Beiträge von Sabrina

    An der Stelle wo der Drache zuvor gestanden hat, sehe ich einen Mann. Ich blinzle überrascht, wische mir mit dem Handrücken über die tränenden Augen, im Versuch das mein verschwommener Blick sich klärt, doch der Anblick bleibt.


    „Was …“ Meine Kehle schmerzt, ich habe Mühe das zu begreifen. Wie kann das sein? Der Mann hebt seine Hand und deutet auf mich. Etwas Dunkles geht von ihm aus aber bei weitem nicht so bedrohlich wie ein ausgewachsener Drache.


    Er muss um die Fünfzig sein, ist großgewachsen, muskulös gebaut, mit breiten Schultern, die sich unter der eng anliegenden Kleidung abzeichnen. Sein dunkles volles Haar zeigt vereinzelt graue Strähnen. Der ernste Gesichtsausdruck lässt die markante Kinnpartie und die ausdrucksstarken blauen Augen hervortreten. Eisiges Blau …


    Mir kommen die Augen seltsam bekannt vor, obwohl ich ziemlich sicher bin, dass ich ihm noch nie begegnet bin. Daran könnte ich mich erinnern …


    Und dennoch ist er mir auf eine andere Art sehr vertraut. Verwirrt schüttle ich den Kopf. Die unterschiedlichsten Gefühle überrollen mich, bringen mein inneren Gleichgewicht durcheinander. Reiß dich zusammen, Daria! Vielleicht ist es gerade das, was er mit seinem Auftauchen bezwecken will! Warnt mich meine innere Stimme.


    Präge dir sein Gesicht ein. Jedes Detail ist wichtig!


    Dieser Mund, die Form seiner Nase … Noch immer schwer atmend setze ich mich auf und mustere ihn in jeder Einzelheit, dabei überschlagen sich weiter meine Gedanken.



    Wo ist der Drache? Ich kann ihn in der Höhle nirgendwo entdecken. Und wo kam dieser Mann so plötzlich her? Wie hat er es an dem Drachen vorbei in die Höhle geschafft? Ist er vom dunklen Lord geschickt? Wenn ja, ist er allein hierhergekommen? Der Gedanke an Marek lässt mich scharf die Luft einziehen. Aus meiner Position ist mir die Sicht auf das Lager durch den Fremden verstellt. Der Mann steht genau zwischen uns! Ein Zufall, oder Absicht? Wut ballt sich in mir zusammen und vertreibt meine Angst. Ein Schauer überrollt mein Rückgrat, als ich den Dolch in den Falten meines Rocks fester greife und aufstehe. Ich kann mit der Waffe umgehen, sollte es nötig sein. Sie haben mich vieles gelehrt unter anderem auch dieses. Sein Schweigen breitete sich lastend zwischen uns aus bis ich die Spannung nicht mehr aushalte.



    „Wer seid Ihr und was wollt ihr hier?“ Spreche ich den Neuankömmling an und beobachte jede seiner Bewegungen.

    Ich atme tief durch. Bin unfähig, dem forschenden Blick des Drachens, der auf mir ruht, auszuweichen. Seine Augen glitzern und ich habe das Gefühl magisch angezogen zu werden.

    Seine Stimme in meinem Kopf stellt mir Fragen, die ich aber nicht beantworten kann.

    Wo komme ich her? Wer hat mich geschickt?

    Je länger ich schweige, umso mehr zieht sich mein Hals zusammen. Die Luft zwischen uns flimmert, scheint sich magisch aufzuladen. Es ist, als wenn eine eisige Hand meine Kehle zudrückt. Mich zwingt ihm zu antworten, doch ich kann nicht …

    Mich bindet mehr als Magie, zu viel hängt davon ab. Zu sehr hängt Mareks Schicksal von meiner Mission ab! Ich muss schweigen, doch meine Kehle schnürt sich immer weiter zu. Ich merke, wie meine Gegenwehr schwindet und meine Überlebensinstinkte die Kontrolle übernehmen.

    Luft! Ich muss atmen!


    Wieder höre ich seine bohrenden Fragen in meinem Gehirn. Die Worte sind scharfe Klingen, dringen in meinen Geist ein und Galle steigt in mir auf, übelkeitserregend. Das Wimmern, welches ich ausstoße, ähnelt eher einem Tier als einem Mensch. Ich kann nicht mehr!


    Mit einem Mal lässt die eiserne Hand los und ich hole tief Luft. Mein Brustkorb schmerzt und alles dreht sich vor meinen Augen. Keuchend und hustend wird mir bewusst, dass ich am Boden knie vornüber gebeugt, mit den Händen abgestützt. Mein Haarknoten im Nacken hat sich gelöst und mein langes Haar fällt zu beiden Seiten ab.


    Die anfängliche Erleichterung verfliegt und wird durch Angst ersetzt. Ich muss etwas tun, mit ihm reden, bevor er mich wieder in seinem Würgegriff hält.

    „Halt, bitte …“ Kratzig und heiser hört sich meine Stimme an. Mit tränenden Augen schaue ich hoch, suche den Blick des Drachens und erstarre bei dem Bild was sich mir bietet.

    Hallo Cory Thain.

    Schön das auch du bei mir mit liest. Tja da habe ich wirklich beim korrigieren was weg gelöscht, was wichtig für das Verständnis ist. Unklow so werden die Drachen in Eilandis genannt. Viele von den Bewohnern kennen sie nur noch aus Fabeln und alten Geschichten. Sie haben sich einst zurückgezogen in die Gebirge und viele Menschen sind davon ausgegangen das es keine mehr von ihnen gibt.


    Zum zweiten habe ich versäumt zu erwähnen das Marek im Delirium vor sich hin murmelt. Daria kann es jedenfalls nicht verstehen. Deswegen ist ihr die Sprache fremd.


    Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen Cory Thain :D

    Hallo Kamar. Schön das du weiter am Ball bleibst was meine Geschichten angeht. Zum besseren Verständnis für dich:

    Wiesel war sein Spitzname unter dem er früher (vor ein paar Jahren) bekannt war. Seither ist viel passiert. Unter anderem war er in Messanac gefangen und hat dort schreckliche Dinge erlebt. Früher war er unerschrocken und flink wie ein Wiesel heute ist er misstrauisch vorsichtig und pessimistisch in allem was er tut.


    Zum zweiten haben ihn die Zwerge vom Boden aus aufs Korn genommen. Egal was sie geworfen haben es hat ihn aus dem Tritt gebracht deswegen der Sturz in die Tiefe.


    Viel Spass weiterhin Kamar und halt mich auf dem laufenden wie es dir gefällt.:D

    Diese Mission ist zum Scheitern verurteilt, das ist dir schon bewusst, Daria? Ich schüttle den Kopf über meine Zweifel, verdränge sie in den hintersten Winkel. Selbst wenn es nur eine geringe Chance gibt, ich werde alles daran setzen sie zu nutzen.

    Welche Chance denn? Entschlossen beende ich das Zwiegespräch. Im gleichen Augenblick höre ich ein lautes Stöhnen.


    Marek! Sofort sind meine Sinne geschärft und ich bin mit wenigen Schritten an seinem Lager. Knie mich neben ihn, während er sich unruhig hin und her wirft.

    „Scht!“ Versuche ich ihn mit beruhigenden Lauten zu beruhigen. Ich streiche ihm mit sanften Bewegungen die schwarzen Strähnen seines Haares aus der fiebrigen Stirn. Das tagelange Fieber hat seine Gesichtszüge ausgemergelt, gezeichnet. Straff spannt sich die Haut über die scharf hervortretenden Wangenknochen.

    Sein Gesichtsausdruck ist schmerzverzerrt, die Augen fest zugepresst, die Hände zur Faust geballt.

    Die Sprache ist mir fremd, doch ich spüre die Panik und Angst dahinter. Wie ein in die Enge getriebenes Tier, ohne Ausweg ...


    Wieder einmal bekomme ich eine Vorstellung von dem Schrecken, den dieser Mann erlebt hat. Und es tut mir in tiefster Seele weh, ihn so leiden zu sehen. Das Fieber lässt ihn die schlimmsten Alpträume erleben und er zerbricht daran. Ich kann es fühlen, fast körperlich. Sein fiebrig glasiger Blick richtet sich auf mich und er stöhnt einen Namen.

    „Eila …“ Sein Gesicht zeigt so viel Erleichterung, dass ich es wieder einmal nicht über mich bringe ihn zu verbessern. Soll er ruhig glauben sie wäre an seiner Seite, wer auch immer diese Frau auch ist. Sie bedeutet ihm viel, ich sehe es an der Wärme seines Blicks.

    „Ja Marek. Ich bin hier. Du hast nur geträumt. Alles ist gut, du bist in Sicherheit!“ Seine Züge entspannen sich bei meinen Worten und dem Streicheln meiner Finger. Langsam weicht alle Anspannung daraus und seine Lider werden wieder schwer. Dennoch fahre ich mit meinen federleichten Berührungen fort, bis ich seine regelmäßigen Atemzüge höre. Er ist eingeschlafen und ich atme erleichtert auf. Beim nächsten Mal, wenn er erwacht, kann ich ihm von dem Kräutersud zu trinken geben und zeitweilig das Fieber senken.


    „Gut gemacht!“ Mein Kopf fährt erschrocken herum, als ich die tiefe grollende Stimme in meinem Kopf höre.

    „Das wird ihn zwar nicht retten aber du hast ihm für den Moment die Angst genommen!“


    Mein Kopf schmerzt vom Wiederhall. So als würde ich in einer riesigen Höhle stehen und das Echo würde tausendfach zu mir zurückgeworfen werden. Mein Blick sucht in dem Halbdunkel der Höhle den Sprecher und findet ihn.

    Der Drache hat den Kopf mir zugewendet und gelbe Facettenaugen werfen den flackernden Schein des Feuers zurück. Unergründlich, Jahrhunderte alt, Unklows.

    Sein Schuppenpanzer glänzt, schimmert und für einen Moment habe ich das Gefühl, nicht atmen zu können. Nie hätte ich gedacht, dass ich je so einem Wesen gegenüber stehen würde, doch das tue ich. Wahrhaftig!

    Teil Zwei


    Ich runzele konzentriert die Stirn, während ich den heißen Kräutersud ein letztes Mal umrühre und zum Höhleneingang trage, wo er abkühlen soll. Meine Finger haftete der Geruch von zerriebenen Kräutern an, die ich zuvor in der Tonscherbe zerkleinert und dann mit heißem Wasser übergossen habe. Der Trank wird Marek Linderung verschaffen. Allerdings nur für eine kurze Zeit, ehe das Fiebers wieder steigt. Gegen den Brand, wie die Menschen dieses Art von Fieber nennen, gibt es nur eine Hilfe. Und diese wird er in Eilandis finden, vorausgesetzt er erreicht den weißen Turm lebend. Fügt meine dunkle Stimme hinzu. Sie erklingt meistens nur, wenn ich an Dingen zweifle und das tue ich in letzter Zeit unentwegt.


    Und genau dort, Mareks anhaltenden Fieber, liegt mein Problem. In den letzten beiden Tagen habe ich alles versucht, dass es ihm besser geht. Vergeblich! Das Fieber lässt sich nur kurzzeitig mit den Kräutern senken. Seine einzige Chance ist es, so schnell wie möglich den weißen Turm zu erreichen. Und gerade jetzt muss Barran eigene Wege gehen. Wut vertreibt meine Sorge um Marek.


    Was hat Barran sich nur dabei gedacht? Wütend balle ich meine Hände zu Fäusten. Mich in der Nacht in dieser Höhle zurückzulassen, ohne ein Wort der Erklärung? Ist ihm denn nicht klar, was hier auf dem Spiel steht? Was für eine bedeutende Rolle sie beide in dem Ganzen spielen?

    Wenn Marek stirbt, dann ist alles verloren! Dann ist ihre Chance vertan, dem dunklen Lord überhaupt gegenüberzutreten. Mit seinem Tod wird der letzte Hoffnungsfunke erlöschen, der noch alles ändern könnte. Ohne ihn wird der Turm fallen und mit ihm auch die weiße Zauberin…


    Mich überläuft es eiskalt bei dem Gedanken, wenn ich an die Folgen denke. Wir werden alle seine Sklaven sein, seinem Willen unterworfen. Willenlos… Mir wird schlecht, wenn ich an andere Länder denke, wo er schon Erfolg hatte. Als Kind habe ich einmal solche armen Kreaturen gesehen. Ihres Willens beraubt, seelenlos und alles sträubt sich in mir dagegen. Nein! Aus diesem Grund bin ich hier! Ich werde es nicht zulassen, komme was wolle.

    Meine Gedankengänge kehren zum eigentlichen Problem zurück. Warum hat mir Barran nichts gesagt? Nichts von seinen Plänen erzählt? Er vertraut dir nicht! Ist das nicht offensichtlich? Weißt mich meine dunkle Stimme zurecht.


    Und ich dachte, dass er etwas für mich empfindet? Die Enttäuschung tut weh. Das etwas zwischen uns ist … Wahrscheinlich hast du es dir nur eingebildet. Dumm wie du bist! Die Stimme hat Recht und es tut weh, dass ich es glauben wollte, von ganzem Herzen. Wie naiv bist du? Er ist ein Dieb. Jemand, der nichts wert ist …


    Stopp, das ist nicht wahr! Er hat Marek geholfen zu fliehen aus Messanac! In ihm steckt ein wahrhaft guter Kern.

    Und wo ist der Kerl mit den guten Ansichten jetzt? In irgendeiner Stadt, um Dinge zu erledigen? Was sind das für Dinge? Welche Sachen sind wichtiger, als Mareks Überleben zu sichern? Er ist der Auserwählte und du bist seine Mission. Also tue, wozu du her geschickt worden bist, Daria!


    Okay ich gebe zu der Zeitsprung war etwas plötzlich und ungewohnt. Dafür das Ergebnis der Vernehmung zu groß.

    Ich werde den Teil umschreiben abändern so das es verständlicher ist.

    Danke euch für die Feedbacks und offenen Meinungen. Und würde es schön finden wenn du Kamar mir weiter treu als Leser bleibst.

    Liebe Rainbow. Du hast nichts überlesen! Das erst mal zuerst. Man verdächtigt ihn nicht nur das er ein Drahtzieher des Ponorings ist, man weiß es durch Ermittlungen und nicht zuletzt wegen des eingeschleusten FBI Agents, allerdings reichen die Beweiße der Staatsanwaltschaft für eine Anklage nicht aus. Deswegen die grossangelegte Razzia in Baltimore, die durch den Tipp des Spitzels aufgeflogen ist.

    Mayfiss war vorher schon verdächtigt und zu verschiedenen Dingen vom FBI verhört worden. Deswegen kennt er Casey schon und sie verzichtete auf das Vorstellen bei dem Verhör. Mayfiss weiß, dass sie vom FBI ist.

    Mit dem Versuch ihn durch ihre Aktion aus dem Konzept zu bringen indem sie ihm die Bilder der vermissten Bilder zeigt, versucht sie ihn zum reden zu bringen, was ihr anscheinend gelingt.

    Auf die Umstände und wie Mayfiss auspackt komm ich später in einem Flashback zurück. den sie bei einem Gespräch erlebt. Der Leser erfährt im späteren Verlauf,:thumbup: was in der Nachfolgendem Verhör passiert ist. Nur Geduld Rainbow. Das kommt schon noch:D

    Loisville Bundesstaat Kentucky

    Datum: 02.Juni

    Uhrzeit: 10.35





    Casey atmete noch einmal tief durch, ehe sie die Klinke nach unten drückte und den Verhörraum betrat. Sofort wandten sich alle Anwesenden zu ihr um. Auch die sitzende Person am Tisch drehte sich zu ihr und Mayfiss Gesichtszüge versteinerten. Du hast mich also erkannt, gut so, dachte Casey, nicht ohne eine gewisse Befriedigung. Für einen kurzen Augenblick konnte sie hinter die kühle Fassade sehen, die seinem Ruf vorauseilte. Ihre letzten beiden Begegnungen hatten also auch Spuren hinterlassen.


    Im Geiste zählte sie die Zeit, bis er sich Äußerlich wieder im Griff hatte. Sie kam bis fünf und nahm gerade ihm gegenüber Platz, als er mit fester Stimme ihr entgegenhielt.

    „Was wirft man mir vor? Stecken Sie etwa dahinter? Verdammte Schla…“ Im letzten Moment schluckte er den Rest des Wortes hinunter.

    „Ich freue mich auch Sie zu sehen, Mister Mayfiss. Ich an ihrer Stelle wäre vorsichtig mit meiner Wortwahl, das macht sich hier nicht gut!“

    „Wollen Sie mir drohen?“

    „Lediglich darauf hinweisen, mit wem Sie hier sprechen. Sicher sind Sie über Ihre Rechte aufgeklärt worden?“

    „Bin ich etwa verhaftet? Wenn ja, aus welchem Grund?“

    Casey gab sich alle Mühe ruhig zu bleiben. Doch dieser aalglatte Mistkerl ging ihr unter die Haut und weckte Emotionen, die hier außen vor bleiben mussten.


    Mayfiss ist mit allen Wassern gewaschen, das ist dir klar. Na komm, denk an dein Ziel. Zeige diesem Arschloch, mit wem er es zu tun hat! Spezial Agent Casey Morgan!


    Casey deutete mit allumfassender Geste auf den Verhörraum, bevor sie sich an ihn wandte.

    „Mister Mayfiss, es tut mir leid, wegen der Begleitumstände unseres Treffens“, ihre Stimme klang jetzt ruhiger und sie sah, wie es seine Wut nur noch mehr anstachelte.

    „Ich kann mir wirklich bessere Orte für das Fortsetzen unserer Befragung vom letzten Mal denken, aber Sie waren ja nicht mehr auffindbar!“ Sie sah, wie sich seine Augen wütend zu Schlitzen verengten. Langsam bröckelte seine Fassade. Ja, mach schon, du Mistkerl, verliere die Fassung und gib mir einen Grund dich festzunageln.




    „Mussten Sie geschäftlich oder privat verreisen?“ Bohrte Casey weiter und lächelte ihn dabei zuckersüß an.

    „Sicher wissen Sie, was in Ihrer Abwesenheit geschehen ist? Hm? Von der Razzia des FBI´s in Ihren Lagerhallen?“ Greyhams Fingerknöchel traten weiß hervor, so fest umklammerte er die Streben seines Stuhls. Sein Mund war zu einer blassen Linie zusammengepresst.

    „Mayfiss, verschwenden Sie nicht meine Zeit!“ Casey spielte hoch, noch hatten sie keine ausreichenden Beweise, um dem Pornoring in Verbindung zu bringen mit den neuerlichen Vermisstenfällen hier in Louisville, doch vielleicht gelang es ihr, ihm eine Reaktion darauf zu entlocken.


    Sie warf ihm die Bilder der vermissten Kinder auf den Tisch. Alles Spielerische verschwand aus ihren Zügen und sie beugte sich ihm über den Tisch hinweg entgegen. Casey musterte ihn kalt.


    „War nicht das der wahre Grund, warum Sie verreisen mussten? Frischware! Blutjung, Unschuldig! Gut fürs Geschäft? Nicht wahr, Mayfiss? Dafür sind Sie doch bekannt, in der Branche? Kommen Sie schon, Greyham …“



    Eine knappe Stunde später informierte ein Detektive Casey, dass der Anwalt eingetroffen war und seinen Klienten sprechen wolle. Damit war ihr klar, das jetzt ihre Chancen gen Null sanken, noch Dinge von Mayfiss zu erfahren. Sie kannte die Masche dieser Schlipsträger zur genüge, um das zu wissen. Diese hoch bezahlten Verteidiger würden bei der weiteren Vernehmung alles unternehmen um ihren Klienten zu schützen. Casey runzelte die Stirn. Sie fragte sich woher der Anwalt Bescheid wusste. Ihres Wissens hatte Mayfiss weder nach einem Anwalt verlangt noch mit jemanden telefoniert.

    Genauso wenig hatte er ihre Fragen beantwortet. Weder zu der undichten Stelle beim FBI Departement, noch zu Dingen die den aktuellen Fall der verschwundenen Kinder hier in Louisville betraf. Jetzt brannte ihr nicht nur in einer Hinsicht die Zeit auf den Nägeln. Wenn sie nicht in den nächsten vierundzwanzig Stunden Aussagekräftige Beweise gegen ihn fand, mussten sie ihn laufen lassen. Und dass, war das Letzte was Casey wollte.


    Mit einem flaues Gefühl im Magen machte sich bei ihr breit, wenn sie an das anstehende Gespräch mit Spezialagent Chief Jakobs dachte. Er würde nicht gerade einen Freudentanz aufführen.