Beiträge von Der Wanderer

    Vorab: Meinen Dank für drei neue Geschichten, die ich gerne gelesen habe und meinen Glückwunsch dem Sieger.:thumbup::thumbup::thumbup:

    Warum ich nicht für "Schattenwacht" gestimmt habe:

    Die Grundidee fand ich klasse: Zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die zusammengeführt werden. Ich konnte nur nicht erkennen, warum ein blasierter adliger Schnösel auf einmal eine Sympathie für einen Bauernburschen entwickeln sollte, nur weil ihm sein Schwertmeister die Anweisung gibt, mit ihm die Klingen zu kreuzen. So, wie Helmat beschrieben wurde, hätte er alleine nie erkannt, was im Küchenjungen Olaf stecken könnte, einfach deshalb, weil er ihn nie als ebenbürtig angesehen hätte. Standesdünkel eben.

    Doch als er den ängstlichen Jungen ansah, rührte sich ein seltsames Gefühl tief in seinem Innern.

    Das war der einzige Satz, aus dem man einen Sinneswandel herauslesen konnte. Definitiv nicht genug, um das zu glauben. Dem Teil der Geschichte hätte man mehr Platz einräumen müssen, dann wäre sie überzeugend geworden.

    Auch konnte ich nichts mit dem Wort "Schwertmagier" anfangen. Die ganze Geschichte ist völlig realistisch und dann hat es da auf einmal einen Magier. Die Brücke konnte ich einfach nicht schlagen...

    "Die Seedrachin"

    War meine Wahl. Weil hier kontinuierlich eine düstere Atmosphäre aufgebaut wurde, auch wenn nach der Hälfte bereits klar war, wohin die Geschichte führen würde. Ändert aber nichts daran, daß mich die Schreibe gefesselt hat.:thumbup:

    "Der Eid"

    Da hat mir einfach der gedankliche Background gefehlt. Hier ging es um Kosaken und ihre Traditionen. Von denen weiß ich aber nichts. Schon mal ein Handicap. Das zweite war der Wechsel mittendrin in der Geschichte: Aus der "Ich" Erzählerposition in die dritte Person...warum?

    Endlich. Endlich ausgelesen (dank kalkwiese, der mir den fehlenden 4.Band zugeschickt hatte - das Buch geht so rasch wie möglich an Dich zurück. Danke! :thumbup::thumbup::thumbup: ) :

    Die Eragon - Saga (C.Pasolini - (2002-2011)

    Der oftmals zu lesenden Kritik, die Geschichte wäre nicht viel mehr als ein schwacher Abklatsch von Tolkiens "Herr der Ringe" möchte ich mal folgendes entgegenhalten: Der Autor war bei der Veröffentlichung des ersten Bandes schlappe 15 Jahre alt - was hatten die Kritiker denn erwartet?

    Da habe ich schon Bücher von Leuten gelesen, die mehr als doppelt so alt waren und eine deutlich schlechtere Vorstellung abgeliefert haben. Und das die Geschichte aufgrund ihrer "einfachen" Erzählweise nur für ein Publikum zwischen 9 - 13 Jahren passend sei, beweist mir lediglich mal wieder die Hochnäsigkeit und Arroganz s.g. "Kritiker". Und für die habe ich seit langem eine viel zutreffendere Bezeichnung: Es sind Eunuchen - sie wissen, wie man's macht.

    Summa summarum wird in Eragon die klassische Geschichte eines Nobodys erzählt, der im Verlauf seiner Reise an seiner Aufgabe wächst, bis er sie schließlich mit Hilfe seiner Freunde zu einem glücklichen Ende bringen kann.

    Es ist richtig: Neu und innovativ ist das nicht. Aber ich habe mich trotzdem keine Sekunde gelangweilt gefühlt beim Lesen. Paolinis Erzählfluß hat so gut wie keine Längen, er schweift nicht in Nebenhandlungen ab, die die Hauptgeschichte ausbremsen oder von ihr ablenken. Bei einer durchschnittlichen Länge von 800 Seiten pro Band finde ich das beachtlich.

    Und ja: Der Stil könnte durchaus eleganter sein. Bei vielen Formulierungen merkt man doch, daß sich da jemand angestrengt hat, eine Situation plastisch zu beschreiben, daß ihm aber vielfach die Reichhaltigkeit der Worte fehlten.

    Aber das finde ich im Ganzen nicht sonderlich störend. Irritiert hat mich jedoch die Entscheidung des Verlages, nach drei Bänden den Übersetzer zu wechseln. So kommt es im letzten Buch in auffälliger Häufung zu Seltsamkeiten, bei denen das Auge "stolpert", was in den Büchern davor nie der Fall war. Hier mal ein paar Beispiele:

    "Nach dem Gemetzel erfüllte ein grässlicher Gestank nach den widerlichsten Substanzen, die man sich nur vorstellen konnte, den Raum... "(Seite 225)

    "Dutzende braune, mit Gänsefedern gefiederte Pfeile..." (S.228)

    "Die herabsausende Klinge war für ihn allerdings fast nicht zu sehen, sodass er sie in seiner Hast verfehlte." (S.234)

    "Der Kreis der übrigen Elfenreiter löste sich auf und alle Elfen wandten sich in unterschiedliche Richtungen, während sie versuchten, ihre Reittiere zu beruhigen, und sich um die feindlichen Soldaten vor ihnen kümmerten." (S.768)

    Daß Eragon jedoch, nachdem er den Tyrannen Galbatorix getötet hat, bis zum Ende der Geschichte als "Königsmörder" angeredet wird, fand ich mehr als nur befremdlich. Da haben dann nämlich sowohl Übersetzerin als auch das Lektorat völlig versagt.;(

    Denn das jemand, der einen Köng tötet, im englischen als "Kingslayer" (Königsmörder) bezeichnet wird, ist völlig richtig (und ich nehme an, im Original wird dieses Wort auch benutzt). Nur ist ein "Königstöter" im englischen ebenfalls ein "Kingslayer". Braucht man in jedem Onlineübersetzer nur zweimal hin und her zu übersetzen.

    Und ich finde, man sollte schon beim Übersetzen wie auch beim Gegenlesen spüren können, welches Wort positiv und welches negativ konnotiert ist.

    Aber gut. Vielleicht bin ich ja auch nur ein dummer Korinthenkacker.

    Der Eragonzyklus kriegt von mir jedenfalls eine

    7/10.

    Nuff said.

    Ausgelesen:

    The Folklore of Discworld (Deutsch 2008)

    Daß sich SirTerry Pratchett meisterhaft und völlig hemmungslos an irdischen Mythen, Märchen und Legenden bediente, um seine Geschichten zu erzählen, war mir schon nach der Lektüre des ersten Scheibenwelt - Romans klar. Welcher das war, weiß ich gar nicht mehr, ist aber auch nicht wirklich wichtig.

    Viel wichtiger finde ich den Umstand, daß Sir Terry in diesem wundervollen Kompendium eindrucksvoll zum einen den Beweis anführt, daß es genau andersherum richtig ist: Nicht die Legenden unserer Welt erschaffen die Mythen in der Scheibenwelt, sondern unsere beruhen auf ihren.

    Oder vielleicht doch vice versa?

    In den Multiversen finden immer und ständig sowohl Zeit- als auch Raumverschiebungen statt. Wer könnte also mit Sicherheit sagen, ob es Robert F.Howard 1932 war, der Conan erschuf - oder ob ihm Cohen der Barbar als Vorlage diente, erschienen in einem wirren Traum des Nachts?;)

    Es spielt keine Rolle...das vorliegende Buch ist eine wahre Fundgrube für sowohl irdische als auch von sonstwoher stammende Mythen. Und es ist, wie alle Bücher von Sir Terry gleichermaßen lehrreich wie unterhaltsam.

    :thumbup::thumbup::thumbup:

    Der Frühling kommt


    Ich kann ihn schmecken im Duft des Regens

    spüren im kalten Strahl der Sonne, die an Wärme gewinnt mit jedem Tag,

    ich sehe ihn am Wegesrand - das frische Grün der Osterglocken

    durch das Gras des Vorjahres brechend.


    Der Frühling kommt.


    Die Vögel singen, obwohl es dunkel ist, warum?

    Sie wissen es nur zu gut.

    Was wir noch nicht sehen erfühlen sie,

    hört auf ihr Lied.


    Der Frühling kommt.


    Das Laub des letzten Herbstes

    liegt vereinzelt noch hier und da.

    Doch wer wendet den Blick hinab auf das Vergangene,

    wenn an den Ästen der Bäume die ersten Knospen farbenfroh erscheinen?


    Der Frühling kommt.


    Die schweren Gedanken des Winters weichen

    und mit ihnen weicht die Dunkelheit.

    Nur Minuten jeden Tag,

    doch stetig, immer stetig mehr.


    Der Frühling kommt.


    Ich kann ihn riechen im Geschmack des Regens.

    Ich fühle ihn im Wind, der über meine Haut streicht.

    Ich sehe ihn in den Wolken, die über mich hin wehen.

    Und es macht mich glücklich.


    Der Frühling kommt.

    (Der Wanderer revisited, 2026)

    Als der Streifen 2011 erschien, habe ich ihn sofort mitgenommen in der Hoffnung, mal sowas wie ein adäquates Sequel zum Original von 1982 von John Milius sehen zu können. Damals fand ich den Film grottenschlecht.

    Conan, (Regie: Renny Harlin)

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    15 Jahre später tue ich ihn mir nochmal an und sage: Stimmt fast. Der Film ist Kind seiner Zeit. Neue computertechnische Möglichkeiten der Darstellung von Orten und Fantasybauten heben den Film optisch so ein bißchen in die Höhe. Die Story dagegen ist eher so lalala und was die Physis des Hauptcharakters Conan 2011 der des Conan 1982 entgegenzusetzen hätte - eher Niente. Da helfen denn auch Jason Namoas überaus steile Augenbrauen nichts mehr...

    Und gänzlich versagt der Soundtrack von Tyler Bates, der es in nicht einer Szene fertigbringt, die Handlung auch nur ansatzweise zu unterstützen. Da hätte etwas von Basil Pouldouris archaischem Stil deutlich geholfen...

    Im ganzen immer noch ein schwacher Film, trotz allem Blutgespritze - von dem es im Original witzigerweise eher wenig zu sehen gab. Da stimmte eben die gesamte Chemie.

    5/10

    Whow!

    Seit langem war ich von einem Film optisch nicht mehr so beeindruckt wie von dem hier:

    Dune (2021)

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    Regisseur Denis Villeneuve bekommt es wirklich hin, gut 90% des Streifens in GROSS zu drehen. Fällt einem erst nach gut der Hälfte auf, weil es so selbstverständlich inszeniert wird. Und viel Zeit nimmt er sich auch, um die Geschichte zu entwickeln.

    Die Romane von Frank Herbert habe ich nie gelesen (man darf mich gerne dafür peitschen), aber im Gegensatz zum ersten Versuch von David Lynch 1984, in dem nach damaliger Art für den Film viele Nebenstränge der Handlung einfach rausgenommen wurden, scheint der Regisseur auf Kosten zu pfeifen.

    Hier sieht's anders aus. Und ich war nicht mal sauer, daß der Film nach knapp 2 1/2 Stunden Laufzeit nicht mal mit einem Cliffhanger endete. Vielmehr freue ich mich auf den nächsten Part von 2024, den ich mir jetzt irgendwoher besorgen muß.

    Und hoffen tue ich darauf, daß die Produzenten auch den dritten Teil, der noch gedreht werden muß durchwinken. Bei Produktionskosten von $165 Millionen (Einspiel $407 Millionen) für Teil 1 sowie Kosten für Teil 2 ($190 Millionen) sind da ja immer die Geldgeber die Entscheider.;(

    Ich hoffe auf das Beste. Bis dahin ist der Streifen eine glatte

    10/10.

    Daß das Actionkino nicht erst seit dem immer mehr ausufernden Marveluniversum filmtechnisch immer gigantomaner und absurder wird, wurde mir gestern und heute klar:

    3 Engel für Charlie 1 & 2 (2000/2003)

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    Echt jetzt? Dieser unfaßbare Blödsinn ist auch bereits über 20 Jahre alt???:patsch:

    Herrlich. Regisseur McG hat da wirklich alle Register gezogen, um für 3 1/2 Stunden (beide Teile zusammen) die absurdesten Stunts, schwachsinnigsten Dialoge kombiniert mit minimalster Handlung zu präsentieren. Und, was ich im Vergleich zu den Marvelfilmen besonders schätze: Da mußte noch nicht gleich die ganze Welt und das nächstliegende Universum bedroht sein, damit es einen pusht.:thumbup:

    Schwachsinn bleibt es allemal, aber die in beiden Filmen überaus sympathischen Schauspieler, denen man den Spaß am Unfug deutlich anmerkt reissen es dann für mich raus.

    Ausgelesen:

    Louis Pergaud: Der Krieg der Knöpfe

    1912 hat der Mann einen Klassiker der Jugendliteratur verfasst, basierend auf seinen eigenen Erfahrungen als 12 - jähriger Junge. Der Stil ist schlicht, die Sprache direkt und die Wortwahl für zartbesaitete Gemüter heutzutage vielleicht zu grob. Ich hab' die oben angeführte Ausgabe von 1964 gelesen, da das Buch aber vielfach neu aufgelegt wurde, dürfte es mittlerweile andere (entschärftere) Übersetzungen geben. Von denen ich natürlich abrate.

    Da streiten die Jungen zweier benachbarter Dörfer im ländlichen Frankreich seit Ewigkeiten gegeneinander, ohne daß es eigentlich einen Grund zu geben scheint. Mit schönster Regelmäßigkeit trifft man sich in einem kleine Waldstück dazwischen, bombardiert und beschießt sich mit Steinen oder liefert sich in den heißeren Kämpfen eine handfeste Prügelei. Die "Armee" von Longeverne unter ihren General Lebrac gegen die Jungen aus Valrene. Größtmögliche Demütigung für die besiegten Gegner besteht im Abtrennen und Entfernen sämtlicher Gegenstände, die dem Betreffenden die Kleider am Leib zusammenhalten: Knöpfe, Hosenträger, Schnürsenkel etc. , so daß der Besiegte mit nahezu blankem Hintern nach Hause zurückkehrt und sich auf die Abreibung seitens seiner Eltern freuen darf...

    Aus der Entfernung von über 100 Jahren eine tolle Zeitreise dahingehend, wie die Kinder damals dachten und handelten. Da hat sich, glaube ich, nicht soviel verändert. Klare Regeln hat man mit Zwölf.

    Schön wär's, wenn man sich später noch dran erinnern würde.

    Keine Ahnung, warum ich mir den so viele Jahre verkniffen habe.

    Fitzcarraldo (Werner Herzog,1981)

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    Das waren 2 1/2 Stunden spannendes, intensives Kino ohne jede Länge. Ganz weit oben.

    11/10

    Ausgelesen.

    Zweimal H.G.Wells im letzten Monat.

    Spoiler anzeigen

    Prophetisch und gleichzeitig dystopisch. Das ist H.G.Wells. In "Die Zeitmaschine" versetzt er einen Mann seiner Zeit in eine ferne Zukunft, in der die "Eloi" als Lichtgestalten zwar auf der Erde wandeln, trotzdem aber wenig mehr sind als blasse Abbilder von Menschen, während tief unter ihnen die "Morlocks", zumeist unsichtbar, trotzdem unübersehbar die Geschicke der Welt lenken.

    "Wenn der Schläfer erwacht" ist für mich jedoch deutlich gruseliger. Die Idee der besseren Welt, die sich auch nach zweihundert Jahren nur als eine Fortführung der alten Machtprinzipien herausstellt, 1899 so präzise zu beschreiben...whow!!!:pupillen::pupillen::pupillen:

    Nachdem ich mich hier in Düsseldorf am Burgplatz (traditioneller Treffpunkt der karnevalssüchtigen Jugend dieser Stadt) seit Donnerstag auf dem Nachhauseweg mit dem Rad durch torkelnde Horden angeballerter Pubertierender kämpfen mußte, dies jedoch eher schwankend, weil der Boden unter meinen Füßen nicht mehr aus Pflastersteinen, sondern leer gesoffener Plastikshots von Berentzen und Konsorten bestan, dachte ich so bei mir:

    "Da kannste Dir ja passend zum Thema auch mal wieder einen Zombiefilm ansehen".

    Hab' ich gemacht:

    Dawn of the Dead (2004)

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    Zack Snyder hat einen guten Job abgeliefert, was man von vielen seiner Kollegen nicht sagen kann, die irgendwelche Remakes von Horrorfilmklassikern aus den 80/90er Jahren verbrochen haben. "Evil Dead" ist da abschreckendes Beispiel...

    Klar daher ebenfalls, daß ich mir heute das Original angetan habe:

    Zombie - Dawn of the Dead (1978)

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    Natürlich in dieser ungekürzten Fassung:

    Atmosphärisch dichter und gruseliger geht nicht. Romero rules.

    Wie schon erwähnt bin ich nicht vom Fach, aber ich kann lesen (ha!) und sagen, ob mir etwas gefällt oder nicht. Wenn gewünscht, gebe ich gerne meinen Senf (Meinung/Eindrücke) dazu.

    Konstruktive Kritik ist immer willkommen. Dazu mußt Du Dich nicht einladen lassen. Ich würde nur raten, Deinen Fokus auf die nicht abgeschlossenen Geschichten zu richten. Da zählt ja immer noch jeder neue Blickwinkel.

    Viel Vergnügen dabei.:)

    Ich muss aber sagen, gerade die ersten Kapitel sind sehr sehr alt.

    Finde ich gar nichts schlimmes dran, im Gegenteil. Und ich bin weder in der Position noch dazu berechtigt zu verlangen, daß Du da was dran ändern mußt.

    Wenn es für Dich selbst stimmig ist, beläßt Du es einfach so, wie geschrieben. Das ist völlig in Ordnung. Keiner hat das Recht, Perfektion einzufordern - das wär' ja auch Blödsinn!

    Ich habe hier bei vielen meiner Geschreibsel Anmerkungen bekommen. Manche habe ich verworfen, andere gerne übernommen, weil sie meinen Text einfach besser gemacht haben. Da sollte sich jeder meiner Meinung nach am besten auf sein Bauchgefühl verlassen: Liest sich etwas runder, schöner, fluffiger? Oder eher nicht?

    Denn das ist meine ehrliche Meinung: Jeder, der schreibt, tut es erst einmal nur für sich selbst. Es sind seine Gedanken und Ideen, die er zu Papier bringt, seine Essenz. Und da ist nie was falsch dran.

    Aber den Stil kann man verbessern (lassen), da reicht manchmal in einem Satz ein anderes Wort, um ihn ganz anders wirken zu lassen...

    Wenn ich eure konstruktiven Kritiken so lese, denke ich, dass es die kleinen Schwächen besser beschreibt, als ich es schon könnte.

    Kannst Du aber: Bauchgefühl.;););)

    Versuch macht kluch.

    Heyho Semideus

    Vorweg schon mal: Guter Stil. Gefällt mir sehr, aber wie immer liegen die Tücken da im Detail. Ich hab' mir jetzt erst mal Prolog und Kapitel 1 durchgelesen.

    Zum Prolog:

    Gut,aber für meinen Geschmack bereits zu detailliert. Bleibt's im Anfang noch vage - wobei ich bereits bei den "dunklen Laboren der Templer" (???) - eine runzlige Stirn bekam, hätte es gut getan, spätestens nach dem Abschnitt

    Dieses Kind –

    nicht weiter auf den geplanten Verlauf einzugehen. Nimmt nur Spannung raus aus dem, was kommen soll. Der Wächter scheint ja bereits im ersten Kapitel aufzutreten.

    Kapitel 1:

    Völlig erwartbar: Volles Brett. Sobald der Kampf beginnt, gibt es nur noch Hochleistung. Geht für mich in Ordnung, allerdings klappt es meiner Meinung nach meistens nicht, dieses Level später beim Schreiben aufrecht zu erhalten. Dazu viele Kleinigkeiten, die zwar im Augenblick die Szenerie unterstreichen, aber mal überdacht werden sollten:

    Ein widerliches, trockenes Knacken hallte durch den Raum, als der Knochen sofort nachgab. Winkel und Geräusch waren für einen lebenden Menschen unnatürlich.

    Abgesehen davon, daß ein gebrochener Arm immer unnatürlich abgewinkelt ist und das Geräusch kein schönes ist: Der Satz steigert weder Spannung noch Intensität.

    Es gab ein feuchtes Geräusch von berstendem Knorpel. Zähne flogen durch die Luft

    Wo im Bereich des Kopfes gibt es Knorpel? Es gibt Knochen, Zahnfleisch, Zähne. Keinen Knorpel. Und "bersten" würde der aufgrund seiner Konsistenz auch nicht.

    Er packte den Mann an der Kleidung und schleuderte ihn mit unmenschlicher Kraft gegen die massive Holzstütze der Wand. Holz splitterte lautstark. Der Bandit rutschte daran herunter, ein abgebrochenes Stück des Balkens tief in seinem Rücken.

    Theatralisch wirksam, realistisch kompletter Quatsch. Von einem Balken, selbst wenn freistehend (was in Deiner Beschreibung nicht ersichtlich ist...) bricht nicht mal eben ein Stück ab. Da gibt es keine Splitter in einer Größe, die sich wie ein Pfahl in irgendwas reinbohren könnten. Auch mit "unmenschlicher Kraft" nicht.

    Bitte recht verstehen: Die von Dir beschriebene Szene konnte ich mir gut vorstellen, die o.g. Details darin jedoch nicht. Hättest Du geschrieben, daß durch den Aufprall des Banditen auf den Balken dessen Rückrad gebrochen wurde - DAS wäre nachvollziehbar.

    Aber ein abgesplittertes Stück Balken ... NÖ.

    Damit sei es erst mal genug, ist schon spät. Werde aber gerne weiterlesen und, wenn von Dir gewünscht, meine 10 Cents dazu beitragen.

    Der Wanderer


    Oh, apropos:

    Der Wanderer scheint ziemlich kampferprobt zu sein.

    Ja, isser! :D:D:D

    Nur wenn ich auch neue Schuhe bekomme

    Ich sprach ausdrücklich von Forensik, nicht von Othopädie. Im ersten Falle bekämst Du zwar neue Schuhe, hättest aber nichts mehr davon. Im zweiten Falle wären sie Dir hilfreich, nicht aber der Forensik...