Beiträge von Jota

    "Die sandlose Sanduhr"

    Ein einzigartiger, unglaublich gefährlicher Artefakt, nach dem niemand sucht. Denn wer ihn findet, hat ein gigantisches Problem: Er kann ihn herumdrehen so oft er will - es geschieht nichts, weil keine Zeit vergeht. Und das wäre dann ja wohl das Ende jeder Queste.

    Effekt: Time stands still - Forever!

    Der Wanderer Die find ich genial. Bin gespannt, was Miri draus macht!

    Erinnert mich übrigens lose an Gianni Rodaris Grammatik der Phantasie - mit dem Bleistiftabspitzer und dergleichen :D

    Ganz klares JEIN.


    Das unterstütze ich vollinhaltlich und mit Nachdruck, weil es auch genau meine Antwort ist :D

    Aber mal so: Ich glaube, dass man zwar schon, aber nie zu stark auf die gemutmaßte Erwartungshaltung eines impliziten Lesers (also etwas verkürzt gesagt, die LeserInnen, die man als Zielgruppe im Kopf hat) hinschreiben sollte.
    Meistens will das Publikum ohnehin nicht das, von dem wir glauben, dass es das will ;) Sonst wären Bucherfolge ja relativ leicht kalkulierbar.

    Die Sache hat für mich zwei Seiten:
    Einerseits: Wenn man jetzt zu stark etablierten Leitlinien (auch sprachlich) folgt, dann neigt man natürlich dazu, Genre-Traditionen eher zu vertiefen - und ich persönlich mag ein gerüttelt Maß an Innovation: sei es in puncto Sprache, Form oder Inhalt. Du musst variieren, damit etwas Lesenswertes rauskommt, der Mix aus Bekanntem und Unbekannten machts, Altes in neuem, Neues in altem Gewand. Wir alle kennen das sehr gefährliche "Anderswo schon besser gelesen"-Gefühl, das meistens das Todesurteil für einen Text ist.

    Andererseits finde ich es wichtig, dass der Text für die LeserInnen verort- und einordenbar ist. Du gehst mit Neuerungen leichter um, wenn du weißt, in welchen Kontext sie gehören. Dann nur dann sind sie als solche erkenn- und bewertbar. Nur Neues ohne bekannten Hintergrund verprellt eher und schreckt ab, da fehlt der Kontrast.

    Für mich ist die Kunst, dass Neuerungen nicht als willkürliche Entscheidung einer Autorin oder eines Autors rüberkommen, sondern sie müssen sich aus einer Notwendigkeit des Text ergeben. Du willst science-Fantasy schreiben? Warum nicht, aber hör auf mir als Autorenstimme eine Fantasy-Welt mit wissenschaftlichen Parametern auszuleuchten, sondern wirf lieber eine Gelehrten-Figur ins Getümmel, die schlicht und ergreifend kein anderes Deutungsmuster für die Realität als eben die Wissenschaft hat, weil sie die letzten dreißig Jahre in der Fachbuch-Abteilung einer Bibliothek eingeschlossen war oder dergleichen. Dann schluck ich das, dann find ichs gut - weil ich verstehe, warum die Wortwahl und Stilistik so ist, wie sie ist.

    Stadtnymphe Danke, freue mich schon auf die nächsten von dir :) Momentan ist meine Ratequote noch ganz solide.

    Der Wanderer :( Oh sorry, ich wollte hier aber niemanden verprellen. Ich hab das auch weniger als Wettbewerb wahrgenommen, sondern eher, dass man zusammen bisschen Spaß am Rätseln und Tippen hat.

    :D Dann bin ich mal so dreyst und leg noch drei nach:

    Altkluge Landjugend überlistet kleinkriminellen Waldbewohner und verschwendet Belohnungswünsche für Küchengerätschaften.



    Jungunternehmer tradet sich in völliger Unkenntnis der Makroökonomie auf den Gipfel der Glückseligkeit.


    Auszubildender nutzt die Abwesenheit von Führungspersonal, um per Kompetenzüberschreitung kapitalen Versicherungsschaden zu verursachen.


    Ich bin ja ganz neu hier und habe mir erst die ersten zwei Kapitel angeschaut. Aber mir sagt das Setting grundsätzlich schon mal sehr zu. Vor allem, weil es einen leichten young-adult-touch hat. Aber glücklicherweie nicht durch den sonst so oft anzutreffenden Hang zur Verniedlichung, sondern durch Ironie :) Und das gefällt mir sehr gut.


    Ein bisschen kommt in mir dann doch der pingelige Lektor zum Vorschein :D Nur ein paar Anmerkungen, eher technischer Natur (ich weiß ich weiß, ich bin ein alter Pfenningfuchser!).


    Ich bin jedenfalls sehr gespannt wie es weitergeht und freue mich auf Kapitel drei, das ich mir bis jetzt aufgespart habe :) :) :) Keep up the good work.

    Dann mal drei von mir ;)


    Schlichtgemütiger Unteroffizier läuft raunzend durchs nächtliche Wien und erfindet dabei versehentlich den inneren Monolog als Literaturtechnik.

    Tölpel vom Lande zeigt der hohen Ritterschaft, was eine Harke ist und prügelt sich zum Schluss so arg mit seinem Brüderchen, dass Gott persönlich eingreifen muss.

    Kindliches Kidnapping-Opfer stolpert jahrelang von einem Blutbad ins nächste und hat zum Schluss doch noch richtig Pech, da es Schriftsteller wird.

    ... Hallo sagen in der großen Halle. Bin der Andreas, Österreicher, schon deutlichst über die ungefähr 30 und komme literarisch eigentlich eher aus dem realistischen Eck (wenn mir mal voraussetzen, dass die Literatur ein Gebäue und noch dazu eines in eckiger Form ist).

    In der Fantasy war ich bis auf ein paar Schreibversuche in grauer Vorzeit primär als Leser aktiv. Habe aber in letzter Zeit angefangen, zwei Texte aus dem Genre zu entwickeln (einmal in Richtung Jugendbuch mit aktuellem Stand von drei Kapiteln, einmal ganz frisch der Kampf mit härteren Bandagen mit einem Kapitel Umfang) und dachte mir: Was liegt da näher, als gleich hier bei euch vorstellig zuwerden? Vielleicht darf ich euch mal etwas davon zeigen, wenn ich die Schallmauer von 10 Beiträgen durchbreche :alien:

    Freue mich, hier zu sein.