Beiträge von Rippersteak

    Hi Rainbow


    Hi Thorsten


    Mich hat der Teaser sofort gefesselt. Aber das liegt auch daran, dass ich Schamanismus, Träume und das eng damit verbundene Thema von Transzendenz liebe. Vor allem wenn dies im Zusammenhang mit einer schaurigen Atmosphäre steht.


    M.E. fängt der Teaser eine geheimnisvolle und mit einer unterschwelligen Drohung angereicherte Stimmung gut ein. Erzeugt durch den Monolog und untermalt mithilfe von passenden Bildern. Mein persönlicher Favorit ist der Fluss der sich durch den dichten Kiefernwald schlängelt und im Hintergrund diese Bergkulisse, ein echter Hingucker. Das betont für mich, dass da irgendetwas in den Wäldern lauert. Aber auch die restlichen Aufnahmen waren toll. Atmosphärisch wirklich gelungen.

    The last of us - Serienadaption aus dem Hause HBO des gleichnamigen Videospiels. Disclamer: Ich habe die Videospiele nicht gespielt, sondern beziehe mich ausschließlich auf Episode 1.


    Ein parasitärer Pilz befällt die Menschheit und verwandelt sie in „Pilzzombies“. Herzstück der Serie wird aller Wahrscheinlichkeit nach die Verbindung des vom Verlust seiner Tochter traumatisierten Joel und Ellie werden. Pedro Pascal finde ich eine hervorragende Besetzung. Er verkörpert den traumatisierten und von Alpträumen geplagten Joel fantastisch gut.


    Ich fand dies war eine gelungene Pilotfolge. Mir gefällt es bei Zombiefilmen immer wenn man die Erzählung zeitlich kurz vor dem „All hell breaks loose“ Moment ansetzt, also bei der Ruhe vor dem Sturm: Hier hat mir die Kette an sonderbaren Ereignissen gefallen, die klarmachte, dass sich in Kürze eine Katastrophe anbahnt. Zwar hat man hier nicht das Rat neu erfunden. Im Grunde genommen ist dies nichts weiter als eine Collage aus Szenen, die man schon mal irgendwo gesehen hat (sei es das vorbeifahrende Polizeifahrzeug mit heulenden Sirenen, oder der über die Stadt hinwegfliegende Jet etc.) Im Gesamten fand ich es dennoch sehr stimmungsvoll inszeniert.


    Außerdem fand ich das Worldbuilding klasse - Die verschiedenen Parteien und Charaktere, der Konflikt, das Setting - Alles wurde m.E. verständlich aufgebaut und ich hatte dabei nicht das Gefühl von einem Expositionszug überrollt zu werden.


    Kann die Serie wärmstens empfehlen und bin überaus gespannt auf Folge 2.

    Mir ist die Idee gekommen ChatGPT mal einen juristischen Sachverhalt (1 1/2 Seiten) vorzustellen und eine gutachterliche Lösung zu verlangen. Ich bin gerade ein bisschen baff.

    Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Zwar fehlen einige Detailprobleme und auch die Menge an Anspruchsgrundlagen ist nicht vollständig, aber er hat den Sachverhalt relativ gut auf seine wesentlichen Probleme hin aufgedröselt. Sehr faszinierend, aber ein bisschen bange wird einem ja schon mit Blick auf die Zukunft. :/

    Hi J.J.Raidark


    M.E. liegt die Schwierigkeit im Augenblick genauso wie bei A.I generated Art via bspw. Dreamstudio oder nightcafe dabei die richtigen „prompts“ zu finden, quasi die richtige Kette an Fragestellungen bzw. Anweisungen um zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Vor allem die Kombination aus ChatGPT und A.I. generated Art bewirkt hier interessante Ergebnisse.


    Aber selbst wenn man die richtige Anweisungskette beherrscht, denke ich dass die Engine im Augenblick nicht an das Handwerk eines Schriftstellers heranreicht, wenn sie das denn überhaupt jemals tun wird. Ich lese zum Beispiel immer wieder dass der A.I. eine entscheidende Fähigkeit fehlt und zwar die Fähigkeit zu fühlen.


    Interessant wird es jedoch, wenn man einen Geschichte quasi nicht „from scratch“ erzeugen will, sondern stattdessen die Anweisung gibt einem (bestehenden) Text im Stil von bestimmten Autoren nachzuahmen. Da bin ich bspw. auf ein paar sehr lustige und spannende Resultate gestoßen:



    Abgesehen vom Gechichts-Schreibhandwerk finde ich ChatGPT sehr vielfältige und hilfreiche Anwendungsgebiete hat. Die Leute zerbrechen sich den Kopf über die Fülle an Möglichkeiten um aus der Engine Profit zu schlagen (Entwerfen von Sachbüchern a la "Wie trainiere ich meinen Hund", "Wie programmiere ich ein Mobil Game" etc.) . In diesem Augenblick sprießen YouTube-Videos dazu wie Pilze aus dem Boden. Es tönt um jede Ecke der Slogan auf den A.I.-Zug aufzuspringen, bevor er abfährt. Eine wahnsinnig aufregende Zeit, wie ich finde.

    Yo, das kannst Du nicht machen dass Du einfach alles in Dativ setzt... 'verpflichtet' muss nicht im gleichen Fall sein wie die 'Wahrheit' :D

    Oh Sh**. Ich hab noch die Regel im Kopf gehabt, dass das Adjektiv genauso wie das Bezugsnomen dekliniert wird. Das habe ich völlig verballert, und daraus dann "obligato" gebastelt :patsch: ... Rainbow da war keine Böswilligkeit im Spiel. Ich schwöre es :D Wie gesagt mein Lateinunterricht ist etwas länger her. Das Veritati "Der Wahrheit" bedeutet, ist allerdings noch korrekt. Aber ab dann ist es tatsächlich eine Baustelle und die sollte man nur auf eigene Gefahr betreten :D

    Meine Stärke sind gezwungenermaßen wissenschaftliche Texte :⁠-⁠D


    Aber Spass beiseite, ich bin gerade erst dabei das Schreiben im Sinne einer Geschichte zu "lernen" oder mich darin zu erfahren.

    Aber ich würde behaupten, dass ich zumindest ein gutes Gespür für die Darstellung der Charaktere habe. Jedoch an der Darstellung der Welt muss ich wohl noch arbeiten.

    Da werde ich wohl noch ein Maß finden müssen, welches potenzielle Leserinnen und Leser einen Eindruck vermittelt ohne von zu vielen Details erschlagen oder gar gelangweilt zu werden.

    Ich finde deinen Psychologie Background wahnsinnig interessant, weil ich denke, dass du dadurch schon mit einigen erzählerische Grundfähigkeiten ausgerüstet bist, auch wenn du dir vielleicht darüber im Augenblick noch nicht ganz im Klaren bist. Sicherlich bist du schon Mal im Laufe deines Handwerks über den Namen "Alfred Hitchcock" aka "the master of Suspense" gestolpert. Kurz gefasst ist Suspense die emotionale Reaktion, die man hat, wenn man auf den ungewissen Ausgang eines bedeutungsvollen Ereignisses wartet. Quasi dieses angespannte "sich in der Schwebe befinden". Suspense ist eines wichtigsten Tools um Spannung zu erzeugen und über lange Phasen hinweg aufrechtzuerhalten. Ein Thema, das mich nebenbei bemerkt wahnsinnig fesselt. Interessanterweise gibt es zu diesem emotionalen Phänomen auf den ersten Blick viel Literatur, auf den zweiten Blick erschließt sich einem, dass im Grunde sehr wenig aussagekräftige Studien dazu existieren, vor allem im Hinblick auf die konkrete Art der Emotion oder die Bestandteile aus denen sich Suspense zusammensetzt. Das spiegelt sich auch deutlich in den unterschiedlichen Definitionsansätzen in der Literatur wieder.

    Sorry, wenn ich ein bisschen ausgeholt habe, aber bei diesem Thema bin ich sofort Feuer und Flamme :D

    Aber wie wähle ich aus was die erste Szene ist? Und wie stelle ich mein "Dieser Satz ist schlecht" gefühl ab.


    Wart ihr schon mal in so einer Situation und was habt ihr dagegen getan? Wie fandet ihr zurück zu "ihr seid überzeugt von eurer Geschichte

    Hi Rainbow


    Hier ein paar kurze Worte zu meinem bisherigen Eindruck (Stand: Anfang Kapitel 4)

    Vielleicht ist jemand von euch in Latein bewandert? Der kurze Satz "Der Wahrheit verpflichtet" wird mir im Übersetzungsprogramm als "commissum est verum" übersetzt. Andersherum funktioniert das aber nicht. Wenn ich das in Latein eingebe, kommt als deutsche Übersetzung heraus: "Engagement ist wahr". :hmm: Gibt`s eventuell eine Idee, wie ich das ins Lateinische übersetzen kann, dass es einigermaßen korrekt rüberkommt???

    Soweit ich mich erinnere ist Veritas die Grundform von "Wahrheit" und obligatus quasi das Partizip 2 zu verpflichten im Nominativ. Im Akkusativ hieße es dann Veritatem obligatus, wie Kirisha vorgeschlagen hat. Würde aber "An die Wahrheit gebunden" heißen. Im Dativ hieße es eigentlich Veritati obligato und wäre damit die Übersetzung zu "Der Wahrheit verpflichtet". Bin mir aber auch nicht zu 100% sicher, mein Lateinunterricht ist schon etwas länger her. Lasse mich gerne berichtigen :)

    Was ich zurzeit spiele? Nichts. Aber mein zukünftiges Ich spielt gerade Hogwarts Legacy, eingehüllt in eine warme Decke bei draußen winterlichen Temperaturen und in der Nähe eine große Kanne heiße Schokolade :)

    Ich möchte auch nochmal ein Lob an alle Teilnehmer aussprechen. Mein persönlicher Favorit ist "Die dreizehnte Stufe".


    Diese "creepy" Atmosphäre wurde wirklich absolut vortrefflich eingefangen. Die Informationen werden nicht beschrieben, sondern auf seeehr immersive Weise aufgezeigt sei es durch die Reaktionen der Figuren oder durch den Dialog Ich hatte beim lesen konstante Schauer und bei der Stelle "Die Treppe hört nicht auf" haben sich bei mir buchstäblich die Nackenhaare gesträubt. Sehr schöne Schauergeschichte!

    Hi Kirisha


    Hi Rainbow


    finde ich spannend, dass du sagst, das Studium hätte dir bei deinem Schteibstil geholfen, da sich wissenschaftliches Schreiben in meiner Welt stark von dem kreativen und unterhaltsamen Schreiben abhebt.

    Ich weiß, das ist ein wenig Off-Topic. Aber ich denke, das Gegenteil ist der Fall. Wissenschaftliches Schreiben und kreatives Schreiben haben eine beträchtliche Schnittmenge, wenn man dies aus folgender Perspektive betrachtet: In einer wissenschaftlichen Arbeit wird eine These aufgestellt und diese sodann mit einer Reihe von Argumenten gestützt. Dabei werden diese Argumente Gegenargumenten gegenübergestellt, es kommt quasi zu einem Konflikt, wobei die Argumente schlussendlich triumphieren. Übertragen auf eine Story wären die Gegenargumente die antagonistischen Kräfte, die sich "der Wahrheit"/den Argumenten in den Weg stellt, welche der Protagonist im Laufe seiner Reise entdeckt/erkennt und die am Ende über die antagonistischen Kräfte triumphiert.