Willkommen hier und viel Vergnügen.
Beiträge von Der Wanderer
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Ein Hallo meinerseits und viel Spaß hier.

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Heyho markus66
Sei willkommen und viel Vergnügen hier.
Schön, daß endlich mal jemand hergefunden hat, dem der Name Katherine Kurtz nicht unbekannt ist.

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Wie fandet ihr das Erste Kapitel?
Offen gestanden: Etwas schwurbelig ziellos. Was ich bis jetzt weiß: Der Prota steht auf aussergewöhnliche Amphibien, von denen er bereits einige besitzt. Er war Angestellter in einer Tierhandlung, aus der er seine Neuzugänge zu beziehen scheint und pflegt ein freundschaftliches Verhältnis zu seinem ehemaligen Kollegen, der ihm gerade einen fahlen Oktopus beschafft hat. Ich nehme mal an, daß der zu einer besonderen Spezies gehört.
Ansonsten ist er (der Prota - nicht der Oktopus!
) auf der Karriereleiter mittelerweile wohl ziemlich weit oben, wobei ich keinerlei Info darüber habe, was er wann wo gemacht hat, um dahin zu kommen. Scheint aber wichtig zu werden, weil es ein "Multimillionen - Unternehmen" ist. Mehr Info war nicht bisher.Selbst zum interessantesten Part des Kapitels, den "Funken", gibt's nicht mal eine Andeutung, was für Viecher das sind (oder warum sie leuchten).
Würde ich jetzt mal als eher mauen Start bezeichnen, der mit einigen Andeutungen gewürzt deutlich interessanter geworden wäre.
Anbei noch 2-3 "komische Formulierungen", bei denen ich kurz gestutzt habe:
Im Prolog:
Er erkannte Mister Steven. Einer seiner fähigsten Angestellten in der Tür.
Liest sich für mich, als ob Mr. Steven die Tür im Berghain macht.
Denn doch besser so:"Er erkannte in der Tür Mr. Steven, einen seiner fähigsten Angestellten."
Im Kapitel:
die Zeiger der Wanduhr meines Urgroßvaters
Hat die Uhr später noch eine Bedeutung? Falls nicht, braucht's auch keinen Hinweis darauf, daß es die Uhr vom Urgroßvater ist.
Wir gehen nacheinander durch die dicke Metalltür ins Innere des mir ziemlich bekannten Ladens.
Der Typ hat jahrelang da gearbeitet und der Laden ist ihm gerade mal "ziemlich bekannt"?

In Summa nenne ich das ganze mal "seichtes Plätschern ohne bestimmte Richtung". Würde mich nicht verlocken, zur nächsten Seite zu blättern.
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Heyho ISEKAI
Erst mal willkommen hier. Die Mods haben unsere Regeln hier erklärt, dazu also kein weiteres Wort.
Ich persönlich kann KI nicht leiden, weder im schriftlichen Bereich noch sonstwo (in der Musik iasses schon fast nicht mehr zu ertragen). Weil der Scheiß aber nun mal da ist, muß ich mich wohl damit auseinander setzen. Von daher habe ich nichts gegen ein Kapitel zur Probe - schick es mir einfach via Konversation, dann bleibt das Forum davon verschont.

Ansonsten: Viel Spaß beim rumschnöfen hier.

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Nach und Krach reimen sich nicht so toll.
Heyho, da muß ich korrigieren. Das reimt sich sogar hervorragend. Es kommt nur auf die Art an, wie gereimtes vorgetragen wird. Modulation ist alles. Nun ist McFee meines Wissens nach "etwas" Oldschool, also schon länger auf diesem Planeten und kennt daher seinen "Erhardt". Falls Dir das/oder der nichts sagt:
Ritter Fips
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Ausgelesen.
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Den Untertitel "Wie Polizei und Justiz unser Grundrecht einschränken – und wie wir es verteidigen" finde ich etwas überzogen, auch wenn der Autor deutlich macht (und das halte ich für den wichtigsten Punkt des Buches) daß die Entscheidung darüber, was als freie Meinungsäußerung und was als strafbar zu bewerten ist immer noch vielfach eine Auslegungsfrage des betreffenden Gerichtes zu sein scheint. Und daß mancher sowohl Geld als auch Nerven braucht, um ein offensichtlich falsches Urteil anzufechten. Ebenfalls anhand der Beispiele sehr deutlich wahrnehmbar ist die zunehmende Dünnhäutigkeit öffentlicher Personen, sich Kritik zu stellen (die, zugegeben, leider auch sehr häufig mit verbalen Entgleisungen "gewürzt" wird, so daß der durchaus begreifliche Kern des Angriffs durch die mitlaufende Beleidigung selbstverwässernd und daher nicht gerade konstruktiv rüberkommt.
Als neue Erkenntnis für mich nehme ich daraus mit, daß § 166 StGb auch heute noch gilt. Was in der mittlerweile permanent kochenden Debatte um Religion auch heute noch dazu führt, daß fundamentalistische Religionsgruppen gleich welcher Couleur sich fälschlich darin bestätigt sehen, niemand habe das Recht, sich kritisch zu den von ihnen vertretenen Positionen zu äußern, sondern vielmehr sie hätten dadurch das Recht, zur Not auch gewaltsam ihre Ansprüche durchzusetzen.
Da das in der Praxis mittlerweile immer öfter dazu führt, daß berechtigte Kritik aus Furcht vor Repressalien gar nicht mehr geäußert wird, sollte man besser möglichst bald über eine Abschaffung dieses "Blasphemieparagraphen" nachdenken.
Nicht weil Religion nicht etwas grundsätzlich schützenswertes wäre - aber wenn sich Leute darauf berufen, die nie gelernt haben kritikfähig zu sein, läuft da für mich grundlegend was falsch.
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Ausgelesen:
Die rote Zora

Kurt Held (eigentlich Kurt Kläber) veröffentlichte diesen Jugendroman 1941. Geschrieben hat er ihn ein Jahr zuvor, darin die Eindrücke verarbeitend, die er durch Begegnungen mit echten Jugendlichen auf einer Jugoslawienreise gewonnen hatte.
Von daher ist es nicht nur ein Buch für Jugendliche, sondern ein Zeitzeugnis um die Lebensumstände von Kindern in der damaligen Zeit, ähnlich wie in Louis Pergauds "Krieg der Knöpfe" von 1912.
Die Geschichte:
Die Mutter des jungen Branko stirbt. Und niemand in Senj, der kleinen Stadt an der kroatischen Küste, fühlt sich für ihn verantwortlich. Bis er auf dem Markt aus Hunger einen übersehenen Fisch aufhebt, deshalb des Diebstahls angeklagt und von der Bande der roten Zora aufgenommen wird. Pavle, Duro, Nicola und Zora sind ebenfalls elternlos, hausen in einer verlassenen Burg und halten sich mit kleineren Gaunereien am Leben. Nebenher liegen sie in einer Fehde mit den "Gymnasiasten", den Söhnen der gutbürgerlichen Einwohner. Als im Verlauf dieses Streites ein ganzer Fischteich abgelassen wird, zieht sich die Schlinge um die Bande zu. Bis auf einmal der alte Fischer Gorian auf der Bildfläche erscheint...
Ein Jugendroman? Nicht nur. Ein sehr politischer Roman ebenfalls. Und noch dazu einer, aus dem sich jedes Lebensalter etwas wegnehmen und lernen kann.



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Geradezu zögernd schienen die Wolken am Himmel das Mondlicht wieder freizugeben, als die fahle Lichtgestalt auf das finster aufragende Grabmal derer von Wolff zuschwebte. Wie zuvor erhellten die blassen Strahlen des Nachtgestirns das amorphe Wesen, das sich stetig auf die finster aufragende Front des Grabmales derer von Wolff zubewegte, sich dabei ausdehnte, verzweigte und sich letzlich, vielfach verästelt, anschickte, das alte Gemäuer zu umfangen. Helen blieb unvermittelt stehen. Der schwarze Stein des Gebäudes veränderte seine Finsternis nicht. Vielmehr schien er das Licht des Wesens, selbst verstärkt durch den Mond, zu absorbieren.
"Du mußt hinein..." erklang die Stimme erneut in ihrem Kopf und sie wurde umso leiser, wie daß Lichtwesen vor ihr schwächer und schwächer wurde.
"Auch im Finstersten gibt es Licht..." erklang das Wispern. "Ich werde Dich zu finden wissen."
Dann verwehte die Stimme, und was gerade noch die schwarzen Mauern umklammerte und zu brechen suchte, erlosch. Übrig blieb das hochaufragende Mausoleum derer von Wolff. Schwarz im Licht des Mondes liegend, schweigend. Unheilvoll.
Helens Beine versagten ihr den Dienst.
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Sie blinzelte ein paar mal. Ihre Netzhaut hielt die Reflektion des gerade gesehenen verblassend noch fest, so daß sie die Fühler noch immer auf sich zukriechen zu sehen glaubte. Hektisch fuhr sich Helen mit dem Ärmel über die Augen und starrte erneut hinüber. Doch jetzt war dort nichts mehr zu sehen. Dafür wurde das raschelnde Geräusch vor ihr immer vernehmbarer, mit dem etwas - oder jemand - auf sie zubewegte.
"Greta?!? Wenn du das bist, hör sofort damit auf! Das ist jetzt kein Spaß mehr!"
Sie warf einen raschen Blick zum Himmel. Kein Mond. Zitternd begann Helen, vor dem dunklen Rascheln zurückzuweichen.
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Fand ich eine sehr schöne Momentaufnahme. Keine "wer-warum-wieso?" Erklärung nötig - einfach rein in die Handlung. Jetzt bin ich nicht fluent mit Englisch unterwegs, aber
He cowered behind the rock till the noise subsided
müßte das nicht eigentlich "covered" heißen?

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Heyho ErkShin
Meine Grüsse. Schön, daß Du hergefunden hast.
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Ausgelesen revisited.
Apostolos Doxiadis - Onkel Petros und die Goldbach'sche Vermutung (1992)

Das Buch habe ich kurz nach Erscheinen aufgrund des Titels gekauft, ohne zu wissen, was mich da erwarten würde. Habe es nach der ersten Zeile verschlungen und war begeistert. Dann habe ich es verliehen, was man mit guten Büchern nie machen sollte: Liber kauft man es nochmal und verschenkt es dann...
Denn wieder bekommen habe ich's natürlich nicht, dafür in den letzten Jahren immer wieder gesucht. In offenen Bücherschränken, Secondhand Läden etc. . Dann hab' ich's mir für 12€ bei Amazon bestellt.
Aber was ist nun der besondere Reiz daran?
Apostolos Doxiadis, der angewandte Mathematik studiert hat nimmt einen mit auf eine Tour de Force durch das Reich der Zahlentheorie. Also in eine Thematik, mit der der Normalmensch (am besten noch so einer wie ich mit einer immerwährenden "5" in profaner Schulmathematik
) eigentlich gar nichts anfangen kann. Das macht er aber auf eine Art und Weise, daß niemand Angst haben muß, wenn er mit Namen wie Riemann, Gödel, Hilbert, Euler, Gauß, Euklid oder eben dem Namensgeber Christian Goldbach und seiner bis heute weder bewiesenen noch widerlegten Vermutung konfrontiert wird, daß"Jede gerade Zahl, die größer als 2 ist, die Summe zweier Primzahlen ist."
Und genau die Lösung dieser Aussage verlangt der fast 80jährige Onkel Petros, der beschaulich auf dem Land lebt und sich ausschließlich mit seinem Gemüsegarten und dem Schachspiel zu beschäftigen scheint von seinem 15jährigen Neffen, der in die Fußstapfen seines Onkel treten und Mathematik studieren möchte, aber keine Ahnung davon hat, welche Aufgabe ihm sein Onkel hier stellt und warum.
Erst Jahre später findet er heraus, welches Spiel sein Onkel da mit ihm getrieben hat. Und macht sich auf die Suche nach dem "Warum".
Das ganze wird auf knappen 200 Seiten so dicht und spannend und doch für Nichtmathematiker wie mich so einfach erzählt, - es ist einfach ein Genuß.
Und ja, natürlich. Um etwas Zahlentheorie kommt auch dieser Roman natürlich nicht herum. Ich zitiere mal:
"Die Verteilung der Primzahlen (d.h. die Anzahl der Primzahlen, die kleiner als eine gegebene natürliche Zahl n sind) und die Konstruktion des Nachfolgers, also die Suche nach einer Formel, mit der man zu einer gegebenen Primzahl Pn die nächstgrößere Primzahl Pn+1 bestimmen kann. Oft (Es gibt sogar die Vermutung: unendlich oft) gibt es Primzahlzwillinge, also Paare wie 5 und 7, 11 und 13, 41 und 43 oder 9857 und 9859 - die Differenz dieser Primzahlen ist jeweils 2."
Definitiv nicht mein Ding. Ich kapiere davon nix. War früher schon so und wird sich auch nicht ändern. Aber mörderinteressant und lesenswert trotzdem.



P.S.: Hier noch ein kleines Video, was recht gut erklärt, was ich meine. Ich verstehe nach wie vor nicht da geringste dieser Vorlesung, sehe sie mir aber immer wieder gerne an...vielleicht schnackelt's ja mal in meinem Hirnkasten.



Unendlichkeit
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Einen kleinen Großstadtroman aus Hamburg legt der Autor hier hin. Teilweise lustig, teils erheiternd, manchmal eher depressiv. Andreas Sonntag heißt der Protagonist, der in einem heruntergekommenen Haus mit einem ziemlich kaputten Mitbewohner namens Bruno wohnt, der ausser Vögeln wenige Hobbies hat.
Andreas selbst ist Kunststudent, ohne zu studieren, besäuft sich bei jeder sich ergebenden Gelegenheit und steigt mit jeder Frau ins Bett, die er rumkriegen kann nach einer halben Nacht in irgend einer Kneipe. Eigentlich will er nichts anderes, als ein normales Leben führen, aber wie das gehen soll, kann er auch nicht so richtig erkennen. Und die Frau, die er über alles liebt, stellt sich im Augenblick des gemeinsamen Beisammenseins augerechnet als die raus, die keinen Bock auf Liebe hat.
Tja, sowas nenne ich eine Kiezstudie der besseren Art. Hat mir gefallen.
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Ausgelesen:
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Auf Sten Nadolny wurde ich durch "Die Entdeckung der Langsamkeit" aufmerksam, daß ich im Bücherregal meiner Ferienwohnung vor drei Jahren fand und verschlungen habe. Ein grandioses Buch, also war's für mich klar, mir weitere Bücher des Autors anzutun.
Aber wie das manchmal so ist: Weder "Netzkarte" noch hier "Selim..." haben eine ähnlich Wirkung gehabt. Bei "Selim" mußte ich mich fast schon zwingen bis zum Ende zu lesen. Nicht, weil es schlecht wäre. Vielmehr ist es eine Zeitreise durch drei Jahrzehnte Geschichte der BRD und allein deswegen schon lesenswert. Auch haben Nadolnys wie nebenher eingestreute Wahrheiten über das Leben nicht gefehlt, die mich schon in "Die Entdeckung der Langsamkeit" so fasziniert haben nicht gefehlt:
"Ein großer, weitverbreiteter Irrtum: daß wir uns unsere Freunde selbst aussuchen. Einige vielleicht, aber nicht die besten - dazu wären wir nie fähig."
Da steckt soviel Wahrheit drin, daß man unwillkürlich beim ersten Mal lesen dran hängen bleibt - aber noch ein zweites Mal lesen muß, um es zu verstehen. Und dafür liebe ich diesen Schriftsteller.
Aber wo "Die Entdeckung..." ein durchgehend flüssig aufgebauter Roman war ist "Selim..." immer wieder durchbrochen von Tagebucheinträgen des Hauptprotagonisten, voll mit Querverweisen auf andere in der Handlung vorkommende Charaktere. Und bis man mal weiß, in welchem Verhältnis Alexander und Selim letztlich stehen/gestanden haben, dauert es und dauert es und dauert es.

In der Gesamtwirkung für mich ein wertvolles Buch. Aber nicht die Art Literatur, mit der ich ich wohlfühle.
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Hallo Sila
Schön, daß Du hergefunden hast. Willkommen.
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Hallöchen Fleggi
ich wünsche viel Vergnügen hier. Willkommen.
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Der Roman ist eine Biologie-Fantasy über historische Anthropologie in einer geografisch anderen Welt – mit botanisch ähnlichen Pflanzen, sozialem Verhalten als Comedy, in einer Fantasy ähnlichen, realen Umgebung mit einem wirtschaftlich-ökonomischen System.
Na, dann ist ja wirklich alles abgedeckt. Nur den religiösen Aspekt vermisse ich, aber da kann ja noch was kommen. Abgesehen davon habe ich, wie auch Sensenbach die Hälfte nicht verstanden. Was vor allem an der monströs miesen Rechtschreibung liegt. Wenn das heute der Standard ist, sehe ich 'ne Zeit kommen, in der wir uns wie ein gewisser Bibliothekar nur noch mit "Ugh" - Lauten unterhalten.
Und was die "!!!WARNUNG!!!" betrifft: Da war jetzt für mich jetzt nicht wirklich was erschreckendes dabei. Man muß davon nicht alles kennen (und ich kenne weder "Lolicon" noch "Lamia-Körper"), aber bei dem Rest kann ich aus eigener Erfahrung mitreden und finde da nix besonderes dran.
Daher: Überrasch mich doch einfach.

Sicerely yours.
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Vorab: Meinen Dank für drei neue Geschichten, die ich gerne gelesen habe und meinen Glückwunsch dem Sieger.



Warum ich nicht für "Schattenwacht" gestimmt habe:
Die Grundidee fand ich klasse: Zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die zusammengeführt werden. Ich konnte nur nicht erkennen, warum ein blasierter adliger Schnösel auf einmal eine Sympathie für einen Bauernburschen entwickeln sollte, nur weil ihm sein Schwertmeister die Anweisung gibt, mit ihm die Klingen zu kreuzen. So, wie Helmat beschrieben wurde, hätte er alleine nie erkannt, was im Küchenjungen Olaf stecken könnte, einfach deshalb, weil er ihn nie als ebenbürtig angesehen hätte. Standesdünkel eben.
Doch als er den ängstlichen Jungen ansah, rührte sich ein seltsames Gefühl tief in seinem Innern.
Das war der einzige Satz, aus dem man einen Sinneswandel herauslesen konnte. Definitiv nicht genug, um das zu glauben. Dem Teil der Geschichte hätte man mehr Platz einräumen müssen, dann wäre sie überzeugend geworden.
Auch konnte ich nichts mit dem Wort "Schwertmagier" anfangen. Die ganze Geschichte ist völlig realistisch und dann hat es da auf einmal einen Magier. Die Brücke konnte ich einfach nicht schlagen...
"Die Seedrachin"
War meine Wahl. Weil hier kontinuierlich eine düstere Atmosphäre aufgebaut wurde, auch wenn nach der Hälfte bereits klar war, wohin die Geschichte führen würde. Ändert aber nichts daran, daß mich die Schreibe gefesselt hat.

"Der Eid"
Da hat mir einfach der gedankliche Background gefehlt. Hier ging es um Kosaken und ihre Traditionen. Von denen weiß ich aber nichts. Schon mal ein Handicap. Das zweite war der Wechsel mittendrin in der Geschichte: Aus der "Ich" Erzählerposition in die dritte Person...warum?
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Endlich. Endlich ausgelesen (dank kalkwiese, der mir den fehlenden 4.Band zugeschickt hatte - das Buch geht so rasch wie möglich an Dich zurück. Danke!


) :Die Eragon - Saga (C.Pasolini - (2002-2011)

Der oftmals zu lesenden Kritik, die Geschichte wäre nicht viel mehr als ein schwacher Abklatsch von Tolkiens "Herr der Ringe" möchte ich mal folgendes entgegenhalten: Der Autor war bei der Veröffentlichung des ersten Bandes schlappe 15 Jahre alt - was hatten die Kritiker denn erwartet?
Da habe ich schon Bücher von Leuten gelesen, die mehr als doppelt so alt waren und eine deutlich schlechtere Vorstellung abgeliefert haben. Und das die Geschichte aufgrund ihrer "einfachen" Erzählweise nur für ein Publikum zwischen 9 - 13 Jahren passend sei, beweist mir lediglich mal wieder die Hochnäsigkeit und Arroganz s.g. "Kritiker". Und für die habe ich seit langem eine viel zutreffendere Bezeichnung: Es sind Eunuchen - sie wissen, wie man's macht.
Summa summarum wird in Eragon die klassische Geschichte eines Nobodys erzählt, der im Verlauf seiner Reise an seiner Aufgabe wächst, bis er sie schließlich mit Hilfe seiner Freunde zu einem glücklichen Ende bringen kann.
Es ist richtig: Neu und innovativ ist das nicht. Aber ich habe mich trotzdem keine Sekunde gelangweilt gefühlt beim Lesen. Paolinis Erzählfluß hat so gut wie keine Längen, er schweift nicht in Nebenhandlungen ab, die die Hauptgeschichte ausbremsen oder von ihr ablenken. Bei einer durchschnittlichen Länge von 800 Seiten pro Band finde ich das beachtlich.
Und ja: Der Stil könnte durchaus eleganter sein. Bei vielen Formulierungen merkt man doch, daß sich da jemand angestrengt hat, eine Situation plastisch zu beschreiben, daß ihm aber vielfach die Reichhaltigkeit der Worte fehlten.
Aber das finde ich im Ganzen nicht sonderlich störend. Irritiert hat mich jedoch die Entscheidung des Verlages, nach drei Bänden den Übersetzer zu wechseln. So kommt es im letzten Buch in auffälliger Häufung zu Seltsamkeiten, bei denen das Auge "stolpert", was in den Büchern davor nie der Fall war. Hier mal ein paar Beispiele:
"Nach dem Gemetzel erfüllte ein grässlicher Gestank nach den widerlichsten Substanzen, die man sich nur vorstellen konnte, den Raum... "(Seite 225)
"Dutzende braune, mit Gänsefedern gefiederte Pfeile..." (S.228)
"Die herabsausende Klinge war für ihn allerdings fast nicht zu sehen, sodass er sie in seiner Hast verfehlte." (S.234)
"Der Kreis der übrigen Elfenreiter löste sich auf und alle Elfen wandten sich in unterschiedliche Richtungen, während sie versuchten, ihre Reittiere zu beruhigen, und sich um die feindlichen Soldaten vor ihnen kümmerten." (S.768)
Daß Eragon jedoch, nachdem er den Tyrannen Galbatorix getötet hat, bis zum Ende der Geschichte als "Königsmörder" angeredet wird, fand ich mehr als nur befremdlich. Da haben dann nämlich sowohl Übersetzerin als auch das Lektorat völlig versagt.

Denn das jemand, der einen Köng tötet, im englischen als "Kingslayer" (Königsmörder) bezeichnet wird, ist völlig richtig (und ich nehme an, im Original wird dieses Wort auch benutzt). Nur ist ein "Königstöter" im englischen ebenfalls ein "Kingslayer". Braucht man in jedem Onlineübersetzer nur zweimal hin und her zu übersetzen.
Und ich finde, man sollte schon beim Übersetzen wie auch beim Gegenlesen spüren können, welches Wort positiv und welches negativ konnotiert ist.
Aber gut. Vielleicht bin ich ja auch nur ein dummer Korinthenkacker.
Der Eragonzyklus kriegt von mir jedenfalls eine
7/10.
Nuff said.