Beiträge von Jennagon

    Guten Moment Naduschka,


    Willkommen im Forum und ich hoffe, du lebst dich gut ein.

    Wenn Fragen auftauchen, steht es dir frei, ein Ticket zu eröffnen oder wende dich an die Community, jeder hilft sich hier auch gegenseitig weiter. ^^


    Lg

    Jenna

    Lieber User, liebes Forum, (ich richte es auch an die Allgemeinheit, damit ich es nicht jedem einzeln sagen muss) ;)


    nachdem wir unzählige Nachrichten darüber erhalten haben, dass du, besagter User, die Community anschreibst, um irgendwie deine Verwirklichung von harter und echter Kritik anzutreiben, möchte ich allgemein darauf antworten, da ich ja weiß, dass du erst zurückkommen möchtest, wenn ich deine Art der Kritik erlaube. Zudem hast du ja einigen geschrieben, dass ich anscheinend etwas gegen ehrliche Kritik hätte - und nur ein 'im übertragenen Sinne' Flauschieinhorn bin, das mit seiner Regenbogentruppe anderen das Bäuchlein krault. Und wehe, irgendwer weint, dann komme ich gleich mit meinen Regenbogenstrahlen und trockne die Tränchen ... :jennagorn:

    Ich möchte eines dazu sagen: Sie ist und war nie verboten! Die ehrliche, mitunter auch mal harte Kritik. Nur möchte schlichtweg der Großteil - und man darf mich gerne korrigieren - keinen reinen Verriss in seinen Geschichten, so wie du deine Art der Kritik darstellst. Hier möchten sich - und wieder darf man mich korrigieren - Autoren/Leser/Filme- und Fantasyfans austauchen. Das voneinander lernen kommt meist von selbst, wenn man sich auf einer gesunden Diskussionsebene begegnet. Klar darf es auch mal hitziger werden, wenn nicht gleich der Esel oder die Mütter beleidigt werden. Dennoch. Jeder Mensch ist anders und das wollen wir hier respektieren. Bei einem User darf ich einen direkten Ton anschlagen, bei einem anderen muss ich vorsichtiger rangehen, damit er bei negativer Kritik nicht direkt den Kopf dicht macht und sich angegriffen fühlt. Wir möchten hier aufeinander eingehen und nicht unsere Art des Kommentierens jedem aufzwängen, der sie gar nicht haben möchte. So etwas schadet einer Gemeinschaft und hilft niemanden. Das dauert manchmal ein bisschen, bis man jemanden einschätzen kann und ab und an ist es besser, wenn man den Autoren zuvor fragt, was er für Kritik haben möchte. Wir werden hier niemanden eine monotone, harte Art der Kritik einprügeln, weil uns irgendjemand dazu auffordert.

    Hier geht es nicht um reines Bauchpinseln oder eine Harmoniegesellschaft, die keine ehrlichen Worte verträgt, sondern darum, trotzdem einen gewissen Respekt vor der Arbeit anderer zu haben. Egal wie weit der Stand der Kenntnisse ist oder welchen Geschmack jemand hat.

    Deine Äußerung: "Den Asis zeigen ..." stößt mir immer noch bitter auf, da ich hier keinen einzigen Asi kenne. :pardon: Daher weiß ich nicht, wen du damit hier im Forum meinen könntest und worauf du dich da beziehst. Es geraten mal User aneinander, es gibt mal Streit, aber niemand hier ist ein Asi. :crazy:

    Wenn jemand gut schreibt, muss ich ihn nicht belehren, sondern kann demjenigen helfen, vielleicht alles abzurunden, da vier Augen mehr sehen als zwei. In deine Ankündigungen stellst du voraus, dass hier jeder sich verbessern müsste. Sorry, das ist nicht nur anmaßend, das ist absoluter Nonsens. Wir sind keine Eliteschule und du nicht das Maß aller Dinge. Du machst das seit 15 Jahren, gut, aber nur weil ich Strickpullover trage, rede ich hier nicht Leuten rein, die gerne stricken. Nur weil ich seit 33 Jahren Fernseh gucke, weiß ich nicht, wie man Filme dreht. Ich kann nur beurteilen, ob mir das gefällt, was ich sehe oder nicht. Und so sehe ich das auch in den Bildern/Geschichten/Filme. Klar, kann ich paar Rechtschreib - oder Tippfehler anmerken, mal eine Logiklücke bemerken, aber letzten Endes dreht es sich bei der Einschätzung, ob es ein gutes Buch ect. ist, um den eigenen Geschmack. Niemand ist hier gezwungen, etwas zu kommentieren, was er nicht lesen möchte. Niemand ist gezwungen, jedwede Kritik anzunehmen, den Geschmack eines anderen anzunehmen, um aufzusteigen in das Allwissendtum des Schreiberhandwerks. Jeder kann Kritik verteilen wie er will. Solange sie respektvoll und auf den Text bezogen ist - und der Autor verträgt und möchte. Ich verstehe dein Problem nicht, dich dabei normal an das Forum zu wenden, sondern lieber hintenrum unzählige Mails zu verfassen, die verlauten lassen, wir würden dein Genie hier nicht wollen, wobei die meisten Angeschriebenen nicht einmal wissen, was los ist. Mit mir einbegriffen. Du behauptest Sachen, wie, dass wir Kritik löschen würden, kannst aber nicht ein Beispiel nennen, wo das direkt der Fall gewesen wäre. Wir haben noch nie Kritik gelöscht, wenn der Verfasser das nicht wollte und/oder Geschichten als Gesamtwerk auf dem Friedhof gelandet sind, weil z.B. ein Autor - DANK DER KRITIK - nochmal neu anfängt.
    Du redest und redest von Kritik, machst dafür einen apokalyptischen Thread auf, dass du seit ... 20 Jahren Erfahrung hast, hier knallhart Geschichten zerreißen willst, aber wenn du aufgefordert wirst, mal Taten folgen zu lassen, kommt nichts. Du wurdest bereits mehfach gebeten, doch mal zu kommentieren, hast dich Geschichten zugewandt und ich verwette meinen Pöter darauf, dass diese Leute heute noch auf deinen "Verriss" warten. Das würde nämlich passen. Erst Wind machen und dann sich verabschieden, wenn andere auf das Ergebnis deiner Worte warten.

    Das muss ich mir nicht aus dem Hintergrund gefallen lassen, wenn ich mich (das Team ebenso) bloß dafür einsetze, dass es bei jeder Art Kritik trotzdem gesittet zugeht und nicht wie am Gazastreifen. Soll es hier um Spaß gehen? Ja, im Grunde schon. Wenn nicht jedem einzelnen hier das Schreiben/Zeichnen/Filmen Spaß machen würde, würde es keiner tun und niemand sollte einem anderen diese Freude nehmen. Ein Grund, warum es ja auch keinen Forenaward mehr gibt, da wir dadurch gemerkt haben, dass dieser eben User unbeabsichtigt wehtun kann und wir DESWEGEN lieber etwas vorsichtiger sind, bevor jemand mit dem Brecheisen um die Ecke kommt und dann andere verjagt. Mit Spaß ist aber nicht gemeint, dass wir hier nur anderen den Zucker in den A**** blasen, sondern ehrlich sollte man schon sein dürfen. Was den eigenen Geschmack oder die eigene Meinung angeht, ebenso, wenn ein Text noch massive Fehler aufweist. Wenn sich denn der besagte Autor weiterentwickeln möchte. Die Leser, die merken, dass ein Autor daran kein Interesse hat, müssen bei diesem Autor ja nicht ihre konstruktive Zeit verschwenden. Shit happens. Ich denke aber, dass hier jeder sein Medium finden kann und wird. Wo viele Menschen sind, sind auch unterschiedliche Meinungen vorhanden - unterschiedliche Sichtweisen. Die werden hier ausgetauscht. Dein Aufruf, ob man vielleicht ein anderes Forum bräuchte, finde ich hier absolut deplatziert - und dem Team gegenüber zudem respektlos, die hier in die Gestaltung Zeit investieren - ebenso gegenüber den Usern, die hier fleißig mitgestalten. Wenn dir das Forum nicht passt, dann hat der Webdesigner einen Knopf gelassen, wo man sich ausloggen kann. Das gilt für alle, die für schonungslose Kritik sind, ohne mit einem Wort einmal zu erwähnen, dass einem ein Werk auch gefallen "könnte", nur könnte. Für alle, die hier einen riesen Wind machen, aber dann nur eine Briese verströmen. Oder gar Mitgleider als Asis betiteln. Und so viel können wir nicht falsch machen, wenn wir seit acht Jahren bestehen, während andere Foren ihre Schotten dicht gemacht haben. Danke dabei auch an Deku .


    Liebe Grüße


    Euer Flauschiadmin und seine Glücksbärchis.
    :party:

    Hey wickie,


    So, das sieht erstmal viel aus, was da im Text angemerkt ist, aber im Grunde sind es nur sich wiederholende Punkte.

    Man merkt, dass du versucht hast, die gelieferten Vorschläge und Details umzusetzen, das finde ich schon mal gut und gegen die Namen finde ich nichts einzuwenden. Es können ja nicht alle "Hope Sky" oder "Aiden Jerome" heißen. ;)

    Wie zuvor finde ich den Anfang gar nicht schlecht. Er wirkt nun durch das Ausschmücken farbiger als zuvor. :thumbup:

    Allerdings ist eine Begleiterscheinung von der Umgangssprache, dass es sich nicht immer flüssig lesen lässt. Oftmals wirken die kurzen Sätze etwas abgehakt und irgendwie bekommt der Leser das Gefühl, dass da noch etwas fehlt. Beschreibungen, Details, Erklärungen zum Aufbau der Umgebung.

    Beispiel ist da die oft erwähnte "Stube". Nimmt man ein mittelalterliches Bauernhaus, gab es da oftmals nur ein oder zwei Zimmer. Man schlief zusammen und den Luxus, evtl. ein eigenes Zimmer zu besitzen, besaßen maximal Einzelkinder. Meist bestanden die Häuser aus einem großen Raum mit Koch-und Schlafstelle, einem Tisch und ein paar Stühlen. Man kann zwecks Fantasy natürlich etwas gnädiger sein und ein paar Räume hinzufügen. :pardon: Allerdings ist Stube eine eher unglückliche Beschreibung, denn das kann alles sein. Ein Schlafzimmer, der Raum, wo gekocht wird ect. ... Deshalb sagen ältere Leute ja auch zum Wohzimmer oftmals "Wohnstube." Wie das jetzt in Österreich ist, weiß ich natürlich nicht. ^^


    Ich weiß nicht, auf welchem Programm du schreibst, aber ich würde dir ein Korrekturprogramm empfehlen, das dir die Groß- und Kleinschreibung etwas verbessert. Das gibt es bei Word oder OpenOffice. Zudem solltest du deine Texte nach einem Tag immer nochmal selbst querlesen, dann fallen sicherlich einige Fehler weg. :thumbup:

    Kyelia erklärte dir ja bereits, dass Zahlen ausgeschrieben werden. Das liest sich einfach angenehmer, wobei die Regel sagt, dass man das bis zwölf macht und danach ist das wahlweise. Insgeheim ist sich aber jeder Autor darüber bewusst, dass sich "Er war noch keine dreißig." besser lesen lässt als "Er war noch keine 30." ;)


    Etwas anderes, was es anzumerken gibt, sind die handelnden und sprechenden Personen. Oftmals weiß man im Text nicht, wer da gerade etwas macht oder wer da gerade spricht.

    Allgemein beginnt man nach einem Dialog, wenn danach jemand anderes etwas macht als der, der zuvor gesprochen hat, eine neue Zeile. Wie oben bei Johanna, als sie in die Scheune geht.

    Wenn Phillip dann weiterarbeitet, sollte da entweder sein Namen oder ein Synonym für ihn stehen, damit der Leser nicht den Faden verliert, wer denn da nun etwas macht. Wenn ein Autor das etwas übt, geht es in Fleisch und Blut über. Klar habe wir alle mal Bezugsfehler drin, das ist kein Beinbruch, aber hier hast du oft mit "Er" begonnen und Er könnten im Text bei dir mehrere sein. Der Vater, Phillip oder sein kleiner Bruder. Das gilt auch für "Sie" wenn die Mehrzahl oder seine Schwester gemeint ist. ^^


    Für das Genre, in dem du dich bewegen magst, kann ich dir zur Wortvielfalt nur anraten, zu lesen. Der Satzbau wiederholt sich oft, daher bekommt der Text einen leichten Aufzählungscharakter. " Er hatte, er ging, er schlufte ..." Das lernt man mit der Zeit, es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber Lesen ist da echt eine gute Fortbildungsmaßnahme. :smoker:

    Les dir deine Texte zudem durch und schau, ob sich Worte häufig wiederholen und bewerte dann, ob du dafür Synonyme finden kannst - oder ob es durch Ausbauen der Sätze anders klingen könnte. Variiere mit Worten und mit Satzanfängen.


    Alles in allem ist das bereits ein solider Anfang. Du hast ja selbst gesagt, dass das für dich Neuland ist (Roman + Fantasy) und Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.


    LG

    Jenna

    Hey ihr ^^


    ich finde den Anfang schon sehr gelungen. Die Spannung im Prolog hält von Anfang bis Ende und auch der Anfang von Frank liest sich gut.

    Der Prolog erinnerte mich an die Horrorfilme, wo Jugendliche im Wald von irgendwem angegriffen werden und wo es einer zum Auto schafft, aber wegen der Geschwindigkeit und dem unvorsichtigen Fahren iwo am Baum landet und man sich immer denkt "Nein, warum? Wärst du mal langsamer gefahren, du Depp!"

    Kyelia hat ein Händchen für Horrorstimmungen, Hut ab :hail:

    Frank liest sich direkt danach wieder harmonisch, aber man hält den Jagdausflug gleich für eine schlechte Idee. :rofl: Da sitzt man bereits jetzt schon gespannt vor dem Text und fragt sich, wann das Monster auftaucht. :panik:

    Gut, die beiden haben zumindest Waffen dabei, das ist schon mal ein Vorteil.

    Frank konnte ich mir beim ungelenken Zusammenfriemeln seines Zeltes gut vorstellen - da ist Frau mal schneller fertig, diesen Kontrast lob ich mir. ^^

    Wie jedes Jahr um die gleiche Zeit unternahmen er und Renée einen mehrtägigen Jagdausflug in die wunderschönen kanadischen Wälter nahe Shamattawa

    Meinst du hier Wälder? Ich will keine Rechtschreibkorrektur machen, aber das Wort fiel mir auf. ^^

    In vollster Zuversicht, dieses Mal etwas Großes ins Visier zu bekommen. Nicht immer nur Waschbären oder Dachse.

    Foreshadowing? :rofl:


    Mal schauen, wie es weitergeht ... und wer überlebt :dead:

    Das alleine könnte eine wahnsinnig coole Geschichte geben. Der Bauernjunge sammelt im ganzen Reich junge Menschen auf, die er glaubt später oder gleich für irgendetwas gebrauchen zu können, und verspricht ihnen eine Stellung. Er muss dafür allerdings schon charismatisch sein, sonst glaubt man ihm kaum. Und/oder seine Gefolgsleute auch sehr verzweifelt oder sie haben gerade nichts besseres zu tun. Aus verschiedenen Erzählperspektiven klingt das in meinem Kopf für eine Menge Dialog- und Figurenkonstellationsspaß ^^ Ich fände es hier auch irgendwie witzig, wenn das ganze Unterfangen im Sand verläuft und die Krone einfach unvollständig bleibt :D #PointlessAdventure

    Das wäre es natürlich. Alles so umsonst, aber an Erfahrung gewonnen ... ^^ Fände ich aber recht gut, da die Moral auch sein könnte, dass man mit dem zufrieden sein soll, was man hat. So oder so ähnlich ...

    Was das Sammeln von Leute angeht, daran dachte ich auch, wobei ich persönlich es so machen würde, dass das dann nicht alles nur "Jugendliche" sind ... vielleicht eine verschrobene Kräuteroma, die man z. B. für das Ritual braucht, der man irgendwas angelastet hat/ die irgendwie bei ihrem Lehnsherr ect. in Ungnade gefallen ist und sie sich deshalb den Jünglingen anschließt, da mindestens einer von ihnen zumindest ein Schwert halten kann - und die sie halt eben brauchen. Die Möglichkeiten des Charakterbaus sind da ja wirklich beinahe unbegrenzt.

    führt gar kein Weg daran vorbei, dass der Hauptprota unsympathisch wird, weil machthungrig, manipulativ, vielleicht auch ein Großmaul mit nix dahinter.

    Was man vielleicht auch der Krone und den gefunden Splittern zuordnen kann. Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass die Krone aus einem bestimmten Grund zerhackstückelt wurde. Da nicht der Träger regiert, sondern die Krone vielleicht selbst. Da käm man dann auch wieder zum PointlessAdventure. Wenn es irgendwann nicht mehr darum geht, das Ding zu tragen, sondern zu verstecken oder zu zerstören. Und am Ende sitzen alle (die, die übrig sind) noch da und sind einfach froh, heim zu dürfen. :rofl:

    Mir gefällt das gut! ^^ Gerade die Alternative zum vielleicht eher jugendlichen Gedanken "Jeder will König werden", dass der Vater weiß, dass mit der Macht eines Königs auch viel Verantwortung und noch mehr Zwang (Staatsräson, Regieren-müssen, Verwalten etc.) kommt. Auch die Idee des Durchbrennens ließe sich in eine feurige Geschichte einbauen

    Eben drum. Der Kontrast alt vs. jung. Vor allem, da Bauern jetzt auch nicht die Schulbildung haben, die ein adliger Jüngling genießt - könnte der Vater auf ihn einreden. Aller: "Wie willst du ein Land regieren, du kannst kaum deinen Namen schreiben?!" Das sind dann auch mögliche spätere Zweifel des Jungen an sich, wenn nicht alles gut läuft. Eben, ob sein Vater recht hatte ect. Charakterentwicklung incomming ... :rofl:


    Eine Verfolgung könnte man dadurch rechtfertigen, dass der Vater zum hiesigen Schultheiß, Lehnsherr oder Grafen geht (zwecks Splitter verkaufen), je nachdem, was man für eine Hierarchie dort ansiedelt und wenn der Schultheiß/Lehnsherr/Graf dann zum Bauernhof kommt, ist der junge Mann bereits verschwunden. (Beweis für die anderen, dass sie wirklich einen Splitter gefunden haben, könnte die Gravur in der Steinplatte sein) Der Schultheiß ect. könnte dann seine Männer losschicken, den Jungen einzufangen und ihm den Splitter abzunehmen. Wahlweise da tot oder lebendig, wenn er sich wehren sollte - kommt drauf an, was man dem hohen Herrn für einen Charakter mitgibt. Dann wäre der junge Bauer nicht nur unterwegs, die Splitter zu finden, so ließe sich auch eine Verfolgung rechtfertigen, die große Ausmaße annehmen kann, wenn immer mehr davon spitz bekommen, dass da ein Splitter gefunden wurde. Der Splitter (weil magisch) selbst könnte dann dem Bauerjungen als Karte dienen, wo die restlichen zu finden sind, vielleicht bei Berührung ... oder so ... wie man möchte ... Und unterwegs bleiben einem Autoren dann viele Möglichkeiten offen, Gefährten einzuflechten. Trifft einen anderen Jüngling - Holzfäller oder Schmied - Schmied würde sich da anbieten, der sich dem Bauern anschließt, weil er auch mehr will als ewig Metall zu bearbeiten. Bauerjunge könnte ihm eine Stellung an seinem geplanten Hof zusichern ect. ... Man muss eben abwiegen, was man da gebrauchen kann. Da ein Bauer jetzt nicht der Krieger schlechthin ist und ich persönlich es immer etwas lame finde, wenn solche Chars von Zero to Hero mutieren und das binnen einer Woche, könnte man auf diesem Weg einen Gefährten einbauen, der bereits mit Waffen (weil Schmied) umgehen kann und vom Körperbau etwas stabiler ist. :pardon:

    Da frage ich als alter Demokrat ketzerisch mal: Warum eigentlich? Nur weil ein Typ eine Krone auf dem Kopf hat oder angeblich "blaues Blut" ist es doch noch lange kein Grund, ihn zum Großkönig zu machen.

    Spaß beiseite: du musst natürlich das nicht erklären, es ist ja immerhin eine Geschichte und wer die Krone auf dem Kopf hat, ist halt König. Fertig.

    wickie erwähnte ja bereits, dass es schon mehrere Dürren gab. :hmm: Vielleicht verleiht die Krone die Macht, ein Land nicht nur politisch zu regieren, sondern sorgt auch für ein Wettergleichgewicht - aller Magie - oder KANN für ein Gleichgewicht sorgen, wenn der Träger guter Gesinnung ist. Auch Tyrannei mit dem Ding aufm Kopf wäre nicht ausgeschlossen, das würde den Spannungsbogen erhöhen, wenn Antagonisten den Protagonisten jagen, wo sich der Leser denkt "Nein, bloß den nicht auf den Thron setzen!". :pardon: Zur Krone könnte man dann sagen: "Mit dieser Krone gestaltet sein Träger sein Reich!" (Und das eben in jeder Weise ;) ) Wäre so mein Gedanke dazu. Dann könnte man Träger = König rechtfertigen. Man muss sich da vielleicht nur gewisse Regeln überlegen, weil sonst könnte ja jeder dat Ding tragen oder der König geht abends zu Bett und sein Kammerdiener setzt sich die Krone auf ... schwubb neuer König. Die einfachste Version wäre da vermutlich, dass der Träger, der sie zuerst aufsetzt, mit seinem Leben an die Krone gebunden ist. Das würde auch keine Probleme mit dem Anfang machen, da 1. Nur ein Splitter gefunden wurde und 2. der letzte Träger in einem Krieg/in einer Schlacht gefallen ist/sein könnte.


    Ich spinn nur ein bisschen rum .. ^^


    LG

    Jenna

    Punkt 1 sind die Überlegungen wie es nach dem Brunnen weitergeht. Bei Punkt 4 trifft er auf Verbündeten, man könnte da vielleicht auch ne Beziehung einbauen. Da es aber kein Ende gibt weiß ich jetzt noch nicht wohin die Reise geht oder in welchem Zeitrahmen was Pasiert.

    Derzeitig bereitet mir folgende Sachen noch Kopfzerbrechen: wie viele Charaktere schicke ich auf die Reise? Wie viele Splitter hat die Krone? 5 oder 7? Lasse ich welche sterben? Lasse ich die Krone zusammensetzen und wie oder bekommt keiner die Krone?

    Wenn ich da mal einen Vorschlag machen dürfte ...


    Du hast ja deinen Prota am Anfang. Nehmen wie den Sohn ... dazu müsstest du den Anfang umgestalten und den Brunnenbau etwas nach hintenschieben - nur etwas, damit man den Charakter/ sein Leben kennenlernt.

    Ich nenne 1 jetzt einfach mal Vinzenz (nur damit ich ihn nicht 1 nennen muss)

    In mittelalterlichen Verhältnissen war es nicht üblich, dass die Eltern nur ein Kind hatten - oftmals erreichten nur wenige das Erwachsenenalter, das stimmt, aber meist waren es doch etwas mehr.

    Wenn man Vinzenz zum Ältesten macht, muss er sich natürlich wie sein älter werdender Vater um alles kümmern. Wenn du ihm Eigenschaften gibst, dass er zum Beispiel die Schnauze voll hat vom harten Bauernleben, von Dürren/Launen der Natur abhängig zu sein, sieht wie verlumpt seine jüngeren Geschwister rumrennen müssen, weil Kleidungen von älteren Geschwistern von den jüngeren aufgetragen werden ... kann man ihm den Antrieb geben - wenn sie von der Sage wissen, dass der, der Krone besitzt König ect. wird - die Krone selbst zusammenzusetzen. Um seine Familie aus der Armut zu holen, das Überleben seiner Geschwister zu sichern.

    Sein Vater will den Splitter vielleicht verkaufen, da dieser bescheidener ist und um die Gefahr weiß, dass sicherlich andere dafür töten würden, der Sohn jedoch will sich aus jugendlichem Eifer nicht damit zufrieden geben.

    Das würde wiederum die Möglichkeit offen lassen, dass Vinzenz mit dem Splitter durchbrennt und es auf eigene Faust probiert. :pardon:

    Ob sie (mit Gefährten) oder nur es dann schafft/schaffen ist dann zu überlegen ...


    LG

    Jenna

    Guten Morgen wickie,


    da hier ja alles recht versöhnlich zugeht, will ich nicht so miesepetrig sein und auch nochmal meine fünf Cent dazugeben. ^^

    Deine Vorstellungen vom Mittelalter könnte man ja schon mal unter Worldbuilding einordnen. Das ist auch ein guter Ansatz, um irgendwie weiterzukommen, wenn die Geschichte stagniert.


    Das, was Kyelia und Thorsten zu den Namen gesagt haben, halte ich schon mal für sinnvoll. Überlege dir, ob deine Welt eher mitteleuropäisch angehaucht ist, dann kannst du dort die Namen ansiedeln. Oder eben eher nordisch... ect. Das erweckt zudem auch recht schnell Bilder im Kopf der Leser, weil man regional Namen auch mit Landschaftsbildern verknüpft. Zum Beispiel, wenn der Vater Friedrich heißt oder so ... darunter kann man sich einen Bauern vorstellen, der hart auf dem Feld arbeitet, umgeben von Buchenwäldern - weil alleinstehend ein "einfacher" mitteleuropäischer Name. Aber das ist dann dir überlassen, wie du sie nennen möchtest, wie die Gegend und alles andere in deinem Kopf aussieht.

    Und übrigens wegen dem Nachttopf, das habe ich vielleicht so nicht gemeint, aber 8ch finde es Lustig, wie du es verstanden hast. Man nahm es im Mittelalter nicht so genau mit der Hygiene.

    Da musste ich kurz etwas Schmunzeln. xD Es stimmt schon, dass gerade Städte nicht die angenehmsten Orte der Welt waren, ABER ... ganz so stimmt das nicht. Es kommt drauf an, in welchem Bereich des Mittelalters deine Geschichte spielt. Im Spätmittelalter ging es schon ganz anders zu als im Frühmittelalter. Bauern haben sich sehr wohl, gerade nach der Arbeit, zumindest Hände, Füße und Gesicht gewaschen. (Wasser mit Asche versetzt, um Schmutz und Fette loszuwerden) Man darf das nicht mit dem Barock über einen Kamm kehren, wo man nicht badete, da man in dieser Zeit wieder vermehrt Angst vor Krankheiten besaß. Männer gingen später zum Bader, wo auch meist gebadet wurde (Badestuben). Frauen kämmten und verzierten ihr Haar. Zudem muss du dir hier Gedanken machen, inwiefern du dich am Mittelalter orientieren möchtest. :hmm: Der Grund für viele Dinge oder Regeln war der christliche Glaube. Darunter auch "Du sollst dir den göttlichen Staub nicht abwaschen." Wenn du eine Geschichte mit einer Splitterkrone aufbaust, also mit Magie und einem Magistrat ect., fernab vom christlichen Glauben, wird sich deine Welt anders entwickelt haben, als es unser Mittelalter getan hat. Einerseits ist es dir so möglich, ein besseres Hygienedenken einzubauen - oder eben noch strengere Sitten zum Thema zusammenleben. Dann stinkt es eben bestialisch, aber ich denke nicht, dass das ein Leser alle drei Zeilen wiederholt bekommen möchte. ;) Das kann ein Vorteil in der Erschaffung einer Welt sein, allerdings ist es auch etwas mehr Arbeit, als sich an dem zu bedienen, was schon da ist.

    Also wäre hier zwecks Plot die Frage: Gibt es Christen oder einen daran orientierten Glauben?

    1. Wenn Ja, dann kann man das Mittelalter recht original kopieren. Wahlweise dem Gott ect. andere Namen geben. (Mittelalter ist dabei nicht einfach nur Mittelalter. (Zu unterscheiden sind hier Früh-,Hoch- und Spätmittelalter)
    2. Wenn Nein, ist eine Entwicklung einer Gesellschaft evtl. etwas anders, und Sprüche wie "Oh mein Gott!" fallen weg, auch Gleichnisse mit Himmel, Hölle und dem Teufel.

    Zu dem wenigen Wasser kann ich nur sagen, dass es im Mittelalter gar nicht so unüblich war, das man kein oder nur Wenig Wasser trank. Sowohl Wein als auch Bier war ein Standard Getränk, wenn man nicht aus dem Fluss trinken wollte in dem alle ihre Wäsche waschen oder das kleine und große Geschäft machten. Dabei sei aber gesagt, das die Getränke weitaus weniger Alkohol hatten als heutzutage. Daraus ergibt sich: nur weil es eine Dürre gibt, muss man nicht zwangsläufig am verdursten sein. Vielleicht ersetze ich den Wein durch Root Beer? Wer weiß...?

    Auch das stimmt nicht ganz. Bier und Wein wurde größtenteils in Klostern hergestellt (Hier wieder die Frage, ob Christen ja oder nein) und lösten den aufwendiger herzustellenden Met ab. Bauern tranken Molke und Wasser. Die Milch kam von Ziegen und Schafen - nicht gleich an Kühe denken. Selbstgebrautes Bier oder selbst gekellterter Wein war regional abhängig und konnte Aufgrund seine etlichen Bestandteile nicht einfach mal nebenbei hergestellt werden. Ein Bauer verdiente nicht genug, um sich auf dem Markt einfach mal alle Zutaten einzukaufen, wenn er sie nicht selbst anbaute, um sich so viel Bier zu brauen, dass er damit über einen extrem trockenen Sommer hinwegkam. Zudem benötigt man zur Herstellung auch wieder Wasser. Wenn keines da ist ... gibts auch kein Bier oder Wein, weil da einem Bauern der Versorgung seines Viehs viel wichtiger gewesen wäre. Bekommt das Vieh nichts zu trinken, gibt sie keine Milch mehr oder sterben, das wäre viel fataler gewesen, denn die brauchte man wieder zur Herstellung von Käse - einem Grundnahrungsmittel. Oder die Hühner eben wegen der Eier.

    Deswegen musst du hier entscheiden, wie schlimm deine Dürre sein soll. Verbrennen "bloß" die Felder unter der gleißenden Sonne oder gibt es auch keinen Fluss in der Nähe, ist er ausgetrocknet, der die Bauern und das Vieh mit Wasser versorgt, sodass man notgedrungen versucht, einen Brunnen zu graben, weil man nicht mehr weiter weiß?!

    Da Bauern damals in verbundsähnlichen Verhältnissen zusammenwohnten, sprich, einige Bauernhäuser nah beieinanderstanden, um so etwas sicherer vor Übergriffen zu sein, müssen deine beiden Herren den Brunnen auch nicht zwangsläufig alleine graben, sondern es könnte ja sein, dass andere Bauern mithelfen. Die sitzen ja alle dann in einem Boot.

    Tipp am Rande: Wenn du den Vater morgens in der Scheune stehen lässt, wo schon wieder ein Schaf, ein Huhn oder ein Schwein eingegangen ist, kannst du zudem die Dürre etwas untermauern und die Not für den Leser verdeutlichen.


    So, nun zu deiner Idee, was nach dem Fund der Splitter angeht. (Hab jetzt nicht mehr alle vergangenen Vorschläge durchgelesen, weil ich unvoreingenommen auf die Idee eingehen will)

    Die Idee finde ich nicht schlecht, dass sie da so ein altes Artefakt finden. Das ist ja schon mal eine gute Basis. Das lässt viel Raum für Geschehnisse. Da kommt dann die Frage auf, worauf will man hinaus?

    Ist der Splitter gefährlich? Verändert er das Wesen der Menschen, die ihn berühren und einer deiner Protagonisten ist immun dagegen, weil ... Jungfrau, Nachfahre von ..., auserwählt?! (Zwickmühle "Jungfrau" - der Prota darf mit keinem weiblichen Protagonisten was haben - oder wahlw. mit keinem anderen männlichen Protagonisten, weil sonst nimmer immun :rofl: Kleiner Scherz am Rande)

    Vielleicht muss man dazu dann auch weiter zurück ...

    Was soll die Krone einmal gemacht haben? Was hat der Mensch gemacht, der sie trug? Wurde sie verflucht?

    Manchmal fällt es einem Autoren, darunter auch mir, leichter, die Zukunft einer Geschichte zu gestalten, wenn die Hintergrundgeschichte steht.

    Da die Krone und seine Splitter ja sogesehen die Hauptattraktionen sind, sollte man sich hier eben fragen:

    • Was hat die gemacht? Wohnen der Bauer und seine Familie auf einem ehemaligen Schlachtfeld und der Splitter ist so da gelandet?
    • Gibt es noch mehr Splitter? Wenn ja, kann man diese Tatsache dazu verwenden, den Protagonisten auf eine Reise zu schicken?
    • Zum Beispiel, um einen Fluch aufzuheben, der durch den Fund des einen Splitters ausgelöst wurde und der Protagonist dadurch alle anderen Splitter finden muss?! Um seine Heimat zu retten, das halbe Land oder sogar nur seinen kleinen Bauernhof?!
    • Wenn es Magier gibt, könnten die ja die Splitter nach einer Schlacht aufgesammelt und dann versteckt haben, damit sie nie wieder zusammenfinden, aber ein Teil haben sie übersehen ...
    • Schnappt sich irgendwer aus dem Dorf den Splitter und steigt zu einem Magier auf, der dann alle anderen tyrannisiert?

    Ich glaube, wenn man sich solche Fragen beantwortet, dann kommt man ein ganzes Stück weiter und es fallen einem etliche Szenarien ein, die möglich wären ... Vielleicht hast du ja zu der ein oder anderen Frage/Möglichkeit bereits eine Idee.


    LG

    Jenna :jennagorn:

    Hey du, erstmal danke fürs Reinstöbern :love::love:

    ... aber ihr habt das ganz gut geschafft. :D
    Die Szene, in der Frau Doc den Hangar betritt oder Mister Mecha-Kralle sein Zimmer inspiziert und aus dem Fester blickt - das hab ich alles vor mir gesehen

    Dann ist gut. Wir haben auch nicht vor, allzu viel technisches Geplänkel reinzubringen. Warum genau ein Raumschiff nun fliegt, ist ja für die Story nicht Relevant, es macht es eben. :pardon:

    Die Dialoge sind auch wieder sehr lebendig und ganz nach meinem Geschmack :D Er knackt die prüde Ärztin bestimmt noch ... wobei - ich denke, dass die gar nicht so beherrscht ist, wie sie tut

    Wer weiß. :rofl: Wir werden sehen, wie beide drauf sind :rofl: Aber das Kennenlernen lief doch schon mal gut - schreit nach einer super Freundschaft.

    DAS hat mir ganz gut gefallen, Gänsehaut!

    Gnihihi, das hatte ich mir in einer halben Stunde aus den Fingern gesaugt. :rofl: Weil wir noch keinen Prolog hatten. Daher danke. <3 Die Geschichte entsteht wie gesagt erst. Also ist hier noch nichts fix, der Prolog sollte es aber etwas sein. ^^


    LG

    Jenna

    Ich kann nur von mir aus sagen, dass niemand "verpiss dich" gesagt hat, sondern nur wollte, dass du dich mit deiner Grundidee beschäftigst, damit wir besser auf dich eingehen können. Du legst mir hingegen komplett andere Worte in den Mund, die ich niemals geschrieben habe. Aber so komplett andere. Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht, was ich darauf antworten soll, außer, dass ich keine Tipps mehr an dieser Stelle gebe, die mir negativ ausgelegt werden.

    Hey wickie,

    @all

    Bitte entschuldigt meine Einleitung, aber wenn ich mir die Kommentare am Anfang anschaue, fühle ich mich hier nicht wirklich wilkommen. Wenn man mit so einer Standard Floskel um sich wirft wirkt das weder höflich, noch ist dadurch irgendjemanden geholfen. Egal ob man jetzt Turnen möchte oder ob man etwas schreiben möchte. Wenn man um Hilfe anfragt bringt das dem Turner bei seinem Handstand auch gar nichts, wenn man ihn nur sagt "mach einmal". Ich verstehe unter "Hilfe" eher etwas wie "ich kenne da eine Turnhalle, die haben Matten", oder etwa das mir jemand die Füße hochhält für den Anfang.

    Ich denke nicht, dass jemand dir das Gefühl geben will, nicht Willkommen zu sein, aber du musst verstehen, wie das auf die Com wirkt, wenn du nach Ideen und Hilfe fragst, von dir selbst aus aber sagst, dass du keine bis nur wenig Fantasie besitzt. Ich fand auch nicht, dass Katharina dich da irgendwie falsch verstanden hat, sie hat dir bloß erläutert, wie man so im Grunde anfängt - und sich dann verbessert und hat dich ein bisschen darauf hingewiesen, wie dieses "Da mir keiner helfen will!" auf andere wirkt. Und da geh ich mir ihr absolut konform.

    Du solltest erstmal grundlegend darüber nachdenken, welche Art von Hilfe du möchtest.

    Wenn du sagst, du kommst auf gute Ideen, wenn du in den Dialog über deine Geschichte trittst, gibt es hier genug Orte, wo man das machen kann. ^^ Sei es über die Werkstatt, über den Chat und und und ... Dem voran steht aber, dass du mit einer Geschichte, deren Grundgerüst du bereits im Kopf oder auf Papier besitzt, erstmal anfängst. Denn, um ungelegte Eier (ein paar Fetzen voll Ideen) wird sich niemand anderes Gedanken machen und dir sortieren. Wo wollen andere denn da ansetzen? Du musst eine Richtung besitzen - darauf können andere aufbauen und dich unterstützen.

    Etwas anderes ist es aber, dir Ideen für Handlung, Personen und die komplette Geschichte erstmal vorkauen zu lassen. Das wird hier kaum einer machen, denn es würde niemals deine Geschichte sein. Das wissen die meisten User hier und sind daher zurückhaltend. Jemanden beim Schreiben mal Lösungen zu offenbaren, auf die er vielleicht nicht selbst gekommen ist, ist etwas vollkommen anderes, als ein Werk von Grund auf zu gestalten. Ein Autor baut eine Bindung zur Welt und zu den Charakteren auf, die er erschafft. Wenn diese Pfeiler einer Geschichte von anderen geschrieben/gestaltet werden, wirst du diese Bindung niemals bekommen, deren Gesetze und Züge niemals verstehen - für dich bleiben es dann Pappaufsteller, in die du dich nicht hineinversetzen kannst. Dann schreiben für dich die Geschichte andere Autoren, aber nicht du.

    Mal Namen für Rassen zu erfragen, einen Namen für einen Protagonisten - das ist was vollkommen anderes und gar kein Problem.

    Den Aufbau einer Welt checken zu lassen, die du zuvor großzügig erläuterst, also deine Grundidee erklärst, ist auch etwas anderes. Da können andere sagen: "Mach mal keine drei Sonnen, weil Baum ..." "Nenn den doch Karl von Offenbach ..."

    Vielleicht liegt hier ein dezentes Missverständnis vor, von dem, was du erwartest und dem, was das Forum darunter versteht.

    Jeder Autor hat mit Ideenfindungen zu kämpfen, aber die meisten versuchen es dann erstmal und wenden sich später an Autoren, wenn sie so gar nicht weiterkommen.

    Ich habe deinen Startpost gelesen und muss halt sagen, dass du ja noch so gar keinen Plan hattest, worum es gehen soll. Erfahrungsgemäß wirkt das auf das Forum eher so: "Ich will was schreiben, weiß nicht was, denkt ihr mal für mich nach!" <--- Das muss von dir nicht einmal so beabsichtigt sein, hatten wir hier im Forum aber schon genug, sodass manche hier gebrannte Kinder sind, die das Feuer scheuen. Die komplette Kopfarbeit für einen anderen Autoren/Schreiberling machen, der noch so gar keinen Plan von seiner Welt hat, macht hier einfach niemand gerne.

    In erster Linie muss stehen:

    1. Die Welt
    2. Zeit
    3. Anfängliche Prota- und Antagonisten (jeder Autor weiß, dass sich manchmal Personen noch dazuschmuggeln, während man schreibt und/oder sich als unwichtig herausstellen)
    4. Grobe Handlung (Der rote Faden)

    Wenn du das nicht hast, wird es anderen Autoren schwerfallen, dir da irgendwie zu helfen, denn diese müssen - wie du - bei 0 ansetzen. Deswegen sagt dir hier jeder, du sollst doch erstmal anfangen - dann schauen sie weiter. Ein paar Ideen scheinst du ja nun zu haben, also daran einfach weiter arbeiten - bis du das Gerüst hast.

    Ich verstehe unter "Hilfe" eher etwas wie "ich kenne da eine Turnhalle, die haben Matten", oder etwa das mir jemand die Füße hochhält für den Anfang.

    Wenn man um Hilfe anfragt bringt das dem Turner bei seinem Handstand auch gar nichts, wenn man ihn nur sagt "mach einmal".

    Das mag vielleicht stimmen und genau diese "Hilfestellung" bekommst du hier auch. Denn es wären Hilfestellungen, keine komplette Fremdinitiative. Du magst turnen (schreiben), dann werden dir hier sicherlich welche helfen, wenn du deine Grundausstattung mitbringst. Quasi deine Turnschuhe und deine bequeme Kleidung - in der Halle (Forum) stehst du ja bereits. ^^

    Das, was du aber im Startpost verlangst hast, waren keine Hilfestellungen, sondern ein "Ich hab keine Arme und keine Beine, will aber, dass ihr mich zum Balletttänzer ausbildet, fangt mal an!" 8|

    Das ist klar, dass dann der Großteil erstmal verwundert dasitzt. Vor allem, wenn du dann noch behauptest, das nötige Equipment nicht zu besitzen - wie Fantasie. :pardon:

    Hier wurde quasi noch nie jemand mit seinen Ideen und Projekten stehengelassen, aber dazu muss es eben erstmal ein Projekt und Ideen geben.


    Ich hoffe, ich konnte die Zurückhaltung an sich etwas aufklären und das Forum wird damit weniger negativ behaftet.


    Liebe Grüße

    Jenna

    Sehr schön! Jedoch würde ich mir wünsche, dass für die Aktualisierung der Nutzungsbedingungen eine ivienduelle E-Mail bekommt. Nicht die "Mi, mi, Mi. Du warst seit einem Jahr angeblich nicht mehr da!"-E-Mail. Die hatte ich nämlich bekommen. ^^

    In erster Linie hat der Erinnerungsbot nichts mit den Nutzungsbedingungen zutun.

    Wenn ich etwas an den Bedingungen ändere, dann kündige ich das an und dann werden die Zustimmungen zurückgesetzt, sodass jeder User sie beim Einloggen neu annehmen muss/kann.

    Ergo, würde eine Email keinen Sinn machen, da man immer über die Änderungen der Nutzungsbedingungen hier im Forum informiert wird und sie dann wieder abgefragt werden. ^^

    Einen User nach 6 Monaten mal an das Forum zu erinnern kann jedoch eigentlich nur per Email stattfinden ... würde wiederum bei einem Login keinen Sinn machen. :pardon:

    Ich versuche die Emails an User gering zu halten. Wer will schon lauter Spammails aus dem Forum. :rofl:


    LG

    Jenna

    @Jennagon
    Die Grafik ist in der Höhe gedrückt. Vor allem am Bauch des Ritters oder am Kopf des Magiers sieht man das in meinen Augen deutlich, oder auch am Schriftzug. Als würde der Platz nicht ausreichen und deswegen die Auflösung verzerren.

    Die Grafiken sind noch nicht zu 100% ausgearbeitet. Die Banner werden dann quasi noch im Format angepasst und nachkontrolliert. Das sind Feinheiten, die wir machen, wenn das Überspielen wirklich funktioniert hat und wir am Original arbeiten. ^^
    Alles bis ins Detail zu gestalten und dann festzustellen, dass es nicht ganz so überspielen geht, wäre Perlen vor die Säue geworfen, denn es frisst eine Menge Zeit und dann nochmal bei 0 ansetzen ist ärgerlich. X/
    Wir haben zum Anschauen schon mal alles zu 90% rekonstruiert ;) könnte man sagen ...
    Es ist aber gut zu wissen, dass du einen Unterschied siehst und wir uns das notieren können und schauen nochmal nach, voran das hängen kann. :thumbsup:
    Dadurch, dass die Seite aber allgemein etwas anders aufgebaut ist, kann es sein, dass Dinge trotz korrekter Einstellung anders angezeigt werden als im "alten" Forum. Dann muss man immer etwas herumprobieren. :smoker:


    Liebe Grüße
    Jenna :D



    Liebe Grüße
    Jenna






    Kapitel 1 – Dornröschen erwacht



    „Miss ...“
    „Was ist?“, antwortete die Leiterin der Forschungsabteilung genervt, da es gefühlt der dritte Anruf binnen zwei Minuten war, und alle drehten sich bloß um das Buffet für die Stationseröffnung.
    „Ihre Lieferung ist eingetroffen!“
    Wurde auch Zeit!
    „In Ordnung. Machen Sie ihn bereit, um aus der Stasis aufzuwachen. Ich bin gleich da!“
    Endlich gute Nachrichten. Ich dachte schon, ich müsste mir ein anderes Modell bestellen.
    „Sehr wohl“, sprach die männliche Stimme am anderen Ende und Sirrah drückte auf das blinkende Licht auf ihrem Schreibtisch. Damit erlosch die Projektion des dunkelhaarigen Mannes, welcher aus der Verladehalle zu ihr gesprochen hatte.
    In freudiger Erwartung erhob sich die Frau und zog sich ihre Handschuhe und Kapuze samt Atemmaske auf, um so ausreichend geschützt ihrer Umwelt entgegenzutreten. Ihr steriles Umfeld zu verlassen war mehr als ein Abenteuer. Es war mit einem gewissen Risiko verbunden und sie wusste das, denn auf der Erde war jeder vorsichtig. Die abgeschottete Lebensweise der Erdlinge hatte dafür gesorgt, dass sie auf die meisten Umwelteinflüsse empfindlich reagieren konnten. Krankheiten anderer Planeten galten damit als immens gefährlich, denn ihre Körper waren für sie sehr anfällig. Doch blieb ihr dieser Tage nichts anderes übrig, als alles zu riskieren.
    In einen engen, weißen Anzug gehüllt ging sie zu ihrer Tür, die sich durch ihre Stimme und einem sich täglich ändernden Passwort öffnen ließ. Der Weg war nicht weit, bloß ein paar künstlich erhellte Korridore entlang und dann mit dem Fahrstuhl zwei Stockwerke hinunter.
    Die Lieferung, die sie erwartete, war alles andere als ein neuer Prototyp von irgendeinem Körperteil, das Talithea Industries beliebte zu ersetzen. Es handelte sich vielmehr um ein Auslaufmodell, das ihre Neugierde geweckt hatte. Es war ihr empfohlen worden und nun war zu testen, ob es hielt, was es versprach. Für die kommende Mission brauchte sie denkende Individuen, welche die Besten auf ihrem Gebiet waren. Das hieß mitunter, sich auch anderer Planeten zu bedienen, um sie zu bekommen.
    Die Tür zum Hangar öffnete sich. Es war eine riesige Halle mit mehreren Landestationen, welche ebenso in Weiß gehalten war, wie alles bei TI. Große Flutlichter erhellten den Hafen, obwohl außerhalb des Komplexes die Morgensonne schien.
    Die Schritte der blonden Ärztin hallten auf dem steinernen Boden wider, während sich ihre Assistenten in der Ferne ebenso ihre Schutzanzüge überstreiften.

    Auf in den Kampf!
    Sirrah konnte dabei zusehen, wie die zwei Meter fünfzig lange Box aus dem Frachter geladen wurde. Zwischen all den anderen Weltraumfähren ging der kleine Transporter beinahe unter, aber das war Absicht. Alles sollte so unauffällig wie möglich sein, damit niemand unliebsame Fragen stellte. Immerhin hatte sie sich bereits in genügend Lügen verstrickt, so dass sie Gefahr lief, den Überblick zu verlieren.
    Deutlich war auf der Kryokammer die Aufschrift des Gefängnisses zu sehen. „Saggitarius“. Dort kam jeder hin, den die Föderation vergessen wollte. An einen Ort, wo es keine Gesetze gab, sondern nur den Versuch, zu überleben. Gegen Arbeit konnten die Menschen Nahrung erhalten, aber ein Leben war das nicht. Überfälle und Morde standen an der Tagesordnung. Sirrah war das bekannt, dennoch hielt es sie nicht davon ab, ihre Lieferung abzufangen und gegen eine beachtliche Summe freizukaufen. Vieles war durch Geld an die Föderation zu regeln und gerade die Erde genoss dabei Sonderrechte, denn dort lebten nur Menschen, die es sich leisten konnten und deren Familien in die Besiedlung anderer Planeten investierten. Es handelte sich bei den Erdlingen somit um eine ausgewählte Elite. Ein Visum für den blauen Planeten konnte aber kaum jemand käuflich erwerben. Wenn Fremde Glück hatten, bekamen sie welche über Agenturen, die ihnen Assistenz- oder Reinigungsanstellungen verschafften. Allerdings mussten diese Personen dann ebenso auf alle möglichen Keime getestet werden – so auch Sirrahs Paket. Wer durchfiel, wurde umgehend zurück ins All geschossen.


    Nach wenigen Minuten war die Ware in einen medizinischen Raum gebracht worden, wo die leitende Ärztin selbst Hand anlegte.
    Durch eine integrierte Einrichtung an der Kryokammer konnte sie die Lebensfunktionen ihrer Fracht abfragen. Alles schien in Ordnung, soweit es das für dieses Modell sein konnte, weswegen sie die Flüssigkeit injizierte, die ein Aufwachen erst möglich machte.
    „Sind Sie sicher?“, hakte einer der anwesenden Assistenzärzte nach, was Sirrah nur mit einem müden Lächeln beantwortete.
    „Öffnet den Deckel“, befahl sie selbstsicher.
    Sirrah machte sich nicht mehr die Mühe, sich die Namen oder Gesichter ihrer Assistenten einzuprägen. Diese wechselten zu schnell, als dass sie dem noch nachkam.
    Daher lag es nicht an Desinteresse, sondern mehr daran, dass sie die einzige Konstante ihrer Abteilung war. Bei über fünfhunderttausend Mitarbeiten der Firma war es auch schwer, den Überblick zu behalten. Der Komplex von TI stellte eine Stadt für sich dar, der gut abgesichert wurde, damit neue Erfolge in der Forschung nicht an fremde Firmen gerieten. Die Sorge ihres unterstellten Kollegen konnte sie daher verstehen, wenn sie die Strafakte des Mannes betrachtete, den sie aus dem Kälteschlaf holte. Im Weltall wurde schnell verurteilt, aber sie besaß Quellen, die einige Straftaten widerlegten. Von den Vorstrafen beeinflusst, war zu befürchten, dass ihre Lieferung sie umgehend töten würde. Das glaubte sie aber nicht. Für so dumm hielt sie den schlafenden Weltraumpiraten nicht, auch wenn er vom Mars stammte.
    Die Kälte der Kapsel verteilte sich unterdessen im sterilen, weißen Raum, sodass die Anspannung bei den anwesenden Ärzten stieg und einige zu ihren Betäubungswaffen griffen. Und kaum hatte sich der Nebel gelüftet, erklang ein Husten aus dem Inneren der Kryokammer.
    „Es lebt!“, stellte die Ärztin lächelnd fest und grinste ihren Assistenten an, der sie zuvor angerufen hatte und der sichtbar trocken schluckte.
    Leises Fluchen war währenddessen zu vernehmen, welches Sirrah ein genaues Bild darüber verschaffte, wie sich ihre Lieferung beliebte auszudrücken.
    Eher ungelenk erhob sich der dunkelhaarige Mann vor ihr, der in ihren Augen aufgrund seiner Vergangenheit als Soldat gar nicht mehr leben durfte.
    Verwirrt, und noch vermutlich etwas desorientiert, schaute er mit seinem gesunden Auge in die Runde und fragte, ob er angekommen war.
    Das war der Moment, indem sich Sirrah die Akte geben ließ und noch einmal nachlas, wie er hieß. „Nicht ganz, Mister Carlyle“, antwortete sie und musterte weiter den Mann, dessen rechter Arm mechanisch war. Die Stelle, an der sich eine Hand befinden sollte, glich mehr einer übergroßen Kralle, wie man sie aus den Retro-Plüschtierautomaten kannte und war längst kein angemessener Ersatz für einen Mechaniker seiner Sorte. Die Technik seines bionischen Arms war lachhaft veraltet und überall waren Kabel und Schläuche zu erkennen. Ebenso schlecht war sein rechtes Auge ersetzt worden, das rot leuchtend in seinem Schädel hauste. Im Grunde sah er aus wie eine ungepflegte Anhäufung von Altmetall. Etwas, das die Erdlinge normalerweise auf den Mond geblasen hätten, anstatt es zu recyceln.
    „Was soll das heißen?“, fragte der Neuankömmling, der begann, Sirrah ebenso skeptisch zu mustern, wie sie es bei ihm tat.
    „Sie haben einen kleinen Abstecher hinter sich“, erklärte die Ärztin. „Sie sind nun Eigentum von TI, der Talithea Industries, das dürfte selbst Ihnen ein Begriff sein.“
    „Bitte was?“, erklang von ihrem Gegenüber. „Eigentum?“
    Sirrah nickte nur und wanderte weiter die Zeilen seines Lebenslaufes hinunter.
    „Sie sind doch ... Jason Benjamin Carlyle? Mechaniker Ihrer einstigen Einheit im Krieg für die Unabhängigkeit des Mars?“
    „Teilweise“, gestand der zusammengesetzte Mann und versuchte, die eigenwillige Konstruktion zu heben, die sein Arm darstellen sollte, aber jene gab bloß zischende Geräusche von sich und verlor Hydraulikflüssigkeit.
    „Verdammte Scheiße“, fluchte der Cyborg weiter, was Sirrah ein Grinsen entlockte.
    „Probleme mit der Hardware?“, fragte sie schelmisch und übergab ihrem Assistenten die Unterlagen über Mister Carlyle. „Ich sage es mal so. Sie haben genau zwei Optionen. Entweder sehen Sie ein, dass sie 'Eigentum' der TI sind, oder Sie können sich wieder hinlegen und wir lassen Sie nach Saggitarius verfrachten!“
    Die Ärztin klang hart, aber das musste sie, da sie keine Zeit besaß, um einen Kampf gegen einen sturen Weltraumpiraten zu führen.
    Desinteressiert fummelte der Mechaniker an seinem defekten Arm herum und würdigte die Frau keines Blickes, während er sprach. „Woher weiß ich, dass es mir als Eigentum von TI nicht noch dreckiger geht? Was wollen die Geldsäcke von mir?“
    Seufzend rollte Sirrah mit ihren Augen und trat näher an den Häftling heran, weshalb sie von den Umstehenden besorgt beobachtet wurde.
    „Das wissen Sie nicht“, antwortete sie ehrlich. „Aber die 'Geldsäcke' wollen nur von Ihnen, was sie am besten können. Und das ist, Dinge zu reparieren.“
    Jason Carlyle wischte sich seine beschmierten Finger der heilen Hand an seinem Knastoverall ab und schaute zur Ärztin auf. „Ich brauche Werkzeug“, merkte er an und das konnte Sirrah deutlich sehen. „Und warum braucht TI einen so ehrenvollen Mann wie mich für diesen Job?“
    Die Ärztin lächelte und räusperte sich anschließend. „Das wird mit Ihnen separat besprochen, wenn Sie einwilligen.“
    „Und was habe ich davon, wenn ich einwillige? So wie ich euch ... Erdlinge kenne, bringt ihr am Ende den Müll raus und ich lande doch auf Saggitarius!“
    Berechtigte Zweifel, das konnte Sirrah verstehen, aber sie durfte den Plan nicht vor fremden Ohren offenlegen. Deshalb beschloss sie, den Mechaniker eindringlich anzusehen. „Darauf kann ich Ihnen mein Wort geben, dass die Vorsitzende, Miss Talithea, nicht vorhat, den 'Müll' beiseitezuschaffen. Ich kann mit ihr Verhandlungen führen und sie wissen lassen, was Sie verlangen.“
    „Freien Zugang zu allen Werkzeugen und Ersatzteilen und zehntausend Credits!“, antwortete der Mechaniker rasch und Sirrah nickte.
    „Werkzeuge und Ersatzteile sind in Ordnung. Wegen der Bezahlung ...“
    „Pro Woche“, ergänzte Mister Carlyle schnell und fiel damit Sirrah ins Wort, die ihn überrascht ansah.
    „Pro Woche?“, wiederholte sie skeptisch.
    „Rede ich undeutlich? Ja, pro Woche!“, keifte er sie an. „Ich weiß nicht, wie sie mich von der Föderation freigekauft haben, oder zu welchem Preis, aber ich weiß, dass es einen Arsch voll Geld gekostet haben dürfte. Daher nehme ich an, dass die Liste der Männer, die sie für den Job anwerben können eher ... kurz ist und glaube, dass ich auch etwas verlangen kann. Und wenn ihre Miss so perfekt aussieht wie der Rest der Geldsäcke, können wir gerne über einen Bonus verhandeln.“ Grinsend hob der Marsianer den Kopf und sah die Ärztin an.
    Die äußerst offene Art des Mechanikers überraschte Sirrah. Die anderen Teilnehmer waren kooperativer gewesen. „Natürlich dürfen Sie etwas verlangen“, meinte die junge Frau und bedeutete ihrem Assistenten, ihr die Unterlagen zu geben, ohne zunächst auf den weiteren Kommentar des Mechanikers einzugehen. „Allerdings verlangt das bei solch einem Preis auch, dass Sie gewisse Dinge in Kauf nehmen. Damit ist nicht gemeint, dass Sie Miss Talithea jemals persönlich treffen. Das läuft alles über mich! Und ich kann Ihnen aus eigener Einschätzung sagen, dass Sie nicht dem Typ der Vorsitzenden entsprechen.“
    Musternd wanderte der Blick des einen Auges über den Körper von Sirrah, ehe der Häftling und Pirat wieder ihre Augen fixierte. „Auch in Ordnung“, meinte er dann, und die Ärztin seufzte.
    „Und meinem auch nicht“, fügte die junge Frau hinzu und ließ die Schultern hängen, da der Ruf des Mechanikers seiner Anreise vorausgeeilt war. Jason Benjamin Carlyle galt als schwierig, und nichts anderes konnte sie bestätigen.
    „Das werden wir sehen, Miss ... Wie war Ihr Name?“
    „Den erfahren Sie früh genug, Mister Carlyle“, antwortete Sirrah im gleichen herausfordernden Tonfall. „Erst muss ich wissen, ob Sie einverstanden sind, dann gehen wir zur nächsten Phase über.“
    „Sie machen es einem nicht leicht, Süße“, erwiderte der Weltraumpirat abfällig und betrachtete seinen Arm. „Erst brauche ich meine Energiequelle und meine Medikamente, dann können Sie von mir aus mit ihrer nächsten Phase beginnen.“
    Mit einem Nicken machte Sirrah ihren Assistenten klar, dass er dem Häftling aushändigen sollten, was er verlangte.
    Eher rabiat setzte Jason die Energiequelle und die kleine Ampulle Schmerzmittel wieder in den mechanischen Arm, woraufhin aber nicht viel geschah. „Scheiß Kryostase ... Jedes Mal dasselbe ...“, fluchte er erneut ungehalten.
    „Warum nehme Sie den Arm dann mit in die Kapsel und nehmen ihn nicht einfach ab?“, verlangte Sirrah zu wissen.
    „Nehmen Sie ihre Brüste ab, wenn Sie ins Bett gehen?“, warf Jason ihr die Frage samt abfälligem Blick entgegen. „Ich brauche Werkzeug und Ersatzteile!“
    Sirrah hob ihre rechte Braue und grinste. „Ihr rechter Arm lässt sich wohl kaum mit ihrem linken vergleichen“, konterte die Ärztin. „Und nein, mir ist es nicht möglich, meine Brüste abzunehmen, im Gegensatz zu ihrem mechanischen Arm. Aber zumindest schlafe ich nackt und nicht mit einem halben Raumschiff an der Schulter.“
    Kurz wartete sie die Reaktion des vorlauten Mannes ab, der Äpfel mit Birnen verglich.
    „Gut zu wissen“, antwortete der Häftling und schaute sie an, bevor er sich wieder seinem rechten Arm widmete. „Der Arm ist ein Teil von mir. Ich habe ihn gebaut und ich lege ihn nicht ab!“
    So wie die schlechten Manieren ... typisch Marsianer! Typisch Pirat! Auch noch ein marsianischer Pirat. Eine Kombination, die jeder gerne um sich hat – wenn er suizidgefährdet ist.
    „Das werden wir ja sehen“, forderte Sirrah ihn heraus und drehte sich zu ihrem Assistenten um. „Kleidet ihn ein und bringt ihn anschließend zu mir ins Untersuchungszimmer. Dann erfahren wir, ob er sich eignet.“
    Die Abteilungsleiterin entfernte sich vom Mechaniker und sah noch zurück, bevor sie zum Ausgang des Aufwachraumes lief. „Und um TI’s Willen, gebt ihm Werkzeug und Ersatzteile. Das Gefummel kann man sich nicht mit ansehen.“

    Sorry Leute, ich litt heute irgendwie an einem halbseiten Schlafanfall.
    Daher sage ich zu dieser Diskussion erstmal Folgendes:




    Ich denke, wir werden das mal hier auf sich beruhen lassen. Antworten werden als provokant empfunden, die wiederum Antworten erzeugen, die erneut provozieren. Das sollte nicht sein.
    Jeder, der Interesse hat, von Mad Bull ein Feedback zu seinen Texten zu bekommen, kann sich gerne - wie ich das verstanden habe - mit ihm in Verbindung setzen. Ansonsten gibts dazu aus meiner Sicht nicht mehr viel zu sagen. Sollte euch dennoch etwas auf dem Herzen liegen, steht es jedem frei, eine PN zu verfassen. ;)


    Liebe Grüße
    Jenna