Beiträge von spaetzuender

    Hallo Stadtnymphe , hallo Charon

    ich habe jetzt mal das erste Kapitel überarbeitet. Dabei habe ich eure Hinweise einfließen lassen.

    Wichtig ist für mich ist auch, mich vom eigentlichen Zweck, nämlich den Hintergrund für das Spiel, zu trennen.

    Ich muss es jetzt nochmal querlesen und dann werde ich den Text hier reinstellen.


    Eine Übersicht habe ich nicht. Leider!


    Grundsätzlich die Frage zum Auftritt von Elli... Wie ist kommt das bei Euch an? Funktioniert das im Text oder verwirrt es zu sehr?

    Vom ersten Impuls her, fand ich es gar nicht so schlecht. Das Ende ist eventuell zu dick aufgetragen.

    Hallo Stadtnymphe

    danke, die Hinweise helfen sehr.

    Bis hierher hatte ich die Geschichte schon parallel geschrieben. Für den Rest muss ich jetzt ran. Das zieht sich gerade :gamer3:

    Dann will ich eure, deine und @Charon's, Kommentare gern noch einarbeiten.


    Ich hoffe, die nächsten Tage endlich mal weitermachen zu können.

    Ab hier sind dann echte Spoiler. Es erklärt aber etwas zu den Charakteren.



    Ich würde mich freuen, wenn du dabei bleiben würdest.

    Ein bisschen Zeit werde ich jetzt wohl brauchen, um all die Ratschläge einzuarbeiten. Gerade bei den Charakteren ist ja noch einiges aufzuarbeiten.

    Bei einem Workshop habe ich mal den Tipp bekommen, den Charakter handeln zu lassen, um ihn zu beschreiben. Das klang damals so einfach, ist aber beim Schreiben wesentlich schwieriger.

    Hallo Charon

    danke das du dran bleibst. Bisher hat nur "die beste Ehefrau von allen" querlesen müssen... ^^

    Das Feedback von dir und den anderen hilft schon kolossal.

    So der nächste Teil.

    Ich habe versucht die eure Hinweise einzuarbeiten und hoffe es gefällt.


    Auf dem Nachhauseweg

    Die Sonne ist längst untergegangen und der zunehmende Mond taucht die Parklandschaft des Anwesens in kühles, fahles Licht, als sich die Gruppe von ihrer Freundin verabschiedet.

    Kaum beleuchtet schlängelt sich ein schmaler Weg aus festem Split, gesäumt von dichtem Bewuchs und alten Bäumen, vom Nebeneingang der Schneefeldschen Villa zurück zur Straße.


    Mit gedämpften Stimmen schmieden die jungen Leute Pläne für den nächsten Tag. Nur Elisabeth ist still und folgt den anderen, tief in ihren eigenen Gedanken versunken.


    Vor der letzten Biegung sind über das Grünzeug hinweg, schon die Lichter der Straße zu sehen, als ihnen eine Gestalt entgegenkommt. Den Konturen nach ist es eine elegant gekleidete Frau. Ein Hut, der mehr nach Ascot als auf einen dunklen Pfad gepasst hätte, schirmt auch das letzte Licht von ihrem Gesicht ab. Verwundert verlangsamen die Freunde ihre Schritte und bleiben stehen. Um ein Haar wäre Elisabeth in Maja hineingelaufen. Überrascht folgt sie den Blicken ihrer Begleiter. Maria hatte gar nichts von Besuch erwähnt? Wer sollte um diese Zeit den Nebeneingang des Anwesens nutzen?


    Plötzlich beginnt Hannas Herz zu rasen. Ihr wird schwarz vor Augen, die Knie sacken durch und Lars, der neben ihr geht, kann sie geraden eben auffangen. Der dunkle Vorhang hebt sich sie sieht den Rücken einer Teenagerin mit fast schwarzen Haaren vor sich. Bleiche Hände mit langen Fingern legen sich auf die Schulterblätter der Dunkelhaarigen. Sanft streicht eine Hand die Wirbelsäule hinauf zur Schädeldecke. Die andere wandert über das Dekolleté zum Herzen. Hanna spürt den Herzschlag des Mädchens, der sich beständig erhöht, in ihren Fingern und ein erregendes Kribbeln durchläuft ihren Körper. Begierde und Abneigung prallen aufeinander, lassen grelle Blitze vor ihren Augen explodieren. Sie zerstören die Illusion, die ihr so real vorkam. Mit einem Mal ist sie wieder klar und starrt in die leuchtenden Augen einer Person, die nun etwa anderthalb Meter vor ihr steht und den Mund zu einem raubtierhaften Lächeln verzieht. Eine Reihe weißer aber unnatürlich spitzer Zähne strahlen ihr entgegen.


    „Guten Abend die Damen und Herren. Wie geht es der lieben Maria?“ Die wohlklingende ruhige Stimme vertreibt alle Anspannung und zieht die sechs Freunde in ihren Bann. Wie gebannt starren sie die Frau an. Elisabeth ist die erste, die die Kontrolle über ihre Sinne wiedererlangt.


    „Gut! Aber entschuldigen sie bitte die Frage… wer sind sie? Und was wollen sie von Maria?“ Ihre Stimme zittert. „Sie werden niemanden antreffen. Maria und ihre Mutter gingen ins Haupthaus, bevor wir aufbrachen.“ Sie schiebt Maja sanft zur Seite, um nach vorn, der Frau entgegen zu treten. Maja beschleicht ein sehr ungutes Gefühl. Irgendetwas stimmt nicht. Es stimmt so ganz und gar nicht. Alles in ihr zieht sich zusammen. Ist die Frau gerade gewachsen?


    Lars und Hanna, die die kleine Gruppe anführten, werden ebenfalls von Elisabeth zur Seite gedrängt. Abrupt bleibt sie 2 Schritte vor der Angesprochenen stehen, als wäre sie gegen eine unsichtbare Wand gelaufen.


    „Kein Problem, ich werde sie schon erreichen.“ Mit einem plötzlichen Satz springt die Frau Elisabeth entgegen und stößt sie dabei in die Arme von Lars. Der Stoß trifft so unerwartet, dass sie beide zurück stolpern und auf dem Hosenboden landen.


    Hanna reagiert am schnellsten. Mit einigen schnellen Schritten setzt sie der Angreiferin nach und rammt ihr wie ein Footballspieler die Schulter in den unteren Rücken. Mit einem Zischen fährt das Wesen herum. Eine kalte Böe weht ihr den eleganten Hut vom Kopf. Rotglühende, geschlitzte Pupillen in einem langen spitzen Gesicht fixieren Hanna. Eine krallenbewehrte Klaue wischt haarscharf an ihrem Gesicht vorbei. Instinktiv lässt sie sich nach hinten fallen. In diesem Moment wird ihr bewusst, wozu dieses blöde Falltraining gut war. Mit wildem Blick will sich die Kreatur auf die am Boden liegende Hanna stürzen. Ein beherzter Tritt gegen die Stelle, an der bei einem Menschen das Knie ist, verhindert einen erfolgreichen Angriff, der für die junge Polizistin wohl nicht gut ausgegangen wäre.


    Herausfordernd stellt sich Lars zwischen den Dämon und Hanna.


    „Jetzt mal nicht so stürmisch junge Frau.“ Ein provozierendes Grinsen steht ihm im Gesicht. Irritiert von dieser Unverfrorenheit zögert das Monster für einen Moment. Das gibt Elisabeth genügend Zeit aufzuspringen und von dem einzigen Gedanken getrieben Maria zu warnen, hastet sie in Richtung Haus. Doch ist es nur ein kurzer Augenblick des Zauderns und das Scheusal wendet sich wieder um, um der fliehenden Elisabeth nachzusetzen.


    Panisch rüttelt diese an der eisernen Gartentür. Schon weht ihr heißer Atem ins Genick als das Tor mit einem lauten Quietschen aufschwingt und sie nach vorn stolpert. Gerade eben noch kann sie sich mit den Händen abfangen, ohne bäuchlings im Dreck zu landen. Etwas zischt über sie hinweg und hinterlässt ein paar Meter vor ihr einen hässlichen Fleck verdorrten, braunen Grases und ein übler Gestank weht von der Stelle zu ihr herüber. Die junge Frau findet ihr Gleichgewicht wieder und rennt, ohne sich umzusehen, ihrer Freundin Maria entgegen. Aufgeschreckt vom Lärm, war diese nach draußen gelaufen und starrt nun mit weit aufgerissenen Augen auf die Szene, die sich einige Meter vor ihr abspielt.


    Leopold steht die ganze Zeit ungläubig und fasziniert zugleich neben dem Weg. Gerade als dieses Monstrum sich umdreht, um Elisabeth an der Flucht zu hindern, drückt er ab. Ein grelles weißes Licht blitzt auf, als er versucht ein Foto dieser Ausgeburt zu machen. Geblendet donnert es gegen den gemauerten Pfeiler der Tür. Dieser Wucht hat der nicht viel entgegenzusetzen und krachend landet der Dämon in einem Haufen aus zerstörten Ziegeln. Ein Schrei, der den Freunden das Blut in den Adern gefrieren lässt, durchdringt die Nacht. Wütend springt das Wesen auf, um sich seinem eigentlichen Ziel erneut zu zuwenden.


    Hanna, inzwischen wieder auf den Beinen, sprintet dem Alptraum nach, als etwas heißes an ihr vorbeizischt und ein Flammenstrahl fährt der Bestie in den Rücken. Wieder schreit das Monster auf, diesmal vor Schmerz. Es wendet sich um und springt mit übernatürlicher Geschwindigkeit auf Lars, Leopold und Hanna zu. Nur noch die hasserfüllten, glühenden Augen leuchten ihnen übergroß entgegen, als sie eine heftige Druckwelle hart zu Boden schleudert.


    Etwas benommen rappeln sich Leopold, Lars und Hanna auf. Lars umklammert noch immer das Eisen seines Schlagfeuerzeugs. Ein Feuerstein baumelt an einem Lederband um seinen Hals. Wankend und mit weichen Knien gehen sie zu Maria und Elisabeth, die schreckensbleich und wie gelähmt auf eine besonders düstere Stelle in der Nähe des Tores starren.


    „Was…was war das?“ fragt Maria tonlos. Hanna zuckt zitternd mit den Schultern und schüttelt den Kopf. „Können wir reingehen?“ Ihre Stimme ist rau und kratzig.


    „Moment mal. Wo sind denn Elli und Maja geblieben?“ Leopold hält Hannas Arm fest.


    Maria zeigt stumm zum Tor. Eleonore! Ängstlich sieht sie sich nach allen Seiten um, ein Bündel an die Brust gepresst, als wäre es ein besonders wertvoller Schatz. Die letzten Meter sind ein Sprint zu ihren Freunden vor dem Haus, in Sicherheit. Ihr Atem geht schnell und flach, das Gesicht ist schmutzig, die Hände von Dornen zerkratzt. Zögerliche streckt sie den anderen das Bündel entgegen, das eben noch so schützend vor ihren Körper gehalten hatte. Es sind Majas Kleider. „Maja…ihre Kleider...“ Standhaft kämpft sie gegen die Sorge, die ihr fast die Stimme raubt. Maria nimmt Elli in den Arm und führt sie behutsam ins Haus.

    Hallo Kiddel Fee

    diesmal habe ich einen kurzen Moment gebraucht und nochmal zurückgeblättert, ob ich auch nichts verpasst habe.

    Eben noch bei Tyras und jetzt wieder bei Astra und den anderen. Doch mit dem Satz "Sie werden erwartet." kommt wohl der Bogen...

    Der Schluss lässt mich schon auf den nächsten Teil warten. Ist es ein Fiebertraum oder ist Nate tatsächlich zurück?

    Bin schon gespannt...

    Hallo Stadtnymphe

    danke für's Feedback. Ich muss mich mehr auf die eigentlich Geschichte konzentrieren. Die ersten Sachen waren noch zuviel Rollenspiel. Ich gelobe Besserung. :)

    Dein erstes Beispiel mit "...erkundigt sich bedrückt..." wäre so meine Absicht gewesen. So liest es sich auch viel besser.

    Ich überarbeite gerade das nächste Kapitel und lasse das gleich mit einfließen. Da gibt es dann auch die erste Action. ^^

    Die Wiedersehensparty

    "Da seid ihr ja endlich!" freundstrahlend rennt die bildschöne junge Frau auf die Gruppe zu, ihr schwarzer Zopf fliegt hin und her. Sie umarmt jeden überschwänglich. Überfordert von diesem Gefühlsausbruch weicht Maja zwei Schritte zurück. Elisabeths Umarmung fällt nicht weniger freundschaftlich, aber zurückhaltender aus. Enttäuscht sieht sie, wie Lars den engen Kontakt in vollen Zügen genießt. Sie sucht den Augenkontakt zu ihrer heimlichen Liebe. Sind ihre Augen heller geworden? Aber nur für einen kurzen Moment. Vermutlich war es nur das Licht.


    Maria hängt sich bei Elli und Hanna ein und sie gehen gemeinsam zum Haus, wo auf dem Rasen davor schon ein schönes Picknick vorbereitet ist.


    Lars steht noch immer verträumt da und schaut den drei Mädels hinterher. Leise pfeift er durch die Zähne und sieht auf die nackten, leicht gebräunten Beine und den wohlgeformten Hintern in den engen Shorts von Maria. "Pass auf, das dir die Augen nicht aus dem Kopf fallen." zischt ihm Elisabeth zu, als sie an ihm vorbei stapft. Leopold folgt ihr kopfschüttelnd. "Ich guck doch nur..." erwidert er schulterzuckend und folgt den anderen in leichtem Trab.


    Es herrscht eine ausgelassene Stimmung mit viel Gelächter. Jeder gibt die besten Anekdoten des letzten Jahres zum Besten. Besonders spannend sind natürlich die Erlebnisse der drei Gereisten.


    Annekatrin, Marias Mutter, steht seit ein paar Minuten dabei und hört schmunzelnd den jungen Leuten zu. Als jemand eine Anekdote aus der gemeinsamen Schulzeit zum Besten gibt, sieht sie ihre Tochter amüsiert an. "So, so... mein liebes, schüchternes Töchterlein kann auch anders". "Mama..." Sie läuft puterrot an. Alle einschließlich Annekatrin lachen. Plötzlich gefrieren ihre eben noch so fröhlichen Züge. Die anderen folgen ihrem Blick in Richtung Villa.


    Eine Frau in einem hellen, körperbetonten Kleid schreitet, besser gesagt schwebt, zu ihnen hinüber. Sie wird von zwei sehr attraktiven Frauen und einem nicht weniger anziehenden Mann begleitet. Doch sie verblassen gegen diesen Engel. Das blonde Haar fließt wie flüssige Gold auf ihre nackten Schultern. Jede Bewegung ist anmutig. 'Ich würde mir die Beine brechen' denkt sich Hanna als sie auf die hohen Schuhe mit den dünnen Absätzen sieht. Doch diese Person bewegt sich darin als würde sie mit bequemen Sneakers über den feinen Rasen laufen.


    "Eure Majestät gibt sich die Ehre" presst Marias Mutter zähneknirschend hervor. Alle starren ehrfurchtsvoll diesem unerwarteten Besuch entgegen. Freudestrahlend läuft Maria ihrer Schwester entgegen. "Katarina, ich wusste gar nicht das du zu Hause bist". "Hallo Schneewittchen" Maria wird schon wieder rot. "Du sollst mich doch nicht so nennen. Vor allem nicht vor den anderen". Katarina lacht hell auf und es klingt den anderen wie Musik in den Ohren. Sie sieht Annekatrin an, die ihr höflich aber ohne besondere Regung zunickt. Ein Schatten huscht über die engelsgleichen Züge. Dann wendet sie sich wieder ihrer jüngeren Schwester zu. "Ich dachte du würdest uns heute Abend vielleicht ins Red Velvet begleiten wollen. Ich wusste ja nicht das du Besuch hast." Sie sieht Lars mit einem zuckersüßen Lächeln an. "Vor allem so hübschen." Sie tritt auf ihn zu, schaut ihm tief in die Augen und streicht zart über seine Wange. Der männliche Begleiter Katarinas wirft ihm einen giftigen Blick zu, den er jedoch gar nicht wahrnimmt, als er sich in ihren tiefen smaragdgrünen Augen verliert. Katarinas rotglänzende Lippen öffnen sich und sie neigt sich ein wenig zu Lars hinüber. Der ist wie hypnotisiert. Selbst wenn die Welt jetzt untergehen würde, müsste sie es ohne ihn tun. Für ihn zählt nur noch dieser Augenblick. "Katarina!" Annekatrins sanfter Ruf dringt als grobes Gekreisch zu ihm und zerreißt den wohligen Schleier. "Lass ihn, er ist doch viel zu jung für dich." Die junge Frau richtet sich auf und lacht laut. Mit einem sinnlich bösen Grinsen lässt sie den völlig verdatterten Lars stehen und geht zurück zur Villa.


    In Hannas Bauch breitet sich ein seltsam flaues Gefühl aus. Ihre Nackenhaare stellen sich auf. Etwas zieht sie zum Eingang des kleinen Vorgartens. Lässig ans Tor gelehnt steht dort ein gutaussehender Mann in mittleren Jahren. Er hat etwas Animalisches und Dominates an sich, ein Alphamännchen. Laut kichernd kommt Maria zu ihr. Als sie den Mann erblickt, erstirbt das Lachen in ihrer Kehle. „Hallo Vater!“ sagt sie in nüchternem Tonfall. „Wolltest du mit Mama reden?“ Sie sieht ihn mit unterwürfigem Blick an, was Hanna nicht entgeht. Durch die plötzliche Stille aufmerksam geworden, kommen nun auch die anderen zu ihnen.


    "Oh, hallo Karl." Annekatrin blickt ihn mit kaltem Lächeln an. "Maria, gehst du mit deinen Freunden wieder nach hinten? Dein Vater möchte bestimmt etwas mit mir besprechen.“ Maja sieht Karl gebannt an. Lars und Leopold stehen mit eingezogen Schulter und gesenkten Köpfen da. Etwas mahnt Hanna zur Flucht, aber ein anderer Teil von ihr wird von seiner Ausstrahlung förmlich aufgesogen. Elisabeth ist die einzige der er keinerlei Beachtung schenkt. „Nun geht schon.“ Der plötzlich scharfe Ton Annekatrins reist sie aus ihrer Trance. „Aber Annekatrin, kein Grund so barsch zu werden. Auch ich freue mich Marias Freunde kennenzulernen.“ Ein feines, überlegenes Lächeln umspielt die Mundwinkel. Maria fasst Hannas Arm. „Kommt, Mutter hat Recht, wir sollten sie nicht weiter stören. Einen schönen Abend, Vater.“ Sie zieht Hanna und die noch völlig paralysierte Maja mit sich zum Haus.


    Dort fällt die Anspannung von allen ab. Zurück bleibt ein unerklärliches Gefühl der Leere. Als Marias Mutter ihnen wenige Minuten später ins Haus folgt, sieht Maria sie fragend an. "Was war den los? Vater wollte doch nur nach uns sehen." "Karl kann auf andere manchmal etwas einschüchternd wirken." Sie sieht ihre Tochter an und versucht sich leidlich an einem Lächeln. "Das weißt du doch." Maria nickt. "Ja, da hast du recht." Ihr Blick verliert sich und sie kaut unbewusst auf ihrer Unterlippe. So was war für sie völlig untypisch. Maria atmet tief ein. "Hm, heute war er wirklich seltsam…Warum war er hier? Wollte er irgendetwas mit dir besprechen oder so?" Alle Farbe weicht aus Annekatrins Gesicht. Sich nickt stumm. Erschreckt blickt Maria ihre Mutter an. "Was ist denn plötzlich?" Annekatrin seufzt tief. "Ich erkläre es dir später." Mit wankendem Schritt verlässt sie das Zimmer. Kurz darauf fällt die Tür leise ins Schloss.


    Es herrscht minutenlang betretenes Schweigen. Hanna ist die erste, die sich aus der Starre löst. "Ich denke, wir sollten uns mal auf den Heimweg machen. Es ist ja auch schon spät." Maria lässt traurig den Kopf hängen. "Wollt ihr wirklich schon gehen? Wir haben uns doch so lange nicht gesehen." "Ja, leider. Es war ein langer Tag. Wir können uns doch morgen wieder treffen." Sie verabschieden sich nacheinander. Nur Elisabeth hält ihre Freundin noch im Arm, als die anderen schon zur Tür hinaus sind. Noch einmal dreht sich Hanna um. Weint Maria etwa?

    Wieder zu Hause

    „Hey, seit wann seid ihr denn wieder zurück?“ Fröhlich geht Hanna zum Ecktisch, der schon früher ihr gemeinsamer Stammplatz war. „Mist jetzt müssen wir das Gras verstecken.“ Lars stupst Eleonore an. Freudestrahlend springt sie auf und läuft ihrer Schulfreundin entgegen. Übermütig fällt sie ihr um den Hals. Nach einer herzlichen Umarmung schaut sie sie mit großen strahlenden Augen an. „Gerade erst angekommen?“ „Vor einer Stunde etwa.“ Die beiden jungen Frau setzen sich zu Lars, der Hanna feixend mit einem festen Händedruck begrüßt. „Du willst uns nicht hochnehmen, oder?“ Schalkhaft blitzen seine Augen und er grinst übers ganze Gesicht. Der Spruch bringt ihm einen derben Knuff auf den Oberarm ein. Für einen Moment verzieht er das Gesicht bevor das Lachen zurückkehrt. „He, das ist Polizeigewalt.“ Dafür fängt er sich einen direkten Nachschlag. Hanna zieht einen Mundwinkel nach oben. „Den hast du dir verdient...Du bist immer noch nicht schlauer geworden, oder? Du bettelst ja geradezu um Schläge“. Lars lacht. „Ein bisschen schon. Ich weiß jetzt bei wem ich es machen kann.“ Er reibt sich den Oberarm und Hanna grinst ihn an. „Meistens zumindest.“


    Sie dreht sich zum dem leisen Klackern hinter ihr um. Eine unauffällige junge Frau strahlt sie freudig an. „Maja, ich habe dich fast nicht mitbekommen. Schön dich zu sehen.“ Nachdem auch Maja sich mit einem Getränk versorgt hat, plaudert Eleonore schon wild auf sie ein. „Erzähl mal, wie war es auf der Insel? Warst du allein?“ Verschwörerisch sieht sie ihre Freundin an. „Oder hast du jemanden kenngelernt? Erzähl doch mal.“ „Es war großartig und so schön ruuuhig.“ „Ich habe zwar Leute kennengelernt, aber sicher nicht so, wie du wahrscheinlich meinst. Was ist eigentlich mit dir? Wo warst du nochmal?“ „Skandinavien. Traumhaft. Und bevor du fragst, ich habe den einen oder anderen Schnucki getroffen.“ Eleonore blinzelt Hanna und Maja zu. Lars hat sich nach vorn gebeugt und das Kinn auf die gefalteten Hände gestützt. „Details… Elli… Details“ raunt er halblaut mit übertrieben verschwörerischer Stimme. Eleonores Gesicht läuft rot an. „Ach halt den Rand“. Dabei blitzt sie ihn böse an. Die anderen Drei lachen laut. Eleonore schmollt für ein paar Augenblicke bevor auch sie zu lachen anfängt.


    „He, Leo… Hier hinten“. Lars winkt einem jungen Mann in hellblauem Poloshirt und dunkler Leinenhose zu. Mit einem kurzen Nicken geht er zum Tisch in der Ecke. „Hallo zusammen. Ich freue mich euch zu sehen.“ Er gibt den Frauen die Hand. Lars schlägt ihm herzhaft auf die Schulter. Mit verzogenem Gesicht sieht er in die dunklen Augen seines Freundes. „Immer noch Leopold… Du weißt ich mag diese Spitznamen nicht.“ „Ach komm, sei nicht so steif.“ Hanna wirft Lars einen tadelnden Blick zu. „Leopold, schön, dass du da bist. Wie läuft das Studium?“ „Hervorragend. Ich bin Mitglied einer Forschungsgruppe, die sich mit moderner Lasertechnologie auseinandersetzt und…“ Sichtlich erfreut berichtet er ausführlich von seiner Studiengruppe. Nach 10 Minuten bereut Hanna so unvorsichtig gewesen zu sein und ihn darauf angesprochen zu haben. Lars macht ein Gesicht als leide er körperliche Schmerzen. „Genug… Du hast mich irgendwo im Mittelteil verloren.“ „Banause…“ mit verschränkten Armen lehnt sich Leopold zurück. Maja, die die ganze Zeit wie ein stilles Mäuschen dabeisaß, wechselt das Thema, bevor Lars ihn noch weiter Piesacken kann. „Elisabeth ist…ähm… müsste gleich da sein.“ Alle sehen sie irritiert an. Kurz drauf öffnet sich die Tür und eine dunkelblonde junge Frau in einem buntgemusterten Sommerkleid betritt das Café. Freudestrahlend geht sie zu der Gruppe und wird freudig begrüßt. „Entschuldigt, ich musste noch ein paar Rezepte fertigmachen.“ Sie sieht sich im Raum um. „Wo ist eigentlich Maria? Sie wollte doch auch herkommen.“ Die anderen sehen sich fragend an und zucken mit den Schultern. „Hm, ich rufe sie kurz an.“ Nach etwa 20 Sekunden legt Elisabeth enttäuscht auf. „Mailbox… Dann schreibe ich ihr eben eine Nachricht.“ Hanna sieht fragend zu Elisabeth. „Was ist los. Ihr wart doch früher beinahe unzertrennlich.“ Traurig senkt Elisabeth ihren Kopf. „Ich glaube es ist ihre Schwester. Seit kurzem ist sie ständig in ihrer Nähe.“ Sie seufzt tief. „Seitdem ist Maria irgendwie komisch geworden.“ Ein Schatten dämpft die bisher ausgelassene Stimmung und für ein paar Sekunden herrscht nachdenkliches Schweigen. Maja atmet tief ein und noch bevor sie etwas zu Elisabeth sagen kann, klingelt Elisabeths Smartphone. Aufgeregt greift sie danach. „Maria hi… Äh was…Oh ja… Ok, wann sollen wir da sein?... Prima. Bis heute Abend. Ich freue mich.“ „Wir sollen gegen 18:00 Uhr zu Maria kommen. Sie konnte nicht weg und lädt uns heute Abend zu einer kleinen Party ein.“

    So, nun will auch ich mal etwas anderes als Kritik und Kommentare beitragen.

    Das ist ein Abenteuer, das parallel zu einem Pen-and-Paper Rollenspiel entstanden ist, das ich geleitet habe. Sollte jemanden also die Geschichten über den einzigen professionellen Magiers Chicagos von Jim Butcher kennen, wird ihr oder ihm einiges bekannt vorkommen.

    Da ich noch nicht alles niedergeschrieben habe, werde ich mal mit den ersten beiden Kapitel beginnen.


    Ich freue mich über Kritik und Anregungen, wie es weitergehen kann. Der Plot ist zwar im Großen und Ganzen fertig aber nicht in Stein gemeißelt.

    Hallo Kiddel Fee

    wow, ich bin beeindruckt.

    Endlich habe ich mal den Einstieg in die Geschichte gelesen. Einfach super! Als ich den ersten Post gelesen hatte, dachte ich mir, das muss der Alptraum eines jeden Elternteils sein. Du wachst auf und dein kleiner Augenstern ist verschwunden.

    Ich kann auch die damalige Kritik am Plot nicht teilen. Das die Welt und die Zustände sich erst langsam, eben so im vorbeigehen, entwickeln und immer etwas mehr über die Charaktere preisgegeben wird ist toll.

    So stelle ich mir ein gutes Buch vor, das sich nicht zu verstecken braucht.

    :thumbsup:

    Hallo Donovan

    wenn du nach einer witzigen Idee für eine parallele Fantasiewelt suchst empfehle ich dir mal in "Nebenan" von Bernhard Hennen rein zu lesen. Die Geschichte spielt wunderbar mit alten Klischees der Mittelaltermärkte und mit Märchenfiguren. Das Buch ist schnell gelesen und vielleicht bringt es dir ein paar gute Ideen.

    Hallo Donovan

    bisher kannte ich die Schneeflockenmethode so noch nicht, werde sie mir aber ganz sicher mal genauer ansehen. Hört sich super an.

    Wie weit ist den deine Schneeflocke schon gewachsen?

    Ich habe vor nicht zu viele fantastische Elemente einzubauen, dass es etwas zugänglicher ist.


    Suche nach einem magischen Spiegel geht, von dem die unterschiedlichen Charaktere dann unterschiedliche Dinge wollen (einer will ihn um neue Gestalten zu lernen, einer will ihn bewahren, einer zerstören...)

    Damit hast du doch schon einen guten Anfang.


    Das meiste ist schon in den vorherigen Posts gesagt.

    Meine Meinung ist, lass deine Protagonisten die Welt entdecken und erklären. Soll heißen, was für Charaktere sind das? Sind es Magier? Menschen mit Superkräften oder irgendwelche Kreaturen? Damit hättest schon einen Aspekt für deine Welt. Es gibt Magie oder eben seltsame Kreaturen.

    Ist der magische Spiegel ein Portal in die Fantasiewelt? Das kann einen weiteren Aspekt ergeben, eine Parallelwelt.

    Ansonsten schließe ich mich voll der Meinung von Charon an.

    So kannst du ja auch konkrete Teile hier im Forum posten und dann können wir unsere Meinung dazu kundtun und da dann weiter behilflich sein :)

    Hallo Kiddel Fee

    die Geschichte ist super und ich habe schon auf die Fortsetzung gewartet. Von der Spannung her und dem Verlauf habe ich nichts zu meckern.

    wo ein von dem Elementalen des Feuers ein platzierter Transporter platziert warten sollte. Allerdings war jetzt bereits so viel schief gegangen, dass es sie nicht gewundert hätte, wenn irgendein unwissender Mensch das Auto inzwischen wieder weggefahren hätte.

    An der Stelle, die ich zitiert habe, solltest du das zweite platziert rausnehmen.

    Denn folgenden Satz würde ich auch etwas umstellen, um das zweite "hätte" loszuwerden. Wie wärs mit "...dass sie nicht verwundert wäre, hätte irgendein Unwissender das Auto inzwischen weggefahren.


    Sonst bin ich gespannt, ob es nun eine Falle ist.

    Hallo Feron

    bitte versuche nicht den Kampf so realistisch wie irgend geht darzustellen.

    1. Ein Kampf gegen fantastische Monster, wie Wer-Krabben, kann nicht realistisch im Sinne einer Kampfkunst sein. Zumindest aus meiner Sicht.


    Der Protagonist ist „Monrastaner“ (1,70 cm groß) Frostriesen sind selten unter 2 Meter hoch und jede einzelne Schere einer Wehr-Krabbe wiegt mehr als er

    Realistisch betrachtet, reicht ein Schlag und alles ist vorbei. Keine mittelalterliche Waffe hält so etwas auf.

    2. Ein Kampf Schwert gegen Schwert in einem Getümmel, wenn er realistisch geführt wird, ist wenig spektakulär. Auch der geübteste Kämpfer kann dort sein Potenzial nicht wirklich abrufen. Ich trainiere das seit ein paar Jahren und wir haben es in unserer Trainingsgruppe ausprobiert.

    3. Ich für meinen Teil lesen Fantasygeschichten, weil sie eben nicht so realitätsnah sind. Lass ruhig das "Schicksal" an einigen Stellen zuschlagen und den einen oder anderen Protagonisten etwas Glück haben.



    Ich betreibe vorher ein paar Recherchen über die Waffen die ich benutzen will.


    So gut wie niemand hat eine Waffe zur Hand und mit bloßen Händen kommt niemand durch die Panzer

    Welche Waffen schweben dir vor? Ein paar hatte ich schon mal in der Hand. Vielleicht kann ich dir dazu etwas sagen.

    Bei einer Hochzeitsfeier würde ich an improvisierte Waffen denken, z.B. lange Fackel oder Feuerschalen, Bratspieße, große Platten, auf denen das Essen lag usw. Vielleicht finden sich in einer angrenzenden Scheune Erntegeräte wie Sensen, Dreschflegel, Sicheln. Waffen für die es sogar historische Anleitungen gibt.


    Oft liest man von Charakteren die sich ,während eines Kampfes, in ihren Gedanken oder Gefühlen verlieren und dann den Kampf auch noch gewinnen.

    Das stimmt schon. Aber gerade um Panik darzustellen, finde ich so etwas ganz gut.

    Angesichts dessen, das ich schon etwas mehr Arbeit in den letzten Vorschlag investiert habe, wäre es das mein momentaner Favorit.

    Das war/ist eine Geschichte, die keinen Plot hatte und so angelegt war, das sie sich völlig offen entwickelt.

    Wollen wir damit loslegen? Ich werde zwar erst in ein paar Tagen wieder online sein können, bin aber schon gespannt, wohin die Reise geht.

    Gruß Timo

    Zeit mal danke zu sagen, für die nette Begrüßung.

    Ich hätte nie gedacht, das ich mich so oft hier rumtreibe. Und so habe ich gestern Nacht gefragt, wie soll ich noch zum Lesen von Büchern kommen. Egal, wird der nächste Winter kommt bestimmt.

    Wird mal Zeit selbst wieder liegengebliebenes aufzuarbeiten und endlich mal zu teilen.

    Guten Abend Werluchs,

    bin als Neuling über deine Geschichte gestolpert. Das erste Kapitel war wirklich gut. Darüber haben viele schon geschrieben. Deshalb fallen meine Anmerkung auch eher knapp aus.

    Dem ersten Teil merkt man an, das er dir wichtig war und du eine bestimmte Vorstellung von der Handlung hattest. Warst du kurz vorher selbst mit der Bahn auf dem Weg zur Arbeit oder Schule? Ich habe jedenfalls den Eindruck gewonnen, so wie du das beschrieben hast. :)

    Der zweite Teil erinnert mich an meine Versuche eine Geschichte wieder aufzunehmen. Da sind Dinge im Kopf, die raus müssen und die sich super anhören und dann klammern sie sich im Kopf irgendwie fest.:dash: Für meinen Geschmack ist dir die Fortsetzung schwerer gefallen.

    Sein Verstand arbeitete noch träge, verweigerte die Mitarbeit. Er versuchte dahinter zu kommen, was passiert war?

    Im ersten Teil hattest du eine ähnlich Szene so beschrieben.

    Ganz langsam kämpfte sich Lians Bewusstsein an die Oberfläche.

    Wie gefällt dir "Nur mühsam lies sich sein träger Verstand zur Mitarbeit bewegen. Was war passiert?" als Alternative?

    Sein Kopf, der linke Arm, das linke Bein, seine Hüfte und die Rippen bestanden nur aus Schmerzen. Mit geschlossenen Augen versuchte er, einfach nur zu atmen.

    Was hältst du von folgender Formulierung?

    "Mit geschlossenen Augen bemühte er sich ruhig zu atmen und die quälenden Schmerzen, die sich vom Kopf bis zur Hüfte ausgebreitet hatten, erträglicher zu machen."


    Genug der Nörgelei...

    Was mich viel mehr interessiert ist, wie gehören Lian und Noah zusammen?

    An welchem Ort ist Noah und wie kam er dorthin?

    Warum steht der Kristall neben ihm? Ist er in der Sklaverei? Aber warum trägt er kein Halsband?

    Werden die beiden den nicht vermisst?

    Wer ist dieser Mann, der Lian gefangen hat? Für wenn arbeitet er? Wer sind die "Gebieter"?


    Jede Menge Fragen... Wäre schön wenn du nicht nur meine Neugier befriedigen würdest.

    Erster Vorschlag:

    Das war mal als Charakterbeschreibung gedacht und ich fand dieses typische "... männlicher Magier, etwas älter, hat einen Kampfstab …" irgendwie langweilig. Dieser Aron ist nur eine "erzählerische Krücke".


    Aron betritt den Schankraum, der wie immer um diese Zeit voller Menschen ist. Seine Gefährten halten sich nicht lang mit Nebensächlichkeiten auf und gesellen sich mit ihren Getränken zu einer anderen Gruppe. Nach den letzten Wochen hatten sie es sich verdient.


    Trotz der vielen Besucher fanden seine Blicke schnell die einsame Gestalt in einer stillen Ecke des Gasthauses. Eine Kapuze ließ seine Züge im Halbschatten verschwimmen. Nur die grünen Augen leuchten Aron an, als der Fremde den Kopf hebt und in seine Richtung sieht. Freundlich, aber bestimmt schiebt Aron sich durch die trinkende und angeregt schwatzende Menge.


    Aus der Nähe kann er die Tätowierungen seines Gegenübers erkennen. Seltsame Muster schlängeln sich über der Stirn zu den Schläfen und den Brauen hinab. Ranken scheinen den Hals hinaufzuwachsen. Die behandschuhten Hände ruhen neben einem Becher auf dem Tisch.


    Aron hatte schon einige Geschichten über diesen Mann gehört. Mit dunklen Mächten soll er im Bunde stehen. Skrupel und Mitgefühl seien ihm fremd. Dennoch übt er eine seltsam starke Anziehungskraft auf ihn aus. Niemand konnte ihm jedoch bisher sagen, wo dieser Zauberer herkommt. Erst recht war keiner in der Lage einen Namen zu nennen.


    Für Aron sind dieser Dinge nicht von großer Bedeutung. Entscheidend sind Verlässlichkeit und Loyalität. Egal was man sich sonst über diesen Mann erzählte, diese Eigenschaften sprach ihm niemand ab.


    Aron setzte sich unaufgefordert dem Magier gegenüber. Er schätzte ihn auf irgendetwas in den Vierzigern, würde dafür aber niemals die Hand ins Feuer legen. Das Hemd und die Hose sind einfach aber von guter Qualität. Ein dunkelgrauer Mantel hängt an der Wand neben ihm und daneben lehnt ein stabiler Stab, der sich nicht nur zum Wandern eignen dürfte.


    Ruhig und gelassen, mit einem amüsierten Grinsen, das die Mundwinkel umspielte, lässt der Magier die prüfenden Blicke über sich ergehen.


    „Und, habe ich den Test bestanden?“ Die tiefe Stimme ist ruhig und angenehm.


    Aron nickt.


    „Fürs erste…“ Er atmet tief durch, bevor er mit gedämpfter Stimme fortfährt.


    „Man erzählt sich, ihr würdet mit den Jenseitigen kommunizieren?“ Den bohrenden Blick der grünen Augen kann er beinahe körperlich spüren, wie bis tief in sein innerstes dringt.


    „Leute wie ihr kommen immer recht schnell zur Sache, oder?“


    „Leute wie wir?“ Arons Tonfall war herausfordernd.


    Der Tätowierte zuckt gelangweilt die Schultern. „Reisende, Abenteuer, Söldner, wie auch immer ihr euch selbst nennt...Ihr wollt das ich euch begleite, richtig?“


    Aron nickt bestätigend. „Dennoch habe ich vorher eine Frage. Wie funktioniert diese Art der Magie?“


    Der Magier lehnt sich zurück und die Kapuze hüllt sein Gesicht wieder in tiefe Schatten.


    „Das ist nicht der richtige Ort und die richtige Zeit dafür. Lasst uns morgen nach Sonnenaufgang darüber reden.“ Er erhebt sich und wendet Aron den Rücken zu. „Ich werde hier auf euch warten“. Der Zauberer nimmt Mantel und Stab und verlässt gemessenen Schrittes den Gastraum. Um ihn herum bildet sich eine Gasse.


    Der zweite Vorschlag:

    Wie beim ersten ist auch hier die Idee eines Nekromanten im weitesten Sinne. In dem Fall in einem gegenwärtigen Szenario und ehr düster gedacht.


    Das Klackern der Rollen auf dem Betonboden, vielfach verstärkt durch das hohle Echo, dröhnt in seinen Ohren, Grelles Neonlicht, das von den weißen Wänden zurückgeworfen wird, brennt sich in die Netzhaut seiner trockenen Augen.


    Wie oft er diese Gänge schon hinter sich gebracht hat, weiß nicht zu sagen. Es wird mit keinem Mal leichter. Er ist jedes Mal dankbar, für die Finsternis die ihn empfängt.


    Die Sinne kehren zurück. Er blickt in die helle Sonne eines Scheinwerfers. Sein Geist ist gefangen in einem bleischweren Körper. Nur den Kopf kann er wenige Zentimeter zu Seite drehen. Die Kanüle steckt in seiner Armvene und wie flüssiges Eis rinnt die Droge in seinen Körper. Er spürt die Kälte, die, angetrieben durch seinen Herzschlag, von der Einstichstelle den Arm hinauf in seinen Körper gepumpt wird. Als der eisige Griff seinen Brustraum umfasst, beginnt das Fallen. Ein tiefer Sturz in ein grundloses schwarzes Loch.


    Abrupt öffnen sich seine Augen. Er muss sich orientieren. Es ist nicht sein Körper so viel steht fest, doch das ist immer so. Auch die Gefühle sind zunächst fremd, bis er sich vollständig in das andere Bewusstsein eingefunden hat. Dann wird sich alles in seine eigene Seele einbrennen, wie so viele Male vorher.


    Das dritte Szenario stammt wie gesagt aus einem anderen Forum. Damit ich kein geistiges Eigentum verletze nur ein grober Abriss.

    Ein Stadt in einer alternativen Welt. Vielleicht vergleichbar mit dem Spätmittelalter oder der frühen Renaissance. Vor etwa 25 Jahren kam es zu politischen Veränderungen, die viele Menschen ins soziale Abseits getrieben haben

    Ein Mädchen und ein Junge, beide so um die 8-12 Jahre und wahrscheinlich Waisen oder Verstoßene, leben bei einer Bande aus Bettlern und Dieben in einem alten verfallen Haus. Eines Abends läuft das Mädchen in den Unterschlupf und bemerkt ihren Verfolger nicht. Allerdings wird auch er entdeckt und die Halbwüchsigen verschwinden, weil sie Angst vor der Garde haben, die Recht und Gesetzt durchsetzen wollen. Dabei sind sie nicht gerade zimperlich. Nur das Mädchen bleibt zurück und wird am nächsten Morgen von Geräuschen im Haus aufgeschreckt.

    Ich hatte den Part eines Mitglieds der Garde übernommen. Den Teil von mir kann ich posten.


    Der Ehemalige

    Die kleine Göre war wohl der Meinung das niemand sie gesehen habe. Tja, weit gefehlt! Walter kannte die Tricks und Schliche. Wie oft hatte er sich früher selbst aus dem "Schutzhaus" geschlichen. Wie lange war das jetzt her? 15 Jahre? Länger? Er mag damals etwa das Alter dieses Mädchens gehabt haben. Damals...als diese machtgierigen Bastarde die Kontrolle über Sommerfeld übernommen haben. Anfangs war alles gar nicht so schlimm gewesen. Das Leben eines Waisen ändert sich nicht wesentlich, egal war die Macht hat. Doch dann...

    Bei dem Gedanken daran ballt er die Fäuste in den Taschen seiner abgewetzten Jacke. Mit einem Ruck löst er sich aus dem Schatten in der Nähe des Unterschlupfes, in dem das Mädchen verschwunden war.

    Sein Weg führte ihn zurück auf die Hauptstraße. Um diese Zeit war die Stadt ausgestorben. Ein Wache, die ihm entgegenkommt, sieht ihn misstrauisch an. Er beeilt sich weiterzukommen.

    Nur gut, das sie die Kleine nicht gekriegt haben. Sie sprangen nicht gerade zart mit Dieben und Bettler um, egal ob Kinder oder nicht.

    Doch was ging es ihn eigentlich an? Schließlich hatte er es trotz seiner Herkunft geschafft in den Dienst der Garde zu gelangen. Wenn jemand es wirklich wollte, konnte es jeder zu etwas bringen! Er lacht bitter in sich hinein. "Oder wenn du bereit bist dich selbst zu verraten." Er erschrak vor seiner eigenen Stimme. Der Wind hatte merklich aufgefrischt und er schlug den Kragen seiner Jacke hoch. Das Gewitter würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Er beeilte sich endlich in die Baracke zu kommen , ehe ihn jemand vermissen würde.

    Schlechtes Gewissen?

    Walter erwachte nach einer unruhigen Nacht. Bilder, die er längst vergessen glaubte, hatten ihn in seinen Träumen eingeholt. Immer wieder war er aufgewacht und hatte vor sich hingestarrt, während draußen das Gewitter tobte.

    Stöhnend wälzte er sich von seinem Lager. Vielleicht würde ja seine morgendliche Routine die schwarzen Gedanken verjagen. Es war noch früh und die Sonne hatte es noch nicht geschafft, die kleinen Gassen Sonnenfelds aus den Schatten zu heben.

    Wie war er hierher gekommen? Das "Schutzhaus" wirkt heute Morgen noch verlassener als sonst. Wenn es ein Razzia gegeben hätte, hätte er davon erfahren, dessen war er sich sicher.

    Walter blickte sich um, bevor er langsam auf die Tür zuging. Er lauschte, vernahm aber keinen Laut. Zögernd legte er die Hand an die Tür und versuchte sie aufzudrücken. Sie bewegte sich nicht. Er drückte stärker und hörte das Kratzen von Holz auf Holz. Offenbar hatte jemand die Tür verbarrikadiert. Sein Magen krampfte sich zusammen und sein Herz schlug ihm mit einmal bis zum Hals. Als er für einen Moment die Augen schloss, sah er ein kleines Mädchen, das von groben Händen aus dem Haus gezogen wurde. Es wimmerte und bettelte, sie doch gehen zu lassen, doch niemand schien Mitleid zu haben.

    Er sah sich ein weiteres Mal um. Doch bisher schenkte ihm niemand Beachtung. Also ging er leise um das Haus und spähte in eines der notdürftig verschlossenen Fenster. Nichts! Ausgestorben!

    Er zog sich eine alte Kiste, die ihm stabile genug erschien, sein Gewicht zumindest für einen Moment zu tragen heran und stieg in das Haus. Die alten Dielen knarrten, als er auf dem Boden landete.

    Im Haus

    Walter verzog das Gesicht und blieb einen Moment hocken. Wenn noch jemand hier, dann hatte er oder sie ihn auch gehört. Außerdem musste sich seine Augen erst an das Halbdunkel gewöhnen. Mit geschlossen Augen hörte er in das Gebäude hinein. War der ein leises Rascheln? Es könnte auch irgendein ein kleines Tier gewesen sein. Vielleicht eine Ratte oder Katze. Die Katze wäre ihm lieber.

    Er atmete tief ein und versuchte möglichst geräuschlos das Haus zu durchsuchen. Der Geruch von kaltem Rauch hing gerade noch wahrnehmbar in der Luft.

    Er folgte dem Geruch ein weiteres Zimmer. Die Asche im Kamin gab noch immer etwas Wärme ab. Dennoch hatten die Bewohner des Haus es sehr überstürzt verlassen. Ein paar alte Decken lagen noch in einer Ecke. Er hätte niemals eine warme Decke zurück gelassen, außer...

    Er stand da und überlegte, als er ein leises Knacken hörte. Es schien aus dem oberen Teil des Hauses zu kommen. Er kannte das Haus von früher, auch wenn es jetzt noch verwohnter aussah als damals. Er war selbst oft genug dabei gewesen, wenn sie diese kleinen Diebesneste ausgehoben hatten. Dort wo die Stufen auflagen, knarrten sie weniger. Schnell war er hinauf und sah, wie ein Schatten in einem der Zimmer verschwand. Er erster dünner Sonnenstrahl stahl sich ins Innere und feiner Staub tanzt darin. Langsam und vorsichtig, darauf bedacht den kleinen Bewohner nicht noch mehr zu erschrecken, schlich er auf den Durchgang zu, in dem er den Schatten hatte verschwinden sehen. Er ging in die Hocke und lugte vorsichtig hinein.

    Auch wenn er niemanden sah, sagte ihm sein Gefühl, das er am richtigen Ort suchte. "He, du da. Ich weiß das du hier drinnen bist." Seine Stimme war gedämpft und ruhig. "Du brauchst keine Angst zu haben. Ich werde dir nichts tun." Seine Augen scannten den Raum. Hatte sich dort etwas bewegt? War da ein ängstliches Schniefen? "Komm raus, ich gehöre nicht zur Garde." Seine innere Stimme schalt ihn einen Lügner. Immer dieser Klugschwätzer... 'Zumindest im Moment nicht' versuchte er sein Gewissen zu beruhigen. Es waren nur Sekunden, möglicherweise ein Minute die verstrichen, doch sie fühlten sich wie ein kleine Ewigkeit an. Wie musste sich sein Gegenüber fühlen?! Gefangen in der dunklen Ecke. Er richtet sich auf und sein Blick fiel auf das Fenster. Ein dumpfes, ungutes Gefühl überkam ihn. "He, hör' mal. Ich werde jetzt langsam zu dem Fenster dort gehen, ok?" Keine Antwort. Er bewegte sich auf das Fenster zu und schlug dabei ein größeren Bogen um die Ecke, in dem er das Kind vermutete. "Ich möchte nur mit dir reden. Vielleicht kann ich dir helfen." Ein Seufzer entrang sich seiner Brust. "Dir steht es aber auch frei zu gehen. Ich werde dich nicht aufhalten. Das ist ein 'Schutzhaus' und daran halte ich mich." Seine Worte wurden dich ein Schulterzucken begleitet. "Aber wie glaubst du dort draußen Mutterseelen allein zurecht zu kommen?" Der Gedanke daran, schnürte ihm die Brust zusammen. "Sie kommen nicht zurück. Das tun sie nie..." presste er leise durch die Zähne und hoffte das es derjenige, der sich dort versteckte, nicht hören würde.