Beiträge von vinni

    Hi Tenger

    Also meiner Meinung nach muss es nicht zwingend einen Krieg geben. Aber es ist häufig das Hauptelement. Generell gilt, solange es spannend ist kann man alles machen. So kenne ich Fantasybücher, in denen es nur um einen Auftrag geht, den die Hauptperson lösen muss. Klingt erstmal langweilig, aber auch ohne Krieg und Kampf können Bücher sehr gut sein.

    Hey LadyK

    Ich habe mir deine geänderten Parts auch einmal durchgelesen und an und für sich ist das gut geworden. Soweit ich das nach der langen Pause noch beurteilen kann xD

    Freut mich erstmal, dass es dir gefällt ;)

    1. Leas Alter

    Für ihr Verhalten hätte ich sie auch so um die 15/16 gehalten. Ein schwieriges Alter halt und das wäre für mich dann irgendwie nachvollziehbar. 18 finde ich irgendwie schon zu alt dafür :ugly: sicher, kann man da auch Mal kindisch sein und so ... Aber insgesamt geht das für mich nicht wirklich zusammen. Gerade weil du mir ja auch im Kommentar mal geantwortet hast, wie du dir Leas alter vorstellst. Jetzt soll sie doch älter sein? Ich schlafe vor, dass du dir da auf jeden Fall noch einmal Gedanken machst :) Ist ja nicht unerheblich, ob sie nun ein pubertierendes Mädchen ist oder eine Heranwachsende.

    Da hast du einen guten Punkt. Bis jetzt dachte ich ehrlich gesagt, dass das Alter nicht besonders wichtig ist aber ich werde mir darüber mal Gedanken machen.


    2. König und General

    Ich hoffe, du hast eine gute Erklärung dafür, dass die sich einfach so belauschen lassen. Selbst wenn König und General befreundet sind, sollte der König nicht dulden, dass jemand (und gerade junge, rebellierende Mädchen) die Anhörung belauschen. Die Reaktion der Wache fand ich da schon am nachvollziehbarsten. Sie wollten sich sofort darum kümmern, wurden aber vom General aufgehalten. Warum??? Lass die doch gucken gehen. Woher will der General wissen, dass es wirklich seine Tochter ist? Kann er durch Wände gucken? Wenn die Wachen Lea entdecken und sogar Bemerkungen darüber fallen lassen, dass sie es schon wieder getan hat (Na Lea? Sieht nicht gemütlich aus, wie du da an der Wand hängst. Kannst froh sein, dass der alte Greis sich nicht übergeben hat) - darüber würde ich mich köstlich amüsieren. Aber so lässt mich das an der Kompetenz des Königs und des Generals zweifeln. Ebenso wie die Abwesenheit der Wache um den Ratssaal herum.

    Der General hat die Wachen aufgehalten, da er sich ziemlich sicher war, dass Lea lauschen würde. Die Erklärung für das Handeln des Königs und Generals kommt später noch. Vorraussichtlich in Kapitel 2.
    Aber wie du richtig angemerkt hast lässt diese Situation an der Kompetenz und Urteilungsvermögen der Anwesenden zweifeln. Dieser Effekt war tatsächlich von mir beabsichtigt. Ich weiß, dass es im Moment ziemlich verwiirrend sein kann aber ich hoffe im weiteren Verlauf der Geschichte wird sich das klären.

    Die einzige Antwort darauf wäre für mich Intrigen, Verrat und ein Putschversuch (was ich übrigens feiern würde).

    Exakt auf sowas wird es rauslaufen ;)

    Dann gibt's im Text noch recht viel Rechtschreib- und Grammatikkram. Aber wie Tariq schon sagte, kann man das auch später machen

    Sorry :/ Rechtschreibung ist wirklich mein Problem :D .


    Ich hoffe, dass ich mal so bisschen meine Gedanken dahinter klar machen konnte.

    Tariq

    Erstmal vielen Dank für das ausführliche Feedback und schön, dass es dir gefällt.

    Ich werde mal auf einige deiner Punkte eingehen:


    Um eine Wiederholung zu vermeiden, wäre die vorherige Nennung der Grauen Inseln (blau) auch gar nicht nötig. Für mich würde es reichen, wenn er „Die Grauen Inseln“ befiehlt und dann kann seine Hand auf die Inseln deuten, während du den Leser miterleben lässt, wie der Tisch sich verändert. Und das kannst du so schreiben, als sei es das Normalste der Welt. Ist es ja auch in deiner Welt.

    Das ist eine ausgezeichnete Idee, mein lieber! Das werde ich so umändern, dass der Tisch sich auch ohne direkten Befehl verändert.


    So, das zum Tisch. Jetzt zu Lea. Ihr Blick in den alten Spiegel ist wieder eine Erklärung für den Leser. Lass uns doch an ihren Gedanken teilhaben.

    Jaaaaah das ist ein großes Problem bei mir: Ich kann sehr schlecht über Gedanken schreiben aber ich arbeite daran!



    Hier fehlt für mein Empfinden etwas, denn der Satz wirkt holprig. Der blaue Teil ändert das, denk ich. Aber du bist der Chef.

    Dafür hatte er Mutters Weisheit bekommen und er nutzte sie auch, zumindest meistens, wenn er wollte.

    Ist mir auch aufgefallen. Danke für den Verbesserungsvorschlag!



    Jaaaa, diese Stelle hast du also drin gelassen. Und jetzt weiß auch noch der König davon, dass da jemand gelauscht hat.

    Ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll. Einerseits sollten bei dem König, den Wachen, dem Rat und dem Vater alle Alarmlocken schrillen. Wer sagt denn, dass es tatsächlich Lea war? Sie haben einen übermächtigen Gegner - ist es wirklich völlig ausgeschlossen, dass der Spione einsetzt. um ihre Pläne auszukundschaften? Und ist es wirklich kein Problem für die Genannten, dass man eine solche Beratung einfach so belauschen kann? Dass eine Fünfzehnjährige die Mauer erklettern und dass Fenster erreichen kann, um zuzuhören?

    Kann sein, dass ich damit allein dastehe, aber ich würde das als König nicht hinnehmen. Ich würde diesen Beratunsraum gegen die Ohren ungeladener Gäste zuverlässig abschirmen. Ich würde bei Geräuschen, sie auf einen Mithörer hindeuten (aus dem Text geht übrigens nicht hervor, dass die Geräusche von außen hereindringen), Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um diesen herbeischaffen zu lassen und ich würde, wenn sich herausstellt, wer da gelauscht hat, meinem General in den Allerwertesten treten, damit er seine Tochter zur Räson bringt.

    😊Ich kann deinen Punkt gut verstehen. Mir würde es auch so gehen, wenn ich nicht wüsste wie es weitergeht😉 Ich kann schon mal so viel sagen: 1. Auf deinen Hinweis hin: Die Alarmglocken schrillen ja schon bei den Wachen im Zimmer.
    2. Man weiß nicht 100%, dass es Lea war aber der König und der General gehen davon aus.
    3. Es ist definitiv nicht sicher, dass der Feind Spione schickt, aber der Führungsstab unterschätzt bis jetzt noch die Handlungsfähigkeit des Gegners.
    (4. ist jetzt zwar bisschen peinlich für mich aber woher nimmst du an, dass Lea 15 ist? Habe ich das irgendwann mal gesagt?😁 Eigentlich sollte sie älter sein so 18 jahre.) Aber ja sie kann die Mauer hochklettern. Vielleicht beschreibe ich noch die Textur der Wand genauer um Klarheit zu schaffen.
    5. Du hast natürlich recht, dass der Besprechungsraum gut bewacht sein sollte. Nun muss man die Frage stelen: Warum war er es NICHT? Lea hat sich das auch bemerkt, sich aber nicht viel dabei gedacht. Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass das noch eine große Rolle spielen wird aber da müsst ihr euch noch etwas gedulden 😉

    Die Reaktion der beiden Männer ist für mich ein absolutes NoGo. Ich denke mit solchen Gegnern muss sich Blar nicht viel Sorgen machen. Sorry. Das ist sicher nicht, was du hören möchtest. Aber in meinen Augen lässt du die Befehlshaber hier dastehen wie Trottel, auch wenn sie ernsthaft beraten.

    Das war tatsächlich absicht Die Herrscher so schwach und "trottelig" aussehen zu lassen. Das wird noch wichtig werden. Aber freut mich, dass es bei dir diese Reaktion ausgelöst hat, denn jetzt weiß ich, dass es funktioniert was ich wollte.

    Hier weiß ich nicht, wessen Gedanken es sind. General Graubart? Wenn ja, dann würde ich es anfügen mit "..., dachte der General (bei sich)".

    Ist notiert und wird geändert ;)

    Diese (gelb hervorgehobene) Wiederholung könnte man mMn vermeiden. Wie wäre:

    „Meine Herren, wenn ich nun den Vorsitzenden des Königlichen Rates bitten dürfte seine Meinung zu äußern.“

    Der Genannte trat vor. Sein langer grauer Bart fiel Slavion Horsch gepflegt auf den nicht mehr ganz so flachen Bauch.

    Ist ebenso dankend zur Kenntnis genommen.


    So. Tut mir leid, ist viel Gemecker geworden. Aber ich wiederhole es gern: Die Veränderung/Ergänzung der Parts halte ich auf jeden Fall für geelungen. Jetzt bin ich gespannt, was diese Versammlung noch bringt. Bisher wissen wir nur, wie die Seeschlangen aussehen, wie viele gestorben sind und wie viele Schiffe eingebüßt wurden. Kann weitergehen

    Alles gut! Ohne Gemecker kann ich meine Geschichte nicht verbessern, deshalb haben alle im Forum von mir eine AUSDRÜCKLICHE MECKERERLAUBNIS! ;)
    Ansonsten freue ich mich, dass es dir gefällt. Ich arbeite schon eine Weile an der Ratsszene. Ist schwerer als man denkt.

    Ach und die Karte ist toll geworden!

    :panik: :hi1: Danke!

    Hey Kaspar Hauser

    Also ich finde dein erstes Kapitel sehr gut gelungen. Du hast einen flüssigen Schreibstil und man kann sich die beschriebene Szene sehr gut vorstellen. Du schaffst es außerden direkt ein starkes Band zwischen Leser und Hauptperson zu knüpfen, was echt nicht leicht ist.
    Ansonsten habe ich inhaltlich nichts auszusetzen.

    Bin gespannt wie´s weitergeht.

    Servus


    Ich melde mich mal wieder zurück. Ich hatte eine sehr stressige Phase, die mir alle Zeit geraubt hat :thumbdown: , was dazu geführt hat, dass ich hier nicht mehr online sein konnte ;( . Aaaber wie ich ja schon im Abmeldethread geschrieben habe, hat es mir hier so gefallen, dass ich versprochen habe wieder zurück zu kommen. Und da bin ich! :)
    In der Zwischenzeit hatte ich auch viele (wie ich finde) gute Ideen zu meiem Buch, die ich gerne mit euch teilen will.
    Aber jetzt genug der Eigenwerbung! :D Ich freu mich schon auf alle neuen Geschichten die ich verpasst habe.

    Grüße

    Vinni

    LadyK  Tindaya  Tariq

    Danke erstmal für eure Rückmeldungen! Ich wede versuchen eure Tipps schnellstmöglich einzubauen und zu posten, auch wenn es wahrscheinlich ein bisschen dauern könnte. Ich stecke grad mitten in meinen Abschlussprüfungen.

    Aber zunächst zu euren Anmerkungen:

    Der Kopf einer dreißig Schritt langen Seeschlange muss unglaublich schwer sein. Warum müssen die zwei armen Soldaten das Ding in die Höhe halten. Können sie es nicht einfach aus dem Sack schälen und auf dem Boden liegen lassen?

    Jap gute Idee, ist mir nicht aufgefallen wie dumm das eigentlich ist. :D Werd ich ändern.


    Woher wissen sie das? Macht Lea das andauernd? Wenn ja - hat der Vater als General seine eigene Tochter nicht im (Entschuldigung) Griff?

    Ja Lea macht sowas andauernd auch wenn ich das bis jetzt versäumt habe zu erwähnen aber bis jetzt weiß ich nicht WO das reinpasst. Habt Ihr da vielleicht eine Idee?


    Wo genau bringt diese Information die Geschichte voran? ich für meinen Teil brauche die Größe der Brüste des Charakters nicht zu wissen, um ihn mir vorstellen zu können. da wäre für mich eher interessant, ob sie eher athletisch gebaut ist oder eher knabenhaft, was zu ihrem Auftreten passen würde.

    Öööh eigentlich bringt das die Geschichte nicht voran aber es stört auchnicht besonders oder? Und den Körperbau, also athletisch und so werde ich noch einbauen. Danke für den Tipp!

    Ich frage mich allerdings, ob man dem Leser bereits am Anfang die ganze Legende um Ryah und den Sinn der Sucher so direkt unter die Nase reiben muss. Für meinen Geschmack könnte man damit ruhig warten bsp. bis zu diesem besagten Wettkampf.

    Da frag ich mich: Wenn ich das erst beim Wettkampf erkläre aber davor immer mal wieder erwähne, fehlt dem Leser dann nicht ein Stück Information?

    1. Ich frage mich wirklich, wie alt die beiden Geschwister eigentlich sind. Vom Verhalten her würde ich auf 14/15 tippen (tollen über den Rasen, jagen sich und werden zur Gartenstrafarbeit verdonnert). Aber die kämpfen ja beinahe schon wie Profis, was bedeuten würde, dass die bereits 6 ein Schwert in die Hand gedrückt bekamen oder die zwei sind älter

    Eigentlich dachte Ich 16/17 auch wenn deren Verhalten dann etwas kindisch ist. Hmmm naja ich werd mir was Überlegen.


    Ist es echt notwendig, dass die beiden mit ECHTEN Waffen kämpfen? Übungswaffen dürften den Zweck doch auch erfüllen und es kann niemand ernsthaft verletzt werden.

    Außerdem frage ich mich, wie Lea es schafft, ihre Harke so zu malträtieren, dass sie damit ihrem Bruder Dreck ins Gesicht schmeiße. So lange wie ich solche Geräte schon in der Hand hatte - ich hab das nie geschafft, nicht mal, wenn ich es aktiv versucht habe xD Und wieso konnte das Gerät überhaupt kaputt gehen? Sind die Geräte aus Holz? Aber selbst dann müsste die Harke schon irgendwie morsch oder so sein ...

    Also ich hab echte Waffen genommen, weil.... ja warum eigentlich? Ich hab mir da nichts bei gedacht aber in sehr vielen Büchern wird immer mit echter Klinge trainiert. Das hab ich einfach mal übernommen.

    Und zu der Harke: also ich hab das schon geschafft ;). Das die Zacken abbrechen ist nicht so schwer, wenn man auf einen Stein kommt (Ist mir auch schon passiert ;) )




    Und was ihr alle bemängelt habt:

    Die Versammlung werde ich noch aussführen.



    Sooooo ich hoffe ich hab alles mal so grob beantwortet. Und Falls ihr noch weitere oder ausführliche Fragen habt könnt ihr mir ja ne PN schreiben oder einfach hier fragen.

    Also dann viel Spaß beim weiterlesen

    Ich poste mal still und leise vor mich hin. Da bis jetzt keine Kritik kam, gehe ich mal davon aus, dass alles passt. ;)





    Kapitel 1.3 (überarbeitet,leicht verändert und leicht erweitert)


    General Bryn seufzte „Wir haben unseren Feind unterschätzt. Wir dachten Ryah Wolfsheart´s Bann würde Blar ebenso daran hindern Truppen auszuheben, wie er verhindert, dass er von den Grauen Inseln entkommen kann. Aber dieses Wesen“ ,er deutete mit Abneigung auf den Sack, „übertrifft selbst unsere schlimmsten Befürchtungen.“ Zustimmendes Gemurmel erfüllte den Raum.
    Auf einen Wink des Generals trat ein Soldat, in einer blauen Offiziersuniform, vor und verbeugte sich vor den Versammelten, dann begann er mit tiefer Stimme zu sprechen: „Eure Majestät, verehrter Rat! Mein Name ist Finn Balsur, der Captain der Königlichen Flotte. Was Sie hier sehen ist die neuste Wassereinheit unseres Feindes.“
    Dabei deutete er auf den abgetrennten Kopf einer gigantischen Seeschlange, der immer noch in dem Leinensack auf dem Boden lag.
    „Diese Biester sind bis zu dreißig Schritt lang und zwei Schritt breit, ihre Zähne enthalten ein lähmendes Gift. Ihre Schuppen sind extrem widerstandsfähig gegen Harpunen und sonstige Geschosse. Doch das gefährlichste an den Schlangen sind ihre Schwänze, diese sind mit einer knochenartigen Schicht umhüllt, womit sie sehr effektiv zustechen und schlagen können. Auf diese Weise haben wir viele gute Männer verloren.“
    „Danke für die ausführliche Erklärung Captain.“, meinte König Banur.
    Ein Ratsmitglied räusperte sich und trat vor. „Mit wie vielen von den Biestern können wir denn rechnen, Captain?“ „Die genaue Zahl ist noch ungewiss. Wir gehen von drei duzend aus aber wir haben noch keine Informationen wie schnell sie sich vermehren, wertes Ratsmitglied.“, antwortete Finn.
    Ein unterdrückter Fluch ein lautes plumpsen und sich hastig entfernende Schritte unterbrachen die Besprechung. Sofort stürzten zwei der Elitesoldaten zur Tür um den etwaigen Spion ausfindig zu machen. Doch General Graubart hielt sie mit einem kleinen grinsen zurück: „Ich denke, dass wird nicht nötig sein.“
    Die beiden Soldaten verzogen keine Mine, als sie Salutierten und sich wieder zu den anderen stellten.
    Perfekt ausgebildet, um zu töten und zu gehorchen.
    Der General sah zu seinem Herrscher und zwinkerte ihm zu. Der König neigte leicht sein Haupt. Sie wussten natürlich wer sich da unter dem Fenster versteckt hatte. Sie hatten sogar darum gewettet.
    „Meine Herren, verzeihen sie diese kleine Störung. Wir werden uns nun über Taktiken gegen diese Seeschlangen beratschlagen.“
    Die leicht verwirrten Gesichter der Ratsmitglieder ignorierend trat der König an den magischen Tisch. „Die Grauen Inseln“, befahl er laut.
    Die Oberfläche des alten Tisches, die gerade das gesamte Königreich Ereon zeigte, begann sich zu verändern. Das dunkle Holz verformte sich wie warmes wachs und bildete neue Formen und Konturen. Langsam wuchs eine deutlich zu erkennende Inselgruppe aus der Tischplatte. Die mittlere und größte Insel war diejenige auf der die Wächterin Lea Wolfsheart den dunklen Herrscher Blar gebannt hatte. Umgeben wurde dieses Gefängnis von vier großen und unzähligen kleineren Inseln. Zwischen diesen Inseln spannte sich ein regelrechtes Labyrinth aus tödlichen Riffen, sodass es praktisch unmöglich war tiefer als ein paar Meilen in das Herrschaftsgebiet Blars einzudringen.
    Als der Tisch aufhörte sich zu verändern trat General Graubart vor. Als Oberbefehlshaber des Heeres lag es an ihm eine solche Sitzung zu führen. „Sehr geehrter Rat, diese Seeschlangen sind die derzeit größte Bedrohung für unser Land. Deshalb muss es unser oberstes Ziel sein diese Bedrohung zu zerschlagen,“ sprach Graubart die rituellen Worte.

    Dies nahmen die Versammelten Würdenträger als Erlaubnis ihre Meinung lautstark kund zu tun.
    Der General hörte sich schweigend das laute Durcheinander an. Als der Trubel selbst für seine Verhältnisse zu laut wurde schlug er sich wieder mit der Faust auf seine Brustplatte.
    Der Klang aufeinanderschlagenden Metalls brachte die Anwesenden langsam zur Ruhe.

    „Meine Herren, wenn ich nun den Vorsitzenden dieses Rates bitten dürfte seine Meinung zu äußern.“

    Slavion Horsch, der Vorsitzende des Königlichen Rates trat vor. Sein langer grauer Bart fiel ihm gepflegt auf seinen nicht mehr ganz so flachen Bauch. Der ehemalige Krieger strich sich gedankenverloren über seine rot- goldene Robe und schien sich die Worte im Mund zurechtzulegen.
    Als er dann schließlich sprach hallte seine raue Stimme auf eine Art durch die Halle, die jeden verstummen ließ um ihn anzuhören.

    „Eure Majestät, General, verehrter Rat. Der erste Erkundungsversuch der Eliteflotte war ein Teilerfolg, zwar gelang es eines dieser Biester zu töten und sogar herzubringen, dennoch muss die Frage nach dem Preis gestellt werden. Captain, wie groß waren die Verluste?“

    Captain Balsur trat vor und salutierte zackig. „Drei Schiffe, werter Ratsvorsitzender. Zwei Galeonen und eine Fregatte.“, meinte er zerknirscht. Man sah seinem jungen Gesicht deutlich die Verlegenheit an.
    „Die Verluste bei den Truppen belaufen sich auf 230 Soldaten: 150 tote und rund 80 verletzte.
    Wir hatten Glück, dass die Schiffe für diese Aufklärungsmission nur unter minimaler Besatzung ausgelaufen sind. Ansonsten wären die Verluste weitaus höher gewesen.“


    Kapitel 1.2 (überarbeitet und leicht verändert)


    Lea stieß die Harke so fest in den Boden, dass die Erde aufspritzte und ihrem Bruder ins Gesicht traf.
    „Na wer wird jetzt wütend“, fragte Gorm in unschuldigem Ton aber sie konnte das Lachen in seiner Stimme hören.
    „Hm ich hasse diese verdammte Gartenarbeit!“
    Jetzt lachte Gorm „Du bist eine fiese, eiskalte Nervensäge von einer Schwester und dann jammerst du wegen ein bisschen Gartenarbeit rum?“
    Lea seufzte und rieb sich Dreck aus dem Gesicht „Du hast ja recht aber du weißt ja, in drei Wochen fangen die Sucherprüfungen an. Bis dahin muss ich noch trainieren und nicht in diesem verdammten Garten Hocken.“
    Wieder rammte sie die Harke in den Boden. Es knirschte und als Lea das Gartengerät aus der Erde zog, waren die Zacken abgebrochen. Wütend schleuderte sie die Harke ins nächste Gebüsch und zischte ihrem Bruder zu „Ich geh mir eine neue holen aber wenn du jemandem sagst, dass ich das war dann kannst du dich von deinen Eiern verabschieden.“
    Gorm riss die Augen auf und hielt die Hände in die Luft. „Von mir erfährt keiner was!“
    „Das will ich hoffen“, rief sie noch über die Schulter, dann lief sie los Richtung Geräteschuppen am anderen Ende des Parks.
    Sie hatte die Vermutung dies sei die Rache des Gärtners, sie an den entlegensten Winkel des Parks zu schicken. Aber wer konnte ihm das schon verübeln? Die Sonne blitzte zwischen den Bäumen hindurch und schien ihr mitten ins Gesicht. Lea steigerte ihr Tempo nochmals und dachte an die bevorstehenden Sucherprüfungen.
    Sucherin. Das war schon immer ihr Traum gewesen, seit ihre Mutter Lydia ihr die Geschichten der tapferen Wächter erzählt hatte. Laut ihrer Mutter starb der Wächter Amon in der finalen Schlacht gegen den dunklen Herrscher Blar von den Grauen Inseln. Seine Geliebte Ryah Wolfsheart konnte die Macht Amons in sich aufnehmen und Blar bannen. Doch der Tod ihres Freundes hatte sie verändert, hatte sie härter und gefühlsloser gemacht. Die Heldin der Raza Festungen, wie sie heute genannt wurde, zog sich in den Osten des Kontinents zurück. Doch bevor sie ging wies sie den damaligen König Fion an, sie zu holen, wenn der dunkle Herrscher Blar aus seinem Bann erwachen würde.
    Das Problem war, keiner wusste wohin sie verschwunden war. Seitdem war es Tradition in Ereon jedes Jahr Wettkämpfe abzuhalten und die Gewinner dieser Wettkämpfe wurden dann die neuen Sucher. Die Sucher streiften durch den Kontinent immer auf der Suche nach der verschollenen Wächterin, um sie im Ernstfall jederzeit warnen zu können.
    Leas Mutter Lydia war eine dieser Sucher gewesen, doch eines Tages kam sie und ihr Begleiter schwer verletzt durch die Tore der Stadt geritten. Es waren sofort die besten Ärzte und Heiler anwesend, doch selbst sie scheiterten an den Verletzungen.
    Die letzten Worte ihrer sterbenden Mutter an sie waren genauso verstörend wie rätselhaft gewesen „ Fürchte dich nicht, wenn der Wolf seine Zähne zeigt, du kannst ihn kontrollieren. Du kannst die Bestie besänftigen, die geschaffen wurde um alle zu vernichten, du bist der letzte Hoffnungsschimmer für Ereon, Lea. Setze deine Macht weise ein.“
    Bis jetzt hatte sie keine Ahnung welche Macht ihre Mutter meinte aber sie würde es herausfinden.


    König Banur betrat mit seinen Getreuen den Besprechungsraum.
    In der Mitte des großen runden Zimmers stand ein alter hölzerner Tisch in dem die Karte von Ereon in die Oberfläche eingearbeitet war. Der Tisch war außerdem magisch, man konnte ihm einen Ort nennen und dann veränderte sich die Karte, sodass der gewünschte Bereich in allen Einzelheiten dargestellt wurde. Durch diese kleine magische Spielerei hatte Ereon schon zahlreiche Kriege gewonnen.
    Die Steinernen Wände des Saals zierten alte Gemälde von Generälen und noch ältere Abzeichen und Flaggen längst gewonnener oder verlorener Kämpfe.
    Die Anwesenden stellten sich um den Tisch, der schon mehr Kriege miterlebt hatte als alle Versammelten gemeinsam. Der König sah ernst in die Runde, dann sprach er „Meine Freunde, es brechen schwere Zeiten heran. Meine Späher berichten mir, dass um die Grauen Inseln herum Monster gesichtet wurden.“
    Im Raum wurde es still, es war als würden selbst die Blätter im Garten draußen Luftholen. Dann fingen alle an durcheinander zu reden. „Unmöglich, die Inseln liegen schon seit Jahren still“, rief schließlich der Ratsvorsitzende energisch.
    „Das müssen bestimmt nur große Fische gewesen sein, denn der Dunkle hatte immer nur Landtruppen.“ Zustimmendes Gemurmel hallte durch den Raum.
    „Genau“, rief ein anderer „Der Bann muss doch noch halten, sonst hätte der Feind uns schon längst angegriffen.“
    Bryn Graubart schlug sich mit seiner gepanzerten Faust auf die Brustplatte. Sofort wurde es still und der General hatte die ungeteilte Aufmerksamkeit „Liebe Kameraden“, sprach er ernst „seit euch gewiss, dass wir dies auch zunächst annahmen. Also schickten wir unsere Elite Flotte, um der Sache auf den Grund zu gehen und wir fanden dass hier…“
    Graubart schlug nochmals auf seine Brustplatte und sofort kam ein Trupp Soldaten in den Raum marschiert.
    An ihren Uniformen prangten die Eliteabzeichen Ereons und wiesen sie somit als die besten Krieger des Reiches aus. Sie trugen einen großen Leinensack mit sich, der nach vergorenen Fisch stank. Ein Ratsmitglied eilte sofort zum Fenster um es aufzureißen.
    „Öffnen, Soldat“, befahl Bryn.
    Die Soldaten salutierten, dann nahm einer sein Messer, schnitt den Sack der Länge nach auf und schlug den Leinenstoff zurück. Die Ratsmitglieder traten hektisch ein paar Schritte zurück und keuchten entsetzt auf.


    Lea war so in Gedanken, dass sie gar nicht bemerkt hatte, wie sie schon beim alten klapprigen Gärtnersschuppen angekommen war.
    Sie hoffte nur, dass der alte Gärtner Dewi nicht grad da drinnen war. Denn auf noch eine Standpauke diesen Tag hatte sie echt keine Lust.
    Lea schlich leise bis an die moosbewachsene Wand des Schuppens und spähte durch ein kleines, in die Wand eingelassenes Fenster. Sie seufzte erleichtert auf als sie niemanden entdecken konnte. Also stieß sie die Tür mit dem Fuß auf und betrat den muffigen Raum. Allerlei Werkzeug in jedem erdenklichem Alter und Zustand stapelten sich hier über Pflanzensamen, Dünger und einem Haufen ungewaschener Gärtnersklamotten. Sie schnappte sich die erstbeste Harke, die sie finden konnte und wollte gerade wieder ins freie schlüpfen als ihr Blick in einem alten, bodentiefen Spiegel hängen blieb.
    Sie grinste, trat näher und besah sich von allen Seiten. Ihre kurzen, blonden Haare waren nach rechts gekämmt und gaben einen guten Blick auf ihre links kurz rasierte Kopfseite. Ihr Gesicht war hübsch, mit vollen Lippen und einer kleinen Stupsnase. Die Augen strahlten klar und hell wie ein Türkis blauer See ohne Grund.
    Lea hatte die Haarfarbe und die Augen von Ihrer Mutter geerbt. Gorm dagegen kam ganz nach ihrem Vater: Groß, braune Haare, grüne Augen und eindeutig die Muskelpakete. Dafür hatte er Mutters Weisheit bekommen, zumindest meistens, wenn er wollte. Und sie teilte den Appetit ihres Vaters.
    Wenn das Schloss jemals belagert werden würde, hatte er ihr oft zum Scherz gesagt, wären sie die ersten Verbannten gewesen weil die Stadt schlicht nicht so viel zu Essen habe. Doch die Esserei sah man ihr nicht an. Sie war schlank, mit runden Hüften und mittelgroßen Brüsten. Lea fand die genau richtig. Groß genug, um eine Geheimwaffe gegen Männer zu sein aber klein genug, damit sie Im Kampf nicht störten.
    Sie zwinkerte sich selbst im Spiegel nochmal zu, dann machte sie sich auf den Rückweg zu ihrem Bruder. Als sie am alten Besprechungsraum vorbei kam, vernahm sie Stimmen. Lea biss sich auf die Lippe und überlegte. Sollte sie es wagen ein bisschen zu lauschen?
    Dann zuckte sie mit den Schultern, warf die Harke hinter sich und begann an der rauen Festungsmauer emporzuklettern.
    Waren sie ja selber schuld, wenn der Besprechungsraum nicht gegen lauschende Ohren gesichert war. Eigentlich war dies sogar ziemlich untypisch, sonst war der königliche Rat immer schwer bewacht.
    Dann war heute also ihr Glückstag. Seit ihrer Kindheit liebte sie es ihre Nase in fremde Angelegenheiten zu stecken, doch noch nie hatte sie es geschafft den König zu bespitzeln.
    Lea war unter einem kleinen Fenster angelangt und beruhigte ihren Atem, um etwas zu Verstehen. Ihr stockte der Atem als sie erkannte, dass der König und der Krisenstab des Reiches über die grauen Inseln, dem Herrschaftsgebiet von Blar redeten.
    Plötzlich wurde das Fenster über ihr schwungvoll geöffnet. Ihr entfuhr ein keuchen und schnell hielt sie die Luft an, um zu hören ob sie jemand bemerkt hatte, doch zum Glück verschwand das Ratsmitglied das das Fenster geöffnet hatte wieder.
    Lea seufzte erleichtert auf und verzog sogleich das Gesicht, als ihr der Fischgestank in die Nase stieg. Sie zwang sich durch den Mund zu atmen und konzentrierte sich wieder auf die Versammlung.

    Kapitel 1.1


    Lea saß schweißüberströmt unter der großen Buche, im königlichen Schlossgarten.

    Ihr gegenüber lag schwer atmend ihr Bruder Gorm, er hatte seine langen braunen Haare zu einem Zopf zusammengebunden und zwinkerte ihr nun mit seinen Grünen Augen zu.

    „Na bereit für eine weitere Runde?“, fragte er.

    Lea stand auf und lockerte ihre Schultern. „Aber sicher doch Gormilein“, antwortete sie mit honigsüßer Stimme.

    Ihr Bruder stand zornig auf. „Gormilein ernsthaft? Jetzt bist du fällig, Lealilein.“

    Lea kicherte. „Du hörst dich an als ob du betrunken wärst.“, stichelte sie weiter.

    Die vorbeilaufenden Bediensteten und andere Parkbesucher schenkten ihnen einen argwöhnischen Seitenblick als sie die beiden Streithähne bemerkten.

    Nicht nur weil es sonst im Schlosspark des Königspalastes Weron still war, sondern auch weil sie dort In voller Rüstung und schwer bewaffnet den schönen königlichen Rasen zerstörten. Besonders der alte Gärtner Dewi, der hier schon seit dem letzten Krieg, vor dreißig Jahren, die Gärten hütete blickte sie finster an.

    „Nanana werden wir etwa schon wieder Wütend?“, fragte Lea.

    Die Antwort Gorms kam hart und plötzlich: Blitzschnell zog er sein Schwert fiel auf ein Knie herab und schlug nach den Beinen seiner Schwester.

    Doch diese lachte nur, sprang nach hinten und landete geschmeidig in der Hocke. Mit einer fließenden Handbewegung ließ sie zwei lange Dolche, die an ihren Ärmeln befestigt waren, aus ihren Halterungen schnappen.

    Gorm grinste frech. „Wann siehst du es endlich ein? Ich lasse mich nicht Reizen.“

    Mit diesen Worten sprang er vor und deckte Lea mit einer schnellen Schlagabfolge ein, die diese ebenso schnell parierte.

    Nach einem missglückten Kopfschlag zog sich Lea schwer atmend einige Schritte zurück.

    Gorm witterte einen schnellen Sieg und stürmte voran, um seine Schwester zu rammen.Doch nach der halben Strecke sah er das böse Grinsen seiner Gegnerin und erkannte seinen Fehler.

    Lea pakte seinen Schwertarm, stellte sich frontal vor ihn, streckte ihr Bein zur seite und warf ihn zu Boden. Dann ließ sie sich vom Schwung des Wurfes mitziehen und landete auf dem breiten Brustkorb ihres Bruders.

    Gorm stöhnte unter dem Gewicht der gepanzerten Kriegerin und versuchte sich unter ihr herauszuwinden. Diese Bemühungen wurden jedoch von einem Dolch an seiner Kehle gestoppt.

    „Na schön du hast gewonnen!“, grummelte Gorm beleidigt. „Kannst du jetzt bitte von mir runter gehen? Du bist verdammt schwer.“

    „Oooh, ist der kleine Gormilein jetzt beleidigt?“, meinte Lea mit weinerlicher Stimme.

    Die bissige Antwort ihres Bruders blieb ihr erspart, denn in diesem Moment räusperte sich eine Person hinter ihnen laut.

    „Wie ich sehe General Bryn sind ihre Kinder wie sie sagten stets Diszipliniert und Gehorsam.“

    Lea und Gorm fuhren herum und standen dem Herrscher Ereons, König Banur dem Tapferen, und dem königlichen Rat gegenüber.

    An der Seite des Königs stand, in eine blutrote Plattenrüstung gehüllt und mit einem Riesigem Zweihänder auf dem Rücken, General Bryn Graubart, Ihr Vater.

    Die Augen der beiden mächtigsten Männer des Reiches blickten streng und ein wenig enttäuscht auf die beiden jungen Erwachsenen hinab.

    „Ich würde sagen, ihr helft dem Gärtner die nächsten zwei Wochen den Park wieder herzurichten.“, sprach ihr Vater mit Befehlsgewohnter Stimme.

    Lea reckte den Hals und setzte zu einer Erwiderung an aber sowohl der Blick ihres Vaters, als auch die Anwesenheit des Königs ließen sie stocken.

    „Ja, Vater.“, quetschte sie durch zusammengebissene Zähne heraus.

    Dann verbeugten sich die Geschwister vor dem Rat und dem König und machten, dass sie davon kamen, bevor ihrem Vater noch etwas schlimmeres einfiel.


    Als die Beiden verschwunden waren grinste der König seinen General und alten Freund an und sagte „Sie haben sich wirklich gut gehalten. Wir beide hätten damals den halben Park niedergemacht und nicht nur eine Wiese.“

    Bryn wurde bleich und raunte „Lass sie das niemals wissen, die beiden würden dass als Herausforderung sehen.“ Laut lachend setzten die beiden ihren Weg zum Besprechungsraum fort.

    Hey!

    Ich starte hier mal einen neuen Versuch meine Geschichte hochzuladen. Im alten Thread hab ich ja viel zu schnell hochgeladen und dann noch eure Tipps nicht beachtet :patsch: Sorry nochmal an dieser Stelle! Also fang ich noch mal an und gelobe mich zu bessern.

    Also dann, viel Spaß bei meiner Story!


    Inhaltsverzeichnis:

    Kapitel 1.1

    Kapitel 1.2

    Kapitel 1.3


    Prolog (Verbessert und Überarbeitet)


    Blut. Tod. Bersten von Knochen. Das Ächzen der Sterbenden und das Geschrei der Verwundeten. Ryah blendete all dies aus und ließ mit einer Handbewegung zwei Stecher des Feindes zu Asche zerfallen, dann rannte sie weiter zu Amon, der ganz in der Nähe einen Brecher ausweidete. Er tauchte unter einem Schlag der Bestie hinweg, rollte sich ab und rammte seinen Anderdhalbhänder durch den Hals in das Gehirn des Gegners.

    Ryah hastete zu ihm und streckte ihm ihre Hand hin: „Irre ich mich oder bist du langsam geworden? Früher hättest du schon zwei von denen erledigt“, sagte sie mit einem müden Grinsen.

    Amon zog sich an der dargebotenen Hand hoch und gab ihr eine Kopfnuss. „Erst besiegen wir diesen Bastard Blar und dann kannst du gerne weitersticheln.“

    Dann rannten sie weiter gen Küste wo der Feind seine Kommandoposten aufgestellt hatte.


    Blar, der Herrscher über die Grauen Inseln, grinste in sich hinein. Sein Plan war aufgegangen, die mickrigen Wächter dieses Kontinents kamen angerannt und dachten sie könnten ihn, den großen Blar, bezwingen. Sicher, es wäre ihnen möglich, aber der dunkle Herrscher hatte vorgesorgt und ließ die beiden in seine perfekte Falle laufen. Es hatte ihn Tage gekostet aber nun war alles bereit. Blar lachte düster vor sich hin und richtete seine aus schwarzen Eisen geschmiedete Rüstung. Dann hörte er Kampfeslärm vor seinem Zelt. Ja das würde lustig werden!


    Ryah und Amon standen auf einer Düne und sahen hinab zum Strand auf das „Zelt“ des Feindes. „Was hat der den da drinn, ne zweite verdammte Armee?“, fragte Amon und starrte auf das mindestens einhundert schritt lange Gebilde aus Tuch.

    Ryah schenkte ihm nur ein Zwinkern und rutschte die Düne herunter auf die Leibgarde Blars zu. „Ach, man muss sie einfach lieben.“ Hörte sie ihn noch murmeln, dann lief Amon hinter ihr her.

    Ryah nahm ihre beiden Kurzschwerter vom Rücken und drückte die Füße vor ihr in den Sand, durch den Schwung wurde sie in die Luft geschleudert, vollführte eine Drehung die Schwerter senkrecht von sich gestreckt und köpfte somit zwei der überrumpelten Bestien, die nicht mal grunzen konnten, bevor sie tot umfielen. Ryah rollte sich geschickt ab und rannte nach links, da sie durch das Band zu Amon spürte, dass er die rechte Seite übernehmen würde. Sie sprintete weiter und ließ die Magie in ihren Adern aufwallen, während sie ein Monster nach dem anderen zerstückelte.

    Amon wartete bereits am Ende des Zeltes und grinste sie an. „Wer ist hier jetzt langsam?“

    Aber Ryah merkte dass er nur etwas zu überspielen versuchte, „Was ist“ zischte sie. „Was hast du gesehen?“

    Amon runzelte die Stirn und sah ihr tief in die Augen. Besorgnis stand in ihnen. „Ich bin mir nicht sicher, aber es ist nichts Gutes. Kannst du es nicht spüren?“

    Ryah zuckte nur mit den Schultern. „Ich spüre Magie, aber dass Blar ein Magier ist wussten wir ja schon.“ Mit diesen Worten schritt sie durch den Zelteingang. Im Inneren erwartete sie ein langer Teppich, der an beiden Seiten von Feuerschalen beleuchtet wurde. Am Ende stand ein massiver Thron aus schwarzem Granit. Und dort saß der dunkle Blar.

    Amon nickte ihr zu und rief die Magie in seinen Adern und verwob sie mit Ryahs. Ihre Augen begannen golden zu leuchten. Ihre Rüstungen und Waffen wurden von einem hellen Schein überzogen. Dann sprachen sie, in einer Stimme die uralt und mächtig klang. „Blar, dachtest du wirklich, du würdest damit durchkommen? Ereon einfach so einnehmen zu können? Deine Armee verliert Schritt für Schritt an Boden und du verkriechst dich hier wie ein feiger Hund!“

    Blar lachte und sagte in einer ebenso mächtig klingenden Stimme: „Ich frage euch, Wächter von Ereon: Warum Kämpft ihr in diesem Krieg? Die Aufgabe der Wächter ist es, den Kontinent vor der Vernichtung zu retten und nicht vor einem Herrscherwechsel.“

    Bei diesen Worten stand er auf und breitete seine Arme aus. „Schließt euch mir an und wir könnten gemeinsam die Welt regieren.“

    Ryah und Amon zogen synchron ihre Waffen und gingen in Kampfstellung. Funken reiner Macht umspielten sie wie einen Schwarm Glühwürmchen.

    „Nein? Na gut, ihr habt es so gewollt“, schrie der dunkle Herrscher und ließ seine Falle zuschnappen.

    Auf dem Teppich glühte plötzlich ein Zeichen auf, dann ein weiteres direkt daneben, bis der ganze Boden in einem zornigen Blutrot leuchtete.

    Blar lachte und schleuderte zwei Dolche, die er in seiner Rüstung versteckt hatte auf die beiden taumelnden Wächter.


    Amon reagierte noch bevor es geschah: Er ließ seine Waffen fallen und warf sich vor Ryah. Sie hörte wie sich etwas durch das Eisen einer Rüstung bohrte, dann spürte sie, wie warmes Blut über Ihre Hände lief. Amon sackte schwer in ihre Arme.

    Panik machte sich in ihr breit. Ihre Macht, sie war… weg einfach verschwunden. Sie konnte nicht einmal das magische Band zu Amon spüren. Amon! Nein! Sie richtete Ihren Blick auf das Gesicht ihres Geliebten. Nein! Nein! Nein! Das durfte nicht wahr sein! Seine Augen waren von Schmerz überschattet, das Gesicht aschfahl und doch hauchte er unter schmerzen „Ich liebe dich, Ry.“

    Dann malte er mit seinem Blut ein Zeichen auf Ihre Stirn und brüllte die verbotenen, alten Worte in den Himmel. Worte, die die Zeichen auf dem Boden zerstörten und die Macht der Wächter zurückbrachte.

    Ryah schluchzte als der Leib in ihren Armen ein letztes mal zuckte. Sie bemerkte nicht, wie Blar vor ihr vor Wut brüllte, sie hatte nur Augen für das Gesicht ihres Geliebten. Ihres toten Geliebten.

    Plötzlich durchströmte Ryah eine Woge der Macht, spülte die Emotionen aus ihrem Kopf, der wie Nebel ihre Gedanken umhüllt hatte. Ihre Augen klärten sich. Macht. Zu viel Macht für einen Körper. Die Macht, die geteilt werden sollte, in einem Körper vereint. Schmerzen durchzuckten Ryah und es fühlte sich an, als ob sie von innen verbrennen würde. Es durchdrang sie mit der Gewalt der Berge und der Schärfe eines Schwertes. Zu viel. Zu viel Macht Für einen Körper.


    Blar starrte entsetzt auf die beiden Wächter. Der Mann lag tot auf dem Boden, durchbohrt von seinem Dolch. Die Frau allerdings, wurde von einem Feld reiner Macht umgeben, dass sie nach und nach wie ein unnachgiebiges Feuer verschlang. Blar setzte sich auf seinen Thorn und schloss die Augen, wenn die Wächterin es schaffen sollte diese Macht in sich aufzunehmen, würde er all seine Kraft brauchen um sie zu besiegen.


    Ryah schrie Ihren Schmerz heraus. Das Feuer verschlang sie immer weiter, raubte sich ihre Essenz, ihre Persönlichkeit.Wut durchzuckte sie und schirmte sie vor dem Feuer in ihrem Inneren ab. Zitternd und noch immer schreiend richtet sie den Blick nach vorne auf den schwarzen Thron. Dort saß der Mörder Amons. Ihr Schrei wechselte von Schmerz, über Wut, zu einem Kampfgebrüll, das selbst den Lärm auf dem nahen Schlachtfeld übertönte.

    Ryah kämpfte sich auf die Knie, stellte ein Bein auf und drückte sich stück für stück hoch. Nein, sie würde niemand mehr verletzen. Niemand. Sie schob ihre Wut wie einen Schild vor sich her und richtete sich schließlich auf. Sie sog die Macht um sich herum in sich hinein, vermischte sie mit ihrer eigenen, festigte sie in ihrem Innersten.

    Ihre Augen leuchteten nicht mehr golden sondern strahlend blau. Die Hülle aus Macht, die sie eben noch verbrannt hatte, sickerte in ihre Rüstung, beulte jeden Kratzer vergangener Schlachten aus. Fuhr in ihre Haare, flocht sie zu einem Kriegszopf ihres Volkes.

    So schwebte sie einen Schritt über der Erde, die unkontrollierbare Macht in ihrem Inneren bäumte sich auf, wollte sich losreißen und sich auf den dunklen Herrscher stürzen, doch sie zwang sie wieder zurück. Kontrollierte sie. Ryah schritt auf den dunklen Thron zu, sie fühlte nur noch Kraft und Zorn.

    Als sie zehn Schritte von Blar entfernt war öffnete dieser seine Augen. Sie waren ebenso dunkel und hart wie sein Granitthron auf dem er saß. Er lächelte sie an. „Sieh an du hast überlebt. Nur wird dir dass nichts bringen, ihr müsst zu zweit sein um mich zu besiegen!“

    Ryah lächelte zurück. „Aber ich kann dich bannen“, dann ließ sie die Macht in ihrem Inneren frei und stürzte sich auf Blar

    Hi

    Also das ist ein sehr guter Prolog. Ich hab direkt Lust weiter zu lesen und Bonn gespannt was noch kommt

    Aber bei dieser Stelle binn ich kurz gehangen:

    Dies kam dem ersten Beobachter unseres Spektakels zugute.

    dieses -unser- passt nicht so recht find ich. Es sei denn der Prolog wird von einer Person wie eine Geschichte vorgetragen. Aber das ist ansichts Sache wenn dus gut findest dann steh ich dir da nicht im Weg ;)

    Grüße Vinni

    Rainbow

    Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass das gerade seine Gedanken sind. Dass er sich wirklich aus "Langeweile" hat anheuern lassen.

    Dieser Satz hat mich nochmal ins Grübeln gebracht. Ich stimme dir zu, dass es schon sehr flach klingt, wenn Clay nur aus Langeweile heraus den Auftrag annimmt. Ich habe schon eine alternative Lösung im Kopf, die ich in den nächsten Tagen aufschreiben werde. Dann werde ich auch die Gedanken der Personen mehr einbauen.

    Hi Rainbow


    Ich werde mal einige deiner Gedanken aufgreifen:

    Das ging mir hier irgendwie eine Spur zu schnell. Okay, Clay ist ein harter Kerl und so weiter...aber ihm ist da gerade etwas echt abgedrehtes passiert. Jeder "normale" Mensch würde sich jetzt erst mal in einer Art Schockzustand befinden...sich abtasten, die Umgebung checken,Gedanken würden durcheinander titschen,...aber Clay grinst, zieht ein Messer und rammt es sich ohne mit der Wimper zu zucken mal eben in den Unterarm und zwar so, dass das Blut "spritzt".

    Das ist eins meiner größten Probleme (Neben der Rechtschreibung), dass ich die Szenen viel zu schnell erzähle. Ich versuche mich zu bessern, aber wenn irgendjemand Tipps hat wie ich das Ausweiten kann wäre ich sehr dankbar ;).

    Hmm. Irgendwie ist mir das ein bisschen wenig an Charakterarbeit. Langeweile? Echt? Bisher fand ich Clay ganz cool. ich hab ihn mir ein bisschen rebellisch vorgestellt und anders. Cool eben!

    Aber das hier klingt nach... keine Ahnung, pubertärem und irgendwie oberflächlichem Verhalten. Mir war gerade langweilig und da dachte ich, nehme ich mal den Auftrag an, jemanden zu töten. Und das von einer mysteriösen Frau, die mir in einer Vision erschienen ist, um kurz darauf festzustellen, dass ich über besondere Kräfte verfüge.

    Jaaaa alsoo das mit der Langeweile ist tatsächlich so gewollt, es soll clay genau so darstellen, wie du es beschrieben hast. Als einen, der wenn ihm langweilig ist Leute tötet. Ich weiß das ist ein bisschen grausam aber das würde dann im weiteren Verlauf der Geschichte eine Rolle spielen.

    Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass das gerade seine Gedanken sind. Dass er sich wirklich aus "Langeweile" hat anheuern lassen. Leider erfährt man ja nicht, wie das Gespräch zwischen ihm und der Frau weitergegangen ist. Hatte er eine Wahl, den Auftrag abzulehnen? Was hat sie ihm angeboten? Was macht das ganze verlpckend für ihn? Vielleicht wäre es schon ganz hilfreich als Leser zu erfahren, ob er derartige Aufträge vielleicht vorher schon mal angenommen hat, quasi als eine Art Auftragskiller, oder sowas. Dann könnte ich mir vorstellen, dass er gerade einfach die Zeit hat, einen neuen Auftrag anzunehmen, weil er auch kein besseres Angebot hat...aber aus reiner Langeweile? Du merkst, das macht mir zu schaffen

    Da hab ich mir auch etwas dabei gedacht, dass die liebe Leserschaft so im Dunkeln über das Gespräch gelassen wird. Ich könnte jetzt spoilern damit man meine Hintergründe versteht aber ich machs mal noch nicht falls jemand das nicht will (Falls ich dir es trotzdem erzählen soll kann ich das sehr gerne in einer PN machen). Ansonsten werde ich mir definitiv Gedanken über die Gedanken von Clay machen ;)

    Was meint er damit? Will er sie lieber von vorne erstechen? :D Nein Quatsch. ich habe mich hier gefragt, was er damit meint? Sucht er einen Weg, den Auftragsmord ganz zu verhindern oder braucht er einfach einen guten Grund, um ihn vor sich zu rechtfertigen?

    Clay will tatsächlich lieber den Leuten beim Serben in die Augen sehen als sie hinterrücks zu erstechen. Laut seinem Ehrgefühl sollte man sich wie ein Mann seinem Gegner stellen und von Angesicht zu Angesicht zu kämpfen. Hmm Naja das kann ich auch in seine Gedanken packen damit man das auch erfährt. :D

    Clay bietet jede Menge Möglichkeiten zur Charakterentwicklung. Ich würde es toll finden, wenn du ihm hier etwas mehr Tiefe verpassen würdest, damit ich als Leser ein paar mehr Einblicke in seine Gefühlswelt erhalte. Was treibt ihn an? Was hat ihn geprägt? WIESO lässt man sich auf so einen Auftrag ein???

    Diese Punkte werde ich versuchen zu berücksichtigen!!! Aber danke, dass du den Charakter gut findest ;)



    Du siehst, dass ich ziemlich oft gesagt habe, dass dies später erklärt wird. Ich weiß auch, dass das ein bisschen doof für die Leser ist, die nicht den Verlauf der Story kennen. :pupillen:


    Grüße Vinni