Anworten
Und wieso wird es als maßlos empfunden, dass sie an alle Götter gleichzeitig beten?
Weil sie es sonst nicht tun? Oder nur dann tun, wenn sie deren Hilfe brauchen, aber sonst nie? Ist das der Grund, wieso sie das als "egoistische Wünsche" bezeichnen?
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Ja, sie tun das nie, also, alle 5 anbeten ... warum, kommt noch.
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Aber warum ist das so?
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DAS ist die Frage - kommt noch!
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klingt es halt sehr danach, als habe Aldric all die Probleme verursacht.
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Nee, hat er nicht. #
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Haben sie mit ihr da die Schicksalsgöttin geschaffen? Ist das Ashas Aufgabe? Die Welt und die Menschen zu sehen? Zu sehen, was sie gutes tun, was sie schlechtes tun? Was sie können, nicht können? Gut, Böse? All die Gegensätze eben betrachten und anhand der Notwendigkeit entscheiden (abwägen), wessen Schicksal es ist zu leben oder zu sterben?
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DAS ist die Frage, aber warte ab.
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Gab es denn noch mehr Opfergaben, als nur dieses Pferd? Oder ging all das Gold für das Pferd drauf?
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Nein, es war alles kostspielig und das sollte auch eigentlich klar sein. Selbst das Beschaffen der Steine ... des Wassers. Wenn das nicht rüberkommt, muss ich da nacharbeiten. +-
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Ich war ehrlich gesagt stellenweise überfordert. Es werden schon zu Beginn extrem viele Charaktere in die Geschichte geworfen. Im Prolog die ganzen Götter.
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Die Chars werden im Laufe erklärt, ihre Erwähnung war aber notwendig.
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Wie auch? Aldric, du isolierst sie ja auch vor jedem. Vor allem vor der Kirche. Wie hätte Georg sie da sehen und mit ihr reden können?
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War mehr ne retorische Frage xD
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Endlich ein echter Prolog und nicht nur ein erstes Kapitel mit dem Label "Prolog" drüber
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Danke, das sollte er auch sein, wenn auch noch nicht final ...
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Hier wird deutlich, dass den Göttern das Bauwerk zu ihren Ehren zu groß ist, oder? Mögen Götter nicht normalerweise übergroße Bauwerke zu ihren Ehren? Diese offensichtlich nicht.
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Nee, daran liegt es nicht. Eher an der Verzweiflung. Aber Draemor ist der Schuldige! Ansonsten hätten sie nicht Asha!
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Religion gegen Magie.... ein äußerst interessanten Punkt.
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Danke ![]()
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Meinstes du hier wirklich "Hochpriester" oder "Hohepriester"? Da du das im Rest des Abschnittes immer verwendet hast, gehe ich zwar von ersten aus, aber irgendwie klingt das für meine Ohren nicht richtig, bzw. rund.... Vielleicht liegt das an mir, aber irgendwie würde ich persönlich Hohepriester besser finden, aber das mag auch eine subjektive Ansichtsache sein
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Wenn du genauer gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass Hohepriester nur einmal gefallen ist, nämlich beim Rang des Herrschers von Pisterva ... Es ist ja klar, dass Georg net den Rang haben kann. Also - anstatt Hohepriester ist er ein HOCHpriester. Das ist eine Abstufung.
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habe die ganze Zeit auf den zweiten Teil des Kapitels gewartet, schön dass es nun endlich so weit ist:
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Sorry, Weihnachten, Neujahr ... Viel Überarbeitung.
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Auch wie du Aldrics persönliche Belastung (kranker Sohn, verstorbene Frau, Altersmüdigkeit) mit den politischen Herausforderungen verwebst, macht ihn zu einer glaubwürdigen Figur unter Druck.
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Danke ![]()
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Die Timeline des Kapitels ist mir nicht ganz klar geworden. Du schreibst, der Morgen zerre bereits an Aldrics Nerven, und er lässt Georg ausrichten, am frühen Abend zu kommen. Dann findet die Ratssitzung statt, und danach kommt Georg. Aber wann genau ist nicht klar. Findet die Ratssitzung morgens statt und Georg kommt abends, oder ist das alles am selben Vormittag? Das sollte klarer werden.
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Da hast du recht, da muss ich nachbessern, das ist den vielen Anpassungen geschuldet.
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Auch bei Asha selbst gibt es einen kleinen Widerspruch. Aldric sagt zu Georg, sie habe "vor Tagen" lesen und schreiben gelernt, aber gleichzeitig beschreibt er sie als neugeborenes Kind. Irgendwie beisst sich das, den Neugeborenen, der so fix lesen und schreiben kann, will ich mal sehen.
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Das beißt sich eigentlich nicht, denn Aldric war nie bei ihr. Er hört nur auf Hören-Sagen.
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Bei der Ratssitzung selbst finde ich die verschiedenen Positionen der Magier gut differenziert. Serad will untersuchen, Lysandra plädiert für Behutssamkeit, Valon für strenge Bewachung. Alles ergibt aus ihren jeweiligen Rollen Sinn.
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Danke, muss ich später auch ausbauen. Aber legt gerne Wert auf das System. Ich wil, dass es funktioniert.
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Kleiner Zusatz zu Alfons: Er stellt die wichtigste Frage des ganzen Kapitels ("Was wenn sie göttlich ist?"), aber ansonsten bleibt er komplett blass. Wer ist er, welche Position hat er, warum hört man sonst nichts von ihm? Er wirkt wie eine Stimme der Vernunft, aber ohne klare Kontur.
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Abwarten! Noch ist er "nur" ein Ratsmitglied.
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Die Rivalität zwischen Thoren und Valon finde ich prinzipiell interessant, aber sie wirkt noch etwas unmotiviert. Valon stichelt wegen Thorens Frauengeschichten, Thoren kontert mit Bemerkungen über Neid. Aber warum sich die beiden genau rivalisieren bleibt im Dunkeln. Nur weil sie verwandt sind? Da fehlt mir noch ein bisschen die Geschichte dahinter, damit es nicht wie generisches Geplänkel wirkt.
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Wir hatten Thoren noch nicht als POV. Da muss der Leser warten. Dass ist das Problem, wenn Leser nicht direkt weiterlesen können xD
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Dramaturgisch finde ich es interessant, dass wir Asha selbst in diesem Kapitel gar nicht erleben. Ich schätze das ist eine bewusste Entscheidung.
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Ja, ist es.
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Ein grösserer Punkt zur Weltstimmigkeit: Du erwähnst nebenbei, dass die Kirche aus "einer Zeit vor der Magie" stammt. Das ist eine ziemlich fundamentale Info. Gab es Magie nicht immer in dieser Welt? Wurde sie entdeckt oder erfunden? Das hätte doch massive Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft und Geschichte. Das nur so en passant zu erwähnen, ohne es weiter zu erklären, wirft mehr Fragen auf als es beantwortet. Falls beabsichtigt ist es aber nicht schlecht. Ich wollte es nur erwähnen.
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Das kommt noch alles, aber der Leser soll die Welt durch Asha erfahren. Daher vermeide ich Dopplungen.
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Momentan fühlt sich alles sehr lokan an
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Es ist auch lokal - noch!
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Wir sollen nur sehen, wie alle über sie diskutieren und spekulieren.
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Erstmal ja. Ohne das, würde ich nicht herausfinden, was ich noch einbauen muss.
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Insgesamt: Die politische Komplexität und die verschiedenen Interessensgruppen funktionieren gut. Du musst nur noch ein wenig an der inneren Logik feilen. Timeline, Informationsfluss und Charakterreaktionen optimieren, damit alles maximal stimmig ineinander greifen kann.
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Genau, deswegen ist jede Stimme wichtig, das abzuschätzen. Wie viel versteht Leser X ... wo muss ich später nacharbeiten. Das ist nur ein Gerüst gerade.
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"eheliche Schicksal" von Thoren besiegelt xD
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Funfact: Eher nöö!
Asha
Hektik breitete sich aus. Asha verstand nicht, was hier vor sich ging, aber an Fräulein Magdas Treiben erkannte sie, dass etwas Ungewöhnliches vor sich ging. Die Hofdame rannte umher, räumte auf und suchte nebenbei passende Kleider für sie heraus.
„Kann ich dir helfen?“, fragte Asha. Sie stand vor einem Spiegel und kam sich nutzlos vor. Ein Gefühl, dass sie seit ein paar Tagen zuordnen konnte. Alle um sie herum taten etwas, etwas, das anderen nutzte - sie nicht. Sie las, lernte und saß damit die meiste Zeit herum. Bisher hatte ihr noch niemand eine Aufgabe zugeteilt. Oder einen Sinn für ihr Dasein. Asha konnte darauf nämlich keine Antwort geben, egal wie sehr Magda sie aushorchte. Sie wusste nicht, warum sie hier war. Warum in der Nacht ihres Auftauchens passiert war, was passiert war. Aber sie sah ein, dass es einen Grund gehabt haben musste.
Die Tür zu ihrer Kammer öffnete sich und Liora kam herein. „Sie sind gleich da“, meinte sie und reihte sich in Fräulein Magdas Tun ein.
„Nimm das und ... das“, sprach die Hofdame und drückte Liora drei Kleidungsstücke in die Hand. „Das sollte gut aussehen.“
„Was ist los?“, wollte Asha wissen, der diese Art von Hektik fremd war.
„Der König kommt zu dir ... samt seines magischen Rates“, antwortete Liora und tat, was Magda von ihr verlangte.
Asha hatte den König bisher noch nicht gesehen, auch wenn sie ihm seine Gastfreundlichkeit zu verdanken hatte.
„So wie Ihr Euch gebt, repräsentiert unsere Arbeit hier, also macht uns keine Schande“, mahnte Magda sie.
„Ich gebe mein Bestes“, versprach Asha. Sie hatte bereits das Konzept von Herrschaft und Anhängern verstanden, aber sie hatte es noch nicht in der Praxis erlebt. Alles war Theorie. Sie las bis zu drei Bücher pro Tag. Etwas anderes hatte sie nicht zutun – neben Magdas Unterweisungen im Benehmen einer Frau.
Liora kam zu ihr und wies Asha an, ihre Arme zu heben, damit sie ihr das Kleid überstreifen konnte. Alles wurde fest verzurrt.
„Was soll ich mit ihrem Haar machen?“, fragte Liora an Magda gewandt.
„Lass es so wie es ist. Dafür haben wir jetzt keine Zeit mehr“, antwortete Magda.
Liora nickte und nahm die Haarbürste zur Hand, um Ashas Haar nach dem Ankleiden zu richten.
Als die beiden Damen zufrieden waren, stellten sie Asha mitten in den Raum. Liora stand links, und Magda rechts von ihr. Sie standen eine ganze Weile da. Asha wollte fragen, worauf sie genau warteten, aber bevor sie dazu kam, klopfte es an der Tür. Ein Diener trat ein und kündigte den König samt seines magischen Rates an.
Liora und Magda vollzogen einen Knicks, den sie ihr auch beigebracht hatten, deswegen tat Asha es ihnen gleich.
Auch wenn Ashas Augen nach unten gerichtet waren, konnte sie an den Schatten erkennen, dass etliche Personen den Raum betraten.
„Schon gut. Erhebt euch“, sagte eine Stimme.
Magda und Liora stellten sich wieder hin, weswegen Asha das Gleiche tat. Sie schaute umgehend in unzählige Gesichter. Überrascht von der Vielzahl der Besucher, schaute sie jeden einzeln an. Sie rührte sich nicht. Sie wusste gar nicht, was sie tun sollte.
„Sie sieht wenig menschlich aus“, sagte ein Mann, der eine rote Robe trug. Ein goldenes Amulett einer Flamme schmückte seinen Hals.
„Was hab ihr erwartet?“, wollte eine Frau in einem violetten Kleid wissen. „Einen Bauerntrampel?“
Der Mann direkt vor ihr schaute sie eine ganze Weile an. „Keine Sorge“, setzte dieser an, „Ihr habt nichts zu befürchten. Wir sind nur hier, um zu sehen, wie es Euch geht.“
„Eure Hoheit ...“, antwortete Magda, knickste noch einmal, wobei ihre Knie ein lautes Knacksen von sich gaben, „dem Fräulein geht es gut.“ Sie musterte Asha für die Dauer eines Wimpernschlags. „Sie kann Eure Fragen beantworten.“
Asha knickste auch noch einmal. Sie wusste nicht warum, aber es kam ihr richtig vor. Der Mann vor ihr war anscheinend der König. Konnte sie zu wenig knicksen? Zu viel?
„Könnt Ihr mir sagen, warum Ihr hier seid?“, wollte der König wissen.
Asha schüttelte ihren Kopf. Das war eine Frage, die sie sich selbst stellte. „Nein, ich bin ... nur hier. Ich weiß nicht warum oder wofür.“
„Das ist doch läch...“, mischte sich der Mann in der roten Robe ein, aber der König unterbrach ihn durch eine Handbewegung.
„Da wir auch nicht wissen, warum Ihr da seid, wollen wir Euch untersuchen. Wir wollen es herausfinden. Mit Eurer Zustimmung natürlich.“
Asha nickte. Was konnte sie auch anderes tun? Laut dem, was sie gelesen hatte, wäre alles andere unhöflich gewesen. Und das wollte sie nicht sein.
Die Menschen im Raum unterhielten sich. Sie kam kaum dem Gerede nach, gab sich aber mit allem einverstanden. Ab einem gewissen Zeitpunkt wurde die Frau im lilafarbenen Gewand sehr deutlich. „Ihr glaubt doch nicht, dass Ihr sie untersuchen dürft. Das würde gerade noch fehlen.“ Sie hieß Lysandra, das hatte Asha bereits ausmachen können.
„Ja, es sollte unverfälscht sein!“, antwortete der Mann, der sich Serad nannte.
Asha versuchte, sich alle genannten Namen zu den Gesichtern zu merken, was ihr Angesichts des Durcheinanders schwerfiel. Büchern war leichter zu folgen als Menschen, die sich unterhielten.
„Es sollte den Frauen unterliegen, sie körperlich zu untersuchen“, wandte der König ein. „Ihr Körper wird uns wohl kaum etwas verraten.“
Und so wurde es gehandhabt. Die Männer mussten alle den Raum verlassen, nur die Frauen blieben zurück. Warum genau verstand Asha nicht. Was sollte ihr Körper überhaupt verraten? Aber wenn diese Untersuchung allen helfen würde, sie zu verstehen, sollte es so sein.
Nur der Mann in Rüstung blieb zurück.
„Dreht Euch um!“, befahl Lysandra in einem direkten Ton. Einen Ton, den Asha von Magda kannte.
„Nein“, dementierte der Mann in Rüstung. „Ich wurde zum Schutz abgestellt. Den kann ich nicht gwährleisten, wenn ich Euch meinen Rücken zuwende.“
„Ihr seid ei...“, widersprach Lysandra, aber Asha fühlte sich gezwungen, zu schlichten.
„Nein, das ist in Ordnung. Der König sagte, er wäre Schutz. Ich verstehe seinen Einwand“, antwortete Asha. In dem Gewusel an Stimmen hatte sie dies der Unterhaltung entnehmen können. Der Mann in der Rüstung war da, damit niemand ihr etwas antun konnte. Sie wusste zwar nicht, wer genau das tun sollte, aber laut den Büchern waren Menschen bereits für weniger umgebracht worden, als aus dem Körper eines Tieres geboren zu werden. Daher gefiel ihr der Gedanke, dass jemand da war, der dies zu verhindern wusste. Trotz aller Fragen lebte sie gerne.
„Wenn ein Mann das darf, dann mein Bruder“, fügte Liora hinzu. „Er hat sie hierher gebracht. Es gibt nichts, das er nicht kennt ... an ihrem Körper.“
Asha horchte auf. Daher kannte sie sein Gesicht. Kannte war zu viel gesagt, aber sie erinnerte sich an das dunkle Haar, seinen stechenden Blick ... Ja, das war der Mann gewesen, der sie vom Erdboden aufgehoben hatte.
Nur widerwillig gaben die beiden Frauen nach. Lysandra und Serena. Sie schienen über Magda und Liora zu stehen.
„Mein Bruder wird dem Fräulein nur in die Augen sehen, nicht wahr?“
Der Mann in Rüstung nickte. Bisher war sein Name nicht genannt worden. Nur sein Rang – der Hauptmann. Dennoch nahm die eine Frau, Lysandra, eines der Betttücher aus dem Schrank zur Hand und reichte den beiden Hofdamen jeweils das breite Ende. „Wenn er nicht wegsehen will, muss er nicht alles sehen, auch wenn er zuvor vieles gesehen hat.“
Magda und Liora hielten das Tuch, während Lysandra und Serena um Asha herumliefen.
„Es ist kein Muttermal zu sehen, kein Leberfleck“, meinte die Magierin des Wassers.
„Das beunruhigt Euch? Nicht ihr perlmuttfarbenes Haar?“, antwortete Lysandra.
„Ihre Augen haben keine Farbe. Sie spiegeln nur Euch und mich wider“, gab Serena zu bedenken.
Lysandra musterte sie eine ganze Weile und kam dann zum Entschluss: „Ich denke nicht, dass sie fertig ist. Sie ist mehr wie ein Buch ohne Schrift. Deswegen das Äußere. Wir müssen warten.“