Beiträge von Der Wanderer

    Heyho.

    The Unforgiven, Regie: Lee Sang-Il, 2013)

    Wie sich die Bilder gleichen. Trotzdem wär's vermessen, "The Unforgiven" (2013) von Lee Sang-Il mit "Unforgiven" (1992) von Clint Eastwood in ein Verhältnis zueinander zu setzen.

    Die Rahmenhandlung ist die gleiche, ja. Damit hat sich's meiner Meinung nach aber auch schon, was das Thema "Remake" angeht.

    Im Gegensatz zu Eastwoods Version legt die Neuverfilmung deutlich mehr Gewicht auf die einzelnen Charaktere und nimmt sich Zeit für Nebenaspekte der Handlung. (z.B. das Verhältnis des Hauptcharakters zu seinen Kindern...).

    Und ganz in der Tradition des asiatischen Kinos ist der Film in Gesamtheit viel viel ruhiger. Kamera und Regisseur nehmen sich Zeit, was nicht heissen soll, es würde an Action mangeln. Nur ist das Hauptaugenmerk eben nicht darauf gerichtet, sondern zwangsläufig eine Folge.

    Unforgiven, (Regie:Clint Eastwood,1992)

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    The Unforgiven, (Regie: Lee Sang-Il, 2013)

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    Woran mich das erinnert?

    An "Die sieben Samurai" von Akira Kurosawa (1954) im Vergleich mit "Die glorreichen Sieben" von John Sturges (1960).

    Da war's das gleiche, nur andersherum...

    Die sieben Samurai

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    Die glorreichen Sieben

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    Ausgelesen:

    Die Elfen von New York, Martin Millar 1994)

    Das nenne ich mal eine rotzfrech-wüste Story:

    Heather und Morag, zwei Distelfeen aus Schottland, tauchen urplötzlich in der Wohnung des talentlosen Geigers Dinnie in New York auf und kotzen ihm zur Begrüßung erst mal auf den Teppich, weil sie auf dem Weg zuviele Fliegenpilze gegessen und zuviel Whisky getrunken haben. Wie genau sie nach Amerika gekommen sind, können sie nicht erklären. Nur daß sie in ihrer Heimat wegen diversem Unfug gerade nicht gerne gesehen sind. Und diesen Unfug setzen sie in der neuen Welt gnadenlos fort.

    Ebenfalls mit von der Partie: Die beiden Thronfolger des Feenkönigs von England, der sein Reich gerade industrialisiert, die obdachlose Magenta, die sich aufgrund von zuviel billigen Fusel für einen griechischen Feldherren hält sowie den Geist von Johnny Thunder, der sich das chinesische "Fest der hungrigen Geister" zunutze macht um aus dem Himmel herabzusteigen und nach seiner geliebten Gibson Tiger Top Gitarre zu suchen, die man ihm zu Lebzeiten bei einem seiner Konzerte geklaut hat. Dazu kommen noch die schwarzen, chinesischen und italienischen Feenclans aus New York selbst, mit denen sich Heather und Morag eher zufällig anlegen, die vier gefürchteten Kampfschwestern des MacLeod - Clans sowie die drei Artefakte der Macht: Die Fiedel der MacPhershon, die Fahne der MacLeods und das Schwert der MacKintoshs.

    Als wäre das noch nicht genug der Wirrnis: Die an Morbus Crohn und Kleptomanie leidende Kerry versucht für den Kunstwettbewerb in ihrem Viertel Manhattans das walisische Blumenalphabet zu komplettieren, während Cal, ihr Ex, zu gleichen Wettbewerb Shakespeares "Sommernachtstraum" inszeniert.

    Klingt ziemlich irre???^^^^^^

    Ist es ja auch. Vor allem, weil M.Millar, obwohl er innerhalb der Kapitel ständig zwischen dein einzelnen Handlungsträngen wechselt, nie die Übersicht verliert.

    Hab mich prächtig amüsiert.

    Todfeinde (Five Card Stud, R:Henry Hathaway, 1968)

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    Ziemlich überrascht hat mich die Storyline. Weil's eigentlich kein klassisches Westernthema ist, sondern vielmehr ein Krimi mit Cowboyhut und Sechsschüssern.

    Da wird in einer aufstrebenden Goldgräberstadt ein Falschspieler von den aufgebrachten Mitspielern der Runde aufgehängt. Und kurz danach kommt einer nach dem anderen der Lynchparty auf nahezu gleiche Weise zu Tode. Und während der einzige Spieler, der den Mord verhindern wollte darüber rätselt, wer der unbekannte Mörder sein könnte, predigt ein neuer Reverend Frieden und Barmherzigkeit.

    Das Regisseur Henry Hathaway (u.a. "Der Marshal", "Das war der wilde Westen", "Die vier Söhne der Katie Elder") mit diesem Film mal ganz was anderes inszenierte,finde ich bemerkenswert, auch wenn zur letzten Viertelstunde des Films offensichtlich ist, wer der Mörder ist. Und warum. Macht für mich aber gar nichts: Dean Martin und Robert Mitchum sind hervorragend. Und auch als erklärter Fan des klassischen Westerns, der ich bin und der hier eher nicht bedient wird: Sehr sehenswert!

    7/10

    "Nehmt die Feder in die Hand und dichtet wie einst Goethe und Schiller."

    Ich habe es versucht . . .

    Oh Nein, mein Lieber. Du hast es nicht versucht. Du hast es gemacht! Und mehr als gut noch dazu.

    des Aspicius´ Gebäude.

    Parther, Syrer, auch Germanen,

    dreist erschachert mit Sesterzen

    Da schreibt jemand, der sich auskennt. Der nicht nur was weiß, sondern sich auch ausdrücken kann mit alten Worten. Das ist heute eher selten zu finden und daher großartig.

    Ich danke Dir sehr dafür.

    :nummer1:

    Ist leider falsch ...

    Du lässt dir ein Bild von deinem Prota von einer KI entwerfen. Die zeigt dir dann was, das ziemlich weit von dem entfernt ist, was du im Kopf hattest. Aber da sind zwei, drei echt coole Details auf die du selbst nicht gekommen warst.

    Aber genau das ist doch der Punkt: Wir als Menschen sind unvollständig, unperfekt. Schreibe ich einen Text, male ich ein Bild, dann tue ich das aus der Unvollkommenheit heraus, die meine Arbeit einzigartig macht. Die mein ganz individuelles Signum darstellt. Und das ist, gerade weil es nicht vollkommen ist, das Individuelle daran.

    Die zwei, drei "echt coolen" Detail, auf die ich nicht selbst gekommen bin...das ist für mich dann die Leistung der nachfolgenden Leser/Betrachter.

    Sturmhöhe von Emily Bronte (wie kriegt man dieses Doppelpunkt über dem am PC hin?)

    Es gibt Bücher, auch wenn sie "Klassiker" sind (oder dazu gemacht werden...) die man nicht lesen muß. Emily Brontë's "Wuthering Heigts" ist so eines. Also mal ehrlich: Der Hauptakteur heisst "Heathcliff". Wo soll sowas denn hinführen...?

    Ich empfehle da ersatzweise eine des Romans gleichnamige Band, die es ähnlich wie die Autorin nicht mehr gibt undsich auch nicht um den Roman als solches geschert hat, trotzdem aber mit ihrem Song "The Desperate Poet" ein schönes Stück Musik zum Thema nachgelassen hat:

    Wuthering Heights - The Desperate Poet (2010)

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    Und was die Doppelpunkte über'm "ë" angeht: Die findest Du hier:

    ASCII - Tabelle

    Du mußt für jedes Sonderzeichen nur die "ALT" - Taste gedrückt halten und den Nummerncode eingeben. Für Emily Bronte also Emily Bront(ALT + 137). Dann loslassen: Emily Brontë.

    Feddich.^^

    Heyho.

    Bitte jetzt mal nicht sofort auf den Spoiler klicken...erst mal lesen. "The great Train Robbery" von Edwin S. Porter ist gerade mal 11 Minuten lang. Und war, obwohl nicht der allererste Film, der dem Genre "Western" zugeordnet wurde wohl doch derjenige, an dem sich alle nachfolgenden orientierten. Da war in den Grundzügen alles enthalten: Überfall, Verfolgung, Showdown.

    Was mich daran völlig in Bann schlägt: Ich sehe die filmische Umsetzung einer Idee, die vor über 120 Jahren entstand. (Schauer der Ehrfurcht laufen mir den Rücken runter...:thumbup:)

    Vor allem wegen diesem Werbeplakat von etwa 1939:


    The great Train Robbery

    Ich meine, wie geil ist denn sowas? "Der erste Spielfilm mit einer Handlung". Daher ist das im nachfolgenden Spoiler auch kein Trailer - es ist der gesamte Film, koloriert und vertont - viel Spaß damit:

    Der grosse Eisenbahnraub (1903)

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    Und legendär wurde auch einer der damaligen Hauptdarsteller - Justus D. Barnes - durch die nachfolgende Szene am Ende des Streifens:

    Western von Gestern

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    12/10


    Apropos legendär.

    Da ich mit 11 Minuten keinen Filmabend bei mir füllen kann, habe ich mir das 2016 unter der Regie von Antoine Fuqua entstandene

    Remake von

    Die glorreichen Sieben

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    angetan. Hätte ich's mal lieber gelassen. Wie es Jochen Malmsheimer mal so kongenial formuliert hat: "Früher war manches gut. Und es wäre auch so geblieben, wenn man die Finger davon gelassen hätte!"

    Oder anders formuliert: Hätte der Film "Shootout at Rose Creek" geheissen oder meinetwegen auch "Die ins Gras beissen" wäre es als zwar völlig blödsinniger, durch die Intensität der Szenen aber doch durchaus sehenswerter Western bei mir durchgegangen. Daß man sich hier aber das Mäntelchen der "Glorreichen Sieben" umhängen möchte, ist eine Frechheit und eine Beleidigung des Originals.

    "Seit wann kann man Scheisse so hoch stapeln???" (Gunnery Sgt.Hartman/Full Metal Jacket)

    4/10

    Heyho.

    Reflektiert

    Es gibt so vieles, das ich gern wär,

    doch leider so wenig, was ich tatsächlich bin.


    Den Unterschied macht die Sicht der Dinge.

    Was mir der Blick in meinen Spiegel zeigt,

    ist das, was ich bin.

    Was mir die Reflektion meiner Freunde zeigt,

    ist, wofür sie mich halten.

    Was mir die Reflektion meiner Feinde zeigt, ist das,

    was sie in mir sehen.

    In der Reflektion der Welt bin ich unsichtbar,

    denn die Welt kennt mich nicht.


    So kann ich’s drehen wie ich will:

    Wofür die einen mich halten, ist verkehrt.

    Was die anderen in mir sehen, ist verkehrt.

    Dem Rest bin ich nicht bekannt.

    Macht mir aber nichts:

    Mein Spiegel und ich – wir verstehen uns…

    (Der Wanderer, 05.05.2024)

    Heyho.

    Lerne

    Lerne, lerne jeden Tag

    an dem Dein Aug sich öffnet.

    Nimm wahr, erfaß, was sich ihm bietet

    und bring ’s in Einklang.


    Mit dem, was Du schon kennst

    ist das Neue

    nicht jenes, was Dir bisher gefehlt.

    Vielmehr…


    ...ist’s Deinem Geist Ergänzung

    zu dem, was Du bereits wußtest.

    Ist Erweiterung des Wissens

    wohltuend der Erkenntnis.


    Höre zu, vernimm die Worte,

    die weise Menschen sprechen.

    Zu jeder Stund, an jedem Ort,

    kannst Du ihnen lauschen.


    Doch auch den Toren schenke Gehör

    sei’ s auch nur drum,

    sie zu verlachen,

    Auch ihre Worte haben ein Gewicht.


    Mach ihre Meinung nicht zu Deiner,

    forme vielmehr Deine Ansicht aus dem

    was ihre Worte Dir vermitteln,

    vermischt mit den Gedanken, die du schon hast.


    Bleib offen für die Ansichten anderer,

    auch wenn sie Deinem Geist widerstreben.

    Ist’ s auch nur ein kleiner Teil, der Dich berührt,

    dann mag er so falsch vielleicht nicht sein.


    Schmecke, rieche, spüre, sehe, höre.

    Nimm alles auf und wirf es

    in die Esse Deines Lebens,

    auf dass aus ihrem Feuer etwas Neues daraus hervorgehe.


    Und ist, geschmolzen aus vielem

    ein Eines neu entstanden,

    so lass es dabei nicht bewenden.

    Es gibt keinen letzten Schluß.


    Vielmehr, erneut und immer auf ’s Neue:

    Sehe, höre, rieche, schmecke, fühle.

    Rede, wenn ’s der Augenblick gebietet

    schweige, wenn Dir danach ist.


    Nichts ist ehern, nichts von Ewigkeit,

    was der Mensch denkt.

    Drum gibt’s auch nichts,

    was er gemeinhin Wahrheit nennen kann.


    Doch ist dies kein Grund

    den Weg des Strebens zu meiden,

    der Suchende kann Narr nicht sein.

    Wohl aber der Verharrende.


    Die Wahl hat jeder,

    wenn ’s auch viele nicht wissen.

    Wohl dem, der bereit zu lernen

    wenn nicht zum Besten, so doch zum Guten.

    (Der Wanderer, 05.05.2024)

    Heyho.

    Tomorrow - When the War began (2010)

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    Wieder mal ein gelungenes Beispiel, wie man einen Roman NICHT verfilmen sollte. John Marsdens Buchvorlage kenne ich zwar (noch) nicht, bin mir aber trotzdem ziemlich sicher, daß sie Regisseur Stuart Beattie vor dem Dreh auch nicht gelesen hat. Irgnedwelche Schlaumeier haben den Streifen (weil inhaltlich doch recht dicht aneinander) mit John Milius "Die rote Flut" von 1984 verglichen, was sich Milius ganz sicher schärfstens verbeten hätte. Immerhin ist sein in weiten Teilen schwer reaktionäres Werk zur Hochzeit des kalten Krieges enstanden und hatte ein sehr klares Feindbild.

    In "Tomorrow..." kann man danach lange suchen, findet's aber leidet nicht. Es gibt zwar ebenfalls eine Invasion (diesmal in Australien), aber wer die ominösen Angreifer/Besatzer sind, warum sie angreifen, was sie wollen und wozu sie es überhaupt machen, dazu findet sich wenig bis fast gar nichts. Ebenfalls keine Erklärung, warum die sieben Kids nie auf irgend einen nennenswerten Widerstand der Invasoren treffen: Beim ersten Zusammentreffen killen sie drei der Gegner - keiner kommt nachgucken, wo der eigene Spähtrupp abgeblieben ist. Beim nächsten Mal schießen sie in Panik auf einen Hubschrauber, der läßt ihr Versteck von Kampfjets in Schutt und Asche legen, aber nachsehen,ob's ein Erfolg war: Nö.

    Zum guten Schluß wagt man sich in Guerillamanier an die Sprengung einer der drei wichtigsten Brücken, die die Invasoren im Land mit Nachschub versorgt, aus unerfindlichen Gründen aber von gerade mal 20 Soldaten gesichert ist...und man rate mal, ob das von Erfolg gekrönt ist.

    Nun ist John Marsden ja ein Jugendbuchautor und es ist schon zu merken, daß es weniger um die Action als um die Entwicklung der Charaktere geht. Aber selbst das ist oberflächlich und, höflich ausgedrückt, eher langweilig inszeniert.

    Nö, dann lieber

    Die rote Flut, (1984)

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    Heyho.

    Shogun Mayeda (Journey of Honour, 1991)

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    Den mag ich wirklich sehr. Zum einen wegen der Darstellerriege: Sho Kosugi, Christopher Lee, David Essex, John Rhys-Davis, Polly Walker, Kane Kosugi, Ronald Pickup und Toshiro Mifune. Whow!!!

    Zum andren, weil hier alles drin ist, was eine gute Abenteuer/Fantasygeschichte für mich ausmacht: Heldentum, Loyalität, Verrat, Treue, Ehre, Liebe, Verlust. Aber keine Rache.

    Zum dritten, weil es keine Special Effects gibt. Zumindest keine CGI's. Das macht den Film nach heutigen Möglichkeiten zwar schlichter, aber ganz sicher nicht schlechter.

    Okay, einige Längen gibt es - aber was solls?

    Hier hat jemand eine tolle Geschichte erzählt und die Schauspieler haben sie umgesetzt. Was braucht es mehr?

    Heyho LittleOwlbear

    Also als Wanderer könnte ich mir vorstellen: Der Weg ist das Ziel.

    Da sag ich nicht nein.

    Aber mit vielen Büchern ist es genau so wie mit vielen Filmen (und ich habe erheblich mehr Filme gesehen als Bücher gelesen...):

    Irgendwann kennt man die Klischees, nach denen sowohl die einen als auch die anderen konzipiert wurden. Und dann lässt man's nach der Hälfte besser bleiben. Weggeworfene Zeit.

    Um im Bild zu bleiben: Der Weg ist natürlich des Wanderers Ziel. Nur lernt der Wanderer rasch, welche Pfade er besser meiden sollte, um nicht unnütze Schritte zu tun...

    :):):)

    Heyho.

    The Great Gatsby (1974, Regie: Jack Clayton)

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    The Great Gatsby (2013, Regie: Baz Luhrmann)

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    1925 schuf der amerikanische Schriftsteller F.Scott Fitzgerald einen Roman, der heute zu den besten Werken der amerikanischen Moderne gezählt wird. Und bereits fünfmal wurde der Stoff verfilmt, zum ersten Mal bereits 1926 von Herbert Brannon. Der Film gilt leider als verschollen.

    Vorneweg bemerkt: Den Roman habe ich noch nicht gelesen, werde das aber nach den letzten beiden Abenden schnellstmöglich nachholen, weil...

    Die Verfilmung von 1974 mit Robert Redford, Mia Farrow und Bruce Dern habe ich mir gestern angesehen und war ziemlich beeindruckt von der Opulenz des Streifens. Und ebenfalls von der Subtilität, mit der Regisseur Jack Clayton seine Charaktere entwickelt hat. Da wurde viel Wert auch auf die Nebenrollen und ihre Entwicklung gelegt - ich schätze sowas. Und auch dieses kleine Detail, daß alle Darsteller permanent schwitzen, sich trotz ihrer extravaganten, dekadenten Freizeitvergnügungen eigentlich deutlich unwohl fühlen, während sie versuchen, sich mit eisgekühltem Champagner und Whisky der Realität zu entziehen - das war Meisterklasse.

    Baz Luhrmanns Interpretation, 39 Jahre später geschaffen, geht da für mich mit deutlich mehr Holzhammerattidüde an das Thema heran. Natürlich gibt es filmtechnisch deutlich andere Möglicheiten der Inszenierung und es wäre schlicht blödsinnig, da der Regisseurin einen Vorwurf draus zu machen. Allerdings hätte man sich die Szenen mit einem Doppeldecker, der sich in die Straßen New York hinabstürzt getrost sparen können, weil sie zur Geschichte eigentlich fast nichts beitragen. Außer zur Abrundung der bei Buhrmann deutlich prägnanter hervorgehobenen Figur Nick Carraways , der in Jack Claytons Verfilmung als Ich-Erzähler eher marginal in Erscheinung tritt. Hier ein deutlicher Pluspunkt, weil man dadurch immer wieder etwas Abstand zum Geschehen gewinnen kann.

    Sauer aufgestoßen ist mir in dieser Neuverfilmung mit Leonardo diCaprio, Carey Mulligan und Tobey McGuire eigentlich hauptsächlich der Soundtrack. Was Hiphop von Jay-Z in einem Film zu suchen hat (oder welche Brücken er zu was schlagen soll...) , der in der Zeit von Charleston und Jitterbug spielt kann ich nicht recht nachvollziehen. Soll's Baz Luhrmann erklären.

    Fazit: Es hat schon was, wenn man sich zwei verschiedene Sichtweisen auf ein gleiches Thema zeitlich kurz nacheinander ansehen kann. Beide Verfilmungen haben ihren zeitgemäßen Wert.:thumbup::thumbup::thumbup:

    Apropos zeitgemäß: Ich habe den Trailer der Erstverfilmung gefunden. Wenn ich mir die wenigen Bilder in Farbe vorstelle...whow!!!

    The Great Gatsby (1926, Regie: Herbert Brannon)

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    Heyho.

    1941 (...Wo bitte geht's nach Hollywood?), 1979

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    Bis heute ist Stephen Spielbergs Anarchokomödie über die vermeintliche Invasion der USA durch feindliche Truppen sträflich unterbewertet. Auf IMDB gibts schmale 5.8 Punkte, was nicht verwundert, wenn der Film bis heute erst von knapp 36.000 Usern bewertet wurde. Und auch die damaligen Kritiker fanden wenig bemerkenswertes an dem Streifen. Da sage ich mal einfach: "Au Contraire!!!"

    Was Spielberg für knapp 35 Millionen Dollar inszenierte ist ein fast zweistündiges Feuerwerk skurriler Ideen, eingebettet in ein in jeder Sekunde rasantes Actionspektakel, hochkarätig besetzt und jederzeit unterhaltsam. Was an FX drinsteckt, war damal und ist auch gerade heute spektakulär: Es gab nämlich 1979 keine Computer, mit deren Hilfe man die entsprechenden Szenen hätte simulieren können.

    Dazu ein Cast, der sich gewaschen hat, sogar Mickey Rourke war dabei und gab da sein Debut als Nebendarsteller. Und der gute alte John Williams zeichnete für den Soundtrack verantwortlich.

    Einer meiner Alltime Faves.

    1941 - Opening Scene

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    11/10

    Heyho.

    Aber man kann sich auch ein Bild generieren lassen und basierend auf der Idee etwas eigenes machen... als Künstler mein ich jetzt...

    Ernsthaft jetzt???

    Echt???

    "Basierend auf der Idee..." von was???

    Einer simplen Datensammlung. Die nichts weiter ist als eine dumme Datensammlung. AI ist eine Summe. Sie hat keine "Idee". So etwas gibt es da nicht.

    Eine "Idee" hast DU. Nicht irgend eine AI.

    Nuff said.

    Heyho.

    The Great Wall (2016)

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    Regisseur Zhang Yimou, den ich seit "Hero" (2002), "House of flying Daggers" (2004) und "A Woman, A Gun and A Noodleshop" (2009) ziemlich bewundere, hat mit "The Great Wall" mal wieder einen Film rausgehauen, der viel Spaß macht. Nur ernst nehmen sollte man ihn nicht.

    Aufhänger ist die interessante Frage, gegen welchen Gegner die chinesische Mauer nun eigentlich gebaut wurde. Antwort: Gegen die Taotie. Das sind in der chinesischen Mythologie drachenähnliche Monster, die alle 60 Jahre versuchen, China zu überrennen. Und juchhei. Genau in dem Jahr, als der Ire William Garin und sein Söldnerkollege Pero Tovar nach China reisen, um dort das legendäre "Schwarzpulver" für die westliche Welt zu klauen, sind die Taotie gerade dabei, die große Mauer zu überrennen...

    Ich finde das großartig: Zu Beginn des Films weist man mich darauf hin, wie unglaublich der Bau der chinesischen Mauer war und wie lange er gedauert haben soll (hier: 1700 Jahre). Da macht sich bei mir Ehrfurcht breit!

    Was die Erbauer der Mauer in der Zwischenzeit gemacht haben, wenn alle 60 Jahre die Taotie aufgetaucht sind...da sollte man mal drüber nachdenken, wenn man sich einen Filmplot zusammenstrickt.

    Aber: "Pfffht".

    "The Great Wall" macht viel Spaß, braucht sich in den Schlachtenszenen nicht hinter HdR zu verstecken und ist ganz sicher sehr gute Unterhaltung.

    8/10