Beiträge von Jennagon

    Anworten

    Und wieso wird es als maßlos empfunden, dass sie an alle Götter gleichzeitig beten?
    Weil sie es sonst nicht tun? Oder nur dann tun, wenn sie deren Hilfe brauchen, aber sonst nie? Ist das der Grund, wieso sie das als "egoistische Wünsche" bezeichnen?

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    Ja, sie tun das nie, also, alle 5 anbeten ... warum, kommt noch.

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    Aber warum ist das so?

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    DAS ist die Frage - kommt noch!

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    klingt es halt sehr danach, als habe Aldric all die Probleme verursacht.

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    Nee, hat er nicht. #

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    Haben sie mit ihr da die Schicksalsgöttin geschaffen? Ist das Ashas Aufgabe? Die Welt und die Menschen zu sehen? Zu sehen, was sie gutes tun, was sie schlechtes tun? Was sie können, nicht können? Gut, Böse? All die Gegensätze eben betrachten und anhand der Notwendigkeit entscheiden (abwägen), wessen Schicksal es ist zu leben oder zu sterben?

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    DAS ist die Frage, aber warte ab.

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    Gab es denn noch mehr Opfergaben, als nur dieses Pferd? Oder ging all das Gold für das Pferd drauf?

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    Nein, es war alles kostspielig und das sollte auch eigentlich klar sein. Selbst das Beschaffen der Steine ... des Wassers. Wenn das nicht rüberkommt, muss ich da nacharbeiten. +-

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    Ich war ehrlich gesagt stellenweise überfordert. Es werden schon zu Beginn extrem viele Charaktere in die Geschichte geworfen. Im Prolog die ganzen Götter.

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    Die Chars werden im Laufe erklärt, ihre Erwähnung war aber notwendig.

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    Wie auch? Aldric, du isolierst sie ja auch vor jedem. Vor allem vor der Kirche. Wie hätte Georg sie da sehen und mit ihr reden können?

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    War mehr ne retorische Frage xD

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    Endlich ein echter Prolog und nicht nur ein erstes Kapitel mit dem Label "Prolog" drüber :alien:

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    Danke, das sollte er auch sein, wenn auch noch nicht final ...

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    Hier wird deutlich, dass den Göttern das Bauwerk zu ihren Ehren zu groß ist, oder? Mögen Götter nicht normalerweise übergroße Bauwerke zu ihren Ehren? Diese offensichtlich nicht. :hmm:

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    Nee, daran liegt es nicht. Eher an der Verzweiflung. Aber Draemor ist der Schuldige! Ansonsten hätten sie nicht Asha!

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    Religion gegen Magie.... ein äußerst interessanten Punkt.

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    Danke :D

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    Meinstes du hier wirklich "Hochpriester" oder "Hohepriester"? Da du das im Rest des Abschnittes immer verwendet hast, gehe ich zwar von ersten aus, aber irgendwie klingt das für meine Ohren nicht richtig, bzw. rund.... Vielleicht liegt das an mir, aber irgendwie würde ich persönlich Hohepriester besser finden, aber das mag auch eine subjektive Ansichtsache sein :hmm:

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    Wenn du genauer gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass Hohepriester nur einmal gefallen ist, nämlich beim Rang des Herrschers von Pisterva ... Es ist ja klar, dass Georg net den Rang haben kann. Also - anstatt Hohepriester ist er ein HOCHpriester. Das ist eine Abstufung.

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    habe die ganze Zeit auf den zweiten Teil des Kapitels gewartet, schön dass es nun endlich so weit ist:

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    Sorry, Weihnachten, Neujahr ... Viel Überarbeitung.

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    Auch wie du Aldrics persönliche Belastung (kranker Sohn, verstorbene Frau, Altersmüdigkeit) mit den politischen Herausforderungen verwebst, macht ihn zu einer glaubwürdigen Figur unter Druck.

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    Danke :D

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    Die Timeline des Kapitels ist mir nicht ganz klar geworden. Du schreibst, der Morgen zerre bereits an Aldrics Nerven, und er lässt Georg ausrichten, am frühen Abend zu kommen. Dann findet die Ratssitzung statt, und danach kommt Georg. Aber wann genau ist nicht klar. Findet die Ratssitzung morgens statt und Georg kommt abends, oder ist das alles am selben Vormittag? Das sollte klarer werden.

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    Da hast du recht, da muss ich nachbessern, das ist den vielen Anpassungen geschuldet.

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    Auch bei Asha selbst gibt es einen kleinen Widerspruch. Aldric sagt zu Georg, sie habe "vor Tagen" lesen und schreiben gelernt, aber gleichzeitig beschreibt er sie als neugeborenes Kind. Irgendwie beisst sich das, den Neugeborenen, der so fix lesen und schreiben kann, will ich mal sehen. :)

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    Das beißt sich eigentlich nicht, denn Aldric war nie bei ihr. Er hört nur auf Hören-Sagen.

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    Bei der Ratssitzung selbst finde ich die verschiedenen Positionen der Magier gut differenziert. Serad will untersuchen, Lysandra plädiert für Behutssamkeit, Valon für strenge Bewachung. Alles ergibt aus ihren jeweiligen Rollen Sinn.

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    Danke, muss ich später auch ausbauen. Aber legt gerne Wert auf das System. Ich wil, dass es funktioniert.

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    Kleiner Zusatz zu Alfons: Er stellt die wichtigste Frage des ganzen Kapitels ("Was wenn sie göttlich ist?"), aber ansonsten bleibt er komplett blass. Wer ist er, welche Position hat er, warum hört man sonst nichts von ihm? Er wirkt wie eine Stimme der Vernunft, aber ohne klare Kontur.

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    Abwarten! Noch ist er "nur" ein Ratsmitglied.

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    Die Rivalität zwischen Thoren und Valon finde ich prinzipiell interessant, aber sie wirkt noch etwas unmotiviert. Valon stichelt wegen Thorens Frauengeschichten, Thoren kontert mit Bemerkungen über Neid. Aber warum sich die beiden genau rivalisieren bleibt im Dunkeln. Nur weil sie verwandt sind? Da fehlt mir noch ein bisschen die Geschichte dahinter, damit es nicht wie generisches Geplänkel wirkt.

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    Wir hatten Thoren noch nicht als POV. Da muss der Leser warten. Dass ist das Problem, wenn Leser nicht direkt weiterlesen können xD

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    Dramaturgisch finde ich es interessant, dass wir Asha selbst in diesem Kapitel gar nicht erleben. Ich schätze das ist eine bewusste Entscheidung.

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    Ja, ist es.

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    Ein grösserer Punkt zur Weltstimmigkeit: Du erwähnst nebenbei, dass die Kirche aus "einer Zeit vor der Magie" stammt. Das ist eine ziemlich fundamentale Info. Gab es Magie nicht immer in dieser Welt? Wurde sie entdeckt oder erfunden? Das hätte doch massive Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft und Geschichte. Das nur so en passant zu erwähnen, ohne es weiter zu erklären, wirft mehr Fragen auf als es beantwortet. Falls beabsichtigt ist es aber nicht schlecht. Ich wollte es nur erwähnen.

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    Das kommt noch alles, aber der Leser soll die Welt durch Asha erfahren. Daher vermeide ich Dopplungen.

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    Momentan fühlt sich alles sehr lokan an

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    Es ist auch lokal - noch!

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    Wir sollen nur sehen, wie alle über sie diskutieren und spekulieren.

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    Erstmal ja. Ohne das, würde ich nicht herausfinden, was ich noch einbauen muss.

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    Insgesamt: Die politische Komplexität und die verschiedenen Interessensgruppen funktionieren gut. Du musst nur noch ein wenig an der inneren Logik feilen. Timeline, Informationsfluss und Charakterreaktionen optimieren, damit alles maximal stimmig ineinander greifen kann.

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    Genau, deswegen ist jede Stimme wichtig, das abzuschätzen. Wie viel versteht Leser X ... wo muss ich später nacharbeiten. Das ist nur ein Gerüst gerade.

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    "eheliche Schicksal" von Thoren besiegelt xD

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    Funfact: Eher nöö!

    Asha



    Hektik breitete sich aus. Asha verstand nicht, was hier vor sich ging, aber an Fräulein Magdas Treiben erkannte sie, dass etwas Ungewöhnliches vor sich ging. Die Hofdame rannte umher, räumte auf und suchte nebenbei passende Kleider für sie heraus.
    „Kann ich dir helfen?“, fragte Asha. Sie stand vor einem Spiegel und kam sich nutzlos vor. Ein Gefühl, dass sie seit ein paar Tagen zuordnen konnte. Alle um sie herum taten etwas, etwas, das anderen nutzte - sie nicht. Sie las, lernte und saß damit die meiste Zeit herum. Bisher hatte ihr noch niemand eine Aufgabe zugeteilt. Oder einen Sinn für ihr Dasein. Asha konnte darauf nämlich keine Antwort geben, egal wie sehr Magda sie aushorchte. Sie wusste nicht, warum sie hier war. Warum in der Nacht ihres Auftauchens passiert war, was passiert war. Aber sie sah ein, dass es einen Grund gehabt haben musste.
    Die Tür zu ihrer Kammer öffnete sich und Liora kam herein. „Sie sind gleich da“, meinte sie und reihte sich in Fräulein Magdas Tun ein.
    „Nimm das und ... das“, sprach die Hofdame und drückte Liora drei Kleidungsstücke in die Hand. „Das sollte gut aussehen.“
    „Was ist los?“, wollte Asha wissen, der diese Art von Hektik fremd war.
    „Der König kommt zu dir ... samt seines magischen Rates“, antwortete Liora und tat, was Magda von ihr verlangte.
    Asha hatte den König bisher noch nicht gesehen, auch wenn sie ihm seine Gastfreundlichkeit zu verdanken hatte.
    „So wie Ihr Euch gebt, repräsentiert unsere Arbeit hier, also macht uns keine Schande“, mahnte Magda sie.
    „Ich gebe mein Bestes“, versprach Asha. Sie hatte bereits das Konzept von Herrschaft und Anhängern verstanden, aber sie hatte es noch nicht in der Praxis erlebt. Alles war Theorie. Sie las bis zu drei Bücher pro Tag. Etwas anderes hatte sie nicht zutun – neben Magdas Unterweisungen im Benehmen einer Frau.
    Liora kam zu ihr und wies Asha an, ihre Arme zu heben, damit sie ihr das Kleid überstreifen konnte. Alles wurde fest verzurrt.
    „Was soll ich mit ihrem Haar machen?“, fragte Liora an Magda gewandt.
    „Lass es so wie es ist. Dafür haben wir jetzt keine Zeit mehr“, antwortete Magda.
    Liora nickte und nahm die Haarbürste zur Hand, um Ashas Haar nach dem Ankleiden zu richten.
    Als die beiden Damen zufrieden waren, stellten sie Asha mitten in den Raum. Liora stand links, und Magda rechts von ihr. Sie standen eine ganze Weile da. Asha wollte fragen, worauf sie genau warteten, aber bevor sie dazu kam, klopfte es an der Tür. Ein Diener trat ein und kündigte den König samt seines magischen Rates an.
    Liora und Magda vollzogen einen Knicks, den sie ihr auch beigebracht hatten, deswegen tat Asha es ihnen gleich.
    Auch wenn Ashas Augen nach unten gerichtet waren, konnte sie an den Schatten erkennen, dass etliche Personen den Raum betraten.
    „Schon gut. Erhebt euch“, sagte eine Stimme.
    Magda und Liora stellten sich wieder hin, weswegen Asha das Gleiche tat. Sie schaute umgehend in unzählige Gesichter. Überrascht von der Vielzahl der Besucher, schaute sie jeden einzeln an. Sie rührte sich nicht. Sie wusste gar nicht, was sie tun sollte.
    „Sie sieht wenig menschlich aus“, sagte ein Mann, der eine rote Robe trug. Ein goldenes Amulett einer Flamme schmückte seinen Hals.
    „Was hab ihr erwartet?“, wollte eine Frau in einem violetten Kleid wissen. „Einen Bauerntrampel?“
    Der Mann direkt vor ihr schaute sie eine ganze Weile an. „Keine Sorge“, setzte dieser an, „Ihr habt nichts zu befürchten. Wir sind nur hier, um zu sehen, wie es Euch geht.“
    „Eure Hoheit ...“, antwortete Magda, knickste noch einmal, wobei ihre Knie ein lautes Knacksen von sich gaben, „dem Fräulein geht es gut.“ Sie musterte Asha für die Dauer eines Wimpernschlags. „Sie kann Eure Fragen beantworten.“
    Asha knickste auch noch einmal. Sie wusste nicht warum, aber es kam ihr richtig vor. Der Mann vor ihr war anscheinend der König. Konnte sie zu wenig knicksen? Zu viel?
    „Könnt Ihr mir sagen, warum Ihr hier seid?“, wollte der König wissen.
    Asha schüttelte ihren Kopf. Das war eine Frage, die sie sich selbst stellte. „Nein, ich bin ... nur hier. Ich weiß nicht warum oder wofür.“
    „Das ist doch läch...“, mischte sich der Mann in der roten Robe ein, aber der König unterbrach ihn durch eine Handbewegung.
    „Da wir auch nicht wissen, warum Ihr da seid, wollen wir Euch untersuchen. Wir wollen es herausfinden. Mit Eurer Zustimmung natürlich.“
    Asha nickte. Was konnte sie auch anderes tun? Laut dem, was sie gelesen hatte, wäre alles andere unhöflich gewesen. Und das wollte sie nicht sein.
    Die Menschen im Raum unterhielten sich. Sie kam kaum dem Gerede nach, gab sich aber mit allem einverstanden. Ab einem gewissen Zeitpunkt wurde die Frau im lilafarbenen Gewand sehr deutlich. „Ihr glaubt doch nicht, dass Ihr sie untersuchen dürft. Das würde gerade noch fehlen.“ Sie hieß Lysandra, das hatte Asha bereits ausmachen können.
    „Ja, es sollte unverfälscht sein!“, antwortete der Mann, der sich Serad nannte.
    Asha versuchte, sich alle genannten Namen zu den Gesichtern zu merken, was ihr Angesichts des Durcheinanders schwerfiel. Büchern war leichter zu folgen als Menschen, die sich unterhielten.
    „Es sollte den Frauen unterliegen, sie körperlich zu untersuchen“, wandte der König ein. „Ihr Körper wird uns wohl kaum etwas verraten.“
    Und so wurde es gehandhabt. Die Männer mussten alle den Raum verlassen, nur die Frauen blieben zurück. Warum genau verstand Asha nicht. Was sollte ihr Körper überhaupt verraten? Aber wenn diese Untersuchung allen helfen würde, sie zu verstehen, sollte es so sein.
    Nur der Mann in Rüstung blieb zurück.
    „Dreht Euch um!“, befahl Lysandra in einem direkten Ton. Einen Ton, den Asha von Magda kannte.
    „Nein“, dementierte der Mann in Rüstung. „Ich wurde zum Schutz abgestellt. Den kann ich nicht gwährleisten, wenn ich Euch meinen Rücken zuwende.“
    „Ihr seid ei...“, widersprach Lysandra, aber Asha fühlte sich gezwungen, zu schlichten.
    „Nein, das ist in Ordnung. Der König sagte, er wäre Schutz. Ich verstehe seinen Einwand“, antwortete Asha. In dem Gewusel an Stimmen hatte sie dies der Unterhaltung entnehmen können. Der Mann in der Rüstung war da, damit niemand ihr etwas antun konnte. Sie wusste zwar nicht, wer genau das tun sollte, aber laut den Büchern waren Menschen bereits für weniger umgebracht worden, als aus dem Körper eines Tieres geboren zu werden. Daher gefiel ihr der Gedanke, dass jemand da war, der dies zu verhindern wusste. Trotz aller Fragen lebte sie gerne.
    „Wenn ein Mann das darf, dann mein Bruder“, fügte Liora hinzu. „Er hat sie hierher gebracht. Es gibt nichts, das er nicht kennt ... an ihrem Körper.“
    Asha horchte auf. Daher kannte sie sein Gesicht. Kannte war zu viel gesagt, aber sie erinnerte sich an das dunkle Haar, seinen stechenden Blick ... Ja, das war der Mann gewesen, der sie vom Erdboden aufgehoben hatte.
    Nur widerwillig gaben die beiden Frauen nach. Lysandra und Serena. Sie schienen über Magda und Liora zu stehen.
    „Mein Bruder wird dem Fräulein nur in die Augen sehen, nicht wahr?“
    Der Mann in Rüstung nickte. Bisher war sein Name nicht genannt worden. Nur sein Rang – der Hauptmann. Dennoch nahm die eine Frau, Lysandra, eines der Betttücher aus dem Schrank zur Hand und reichte den beiden Hofdamen jeweils das breite Ende. „Wenn er nicht wegsehen will, muss er nicht alles sehen, auch wenn er zuvor vieles gesehen hat.“
    Magda und Liora hielten das Tuch, während Lysandra und Serena um Asha herumliefen.
    „Es ist kein Muttermal zu sehen, kein Leberfleck“, meinte die Magierin des Wassers.
    „Das beunruhigt Euch? Nicht ihr perlmuttfarbenes Haar?“, antwortete Lysandra.
    „Ihre Augen haben keine Farbe. Sie spiegeln nur Euch und mich wider“, gab Serena zu bedenken.
    Lysandra musterte sie eine ganze Weile und kam dann zum Entschluss: „Ich denke nicht, dass sie fertig ist. Sie ist mehr wie ein Buch ohne Schrift. Deswegen das Äußere. Wir müssen warten.“

    Erstmal danke für die Kommentare :D

    Geschwister.... Herz allerliebst vor allem wenn sie sich streiten. Du weißt ich liebe solche Szenen außerdem ist diese auch sehr authentisch und könnte heute immer noch so geschehen. Also Daumen hoch :thumbup:

    Ja, das ist dann auch eine etwas gegensätzliche Dynamik bei den beiden. Man braucht ja auch mal en lockeren Charakter dazwischen.

    Ansonsten finde ich den Namen der einen Göttin noch gut ... Nyrra ..... Erinnert mich an eine von meinen Figuren..... Aber diese hatte eine vollkommen andere Bedeutung als bei dir und steht auch sicherlich für etwas vollkommen anderes, aber den Namen zu lesen hat mir dann doch ein Schmunzeln entlockt.

    Puh, du keine Ahnung - ich habe nach Namen gesucht, die das Element ausdrücken xD Das habe ich ja immer gemacht. Wenn sind Ähnlichkeiten nur Zufall ;)

    Wie Sikadian schon sagte: ziemlich klischeehaft, das meine ich auch. Aber das ist wohl dem Wesen der Götter geschuldet. Ich kann mir den Fürst der Flammen nicht als sanfte Brise vorstellen und den Gott der Erde nicht als sanft plätscherndes Etwas. Von daher passt auch das für mich. :thumbup:

    Ich hab sogar ne Weile überlegt, es anders zu machen, aber ... warum immer alles anders machen, nur damit man gewissen Klischees aus dem Weg geht? Das finde ich immer erzwungener, als einfach etwas zu verwenden, was jeder nachvollziehen - und sich dann auch besser merken kann. ^^

    Die Idee der Götter fand ich grundsätzlich gut, aber mit der Umsetzung hatte ich meine Schwierigkeiten. Die Art und Weise, wie du "das Wesen" entstehen lässt, fand ich irgendwie schon ein bisschen ... abstoßend. Das hat mich gestört. Ich hätte da andere Ideen gehabt.

    Welche Ideen wären das denn gewesen, frag für nen Freund? :rofl: Nein, also du darfst mir gerne dein Gedankengut mitteilen, finde sowas immer spannend. Und ja, es ist nicht die "erhabene" Art, wie Asha da auftaucht, teasert aber auch ein bisschen den Ton der Geschichte an. Also, da wird nicht nur alles eitler Sonnenschien sein. Und dass es so passiert, hat später hinaus auch eine doppelte Bedeutung - also wird iwann verwendet. Es steht jetzt nicht da, weil Gewalt=geil!

    So, das mal zum Prolog: Fazit: Ich würde mich nach dem Lesen in der Thalia mit dem Buch in die Leseecke zurückziehen und mir einen Kaffee holen, damit ich ein bisschen tiefer reinschmökern kann. Etwas, das ich nicht bei jedem Buch mache. :D

    Na, das freut mich doch :D Danke für deine Eindrücke!

    Aldric (Part 2/2)


    Aldric hatte sich bisher mit diesem Gedanken noch nicht auseinandergesetzt. Zumindest nicht damit, was es für Konsequenzen hätte, wenn Asha eine fleischgewordene Gottheit wäre. Alfons hatte recht. Was sollten sie dann tun?
    Müde rieb sich Aldric über die Stirn. „Was dann?“, murmelte er mehr zu sich selbst als zu seinem Rat.
    „Vielleicht sollten wir erst einmal abwarten, wie sich alles entwickelt?“, beschwichtigte Lysandra alle und lächelte zaghaft. „Vermutungen bringen uns alle nicht weiter.“
    Aldric stimmte zu. Es war zu früh, etwas zu sagen. Zu früh, um Vermutungen anzustellen. Vielleicht war Asha nichts von alledem.
    Aldric einigte sich mit seinem Rat darauf, Asha zu besuchen. Zuvor wollte er aber Georg von Thornvarn empfangen. Er wollte wissen, was dieser Mann mit all seinen Reden bezwecken wollte. Das war aber nichts für den Rat. Glaube und Magie vertrugen sich nicht. Er war als König das Bindeglied beider Seiten. Der Zirkel hielt die Kirche für eine Ansammlung Idioten, die ohne die Institution im besten Fall obdachlose Bettler wären. Die Kirche hielt die Magier für Ketzer. Für Männer und Frauen, die die Götter und ihre Gaben ausnutzten, um ihnen ebenbürtig zu werden. Aldrics Großvater hatte damals beschlossen, dass in Draemor beide existieren und den König beraten durften. Diese Aufteilung konnte er nicht aufheben, ohne sich eine Seite zum Feind zu machen. Andere Königreiche wie Gryndal hatten bereits vor über hundert Jahren eine Seite gewählt – die der Magier. In Pistevar war es anders. In diesem, von der Kirche beherrschten Reich, gab es keinen König. Es gab einen Hohepriester, der ähnlich fungierte, aber er wurde gewählt, nicht geboren. Aldric war gespannt, was Georg zu sagen hatte.
    Thoren begleitete ihn bis vor das Arbeitszimmer. „Seid Ihr Euch sicher, was den Schutz der Frau angeht?“
    „Wen außer Euch habe ich denn?“
    Thoren nickte und es schien, als wollte er noch etwas sagen, tat es aber nicht. Zögerlich verließ er den Raum.
    Aldric atmete durch, setzte sich und schenkte sich etwas Wein in einen Becher.
    Es dauerte nicht lange, da kündigte ein Diener die Ankunft Georgs an.
    Aldric setzte sich aufrecht hin und ließ ihn eintreten.
    Georg betrat das Arbeitszimmer des Königs und verneigte sich leicht. „ Euer Hoheit ...“
    Die dunkelgraue grobe Tunika hing schwer am Körper des alten Mannes, der fast zu jeder Jahreszeit in Sandalen herumlief.
    Alric fand den Kontrast amüsant. Denn obwohl die Kleidung des Hochpriesters schlicht und wenig erhaben wirkte, schmückten seinen Oberkörper üppige Goldketten, die alle fünf Elemente widerspiegelten.
    „Setzt Euch“, sprach Aldric und verwies auf den Stuhl vor sich.
    Georg kam dieser Bitte umgehend nach.
    Aldric goss Wein in einen zweiten Becher und schob ihn dem Hochpriester hin. „Wie ich hörte, verbreitet Ihr das Wort der Götter auf den Straßen“, setzte Aldric ohne Umschweif an. „Aber nicht die sonstigen Predigen, sondern wegen der Frau.“
    Georg nickte, trank den halben Becher aus und stellte diesen wieder auf den Tisch. Ein paar Tropfen Wein waren beim hastigen Trinken auf dem langen Bart gelandet, weshalb Georg zunächst über diesen mit seiner Hand darüberfuhr, bevor er antwortete. „Ja, Euer Hoheit. Das Volk verlangt nach Antworten. Die Vorkommnisse jener Nacht haben sich schnell herumgesprochen.“
    „Und Ihr denkt, dass Ihr diese Antworten habt?“
    Georg lachte. „Nein, Herr. Aber ich denke, ihm irgendwelche Antworten zu geben, ist besser, als es sich selbst zu überlassen. Euer Zirkel spricht nicht zum gemeinen Volk, die Kirche aber schon. Dazu ist sie da. Während Eure Magier, mit Verlaub, im Gewölbe Eures Schlosses sitzen und diskutieren, fragt sich das Volk, was diese Frau ist.“
    „Das fragt sich der Zirkel auch, Hochpriester. Es ist nicht so, als würde der Zirkel gar nichts tun.“
    „Das mag sein, aber ihm geht es doch wahrscheinlich mehr um den ... magischen Aspekt der Sache. Wenn der Zirkel etwas nicht versteht, muss es untersucht und erforscht werden. Sie fürchten nichts mehr, als dass etwas mächtiger sein könnte als sie.“
    Aldric schluckte. So unrecht hatte Georg dahingehend nicht, das musste er ihm lassen. „Und die Kirche?“, wollte er deshalb wissen.
    Georg leerte seinen Becher. „Wir hinterfragen die Bedeutung eines solchen Ereignisses. Was wollen die Götter? Die Götter haben ein zartes Wesen geschickt. Eine Frau. Das muss eine Bedeutung haben. Seht Euch an, Euer Hoheit. Was ist, wenn die Götter Euch eine mächtige Gemahlin an die Seite gestellt haben? Ihr seid unverheiratet ...“
    „Ich war verheiratet!“, widersprach Aldric, dem nicht gefiel, in welche Richtung sich dieses Gespräch entwickelte.
    „Ja, das wart Ihr, aber Euer Sohn ist krank, weitere Erben gibt es nicht. Vielleicht wollen die Götter Draemor zu neuem Glanz verhelfen. Vielleicht durch eine ... Königin, die ...“
    „Das reicht!“, unterbrach Aldric den Hochpriester. „Habt Ihr diese Frau gesehen? Habt Ihr mit ihr geredet?“
    „Nein“, räumte Georg ein.
    „Dieses Wesen ist jung, vielleicht gerade als Frau zu bezeichnen, die vor Tagen gelernt hat, zu lesen, zu schreiben ... Sie weiß nicht, wie unsere Welt funktioniert, und Ihr schlagt vor, sie zu meiner Frau zu machen?“
    „Es muss nicht sofort sein. Aber Ihr solltet es in Erwägung ziehen, dass es das ist, was die Götter wollen. Sie könnte unsere Erlösung sein. Was, außer die Position einer Königin, würde ihr dann gerecht werden?“
    Aldric ballte seine Fäuste unter dem Tisch. Er war sich bewusst, dass Georg mit seinen Vermutungen richtig oder falsch liegen konnte – so wie der Zirkel. Dennoch gefiel ihm der Gedanke nicht, dass der Hochpriester recht haben könnte.
    „Manchmal ist die einfachste Antwort die richtige“, fügte Georg hinzu und spielte an seinen Goldketten herum.
    Aldric riss sich zusammen und entspannte seine Haltung. „Wir werden sehen ...“, antwortete er und trank seinen Becher ebenfalls leer. Wenn er dem Hochpriester widersprach, könnte er ihm Zunder für neue Reden liefern. Aldric musste die Wogen glätten und abwarten. Georg schrak sicherlich nicht davor zurück, ihn als fehlgeleitet hinzustellen. Blind für das Offensichtliche. Und wenn nicht öffentlich auf einem Podest, dann durch Geflüster in den Straßen. Das konnte der König nicht auch noch gebrauchen. „Wenn das vorerst alles wäre ...“ Aldric entließ ihn damit.
    „Natürlich“, stimmte Georg zu und erhob sich. „Aber denkt über meine Worte nach. Der Platz zu Eurer Linken ist schon viel zu lange leer.“
    Georg verließ das Zimmer, und Aldric schenkte sich nach.
    Er leerte seinen Becher mit einem Zug und ließ ihn ungewollt laut auf seinem Tisch nieder. Egal, was die Götter mit ihm und seinem Reich vorhatten, leichter wurde es bisher nicht. Ganz im Gegenteil. Durch das Auftauchen Ashas trug er mehr Bürden als zuvor. Und doch war in ihm dieser Funke. Die Hoffnung, dass Asha bei ihnen war, um Draemor zu helfen. An jenem hielt er fest. Schlimmer konnte es für sein Reich kaum kommen, daher konnte es nur besser werden. Das allein half ihm, sich in diesem Moment zu erheben und einem Diener Bescheid zu geben, den Rat zu holen. Es wurde Zeit, dass auch er sich diese Frau leibhaftig ansah.

    Ok anders, ich wurde damals "nett" drauf hingewiesen das ich zu schnell Kapitel poste. Das man ja besser jeden Tag eins posten kann. Ich für meinen Teil, denke gerade bei kurzen Kapitel sind 2-3 pro Tag nicht mal so schlimm. Aber ok ich bin neu hier und ich beuge mich natürlich den Wünschen.

    Es sind keine Wünsche Semideus Du musst bedenken, dass hier die User nicht nur eine Geschichte lesen, sondern oftmals bei 3, 4, 5 ... und dort konstruktive Kommentare hinterlassen möchten. Wenn du dann 2-3x pro Tag postest ... kommen die User nicht nach. Die Norm sind meist 4-5 Normseiten pro Post. Manchmal kann es mehr sein, manchmal weniger ... Ein komplettes Kapitel ist natürlich ein sauberer Abschluss. Es geht quasi darum, der Community eine Chance zu geben, all ihren Geschichten, denen sie folgen, nachzukommen. ^^ Der Erfahrungswert ist einfach, wenn zu viel Output kommt, dass viele Leser dann irgendwann zu Grunsten der anderen Projekte abspringen, gerade bei Neuen. Und das wäre dann schade und erst recht demotivierend.

    Ich möchte hier aber auch noch eine konstruktive Kritik hinterlassen.
    550 Seiten muss man ja erstmal schaffen, also Respekt an der Stelle.
    Ich würde dir aber raten, wenn das denn schon die Endfassung an sich sein soll, den Anfang komplett zu überarbeiten. Ich weiß nicht, ob du vorhast, zu veröffentlichen. Wenn du das nur für dich geschrieben hast und dich dadurch weiter verbessern willst, ist das super und dann streich meine kommenden Worte - aber solltest du mehr vorhaben, wirst du deine beiden Charaktere so unter Umständen nicht stehenlassen können.
    Als Chaos Rising und ich unser Buch veröffentlich haben, wurde uns vom Lektor nahegelegt, den Namen "Juna" zu ändern, weil der in irgendeinem bekannten Werk bereits verwendet wird. Da es sich bei uns aber nur um einen Spitznamen handelt, haben wir ihn dennoch behalten. So! Deine Charaktere - der Wanderer - ist sehr Witcher-lastig. Weißes Haar, junger Kerl, der alt wirkt, super im Kampf, Lederkluft, wortkarg, Schwert aufn Rücken - zieht durchs Land und tötet Monster/Dämonen und Jenifer (Yennefer von Vengerberg). Das wird dir kein Lektor durchgehen lassen. ;) Das Urbeherrecht bei zu vielen Parallelen auch nicht. Namen lassen sich Gott sei Dank in Word und Co schnell ändern. Einfach ersetzen. Ich glaube, damit wäre es beinahe schon in Ordnung. Klar, das Rad lässt sich nicht mehr neu erfinden, aber wenn man uns schon wegen einem Spitznamen aufgefordert hat ... ne ... so ... das mal ausm Autoren-Nähkästchen. ^^

    An alle, wenn Semideus sagt, sie ist selbst geschrieben, dann lässt die Moderation das so stehen und alles ist gut. Bitte kehrt zum Ursprungsthema zurück und kommentiert die Geschichte. Für uns ist es damit okay. Den Verdacht mussten wir äußern.

    Es kann natürlich alles anfänglicher Stil sein. Und wenn eine Geschichte älter ist, lernt man iwann dazu, der Schreibstil ändert sich. :pardon:

    Du hast jetzt ja schon viele Eindrücke und Meinungen bekommen. Als kleinen Tipp kann ich mitgeben: Wenn der Text schon so urig alt ist, geh vor dem Posten schon mal drüber. Wenn du nicht mehr so schreibst wie in den anfänglichen Kapiteln, dann sind ja Kommentar zu Stil und Erzählweise für dich redundant. :schiefguck: Sie kosten aber die User auch Zeit, sie zu verfassen. :blush:

    Kleine Moderation!


    Guten Abend Semideus

    herzlich Willkommen im Forum von mir noch einmal. Wie ich sehe, bist du schon fleißig am Posten.

    Ich möchte dich darauf hinweisen, dass unter dem Modteam der Verdacht aufkam, dass du deine Geschichte stark von einer KI bearbeiten lässt, aber das nicht gestattet ist.
    Meine Moderation ist kein persönlicher Angriff gegen dich oder per se dein Werk! Wir glauben, dass du deinen Text selbst geschrieben hast (KI stellt keine Gewalt da), aber von einer KI ihn so lange hast schleifen oder "verbessern/bearbeiten/inspirieren lassen", bis der Ursprungstext "verschluckt" wurde. Geschichten müssen aber selbst geschrieben sein!

    Wie wir darauf kommen! (Es sind Erfahrungswerte, da wir schon User hatten, deren Geschichten komplett von KI geschrieben wurden.)

    1. Die Bindestriche

    Die KI hat leider die Angewohnheit, ständig und überall Bindestriche einzubauen. Eben, um Sätze kurz und prägnant zu halten. Vor allem, da KI alles erklären muss. Sie lässt nie etwas einfach stehen.

    Der Mann sagte kein Wort. Er sah erst die Frau an — kurz, prüfend, emotionslos — dann die Männer.

    Kaum zwei Schritte später flog ein kleines Wurfmesser durch den Schankraum — leise, präzise, tödlich.

    Das sind ganz typische KI-generierte Sätze. Sie muss allem noch was hinzufügen - mit Bindestrich. Im Ernst, Chat GPT und Co. werfen damit um sich wie Smarties oder Süßigkeiten zu Karnevall. Ich mag selbst schon keine mehr machen, obwohl ich die auch gerne mal benutzt habe. :rolleyes: (Nur nicht so oft).

    2. Kapitellänge
    KI generiert kurze Kapitel, bei einem Autor variieren diese aber stark, je nachdem, wie viel er zu sagen hat und was passiert.

    3. Gradliniges Schreiben
    Eine KI schreibt immer gradlinig, ein Autor macht das nicht immer. Ein Autor schweift in der POV ab, der Charakter denkt, bildet Verknüpfungen zu Vergangenem, der Gegenwart, er schweift einfach ab. Das ist in deinem Text so gar nicht zu finden. Alles ist sehr strikt, sehr im Jetzt. Das liest sich irgendwie nicht natürlich. Ein Charakter sinniert, hinterfragt, verknüpft mit Erfahrungen. Gerade ältere Chars wie der Wanderer oder so. Das intensive Gefühle oder Erinnerungen fehlen sind ein Indiz. Natürlich kann das Stil sein, aber dann solltest du vielleicht daran arbeiten, weil der Text so sehr ... berichtartig wirkt. Man erliest die Szene, ist aber nicht IN ihr.

    4. Inhalt vergessen.
    Oftmals ist es so, dass KI keinen Bezug zum vorherigen Text herstellt. Erst wird Jenifer wie ein übermenschliches Wesen beschrieben, dem die Kälte nichts ausmacht (Am Fluss). Aus ihrer Sicht ist das wieder ganz anders und sie schlottert und friert. Das würde man aus der Ferne sehen, daher wirkt es so, als hättest du von einem Kapitel zum anderen vergessen, was du geschrieben hast. In einem Kapitel gibt der Wanderer Jenifer seinen Mantel, im nächsten trägt er ihn wieder ...

    5. Viele kurze Metaphern
    KI benutzt meistens eine sehr bildhafte Sprache. Gerade bei Fantasy. Es sind übermäßig viele Metaphern zu finden und das meist im gleichen Stil. Ein bestimmter Duft in der Luft, Nebel hängt wie ... Baum iwo rum ... Kälte, Wärme ... Die Beschreibungen ähneln sich sehr zu anderen KI-Texten.

    Es ist nur eine Erinnerung an unsere Regeln. Es kann natürlich alles Stil sein, allerdings solltest du dann gerade den Anfang gut bearbeiten, weil er sehr generiert wirkt. :blush: Die ersten Kapitel lesen sich wie ein Tatsachenbericht, weniger wie ein Roman. Immer episch, fast schon over the top, wenig ... menschlich. Alles sehr on Point. Zarkaras Jade hat da vieles gut zusammengefasst, aber auch andere.
    Schau dir gerne an, wie andere Schreiben - andere User freuen sich auch über Kommentare ^^

    Liebe Grüße
    Das Modteam


    Trevor sollte alles für die Reise besorgen. So viel hatte er verstanden. Daher packte er frühzeitig am nächsten Morgen seine Sachen in eine Kiste und stellte diese oben an Deck.
    Esther nahm ihn mit zu einem Fürsten … Eigentlich eignete sich Edmund wahrscheinlich besser dafür, aber dieser wollte mit Nelli auf den Markt, um Kräuter zu kaufen. Da Edmund sich besser mit Kräutern auskannte als Trevor, und so beide wussten, wonach sie suchten, war die Aufteilung vielleicht so am besten.
    Oma und Esther würden die nächste Zeit Trevor und Edmund sicherlich nicht allein losziehen lassen – und wer konnte es ihnen verübeln? Omas „Heilung“ stand an erster Stelle. Und sie sollten keine Zeit verschwenden. Nicht noch mehr. Wenn der Fürst ihnen weiterhelfen konnte, wollte er diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen. Vor allem würde er diesmal jeden Unfug vermeiden.
    Esther waren Pferde – ihres mit Damensitz – oder eine Kutsche recht.
    Nachdem Trevor einen Beutel Goldmünzen aus der Kiste abgezwackt hatte, entschied er sich selbst dafür, eine Kutsche zu organisieren. Er konnte reiten, das war nicht das Problem, aber er erinnerte sich gut daran, dass seine Eier davon auf lange Sicht nicht begeistert waren. Das war damals wahrscheinlich auf seine Kleidung zurückzuführen gewesen – oder dem alten Sattel, auf dem er gesessen hatte – aber wenn sie das Geld besaßen … warum nicht? Zudem hatte es Esther in ihrem Kleid verdient, angemessen zu reisen.
    Esthers Kleid …
    Immer wieder vergaß er, dass sie eine Gräfin war. Irgendwie sträubte sich sein Verstand dagegen, sich das zu merken. Aber immer, wenn sie mit diesen mit Spitze versetzten edlen Kleidern vor ihm stand, erinnerte er sich.
    Während er das Schiff verließ, um Esthers Bitte nachzukommen, dachte er darüber nach, woran das lag. Vielleicht daran, dass sie sich nicht wie eine Gräfin gab? In welcher Welt hätte Trevor eine Gräfin mit Vornamen ansprechen dürfen? Geschweige, dass er so jemanden duzen durfte? In welcher Welt hätte eine Gräfin seine Wunden versorgt? Ihm fiel auf, dass er Esther nie wirklich danach gefragt hatte, warum sie auf all das nicht bestand. Es wäre ihr recht, darauf zu bestehen.
    Menschen hinterfragen nicht die Dinge, die ihnen das Leben leichter machen, erklärte seine innere Stimme.
    Das stimmte. Warum etwas hinterfragen, wenn das Ergebnis daraus einem weniger Arbeit machte? Wenn Trevor etwas durch Omas Ansprache gelernt hatte, dann, dass Edmund und er meist taten, was sie wollten. Irgendwie stimmte das auch. Als Pirat war er es nicht gewohnt, Rücksicht zu nehmen. Auf Gesagtes zu hören. Gehorsam, außer dem Kapitän gegenüber, zählte als Schwäche. Jedem oblag es selbst, Gefahren einzuschätzen. Und Männer reduzierten das gerne hinunter.
    Trevor lief durch die Stadt und war froh, dass diese einen anderen Eindruck machte als der Hauptsitz von Herzogin Elisabeth. Die Straßen waren frei von Bettlern, waren sauber und die Menschen schienen gut genährt. In der Nähe des Hafens fand er einen Pferdehändler.
    „Du willst eine Kutsche?“, fragte der Mann nach Trevors Erläuterung, warum er da war, und lachte dabei. „Als ob du die bezahlen könntest.“
    Trevor warf drei Goldmünzen auf den Boden vor den Mann.
    Eilig hob der Fremde jene auf. „Braucht Ihr auch einen Kutscher?“
    Trevor dachte nach. Die Kutsche selbst wollte er nicht lenken. Davon hatte er keine Ahnung, aber einen Fremden mitnehmen? „Ja, aber einen Mann, der Geheimnisse bewahren kann.“
    Skeptisch sah der ergraute Mann auf, während er die Goldmünzen in seiner Tasche verstaute. „Geheimnisse?“
    „Manchmal passieren … Dinge auf der Reise“, fügte Trevor hinzu. Falls herauskam, was er war, sollte der Mann nicht direkt damit hausieren gehen.
    Eilig nickte der Mann. „Wir haben einen alten Mann ohne Zunge. Das dürfte doch passen!“
    Trevor nickte und warf eine zusätzliche Goldmünze auf den Boden. „Diese Münze gehört ihm.“ Ein Mann ohne Zunge konnte das Gold sicherlich gebrauchen.
    „Natürlich“, stammelte der Pferdezüchter.
    „Wir erwarten die Kutsche in zwei Stunden am Hafen“, stellte Trevor klar.
    Der Pferdeverkäufer nickte.
    „Das ist kein Problem.“
    Trevor nickte und verließ den Hof. Es war nicht verwunderlich, dass sie ihn erst unterschätzt hatten. Wenn er in die Fenster der Häuser und Läden sah, die seinen Weg säumten, dann sah er nicht gerade nach einem Mann aus, der viel zu bieten hatte. Das hatte er auch nicht. Hätte er mit Edmund nicht die Kiste mit Steuern gefunden, dann wäre er immer noch so mittellos wie immer.
    Er war ein Formwandler, aber unfähig sich in eine andere Haut zu stecken. Aber warum? Rebellierte er gegen eine andere Lebensweise, weil er rebellieren wollte?
    Trevor schlenderte durch die Straßen und steckte seine Hände in seine Hosentaschen. Umgehend fiel ihm auf, dass ihm in der linken Tasche ein Loch begrüßte, durch das er seinen Finger stecken konnte.
    Die Hose hat es auch bald hinter sich …
    Noch einmal warf er einen Blick in ein Schaufenster, in dem sein altes Ich sein Blick erwiderte. Er war unlängst kein Pirat mehr, das wusste er. Die Reise mit Edmund, Esther und Nelli hatte ihn immer mehr offenbart, wohin sein Leben sich entwickelte. Dass er seine Kraft und sein Können auch anders einsetzen konnte. Von der Begegnung mit dem anderen Formwandler hatte er noch niemanden etwas erzählt. Warum auch? Machte sein Name, seine Geburt, sein geflüsterter Stand irgendeinen Unterschied? Nein. Auch wenn sein Großvater sich König nannte, so war dieser Titel bedeutungslos in dieser Welt. Diesen Titel hatte sein Großvater, und dessen Vorfahren, sich selbst verliehen. Und trotzdem musste Trevor schmunzeln. Wie ein Prinz sah er wahrlich nicht aus.
    Als Trevor das Schild über sich besah, erkannte er, dass er genau vor einem Schneider stehengeblieben war.
    Ja, ja, ich verstehe das Zeichen …
    Aber nicht nur das. Es schien sich um einen Laden zu handeln, in dem Männer sich auch rasieren lassen konnten. Es würde nicht schaden, wenn Trevor sich etwas mehr Mühe dabei geben würde, Esther bei dem Fürsten nicht lächerlich zu machen. Er atmete tief durch. Er wusste, wenn er diesen Laden betreten würde, würde er den alten Trevor darin zurücklassen.
    Es wird Zeit, Trevor, deine Vergangenheit zu begraben.
    Mit Sicherheit gab es noch irgendwo einen Steckbrief von ihm. Auf irgendeiner Insel, in irgendeinem Reich. Sein Äußeres anzupassen, erschien ihm daher als nächster Schritt, sich neu zu erfinden – oder erfinden zu lassen. Ein Mann, der fähig war, tausend Gesichter zu tragen, sollte erst einmal sein eigenes kennen und akzeptieren.
    „Einen Piraten kann Esther wohl kaum mitschleifen“, sprach er zu sich selbst, bestärkte sich, und öffnete die Tür.
    Egon, er ist doch hereingekommen!“, krakeelte eine hohe Männerstimme direkt, nachdem Trevor das Geschäft betreten hatte. „Ich hatte also recht.“
    Ein Mann mit einem Monokel und perfekt sitzenden Anzug kam hinter einem Vorhang hervorgestolpert. „Das ist doch gut. Kundschaft!“
    Erst auf den zweiten Blick entdeckte er den Ursprung der anderen Stimme, die vor einer stehenden Stoffpuppe kniete und sich langsam erhob. „Kundschaft? Der obdachlose Schweinehirt?“
    Trevor hob erstaunt seine rechte Braue. „Ich wollte … ich suche …“
    „Ein Erdloch, in das Ihr Euch suhlen könnt, da …“
    „Eszra!“, ermahnte der Mann, der Egon hieß, den anderen.
    „Na gut …“, gab Eszra nach, richtete sich seine Schneiderweste, in der Nadeln, Maßband und andere Utensilien steckten. „Was sucht Ihr?“
    Bevor Trevor noch weiter beleidigt wurde, holte er seinen Geldbeutel hervor und legte vier Goldmünzen auf den Tresen neben der Tür.
    „Wen hat der denn überfallen?“, fragte Eszra an Egon gerichtet.
    „Du sollst nicht immer ein Buch nach seinem Einband beurteilen. Außerdem kann uns das egal sein“, schimpfte Egon, nahm einer der Münzen und biss darauf. „Die sind echt.“
    „Willkommen im Herrenparadies“, verlautete Eszra und der Ton in seiner Stimme änderte sich. „Was können wir für Euch tun?“
    Trevor atmete angestrengt durch. „Ich werde eine Gräfin zum Fürsten von Hochfels begleiten und sollte wohl angemessen aussehen“, setzte Trevor an.
    „Natürlich“, sagte Eszra. „Und ich bin die Königinnen-Mutter!“
    „Eszra!“
    Der Angesprochene pustete sich eine blondgraue Haarsträhne aus der Stirn. „In Ordnung … Und weiter?“
    Trevor sah an sich hinunter. „So geht das wohl nicht.“
    Eszra lachte. „Das geht in keiner Lebenslage!“ Er stolzierte auf Trevor zu und begutachtete dessen Kleidung. „Was soll das überhaupt darstellen? Mit dem Aufzug könnt Ihr unter Bettlern betteln gehen.“
    So schlimm ist es nun wirklich nicht!
    „Wenn Ihr den Fürsten besucht, rate ich zu Seide und Brokat! An Eurem Fichu sollte man erkennen, dass Ihr Geschmack und Geld habt!“, schlug Eszra vor, und Trevor verstand kein Wort.
    „Das sind Stoffe, oder?“, wollte Trevor daher wissen.
    Theatralisch warf Eszra seine Arme in die Höhe. „Egon, so kann ich nicht arbeiten!“
    Egon richtete sein Monokel erneut. „Jetzt beruhig dich. Das bekommst du schon hin. Vielleicht ist er gewillt, dir freie Hand zu lassen. Das willst du doch immer.“
    Eszra schaute schlagartig Trevor an. „In der Tat. Ich hasse es, bevormundet zu werden. Lasst Ihr mir denn freie Hand?“
    Trevor zuckte mit seinen Schultern. „Solange ich keine Perücke tragen muss.“ Auch wenn Trevor keine Ahnung von Stoffen hatte, wusste er sehr wohl, wie einige Adlige herumliefen.
    „Ihr leidet nicht an Haarausfall“, stellte Eszra fest, zog Trevor an seinem Zopf zu sich herunter und zupfte an seinem Haar herum. „Ekzeme habt Ihr auch keine und auch keine Läuse … Dann braucht Ihr keine.“  
    „Danke?“ Das war das Netteste, was der Mann bisher über ihn gesagt hatte.
    Eszra rümpfte jedoch gleichauf seine Nase. „Aber bevor ich Euch meine Stoffe anbiete, wird Egon Euch ein Bad einlassen, Euch rasieren und etwas mit Eurem Kopf anstellen.“
    „Mit meinem Kopf?“
    „Wollt Ihr etwa dieses tote Wiesel auf Eurem Kopf behalten?“
    „Eszra!“
    „Was? Es riecht tot und sieht tot aus. Mach was! Der beste Anzug nutzt nichts, wenn ein Obdachloser ihn trägt.“, sagte Eszra zu Trevor und hielt den Vorhang beiseite.
    Trevor bereute etwas, den Laden betreten zu haben, aber jetzt war es zu spät. Oder? Vielleicht konnte er noch durch das Schaufenster springen und weglaufen. Aber er wollte weniger rebellieren. Deshalb stöhnte er nur und folgte Egon in die hinteren Räumlichkeiten. Hier befand sich ein Stuhl, ein großer Waschzuber. Es schien Egons Bereich des Ladens zu sein. Unzählige Messer, Scheren und Spiegel lagen herum. Ein Feuer brannte in einem Kamin, über dem ein großer Topf hing.
    Trevor stand etwas ratlos in der Gegend herum, während Egon ein Bad herrichtete.
    „Soll ich Euch mit dem Wasser helfen?“, wollte Trevor wissen, aber der Mann mittleren Alters verneinte.
    Zuletzt träufelte Egon unterschiedliche Öle ins Wasser, betrachtete Trevor, ergriff eine andere Phiole und träufelte dieses Öl noch hinein.
    „Was ist das alles?“, fragte Trevor.
    „Ihr wollt doch nicht nur sauber sein, oder? Ihr erscheint mir wie der Sandelholztyp. Ein bisschen herber.“
    Was auch immer …
    Egon ging zum Vorhang. „Wenn Ihr so weit seid, ruft mich!“
    Trevor nickte und begann, seine alte Kleidung abzulegen. Achtlos ließ er sie auf dem Boden liegen. Danach setzte er sich in den Zuber. Das warme Wasser tat gut. Noch immer waren seine Wunden nicht gänzlich verheilt. Und die, die es waren, reihten sich zu den Narben ein, die er bereits besaß.
    Er lehnte sich zurück und ließ die Wärme seine Glieder durchströmen. Als er seine Augen öffnete, erspähte er neben sich den Tisch, auf den Egon bereits alles vorbereitet hatte. Dann betrachtete er seinen Zopf, der über seiner linken Schulter auf seinem Brustkorb ruhte.
    Totes Wiesel, dachte er und lachte leise. Aber ja, es war das letzte, das von ihm als Pirat noch übriggeblieben war. Er spielte mit dem Ende seines Schopfes und dachte nach. Wenn es windig würde, könnte er immer noch ein Kopftuch tragen … wollte er diesen Schritt einem Fremden überlassen? Bevor er den Gedanken zu Ende gedachte hatte, lehnte er sich vor, ergriff die Schere und setzte hinter seinem Zopf an …
    Es bedurfte einiger Schnitte, dann hielt er seine Vergangenheit in der Hand. Kurz betrachtete er diese und warf sie dann zu seiner Kleidung.
    Nachdem er diesen Schritt gegangen war, rief er Egon. Dieser blieb, als er Trevor mit der Schere in der Hand und dem Zopf am Boden sah, kurz in der Tür stehen. „Dafür gibt es aber keinen Rabatt“, stellte er klar.
    Trevor lachte.
    „Und jetzt lasst mich schauen, was Ihr da angerichtet habt.“
    Egon schwang die Messer und die Schere wie ein Soldat eine Waffe, und Trevor ließ alles über sich ergehen. Und er musste feststellen, dass es so unangenehm gar nicht war. Am Ende reichte Egon Trevor einen Mantel, damit er nicht nackt im Laden herumlaufen musste. Bevor sie den Vorraum betraten, hob Egon Trevors alte Sachen auf, samt dem Schopf und wollte wissen, was er damit machen sollte.
    „Verbrennt alles!“, antwortete Trevor. Die Kleidung hatte es ohnehin hinter sich und einfache Kleidung für die Arbeit auf der Revenge bekam er überall.
    Egon warf umgehend alles in den Kamin, und kurz sah Trevor dabei zu, wie sich seine Vergangenheit auflöste.
    Eszra wartete bereits mit einer Auswahl an Hemden, Hosen und Westen auf ihn. Aber zunächst legte man ihm Unterbekleidung zurecht. Während Trevor sich teils anzog, entging ihm nicht, dass die beiden Herren ihn musterten.
    Als Trevor fragend dreinblickte, schauten sich die beiden Männer für einen Moment gegenseitig an.
    Eszra schien mal keinen Spruch auf den Lippen zu haben. Keine Abwertung oder Scherz.
    Egon räusperte sich. „Eszras Vater war Soldat in der Armee des Fürsten gewesen, als dieser den Krieg gegen die rebellierenden Marschen führte. Er kennt den Anblick, den Euer Körper uns bietet.“
    Eszra schnaubte. „Er starb mit nicht einmal vierzig, weil seine Verletzungen ihn unnatürlich altern ließen. So eine Verschwendung.“
    Trevor lächelte beschwichtigend. „Wenn er für die Freiheit eures Landes gekämpft hat, dann war es keine Verschwendung“, antwortete Trevor und streifte sich ein Hemd über. „Meine Verletzungen stammen nicht alle aus ehrbaren Kämpfen, daher …“
    „Ich wusste es.“ Eszra fand zu alter Laune zurück. „Ihr habt Euch sicherlich mit einem Eber um ein Schlammloch gestritten.“
    Trevor stieß ein lautes Lachen aus und nickte. Das war immer noch besser als die Wahrheit.
    Eszra half ihm in die Kleidung und begann, sie anzupassen.
    „Dieses Indigo passt sehr gut zu Euren blauen Augen.“
    „Wenn Ihr das sagt …“ Trevor hatte keine Ahnung, was ihm Eszra damit sagen wollte.
    „Ihr begleitet also eine Gräfin. Dann gehört Ihr sicherlich ihrer Garde an“, begann Egon eine Unterhaltung und wetzte seine Messer.
    Wenn bin ich die Garde!
    „Könnte man so sagen“, stimmte Trevor zu. „Zumindest nehme ich meine Ausrüstung mit. Ich weiß nicht, was mich … oder uns erwartet. Ich versuche nur, Est… die Gräfin nicht bloßzustellen.“
    „Hier nach werdet Ihr das sicherlich nicht. Das würde ansonsten meine Arbeit beleidigen.“
    Klar, auf keinen Fall mich!
    „Ihr könntet Euch wie der Mann da geben“, sprach Eszra und verwies auf einen Mann auf der Straße, der mit einer Rothaarigen zurück zum Hafen …
    „Verdammt“, stieß Trevor aus und wandte sich vom Schaufenster ab. Das waren Edmund und Oma.
    „Ihr kennt die Personen und lauft dann herum, wie Ihr herumgelaufen seid? Der junge Mann ist der Inbegriff von Grazie.“
    Und vielem anderen!
    „Ich werde mein Bestes versuchen“, gestand Trevor.
    „Der Adel ist eine Schlangengrube“, meinte Egon. „Wir arbeiten auch für den Fürsten ab und an. Ihr müsst Euch immer sagen, dass alles, was Ihr sagt, Gewicht hat. Gerade dem weiblichen Geschlecht gegenüber. Der Adel verzeiht nicht!“
    „Aye …“, stammelte Trevor.
    „Ein Seemann … na klar. Daher der Geruch! Verkneift Euch das ‚Aye‘!“, sagte Eszra.
    „Ay… In Ordnung.“
    „Seid zu den Frauen nett. Frauen lenken ihre Männer. Jedweder Kommentar auf Alter und Stand wiegt schwer. Vor allem auf das Alter bezogen“, lehrte Egon ihn.
    „Ihr kennt Euch gut aus“, gab Trevor zu.
    „Naja, Eszra und ich … stellen für Hof und Haus keine Gefahr da. Daher …“
    Ganz dezent ergriff Egon die Hand von Eszra, und da wurde es Trevor klar. Die beiden waren mehr als reine Geschäftspartner. Sie waren Partner.
    Trevor schmunzelte. „Ich verstehe … Dann wüsste ich, wen ich zu meinen Töchtern schicke.“
    Egon lachte. „Habt Ihr Kinder?“
    „Nein, diese … Gelegenheit bot sich bisher nicht.“
    „Das liegt daran, dass Frauen einen Geruchssinn besitzen, aber so erzogen werden, Euch nicht auf Euren Geruch anzusprechen. Anders als wir.“
    „Ich werde versuchen, das zu bessern“, versprach Trevor. Aber so einfach war das auf See nicht. Und das Meer bot nicht immer die Möglichkeit, ein Bad darin zu nehmen. Vor allem nicht bei unruhigem Wellengang. Sie alle rochen manchmal streng, selbst Edmund – die Grazie in Person.
    Eszra verpasste ihm noch passende schwarze Stiefel in drei Ausführungen. Auch für eine Rüstung gedacht.

    Nachdem Eszra noch an einigen Kleidungsstücken nachgebessert hatte, entließ er Trevor aus seiner Obhut. Er hatte ihm mehrere Konstellationen zusammengestellt. Von Indigo bis blutrot.
    Trevor nickte alles ab.
    Als der Formwandler in den Spiegel sah, starrte ein gänzlich anderer Mann zurück. Ob dieser Mann besser oder schlechter war, als sein altes Ich, erlaubte er sich nicht einzuschätzen.
    Er legte den Herren noch zwei Goldmünzen auf den Tresen und verabschiedete sich dann. Er versuchte, alles zu verarbeiten, was er gelernt hatte. Und kaum hatte er den Laden verlassen, passierte ihn eine Kutsche.
    Trevor pfiff, und die Kutsche hielt.
    Das waren drei Stunden!
    „Ist diese Kutsche für Eshter Ottilia von Silberberg?“, fragte Trevor.
    Der Kutscher nickte.
    Stumm! Vergessen?
    „Ich habe die Kutsche beauftragt. Ich komme mit!“
    Trevor packte direkt seine Kleidung in die Kiste hinten hinein.

    Am Hafen angekommen, erklomm er den Steg. Er wusste nicht, wer anwesend sein würde. Kurz hatte er Oma und Edmund erspäht, aber …
    Natürlich standen alle an Deck.
    „Wer auch immer ihn eingekleidet hat, verdient einen Orden!“, sagte Edmund. „Sieht schick aus.“
    Trevor lachte. „Ich will es nicht direkt verkacken!“
    "Danke ... das bedeutet mir mehr, als du denkst.“, meinte Esther.
    Trevor nickte. „Ich bin immer, was du sagst und willst!“
    Er schaute Nelli an. „Um dich zu retten, Om… Nelli!“
    Sie tätschelte seinen Arm. „Du musst dich nicht so verändern. Du bist schon gut so.“
    „Und ich könnte besser sein!“, flüsterte Trevor Nelli zu. „Du hast recht, als Kapitän sollte ich weniger … albern sein.“
    „Albern ist von Zeit zu Zeit in Ordnung. Aber wichtig ist zu erkennen, wo die Fähigkeiten deiner Mannschaft liegen, sie zu nutzen und ihnen Gehör zu schenken.“
    Trevor lachte. „Vielleicht will ich das alles nicht mehr, Om… Nelli!“
    „Als Kapitän solltest du aber“, ergänzte Nelli.
    „Ich höre lieber auf die Frauen“, meinte Trevor und sah Esther an. „Sie ist eine wunderschöne Frau mit Kleidung, die ihrem Stand entspricht. Ich höre einfach auf das, was sie sagt!“

    Ich bin ein wenig am stöbern und hab dann auch die Ecke mit den Gedichten entdeckt (leider habe ich den Button für ein neues Thema nicht finden können). Da musste ich gleich wieder an meine Amigurumis denken. Ich hatte eine Anleitung gefunden, in der ein Krokodil nachgehäkelt werden konnte, wenn man wollte.

    Mittlerweile häkel ich die nicht mehr (wegen meiner Arthrose), aber an das Gedicht denke ich hin und wieder immer noch. Das fiel mir damals aus dem Stegreif ein.

    Erstmal Willkommen im Forum ^^,

    das liegt daran, dass du noch keine 10 Beiträge geschrieben hast. Dann bekommst du eine Nachricht, dass du freigeschaltet bist. Daher nehme ich dein Gedicht erstmal raus. ^^ Fragen dazu kannst du gerne an mich oder das Modteam stellen. Der Rest steht in den Nutzungsbedingungen.

    Liebe Grüße
    Jenna

    Trevor hatte seine Wache an Deck hinter sich gebracht. Sie waren auf Kurs Richtung Felsschlund. Als er unter Deck ging, um Edmund zu holen, lag dieser mit einem Kissen unter dem Kopf mitten im Flur.
    Was zum Klabautermann …
    Vorsichtig trat er mit seinem Fuß gegen Edmunds Schulter. „He, was ist denn los?“, wollte Trevor wissen.
    Edmund grummelte leise, drehte sich herum und schlief weiter.
    Der muss es echt nötig haben!
    Kurz überlegte Trevor, Edmund in sein Zimmer zu bringen, aber als Esther plötzlich aus jenem herauskam, wollte er gar nicht so genau wissen, warum die Umstände waren, wie sie waren.
    „Guten Morgen“, nuschelte Esther. Ihr Blick wechselte kurz zwischen Trevor und Edmund hin und her.
    „Morgen …?“, erwiderte Trevor dezent verwirrt.
    Esther huschte an beiden vor – zurück in ihr Zimmer. Samt ihrer eigenen Decke.
    Sollte Trevor doch nachhaken? Er überlegte, etwas zu sagen, aber kam zu dem Entschluss, dass beide schon etwas sagen werden, wenn es etwas zu sagen gab.
    Trevor ging in die Küche. Auf dem Tisch lagen noch Karten und die Liste für Omas Pflanzen. Nellis Zustand beunruhigte ihn sehr, auch wenn er nicht daran glauben wollte, dass sie tatsächlich sterben würde. Er wollte daran glauben, dass sie die Hilfe bekam, die sie brauchte. Und Trevor war sich sicher, dass Edmund, Esther und er die Pflanzen besorgen konnten. Alles andere wollte er sich gar nicht vorstellen.
    Flüchtig warf er noch einmal einen Blick auf die Liste. Darauf aufgezählt waren etliche Pflanzen, die Trevor überhaupt nichts sagten – geschweige, dass er ihre Namen aussprechen konnte. Aber eine Pflanze sagte ihm sehr wohl etwas. Zu Zeiten, als sein Vater Handelsschiffe eines bestimmten Herzogs überfiel, waren diese Pflanzen ebenso Handelsgut gewesen. Ein Gut, für das der Herzog eine Menge bezahlte. Zumindest, wenn man den Büchern des Schiffes Glauben schenkte. Sein Vater hatte ihm erklärt, dass der Herzog den Überfall auf diese Schiffe nicht melden würde, da die Pflanzen unerlaubterweise gehandelt worden waren. Euphoris … im Volksmund die Kicherblume. König Edmund hatte diese Pflanze ausdrücklich verbieten lassen, da sie eine berauschende Wirkung besaß, aber nicht nur das. Bei übermäßigem und langanhaltendem Konsum vergaßen Menschen das Essen und Trinken, wodurch sie irgendwann starben.
    Trevor nahm sich die aktuelle Karte zur Hand und verglich die Inseln darauf mit seinen Erinnerungen. Da der Herzog nicht mehr am Leben war …
    Warum wohl …
    Es war sinnlos nach seinen Schiffen Ausschau zu halten, aber Trevor kannte die Route, die sie damals genommen hatten. Und er erinnerte sich an die kleine Insel, von der sie kamen.
    Schlaftrunken schlurfte Edmund in die Küche.
                    „Ausgeschlafen oder aufgehört?“, fragte Trevor beiläufig, während er noch die Karte besah.
                    „Halt die Fresse!“, murrte Edmund.
    Aufgehört!
                    „Darf man fragen, warum du im Flur …“
                    „Nein!“
    Trevor nickte verstehend und drehte die Karte Edmund zu. „Ich habe eine Ahnung, wo wir eine Pflanze von der Liste vor Felsschlund herbekommen können. Euphoris.“
    Trevor zeigte auf eine Insel, die einen kleinen Schlenker nach Felsschlund bedeutete. Nicht viel. Vielleicht einen Tag Verzögerung.
                    „Seit wann kennst du dich mit Pflanzen aus?“, wollte Edmund wissen und setzte sich wie ein alter Mann an den Tisch. Dabei folgte er Trevors Fingerzeig.
                    „Ich kenne mich nicht mit Pflanzen aus, aber mit Gütern auf Handelsschiffen. Unser Kapitän, mein Vater, warf sie immer gleich über Bord, damit niemand auf falsche Ideen kam.“
                    „Nein, wir überfallen kein Handelsschiff!“
                    „Sei nicht albern“, erwiderte Trevor nach kurzem Nachdenken. „Als könnten wir ein Handelsschiff überfallen, aber ich weiß, von welcher Insel sie die Pflanzen geholt haben. Da die Pflanze ansonsten verboten ist, ist das unsere beste Chance.“
    Edmund betrachtete die Karte und verstand, was Trevor meinte. Allerdings schien er zu müde, um in diesem Moment eine objektive Meinung dazu abzugeben.
    Trevor schlug vor, dass Edmund etwas von diesem „Kaffee“ probieren sollte, den die Herzogin ihnen als Geschenk mitgegeben hatte. Ein neumodisches Getränk der Oberschicht.
    Edmund nickte.
    Die Herzogin hatte erwähnt, dass dieses Getränk eine belebende Wirkung haben sollte.
    Trevor zog den Sack mit den gerösteten Bohnen hervor. Diese Bohnen sollten gemahlen und dann in einem metallenen Sieb mit heißem Wasser übergossen werden. Das klang nicht sehr schwer.
    Gesagt, getan. Edmund und Trevor gossen heißes Wasser in ihre Tassen und nahmen nach einem Moment die Siebe heraus. Der Geruch war zumindest nicht abschreckend. Beide schauten sich an und nahmen einen Schluck aus ihren Tassen. Sie erstarrten für einen Moment, ihre Augen weiteten sich … kommentarlos ließen sie das Gebräu zeitgleich von ihrem Mund aus zurück in die Tassen fließen.
    „Götter, ist das widerlich“, nuschelte Trevor.
    „Auf meiner Zunge ist gerade etwas gestorben!“
    „Zumindest bist du jetzt wach.“
    „Wach war ich die ganze Nacht!“
    „Vor deiner Tür?“
    Edmund sah Trevor zerknautscht an. „Wo genau finden wir diese Pflanze noch mal?“, lenkte er vom Thema ab.
    Trevor grinste. Egal, was vergangene Nacht passiert war, er war sich sicher, dass nichts passiert war. In erster Linie, da Edmund ansonsten in seinem Bett geschlafen hätte – höchstens nicht alleine. Die plausibelste Erklärung war, dass Esther irgendwie in Edmunds Zimmer eingeschlafen, und Edmund zu sehr Kavalier war, um sie einfach hinauszuwerfen.
    „Hör auf zu grinsen und sag mir lieber, wo wir die Pflanze finden!“
    Trevor zeigte erneut auf die Insel. „Hier! Ich ändere unseren Kurs, und du … holst vielleicht noch etwas Schlaf nach. Ich kann deine Schicht übernehmen, aber danach brauche ich auch etwas Schlaf.“
    Edmund nickte und stand auf. „Danke“, kam leise über seine Lippen, bevor er aus der Küche verschwand.
    Trevor passte den Kurs an und beobachtete nach einem Sonnenuntergang zu Beginn seiner Schicht nun den Sonnenaufgang vom Deck aus. Das war ihm aber immer noch lieber, als einen übermüdeten Edmund an seiner Stelle zu wissen. Wenn er sich nicht komplett verrechnet hatte, dann würden sie vier Tage zur Insel brauchen.
    Später am Tag unterrichtete er auch Nelli und Esther von der Kursänderung, bevor er sich schlafen legen wollte. Nach einer kurzen Ausführung über die Gründe waren auch alle damit einverstanden, ihr Glück auf der Insel zu versuchen.

    So vergingen die vier Tage recht ereignislos. Das Einzige, das Trevor auffiel, war, dass Esther ungewohnt ruhig war. Selbst die täglichen Streitereien zwischen Edmund und ihr waren verstummt. Deshalb traute er sich auch nicht nachzuhaken. Es war immerhin gut, dass die beiden sich einiger waren als vorher. Dennoch … Trevor fühlte sich ein wenig ausgeschlossen. Er wusste, dass das nicht der Fall war, aber der Gedanke drängte sich ihm auf.
    Aus der Ferne erspähten sie die Insel. Alles wirkte ruhig. Es war kein anderes Schiff weit und breit zu sehen. Je näher sie der Insel kamen, desto klarer wurde das Wasser unter ihnen. Ein beinah weißer Strand erinnerte alle stark an ihren Schiffbruch. Jedoch war der Urwald der Insel ein anderer. Während auf der anderen Insel Palmen die Vorherrschaft besessen hatten, gab es hier etliche Arten von Bäumen. Der Urwald wirkte undurchdringlich und düster. Aber das konnte für eine unbewohnte Insel normal sein. Noch kein Grund, vom Plan abzuweichen. Zur Insel, Euphoris einsammeln und weiter.
    Dazu trugen Edmund und Trevor jeweils einen Rucksack auf dem Rücken. Darin auch etwas Proviant und Wasser. Auch Esther hatte sich für angemessene Kleidung entschieden. So trug jene ein einfaches Hemd, eine Hose und Stiefel.
    Da sie nicht wussten, was sie erwartet, hielt es Edmund für eine gute Idee, die Pistole aus dem Reliktkoffer mitzunehmen. Esther teilte seine Meinung und händigte ihm das Relikt aus, das immer ins Schwarze traf.
    Trevor reichte sein Schwert.
    Sie hatten beschlossen, Nelli an Bord der Revenge zu lassen. Sie sah zwar noch jung aus, aber man merkte, dass sie abgeschlagen und müde war. Ein Marsch mitten durch einen Wald war derzeit nicht das passende für sie. Zumindest wollte niemand etwas riskieren. Deswegen gingen Edmund, Esther und Trevor los.
    Mit dem winzigen Beiboot ruderte Trevor Richtung Strand. Nachdem sie angekommen waren, sahen sie sich um. Noch immer war nichts und niemand zu sehen.
    Trevor hatte die Hoffnung, dass sie ihren weiteren Weg zügig fortsetzen konnten.
    Einzig allein das Wetter drohte umzuschwenken. Weit entfernt konnte Trevor bereits eine dunkle Front aus Wolken ausmachen, die auch Edmund nicht entging.
    „Allzu viel Zeit sollten wir nicht verschwenden“, nuschelte Trevor.
    „Hatte ich nicht vor“, stimmte Edmund zu und wandte sich vom Horizont ab.
    Keine hundert Meter vom Strand entfernt begaben sie sich in den Urwald. Es dauerte nicht lange bis man Edmund fluchen hörte. Einmal darüber, dass seine Frisur im Arsch war und auch, weil er bei jedem zweiten Schritt an irgendwelchem Gestrüpp hängenblieb.
    Niemanden ging es besser, aber es war sinnlos etwas zu kommentieren, das in aller Ausführlichkeit bereits beschimpft wurde.
    „Ich glaube, weiter hinten lichtet es sich etwas“, meinte Trevor, als er bemerkte, dass es heller wurde.
    Edmund stieg über eine große Wurzel hinweg, sah in das Buch und richtete seinen Blick in die Richtung, die Trevor meinte. „Laut dem Buch wächst diese Blume ausschließlich bei viel Licht. Hier werden wir mit Sicherheit nicht fündig.“
    Trevor zuckte mit den Schultern. Er wusste lediglich, dass es diese Blume hier geben sollte, nicht, wo sie sich am wohlsten fühlte.
    Esther war ein paar Schritte zurückgefallen und drehte sich einmal um sich selbst.
    „Willst du da hinten Wurzeln schlagen?“, rief Edmund ihr zu.
    Esther antwortete nicht sofort, sondern schaute zunächst nach oben. „Sagt mal … fühlt ihr euch auch so beobachtet?“
    „Keine Sorge“, beruhigte Trevor sie. „Wir haben genug Waffen dabei, falls irgendein Tier im Gebüsch sitzt.“
    Edmund blieb stehen. „Von welcher Art Tier reden wir hier? Flauschige Kaninchen? Erdmännchen vielleicht?“
    Wieder zuckte Trevor mit seinen Schultern. „Auf diesen Inseln gibt es oftmals Pumas … Tiger … giftige Riesenschlangen.“
    Edmund überwand die wenigen Schritte zu Esther und teilte ihren Blick. „Jetzt fühle ich mich auch beobachtet.“
    Trevor warf seinen Kopf in den Nacken. „Wir gehören nicht auf deren Speiseplan, aber wir sollten uns ruhig verhalten.“
    „Das sagst du mir jetzt?“, brüllte Edmund.
    „Sei doch leise“, beschwor Esther ihn.
    „Ist doch sowieso egal. Entweder zerfetzt uns ein Puma, Tiger oder eine Riesenschlange verschlingt uns.“
    Trevor verdrehte die Augen und lief weiter. Nach all ihren Strapazen war eine Raubkatze irgendwie das geringste Problem für ihn.
    Esther folgte ihm eilig, aber behielt ihre Umgebung trotzdem im Blick.
    Edmund holte ebenfalls auf und hielt das Buch wie einen Schild vor sich. Dabei entging niemanden, dass seine andere Hand sich am Pistolengriff befand.
    Trevor bemerkte, dass Esther zunehmend unruhig wurde. „Was ist?“, wollte er deshalb wissen.
    „Ich spüre Magie.“ Esther sah sich noch einmal um. „Zu wenig für einen Magier, zu viel für einen Gegenstand.“
    Gerade als Trevor etwas sagen wollte, rannte Edmund mit einem affenzahn an ihm vorbei und schrie: „Ein magischer Puma …“
    Trevor und Esther schauten ihm verwirrt nach.
    „Ich hätte die Raubtiere nie erwähnen sollen“, gestand Trevor sich ein.
    „Und ich nicht die Magie“, fügte Esther hinzu.
    Kurz war es still, als Edmund zurückgerannt kam.
    „Was ist jetzt?“, zischte Trevor. „Ein magischer Tiger?“
    „Sei nicht albern“, erwiderte Edmund. „Aber ich habe die Blumen gefunden.“
    Trevor verkniff sich jedweden Kommentar und folgte ihm – ebenso Esther.
    Nach einigen Metern ließen sie den Urwald hinter sich und betraten eine riesige Lichtung. Es wirkte wie das Zentrum der Insel. Überall standen diese orangefarbenen Blumen herum. Es mussten tausende sein.
    Erst jetzt fiel ihnen auf, dass sie Oma nicht gefragt hatten, wie viele Blumen sie als Vorrat brauchte. Deshalb kamen sie zu dem Entschluss, dass sie beide Rucksäcke füllen wollten.
    Sie begaben sich in das hüfthohe Meer aus Euphoris.
    Esther blieb stehen und band sich ein Tuch um die Nase, weshalb sie von den Männern seltsam gemustert wurde.
    „Nelli erwähnte doch, dass wir die Blütenpollen nicht einatmen sollen.“
    Jetzt klingelte auch ein Glöckchen bei Trevor. Er selbst wusste um die Wirkung der Pflanze, aber er hätte nicht gedacht, dass es wegen der Pollen war. Er dachte viel mehr daran, dass man die Pflanze kochen oder rauchen musste.
    „Ja, hier steht es – in klein“, stimmte Edmund zu, der ins Buch sah. „Die Pollen sind das giftige an der Pflanze.“
    Edmund und Trevors Blick trafen sich. Zeitgleich stießen sie ein „Aaach“ aus. Sie hatten nicht vor wie verträumte Adelsdamen an Blumen zu schnuppern. Sie wollten jene samt Wurzel ausrupfen und in den Rucksack verfrachten.
    Esther sollte derweil die Lichtung im Blick behalten. Wenn sie bereits Magie spüren konnte, konnte sie diese sicherlich auch früher erkennen als der Rest.
    Trevor begann derweil, einige Pflanzen in den Rucksack zu stopfen. Dabei bemerkte er, dass den Pollen aus dem Weg zu gehen gar nicht so einfach war. Bei jeder Bewegung der Blüte stob orangefarbener Nebel in die Luft. Für einen Moment war er versucht, sich etwas wie Esther um Mund und Nase zu binden, aber … diese Entscheidung wurde ihm abgenommen. Urplötzlich fegte eine Windböe über die Lichtung. Edmund und Trevor, die inmitten des Blumenfeldes standen, wurden von einer orangefarbenen Pollenwolke vollständig eingenebelt.
    Trevors erster Reflex war, die Luft anzuhalten. Als der Blütenstaub sich legte, schauten Edmund und Trevor sich an. Ihre Blicke sagten das Gleiche. „Verdammt!“
    Aber das war noch nicht alles. Während die beiden Männer versuchten, das Zeug von ihrer Kleidung zu klopfen, rief Esther irgendetwas aus der Ferne.
    Trevor musste sich stark konzentrieren, um zu verstehen, was Esther wollte.
    „Da ist etwas!“
    „Wo?“, wollte Trevor wissen und atmete sehr tief ein.
    O Götter …
    „Nicht einatmen“, schrie Edmund und atmete selbst ein.
    „Da ist was bei euch im Feld! Es hat euch umzingelt“, schrie Esther lauter.
    „Ein Puma!“, kreischte Edmund und sprang Trevor in die Arme.
    Verwirrt schaute der Formwandler auf seinen Freund hinunter, der sich wie eine schutzlose Jungfrau an ihn klammerte.
    „Lass mich los!“, antwortete Trevor. „Selbst wenn, so kann ich nicht kämpfen.“
    „Kannst du vergessen, dann gehen wir eben gemeinsam drauf.“
    „Jetzt lass los!“, forderte Trevor eindringlicher und versuchte, Edmund von sich abzustreifen. Nach einigen Augenblicken gelang es ihm auch, aber als Edmund vor seinen Füßen landete, stob erneut Blütenstaub in die Luft.
    Jetzt reichte es Trevor. Er nahm eine Blume zur Hand und wedelte sie vor Edmunds Gesicht herum. „Hör auf mit dem Scheiß! Wer weiß, wie viel wir davon schon eingeatmet haben!“
    „Du hast mich fallenlassen“, beschwerte sich Edmund, stand auf, aber kicherte.
    „Ihr müsst da raus!“, schrie Esther energischer. „Jetzt!“
    Trevor sah sich um, aber konnte nicht erkennen, was Esther meinte.
    Edmund kicherte immer weiter, was Trevor allmählich ansteckte. Zumindest kam es ihm so vor.
    Obwohl Esther aus der Ferne irgendwas rief, das auf Gefahr hindeutete, konnte Trevor kaum einen klaren Gedanken fassen.
    „Hör auf, meinen Hintern zu befummeln“, beschwerte sich Edmund.
    Trevor sah ihn an. Verzog seine Miene zu einem ernsten Gesicht. „Wenn ich das tun würde, würdest du es merken!“ Während er das sagte, hob er seine Hände unschuldig in die Luft und begann zu lachen.
    Edmund schob hinter sich die Blumen etwas auseinander und stieß plötzlich einen Laut des Entzückens aus. „Och, ist der süß“, meinte Edmund, und Trevor schaute an Edmund vorbei.
    Vor dem Händlersohn stand eine winzige Figur. Sie reichte Edmund gerade so bis zu den Kniekehlen, die aussah, als sei sie ein hölzernes Flechtpüppchen eines Kindes. Mit Moosbewuchs statt Haaren. Inmitten des Kopfes lugte ein kleines Blatt empor.
    Ungehindert fing Edmund an, den Kopf des kleinen Wesens zu tätscheln. „Den will ich behalten.“
    „Sowas kommt mir nicht aufs Schiff!“, antwortete Trevor. „Bei starken Wellengang fliegt dann überall sein Kompost herum!“
    Vage konnte Trevor sehen, wie Esther einen Schutzschild um sich herum beschwor, um sich ungehindert den beiden nähern zu können.
    Edmund sah ihr kurz dabei zu. „Sie ist so schlau, warum sind wir nicht darauf gekommen.“
    „Wir sind anscheinend nicht so schlau“, gab Trevor zu.
    „Ach, hier ist noch einer. Er hat auch einen Trevor.“ Edmund bezog es anscheinend darauf, dass das andere Wesen ein wenig größer war als das Erste. „Und noch einer … und noch einer … und noch einer …“
    „Einen für jeden an Bord oder wie?“, brabbelte Trevor. Irgendwie fühlte sich sein Mund taub an. Und langsam.
    „Ich nehme auf jeden Fall einen für den Rotschopf mit. Da wird sie sich freuen.“
    „Das sind magische Wächter! Rennt in meinen Schild!“, rief Esther ihnen zu.
    „Ich mag aber keine magischen Schilde“, dementierte Trevor trotzig.
    „Und ich mag nicht rennen!“, fügte Edmund hinzu.
    Esther weitete den Schild aus, sodass dieser beide umgab.
    Trevor wusste nicht warum, aber ihm gefiel es nicht, von dieser bläulichen Wand umgeben zu sein, die ihm seine Kräfte raubte. Das konnte er spüren. So mussten sich Männer fühlen, die es ansonsten nicht brachten – in anderen Lebenslagen. Deshalb beschloss er, drei Schritte zur Seite aus dem Schild zu machen.
    Edmund beschäftigte sich derweil mit den Wesen, die ihn zu beobachten schienen. Immer mehr tauchten davon auf. Die beiden vor ihm nannte er Winnie und Willi. Die waren laut Edmund jetzt verlobt.
    Trevor fand die Idee gut, solange die Hochzeit nicht im Schild stattfand. „Als Kapitän darf ich die beiden verheiraten“, schlug er vor.
    „Und jetzt küssen!“, beschloss Edmund und schob die Köpfe der Baumwesen näher aneinander.
    Diese waren nicht so begeistert davon und zogen jeweils einen spitzen Stock aus ihrem Inneren. Die Stöcke stachen sie Edmund tief ins Schienbein.
    „Das ist aber nicht nett“, schimpfte Edmund. „Aus, sitz, pfui!“
    „Komm in den Schild!“, verlangte Esther derweil von Trevor.
    „Neihein!“, antwortete Trevor und trat provokant noch einen Schritt weiter weg.
    „Trevor, ich warne dich!“
    „Der macht mich impotent!“
    Für einen Moment schien es, als würde Esther rot werden.
    Aber viel Zeit hatte Trevor nicht, sich darüber Gedanken zu machen, denn von der Seite sprangen ihn ein Dutzend dieser Baumwesen an und rissen ihn von seinen Beinen.
    Auch ihn stachen sie mit den kleinen Ästen, was Trevor auch weniger wehtat, sondern viel grausamer – kitzelte. „Hört auf!“, forderte er, aber die Wesen hörten nicht auf.
    Edmund, der im Hintergrund aussah wie ein bestücktes Nadelkissen, forderte selbiges auf seine Weise. „Pfui Willi, das ist nicht nett!“
    Trevor wurde lauter. Noch einmal schrie er, dass die Baumwesen aufhören sollten, ihn zu kitzeln, aber wieder war es vergebens. Dann nahm Trevor zwei der Wesen in jeweils eine Hand und schlug sie aneinander. Überall flogen Äste und Moos herum. Unbeeindruckt davon, ließen zwei von den Wesen von ihm ab, steckten das Blatt von ihrem Kopf in den Boden, woraufhin umgehend zwei neue dieser Kerle aus dem Boden gesprossen kamen.
    Trevor richtete sich auf. An ihm hingen die Wesen. Er wollte nach seinem Schwert greifen, aber das befand sich nicht mehr an seinem Rücken. Es war weg! Im Augenwinkel sah er, wie mehrere dieser Kerlchen sein Schwert über ihre Köpfe hielten und davonrannten.
    Garstige Baumkerle!
    „Edmund“, rief Trevor. „Erschieß diese hundsgemeinen Diebe!“
    Edmund kniete immer noch vor Willi und Winnie, die mit seiner Waffe vor seiner Nase herumwedelten. „Gebt das her! Das ist nichts für kleine Baumpuppen.“
    Trevor wusste nicht sofort, woher es kam, aber plötzlich schallte ein Schrei über die Lichtung, gefolgt von einem enormen Energiestoß, der Trevor einfach wieder aus seinem Stand riss, und Edmund einige der langen Dornen aus dem Gesicht wischte.
    Trevor rappelte sich erneut auf, wieder bedeckt von dem Pollenstaub und Baumwesen, welche aber innehielten. Sie hielten sich an der Kleidung des Formwandlers fest, starrten aber Esther an. Jetzt starrte auch Trevor Esther an. Anscheinend hatte sie diesen Energiesturm verursacht.
    Esthers Augen glühten blau und ihre Haar bewegten sich, als befände sie sich unter Wasser.
    Die Baumwesen ließen von Trevor ab, knieten sich auf den Boden und verneigten sich vor Esther. Beinahe klang es so, als würden sie ein Lied dabei summen. Ein Singsang aus Wind und Stimmen. Wie Gesäusel eines Herbstwindes.
    Trevor wusste nicht warum, aber er machte mit – genauso wie Edmund.
    Noch während sie sich kniend auf dem Boden befanden, wuchsen Ranken aus dem Boden, die beide Männer fesselten. Keiner von beiden konnte sich noch bewegen.
    Sie hörten jedoch Stimmen, die sich unterhielten. Sie klangen wie verbogene Posaunen. Da beide Männer anscheinend die gleiche Idee hatten, versuchten Trevor und Edmund die Stimmen zu imitieren. Jedoch bekamen sie keine Antwort, während ihr hölzernes Gefängnis lebendig wurde und sie fortbrachte.

    Sie waren eine Weile unterwegs, bis Trevor und Edmund in eine Art Käfig geschmissen wurden.
    „Wo ist die blaue Göttin hin?“, wollte Trevor von Edmund wissen.
    Edmund überlegte angestrengt. „Ich glaube, die sitzt da drüben auf dem Thron. Aber mich würde viel mehr interessierten, wo mein Freund hin ist.“
    Trevor schaute sich um. „Häh?“
    Edmund begann, in Trevors Gesicht herumzufummeln. „Warum bin ich mit einer Sonnenblume eingesperrt? Dich nehme ich für den Rotschopf mit.“
    Ich bin eine Sonnenblume? Naja, ich bin ein Formwandler, warum dann nicht auch eine Sonnenblume.
    Trevor wusste sehr wohl, dass Edmund vor ihm saß, zumindest glaubte er das zu wissen. Allerdings besaß der Kerl vor ihm einen Karpfenkopf. Ein sprechender Karpfen mit Edmunds Kleidung.
    Der Karpfen atmete erleichtert durch. „Es ist schön mit einer Blume zu sprechen. Die schweigt. Blumen können nicht reden.“
    „Blumen sind auch friedlich“, sprach Trevor. „Blumen töten selten andere Leute, ich bin gerne eine Blume.“
    „Blume, kannst du ein Geheimnis bewahren? Aber pssst!“ Trevor spürte, wie der Karpfen mit seiner Flosse in seinem Gesicht herumbohrte.
    Trevor nickte stumm.
    „Die blaue Göttin kam nachts in mein Bett und erzählte mir, dass … Trevor sie befummelt hat, aber sie ist bereits unsterblich verliebt in Thomas! Aber psssssssssssssscht! Der Rotschopf darf davon nichts wissen.“
    Trevor stieß einen Laut des Entsetzens aus. „Dieser Trevor muss ein wahrer Widerling sein, aber schön für Thomas. Gut, dass ich eine Sonnenblume bin.“
    Irgendwas traf den Karpfen am Kopf, aber Trevor konnte weder sagen, was es gewesen war, noch schien es den Fisch zu interessieren. Es folgte nur ein knappes „Aua …“.
    „Blumen würden so etwas nie machen“, nuschelte Trevor.
    Der Karpfen nickte. „Vor allem stinkt dieser Trevor aus dem Maul … und ich habe noch nie so eine fettige Fransenfrisur gesehen.“
    „Widerlich.“
    Der Karpfen nickte ernst.
    Eine ganze Weile unterhielten sich die Sonnenblume und der Karpfen.
    Bis zu dem Moment, als ein wütender roter Ahorn neben ihnen auftauchte. Die blaue Göttin stand neben dem Ahorn.
    Der Karpfen neigte sich in Trevors Richtung und meinte: „Ich glaube, der Ahorn ist sauer.“
    Trevor nickte. „Die blaue Göttin auch.“
    Der Ahorn schimpfte zunächst irgendetwas Unverständliches. Aber die Worte „seltendämlich“ und „von wegen mich an Bord lassen“ drangen zu Trevor durch. Er wusste nur nicht, warum sie seit Neustem einen Ahorn an Bord hatten.
    Da er aber die Situation nicht verschlimmern wollte, stand er auf, während der Karpfen die Tür zum Käfig öffnete.
    Noch einmal war lautes Getöse zu hören.
    Während die Lagerfeuer der Baumwesen in weite Ferne rückten, verschwamm Trevors Sicht auf das, was ist und war immer weiter.
    Das Erste, woran er sich bewusst wieder erinnern konnte war, als er in seinem Zimmer aufwachte. Sein Kopf dröhnte. Er versuchte sich an die Insel zu erinnern, aber nachdem die Windböe das Feld aufgewirbelt hatte, war alles verschwommen. Nur kleine Fetzen waren übrig. Der letzte Fetzen war, als Edmund anscheinend die Baumwesen, denen sie begegnet waren, verheiraten wollte.
    Mühselig schob er ein Bein aus dem Bett, woraufhin ihm umgehend auffiel, dass er nackt und sauber war. Sichtlich überrascht fischte er nach sauberer Kleidung, die über einem Stuhl hing.
    Nachdem er aufgestanden war, schwankte er zur Tür. Sein Kopf pochte, seine Ohren klingelten. Und dann war da dieser Durst …
    Trevor öffnete die Tür. Ein spitzer Schrei erklang und Edmund fiel ihm entgegen, der sich genauso geschunden an seiner Tür abgestützt hatte. Beide fielen um wie zwei nasse Säcke.
    „Guten Morgen“, nuschelte Trevor liegend.
    „Ich bin mir nicht sicher, ob es Morgen ist.“
    „Ich bin mir nicht sicher, welchen Tag wir haben“, gestand Trevor.
    Während beide durstig, geschunden und verwirrt auf dem Boden lagen, taten sich zwei Schatten über ihnen auf. Der eine wippte fordernd mit den Füßen, der andere hatte seine Arme vor sich verschränkt.
    „Ich zeige euch jetzt roten Ahorn …“


    Hast Du da irgend einen Artikel oder eine Quelle? Also, finde ich interessant und war mir so neu. Meine Schnellrecherche ueber roemische erotische Mosaiken und Kama Sutra Illustrationen war uneindeutig - ich konnte fuer beide Varianten Bilder finden...

    Wenn man Ägypten und Rom betrachtet, ist das Bild recht klar, die haben alles entfernt. Aber im Internet gibt es dazu tatsächlich weniger Aussagen. Wir haben unsere Quellen noch ausm Bertelsmann und Co. Meine Lehrerin in der Friseurschule auch. Aber in der Summe haben Frauen IMMER alle ihre Haare entfernt. Das lag auch dem Kindlichen. Jung - je jünger eine Frau wirkte, desto mehr Kinder kann sie bekommen. Niemand wollte eine Frau behaart wie einen Affen. Dieser Körperkult zog sich eben durch die Epochen, wogegen man in den 60ern angefangen hat, zu rebellieren. Nur im Mittelalter verteufelte die Kirche diesen Körperkult, da es Frauen ja anziehend macht. Genauso wie Lidschatten oder überhaupt Schminke ... Eine Frau durfte nichts machen, das einen Mann verführt xD

    Deshalb meinte ich oben - das ist so uebertrieben Porno-Klischee geschrieben dass ich gehofft hatte den Leser mit der Nase drauf zu stossen dass es sich hier um eine gestaltgewordene Phantasie und nicht einen real funktionierenden Menschen der in Schwerkraft laufen kann handelt...

    Ja, deswegen war es nur eine Info. Wenn du Frauen googelst unter 40cm Hüfte oder so, sieht das NET sexy aus. Wenn du die Fantasie anregen willst, sollte das in einem Verhältnis stehen. xD

    ep - Varelian ist in seiner schmutzigen Phantasie nicht einem realen Frauenbild verpflichtet...

    DAS ist wahr!

    Schatten zogen sich zusammen, krochen von allen Seiten auf Varelian zu, einen Moment lang hüllten sie ihn ein wie Spinnweben, er blinzelte und als er seine Augen wieder aufschlug war er... an einem anderen Ort.

    Ich will bei dem Namen immer "Valerian" lesen. Aber das ist net dein Problem, nur ein Funfact. xD

    und das dunkle Dreieck zwischen ihren Beinen freilegte.

    Zum letzten Teil nochmal. Dunkles Dreieck finde ich immer problematisch ... weil ... egal in welche Kultur man schaut - außer bei den Katholiken - die Intimrasur der Frau Gang und Gebe war. Aus Ästethik (das Jung sein/kindlich) und aus hygienischen Gründen - vorwiegend Hygiene. Bei dunklen Dreieick denke ich immer an das dunkle Zeitalter - die 1960er/70er xD Aus Frauensicht ist das immer son eww ... Keine Kritik, nur ne Info xD

    aber in einer Richtung lotrecht zu Raum

    lotrecht - ich kenne das Wort, aber hatte es gar nicht mehr auf dem Schirm. Danke, das werde ich auch mal benutzen!

    breite Hüften unter einer Taille die so schmal war daß er sie mit beiden Händen umfassen hätte können und Brüste die sich trotz ihrer Größe stolz nach vorne reckten.

    Mjaaaaaaaa ... ich bin auch sehr zierlich - so elbenmäßig mit schmaler Taille. Ich habe aber bisher noch keinen Mann getroffen, der die schafft mit beiden Händen zu umfassen. Selbst ich hab 58-60cm ... und dann breite Hüften. Das ist ein arg unrealistisches Frauenbild. Wie, wenn Frauen in Büchern schreiben, dass sie es nicht geschafft haben, den Penis des Mannes mit BEIDEN Händen zu umfassen ... gleiche Melodie, anderer Text. Vielleicht sollte man da die Kirche im Dorf lassen. Schmale Taille reicht. Im Kontrast zur Hüfte vielleicht ... :hmm: Ich bin keine Feministin, aber lache da so hart als Frau wie bei dem anderen Bild vermutlich die Männer. :rofl:

    Noch vier Nächte - was würde das nächste Mal passieren wenn er sie rief?

    Sex?

    Jetzt stört mich eigentlich nur noch diese Stelle. Der erste Satz ist ihre Erkenntnis, sie weiss es. Dann eine Beschreibung ihrer Gefühle und Herausstellung der verschiedenen Charakterzüge. Bis dahin alles gut. Die letzten zwei Fragen beissen sich aber mMn mit ihrer Erkenntnis aus dem ersten Satz. Sie kennt doch die Antwort bereits. Der Mann trägt eine Bürde, die sein Wesen massgeblich beeinträchtigt hat.

    Das hab ich rausgenommen. Die beiden letzten Fragen waren noch von der Überarbeitung übrig ... :dead:

    Aldric

    (Part 1)

    Der Morgen zerrte bereits an seinen Nerven. Der Hohepriester der Kirche verlangte ebenfalls nach einer Audienz. Aldric wusste, dass man diese Menschen nicht wissenslos stehenlassen durfte, aber er selbst konnte noch nicht sagen, was Asha war. Die Magier waren sich auch nicht einig ... Was sollte er dann der Kirche erzählen? Jene Glaubensbrüder – und Schwestern entstammten einer Zeit vor der Magie. Sie hielten sich für das Sprachrohr der Götter, die ihre Lehren weitertrugen. Waren sie vor Jahrhunderten noch ähnlich gefächert gewesen wie der Zirkel, verkamen sie allmählich nur zu einem Stellvertreter, der in jedem Reich als Lehrer oder Orakel fungierte. Das Letzte, was Aldric gebrauchen konnte, war eine weitere Stimme, die ihm erzählte, wie er mit der jungen Frau umgehen sollte. Er wusste es doch selbst nicht.
    Von einem seiner Diener war ihm zugetragen worden, dass der Hohepriester bereits Reden auf dem Marktplatz hielt. Über einen Beweis für die göttliche Schöpfungskraft, über eine Prüfung der Götter. Wollte Georg damit Angst schüren oder das Volk Hoffnung geben? Aldric wusste es nicht. Er hatte seinen Boten losgeschickt, um Georg ausrichten zu lassen, dass er am frühen Abend das Arbeitszimmer des Königs aufsuchen sollte. Er musste verhindern, dass dieser Prediger noch Panik verbreitete.
    Ein Kammerdiener richtete indes seinen Kragen und Umhang. „Kann ich noch etwas für Euch tun?“, wollte er wissen.
    Aldric verneinte.
    Der Kammerdiener nickte und verschwand aus seinem Ankleidezimmer.
    Aldric sah in den Spiegel und ein alter Mann schaute zurück. Zwar hatte er wenig von seiner einstigen Statur eingebüßt, aber seine blauen Augen waren von dunklen Schatten umrahmt. Sein Gesicht wirkte eingefallen. Er bereute, dass sein Sohn zu jung und krank war, den Thron zu besteigen. Zu spät waren ihm und seiner verstorbenen Königin Kinder vergönnt gewesen. Darunter drei Fehlgeburten und ein Sohn. Nachdem er am Abend bei Eryn gewesen war, wurde ihm erneut bewusst, wie zerbrechlich ein Leben war. Wieder plagte seinen Sohn Fieber, seine Muskeln waren zu schwach, um laufen zu können ... Es schmerzte Aldric, sein Kind so zu sehen. Das einzige Kind. Manchmal wusste er nicht, ob der Tod nicht gnädiger für ihn wäre. Dann wäre es vorbei gewesen, anstatt diese Qualen zu durchlaufen. Dennoch betete Aldric für die Genesung seines Sohnes. An jedem Morgen und an jedem Abend. Wann immer er die Gedanken frei dafür hatte.
    Er verließ sein Zimmer und schaute nach links. Im Gang wartete bereits Thoren.
    „Seid Ihr soweit?“, wollte sein Hauptmann wissen und stieß sich von der Wand ab.
    Aldric nickte.
    Zusammen liefen sie durch das Schloss. Im Ostflügel führte eine ausladende Wendeltreppe in die Katakomben des Schlosses. Dort hatte der Zirkel seinen Sitz. Aldric verlangsamte seinen Schritt mit jeder Näherung an diese Räumlichkeiten.
    Dann war er da und atmete tief durch, bevor er die große Flügeltür von den Wachen öffnen ließ. Alle Magier erhoben und verneigten sich, während er seinen Platz am oberen Ende des Tisches einnahm. Durch ein Handzeichen bedeutete er dem Zirkel, sich ebenfalls wieder setzen zu dürfen.
    Thoren bleib neben den Flügeltüren stehen und lehnte sich an die Wand.
    Lysandra saß dem König am nächsten. Ihr weißblondes Haar war wie immer perfekt in Szene gesetzt. Auch an diesem Tag trug sie wieder eine aufwenig aussehende Hochsteckfrisur, die sie wie eine junge Frau aussehen ließ, anstatt wie eine gestandene Frau. Die Vertreterin der Aura legte viel Wert darauf auch so auszusehen. Jung, frisch ... lebendig.
    Serad mit seinem sandelholzfarbenen Hautton wirkte hingegen blasser als sonst. Niemand war sich einig. Wie Aldric vermutet hatte.
    „Wir müssen sie untersuchen!“, wandte Serad Eflim umgehend ein. Der Vertreter für das Element Feuer.
    „Und dann?“, wollte Serena von Tyfendal wissen. Die Abgesandte für das Element Wasser. „Mit allem, was wir tun, könnten wir die Götter verärgern.“
    „Wir müssen das Wesen beoachten“, wandte Valon ein. „Wir wissen nichts!“
    „Und deswegen ist sie böse?“, entgegnete Lysandra.
    „Vielleicht nicht das eine oder das andere,“ meinte Valon. Er fischte sich eine brünette Strähne aus seinem Gesicht, steckte sie hinter sein Ohr und lehnte sich zurück.
    „Dennoch müssen wir sie beurteilen. Menschen haben Merkmale, wenn sie diese nicht besitzt, dann ist sie kein Mensch“, wandte Serad ein. Seine bernsteinfarbenen Augen musterten den König. Vermutlich wollte er die Reaktion von Aldric abwarten.
    „Dann sollten wir aber alle dabei sein!“, sprach Lysandra. „Nicht, dass die Ergebnisse verfälscht sind.“
    „Vor allem sollte es bewacht werden. Streng bewacht!“, verlangte Valon. „Und das von niemanden, der befangen ist.“
    „Du meinst, durch Glauben oder Politik?“, mischte sich Serena ein. Ihre hellblaue Robe, die sie beiläufig straffte, machte sofort klar, wem sie angehörte.
    Alfons hatte alles beobachtet und nickte. „Es sollte sie jemand bewachen, der ihre Gesinnung positiv beeinflussen kann.“
    Aldric lauschte den Einwänden und nickte. „Zumindest sind wir uns einig, dass wir nichts wissen und uns uneinig sind.“
    Jeder des Zirkels schaute den König an und schwieg für einen Moment.
    „Ihr habt sie einfach isoliert, Hoheit“, beschwerte sich Serad, aber zumindest blieb sein Tonfall respektvoll. „Wäre es nicht Sache der Magier, ein magisches Wesen zu untersuchen und zu beurteilen?“
    Aldric überlegte und nickte leicht. „Das kann schon sein. Ihr allesamt seid die Experten für Magie. Trotzdem ... an eurer Diskussion erkenne ich, dass es richtig war, sie zunächst ... atmen zu lassen. Sie wirkte auf mich, Frau Magda und Fräulein Liora wie ein neugeborenes Kind. Das lassen Eltern auch nicht direkt von fremden Menschen überfallen oder gar ... untersuchen. Es bleibt in Obhut der Mutter und ein paar wenigen. Es hätte sie verschrecken können. Bei allem, was wir wissen wollen, sollten wir eine gewisse Zurückhaltung üben.“
    „Ich stimme dem König zu“, sagte Lysandra. „Alles, was wir tun, sollte mit ihrer Erlaubnis geschehen. In Ruhe und ... Wohlwollen.“
    Es wurde aus Blut geboren. Das ändert nichts daran, dass es potenziell gefährlich sein könnte“, fügte Valon hinzu. „Deswegen pflichte ich Serad bei, dass wir das Wesen streng bewachen sollten. Das sollte auch in dessen Interesse sein. Immerhin könnte auch irgendjemand versuchen, es zu verletzen.“
    Der König dachte nach. Ja, Asha brauchte Schutz. Wenn er an Georg dachte, war es keine gute Idee, sie nur in der Obhut der beiden Frauen zu lassen. Was, wenn ein verwirrter Anhänger der Kirche ein Attentat plante? Oder gar einer der Magier? Die Wache musste unbefangen sein. Jenseits von Politik oder Magie. Aldrics Blick schweifte umher, bis er den gelangweilten Thoren an der Wand lehnen sah. „Mein Hauptmann wird das übernehmen“, sprach er.
    Thoren riss seine Augen in diesem Moment auf, aber Aldric überging dies. Die Magier wollten Asha verstehen. Sie untersuchen, testen. Aber er hatte kein gutes Gefühl dabei. Jeder war nur auf seine Schlussfolgerung bedacht. Gefahr oder Segen? Also musste er sichergehen, dass jemand da war, der alles objektiv beurteilen konnte.
    „Mein Vetter?“, mischte sich Valon ein. „Dann können wir sie auch gleich der Kirche vorwerfen.“
    „Der Hauptmann genießt einen guten Ruf, Valon“, entgegnete Serena.
    „Was Frauen angeht? Eher weniger“, antwortete Valon lachend und musterte die Reaktion seines Vetters.
    „Frau? Eben hat ihr sie noch ständig als ‚Es‘ betitelt, genauso wie Serad“, schimpfte Lysandra.
    Aldric seufzte und überging Lysandras Einwand, obwohl sie recht hatte. Da war sie wieder. Die Rivalität der beiden Männer.
    „Neidisch?“, wollte Thoren wissen, auch wenn er mit seiner neuen Aufgabe sicherlich nicht gänzlich einverstanden war.
    „Du solltest vielmehr auf mich neidisch sein. Ich habe eine liebende Ehefrau und werde bald Vater. Das alles kannst du nicht vorweisen“, erwiderte Valon gelassen, wodurch Thoren seinen Unterkiefer anspannte.
    „Genug, ihr beiden!“, unterbrach Lysandra das Gezeter. „Wenn der König denkt, dass er geeignet ist, will ich mich nicht einmischen. Und Thoren von Caevarn hat seine Loyalität mehr als einmal bewiesen.“
    „Wenn die Götter uns ein Gefäß schicken, sollten wir es mit Freundlichkeit und nicht mit Konkurrenz füllen“, pflichtete Serena Lysandra bei.
    „Wir sollten das Wesen heute Nachmittag aufsuchen.“ Serad kam zum Ursprung der Diskussion zurück. „Dann sehen wir weiter. Wer es bewacht, ist mir egal, solange der Hauptmann fähig ist, sein Schwert gegen jedwede Gefahr zu erheben. Egal, ob es eine Frau ist.“
    Thoren verengte seine Augen. „Ich habe geschworen, das Reich zu beschützen, also ja, das Geschlecht ist mir dabei egal.“
    „Und was geschieht, wenn sie wahrlich nicht von dieser Welt ist?“, wollte Alfons wissen, zupfte nachdenklich an seinem dunklen Bart und behielt die Ruhe. „Was dann? Wirklich? Sollen wir ihr einen Tempel bauen? Sie anbeten? Was?“


    Kleiner Funfact aus Autorensicht!

    Immer, wenn ich Valon und Thoren vor Augen habe, sind das optisch recht ähnliche Gesellen, aber wie zwei Kinder, die sich gegeseitig die Zunge rausstrecken.

    Zu Georg: Ich muss da an Heinrich Kramer denken. Sorry ... :rofl:

    Uhh, da konnte er in einer Vision einen Gleichgesinnten treffen, sehr interessant. Vermutlich läuft das dann zusammen? Ich bin gespannt.
    Also, die Suche der beiden?

    Das Konzept der Stille finde ich dabei sehr gelungen. Wie so eine Radioaktivität als Folge eines nuklearen Angriffs, weißt. Iwas, was zurückbleibt.

    Jetzt wurde auch noch Frod entführt? Ich hoffe, Ille, weiß, was er da macht, wenn er es denn war xD Also ... Tjelvar ist jetzt niemand, mit dem man sich anlegen sollte. Auch optisch. xD Und die arme Elina. Gerät genau zwischen die Fronten.

    Hach ja, nur noch 30 Threadseiten :rofl:

    Kapitel 7 war ja mehr informativ. Da zu habe ich eigentlich nicht viel zu sagen, da ich schauen muss, wie sich das Wissen in der Geschichte umsetzen lässt - welche Offenbarungen noch kommen.

    Zu Kapitel 8 kann ich sagen ... Also Tjelvar hat anscheinend eine Vision/Offenbarung? Mich erinnern die Lichter immer an die Nordlichter, die die sehen? Soll das so eine Anspielung darauf sein?

    Für einen Moment ließ er sie nicht aus den Augen. Lag es an dem Geschick, mit dem sie sich über den Platz bewegte? Sie wusste eindeutig, was sie tat und Tjelvar gefiel es, ihr dabei zuzuschauen. Ob es auch daran lag, dass ihr Tanz so viele verschiedene Einflüsse mit sich brachte? Wie Elina, war auch er weit gereist und deshalb erkannte er einiges in ihren Bewegungen wieder.

    Ich muss gestehen, ich shippe die beiden ein bisschen. :D Erinnert mich bissi an Halvar und Iouna. Die Frau, die es selbst nicht leicht hat, aber es schafft, dem geschundenen Mann ein Lächeln zu entlocken. xD

    „Wo willst du hin?“, hörte er noch Metjan im Hintergrund brüllen.

    „Aber du hast doch gesagt, er soll sich verpissen“, erklärte ihm einer seiner Begleiter.

    Menschen und Alkohol. Aber gut dargestellt. Der ganze Streit, wo dann die anderen dastehen ... "Eh, was?" xD

    Zwei sehr schöne Parts, gab nix zu meckern. Ich freue mich auf Kapitel 9 :D und was die andere Schrulle zu sagen hat, nachdem Tjevar wieder bei Sinnen ist.

    So, es geht weiter:

    Bin dir noch ne Rückmeldung schuldig, habe es direkt gelesen als du es gepostet hast, kam aber bisher noch nicht dazu, eine sinnvolle Antwort zu schreiben. Here we go:

    Alles gut, ich bin geduldig. ^^

    Aber insgesamt wirkt alles zu konsequenzlos. Das unterstreicht gerade das Ende, sie deutet an dass etwas kommt, aber dann endet das Kapitel mit einer rhetorischen Frage. Die aufgebaute Spannung entlädt sich irgendwie nicht. Entweder brauchst du eine richtige Auseinandersetzung oder eine andere Lösung, so bleibt es für mich unbefriedigend, wie in einer Schwebe. Die Szene verspricht mir mehr Konflikt, als sie liefert.

    Thorens Charakterisierung schwankt. Er wird als akribischer Hauptmann etabliert, der "kein unbekanntes Geräusch übergehen würde", sollte dann nicht ein wenig mehr kommen, als ein simpler, strenger Verweis? Keine Konsequenzen für Brans Pflichtversäumnis, keine ernsthafte Standpauke für Liora. Auch die Exposition über Asha fühlt sich eingeschoben an. "Sie ist wie ein Buch mit leeren Seiten" Die Metapher finde ich zwar schön, aber sie kommt aus dem Nichts und wirkt wie eine Information für den Leser, nicht wie etwas, das Liora in dieser Situation natürlich sagen würde.

    Das liegt daran, dass der Part nicht vorbei war. :rofl: Ich bin es nicht gewohnt, Kapitel für Kapitel zu posten. Das beim König war ein Zufall, aber wenn Parts zu lang werden, teilen wir sie. ^^ Ich werde aber versuchen, das kenntlich zu machen. Du kannst das natürlich nicht wissen.

    Weitere Gedanken: Wenn die Romanze später wichtig wird, müsstest du mehr Grundlagen legen: Was steht auf dem Spiel? Warum ist Thoren dagegen, reines Standesdenken oder konkrete Pläne für Liora? Wenn es ein Charaktermoment ist: Vielleicht mehr innere Reflexion von Liora?

    Das kommt noch. Ich showe eher, als dass ich telle :D

    . Auch die Exposition über Asha fühlt sich eingeschoben an. "Sie ist wie ein Buch mit leeren Seiten" Die Metapher finde ich zwar schön, aber sie kommt aus dem Nichts und wirkt wie eine Information für den Leser, nicht wie etwas, das Liora in dieser Situation natürlich sagen würde.

    Sind auch nicht ihre Worte, aber gut erkannt :D


    (Part 2)

    „Weiß Mutter davon?“, wollte Thoren wissen.
    „Nein“, antwortete Liora, „aber ich bin mir sicher, dass sie es erlauben würde. Vermutlich wäre sie glücklich darüber, dass eines ihrer Kinder in die Zukunft schaut.“
    „Das denkst du?“, spie Thoren heraus.
    Liora plusterte beleidigt ihre Wangen auf und lief weiter. Jedoch kam sie nur ein paar Schritte weit, bis die Hand ihres Bruders ihren Unterarm packte.
    „Denkst du das wirklich? Und was ist mit mir? Mir obliegt solch eine Entscheidung“, fuhr er ruhiger fort.
    Liora blieb stehen und überlegte. Sollte sie ehrlich sein? Es war ihr älterer Bruder, mit dem sie sprach. Acht Jahre trennten sie. Als ihr Vater starb, wurde sie noch von Ammen gestillt, während er kurz danach auf einem Schlachtfeld stand. Aber nein, sie musste Grenzen setzen! Sie war kein Säugling mehr. „Ich entscheide mich wenigstens für jemanden“, entgegnete sie, während sie weiterlief.
    „Was?“
    Liora blieb genervt noch einmal stehen. „Weißt du, ich werde immer mit allem konfrontiert. Hier am Hof. Den Gerüchten und dem Geflüster ... Dir traut sich keiner die Wahrheit ins Gesicht zu sagen, aber alle wissen von deinen Liebschaften. Du nimmst dir Frauen ohne Verpflichtungen. Du sagst jeder, dass du vor Gefühlen nicht niederknien wirst, aber ... du bist ein einsamer Mann. Ich will nicht so einsam enden! Komm nicht zu mir, wenn es so weit ist, dass du kniest. Vor allem nicht, wenn du einen Keil zwischen Bran und mich jagst. Ich bin deine Schwester, nicht einer deiner Gardisten!“ Liora wählte diese Worte gut bedacht, zumindest teilweise, obwohl es nicht so wirkte. „Ich erfülle meine Rolle, damit der König als letzte Instanz meinem Flehen nachgeben wird. Egal, ob Bran und mich Stand oder Namen trennen. Er ist lieb und aufmerksam. All das, was du nicht bist!“ Sie lief weiter und ließ ihren Bruder zurück. Es tat ihr weh, so direkt zu sein, aber er verstand es nicht. Sie hatte das Gefühl, selbst in ihr sah er nur eine lästige Pflicht. Sie hörte, wie er ihren Namen rief. Immer wieder.
    „Was?“, schrie Liora und drehte sich um.
    „Du hast meine Erlaubnis, wenn er dir würdig ist“, rief ihr Thoren zu. „Ich will nicht der Keil sein, aber ... du bist jung. Und wenn du weißt, wie ich bin ...“
    „Er ist anders!“ Liora unterbrach ihn. Ihr Bruder hatte vergessen, dass das Leben auch gute Seiten hatte. Selbst jetzt. Das Volk versank nicht nur in Traurigkeit, sondern feierte jeden Erfolg. Selbst wenn es nur die Geburt einer Tochter war – wie beim Bäcker, der diese Kleinigkeit in der Scheune feiern wollte. Dazu war sie eingeladen, aber auch sie stellte ihre Pflicht vor dieses Vergnügen. Nicht, weil sie müde war, sondern, weil sie am Morgen für Fräulein Asha da sein wollte. Nicht benebelt oder müde – gänzlich. Dieses neugeborene Wesen hatte es verdient, dass sie sich ihr widmete. Und Liora ahnte, dass sie eine Seite war, die der Hof ihr sonst nicht zeigen würde. Voller Hoffnung, voller Leben. Jung und ungebrochen.
    „Wenn du das sagst, will ich dir glauben“, schlichtete Thoren.
    Liora sah ihren Bruder an. Sie glichen sich optisch durch Haar – und Augenfarbe, aber im Wesen waren sie komplett unterschiedlich. Während sie daran festhalten wollte, dass es gute Dinge im Leben gab, schien er jedwedes Licht aus seinem Inneren entfernt zu haben. Sie wusste, dass das daraus resultiert war, dass er sehr früh das Oberhaupt gewesen war, aber ... es schmerzte sie, dass er nie lächelte, lachte, tanzte ... sich freute. Ob für sich oder andere. Sie hingegen lebte, sie feierte und liebte. Sie waren sehr unterschiedlich. Sie seufzte. Vielleicht war das ihr Schicksal. Immer die Person zu sein, die ihren Bruder entschuldigte und das Gute vor Augen hielt. Sie lächelte. „Falls Bran etwas Dummes macht, darfst du ihn töten. Wäre das ein Kompromiss?“
    Thoren lachte tatsächlich. „Ist das ein Versprechen?“
    Liora verzog ihre Mundwinkel zu einem schiefen Lächeln. „Eher eine vage Zusage. Aber wenn es dir wichtig ist, dann hast du meine Erlaubnis. Und bestrafe ihn für seinen jetzigen Fehler nicht zu hart. Wir ... haben uns seit Tagen nicht gesehen.“
    Thoren brummte. „Das ist viel verlangt. Das weißt du.“
    Liora versuchte, zu lächeln. „Wenn du ihn verschonst, werde ich Ewona weiterhin von dir fernhalten!“
    Ihr Bruder stutzte.
    Oh ja, ich weiß alles, dachte Liora und fühlte ihren Triumph.
    Thoren massierte seine Nasenwurzel und nickte schlussendlich. „In Ordnung“, räumte er ein. „Sein Fehlen hat niemand gemeldet, daher ... kann ich ihn vermutlich verschonen. Dieses Mal!“
    Liora nickte und brachte danach die Wäsche zu den Waschfrauen. Danach begab sie sich in ihre Räumlichkeiten. Sie legte sich auf ihr Bett. Ihre Worte waren nicht gelogen. In keiner Weise. Gerade Ewona war eine Frau, die nicht von ihrem Bruder abließ und sie immer belästigte, dabei konnte sie auch nichts daran ändern, dass Thoren nicht auf der Suche nach einer Ehefrau war. Und selbst wenn, würde sie Ewona als Schwägerin meiden. Sie war verschlagen und schämte sich nicht, Gerüchte und Halbwahrheiten weiterzutragen. Frau Magda nannte Ewona immer eine zweiköpfige Schlange. Der eine Kopf konnte nett und zuvorkommend sein, der andere gehässig und gemein. Von der ehemaligen Hohepriesterin stammte auch die Metapher, dass Fräulein Asha ein unbeschriebenes Buch sei. Worte, die Liora nur zu gerne übernommen hatte. Die alte Frau, die ihren Dienst ganz Draemor verschrieben hatte, war ein leuchtendes Vorbild für sie. Vielleicht nicht gänzlich. Denn immerhin hatte Frau Magda davon abgesehen, jemals zu heiraten und Kinder zu bekommen. Aber sie war eine weise Frau, mit offenem Mundwerk und Herzen. Liora musste sich eingestehen, dass sie diese Entscheidung nicht verstand. Obwohl Frau Magda schon beinahe sechzig war, konnte man ihre Schönheit nicht verleugnen. Wie schön sie wohl mit zwanzig gewesen war? Aber vielleicht war es genau das gewesen. Vielleicht hatte sie so viel Auswahl gehabt, dass sie lieber niemanden als den falschen Mann gewählt hätte.
    Liora schloss ihre Augen. Sie würde ihren Dienst tun. Denn es musste einen Grund haben, dass der König sie und keine andere gewählt hatte.


    nächster Part

    Liora

    (Part 1)

    Liora ging den Gang Richtung Waschküche entlang. Dabei schwang ihr langer brünetter Zopf sanft hin und her, während sie den vollen Wäschekorb vor sich trug. Kleider, ein Bettlaken und Handtücher befanden sich darin. Sie musste nur noch diese Kleinigkeit erledigen, dann durfte sie sich in ihr Zimmer zurückziehen. Ihre Füße begrüßten diesen Umstand sehr, da sie den ganzen Tag unterwegs gewesen war. Die Sonne war bereits untergegangen, und die Kerzen tauchten das Schloss in ein warmes Licht. Der Geruch von Bienenwachs schwängerte die Luft.
    Der König hatte sie damit betraut, die Neugeborene zu betreuen. So nannte Frau Magda Asha gelegentlich. Das war eine wichtige Aufgabe. Liora wusste, dass das teils ihrem Bruder zu verdanken war, aber allein durch seinen Ruf hätte der König es auch nicht gestattet. Sie summte und hatte die Waschküche fast erreicht, als sie plötzlich an ihrer Hüfte gepackt wurde. Zwei kräftige Hände zogen sie von hinten in die Vorratskammer, wodurch ihr der Wäschekorb aus den Händen glitt.
    Nachdem Liora ihren Blick sortiert hatte, sah sie in ein bekanntes Gesicht. „Bran ...“, hauchte sie lachend und ergab sich dem Überfall.
    Er küsste sie, und sie erwiderte den Kuss.
    „Was machst du hier?“, wollte sie wissen. „Müsstest du nicht am Schlosstor sein?“
    Der junge Mann grinste schelmisch. „Einen kurzen Moment wird mich niemand vermissen. Ich sagte, ich müsste austreten. Ich habe dich seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Ich dachte, du würdest mich vermissen.“
    Liora lächelte. „Das tue ich auch, aber ...“
    „Ein Aber?“, unterbrach Bran sie und löste seine Hände von ihrer Hüfte.
    Liora seufzte. „Benimm dich nicht wie ein Kind. Ich habe viel zu tun und will meine Aufgabe anständig machen. Das kommt uns auch zugute.“
    Bran atmete tief durch. „Das verstehe ich. Wirklich. Trotzdem ...“, gestand Bran gespielt schmollend und nahm ihre rechte Hand, „wollte ich dich kurz sehen. Wie ist sie denn? Wie nennt dein Bruder sie? Die Frau?“ Bei den letzten Worten verstellte Bran seine Stimme so, dass sie nach der ihres Bruders klang.
    Liora rollte mit ihren Augen. „Ja, so nennt er sie. Aber sie heißt Asha. Fräulein Asha. Und sie ist ...“ Sie überlegte. „Sie ist wie ein Buch mit leeren Seiten, das allmählich beschrieben wird. Ich denke, das dürfte passen.“
    „Das ist eine nette Beschreibung.“ Bran lächelte, während eine strohblonde Strähne in sein Gesicht fiel. Gerade, als er sich zu ihr hinunterbeugen wollte, um sie erneut zu küssen, erklang eine Stimme im Flur.
    „Liora?“
    Beide rissen ihre Augen auf.
    „Woher ...?“, flüsterte Bran und ließ Lioras Hand los.
    Liora hingegen stieß Bran an seinem Wappenrock in die dunkle Ecke des Zimmers und wandte sich der Tür zu. „J... ja?“ Sie schaute um die Ecke und erspähte ihren Bruder im Gang, der zunächst fragend den Wäschekorb ansah, dann sie.
    Liora trat nach außen und schloss die Tür hinter sich. „Du hier? Ich dachte, der König hätte nach dir verlangt.“
    „Unser Gespräch ist bereits beendet.“
    „Und?“ Liora wollte den Wäschekorb aufheben, aber Thoren kam ihr zuvor.
    Er legte das Bettlaken zurück, nahm den Wäschekorb hoch und behielt ihn in der Hand. „Es gab nicht viel zu bereden. Der König will die morgige Sitzung wahrnehmen.“
    Liora nickte. „Ich verstehe. Dann geht es hoffentlich voran.“
    Thoren schaute sie fragend an, als plötzlich ein Geräusch aus dem Nebenzimmer kam, das mehr Aufmerksamkeit auf sich zog.
    „Lass uns weitergehen“, wandte Liora ein, aber ihr Bruder hielt inne.
    Ohne etwas zu sagen, überreichte er ihr den Wäschekorb und öffnete die Tür.
    Liora wusste, dass Thoren kein unbekanntes Geräusch übergehen würde, aber hätte es gehofft. Die Räumlichkeiten waren für Untergebene reserviert, die mit ihren hohen Herren zu Besuch waren, da aber momentan kein Besuch im Schloss war; sollte es unbewohnt sein.
    Liora kniff die Augen zusammen, nachdem ihr Bruder im Zimmer verschwunden war. Kurz darauf waren Stimmen zu hören, eine lauter als die andere.
    Als sie sich wieder traute, die Augen zu öffnen, hatte Thoren Bran an seinen Schulterplatten aus dem Raum gezogen.
    „Kehre umgehend wieder an deinen Posten zurück, Bran Igorson!“
    „Jawohl, Hauptmann!“ Bran warf Liora einen flüchtigen Blick zu, den sie erwiderte.
    Sie hoffte, eine Entschuldigung durch ihre Augen sollte genügen, dabei konnte sie nichts für seine Entdeckung. Aber sie hatte immer das Gefühl, sich für das forsche Handeln ihres Bruders entschuldigen zu müssen.
    Erst nachdem Bran aus ihrem Blickfeld verschwunden war, drehte sich Thoren wieder zu ihr um. „Der Sohn eines Schmieds? Machst du Witze?“, fuhr er sie an.
    Schon lange hatte sie sich auf die Standpauke ihres Bruders vorbereitet. An jedem Tag, seit sie sich ihre Zuneigung zueinander zugestanden hatten, rechnete sie damit. Ihr Bruder war das Familienoberhaupt. Derjenige, der die Regeln machte. Und sie hatte sich geschworen, nicht nachzugeben, sollte dieser Moment kommen.
    „Was ist daran falsch?“, wollte sie wissen und schaute Thoren fest in die Augen. Ja, Bran war nur ein Gardist, aber so hatte ihre Familie auch einst angefangen. Und bisher war nichts geschehen, das eine Verbindung unwiderruflich machen würde. Bran war ein Mann der Ehre, der wusste, dass Liora ihre Wahl nicht leichtfertig treffen durfte.

    Kapitel 6

    Auch ein sehr schön beschriebener Teil.
    Vor allem die Situation in der Stadt war gut rübergebracht. Auch mit den Flüchtlingen - Tjelvar hier der Mann mit Herz! :blush:

    Die Stituation beim Jarl bringt viele Informationen. Das war richtig gut. Ich konnte mir den Mann auch so richtig schön beim Essen vorstellen, während Frod ihm da das Ohr abkaut. :rofl: Schön war auch der Gegensatz von Tjelvar und der Leibwache!

    Ich hab so die leise Vermutung, dass was passiert, dass die doch ins Grab gelassen werden. Und wenns mit der Ansammlung der Draugar vor den Toren zutun hat ... :hmm: Wäre jetzt so mein GEfühl, weil ich nicht glaube, dass es mit einem "Verpisst euch!" getan ist.

    Dass die anderen Soldaten locker auf Tjelvars Reaktion und Beleidgungen reagieren, spricht iwie auch Bände. Vor allem dachte ich beim "Narbenlosen" das gleiche wie Tjelvarn. Oh, cool, ein Feigling! xD Das erklärt auch die vielen Wachen. Der will wohl der Narbenlose bleiben!

    Der einzige Kritikpunkt ist wie in meiner Mail bei WA: Wenn Frod nicht gerade 10 Jahre jünger ist als Tjelvar, dann würde ich die Bezeichnung "Bursche" überdenken. Auch, falls das häufiger vorkommt. Weil ... das würde ich in meinem Alter selbst eher Minderjährigen zuteilen - mit 30 damals auch so Jungs von 15-19 iwas in dem Dreh. Und da früher die Leute auch recht schnell "erwachsen" waren ... Aber wie immer nur eine Kleinigkeit :D

    Ich bin gespannt, wie sie jetzt weitermachen xD

    Kapitel 5

    Ich wusste es, ich wusste ES! Da ist er - Tjelvar - gealtert! :rofl: Er hatte schon so leichte Halvar-Vibes für mich, aber das ist ok. Er war ja vorher schon ein ruhigerer Geselle. Es passt zu ihm und macht ihn ja gerade für mich umso interessanter. :smoker:

    Die Situation mit Elina finde ich ganz großes Kino. Also die Atmosphäre stimmt, das Setting. Klar eröffnet sich mir noch nicht gänzlich die ganze Situation da. Es sind ca. 14 Jahre vergangen? Viel Zeit für Draugr zu wüten. Da kommt es bissi drauf an, wie groß die Welt ist, nech?! Ansonsten bekäme man das Gefühl, die haben sich fast zu gut geschlagen. :hmm: Vor allem - Wie viele sind das? xD

    Das Einzige, was ich bisschen situationsbedingt fand, war, dass die Taverne sich plötzlich immer weiter leert. Klar, das passt schon, aber ich würde im Feinschliff vielleicht - während Elina bei den anderen sitzt - eine Situ einbauen, dass ein Tisch ihr Tschüss sagt - beiläufig, damit man objektiv merkt, da gehen etliche. Es wirkte etwas abrupt, dass, nachdem Elina mit Tjelvarn zurückkehrt, die Taverne viel leerer ist. Aber das ist ECHT ne Minianmerkung.

    Das mit Elinas Narben und ihrer Geschichte ist auch super überlegt. Und macht sie sehr nahbar. Ich finde auch gut, dass sie trotzdem so "aufgeweckt" wirkt. Ein bisschen das Ambivalent zu Tjelvarn. ;)

    Ich bin gespannt, was ihre Zeichen bedeuten, und was se in dem Grab finden - wenn sie das finden. Morgen gehts dann weiter!

    So Kapitel 3 und 4 gelesen. ^^

    So viel habe ich diesmal gar nicht zu sagen. Der weitere Verlauf des Kampfes war wirklich gut geschrieben. Ich bin nie gestolpert oder hatte Probleme, etwas nachzuvollziehen. Es war wirklich gut rübergebracht!

    „Erik“, wimmerte er mit gebrochener Stimme und rüttelte sacht an ihm.

    Du bist ein Arsch!!! Das ist ja fast Schlimmer als bei GoT. Den ersten Cast erstmal komplett ausradieren. Ich ahne zwar, warum du das machst, aber es gefällt mir trotzdem nicht. :rofl:

    Tjelvars Hände, sein Oberkörper, der Bart sogar seine Augen waren mit dem Lebenssaft des Draugr besudelt.

    Bart ... Flaum? So mit 16? *hust* DAAAA musste ich bisschen schmunzeln.

    UND VERDAMMTE HACKE! Die Schwester hast du auch getötet! Wie sehr willst du Tjelvar fertigmachen? Etiam: JAAAAAAA!

    Wie, noch nicht gänzlich gebrochen? Dann legen wir nach! Schön zutreten!!!
    Ich denke mal, du willst aus ihm so ne Art "Ich weiß, wovon ich spreche"-Kerl machen. Wahrscheinlich zeitversetzt. Das wäre jetzt so meine Idee dahinter. Ich gehe mal stark davon aus, dass er den Dunklen entweder besiegt hat oder zumindest außer Gefecht setzen konnte.

    Kapitel 4 war erstmal so ein "Aus dem Setting" gerissen werden, passt aber gut. Obwohl mich erst die Ich-Perspektive verwirrt hatte. Aber - war ja ein Brief. Die Situ an sich war beklemmend. Der arme Björn. xD Dwan saß da und wartete, das kam gut rüber xD Und dann dieses "Jo, kannst entscheiden, ob ich frei sein sollte oder nicht!" Bin gespannt darauf, wie das dann alles zusammenfließt. ^^