Beiträge von Der Wanderer

    Heyho Tarani

    Die Artussage aus Frauensicht, quasi. Lohnt sich aber auch für Männer, es zu lesen...

    Danke für die Spitze... ^^ ^^ ^^

    Hab ich gelesen, ist allerdings schon über dreissig Jahre her.

    Und ja, M.Bradley hat da aus zwei Figuren der Artussage eine gemacht. Anders herum hat sie aus der klassischen Merlin - Figur der Sage mit einem kleinen Trick zwei Personen gemacht: Taliesin - Merlin von Britannien, dann seinen "Schüler" und Nachfolger Kevin - Merlin von Britannien.

    Die ganze "Merlin" - Kiste ist superverzwickt Merlin

    Daher ist es völlig legitim von Bradley, aus ursprünglich zwei Figuren eine zu machen, auch, wenn das ziemlich weit weg von den üblichen Interpretationen liegt.

    Ist eben eine Version von vielen möglichen.

    Apropos "Frauensicht":


    Hier als Tip zwei Autorinnen, die vielleicht nicht so bekannt wurden wie M.Bradley, deren Versionen der Geschichte ich aber für absolut lesenswert halte:


    Mary Stewart (1916-2014):


    Flammender Kristall (The Crystal Cave 1970)

    Der Erbe (The Hollow Hills 1973)

    Merlins Abschied (The Last Enchantment 1979)


    (Hat darüber hinaus ca 15 Romane und Erzählungen zu anderen, meist aber auch fantastischen Themen geschrieben. Wenn Du also irgendwo was von ihr findest: Mitnehmen! Lohnt sich :thumbup: )

    Gillian Bradshaw (1956-heute):Der Falke des Lichts (Hawk of May 1980)Das Königreich des Sommers (Kingdom of Summer 1981)Die Krone von Camelot (In Winter's Shadow 1982)


    Beide Trilogien finde ich wundervoll, weil bei gleicher Thematik völlig unterschiedlich in der Interpretation des Themas.


    Und, ebenfalls absolut lesenswert:


    Stephen R. Lawhead (1950-heute):

    The Pendragon Cycle:

    Den jedoch leider nur im Original. Die deutsche Übersetzung ist das, was Marcel Reich-Ranicki früher im "Literarischen Zirkel" gerne als "grrrauenhaft!!!...appsolutt grrrauenhaft!!!" bezeichnet hat.

    Bei Lawheads Büchern hätte ich ihm sogar recht gegeben.

    Heyho Tarani

    Da muß ich widersprechen:

    Galahad ist Lancelots Geburtsname, den Namen Lancelot bekam er erst später, von den Sachsen.

    Galahad ("der Reine") ist vielmehr Lancelots Sohn, hervorgegangen aus dessen Verbindung mit Elaine von Corbenic.

    Ich zitiere mal aus Alfred Lord Tennysons "Poetical Works" (London,Macmillan&Co.,Limited, 1899), aus dem Gedicht "Lancelot and Elaine":


    "While thus the babbled of the King,

    the King came girt with knights:

    then turn'd the tongueless man

    from the half-face to the full eye, and rose

    and pointed to the damsel, and the doors.


    So Arthur bad the meek Sir Percivale

    and pure Sir Galahad to uplift the maid;

    and reverently they bore her into the hall.


    then came the fine Gawain and wonder'd at her,

    and Lancelot later came and mused at her

    and last the Queen herself, and pitied her..."


    Galahad ist derjenige, dem es gelingt, den Gral zu finden. Seinem Vater Lancelot ist das nicht möglich, weil seine zwar reine und unverbrüchliche Liebe zu Guinevere zugleich einen Treuebruch zu Arthur bedeutet.


    Nun gibt's zu der ganzen Geschichte viele Quellen und leider ist die Gralssage nicht unbedingt oder nur zum Teil mit der Artussage verknüpft, dazu kommen verschiedene Erzählungen aus unterschiedlichen Zeiten und Sichtweisen (Chrétien de Troyes, Robert de Boron, Wolfram von Eschenbach etc.) , was die Sache auch nicht gerade einfacher macht.

    Lord Tennysons Werk wird sich daher wohl auf eine spezielle Geschichte unter vielen begründen.


    Da? die Namen "Lancelot" und "Galahad" ein und dieselbe Person bezeichnen würden, habe ich allerdings noch nie zuvor gehört. Selbst in Richard von Kraliks "Die Gralsage" (Friedrich Alber Verlag, Ravensburg, 1909) war nix dazu zu finden, obwohl es da auch keine "Elaine" gibt. Dafür einen "Galahut", der aber nach der Beschreibung nichts mit Galahad zu tun haben dürfte.

    Daher würde mich - als Fan der Artussage - interessieren, was für ein Buch das ist.

    (zumindest laut dem Buch, an das ich mich für diese FF so gut wie möglich halte)

    Hast Du da mal den Titel für mich?

    Heyho Tarani

    Schöne Fortsetzung.

    Hier meine Anmerkungen dazu:


    Brouche (die damalige Unterhose XD) So wirkt der Text mMn authentischer. Ich mag Texte nicht, die im MA spielen, sich aber der heutigen Sprache bedienen. Ich bezweifle, dass man z.B. im MA verfi*** Schei*** oder so gesagt hat - auch wenn ich es natürlich nicht beschwören kann, ich war ja nicht dabei

    Bestes Beispiel dafür, daß Du damit recht hast: Die Erstübersetzung von Stephen R. Lawheads Artustrilogie. Die habe ich nach 15 Seiten abgebrochen und mir das Original bestellt.

    Weil die Übersetzung einfach nur Scheisse war. Kein Gespür für Ort und Zeit der Geschichte und ihrer Handlung. Eine Totalkatastrophe!

    Bitte, bitte entschuldige, dass ich erst jetzt antworte ...

    Nö, das ist für mich völlig in Ordnung. Meine Geschichten hier pausieren auch bereits seit längerem. Ich mag's nicht, kann es aber auch nicht wirklich ändern, weil mich mein reales Leben gerade sehr einbindet - es ist also nicht so, daß ich erwarte, von Dir regelmäßig mit neuen Kapiteln Deiner Geschichte versorgt zu werden.


    Wir schreiben am besten, wenn wir's können. Nicht, wenn wir glauben es zu müssen.


    (Ich stelle gerade fest, das die "Zitat - Funktion hier nicht richtig arbeitet. Alle weiteren Zitate folgen also der normalen Kopierfunktion)


    „Und jetzt findet dort kein Ritual statt!“ also dürfen wir. Also, gehen wir.


    Klassischer Doppelmoppel. Liest niemand gerne.


    Erhebt Euch, Sir Galahad oft he lake!“


    Meine Frage dazu:

    Lancelot du Lac ist mir bekannt. Galahad du Lac nicht. Wohin geht die Reise?


    Rechtschreibung:

    "Galahad oft he lake!"


    "Galahad of the Lake"


    :) :) :)

    Heyho Tariq

    Deine kleinen Änderungen haben die Erzählung wundervoll verbessert.


    Das mit den torkelnden/taumelnden Fledermäusen ist echt schwierig anders zu beschreiben (kann ich deshalb sagen, weil hier bei mir im Innenhof in der Dämmerung ein Haufen von denen gerae herumsaust). Die erscheinen mir bem Betrachten völlig ziellos, gleichzeitig sowas von exakt in ihrem Flug - da hätte ich auch kein passendes Wort für...


    Die "Schulter" - Kiste...da habe ich mich tatsächlich verlesen, sorry.


    Darf ich mir die Erzählung für mein Archiv ausdrucken?

    Heyho Tariq

    Eine sehr stimmungsvolle Geschichte, hat mich sofort angesprochen. Viele kleine Details in den Sätzen, die zusammen ein schönes Bild beim Lesen erschaffen.


    Den Schluß jedoch habe ich nicht verstanden, auch wenn ich die Erzählung nochmal gelesen habe.

    "Der neunte von Siebzehn" ?

    Worauf verweist das?

    Die Neun scheint ja wichtig zu sein (Die Gedenktafel), aber ich finde dazu nichts erklärendes im Text...oder habe ich da etwas in deiner Geschichte Verborgenes nicht verstanden? ?(


    Anbei noch einige Verschreiber und mir unverständliche Passagen.

    Weil ich vergessen hatte, mir was für die Pause von zu Hause zum Lesen mitzunehmen, habe ich aus Verzweiflung "Fußballbekloppt", die Autobiographie von Reiner Callmund angefangen, die im Ruheraum auf der Arbeit im Bücherregal rumstand.

    Nun geht mir Fußball bereits seit meinen Kindertagen komplett am Arsch vorbei...und R.Callmund kannte ich auch nur als superfetten Funktionär aus diversen Memes online ("...nur noch ein winzisch Oblat'!"), eigentlich ist das nichts, was ich unter "vielleicht mal interessant" buche.


    Trotzdem lese ich in jeder Pause ein Kapitel, einfach deshalb, weil der Typ einen tollen Stil hat, mit dem er seine Geschichte erzählt. Was davon wahr ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt...

    Heyho McFee


    Wie immer ein Kracher in Bezug auf Story, Beginn derselben, Teilnehmer und Erwartung an zukünftige Berichte.

    Einzig hier mangelt's mir als Betrachter an der nötigen Erkenntnis:

    Gerlind........................................................sein Knappe

    Da fehlt mir's Verständnis, die Person betreffend: Als Knappe wär's ein Knabe, in der Erzählung klingt's mir nach Weib. Ich vertraue jedoch auf Deine Phantasie, mir darzulegen, wohin mein Geist sich wenden soll, die Wahrheit zu erkunden.

    Bin gespannt...

    Heyho Tariq

    Da habe ich beim Lesen der ersten Zeilen ein wenig gezuckt, weil ich sofort wieder vieles aus meiner Zeit als Zivi im Altenheim vor Augen hatte (nennt man heute wohl Backflash) und da gab's nicht immer nur schöne Sachen.

    Auf meinen Lehrgängen wurde damals versucht, uns ein kleines Bild davon zu vermitteln, wie sich einer der Bewohner wohl fühlt, wenn er gewaschen wird (ich hätte niemals gedacht, wie schnell sich die Wärme von Wasser auf der bloßen Haut in Kälte verwandelt, wenn ich's nicht am eigenen Leib erfahren hätte - habe mich danach immer bemüht, die Leute so schnell wie möglich abzutrocknen und anzuziehen..).

    Und auch mal einen ganzen Tag "Blind" zu sein oder im Rollstuhl zu sitzen schadet als Erfahrung keinem, der es nicht ein Leben lang sein muß.

    Leute mit schweren Schlaganfällen habe ich auch versorgt - da war für mich das schwerste die Kommunikation:

    Was will mir einer sagen, der nicht mehr sprechen kann?

    Wenn er nicht gerade vor Schmerz aufbrüllt, weil ich ihn falsch anfasse, bleibt wenig, um rauszufinden, was er will, auch wenn man im Laufe der Zeit die Mimik und Gesten verstehen lernt...


    Ich würde mich jedenfalls freuen, ab und an Neues von Hanche zu lesen.

    Heyho TiKa444


    Ich mag Den Stil Deiner Gedichte sehr.

    In jedem klingt an, was Du sagen möchtest, aber in keinem wirst Du wirklich konkret. Korrektur: Wirst Du, verlangst von mir als Leser aber, mir ein eher"losgelöstes" Bild zu erschaffen.

    Finde ich manchmal etwas sehr bemüht (Dunst der Dämmerung), obwohl ich da vermute, daß Du nur mit Worten gespielt hast wie der hier:Der G-Punkt

    Allerdings stimme ich Tariq zu: Eine beeindruckende "Wortpalette".

    Summa summarum empfinde ich jedes Deiner Gedichte als sehr atmosphärisch - und das ist ziemlich selten.

    :nummer1:

    Heyho Sensenbach


    Wer hier eine Erzähliúng veröffentlicht, hat doch Leser genug. Und damit Kritik. Und Verbesserungsvorschläge seitens der Leser. Passiert hier doch ständig.

    Wozu verlangt's Dich hier noch nach Testlesern...?

    Heyho Asni

    Keine Ahnung, ob meine Gedanken jemand nachvollziehen kann.

    Ne, noch nicht, aber ich arbeite dran.

    Hat allerdings auch was mit dem von Dir zitierten Zitat von Thorsten zu tun, welches ich im Zusammenhang mit dem von ihm angeführten Beispielen ebenfalls nicht verstehe.

    Ich nehme mal an, daß er eigentlich sagen wollte: "Das sind keine Klischees sondern grosse und zeitlose Themen der Weltliteratur."


    Nur löst das die Frage nach den Klischees auch nicht auf. Swhr interessantes Thema, wie mir scheint.


    P.S.:

    "Korporal Karotte"


    An den hatte ich überhaupt nicht mehr gedacht... :)

    Heyho Sensenbach

    Ich komme mit dem Wort "Klischee" allgemein eher schlecht zurecht. Natürlich hat es viele Dinge, Völker, Waffen etc. in unzähligen Geschichten sicher schon mal gegeben, aber Klischees sind sie für mich nur dann, wenn ich sie wie Schablonen in einen Text einfügen würde.

    Und natürlich greift man beim Schreiben einer Geschichte erst mal auf seine eigenen Kenntnisse zurück, woher auch immer man die hat.


    Geht ja auch gar nicht anders.

    Das "Spieglein, Spieglein an der Wand" ruft sofort bei mir die Assoziation der bösen Königin bei mir auf, die sich ihrer Schönheit ein ums andere Mal vergewissert und mordsgiftig wird, als sie nicht die immergleiche Antwort bekommt.

    Wenn das für dich ein Klischee ist, dann isses eben so.

    Aber wenn Du diese Spiegelkiste dazu verwendest, aus einer zu Beginn guten/neutralen Königin eine böse Königin zu machen (was ich mir sehr spannend vorstelle...), dann kannst Du ja gar nicht anders, als das allgemein Bekannte zum Ausgangspunkt Deiner Geschichte zu machen - da sehe ich kein Problem.


    Ich würde das auch lieber "Standards" nennen, das hat einen weniger abwertenden Beigeschmack als "Klischee".


    Zwerge sind kleinwüchsig, haben immer Bärte und vorzugsweise Äxte als Waffen, mögen keine Elfen und buddeln sich wie blöde durch die Erde.

    Elfen hingegen mögen keine Zwerge, haben spitze Ohren, immer lange Haare und wohnen im Wald. Bevorzugte Waffe ist der Bogen.

    Orks sind grottenhäßlich, treten in Massen auf, ziehen aber meistens trotzdem den kürzeren in der Schlacht, weil sie dumm wie zwei Meter Feldweg sind.

    Zauberer tragen Wallegewänder, ewig lange Bärte und einen knorrigen Stab, mit dem sie ratzfatz im Dunkeln herumleuchten können - und das ist nur eines der vielen Gimmicks des Stabes... usw., usf. .


    Okay, das war jetzt alles ziemlich Tolkien.

    Ändert aber erst mal nix. Das sind die allgemein gültigen Standards, Bausteine.


    Aber was spricht gegen einen Elfen mit Irokesenhaarschnitt? Oder einen Zwerg mit 1,90mtr. Körpergröße? Warum kann ein Zauberer nicht mächtig sein, nur weil er nicht bereits seine Kunst seit 400 Jahren ausübt?


    Im "Spieglein, Spieglein" - Märchen ist die Königin böse und der Spiegel neutral.

    Bei Deiner Idee ist der Spiegel böse - die Königin aber erst mal nicht.


    Die Grundidee darf daher gerne ein "Klischee" sein - die Metamorphose ist dann das Interessante daran.


    Bin gespannt.

    Heyho Andreas =DMC= Reichelt & Tariq


    Ich bitte Euch beide um Entschuldigung, wenn ich mit meinem Post den Eindruck erweckt habe, hier müsse jederzeit alles zielgerichtet sein.

    Muß es natürlich nicht.

    Aber ich würde es nicht als Voraaussetzung für einen Post betrachten.

    Ich stelle hier einmal mehr fest, daß es vieles gibt, in dem ich unvollkommen bin. Danke Tariq für die Belehrung.

    Und nochmal Andreas =DMC= Reichelt : Sorry.

    Heyho Andreas =DMC= Reichelt

    Vielen Dank für die Info. Nur - warum kriege ich die?


    Ist ein Comic. Und wahrscheinlich auch ein guter. Aber ausser einem Inhaltsverzeichnis habe ich jetzt immer noch keinen Grund, mich weiter damit zu beschäftigen.

    Wo ist Deine persönliche Kritik? Was hat Dich dazu gebracht, mir das vorzustellen?


    Grandiose europäische Comics nach meiner Meinung:

    Yves Swolfs (Belgien) hat den Italowestern aus ein neues Niveau gehievt. Begonnen mit "Sterben im Schnee", eine Adaption des 1968 von Sergio Corbucci gedrehten Filmes "Il grande Silenzio" (Leichen pflastern seinen Weg) mit Jean Louis Trintignant und Klaus Kinski als bösen und besonders bösen Buben sind Swolfs Zeichnungen rauh. Und in den gezeichneten Shootouts überaus blutig. Grober Stoff, in den Zeichnungen realistisch. Man wartet jede Sekunde darauf, daß Clint Eastwood als Cameo auftaucht.

    Witzigerweise ebenfalls in meiner Topliste ein weiterer Belgier:

    Die Stories um den kettenrauchenden, drogensüchtigen Bullen Canardo sind einfach nur gut. In einer dystopischen Welt sucht er nach dem kleinen Funken Hoffnung, der es ihm möglich macht, irgendwie noch an das Gute zu glauben, für dessen Erhalt er einmal angetreten war.


    Und - haha - nochmal Belgien/Frankreich.


    "Der Gezeichnete"

    Ein mittelalterlicher Comic des Teams Lucien Rolin/Pierre Dubois, sehr krass in vielen Zeichnungen und ganz sicher nicht für Kinder. Trotzdem ein echtes Highlight, ,mittlerweile auf ich weiß nicht wie viele Bände angeschwollen.

    Nuff said.