben unter dem tonnenschweren Gewicht eines Bison-Bullen die Bretter nach, und der lüsterne Teufel stürzte schreiend und fluchend in die Tiefe. Der Schauspieler ließ sich dramatisch vom Rand der Bühne fallen. Der Saal bebte ein wenig unter seinem Gewicht.

    Melody in ihrem Bobcat-Jane-Kostüm lehnte sich über den Rand und sah triumphierend auf ihren besiegten Gegner herab. „Der Teil von dir, der zu klein ist, ist dein Herz!“

    Ein heroisches Klavierstück spielte, als Jane das Loch in der Brücke übersprang und ihren Weg ungehindert fortsetzte.

    Ohne eine weitere Vorwarnung ging ein Ruck durch die Stadt, und die Wände des Saloons begannen zu beben. Einige der bunten Flaschen wurden aus dem Regal geschüttelt und verfehlten Wisper nur knapp. Der Armadillo sprang aus dem Weg und rollte sich zu einem schuppigen Ball zusammen, während sich Dragger an den Bartresen klammerte. Staub rieselte von der Decke, und das Lachen und Grölen wurde still. Sheriff Asra und die anderen Gäste starrten einander fragend an, während jeder einzelne entschied, ob sie flüchten mussten oder im Gebäude sicherer waren.

    „Alle raus!“ entschied Melody für sie und deutete zur Tür. Die ersten, die reagierten, waren ein altes Dachs-Pärchen, aber sie kamen nicht weit. Unter den Pfoten des betagten Gentlemans gaben die Bodenbretter nach, und ein riesiges Loch klaffte genau vor der Bühne auf. Sand, Staub und Dreck wurden in die Luft geschleudert, und zwei metallische Ungetüme kämpften sich an die Oberfläche.

    Es waren kleine, rundliche Gestalten mit provisorischen Rüstungen aus Spatenblättern, platt-gehämmerten Eisenrohren und jeder Art Schrott, den die Müllkippe hergab. Ihre Gesichter waren mit Visieren verdeckt, und ihre Hände von Metzgerhandschuhen geschützt. Kein einziges Haar an ihren Körpern war zu sehen, nur kaltes, unnachgiebiges Eisen.

    „Mole-Brothers…“ knurrte Sheriff Asra, und seine Augen wurden enge Schlitze. Die beiden Eindringlinge zogen Gewehre von ihren Rücken und luden sie mit einem lauten Klacken durch. Panik machte sich breit, aber die Einwohner von Silverstream wussten, dass niemand schneller rennen konnte als Schrot.

    „Sehr schön, sehr schön…“ hallte es unter einem der Helme, und der größere der beiden schritt am Rand des Lochs entlang. Er reichte den meisten Leuten nicht einmal bis zur Brust, aber Waffengewalt machte wie immer alle gleich. Seine Rüstung schepperte bei jedem Schritt, und er ließ es sich nicht nehmen, dem Lauf seiner Waffe an das eine oder andere Kinn zu halten. Der Kleine kicherte und fuhr für seinen Bruder fort: „Wir sammeln heute etwas Geld zur Förderung von Innovation in Silverstream, und ihr dürft euch alle beteiligen! Schmuck und Bargeld in das Loch!“ Er deutete auf den klaffenden Schlund, der sich mitten im Raum aufgetan hatte.

    „Los, los! Ein Kamel kommt leichter durch ein Nadelöhr, als ein reicher Mann in den Himmel, oder so ähnlich.“

    Peng.

    Ein Schuss löste sich und prallte an der Brustplatte des größeren Banditen ab. Die Kugel prallte in einem engen Winkel ab, zischte an Melodys Ohr vorbei und blieb in einem der Stützpfeiler stecken. Alle Blicke wandten sich um. Es war Asra, der geschossen hatte. Der Revolver in seinen Pfoten rauchte noch.

    „Ja, sicher. Als ob wir damit nicht rechnen, kleiner Fuchs“, raunte der kleine Bruder und kam in seinen kurzen, schweren Schritten auf die Bar zu. Seine Augen waren durch das Metall nicht zu sehen, aber in seiner Stimme schwang Verachtung.

    Er legte seine Hand zwischen die großen Ohren des Sheriffs und streichelte seinen Kopf wie jenen eines Haustiers. „Ich sollte etwas zerschießen, um zu zeigen, dass wir es ernst meinen, oder?“ Er richtete seine Flinte auf Dagger, den Maultier-Hengst, der in Erwartung seines Todes die Ohren anlegte und seine Augen fest schloss. Aber der Maulwurf schwenkte seine Waffe nach links.

    Schrottkugeln flogen durch die Bar, knapp über Wispers Rücken hinweg. Das Fass mit dem Kaktus-Bite explodierte in tausend Splitter, und der scharfe Alkohol-Geruch überschwemmte sie alle.

    „Weiß jetzt jeder, welches Theaterstück heute gespielt wird?“ spottete der Bandit und deutete erneut auf das Loch. Die Damen im Saloon begannen damit, ihre Halsketten und Eheringe abzunehmen, und die Herren fummelten an den Verschlüssen ihrer Uhren. Aber der Vorhang war für heute noch nicht gefallen.

    Eine Brise ging durch den Raum und strich sanft über die roten Vorhänge und die kleinen Flammen auf dem Kronleuchter. Die Mole-Brothers hoben ihren Blick, als ob sie spürten, dass sich etwas verändert hatte. Eine Frauenstimme erklang von der Treppe, die in die oberen Etagen führte.

    „Ich wollte die Vorstellung sehen“, flüsterte sie, aber Flüstern wie sie es tat, war deutlicher als ein Gewehrschuss. An dem Geländer lehnte eine lohfarbene Luchsin. Sie trug hohe Stiefel und einen weißen Hut, der einen Schatten über ihr Gesicht warf. Das goldene Funkeln ihrer Augen drang nur kurz durch die Dunkelheit, wie eine Sternschnuppe am Himmel.

    Sie hatte Rückenwind, egal wie wenig Sinn es machte. Ihr langes, nachtschwarzes Haar tanzte um ihren Hals und ihre Schultern. Ihre Kleider waren mehr als Flicken aus Stoff, zu nützlich, zu vertraut, um sie jemals ganz zu ersetzen. An ihrer breiten Hüfte glänzte „La Llorona“, die legendäre Pistole, geschmiedet aus einer Handvoll Sarg-Nägeln. In ihrer rechten Pranke wippte eine Whiskey-Flasche. Sie nippte daran und schritt langsam die Treppen hinunter.

    Die Mole-Brothers rückten dicht zusammen und folgten ihr bei jedem Schritt mit den Läufen ihrer Waffen. „Du kannst uns nicht stoppen, Jane. Unsere Rüstungen sind kugelsicher.“

    Jane zuckte mit ihren athletischen Schultern und wippte mit den weißen Schnurrhaaren. Sie wandte sich kurz zur Bühne und warf Melody einen Luftkuss zu. Die weiße Ferret-Lady errötete und tat so, als würde sie den Kuss fangen und an ihr Herz drücken.

    Dann wandte sich die Raubkatze zu den Banditen zurück und hob ihr Kinn, sodass sie ihr genau in die Augen sehen konnten. „Ich brauche keine Kugeln. Ihr habt euch selbst besiegt, bevor ihr hergekommen seid.“ Sie setzte die Whisky-Flasche an und nahm einen tiefen Schluck.

    „Du bist nicht echt…“, wetterte der größere der Brüder. „Nur eine weitere Hure in einem Bobcat-Jane-Kostüm!“

    Die Luchsin lehnte den Kopf in den Nacken und spuckte einen Sprühregen aus Alkohol hinauf in den Kronleuchter. Das Gebilde aus Hirschgeweihen ging in Flammen auf, und ein Regen aus brennendem Whisky ging wie das Jüngste Gericht auf die Banditen nieder. Er sickerte in die Nischen und Ritzen der scheinbar undurchdringlichen Rüstungen.

    Die Brüder schrien auf, griffen an die Laschen an ihren Schultern und Hüften und mühten sich ab, das heiße Metall so schnell sie konnten von ihren Körpern zu reißen, bis beide in ihrer Unterwäsche mitten in der Menge standen.

    Die Hämmer mehrerer Handfeuerwaffen klickten. Fast jeder im Saloon hatte eine Waffe, sogar die meisten Frauen. Die beiden halbnackten Maulwürfe sahen sich um und hoben schließlich widerwillig die Hände über ihre Köpfe.

    Sheriff Asra trat vor. „Sie haben das Recht zu schweigen… im Ernst, schweigt! Ich wollte die Vorstellung, die ihr gestört habt, auch sehen!“

    Ich hatte Pokemon-Rot und den offiziellen Spiele-Guide. Wenn mein Vater Zeit hatte saß er neben mir auf dem Sofa, mit dem Heft auf seinem Schoss und hat für mich nachgeschlagen welches Pokemon sich ab welchem Level entwickelt. Das gehört zu den schönsten Erinnerungen die ich habe.

    Zitat

    Wenn du die Augen nicht rot machen würdest, blieben sie dann einfach schwarz? Weil dann würden sie auch viel grösser wirken, oder nicht. So gefallen mir aber die Proportionen und sie geben eine schöne Abwechslung zum schwarz grau.

    Ein Grafik-Designer ist halt nicht im Budget. Ich bin eigentlich ganz zufrieden damit.

    (Hoffentlich) Finales Cover und Karte. Ich mache natürlich noch einen Testdruck, aber ich denke jetzt passt es. Irgendwann muss ich aufhören dran herum zu basteln und es veröffentlichen. Sind die roten Augen auf dem Cover vll ein Stück zu edgy? Ich mag sie aber ich bin nicht normal.

    Zu den Wappen:

    Das mit den beiden Ratten und der Diestel gehört zu Haus Sures. Das ist ein aufsteigender Vampirclan aus „Beschädigter Ware“ anderer Fraktionen. Besteht fast nur aus Rattlingen, also einer Kaste unter den Vampiren die sehr monströs aussehen, aber sehr gute Überlebensinstinkte haben.

    Das mit dem Fuchs (Eigendlich Wolf) und dem Salbei ist das Wappen von Haus Malperdy. Ein alter und etablierter Vampirclan mit sehr guten sozialen Fähigkeiten die sich viel auf ihre Schläue einbilden. Hauptsächlich Flederlinge und die letzten zwei Wolflinge in ganz Frankreich. Das Banner zeigt eigentlich einen Wolf, aber das Design ist nicht gut und sieht eher nach Fuchs, aus was die Anführer hinnahmen und akzeptieren da es ebenfalls gut passt.

    Spoiler anzeigen

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    Ich hab gestern an der Bushaltestelle Bilder von Höhlenmalereien gegoogelt. Die Umrisse menschlicher Hände auf dem Stein.

    Das hat vermutlich nichts oder nicht viel zum Überleben dieser Person beigetragen, aber es muss ein interner Grund existiert haben das zu tun.

    Etwas das mit der Außenwelt nichts zu tun hat sondern mit Mensch-sein. Ich glaube ich brauche keine K.I. in meinem Leben. Es fühlt sich für mich einfach falsch an....entfremdet von der Art wie ich fühle und denke. Vielleicht bin ich auch einfach nur alt und es ist zu mühsam geworden auf maximaler Effizienz mit zu halten.

    Ich würds persönlich lassen...über Moral und Verantwortung kann man viel diskutieren, aber sowas passt hier auch einfach handwerklich nicht. Die Geschichte ist zu banal und (sorry) albern für solche themen. Ich denke du ziehst die Qualität damit nur runter.

    Zitat

    Die Frage ist natürlich wie ernst dein setting ist, da es sehr leichtsinnig von ludmilla ist, diese dann doch sehr vielsagende info zu droppen.

    Es sind 5 Vampire ( Level 8 bis 10 ) + Rahadin gegen 3 Spieler (Level 3). In ihrer eigenen Zuflucht mit einer Quadrillion legendären Aktionen und so vielen Wachen das ich Mini-Figuren nachkaufen musste. Ich denke nicht das die jedes Wort auf die Goldwaage legen müssen. Die Player sind an dem Punkt noch Spielzeuge.

    Ich stimme zu das ein Npc mit Intelligenz 20 -realistisch- gesehen keinen Fetzen nützliche Infos ausspucken würde, aber das ist eben nicht so interessant für die Spieler. Und wenn irgendjemand mit sowas durch kommt wäre es Ludmilla.

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    Da ich offenbar D und D Spieler hier habe und ich echt mit niemanden drüber reden kann… *hust*

    Folgende Situation:

    Es ist eine Npc Halb-Ork-Barbarin namens Mantka anwesend (Intelligenz 6). Mantka versteht mit Tyrannen keinen Spaß. Sie wird die Speisekammer leer futtern und vielleicht zehn bis fünfzehn Minuten zuhören, aufstehen und verkünden das sie geht.

    Ihre Begründung ist das Straths Volk ihn fürchtet und dass das alles ist was sie wissen muss. Freundschaft mit ihm erzürnt ihren Gott (Kord) und sie würde lieber beim Versuch ihn zu vernichten sterben als sich zu seiner Komplizin machen zu lassen. Sie macht auch den Spielern klar, dass sie keinen Nerv für Verräter hat und hofft das sie auch zur Vernunft kommen.

    Sie steht noch unter Gast-Schutz und darf daher tatsächlich gehen. Dann hört man aber von unten Kampflärm und ein Diener verkündet das sie eins der Pferde aus dem Kutschhaus gestohlen hat und damit abhaut.

    Rahadin stellt fest dass sie damit gegen ihr Gastrecht verstößt. Strath stimmt zu geht zum Balkon und wirkt den Zauber mit dem er Tiere kontrollieren kann (lese das noch nach).

    Die Spieler sehen vom Balkon aus das sich das gestohlene Pferd umdreht und in vollem Tempo auf den Burggraben zu rennt um sich mit Mantka hinunter zu stürzen.

    Der (mehr oder weniger) einzige Weg das zu stoppen ist irgendwie die Konzentration von Strath zu brechen, aber wenn sie ihn angreifen sind sie ebenfalls Freiwild.

    Ich bin 100% ok damit das Mantka hier stirbt. Mir juckt es nur in den Fingern zu zeigen was der edgy-boy kann wenn man ihn ärgert.

    Ich leite eine Curse of Strath Dungeons and Dragons Runde (so happy! ^^). Der Dinner im Schloss Encounter steht bald an, also eine Stelle wo die Spielergruppe von Lord Strath zum Essen eingeladen wird und dann mit dem Vampir Lord und dessen Ladys am Tisch sitzen und reden muss. Ich hab mir grob Dialoge überlegt und dabei ist mir was total lustig eingefallen das ich aber aus Spoiler-Gründen mit niemanden teilen kann… also hier:

    Zur Erklärung für Nicht D und D-Leute „Thiefs-Cant“ ist eine kodierte Geheimsprache für Assassinen und Diebte. „Abbyssal“ ist die Sprache von Teufeln, Dämonen und Not-very-good-people.

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    Volenta *Lehnt sich vor und spricht den offensichtlichen Schurken der Gruppe in Thiefs-Cant an.* („Verstehst du was ich sage?“)

    Strath: *Hebt eine Braue und schaut genervt zu Volenta rüber* „Volenta, Ich würde es vorziehen an meinem Tisch keine kodierte Halunken-Sprache zu hören.“

    Ludmilla: *lehnt sich rüber zu ihm und fragt vorsichtig: "Liebster? Möchtest du das ich dir Thiefs-Cant beibringe damit du mithören kannst?"

    Strath: *Andeutung eines Lächelns* "Sehr liebenswürdig, aber ich möchte mich aus Prinzip nicht auf dieses Niveau herablassen."

    Ludmilla: *lacht* "Ich habe dich bereits zu mehreren Anlässen perfektes, akzentfreies Abyssal sprechen hören. Ich weiß nicht mal wie das ohne gespaltene Zunge möglich ist. Nach welchen Maßstäben verurteilst -du- bitte Thief-Cant? "

    Strath: *Nippt an seinem Kelch* „Ich bin ein Mann, vieler Talente. Und Teufel sind -sehr- kultiviert.

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    Es ist vll ein wenig zu albern, aber der Hinweis das Strath Abyssal nicht nur versteht, sondern aktzentfrei spricht ist ne riesige rote Flagge für alle die auspassen, wie gefährlich er ist. Was denkt ihr?

    Weizensterns Bürde ist eine Mischung aus „Warrior-Cats“ und der Xenofiction-Zombie-Horror Comic „Feral“ von Tony Fleecs.

    Die Warrior-Cats „Fachbegriffe“ sind am Anfang eventuell schwer zu verstehen, wenn man die Bücher selber nicht gelesen hat, aber ich finde es wichtig das die Geschichte aus der Sicht von Katzen erzählt wird, die Menschen-Dinge eben wenig bis gar nicht verstehen.

    Das liegt schon eine Weile auf meinem Laptop aber ich poste es in kleineren Stücken, damit es sich einfacher besprechen lässt, wenn jemand Lust dazu hat.

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    Weizensterns Bürde

    Kapitel 1 Was übrig ist

    Weizenstern fand sich nach der Schlacht an einem seltsamen Ort. Das Silberfließ funkelte über einer weitläufigen Wiese voller duftender Kräuter. Er erkannte Sauerampfer, Liebstöckel und die seltene Goldrute. Das weiche Gras dazwischen federte die Schritte seiner großen Pfoten, als der golden gestreifte Kater eine Geruchsmarkierung überschritt.

    Normalerweise hätte sich das Fell auf seinem Rücken unbehaglich aufgestellt. Sein eigenes Territorium zu verlassen und in ein anderes einzudringen, brach das Gesetz der Krieger. Aber diese Markierung war nicht wie die anderen. Er fühlte sich sicher, willkommen.

    Der Geruch, der ihm entgegenkam, war jener von tausend Monde altem, mondbeschienenem Felsen – der Geruch von Ewigkeit, der Duft des Sternenclans.

    Die Sträucher vor ihm raschelten, und er spannte seine Muskeln an. Eine dreifarbige Kätzin mit großen, buschigen Ohren sprang ihn spielerisch an und rollte mit ihm zusammen mitten in einen Flecken Katzenminze. Für ein paar Augenblicke fühlte sich Weizenstern wieder wie ein sorgloses Junges. Er starrte hinauf zu seiner Schwester, die ihre Pfoten auf seinen Bauch stemmte und ihn auf den Boden drückte, wie sie es in der Kinderstube immer getan hatte.

    Grillengeist war eigentlich schon als Junges gestorben. Aber hier war sie zu der großen Kriegerin herangewachsen, die sie hätte sein sollen: breite Schultern wie seine und lange weiße Schnurrhaare. Ihr Fell war glänzend und dicht – keine Narben, keine kahlen Stellen, keine Zeichen von Hunger, Kälte, Krankheit oder Gewalt. Der Pelz einer Sternenclan-Katze.

    Grillengeist ließ ihn los, jaulte vergnügt und wälzte sich beherzt in der Minze.
    „Na los! Du auch! Du willst doch gut riechen, wenn du Leichtstern triffst.“

    Weizenstern zuckte zusammen, als er sah, wie sie die kostbaren Heilkräuter plattdrückte. Doch dann zwang er sich, sein Fell glatt zu legen, und schloss sich ihr an. Hier wuchs mehr davon, als alle Heiler im Tal jemals sammeln konnten. Und selbst wenn nicht – der Grüne Husten würde diese Jagdgründe niemals erreichen.

    Es war ein Ort des Friedens, ein Ort geschlossener Wunden und gehaltener Versprechen. Alles, was er je verloren hatte, war hier.

    Grillengeist führte ihn unter den funkelnden Sternen zu einer Gruppe Katzen, die im Schatten eines großen Felsens hockten und sich dort die Zunge gaben – verehrte Ahnen des Feldclans, die zu ihren Lebenszeiten den Weg für neue Generationen geebnet hatten. Weizenstern seufzte schwer. Er erkannte zu viele von ihnen: Katzen so alt wie Stein, aber auch Junge wie Grillengeist, die niemals die Kinderstube verlassen hatten. Neun Leben bedeuteten auch neunmal so viel Verlust.

    Plötzlich riss ihn etwas aus seinen Gedanken. Ein oranger Schemen huschte links an ihm vorbei. Weizenstern sah zur Seite, erblickte aber nur noch den Schweif einer Katze, ehe sie hinter einer Birke verschwand. Er erinnerte sich an Kinderstubengeschichten über diesen Kater. Glutstern? Nein, Funkenstern? Flammenstern? Der Name fühlte sich an, als würde er auf seiner Zunge liegen, doch Weizenstern fand die Antwort nicht.

    Der legendäre Kater kam von einem anderen Himmel. Er war in einem Zweibeinerbau geboren, hatte sein Schicksal aber am Ende selbst bestimmt und die Welt, wie die Katzen sie kannten, zu einer anderen gemacht. Der See, an dessen sandigem Ufer er begraben war, lag viele Horizonte und hunderte Monde entfernt, doch der Anführer mit dem flammenden Fell weigerte sich auch jetzt noch, seine Nachfahren schutzlos zurückzulassen. Die Erinnerung der Clans gab ihm immer noch Halt im Silberfließ.

    „Du musst mitkommen!“, schnurrte Grillengeist und rieb ihre Stirn unter seinem Kinn entlang. „Leichtstern hat dir etwas Wichtiges zu sagen.“

    Weizenstern konzentrierte sich wieder auf den Pfad vor ihnen. Eine Kätzin mit hellbraunem Fell und honigfarbenen Augen löste sich von der Gruppe und kam zu ihm. Leichtsterns letztes Leben war im Winter zu Ende gegangen. Sie war verhungert, kurz nachdem sie ihr letztes Stück Frischbeute, einen zähen alten Raben vor seinem Nest, niedergelegt hatte.

    Aber nun war sie wieder stark und gesund, wie ein Baum in der Blattfrische. Die hässliche Narbe an ihrer Schnauze, wo die Krallen eines Gegners ihr einst die Lefze zerrissen hatten, war verschwunden. Weizenstern war nicht klar gewesen, wie sehr er sich seit seiner Anführer-Zeremonie danach gesehnt hatte, wieder ihre Stimme zu hören.

    „Weizenstern“, schnurrte sie und leckte ihm zärtlich über die Ohren. „Du hast großartig gekämpft!“

    Sein Magen fühlte sich plötzlich hart an, als läge ein Stein darin. Er hatte nicht erfahren, ob seine Krieger die Schlacht zwischen dem Eisenweg und dem verbrannten Wald gewonnen hatten. Leichtstern faltete ihren langen, buschigen Schweif um ihre Vorderpfoten und sah ihn mitfühlend an.
    „Wir sind stolz auf dich und den Clan, den du führst. Aber wir haben dir etwas Wichtiges zu sagen, ehe du zu ihnen zurückkehrst.“

    Leichtsterns Augen glühten weiß wie der Mond, und ihre Stimme schien plötzlich wie eine Sturmflut aus allen Richtungen gleichzeitig auf ihn herein zu brechen.
    „Nicht Hass allein bedroht den Feldclan, sondern Liebe. Um die Zukunft zu sichern, musst du dich selbst in zwei teilen.“

    Grelles Licht umgab ihn, und die Umrisse der Sternenclankatzen lösten sich auf.

    Zurück in der Welt der lebenden Katzen war sein Blick trüb und seine Glieder schwer. Er lag auf der Seite, in einem Nest aus Daunenfedern. Die Wurzeln an der Decke und der Geruch von Blut, Kräutern und Angst verrieten ihm, dass man ihn zurück in den Heilerbau geschleppt hatte. Überall um ihn herum lagen provisorische Nester mit verwundeten Katzen, die nach Luft schnappend und vor Schmerzen stöhnten.

    Jemand drückte mit großer Kraft Spinnenweben auf seine aufgeschlitzte Flanke.
    „Schlammtupfen?“ Seine Stimme war schwach und kratzend, als er sie rief. Die kleine weiße Kätzin mit den hellbraunen Tupfen ließ von ihm ab. Ihr Schweif schleifte am Boden, und ihre Pfoten waren rot von seinem Blut.

    „Du hast dieses Leben verloren, nicht wahr!? Es tut mir leid, die Wunde war zu tief.“

    Weizenstern machte zuerst kleine Atemzüge, um die Wunde an seiner Seite so wenig wie möglich zu bewegen, aber sein Körper schrie verzweifelt nach Luft, und der Verband, den die Heilerin mühsam angebracht hatte, riss schließlich doch auf.

    „Sternverdammt! Halt still!“, fauchte sie und stürzte sich mit einer frischen Pfote Spinnenweben erneut auf die triefende Wunde. „Wir haben noch niemanden verloren. Ich lasse dich nicht der Erste sein.“

    Der Heilerbau verdunkelte sich für einen Moment. Eine schwarze Katze mit einem weißen Fleck auf ihrem Nasenrücken stand im Eingang. Es war Diestelzunge, Schlammpfotes Mentorin. Sie kam mit mehr Nestmaterial herein und schob es vorsichtig unter den Körper einer bewusstlosen Kriegerin. Die ehemalige Heilerin war an Fallsucht erkrankt. Ihre Schritte waren wackelig, und ihre Pfoten zitterten zu stark, um Heilkräuter präzise zu mischen. Weizenstern hatte sie zwei Monde zuvor schweren Herzens in den Ältestenbau schicken müssen.

    Schlammtupfen drehte sich zu ihr um und legte ihre Ohren an.
    „Diestelzunge, du Klette! Du kannst keine Wunden mehr behandeln. Du schadest mehr, als dass du hilfst.“

    Diestelzunge ging an ihrer Schülerin vorbei und schnippte ihr mit dem Ende ihres Schweifes gegen die Schulter.
    „Bleib konzentriert, Maushirn! Sag mir, was du brauchst, und ich hole dir die richtigen Kräuter. Obwohl deine Vorräte schlechter geordnet sind als der Frischbeutehaufen nach der Morgenpatrouille.“

    Schlammtupfen zögerte, nickte aber dann. Weizenstern bereute sein Interesse an Heilkunst oft. Manchmal lag viel Frieden darin, nicht zu wissen, was als Nächstes kam. Die kleine Kätzin kämpfte nachträglich gegen die Zähne und Krallen des Auenclans. Ihre nächsten Gegner waren Schmerzen und Infektionen. Und wenn alles wieder still war, würde feststehen, wer dauerhaften Schaden genommen hatte und wessen Ambitionen und Wünsche zerbrechen würden.

    Der Bau um ihn herum drehte sich. Er ließ sich zurück in sein Nest sinken.
    „Wenn du Weizenstern sterben lässt, ziehe ich dir das Fell ab!“, drohte Diestelzunge. „Wir können die Ältesten damit wärmen, damit du endlich nützlich bist!“

    „Gut, dass du es sagst, ich war gerade dabei, ihm Todesbeeren zu füttern!“, blaffte Schlammtupfen zurück, während sie ihrer Mentorin vorsichtig ein Büschel Weismoos aus der ausgestreckten Pfote nahm.

    Ich finde die Prämisse ist von einer künstlichen Intelligenz viel verlang. Sie müsste verstehen das:

    -Jobverlust ein häufiger Auslöser für Suizid-Gedanken ist

    -Hohe Brücken häufig für Selbstmord missbraucht werden

    -Dass der erste Satz mit dem zweiten zusammenhängt und keine „neue Anfrage“ ist.

    -Das es sich nicht um einen Scherz handelt, die sie ja auch verstehen soll.

    Das ist vermutlich wie das Aufheben einer Glühbirne. Einfach für Menschen aber sehr schwer für Roboter. Ich würde mir wünschen das K.I. für Medizinische Zwecke erstmal zurückgeschraubt wird. Die Technik ist einfach noch nicht soweit und das Wohlergehen von echten Menschen ist zu wichtig für Experimente.

    Ich will mein Manuskript per Selfpuplishing veröffentlichen, aber ich bin super unsicher wie ich die fertige Datei formatieren muss damit ein Buch daraus wird. Die online Tutorials sind so kompliziert das sie mich nur noch mehr verunsichern. Wird erwartet das man dafür einen Profi bezahlt?

    Warum muss ich alle extra Leerzeichen entfernen? Und wenn ich es muss wie? Ich arbeite mit Word und brauche es als eine Pdf-Datei.

    *edit: Ich denke 21 zu 14 cm ist ein gutes Format. Aber ich weiß nicht was ich mit den Rändern tun soll.

    "Gevatter Tod" war mein erstes und mein Favorit.

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    "Hey. Slay the princess! Welches Genre bist du?"

    Slay the princess: "Mh, Ja. Genre ist Teil meiner multiplen Aspekte.'

    "Worum geht es in deinem Plot?"

    Slay the princess: "Realität. Wenn Wirklichkeit etwas einschließt ist es Teil meiner Handlung."

    "Aber..."

    Slay the princess: *Verwandelt sich in ein hundertköpfiges Horror-Monster* ' Dein Versuch aus der Steam-Beschreibung schlau zu werden, wird scheitern, Sterblicher! " :P

    LittleOwlbear Hast du schonmal einen „Scheibenwelt“-Roman von Terry Pratchetts gelesen?

    Das Magie-System ist irre witzig. Es basiert auf Wünschen, Vorstellungskraft und Wahrnehmung und macht immer subtil das was von ihm erwartet wird.

    Das in-Universe Beispiel ist das Großvisiere nach einer Weile den Drag verspüren den eigentlichen Hercher zu ersetzen. Oder das normale Menschen den Tod nicht sehen können, weil sie es nicht wollen. ;)

    Die Bücher sind sehr kreativ und ungewöhnlich. Die könnten dir gefallen. *Edit: Schau dir vll auch mal die Demo von "Slay the princess!" an ^^

    Zitat

    LittleOwlbear - Eine Gesellschaft, die sexistisch, homophob und Sonstiges ist, weil ... muss halt, obwohl es nicht in die Welt passt. Oder by Default Monarchien enthält.

    Ja. Sowas nervt. Ich würde aber noch „Überkorrigierten Sexismus“ hinzufügen. Das sind für mich Texte die traditionell weiblichen Attribute als negativ darstellen.

    Kinder aufziehen = Verschwendetes Potenzial

    Schönheit = Eitel

    Empathie/Gute Sozialfähigkeiten = Wird von anderen ausgenutzt

    Zieht sich moderat an = Unterdrückte Sexualität

    Bonus wenn alle Männer im Plot dumm, nutzlos oder bösartig sind um die Protagonistin im Vergleich gut aussehen zu lassen.