Beiträge von Der Wanderer

    Was ich immer mal wieder gerne rauskrame, ist diese kleine, aber wunderschöne Erzählung von Eric-Emmanuel Schmitt, die er nach seinem gleichnamigen Theaterstück verfasst hat:



    In berührender Weise erzählt Schmitt eine "...religionsübergreifende Parabel über Toleranz, Weisheit, Fatalismus und Herzensgüte. Und über eine ungewöhnliche Freundschaft."


    Daß der "Araber an der Ecke", wie Monsieur Ibrahim auf der ganzen Rue Bleue genannt wird, eigentlich gar keiner ist, findet der junge Moses, der den kleinen Laden anfänglich nur besucht, um dort Konserven zu klauen schnell heraus. Eher ein Weiser, einer, der die Geheimnisse des Glücks und des Lächelns zu kennen scheint, die Moses anfänglich bei den Huren seines Viertels sucht.

    Und der ihm sehr schnell zu einem Freund wird, der ihm in den vielen kleinen Dingen erklärt, worauf es im Leben wirklich ankommt.

    Nachdem sich sein Vater umbringt, wird der Junge kurzerhand von Monsieur Ibrahim adoptiert, der ihm in den folgenden Tagen und Monaten auf einer Art Erziehungs- und Bildungsreise die Schönheiten und die Werte der Welt, den Weg zum Glück und den Sinn für das „richtige“ Leben nahebringt, wie ihn die Leitsätze des Koran wegweisend lehrten.


    E.-E. Schmitt's Geschichte umfasst nur etwa 10.000 Wörter - nicht gerade viel für eine Erzählung von Freundschaft und Coming-of-Age. Aber dafür inhaltlich umso reichhaltiger. Man kann die Geschichte in einer kleinen Stunde gelesen haben.

    Aber man liest sie gerne noch ein zweites Mal. Und ein drittes Mal.


    Heyho Kiddel Fee


    Vielen Dank, daß Du mir die Story auf's Neue in Erinnerung gerufen hast.:thumbup::thumbup::thumbup:


    Die Kettenreaktion habe ich schon im damaligen Schreibwettbewerb hier genossen...es war herrlich!

    Gwendolin war für mich so eine Art "Oma Wetterwachs" beim Lesen.

    Wenn sich die Ideen von verschiedenen Menschen vereinen, ist das für mich immer ein tolles Ding!


    Merci!

    Heyho Ivero L.


    Ich habe schon öfter drüber nachgedacht den Text weiter fortzuführen. Aber irgendwie...nö. Im Spoiler steht ja eigentlich alles. Das war eine Idee, die mir eines Abends kam und die ich einfach umgesetzt habe.


    Die Idee mit den "schwarzen Löchern" ist wirklich interessant - sowas wäre mir bei dem Thema nie eingefallen...:)


    Und natürlich freue ich mich, daß ich Dein Interesse damit geweckt habe.


    Wir lesen uns.

    Heyho Iskaral

    Ich halte mich jetzt einfach mal an meine persönliche Devise:


    Eine Nacht drüber schlafen, bevor man sich zu etws äussert. Betreffend sowohl Deinen dritten Teil (den ich beim durchlesen mal wieder sehr genossen habe...) als auch McFee 's Anmerkungen dazu. Obwohl, zu einer dieser Anmerkungen nehme ich gerne sofort Stellung:

    Stattdessen reif sie ein Wort, welches Munakil bis ins Mark erschütterte: „Ard´Onan.“

    Onan ist eine Figur aus dem Alten Testament. Ist die Namensgleichheit zufällig oder steckt mehr dahinter?

    Das Buch Moses(1.Moses 46-47,12) teilt uns dazu folgendes mit:

    "Die Kinder Judas: Eer, Onan, Perez und Serah. Aber Eer und Onan waren gestorben im Lande Canaan."


    Und weiter(1.Moses 46-47,21):


    "Die Kinder Benjamins: Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, Ros, Mupim, Hupim und Ard.


    Ich gehe jetzt mal nicht davon aus McFee , das Iskaral sich auf dieses alte Buch bezog, als er den Ruf "Ard'Onan" geschrieben hat. Sollte ich mich täuschen, umso besser!


    Aber das jetzt mal nur am Rande bemerkt.^^^^^^

    Heyho McFee

    War wie immer ein Genuß, Deinen Ausführungen bis hierher zu folgen.

    Da gibts nirgendwo Stellen, an denen man mit den Augen "hängenbleibt", alles ist textlich stets im schönsten Fluß.


    Irgendwelche Rechtschreibfehler sind auch kaum zu finden (wenn ich richtig gezählt hab', waren es vier in Post #4 und drei in diesem, aber die sind alle eindeutig Tippfehler, also drauf gepfiffen.

    Und die letzte Frge von Mundburt und des Vaters Reaktion darauf...:D:D:D

    „Ich würde zu gerne wissen, warum die Schotten Röcke tragen!“

    „Himmelherrgottsakrament! Doch jetzt nicht!“

    Vater gähnte lautstark, dann ließ er einen langen Furz ab; kurz darauf schnarchte er wie ein Bär.

    :nummer1:

    Heyho Yannik


    Willkommen.

    Warum sagt mir der Name Jenny-May Nuyen nur nichts?

    *WEIL DU VIEL ZU ALT DAFÜR BIST, DU PFEIFE*

    (Diese Stimme aus dem Hintergrund, die nicht aufhört, mich anzuschreien...furchtbar ist das.)


    Na wie auch immer...ich wünsche viel Spaß beim Entdecken hier...:D:D:D

    Heyho Iskaral


    Wie schon erwähnt: Du hast einen sehr schönen Stil, reich an Bildern. Das finde ich Klasse.

    Da habe ich so eine Art Vorhölle im Kopf bei Deiner Beschreibung: Verlorene Seelen, die auf Erlösung warten. Verzweiflung. Erinnerungen an glücklichere Zeiten und die Qual der Trauer über deren Verlust.


    Liege ich mit dieser Einschätzung ungefähr richtig?

    Gut, dann laß mal sehen...

    Ich wiederhole es: Bildstark. Kann nicht jeder.:thumbup:

    Aber Du mußt unbedingt darauf achten, den Überbau zu detaillieren, sonst ploppen immer wieder Fragen wie meine nach den Seelen auf:

    Warum einige frei, aber verzweifelt herumirren, während andere ihrem Schicksal hoffnungslos entgegen zu sehen haben.

    Verloren sind ja scheinbar alle, also warum gibt es da Unterschiede?





    Heyho Ivero L.


    Sorry. Das mit dem "auf die Sprünge helfen" sollte keine abwertende Bemerkung meinerseits sein. Echt nicht.

    Und was Haupthaar schütteln betrifft:

    Das hier ist besser als Reiskochen.

    Heyho Ivero L.


    Klingt vielversprechend.

    Bin gespannt, was da auf mich zukommt.


    Sei herzlich willkommen und dabei.

    Und vergiß nicht, eine Flasche für die Fritten mitzubringen...:D

    Heyho Iskaral


    Ein sehr schöner Beginn mit bildstarker Sprache, gefällt mir.


    Um das mal für mich auf die Reihe zu bekommen:

    Munakil ist der "Schatten" der Stadt Mingbal, der Scharfrichter also?

    Die Stadt selbst nur noch ein Schatten ihrer einstigen Pracht, immer noch geschützt von einem "Großschild", der sie vor äußeren Unbilden bewahrt?

    Munakil, Champion der Stadt, scheint im Rang höher zu stehen als die Hohepriesterin Teiph, wie aus ihrer Antwort "Sehr wohl, Schatten..." entnehmbar ist?


    Das sind so die Eckpunkte bisher für mich.

    Da bleiben viele Fragen offen, aber das hier ist ja auch nur der Anfang.

    Soweit gut.


    Was mich beim Lesen irritiert hat ist der häufige Wechsel von Vergangenheit zu Gegenwart und wieder zurück, teilweise im gleichen Satz.

    Das Wasser ist (war?) noch immer blau, doch die Stimmen, die einst die Straßen mit Leben füllten, waren nun gedämpft.

    Die Schönheit der Stadt Mingbal jedoch, mit ihrem azurblauen Wasser, welches von den Oasen, durch die Kanäle fließt (floß) und die zahlreichen Springbrunnen speiste...

    Da müsstest Du Dich schon entscheiden.

    Und: Ich mag verschachtelte Sätze. Der folgende ist aber eigentlich gar keiner. Da setzt Du zwei überflüssige Kommas und zerhackst Dir damit

    den eigenen Schreibfluß:

    Die Schönheit der Stadt Mingbal jedoch, mit ihrem azurblauen Wasser, welches von den Oasen, durch die Kanäle fließt und die zahlreichen Springbrunnen speiste,

    "Die Schönheit der Stadt Mingbal jedoch mit ihrem azurblauen Wasser, welches von den Oasen (kommend) durch die Kanäle fließt und die zahlreichen Springbrunnen speiste..."


    Und hier wird's dann echt schwierig:

    Die Hohepriesterin Teiph, Munakil hasste diesen Namen, er war ihm von Amon-Gul gegeben worden, zu einer Zeit, als die Welt noch voller Hoffnung war.

    Hasst Munakil den Namen "Teiph"?

    Welchen Namen hat Amon-Gul wem gegeben?

    "Die Hohepriesterin Teiph..." ... ja, was ist denn mit der? Geht die nach dem Gespräch mit Munakil Skat spielen?:D

    So wie der Satz da steht, fehlt was.

    Hast Du vielleicht das gemeint:


    'Teiph, die Hohepriesterin,' dachte Munakil. Er hasste diesen Namen. Er war ihr von Amon-Gul gegeben worden zu einer Zeit, als die Welt noch voller Hoffnung war.


    Dann wäre da der Sinn drin.


    Ansonsten nochmal:

    Ein schöner Anfang mit Potential für eine gute Geschichte. Ich bleibe gespannt, ob noch mehr kommt.:thumbup:

    Heyho Thorsten

    (ich nehme mal an Du willst betonen wie die Behausungen organisch Teil des Waldes sind).

    Hast Du soweit völlig korrekt erkannt. Allein, mir ist kein passendes Wort dazu eingefallen.

    Die "Mistelbälle" nennt man z.B. in Ungarn "Baumperlen".

    Das hätte ich gerne verwandt, aber damit kann hier ja keiner was anfangen.:)

    Und "Kokon" wäre in eine völlig falsche Richtung gegangen.

    Ich habe den Teil gerade mal umgeschrieben, den alten Text aber zum vergleichen dringelassen (farblich markiert).

    Würde mich über Deine Meinung dazu freuen.

    Heyho Alcarinque

    Le Morte d'Arthur war mir ja echt irgendwann zu hart, seitenlange Aufzählungen wer wen ge-slew-t hat. (vielleicht wäre eine modernere Aufbearbeitung an der Stelle sinnvoller gewesen XD )

    Bei T.Malory habe ich auch mal irgendwann die Reissleine gezogen, bin dann aber später aber wieder eingestiegen, weil alles um die Artus-Geschichte mein Steckenpferd ist.

    "Moderne" Aufarbeitungen sind meins eher nicht - da geht meistens zuviel von den tatsächlichen Quellen zuungunsten irgend welcher Interpretationen drauf.

    Aber wenn Du es vielleicht kürzer und poetischer magst, empfehle ich die Verse von diesem Herrn hier:

    Alfred Lord Tennyson


    In seinen "Poetical Works" findet man sowohl "Morte d'Arthur" (in dem Tennyson Malory ziemlich "kompakt" zusammenfasst^^) als auch "Idylls of the King in twelve Books", in dem er die gesamte Artussage behandelt. (Das sind in meiner Ausgabe von Macmillan&Co, New York 1899) ungefähr 150 Seiten, wunderschön zu lesen.


    Stadtnymphe

    Ohh, was für ein Zufall, Der Wanderer , genau die beiden wurden mir gestern auch empfohlen!

    Ernsthaft?

    Dann hat der Betreffende einen sehr guten Geschmack.:thumbup:

    Ich bitte unbekannterweise um Grußbestellung.:D

    Heyho Stadtnymphe

    Wie man ich täuschen kann:


    Percy Jackson habe ich nicht mal gelesen, nur gesehen. Aber der Hinweis war zu deutlich.:) Ein Punkt.


    Und wer Remarques Satz

    "Er fiel im Oktober 1918, an einem Tage, der so ruhig und still war an der ganzen Front, daß der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden."

    einmal gelesen hat, vergisst ihn nie. Zwei Punkte.


    Fernsehshow mit Jugendlichen auf Insel?


    Battle Royale!!!


    War's nur leider nicht...:(:(:(


    Und die anderen Titel kannte ich auch nicht.


    Ich stelle fest:

    Ich kann lesen, soviel ich will, es gibt nicht genug Zeit dafür...

    Heyho Miri & Thorsten


    Man muß nicht mit Tolstoi anfangen.

    Ich empfehle jedem Interessierten an russischer Literatur erst mal Michail Scholochov's "Geschichten vom Don" oder Ivan Turgenjews "Aufzeichnungen eines Jägers".

    Kleine,kurze Erzählungen von den einfachen Leuten Russlands. Zugegeben: Fast hundert Jahre alt zum Teil. Aber man ist dicht dran und kann die Schicksale nachvollziehen.

    Heyho AFG

    (Du bist und bleibst irgendwie auch Teil meiner ... Lehrerschaft? (Wobei man sich mit einem Lehrer oft nicht so gut unterhalten kann. :hmm: ) Ich hoffe du weißt was ich meine. :D )

    Klar weiß ich das. Und bin gerade stolz wie Bolle über Dein Lob. Lieben Dank dafür!


    Sei trotzdem gewarnt: Wenn Tariq fertig ist mit ihren Korrekturen (und das Programm, daß sie nutzt, ist schon ziemlich perfekt...) schaue ich da nochmal drüber...:D:D:D


    P.S.: Nach meiner Erfahrung kann man sich mit Lehrern aber im allgemeinen sehr gut unterhalten...nur nicht in der Schule.8)